Nr. 125. Montag, 3. Juni 1912. ___________181. Jahrgang. Lllibacher Zeitung Vriin»»mrrnlio„»vrri«: Mit Poslvrrlciidlinn: liaiiziähiil, noX, l,llll>jäl,r!n 15«. In, l,m««,r: nanzjähriss ll K, halbjährig 11^. ssür bic MsleH«»,, int! Haue ga»zjäl,rin « ü. — I«1rrl«iösllüs!r Nr, 2": die Nidaktion Milloßi<'saben, !)abe sich die Pforte gezwungen gesehen, zur Ausweisung der Italiener zu schreiten. Gegen diese Maßregel, bci deren Durchsüh. rung man übrigens alle mögliche Rücksicht nxillen lasse, lasse sich vom Standpunkte des Völkerrechts nichts einwenden, sie verstoße auch nicht gegen die Beschlüsse der Haagcr Konferenz, da diese es vermieden hat, sich über das Recht zu Massenauswcisungen auszusprechrn. Türkische Finanzen. Man schreibt aus Konstanlinopcl: Die Demission des Finanzministers Nail Bey ist ungerechtfertigter» weise auch mit angeblichen großen Schwierigkeiten des türkischen Staatsscliatzes in Znsainmenl^ang ge> bracht worden. Das Hauptmotiv, das Nail Net) zum Rücktritt bewog, lag in dauernden Meinungsverschiedenheiten mit dem Kriegsminister Mahmud Cchesket Pascha, der immer neue Forderungen stellte, ohne deren Ae-stimmung näher begründen zu wollen. D,e Behauptung, daß die Negierung unter Geldmangel leide, ist unrich-lig. Es ist überhaupt übereilt, im jetzigen Zeitpunkte über .das Ergebnis der diesjährigen Staatseinnahmen ein Urteil ansznsprechen. Man befindet sich gegenwärtig mitten im Zuslnsse von Einnahmen. Zwei, drei Monate lang wird jetzt die Hammelslencr, cine der wichtigsten Einnahmsgncllen, dem Staalsscl)ahe zufließen, hierans werden die Zehenten folgen, »oelche die lMiptsächlichsle Einnahmsquelle bilden. Die dreißig Millionen tür-fische Psnnde, auf welche sich die Gesamteinnahmen des Reiches beziffern, gehen in dem Zeitabschnitt Mi. scheu Mai und Dezember ein. Beim Beginne des neuen Regimes betrngen die gesamten Einnahmen 25 Millionen türkische Pfunde, ihr Anivachscn bis zu dreißig Millionen ist nicht auf die Einführung neuer Steuern, sondern ans die Abstellung von Mißbrauchen, aus die Korrektheit und Regelmäßigkeit der jetzigen Sleuerein-Hebung uud insbesondere auf die von Dschavid Bey vollzogene Reorganisierung des FinanzdepaNements zu» rückzuführcn. Wenn es gelingt, auch dem Ministerium für Ackerbau, Bergwerke und forste einen starlen Auf» schwnng zn geben, dann ist zu erwarten, daß die Einnah, men dn> Höhe von 35 Millionen türkischen Pfunden ei reichen werden. Die glückliche wirtschaftliche Enlwick-lung der Türkei hängt in erster Linie vom Ackerbau ab. Wenn ans diesem Gebiete jetzt größere Regsamkeit wahrznnehmen ist, so hat man dies dem neuen Regime zu verdanke!,. Das gesamte Ministerium hat sich auch durch die Berufung ausländischer Fachmänner ein großes Verdienst erworben. Von hoher Bedeutung für die wirtschaftliche Hebung der Türkei nach allen Richtungen ist die Schassnng neuer Verkehrswege und die Durch, führung von öffentlichen Arbeiten, die damit im Zu-sammcnl>ang stelln. Für diesen Zweck bedarf aber die Türkei einer Anleihe von 25 bis 30 Millionen türti. sehen Pfunden, deren Aufnahme die Pforte auch schon beschlossen hat. Bei einem Gesamterträgnis der Ein» nahmen von 30 Millionen ist der türkische Staatsscl)atz imstande, die basten einer solchen Finanzoperation zu ertragen, da der Dienst der Anleihe, die Zinsen, Amor» tisierung und die sonstigen Ausgaben nicht mehr als ungefähr acht Millionen jährlich betragen würden. Be» danerlicherwcise ist aber dir Anleihe gegenwärtig in-solge des türkisch.italienischen Krieges undurchführbar. Es ist aber lmgercchlsertigt, von einer drückenden Geldnot der türkischen Regierung zu sprechen, bloß eine ge-wisse Langsamkeit bei manchen Zahlungen ist wahrzu» nehmen, lnas sich ans dem Kriegszustande erklärt. Politische Ueberficht. Laibach, I. Juni. Dr. A. Neumann von Spallart bespricht im „Neuen Wr. Tagblatt" eine in den nächsten Tagen erscheinende, seit vielen Jahren vorbereitete Biographie des Erzherzogs Karl aus der Feder des Oberstleutnants LenMeton. Der Haupttreffer. Lebensbild von Mfrcd Onr^ret. (Äachdl-xcl verboten.) , Er schritt täglich in aller Früh ins Bureau, schrieb ^'"e bestimmte Anzahl Bogen voll mit Terten und >^hlc, und ging nach erfüllter Pflicht, wenn die Amls- "l>r die- dritte Stunde verkündete, nach Hause. Er ^"hntr draußen in der Vorstadt, wo sich ein Haus eng "" das andere drängt, damit nicht der kleinste Zwischen» ls den Weg allen Ausverlanss wanderte. Charles Duval hat sich vorgenommen, seine Freunde gebührend zu belohnen, wenn der ersehnte Treffer lommt. Reicht ihm sein Kamerad im Bureau willig das Löschblatt, setzt er ihm sofort im Geiste eine bestimmte Anteilsqnole ans. Verfährt jemand hart und barfch mit ihm, so merkt er fich diese Behandlung für künftige Tage gut vor. Seine Phantasie führt ihn in die schönste Pracht, in den herrlichsten Luxus, so daß er seine kleine Existenz und deren Druck kaum fühlt. Wann er nur will, geht er ins Thmter ... ins Konzert, lacht und weint und nnterhält sich. Oft umspinnen ihn seine Luftgebildc derart, daß er seine Anßenwelt total vergißt. Es lommt ihm vor, als ob der Portier ihn so tief grüßen würde, als es nur möglich. Er bezieht das süße Lächeln der vorbeischrriten. den etnxis ältlichen Tochter des Mairs auf sich, und er sagt fich energisch: „Nein, die will ich nicht zur Frau. .^. die würde mich nur meines Geldes wegen heiraten... Einmal, als er sich >n seine traulichen Träume besonders weich hineingebettet, wäre chm beinahe e,ne Unannehmlichkeit widerfahren. I" sc'ner Zerstreuthett und Versunkenl)eit betrat er gemächlich ohne zu über» legen, ein eleqantes Restaurant, setzte stch nachlässtg ald wurde er vou Eingeborenen gefangen und vor den Häuptling des Stammes geführt. Dem gransamen Dschungelgesetz gemäß sollte der Fremd-ling den Tod erleidend Fast im Augenblick der Ef.c< lntion stürzte die 17jährige bildschöne Tochter des Häuptlings, Iajutsn Berijagh mit Namen, zwischen die Urleilsvollstrecker und das wehrlose Opfer. Flehend er« hob sie die schlanken Arme zum Vater und beschwor ihn, das Leben des Mannes zu schonen. Der Häuptling erfüllte die Bitte seines Kindes, doch nur unter der Bedingung, daß Jazutsu den Fremden heirate und mit ihm für immer den Stamm verlasse. Wolle sie jemals zurück» lehren, dann dürfe es nicht geschehen, ohne den Skalp ihres Gatten mitzubringen. Die schöne Formosanerin fiel dem Geretteten jubelnd um den Hals, und gleich nach der primitiven Trauungszeremonie zog das Paar von dannen. Frau Nakano, »vie Iajutsu nnn heißt, hat bisher noch lein Verlangen danach getragen, ihren l!>iat' ten seines natürlichen Kopsschmuckes zu berauben. Die Eheleute leben sehr glücklich in einer Küslenstadl For-mosas. Nalano sieht sein Land zum erstenmal seil seiner wunderbaren Errettuug wieder. Mit Stolz führte er seiner Familie die Frau zu, der er seiu Leben danll und die von ihm nicht allein die japanische Sprache, sondern auch die anmutigen Gebräuche und die mancher' lei Handfertigkeiten der gebildeten Japanerin erlernl hat. — ' ' — lDcr Sommermuff.j Seil der Muff namentlich in den ungeheuerlichen Dimensionen, die er in den letzten Jahre», angenommen lxit, wieder in Mode gekommen i>l, scheint er seine Herrschaft während des ganzen Jahres belMlplen zu Wolleu. Wie „Daily Mail"'berichtet, w>rv man jetzt in England bei der bevorstehenden Season Somuiermnffs aus leichtem Tüll lind Elaminestossen tragen, die reichlich mit künstlichen Blumen geschmückl werden. Namentlich werden zu den weißen Lingerie lleidern, die bei Sommerfesten so <>n vl^uc? sind, w>ro der große und dabei doch sehr leichte und dustige Mus! eiu passendes Toiletterequisit bilden. Besonders kostbare Muffs werden auch aus buuten Federnarrangemcnts angefertigt. — sDer Wipfel der Dicnstbotcnnot in Ncwyolt-! Welche kaum noch zu steigernde Höhe die Dienstbote»' not in Newvurk erreicht hat, läßt ein Bericht erkenne», den der Newtiorker Gewerbcinspeklor Hermann Nobu^ son an den Bürgermeister Gaynor über das Tiensl-bolenproblem gerichtet hat: „Gesucht !<»<>.<><><» Dienstbote" für monatlichen Lohn von !<>l> Mark", das wäre die Anzeige, die Erfolg I)aben würde, um wenigstens die tt^ wendigsten Ansprüche der Newyorker Hausfrauen zu be-friedigen. Jede Dame der mittleren Klaffen ist hen» d>/ Freiheit der Fabrik gibt Nooinson nach genauen l^' lundigungen au: „Dienstmädchen können leine Verehrel haben oder die Verehrer werden zum wenigsten von del Herrschst schief angesehen. Die Arbeit eines Tienstnuid-chens nimmt nie ein Ende' sie hat keine Freiheit, le>nc alle, denn seiu Studium erstreckte sich auch auf kostspielige Gourmandisen. Es n>ar ihm, als ob er in den ersten Wochen, nach gemachtem Haupttreffer, lebte. Da, noch rechtzeitig, enuacht er ... er erinnert sich, daß er ein einfacher Diurnist sei, daß kaum sein Monatsgehalt ausreichen würde, um diese Zeche Zu bczahleu. Also deshalb das verdutzte Gesicht der Kellner, die spöttischen Blicke einiger Gäste und der kalte Gruß des Gasthaus-besitzers. Schnell, mit schweißtriefender Stirne und flio gendem Atem, tief erschreckt und beschämt eilte er in die Küche, sich iu stammelnden Worten entschuldigend und eine Kleinigkeit, die sich dem gegenwärtigen Stande seines Portemonnaies anpaßte, bestellend. Damals faßte er den Entschluß, das Sinnen und Trachten aufzugeben, doch schon einige Minuten später ertappte er sich bei dem Gedanken, wie er eine Nechnung über einen — Smyrnateppich beglich und telephonisch'Austern bestellte. Seine einzige Sehnsucht, seilt innigster Wuusch ist, daß sich seine Hoffnungen nur nicht zu rasch erfüllen mögen. Mit Zittern uud Zagen greift er bei jeder Zie-hung nach der Zeitung, ob er »licht vielleicht schon . . . den verhängnisvollen Treffer gemacht. Glücklicherweise ist seine Furcht stets grundlos, bis heute wagten es seine Träume uicht, sich zu erfüllen. Und so schreitet er täglich in aller Frühe ins, Vu» reau, schreibt eiue bestimmte Anzahl Bugen voll mit Texten nnd Zahlen und geht nach erfüllter Pflicht, wenn die Amtsuhr die dritte Stunde verkündet, langsam und bedächtig nach Hause. Er Nxmdclt auf der engen, staubigen Straße der Vorstadt, und iu Gedanken sitzt er in einer bequem dahinrollenden Equipage. Die Tcstamentsklauscl. Roman von A. OourthV-Mahler. (39. Fortsetzung,) (Nachdruck verboten) Eva Marie biß die Zähne auseinander. Dann er. widerte sie ruhig: „Bitte, fasse dich und höre mich rnhig an. Dn mußt dich mit dieser Tatsache abfinden. Ich werde unter allen Umständen diese Verlobung auslösen." Eine Sturmflut von Vorwürfen, Bitten und Be» schwwörungen brach nuu über sie herein. Sie ließ alles ruhig über sich ergehen, bis ihre Stiefmutter, völlig erschöpft und nach Atem ringend, eine Pause machte. „Was du mir da sagst, bleibt ohne Einfluß auf mich. Wenn du ruhig überlegen wolltest, müßtest du dir selbst sagen, daß ich einen zwingenden Grund zu mei° ncr Handlungsweise haben mnß." „So nenne mir doch diesen Grund, nenne mir ihn doch!" kreischte die Alte aus. Eva Marie preßte die Hände sest zusammen, sonst verriet nichts ihre Erregung. „Ich weiß seit gestern, daß mich Herr von Leydcn nur aus äußeren Gründen, nicht aus Liebe zur Frau begehrt", sagte sie tonlos. Frau Delius lachte hart ans. „Deshalb, deshalb nur? Ich sage es ja, du bist krank. Deshalb wirft man doch solche Partie nicht wie einen Pappenstiel von sich. Das wird dir ja nie mehr geboten. Liebe! Das ist ja alles Unsinn. Er erhebt dich aus Vcttelarmul zu Glanz und Wohlleben. Tas ist Liebe, genug. Wer bist du denn? Eine bettelarme Prufessorentochter, der nichts weiter übrig bleibt, als ums liebe Brot zu arbeiten, wenn der Mann seine Hand von ihr abzieht. Komm doch zur Vernunft, du bist krank, von Sinnen." Das junge Mädchen schüttelte den Kopf. „Nein, ich bin mir ganz klar bewußt, was ich lne> Ich weiß, daß ich arm und verlassen in die Well hina"" muß, lim mir mein Brot zu verdienen. Ich weiß, daß >^ Glanz und Reichtum ausgebe, und es wird >n>r »'"> leicht, Armut und Dienstbarleit dasür einzutausch"'. Das eben sollte dir beweisen, daß ich mich der innere' Notwendigkeit zu diesem Schritt nicht entziehen kan"^ „Herrgott im Himmel, sind das unvernünftige AN' sichten! Du bist »vie dein Vater, genau wie er. Überspannt, unpraktisch und voll Gefühlsduselei." .^ „Schweig' von meinem Vater!" rief Eva Marie»^ blitzenden Augen. „Du l>ast ihn nie verstanden in se"N schlichten Größe. Ja, ich bin wie er >md bin es " Stolz, und ich weiß, daß er meinen Schritt lul 'g^ würde. Bitte, mache mir doch diese Auseinanderie»',' .^ nicht unnötig schwer. Du kannst dir denken, daß 'ch >^ gestern einen schweren Kampf gekämpst habe. Ich v" ü Ende mit meiner Kraft." , ,.^, „Aber was soll denn nnn werden, was soll den?" jammerte die Frau verzweifelt. . ^ „Ich habe bereits ein Engagement nnd re,,e heute Abeud ab." Frau Delius sprang kampfbereit aus. ^ „Nein, ,das leide ich nicht, ich lasse d'ch '"' ' Tu mußt zur Vernunft kommen, lch halle dich '' / walt zurück. Leyden sott dir den Kopf erst z""ch ">c ^.. Eva Marie richtete sich langsam emp"' "d ^ den Kopf znrück. Ihre Augen sahen w'l ftst" (5. ^) senheil in das verzerrte Ges.chl ihrer St.es" "c^- ^.^, „Du kannst und wirst mich nicht ha"/ - ^ sterbe ich, als daß ich Herrn vm, Leydc-u ich» gc.; träte," sagte sie mit fester, klingender S ' '". Nun legte sich Frau Tclius auss B'Mn. Laibacher Zeitung Nr. 125. 1215 -I. Juni 1912. >jeit für sich. In den Fabrike» köunen die Äcädche» während dor Arbeit zusammen singen und haben stets Anschluß; ein Dienstmädchen ist immer allein. Hausarbeit ist verachtet und entwürdigend. Ein Mädchen, das irgendwo sonst arbeitet, ist eine Lady. Im Hause gibt ro »nr eine Ladl); Dienerin ist Dienerin." Die Dienst-botennot wird nach Robinson nicht früher enden, bis auch die Dienstboten ans Stunden engagiert »verdeil nnd I^nst srei sind. sDic Hcirats» und Hochzeitssabril in Paris.) ^ie Pariser Heirate nnd Hoclizeilsagentnrell sind eni^ schieden u^> t,<> t<. kürzlich jedoch wurde ein Rekord ,Vichafsen, der wohl alles bisher Dagewesene in den CclMen stellt: Ein junger Mann wurde rasiert, fri> siert, angezogen, vorgestellt, verheiratet und mit der jungenden Anzahl von Onkeln und Tanten versehen, alles das in drei Wochen. Er lain frisch vom Lande und l>Ule es sich in den Kopf geseht zu heirate». „Aber ge» lvis; können wir Sie verheiraten," sagte der Heirats» dermittler, zn dem er sich begab. „Sagen Sie mir nur, >vas siir eine Brant Sie loüilfchen,?" — „Hm, die nnd bie." — „Sehr gut, wir haben gerade eine hier, die Ihrem (Geschmack vollauf entspricht. Und was siir eine Schwiegermutter?" — „Hm, die nnd die." ~ - „Welch Nüietlicher Zufall, das ist gerade die rechte." — Die Schwiegermutter liebt viel Pomp und große Festlich, leiten und der Bräutigam geht aus ihren Geschmack ein. Aorbereitnngen für die Hochzeit werden getroffen. „Wo haben Sie Ihre Papiere?" ^- „Papiere? Ich weiß »>ch< ..." — „O, das macht nichts, wir kennen eine Agentur, die Ihnen all die nötigen Papiere verschafft. Welcher Art soll die Hochzeit sein, wie viele Wagen?" 7^7 „Ich habe leine Ahnung." — „Dann werden wir !»r alles sorgen. Wir werden die Einladungen ergehen '"ssen, eine genügende Anzahl von Gästen herbeischaffn, Wageil und Automobile bestellen. Aber wie stehts >»'t der Brantansstattnng? Also auch dafür sollen wir Sorge tragen. Haben Sie irgend welche Verwandte?" — „Sind die denn nötig?" — „Aber natürlich!" — Leider habe ich leine in Paris." — „Wir werden Ihnen welche beschaffen." Ein Vater kostet 20 Fran-kr», eine Mntter 3<» franken; Ontel, Tanten, Vrüder "nd Schwestern stellen sich etwas billiger!" — „Gnl, M'hmen Sie so viele, wie Sie für nötig halten." Selbst, umständlich wnrde dein jungen Mann, nachdem er glück->>ch verheiratet uxir, eine ganz stattliche Rechnnng ,'iber-N'ichl, aber er hatte die Gennglnung, eine der schön-sten, geordnetsten und Anssehen erregendsten Hochzeiten gehabt zu haben Rechnung beglich, drückte ihm der Vermittler »och einen Zettel iu die Hand, de» er ahnungslos in die Tasche' steckte. Aber welcher Schreck siir die glückliche Frau, » des ju»ge» Ehemannes uillersuchte: es war eine Emp-sehlnng fiir „Scheiduuasbe,darf". Lokal- nnd Plllvinzilll-Nllchiichtcn. — lDer Lnibacher Gcmeinderat) Hält morgen abends »nn 6 Uhr eine ordentliche Sitzung mit folgender Tages-urdnuugab: I. Mitteilungen des Präsidiums. II. Veri-l'zierung des Vrolololles der letzte» Silumg. l ll. Wahl m,es Ausschusses zur Beaufsichtigung °des Banes der Cammellanäle. IV. Berichte der Personal, nud Rechts, lektion: I.) über die Enlfcheidnng des kraillischeu LandeH-M'Sschusses, betreffend den GemeiilderatSbeschluß über „Was soll aus mir werden, Eva Marie? Denle doch an mich. Jetzt endlich sollte ich ein sorgloses Lebe» ^'ließen, und du willst mich darum bringen. Erbarme d'ch doch! Denkst dn, Lcydeil zahlt Niir die versprocheile dritte, »venn er dich nicht heiratet?" Eva Marie wnrde dnnlelrol, sie schämte sich für d'rse Fran. „Das könntest dn doch auch unmöglich annehmen." „Na siehst dn wohl. Was also soll ans mir werden? „Du hast den Kaufpreis für das Hans." „Den Bettel, damit muß ich mich ewig einschränken ^'s auss äußerste. O, daß du so undautbar bist! Ich habe b'r all die Jahre die Mutter ersetzt, habe all das 7^nd mit deinem Vater getragen in den letzten Jahren, ^"d „,m, da ich bessere Zeilen vor mir sah, willst dn ""ch ius Elend zurückstoßen. Das darfst dn nicht, du ^"sündigst dich an mir." «Ich kann dir nicht helfen. Das Opser meiner selbst ^'rinag ich dir nicht zu bringen.. Dn mnßt dich ein. ächten „,ld mit dem auskommen, uns du hast. Vor Nut "U'st du geschützt sei». Bitte, ertrage das Unabänderliche 'lul Fassung. Hier liegt der Brief an Herrn von Leyden. ^r wird dir den Auseuthalt in dem .Hause gestatten, bis u andere Unterkunst gefunden. Ich tue, Nx»s ich muß; ^ wohl, laß mich in Ruhe von dir scheiden." Sie hielt ihrer Stiefmutter die Haud entgegen. ^ ll'le umtlammerte sie mit beiden Händen, und wieder Me l',„ Sturm von Vorwürfen, Bitten und Klagen ^ ,das junge Mädchen hin. Schließlich verfiel Frau rnus ,u Schrei- und Weinkrämpse. den ^" ^"''"'^b^ «"d elend l)arten, bis ihre Sties-U'r Nneder zu sich kam, fmlst verfäumte sie den Zug. lFurtsetzung folgt.) die Beschwerde der Kranthändler U. Märenlo uud K. Ka<"ar; 2.) über das Gesuch der Franziska Novak um Böschung eines Serviluts vou Gewinuuug von Ton aus ihrem Besitze. — V. Berichte der Finanzsektion: 1.) über den selbständigen Antrag des Gemeiuderales T. Novat, betreffend die Einführung einer Arbeitsordnung und einer Versicherung der städtischen Arbeiter; 2.) über den selbständigen Antrag des Gemeinderates Marinto, betreffend die Nurrüctung der niederen Maglslratsbeamlen in eine höhere Gehaltsstufe, und über das Gesuch des I),'U',1,v<, nl/.iil, „n^iiiüi „^lii/dcn^v um Ansbeffernng der Dienstverhältnisse; 3.> über den selbständigen An» trag der Gemeinderäte Lilleg uud Reisner, betreffend die Vorrücknng der Magifträlsbeamtcn in eine höheiv Stufe der Altivilätsznlagen, und üder das Gesuch des I)^,,^<.vc> nn»^i«ti-nti>iu ut-nclnilvov uin ständige Nege» lnilg der Tenernngsznlagen; 4.) über das Gesuch des Lehrpersonals der städtifchen Kindergärten um Aufbef» serung der Dienslbezüge; 5.) über das Gesuch des Lehr» Personals deS städtischen Mädchenlyzeums, betreffend eine Einlage; 0.) über die Znfchrift des Bürgermeisters, betreffend eine Anwendnng der Stadlgemeinde für das Inbiläumsschießen der Lailxicher Rohrschiitzengesellscl)af1: 7.j über ei»e uilenrxirlete Skonlrierung der Sladtkasfe; 8.) über den selbständigeil Antrag des Gemeinderates T. Novak, betreffend die Verpachtung städtischer Wiejen-gründe zwecks Bebannng; 9.j über ein Gesnch des Komitees zur Errichtung eines Denkmals auf dem Schlacht-felde von Awern um Subventioniernng; K>.j über das Gesuch des Johann Liningcr um ^öschungsbewilligung des 3^< Erdbebendarlehens; N.) über das Anbot der Besitzer Märende und ^vigelj, betreffend d<'n Perkauf der zur Neguliernng der Orelgasse benötigten Gründe, 12.) über d,e Znschrist des Stadlmagistrales, betreffend den Anlans eines Cchnpsens uild einiger Grüude zlvecks Regulierung der tiefergelegten Grnberstraße. — V). Nc. richte der Bansektion: 1.) iiber dei, Einspruch des Dr. I. Sajovie gegen den Gemeinderatsbefchluß, betreffend die Abändermlg des Banstistems in der Schießstättgasse; 2.) über den Einfprnch des Paul Turk gegen die Ent-scheidnng des Stadtmagiflrales, betreffend die Holzlegcu im Hofe seines Hauses in der Schießstättgasse; 3.) über deu Einsprnch der Hermine Paichel gegen den Gemeinde, ratsbeschlnß, belresfend die Neslimmnng des BauWems aus ihrem Gruude; "l.j über deu selbständigen Antrag des Gemeinderales ^ikozar, belresfend die Regulierung der Orelgasse; 5.) über deu selbständigen Antrag des Gemeinderales Ieglii"-, betreffend die Anbringung verschiedener gepflasterter Straßenübergänge; 6.) über del» lelbständigen Antrag des Gemeinderates Reisner, betreffend die Herstellung eines Trottoirs aus der Maria ^heresienstraße; 7.) über den selbständigen Antrag der Gemeinderäle Rölhl und Smole, betreffend die Beschot» leruug der (5esta ob ^ahovem grabnu und der (5esla dveh .eesarjev; ^.) iiber das Gesuch des „Gospodarsko impredno drnlese, belresfend die Ansschreibnng von Preiseii fiir die schö»ste Blumenzier von Fenster» »nd Balkönen. - IX. Berichte des Direkluriums des Elel« triziläts- nnd Wasserlverkes: 1.) über die Anschrift des krainischen Landesansschnsses, betreffend die Abgabe von Wasser ans der städtischen Wasserleitung fiir die Dörfer Tomac'evo und Jar^e; 2.j üb,r das Gesuch des Matthias Proves lim Einleilnng des .^o»de»sn,iassers aus der städtische» Wasserleitung aus seinen Besitz; 3.) über das Gesnch der Magdalena Lehner um Abschreibung der Ge-biihr siir Wassermehrverbranch; ^.j über das Gesnch des Turnvereines „Sokol" um Abschreibung der Gebühr für WMeru,ehrverbrauch. — X. Selbständige Anträge: I.) des Gemeinderates Jeglw: «) betreffend eine Verbindung der Emonastraße mit der Gorupgafse zur f. k. Siaatsgewerbeschule; l») betrefseud den Verbindungsweg zlvischen der Herrengafse und dc'r Zoisstraße; 2.) des Genieinderates Marinlo, betreffend die Kanalisierung der Martinsstraße; 3.) des Gemeinderales ^tese, betreffend die VerUMltnng der städtifchen Armenhänfer. — Hierauf geheime Sitzung. — lDcr Woljltätissleitsnbcnb zussunstcn dcr Salc-sianeranstali in .Uroiseneck» nahm gestern im großen Saale des Hotels „Union" einen den gehegten Envar-tungen entsprechenden würdigen und allseits znsriedeu. stellenden Verlaus, der die Bemühungen der Komiteedamen mit einem vollen Erfolge krönte. Der Wohltätig, keitssinn der Lailmcher Bevölkerung dolnme»tierte sich einerseits in den zahlreich gespendeten, zumeist wert-volle» Gesche»ke», unter denen eine prächtige Salonuhr, gewidmet von Fran Bürgermeister Dr. Tav<"ar, be-sonders hervorgehoben werden mag, anderseits in dem vorzüglichen Vefnche der Veranslaitnng, zu der die besten Kreise unserer Stadt, aber auch die schlichten Volts-llasse» ihre Vertreter entsendet IMen. Unter deu Ho-»oralioreu die deu Abend mit ihren, Besuche beehrten, seien olg-nde Herren genannt: Ihre Exzellenzen Landes. Präsident Baron Schwarz und Feldmarschalleutnani K u s m anef, die Husräte (5 h o ri n s s y, K l i m e n l »>ld Ritter von Kalten egger, Landesl)auptmann Dr. k u st er ^ i <"', Landesger'ichtspräsident Elsuer , Lalidesregierungsrat Kulavics, Nitter vou Gut-Nl l a k, die in der liebenswürdigsten Weise den Vertrieb der Glücksnummern übernommen hatten. Nicht zn vergessen sind ferner Frau Ale ^ uve e, die die Oberaufsicht über den mit rund 2l»<) Gewinsten ausgestalteten Basar sührle, foivle die Verkäuferinnen von Blnmen und Ansichtskarlen, endlich die Mitarbeite, rinnen der salesianischen Kongregation für Kroifeneck, voll denen zahlreich beim Konzerte auch in der kleidsamen Pe<« zugegen waren. Die Leitung des Hotels „Union" bewies ihr Entgegenkommen dadurch, daß sie dem Komitee den Verkans von kalten Speisen, Konditorei-n.'aren und de» Bier>cha»k in Eigenregie zugestand sowie dadurch, daß sie für das Nachtquartier der salesiauischen Kapelle aus Trieft eine erhebliche Ermäßigung gewährte. Cchlieüchß gebührt der beste Dank Herrn lais. Rate M a t h ia n, der für den Fall, daß das Konzert im Freien hätte stattfinden könne», in der n»eige»nützigften Weise für die Dekoration des Gartens vorgesorgl'lMe. — lDie salcsianischr Kapelle aus Tricstj Wird heule nachmittags um 4 Uhr vor der Wohnung Ihrer Exzel-lenz der Frau Baronin Schwarz, die das Protef-torat iiber den gestrigen Wohltätigseitsabend übernahm, drei Musikstücke zn», Vortrage bringen. — 4, Ktrukelj 187, Tratnik 1«1 und in den sonstigen Gasthösen und Übernachtungsstätten 1643 Fremde. — Ans Krain waren 1232, ans Wien 962, aus den von den Slove»e» bewohnte» Gebieten 1116, aus deu böh-mische» Lä»dern 351, ans de» restlick>en Ländern Oster, reichs 1247, aus Ungarn 172, aus Kroatien und Sla. vunien 358, aus Bosnieu und der Hercegovina 92, aus Deutschland 2<>5, aus Italien 159, ans Rußla»d 6, aus England 3, aus Frankreich 9, aus den Balkanländern 96, aus Rumänien 3, aus den sonstigen Länder» Euro-Pas 67, aus Nordamerika 39, aus dem sonstigen Amerika 3 und aus Asien, Afrika uud Australien 4 Fremdes k,,__ iDie Neaulierunnsarbeiten a», Grubersanal.) Endlich wuidc die, Einmimdunsi am obere» (5»de des (Nru. derlmmlö am Brühl von der prouisorisäx'n Verllnufu,,« oefre.it. Tie BalMrunasarbellen im Fluschettr der Lawach find dort soweit gediehen, daß dcr Gruberlunal nuch voll. eudelrr Nogulierungsarbcit wieder uewäfsert wurde. Das definitive Stauwehr des Grubrrlanales dient nunmehr zur Nesinliernnsi des Wnsserabflusfeö und funktioniert aul,en-fckeinlich in wirtsamer Weise. Tcr neftnuie Waffcrspiencl oberhalb der Wehranlnqe steht etwa zwei Meter höher als das Unterwasser des Grnberlannleö. Die beiden eisernen Schleusentore find tnum einen halben Vieter emporaezonen und darunter rausä)en geloaltin die Äliflußwässcr hinub. um weiterhin einen ziemlich schnellen «auf im regulierten ,^nnalwtte zu erhalten Die Böschungen des Gruberlnnnles sind zum «roßten Teile ssut berast. Mit der Äufstellm,« des Eisenneländers wurde in der Nähe des Schleusenwehrs benoune». Dort ist anch eine dcr aefährlichften Uferstellen. Die Slüh- und Futtermanern an der im Ban stehenden Grulx-rstraße U'erd.^ betoniert. Nach Fertigstellung d.eser Straßenreguliernn« wird der Verkehr von der Untcrirmner (^nend znr Stadt nnd locsentlich zur Schlachthalle erleichtert werden. Laibacher Zeiiung Nr. 125. 1216 3. Iimi 1912. — verbotene Waffen.j Das Ministerium dcs Innern l) dungsverein „Bratstvo" veranstaltete am verflossenen Sanlstag in der Arena des „Narodni dom" einen recht gut besuchten Familienabend, »uobei Engelbert Gangls vieraktiges Familiendrama „Sin" zur Anffilhrung ge» langte. "Die dilcttierenden Darsteller »oaren zwar sicht-lich bestrebt, etnxis Ordentliches zu leisten, doch blieb die Aufführung wenig ansprechend, da sie zu wenig ausgearbeitet war und die Regie nicht ausreichend auf freie, res Gebaren der Akteure gesehen hatte. Das; derlei Auf-führungen nicht geeignet sind, irgendwie zur Bildung des ästhetischen Geschmackes beizutragen, ist fraglos. Gerade weil wir den Ernst dcr Bestrebungen des Bildungsver» cines „Vratstvo" nicht verkennen, möchten wir bemerken, daß es förderlicher wäre, leichter darstellbare und lürzere Stücke zu wählen, lieber weniger, aber gut durchgearbeitete Vorstellungen zu geben und mehr Gewicht auf das Wie der Darstellung als auf den klingenden Titel zu seheu. —<-. — ljan m Kandia, Franz Sla-niöa in Wcindorf, Franz Berkopcc in Obcrschwercnbach, Franz kastelte in St. Jobst, Johann Ga^nik in Bort- Jahre schweren, mit Fasten verschärften Kerkers. Am selben Tage nachmittags wurde die Verhandlung gegen den im Jahre 1884 in Dutuvlje bei Triest gebo« renen, in Gottschee wohnhaften Augustin Metelko wegen eines Sittlichkeiisdeliktes durchgeführt. Metelko erhielt 18 Monate schweren, mit Fasten verschärften Kerkers. — An> 30. v. M. saß auf der Anklagebank der im Iahrr 1870 geborene, nach Vrh bei St. Ruprecht zuständige, verheiratete Maurermeister Valeutin Mole wegen Tot» schlages. Mole l>atte am 17. v. M. dem Maurer Valentin Lendaro aus Italien in feindlicher Absicht einen Messer, stich in den linken Unterschenkel beigebracht nnd ihm da» durch die Schlagader durchgeschnitten. Lenardo starb nach einer Viertelstunde an Verblutung. Das Urteil lautete auf fünf Jahre schweren, mit Fasten verschärften ker» kers. — Bei der letzten Verhandlung am 30. v. M. hatte sich der im Jahre 1881 geborene, in Eisnern in Ober-krain heimatberechtigte Eisenbahnbauarbciter Georg kavs-i<- wegen Brandlegung zu verantworten. Der Angeklagte hatte beim Bau der Wcißkrainer Bahn gear-beitet. Nach der am 19. v. M. gepflogenen Abrechnung und nach Empfang des Taglohnes vegab er sich nach Ur^na Sela. Schon unterwegs trank er in mehreren Gasthäuseru. In Ur^na sela kehrte er im Gasthause de? Johann Klobu<"ar ein und zechte sodann in Gesellschaft des Joses Vezek. Gegen Abend wnrde kav^ lästig nnd weigerte sich, die Zeche zn begleichen. Deshalb schaffte ihn Klobu<"ar aus dem GasttMlse. Draußen stieß katx"i<" die Drohung ans, daß e-r das Hans anzünden werde. Um dies zu verhindern, ging klobu^ar die zufällig im Ortr anwesende Geudarmeriepatrouille holen. Allein bevor diese erschien, hatte Kav^w seiner Drohung die Tat folgen lassen und hatte mit Zündhölzchen den Heuboden des Johann Klobulxir angezündet. Das Fener verbreitete sich über die Wohn. lind Wirtscl^aftsgebäude des Klo-bu<"ar und über jene seiner zwei Nachbarn. Weil in Ur>na sela ein großer Wassermangel herrschte, war die ganze Ortschaft im höchsten Grade der Feuersgefahr ausgesetzt. Der Vrandscl)aden beträgt 12.036 X. Nach einstimmiger Bejahung der Hauptfrage durch die Ge-schworencn wurde Kav^i<" zu 15 Jahren schweren, mit Fasten verschärften Kerkers verurteilt. ll. — lVine eigenartige Industrie) wird im Frühjahre von vielen halbwüchsigen Burschen in einigen Gemeinden des rechtsseitigen Wippachlales nilt dem Einfangen von Skorpionen auf den sonnigen Hängen des l'^avin betrieben. Die Skorpione werden ln sehr geschickter Weise lebendig mit den Händen gefangen und in großen Mengen nach Tirol verschickt, wo sie zur Nereilnng des angeblich gegen Skorvionstiche wirksamen Slorpionenöls verwendet werden. Diese Industrie lohnt sich sehr gut, findet aber nicht den Beifall der um die Anfforslungen besorgten Forstmänner, weil beim Suchen nach den Tieren, die unter den Steinen versteckt sind, die eigens zum Schutze der jüngsten Pflanzungen aufgestellten Steine aufgehoben und nmgewendet werden. — Din Gewalttätiger^ Dcr 36 Jahre alte ledige Taglö'hner Michael ^abret ist dem Trunke ergeben nnd hat die Gewohnheit, im berauschten Zuslaude grundlos zu erzedieren sowie Bosheiten und Gelvalltäligleiien auszuüben, weshalb er allgemein gefürchtet wird. Die» sertage kam er schreiend und fluchend nach Groß.Manns. bürg, ging in den Stall der Besitzerin Maria Flerin nnd mißljandelte dort das Vieh; dann begab er sich, mit einem Steine belvaffnel, in die Strenhiitte, wo Maria Flerin beschäftigt u>ar, und bedrohte sie mit dem Erschlagen. Aus Furcht vor dem genxilttuiigen Menschen fluchtete sich die Flerin 'nit ihren Kmde^n ins Haus. Aabret nahm sodann eine Mistgabel lmd erschlug damit einen dort angeketteten Haushund. Dies lvar aber dem E^zedcnten noch nicht genug; er ging zu der Gastwirtin Margaretha Flerin uud begehrte von ihr energisch Getränk, da er ihr sonst im Lokale alles zertrümmern werde. Schließlich postierte sich Nabret vor dem Geschäftslokale des Anton Rihar und expedierte so lange, bis ein Gendarm erschien und ihn in den Gemcindearrest abführte. — Deim Viehtränten verunglückt.) Der Knecht Anton PiÄ wurde am 29. v. M. beim Viehtränken in Wailfch Volt einem Rinde umgestoßen und fiel so unglücklich, daß er sich das linke Bein brach. Er Wurde ins Landesspital überführt. — Merfllllen und schwer verletzt.) Der 19 Jahre alte Vesitzerssohn Johann Zupau«/^ aus Poljane, Ge-richtsbezirk Littai, zechte am vergangenen Montag im Gaslhause des Franz Trahslcr in Primslan. Als er gegen 4 Uhr nachmittags das Gasthaus verließ und in Begleitung eines Mädchens nach Hause gehen wollte, wurde er auf dcr Straße vor dem genannten Gast-Hause voll einem Burschen überfallen und durch einen Messerstich am linken Oberarme schwer verletzt. Zu-panuachmanne eingeholt und verhaftet wnrde. Da warf er sich zu Boden, brachte dein Sieherheitsloachiuann einc Bißwunde in den Unterschenkel bei und versetzte ihm einen Fanststoß in den Unterleib. Mit Hilfe eines De-teklivs wurde der Trunkenbold bis zum Domplatz gebracht, wo er sich neuerlich zu Boden n>arf. Nun kam Sukkurs, worauf Kimene aus die Zentralsicherheilswacht-stube geführt, seiller Widersetzlichkeit wegen in die Znxiilgsjacke gesteckt und in die Disziplinarzelle gebracht wnrde. Bei der Tatbestandanfnahme wollte er sein Na» tiunale nicht angebeil, s>mdern sagte nnr, er heiße: „Von hier bis dorl." Er wnrde dem Landesgerichle übergeben. — Samslag nachmittags zechte ein pensionierter Eisen-bahnbediensleter ill einem Gasll)anse in der St. Jakobs« Vorstadt, bis er abends schon ziemlich angelrnnlen war. Dann drang er in die Küche und sperrte sich dort ein. Erst nach langem Zuredeu des Gastwirtes öffnete er dic Tür, »vorauf er mit dem Gastwirte in einen Streit geriet. Der Wirt versetzte ihm einen solchen Fauslschlag ins Gesicht, daß er unter dem rechten Ange verletzt wurde. Nnn zog der Gast einen geladenen Revolver und bedrohte damit den Wirt. Durch einen herbeigerufenen Sicherheitsloachmann wurde der gefährliche Gast vei' hastet. * (Auf dem Tanzboden aestorben.) Als qeswrn nach mittags der 24jähria,e Schneidernehilfe Aloiö Miu^ek i" einem Gasthausc. an dcr Martinsstraße, tanzte, wlirde es ihm plühll'ch unwohl. Er sank auf einen Stuhl nnd war nach einigen Auczcnblickcn tot. Wic die polizeiliche .^onnnis' sion feststellte, war er einem Hcrzschlaa.c erlcssen. * (Entwichene Zwänglinac.) Unlängst sind zloci auf Alchcnarbeit beschäftigte Iwänglingc, nnd zwar dcr I8l)4 in Planina geborene Josef Ierina lind der 187N in Out< taring geborene Sixtus Kr^ut«, entwichen. — (Verstorbene in Lnibach.) Anton Hrovatin, .keusch' lerssohn. 27 Jahre, NadclMtrcche 11; Magdalena Iatl"> Eisenbahnbeamtentzgattin, A4 Jahre, Sonnengasse t-, M"5 (^ünzlcr, Hausbesitzer, 7« Jahre, Alter Markt IN; ss"»z Police, Lehrer, (!0 Jahre, Katharina Mrablja. Arlieitcrs-gattin, 40 Jahre — bcidc im Landesspitale. " lGefunden.j Ein goldenes Armband, zwei goldene Fingerringe nnd einige Fensterbeschläge aus Messing- Theater, Kunst und Literatur. — l^voncell.j Das 5. Heft dieser illustrierten Jugendzeitschrift enteilt Gedichte von Fr. Nojec, Arko, Andreas Napü, Hinko Medi^, Tonc Nakov 6 an , Franz 2 gur , Mara G regori <> uno L. Ocrncj, erzählende nnd belehrende Beiträge "on Evetlo Gorja n <"' ev , Ivo Tro ^ t, Joses Vando ^ nnd F. Palnal, in der Nubrik „Belehrung "'^ Unterhaltung" verschiedene Notizen, ein Nälsel und ou Sprechecte. ^ Telegramme de« e. k. Telearaph'en-Kolrespondenz-Bureaus. Das bulssarischc Künisssftaar in Wien. Wien, 2. Juni. Zu Ehren dcs bulgarischen Kou'g^ Paares fand hcntc abcnds in dcr großen Gattin? Schönbrunn das große Galadiner statt. Bor d"" ^ ^'^ lMe sich eine große Mellschenlne.lge "N^lnno^. ^^ der Aussahrt der Gäste beizuwohnen und bern " Gästen, namentlich den, lia> Optionen. Um 7 Uhr betraten dle (wst .dn ^, Galerie. Seine Majestät der ^ " ' '' " K > t,n folgt' lligin der Bulgaren am Arme. D^n Miiestal ^^ König Ferdinand mit am Arme. Tann schritten kronvrmz Bor s m Herzogin Blanka, Erzherzog ^anz Ferd " d . n ^,^^ Herzogin Klotilde, Pr.nz Eyr,ll ""t Pr,nz^u ^ -^ Herzogin Sophie von Hohe.lberg und du "^n . ^ Unter den Ersc^enenen besa.lde, sch d ^ ^>^ Karl Albr(xhl, Io,es, Na.ner, ErMrzog" Laibacher Zeitung Nr. 125. ____________________________1217_____________________________________________3. Juni 1912. Pvil^ Philipp von Sachsen-.^ ubnrq, dir Prmzcn 3c» jwld, Anqust Leopold u. Prinzessin .^Un^linc lwn Sachse»-^obnv^ nnd Gl,,lhci, Prinz Ludwia. nnd Prinzessin Anna von C? bulgarischen Königs, paaren, der bulgarische Gesandle Salalxl^ev nnd Ge-»wlilin sowie dc>5 Gosandtschaflspersonal, der üslerre»-chisch-nniprische (Nescmdle in Sofia Graf Tarnolosti und Gemahlin, Minister des Äußern Graf Verchwld MW Gonahli», ,der Kriegsminister, der ^andesoerteidi» Wlügsminister, der Instlzminifw', der ssinanzminister, der Minister des Innern, der Handelsminister, der Umerrichtsminisler, der Minister siir öfsenlliche Ärbei-trn nnd Minister O. Dlnqosz, die ungarischen Minister b. Iosipovich und Dr. Telely, ferner StaUhaller Dollor Freiherr v. Bienerth u. Gemahlin, der Polizeiprlisidenl, der Bürgermeister, die SpijM der Generalität, die obersten Hofwürdenträger, der Hofmarschall für Ungarn ^iirst Palffn uslr>. An der Mitte der Tafel saßen Seine Mjl'släl der Kaiser und König Ferdinand, ^nr Rechten des Königs saßen Erzherzogin Maria Annnnziata, Krön. Prinz Voris, Erzherzogin Vlanta, Prinz Cyril!, Prin» gessin Karoline von Sachs^n-Kodnrg, Herzogin Sophie don Hohenberg, zur 3inlen des Kaisers die Königin, Erzherzog ^ranz ^erdiiland, Erzherzogin Klotilde, Erz. herzog Peter Ferdinand, Prinzessin Anna oon Sachsen» Kol'iirg, Prinz Philipp lion Eachsen-Kodnrg. Die k'm> Versal ion bei der Tafel nxir sehr Iebl>aft. Nach aufgeho-bener Tafel hielten der Kaiser nnd das bulgarische Kö-nigs;xiar Cercle. Die Majestäten sprachen eine Anzahl der zur Tafel Geladenen an. Hieraus begaben sich die Waste in die kleine Galerie, wo der Wiener Männer-gefangnerem eine Produltion bot. Hernach verabschiedete sich ,das Königspaar nnd fnhr in die Hofbnrg zurück. Ter Kaiser zog sich sodann in die Allerhöchsten Gemächer zurück, Besuch englischer Staatsmänner auf Malta. Malta, ^. Inni. Premierminister Asquiih, Lord Churchill und ^ord Kitcl>ener l)aben ihren Vesuch be» endet. Der Erste 3ord der Admiralität drückte in einer offiziellen Erklärung seine Vesriedignng über die gute Organisation der Hasen, nnd Dockanlagen ans. Er be-Merll darin, »nan habe die Absicht, vMen Gebranch von 5>en Möglichkeiten, welche diese bedeutende AloUenbasis bieie, zu mache» und sie jederzeit in einem solchen Zu« stände zii crl)alten, daß sie im frieden ivic in> Kriege den Bedürfnissen einer im Mittelmeer operierenden Flotte entsprechen lönne. Ein schwerer aviatischcr Unfall. Bremen, 2. Inni. Nei der Abfahrt zum Nordwest. deutschen Nnndslnge, der heule früh in Gegennxirt des Gvostherzugs von Oldenburg stattfand, yat sich ein schwerer Unfall ereignet. Vnchställer, der knrz nach 7 Uhr mit dem Leutnant Stille vom 2. lMmoverschen Infanterieregiment Nr. 77 aufgestiegen lvar, stürzte beim Nehimn einer Kurve plötzlich ab. Der Apparat nbe!> schlug sich und begrub die beiden Insassen nnter sich. Milleist eiserner Sägen uud mit Hilfe von Beilen mußten sie aus den Trümmern befreit werden. Nuchstätler gab noch einige Lebenszeichen von sich, verschied aber bald darauf. Leutnant Stille nnr sofort tot. Die Vera», slaltung wurdl' sofort uuterbrochen. Neueste telephonische Nachrichten. Wien, A. Inni. Bei der geflogen Galatafel zn Ehren der bulgarischen Majestäten brachte Seinc Majestät Kaiser ^ranz Joses l. in französischer Sprache ?>nen Trmlspruch aus, der >n deutscher Übersetzung janlet: „Es gereicht mir zn lebhafter ^rende, Eure Ma-^'fläten »ind die königlichen Hoheiten den Kronprinzen nnd den Prinzen Ehrill »villlominen zu heißen. In e>» I>'gen Wochen werden 25 Jahre seit dem Tage verflogen >">,. dxi die Norsehnng Enrer Majestät Bulgariens Ge> ichicko anvertranl l)ai, indem Enre Majestät die Negie-^uilg in Bulgarien antraten. Sie verfolgten eine Politls oer Weisheit und Mäßigung und haben dadnrch Ihrem "olt'e die Wohltaten des Friedens ge».xihrt und nnaus-^^sel'.t das »uachsende Gedeihen des Landes vor Augen W'halit. Meine wärmsten Wünsche begleiten die friedliche ^»twicklung Bulgariens, das dans der hohen Weisheit ^»rei- Majestät ein Element der Ordnung und Nuhe A's dem Balkan bildet. Glücklich, die Anwesenheil Enrer Majestäten nnd der königlichen Hoheiten unter uns als kui Unterpfand der ausgezeichueten Beziehungen zwischen lmseren Staaten ansehen zn können, erhebe ich mein ,!^s ^l Ehren Ihrer Majestäten nnd der ganzen tönig, ucheil Familie." — König Ferdinand antwortete ans d'eseil Trinkspruch des Kaisers mit einem Toast in sran-i'Mcher Sprache, der in deutscher Nbersetumg lautet: >'^'re! Die gnädigen Willlommengrüße, lvelche Eure ^'lerlicho und königliche Apostolische Majestät an uns ^richtet l)aben, riihren tief mein Herz und ich spreche 7.urer Majestät in meinem Namen und im Namen der ^"Mcn'n und meiner Söhne meinen aufrichtigen Dank „^ ^"6 sympathische Interesse, das Eure Majestät ' "'' ausgehört haben, dem Werfe, das die Vorsehung n aiwerlrant hat, und der Entwicklung Bulgariens ^,, ^genznbringen, — wofür mir Eurer Majestät Worte "I, m>m'„ und kostbaren Beweis geben — hat es mir "angenehmen Pflicht gemacht, Eurer Majestät als m.^ "" "" der Wende^ des 25. Iohres meiner Ne« dvi.,,"^ ^' Gefühle ^r Donlbarkeii znin Ausdruck zu oiri^ . ' ^ besonderer Genugtuuug erfülle ich l>eulr " meine Pflicht nnd nehme zu gleicher Zeit die Gele- genheil N-Xihr, die Gefühle zn bezeugen, welche ich für Eure Majestät hege, deren erhabene Person sich in langer historischer Negierung den höchsten Anspruch auf die Be» wundernng nnd Achtung ganz Europas erworben hat. Ebenso glücklich wie Sie, Sire, in diesem denkwürdigen Augenblicke ein Unterpfand mehr für die ausgezeichueten Beziehungen zwischen uuseren Staaten zu sehen, erhebe ich mein Glas zu Ehren Eurer Majestät und der ganzen kaiserlichen Familie." Budapest, 3. Inni. Ministerpräsident Dr. v. Lulacs hat gestern an den Abg. ^ranz Kofsnth bezüglich seiner Vorschläge ein umfangreiches Elaborat gerichtet, das im wesentlichen folgenden Inhalt hat: Ein vier^ bis fünf» jährieges Provisorinm, wie es die Opposition hinsichtlich der Wehrvorlagen vorschlägt, ist unannehmbar. Das Elaborat beliandelt weiters die Vorschläge der Opposition hinsichtlich der Wahlreform und unterzieht sie einer lri» tischen Beurteilung. Dder Opposition angenommen würden. Vecantivortlicher Nedalteur: Anton Hunte!. Erlalirunn Irlilt mich, für mrinr Ha»lpflrns «xl S< rclrupferk-«llisnniilchlriss vmi Vrrnmllm, «, Co , Tslsch,,, a / ^9 U.M. 32 4 15 6 W. mäßig halb bew. 7 U. F. 30 2 13 0 O. schwach bewvlkt 2. 2U. N. 29 7 15 7 SW. schwach Regen 18 9U.M. 29 6 13 6 » _____» ____ 3>7U. ss. 32 4> 13 4! SSW. mäßig > setter^ l"9^2 Das Tagcsmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 15-2«. Normale 16-1°. vom Sonntag 14-1«, Normale 16 2. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funkenwarte. (VkOlNndet vo» d!>l Krainücheil Epllllasse l8»7.) (Ort: Gebäude der l. l. Staats.OberrealschuIe.) Lage: Nörbl. Breite 46' 03'; östl. Lange von Gremwich 14° 81'. Bodenunruhe: Schwach. Nntennenstörungcn: Äm 1. Juni um 19 Uhr 30 Minuten II1-IV3-". Am 2. Juni um 8 Uhr II2. Am 8. Juni um 19 Uhr 30 Minuten III3. Am 3. Mai um 7 Uhr III. ssunlenstärle: Am I. Juni um 19 Uhr 30 Mi. nuten of. Am 2. Juni um 19 Uhr 30 Minuten o. »" bäiifialelt der Störunge»! I «sehr Mm» jede >b, b!« ün, Winntr, II «selten» jede 4. bie 10. Minute; lll «hüllsin» jrde Minitte» b!« » K!i>ru»gen; IV «sehi hüufiN' ftd« b, l>!« 10. Telmibe EnNabunssen: V .«urtdauernb. !af> jede Lilunbt! VI «ununttrbroche»» z»!amme»bl>»ne»de Gerüulchs mi! ssunlen bilbuxss zwischen ?lü!e»»e »üd !el,l starl», t iiaulslärle der ssunlensprüche: » «laum vernebmbal». l^ «sehr schwach», 0 »schwach», 2; Cotta Johannes. Mit mir allein, allerlei Wahrheiten, neb. X A.—; Coupcr Archibald Scott, Über eine nene chemische Theorie. X 1,20; Czygan Paul. ^ur Geschichte der Tagesliterainr während der Freiheitskriege. Band 1 nnd 2, 1. und 2. Teil. X W.—; Dalcrozc Jacques, Der Rhhthmus. ein Jahrbuch, hccrausg. von der Bildunasmistalt. 1. Bd., X 1.80; Dalls I. C. E.. Drei Jahre in der Lybischen Wnstc. «cb. X 12,— ; Dan-, n e m ann Friedrich, Die ^'aturwifsrnschaftcn in ihrer Entwicklung und ihrem Zusammenhange, 3. Band: Das Emporblnhen der modernen Naturwissenschaften, br. X 10.80. geb. X 12,— ; Darwin, Ncisc um die Erde, Auswahl für die Jugend, geb. X 2.40; Dcller. Dr. H.. Sehen. Niechen, Schmecken, Biologie der Sinnesorgane, br. X 1,20. geb. X 2.1tt; Dclagc V. : Erfte Hälfte: Schlosser Prof. Dr. H.. Chirurgische Operationen am Darm, 1. Hälfte: Darmvcrcinigung, X 1«,20; Deutsche Kunst und Dekoration, 15. Jahrg. Oktober 1U11, Heft 1. X 3,— ; Deutsche Nundschau für Geographie, 34. Jahrg., 1. Heft, X 1.25; Diehl Karl. Feinde und Freunde des Obstbaues, lart. X 1.44, geb. X IM; Diep -gen Paul, Traum und Traumdeutung als medizinisch, naturwissenschaftliches Problem im Mittelalter. X 1.44; Diez. Professor Dr. Max, Kunstkritik und Kunstyesehe. X —,W. Vorrätig in der Vuch.. Kunst, und Vluftlalierlhand. lung I», v. Kleinmatzr 5 Fed. V«mberg in Laibach, Kon. grehpllltz 2. Angekommene Fremde. «r«nb H,tel Unl,». Am 31. Mai. Varon Biedermann, s. Gemahlin; Vrosch, Moritz, Rofsnbaum, Strauß, Saxl. Fischl, Löwy, Felonija. Lorenz. Ernst, Nsd. Wien. — Cimadori. Chefingenieur; Hahn. Kfm., Trieft. — Sties. Beamter. Flitsch. — Hub. Priv. samt Gemahlin. Flitsch, — Gratt. l. u. l. Kabettfeldwebel d, N.; Maitzcn, Nsd,. Marbura. — Boubus, Rsd.. Prag. — Nrnbt, Private f. Nammerjungfer, Stuttgart. — Lemmers, Private f. Schwester, München. — Eggei, Nsd., Oraz. — tttauzer, Priv., Gürz. Hotel Wir glauben, daß auch unsere Loser nach einem Versuch dankbar wären. Billig igt da« Mittel schließlich auch, es koBtet ja das Probedutzend bloß 5 KronoD franko und echt bekommt man es bei E. V. Feller in Stubioa, Elwplatz Nr. 289 (Kroatien). " (545) Cafe „Central" Jteute, wie jeden Tag die ganze JVacht Konzert ausgeführt von der beliebtesten, nen angekommenen Tamburiza -Damcnkapellc „Central". ß_j Hochachtungsvoll Stephan Jfiholic, Cafetier. Laibacher Zeitung Nr. 125._________________________________I2l8___________________________________________3. Juni 1912. Aktienkapital: (50,000.000 Kronen. (aas, Varkaif and Belahnuna voaWert- ¦¦plaraai BartsMrdrei; Verwaltang rii Depsti, Safe-Oepotfts etc. He der K. K. priu. Oesterreichischen M Credit-Anstalt Nr Handel nnd Gewerbe (1835) in Laibach *%r Franz-Josef-Straße Nr. 9. Reserven: 95,000.000 Kronen. Eicompte von Wechieln u. Devlito; fieli-elnlapen geg. ElnlambOoher u.la Ka«ti-Korren»! Mllltfir-Helr.tikauilou» atl. Kurse an der Wiener Börse vom 1. Juni IQia, Schloßkurs Geld | Ware Allg. Staatsschuld. Pro«. s (Mai-Nov.)p.K.* 89-— «920 a *•/„ „ „ p. U.4 89— 8920 2 k. «t. K. (Jän.-Juli) p. K.4 S9-— 6920 ~j ,, „ p. A.4 89— 69-20 £ 4>2°/0«,W.Not.Keb.Aug.p.K.4-2 9176 9V95 JŠ 4-2% „ ,, „ „ p.A.42 SV7S 91-95 £ 4-2°/0 ,, 8Ub.Apr.-Okt.p.K.4<2 SVSO 92-— ^U-JO/, „ „ „ „p.A.42 91 SO S2-- Lo«j V.J.1860ru500fl.ö.W.4 1571 1631 Lose v.J.1860zu 100fl ö.W. 4 432— 444 — LoBev.J.1864zul00 fl.ö.W.... _•_ —— UseT.J.l8«4zn 60D.Ö.W..., _•_ —— S«.-Domän.-Pf.l20fl.300F.6 287— 289 — Üesterr. Staatsschuld. Uest.Staataechatzsch.itfr.K.4 -•- —- Oest.Goldr.Btfr.Gold Kasse .. 4 114 is 1143s, ,, ,, ,, ,, p.Arrgt. 4 114 15 114-36 Ooet.Rentei.K.-W.stfr.p.K. .4 «9— 69-20 ....., ......U. .4 S9-06 6926 Oest. Ren to i. K.-W. steuerfr. (1918) p. K............ S9-20 &9-40 Oest. Rente i. K.-W. steuerfr. (1912) p. U............ 8915 6935 Oest.Invc:t.-Rent.8tfr.p.K.3Vj 7760 77-70 Franz Joe=essb. i. Silb.(d.S.)5»/4 109-46 lio-4fi Galir. KarlLudwigsb.(d.SO4 S930 90-30 Nordwb.,ö.u.Büdnd.Vb.(d.S.)4 88-98 69-95 Rudolfsb.i. K.-W.8tfr.(d.S.)4 S9-— 90 — Vom Stute i. Zablnng flbem. Eisenbabn-Porirltits-OMi^. Böhm. Nordbahn Ed. 1882 4 112— 113-— Böhm.Westbahn Em. 1886. .4 90 90 9190 Böhin.Westb.Em. l895i.K. 4 so-.ro 9iiO Ferd.-Nordb. E.1886(d.S.)..4 93-— 94-- dto. E. l»(H(d.St.)K____4 9450 95-50 Franz Joeefsb.E.1884(d.S.)S4 90-90 91-90 ßaliz.Karl Lud wigb. (d.St.)S4 S9-60 90-50 Laib.-SteinLkb.200u.l000fl.4 9276 9375 Schlnflknrg Golil I Wor« Pr"7.. Lern.-Czer.-J.E. 1894 )d.S.)K4 S9-sr> 90-36 Nor Iwb., OeBt. 200 fl. Silber 6 10260 103-60 dto. L.A E.1903(d.S.)K3'/, S3-HO 64-30 Nordwb.,Oe8t.L.B.200fl. S.5 102-— 103-— dto. L.B.E.1903(d.S.)K8'/i 82-80 83-80 dto. E.1885 200n.1000fl.S. 4 9160 92-60 RudolfebahnE.1884fd.S.)S. 4 89-60 90-60 Staatseieenb.-G.öOOF.p. St. 3 856— 360 — dto. Er"7..-Netz500F.p.St. 3 360 — 863-— SüdnorddeutscheVbdgb.sl. S. 4 90-86 91-86 Ung.-gal.E.E.l8872008ilher4 89— 90 — Ung. Staatsschuld. Ung.Staat8kasBcn8ch.p.K.4'/) 99-30 99-50 Ung. Rente in Gold . .. p. K. 4 109-06 109-26 üng. Rente i.K.Btfr.v.J.1910 4 88-60 H8-80 Unp;. Rente i. K stfr. p. K.4 68/>0 89 — Ung. Prämien-AnlehenälOOfl. 421-— 433 — U.lheisB-R.u.Szeg. Prm.-0.4 291-— 303 — U.Grundcntlastg.-Oblg.ö.W. 4 88-76 89 76 Andere üffentl. Anlehen. BB.-herr. Eis.-L.-A.K.1902 4Vj 96-66 97(16 Wr.Verkehrsanl.-A. verl. K. 4 89-30 9030 iUo. Em. 1900 vurl. K .... 4 89-20 9020 CialmBche8 v. J. i89Hverl.K. 4 «9-78 90-76 Krain.L.-A.v. J. 1888Ö.W. .4 92-25 93-25 Mährisches v.J. 1890 V. ö.W. 4 .95-7« —— A.d.St.Bndap.v.J. 1903 V. K. 4 87 40 S840 Wien lElek. 1 t. J. 1900 v. K. 4 8950 90-50 WiendnveBt.1v. J. 1902 V. K. 4 90-90 9190 Wien v.J. 1908 v.K.......4 89-80 90-80 Rusb.St.A.19()6MOOKp.U. 5 10475 10525 Bul.St.-Goldanl.1907 100 K4>/, 94-65 !>5G6 Pfandbriefe und Kommanalobligationen. FJodenkr.-A. iist..50j. ö. W. 4 91C5 92-oc Bodenkr.-A.f. üalmat. v.K. 4 9770 98-10 Böhm.Hypothekenbank K . . 5 100-60 101-60 dto. Hypothbk., I.67J.V.K.4 93-— »4 — SchliiCknrH Geld |Ware Prnr.. Bohm.Lb.K.-Schnldsch.ftOj^ 9176 92-75 dto. dto. 78J.K.4 91-26 92-26 dto. E.-Schuldsch.78 J. 4 91-26 92-26 Üaliz.Akt.-Hyp.-Blc.......fi UV— —•_ dto. inh.50j. verl.K. 4V» 9*-— 99-— Galiz.LandcBb.ftlViJv.K. 4>/j 98-60 99-50 dto. K.-Übl.III.Em.42 J. 4>/., 98-— 99-— Istr. Bodcnkr.-A. 86 J.ö. W. 5 100-16 101-16 lBtr.K.-Kr.-A.i.62VjJv.K. 4V2 100-— 100-76 Mähr. Hypoth.-B.ö.W.u.K. 4 92-— 93-— Nicd.-ö8t.Land.-Hyp.-A.66J.4 91-76 92-75 Oest. Hyp.-Bank i.hO J.verl. 4 91-— 92-- Oest.-ong.Bank60J.v. ö.W. 4 96-90 96-90 flto. 50 J. V. K..........4 96-60 96-60 Centr. Hyp.-B. ung. Spark. 4'/^ 57-76 98-76 Comrahk., Peat. Ung. 41 J. 4'/a 98-— <>9-— dto. Com.O. i.5O'/, J. Kl1/, 97-50 98-60 Herrn.B.-K.-A.i.ftOJ.v.K 41/a 97-76 m-76 S| ark.Inneret.Bud.i.60 J.K4'/i 97-76 98-75 dto. inh. f)0 J. v. K.....4V< 92— o,j-_ Spark.V. P.Vat.C.O.K . . 4Vj 97-ßü 98 60 Ung. Hyp.-B. in Pest K . .. 4Vi 9«~ 99-— dto. Kom.-Sch.i.5Oj.v.K4Va »*-— 99-— Eisenbahn -Prior.-Oblig. KaBch.-Oderb.F..i8H9fd.S.)S.4 68-26 ser ,,Diversen Lose" versteht «ich por Stück