Nr. 192. Freitag, 23. August 1907. 126. Jahrgang Ombllcher Zeitung Pr«innmrrationSpreis: Mit Poslvril e» d u ny : yanzjäliiil, 3« «, halbjubi-in ,5 l<. Im Kontor: ganzjährig ^^ äl, dall'jährig 11 X. Für die Zustellung inL Haus ganzjährig 2 ll, - Insertionsgebühr: ssür lleine Inlerate bis zu 4 Zeilen 50 n, größere per Zeile 18 d; bei üsieren Wiedsrhulullge» per f^elle « k. Die »Lllibacher Zeitung» erscheint täglich, mit U»«natm>e der 3l»,N' und Feiertage, Die Administration befindtt sich kongrekplllh ^>ii. 2, die Medallion Dalmaüngasse Nr, 1«. Vpreckstunben der Nedaltio» von u bis »> Ubr vor» mittags. Unfrankierte Briefe werde» nicht angenommen, Manuskripte »icht zurückgestellt. Amtlicher Geil. Der Laltt'espräsident <>n Herzogtnme strain hat die absolvierten Nechtshörer Dr. Nilhelm '»tit-tor von F elbi n g e r und Ludwig P inka lv a zur Konzeptsprariö bei den politischen Behörden m strain zligelassen. Den 21. August 1907 wurde in der l. t. Hof» und Staats, druserei das XIV., Xi.11.. I.XXIV.. I.XXX.. 1.XXXI. und ^XXXII. Stück der kroatischen uud das I.XXV1II. Stück drr Uovcm,chen Ausgabe des Reichsgesetzblattes ausgegeben und ,<^!^ ^,"' Amtsblattc zur «Wiener Zeiwng. uom 21. August lni/ (^ir. 1!»1) wurde die Weite«,erbreituna folgender Prek° erzeugnisse verboten: Nr. 16 «Lerminlll» vom 10, August 1907. Nr. 21 «K»eii-8k6 I^pizwl)'» voiu 15. August 1907. Nr. A5 «8>vodo<1a» vom 15. August 1907. MchtanrtNcher Heil. Besuch Tittonis auf dem Semmering. Mit sehr warmen Worten begrüßt das ,,Nen<' Wr. Tagbl." den ital. Vlinister des Änßern, Tit-toni, als den Gast 'Österreich-Ungarns. Das Blatt erinnert daran, welche schwere Erbschaft Tittoni nach den Zickzackkursen seiner Vora.ana.er Prinetli lliw Morin iiberilahui, nnter denen sich immer mehr Mißverständnisse im Dreibünde aufgetürmt hatten. Heute könne man sagen, daß es ill Italien seit Eri'spi vielleicht keilten Staatsmann gegebeil hat, der es mi,t der gleicheil >tonseguenz und der gleichen Überzeuguug seillen Landsk'nten dargelegt hätte, daß die Position Italiens im Dreibünde durch nichts anderes ersehbar ist. In der angenehmen politischen Atmosphäre, welche Tittoni zu schaffeil verstand, begegnete er sich mit, dem vorurteilslosen neuen Minister Österreich-Ungarns, Freiherrn voll Ährenthal, der in seinem Wirkungs kreise von allem Anbeginne der Herrschaft der ge-fährlicheil Schlagworte ein Ende »nachte, welche "neu der Hauptgründe des nnberechiigten Bii>> trauens gegeil die Balkanpolilik Osterreich lliigarns bildeteil. Nenn nuil die beiden Minister des äußern sich ehrlich bestrebt ,',eigen, die gelegeiltlich iloch sich offenbarenden Trübungen ganz zu beseitigen, und wenn insbesondere Herr Tittom es erfolgreich verstand, deu >inrs der italieilischen Po litikzn rektifizieren.so das; auch iil^sterreichllngarn das Mißtranen inlmer inehr int Schwinden begriffen ist, das dnrch die Schachzüge der frühereu italieilischen Balkanpolitik erzeugt lonrde, so wird diese Tendenz in uilserer Monarchie sicherlich Ge-nligluuilg ivachrufeu uud auch bestens uuterstützt werden. Die „Österr. Volkszeitliug" schreibt: Durch das Ergebuis der Eisrevuen voil Wilhelmshöhe und Ischl lvurde dein Irredeutismus die letzte Hoffiiliilg ent',ogen, das; er feine magere Suppe an einoiil dlirch die llueiingkeit der Mächte anf dem Balkail entbrannten gelier lveroe kochen tonnen. Widerspracheil schon friiher die Hetzereien ge gen Österreich Ilngaril den wohlverstandenen Interessen des jungen >töuigreiches, so wäre ihre ^orl-sevnng angesichts der neuesten Gestaltung der internationalen !^age geradezu ein Anachronismus. Die gezwungene Che zlvischeil Österreich llngarii und Italieil lvird zn einer Vernnnftehe. Tittoili habe ininler zu den Perfechtern der Dreibund-politit' gehört uud der Erfolg habe ihm recht ge A'bei,. Die marokkanischen Wirren. Die „Neue Freie Presse" weist darauf hiu, daf; der Pesuch des Miinsterpräsidenten (5l<'inelneau beim völlig Eduard nnd des Botschafters Eambon beiill Dürften Viilow in einen, Augenblick erfolgt, in welchem die französische Regierung in bezug auf ihre Aktion in Marokko wichtige Entschlüsse ent weder schon gefas;t hat oder zii fassen im Begriffe ist. Die Bestimmuugeu des Vertrages vou Alge-eiras köililen bei lveiter Auslegung dahin interpretiert werden, das; bis zur Einrichtung der von Franzosen und Tpaniern zn instruiereudeu Polizei die Franzosen und Spanier selbst für die Sicherheit ',u sorgeii haben, lind es hat denn auch keine Macht bisher irgend eine Einwendung erhoben. So elastifch aber der in Algeeiras geschaffene Nahmen fein mag, fo ist in Frankreich doch schon das Ver langen aufgetaucht, sich damit uicht zu begnügen, sondern dafür zu sorgen, das; er erweitert werde. Ein danerndes Werk zu schaffen, ist jetzt freilich nicht der geeignete Moment. Jedenfalls aber steht die Frage im Vordergrnnd, wie die in Algeeiras formulierten ^'»edauken der gegenwärtigeir Titna^ tioil angepas;t lverden sollen. Dns „III. Wiener Ertrablatt" beleuchtet die diplomatischen Schwierigkeiten, welche für Frank reich ans dem marokkanischen „Abenteuer" er wachseu. Die französifch einmische Entente werde, vou der aufrichtigen Unparteilichkeit Deutschlands befriedigt, nnd sie versprechen sich viel von dem Besuche Eambous iu Norderney, sogar mehr als von dem Besuche El^meneeaus in Marienba-d. Die „Arbeiterzeituug" sagt, das; die Franzosen in Easablanca die (^efangeneil ihrer eigeneir Tat seien. Die Expedition mnsse den Umständen ent-sprechend fortgesetzt werden, da sonst das Ansehen Frankreichs in Nordafrika gefährlich erschüttert würde. Wenn ganz Marokko in Anfrnhr gerate, dann gelte es einfach einen ernstlicheil >trieg, gelte es lOO.OlX) oder 150.000 Mann zn entsenden. Im Hintergrnnd aller Erwägungen warne und raune die Furcht vor europäischen Verwicklungen. Politische Uebersicht. Laib ach, 22. August. Wie man ans S o fi a schreibt, haben dem an läßlich des (^eblirtstages Sr. Majestät des Kai sers veranstalteteu Festgottesdienste außer der gesamten österreichisch iiilgarischen >tolonie, (^ene raladjutailt Ü^'arkov nnd der, Ehef der geheimeil >tabiilettska!lzlei, Dobrovi^, als Vertreter des Für sten, sämtliche Minister nnd die Spitzen der Zivil uud Militärbehördeu sowie die diplomatischeu Ver treter Deutschlauds, Italiens, Frankreichs, der Feuilleton. In der Sommerfrische. Von Anton 6ehc»v. Auf dem Bahnsteig der Sommerfrische wan-PanHeil auf uud ab. "' hielt fie uiu die Taille gefaßt, fie fchmiegte sich "u ihn ulw beide lvarcn glücklich. Zwischen den ^olkemetzen hindurch blickte der Mond anf sie "ab "nd machte ein verdrießliches Besicht. Er lvar "o,jch ,„^ ^.^.l,Vl) über seiil lailglveiliges, nie^ ^>and A'utz^n bringeildes Iunggeselleiltnm. ^tein ^'Nchen regte sich, heiß nnd schwer dufteten Faul-:!!''u und^spain'fcher Flieder. In der Ferne, jen-' iV der ^elm'uen, ließ eine Vasserralle ihren '"''s ortöncn 'm "^p!^ ^ö'", Sa-^a, lvie schön!" sagte die Fran, w.^an konnte glanben, man tränmte. Sieh nnr, >uie ''^ .^"^ N'^I'ch dieses Wäldcheil anssiehl, stancl' , ^'^' ^l'^"', schlveigsanien Telegraphen Mil^"' ^ beleben die Landschaft, Sa«a, nnd er-'^llt,!' ^^' "icht allznfern Menschen sind . . . Wind < ' ' !^ '^ ^ "üA hübsch, wcnu der 'a! n„ ?'^ l"'^te l^eränsch des fahrenden Zllges ""^lieriiberträgt^" hast'"^" ^ ' - W"s du aber für heiße Hände den,,' l^' ^^'^ erregt, Varja . . . Was haben wir ^ut' ^»,l Abeildbrot/^" wird""' ^"* "'^ ^''" Hühnchen. Das Hühnchen -—_^H^ade fi'il' lins beilX' langen. Für dich habe ^alte Suppe aus itvas mit Fleisch, Fisch und Gemüsen. ich noch Sardinen lind gedörrten Stör ans der Stadt kommen lassen." Der Mond versteckte sich hinter einer Wolke. Das (^'»lück der Menschen erinnerte ihn an seine Einsamkeit, seine einsame Schlummerstadt hinter Wäldern nnd Tälern . . . „Der Zng kommt!" sagte Parja. „Wie schön!" In der Ferne zeigten sich drei fenrige Augen. Auf deu Bahnsteig hiuaus trat der Stationsvor steher. Neben den Schienen leuchteteu hier nnt» da Signallichter anf. „Wir wollen den Zug abwarten und dann nach Hanse geheil," sagte Sa^a uud gähnte. „Das Leben ist so schön mit dir, Varja, so schön, daß es mir wie ein Traum vorkommt." Das schwarze Ungetüm kroch bis zn der Station heran nnd stand still. An den Fenstern der spärlich erhellten Abteile zeigten sich verschlafene Gesichter, Hüte nnd Schnltern. „Ach, ach," ertönte eine Stimme ans einem Abteil, „Varja nnd ihr Mann sind zn unserem Empfange auf dem Bahnhofe! Da sind sie! Varia chen! Varjacheu!" Aus dem Abteil sprangen zwei kleine Mad chen nnd fielen Varja um den Hals. Hinter ihnen kam eine starke Dame in reiferen Jahren nnd ein großer, hagerer Herr mit granem Backenbart zmn Vorschein, dahinter zwei ^mnnasiasten, mit Gepäck beladen, hinter den (>>mnnasiasten die (^ouver-uaute, hinter der Gonvernante die (Großmutter. „Na, do sind wir, Frenndchen, da sind wir nun", nahm del- Herr mit dem Backenban das Wort, Sa^a die Hand drückend. „Hast lange ver^ geblich warten müssen! Wich gewiß oft anf den Onkel geschimpft haben, der so lange anf sich warten läßt. >tolja, ztostja, Nina, Fifa, kommt .binder, gebt Vetter Sa^a einen >tilß. Wir kommen alle zu dir, das gauze Nest. fo auf drei, vier Tagelchen, Wir stören doch nicht? Aber, bitte, keine Umstände!" Beim Anblick des Onkels mit Familie ergriff die Gattin ein Entsetzen. Während der Begrüßung malte Sa^as Phantasie folgendes Bild: Er nnd seine Fran müssen ihre drei Zimmer, ihre Betten und Decken den Mstcn abtreten; der Stör, die Sardinen und die Okro«ka sind im Umsehen ver zehrt, die Vettern reißen die Vlnmen ab, gießeil die Tinte um, ruiuieren alles', die Tante erzählt den ganzen Tag von ihrem Leiden lBandwnrm, nnd Schmerz in der Gegend der Herzgrnbe) und daß sie eine geborene Baronesse von Fintich ist . . . Und Sa^a blickte jetzt mit Haß auf feine junge Fran nnd flüsterte ihr zu: „Zu dir sind sie gekommen . . . wären sie doch zum Teufel gefahren!" „Nein, zn dir", antwortete sie, ebenso wntmd uud gehässig. „Es sind nicht meine, sonden, deine Verwandten." Und sich zu den C'ästeu wendend, sagte sie mil liebenswürdigem Lächeln: „^eien Sie lins will-kommen!" Hinter der Wolke trat wieder der Mond hervor. Es fchien, als lächelte er; es schien, als freute er sich, daß er keine Verwandten hätte. Nnd Sa^a wandte sich ab, nm vor den Gästen sein von öliger nnd Nut eutstelltes Gesicht zn verbergen und sagte, seiner Stimme einen fröhlichen, liebenswürdigen >tlang gebend: „Bitte scholl, liebe Gäste, kommen Sie mit nns!" Laibacher Zeitun Nr. '92. 17V2 23. August 1907. Türkei und 'Ilumänienö mit dem Persoivale ihrer Agentien beigewohnt. Nach der kirchlichen Feier nahm der k. und k. (Gesandte, Graf Thnr-n-Valsas-sina, in seineni Palais die (^lückivünsche aller frein i)en Vertreter, der Vertreter des Fürsten Feroi nand, der blilgarischen Negierung nnd anderer offi ,',ielleil Persönlichkeiten solvie der österreichischuu' garischen Xiolouie entgegen. Als Sprecher der letzteren drückte der Präsident des österreichisch-nnga-rischen HilfsVereines, . machte ein Inspektor der Miueu - Kompanie einen Nnndgaug, nm die Arbeiter zu inspizieren, ails er plötzlich in einem der neben den Diamantengnweu abgeschaufelten Schutthaufen eineu Stein in der Sonne blitzen sah, der nur wenig aus der Erde her vorragte. Er ging hin, legte mit seinein Taschemuesser den Stein bloß nnd brachte ihn nach dein Unter-suchungsbnreau, Dort konstatierte man, daß man es mit einem Diamanten von !iW2 Karat zu tun hatte, der also dreimal so schwer war, als der bekannte ün Besitz der englischen Krone befindliche Kohi-noor in ungeschliffenem Zustande und siebenmal so schttx'r als der dem französischen Staate gehörige Regent. Wie groß der Wert des Steines nach dem Schleifen bleiben würde, wußte man allerdings nicht, hatte aber dock) einen ziemlich genauen Maßstab, um seinen Wort wenigsten; zu schätzen. Der Erzelsior, der zuletzt in Südafrika, 1898 in Iagerofontein gefundene große Diamant, der int rohen Zustande nur 971<^ Karat, also weniger als den dritten Teil des Cullinan wog, wnrde nach dem Schleifen auf 25 Millionen Franken geschätzt. Die Eigentümer, die aber keinen .Uänfer fanden, saben sich genötigt, das Juwel zu zeistückeln nnd erhielten neun uoch immer recht große Diaman ten. Das Geschenk, das die Kapkolonie König Eduard macht, würde also nach dem Schlisse ungefähr einen Wert von 75 bis KX) Millionen Franken repräsentieren. In seinein gegenwärtigen Zustande wird der Cullinan auf 3,5e.r den Eifer eines Fremden, ihm so ohne lociteres bei der Arbeit zu helfen, nicht wenig zu amüsieren. Mehr nnd mehr begann er dann aber zu staunen. „Ecco", sagte er, „du vet-stchst deine Sache," Johannes hielt den fertigen Peitschn griff noch eine Weile in feiner Hand. Seine Füße schmerzten ihn. Nun fühlte er erst, wie not ihm die Nuhe tat. „Gibt es uoch andere Arbeit hier?" fragte er, sich ungewiß umschauend. „Oh, der Maestro Thonia l>at genng davon. Aber ich sagte ihm gleich, daß ich so etwas nicht fertig bringe. Ich habe bei Corelli in Mailand gelernt. Da haben wir nur Orgelpfeifen gedreht. Das ist viel schöner. Wo hast dn gelernt, Brüderchen?" Die vertrauliche Art des jungen Burschen lockte Johannes doch ein Lächeln ab. „Oh, in meiner Heimat", erwiderte er ausweichend. „Die ist weit?" „Weit." Daunt nx>r vorläufig dk' Konversation beendet, Johanne» nahm einen ,^>iwn der rohen Stöcke nnd begann ihn zn bearbeiten. Der Italiener faltete die Hände über dem Knie, schob eiu Bein übers andere und lehnte den Kopf zurück, ein Liedchen trällernd. Erst als er der Refrain, den er mit Gefühl, die Au^en verdrehend, und mit starkem Tremolo saug, drei-, viermal wiederholt hatte, nahm er das fachmännische Gespräch wieder auf. „Hast du hier schon Arbeit gefunden in Genf?" Mit einem matten Lächeln schüttelte Johannes den Kopf. „Ich habe mich nicht danach umgetan." „So tritt beim Maestro eiu. Thonia kaun einen Arbeiter wie dich gerade gebrauchen. Mir gibt er füufzehu die Woche - du kannst deine zloanzig haben, »veil du selbständig arbeitest. Lire meine ich. Das nennen sie hier Franken. Aber es ist dasselbe." Johannes ging es wie eiu Blitz durch den Sinn: wenn er auf so bequeme Weise Arbeit bekäme, einen Verdienst fände, dann wäre es Torheit, die Gelegenheit nicht beim Schöpfe zu fassen. Seine. Barschaft war bis morgen völlig aufgebraucht — uud woher sollte er dann die Mittel nehmen, um sich. durchzu^ halten? Er drückte also gar keine Überraschung über den Vorschlag ans, sondern erkundigte sich bei dem juu» gen Burschen nach den soustigen Verhältnissen des Meisters uud des Hauses. Da erfuhr er denn, daß Thoma seinen Gehilfen auch Quartier gab uud daß die Werkstatt abends nm acht Uhr geschlossen würde. Danach war mau frei. Johannes überlegte. Es blieb ihm kenve grohe Wahl- das Messer saß ihm ja schier an der Kehle. Schließlich tonnte er noch sroh sein. ein solches Unterkommen ,;n finden. Da ihm ein Paar Abendstunden frei blieben, hatte er wenigstens die Möglichkeit, seine Nachforschungen nach Martha fortzusetzen. Er sagte dein jungen Italiener also, daß er wohl Lust hätte, dazubleiben. Der Bursche holte gleich den Meister herbei uud erpliMrte ihm in seiner lebhaften Art, unter unglaublich viel Gestikulationen, wie die Akguisitiou zustande gekommen sei. Maestro Thouia stammte aus dem Kanton Tes-siu, war halb Schweizer, halb Italiener. Er brauchte gerade einen Gehilfen, um eiuen größereu Auftrag zu erledigen. Da ei- bisher keinen geschickten Arbeiter gefunden, hatte er sich schon vor die Notwendigkeit gestellt gesehen, selbst mit Hand anlegen zu müsseu. Und er haßte nichts so sehr als die Arbeit — wie der junge Italiener dein neuen Kollegen sogleich verraten. Nach kurzer Verhaudlung war mau also einig. Johannes, der bisher anch in den kleinsten Kleinigkeiten wahrheitsliebend und gewissenhaft gewesen war, kam es hart an, bei der Frage nach Namen und Herkommen eine Notlüge gebrauchen zu müssen. Er legte sich eineu anderen Namen bei und erklärte, daß seine Habseligkeiten. unter denen sich auch seine, Papiere befänden, uoch untertvegs seien, und daß er sie erst iunerhalb weniger Tage hier erwarten könne. Um semen Befähigungsnachweis zu erbringen, setzte er sich sogleich an die Drehbank und arbeitete noch eine Stunde lang, trotzdem schon Feierabend-stunde war. Der Meister war guter Laune, als er die saubere Arbeit sah, uud meinte: man werde sich schon bald miteinander einleben. Die Schlafgelegenheit, die man ihm in dein armseligen Hänochen anwies, war sehr dürftig. Johannes mußte die Kammer mit dem jungen Italiener teilen. (Fortsetzung folgt.) üaibllcher Zeitung Nr. 192. 1785_______________________________________23. August 1907. dcu jungeu >inckuck im Neste vor. Unter dein letzteren aber lagen die ut,ansgebrüteten Eier llnd die schon ausgebrüteten Jungen seiner Pslegeeltern. Nun wurde au5 einem bellachibarten Nest, sorgfältig gegen Wärmeverlnst geschützt, cm anderes Ei geholt, das der noch blinde,^ncknck in taun, einer Halden Minnto aus dem Nest warf. Er arbeitote so lauge Heruni, bis er es auf dein Rückeu hatte, und schob es dann unt einem Ruck iiber den Nestrand. Alk' diese Vorgänge zcigeu die Millarschon Anfnahmen sehr deutlich. Tic beiden englischen Beobachter tonnten nnch feststelle», das; der kuckuck, sobald er am nennten Tage zu sehen anfängt, im Nest Ruhe gibt und dort vorhandene Vögel nicht mehr hinausdrängt. In den ersten acht Tagen aber duldet cr keine Geschwister neben sich. — (Tie vie r s ä ch s ische u L e h »n a r t e n.) ..Här'n Te, ill eener Veziehnllg seill mir nn' ganz be-soilderich bevorzugt! Mir ha'm Se vier ganz verschiedene Lehmarten: Ärschtens: Ter Lehm, n,it den de Tepfer de Efeil zilsaminenschniieren! Zweitens: Dor ^ehm, den de Nnchbinde,- u» de Tischler gebranchen. Tritteno: Tie Lehn,, die da eygal so in'n zoologischen Garten brillcn. Viertend: Das Lehm, wie Sie's in dem schcenen Liede vortonmit: E' freies Lehni führen wir!" — < E i n P r o f e f s o >' d e 5 A n t o m o b i l i s ,n u s.) Aus Amerika kommt eine seltsame 5tunde; III St. Louis ist in aller Form ein Lehrstuhl fiir Antomobilic'iilus errichtet worden; Professor Calvin M. Woosward hat ihn iiberilolnmen. Eeino Lehrtätigkeit wird sich nicht anf die Theorie bescht'änke»: auch praktische Übungen sind vorgesehen. Bereite im September werden die Vorlesungen ihren Anfang nehmen. — - (DasEhe - E r a !,i e n.) Auo N^v Orleails wird gemeldet: Den heiratslustigen Ali,eritanorin»en d.'oht cill fürchterliches Schicksal. Sie solle», tünstig-hill nicht mehr ohne Kontrolle ill den Ehestand hin-einflirten, ein hochnotpeinliches Examen sollen sie vorher ablegen und beweisen, das; sie den Pflichteil des Mutterberufes auch wirtlich gewachsen sind. Und wer von ihnen da» zu foroeii, wagt, das ist kein idea« listischer Schwärmer, sondern ein Mann der ameri° kanischeu Wissenschaft, ein offizieller Vemuter gar. Dr. C. H. Iriun vom Gesundheitsamt hat in einer seiner Vorlesungen diese Forderung energisch erhoben. 90 von 100 aller Verbrechen in der Welt verschulden die Frauen, sagte Dr. Irion. und nnr da-durch, das; sie so miserabel kochen. Unter hundert Frauen weiß nicht eine ein Kind richtig zu ernähren, und 7", Prozent aller Kinder, die unter fünf Jahren sterben, fallen als Opfer von Leiden, die verhindert werden tonnten. Und darum sollen sie künftig ins Mntter-Eramen steigen, die heiratsfähigen Töchter der neuen Wolt. - (Jung verheiratet.) ..Nun. wie ist dir?" „Großartig- weißt du, wenn ich meine Fran bloß ansehe, bin ich schon wie berauscht." „Ja. sa du hast nie viol vertragen können." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Die Slovene« in Amerika. VoN I. M. ,A!I« »irch!? vorlielmü!',!,) (Fortsetzuug.) Auf den slovenischen Pfarren wirken insgesamt -<> slovenische Geistliche, darunter 1 Benediktiner lind 1 Franziskaner, und zwar in: Illinois 5, Ohio 7, Pennsylvania 1. Minnesotta:', Colorado '2. Michigan, Wisconsin, California, Indiana nnd New ?)ork je 1. Auf froilldfprachigeu Pfarren Wirten über 35 slo^ venischc Geistliche, darnilter drei Bouodiktiner. in verschiedenen Staaton. Diose nicht slovenischen Pfarren Nnd meist dentsche nnd englische, dann aber üuch fran ^sisch<', il-,sch<^ slovatifche Pfarren nnd indianische Missionen, .. .,.^"' slovenischen Nation gehören ferner zwei Ni-!"Wfe an, und zwar: Night Nev. Ialnes Troboc !ü St. Cloud, Minn., nnd Night Rev. John N. ^ tariha in Load, To. Da. . Unter den flovenischen Priestern, die in der U'non unter Sloveilen nnd andereil Völkern tätig ^aren und verstorbeil sind, gab es drei Bischöfe, einen 'lbt und 15 Mistliche in vorfchiedenen Würden, ^, Die älteste slovouische Pfarre befindet fich in ^/'"ckway, Minn, wo anch die älteste slovenische ''.s!"M> zi, verzeichne,, ist. I'm Jahre 1869 wnrdo die l't^loveuische Kirche in Amerika erbaut nnd dem ". ^tephn,, Mwidiliet. Mit der Zeit wurdo das höl-"nc Gotteshans zu klein, und in den Jahren 1903 /", ""'I durch eine neue aus Ziegeln ersetzt, die -.^ Dl)llm- kostete. Anf dieser Pfarre wirkten be-l nocrZ die slavonischen Mifsiolläre, wie: Pirer, Buh. "M,nzi> P. Severin, Zupau, Groth lein Deutscher), ^ ^ "nd >inafelje. Der jetzige Pfarrer ist Rev. Im Staate, Minnefotta. im NW,, befinden sich slovenische Pfarren noch in: E l y, wo der ehrnuirdige Missionär, Monfiguore Jos. F. Vlch wirkt. Hier befinden sich zwei slovenische Kirchen, eiuc alw, iln Jahre 1890 erbaute, die jetzt als Kirchenhalle dient, und eine nene, die am Dank-fagungstage ll^K» konfekriert wurde uud 1^.l»M Dollars kostete. Tower. Die Kirche vou St. Martili in Toluer, Minn., wurde nm l«^7 erbant. Der Pfarrer ist I. Fm'jam'u-: früher N'irkwil hier Msgr. Champaglle, ein gebürtiger Franzose, Nev. Buh uud Smrekar. Spa r to. Hier befindet sich die Kirche zu Sautt Josef ohue eineil Geistlichen. Zeitweise besucht die dortigen Slovenen der Geistliche aus Virginia, nm in de>r, chen in: Ioliet, der zweitgrößten slovenifchen Kolonie in der Union. Iui Jahre 1891 gründete man die Pfarre zu St. Josef, die sich unter der umsichtigen nnd taktvollen Leitung des Pfarrers, Nev. F. S. >;u5ter5i<', zur orsteu und lxi'teu sloveuischeu Pfarre in der Union entwickelte. Die erste Kirche wnrde am 18. Oktober 1890 durch den Benodiktinerabt Dr. Vorilhard Locmikar eingeweiht. Sie war l>(> Fnß lang iliid 52 Fuß breit, mit elektrischer und Gasbeleuchtung und mit Heizung verschon. Die Kirche erwies sich bald als viel zn klein nnd so wurde !9l)5 neben der altei^ eine neue Kirche erbaut, die nicht, nur die größte und prächtigste >tirche in der Stadt Ioliet (15.Ml) Einwohner), sondorn anch die größte nnd schönste voll allen slovenischen Kirchen ist. Ihre Kosten beliefcn sich auf 9l).lXX) Dollars. Sie ist aus Stein gebaut nnd hat zwei schlailie, hohe Türme. Hinter der Kirche befindet sich die Psarrschnle und hiuter dieser das Prächtige« Pfarrhaus. Im Jahre 1895 kanfto man zn>ei Meilen vom City Hall (Rathaus) einen füuf Acker umfassenden Grnnd nnd errichtete einen sloveuischen Friedhof. Neben dem Pfarrer wirkte 1901 nnd 1905 anch Nev. ^I, Sojar. Chicago, III., besivt eine slovenische Pfarre seit 1898, wo Rev. I. Plevnik eine protestantische Kirche taufte uud verschiedene Adaptiernngoarbeiten vornehmen ließ. Am 12. Juni d. I. wni'do sie eingeweiht. Nach Nev. I. Plevnik wirkten noch Nov. L. M. ,^ra>!0l,x'c und der jetzige Pfarrer .Nev. ^,. Sojar. SonthChicago besitzt eine slovenische Kirche mit schöller Lage am Ufer des Michigan-Sees, die im Jahre 1903 orbant wurdo. Sie kostete W.lW Dollars. Der jetzige Pfarrer ist Nov. I. Kranjcc. Wail teg on. In dieser schnell emporgeschossenen slavonischen Kolonie haben die Slovenon eine eigene Kirche seit 1903. Erbaut wurdo sie (züsaimmen mit den, Psarrhans) von dem noch jetzt dort wirken-den Pfarrer Rev, Johl, Plevnik mit einem Anfwando von I^.MO Dollars. La Sallo. Hier begann man im Iahro 19<)1 für die Gründung einer flovenischen Kirche und Pfarre zu sammeln, kaufto 1902 den Grund uud erbante im folgenden Jahre die Kirche, die am l!i. September eiugowoiht wurdo. Dor flovenifche Pfarror ist Rov. A. P. Podgoröot'. (Schluß folgt.) — l,D i e K aiser m a n ö v e r i i, K ä r n t e u.) Die Abreise Seinor Majestät des Kaisers zu den Manövern des 3. und 1/1. Korps in Kärnten ist für den l. September in bestimmte Anosichl genommen. Die Abreise Seiner Majestät erfolgt von Ischl ans uni 9 Uhr vormittags nach Klagonfurt, wo dor Kaifcr in der dortigen Burg absteigen wird. Znm Empfange dos Mollarchen worden die ontsprochenden Vorbereitungen getroffen und wurden die notwendigen Adap-tiernngen bereits vorgenommen. Alls der Wioner Hofburg werden in den nächsten Tagen die uötigm Ein-richtnngsgegonstände zur Vervollständigung dor Möblierung der Appartements nebst dor Küchen ein rich-tung, ferner das notwendige Service nach Klagonfnrt abgeschickt werden. Die Hofwirtschaftsabteilung geht borcits am 2!). d. von Wien nach Klagonfnrt ab, wo das Allorhöchfte Hauptauartior schou am 2. Septem» lx,r otabliort wird. A»l Morgen des 5, September begibt sich Seine Majestät, nachdem schon am Voringe die Manövor begonnen haben, auf das Mmwverfeld, Für nachmittags ist das erste große Diner bei. Seiner Majestät dem K aiser angeordnet. Am l». September früh wohnt Some Majestät wieder den Mauövorn bei, worauf nachmittags dio zweite Hoftafel folgt. Am 7. September wird vorausfichtlich vormittags abgeblasen werden, worauf die übliche Bosprochiiug er folgt. Noch an, selben Tage verläßt Some Majestät Klagenfurt nnd trifft an, 8. September früh im Schönbrimner Schlöffe oin. — (Bosuch eiues japanischen Go«-schwadcrs in Trio st.) Wie die „Pol. Korr." meldet, wird dor Vesnch dos seit oinigcr Zoit in Eu- ropa iveilenden japanischen Geschwaders in Tricst anfangs September stattfinden. Das Geschwader, das Dentfchland, Englaild, Frankreich. Spanioil und in den letzten Tagen Portugal borührto, fand üborall oiuo sehr freundliche Aufnahmo. Gegeilwärtig befindet es sich auf dem Wege nach Neapel »nd von tiort wird es die Fahrt nach der Adria antreteil. Von den beiden >treuzern. ans denen das Geschwader besteht. „Chi-tose" und „Tsukuba", hat das letztgenannte Schiff, das einen nouon Tnp darstollt, boi dossen Konstrnktion dio im Kriege gegen Nnßland gewonilellen Erfahrnn-gen verwertet wnrden. iiberall das besondore ^»teresso dor Fachtreiso errogt. Dor Befehlshaber des Geschwa» ders, Vizeadmiral Ijui n. der im Altoir von 55 Jahren steht, hat seine iu, Tokio begonnenen Marine' stndion in England fortgosetzt nnd an Bord des engli-schon Panzers „Trinmph" gedioitt. Währeild des japanisch-chinesischen Krieges :var or mit dein Nange eines Ichiffska^pitäns Mitglied des Genoralstabos. Während dos iapmnsch-russifchen , konilnen kolliito. Im Knrsalon lvnrdo das Kaiferfost dnnii einen Toast eingeleitet, welchen Herr Dover-lot aus Laibach als ältester Knrgast uud gewandter Sprecher auf Wunsch des Festkomitees in schwima,-vollor Woiso ausbrachte. Dio Rode, welche dio uner» müdlicho Tätigkeit d05 greifeil Moimrchon, überhanpt alle feine Tugenden hervorhob, und ihn als lenchteii' dec, Vorbild fiir die Untertanen pries, wurde vom anwesenden, distinguierten Publikum mit großer Begeisterung aufgenommen. Papa Doberlet. trotz der Last einer respektablen Anzahl von Jahren stets jung und heiter, weiß eben das in ihn gesetzte Vertraueu glänzend zu rechtfertigen. Am 18. d. faud um halb 9 Uhr vormittags oiu Hochamt mit Assistenz statt, welches der Qrtspfarror abhiolt: zum Schlufso wurde das Tedenm angestimmt. Bei», Friibgotteodienste hielt der Herr Pfarrer die Kaiserpredigt, worin er die Mübon und Torgeu, dio Opfer und Priifnngon des Monarchen eingehend schilderte nnd die Pfarrallgehörigen ! zn», trenon Festhalten all der erhabonon Dynastie nnd znm frommen Gebete aufforderte. Beim Hochamte , hatto in der Kircho das k. und f. Militär mit Gell dar« morio, die Fonerwohr, die Gomeiudovertretung und das Kurpublikum Platz genoinlnon. Tor Gesang wnrde vom Kircheilchore unter der Leituug des Dirigenten Herrn Kav<-i^ aufs beste lx'sorgt. Um '2 Uhr nachnlittags begann die Auffahrt der Festgästo aus Nudolfswort und Umgebuug, welcho an den bereit gehaltenen Tifchen vor dem Knrhaufe Platz fandeil. Die Musikkapelle intonierte nm l Uhr die Volkshymne, und gab hienlit das Zeichen zum Volksfeste, welchos einen fehr aninliertol, Verlauf nahm uud vom borr-lichsten Wetter begünstigt war. Die mitten anf don, Platze gekochten Festjubelwürstel wai-en ebenso schmackhaft wie der Hammelbraten. Die Illumination mit Zapfenstreich nm 8 Uhr alx'uds, endlich das Konzort mit Festrouniuu, bildeton don wiirdigon Abschlltß dor golungenon Veranstaltung. - (D i e N egel u n g deo Fla s 6i enbi e r' Handels.) Das Handolsmmistormm hat oino schriftliche Enam'te bei alloi, beteligton Vorbänden und Genossenschaften hinsichtlich der Regelung deo Flaschen^ bionbandels eingeleitet. Als Grundlage der Encmotc dient ei» vom Ministerium ausgearbeitete,- Verord. imiigseiltN'urf, Nielcher auf folgenden Grnndfätzen, beruht: Ter Detailhandel mit Flaschenbier soll als ei» konzessioniertes, der gewerbepolizeiliche» Rege-lung untorlioge»de5 Gewerbe erklärt lverden. Die Vo» stilnmnnaon hinsichtlich des Patontvorschlussos bloiben in ihrer jetzigen For», aufrecht. Die iu don Handel gebrachten Bierflaschen sind mit Etiketten zn versehen, welcho die Onantität uud die ^.ualität des Flaschen» inhaltos ersichtlich zn machon haben. * lMilit ä r z ü g o.) DiesertaM sind M» Land-wehrsoldaten durch Laibach in das Mmwveraebiot nach Kärlltou gefahren. Aus Graz kamo,^ 1940 Mann Reservisten dos 27. Infanterieregiments iu Laibach au, welcho dann gogon Obcrt'rmn abgoheu werden. Laibacher Zeitung Nr. 192._______________________ 1786 2-j. August 1907. " (Sistierung der Kontrollversammlungen im Jahre 1907.) Wie mau uns mit-teilt, l>at das k. k. Ministerium für Landesverteidi-gung im Einvernehmen mit deni k. und t. Reichs-triegsministerium verfügt, daß die Kontrollversamm-lungon im laufenden Jahre nicht abzuhalten sind. Die Hanptrapporte haben in normaler Weise stattzufinden. —p. * (E isenbah n an g e l eg en h eiten.) Die k. t. Landesvegierung fiir Krain hat zufolge Ermächtigung des k. k. Eisenbahnministerinms, der f. k. priv. Südbahngesellschaft in Wien den, Baukon-sons zur Herstellung zu>eier Stellwerkshütten in der Statiou Adelsberg der Linie Wien-Triest, auf Grund des anstandslosen Ergebnisses der vom Standpunkte der Landesbauordnung und der Lokalinteressen erfolgten Prüfnug, erteilt, —r. ^° (S t a a t s s u b v e n tion.) Wie man uns mitteilt, hat Seine Exzellenz der Herr Ackerbauminister der Molkereigenossenschaft in Qandol. Bezirk Adelsberg, eine einmalige Staatsbeihilfe im Betrage von KXX) l< bewilligt und die Landesregierung ermächtigt, diesen Betrag der vorgenannten Genossen-sä)aft fli'lssig zu machen, ^r. " (Freiwilli g e Fe ne rwehr in S tia -öikke.) Das k. k. Finanzuiinisterinm hat im Einvennehmen >nit dein k. l. Ministerium des Innern der freiwilligen Fenenuehr in Stra/i«<-e bei Krainbnrg die Bewilligung erteilt, im Jahre 19N7 zur AnsckM-fung von Löschgeräten eine Effektentombola mit 2()l) > 1>, bei Ausschluß von Guvinsten in Geld, Geldeffetten und Monopolsgegenständen, zu veranstalten. —r. — (D i e H a f t p f l i ch t d e r S t r a ß o u b a h n.) Die Frage, ob die ruckartige Erschütternng beiui Anhalten des Waggons als ei>,e „Ereignung iin Ver-lehr" anzuschen ist, für die, wenn sie von einem Un-fall begleitet ist. die Straßenbahn zu hafteu chat, ist kürzlich vom Obersten Gerichtshof dahin entschieden worden, daß die Straßenbahn in solchen Fällen uicht haftpflichtig ist. In der Begründung wird gesagt: „Eiu Ruck beim UnHalten eines Wagens, wie er sich im Verkehr einer Großstadt vor einer Haltestelle oder sonst infolge eines plötzlich in die Bahn tretenden Hindernisse» ergibt, ist etwas Gewöhnliches, womit jeder Fahrgast, der die Straßenbahn benützt, zu recl> nen hat. Iur Sicherung dienen, wie bekannt ist, die angebrachten Hängeriemen. Wenn der Kläger hievon Gebrauch zn machen unterlassen hat, so hat er die daraus entstandenen Folgen felbst zu tragen." — (II. K a i s e r - B e st s ch i e ßeninTri e st.) Der Triester Militärvcteranenverein Kaiser Franz Josef veranstaltet anch heuer, als Abschluß der Scharf-schießübnllgen, ein großes .^'aiserbestschießen mit zahlreichen, wertvollen Ehrendesten und Preisen ans der Triester Militärschießstätte. Das BestschiesM findet am 29. September und 6. Oktober statt. Zugelassen sind nur Infanterie-Nepetiergewehre M. Ktt/W und M. 95. Aus diesem Anlasse ist anch die Einberufung des 1. Schießkongresses der Vetevcmenschaft Österreichs i,n Zuge. — (Schwu rge r ichts v e r band l n n g e n.) Montag, am 2si. Aligust 1M7, beginnen beim l. l, Landesgerichte in Laibach die Schwurgerichtsverhaild lungcn für die dritte Schlvurgerichtsperiode. Es wnr den folgende Fälle anberauiut: Am 2s>. August gegen den 26 Jahre alten Thomas Pretnar, Tag-löhner ans Untergöriach, zllletzt ^wangling der Zwangsarbeitsanstalt in Laibach, wegen Gewolm-heits diebstahl es- weiters gegen die 85 Jahre, alte Helena Krvina, Dienstmagd ans Villichgraz, zuletzt il, Veldes, wegen Verbrecl^ens des Diebstahles. Am 27. August gegen del, 1^ Jahre alten Dane Vnkovojac, Arbeiter aus Zaln/nica, Pfarre Otoeac in Kroatien, wegen Verbreck^ms des Diebstahles-, ferner gegen den 17 Jahre alten Franz l^arc, vulgo Iakov, Miillergehilfen aus Oberdomschale, Gerichte bezirk Egg, Ux'geil Verbrechens des Totschlages. Am 28. Angust gegen den 2'1 Jahre alten Franz Ier-man, Arbeiter aus Hrake, Gerickitsbezirk Kronau, wegen Verbrechens des Totschlages: weiters gegen den 41 Jahre alten Johann Pieman, Besitzer in Naklas, Gerichtsbezirl ^irainburg, wegen Verbrechens des Totschlages. Alu 29. Angust gegen den 29 Jahre alten Ivo Kukla in Laibach, ohne Profession, zuständig nach Nossitz i» Mähren, Niegen Verbrechens des Betruges. —I. (De r Tur nv er e in Sokol in Sair a ch bei Idria) veranstaltet am 25. d. M. um 4 Uhr nachmittags in Nova vas lGasthaus des Frl. M. Eedej) ^>, großes Gartenfest, auf dessen Programme sich Turnübungen, Glückshafen, Jurpost und sreie Unterhaltnng lnit Tanz befinden. Bei der Unterhat tnug wn-tt der Musiltlub ans Idria mit. Eintritts-gebühr 50 n. Bei schlechthin Wetter findet das Gartenfest am 1. September statt. — (Zur Volksbewegung in Krain.) Im politisckien Bezirke Laibach Stadt (39.448 Ein> wohner) fanden im zweiten Quartale de5 laufenden Jahres 14:> Tranungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 274, jeue der Verstorbenen auf 297, darunter 74 Kinder im Alter von der Geburt bis zu füuf Jahren: ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 9:>, vou über 70 Jahren 45 Personen. An Tuberkulose starben 75, an Lungenentzündung 24, durch zufällige tödliche Beschädignng starben 4, durch Selbstmord 2 Personen und durch Mord und Totschlag 1 Person: alle übrigen an sonstigen verschiedeneil Krankheiten. - Im politischen Bezirke Laibach Umgebung (59.82^ Einwohner) fanden im zweiten Quartale des laufen« den Jahres 87 Tranungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich auf 57tt, jene der Verstorbenen anf :;62, darunter 149 Kinder im Alter von der Gebnrt bis zu 5 Jahren; ein Alter von 50 bis zu 70 Jahre,: erreichten «7, von über 70 Jahren 47 Personell. An Tuberkulose starben 87, an Lungenentzündung 21, durch zufällige tödliche Beschädigung 12, durch Selbstmord 5 nnd durch Mord und Totschlag 2 Persollen: alle übrigen an sonstigen verschiedenen .Krankheiten. —l'. — (I'nstrn kti on skurs in Görz.) Der vom Wiener Allgemeinen Kirchenmnslkverein (vereinigtem Cäcilien- und St. Ambrosiusverein) soeben in Görz abgehaltene Instruktionskurs für Lehrer, Organisten und Chorrcgeuteu wird vou über 70 Teilnehmern ans ttärnten, Krain und dem Küstenlande besucht. — (H erbst - Z u ch tvieh m arkt in S aükt Michael ob Leoben.) Der Verband der landwirtschaftlichen Genossenschaften in Steiermark, r. G. m. b. H., Graz. veranstaltet im Einvernehmen mit den ihm al5 Mitglieder angeschlossenen Mnrbodner Viehznchtgenossenschaften den alljährlichen Herbst-Znchtviehmarkt für dci5 Milrbodner Rind am 10. September 1907 in St. Michael ob Leoben. Nachdem eine der Hanptanfgaben der Hnchtvielnnärkte darin besteht. Reflektanten mit gutem Zuchtmaterial zll verscheu uud die beteiligten Niehznchtgeuossenschaften dafiir sorgen werden, daß nnr wiilrassige Zuchttiere gilter Qualität auf den Markt kommen, bietet sich auf diesem Mart'te besondere Gelegeilheit znr Beschaffung vorziigüchen Mnrbodner Zuchtmateriales und ergeht demnach an alle Interessenten die Einladung zmn zahlreichen Besuche desselbeu. ^ (E i >l ge b rächte Z w ä >l g l in g e.) Ti> sertage lunrden die anfalnv:' dieses Monaten ans Lai-bach entwichenen Zwäng!inge, l«nd zloar Josef Koftper in Oberkrain und Georg Nlninberger in Lillz anfge-griffen. ErstelX'r hat bei der Fll,cht in dor Eile ci.len Rock des Arbeitero Johann Mnssini niitgellomlllen und gab bei der Anhaltnng einen falschen Namen an. « Betrübten Herzens geben wir hiemit allen Ver» I wandten, Freunden und Bekannten die traurige W Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen » hat, unseren innigstgeliebten Bruder, Neffen, Schwa» A l ger, den Herrn » Johann Podkrajsek > Handlungslommis > am 22. d. M. nach langem schweren Leiden, ver° D sehen mit den heil. Sterbesakramenten, im Alter D von 27 Jahren in ein besseres Jenseits abzuberufen. > Das Leichenbegängnis findet am Samstag den > 24. d. M. um '/,5 Uhr nachmittags ans dem Trauer» > hause Stadtwaldstraße Nr. 15 aus auf den Friedhos D zum Heil. Wreuz statt. > Die heil. Seelenmessen werden in der Tirnauer D Pfarrkirche gelesen werden. D Den teuren Verblichenen empfehlen wir dem > Gebete und emem frommen Andenleu. > Laibach, am 23. August 1907. > Die trauernden Hinterbliebenen. > Telegramme its l. l. leltMeN'VmesMzenj'Vlllms. Die Ministerbcgegnung auf dem Scmmeriug. S e m in erin g, ^2. Angust. T ittoni traf nm 1 l llhr vormittags in Brucl an der Mn,r ein, lvo ilm der italienische Botschafter Herzog von Avarna be griis;te. Die Neise wnrde nin halb 4 Uhr nachmittags bei leidlich gntem Wetter fortgesetzt. Anf dem Sem-nixing traf de>- Minister. n>e!cher n,it dem Chauffeur den Vordersitz deo Autoniobilc' einuahm, U'ähreud der Botschafter .Herzog von Avarna nnd der Gesandte Bollati im Fond Platz genommen hatten, vor 5 Uhr ein. Nachdem Tittoni deni Antomobil entstiegen war, schritt er sofort auf Freiherru von Ä h r e nthal zu. Die bcideu Herren begrünten einander herzlich mit loarmem Händedrnck. Ähre>lthal stellte eille Frage nach dem Verlaufe der Fahrt, worauf Tittoui erwiderte, sie sei vortrefflich gewesen, und machte eine scherzhafte Bemerkung nber die herrschende empfindliche Frische. Tann folgten die Vorstellungen. Sem me ring, 22. August. Nach dem Emp fange des Ministers des Äichern Tittoni vor dem Hotel l>egaben sich die italienischen Herren in die in der Nähe gelegene derzeit von der Familie des Frei-Herrn von Ährenthal bewohnte Villa Helmer, nm der Baronin Ährenthal einen Besnch abzustatten und dort den Tee zu nehmeu. Sodann geleitete Minister Frei-lierr von Ährenthal die italieuischen Herren in das Hotel zurück, um sie dem zweiten Obersthofmeister Fürsten Mo nten u ovo uud dessen Gemahlin vorzustellen. Abends fand in der Villa Helmer ein Sou-per im intimen Kreise statt. Morgen konferieren die beiden Minister in der Villa Helmer miteinander. Sie begeben sich hierauf im Automobil nach dein bei Nenn-lirchen gelegenen Schlosse Strelzhof des Botschafters beim Tnn-ina! Gmfen Liitzow. Dort findet ein intimes Dejeuner zu Kl Gedecken statt, zu lvelcliem auch die gegenwärtig anf dem Semmeriug weilendeu hervorragenden Mitglieder der italienischen Gesellschaft Einladungen erhalten haben. Morgen abend gibt der zweite Obersthofmeister Fürst Montenuovo zn Ehren der italienischen Gäste ein Diner zn 11) Gedecken. Für den Abend sind Höhenbelenchtnng, Illumination uud Feuerwerk vrojektiel-t. Samstag findet ein Dejeuner beim Minister Fi-eiherrn von Äbrenthal und Gemahl lin statt. Um l Ubr 1l) Minuten wird in einem von den k. t. Ctaatt'bahnen beigestellten Salonwagen die Abreise nach ^schl erfolgen. Um 8 Uhr 57 Minuten nach der Ankunft der .Herren findet ein intimes Son-per statt, an welchem die beiden Minister des Äußern uud ihre Präsidialchefs, die Gesandten Bollati und Freiherr von Gagern, teilnehmen. Im Auftrage Sr. Majestät de5 K aiser 5 wurden den italienischen Gästen anf die Dauer ihrer Anwesenheit in Ischl Hof-eauipagen ^nr Verfügnng gestellt. Der Empfang des Ministers Tittoni bei Seiner Majestät dem Kaiser ist auf den 25. d. vormittags anberaumt. Die Abreise des Ministers von Ischl ist für den 20. d. M. in Aussicht genommen. Parteitass der troalischen Rechtspartei. Agram, 22. Angust. >Peute früh begann der Parteitag der kroatischen Rechtspartei seine Beratungen, an denen etwa 75()Delegierte aus derProviuz und etwa IM Delegierte ans Agram teilnehmen. Von ftil> mischem Beifall begrüß, ergriff Neichsratsabgeord-neter H r ibar das Wort. Er verwies aus die Soli-darität der Empfindungen zwischen der slobenischen nnd der kwatischen Nation. Abg. Zagorac erstattete sodann den Bericht über das politische Programm der Partei und schlug eine Resolution vor, in weläM-gegen das gegenwärtige Ansgleichsverhältnis mit Ungarn Stellung genommen nnd erklärt wird, daß die kroatische Rechtspartei grundsätzlich gegen ein auf dem Prinzipe der vollkommenen Parität bernheudes Vüud-uis mit Ungarn nichts einznwenden habe. Von den Abgeordneten wird erklärt, daß die bestandene!! Differenzen beigelegt feien. Immerhin ist es bemerkenswert, daß an de,r Tagnng die Abgeordneten Purie, Potos-njak nnd Dr. Novosel nicht teilnahmen. . Die Vorgänge in Marokko. Casablanca, 22. August. Die Marokkaner unterhielten in der vergangenen Nacht ein nnanfhör-liches Feuer gegen die Außenposten, die rnnd um die Stadt Stellllngrn eingenommen haben. Die Kriegsschiffe dampften am frühen Morgen die Küsten entlang, beschossen Dörfer und Gehöfte, die dem Feinde Decknng gemährten lind legten sie in Asche. Den Feind selbst aber beunruhigten sie nnr wenig, da er sich hinter die Hügel zurückgezogen hatte, die sich zwischen den bannenden Dörfern uud der Stadt ausdehuen. Loudo n, 22. August. Dem Rentersct>'n Bureau wird ails Casablanca nnter dem gestrigen gemeldet: Eine starke Abteilung berittener Araber umzingelte heute früh die Stadt und griff die französischen Stellungen au, trotz des heftigen Feuers, das vom Lande und vou der See aus gerichtet wurde. Die Frauzoseu sandten eine schwache Trnvpennbwilnng alls, vor der der Feind siäi zurückzog. Nach kurzer Zeit sammelte er sich wieder und machte quer über dw freie Ebene mit bewunderswiirdiger Tapferkeit einen ernenten Angriff, der indessen uuter dem vernichtenden Artilleriefeuer scheiterte. Nach einiger Zeit stürmte eine große Laibacher Zeitung Nr. 192. 1787 23. August 1907. >3cl,ar wiodor tallibwm'!^ gogoii >^u' ft'anzösischo In-fantt'ru' vor. Tk> A^mlx'r ritton l?twa zlvci Meilen iil geschlossenl.'ii Reihen unter heftigen Foner vorwärts und nahcrten sich bio auf eine Entfernung von 400 Metern, ehc sie zuin Rückzug gezwungen worden könn ten. Ein weiterer erfolgreicher Aligriff wurde auf der Westseite genmcht. Neuigkeiten vom Büchermärkte. Fr. Hausen, Das pholographischc Urheberrecht, X ii 88. '^ Dr. K. Strecker, Die Telcgrapheutcchnit, X 6. — A. Frant, Die Erkenntnis Gottes durch die Natur, K 72. -— zr, Vurlhardt, Obst» und Küchenvorräte im Haushalte. gbd. K 2 88. — Ed. Aernst ein, Parlamentarismus und Sozialdcmokratie, X 1 20. — O. Nipp old, Die Fortbil» dung des Verfahrens in völkerrechtlichen Streitigkeiten, li 16-80. -^ Dr. M. Meyer, Statistik der Streiks und Aussperrungen im In. und Auslande, X 6 72. — P. Stell er. Nationale Banlpolitik, X 90. — Dr. W. Vardas, Verkehr» und Verlehrspolitit in Volks- und Staatswirtschaft, X 4. —Dr. I. Zinßmeister, Gedanken über moderne Verwaltungs-und Wirtschaftspolitik, k 1-^2, — Jug. K. Hauck, Die Nacht, arbeit der Jugendlichen in der österreichischen Industrie, X 1 80. -- Dr. Ludwig Tele ly, Die Phosphoruekrose, li 4 80. Dr. E. Born, Die finanzielle Heranziehung der Zentralnotenbanten, li ^l 64. —Prof. Dr. Ed. Heilfron, Lehrbuch des Handelsrechtes, I.Vand, gbd. K 7 20. — Lebeuswerte, illustrierte Essays für reife Menschen, herausgegeben von Elisar v. Kupffer u. Eduard Mayer, Heft 1: E. v. K'np ffe r, Olympia und Golgatha, Iv W; Heft 2: Dr. Ed v. Mayer, Die Märchen der Natnrwissenschaft, K - W; Heft Z: E. v. Kupffer, Heiland Knnst. ein Ge> sprach in Florenz. X --W; Heft 4: Dr. Ed. v. Mayer, Der Dienst des Goldes, «ie werde ich reich? K —-86; Heft 5: E. v. Kupffer und Dr, E. Mayer, Priesterin Mutter, Iv — 96. — Dr. P. Weiß gerb er, Schwere Schädigung bei der Regelung Uon Eisenbahnnnfällen und die Notwendigkeit einer Rechtspflcge.Hygiene, X t 80. — Iohs. Guttzeit, Ein dunkler Punkt, X b ^0. - S. Lichtenstädt, Die Vogel» Haltung als Nebenerwerb, X -90. - A.Kick, Ernst Haeckel und die Schule, X 1 20. - A. Forel, ^Gehirn und Seele, X 1'20. — Prof. Dr. H. Thomas, Über Muhnban und Opiumgcwinnuug, X 4 80, Vorrätig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr <^Fed. Vambergw Laibach, Konnrehplah 2. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 3 "^T Z^. -2 ? 3? N ft «'" d«V«. D .,., 2 U. NT'740 5 ^IV^ NW. schwach teilw. heiter " 9U. Nb. 7413 12 4 NO. schwach heiter 231 7 U. F. j 740-5 9 2 windstill z bewölkt ! 0-0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 13 0", Nor« male 18 2°. Wettervoraussage für den 23. August für Steier« mark, Kärnten, Krain und das Küstenland: Meist heiter, schwache Winde, zunehmende Temperatur, gleichmäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur (in Vertretung): Dr. Josef Tominsel. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- ^a&c Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach Sranz-Jlose f- '^^PjsSftS^^' fti * b- » « » «s HMT ¦•• 9. Aktienkapital Iv 130,000.000— V^?V* Keservelond *v 63,000.000- (I7t8) Kontokorrente. - - Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstube. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 22. Augnst 1907. Die notierten Kurse verstehen sich in ttroncnwährung. Die Notierung sämtlicher Nllicn und der „Diversen ilose" versteht sich per ktülf. Geld ^are Allgemeine Staats« schuld Einheitliche Rente: lonv, steuerfrei, Kronen (Mai-Nov.) per Kasse. . 95 »< «5 «> detlu (Iün.-Iuli) per Kasse lbb.- U5-7L 4 !l«/n 0. W. Noten Febr.-«lug,) per Kasse......v?" !'?'25 4 2"/„ ». W. Silber (April-Olt.) per Kasse....., 9??2! 18«« « Etaatslose 500 sl. 4"/«i.jb- l^?-I««0er „ 100 sl. 4°/„!t»»!- l<6- I8«4cr ., 100 sl. . . 2»n--2.0-.»«4 er ,, 50 fl, , . li36- "^-- Dom, Pfaudbr, il lL!i sl, 5°/„l!s0 7b2!>! ?,' Twlltsschuld d. i. Reichs. ralr vertretenen ^önig» reiche und Länder. tsltir. Goldrente, fisr., Gold per Nasse ... 4»/<, l,4 7l ll4'dt tfterr. «ente in Kionenw. stfr., j, . per Kasse, . . 4«/, b.^ « 9ö«< oetll» per Ultim» . ^"^ »" «' «l, «0 Glltutlllin.zloailllbl-lo. »»tlchltitungn». Hll sal>cll,l'n!,n in O., steuersrei. »u tU.ou« sl, - - - 4"/„ — - ^.. gränz Iosef-Vah» '« Silber (div. El.) - - - ü>/<,"/n!1S-- l«0--Gal, »tarl Ludwig-Val),! (d,v, Slücle) Nronen . . 4°/, 9530 !6 3< Mudolsbah» in KronenwÜhrung. steuerfr. (diu, St.) . 4«/„ ^-- ««-_ lljülllrlbergcr Bahn, steuerfrei, 400 Kronen . . . 4°/, »4 ^ ^.^,, slisabeth-B. LWsi.nW 52°, b°" ^Kronen . '. / .462-^4.. tetto Lmz.Vudweis 2U0 fl " ««, L.b'/<"/„. . . ..«-.««-detto Salzburg Tirol 200 . 0, W. S. b«/„ , . . , <»0'— 4Lü — Velb Ware g»» ztllnle zn» Z»hlnng übn» nonwen» lahN'Vliortti>t»> ßblignttontn. ^ölim, Wfftbahn, Lm, 1»9b, 4U« Nronen 4 °/„ . , . . 9l>2< ßS « Elisllbelhbahn «00 und 3000 M. „,, ^ °b ^°/„......1,8-K ,,4,, «liillbelhbabn 40« und Looo M. sra,!^ Iolcf^Vahn Em. 1884' ^"2." . «orarlberger «ahn ül «< ii'/,°/u detto per Kasse. 80'«< »0«! Ung. Prämien-Anl, k 100 sl. . lsi 5, 1^4 z, detto k bo sl. , l»2 2? l^-i'c, Iheih-Reg.-Lose 4«/« . . , ,355, ,2?-5l 4°/o ungar, Grundentl.-Oblig go?b 81 75 «°/„ troat. u, slav. Orundentl. 0blig........96---------'- Nudere öffentliche Nnlehen. Äo«n. Lll!!de?.«nl, (div.) 4°/u 8» ?ü 8^-/b «o«n.-herceg, Llsciib,-Lande«. Anlehen (div.) 4>,,>'/„ . , 97- 98 - 5°/„ Donau Reg.-Anlelhe 1878 l03-- lU4-- Wiener Berlehri-Nnleihe 4°/l, 95 1b ><« ib detto 1800 4°/(, 9ä 1l U6'1Ü ilnlehen der Stadt Wien . . io«'«> >oi 3, betto (S. ob. V.) . . , 119«^ !!«, 6-detto (1894) . , . , 93 ü« 84-b» betto (18S8) . , . 941s 9!>^i betto (luo«) ' . , , u»» detto Inv.-N.) 190» . 95 7, »6-7, Vörlrbau-Unlehen verlosb. 5°/^ N« - 9? - Nulg. Vtaat«eisenb.'hyp.°Nnl. IU8S Vold . , . . «°/o 1,8-8! >lb-ßl Bulg. Staali. hypolhelar Nnl !«9»......«°/. I2l K5 122-5Ü Veld Ware Pf«ndbriefe,c. Vodtnrr,,llllg.vst,in5oI.«,4«/i. 9b4' ««1s VSHm. H»,pothelenbanl verl. 4°/« 8b/b »b Kö ^entralVod.-Kred.-VI., »strrr., 4b I. verl. 4'/,°/u . . , lOI'H« l0» b« Zentral «od..Kred.'Bl,, österr., 65 I. verl, 4"'., ... »<-- 98-Krcd.-Inft.,österr.,s.Berl..Unt. u,«ffentl.Alb.Kat.^vl.4°/<, i»öbl 87-5l' Lanbesb. d. Kön, Oalizien und Lodom. 57'/, I, ruclz. 4"/« 9ö— 9n'- Mähr. Hypothelenb. verl. 4°/<> 9s'4t 94 >!« N.»österr.Lande«.Hyp..«nst.4"/o 9«- 97- drttoinil. 2"/«Pr. veil. »l/,°/i, b?- 8»- detto K..3chulbsch. verl. 3'/i°/o ««-?b ^,7?!' detto verl. 4°/„ »b 9!^ 8U-r0 Osterr..u!!gar. Baul 5l> jähr. Verl. 4°/» ö. W.....96 95 97 «i! detto 4»/« Nr.....85-25 9» «L Eparl. l. öst., «UI. veN. 4°/„ 98bs V9 50 Eisenbahn.Prioritätö. Obligationen. sscrb!«ands.Nordbllhn Em, 188S —>— — - „ detto Em. 19U4------ —-— Osterr. Nordwcslb. W« fl, S. , 102 1b IN<-15 Ttaatsbahn boo Fr..... gw ^ «84 - Lübbahn i^ I«/» Jänner »Juli 500 Fr. (per Lt.) , , . zigv. 23?-- Ludbahn il 5°/«..... 120-25 121-2/ Diverse Lose ,per S^us). P«iin«l>u,t 5»st. 8"/« Bobenlredit.Lose «-— i"6« dett, Em. <889 2S7-- 273 — b°/u Donau »Regulierung«-Lose l«0 fl. ü, W..... 245-- 25l- Lerli. Prim.»«,». v.l00Fr.2"/o i>«ü: wzl 5< ßn«trzw»lich» zo>e. Budap,'Vasilila (Xombau) 5 fl. 20'2ö «2 25 Nreditlosc 100 fl...... 4l0 — 41» - Clary'Lose 40 fl. K. Vi. . . 1«» - 14b- Osener Lose 40 fl..... 20b— 21l-— Palssy'Lose 4« fl. tt. M. . . 175-50 i«l-5<» Noten Kreuz, bst. Ves, v., 10 fl. ^U - 45- «otrn Kreuz, ung. Ges, v., b fl. 2-> 7< 27 60 Nubolf.Lole I<1 sl......«„— 6«-.- EalM'Lusr 40 sl. K. M. , . 20» — ^,» - Veld Ware lürl. 3,.V..»nl. Präm..0bllg. 400 Fr. per Kasse . . . — — — — detto per M. ... 178 2b 180 25 Wiener Komm.Lose v. I. 1874 4l!t- 480-Vcw.'Ech.d. 3">,Prüm.'Schuldv, ». Vo»tNlr..«nst. «M. 188S 68 ÜÜ ?2'l>0 «Nien. Ilansporl'ssnltfNlhnnmglN. «ussg.Tepl. «tlsenb, 50« sl. , ><8^1- 2»ö1 - Vöhm. Älorbbahn lb« fl. . . »»b-— 3»?- B»schtiehrader Eisenbahn» GcseNlchast, 200 fl. E, , 5^5-- 55? - üloyd.österr,.Trieft.,b0fl,E.P.Ult. 4l4 — 417- l>ral,.Dul-erEise»b. 100fl.abgst, 2l»-— Libbo Ztaalseifb. 200 fI,S. per Ultimo «41- »42- 2üdb. 20« fl. Silber per Ultimo lüI-?5 152 ?b vübnorbbeutsche Verbindungüb, 200 fl, KM...... 3»l'— «?5 - Iramway.Wef., neue Wiener, Priori!at«.«ltien 100 fl. . —-— —>— Ungar. Weftbahu (Naab.Hraz) 200 sl. S....... 401-— 4S3-- Nr, liolalb..NNieN'Ges. »00 fl. 260-—------- »«mlen. jlnglo.Öfterr. Banl, 120 fl. , . 9Ü6 — 297 - Äanlvereln, Wiener, p«r Kasse ——------- detto per Ultimo . . . bli6 - b«? - İdenll..U>!st. österr.,200sl.V UV7— leo^-- «entr..«od..Kredb. öst., 200 fl. bö!»-— b37 -«reditanstalt für Handel und Gewerbe, l«o fl., per Kasse —'— —'— detto per Ultimo «80 b» «3i'i>,> Kredltbanl allg. ung., 200 fl, . 731 5» ?32 50 Depositenbank, allg., 200 fl. . 4si'ü0 482 b» VSlompte. Gesellschaft, nieder» österr., 400 Kronen . . . üb»-— zb? -«öiro» und Kassenverelu, wiener, 200 sl........ 454— 457 — Hypothcienvanl, österreichische, 200 sl. 30°/u — Unlonbanl 200 fl...... !>2«-'0 b30 lxi Verlehrsbllnl, allg,, 140 sl. . »28— 82,^ — Znd»st»i».zlntnntli»nng»n. Äaugef, aN«. öfterr., 10a fl. . »20— 124 — ArulerKohIenbergb.-Ges.loofl. 7i4— 717 — Eilenbahnw..Le!hg,,erste, 100fl. I9i— 1S9- — „Elbemühl", Papiers. «V»O. l8«— 185 — — detto internal., 20a fl. i»?c-— 57» — Hirtenberger Patr.», Zündh. u. Met..ssabril 400 Kr. . . 88b—lO00- Llesingrr Brauerei 100 fl. , , 2«? - 24.>« — Ml»!ta>l.Ge!ellsch^österr,.alplnc b8» 7c> 55975 ,,Puldi.Hütte", TlcgelliuhNahl. ss..A,.G. 200 fl. ... 410-- 4», -Prager Visen»Ind.»Ges, Vm. 1VU5, 200 fl...... l580 — 2590 — N!ma»Muranu > Valg,o»Iarjaner <3isenW. 100 fl..... 524 75 bH5 75 Lalgo.Tarj. Slelnlohlen luo fl, 55»- bül - „Echlöglmühl". Papiers,, 2«»fl, 34»- 3b«-„Echodnica", «..«, f. Petrol.. Ind,, buo Kr..... 4»l) — 49» — „Lteyrermilh!", Papierfabrit uud «,.«...... 442 — 445 - Trifailer Kohlenw.»G, ?a fl. . 255-— »5s — lürl. Tabalregle.Ges. »0« Fr. per Kasse . --— —-. dett, per Ultimo 4«8 — 4iu -Wafftnf..Oe!.. üfterr.. ln Wien, 100 fl........ 455 — 459 — Wagnon.lieihanftlllt, allgem., in Pest, 4no ttr..... —>— Wr. Äaiigl'sellschajt 100 sl. . . 14«- !<8>- Menerberger Siegels..««..«»«!. 6»z — «8b— Devisen. Kurze Kichtn» nni Hcheck». Amsterdam...... 199 12' 1W<2> Deutsche Plätze...... 1l? »?!> li? h?» London........ 24»8> 241-15 Italienische Vanlpläht . . !»^ »^ 85 75 Pari«........ »z 55 »z 75 Zürich und Basel..... 9b »5 95 70 Valuten. Dulaten ....... 1,35 11 «9 2assranlen Stücle..... i»-<8 19 20 2U.Marl Etücle...... 23'48 28 i>2 Deutsche Neichöbantnoten . . I»?-»,? I17 55 /ltalienische Äanlnoten , . . 95 n>> 85'8o Nubel-Nulc» . , , »5i" ^'54^ Ein- \a.aa.ct. "Verlc»L\x:s »on Renten, PsnndbrlcKn, l'riorltttten, Aktien, Logen etc., l»«>viN«n und Valuten. (*)_________Los-Versicherung. «V. €>• Mayer Bank- -0.33.d. "^7"ecli.slerg-escl3Lä.ft I^nibacli, NtrllHrK-HNH<>. Privat - Depots (Safe - Deposits) VarzlRiQDi vei Bareinlage« Im Konto-Korrent uad auf Gln-Xinti,