LmtmcherWMtung. MlH. »1»»> >« ^ränliüi^rationspreii: Im Lomptoll ganzj. -^' ' ^. < /«^ ^. ^ Änlerttonsgebühl bis 10 Zellen: imal«l)lr., -«^/»L^ V»1* ?^,?^,4 !l. li. ^>>!>l. «. 5.50. YÜr die.^'.««cNllNss ins Hni.' ^Vi'l^l !<^<1 ! '/^slilii^ «m.«'»lr., 3»i. > U-uoust Pr.^ellc im.«tr..»m.»lr., V?^UHz» Mit 1. October beginnt ein neues Abonnement anf die „Oail, acher Zeitung." Der Pränumer at ions-Preis beträgt für die Zeit vom 1. October bis Ende December 18W: Im Comptoir offen.......2 fl. 75> tr. Im Comptoir nntcr Convert ....?'„ — ., Für Laibach ins Haus zugestellt ... 3 ., — .. Mit Post nnter Schleifen.....3 .. 7" .. Amtlicher Theil. S?. k. uud k. Apostolische Majcstät Hoden mit Allerhöchster EnlschlicßlMg vom 2-). September d. I. den anßcrordcutlichen Professor an der Innbbrnckcr Universität Dr. Iufeph Obcrwciß zum ordentlichen Pro-^ssor des deutschen Privatiechtcs u»d dcr deutschen Reichs« "nd Rechtsgcschichte mit dcr Verpflichtung, die Vortrage über letztere in italienischer Sprache zu halten nnd über österreichisches Verfasfnngsrccht zu lesen, allcrgnädigst zu nmilncn geruht. Hasncr m. i>. Dcr Minister für Cultus und Unterricht hat im ^vernehmen mit dem fürstcrzbischöflichen Ordinariate l" Wien den Supplenteu dcr dortigen k. l. Qberrcal-'chlilc am Schottcnfclde Alexander D rechst znm wirk-l'chcn Rcligionslchrer an dicser Anstalt ernannt. Nichtamtlicher Theil. ZiemiMomki gegcn dcn Föderalismus. Der bekannte polnische Patriot Zicmialkowsli cnt ^'ckelt in einem von ihm gegründeten Matte ein uatio->wlcs Programm dcr Polen, das dcn Ohren dcr sicgcs-^lvissen böhmischen Föderalisten nicht sehr angenehm !"tWn dürfte. Die Polen erkläre« nach dicscui Programm, ^ sie mit einer Födcrativstellung Oesterreichs nichts zu ^^sfeu haben wollen. Sie wollen lediglich in aller Stille .. crnslcn Albeit dcr Förderung ihrer nationalen Inte ^ism obliegen nnd sich von dem Lockrufe des Födera-!^"ws nicht täuschen lassen, der ihnen alle Hoffnung l .b'c Zukunft rauben würde, indem ihr selbständiges Zonales Leben ihm znm Opfer fallen müßte. Polen einen Schutzdamm gegen das Rnsscnlhnm bilden und diesen Zweck findet Ziemialkowski nur durch einträchtiges Wirken im Ncichsrathc gewahrt. Er spricht sich für n u-bc dingte Vcfchickung desselben aus und zeigt sich dadurch als treuen Frcmid Oesterreichs. Daß diese Taktik eine richtige ist, gcgcnnbcr der die Majorität des Reichs-rothes bildcndcnjVerfassnngspartci, zeigt die Befriedigung, mit welcher cin großes Wiener Blatt diese polnische Wcn-dnng aufnimmt, indcm es hicbci dcn Nachdruck auf die Fcrnhaltnng der föderalistischen Pellcitätcn legt nnd sagt: Eine Politik, welche entweder selbst föderalistisch ist oder in ihren Wirkungen dem Föderalismus zugute kommt, taun bei dcn Deutschen nichts ausrichten, weil eine solche polnische Politik eine Bundcsgenosfin jener Elemente wäre, welche dcn Dcntschcn Oesterreichs als Todfeinde gegenüberstehen. Mit diesen kämpft man, aber pactirt nicht, wcil es eben nichts zn pactircn gibt. Wenn nns cin Gewaltmensch anf offener Straße dcn Dolch auf die Vrust sctzt, um uns nm uuscr Eigenthum zu erleichtern, dann werden wir, so lange wir dic Kraft und die Macht dcr Abwchr habcn, uns gewiß nicht mit dem Straßcu-ritler ausgleichen, sondern denselben überwältigen nnd uuscr Eigenthum behauptcu Und wcr sich zu cincm sol-cheu Attentate verbündet, muß mit die Folgen dieses Bündnisses tragen. Ucbrigens tonnte ein Reich, in welchem das Cullur-Elcmcnt zn einer Hclotenrollc verurthcill wäre, selbst wenn sich dieses Element zu einer solchen Nolle vcrnrthcilcn licßc. nicht bestehen. Und wenn dieses Reich zu Gruudc ginge, wie sollte Galizicu als die Heimstätte des Poloniomus bestehen können? Das sind nüchterne Erwägungen, welche freilich die Phantasie nicht bestechen, aber desto mehr dcn Interessen der Wirklichkeit dienen. Auch der Rcsolutiou gegenüber wahrt Zicmial-kowski sich seine Freiheit, er stimmt ihr nur im Princip — dcr Erweiterung der ^andcsautonomie — bei, für die strenge Einhaltung dcr oft unklaren Detailpunktc will er keine Bürgschaft übernehmen, und uutcr dieser Voraussetzung dürfte dcr Reichsrath dcn polnischen Forderungen bereitwilligeres Ochör schenken. Die Lcuibcrgcr Resolutionistcn haben inzwischen auch ihren Club gebildet uud ihr Programm ausgegeben. Es lantet auf bedingte Beschickung dcs RcichSrathcS. Das oben cilirtc Wiener Blatt sagt hierüber: Ein Programm ist für uns feindlich, sobald es blos die bedingte Beschickung des Nrichsralhcs in sich schließt. Denn mit dem bedingten Bcschickcn ist die fortwährende Anfechtung dcr Verfassung verbunden. Und eine Partei, welche nicht unbedingt nnf den, Boden der Verfassung steht, für welche es nur eine Verfassung auf Zeit gibt, ist keine Partei, mit welcher man unterhandeln kann. Das Bedrohen und Ncgiren dcr Verfassung greift nn^ scrcn Vebcnsncrv an, und kciue Partei, welche sich einem solchen Geschäfte widmet, darf auf ciu Entgegentom-mcn der VcrfassungSpartci rechnen. Wenn die Polen mehr Besonnenheit entwickeln wollen, als ihnen bisher traditionell zngcmcfscn wird, müssen sie sich an das Programm Zicmialtowstis anschließen. Die Dcntschcn werden unerbittlich darauf bedacht sein, endlich die Verfassung außer Frage zu stellen. Es gibt leine Conccssioucu für die bedingten oder unbedingten Verächter derselben; nur innerhalb dieser ^inic des Ver^ Haltens liegt eine gesicherte Zukunft! Der Rechenschaftsbericht >es Landesausschujses. Die VerhandllMss betreffend die GrnndstcucrAb-schrcibnngcn erhält im § 3 eine historische Darstellung, wclchc durch die von nns bereits mitgetheilte Verordnung dcr k. t. Finanzdircction vorläufig abgcschlos-sm wiid. In Betreff dcr angeregten Reorganisation der Grundbücher heißt es: In der XXI. Sitzung hat der hohc Landtag dcn Landcs-Au^schuß beauftrag, nach Thunlichkeit das Ma» tcrialc zn sammeln, damit die Grundbücher den Zeit» ucilniltnlsscn riüsprschend abgcändcit wcrdcn, nm einen dczüglichcu Gesetzentwurf füc die nächste Session vor-zubercitcu. Dcr hohe Landtag hat hiebci anerkannt, daß sich das Gluudbnchwesen nicht plötzlich, sondern nnr mit Aufwand von viel Zeit, Mühe und Kosten ändern und bessern läßt. Dcr Lanocs-Ansschliß hat scin Augenmerk darauf gerichtet, das erfordcilicho Malcrialc nach und nach zu famincln. Was aber dcn Entwurf einer neuen Gruudsbnchsordmmg betrifft, so ist cs gewiß, daß die« selbe im innigsten Zusammenhange mit dcr Instizgcsctz-«.elinng stcht und insbesondere durch die C^ilproccß' gcsctzc wcscnllich beeinflußt wird. So lan^e also hierin noch nichts D.fiintmcö f(stlicsctzl ist, erscheint dcm ^^n-dcs-Ansschlissc die Enlwciflw^ ciner- Ornnobilchsordnung für Kram verfrüht, d^her dcm obige« Auftrüge des k. ^a»dt^»)cs in dcr Hoffmmg uich! entsprochen wird, daß auch der h, Vlindtag diese Ansicht theilcn wird. Ii, Betreff des OrundlastcnadlösnngS^cschäftcS gibt der Blicht die Statistik dcr Resultate mit Ende deS Jahres 1K68, welche unfern ^cscrn bereits bekannt ist. MuMon. Geist und Natur. Vorlcwügm, nchaltm iü Nußlaild." ^»lllt '^ ^^ «cwiß für Freunde der Natur, die in der Gen s ^"schuft selber nur ^aicn sind, keinen größeren sein V>°^ ^nen berühmten Naturforscher, dcr außer stell,, '^uschafl noch die Gabc dcr anziehenden Dar-gcisi,^^ ^^t, aus eine populäre Weise, mit nllcr B»." NMii U fi,^. f^^, ^.^^ ^h^, naturwissenschaftliche Ge- der^ ^ sprechen zu hören. Wie Kinder über die Wunder G ^archemuelt, so staunen wir übrr die Wunder sich ^"lcswclt, wie sic uns ein Manu schildert, dem HA. v ^lieime Vcbm und Wirken der Natur offenbart unless ^p"lärcn naturwissenschaftlichen Werken, wie d?r ^'^ sic auch scin mögen, ist doch immer dcr Zweck aber P ^'""3 vorherrschend. Das Didaktische sagt ben. „^/"' die sich der Schule schon entwachsen glau-dys' ^?. ^'' während sie in dcr freien Unterhaltung ^m>„ >""bc gern annehmen: man gibt sich dem ^lrtln!a ""v''fanacncr h'"' und wunderbar ist die ^llchers l ^ begeisterte Wort eines echten Isis. Vielt d.., ^°^"ngt. Wenn uns dcr Dichter eine ideale ^'pfi'idcn^ " "'^ ""^ '" ^°'^ Träume wicgt, so ^er d^ '^n- schmerzlich dcu Contrast, sobald uus wic-l"ln,g ub', ^'^ ^uklichleit umfängt; die heilige Stim-^^'lci,8 i„' ^ ^^ "'^ bic Erkenntniß des göttlichen '" ben, (^. ?^^"lur versetzt, verläßt uns auch nicht ^°bcn u,!°" - ^"' ^'"- ^"' l'i'lhleu uns geistig '"^ Mit 9l..^^"^' wie nach einem Gottesdienste, dcm ^ ' "ndacht beigewohnt. 27 ^>il N.. '"^'"' ^"l'"ltS «on Dr. (ngS-LalldcS'Commlssic'll gegen die Vermchrnng dcr Arl'eits-lräfle sür dic GlundcntlastungSarbcilen bci der Rad« maunsdurfcr k. k. Alzirkshauplmamischaft c.usgcsplochen, weil durch eine solche Vermehrling bei dcn obwaltenden manigfallic;en Hinderinsscn d>c Velha»dlnngcu nicht lil,^ schlcunigct weiden könnten. Alö lnsondcies Hinderniß wird die Kurze der schönen Iahrcszcit, mahreno wclcher in dcn Alpcn« uud Wuldrcgioncn Localisilungen möglich sind, bczrichnet, sowie mich der Mangel an geeigneten, unbc-fan^cncll Sachvcrständigcu, wclchc die GrundcnU^stungS' LandcS-EoMlniffion aus andern Lanbestheilen heranzuziehen gcnülh,gt ist, Hiezu komme auch die Suchl manche: Vertreter der vielen belheiligten PlN'tmn. meiitori schcn Vnhandlungcn und maßgebenden Erhebungen durch Inzideuzstreiligscitcu, die zu nichts fühlen, an^ zuwcicheu. In Betreff der sogenannten Iclovica und resp. der in Sequestration cinbczoaencn Waldungen und Alpen seien dic Verhandlungen von einander nicht lrcnübar und ^ lönncn nur von einem und demselben bereits allseitig informirlen Beamten mit Erfolg geleitet werden. Die Grnndcnllastuugs-Laxdeseommission werde tcincn Anlaß vorübergehen lassen, nm die Verhandlungen möglichst zu beschleunigen. Holzdiebstählcn und Forslfrevcln, sowie Mißbräu chcn in der Holzverwcndung lönule nach der Ansicht der Glundentlaslungs - LandcScommission gesteuert werden, wenn die Gemeindevorständc den Muth hätten, gegen solche frei uud offen aufzutreten. Es sind bei der Gruud-entlaslnngS-Landescommission über Ansuchen einiger Ortschaften Provisorialucrhandluugen wegen Androhung von Conventional-Strafen gegen Forstfievlcr im Zuge; eine dauernde Besserung der Zustünde sei aber nur von der mcrilurischen Feststellung "der Rechtsverhältnisse zu hoffen. Wegen Zuwendung der nöthigen Obsorge auf die Waldungen bis znr Becndiguug der Scrvituten - Ablö-snngsuerhandlungcn und bis zur Aufhebung der politischen Forst-Sequcstratio.l hat das löbl. l. t. Landes-Präsidium laut Note vom 1!^». Iäuner l. I., Z. .'N'Pr., die erforderlichen Weisungen an daS t. k. Forst- und ScqucstratiouSamt in Radmaunsdorf und an die k. k. Aezirtshauutmannschaft dortselbst erlassen, nud inöbc-sondcre der lctztern auch den Wnnsch der Gemeinden zur lhunlichstcn Berücksichtigung empfohlen, daß zu dcn Commissionen sür dic Erhebung des Banholzbedarfcs auch Gemcindeucrtretcr nnd fachknudigc Zimmcrlcntc bei-gezogen werden. Bezüglich des Gebrauches der slovenischcn Sprache hat das löbl, f. k. Landes-Präsidinm die darauf abzic- ^ lendcn Erlässe neuerlich in Erinnerung gebracht. - ! Ncihe der Vorfahren allmälich erhält. Wo ist ein < Thicr. das eine geistige Erbschaft sich erworben hätte?^ Seine Fertigkeiten erhält es als Ansstcucr von der Natur. Der Mensch erhielt dic Fähigkeit der Sprache und damit dic Möglichkeit der geistigen Erbschaft. Der Mensch ! allcin hat sich Eigenthum und domit Fortschritte in seinen j socialen Verhältnissen erworben. — Eine andere Ans-! stcucr noch erhielt der Mensch: das mehr oder weniger« lebhafte Gefühl von einem höheren Wcfcn, ich meine daö! Bedürfniß der Gottcs-Anbctuug. So roh auch der Mensch . sein mag, er ist mcht ohne einige Form von Glauben i oder Aberglauben. Der Neger im Innern Afrika'S macht sich erst seinen Fetisch, dann bctet cr ihn an und richtet Wünsche an ihn. Das mag uns vielleicht kindisch erscheinen, aber ich lcuguc nicht, mir scheint cö ehrwürdig und tröstend. Ohne anthropologisch dic verschiedenen Formen des menschlichen Aberglaubens durchzugehen, ohne aus dcn Jahrbüchern der Geschichte nachweisen zn wollen, wie mächtigen Einfluß dic Formen des Glaubens auf dic Entwickelung der Völker gehabt haben, stehe ich nicht an, als Naturforscher dic Ueberzeugung ans. zusprechen, wie dem Thiere der Instinct angeboren ist, ein Gefühl von der gesummten Natur und ihren Gesetzen, die das Thicr nöthigt, seine Thätigkeit so cinzurichtcu, daß sie für die Erhaltung seiner selbst nnd seiner Art zweckmäßig wird. so dem Menschen das Gefühl für ctwaS Höheres, Unvergängliches, über der körperlichen Natur Stehendes. Dieses ursprünglich wohl nur dunkle Gefühl ist der Magnet, der ihn vom zweibeinigen Thiere zum Menschen erhoben hat. der aber auch die Verheißung enthält, daß er in näherer Beziehung znm Ewigen steht. -^ . , . . (Schluß folgt) Diese Verfügungen der t, k. Landesregierung hat der Landcsauöschuß den Gcmeindcvol ständen in Wochemer-Fcistriz nnd Mitteldorf über ihre an dcn hohen Landtag in der vorjährigen Session eingebrachten Petitionen vc-tannt gegeben. — In Landeöculturangelcgenheiten erwähnt der Äerichl die Mittheilung der Gesetzentwürfe über Schutz gcgcn Raupen und Maikäfer und Schutz der kleinen Vögel durch die Rcgicruug zur Begutachtung. Ocr Landcöauöschuß erkannte deren Ersprießlichkeit anch für unser Land und beantragte lediglich einige Modi-sicationcn. Die Note dcr t. t. Landesregierung vom I^i. December 186K, Z. 8528, betreffend die Landcsgcstüt-Or-gauisation, hat der Landesausschuß durch Ausarbeitung eines umfassenden Gutachtens erlediget, worin die Rcor-ganisirnng des Bcschälwcseus zur Hcbuug dcr Pferdezucht in allen Bändern Oesterreichs als dringend noth. wendig bezeichnet, uud mit Rücksicht auf den bestehenden Pfcrdeschlag, dcn landwirthschasilichcn Bedarf und auf die klimatischen Verhälluissc aus den Bändern Stcicr-mart, Kärntcn. Krain und Küstenland dic Bildung emcr eigenen Gruppe in dem projectirtcn Gestül-OrganismuS befürwortet wird. Das günstige Resultat der Verhandlung über die Entschädigung für den incamcrirtcn Pro v iu,zia l -fond ist bereits bekannt. In dem § 7: G c me i n dc a ng cl c gc nhe it c n, wird die Verhandlung in Betreff dcr Spilalötostcn mit dcr Eommnnc ^aibach rccapitulirt, dcr ciugclcitctcn Revision des ^aibachcr OcmciudcstatuteS, dessen ncner Entwurf inzwischen vom Gcmeinderathc bereits durchberathcu wurde, erwähnt. Gemäß hohen Landtagsbeschlnsscs dcr XXI. Sitzung !oom Jahre 1868 ist dcr ^audcSansschuß bei der k. k. Landesregierung wegen Bewilligung des Fortbestandes dcr Bczirt scassc n eingeschritten und erhielt vom !l. t. Landesprüsidium die Mitthciluug, daß die Bezirls- casscn noch bis Ende des Jahres 180!) bewilliget sind. Da dic Institution der Bezirksärzlc und Bczirkö-hcbaulmcn, welchc im tz 6 deö Rechenschaftsberichtes vom Jahre 18tt8 ausführlicher besprochen wurde, nach Beseitigung der Bezirtscassen ohnc gleichzeitiger Actioiruug eincr audcru cutsprechendcn Einrichtung, als welche dic Einführung von BezirlSvcrtrelungcn ins Auge gefaßt wurde, ihreu pccuuiärcn Stützpunkt verlieren würde, dcr Fortbestand dieser Sanitalöorganc aber nicht gefährdet werden darf, so wird, da dcr Verfuch mit dcn Bczirks-Vertretungen vorderhand in nnscrcm Lande aus mehrfachen Rücksichten nicht angczeigt erfchcint, dcr Antrag gestellt, der hohe Laudtag wollc beschließen, an dic hohe Regierung das Ersuchen zu stellen, daß dic Bczirtscasscn noch weiterhin nud wenigstens bis Ende deS Jahres l8?0 belassen, oder aber daß dic Entlohnung dcs gc-! dachten SanitätspersonalcS, sowie die Auslagen für die Mililärconscriplion und Recrutiruug aus dcr StaatS-casse bcstritlcu werden. Der Landcsausschuß hat in der IX. Sitzung der vorjährigen LandtagSscssion dic Fragc hinsichtlich dcr Einführung von B c z i r tS vcr t rcl u ug c n iu unserm Lande dcr Bcralhuug dcS hohcn Hauses empfohlen uud mit dem Beschlusse dcr XXI. LaudtagSsitzuug vom 2. October 1868 dcu Auftrag erhalten, dicfc Frage einer gcnauen, alle maßgebenden Rücksichten umfassenden Er-Hebung nnd Erörterung zn unterziehen nud hierüber dem hohen Landtage in dcr nächsten Session die geeigneten Anträge znr Beschlußfassung vorzulegen. Dcr Landcsausschuß ist noch nicht in dcr Lagc, iu dicscr Angelegenheit mit irgend cincm positiven Antrage vor das hohc Haus treten zu können, indem noch abgewartet werden muß, ob und inwiefern die nach dem mit der allerhöchsten Entschließung vom 2. Jänner 186^ sanctionirtcn Gesetze neu in Wirksamkeit lrctcudcu Haupt-gcmciudcn sich vewährcn werden, um auf dic Gestaltung und dic praktischen Erfolge deö ncuen Gcmcindcorganiö-mus das Gutachten über die Nothwendigkeit und Zweckmäßigkeit dcr Bczirlsucrtrclnngcn stützen zu können. Der LandeSauöschnß erlaubt sich nnr die allgemeine Bemerkung, daß cin Blick in andcrc Länder, namentlich abcr in daS politisch am meisten entwickelte Königreich Böhmen deutlich zeigt, daß unsere Zcitvcrhältnissc dcm erfolgreichen Wirten autonomer Bczirlsucrtrctnngcn nicht günstig sind. Dcr Dischos von Vllrmlö an P. Hyacinthe. Der „Fran^ais" veröffentlich! folgendes Schreiben, welches Mgr. Dupanloup an dcn Paler Hyacinthe gc-richtet hat: „Orleans, dcn 25. Scplcmvcr. Mein lieber Eonsrattr! Sobald man mir von Paris gemeldet halle, waa Sie zn thun auf dem Punkte wären, uerfuchtc ich, wie Sie wifsen, Ihnen um jedei, Prciü einen Schrill zu ersparen, welcher für Sie ein fo großer Fchlcr und ciu fo großes Unglück, für die Kirche abcr cin Gegenstand tiefer Truucr fein mußte; ich habe auf dcr Stcllc und sclbst nächtlicher Wcilc Ilircn alten Milschüler nnd Freund abreisen lassen, damit cr Sie, wenn das noch möglich wäic. zurückhalte. Abcr cö war zu spät; dcr Scandal war vollbracht und schon tönucn Sic au dem Schmerz aller Frcuudc der Kirche und an d»r Freude allcr ihrer Fcindc ermessen, welches Uebel Sie angerichtct haben. Heute kann ich nur zu Gott bcten und Sie selbst beschworen, auf der schiefen Bahn, auf dcr Sie sich befinden und die zu Abgründen führt, welchc der verwirrte Blick Ihrcr Seele nicht gesehen hitt, innezuhalten. Sic habcn gelitten, ich weiß cö; abcr lassen Sie mich Ihncn sagen.- Der P. Lacordairc und dcr P. dc Ravignan, das weiß ich auch, habcn mehr gelitten als Sic, und sie stiegen nur noch höher in Geduld und Stärke durch die Licbc zur Kirchc und zu Icsu Christo. Wic mochten Sic nicht fühlen, welche Beleidigung Sie dcr iiirchc. Ihrer Muttcr. durch dicsc anklagenden Pro-phczciungcn zufügen? Und welche Beleidigung Icsn Ehristi, indem Sie sich mit Verachtung der Kirchc ihm allcin gegenüberstellen! Abcr ich will hoffen und icl» hosfc: cs wird nur cinc vorübergehende Vcrirrnng ge-wesen sein. Kchrcn Sic in unsere Mittc zurück; geben Sic dcr katholischen Welt, nachdem Sie ihr diejcn Schmerz bereitet, einen großen Trost und ein großes Beispiel. Gehen Sie, sich dem heil. Vater zu Füßen zu wcrfcn. Scinc Arme wcrdcu Ihnen geöffnet sein uud Sie an sein väterliches Herz schließend, wird er Ihnen dcn Frieden IhrcS Gewissens und die Ehre Ihres Lebens wiedergeben. Empfangen Sie von demjenigen, welcher Ihr ^'i' fchof war nnd dcr nicht aufhören wird, Ihre Scclc z" lieben, diesen Beweis und dicfe Rathschläge einer wah' rcn und gewissenhaften Zuneigung. tsclil, Bischof von Orleans." Dic englische Flotte im Mtelmcer. Trieft, 2^. September. Die vereinigte englische Flotte, die mächtigste, welche das Mittelnuer je gctrcig",, zwölf Panzcrlinicnfchiffe und eine Panzcrfrcgaltc mit 5)3 Monstrclanoncu und 1Z.220 Pferdctraft, hat sick bei Malta aufgestellt, nud iu dcmsclbcn Moment for' dert dic Pforte entfchicdcn dic Ausliefcruug dcr cgyplischen Panzcrschlffc, dic Rcducirulig uud. so zu sagen, Ent' waffnnng dcr cgyptifchen Armec, indcin diese ihre Hi»' tcrladcr herausgeben soll. Dic Lösung dcs Räthsels liegt wohl klar am Tage, wie auch der eigentliche Zweck dcr Vcreinignng der Eanal- und Mittclmccrflottc unter dem plausiblen Vorwand einer Ucbungscampagne >"> östlichen Becken des mittelländischen Meers. England hat einen großartigen, eutscheideudcn Schachzng gethan. Wäre es Frankreich gelungen, sich in Egypten unter der Firma deö Khedive cine zweite, iu Frankreich gebaute, von fran zösisch ausgebildeten Officieren befehligte Panzerflottc zu schaffen, so hättc sich Englaud eines schönen Tags im Mitlclmecr eincr übermächtigen franco - egyptisäie" Seemacht gegenüber befunden, dcr sich anch wahrscheinlich Italien angeschlossen hättc. nnd scinc Prüpouderauz 'lN Mittclmecr wäre im höchsten Grade gcfährdct, die »cue Straße nach Ostasicn in französischen Händen gewefc»-Diese Idcc lag offenbar der ganzen Unternehmung ^s Suez-Eauals zu Grunde. Der Gedanke, welchen Mich" Chevalier schon vor mehr als zwei Jahren anssprach -„Dic Allianz dcr Völker, welche das Becken des mittelländische!! MccrcS umwohucn." sei zum großen Na<^ theile dcr britischen Herrschaft auf dem Meere zur Btt-wirtlichung gelangt. England durchschaute diesen Pla" schon längst und erscheint nuu, in dcr cilftcn Stunde, nachdem cs sich gehörig vorbereitet, mit erdrückender Vta^ auf dcm Schauplatz. Unter dcr Acgide seiner iiberma'^ tigcn Flotte tritt die Pforte mit der kühnen und katcsi,o' rischcn Forderung einer vollständigen Entwaffnung M),^ tens auf. England ist es, welches in diesem Augcnbl^ dic Lul,e vollkommen beherrscht. Scinc Küsten sind dincy eine noch sehr mächtige Rcscrueflolle, durch gcpanzcl^ Forts uud Batterien, tüchtige Trnppcn und wohlcinge üble Milizen hinlänglich geschützt, und im Miltelwee^ llitt cS mit eincr so ,zu sagcn unangreifbaren ^^^ inacht auf. Die Gähruug in Frankreich fclbst cri""" an die Momente und Triebfedern, welche den St«" Ludwig Philipps herbeiführten, Schou im Jahr 1«^ machte einc politische Notabililä! die Bemerkung: „»-.^ dic großen Schiffblüche dcr Regierungen in F""''^ immer sehr nahc eincr Bcschwcidc gefolgt sind, w^ ) England gcgcn dasselbe zu haben glaubte," 6''" "' .„ logic zwischen dcr damaligen nnd dcr hcntlgen ""^ z, Frankleich läßt sich nicht veikeunen. Daß ei" cn«W dendc Moment in der orientalischen, und zwar "'")/ ^ in dcr levanü'nischen, sondern in dcr großen oriental!! ^ Frage eingetreten ist, die auch dcn indischen ^"0" ^ faßt, dürfte gewiß fcin. Die englische Eanalflotte ' ^ das Miltclmccr nicht verlassen, ehe die cgYpl'M.,.ch-waffnct dic Dardanellen passirt hat, nnd die l" .^, cgyptifche Differenz im Sinne der von England ^ ritten Pforte ausgeglicheu ist. Was wird Frankreich ^ welchem England einen fu gewaltigen Strich dlN ^^ Rechnung macht? Unwillkürlich erinnert "'^' ' "zöre dic Worte wclchc Vice-Admiral Junen dc la,^' ^ am Napoleonstage beim Bankett an die ^>'.. ^ sjud Flotte lichtete: „Dic wahren Frcnndc dcS Km," .^,^ dic, welche ihm zurufen Muth zn haben, ""° " ssa's"' welche ihn zur Vorsicht ermähnen." Wclchcn o.^ ^, Gehör geben wird, läßt sich wohl hier m "ei ^ fernung nicht bestimmen. ^ 1651 Vebcr Theilung von Vcmeingründen un> über Arrontirungen. (Schluß,) So stieß max auch in der Frage der Theilung der Gcmcingründe bald auf unüberwindliche Schwierig-leiten; die Theilungen schleppten sich oft in die Jahre hin, erregten nicht selten kostspielige Processe; wo man sie des unabweislichen, immer stärker auftretenden Bedürfnisses wegen dennoch, in diesen Fällen gewöhnlich eigenmächtig und ohne Rücksicht auf das ohnehin nicht entsprechende Gesetz, durchführte, war die Ausführung eine planlose, welche weder dcn Anforderungen des Rechtes entsprach noch der Landescultur jenen Nutzen brachte, den Man bei einer zweckmäßigen Durchführung mit Recht hätte erwarten können. Anstatt die Theilungen in Verbindung zu bringen mit der höchst wohlthätigen Arrondirung oder Commaffirung der Grundstücke, und wo die zu theilenden Gcmeingründe aus Forstgründen bestanden oder mit solchen in Verbindung waren, den Forderungen einer geregelten Forstwirthschaft gerecht zn Werden, theilte man jede einzelne kleine Huthweide oder Waldweide in den verschiedenen Winkeln der Fluren ohne Rücksicht auf Arrondirung gewöhnlich nach dem Lose in zahlreiche kleine Streifen; anstatt also durch die Theilungen und mit ihrer Hilfe eine Arrondirung des gesammten Grundbesitzes herbeizuführen, vermehrte Man in kurzsichtiger Weise und nur den Anforderungen des Augenblicks folgend, jene Gemcinplage des Grundbesitzes, an welcher noch heute fast in allen österreichischen Ländern die Laudwirthschaft trankt. Wo Forstgründc bestanden, dehnte man die Theilungen nicht selten auch dort, wo der Wald nur in großen und geschlossenen Gestünden gedeihen kann, auch auf diese aus, oder was nicht minder schlimm war, Man überwies mitten in den Waldungen die kleinen, zufällig und oft nur vorübergehend als Weide oder Wiese benutzten Waldblößen, weil sie im Kataster oder znr Seit der Theilung Huthweiden waren, zum großen Nachtheile für die Forstcultur ebenfalls dem getheilten Privatbesitze. Hatten die Theresianischcu Gesetze die Gemeinheitstheilungen imperativ durchführen wollen, so verfiel die spätere Zeit in den entgegengesetzten Fehler; man verbot die Theilungen oder erschwerte dieselben, sowie überhaupt die verschiedenen Gruudzerstücklungen, selbst jene zum Zwecke der Arrondirung. in nngcbührlichcr Weise, lndem man sie an die verschiedenartigsten Bedingungen uud Bewilligungen und an die Zustimmung aller Be heiligten knüpfte und denselben jede höhere Unterstützung, selbst jene durch Bestellung autorisirter Commissure und Techniker und durch entsprechende Durchführungsgesetze, versagte. So unterblieben bald die Theilungen und selbst der "Ustausch von Gruudstückcn zum Zwecke der Arrondi» ^"g gänzlich oder wurden zum großen Nachtheile der ^ndwirthschaft nur in der früher erwähnten cigcnmäch- "6«n und planlosen Weise durchgeführt. 2 Insbesondere ist das aufgestellte Erforderniß der Zustimmung aller Acthciligten Ursache geworden, daß ^Nechtstvillc der intelligenten Mehrheit derselben auch ^l einmal durch den anf fachkundige Untersuchung gc- ^"tzten Spruch höherer Organe zur Geltung gebracht vun lonnte, daß durch Verzögerungen und Verschlep« ^. ^n dem Nationalvermögen, dem Wohlstände der .feinden wie der einzelnen Grundbesitzer alljährlich t namhafte Einnahmsqnelle entzogen wurde, vorzüglich led « ^ "'"" ^" kurzsichtigen unberechtigten Wünschen ar'k ^"ielncn Bethcilig^n nachkommen mußte, wodurch üed ' b" Landwirthschaft wahrhaft nützliche Unter- ylnungen nicht selten verhindert wurden oder nur in lanllt ^ schädlicher Weise zur Ausführung ge- sind '^"liche Fehler, wie sie hier geschildert worden ouck '^ ^°" insbesondere bei den älterm Theilungen ^ ln hj^m Gegenden Norddeulschlandö gemacht. Winl-^o i„ den „VcittälM zur Kenntnis; der land-h.^lchufllichen Vcrhältmssc in Hannover" (1. 324) lu, ""'st. unzweckmäßige Ausführung der Marlenthei-davu '"Sbcsondcre der älteren, bedauert. „Abgesehen sann^ !^ "'"" 9" nicht Bedacht auf gleichzeitige Zu« nltci! U""9 ^' alten Acckcr und Betbindung der theilet "^"^ genommen hat, würd n auch dic AN' scnbeil t anstückelt, nach der verschiedenen Bodcnbeschaf« I« äl! '.""'" und dann häufig durch das LoS vertheilt." lunar?, s " ^^^ ^"t man in Ostfriesland „die Thei« ^subn ^ "°H ^'^ ^^ "nist unzweckmäßig aus theiln °^'^ ^"' Gedanken an Arrondiruna die Ab-de>, (5?"'/uch °llen Himmelsgegenden gcbildct und des 5>n "^ " ^' lcdcr Abtheilung nach Entscheidung schlift !« "^gchmden." (3- Hannsen, Tübinger Zcil< >'- l«bb, ^. 4ii^ 4l2.) «tsucht ^^^ ^"^ '""" "bcrall diesc Fehler zu vclbessern dunq l,_ ". " '"an bic ncucn Theilungen in Velbiu-°der w !^ "^ ^^ Arrondirung des OrnnddesitzcS ">elrn tt° Theilungen schon vollzogen warm, die ^silier "e" ""^ ^streuten Grundstücke der cinzclncn ^nlc^lc "" ^ durchgreifenden Austausches znsam. Ü^e Ver3"^"w"' cs vorzugsweise das uuvergäng. ^"dwir^ c Thacrs, welcher den großen für die "y,Hast hochwichtigen Maßregeln der Freithcil. barteit des Grundbesitzes, der Theilung der Gemein-gründe und der mit der letzteren gewöhnlich verbundene» durchgreifenden Arrondirung des Grundbesitzes durch die gröhlcntheils vou ihm mlsgearbeitctcn umfangreiche» Gesetze schon frühzeitig dic Bahn gebrochen hat, anf welcher dic folgenden Jahrzehnte rasch vorgeschritten sind. Den durchgeführten Theilungen der Gemeingründe, sowie den Arrondirungen des Grundbesitzes, welchen vorzüglich die landwirlhschaftlichen Vereine ihre unausgesetzte Thätigkeit zuwenden, folgen in der Regel mit dem besten Erfolge zahlreiche andere Verbesserungen der Bauern-wirthschaften, indem auf Etlichen der betreffenden Landwirthe durch Comnnssärc dcr Vereine cin vollständiger detaillirter Plan zur Vewirthschaftung des arrondirtcn Bauerngutes entworfen wird, welchen der Eigenthümer nach dcr vorgeschricbe»c» Fruchtfolgc und fo wciler ein' zuhalten hat. Dem einfichtigen und planvollen Znsammemvirlcn vieler lträfte, sowohl auf dcm Felde dcr Gesetzgebung als auch bei dcr Durchführung dcr Gefetzt ist es ge llingcn, dnrch zweckmäßig ausgeführte Theilungen nnd Arrondirnngcn des Grundbesitzes dcr Landwirthschasl Vorthcilc zu verschaffen, welche der Lanowirth, ver-cinzclt und sich selbst überlassen, nimmermehr erreichen kann. Ans >cn Landtagen. Klagen fürt, 28. September. Der zwischen dcm Finanzministerium und dcm LanocsanSschussc abgc-ichlosscoc Vergleich wcgcn Capüalisirnng der dcm Lande Käruten gcbühreudcn Acquiualcnle wild ungcnoinmcn. Die Wahl des Abgeoidnetcn Dr. Leilgel) wird vcrificirt. Linz, 28. September. Dcr Antrag dcs Finanzausschusses über den Verkauf odcr dic Verpacht» >'g dcr Badeanstalt in Hall wurde »ach zweistündiger Debatte bei namentlicher Abstimmung mit 29 gegen 1,4 Stim> men abgelehnt. Die Regierungsvorlage: das Wasscrrcchtsgcsctz wurdc dem voltswirlhschuftlichcn Ausschüsse zugewiesen, wclchcr dnrch zwei Mitglieder verstärkt wurde. Nächste Sitzung Donnerstag. Lcmberg, 28. September. Die Petition dcr Stadt Lembcrg wcgc» Vnfchicbnug dcr LandtagSwahlc» wurdc an die Regierung abgetrclcn. )iach Erledigung mehrerer Gegenstände von localem Interesse brachte Golcjcwtzki eine Interpellation bezüglich dcS »cucrliche» Präsidialcrlasses deS Obcrlandcsgerichtes in Betreff dcr Gcrichtofprachc cin. Nächste Sitzung Samstag. Ezernowitz, 28. September. Als Regicrungs> vorläge wird das Wasscrrcchtsgesctz eingebracht. Eine Novelle zum Czcrnowitzcr Gemcindcstatut und das Gesetz in Betreff der Bezirtsucrlretung werden mit Beseitigung dcr Bestimmungen, wclchc die Sanctiomnma, des Gesetzes hinderten, angenommen. Nächste Sitzung Samstag. Uusland. Mü»»chen, 2l). September. (Abgeordnetenkammer.) Beim dritten Scrutinium für die Präsidentenwahl ergab sich, wie früher, Stimmengleichheit. Die Auflösung dcr Kammer ist sicher, da keinerseits Nachgiebigkeit zu crwartcn steht. Karlsruhe, 28. Scpt. (Kammer.) In der heutigen Sitzung der Abgeordnetenkammer brachte die Regierung zahlreiche Vorlagen cin, darunter das Budget, ein Gesetz über die Wahlordnung, den Vertrag bezüglich der militärischen Freizügigkeit und das Gesetz betreffs Verlängerung dcs Contingentsgcsctzcs. Abgeordneter Lindau begründete seine Motion auf Einführung dcs allgemeinen Stimmrcchtes, Auflösung der Kammer und Ausschreibung von Neuwahlen. Die Kammer beschließt, nur den ersten Punkt der Motion in Betracht zu ziehen. London, 29. September. (Lord Clarendon) erklärte in eincm Landwirthschaftsoerein, anspielend auf seinc eben auf dem Eontinente zurückgelegte Reise, die Friedensaussichten seien seit 1866 niemals glänzender gewesen als jetzt. Hassesueuigkelten. Ihre Majestät dic Königin Marie von Sachse«, verweilte am 27. d. M. auf dem Wege von Pcrsc»-beug uach Dresden in Wien und empfing unter An< dercn Ihre Excellenzen den Grafen und die Gräfin Aenst. — (Explosion.) Auf der Nhcde von Bordeaux explodirte am 29. v. M. ein Petroleumschiff und steckte die ankernden Schiffe in Brand, von denen 2(1 — 30 zerstört wurden. .- (Der Linzer Knochen fund.) Die „N. Fr. Pr." schreibt unterm 29. September: In dcn hcute ciuge^ troffcnen Linzer Blättern finden wir folgende Notiz: „Heute, um 6 Uhr Morgens, wmde bei Dcnwliruug der ehemall, gen Capellc in der Ex-Collcgiu-Casernc durch Arbeiter bei Himvcgrämmmg des Fußbodens uud des darunter liegenden Schuttes an der Stelle, wo einst der Hochaltar stand, eine ungefähr « Schuh lange und ."> Schuh breite Steinplatte aufgefunden und bei Aufhebung dcrfelben ein unterirdisches kleines Gewölbe entdeckt, in welchem ein vermoderter doppelter Brettersarg stand, dessen Deckel halb geöffnet war; im Innern des Sarges lagen verschiedene Menschen- uud Thierknocheu und Steine untcreinander gemengt, und es liegt dic Bermnthnug nahe, daß diese Knochen bei Aufhebung dcs Iesuitenklosterij aus irgend einer Gruft gesam» melt und dortselbst verwahrt wurden. Eine silberne Schuh-schnallc wurdc mUcr den Knochen vorgefunden und dem Polizeiamte »bergeben. Die Knochen wurden auf den Fried-Hof übertragen. Diesem Knochenfu»d verdankt, wie unS scheint, das Linzcr Telegramm in unserem gestrigen Abend, blatt, welches von einer aufgefundenen Iesuitenleiche meldete, seine Entstehung. Diese Vermuthung wird durch folgende Mittheilung unseres regelmäßigen ' Correspondents bekräftigt: „Bei der Demolirung dcr Capclle in der Col-legio-Caserne (früher Icfuiten - Collegium) fand man in einem unterirdischen Loche ein Mcnscheustelet. Der Umstand, daß dem Gerippe der Schädel fehlt, gab Anlaß zu allerlei abenteuerlichen Gerüchten." Ein allzu eifriger Freund unseres Blattes — teincr unserer stabilen Correspondents — hat sich, wie sich herausstellt, beeilt, uns ein solches Gerücht al« Thatsache zu melden. — (Zur Affaire Hompesch-MUller.) Am 27. September Vormittags hat sich eine Commission des k. k. Landesgcrichtes in Strafsachen mit deu l. k. Gerichts ärztcn in die Wohnung dcs Herrn Gotthard Müller begeben ' als Untersuchungsrichter fungirt der Herr Lauocsge-rrchtsrath Schwab. Herr Müller wurde über deu Vorgang ernvernommc» nnd beeidet; aus seiner Ausfage geht hervor, daß er dem Grafen Hompesch eine Ohrfeige versetzt hat. Die Gerichtsärzte gaben ihr Gutachten über die Ge-sichtswunde ab; sie constatirten, daß die Kugel, platt gedruckt, im Flügelfortfatzc dcs Keilbeines, etwa 2^ Zoll licf, festsitze. Wenn von dcr Annahme, daß eine Absicht zum Morde vorhanden gewesen, abgegangen wird, so qualificirt sich die That des Grafen jedenfalls als Verbrechen der schwe» ren körperlichen Verletzung, das sich, wenn Herr Muller feiner Verletzung unterliegt, zum Verbrechen des Todtschlages potcirzrrt. Der Schuß wurdc in der unmittelbarsten Nähe des Verwundeten abgefeuert; in dessen Antlitz sind noch die Spuren von Pulvertörnern zu finden. Wenn Herr Müller auch geheilt wird, so wird ihm doch immer eine Gesichtsveru»staltuug als Andenke» dieses verhängnißvolleu Momentes bleiben. Herr Müller leidet empfindliche Schmerzen, die er jedoch mit großer Geduld erträgt. Professor Pitha aus Wien wird hier erwartet, um dr'e Operation der Herausziehling der Kugel vorzunehmen. Graf Hompefch ist am 27. d. Früh ausführlich über de» Vorgang einvernommen worden. Am 28. d. wurden die Commu»al-Wach-mänuer, die ihn verhafteten, und einige andere Personen, als Zeugen dcr That, zur Einvernehmung vorgeladen. Gegen jene Personen, welche den Grafen in unverantwortlicher Weise mißhandelt haben, wird die Untersuchung eingeleitet werden. — (Zur Katastrophe auf de'm „Vulcan.") Aus Pola wird der „Tricster Zeitung" vom 25. Sep< tember geschrieben: Die Zahl der Verunglückten beträgt bisher sieben, d. i. drei Maschinenmeister und vier Feuerleute. Der dedauernswcrthc Vorfall hat in den Ma-rinekrcisen große Sensation erregt und ist nicht ohne de-primirende Einwirkung geblieben. Gestern um halb 5 Uhr Nachmittags fand das Leichenbegängnis; der Unglücklichen statt. Pola war vollständig cmsgestorbcn. AlleS, was nur das Haus zu verlassen vermochte, Jung und Alt, Weib und Kind, war dem eine halbe Stunde von der Stadt entfernten Friedhofe zugeströmt. In Begleitung sämmtlicher Angehörigen der Kriegsmarine und der Landarmee und gefolgt von einer unübcrfehbaren Menschenmenge, setzte sich der Ler'chencouducl von dcr Wohnung des verunglückten Maschinenmeisters Gatter gegen das Marinesvital in Ve« wegung, schloß sich dort dem Lcichenzuge der Uebrigen an und setzte seinen Weg nach dem Friedhofe fort. Die Theilnahme der gefammten Bevölkerung war eine warme und allgemeine. Von den durch die Katastrophe Betroffenen befinden sich gegenwärtig noch vier Verwundete im hiesigen Marinespitale; man hofft sie zu retten. — (Affaire Barbara Ubryk.) Wie aus Krakau gemeldet wird, dürfte die Echlußvcrhandluug in der Ubryk-Afscnre nun definitiv in der zweiten Hälfte des Monats October vor den Schranken des dortigen Strafgerichts ab' gehalten werden. Die Ober - Staatsanwallschaft foll die Anklage gegen die Oberin M. Wenzyt und ihre Vertreterin Th. Kostertiewicz im ganzen Umfange aufrecht halten und sollte der Gerichtshof dieser Anklage Folge geben, so stehen der Anberaumung der Schlußverhandlung keine weiteren Hindernisse im Wege. Locales. — (Fenersbrunst.) Aus Gottschec am 27. September wird u»s geschrieben: In dem 3 Stunden von der Stadt Gottschec entlegenen Dorfe Knmmerdorf brach am 25. d. M. Abends in der Schupfe dcs Lodenluchfabrrcan-ten Slalzer Feuer aus uud äscherte bei dem dem Elemente günstigen Windc in kurzer Zeit 9 Wirtschaftsgebäude sammt dcn Vorräthen ein. Der Schade belänft sich anf circa 500<» fl. Der mnthmaßlrche Brandstifter. ein aus den Diensten des St. entlassener Spinner, wurde eingezogen, weil er vor kurzem ore Drohung ausgesprochen haben soll, daß binnen 8 Tagen Kummcrdorf brennen mUsse. — (Laiba ch-VUlacher Bahn.) Die ,.N. fr. P^" schreibt: Dic Aussicht — wir wissen nicht, ob 'vrr Hoff. nnng oder Befürchtung sagen sollen — daß dre CredU-anstalt mit einer Emission für die Laibach - Tarmfer Bayn 1652 hervortreten werde, besteht für jetzt nicht mehr, die drei detheiligten Äanlen (Creditanstalt, Anglo Bank und Franco-bant) werden die Oeldmittel zum Bau zunächst vorschießen und die Emission erst zn günstigerer Zeit vornehmen. __(Schulna ch r i ch t.) Die Alnueldungen zum Besuch der vestrenommirtcn hiesigen evangelischen Schule überschreiten bereits sehr bedeutend die gehegten Erwartungen. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird bekanntlich eine vierte Classe eröffnet und somit beim Austritt aus der Schule der unmittelbare Uebertritt in eine höhere Schule ermöglicht. Der Echulvorstand ist bestrebt, einen tüchtigen Zeichnenlehrcr zu gewinnen, um in den oberen Classen den Zeichnenunterricht einzuführen. Das Schulgeld wurde für die erste Classe mit 1 si., zweite Classe 1 fl. 5N kr., dritte und vierte Classe mit 2 fl. für ieden Schüler ohne Unterschied der Religion festgesetzt, doch kann in besonderen Fällen noch eine Ermäßigung eintreten. Für den Fall, als sich eine genügende Echülerzahl zur Theilnahme meldet, wird ein Privatcurs für italienifche und französische Sprache eingeführt werden. — In einer gestern stattgefunden».'» allgemeinen Gemeindeversammlung wurde dem Vehrer Herrn Frühwirlh für sein tüchtiges Wirken der Dank der Gemeinde ausge-sprochen. — (Der Docent der slovenischen Sprache und Literatur an der Grazer Universität Dr. Krek) wird im nächsten Semester lesen: 1. Ueber Bausteine zur slovenischen Mythologie. 2. Ueber den Einfluß des Christenthums auf die slovenischc Sprache und den slavischen Mythus. — (Ernennung.) Das k. t. Oberlandcsgericht hat dem Vezirtsgerichlsadjuncten in Marburg Edmund Schrey Edlen v. Nedlwcrt h cmc bei dem k. k. Krcisgcrichle Cillt erledigte Gcrichtöadjunctcnstelle verliehen. — (Ernennung.) Dem Bezirkscommissär Aleran-der Schc.nerl wurde die Stelle eines Concipisten bei der k. k. Etatthalterei in Trieft verliehen. — (M ilitärverän deruug e n.) In Folge Auflösung des Mariue-Infanteric-Ätegiments wurde der Lieutenant Georg Hulharvn zum Inf.-Reg. Nr. 7<.» in Laibach zugetheilt. — (Die Pfer deprämienve rthe i l n ng) hat am 24. d. M. iu Krain burg stattgefunden. Prcife für Hengste zu 15l) fl. und die silberne Medaille erhielten: Anton Slnga aus Waitsch, Joseph Vouk aus Verba, Ios. Stcmpihar aus Poliz; zu 100 fl. und die silberne Medaille Lorenz Vouk aus Cernivc, Joseph Kolmann aus Sapusch und Franz Remec aus Kerlina. Für Stuten mit Füllen: Franz Mol») aus Voylje 10 Ducaten und silberne Medaille; zu 7 Ducatcn und silberne Medaille: Anton Aussenegg aus Ottot, Jakob .Hero vnit aus Vclc; zu 4 Ducaten und Medaille Ios. Kolencc bei St. Ruprecht, Math. Hocevar aus Obcr-und Martin Hoöevar aus Unterfernig; die silb. Medaille Ios. Alias aus Torovo; für ein dreijähriges Füllen erhielt Ant. Zepic aus Bresovitz bei Mirna 8 Du-cateu und Vicdaillc, Anton Holob aus Strasischc und Franz Kccel l! Ducaten; Matlh. Kant aus Miller-Feichting, Georg Nc'uäiö aus Bcischeid und Jakob Kopac aus Vesitsch zu 3 Ducaten nnd Medaille; Otto Kristian, Herrschaftsbesitzer in Weinitz die Medaille. — (Theater.) Schauspiele pflegten sonst in Laibach vor leeren Bänken gespielt zu werden. Daß gestern dem nicht fo, vielmehr das Theater gut befucht war, dürfte wohl zunächst dem Auftreten des Herrn Titzent Haler als Gast zuzuschreiben sein, der in dem Lambert'scheu Stücke „Wahn und Wahnsinn" als Lord Harleigh auch in der That eine so ergreifende Wahrheit der Darstellung, eine so tiefe durchgeistigte Auffassung entwickelte, daß der stürmische Applaus und wiederholte Hervorruf die vollendete Leistung lohnte. Es verbürgt uus die echtesten Kunstgenüsse, wenn wie Herrn Titzent Haler für die Saison den Unsern nennen könnten. Frl. Gleboff (Lady Anna), Herr Müller (Dr. Yollak) und Herr Moser (Lord Willens) wirkten entsprechend zusammen. Frl. Boudy füllte die in Folge plötzlichen Unwohlseins des Frl. Berg übernommene Nolle der Nelly recht gut aus, und wenn sie auch in die jaristokratische Gesellschaft nicht recht zu passen schien, so gelang ihr das Naive ihrer Rolle dcsto besser. Ntnelle Post. (Original-Telegramme der „LaibacherZeitung.") NZie«, 3tt September. Die itandtage VöhmenS und Viähreus wurden eröffnet. Beide sind trutz der Abwesenheit der (kzechenführer beschlußfähig. Dresden, 3O. September. H>eute wurde die Kammer eröffnet. D>e Thronrede cvnstN' tirt die geachtete Stellung Sachsens gegenüber dem Ausland und dem Ztordbund, sagt wirksame Unterstützung drS stordbundes unter stricter Aufrechthaltuug der von der Bundes» Verfassung zwischen den stechten des BuudrS und jenen der (^iuzelstaaten gezogenen Grenzen zu. Paris, 3«. September. Die Negierungs journale melden, der gesetzgebende Körper werde nicht am ltv vctober, aber wahr scheinlich im ktaufe des November einberufen werden. Prag, 29. September. Ac« der heutigen Wahl auf der Altstadt siegten die d'zcchm mit einer Majorität von 130 Stimmen, ii'dcm Ulclc israelitische Wähl'«', dluch Drohungen cillgeschlichtclt, sich dcr WM lmll>!cl-tcn. Nach der Mittheilung des Resultates einstand ein M'^chclircl Inbcl in allen Zlraßcn seitens dcr rze^ chischcn Partei, cS wlllde» Percatt-ufc auSlicbl fiel glcich-falls zn Gülisten dcr Czcchcn uuS. Dic Majolilül lie» trug 34 Stimmen, Aci der hcutigeu Wahl dcr Groß' gtundbcsitzcr wurden Graf Pöttlmg und Ritter u. Äo-husch, bciüc verfassungstreu, gewählt. — Sc. Majestät dcr Kaiscr Franz Joseph wählte durch den Bcoollmäch-ligteli, Füisten Colloledo-Maimsfcld, dic vcrfussungs« trrlie» Candidalen. — Bci dcr morgigen Landtags» cröffmmg wird nicht, wie bisher immer, dcr Erzbischof Schwärzende»g, sondern dcr ocifassllngstrcue Probst Dl-. Czeschik die heil. Mcssc lesen. Prag, ä9. Scfttcnü'er. Die Declarantm bcschlos-fcn in einer heute Abends abgehaltenen Conferenz ein» stimmig eine öffentliche ^oyalitäts'Manifcstation unter Wahrung dcs Standpunktes der Declaration. Graf Wallis, Großgrundbesitzer, hat sein Vandtagsmandat niedergelegt. Das Mctropolitan-Cclpitcl hat hente in der Gllippc der Großgrundbesitzer oerf^ssungssreundlich gewählt. Die Ankunft Beust's zum ^Mage wird er-wartct. Äcrlin, '29. September. Die ministerielle „Pro< uinzialcollcspondeliz" meldet: Dcr Kronprinz wird dem Wicner Hofe cincn Besuch machen und in Folge Einladung dcs Kaisers seine Wohnung in der Hofburg nehmen. In Italien schifft sich der Kronprinz auf der „Hertha" ein, ihm folgt ein größere« norddeutsches Geschwader nach dcm Oriente. Nach eincm mehrtägigen Aufenthalt in Constantinopcl reist dcr Kronprinz über Klein-Asicn lmd Palästina zur Eröffnung dcs Suez-Ca-nalcs. Während der zweimonatlichen Abwesenheit des Kronprinzen wird die Kronprinzessin inzwischen im südlichen Frankreich lmd in dcr französischen Schweiz verweilen. — Graf Aismarck wird zur ttandtagsscssion nicht nach Berlin zuri'ickkchreu. — Die Cartelconvention mit Rußland, welche am 2. Ortober abläuft, wurde nicht erneuert. Paris. 30. September. Man versichert, dic französische Regierung verharre in ihrer Neutralität bezüglich Spaniens. Paris, 29. September. Die „Palrk" meldet, der Herzog von Genua habe erklärt, daß er den spam« schcn Thron amlchmell wolle, wenn er von den CorteS mit zwei Dritteln der Stimmen gewählt werde. Paris, 29. September. Nachrichten aus Bordeaux zufolge bcllägt dic Zahl der verbrannten Schiffe 30, andere Berichte sprechen von 60. Die Verluste sind ungeheuer und bis jetzt unberechenbar. Auch die Zahl dcr Opfer ist unbclaunl. (Citlad.) London, 29. September. DaS Journal „Eastern Budget" meldet: Für dcu Empfang des preußische» Kronprinzen iu Wicu werdeu die glänzendsten Vorbc-reituugeu getroffen. DaS gcfammte 'diplomatische Corps so wie die politischeu Notabilitäten werden sich dem Kronprinzen vorstellet!. Telenraphiscbe 'Azccdselcourfe vom 30. September. 5pcrc. MetalliqneS 59.—. — 5perc. MetalliaucS mit Mai» und November-Zinsen 59.—. — 5perc. National'Aulrhen 67,90. 1860er Slaalsanlehen 92.50. — Vantactieu 705. — Credil« Aelicn 25«. , — London ,22.20. — Silber 120.-. — 5, t Ducatcn 5 81. Kandel und Volkswirt!)schastliches. Allgemeine östcrreichisciie Boden l^redit-Anstalt. Sitiiatioli um 31. Anglist 18»>i>. Acüva : Casscudestaud «2«.005, fl. 31 lr. . Wechsel im Portefeuille 5Ü1.143 fl. i'4 lr., Repor'S 4.«<.'2.:-j94 fl. l'2 lr , velichiedene Werthftapicrc 5.9^>4.8«5> fl. 7l lr., Hypolhelardcirllhen in Silbrr 2»;,804.035 fl. 8? lr., Hy-polhelardm-leheu i» Vanluoten 13.650.45)50 fl. 46 lr., Hypothekardarlehen in Silber I1.-i11.478 fl. 55 tr, Hypothekardarlehen auf StaatölMer 5ii,«3:l.80 lr,. Pfandbriefe iu Commission 1,025,882 sl. 13 lr. Summa: 107,919.675 fl. 3 lr., Pas' siua: Emzalilliiia. aus das Actiencapilal 4.800.000 ft. , Sill'er-pfaildbriese m Unilauf 25,957.300 fl.. Balilliotelipfaudbrirse iu Um' lauf iu Bauluoteu 13,651.9O0 fl., Vaiiluotcllpsaiidbriese in Uuilau i,i Silber 11,213.520 fl. 83 lr.. Domäueupfaudbriefc iu Umlcui 5?.0'!5 160ft.. Pfaudbrief'Zilissusaldi 1.978.946 fl. 38 lr.. Saldi laufender Rechliuiiqru 6,904.747 sl. 82 lr. Summa: 107,919.675 Gulden 3 lr. '______ ______ Für Josef Anton Babniftg. Von Eaf.- Fischer...........> 1 fl- „ einem Gymnasialprofessor........ 1 ft. „ Baron Otto uon Äpfaltcrn....... 10 ft „ einem llndclannten.......... 2 fl. Summe . . 14 fl- Weitere milde Beitrage nimmt die Expedition der „Laibachcr Zeilnna." entgegen. kaibllch. am 30. September 1869. Theater. Heute: Trovatore. Oper iu 4 Aclen. Morgen: Teil, Einzigste«. Lustspiel i» 3 Acten. Angekom'nene Fremde. Am 29, September. Htadt Wien. Die Herren: Braune, Kaufm., uon Pest. ^" Smolc, Kap!«,,, von i!aschitsch, — Hoechlel, l. l. Notar. l'0i> Idria. — Ncyer, Eomplorist, von Ponovitsch. — Zucco, Agcnt, von Trieft. — Scaißa, Kausm.. vou Tricsi. — Kubick, G"ts' Verwalter, uou Klageufnrt, — AaranApfaltern, von KreuV- Elef»„»t. Die Herren: Graf Aichelburg, Jurist, von Graz. ^ Graf Aichelbnrg. l. l See-Eleve, von Fiume, - Grivcc, vo» i,'eslovec. — Bradasla, von Agram. — Martin;. von Palla-Reininger, von Trieft. — Myan, Forster, von Sava. - ^' stclitz. jtaufm., von Matteria. — Nöthig, Kausm., von St. Georgen. - Blermann, Reisender, von Wien. - Wolfrlinl, Fabrilant, von Asch. Mohren. Die Herren: Mulle, von Trieft. — Hudovern'g' Privatier, von Radniamlödarf. 6ll. Mg. 32?.« -I-U.4 windstill Nebel 30. 2 „ N. 327.^ ^ 18.« W. z. start heiter «.00 10,. Ab. 327.40 l'I3., W. mäßig heiter Morgeunebcl. Tagllber heiter, wollcnlos. Nachmittags w'"', dig, Abcndroth. Das Tagcsmittcl dcr Wärme ^ l^li", umi^ llber dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. KIcinmavr. ^«rl^N^^sts^^ Wien, A>. September. Die Börse lrug leinen entschieden aufgesprochenen Charalter; leincö der mart! gängig cn Papiere lvar besonders heftig begehrt oder besonders HN»l^»»PlllU)!. start ufserirt Im Allgemeinen lann man die Sltmmnilg alö eine nicht eben ungitustige bezeichnen, da die Course der leitenden Effecten ungeachtet stattgefundener sta^ Efeculionilverläiife teine sehr wrs nlliche Diffelen; gegen gestern zeigen. Nenerc Werthe freilich blieben so wenig vertäuflich, alö sie es in längster Zeit gewesen. Von Saatspapieren waren 1864" Lose lrbhast begehrt. Devisen uud Prioritäten hielten aunäherud d,c gestrigen Course. ^U. 'llllgelneine ^btaat>>sch»ld. Fiir 100 fl. Geld Waare Einheitliche Staatöschnld zn 5 pEt.: in Noten verzins!, Mai-November 58.90 .59,— „ „ „ Februar-August 58.90 59.— „ Silber „ Iiinuer-Iuli . 68.-- 68.10 „ „ „ April-Oc tober. «^.— 6810 Stelieraulchcu rückzahlbar (^) . —.-- -.— Lose v,I. 1839......230.-23!.— « ., 1854 (4 "/«> zn 250 fl. -.-.. — -„ ., 1860 zn 500 fl. . . 92.25 92.50 ., « 1860 zn 100 fl. . . 97.50 98.-„ „ 1864 zu 100 fl. . . 111.50 112.-StaalSlDomälleu-Pfandbriesc. z» 120 fl. ö W. in Silber . . 115.50 116.— «. l«rundentlastuna«-Vbligationen. F'»r 100 fl. Geld Waare Nühmen .... ,, 5pEt. 90.50 91.50 Galizien ... - » ^ ,. 71.50 72.25 Nieder-Oesterreich. . „5„ 90.- 92. Ober-Oesterreich . - " ^ " ^IT' ^-^ Siebenbürgen . , - „ " „ 7>>^0 7ß.— Steiennart ... „ 5 ,, 92.— 92.50 Ungarn .... ,, b „ ??. 76 —> 00 Frc«......—" ""' «. Privatlose (per SlUtl.) ^ Ereditanstalt f. Handel u. Gew. Geld 2)" zu 100 st. ä W......^I'ü 'i^50 Nudolf-Stiftnng zu 10 ft. . . 15.^0 ^-^ Wechsel l3M°l>) Gtld 2^a Augsburg fill. 100 st, südd. V- '01 ^" ^" ^ Hranlfnrl a.M. 100 ft. detto 10l.4l) ^^ Hamburg, fllr 100 Marl Banco 89.'u < ^ ^ Üoildon, filr 10 Psund Sterling l2^" ' ^^ Pari«, filr 100 Francs . - - ^'^ «0«.« >.< GH»..» ^ K. Münz-Ducat«. . 5 fl. 62! tr. ^ st. ^ ^ NapolcouSd'or . . 9 „ 7?j « " " ^^ „ Vereinsthaler. . . 1 „ 79j,, ^ " ^ ^ Silber . . 120 „ - " ^" ., > Krainische OrundentlaNung°-Obl^°"°"e«. ^' uatnollnm«: «6 50 Geld. 90 w""