Nl. 141. Samstag, 22. Juni 1895. Jahrgang 114. MtmcherW Zeitung. Vlänumeratlonsprel«: Ml! P ° s< v ? lj end u » g : «anMri« si, il>, halbjalolg si, 7 ^a. Im Lomploir: , »»njjührlg st. il, l,c>II)jäti>i« si, f>.'.<>, 7nli^ die Züftcllu»» ms Haus «,ail.,jül>l!q st, i, - Inser«l°n««ebUr: ssür ^ D!e «Anili, Zf>< » rrlchcinl l^l!ch, »nil «u»>illl»ne d,i Sonn »ü>b ssfleNa«, Die Nd»inifts»ll»» bsfindet sich ^ , EpreHstiiiibrn brr «sbarü!»! oon « b«> N Ubr vormittag» v UnftuülirNs Aiifj,' werd,« n!ch< nngmomme», ilXanulrlipte ntchl zurüclgfftellt. Umtlichei Hheil. Se. f. und k. Apostolische Majestät haben die nachstehenden Allerhöchsten Handschreiben allergnädigst zu erlassen geruht: Lieber Fürst zu Windisch-Graeh! Unter Bezugnahme auf Meine Entschließung vom heutigen Tage, mit welcher Ich die Demission des Gesammt-Ministeriums genehmige, sehe Ich Sie in Kenntnis, dass Ich den zu Meinem Minister des Innern ernannten bisherigen Statthalter Grafen Kielmansegg Mit der einstweiligen Führung des Präsidiums im Viinisterrathe betraut habe. Das an diesen gerichtete Handschreiben schließe Ich in der Anlage zur weiteren Veranlassung bei. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. p. Alfred Fürst zu Windisch-Graeh m. 11. Lieber Fürst zu WindischGraeh! In voller Würdigung der Gründe, welche Sie bewogen haben, bus Ihnen übertragene verantwortliche Amt in Meine Hände zurückzulegen, spreche Ich Ihnen für die auf^ opfernde Hingebung, mit welcher Sie sich der Lösung einer Reihe der wichtigsten Aufgaben unterzogen haben, "leinen wärmsten Dank au?. Das Bewusstfein trcu-"füllter Pflicht, die Ihnen zugewandte allgemeine Achtung und Meine rückhaltlose Anerkennung mögen Ihnen einigen Ersatz bieten für Ihre mühevollen Bestrebun-M und die Opfer, die Sie in patriotischer Selbstlosigkeit Mir und dem Staate gebracht haben. Indem Ich Sie hiemit von dem Amte Meines Ministerpräsidenten enthebe, verleihe Ich Ihmn das Glohkreuz Meines St. Stephans-Ordens mit Nachsicht der Taxen. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. ^. Lieber Graf Falkenhayn! Indem Ich die von Mnen erbetene Enthebung von dem Posten Meines ^lckerbauminifters genehmige, ist es mir ein Herzens-Bedürfnis, Ihnen für die vieljährigen treu bewährten "nd ausgezeichneten Dienste, welche Sie Mir und dem Staate mit patriotischer Hingebung geleistet haben, deinen anerkennendsten Dank auszusprechen und Sie zu versichern, dass derselbe Ihnen zugleich mit Meinem unveränderlichen Vertrauen gewahrt bleibt. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. p. Alfred Fürst zu Windisch-Graetz m. ,i. Lieber Marquis Vacquehem! Ich kann Ihnen "ur mit Bedauern die erbetene Enthebung von einem Mten gewähren, der während einer der schwierigsten Trioden an Ihre Geschäftserfahrung, treue Hingebung "ud Ihr ganzes Wissen und Können die größten An-'vrderungen gestellt hat. ^ Indem Ich Ihnen für diese Ihre Wirksamkeit Ueme besondere Anerkennung ausspreche, beHalle Ich '"lr Ihre Wiederverwendung im Dienste vor. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. ,,. Alfred Fürst zu Windisch-Graeh m. p. Lieber Graf Schönborn! Ueber Ihr Ansuchen 3 - Ich Sie hiemit in Gnaden von dem Amte feines Iustizministers und verleihe Ihnen in danker Anerkennung der seit einer Reihe von Jahren ll treuer und unermüdlicher Hingebnng geleisteten .""gezeichneten Dienste, welche Ihnen insbesondere aus Nll Gebiete des Rechttzlebnls stets ein ehrendes An-tNlen sichln, taxfrei das Großkvenz Meines Lwvold-"loens. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. ,i. Alfred Fürst zu Windisch-Graeh m. ,,. ^ Lieber Graf Wurm brand? Indem Ich Sie °er jhr 3lns„chm ^„ dem Amte Meines Handels- j ""'sters hiemit in Gnaden enthebe, verleihe Ich Ihnen in Anerkennung Ihrer treuen, mit voller Hingebung geleisteten Dienste taxfrei Meinen Orden der eisernen Krone erster Classe. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. p. Alfred Fürst zu Windisch-Graetz m. p. Lieber Ritter von Madeyski! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von dem Amte Meines Ministers für Cultus und Unterricht hiemit in Gnaden enthebe, verleihe Ich Ihnen in Anerkennung Ihrer treuen, mit voller Hingebuug geleisteten Dienste taxfrei Meinen Orden der eisernen Krone erster Classe. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. p. Alfred Fürst zu Windisch.Graetz m. p. Lieber Dr. Edler vonPlener! Indem Ich Sie über Ihr Ansuchen von dem Amte Meines Finanz-Ministers hiemit in Gnaden enthebe, verleihe Ich Ihnen in Anerkennung Ihrer treuen, mit voller Hingebung geleisteten Dienste taxfrei Meinen Olden del eisernen Krone erster Classe. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. p. Alfred Fürst zu Windisch-Graetz m. p. Lieber Graf Kielmansegg! Ich ernenne Sie zu Meinem Minister des Innern und betraue Sie zugleich provisorisch mit dem Vorsitze im Ministerrathe für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. p. Alfred Fürst zu Windisch-Graetz m. p. Lieber Graf Kielmansegg! Ich ernenne den Feldzengmeister Grafen Zeno Welsersheimb neuerlich zn Meinem Minister für Landesvertheidigung, den Apollinar Ritter von Iaworski neuerlich zu Meinem Minister, den Sectionschef Dr. Eugen Ritter Bö hm von Bawerk zu Meinem Finanzminister und betraue den Sectionschcf Dr. Ferdinand Edlen vonBlum -feld mit der Leitung Meines Ackerbauministeriums, den Sectionschef Dr. Heinrich Ritter von Wittek mit der Leitung Meines Handelsministeriums, den Sectionschef Dr. Eduard Rittner mit der Leitung Meines Ministeriums für Cultus und Unterricht und den Sectionschef Dr. Karl Ritter Krall von Kral» lenberg mit der Leitung Meines Justizministeriums, wonach Sie das Weitere zu veranlassen haben. Die an die betreffenden Minister gerichteten Handschreiben folgen im Anschlüsse mit. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. p. Kielmansegg m. p. Lieber Graf Welser« hei ml»! Unter voller Anerkennung Ihrer Mir geleisteten vorzüglichen Dienste ermnne Ich Sie neuerlich zu Meinem Minister für Landesverlheidiguug. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m.,,. Kielmansegg m. p. Lieber Ritler von Iaworsli! Uuler Nner° lennung Ihrer Mir geleisteten vorzüglichen Dienste ernenne Ich Sie neuerlich zu Meinem Minister. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. ,>. Kielmansegg m. p. Lieber Ritter Vöhm von Vawerl! Ich ernenne Sir zn Mmmn Finanzminister. Wien am 19. Juni 1895. Franz Joseph m. ,,. Kielmansegg m. p. ! Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 15, Juni d. I. dem Kammervorsteher Sr. k. und k. Hoheit des burchlauch« tigsten Herrn Erzherzogs Franz Ferdinand vm, Oesterreich Este, Generalmajor Leo Grafen Wurm brand» Stuppach, die Würde eines Geheimen Rathes taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. Juni d. I. dem Obrrfillanzrath? bei der FinanzLand^birection in Lem' berg Johann Kasprzyszak den Orden der eisernen Krone dritter Classe mit Nachsicht der Taxe aller-gnädigst zu verleihen geruht. Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 8. Juni d. I. dem Obeiforstrathe Rudolf Zlil in Brunn anlässlich seiner Uebernahme in den bleibenden Ruhestand in Anerkennung seiner ersprießlichen Dienstleistung taxfrei den Titel und Charakter eines Hofrathes allergnädigst zu verleihen geruht. Falken hayn m. p. Der Minister dcs Innern hat den im Ministerium des Innern in Verwendung stehenden Bezirlscommissär Dr. Heinrich Ritter von Her get zum Ministerial-Vicesecretär in diesem Ministerium ernannt. Der Minister des Innern hat den Bezirlscom« missär Joses Ritter von Hoch zum Statthalter«« Secretär in Niederösterreich ernannt. Der Instizminister hat den Abjuncten der Männer-Strafanstalt in Garsten Wilhelm Marx zum Con» trolor der Männer-Strafanstalt in Graz ernannt. Nichtamtlicher Weil. Der Cabinetswechjel. Sämmtliche Wiener Vlätter besprechen an leitender Stelle den eingetretenen Regierungswechsel. Indem das Coalitions-Cabinet scheidet, lenken sich die Blicke vor allem auf den Staatsmann, der an der Spitze dieser Regierung gestanden ist. Dem Fürsten Windisch-Graetz folgen bei feinem Rücktritte die Sympathien und die Verehrung aller politischen Kreise. In ihm war der patriotische Gedanke, welcher der Coalition zugrunde lag, in vollster Reinheit verkörpert. Fürst Windisch-Graetz übertrug die Tugenden des Gentleman und Cavaliers auch in die politische Laufbahn. An seiner Loyalität und Correctheit zu zweifeln hat niemand ß/wagt, und selbst inmitten der heftigsten Parteien-kämpfe blieb die menschliche und politische Persönlichkeit des Fürsten Windisch-Graetz stels unangetastet. Treu dem Principe der Regierung, war drr Minister-Präsident stets treu dem gegebenen Worte und den eingegangenen Verpflichtungen, und in dem Augenblicke, wo er sich durch die Haltung der Parteien außerstand gesetzt sah, das eine wie das andere erfüllen zu können, zögerte er nicht, sofort die Consequenzen daraus zu ziehen. Sein öffentliches Wirken kannte nur einen Leitstern: den Glanz der Krone und das Wohl des Reiches. Die Ereignisse der letzten Tage und Wochen ermöglichen auch das Verständnis jener Lösung, welche die Krise gesunden hat. Die neue Regierung ist im Gegensatz zu dem vorigen Cabinet nicht aus dem Parlamente hervorgegangen. An ihrer Spitz? steht ein durch seine ausgezeichneten Kenntnisse und Erfahrungen auf dem Gebiete der politischen Verwaltung sowie durch seine positiv schöpferische Wirksamkeit wohlbewährter Mann, dcsscil Name überall einen guten Klang hat, wo ernste, sachliche Arbeit gewürdigt wird. Von den Mitgliedern des vorigen Cabinets gehören dem neuen Ministerium bloß der Landesverlhridigungs - Minister Graf Welseriheimb und Herr von Iaworski an. Das Finanzportescuille wurde dem Sectionschef im Finanz Ministerium, Dr. Eugen Böhm v. Bawerl, übertragen, der weit über die Grenzen unseres Vaterlandes hinaus al« hervorragender National Oelonom der österreichischen Schule einen guten Ruf genießt, Mit der Leitung der Laibacher Zeitung Nr. 141, 1228 22. Juni 1895. übrigen Ressorts wurden die rangsältesten Sectionschess betraut. Das «Fremdenblatt» schreibt: Das an den Fürsten Alfred Windisch-Graeh gerichtete kaiserliche Handschreiben wird überall als eine wohlverdiente Genugthuung für den scheidenden Ministerpräsidenten angesehen werden, die auch ganz dem hohen Gerechtigkeitssinne des Monarchen und seiner nie beeinträchtigten Empfindung für jedes aufrichtige patriotische Streben entspricht. Der Monarch würdigt in seinem Handschreiben die Gründe, die den Ministerpräsidenten zur Demission bestimmt haben, er hebt die aufopfernde Hingebung des Fürsten hervor, mit der er sich den schwierigen Aufgaben unterzogen und verweist schließlich auf die dem Fürsten Windisch-Graeh allseits bewahrte hohe Achtung. Wenn wir hinzufügen, dass die Worte des Monarchen auch dem allgemeinen Urtheile aller Parteien über den Fürsten Windisch Graetz entsprechen, so werden wir gewiss in Uebereinstimmung mit der Wahrheit bleiben. Die «Neue freie Presse» äußert sich folgender« maßen: «Graf Kielmansegg hat den Anspruch, gerade in Wien, wo er eine sympathische Thätigkeit entwickelt hat, unbefangen und ohne jede Regung des Missttauens in seiner neuen Stellung begrüßt zu werden. Die Wiener Bevölkerung kennt ihn als einen Mann von Initiative und Thatkraft. Seine Berufung kann in der öffentlichen Meinung unserer Stadt nur freundlich aufgenommen werden. Auch der Finanzminister Herr von Böhm wird sicher im Reichsrathe das herzlichste Entgegenkommen finden. Herr v. Böhm ist ein berühmter National - Oekonom der Wiener Schule. Umfassendes Wissen, eiserner Fleiß, strenges Pflichtgefühl und liebenswürdiges Wohlwollen haben ihn stets ausgezeichnet. Die übrigen Mitglieder der Regierung sind hervorragende Beamte, welche durch ihr Ressort vielfach mit dem Reichsrathe in Berührung gekommen sind ... Die Persönlichkeiten der neuen Regierung stehen sicher nicht im Widersprüche mit dem hohen Amte, das ihnen Se. Majestät der Kaiser zugewiesen hat.» Im «Neuen Wiener Tagblatt> heißt es: «Der für die Leitung des Ministerrathes ausersehene Staats-functionär hat auf dem engeren Gebiete, dem er bisher vorstand, im besten Wortsinne österreichisch und modern seines Amtes gewaltet.» In seiner Abendausgabe bemerkt das genannte Blatt: «Unter den Allerhöchsten Handschreiben an die zurückgetretenen Minister ist das an den Fürsten zu Windisch-Graetz gerichtete von außerordentlicher Wärme und in Ausdrücken der Anerkennung abgefasst, wie sie in kaiserlichen Enunciationen dieser Art nur selten vorzukommen pflegen.» Das «Wiener Tagblatt» rühmt den Grafen Kiel-mansegg «als einen Mann mit offenem, klarem Blicke, zielbewusster Entschiedenheit, als einen Mann der schöpferischen Ideen und moderner Denkart.» Zweite Plenarsitzung der ungarischen Delegation. Wien, 20. Juni. Die ungarische Delegation hielt heute nachmittags eine Plenarsitzung, in welcher der Voranschlag des Ministeriums des Aeußern nach kurzer Debatte unverändert genehmigt wurde. Außerdem wurden die Mitglieder in die Nuntien-Commission gewählt. Im Laufe der Debatte legte Referent Falk unter Hinweis auf den Bericht des auswärtigen Ausschusses dar, dass die Delegation zwar die Grundlage der äußeren Politik solid und correct befunden habe, aber ihr endgiltiges Urtheil verschieben müsse, bis die zu befolgende äußere Politik auch in ihren Einzelheiten erkennbar sein wird. Anderseits seien dem Minister behufs ungehinderter Thätigkeit die verlangten Mittel ohne Beschränkung zu gewähren. Stefan Keglevich drückte seine Freude aus, dass ihn sein Vertrauen in Kalnoly niemals getäuscht hat, unter dessen Regierung und durch dessen Wirksamkeit der Dreibund zur ständigen Grundlage des Friedens sich gestaltet hat. Dem neuen Minister bringt Redner warme Sympathie entgegen, weil demselben die ungarischen Interessen und die Förderung der Handelsinteressen der Monarchie ans Herz gewachsen sind. Apponyi wiederholte seinen bereits dargelegten Standpunkt, in dem unter Fest« Haltung an den bisherigen Grundprincipien der äußeren Politik besonderes Gewicht auf die Erhaltung und Selbständigkeit der Balkanstaaten gelegt wird. Die Bestimmung in der Richtung der Handelspolitik obliege den beiderseitigen Regierungen, nicht dem Minister des Aeußern, der nur für die Vertretung der Handelsinteressen im Auslande zu sorgen habe. Stefan Tisza stimmte den Ausführungen Appony's zu und betonte zugleich die besondere Bedeutung des Dreibundes zur Sicherung des Friedens, indem derselbe jede entgegengesetzte Bestrebung im Keime erstickt. Politische Ueberficht. Laib ach, 2l. Juni Bei der gestern erfolgten Eidesleistung der neuen Minister intervenierte der Herr Minister des Aeußern, Graf Goluchowski, und der Oberstlämmerer Graf Trauttmansdorff. Die Eidesformel las Minifterialrath Iauner vor. Nach der Beeidigung fand unter dem Vorsitze Seiner Majestät des Kaisers eine halbstündige Ministerconferenz statt. Samstag und Montag finden Plenarsitzungen der österreichischenDelegation statt, weshalb das Abgeordnetenhaus sich nicht versammeln wird. Der Nudgetausschuss wird in den nächsten Tagen seine Arbeiten finalisieren, so dass die Budgetdebatte mög-» licherweise schon Ende der nächsten Woche ihren Anfang nehmen wird. In parlamentarischen Kreisen wird an< genommen, dass bis zum 20. Juli der Staatsvoran-schlag sowie einige andere dringende Vorlagen fertiggestellt sein werden, so dass alsdann eine Vertagung des Hauses wird eintreten können. Die Rede des deutschen Kaisers bei dem Festmahle im neuen Hamburger Rathhause betont abermals in offenen und herzlichen Worten die friedliche Bedeutung, welche dem Nord^Ostsee-Canal für den Handelsverkehr zukommen soll. Der begeisterte Jubel, welcher Kaiser Wilhelm und die deutschen Bundesfürsten im Hamburg begrüßte, beweist auch, dass die Bevölkerung der deutschen Hansastadt und mit ihr die Bürger des deutschen Reiches eins sind mit dem deutschen Kaiser in dieser Auffassung des großen Werkes, dessen Einweihung sich in diesen Tagen unter der Theilnahme aller Culturvölker vollzieht. In der vorgestrigen Versammlung der italic« nischen Kammermajorität, in welcher beschlossen wurde, dass der Deputierte Eibrario in der nächsten Kammersitzung eine Motion betreffend die Verschärfung der Difciplinarbestimmungen der Geschäftsordnung einbringen solle, die sofort angenommen werden müsste, erklärte Ministerpräsident Crispi, dass er die Vorfülle in der Kammeisitzung beklage, die sicherlich nicht durch die Haltung der Regierung hervorgerufen worden seien. Crispi erklärte, er sei ruhig gewesen, wie er es immer sein werde; doch werde er auf dem Posten, den ihm der König und das Land anvertraut, fest und entschieden sein. (Stürmischer Beifall.) 236 Mitglieder der Majorität wohnten der Sitzung bei. Von der Insel Cuba eingelangte telegraphische Nachrichten melden, dass Oberst Bojas in der Mhe des Flusses Laminar durch einen Ueberfall 91 Gewehre. 50 Säbel und 10.000 Patronen erbeutet hübe. — General Navarro schlug die Rcbellenbande unter Garzon bei Santa Rosa und brachte derselben empfindliche Verluste bei. Der General zerstörte das Lager der Insurgenten und nahm Besitz von ihren Waffen, Pferden und Munitions-Vorräthen. Die spanischen Truppen hatten drei Verwundete. — Die Colonne W< chelena besiegle eine aus 400 Aufständischen gebildete, unter Commando Rabi's stehende Bande bei Mogote, machte viele Gefangene, bemächtigte sich des Spitales, der Waffen und Munition. Hiebei hatten die spanischen Truppen einen Verlust von einem Todten und einem Verwundeten. Nach einer Mittheilung der «Times» sollen auch die Führer der Opposition sich bereiterklärt haben, dem jetzigen englischen Ministerium bis zum Beginne des nächsten Jahres die Fortexistenz thunlichst zu ermöglichen. Die Ministerkrisis in Norwegen dauert fort. Der Abgeordnete Bonnevie hat die ihm nach A" Scheitern der Verhandlung mit dem Führer der Ge-mäßigten, Sverdrup, vom Könige übertragene Cabinets« bildung gleichfalls abgelehnt, nachdem er wegen Un-einigkeit der Parteien sich außerstande sah. das geplante Coalitions - Ministerium zustande zu bringen. Ob man es nun mit einem Ministerium der Gemahls Liberalen und der Rechten allein versuchen werde, nM abgewartet werden. . Montag abends hat die Pforte eine Verbalnote an die Botfchafter Englands, Frankreichs «no Russlands gerichtet, in welcher sie erklärt, die Vor' schlage der Mächte in der armenischen Angelegenheit anzunehmen. Sie müsse die Verpflichtung zur Au»' führung der Bestimmungen des Berliner Vertrage» anerkennen, würde aber wünschen, dass gewisse Punlie der vorgeschlagenen Reformen noch einer Berathung unterzogen werden. Schließlich spricht sie die Hoffnung aus, dafs in keinem Falle der Souveränität «no Autorität des Sultans irgendein Abbruch a/schl'HA werde. — Die Botschafter' Englands und RusslaM haben sich am 19. d. M. beim fianzösischeu Botschafter Cambon, der noch immer bettlägerig ist, eingefunoen und beschlossen, die von der Pforte in Vorschlag gebrachte Berathung anzunehmen. Diese Antwort wnroe gestern der Pforte übermittelt. . Wie aus Kairo gemeldet wird, hat sich t>o" vor einiger Zeit eine «l^uk nalionaw» gebildet, "' mit der französischen Colonialgruppe Fiihlung unler hält. Sie sendete vor kurzem Mustafa Efendi MM" nach Paris, der dort das weitere vereinbaren w»r ' Mustafa Kamel, ein tüchtiger egyplischer Rechtsgelehlte'. soll sich auch nach Berlin begeben, um mit pol'lW Kreisen in Verbindung zu treten und zu dem glelH Zwecke nach Petersburg reisen. Tagesuemgleiten. — (Excess.) Aus Graz wird vom 20. d. A berichtet: Vor dem Circus Sidoli, in welchem sich de"^ die Truppe Texas Jack produciert, sammelten sich ^1' abends mehrere hundert Arbeiter an. Als die T"^ nach der Vorstellung den Circus verlieh, wurde s^, Feuilleton. Auferstanden. Nach dem Französischen. (Schluss.) Er wird also ausziehen müssen. Sehr unangenehm das; als er von Croissy nach Paris übersiedelte, hatte er drei volle Möbelwagen gebraucht. Und seine Augen schweiften in dcr Wohnung umher, wo er feither neue Mrtsachen angehäuft hat. Aber was bedeuten alle diefe Kleinigkeiten gegenüber dem Glück, das ihn erwartete! Er fühlt das Bedürfnis, Luft zu schöpfen, und überfchreitet die Schwelle der Thüre, die das Rauchzimmer vom Garten trennt. «Sultan», sein großer Neufundländer. stürzt ihm entgegen und empfängt ihn mit endlosen Freudenbezeigungen. Jean legt die Hand auf den Kopf des guten Hundes. Richtig, denkt er, von dem werde ich mich auch trennen müfsen; der brave «Sultan»! Allein, es ist unmöglich, in einem Pariser Appartement ein Thier von dieser Größe zu halten. Armer, alter Kerl! Und wir haben zusam' men so lustige Ausflüge gemacht .... Es ist wahr. das ist ein kleiner Kummer .... aber im Vergleiche .... Uebrigens. wenn Mary auch den Aufenthalt auf dem Lande nicht besonders liebt, so ist sie doch damit einverstanden, die heiße Jahreszeit an der See zuzu« bnna.en. Wir werden eben eine kleine Villa dort laufen. anstatt zu mieten, und «Sultan» wird über den Winter der Pflege irgend eines Fischerweibes anvertraut. Und Mary trifft gerade im Hochsommer ein. Aber die Reise nach Aayreuth! Ja. damit ist es freilich vorüber! Mary liebt die Musik überhaupt, und besonders die von Wagner nicht. Jean besaß einen Jugendfreund, Moriz, welcher, ein leidenschaftlicher Verehrer des deutschen Meisters, es versucht hatte, ihn diese Verehrung theilen zu lassen. Er kam auch im Anfang der «Ehe Jeans' öfter mit einer Partitur feines Lleblingscomponisten unter dem Arm und schlug die mächtigen Nccorde an, welche Jean begeisterten, seine Frau indes einfach langweilten. Da es Jean nicht ertragen konnte, dafs seine Angebetete, in welcher er alle Vollkommenheiten vereint fand, Schönheiten, die ihn entzückten, verkannte, fo wusste er sie zu überreden, mit ihm nach Bayreuth zu pilgern. Allein das war ein Fiasco. Mary unterhielt sich bloß während der Zwischenacte und blieb bei der erhabenen Musik zu «Parcifal» ebenso kalt. als bei dem Schmer-zensschrei der Leidenschaft in «Tristan». Grollte sie Moriz wegen dieser langweiligen Reise? Unmöglich wäre es nicht. Gewiss ist. dass kurze Zeit danach es zwischen ihnen wegen einer Kleinigkeit zu einer Scene kam, die sich derart zuspitzte, dass er beschloss, nicht mehr zu kommen. Alle Bitten Jeans blieben vergeblich. Moriz heiratete, und Mary weigerte sich, der Trauung beizuwohnen. Nach und nach redu- cierten sich die Beziehungen der beiden 3""nde ^ gelegentliche Begegnungen, dann hörten sie gänzllH ^ Als er sich Witwer glaubte, suchte Jean seinett «^ Freund wieder auf und verband sich mit ihm.au>^. innigste. Sie waren voriges Jahr zusammen w .^ reuth gewesen und sollten nächsten Monat wieder v"^ zurückkehren. Jetzt freilich durfte man nicht mehr on denken. Es fragte sich überhaupt, ob sie ihre Ab""^ gegen Moriz vergessen haben würde. Er hoffte u ^ dings, allein, ohne allzufehr darauf zu denken. ^ er wusste, dass sie zähe war und gerne nachtrug ^ denn; er wird also nicht nach Bayreuth geyen ^ sogar, wenn es sein muss, mit Moriz breche"- .^ werde ihm zwar schwer fallen und Schmerz vei aber follte er nicht reichlich entschädigt werden - ' ^, Jean verbrachte den Vormittag in tiefem -> ^, denken über alle diese Sachen. Um ein Uhr "" ^ der Briefträger und übergab ihm ein recommanol Schreiben, das er am Morgen in feiner Abwe,e'" nicht hatte zurücklassen wollen. Niederländisches Consular. ^4 Batavia, 31. März M4- Euer Wohlgeboren! .,, „ „üt- Ich habe die Ehre. Ihnen einige NachrHe« H zutheilen, die mir soeben in Bezug auf den V°M ^ der «Batavia» zukommen, auf welcher Ihre «r" ,Mt mahlin fast genau vor zwei Jahren stch ""U '^ hatte. Entgegen unserer früheren Ansicht, '"" ^N alle Passagiere in den Fluten uma/koMMN, rn Laibacher Zeitung Nr. 141. 1229 22 Illni 18^5. dieselbe ein Steinhagel eröffnet, durch welchen auch das Publicum und die Wachleute in Mitleidenschaft gezogen wurden. Die Wachleute zogen vom Leder und bahnten kr Truppe einen Ausweg durch die aufgeregte Menge. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Bei den Verhafteten wurden Kieselsteine in den Taschen vor« gefunden. — (Militärische Reformen in Montenegro.) Nach einer Meldung aus Celinje hat der Fürst, nachdem der eine Zeitlang ins Auge gefafste Plan der Schaffung eines stehenden Heere« in Montenegro Haupt» sächlich wegen der Unzulänglichkeit der verfügbaren finanziellen Mittel fallen gelassen werden musste, befchlossen, zumindest Vorkehrungen für eine bessere und den modernen Fortschritten auf militärischem Gebiete entsprechende Ausbildung der Miliz zu treffen. Zu diesem Zwecke soll mit l. Jänner 1890 eine Untelvfficiers-Schule, ähnlich den in Serbien seit mehreren Jahren bestehenden, ins Leben treten. — (Unglücksfälle.) Aus Budapest, 20. d.M., lvird telegraphisch berichtet: Auf dem Raloser Rangier-Nahnhose, wo vier polnische Arbeiter beschäftigt waren, wurden zwei derselben von dem von Sillein herein« brausenden Vilzuge geschleift und getödtet. — Bei dem «au der Markthalle auf dem Hunyady - Platze stürzte da« Gerüst ein; zwei Arbeiter wurden schwer verwundet. — (Ein Reise.A den teuer.) Aus Gern be« lichtet man der «Neuen freien Presse»: Vor einigen Tagen unternahmen zwei Schweizer einen Ausflug nach Chamounix. Dort mussten sie ihr fchon bezogenes Gasthof, »immer an zwei französische Officiere abtreten, und als einer der Schweizer seinen Reifesack aus dem Zimmer entfernte, nahm er aus Versehen eine lleine französische Weneralstabslarte. welche einem Officin gehörte, mit. Dies ^ar die Veranlassung, das« man die beiden Schweizer lÜr Spione hielt, und auf Anordnung des Kriegsministers "folgte deren Verhaftung. — (Vrand.) Im Städtchen Chorostlow, Bezirk husiatyn in Galizien. sind ungefähr vierzig Gehöfte sammt Inventar im Werte von 40.000 fl. nieder-llebrannt. Local- und Prouinzial-Nachrichten. Htaalsuntcrfilikung für Krai« «nd 3leiermark. Der eingebrachte Gesetzentwurf betreffend die Gk' Währung von Unterstützungen aus Staatsmitteln anlässlich de« Erdbebens im Jahre 1895 in Krain und Steiermarl hat folgenden Wortlaut: 8 I. Meine Regierung wird ermächtigt, aus Anlass des Erbbebens, von welchem das Herzogthum Krain und ?um Theile auch das Herzogthum Steiermarl im Früh-iahre 1895 heimgesucht wurden, Unterstützungen aus Staatsmitteln bis zum Höchstbetrage von 4,000,000 fl. zu gewähren. Von der obigen Summe ist der voraus« llchtlich im Jahre 1895 zur Verwendung kommende Theilbetrag von 3,000,000 fl. in den Staatsvoranschlag d« lausenden Jahres als außerordentliches Erfordernis klnzubrziehen. Der Restbetrag lann nach Maßgabe des «edarfes bcn Cassebestänben entnommen werben. Für die Verwendung haben nachfolgende Bestimmungen zu Älen: 1. In Krain. 5 § 2. An die durch das Erdbeben hilfsbedürftig ge-w°tdenen Besitzer von Gebäuden tonnen zum Zwecke der Wiederherstellung ihrer zerstörten oder beschädigten Bau-'chleilen nach Maßgabe des Bebarses unverzinsliche Vor. ^usss, und zwar im Gebiete der Stadta.emeinde Laibach °'s zum Betrage von zusammen 1,700.000 st. und in Alang es sogar, das feste Land zu gewinnen, und ste Mlten sich für gerettet, unterlagen jedoch insgesammt lurze Zeit danach den^herrfchenden Fiebern. Ihre unglückliche Gemahlin hatte einen der Eui-^borenen nach Vatavia gesandt und ihm emen Vnef >"r Sie anvertraut. Der Mann eignete sich das Geld "" und lam erst viel später nach Batavia, wo er Mern starb. Nachdem er sich zur christlichen Religion gelehrt, beichtete er dem Priester und übergab ihm den ".lief an Sie, den er aufbewahrt hatte. Der Missionär überlieferte das Schreiben der Post und verständigte !V "on dem Sachvrrhall. Ich hielt mich für ver-dichtet. Ihnen diese Ausllärungen zukommen zu lassen. Genehmigen Sie .... Der Consul: Unterschrift unleserlich. s Am Abend desselben Tages kam Woriz auf Ve. ^ zu seinem Freunde, den er ganz ebenso heiter an» "s, wie den Tag vorher. 'Wie geht's, was gibt's Neues?» :. Jean, mit feinem gewöhnlichen Lächeln, drückte ^ warm die Hand nnd erwidert: «Nichts.» s„ «Es scheint mir aber doch, dass du etwas bc>-'""gen dreinschaust?» di l '^ O, ganz und gar nicht. Ich halle nur j^ien Morgen eine lleine Unannehmlichkeit, aber das " vorüber!. den übrigen Theilen de« Landes bis zum Betrage von zusammen 1,245.000 fl. entweder gegen bücherliche Sicherstellung oder unter Haftung der betreffenden Gemeinde «folgt werben. Die Rückzahlung der Vorfchüsse hat in 15 gleichen Jahresraten, vom I. Jänner 1901 angefangen, zu erfolgen. 8 3. An die hilfsbedürftigen Besitzer von Gebäuden, welche durch das Erdbeben zerstört oder befchäbigt wurden, lönnen zum Zwecke der Wiederherstellung dieser Objecte unter besonders rücksichtswürdigen Umständen nicht zurückzuzahlende Unterstützungen, und zwar im Gebiete der Stadtgemeinde Laibach bis zum Betrage von zusammen 100.000 st. und in den übrigen Theilen des Landes bis zum Velrage von zusammen 200.000 sl. nach Maßgabe des Bedarfes erfolgt werden. 8 4. Zum Zwecke der Wiederherstellung von Kirchen, Psarr- und Vollsschulgebäuden, welche durch das Erdbeben zerstört oder beschädigt wurden, lönnen an hilfs^ bedürftige Beschädigte (insbesondere Pfarr- und Schul-gemeiuden, Kirchenconcurrenz-Factoren) nicht zurückzuzah« lcnde Unterstützungen, und zwar im Gebiete der Stadt» gemeinde Laibach, jedoch mit Ausfchlufs der städtischen Voltsschulgebäude (8 5), bis zum Betrage von zusammen 100.000 fi. und in den übrigen Theilen des Landes bis zum Betrage von zusammen 340.000 fl. nach Maßgabe dls Bedarfes erfolgt werden. 8 5. Der Sladtgemeinde Laibach wird zur theil-weisei, Bestreitung der ihr infolge des Erbbebens er» wachsenen Auslagen, insbesondere behufs Wiederherstellung zerstörter oder beschädigter Gemeinde-Objecte, einschließlich der städtischen Vollsschulgebäude, und zur Herstellung von Nolhunterlünjten ein unverzinslicher Vorfchuss im Betrage von 50.000 st. gewährt. Weiler wird der Stadtgemeinde Laibach zum Zwecke der Gründung eines Stadlregulierungs - Fonds ein unverzinslicher Vorschufs von 100.000 st. unter der Bedingung bewilligt, dass der Staatsverwaltung auf die Gebarung und Verwaltung diefes Fonds ein entsprechender Einfluss gewahrt bleibl. Die diesfälligen näheren Bestimmungen sind von der Staatsverwaltung auf Grund eines Uebereinlommens mit der Stadtgemeinde festzustellen. Die Rückzahlung des hier erwähnten Vorschusses von 50.000 st. hat in fünfzehn gleichen Jahresraten vom 1. Jänner 1K01 angefangen zu erfolgen. Der zur Gründung eines Stabt.Regulierungsfonds gewährte Vor-schuss von 100.000 st. ist im Monate Jänner 1815 zurückzuzahlen. 8 6. An Gewerbe- und Handeltreibende, welche in« folge des Erdbebens hilfsbedürftig geworden find, lönnen unverzinsliche Vorschüsse bis zum Vctrage von zusammen 100.000 fl. und unter besonders rücksichtswürdigen Verhältnissen nicht zurückzahlende Unterstützungen bis zum Betrage von zusammen 10.000 fi. gewährt werben. Die Rückzahlung der Vorschüsse hat längstens innerhalb dreier Jahre zu ersolgen. 8 7. Die von der Regierung zur Gewährung nicht zurückzuzahlender Unterstützungen zum Zwecke der Linderung des Nothstandes aus Anlafs de« Erdbebens bereits be» wirlte Verausgabung des Betrages von 25.000 st. wird hiemit genehmigt. II. In Steiermarl. 8 8. Behufs Wiederherstellung der durch das Erdbeben zerstörten oder befchädigten Gebäude (Privatgebäude, Kirchen, Psarr« und Vollsschulgebäude) lönnen an hilf«, bedürftige Beschädigte (Private, Pfarr- und Schul« gemeinden, Kirchenconcurrenz - Facloren) nicht zurückzuzahlende Unterstützungen bis zum Betrage von zusammen 30.000 fl. nach Maßgabe des Bedarfes erfolgt werden. 111. Gemeinsame Bestimmungen. 8 9. Rechtsurlunden, Eingaben und Amtshandlungen bezüglich der in diesem Gesetze erwähnten Vorschüsse und Unterstützungen, insbesondere auch inbelreff der Sicherstellung, welche die Gemeinden für die unter ihrer Hastung gewählten Vorschüsse (8 2) für nöthig erachten, bann bezüglich der aus den Sammlungsgelbern und Spenden zugewendeten Beträge find stempele und ge« bürensrei. 8 10. Rückständige Vorschussbeträge lönnen mittelst der politischen Execution eingebracht werden. tz 11. Mit dem Vollzüge dieses Gesetzes, welches mit dem Tage der Kundmachung in Wirksamkeit tritt, sind Meine Minister des Innern, der Finanzen und für Cultus und Unterricht beauftragt. — (Se. l.und l.Hoheit Erzherzog Leopold Salvator in Rudolfswert.) Ueber die Anlunft Sr. l. und l. Hoheit des durchlauchtigsten Herrn Erzherzog« Leopold Salvator berichtet man aus Rudolf«, wert: Se. l. und l. Hoheit ist, auf einer Generalstabsreise begriffen, am 18. d. sammt Gefolge um «/, 1 Uhr nach. mittags hier eingetroffen. Auf dem Hauplplatze wurde der durchlauchtigste Herr Erzherzog vom Aezirlshaupt-manne und der Gemeindevertretung, bei der Propstei von der Geistlichkeit empfangen. Se. l. und l. Hoheit geruhten in der Propstei Absteige-Quartier zu nehmen, woselbst der Vezirlshauptmann R. v. Vesteneck seine Aufwartung macht,, die huldvollst entgegengenommen wurde. — (Schulschluss.) Nach einer un« diesbezüglich zugehenden Mittheilung hat das l. l. Ministerium für Cultus und Unterricht mit Rückficht aus den Umstand, dass in diesem Jahre der 15. Juli auf einen Montag fällt, angeordnet, bafs an allen jenen Mittelschulen und ihnen gleichgestellten Lehranstalten sowie an jenen all» gemeinen Nolls- und Bürgerschulen, für welche durch die bestehenden Verordnungen der 15. Juli als der Tag be« Schuljahresfchlusse« festgesetzt ist, in diesem Jahre da« Schuljahr schon am 13. Juli geschlossen werde. Diese Verfügung hat selbstverständlich für jene Mittelschulen leine Gellung, an welchen gemäß Erlasses vom 2. Jänner 1880, Z. 85, der gesammte Unterricht schon in einem früheren Zeitpunkte zu schließen ist. —o. * (Das Asyl Obdachloser aus dem Bahn« Hofe derUnterlrainer Bahnen) Vorgestern hat die letzte Partei jenes Asyl verlassen, da« so viele auf dem Staatsbahn- und Sübbahnhofe sowie auch aus dem Bahnhöfe der Unterlrainer Bahnen nächst dem Grünen Berge in Waggon« gesunden halten. E« ist im allgemeinen weniger belannt, dass auf dem letzteren Bahnhöfe zahl« reiche Flüchtlinge nach der Katastrophe im Station«« gebäude, Magazine und später in Waggon« untergeb/acht wurden, und zwar erreichte die Zahl der in den ersten Tagen provisorisch Bequartierten die stattliche Ziffer von 360 Personen. Nach und nach verliehen die Gäste ihre provisorischen Wohnungen und gegenwärtig befinden sich nur mehr die Stationsarbeiter dortselbst. Der Station«« vorstand, Herr August Kobler, hat sich in mensch'«« freundlichster Weife der Bedrängten angenommen. — (Mittheilungen des Musealvereine« für Krain. Redigiert von Anton Kasp ret. VIII. Jahrgang, I. Heft.) Da sowohl von Seite der Vereinsmitgli.der als auch de« Landtage« der Wunsch geäußert wurde, der Nusschuss möge die «Mittheilungen, ebenso wie die < I^v«»^ > periodisch erscheinen lassen, be« schlofs der Vereinsaueschuss, die «Mittheilungen» heftweise herauszugeben. Das vorliegende eiste Heft enthält zwei historische Aufsähe, lleinere Mittheilungen und einen Bericht der bis Ende April l. I. erschienenen Literatur betreffend das Land Kram. Der erste Aussah von S. Rutar enthält eine historische Skizze des für die Geschichte Kram« wichtigen Schlosses Lueg von den prähistorischen Zeiten bis zum Jahre 1550 mit besonderer Berücksichtigung der Beziehungen der Lueger zur Stadt Trieft und zu den lrainischen Adelsgeschlechlern Raubar und Grafen Thurn. Der Verfasser schöpfte die darauf bezüglichen Paten größten-theils au« den Cobenzl'chen Acten, welche da« Archiv des Grafen Coronini»Cronberg im Schlosse Lronberg bei Görz bewahrt. Der zweite Aufsah von «l. Kaspret handelt vom Tagebuche eines lrainifchen Edelmannes (1606—1608)', das eine Fülle von wertvollen Daten über die Culturgefchichte Krams enthält. Von den «kleineren Mittheilungen» sei hervorgehoben des deutschen Dichters I. G. Fellinger Urtheil über den lrainifchen Vollscharalter und die slovenische Sprache von N. Puc«lo U.ld die allerneuesten altertümlichen Funde in Krain. Der bekannte Altertumsforscher V Pecnil begann am 30. Mai l. I. ?inen neuen Tumulus zwischen Hmelc'ice und Vrezje bei Hönigftein auszugraben, und zwar in der Nähe desjenigen, wo vor einem Jahre die berühmte Gürtelschließe mit dem Symplegma gesunden wurde. Der neue Tumulus verfpricht reiche Funde, und es wurden bis jetzt ausgegraben 23 Armbänder, 2 große Fußringe, mehrere Halsperlen, 1 großer Gürtel mit schönen Schließen und eine neuartige Fibel. Den Schluss des Hefte« bildet der Literaturbericht, welcher eine Recension des Werle« von Dr. A. Haussen «Die deutsche Sprachinsel Gottschee» und das Verzeichnis der literarischen Erscheinungen betreffend da« Land Krain enthält. — (Sommeranfang) Gestern ist der Sommer ohne besondere Feierlichleiten sang« und llanglos feuchtfröhlich in seine Rechte getreten. Doch nicht allein der Landmann, den nach der Bauernregel «der Juni feucht und warm nicht arm» macht, lann mit der gegenwärtigen Witterung zufrieden sein. Auch wir finden sie erträglich und benlen mit Seuszen an die kommenden heißen, trockenen Sommermonate, deren Leiden wir bei den gegenwärtigen Verhältnissen, wo der Staub au« allen Ecken und Enden emporwirbelt und den Bewohnern fast den Athem verschlägt, doppelt schwer fühlen werden. Glücklich daher diejenigen, welche in Sommerfrifchen die unangenehmste Zeit vorüberraufchen lassen lönnen und sodann erfrischt und gestärll zurücklehren. Die aber ihre Pflicht hier fesselt, werden Erholung in der herrlichen Umgebung Laibach« finden und in tannenwürziger Waldesluft einige Stunden dem quälenden Staube entrinnen. — (Internationale Radwettfahrt Trieft-Wien.) Sonntag den 23. Juni findet diefer für den Radsport hochinteressante Weltlamps. zu welchem 37 der besten und berühmtesten Wetlfahrer (darunter Gerger, Fischer, Reheis, Wolurla, Sobolla) sich gemeldet haben, statt. Da der Start in Trieft um L Uhr früh beginnt, fo dürsten voraussichtlich die ersten in Laibach schon um '/,10 ober 10 Uhr eintreffen, woselbst sie bei der Controlftalion (Hotel »Elefant») von dem «Sonder' ausfchusse Laibach» empfangen werden; dieser Ausschus« bestellt au« je zwei Vertretern der beiden Bicycle-Club« in Laibach und drm Mitgliebe de« Bundes-Sport' Laibacher Zeitung Nr. 141. 1230 82 Juni 1895. ausschufses Herrn A. Achtschin jun. als Vorsitzenden. Die Strecke ist schon einmal in der Richtung Wien-Triest der Schauplatz eines Radsportlampses gewesen, und wollen die Wettfahrer heuer den Record von damals schlagen; dies dürfte auch erreicht werden, weil schon von Adeliberg an «Schrittmacher» thätig sein werden, und zwar werden durch Krain die besten Fahrer der beiden Laibacher Clubs diesem schwierigen aber ehrenvollen Sportfreundschasts-dienfte obliegen. — (Schuln ach richt.) Für die Zöglinge des ersten und zweiten Jahrganges der theologischen Lehr» anftalt beginnt der Unterricht neuerlich am lommenden Dienstag. — (Nloisiusseier.) Anliisslich des heiligen Aloifiustages wohnten die Schüler der städtischen Knaben-Volksschulen unter der Führung ihrer Lehrer in den Kirchen dem Gottesdienste an. — (Schwerverletzt. — Unfall.) Die Tag-» löhner Johann Hribar und Franz l^ebul, welche bei der Temolierung des Vernard'schen Hauses auf dem Marien« Platze beschäftigt waren, lamen gestern vormittag« in Streit, in dessen Verlaufe Aebul dem Hribar ein Ziegel« stück an den Kopf warf und denfelben so unglücklich traf, dass dem Unglücklichen die Hirnschale eingeschlagen wurde. Per Schwerverletzte, dessen Zustand hoffnungslos ist, wurde ins Kianlenhaus transportiert. — Der neun« jährige Knabe Josef Kral fiel vorgestern aus dem geöffneten Fenster des ersten Stockes im Haufe Nr. 24 der Triesterstraße so unglücklich in den Hofraum, dass er sich schwere Verletzungen zuzog. Der verunglückte Knabe wurde in das Landesspital überführt. — (Elementar »Katastrophe.) Ueber ein furchtbares Unwetter, welches am 20. d. M. in Ober, Steiermarl wüthete und enormen Schaden verursachte, wirb berichtet: Aus Langenwang: Ein furchtbarer Hagel» schlag, der zwanzig Minuten währte, hat alles vernichtet. Ein Wollenbruch hat die Gebirgsgräben in Ströme ver-wandtlt Das Vahngeleise ist mehrfach vermuhrt und unlerwafchen. — Aus Krieglach: Zwischen 5 und 6 Uhr gieng zwischen Krieglach und Mitterdorf ein furchtbarer Wollenbruch nieder, welcher einzelne Th.'ile der Bahnstrecke unterwaschen und Erdabrutschungen zur Folge halle. — Aus Mürzzuschlag: Heute ist über die hiesige Gegend ein fürchterliches Unwetter niedergegangen. Vrücken wurden weggerissen, Culturen stehen unter Wasser, der Vahn« verlehr nach Graz und Neuberg ist eingestellt. Infolge Hochwasser« ist auf der Südbahnftrecke zwischen Mürz« zuschlag und Langenwang ein Dammbruch ersolgt. Der von Graz um 4 Uhr 30 Minuten abgegangene Eilzug steht bei Mitterdorf; er lann die Fahrt nicht fortfetzen. Der Hagel liegt ftellenweife einen Schuh hoch. — Aus Peggau: Durch das Hochwasser, welches infolge eines fürchterlichen Wollenbruches in den Nachmittagsslunden eintrat, ist zwischen hier und Frohnleiten eine Damm-rutschung eingetreten, und der Nahnverlehr ist deshalb unterbrochen. Infolge des Unwetters in Langenwang wurden beide Geleise der Südbahn bei der genannten Station verlegt. Ebenso hat zwischen Peggau und Frohnleiten eine Pammabrutschung stattgefunden, durch welche da« rechtsfeitige Geleise verlegt wurde. Infolge dessen erlitt der Postzug eine Verspätung von fünf Stunden. — (Der Stand des Getreides.) Zum Ve» weise, wie schön dermalen da« Getreide steht, hat uns ein Freund der «LZ.» heute eine Getreideähre von den Feldern hinter Vejigrad überbracht, die über zwei Meter hoch ist. — (Johann is« sSonnw end-) Feuer.) Das traditionelle Iohannis'Feuer wird aus der «Drenils-Höhe» morgen abends abgebrannt. 2lu»io» »»or». In der Domlirche am Sonntag den 2 3. Juni (Hl. Juliana Falconer) Hochamt um 10 Uhr: Nl88i>, Olnikm-t von P. Rampis; Gra-duale von A. Foerster; Ossertorium von Fr. Witt. In der Stadtpfarrlirche zu St. Ialob am Sonntag den 23. Juni Hochamt um 9 Uhr, KIi8»i!: ^ow l)nlc!»nl 6« Nlu-i^ von l>. Angelil Hribar; Graduate von Pancr. Rampi«; Offerlorium von Franz Schöpf. Neueste Nachrichten. Sitzung des Abgeordnetenhauses am 21. Juni. Der Fmanzminister legt ein einmonatliches Vudget-provisorium vor. In demselben ist die Regierung er» müchtigt, die entfallenden Ausgabsquoten der Subsistenz-zulagen für die Staatsbeamten und das Staatslehr-personal flüssig zu machen. Abg. Laginja interpelliert wegen der Errichtung eines Staatsgymnasiums in Pisino mit kroatischer Unterrichtssprache und dem Italienischen und Deutschen als obligaten Gegenständen. Hierauf wurde die Steuerreformdebalte fortgesetzt. Abg. Kaizl erklärt, seine Partei werde mit Rücksicht auf die autoritative Zusichernng, dass die Steuerreform' Vorlage auf unbestimmte Zeit vertagt und die Rede« Freiheit bei der Budgetdebatte zugesichert werde, den bisherigen Widerstand gegen die Steuerreform aufgeben. Die Hß 277 bis 285 werben nach der vom Referenten vorgeschlagenen Fassung unverändert angenommen. Hirmit sind sämmtliche sechs Hauptstücke der Steuer reform in zweiter Lesung erledigt. Es erübrigt jetzt nur noch, das Eiuführungsgesetz niit dem Finanzplane zu erledigen. Der nächste Gegenstand der Tagesordnung ist der Bericht des Audgetausschusses über die Regierungs« vorläge betreffend die Aufnahme eines Landesanlehens im Nominalbeträge von 24 Millionen Kronen seitens der Verwaltung Bosniens und der Hercegovina und betreffend die Uebergabe der aus dem Occupationscredite gebauten Eisenbahnen Brod-Zenica sammt der Verbindungsbahn Slavonisch-Brod-Bosnisch-Brod an Bosnien und die Hercegovina. Da der Referent Abgeordneter Szczepanowski im Hause nicht anwesend ist, leitet der Obmann des Budgetausschusses, Dr. Ruß, die Verhandlung ein und weist auf die hohe Dring« lichleit des Gegenstandes hin, weshalb er auf die weiteren Ausführungen verzichtet. Es sprach der Nbg. Kraus contra und der Leiter des Handelsministeriums, Ritter von Wittek, der die Ausführungen des Vorredners widerlegte und die Annahme der Gesetzentwürfe empfahl, ferner die Abgeordneten Perii, Vasaty, Klaic und Hofmann-Wellenhof, worauf die Gesetzentwürfe in zweiter Lesung angenommen wurden. Nächste Sitzung Wontag abends. Delegationen. Wien, 21. Juni. Der Budget.Ausschuss der Reichsraths'Delegation erledigte heute den Occupations-Credit und brachte hie-mit seine Thätigkeit zum Abschlüsse. An der Debatte betheiligte sich auch der Herr Reichs - Finanzminister von Källay, welcher in einem eingehenden Expose" die Verhältnisse in Bosnien und der Hercegovina beleuchtete. Seine Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifalle aufgenommen. Der Herr Reich! - Finanzminister von Källay erklärte gegenüber dem Wunsche des Abg. Herold nach Schaffung einer autonomen Organisation in den occupierten Provinzen, die angeblich im Berliner Vertrage vorgesehen sei, dieser Vertrag enthalte nichts von Autonomie, übertrage der österreichisch - ungarischen Monarchie die Gesammtverwaltung der occupierten Provinzen ohne Einschränkung und Fristangabe. Der Herr Minister wünscht dringendst die auto-nomistische Organisation einzuführen. Dieselbe stoße jedoch auf große Schwierigkeiten, weil es gefährlich sei, dem Vo.ke eine Waffe in die Hand zu geben, die es noch nicht zu gebrauchen versteht. Er hoffe, dass die Schaffung einer derartigen Organifation vielleicht in 2 bis 3 Jahren möglich wird. Auch die gewünschte größere Pressfreiheit winde jetzt kaum richtig aufgefafst und gehandhabt werden. Der Herr Minister theilte mit, die Landesregierung strebe die ehebaldigste Verbindung Bosniens mit dem Hafen von Spalato an. besprach das Steuerwesen, die Einwanderung, das Colonisatiouswesen; erklärte, die Abschaffung des Zehents sei vorläufig unmöglich, motivierte die hohen Gendarmeriekosten mit den großen Grenzrayons sowie der Gebietsformation des Landes und der Verminderung des Occupations-credites für die bosnischen Truppen. Budget-Ansschuss. Der Budget«Ausschuss nahm das Budget-Provisorium ohne Debatte an, genehmigte unverändert die Regierungsvorlage betreffs Gewährung von Staats-Unterstützungen und Staatsvorschüssen an die durch das Erdbeben heimgesuchten Länder, erledigte den restlichen Theil des Budgets, nahm das Finanzgesetz au, erledigte eine lange Reihe von Resolutionen, Petitionen und andere Verhandlung«» gegenstände. Im Budget'Ausschusse begrüßte der Herr Minister des Innern, Graf Kiel mans egg, den Ausschuss. Obmann Dr. Ruß, die Begrüßung erwidernd, sprach die Hoffnung aus, dass der Herr Minister die Ausschuss-Arbeiten unterstützen werde. Bei Verhandlung der Regierungsvorlage betreffend Gewährung von Staatsunterstühun'en anlässlich des Erdbebens in Krain und Steiermark beantragt Abgeordneter Klun eine Resolution, hilfsbedürftig ge» wordenen Gebäudebesitzern außer den unverzinslichen Vorschüssen Bardarlehen im Höchstbetrage von einer Million gegen bücherliche Sicherstellung als dreipro« centiges, in 20 Jahren amortisierbares Darlehen zu gewähren. Abg. Baron Schwegel beantragt, den für das Land Krain nicht verwendeten Betragsrest Laibach zuzuwenden. Der Herr Minister des Innern bemerkt, die Schadenerhebungen bezüglich Laibachs ergaben, dass bei den dortigen Bauten die Bestimmungen der Bauordnung vielfach unbeachtet blieben. Gerade dort sei der Schade am größten, wo solche Constructiolismäna/l vorhanden waren. Es sei wünschenswert, dass künftighin die Bauordnung, wenngleich diese reformbedürftig sei, eingehalten weide. DieVorlagewurdemitdenge stellten A mendements angenommen. Beim Capitel «Casseverwaltung» erklärte der Herr Finanzminister Dr. Ritter Böhm von Bawerk, der Regierung liege das Los der Beamten, insbesondere jener der niederen Rangsclassen, am Herzen; er werde den Bestrebungen der Beamten bereitwilligst entgegenkommen; er stimme dem Antrage drs Referenten Dr. Steinwender auf Einbeziehung der achten Rangs' classe sämmtlicher Mittelschullehrer in die Subsistenz-zulage zu; die Supftlenten-Angelegenheit sei bereits er< ledigt. Die Einbeziehung der Auscultanten sei weder beantragt noch möglich, weil die Mittel erschöpft sind Die beiden ersten Raten gelangen am 1. Juli zur Auszahlung, die dritte Rale nach Annahme des Finanz' gesehes, die vierte Rate am 1. October. Die Referenten antrage wurden sodann genehmigt. Das Finanzgesetz weist einen Ueberschuss von 47.609 fl. auf. ______ Parlamentarisches. Wien, 21.IUM. Unmittelbar nach der gestrigen Plenarsitzung fand beim Präsidenten Freiherrn von Chlumecky eine Con< ferenz statt, an welcher die Obmänner sämmtlicher Parteien und Gruppen des Hauses sowie die Mitglieder der Regierung theilnahmen. Die Besprechung galt dem Arbeitsprogramme, welches im laufenden Session»-Abschnitte noch erledigt werden soll. Es wurde t^ schlössen, zunächst das'Budget-Provisorium, dann da» Budget selbst und eine Reihe kleinerer dringender Vorlagen fertigzustellen. Die Frage der Erledigung der neuen Cwilprocess-Ordnung würde, da die Iungczechen dagegen Einsprache erhoben, vorläufig in «u»l'on30 ge' lassen. Der Club der vereinigten deutschen Linken h"." gestern abends eine zahlreich besuchte Versammlung, >n welcher der Obmann Graf Kuenburg des Schadens der beiden Minister Dr. v. Plener und' Graf Wlmnbrano aus der Regierung mit warmer Anerkennung geda^ und unter allgemeiner lebhafter Zustimmung der anwesenden insbesondere dem langjährigen und hochvel' dienten Führer Dr. v. Plener die unveränderte u«o uugetheilte Sympathie sowie den wärmsten, m'ausliM lichen Dank aussprach, welche Kundgebung nach eM' helligem Beschlusse der Vorstand zur Kenntnis Doctor v. Pleners zu bringen beauftragt wurde. Der Elub der vereinigten deutfchen Linken fa<^ folgenden Beschluss: «Die vereinigte deutsche LlN" erklärt sich bereit, das neuernannte Ministerium ^ der Fortführung der laufenden Staatsgeschäfte !' unterstützen.» . . Auch der Club des liberalen Centrum« (CoronlM Elub) hat beschlossen, im Staatsinteresse die gege" wärtige Regierung in der Erledigung der laufen» Geschäfte zu unterstützen. Wien, 21. Juni. (Orig.-Tel.) Die Wiederholt des kaiserlichen Handschreibens an den Grafen ^ manseqg in der heutigen «Wiener Zeitung» hat Ha ihren Grund, dass bei dem ersten Abdruck das ^ ^provisorisch.vor den Worten «mit dem Vorsitze» 0"" ein Versehen in der Druckerei weggeblieben ist. . ^ Wien, 20. Juni. (Orig.'Tel.) Nachmittags statt" die scheidenden Minister den, Fürsten Windisch-^^ einen viertelstündigen Besuch ab. Statthalter Ol"' t. deni ist heute nachmittags nach Lemberg zurülft^ Wien, 20. Juni. (Orig.-Tel.) Die ««,"""" ,, Minister sowie die Mitglieder der beiden Delegat'"^ waren heute abends beim Kriegsminister Edlen ^ Krieghammer zum Diner geladen. — Ministerpra, Baron Banffy ist nach Budapest zurückgekehrt. ,^. Wien, 21. Juni. (Orig.-Tel.) Die Blätter M"" In Reichenau und Gloggnih wurden nachts ^ > ^, Erdstöße verspürt. — In Budapest ist nachts ""'" A bares Unwetter niedergegangen. Die Villa des Gen .^ consuls Prinzen Ratibor auf dem Schwabenveru infolge eines Blitzschlages vollständig niedergeuru Budweis, 21. Juni. (Orig.°Tel.) In der yew u Sitzung des Gemeinde-Ausschusses theilte der -t)"^ meister mit, dass der Kaiser vom 2. bis 4. Sep« h, anlässlich der daselbst stattfindenden Manövern " .^ weis sein werde, was mit Hochrufen auf den angenommen wurde. Meteorologische BeolmchtulMN in ttaibach^. 2l,2»N. ?.W 2 2l'N SO. schwach >e>^ Mu «.Ab. ?:w ?l 17« NO. schwach "ewoi' ,,^, Das Tagesmittel der Lemperatur 1«'"", »>m ' ^ dein Normale._____________ ____,-----^gly Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm.Ianusch" stitter von MissclMd. Laitiachcr Zeitung Nr. 141. 1231 22 Juni 1895. Angekommene Fremde. Hotci Elefant. Am 21. Juni. Dr. Vis, Private, s. Familie, Fiume. — Flihndrich. In«., Mödling (bei Wien), — de Majd, Großmanu, «runner, Gellis, Braun, Türl, Kslte.; K. und ?l. Herzog. Reich, -"liillcr, Mein, Private, Wien. — Weis,, Kfni., Praa.. — Dejal, l-u. l. Linienschiffslientenant; Dr, Laqinja, ?ldvocat, Pola. — ^we von Wrstcn, l u.k, Oberst, ttlaqensurt. — Goldmann, ^fil!, Berlin. — Schcrrcr, Nfm,, No^en. _____ Verzeichnis der Spenden ftir die dnrch das Erdbeben heimgesuchte Bevölkerung Krams. Den, Laibacher Etadtmagistrate sind weiters folgende «Pendcn zu^cloinlnen: Da^ Bürgermeisteramt in Pilsen eine weitere Collrctc per 453 fl. 70 lr.; dae! National-Theater in ^rag als Ergebnis einer dramatischen Vorstellung 3t!8 fl. 41 lr.; ^err Andreas «Mbrseel, Bnchdrncker und Redacteur in Görz, tlne weitere Lollecte per 255 fl,; das Gemeindeamt in Sachsen-Md die Collccte per 140 sl,; die Administration der «Narodni Usty» in Prag eine weitere Collectc per 106 fl. 42 lr.; das Gemeindeamt in Pulslrau die Collecte per l00 st.; das Bürger' ?neisteramt in Virovitiea 50 fl.; Herr Jan Mäsa, Redacteur " Iglan, dir Collecte per 20 st.; das l. l. Landesschühcn. «tationclcommando in Vrnnecl die Collecte per 12 st.; der «parvcrein in .Mobuuly bei Brunn 10 st.; die Arbeiter der ^aggunfabril in Arad 4 st. 95 lr,; Herr Josef Podivinsly in ^roß-UNersdorf 4 st. 70 lr.; Herr Karl Müller in Wien 3 fl.; Frau C. von Prusloweh in Mährisch.Schönbcrg 1 st. W lr.; mäulcin Mizi Hartleben in Schönbrrg 1 fl. 55 tr.; Herr 6- Lazarini in Wien 1 st. 22 lr.; ein Ungenannter in Schiw» berg 30 lr. ________ Xxiv. Verzeichnis der beim hiesigen Hilfscomitö eingelaufenen Spenden. , Man,- Perlmutter in Wien 10 fl., Hcrder'schc Verlagsbnch. Mdlung in ssreiburg 1« st, «9 lr., Louis Ienle. Buchhandlung 'N Vasel, 7 st. 12 lr., Carlo Frisch in Finnic 10 fl., eine ge. Wndene Krone 50 lr., Jordan k Timäus in Bodcnbach 50 fl., ^lil. Hidalovic in Staa.no 2 st., Bnrg^rmcisteramt in Theusing ^ st-, Ma^ von Schesel in Aschasfenbnrg 2 Ml. -- 1 sl. 19 lr., ^decni ulaci v Aetv«fi-^. von lnecliciniscken ^.ulorilMen 8tel8 ompsolilene ^^ llkr8kll,s j»t, voilatklxljtz si-oi von or^illli^olion Lul)- «lllnxen uu^ l,!e!,et nLljuniIsr« »,n Orten mit ^^veilkl- lialtem Lrunnen- ocier ^eitun^8WH88er lil>,8 xulräß- X,) lieble «otrüuli. (1320) 2 -HZ Henri Neftlü's Kindernährmehl. Während immer wieder neue Präparate in den Handel gebracht werden, welche einen Ersah für die Ammcnmilch abgeben follen, dabei aber, da sie diesem Zwecke nicht dienen, wieder bald verschwinden und vergessen werden, hat H. Nestle's Kindcrmehl bereits eine 26jährigr erfolgreiche Vergangenheit für sich. Nicht bloß gesunde Kinder tlwnen anf diese Weise volllommen ernährt werden, auch mit acuter nnd chronischer Dyspepsie und Darmlatarrhen behaftete Säuglinge genesen, wenn man ihnen dieses Nährmehl in ratio-ncllcr Weise verabreicht, in lurzer Zeit und gedeihen sodann auf das prächtigste. Aus echter Alpenmilch, Weizenmehl nnd Zucker erzeugt, gibt diefes Kindcrnährmehl eine reine und gesunde Kost ab, die rasch bereitet werden lann und wegen ihres geringen Erstehungsprcises jedermann leicht zugänglich ist, da eine Dose für fünf bis acht Tage ausreicht, Erste Kinderärzte des In-nnd Auslandes empfehlen dieses Nährmittcl als vollen Ersatz der Muttermilch, nnd dessen Verbrauch ist darum auch ein außerordentlich großer. Umsomehr ist es Pflicht der Eltern, darauf zu achtcu, dass mau allen ähnlichen Präparaten, die in marlt» schreirischrr Wrise angelündigt werden, sorgfältig aus dem Wege gehe, da dieselben nicht nur nicht nützen, sondern in den meisten Fällen nur schaden. Hauptdrpl'.t für Oestcrrcich.Ungarn: K. Verlyal, Wien I., Nä'glcrgasfe 1. Depots in allen Apolhclcn nnd Droguericn, Warnung vor dem Anlaufe anderer in marltschreierischcr Weise a„gekündeten Präparate, die nur auf Täuschung des Pn» blicums abzielen. (2282) 10—2 (438) 21 rortiv^ryQa vr».v»ttsu Xonbslton. llut gellpannten Ilalll lielort in Hoüeu» yu^ntnui »u» üsiu olxonsn Ztvln-druol»« ln X«.i»l»«l^olto» del Vr»v1^o (2469) 4 Lusezu L. slux, Ikin Kr. L ! Ii2< 40 vluk».olz« rlnü do«,oro ?1ll.tiy tür ^«ld1lol»o» nnü luäQuIloliy» vleu»ti»vr«onltl »olort iu ver- ^ ^sben. (2648) Aöchster Spritzer! Erfrischungsgetränk crstrn Ranges. Ansgezrichnct durch reiches natürliches Mousfeux, Befördert die Verdauung. Verhindert Säurebildung im Magen nnd daraus entstehende Folge» lranlhciten. Ausführliche Brunnenfchrift gratis an allen Verlaufsslellen oder direct von derCuranstalt in Bad 3ladein, Steiermarl. Depots in Laibach bei Johann Lininger, Michael Kaftner. (8) 6—2 ! J. Hafners Bierhalle < ? IVl4THMlraHKC 17 in I>niba Noten i"i, Mai «o>,!>ml>cr , . lOlLl'. lNl <5> " -«°!en vriz, Februar «„«»st lNI',5, lNl 3^. " Silber verz. Ia„n<>r Juli 1«l »l, 10l 45 18^ " ,< Nprll-Octobei ,ui^ib I01-'ü >»««!. ^« Etaat«l°sc , lil.u fl. lüi 2l» lt>2— >8«n" ^" .. yanze b(X» l. ,5? - Il.7 «« <»N^. ^" " ssunficl >Nl«lo!e . . lUl, l. 1««'75 l»7'7t> z«/ °» ,, . . b(! fi. ,9!!'7b 1»? 7« ' »0M,.Mhi ^ ,,l, fi . . ,5».. . ,58- - ^/ ^v^ °ldicn <«/ ^/'^ ^otsürrn!!', slsüslfrt! — — — ^ f..,.l°^«"tts m Nruülüwähl., ,» "uerftr, slliüWNroiic» Äiom. wl bo lOl'7l> " "" dto. per Ultimo . . »0l'b0 lM ?n ^l'nbalm. «tantsschulduer. lchreibungen. » ^)' '"l '<><> sl. W, 4"/, t2»-123's>0 Äa!,» <" Silber ^? ^lonsiiw^eusrs.ftlv. ^« »<. '^"" «r "um. . . »»'»N lco uo »0u^ °"""N>-r«nI)n mEUb., ^„d,n ,""'"sl l. inu st, «°m. ->--------->- >!,^,''Nr°n<>!iw,steuers,.4U<, """ Nr, s, 8»« »r, Nom. . lNo — l st, 5. W, «,Il, ^^Tir. 200 st, o, W, b«/„ - -- 24» - H«ld Narr Vom Vtaalt zur Hahlung übtrnomment «Isenb.'Vrlor.» vbllglltionen. «tlüabrüibah» «<>« u. 30UU M. ,!,r U0» M, 4"/„..... l19'— l«0'- M, 4"/n..... lll4-. ,24«» Franz Io!cpl, B,, <> fi, E. 4«/<, . »9 40 luo 40 Vor<,rlbcrgi'rVal,n,«m. l22 L« dtn. Nente in Kronenwähr., 4"/«, steuerfrei für2l»«ttro»e!!Num, 99 b« W 7« 4"/„ bto. d!o. per U»im° . . 99 ?>N 9970 d »,». dto, dto. Silber l<«> fi,, 4>/,"/„ 1«» iu l<>t iu d!°. Gtaats Oblig. (Ung. VNb.) V. I. l«7«, b"/n..... 1«»-40 124 40 btll^'/l-^schanllcsslllMbl.-Obl. INl-- <«»'- dto. Prüm,.«nl. il ,l»<> fi, «. W. 1^26 1.'>!»^5 dto. dtll, ll bu fi, ö, W. lb8'2l, IK» 2Ü Iheiß Ne„,'L°!e 4"/„ lun fl. . l4y bo t47ou Grundenll. 'Gbligallonen (für ,00 si. /„ lroalüche und Ilnuonische . 98-7» .— 4"/„ unnarilche (l<»0 fi. «. >«.) . 98 »5 »9-25 Ande» iissenll. Hnlthen. Do»«!! «eg, Lo!e b"/„. . . . l3l üU l32b0 dl°, «nleihe l»7» . . I!)!»'- 1lU — «nlehen der L< V«rz. . . Ill 25 ^.»— «nleye» d. Vtadlssemeindc Wien iun-50 1U7-A5 Niilehe» d. Slndlnemeiübe Wien (Silber oder Gold) , . . . —>— —_. PrHmie» «nl, b. Eladtgm, Wien 174 »5 l?5 22 Vürlebau «»lehen, verlosb, 5°/, l«»-— K,»'- 4«/<> ltralner Land,« «nlehen . 9»-»5 — — »elb Ware Mndbrits« (für lU0 st.). Bodcr.allg.0st. in50I,vl,4"/„«, —-- .... . bto. „ „ ln5N „ 4°/, — — __ bto. „ „ in 5» „ 4"/„ 99 90 lNU 70 dto. PrüM'Lchld«, 3°/^ l.Gm, li?f.o ,,8_ dto, dto, 3"/„, ll. /,"/n . > — —-. dlo. bto. ., 4"/n . . lU0'4O 10!-20 dlo. bto, bojähl, ,, 4°/n . . ION 40 l0l 80 EparcaNe,l,öst..3l>I. ü'/,»/„vl, l0l-50 --— PrilllitälS'GllliglltisNtn (für luc» fl.). Ferdinands Äiurdbahn ltm. l88l> 10<» 5n I0l 50 Olsterr, Nordwestbah» . . . 1,2 10 118 ,0 Ntaatübahn....... 224 — 2 13» 25 Unss'ssaliz, «ayn..... 110 — 11,— 4°/„ Unlerlrainer Nahnen . . 8» — iou — Diverse Lose (per Stück). Budapest Äasllica (Dombau) . 8-^ 8 ii» Credillost 10« si...... 19925 20» lik Clary Lole 4« fi. «M, , . . 5;,._ «,»._ 4"/„T>oi,ll» Dampflch, t»»fi,LVl. 14Y., zs,,»... Ose„er Lose 4» fl........... s,g,.. Palfs» L°!e 4<> fi. EM. ... s.9- . «0 - Noll,enlllsU^0cst.VcI.v.,10N. 1751» ^8 — Noll,en »reuz, Ung. Ves. v,, 5 st. 10 75 11 i!.> «»dolpl, Lose 10 st..... 28-^ 84.^,, Salm Lole 40 fi. ..Oe»o!«Lole 40 fl, CM. . 73-^. 74.^ Walbstei» Lose 2« fl, EM, . . 54'».<> 5«'2k> Windüchgrah Lose 20 si, CM, . —-— __-__ Vew, kchd,3"/nPräm. Lchuldv. d. Bode»creb!ta»sta!t,I, (tm, , i»-»5 »025 dto, dlo, ll. ltm, 1»»«. . . «8 — »1 — Uaibacher Lose...... »8-— «.. Geld Ware zank»Hl!i»n (per Ltücl), Ansslo Oest, Vanl 200 fi. 60°/« ,0 l?2?5» Bai'lverein. Wiener. 100 ft. . IlNX'ü!) !89 — Bodl-r,U!!st,,Oesl„»00fl,E.4<>°/« ,5«? — 5L» — «lrdt.Mnsl, s, Hand u,G, 1NN fi. —'— - - dto. blo. per Ultimo Leptbr. 408^0 40»«» «lreditbanl, «llss, ung. «00 st. . 493 75 494 85 Deposi>s»ba»i, «ll„,, «00 fl. . »50 > »Ü3 - Eicumple »fs,, Ndrvst,. 50» fl. 910'— 920- Viro ii, Cassenv., wiener, »cost. !829— »»«'— Hypu!l,elb,,Oest.,200st. 25"/,,«, 83— 9t'— Läliberbanl, Oeft., »<»0 fi. , . L8!> »0 ll«b»" Orsterr.-ungar. Bant. «l>0 fi. . 10»» ia»7 Unionbanl «00 st...... 847 »5 348 2b Verlehrsbanl, Nllg., 140 fl. . 184 — «85 — Htlitn von Transport» Vnltlnthmungen (per Stück», «lbrrcht Bahn «<«> fl. Gilbrr . —-- — - «usstg Tepl, ltisenb. 300 fl, . , ,795 1805 Büym. Norbbahn 150 st, , , 3»2'— 313 50 bto. Westbayn 200 fi. , . . l dto. dto. (lit, li) 2<»0 fi. . 571—572-Donau - Dampfschiffahrt« ° Vef., Oesterr,, 500 fi «M, . , , !>74 — t»7?'.. Dran !,, U) 200 fl. S. 300 s.l» 301 - Prag Duler ltifenb, t50st. S. , «09 7d>110 2» Siebenbürger Eisenbahn. Erste — -.! - — S»aat«e>fe,!bahn 200 fi. L. . . <4l-7b.442-50 SNdbahu 200 fi. S..... !,0'- <>05.<- Oübnordb. Verb.°B. 20» fl. 0 Tramway «es.,Wr.,1?Ufl.0.W. bye — b?0 - dto. ltm. 1887,200 fi. . . . — — —-— «Xlb War» Tramway Vts., Neue Wr., Pri«x rtlät« «eilen 100 fi 10» — 109 Ung.gal!,. Eisenb. „00 st. Silber »,« i.0 ,c>9 « Un8.Westb.. Egydier lti!en und Etahl^Inb. in Wien 100 fl..... 7z _ «. ^ Eüenbahnw.-Leihg., «rsle, 80 st. ,3»»— ,^<. «, .,GIl>emu!»I". Papiers, u. «. ». 70 _. ",,^ Lirsl-iner Vrauere! 100 st. . . lz4-8(» ,»^»<^ Mmüan »keusch., vest, .alpine »8 - »» «» Präger E!sen<,nd..«e,. 200 st. 7»9 - ?« ^ Balgo-Tarj. Kteinlohlen «0 st. !?m,.^ <,»» ..Vchlüalmuhl". Papiers.. l,!x,f! ....... ^.^ ..Stelilsrm.", Papiers, u. «. " ,,_ lrüaNer Kohieiiw. - Ves 70 > ,. Wafsenf.°«..Oe,l.inWien. 100«. »?i, . . <7«5u Waggon Leiyanft.. Mg... ,n P,st. Wr. VaugeseNschast ,00 fi. ^ ! "," I 5»3 II Wlenerb^ger Zif,sl°«rtien.«el. «74 50 ,74 75 V»ois»n Nmflerbam....... 100 - l»0 10 Deuische Plütze...... bl. »5 59-55 London........ 1l»1 Ll» 1,1 b5 Pari«......... 4«,,U ^» ,7 Zt. Pe„l»bur«...... «^ «^, Dalulen. D»ca!en........ z.^ Deutsche «eichsbanlnoten . ' 5,,? .»^? Italienische Banln°t«n . «N 5.A