rSuumeratiaus - Preise: Kür Laibach: T^izjäbng . . ^ si. 40 kr. Halvjäbrig . . 4 „ 20 „ Pie:teljäbrig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — „ 70 „ MitderPost: »' iziäbrig.............12 fl. H» bjäbrig...............« , ^ -rleljiibrig 3 , Laibacher Hitr Zustellung in- HauS 'krlelj. 25 k., monall. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. TaMaii «nonvme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nevactt«« Bahnhofgaffe Nr. 138. Erveditions- L Juser«»e«-vureau: Tongreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung von Jg. v. Klein» mayr L Fed. Bam' -------- JnsertioiiStireis»! Für die einspaltige'Pesij L4 kr , bei wiederholet ________ schaltung L 3 kk»^^ Anzeigen bis S Zeilen Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 201. Samstag, 2. September 1876. Morgen: Serafiue. Montag: Rosalia. 9. Jahrgang. Die national-llericalen Ideale und unsere SchuljuMd. Der Staat ist nur nne große Erziehungsanstalt, welche da eingreift, wo die Schule das Ihrige gethan hat. Staat und Schule bezielen denselben Zweck: Erziehung der Menschheit zur Menschheit. Der Staat muß aus die ihm vorarbeilenve Anstalt, die Scdule, Rücksicht nehmen und ihre Einrichtung zweckmäßig machen, und die Schule ber S t a a t S e rz i e h u n g Vorarbeiten. D i e st e r w e g. r. Viele Menschen sind in der Thal ein psycho logisches Räihskl. Wir zählen dazu gewiß nicht Männer, welche gleich einem Paulus, Augustin rc. von jeder selbstsüchtigen Oslenlalion frei das Ble»d> werk des durch die Erziehung beigebrachlen Herkommens, die Rücksichten des Nützlichen mit eiserner Willenskraft abgestreift, und im unermüdlichen Suchen jener Fährte, die zu den reinen Begriffen des einzigen Rechtes, zum Licht und der Idee des Wahren, «Aulen und Schönen führt, erst nachträglich die fremdartige, ihrer Natur widerstrebende Richtung aufgaben; die Traditionen der Nationalität, der Abkunft und der dadurch bedingten Borrechte plötzlich, ohne Zagen, ohne klügelnde Berechnung und langsame Uebergänge über Bord warfcn, um die einuial betretene neue Richtung mit unverbrüchlicher Consequenz und Ausdauer bis znm letzten Aihem hauch zu verfolgen. Nein, wir denken hier an eine andere Gattung von Aposteln, denen, trotzdem sie an den Fleischtöpfen moderner Kultur groß erzogen wurden, jener große wMistorischc Auc-blick verwehrt bleibt, dem die Kämpfe um „Schurzfell und Chorrock, Stern und Insul, Geldsack und Stammbaum, im Lichte der'unverfälschten Begriffe von Religion, Wahrhei, und Recht betrachl-t, niedrig und filisterhaft erscheinen. Es kann wol nicht geleugnet werden, daß sich bei vielen Männern von sonst unverdorbenem Charakter gewisse Vornrtheile der Jugend so fest eingewurzelt haben, daß auch die wissenschaftlichen Studien keinen zersetzenden Strahl ins trübe Dunkel werfen und eine durchschlagende innere Revolution, die bn ideal angelegten Naturen früher oder später loSbriät, gänzlich ausbleibt, nichtsdestoweniger wurde bei anderen, denen es auch vergönnt wurde, Minerva's heilige Hallen zu betreten, von der ersten Jugend an dis Selbstgesäll'gkeit und der persönliche Eigendünkel so intensiv ausgebildet, daß das Wort der Wissenschaft in ihnen niemals Fleisch geworden. Allzusehr an das Idol ihres eigenen Ich gebunden, ist ihre Gesinnung zu trivial, zu roh, um in einer großen Idee aufzugehen, mit dieser zu leben, zu leiden, zu siegen, zu fallen; im Gegentheil. sie ver-miethen gleich den bekannten deutschen Lanzknechten ihre geistige Kraft am liebsten demjenigen, welcher ihrem Idol „das Meiste" zu bieten vermag. Bei solchen Männern ist Taufe und Chlisam, Malz und Hopsen der geistig regenerierenden Wissenschaft ver'oren, jede radicale Umwandlung des Menschen, jede wahre geistige Wiedergeburt bleibt aus und das auf dem Jsolierschemel nationaler Vorurtheile, persönlichen Eigendünkels ruhende Herz bleibt unzugänglich für jeden elektrischen Lichtfunken, welchen die im Gchirne aufgespeicherte Wissenschaft zur belebenden Vergeistigung des ganzen Menschen entladen sollte; umsomehr aber umzieht das Letztere ihr mtellectuelleS Leben mit dem Spinnengewebe fophistischccVerdrehung, die ihien geistigen Schwindel als Genialität, ihren Eigennutz als Patriotismus, ihre Willkür als Gesetzlichkeit, die berechtigte Nothwehr des Verfolgten als Mangel an Dieciplin und Verträglichkeit, ihre Eigenmacht als die beste Staatsverfaffung, Eonfu-sion als die beste Ordnung in der urtheilsarme» Masse und in der unreif denkenden Jugend er» scheinen läßt. Sollen wir in der Weltgeschichte Jahrhunderte weil zurückgreisen, um nachzuweisen, wie oft unter d:r Firma der Religion die größten Schandthaten, Grausamkeiten, Willkür und Jntriguen geübt wurden, wie viele Priester alles, nur nicht Apostel des reinen, unverfälschten Evangelium« waren? Und wenn es solcher Männer stets eine Menge gegeben hat und g>bt, welche die Religion und die hiedurch verliehene Autorität zu eigener Verherrlichung und Nahiung des Allmachtskitzels mißbrauchen, wenn sie gegen den Geist christlicher Duldsamkeit die Religion als wirksamsten Hebel betrachten, um Haß, Zwietracht und Uneinigkeit zu säen, warum sollte ähnlichen Naturen nicht auch die Wissenschaft dazu Jeuilleton. Coeur-Dame. Novelle von Fr. Willibald Wulf f. (Fortsetzung, Der Arzt erkannte, daß der geeignete Moment gekommen sei, um für seinen Schützling Partei zu nehmen. „Ich trage die Schuld, Frau Generalin, daß Fräulein Brunner ihrer Pflicht nicht nachgekommen >st," sagte er in bestimmtem Tone. „Sie, Herr Doctor?" rief Frau von Sim-Mern erstaunt. „Erklären Sie mir doch!" „Ich war so kühn, Fräulein Brunner mit der Bitte forlzufchicken, mir ein Buch aus dem Bibliothekjimmer zu holen." Wie durch einen Zufall streifte der Blick des Greises das Antlitz des Barons. Ein spöttisches Lächeln spielte um Waldheims Lippen. „Gnädige Cousine," sagte der letztere mit einem Sarkasmus, den nur Walter verstaub, „ich war Zeuge, daß Herr Doctor Walter Fräulein Brunner fortschickte, um ein Buch zu holen." Ter Arzt bezwang nur mit Mühe den Zorn, den diese Worte in seiner Brust hervorriefen. „Fräulein Brunner ist deshalb noch immer nicht entichuldigi. Sie hatte den gemessenen Befehl von mir, meinen Gästen die Honneurs zu machen," sagte die Generalin. „Ich wiederhole Ihnen, gnädige Fiau, daß ich allein der Schuldige bin. Nur meiner dringenden Bitte hat sie Folge geleistet." Wie wir vorher schon angedeutet haben, stand Walter in hohem Ansehen bei Frau von Simmern. Er war seit vielen Jahren ihr Hausarzt und hatte während dieser Zeit das hochmüthige Wesen und die eigenthümlichen Launen seiner Patientin so genau kennen gelernt, daß er der einzige war, welcher sie zu behandeln wußte. Er war ihr deshalb unentbehrlich. Trotzdem, daß sie ihm grollte, weil, er es gewagt hatte, ihren Befehlen entgegen zu handeln, verbarg sie doch, so schwer cs ihr auch wurde, ihre zornige Stimmung hinter einem erzwungenen Lächeln. „Ihretwegen, lieber Doctor, will ich Gnade für Recht ergehen lassen," sagte sie, indem sie ihm die Hand reichte. Walter führte dieselbe an die Lippen. „Erlauben Sie, gnädige Frau, daß ich sofort meinen Fehler wieder gut mache und Fräulein Brunner benachrichtigen lasse, daß Sie ihre Gegenwart wünschen. Jean," setzte er, ohne die Antwort der Generalin abzmvanen, zu einem Bedienten gewendet, hinzu, „suche Fräulein Brunner auf und sage ihr in meinem Namen, daß ich des verlangten Buches nicht mehr bedürfe. Sie möge sogleich hier erscheinen." Der Diener eilte hinweg und Walter wandte sich wieder zu Frau von Simmern. ES lag ihm jetzt nor allem daran, sie vollständig zu versöhnen, bevor Luise erschien, und es gelang ihm auch. Dann kehrte er zu Asseburg zurück und nahm seinen Platz auf dem Divan wieder ein. Nach wenigen Minuten trat Luise in das Gemach. „Jetzt muß es sich entscheiden," murmelte der Arzt. Er hatte Mühe, seine Erregung niederzuhalten, denn noch vermochte er nicht, in ihrem Antlitz zu lesen und die Befürchtung, daß sie sich verrathen würde, lag allzu nahe, wenn er daran dachte, in welch' trostlosem Zustande sie sich noch vor ganz kurzer Zeit befunden habe. Kurz, ja beinahe unhöflich brach er das Gespräch mit dem Freiherrn ab, um seine ungetheilte Aufmerksamkeit dem Benehmen seines Schützlings zuzuwenden. Mit niedergeschlagenen Augen, aber mit festen, sicheren Schritten näherte sich das Mädchen dem Kreist der Damen, in deren Mitte die Generalin saß. Trotz seiner Selbstbeherrschung zitterte der dirnti', dieselbe zu einer geeigneten Lieferantin von Sophismen und Jntriguenjpielen zu degradieren? Warum sollten sie nicht hier edle Kunsilieb-haber sein, warum liberale Phrasen verschmähen, um bei hinreichender Blendung ihren naiven An-betern in verspäteter Stunde den ui heimlichen Pserdesuß zu zeigen? Sie wissen ja gm, daß in gewissen Kreisen Frömmigkeit ohne w fsenschastlichc Durchbildung und den Glanz der Gelehrsamkeit keinen Cours hat, und diese Thatsache mag solche Prirster dazu antreiben, die Machtmittel, die ihnen ihre geistliche Stellung bietet, zu ihrem losen Spiele als geringsügig zu betrachten. Sie geben sich mit Eifer dem Studium profaner Wissenschaften hin, blättern sogar in Hegel, Fichte und Spinoza herum, um sodann in der Schule ein gleiches Jntri-guenspiel mit Lehrenden und Lernenden zu treiben; da» Evangelium, welches Demuth, Selbstverleugnung und Duldsamkeit anbefiehlt, schmeichelt ihrem Eigendünkel und angeborner Ränkesucht noch weniger, als das Reich des profanen Wissen?, und das veranlaßt sie sogar, sich der Ausübung des geistlichen Berufes ganz zu entziehen und sich in das Geschäft geräuschvoller Politik zu verirren, wo Parteihaß, Leidenschaft und VersolgungSwuth gegen Anders Denkende den Priester zum ränkesüchtigen, unhcil-stiftenden Pfaffen degradiert. Nun, diese Männer tragen im christlichen Ge wände wol bloS die Embleme unserer erhabenen Religion und ihres großen Berufes, in der Thal ab:r co promittieren sie die Religion, compromit-lieren die Wissenschaft, weil ihnen dieselben nur dazu dienen, um Haß, Leidenschaft und Zwietracht aus dem trügerischen Zauber ihrer Pandorabüchse in alle Zweige des öffentlichen Lebens zu werfen. Und wenn es die Jesuiten nicht für hinreichend fan. den, als bloße Vertreter der Religion sich einen allmächtigen Einfluß zu erwerben, sondern es für un. »läßlich fanden, durch Betreiben profaner Wissenschaften jenen Männern, denen dieseDisciplinen und damit die Denkfreihcit und freie Forschung Selbst-zweck war, Concutrenz zu bieten, mit gleicher Waffe der R.action und der Knechtung des Menschengeistes Vorschub zu leisten, um schließlich zu herrschen warum sollten wir an die Existenz ähnlicher Jesuiten ohne Chorrock zweifeln, deren Vorurtheile und HochmuthSdünkel trotz wissenschaftlicher Studien so inlact bleibt, daß bei ihnen die Summe ihrer Erkennlnisie zu einem Rüstzeug sophistischer Phrasen herabsinkt, um Fanatismus als Ideal, Zerstörung alö Ausbau, Feindseligkeit gegen Staatsverfassung als wahren Patriotismus der naiv staunenden Menge hinzustellen. Zweifellos kommen solchen Männern nationale Vorurtheile, welche jeder Kulturidee ent behren, ganz gelegen; sie schmeicheln der Eigenliebe und dem Ehrgeize solcher, welche lieber in einem kleinen Torfe die Ersten, als in Rom die Zweiten sein wollen. Wenn nun schon die Jesuiten sich unter Umständen gerne Len Anschein von Liberaliemus geben, so fühlen solche Männer der Wissenschaft, die dem geistlichen Stande nicht angehör^n, umsomehr das Bedürfnis, dem 19. Jahrhunderte hie und da zu zeigen, daß ihre Bundesgenossenschafl mit den Klerikalen und der Reaktion denn doch nur an einem sehr dünnen Faden hänge. Jenachdem es die Opportunität, die Grundlage kleinlicher Convenienzpoli-liker, gebietet, sind diese Männer bereit, bald in der Weise des homerischen Thersites den ^ortjchriil und die Freiheit mit lriviai klingenden und heiseren Stimmen und widrigem Gebellser anzusingen, und schimpfen in gleich burschikoser Gasthausmanier über Religion und Priester; bald jedoch kehren sie nach gewohntem Schaukeljystem der Freiheit den Rücken, wühlen gegen Verfassung und Staat, wenn die Reaction ihrem Eigendünkel eine bessere Rolle in Aussicht stellt. Za welcher von den beiden eben charakterisierten Klassen wir unsere Jungslovenen zählen sollen, darüber mag uns gar kein Zweifel obwalten. Daß zu den Vertretern des Herkömmlichen, den Kleri. calen und Feudalen, auch die Naiionalen als die Dritten im Bunde gekommen sind, werden uns auch die Jungslovenen nie in Abrede stellen können, so sehr sie auch mit der Tarnkappe des Liberalismus ihre geistige Verwandtschaft verbergen wollen. Einige derselben habe» einstens, von einem starken elektrischen Schlag aus dem Horizonte ihres Wissenschaft' lichen Gehirns berührt, der Rcaclion und dem Je-suitismus abgesagt; aber immer ist es blos die brutale, physische, vom Zufall abhängige Abkunft und die übergroße Quantität der slavischen Brüder, auf welche sie pochen; jede» Augenblick werden sie recidiv und beweisen, daß ihr Liberalismus ganz ver-träglich ist mit dem Bunde jener Dunkelmänner, denen d'e nationale Idee nur als Fußgestclle jener Herrschsucht und Bureaukratie dient, wie sie nur die Reaktion mit allen schreckhaften Consequenzen zutage fördert. Zur Komödie wird hie und oa im eigenen Hause, gleich wie bei einem politisch geschulten Ehepaar, ein Streit ausgeführ«, die Jungen werden begriffsstützig, sie trennen sich — aber bald kehren sie zurück, vollends überzeugt von der Richtigkeit der Fabel vom Magen; gleich Liebenden, die gerne zanken, fahren sie sich um so verständnisinniger nicht mehr in die Haare, sonder» in die Arme und be-theuern sich gegenseitig, wie viel angenehmer ihnen ein naiionaler Großiogul wäre, als die staatsbürgerlichen Freiheiten, die ihnen der Kaiser mit seiner Regierung gewährleiste?. Nur die Weltgeschichte liebt, ebenso wie die Natur, manche Anomalien. Durch Jahrhunderte kämpften die edelsten Repräsentanten des Volkes mit ihrem Herzblute gegen die Willk.ir, ConvL»icii;poutik und diej Bureaukratie deö Reg erungSapparaleS. wo das Amt als eine Domäne angesehen wurde — heute sind die schönen Tage von Aranjuez für diese Herren so ziemlich vorüber, die Regierung bietet uns mit einer freisinnige» Verfassung eine des Menschen, des untergebenen Staatsbeamten und Staatsbürgers würdige Existenz nun, warum sollte nicht einmal die aus ihrem Höhensitz vertriebene Reaclion mit ihrer Willkür und Omnipoten; nach echt jesuitischer Maxime aus den Söhnen Minerva's ihre geeigneisten und tüchtigsten AdMcalen rekrutieren, namentlich wenn dieselbe» ihre einflußreiche Stellung gegenüber Volk und Jugend dazu ausnützen können, um das Vertrauen des ZlaateS sammi dem Genuße der von demselben gebotenen Subsistenzmittel dazu zu mißbrauchen, um den Interessen des Staates und der Kultur entgegenzuarbeiten? Ja fürwahr, noch immer tobt der alte Kampf zwischen dem Geistige» und Leiblichen, dem Vergänglichen, Zusälligen und Ewigen — und so geschieht es auch, daß die einen auf dornenvollem Pfade für Recht, Wahrheit und die edelsten Güler der Mensch, heit streiten, während andere, von dem Blendwerk der Popularität und anderer Vorurtheile beengt, ihre Leidenschaft als Vernunft, ihre fanatische knl-tur- und staatsfeindliche Gesinnung als leuchtende Ideale bei dem leichtgläubigen Volke und der naiven Jugend absetzen. Das ist jenes Philisterthum, jener jesuitische Eigendünkel, der stets nur düpieren will, das eigene Ich höher als die verfochtene Sache stellt, und eben deshalb nie leidenschaftslos, nie ohne triviale Insulte und Verdächtigung kämpft; das sind jene Männer, welche der schlagende Gegenbeweis nicht belehrt, nicht überzeugt, sondern erbittert und reizt, weiche sich entweder aus Bequemlichkeit oder hochmülhigem Vorsatz niemals Mühe geben, in den gegnerischen Grundgedanken einzugehen, sondern denselben ignorieren, mit Sophismen überkleistern; dahingegen aber gleich jenen von Sokrates verspotteten Sophisten über zufällige, im Flusse der Rede und der Schrift leicht unterlaufende Verstöße eine .echt kindische Freude empfinden und dieselben mit der vornehmen Ueberlegenheit eines kleinlichen Schulmeisters rügen. Nun, diese kindische Freude gönnen wir solchen Männern, welchen vor lauter Bäumen der Wald, vor den hochentwickelten Beinen das Haupt verschwindet, sie mögen die Silben eines Aufsatzes Fortsetzung tu der Beilage. Greis. Jetzt erhob Luise den Kops, aber anstatt den Ausdruck einer zagenden Unentschlossenheit in ihrem Antlitz zu finden, wie er befürchtete, gewahrte Walter eine stolze, imposante Ruhe in ihren Gesichts-zügen. Der bewunderungswürdige Muth, welcher Luise in den furchtbarsten Momenten ihres Lebens vor Verzweiflung bewahrt hatte, übte auch jetzt seinen Einfluß auf sie aus und gab ihr die Kraft, dem unvermeidlichen Geschick mit Fassung und Entschlossenheit Trotz zu bieten. Ihre Ruhe theilte sich dem Arzte mit. Seine Befürchtungen machten einer Art von Bewunderung Platz, welche sich noch steigerte, als er sie mit ruhi-ger, klarer Stimme fragen hörte: „Soll ich Befehl geben, den Thee zu servieren, gnädige Frau?" Bis zu diesem Augenblick war Luise der Gegen, stand seiner ausschließlichen Aufmerksamkeit gewesen, er hatte bisher nicht gewagt, das Auge auf Wald-Heim zu richten, welcher in seiner Nähe stand und an einem Gespräche einiger älterer Herren theil-nahm. Jetzt heftete er einen forschenden Blick aus den Baron. Eine furchtbare Veränderung war in dem Gesichte des letzteren vorgegangen. „Er hat sie erkannt," klang eS dumpf in dem Innern de» Arzte». Waldheim halte die Hand auf die Lehne eines vor ihm stehenden Sessels gelegt uns stützte sich dar-aus, da es ihm ersichtlich an Kraft fehlte, sich aufrecht zu erhallen. „Was ist Ihnen, Herr Baron?" fragte einer der neben ihm Stehenden, erschreckt von der fahlen Blässe seiner Gesichtszüge. „O — nichts — nichts — ein plötzliches Unwohlsein — aber es ist schon vorüber," entgegnet-er mit schwacher Stimme, indem er sich aufraffie. Er bedurfte jedoch mehrerer Minuten, um sich wieder zu fassen. «Sie ist es," dachte er. „Die Aehnlichkeit wäre zu groß. Hinter dem bürgerlichen Namen Brunner verbirgt sich Luise von Thurneck. Aber wenn ich mich täuschte, wenn H^r gilt es, rasch einen Entschluß zu fassen, ich muß klar sehen." Er machte eine Bewegung, um sich Luisen zu nähern, welche, die ferneren Befehle der Generalin erwartend, am Eingang de» Zimmers stand. Walter hatte ihn keinen Moment außeracht gelassen. Er verrieth die Absicht des Elenden und vertrat ihm den Weg, denn er fühlte, daß kein Mittel unversucht bleiben dürfe, um Waldheims Muthmaßung, daß die Gesellschafterin seiner Cousine und Luise von Thurneck identisch seien, zu wider, legen. „Nun, Herr Baron," sagte der Arzt, sich den Anschein gebend, als bemerke er Waldheims Verwirrung nicht, „hat Fräulein Brunner vor Ihren Augen Gnade gesunden?" „Ich bin eben im Begriff, sie mir näher anzu« sehen," entgegnele der Baron, sichtlich bemüht Fassung zu gewinnen. „Ein schönes Gemälde verliert stets in der Nähe," sprach der Greis gulmülhig lächelnd. Waldheim stutzte, als er den freundlichen Ausdruck in dem Antlitz des Arjtes wahrnahm. „Sollte sie auch ihn getäuscht haben?" dachte er. „Aber kann er nicht ebensogut ihr Geheimnis kennen?" „Herr von Waldheim," sagte Walter, welcher seine Gedanken rrrieth, „Sie scheinen zerstreut zu sein, und ich fürchte fast ...." „Sie täuschen sich, Herr Doctor," fiel ihm der Baron hochmüthig in die Rede. „Ich gebe mir nur Mühe, die Langeweile zu verscheuchen, welche mich stet» in Damengrsellschaften heimzusuchen pflegt." (Fortsetzung folgt.) Beilage zum „Latbacher Tagblat^ «r. 201 vom 2. September 1876. nach Herzenslust durchmustern und sodann dir oft bewährte Akhäsiouskraft des rothen Bleie- am Pa-piere wieder erproben. Weil nun diese GeisteSkinder nie die Kraft besessen, sich aus dem beengenden Zirkel nationaler Vorurtheile, sei es aus Verblendung, sei es aus kcinlicher Ehrsucht zu befreien, so sind sie ebenso außer Stande zu begreifen, warum sich Männer von Geist und Gemüth von ihnen abwenden, auf die Gefahr hin, bei denselben und der ganzen Sippschaft in Ungnade zu fallen; sie zeihen dieselben der Apostasie vor der Nationalilät, weil sie sich nicht als Knechte ihrer Willkürgelüste und unbezähmbaren Herrschsucht hergeben wollen. Du lieber Gott, wie viele der edelsten Geister, der größten Wohl-thäter der Menschheit müßte ma» der Apostasie beschuldigen, wie viele sind von bornierten, verbissenen Zeitgenossen in der That dessen beschuldiget worden, weil sie Vorurtheile der Rasse, des Adels, des Reichihums rc. von sich abwarfen, das rein Mensch liche eines Wesens zum lebendigsten Bewußtsein in sich zu bringen suchten, wie viele Barbarenvölker müßte man bedauern statt glücklich schätzen, weit sic, vom Weltstrom der Kultur berührt, ein Stück ihrer E genart aufgeben mußten, um in der letzteren aufzugchen, hiebei aber alle Voitheile, die ein reges Kulturleben bietet, hiefür eintauschten. Sollen wir da zweifeln, daß es in der liberalen Sippe der Jungslovene» Leute gibt, die es bedauern, daß wir «ine große, hochgebildete Nation zum Nachbar haben; offenbaren sie uns nicht nur allzu deutlich, daß ihr Sion in Belgrad, Cetinje oder vielleicht gar in Moskau ist» wornach sie sich gleich den an den Ufern Babylons klagenden Israeliten sehnen? Wie sehr müssen solche GeisteShetden den unerbittlichen Gan, der Weltgeschichte selbst verdammen und ih-:em Na tionalitätsprinzipe getreu, auch die germanisierten Preußen als stammverwandte Brüder begrüßen, die früher oder später, durch verschrobene Philologen oder Historiker belehrt, einsehen werden, daß ihre Ur ahnen einen Verrath an der slavischen Nationalität ausüblen, daß jetzt die Urenkel ihre einstige Abstam mung wieder reclamieren müssen. Nun, wenn die Kultur im Vöikerleben ihren unwiderstehlichen Pro zeß vollzieht u> d jedes Auflehnen gegen deren Ein> fluß ebenso thöricht erscheint, wie das Unternehmen jener Vierfüßler, welche den leuchtenden Mond oder eine vvrüberbrausende Locomolive anbellen, so werden die tiberalen Jungslovenen bei einzelnen Jndivi duen nicht Charakterlosigkeit oder gar Verrath wittern wenn sie sich nach eigenem Geschmack ihre geistige Richtung bestimmen, an der Quelle deutscher Litera tur ihren Gesichtskreis erweitern und ebenso deren Kenntnis der krainiichen Jugend als unversiegbaren Born humaner und staatsbürgerlicher Gesinnung an empfehlen. Zu den Friedensverhandlungen. Die „Budap. Corr." erfährt: „Eine vfficielle Erklärunz der Pforte ist aus die Friedenseröffnun gen noch nicht erfolgt, aber privatim hat der Groß Vezier ganz kategorisch erklärt, ohne bestimmte Ga rantie dafür, daß die Friedensanträge seitens Ser biens ernst feien, könne von einem Wasfensiill stande nicht die Rede sein. Die Pforte werde bereit sein, auf der Basis der Ausrechterhaltung des terri torialen 8tatus quo Friedeuöverhandlungen einzu-leiten, jedenfalls müsse aber Serbien eine Kriegs contribution von 1.000,000 Dukaten, wenn auch in mehrjährigen Raten, außerdem den bisherigen Tribut bezahlen und in der Festung Alexinoc türkische Be satzung aufnehmen. Wenn die europäischen Mächte die letztere Bedingung mißbilligen, mögen sie selbst die Garantie dafür stellen, daß Serbien in Zukunft sich ruhig verhalten werde. Montenegro endlich könne die Pforte gar keine Zugeständnisse machen." Dem „P. Lloyd" wird aus Belgrad berichtet, der Großvezier und Mithad Pascha haben bereits vertraulich ihre Geneigtheit, den Frieden zu schließen, zu erkennen gegeben. ES ist Anösicht vor« Händen, daß die Friedensfrage bereits vom Divan verhandelt wird. Der österreichisch-ungarische Einfluß ist, was auch von anderer Seite behauptet wird, gegenwärtig in Stambul der herrschende, woraus die Gewähr dafür geschöpft wird, daß der Friede auf dauerhafter Grundlage bald hergestellt wird. Es wird hervorgehoben, daß „Jflok" nicht mehr das Organ Ristit' sei. Der „Allg. Augsb. Ztg." wird geschrieben: „Die Quintessenz dessen, was an Mitteilungen und Vermuthuugen über den Stand der MediationSfrage zutage gefördert wird, besieht darin, daß eben die Auseinandersetzungen zwischen den Mächten fort» dauern, daß sich selbst die Optimisten keinen allzu sanguinischen Hoffnungen bezüglich des Erfolges der VermittlungSaction hingeben und daß nichts»unge-rechtfertigter ist, als eine rasche Herbeiführung des Friedens zu erwarten, ohne dessen Sicherstellung auch an einen Waffenstillstand nicht zu denken ist, einerseits deshalb nicht, weil die Mächte auf eine Mediation, die nur den Zweck hätte, Serbien eine Waffenruhe, damit dieses sich wieder sammle, zu verschaffen, gar nicht eingegangen wären; anderer-seiis weil, selbst wenn die Mächte — was ganz undenkbar ist — sich von Serbien für diesen Zweck mißbrauchen ließen, die Pforte die Znmuthung, einen Waffenstillstand ohne definitive Friedensbasis zuzugestehen, entschiedenst zurückweisen würde." Authentisch verlautet, die Pforte habe gegenüber den Botschaftern officiell ihre Bereitwilligkeit, in eine Waffenruhe einzugehen, erklärt, wenn Serbten die FriedenS-Präliminarien unterzeichne. Serbien hat darauf geantwortet, daß eS ernstlich den Friede» anstrebe. Der türkische Ministerrath, an welchem die großen Würdenträger des Reiche- theilnahmen, hat Abdul Hamid, anstelle MuradS, zum Sul« tan proklamiert. Abdul Hamid begab sich am 3l. v. M. von Dolma-Bagdfche in- Sera-kierat, um als Sultan inthronisiert zu werden. Während der Fahrt warf er viel Geld unter da« Volk. Starke Truppenmassen waren in der Nacht vom 30. auf den 31. v. M. auf den Beinen, aber die Ruhe wurde nirgends gestört. Politische Rundschau. Laibach, 2. September. L iiland. Wie „Hon" meldet, werden im ungarischen Ministerium des Inneren die Durchführung«.Instructionen zur neuen Comi-tats-Organifation soeben ausgearbeitet. Am 4. September findet im ganzen ^'ande die Eon-stituierung der neugebildete» Eomitate statt; bis dahin werde auch die Rectificierung der Territorien, die sehr glatt verlaufe, beendet sein. Am 4. Oktober trete sodann mit den Berwaltungsausschüssen die neue Organisation ins 2eben. Der Wechsel in der Leitung des ungari. schen Handelsministeriums hat sich ohne Sang und Klang vollzogen. Minister B. Simonyi verabschiedete sich von seinen Beamten mit einer kurzen und herzlichen Ansprache. Die Finanzlage Ungarns ist so kritischer Natur, daß selbst Parteigenossen der Regierung die Sinbeglritung des letzten Quartalau-weise- mißbilligen. Das Finanzministerium hat denselben als günstig dargestellt und sich gerühmt, von der 40 Millionen Anleihe noch Bestände zu haben. Nun ist aber diese Anleihe laut Gesetzartikel II vom 27. Dezem ber 1875 bestimmt: zur Bildung von K^ssenre> serven, zur Tilgung der Beträge für Investierungen der Eisenbahnen und zum Beginn der Rückzahlung gen der Schatzanweisungen. Von diesen Bestim mungen wurde nur die erste: Bildung von Kassen reserven, erfüllt. Ausland. Graf Ehandordy wurde zum französischen Botschafter in Konstantinopel ernannt, anstelle des Grafen Bourgoing, welcher den Botschafter Posten in Madrid über nehmen wird. Der serbische Minister Präsident RistiL hat an die Eabinette neuerdings eine Note in Sachen der bulgarischen Greuel gerichtet. Unter dem Titel: »Wie wird die Pforte gegen Montenegro Vorgehen?" veröffentlicht da« „Djeridei Havadiß ' einen Artikel, in welchem es die von den Montenegrinern errungenen Erfolge anerkennt, gleichzeitig aber prophezeit, daß Fürst Nikola von Montenegro diese Vortheile theuer bezahlen werde. Vom Kriegsschauplätze. Ueber die Kämpfe bei Älexinac verlautet: Von türkischer Seite wurden bisher in verschiedenen Berichten außer l 5,000 Baschi-Bozuk- und Tscherkessen, 41 Bataillone Nizams, 35 Bataillone Rediss, 11 Bataillone Jäger gemeldet. Rechnen wir jedes dieser 87 Bataillone zu höchsten- 500 Mann, so ergeben sich daraus 43,000 Mann. Die türkische Armee zählte überdies 18 EScadronen reguläre Ca-vallerie, also etwa 3000 Reiter und 90 Geschütze. Rechnet man noch die gemeldeten 4500 Arnautrn und etwas technische Truppen hinzu, so dürften die beiden unter Ali Saib und Achmed Ejub Pascha stehenden Corps 65,000 Mann und 90 Geschütze gezählt haben. Im Vordertreffen der Serben standen in den ersten Tagen die beiden Brigaden ProtiL und Had> ß't, etwa 6400 Mann stark — das Bataillon zu 800 Mann gerechnet. Dazu gehörten noch zwei E--ca^ronen Cavallerie mit 300 Mann, drei Batterien mit 18 Geschützen. Außerdem erwähnten die Berichte zweier Bataillone aus Schumadia, welche an den ersten Gefechten theilnahmen und die also wieder 1600 Mann zählten. Rechnet man einige technische Truppen hinzu, so mochte die Avantgarde der Serben etwa 8500 Mann und 18 Geschütze betragen haben. Berücksichtigt man die Gesammtziffcr der serbischen Armee, dann die bei Bjelina, Sjenica, Zajkar und anderen Punkten ausgestellten serbischen Posten, so dürfte Tschernajeff bei Alexinac kaum mehr als 50,000 Mann, darunter vielleicht 2000 Reiter und 12 Batterien, versammelt haben. Die Truppen, welche HorvatoviL am fünften Gefecht--tage dem allgemeinen Kampfe zuführte, zählten gewiß nicht mehr als 8000 Mann, darunter 200 Reiter und 3 Batterien. Die serbische Armee bei Alexi-nac betrug demnach etwa 66,500 Mann mit 170 Geschützen, 2500 Reiter dabei mitgerechnet. Derwisch Pascha ist in Podgorica mit vier Tabors Mohren, drei Tabor- Egyptiern, 4000 Baschi-Bozuks und 3050 ZehbekS angekommen. Sohin befinden sich gegenwärtig im ganzen 56 Tabor« und 54 Kanonen in Podgorica. Von den Kanonen wurden einige in die KulaS bis Spuj vertheilt. Eine Abiheilung Montenegriner drang am 28. v. M. in die Nähe Podgorica'- vor und ver-brannte 80 Häuser Am Donnerstag zersprang eine Kanone in Podgorica, infolge dessen die Munition in die Lust flog, wobei 20 Türken getödtet und 40 verwundet wurden. Hierüber irritiert, massakrierten die Türken von Podgorica einen Geistlichen und einen Bürger. Von der Drina-Armee wird gemeldet: Am 29. v. M. machten die Türken einen Ausfall von Bjelina. Bei Popovo wurden sie von den Serben angegriffen. Die schabazer Brigade schlug mit Verlust zwei Angriffe zurück. Auch bei Zaljenova wurden die Türke» geschlagen. Die Jbar» Armee bestand am 28. v. M. gleichfalls einen siegreichen Kampf bei Pogled. Officiell verlautet, daß dieTürken neuerdings versuchten, die Oz re n-Plant na zu besetzen, aber nach heftigem Kampfe von Jezero, Stanci und Prugovac vertrieben und völlig geschlagen wurden» wobei sie die Brücken in Stich ließen. Die Serben verfolgten die Türken, nahmen ihre Verschanzungen ein, säuberten das ganze rechte Morava Ufer und zerstörten die Brücken. Zur Tagesgeschichte. — Bom Juristentage. In die ständige Depu-tation wurden folgende Mitglieder berufen: Pros. Dr. Gneist, Ministerresident Dr. Borchart, Justizrath v. Wilmovski, Justizrath Makower, geheimer Oberregierungsrath Dr. Meyer (sämmtlich auS Berlin), AppellationsgerichtSpräsideiit Kühne (Greifswald), Obergerichtsrath Thomsen (Hannover), Hos-gerichtSdirector v. Stößer (Mannheim), Kammerpräsident Petersen (Straßburg), Präses Dr. Albrecht (Hamburg), Appellrath Hauser und Advocat Stenglein (beide aus München), geheimer Rath und Professor Excellenz Dr. v. Wächter (Leipzig), Generalstaatsanwalt Dr. v. Schwarze (Dresden), Obertribunalsrath Becker (Oldenburg), Bicepräsident des Reichsoberhandelsgerichtes Dr. Drechsler (Leipzig), Hos. und Gerichtsadvocat Dr. Rechbauer (Graz), Hosrath Dr. v. Keller und Hof- und Gerichtsadvocat Dr. Jaques (beide aus Wien.) Von den früheren Mitgliedern scheiden daher Appellations-Gerichts.Vicepräsident v. Kunowsky (Stettin), Hos- und Ge-richtSadvocat Dr. v. Kißling (Linz), Fiscal Dr. Jung (Frank surt) und Oberstaatsanwalt v. Hohenadel (Nürnberg.) Prof. Gneist hielt folgende Rede: „Wir sind der kaiserlichen Regierung zu großem Danke verpflichtet sür die freundliche Aufnahme, die sie dem deutschen Juristentage entgegen gebracht hat, wir sind der Stadl Salzburg zu herzlichem Dank sür LaS freundliche Entgegenkommen und die herzliche Aufnahme, die es uns ermöglichte, in dieser schönen Um gebnng uns zusammenzusinden, verpflichtet, und ich beantrage, daß wir den schuldigen Dank aussprechen, mit dem Wunsche, baß ein schöner Himmel komme und uns neu beseele, daß wir dem Lokalcomitt in Salzburg Dank sagen, daß eS die Verwirklichung des dreizehnten deutschen Juristen tageS mit solcher Hingabe übernommen hat." — Purpur - Reiher. In der Nacht zum 27sten v. M. zog eine zahlreiche vogrlschar über «gram, ein schönes Exemplar sie! aus den Zrinyi-Platz nieder, wurde durch Herrn Wolf, Restaurant im neuen Betelheim'schen Hanse, getödtet und dem dortigen Naturalieu-Labinet zum Präsent gemacht. Es zeigte sich, daß diese Zugvögel Purpur, Reiher gewesen, die in dortiger Gegend sonst niemals Vorkommen. — Eine excellente Schwimmerin. Eine Dame aus Stuttgart unternahm am vorigen Dinstag das Wagestück, von Ermatingeu über den Bodensee nach der Insel Reichenau hinüber zu schwimmen, was ihr in einer Stunde und süns Minuten glücklich gelang. — AnsdemLande derGlanben sein heit. Hochwürdeu Alois Kreß, Looperator in St. Walburg im Ultenthale in Südtirol, verherrlichte Sonntag den 20sten v. M. die Feier des Gottesdienstes dadurch, daß er einen in der Gemeinde allgemein geachteten 62jährigen Bauer mit der Faust hinter die Ohren schlug, qeshald, weil der selbe einen alten Freund in der Kirche begrüßte. Der Um stand, daß diese Roheit im Gotteshause während des Gottes dienstes von „geweihter" Hand ausgeübt wurde, zeugt von dem Bildungsgrade der Klerisei und sie hat es daher auch nur sich selbst zuzuschreiben, wenn sie nicht die Achtung ge nießt, dir sie beansprucht, sondern nur die, die sie verdient. — Erdbeben. Bon der meteorologischen Beobach tungsstation Hohenwang bei Langenwang im Mürzlhale wurde an die k. k. Tentralanstalt sür Meteorologie in Wien telegraphiert: „Heute, den 30. August, um 4 Uhr 46 Min» ten nachmittags, wurde hier ein ziemlich heftiger Erdstoß, welcher von donnerähnlichem Getöse begleitet war, verspürt. Die Bewegung, welche circa eine Secnnde dauerte, war eine wellensörmige, Richtung derselben SSW. gegen NNO." — Die kk^IIoxera vsstLtrir ist nun auch in Württemberg konstatiert. Um Stuttgart herum sollen nicht weniger als drei JnsectionScenlren bestehen. Es wird vermuthet, daß die Phylloxera schon vor 12 oder 13 Jahren nach Württemberg eiugeführt wurde. Lokal- und Provinzial-Angelegeuheiteu. — (Personal Nachricht.) Herr Paul Jvaniiö, Rechlsprakticant beim hiesigen Landesgerichte, wnrde zum Auskultanten in Krain ernannt. — (Die städtische BereinSmusikkapelle) concertiert morgen abends im Glassalon der Lafinorestau ration. — (Bier türkische Soldaten) wurden wieder nach Klagensurt interniert. — (Wünsche und Beschwerden.) Zunächst der Fahrstraße, welche von der Bahnhofstraße nächst dem Haufe des Schieferdeckers .Korn gegen die Dampfmühle zugeht, befinden sich einige offene Kalkgruben. Die Nächte sind bei der eingetretcnen ungünstigen Witterung finster geworden. Zur Verhütung von Unglücksfällen, welche Passanten oder Fuhrwerken dort zustoßen könnten, wird der Wunsch ausgesprochen, diese Kalkgruben nächst der Fahrstraße ent-sernen oder dock mit schweren Pfosten überlegen zu lassen. Hinter dem Südbahuhvse in der Nähe der Werkstätten und Brettermagazine besteht ein Fahrweg, welcher von einer Mulde begrenzt wird, deren Gewässer in einen offenen Kanal einmünden. Auch au dieser Stelle erwächst für Fußgeher und Fuhrwerke Gefahr, weshalb Sorge getragen werden wolle, daß dieser jetzt offene Kanal zugedeckt werde. — (Ein nationaler Märtyrer.) Bor JahreS-srH sahen wir in den Straßen Laibachs einen Mann in der Unisorm eines sergöLnt-w^or von der I^gion ä'ötrrwxer herumstreichen. Dieser sür das slavische Element hochbegei sterte Held hängte sein Photographengeschäst in Laibach auf den Nagel und zog aus, um sür die Herzegowiner Blut und Leben zu opfern. (?) Der Freiheitsheld fand im hie sigen nationalen Lager viele Bewunderer, an seiner Brust glänzten päpstliche und mexikanische Decorationen und mit patriotischen (?) Gaben beglückt verschwand derselbe vom hiesigen Operationsplatze. In der Maske eines herzegowinischen OberlieutenaiUs begab sich Wach, so nennt sich der edle Türkenfresser, nach Kärnteu, sammelte Gelder sür die leiden den slavischen Brüder in der Herzegowina und warb auch Freiwillige, ganze zwei Mann. Wach wurde wegen Landl streicherei und »«befugter Werlmng verurtheilt. Nu» ve» legte er seinWerbebnreau und SammlungSgeschäst nach Graz auch dort wurde sein nationaler Feuereifer abgekühlt, d. h er winde zu einmonallichem Arreste und zur Äbgabe in ein Zwangsarbeitshaus verurtheilt, obgleich er sich als Jnsur> gentenhauptmann mit Grandezza präsentierte. Seinem Re cnrse gab das grazer Oberlandesgericht keine willsahrende Folge. Wach wird nnn Muße haben, eine» neuen Opera tionsplan zu enlwersen und ein »eueS Operationsgebiet ausfindig zu machen. — (Vom Büchertische.) Im Berlage der Klein, mayr'schen Buchhandlung in Klagensurt ist soeben ein vom k. k. Postosficial Anton Ehrenreich in Klagensurt nach den neuesten Quellen und mit Zugrundelegung der letzten Volkszählung bearbeitetes „Topographisches Orts- und Pofllexikon des Herzogthums Kärnten" erschienen Dieses Lexikon enthält aus 92 Dluckseiten: ein alphabetisch geordnetes Verzeichnis sämmtlicher Ortschaften in Kärnten mit Angabe der Häuserzahl, Bevölkerung, Bezirkshauptmann schäften, Bezirksgerichte, Ortsgemeinden, Psarr- und Postämter, Eisenbahn- und Telegraphenstationen nnler Anschluß einer Landkarte von Kärnten. Die Beamten- und Geschäftswelt wird diese neueste Ausgabe eines Orts- und Postlexikons mit Vergnügen begrüßen, nachdem hiedurch einem nothwen dige» Bedürsnifse volle Rechnung getragen wurde. Preis, carto,»iert 2 fl. — Heute schon machen wir aus bas dem nächst ersolgende Erscheinen einer Broschüre: „Mag ne tismus, Elektricität, Wärme und Licht" philosophisch-physikalische Skizze, dargestellt von Anto Urbas, Domcapitular in Laibach, ansmerksam. Es will mit diesem Druckwerkcheu eine eigenthümliche, originelle Aus sassung, beziehungsweise Erklärung obiger physikalischer Phä-nomene begründet werden. Vsäeremo! Jedensalls ist der Umstand, daß ein Priester ein derartiges Thema pnblicistisch bearbeitet, sicher sehr interessant uud wird nicht verfehlen der im Selbstverläge erscheinenden Broschüre eine weilans-gedehnle Verbreitung zu verschaffen. — (Unsere heimatliche I n d u st r ie) errang einen neuerlichen Sieg. Herr Albert Samassa beschickte die Ausstellung des „christlichen" Kunstvereines in Graz mit Metallwaren, welche allgemeine Anerkennung fanden und den künstlerischen Aufschwung dieses heimatlichen Fabriks-etablissements constatirren. —(Ins Truppenlager zu AdelSberg) ist auch das Landwehl bataillon Nr. 72 von Triest abmar-schiert. — (Weinbau-Longreß in Marburg.) Der Lentralansschuß hat das Programm sür die Dauer des Eon. grefses vom 17. bis 25. September, an welchem auch Krain theilnimmt, veröffentlicht. Sonntags wird die Weinbau-Ausstellung und der Weinmarkt eröffnet, Montag und Dinstag hält die internationale ampelographische Commission ihre Sitzungen, Mittwoch wird der Congreß eröffnet, welcher im ganzen fünf Sitzungen hält, Samstag ist Festbankett, Sonntag Preisvertheilung und Schluß der Ausstellung, Montag 25. September endlich öffentliche Weinanction ain Weinmarkte und Ziehung der Ausstellungslotterie. Beitritts-lnstige haben sich bis 10. September bei dem Centralaus-Msse in Marburg zu melden. — (Im l a u d s ch a s t li che u T h e a t e r) geben die Herren H. de Rappelleski ans Paris und de Bar« arigo aus Amerika heute abends ihre erste Vorstellung aus dem Gebiete der indischen, chinesischen und japanesischen Magie. Das Programm signalisiert 14 Kunststücke in zwei Abtheilungen, erstere ausgesührt von Le Barbarigo, letztere von Rappelleski. Placate und Programme, im überschwenk" lichen Style gehalten, laden die Bevölkerung Laibachs zum zahlreichen Besuche dieser „wissenschaftlichen und unterhaltenden Soirie", welche „eine große außerordentliche Novität, einzig in seiner Art", bieten soll, ein. Die Künstler be> rusen sich auf die großen Erfolge, welche sie in Baden-Baden, Barcelona, Berlin, Brüssel, Dresden, Florenz, Lissabon, London, Madrid, Nizza, Petersburg und Wien errungen haben. — (Die wiener Universität) besuchten im abgelansenen Sommersemester 3581 Hörer, darunter 57 aus Krain. — (Ans der istrianerBahn) wird die com» Missionelle Probefahrt am 4. d. und die allgemeine Eröffnung Mitte dieses Monats slattfinden. Das sür die neue Strecke bestimmte Beamten- und Dienstpersonale ist bereits aus seine Dienstplätze abgegangen und sind auch die Stationen mit den nothwendigen Einrichlungsgegenständen versehe». — (Neuigkeiten aus dem nachbarlichen Kärnten.) Der ReichsrathS-Abgeordnele Dr. Brestel befindet sich in Bad Preblau. — Die Firma W » ls L Comp, errichtete in Klagensurt eine Leichenbestattuiigsanstalt. In Spittal wnrde der VIII. kärntuerische Feuerwehr lag abgehalten. — (Der Circus Sidvli) macht in Innsbruck sehr gute Geschäfte. Die künstlerischen Vorstellungen llben »«geachtet der günstigen Witterung eine starke, mächlige Anziehungskraft aus das Publikum aus. — (Aus den s l o v e n i s ch e n B l ä t t e r n.) „Slo-venSki Narod" stempelt die Assaire S „ klje zn einer c«,usv cÄötirö, legt aus den Eintritt des genannten Professors in das Gremium des krainischen Landesschnlrathes großen Werlh, malt die sudjectiven Fähigkeiten desselben mit rosigen Farben ans und bemerkt, Suklje sei ebenso oersassuiigotreu, wie Professor Heinrich, unr mit dem Unterschiede, daß «Luklje eben auch ein so guter nationaler Slovene sei, wie Professor Heimich ein begeisterter Deutscher. Die Aussühruugen des nationalen Blattes genügen uns und begründen nur noch fester die von uns im Namen der Ber-sassuugspartei zum Ausdruck gebrachte Ansicht, daß »ach de» gemachten Wahrnehmungen und Erfahrungen einem echten nationalen Slovenenwol nur eine geringe Dosis „VersasfnngStiene" innewohnH?„Slov. Narod" bemerkt libtt-dieS in seiner heurige» 198. Nummer, daß die vom Landeü-auSschusse in den Landesschulrath gewählte» Mitglieder Dr. Zarnik und Mnrnik von nun an recht fle.ßig den Sitzungen des legalen Landesschnlrathes beiwohne» werden. Wir nehmen diese Meldung zur Keiintnis mit dem Bemerke», daß wir in die Regierung volles Vertrauen setzen, daß sie kraft des ihr znstehenden Rechtes jene Elemente von dem Eintritte in das Gremium einer Staatsbehörde serne halten wird, deren Bersaffniigstrene nicht mackellos dastehl, deren Hinneigung zum echten nationalen Slaventhnm »ns eine sichere Gewähr sür Befolgung der neuen, verfassungsmäßigen Schulgesetze nicht bietet. — „Sk>-venski Narod" äußert sich in seiner heurigen 200. Nummer in nahezu frechen Worten, daß er mit dem Justizminister Dr. Glaser durchaus nicht zufrieden ist. Der Minister hielt nemlich beim deutschen Juristentage in Salzburg im Namen Oesterreichs eine deutsche Rede und betonte in derselben die Gemeinsamkeit der österreichischen und der dent-schen Gesetzgebung. „Slov, Narod" versteigl sich in seiner Frechheit zu der Bemerkung, daß, salls der Minister auch die politische Gemeinsamkeit Oesterreichs mit Deutschland gemeint hätte, die österreichischen Slaven diese Anmaßung zurückweisen müßten. Es wird dem Jnflizminister, um auch de» Beisall des nationalen Halbstudenten zu er- ringe«, nichü anderes erübrigen, als,, um allgemein verständlich zu erscheinen, um in künftigen Fällen bei ähnlichen Anlässen auch das Wohlgeiallen des »Slov. Narod" zu erringen, sich die slovenische Sprache anzueignen. Die Borniert-beil des „Slov. Narod" kennt wahrlich leine Grenzen I — „ Lloo, Narod" bringt in seiner 198. Nummer Bericht, daß jedes Bataillon des heimatlichen, in Triest stationierten Regiments Baron Kuhn Sir. 17 sich eine dreisarbige Fahne anschafste, um mit derselben in demonstrativer Weise aus Urlaub abzugehen. Diese Fahnen sollten sodann in Laibach deponiert werden. Obgleich der Regiments-Commandant und das triester Militär-Zl>itio»s-Commando diese Demonstrativ» strengstens untersagten, hingen demnngeachtet einige »kiAi^sIri eine solche Fahne beim Kasernsenster aus. Dieser Vorfall soll auch zur Kenntnis des Kriegsministeriums gekommen sein. »Slov. Narod" zieht auch derlei Vergehen gegen die Militärdisciplin ins Lächerliche unter Stellung der naiven Frage: „ob denn die slovenische Fahne ein so großartiges Schreckmittel sei?" Ein Blatt, welches die Militärdisciplin angreist oder lächerlich macht, vielleicht auch zur Uebertretung der Militärdisciplinarvorschristen ausreizt, verdient nicht, ein Erzeugnis der österreichischen Presse genannt zn werden. — „Llovenec" begrüßt Las .Laibacher Tagblatt" mit dem Vorwürfe, daß es an den oftmaligen Confiscierungen des „Slovenec" fchuldtrage. Nicht das »Laib. Tagbl.", sondern die bekannten Schmähartikel des „Slovenec" sind Anlaß, daß die werthvollen Blätter vom Damoklesschwerte des Staatsanwaltes getroffen werden. „Slovenec" möge reuig an seine Brust klopfen mit dem Bekenntnisse: eulx», wes. mkxiniL culps,." — (Lnrnerkneipe.) In der heute abends stattfindenden regelmäßigen Turnerkneipe im Lasino - Clubzimmer wird nebst der gewöhnlichen Tagesordnung auch die Berichterstattung tiver das „Venediger internationale Welturnen" erfolge«. Zahlreicher Besuch ist erwünscht. Die Besteuerung der Genossenschaften. (Fortsetzung.) W r müssen nun erklären, daß wir diesen Ansorde-rungen nachzukommen außer Stande sind. Es fand sich wvl in den Reihen der wenossenschastsmitglieder der opferwillige Patriotismus leitender Persönlichkeiten, ohne Aussicht aus den geringsten Gewinn oder Boriheil zum Wohle des Nächsten zu wirken — es fanden sich wol, wenn auch oft nicht ohne Mühe, die Mittel, welche die Vereine in Stand fetzten, ihre menschenfreundliche Bestimmung zu ir-füllen — dafür aber eine Last von Arbeiten aus sich zu nehmen, um den Steuerbehörden Substrate für neue Auflage« zu liefern, dafür wird sich weder das Geld noch der Patriotismus finde». Die gefertigten Genossenschaften stellen daher die Bitte, es möge die in jüngster Zeit gegen dieselben versuchte Anwendung und Durchfuhr»,,g der Steuer- uud Gebühren-gesetze iufolauge fixiert werden, bis dir von dem hohen kärntner Landtage i» Aussicht gestellte Petition an die Reichsgesetzgebung um Steuer- und Gebührensreiheit für Creditgenossenschaftin im Verkehre mit ihren Mitgliedern ihre Erledigung gesunden hat; die für die Vergangenheit Vorschreibnng gebrachten Steuern und Gebühren der gefertigten Genossenschasten aber mögen vollständig abge-Ichrirben werden. War es durch Jahre in dem freien Wille,- der Finanz-Verwaltung gelegen, dem Gesetze einen Spielraum zu lassen, welcher den AuShilfsvereinen die Bedingungen ihres Ent-stehens und ihrer Existenz gestattete, so wird ein Begehren, das nur mehr auf eine kurze Fristung des bisher von nie-wandem als ungesetzlich angesehenen Zustandes gerichtet ist, die Antwort der Unzulässigkeit nicht zu befürchten habe»; ^ und zwar umsoweniger, als das Gesetz, selbst in seiner gegenwärtigen Fassung, genügende Anhaltspunkte für eine wildere Deutung bietet und als der gegenwärtige Zeitpunkt mr «ine verschärfte Auslegung von Steuergesetzen als ein >ehr unglücklich gewählter bezeichnet werden muß. Sollte eS aber in höhere» Rücksichten der Finanzpo-mik gelegen erscheinen, dem gestellten Fristbegehren nicht tzugeben, dann wird mit der dadurch unvermeidlich gewordenen Auflösung der gefertigten Genossenschasten sür den , *°°t die Nothwendigkeit herantreten, selbst jene Hilssquel-"N zu erschließen, deren dir SrwrrbS- und ZahlungSfShig-E>t seiner Steuerträger in gegenwärtiger Zeit nnabweislich bedarf; falls er eS doch nicht ganz gleichziltig finden sollte, Steuerexecutionen auf die regelmäßige Tagesordnung setzen zu müssen."__________________________________(Schluß folgt.) Witterung. Laibach, 2, September. Morgens Nebel, langsame Aufheiterung, Sonnenschein, schwacher Ostwind. Wärme: morgens 7 Udr -j- 10 8", nachmittags 2 Uhr -s- 17 6° 0. (1875 -s- 19.7». 1874 j- 24 5° L.). Barometer 735 25 wm. DaS gestrige Lage»« mittcl der Wärme -s- 12 3°, um 4.7° unter dem Normale; der gestrige Niederschl-g 28 H5 ww. Regen. Angenommene Fremde am 2. S-Ptember. Hotel Europa. Franz Pesendorfer, »sm., Altmünster. — Witßvorf, k. k. Major, Agram. — Jocondo Renze, Rimini. Kaiser von Oesterreich. Erjavec, Professor, Graz. Stovrc». Neumann, steriler, Brünn. — Mallin, Oberförster, Beloviir. — Dro.'iiik, Lichtemoald. — Erweck, Pest. — Bresquar, Reis., Unterkrain. Bitterischer Hof. Paquuio, Italien. -- Bernard Anton, Asp. — Cebiu Jakob, Lehrer, Rrainbnrg. Hotel Elefant. Roz, Ingenieur, Hrastnik. - M. Peruzzi, Parje. — Groß Adolf, Wien. — Moffenigo, Triest. — Weiller, Kfm., Ungarn Hotel «MS» ^iru. Wiebemann, Jnfpector. Triest. — Gregor Katz, Salzburg. - Seelig Ed., fammt Frau, Ri-delli, Ageut, und äiaudek, Wien. — Maden Stojsavlje-viL, k. t. Lieutenant, und Dotzauer, k. l. Hauplmann, Ägram. - Eichler, k. k. Oberlieutenant. — M. Wall-stabe, Kaufmann, Berlin. — Hartimayr Joses, Kaufmann, Linz._____________________________________. Gedenktafel aber die am b. September 1876 stattfindendm Llcilarwnen. 3. Feilb., Stubler'sche Real , Eerouc, B!. «Ns.-Babn . ,»i>. Ar, g»I-s,b . »ta-tm-hn .... Südbahn .......... 7S-8» ?ü'L0 — 16— 7»'-! IS S» «SS . «KL -- 8b« . d?üv 57 «3.- 8» l<11 LS I0S ,0, ,d ivr 160 »» I«« u» »0 ISS »«».-->,«» 71 7L! 7i L>>», l «S «^«l>q. öst. <-od.-Sr-dik. 7» bv >»«. >>> >SJ.......... U8 - M........ Ill.'O ü'-i'.-Lredilaaft. 1?r1orit»t»-0l>I, Kran, 3°iel«.«ab» . Oest. Nordweftbab» > Eirbrnbllrgcr . . . . Slaal»bahn............ Eüdbahn S Per», dt«. Bons 1-0»« Kredit - Lose........ Siudots«. Lose ... HVovtu. (3Mou.) «ugSturg i«o Mark ,dr»n«. loc Marl. . Hamburg „ London w Psd. Strri pari« ,00 Frauc« . . VLiu»»«a. »ail. Münz-Ducale« rO-ftrarrcSftück . . . Deutsche ReichSbanl. Silber . . Geld War, 105-- 105.50 89 75 90'- 97 70 97 90 86 - 86 8ä V4 — 94,5 86 L0 87- 6l 75 6S- 1LS 50 154 — 94 85 94 50 168 — 168 50 IS 50 14'- 58 SV 59 10 58 90 59 10 58'90 59 10 181 40 181 80 4? 95 48 10 5 8» 5S1 9 68 9 68^ 5»S5 59 45 101 60 101 75 Telegramm. Wien, 1. September. Die „Politische Corrr-spondenz" melbct aus Konstantinopei vom 1. d. M : „Alle Minister behielten ihre Portefeuille«. Heute findet eine Conferenz der Vertreter der Pariser-Berlragsmächte betreffs Vermittlung des Frieden» statt. Alle sind gleichartig instruier'. Morgen, läng. stenS Montag erfolgen officielle Schritte wegen de-Waffenstillstandes." — Dieselbe Correspondenz mrl. del aus Petersburg vom 31. August: „Die Ausgabe der neuen serbischen Anleihe von 12 Mill. Franchat hiersklbst beiwnnen; der Andrang der Käufer ist stürmisch." Lrte«raphisÄer Lursberitzt arn 2. September. Papler-Vtente 66 6ä — Silber-Aente 70 40 — 1^>'^« StaatS-Lnlehen 111 50. — Lankacnen 655. — Lredit 143 80 — London !2125. — Silber 101-50 — tr. t. Münz« dukaten 5 85. — LO-Franc- Stücke 9 65'/,. — 100 >«eich». mark 59 30. Lsjktsno lloix, geprüfter und autorisierter Tanzlehrer, beehrt sich einem x. t. Publikum Laibachs die ergebene Anzeige zu erstatten, daß er seine Tanzschule (470) am Sonntag den 3. September d. I. im Lazzarini'schen Hause. Herrengafse, H. 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