^ ^ Zeitung. 'tr. 333. Pl«nnmelatlon«prel»: I» Lomptoll ga»zj. ft. II, halbj. 5.li«. Mi b!e Zustellung in« Hau« halbj. 50 Ir. »lit der Post ganzj. si. ,L, halbj. fi. ?.«). Dienstag, 4. November ,». V0!,., 8».fi.1.»Y < so»» p».g«ll« 1».« l,., »».vll., »». l« l». ». s. ». In<«»N«n»ft«»Pll jeb«»». »0 ll. 1873. > Amtlicher Theil. ^sw'ss .? l' Apostolische Majestät haben mit Nllcr-lchnnu^ .^lleßung ^om 20. Oltober d. I. in A.i-lutiz..A." ersprießlichen aus Anlaß der Weltausstel' Ach" /. ^""^ ^l" Oberceremonienmeister Hugo Klonc tt^nsperg.Traun den Orden der eisernen slln K«,'!" ^^sse und den Ceremonienmeistern: Ober-">Et ll^.^"lcn Hunyady, Philipp Freiherrn ^ Voa !^' I^unn trafen Wllczel und Leo-^ Lllldn^ ^^fen Thun oaS Commandeuilreuz ü^ills. °^"cns mit Nachsicht der Taxen aller-"" »" verleihen geruht. Ablast'^' und l. Apostolische Majestät geruhten aller, l^er ^ Minister für Landesoertheidigung. Obersten in Anerkennung der !'"llron, ^^'lHntten Dienste, den Orden der eiser-^ . "sler Klasse und in Gemäßheit der OrdenS-sch d^ <^ Würde eines geheimen RathlS mit Nach. ^ Rttd ? i" vnleihen. (Allerh. Entschl. vom 4. >->?^V^dschreiben vom 8. Oktober 1873.) NichtamtlicherTheil. vuchn Die Reichsrathswahlen ^ tzloff ^»en und die öffentlichen Blätter haben reich- s'5"' ?>ie M) ^ ^n Ergebnissen derselben zu beschäf. ^l l,z.-"tthr^hl der Journale ist von Genugthuung s^lo s >. Majorität erfüllt, welche die Anhänger der Mss^'""8 besitzen werden. Unter die Anhänger der ^ u reiht die ..Deutsche Zeitung" alle Abgeord. Mssui,« der Bevölkerung unter dem Banner der ^ »all" n^^ll wurden. Das genannte Blatt sagt: >» Unters "l""9". wir machen in dieser Beziehung !/ "Noben ' beide Fractionen haben diesen gemein- ^e an» ^'^ ^°llen von allen Verfassungsgegncrn . Der ^ "nheilliche Partei aufgefaßt werden." Mel. ^''."' "oyd" widmet diesem Thema einen Leit- !°^Nlva^ ^nannte Vlatt die Wahl dcS Grafen » die M^/^er ins Auge faßt. In der Erwägung. k ln« l,.^ Hohenwarls aus einer der Wahlurne Zischln ^^"^«. wollen wir Act nehmen von der .. . Der er3>ti°n des ..P. Ll." c " die ?"e Artikel lautet: ..Im Wesenllichen er« , ^ Sinne "^""«tn gerechtfertigt, die nicht in zag' c ^ Nllulp "" ^'^ Wahlrcform geknüpft wurden. Vo- Kend^ 7^" ,n den Vorstädten WienS einiges Ueber« l ^lviirtg' . lvurde dem durch unvcrmllthete Wahlsiege "«gspc,. '^'lh die Wage gehalten. Die Versas. ? nicht nur >.! "/lhlint als Herrin dcS Terrains, Sie '"lien u^,, °le inncre Bedeutung, das Gewicht der ^ dns ^ ,"^uglmgen. sondern allcm Ermessen nach ^''NlNein ^ ^°"^ läme. braucht sie nur ihre Kräfte ^ zu lntt"^ ^^ brennenden Fragen zmcittn Range« hsen n - ' "" sur sich dieser künstlichen Allianz ge< !'l!llt,g^ ben Wahlen, welche die Gegner der Ver. ^ftlet^'/ns Abgeordnelenhaus berufen haben, be- b! Uen r^s!""l größere Bedeutung als die des ehe« ?^ der c> 'bischen Ministerpräsidenten und Schö< ! ^^c /""bamenllllartilel O^f Karl Hohenwart. '°stl ^ "° Gegner anerkennen die politische Tragweite ^ ln d "^- Graf Hohenwart steht seit lange nicht < tr von ? "^ ^s bloßen bureaulratischcn Routiniers, ^ " luner Statthalterschaft in Linz in die oberste s!^le. em °.^" "HegenzuselM wußte, stehen in will- ^ ?' Gras ^""""^°"""^""' «ber in festem An-« >°n N:"w°tt wirkt mit dem Vollgewichte einer ^" ^«ffe lck^^ ^^ leinem Widerscheinen zz^ "3 m? ^'".l llno ganz andere Begriffe verbun- ?°> dt" "!'" ''"lU" wieder erneuten Mühen w r ^ ^ .lwtsrechtüchen Opposition in Böhmen d ""l n °?"" ^'l°lgen vergangener Tage «bren ""würflig die Fetzen einstiger Voll hüm ch. keit zu der Fahne zusammenheften, unter welcher sie in den Kampf ziehen. Niemals hatte von einer activen, that. kräftigen und gestaltungsfähigen Natur wie der Hohen-wartS die Parole des passiven Widerstandes auszugehen vermocht. Dennoch wird man die Wahl HohenwartS in ihren praktischen Konsequenzen ni cht allzuhoch anschlagen dürfen. Wir haben uns bemüht, scincr Erscheinung mit voller Objectivität entgegenzutreten; um so nachdrückt!, cher dürfen wir betonen, daß gerade die Individualität seines staatsmännischcn Wesens ihn auf daS schärfste von allen existierenden politischen Parteien sondert. Die Isolierung, welche schon seiner Wahl in Kraln so err.ste Schwierigkeiten bereitete, wird ihm durch seine ganze parlamentarische Thätigkeit daS Geleite geben. Wenn irgend jemand, so darf er als ein General ohne Armee betrachtet werden. Es ist wahr, daß er durch dcn Einfluß des Grafen Clam»Martinih weiter als seine ausgleichsüchtigen Vorgänger auf der Bahn der Concessionen an den Declarantenstandpunkt vorwärts gelockt worden und daß das Septemberresclipt an den böh» mischen Landtag eine völlige Aneignung dieses Standpunktes zu enthalten schien. Allein in Wirklichkeit be» trachtete ihn doch auch die czechische Partei nicht völlig als den ihren. ES war dem Grafen Hohenwart gelun» gen — selbst im Augenblicke seines Rücktritlcs nicht, — die gleich unbedingte Bundcsgenossenschast der staatS« rechtlichen Opposition in Böhmen dafür einzutauschen. Seit jener Zeit haben die Gegensätze an Schärfe nichts verloren. — weniger als je fchcimn sie Raum für AuSgleichsbestrebungen darzubieten. Durch den kühnen und erfolgreichen Schritt der Wahlreform ist die deutsche Partei sich ihrer Kräfte bewußter, sicherer in ihrem Besitze geworden. Wie die Dinge heute liegen, hat sich vielleicht nicht einmal die Vereinigung ihrer Gegner zu besorgen. Sie steht nicht mehr auf dem Boden der Miserfolge des ersten Bürgerministeriums, sondern auf dem gefe steten Voden der Verfassung. Zumu. thungen. die früher gegenüber ihrer Schwäche erhoben werden konnten, lassen sich nicht heute ihrer wachsenden Kräftigung enlaegenstcllcn. Eine NusaleichScpisode in dem Sinne, wie sie daS „Vaterland" alsbald nach dem Re» gierungsantrilte deS Ministeriums «uersperg ankündigte, ist heute ein Ding der Unmöglichkeit. In keinem der beiden feindlichen Lager finden sich auch nur die spärli» chm Elemente, die in früherer Zeit ein solche« Unternehmen wenigstens mit einigen Chancen des Erfolges ausstalteten, ihm nicht von Vorneher den Stempel politischer Sterilität und voraussichtlicher Resultatlosigtcit aufprägten. Ist dieS aber der Fall, so wüßten wir nicht, welche parlamentarische Mission dem Grafen Hohenwart zufallen lönntl. Blätter, welche der Opposition nähcr stehen, als der verfassungstreuen Partei, versichern, er werde sich für die Rcichsralhsbeschickung aussprechen. jedenfalls selbst seinen Platz im Abgeordnetenhause ein. nehmen. Das ist ein Entschluß, der dem Grafen, welcher das Recht zur Wahlrcform stets von der Zustimmung der Landtage abhängig gemacht hat, einige Ueberwindung in puncw seiner politischen Anschauung gekostet haben muß. Strenge genommen dürfte er ein Mandat, das er auf Grund einer einseitig durch den Reichsrath vor-genommenen Wahlrcform erhalten hat, schwerlich als ein rechtlich vollgiltigeS betrachten. Acceptiert er aber dies Mandat, so trennt er sich nur noch bestimmter von dem Gros der czcchischen Föderalisten. Ohnedies verwehrt ihm vielleicht auch seine politische Ueberzeugung, ganz gewiß aber die Absicht, sich regierungsfähig und regie, rungsmöglich zu erhallen, das Geständnis einer vollen Uebereinstimmung mit letzteren. So wird sich Graf Hohcnwart nach Richtungen hin beengt und unfrei füh. len. ES wäre möglich, daß er zu einer umfassenderen und allgemeineren Rolle, daß er zu einer eigentlichen Führerschaft berufen weiden könnte, wenn die czechische Opposition den passiven Widerstand fallen ließe und sich mehr den Auffassungen anbcquemte. welche zur Zeit deS Ministeriums Hohenwart offiziellen Ausdruck erhielten. Dazu ist jedoch im Augenblick keinerlei Aussicht vor. Handen. Jedenfalls aber setzt jene Eventualität ein Dop. pelteS voraus; entweder eine gänzliche Umwandlung der Parteien, oder eine gewaltsame Unterbrechung des ver, fassungstreuen Regimentes. Die politische Zukunft deS Grasen hohenwart ist von dem Eintritt der Czechcn in den ReichSralh und von einer föderalistischen Majorität desselben, oder will man rein akademisch auch Unmöglichkeiten als Möglichkeiten heranziehen, von einem Staatsstreiche abhängig. Bis dahin darf seiner parlamentarischen Vedenllichlelt mit aller Ruhe entgegengesehen werden." König Wert von Sachsen erließ folgende bereits auszugsweise mitgetheilte Proclamation, gegeben zu Pillnitz 29. Oltober 1873: „Wir, Albert, von Gottes Gnaden König von Sachsen :c. :c. lc. thun hiermit kund und zu wissen: Nachdem durch Gottes unerforschlichen Rathschluß des Nllerdurchlauchtigsten Königs und Herrn, Johann. Königs von Sachsen, Unseres vielgeliebten Herrn Vaters königliche Majestät, zum größten Schmerze Seines Hauses wie Seiner gesammten Unterthanen aus diesem Leben abberufen worden ist, haben Wir die Regierung des Königreichs Sachsen vermöge des nach der verfassungsmäßigen Erbfolge an Uns geschehenen Anfalls der Krone übernommen. Wir versehen Uns daher zu Unsern getreuen Ständen, den königlichen, sowie den sonst in öffentlichen Diensten angestellten geistlichen und weltlichen Beamten und Dienern, auch zu allen Unterthanen und Einwoh. nern Unseres Königreichs, daß sie Uns als dem rechtmäßigen, angestammten LandeSherrn die schuldige Dienstpflicht, Treue und Gehorsam so willig als pftichtmäßig leisten werden. Dagegen versichern Wir sie Unserer, auf Handhabung von Recht und Gerechtigkeit und Beförderung der Wohlfahrt und des Besten des Landes unausgesetzt gerichteten landeSvätcrlichen Fürsorge, werben auch die Verfassung deS Landes in allen ihren Bestimmungen während Unserer Regierung beobachten, aufrecht hallen und beschützen. Damit der Gang der Staatsgeschafte nicht unterbrochen werde, ist Unser Wille, daß sämmtliche Behörden ihre Verrichtungen bis auf Unsere weitere Bestimmung pflichlmäßig fortsetzen." Graf Chambord richtete unterm 27. v. M. aus Salzburg an Chesne. long ein Sckreiben nachstehenden Inhaltes: „Mein Herr! Ich habe von Ihrem Besuch in Salzburg eine so angenehme Erinnerung bewahrt, Ihr edler Charakter hat mir einc so hohe Achtung eingeflößt, daß ich nicht zögere, mich in loyaler Weise an Sie zu wenden, ebenso, wie Sie in loyaler Weise zu mir gekommen sind. Sie haben mich durch mehrere Stunden von den Geschicken unseres theueren, geliebten Vaterlandes unterhalten. Ich weiß, daß Sie bei Ihrer Rücklehr inmitten Ihrer Collegen Worte aesprochen haben, die mich zu ewiger Dankbarkeit verpflichten. Ich danke Ihnen dafür, daß Sie meine Seeleriqual so wohl begriffen und nichts von der unerschütterlichen Festigkeit meiner Entschlüsse verschwiegen haben. Ich war auch gar nicht erregt, als die öffentliche Meinung, durch die von mir beklagte Strömung mitgerissen, behauptet hat, daß ich endlich einwillige, der legitime König der Revolution zu werden. Ich hatte zur Gewähr die Zeugenschaft eincS Mannes von Herz. Ich war entschlossen, insolange Stillschweigen zu beobachten, als man mich nicht zwingen würde, an Ihre Loyalität zu appellieren. Da aber trotz Ihrer Bemühungen sich die Misverstündnisse häufen und meine himmelllarc Politik zu verdunkeln suchen, so schulde ich dem Lande, von welchem ich verkannt werden kann, das aber meiner Aufrichtigkeit Anerkennung zollt, weil es weiß, doß ich es niemals getäuscht habe und nie läuschen werde, die ganze Wahrheit. Man verlangte heule ein Opfer vvn meiner Ehre l Was kann ich anderes antworten, als daß ich von meinen früheren Erklärungen nichts zurückziehe und wegnehme. Die An-fprüche von heule geben mir einen Maßstab für die Forderungen von morgen und ich kann nicht einwilligen, eine verbessernde und starke Regierung mit einem Atte der Schcnäche zu eröffnen. Es ist Mode, der Festigkeit Heinrich V. die Gewandtheit Heinrich IV. entgegenzustellen. Die heftige Liebe, welche ich für meine Unterthanen habe, sagte letzterer häufig, macht mir alles mögliche ehrenhaft. Ich behaupte, ihm in diesem Pnnlte nichts nachzugeben; wohl ader möchte ich wissen, wllche Lecllon stch der Unkluge zugezogen hätte, der dreist genug gewesen wäre. um ihn zur Verleugnung der Standarte "°" «^"" und Iott) zu überreden. Sie. mein H:rr. gthüren der Provinz nn. die ihn zur Welt kommen sah; Sie werden, wie ich. der Ansicht sein, daß er rasch emen solchen Spncher entwaffnet hätte, indem er ihm Mlt seiner Bearner Lebhaftigkeit uesaat hätte: Mein Freund, nehmen Sie meine weiße Fahne, sie wird Sie stet« zur Bahn der Ehre und de« Sieges führen." Man klagt mich an, die Tapferkeit unserer Soldaten nicht hoch genug in Ohren zu halten, und die« 1768 in einem Augenblicke, wo ich danach strebe, ihnen das Theuerste, waS ich habe, anzuvertrauen. Man vergißt also, daß die Ehre das gemeinsame Erbe deS Hauses Bourbon und der französischen Armee ist, und daß man nicht verfehlen tonne, sich an diesem Terrain zu ver-ständigen. Nein, ich verkenne leine der ruhmvollen Epochen meines Vaterlandes und Gott allein hat meine Thränen der Dankbarkeit in der Zurückqezogenheit meines ExilS fließen sehen, wenn die Kinder Frankreichs sich in guten oder bösen Tagen seiner würdig gezeigt huben. Wir haben aber ein großes Wert zusammen zu erfüllen; ich bin bereit, ich bin vollständig bereit, es zu unternehmen, wenn man es wollen wird. Morgen, noch diesen Abend, noch in diesem Augenblicke! Deshalb will ich daS ganz bleiben, was ich bin. Heute geschmälert, würde ich morgen ohnmächtig sein. Es handllt sich um nichts geringeres, als die tief erschütterte Gesellschaft auf ihren natürlichen Grundlagen wieder herzustellen, die Herrschast des GcsetzeS mit Energie zu sichern, die Wohlfahrt im Innern wieder aufleben zu machen, nach Außen dauerhafte Allianzen einzugehen und überhaupt die Anwendung von Kraft im Dienste der Ordnung und Gerechtigkeit nicht zu fürchten. Man spricht von Bedingungen! Hat mir der junge Prinz, dessen loyale Umarmung ich mit so viel Wonne gesuhlt habe, und der, nur seinem Patriotismus folgend, freiwillig zu mir kam und mir im Namen aller Seinigen die Versicherungen des Friedens, der Ergebenheit und Versöhnung überbracht, solche gestellt? Man will Garantien! Hat man von dem Bayard solche verlangt in seiner denkwürdigen Nacht vom 24. Mai, wo man seiner Bescheidenheit die glorreiche Mission auferlegte, sein Land durch eines jener Worte eines ehrlichen Mannes und Soldaten zu beschwichtigen, die die Guten beruhi-gen und die Bösen erzittern machten? Ich habe nicht, wie er — es ist war — das Schwert Frankreichs auf zwanzig Schlachtfeldern geführt, aber ich habe während 43 Jahren in geheiligter Verwahrung unsere Traditionen und Freiheiten unver» sehrt gehalten. l Ich habe demnach das Recht, auf dasselbe Ver« trauen zu rechnen; ich muß dieselbe Sicherheit einflößen. Meine Person ist nichts, mein Prinzip ist alles. Frankreich wud das Ende seiner Prüfungen fehen, wenn es wird begreifen wollen, daß ich der nothwendige, allein fähige Pilote bin, um daS Schiff in den Hafen zu bringen, weil ich eine Autoritäls-Mijsion habe. Deshalb, mein Herr, können Sie viel dazu thun, um die Misverständnisse zu zerstreuen und der Erlah» mung in der Stunde des Kampfes Einhalt zu thun. Ihre tröstlichen Worte beim Abschiede von Salzburg sind meinem Gedanken unaufhörlich gegenwärtig. Frankreich kann nicht zugrunde gehen; denn Christus liebt noch feine Franken, und wenn Gott beschlossen Hut, ein Voll zu retten, so wacht er darüber, daß das Szepter der Gerechtigkeit nur in Hände gelegt werde, die fest genug sind, um es zu führen." Politische Uebersicht. Laibach, 3. November. Nach Informationen der ..Presse" hat die österreichische Nationalbanl den Maßnahmen der Regierung betreffs der Krisis einstimmig ihre Billigung ertheilt und dem Banlgouverneur die ausgedehntesten Vollmachten diesbezüglich zugestanden. Man hofft die nöthigen Summen durch ein Arrangement, das theilweise in Anlehen, theilweise eine Banlnotenoermehrung in sich faßt, beschaffen zu können. Die Stimmung des Geldmarktes ist eine gehobene. Wie „P. Naplo" vernimmt, hat der t. ungarische Handelsminister Graf Zichy folgende Gesehentwürfe vorgelegt: 1. Foistgesetz, 2. Berggesetz, 3. Gesetzentwurf über Anstalten gegen die orientalische Rinderpest, 4. über Registrierung der HandelS.Seeschiffe, 5. über Organisation der Landesstatistik. — DaS unga-rische Amtsblatt veröffentlicht den Ausweis über die StaatSauSgaben und Einnahmen im Quartal Iuli.September. Die Ausgaben betragen 49.207,221 st., um 9.265>,832 fi. mehr, als in der gleichen Periode dcs Vorjahres und gegen den Voranschlag um 191.738 Gulden weniger. Die Einnahmen betragen 31.802,350 Gulden, um 3.460.340 fi. weniger als in der gleichen Pcnode des Vorjahres und um 5.208.696 fi. weniger «egen den Voranschlag, — Der Entwurf zum ungarischen Wahlgesetze, schreibt „Pesti Naplo", ist be. rettS fertlg. doch wird die Regierung wahrscheinlich beim Zusammentreten des Reichstages noch die Meinung einiger hervorragender Abgeordneten darüber anhören und ihn dann erst dem Reichstage vorlegen. Der Entwurf ist eine sehr umfängliche Arbeit und weicht in mehreren wesentlichen Punkten von der auf dem vorigen Reichstage „todtgcredeten" Vorlage ab. Ein Haupt-Differenz« punkt ist es, daß der Entwurf die Entscheidung aller betreffs der Wählerconscription und bezüglich der Wahl sich ergebenden Streitfragen den Gerichten übertrügt; ferner enthält der Entwurf sehr detaillierte Bestimmungen > wegen Bestrafung etwaiger MSbräuchc und Bestechungen > bei den Wahlen. Der Entwurf, schreibt „P. Naplo", wird vermuthlich eine günstige Aufnahme finden. Der berliner Correspondent der „Clberfelder Ztg." berichtet: „Wie ich erfahre, hat die von dem Ministerium vorgeschlagene Lösung der Frage des Präsidiums des preußischen StaatSmi n ister iumS die al-lerhöchfte Genehmigung erhalten. Sobald daS EutlafsungS-gesuch des Grafen Roon genehmigt worden ist, wirb Fürst Bismarck wieder zum preußischen Ministerpräsidenten ernannt und ihm der Finanzminister Camphausen als Vizepräsident beigegeben werden. Nach der „Vossischen Ztg." wäre das Entlassungsgesuch Roons bereits vom Könige genehmigt. Infolge des Schreibens des Grafen von Cham-bord scheint jeder Gedanke an die Proclamierung der Monarchie aufgegeben worden zu sein. Es wird versichert, daß die conservative» Fractionen darüber einig geworden seien, die Verlängerung der Vollmachten Mac-Mahons zu beantragen. — DaS linke Centrum nahm einstimmig eine Resolution an, welche sagt, das der Moment gekommen ist, aus dem Provisorium herauszutreten und die conservative Republik zu organisieren. Nach madrider Depeschen hat die Colonne deS Brigadiers Salamanca am 26. den Bandenhäuptling Tri« ftany bei Castelflorit geschlagen. Die Insurgenten in Cartagena sind nach dem Geständifse ihres eigenen Organs, des „Canton Murciano", gespalten und ent' muthigt. Der ..P. L." schreibt: „Während verschiedene Glätter von Truppenbewegungen zu berichten wissen, welche zur Zeit in Rumänien stattfinden und denselben einen bedrohlichen Charakter, als Vorbereitung zu einer wider die Pforte gerichteten Erhebung beilegen, constatiert unser sonst verläßlicher Correspondent in Bukarest, daß man es in diesen beargwöhnten militärischen Bewegungen mit nichts anderem, als mit den Waffcnübun-gen der Landwehr und der Fuaräa kivioa zu thun habe, die alljährlich in dieser Saison stattfinden und auch heuer am 20. Oktober begonnen haben, wie dies lange vorher öffentlich bekannt gemacht war. Die Supposition, als wohnte dicfen Exercitien ein gefährlicher Charakter inne, sei daher ziemlich bei den Haaren herbeigezogen. Der Zwischenfall, welcher das Verhältnis zwischen Kon-stantinopel und Bukarest zu trüben drohte, nemlich die Weigerung des rumänischen Agenten Ghila, ein Veziral-schreiben dem Fürsten Carol zu übermitteln, dürfte keine weiteren Consequenzen nach sich ziehen, nachdem man es beiderseits vermied, demselben eine größere Bedeutung beizulegen und alle Aussicht vorhanden ist, daß die Sache in den Brunnen fallen werde. Zur Abwehr der Vörsenlrisis läßt sich die „N. Fr. Pr." unter anderem vernehmen, wie folgt: „NlS vor nahezu einem halben Jahre die Krisis an der wiener Börse'ausbrach und die zunächst betroffenen Kreife zum erstenmale den Ruf nach Regie» rungShilfe ertönen ließen, da mahnten wir zur Be» sonnenheit und wiesen nach, daß es nicht Sache des Staates sein könne, mit den Steuerguldcn dcs Volkes in die von der Ueberspeculation verursachte Agiobresche zu treten. Wir billigten, ja wir forderten staatliches Eingreifen, insoferne es sich um die Wiederherstellung des tieferschütterten Vertrauen« und um die Anregung zu systematischem Vorgehen in dem unerläßlich gewordenen Liquidationswerte handelte; aber wir ließen uns niemals durch die Aussicht auf vorübergehende" Görsenerfolge dazu verleiten, mit in daS damals populäre Verlangen einzustimmen, der Staat möge als Käufer auf dem Ef-fectcnmarkte auftreten oder, was dasselbe gewesen wäre, die angeblich schon an der untersten Grenze desCurSni-veaus angelangten Industrie- und Banlpapiere belehnen. Die Erfahrung hat inzwischen gezeigt, wohin eS geführt hätte, wenn es den Heißspornen der Börse geglückt wäre, ihren Willen durchzusetzen. Entweder wäre eS der Regierung gelungen, hurH ihre Massenläufe der Baisse schon im Monate Mai Stillstand zu gebieten — oder nicht. Wäre ersteres der Fall gewesen und der Rückgang der Curse aufgehalten worden, als zahlreiche Papiere, deren Mangel an Lebensfähigkeit heute von keinem Vernünftigen mehr bezweifelt wird, stlbst mit Agio gehandelt wurden, so wäre damit eine Situation geschaf. fen worden, wie sie ungesunder und gefährlicher kaum zur Zeit der ärgsten Ueberspeculalion vorgekommen. Der HeilungSprozcß, der nun einmal in jeder Krise liegt, wäre künstlich unterbrochen, die wirtliche Gesundung des Marktes um viele Jahre verzögert worden. Der öster» reichische Geldmarkt ist eben durchaus nicht im stände, die Masse der neugeschaffenen Werthe zu verdauen; er kann dies ebensowenig bei den Maicursen, wie bei denen des Monats März. Da dies thalsächlich so ist, wie heute kein ruhig Denkender mehr bezweifelt, und da auch die Regierung das Unmögliche nicht möglich machen kann, so wäre eS ihrem Eingreifen schwerlich gelungen, die Bnisse aufzuhalten, und sie sähe sich jetzt im Besitze von Actien, in denen sie, wenn die Stunde der Abrechnung doch einmal gekommen wäre, die riesigsten Verluste erlitten hätte." ________________________________ -—-^ Gesetzentwurf betreffend die CommB-gesellschasten auf Actien und die MM < gefellschaften. f Gleich nach Verfassung des Entwurfes eineS Gesetz^ > betreffend die Commanditgesellschaften auf Nctien u"" Actiengesellschaften, wie derselbe aus den zu M° vergangenen und zu Anfang des heurigen Jahres 8 v> genen commisstonellen Berathungen hervorgegang n ' lag es in der Absicht der betheiligten l l. Mim!" diesen Entwurf der Handels- und Gewerbekammtt" ' gutachtlichen Aeußerung mitzutheilen. Hicbei 5°""^ drücklich bemerkt werden, daß der Entwurf °° > der Regierung noch nicht endgiltig festgestellt sei uno °" Inhalt daher auch nicht in allen Punkten als der druck auch nur der dermaligen Absichten der lneg betrachtet werden lünnr. . ,.M Die Erscheinungen jedoch, welche seit «"Mve" des Entwurfes auf dem Geldmärkte zutage gl sind, und die hieraus gewonnenen Erfahrungen, ^ auch in der Literatur und in der Tagespresse i" ^ gehenden Erörterungen Anlaß gaben, begründen n« ^ die Nothwendigkeit den Entwurf einer neuerlichen gehenden Prüfung zu unterziehen. Dieser Aufgabe 9 u^ über legt die Regierung hohen Werth darauf, diev tischen Erfahrungen der Handels- und Gerwerbelam ^ und ihre auf diesen Erfahrungen und auf dem "^^ni baren Contacte mit der öffentlichen Meinung beM ^, Gutachten über die anzustrebende Reform tennen i" nen. Zu diefem Behufe wird die Aufmerksam^ ^ Kammern vorzüglich auf 15 von den Ministers^ Handels, der Finanzen, deS Innern und der ^^ ,ormulierle Fragcpunlte gelenkt, mit dem Ersuche", .^ Herrn Handclsminister die bestimmte und unuMw" ^ Beantwortung derselben innerhalb vier Woche" zulegen. ^ Wir lassen hier die nachstehenden SchlußbllM" gen des Entwurfes folgen: ^ § 15. Insoferne der Gegenstand des UnterM ^ nach den gesetzlichen Vorschriften einer staatlich^ wllligung (Concession) bedarf und das Unterneh"" ^ staatlichen Beaufsichtigung unterliegt, bleiben H^ in Gemaßheit dieses Gesetzes errichteten Gefeui" ^i zum Zwecke der Betreibung eines solchen Untecl«^ an die Erwirlung der staatlichen Bewilligung ^ ^ und der staatlichen Beaufsichtigung unterworfen» ^ca gleichen bleiben bei den bereits bestehenden MM M,, diejenigen Bestimmung der Geschäftsverträge A!^///^ welche sich auf die staatliche Bewilligung und ^ tigung eines solchen Unternehmens beziehen. ,,"^O ternehmungen ohne vorausgegangene staatliche ^l gung ist von den politischen Behörden einzusU ^ fl„ von der Landesstelle mit Geldstrafen bis z« ^,^ z" welche nöthigenfalls wiederholt zu verhängen! ^ ahnden. Gegen Erkenntnisse der LandeSstelle "" ^iffe» vier Wochen der Recurs an daS Ministerium werden. ^ hcM § 18. Gesellschaften, welche die »m 5/^,sehM ncten Unternehmungen betreiben, unterstehen '" .^ M' dieses Geschäftsbetriebes einer besonderen s^A^MlB sicht nach Maßgabe der bei Erthcilung d" „' ft la"" festgesetzten Bedingungen. Jeder solchen ^e «"'^gcgc^ zeitweise oder ständig ein Regierungscomm»!!^ «^ ^ werden, welcher ohne Einflußnahme auf dle '° '^ssio^ bahrung der Gesellschaft die Einhaltung der ^^ zsl el bedingungen zu überwachen hat. Zu diesem ' ^ Oc berechtigt, in die Gebahrung der GeseM°>'' ccfsionierle Unternehmen betreffen, beizuwoyn .^ ^i, die Ausführung von Beschlüssen, wodurch ^ ^sprow cessionsbcdingungen verletzt erachtet, durch l« zu hemmen. ^_^—-— Das neue Abgeordnetenhaus^^.^ besteht nach einem von der „Presse aufgelegten nisse aus nachgenannlen Mitgliedern: H^rtel Namen Kronland ^. Agopsowicz Caj. Galizien ^fassun^ ^. Npfaltrern, Otto Frh. v. Krain ". ass""^!ell. Aresin Josef Mähren "lM""s l«> Attems, Graf Nieoerösterr. ^' wngs ' Auspitz Rudolf Mähren «. ass""^ <"' Bajamonti, Dr. Dalmatien " ass""0 Ganhans, Dr. Böhmen ^. ..cell' Garbo, Graf Krain «ersassu^ Garanther, Dr. Böhmen ^sch. «artoszewsli Galizien ^Mch' Baum, Freiherr v. Gnlizien ? 1769 "amen Kronland Partei »Dr. Mähren verfassungstreu, er «^ ^ Sleiermarl llerical. ,ß ^'.^' Mähren verfassungstreu. ^. ^relherr v. Schlesien verfassungstreu, l^'^le Dalmatien verfassungstreu. ' Egberg, Graf Mähren föderal. f.li«°' K°^'^ Bukowina verfassungstreu. >i°um. Dr. Tirol verfassungstreu. >ck^°"' ^^^^ ^ ^iihmen verfassungstreu. ? M. e ^"izien polnisch.' ^>. ^ ' Dalmatien verfassungstreu, l n^ ^ . ^lrol llerical. n s Graf Oberösterrelch llerical. l« r 3, ^'' Steiermark verfassungstreu. ""Dr. Böhmen föderal, ttuc/ "> s e Niederösterr. verfassungstreu, »nnulll z?.» Galizien verfassungstreu, 'rn r N,.^"' Ernten verfassungstreu, ^llnc!i "' Steiermart verfassungstreu, llllim,.,^ c» Galizien polnisch, nan?'..^"" v. Mähren verfassungstreu. ? "°Mll. Dr. Galizien polnisch/ ^''srecherr v. Tirol verfassungstreu. lw.W .. Schlesien föderal. w'Mmmih. Graf Böhmen föderal. Wlllll, 1- ^ Böhmen verfassungstreu. "°n nz ^"^"' "- Kärnten verfassungstreu. ; l, Graf Oij.z verfassungstreu. !za,,' ^ciherr v. Tirol verfassungstreu. V«^.. Fürst Galizien polnisch, ^t 3' ^^' G°lizicn polnisch. D°!be,^ ^bhmen föderal. V^,' "l>'Nitter v. Böhmen verfassungstreu, ^«tna^''^"" o. Schlesien verfassungstreu, ^stl. D Krain verfassungstreu, dip^'n ^- , Nieoerüsterr. verfassungstreu, diueß. '^""'herr v. Tirol llerical. Diltrich ^' Niedcrösterr. verfassungstreu, ^oblhoff V' Schlesien verfassungstreu. D°rci 7)"^ih ^' "l- Oberöstcrreich verfassungstreu. ^°il°'w^' Galizicn polnisch. Kocher D ^'"" "' Galizien polnisch. Mer, D- ' Oberöfterreich verfassungstreu. Moss ^ , Kärnlen verfassungstreu. ?lt> t>' V" v. Mähren verfassungstreu. '^ ' l«lller Mähren verfassungstreu. Mttlif ^ Böhmen föderal. Kcher ^^ Mahren föderal. Meg^r 3> Oberösterrcich llcrical. ^lster/D Steicrmart verfassungstreu. ^nce«ch'^ ^ Böhmen verfassungstreu, ^ndrich Istrien verfassungstreu, uuchs Böhmen verfassungstreu. !"rtuMer Schlesien verfassungstreu. ^' Ioh^« Nicderöstcrr. verfassungstreu, ^'lst Joses Mähren verfassuuaStrcu. 1""h Ios/t Böhmen verfassungstreu, ^""hl w,. ,. Böhmen verfassungstreu. ^"zwM ^ Vorarlberg verfassungstreu. Mau. z^., Mähren föderal. >rolvsl" ^" "' Niederöslerr. verfassungstreu. ?vc>liclli' ^^ Galizien verfassungstreu, ^ilrcl Dr ^" "' Tirol llerical. 5'slr. Ds Mähren verfassungstreu, ^'ewog. Niederösterr. vcrfassungslrcu. ?^gc, ss?:.. Galizien verfassungstreu. Alotnh' '"^ t>. Tirol verfassungstreu. ^Vttl ">.,, Gallzlen verfassungstreu. >l ^ok^ "^ Mühren verfassungstreu. ?Utriz «,"" Niedcrösterr. verfassungstreu. M ^ ""gust Oberösterreich verfassungstreu. Kitsch' Tirol ' llerical. ^bln!r D Niederöstcrr. verfassungstreu, k^l Et»,^ "^ Tirol verfassungstreu.! ^«r ^.""". Dr. Böhmen föderal, ^tt^lus. Dr. Böhmen föderal, ^cholsli ^ Tirol llerical. ^tz^'D^N. v. Galizkn polnisch, ^»ß " «nz. Dr. Oberösterrcich verfassungstreu. Mieder. Dr. Oalizien polnisch. i ^^c»lt> ^ Mähren verfassungstreu. I^tlus'^r.- Vg^,^ föderal. Me. Dr Herr "' Stelermarl llerical. ^lbttll ^ l. Schlesien verfassungstreu. M u. Mnherr v. Sleiermarl verfassungstreu. b° ^ Dr Gallzien verfassungstreu, b ^r'.Pur's^« c. , 3^'uen verfassungstreu. 3 ^l. /r^' ' ^ch Steiermarl verfassungstreu. !>< Dr^" "' Oberösterreich verfassungstreu, b' >' Graf V""" verfassungstreu. ^ I^t. Dr . Böhmen föderal, b ^l Ad°ls Niederösterr. tlerical b« >nn ^ ^^«" verfassungstreu, ^llec Böhmen föderal Böhmen föderal. > Namen Kronland Partei haybamacha Gallzien verfassungstreu. Heilsberg. Dr. Steicrmarl verfassunastreu. Heinrich Böhmen verfassungstreu. Hcinz, Dr, Schlesien verfassungstreu. Held. Professor Niederösterr. verfassungstreu. Hclferstorffer, Abt Niederösterr. verfassungstreu. Herbst, Dr. Böhmen verfassungstreu. Hermann Stcicrmarl föderal. Hosser, Dr. Niedelösterr. verfassungstreu. Hohenwart, Graf Krain föderal. Holzer Kärnten verfassungstreu. Hopfen, Freiherr Mähren verfassungstreu. Hormuzali, Ritter o. Bukowina föderal. Horodysll Thom. Galizien polnisch. Horst, Oberst Oberöfterreich verfassungstreu. HoSzard Galizien föderal. Hotschevar Krain verfassungstreu. HünigSmann Dr. Galizien verfassungstreu. Isbary Niederösterr. verfassungstreu. Ianda Böhmen föderal. IanowSli, Dr. Galizien verfassungstreu. Iastnsll Galizien föderal. IaworSti Galizlen Polnisch. Iefsernigg Kärnlen verfassungstreu. Iucyczinskl Galizlen verfassungstreu. Iungbauer Böhmen föderal. Kabath, Ignaz. Dr. Galizlen polnisch. Kaczala Galizien föderal. Kaiser, Dr. Nicdcrösterr. verfassungstreu. Kalllr v. Gallzien verfassungstreu. Kalnoly, Graf Mähren verfassungstreu. KaminSli, Dr. Galizien polnisch. Kardasch Gregor Böhmen verfassungstreu. Karton Alois Steiermart llcrical. Keil. Dr. Salzburg verfassungstreu. Keller, Dr. Dalmatien verfassungstreu. Kellerspera, Freiherr v. Steicrmarl verfassungstreu. Khevenhüller, Graf Böhmen verfassungstreu. KielmannSegge, Frh. v. Nicderösterr. verfassungstreu. KinSly Chr., Graf Niederösterr. verfassungstreu. Kirchmayr Galizien polnisch. Klaic, Dr. Dalmatien föderal. Klaudy, Dr. Böhmen föderal. Kleisl Böhmen föderal. Klcpsch, Dr. Böhmen verfassungstreu. Klier, Dr. Böhmen verfassungstreu. Klimcsch Böhmen föderal. Kochanowsli v. Bukowina verfassungstreu. Kopp Ios., Dr. Niebcrösterr. verfassungstreu. Kotz Ferd., Freiherr v. Böhmen verfassungstreu. Kowalsli Galizien verfassungstreu. KozalowSli Sigmund Galizien polnisch. Krasicli, Graf Galizien verfassungstreu. Krastcti Galizien verfassungstreu. Kralochwile Böhmen föderal. Kronawettee, Dr. Nlederösterr. verfassungstreu. Krynicli Galizien verfassungstreu. Krzeczunowicz, R. 0. Gallzien polnisch Krzyzanoweli Galizien verfassungstreu. Kuranda. Dr. Niederösterr. verfassungstreu. Küvcck Alois, Freiherr v. Sleiermarl vet fassungSlreu. Kübeck Max, Freiherr v. Mähren verfassungstreu. kadenvurg, Ritter o. Böhmen verfassungstreu. Landau, Dr. Galizien vcifassungslreu. ttapenna, Dr. Dalmatien verfassungstreu. Lasser, Dr. Freiherr v. Salzburg verfassungstreu. Katze! Schlesien verfassungstreu. iieiner, Ritler v. Böhmen verfassungstreu. LeplowSli Max Galizien polnisch. 3iebig, Ritter v. Böhmen verfassungstreu. Lienbacher Georg Salzburg llcrieal. Ljubissa, Ritter v. Dalmatien verfassungstreu. Loblowitz, Fürst. Böhmen föderal. ttoudon, Freiherr o. Mähren verfassungstreu. Löffler Böhmen verfassungstreu. ^ulasiewicz Gallzien polnisch. ttumbc, Dr. v. Böhmen verfassungstreu. Maoejewsli Galizien polnisch. Marchelti, Dr. Tirol verfassungstreu. Maythofcr, Dr, v. Niedelösterr. verfassungstreu. Meister Anton Böhmen verfassungstreu. Melchiorl, Graf Tirol verfassungstreu. Mendelsburg Galizien polnisch. Meznil, Dr. Mähren föderal. Mildschuh. Dr. Mähren föderal. Monti, Dr. Dalmatien föderal. Nabergoj Trieft föderal. Naumowicz Galizien verfassungstreu. Neumann Böhmen verfassungstreu. Ncumayr Salzburg llerlcal. Neuwirlh Josef Mähren verfassungstreu. Nifchelwitzer Oswald Kärnten verfassungstreu. Nittinger, Dr. Böhmen föderal. Oberleitner Mühren verfassungstreu. Oelz, Dr. Vorarlberg llerical. Ofner, Dr. Niederüsterr. verfassungstreu. Oliv» Böhmen föderal. Oppenheimer, R. v. Böhmen verfassungstreu. Ozartiewicz Galizien verfassungstreu. Pauer Paul Steiermarl verfassungstreu. Paullnovic Dalmalien föderal. Namen Kronland Partei Perger, Dr. v. Nleoerösterr. verfassungstreu. Pctrino, Freiherr v. Bukowina föderal. Petritsch »ärnten verfassungstreu. Petrolvicz Galizien polnisch. Pfeifer Wilhelm Krain föderal. Pflügt v., Dechant Oberösterreich llerkal. Pietruszewicz Galizien verfassungstreu. Pillerstorff, Freiherr v. Mähren verfassungstreu. Pino, Freiherr v. Bukowina verfassungstreu. Planl v. Oberöfterreich verfassungstreu. Platzer Böhmen föderal. Plener, Dr. v. Böhmen verfassungstreu. PolanowSli Galizien polnisch. Polesini Istrien verfassungstreu. Porenta, Dr. v. Trieft verfassungstreu. Portugal!. Dr. Steiermarl verfassungstreu. Posfclt, Prior Böhmen verfassungstreu. Prachensly, Dr. Böhmen föderal. Prato, Freiherr o. Tirol verfassungstreu. Prazal, Dr. Mähren föderal. Pretis, Freiherr v. Böhmen verfassungstreu. Promber, Dr. Mähren verfassungstreu. ProSloweh, Ritter v. Mähren verfassungstreu. (Schluß folgt.) Hagesneuigkeiten. — Se. Majestät der Kaiser haben Über die Bitte des GeneraldirectorS der Weltausstellung Freiherrn v. Schwarz-Senborn über das von demselben geftiflele Gewerbemuseum und FoltbildungSinftitut „Athenäum" in Wien den Allerhöchsten Schutz allergnä'digft zu übernehmen geruht. — (Dem Leichenbegängnisse Sr. Majestät deS Königs von Sachsen) wohnte in Vertretung Sr. Majestät deS Kaisers von Oesterreich Se. lllis. Hoheit der durchlauchtigste Herr Erzherzog Karl Ludwig bei. — (Wiener Weltausstellung.) Se. t. l. Hoheit der Herr Erzherzog Karl Ludwig gab den fa'mmllichen fremden AuSftellungs'Commissären ein glänzendes Abschiedsdiner, an welchem auch Baron Schwarz, Ritler v. Maurer und Obercommissär Sleyalal theilnah-men. Erzherzogin Maria Theresia von Äraganza machte in der liebenswürdigsten Weise die Honneurs. — Für die am 3. d. bereits begonnenen Verpackungsarbeiten und fur den Rücktransport der Ausstellungsgegenstände ist auf Grund eingehender Berathungen und im Einvernehmen mit den Eisenbahnverwallungen ein Reglement ausgearbeitet worden, welches die näheren Bestimmungen über die allgemeinen Dispositionen für die Berpackungsarbeiten, über Iden Abtransport mittelst Eisenbahn und Über die Versendung mittelst l. k. Post, sUr welch letz eren Zweck auf dem Au«stellungeplatze ein eigener Fahrpostdienst errichtet wird, ferner Über die Versendung mittelst Straßenfuhrwells und endlich die Formularicn für die bezüglichen Legitimationen und Certificate enthält. — (Vom Reichs rath.) Tagesordnung der ersten (Tröffnungs-)Sitzung deS Abgeordnetenhauses am 4. November 1873. Beginn um 11 Uhr vormittags: 1. Angelobung deö Alterspräsidenten und Uebernahme des Präsidiums durch denselben. 2. Ängelobung der Mitglieder. — (Das Summarium der Staatsschulden Europas) ergibt den colossalen Betrag von 23.220 Millionen Thaler, an welcher Deutschland mit 1152 (darunter Preußen mit 442, Baiern mit 243, Sachsen mit 116, Würlemberg mit 103, Baden mit 25 Millionen u. f. w.) Antheil haben. Bon den Übrigen Staaten nehmen Theil: Frankreich mit 6000 Millionen, Gloßbrilanien mit 5260, Rußland mit 2485, Ilalien mit 2400, Oesterreich-Ungarn mit 1784, Spanien mit 1750, die Tüilei mit 840, die Niederlande mit 548, Portugal mit 516, Belgien mit 191, Griechenland mit 137, Dänemark mit 88, Schweden und Norwegen mit zusammen 58, Rumänien mit 40, die Schweiz mit 9, und Luxemburg 3 Millionen Thalern. — Hievon kommen auf den Kopf der Bevölkerung in Preußen 18, Baiern 50 Sachsen 46, Wurtemberg 56, Baden 60, Lippe-Delmold -/ kübeck 146, Bremen 129, Hamburg 120, Oesterreich! Ungarn 49, Schweiz 3, Dänemark 51, Schweden 11 Norwegen 8, Niederlande 152, Luxemburg 16, Belgien 38, Großbritanien 133, Frankreich 166, Spanien 104 Portugal 130, Italien 89, Griechenland 98, Türkei 3i' Rumänien 10 und Rußland 30 Thaler. ' — (Aus dem Weingarten.) Sind Weinberge mit Drahtanlagen oder Pfählen vorzuziehen? Diefe Hraa-wurde in der Section für Weinbau auf der 28 Versammlung der deutschen Land- und Forstwirthe in München dahin beantwortet, daß d.e Drahtanlagen da vorzuziehen seien, ^,5, ^"-^ ^ 2" "bschulsig; für Nebten mi! , empsehlenswlrth. Locales. 5,^1 (T°9esordnung) der heule nachmittags um b Uhr stattfindenden Gemeinderalhs-Sitzung: Vorträge: 1. Der Rechtssection: über ein Gesuch des Mchtcrs der städtischen Gefalle wegen rückständiger Pflaster-mauth. 2. Der Bausection: a) liber einen Recurs betreffend die Erbauung einer Wagenlennse nächst dem Kronprmz.Rudolfsbahnhofe; d) wegen Erweiterung der 1770 Kassalccalitiiten und Benlitzung der Naluralwohnung des Bürgermeisters flir Kanzleien. 3. DerSchulsection: 2) wegen Errichtung einer Exlurrendoschule auf dem Morast; d) wegen Aufbringung der Kosten für die Erhaltung der städtischen Volksschulen. — Geheime Sitzung. — (Fleischtarif pr 0 N 0 vember.) DaS Pfund Rindfleisch bester Qualität von Mastochfen lostet 30 lr., mittlere Sorte 26 lr., geringste Sorte 22 lr.; von Kühen und Zugochsen losten die drei Sorten Fleisch 27, 23 und refp. 19 kr. — (Allerseelen.) Die latholische Kirche beging gestern die Feier des AllerseelentageS. Der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Bartholomä'us A3 idmar las in der Kapelle zu St. Christof am Friedhofe unter zahlreicher Assistenz die Todtenmefse. Abermals wanderten gestern lausende von Menschen der allgemeinen Ruhestätte zu, um den verstorbenen Angehörigen und Freunden ein stilles Gebet zu widmen. — (Den Lehrern der hiesigen evangeli« schen Gemeinde) wurde in der gestrigen Gemeinde» Versammlung die Erhöhung ihres Gehaltes von 400 auf 500 Gulden nebst Quarliergeld bewilligt. Ein bei den an die Lehrer gestellten Anforderungen allerdings nur befchei« denes Einkommen, dennoch bei den äußerst beschränkten Geld» mitleln der armen Gemeinde die Fürsorge für Schule und Lehrer anerlennens- und nachahmenswert!). — (Herr Kapellmeister Schaute l) hat seine Action als Chormeister des slovenischm Männergesangs-und dramatischen Vereins, auch als Lehrer der Streich» und Blasinstrumentalmusil begonnen. Die Uebungen und Schulstunden finden im Gesangszimmer der Eitalnica statt, wie folgt: 1. Männerchorübungen jeden Dinstag und Freitag um 8 Uhr abends, 2. Proben deS dramatischen Chores jeden Mittwoch und Samstag um 7 Uhr abends; 3. Vor» bereilungsschule für den Mä'nnerchor jeden Montag und DonunerStag um 8 Uhr abends; 4. GesangSschule für Anfänger jeden Mittwoch abends um 6 Uhr; 5. Gesangsschule sür Damen jeden Montag und Freitag um 6 Uhr abends; 6. Violin-Spielunterricht jeden Montag, Donnerstag und Freitag abends um 7 Uhr; 7. Unterricht auf Blasinstrurnenten jeden Mittwoch und Samstag abends um 8 Uhr; 8. Clavierunterricht jeden Dinstag und SamStag abends um 6 Uhr. — Zum Empfang des unentgeltlichen Musikunterrichtes meldeten sich bisher 54 Schüler. — (Fräulein Ida KUhnl,) die Tochter des bekannten Vilderrestaurateurs, lehrte diesertage von ihrem Ausflüge aus Wien, wo sie in der Kunsthalle auf dem Nusstellungsplatze den Studien der Porlrailmalerei oblag, nach Laibach zurück und wird sich sofort eifrigst mit Portraitmalerei und Bilderrestauration beschäftigen. — (Der Pianist Breitner) concertierte am 31. v. in Trieft; er spielte Liszt, Chopin, Mendelssohn und Schumann meisterhaft, wie in Laibach — vor leeren Vän-ken. Fürwahr, eine lobenSwerthe Aufmunterung künstlerischer Talente! — (Wieder zwei Schadenfeuer.) Am 15. v. M. gegen Mitternacht brach in der Mühle des Peter Vmich zu Dragomel, Bezirk Stein, aus bisher noch unbekannter Ursache Feuer aus, welches die Mühle, das anstoßende Wohngebäude, sämmtliche Mühl- und Zimmerein-richtungeftücke, Stallung, Dreschboden, den gesammten fuu-äu8 iu8tlucw8, 1 Stute und 1 Kuh verzehrte. Der Ge-sammlschadeu bcträgt nach den gepflogenen Erhebungen 20.000 fl. und wurden diese Realitäten fammt Zugehör bei einer triester Nssecuranzanstalt versichert. — Am 26ten v. M. nachmittags um 5 Uhr entlud sich der Blitz in die zum Hause des Josef Koslev>.'ar in Germ, Bezirk Littai, gehörigen Wirtschaftsgebäude. Viehstall, Dreschboden, zwei Schupfen, Futter- und Getreidevorrä'the, auch Geräthschaf-ten wurden ein Raub der Flammen. Der Gesammlfchaden beziffert sich auf 5672 fl.: er war leider nicht versichert. — (Theaterbericht vom 3. d.) Die deutsche Vühne brachte H. Hausmanns Origmal - Vollsschauspiel „Am Nllerseelentag" zur Aufführung. Dieses Bühnenwerl enthält eine mehr als wünschenswerthe Anzahl von sentimentalen, ja erschütternden Szenen. Die Aufführung war eine emiuente. Frau Kletzinsly-Bürger spielte den Part der »Anna« meisterhaft; Sprache, Betonung und Mimik bekundeten dle hohe Begabung dlefer vorzüglichen Schauspielerin. Frl. Solwey (Maria) trat als unübertreffliche Repräsentantin der sentimentalen Rollen in den Vordergrund und lebhafter Beifall wurde ihrem Liede zu-theil. Herr Lackner gab den unglücklichen „Wilhelm Nerger" mit allen einer leidenschaftlichen Liebe anhängenden Attributen und mit höchst' lobenswerthem Eifer. Um die gelungene Aufführung dieses Rührstückes erster Quali» tät erwarben sich besondere Verdienste die Frauen Krosel (Gertrud), K 0 tzly (Dorothea), und die Herren Fahr (Haller), Köhler (Müller), Midaner (Pfarrer) und Wauer (Waldberg). — (Für Brennerei besitze r.) L. Krupsli aus Posen theilt unterm 25. v. M. einige Worte über die Verwendung des Kuluruzmalzes beim Brennereibetriebe mit, die wir hier zur Beachtung nachfolgen lassen: „In einer großen Spiritusfabril in Italien habe ich den Gebrauch des Maismalzes beim Brennereibetriebe kennen gelernt. ES wurde in dieser Fabrik nur Mais verarbeitet. Die Brennerei war fehlerhaft eingerichtet, doch hatte sie das besondere, daß an Stelle des sonst gewöhnlichen Gersten-, Korn, oder Hafermalzes Maismalz zur Verzuckerung verwendet wurde. Nur zur Bereitung der Hefe nahm man Gerstengrünmalz mit Roggenschrot. — Der Mais, welcher von ein und demselben Jahrgang sein muß, wird drei bis vier Tage hindurch, wie eS gerade die Wärme des Quellwassers bedingt, eingequellt, während dieser Zeit aber viermal das Wasser gewechselt. Es kommt dann in Haufen von 10—12 Zoll Höhe und wird nach Bedarf alle acht Stunden, so wie das Gerstenmalz, umgestochen. Die Zeit des Umstechen« erkennt man ebenso, wie bei der Gerste, am Schweiße und Hervorschießen des Keimes. DaS Quetschen des Maismalzes zu Grünmalz macht viel Umstände und erfordert besser construierte Grünmalzquetschen als gewöhnlich. Solche waren auch in dieser Fabril vorhanden. Sie bestand auS drei gußeisernen, 6 Zoll im Durchmesser haltenden, 16 Zoll langen, gut abgedrehten glatten Walzen. Die Wellen dieser Walzen bewegten sich in messingenen Lagern und waren Stellschrauben angebracht. Die einzelnen Walzen waren mit Rädern verbunden und wurde durch eine Riemenscheibe von der Maschinenwelle gelrieben. Ueber der oberen Walze befand sich ein Zulheiler, welcher au« einer vierzölligen, stark gerippten Walze, deren Triebrad durch daS Rad der oberen Walze bewegt wurde, bestand. Die Maiskörner fielen von der Zutheilwalze vorne in ein Nuffangbrett von starkem Eisenblech und wurden vermittels diesem zwischen die obere und die Mittelwalze geführt. Auf der hintern Seile war zwischen der zweiten und dritten Walze wieder ein solches Nuffangbrelt angebracht, welches das durchgequelschte Malz zwischen die zweite und drille Walze brachte. Von hier siel das Malz in einen Kasten. — Bei jeder Walze ist ein Abschaber vorhanden. Das so dreimal durch» queschte Maismalz wird sogleich durch ein großes, rundes, an einer von der Decke herabhängenden Schnur in der Mitte befestigtes Sieb gesiebt, die ausgesiebten Schalen werden dann auf einer zweiten, ebenso construierten drei-walzigen Quetsche nochmals durchgequelscht, wieder aufge« siebt und die zuletzt zurückbleibende Schale mitvermifcht. Trotz diesem viermaligen Quetschen hing doch noch Malzmehl an den Schalen, welche sich selbst nach der Perzucke, rung der Maische lheilweise nachweisen ließ. Ich rielh, die übrig gebliebenen Schalen auf einer Darre vorsichtig abzudarben und auf einer Mahlmühle zu mahlen. — Das Maismalz muß sich bei alledem sehr gut zur Verzuckerung eignen, denn es war nicht nur selbst, sondern auch die verzuckerte Kuturuzmalsche sehr süß. Ich halte dafür, daß es auf alle Fälle daS Gerstengrünmalz, mit Ausnahme bei der Hefe, ersetzen kann, vorausgesetzt, daß die Quelschvor-richtungen das Erforderliche leisten." Neueste Post. (Driainal-TeleMmm der „Laibacher Ieituna.".) Velgrad, 3. November. Die AmtSzeitung veröffentlicht ein fürstliches Handschreiben, Welches die Demission des (tzesammtcabiners annimmt. Folgendes Neucabinet: Marinovic Ministerpräsident und Aeußeres, Senator He- nic Justiz, Advokat gunic Inneres, Oberst-lieutenant Protic Krieg, Senator Maga"N" vic Communication, Mijatovic behielt b»e " nanzen, der Terbenvertreter in <3onstantlN pel Kristic, EultuS und Unterricht. Wien, 3. November. ..Montagsrevue" bestätig daß der Conflict zwischen Oesterreich und der TM anläßlich der bosnischen Angelegenheit als beigelegt ° trachtet werden könne. Die Pforte hat den diplomallM Schritt, welcher hier so unangenehm berührte, in au Formen desavouiert und sich zu jedem Acte diplomas Entgegenkommens erboten. «», Die „Montagsrevue" meldet ferner, daß der ^ ser die Thronrede am 5. November halten werde. Reichsrath wird erst nach Votierung der auf die »«> ferung der wirtschaftlichen Situation bezüglicher ^° lagen vertagt, selbst wenn sich dadurch ein «lufschuv Zusammentritte der Landtage ergeben sollte. ... Pari«. 3. November. Der „Francais" "^ alle Fractionen der Majorität seien über die Vena"» rung der Vollmachten Mac Mahon einig. Die >lM der Verlängerung ist unbestimmt, beantragt uurd lebenslängliche, eine zehnjährige oder sechsjährige. <" Mahon acceptiert nur jene auf längere Dauer mit stitutionellen Garantien. Telegraphischer Wechselcurs ! vom 3. November. ,Mel l Papier-Rente 68-90. — Silber-Rente 7350. -7,,^,, l Staats - Nnlehen 101. — Vanl. Nctien 935. — ^red»'^, 210. — London 113 75. — Silber 108'2n. — K- l- 2»«»« ' caten. — Napoleansb'or 9 11. Wien, 3. November. 2 Uhr. Schluß curse: ^"^ s,' Anglo ,44',. Union 127. Francobanl 46, H°ndel«°°'' ^ Verein«bant36'/.. Hypothelarreuteubanl 2'.-, allgemeine»«^ schaft 44, wiener Baubau! 110'/., Unionbaubanl 62'/., >"H<,l< baubanl 21, Vrigittenauer 20'/,, StaatSbahn 327'/., "" den 159'/,. Vcfestigt. Angekommene Fremde. Am 2. November, ^ >»«,<«> 8t»6t NV««;n. Weinstein, Weinstein ^"°°Fü. Schmerler, Reisender, Wien. — Tschistncr, Ingenie'"'!! ^, St. Peter. — Trinlel, Reisender, Wien. — Baron ^ Kfm., Kanischll. — Tragge, l. l. Hauptmaun, Innsb"^^, «»«»«»> «>««»»». Antovanil, Großhändler, sammt O""^„ Trieft. — Mundt, Veilm. — Bohlhnber, Mlislolo. ^ .^ü, Äadmaunsdorf. -- Sluhala, Kreutz. — Dralla uttd ^„ft, Nadmaunsdorf. — Parma, Obercommissä'r, gara. -- ^D^ Wien. — Mad. Tanzer, sammt Tochter. Graz. - ".Mb Grundbesitzer, sammt Familie. Oörz. — Fayenz, ssMwsM/l-Görz. — v. Varon Frlbiugcr, l. k. FiuanzconinnM.^t — 5!and, ksm., Hamburg. — Svetec, l. l. Not'l' Frau. kittai. M^, »nl»»»»«'«»«^ »»s. hacklier Rosalia, Klagcnfurt. ^ Sagor. — Verderbcr, Veldes. ^B' ««>»»»«». ssabro Andreas, Vernardo. Fabro Nloi«, ^iew ssalesckini, Zearo, Eapelari, Znzzi, Pngnetti Ialob, ^„M Johann, Pllgnctti Josef, Puguctti Oswald, Fra"), M' Johann, Dauelou Karl. Bauunternehmer. Kuflach-T^ (A", Ingenieur, Woch.-Feistriz, — Dubii, Sagor. -^ ^,'l L>^ l. t. Vezirlsfthysilcr. Üittai. — Artel, Lehrer, Karlin, >'DW tenant, und Mataic, Lehrer, Krainburg. — Stc'" Private, Graz. Lottoziehungen vom 3». Oktober Wien: 78 48 39 42 12. __________Graz: 53 63 72 41 18^^^ Theater. Heute: Die Jüdin. Oper in 5 AufM^-^ Ateteoroloyische Neokachlunyen in^^^ß Z "Z kM Z: Ä -5 H 6 UMgV'729.85 -^5.4 windstill 7K,iter m'c'l 3. 2 „ N. ! 729.17 -l-13.. windstill h°lbh "" I0«Ab.! 7s0.,8 ^-9.7 windstill bcw^^^ Nrbel, bis gegcn Mittag anhaltend.. NachmUtag ^cl 0 schein. Abends zuuehmende Bewüllling. DaS ^"8 ^ Wärme -^ 9 5°. um^7° «ber dem Normale. ^^.^^ Velllutworllicher Redacteur':"Janaz 0. Klein^^-^ I^l^sos^Vt^t ^lUien, 61. October. Die gilnstige Stimmung beflstigte sich und machle Fortschritte. Die Wechselstuben traten, gestllyt auf die AuftrÄge zahlreicher 2omn"^ »<^«/^st.Vl.z^^/^» bedeutende Käufer auf und diese Käufe bewirlten ein rapide« Steigen auf der ganzen Linie. Geld Ware Mal- ) (.....6875 69 - Februar-) """e (.....V8'50 6870 N«'°> «,^.. c , , , «W «- lose. 1839.......268 — 272 — » 1854.......89-— 90-— " I860.......102... 102 50 " 1860 zu 100 st. ... 10650 107 50 " ^864.......134 50 135 50 Domiwen-Pscmbbritst .... 114 — 115 — ^^^.°" 1 Vrunl,» , - - 92 50 93 50 ^bmvürgen ^ ^ ^ . . 68-50 69-50 Ungarn 1 """» l . . 73--. 74 — Donail-Ncgulieruuge.Los« . . . 9550 97.^. Ui,ß. Eiscubahn-Nnl..... 95 ^ ^.^ Ung. Plämien-Anl...... 78 — 79 — Wiener Eommunal.Anlehen . . K4__ 84^ Actien von »anken. Geld W«, Nngl°-V°nl.......^"." "»' Bllnlvereiu.......?' «redit-L.......' ' is50 ^ slud°lle-L.....- - ' «<«s