VrS«,«er>tt»ns - Preise Für Laidach: e*wi|a$rtg . . 8 fl. 40 kr. &js(6iichiig... 4 „ 20 „ Äitttdf&hrig . 2 „ 10 „ 6ZmKrt'it& . . . — „ 70 „ ®211 6 11 Post: »»w^awg 12 p. -»VjKhrtg............... 6 „ «W!tt*!i4i>rlg 3 „ 3fös Stt^tHnng in! Haut ‘‘‘irtttHi. i‘-5 fr, »onatl. 9 kr. tinumtrn 6 tr. Laibacher Rrdaeti«« Bahnhofgaffe Nr. 132. 1 Nr. 208. Lugblfltt. Anonyme Mittheilnngen werden m»t brritctftchtigt; Mamlscnpte nicht jurilrfgetoA Expedition- & Inserate« Pnrcau: Lougreßplatz 9Zr. 81 (Buchhandlung von Jgn. v. Klein-mavr & Fed. Bamberg.) Insertionspreise: Für die einspaltige Petitz ä 4 fr., bei zweimaliger sLallung ä 7 tr., dreimal»«. a 10 kr. M Kleine Anzeigen bis 5, Zeilen 20 fr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Montag, 14. September 1874. — Morgen: Nikomedes._____________________________7. Jahrgang. Die Landtagseröffnung. _ Morgen findet die feierliche Eröffnung der diesjährigen Landtagssession in der Mehrzahl der Königreiche unb Länder statt. Diese Eröffnung entbehrt diesmal gänzlich jenes Gefühles der Spannung und Aufregung, welches mit dem Zusamrn n« tritte der Landtage in frühem Jahren unauebleib> lich verbunden war. Mit geschäftsmännischer Ruhe nehmen die Abgeordneten aller Parteischaltierungen ihre Sitze ein, keine Spur von Hoffen oder Fürchten in betreff des herrschenden staatsrechtlichen Zustandes stellt sich unter der Bevölkerung ein. Es gab freilich eine Zeit, in der man dem Anbruch ter Landtagssession mit anderen Gefühlen entgegensah, Und diese Zeit, in der bie Landtagseröffnung zu allerhand politischen Betrachtungen unb Besürch» tungen unb auf ber verfassungsfeindlichen Seite iu ebensoviel Prophezeiungen und fühlten HoffnuugS-”u6trungen Anlaß gegeben, liegt noch nicht gar so ®tu hinter uns. War boch vor ein paar Jahren et Zusammentritt der Landtage noch das Signal kinem allgemeinen Sturmangriff auf die Reichs-«naffung. <ßragf Brünn, Lemberg, Innsbruck unb V*,b«4i waren diesmal ebensoviele Centren, in wel-7^ sich die den modernen Slaatsemrichtnngen feind->"'ge Opposition zur Thätigkeit zusammen fand. . Während sie den allgemeinen Rechtsboden Oester-uche, die vom Monarchen gegebene Verfassung *ech verleitgnete, scheute sie sich nicht, sich des größ-» Theiles des durch die Verfassung geschaffenen pparates zum Angriff auf das Bestehende zu bedielt. Alle bie tausend Unarten einer parlamentarisch '■ttfen und ungeschulten Vertretung konnte man da in buntem Wechsel sich abspielen sehen. Revolutionäre Politik wurde versucht mit conseroatioen Schlagworten. Jeder Landtag wurde zum Schlachtfeld, auf dem die Anhänger alter, verrotteter Zustände, die Todfeinde des Fortschrittes alle Mittel der politischen Strategie und Tactik ins Treffen führten. Bald wurden Proteste erlassen, bald Adressen fabri eiert, bald ein Slrike in Szene gesetzt, wie es gerade in den Kram paßte. Jetzt wurde die Verfassung unter allerhand Vorbehalt anerkannt, jetzt ihr die Rechtsbestandigkeit abgesprochen, je nachdem man sich in der Mehrheit oder Minderheit befand. Eins jeboch war allen Opponenten gemeinsam: man bekämpfte die Verfassung mit den Waffen, die man auS dem Arsenale der Verfassung selbst geholt. Für den besonnenen Theil der Bevölkerung war bieser politische Hexensabbath in ber zweiten Hälfte bes neunzehnten Jahrhunbertes eine harte Geduldprobe. Die Wiederkehr dieser Landtagssessionen wirkte jedesmal wie ein Fieberschauer. Diesem Zu-ftonbe mußte ein Ende gemacht werden um jeden Preis, sollten nicht die Pessimisten Recht bekommen, bie an ber Lebensfähigkeit eines solchen Staatswesens verzweifelten. Die Wahlreform im Sinne ber unmittelbaren ReichsrathSwahlm hat in dieser Beziehung im vollsten Umfange gehalten, was ihre unermitb-liehen Verfechter sich von derselben versprochen. Wie mit einem Schlage ward das unheimliche Krankheitsstadium überwunden Seit der Reichsrath von den Landtagen losgelöst ist, vermag keine Prvoincial-vertretung mehr die politischen Eirkel des Reiches zu stören. Die Beschickungssrage, die Frage, ob wohl ein Reichsparlament zusammenkommen werde, bie jedesmal bei der Einberufung der 17 Provincial- parlamente auffauchte, hat aufgehört zu existiren. Alle Vermuthungen unb Befürchtungen, ob bie Polen, die Tiroler ober Slovenen in den Reichs-rath kommen, beziehungsweise demselben ferne bleiben werden, sind heute verschwunden. Die liberalen unb rcichstreuen Parteien so mancher Kronländer haben heute nicht mehr zu befürchten, bei ben Reichs-, rathsmahlen von einer ultramontanen Mehrheit beiseite geschoben, vom Reichsrathe ausgeschlossen unb mundtodt gemacht zu werden. Das österreichische Parlament ist ans dem unwürdigen Zustande erlöst, wo es von der Laune einer hanbvoll Wähler irgend einer Wahlgruppe abhing, hemmenb in bie Speichen bes parlamentarischen Rades einzugreifen, wo ber Wille einer Colerie die politischen Interessen eine» ganzen Kronlandes schädigen konnte. Das stolze Wort: „Landrecht bricht Reichsrecht", ist verstummt, die Grenzen finb enbgilttg gezogen, aus bem parlamentarischen Chaos btt Eornpetcnzstreite haben sich provincielle unb Reichsangelegenheiten scharf geschieden wie Festland und Meer, unb die ungeheuere Mehrheit der österreichischen Völker ist entschlossen, den festen Untergrund der Verfassung nicht mehr preiszugeben. Dabei bleibt nichtsbestoweniger bie Wihrheit bestehen, daß die Landtage und ihre Executivorgane für die Interessen der einzelnen Länder nichts an Wichtigkeit eingebüßt haben. Wenn ihnen heute auch bie Möglichkeit entzogen ist, hemmenb in bie fortschrittliche Entwicklung bes Staates einzugreifen, so ist ihnen trotzdem ein großer, segensreicher Wirkung« kreis für bie Interessen ber Lanbesoerwaltung ge blieben. ES hängt von ihnen ab, für Schule un Gemeinde, im Eornrnunicationswesen, in lanb- uit gienilleton. Ballonslihtt »ach dem Nordpol. ^ntojle aus dem Czechischen von I. B. S ch m i e d l. (Fortsetzung.) bnG Segel hatte er sinnreich angebracht, aus betü.fc ®atl desto schneller forteile unb nicht in 9tä*t t,btn Kreisen sich brehe und nun, als bie bin 1 9Qnnen immer kürzer und kürzer zu wer Un/ 6a füllte er seinen Ball mit flüchtigem Gas, r dem Schotten des schützenden Wäldchens, legte ln6 Schiffchen und stieg froh und ©tlXTn ? l)'ntin- Sich Gott und feiner heimlich gesehen 6on ,einem neugierigen Auge be ",da« letzte Seil und verließ ibn, ^ .^ Oem Sudwinde die mütterliche Erde, die " b->d .«M. 8,im ttinl„\iLcl I-» ®UlT «2k Mt" unb Ballte, «Jäbte und Dörfer wie eine Landkarte unter sich Mt8 "^rrle sich bolb durcheinander und ^dlich konnte er nur Meer (er fch^bu über Z Bothnischen Meerbusen) unb Land unterscheiden, Weit über bie Wolken trug ihn sein lustiges Fahrzeug schnell seinem Ziele, bem Norbpol näher, aber bie Entfernung war noch groß. Nun schwand auch das Meer, und die weißen Gebirge von Tornea in Lappland stiegen unter ihm empor; doch auch diese schwanden und er schwebte nun über das grenzenlose Meer, mit Eisbergen unb bltnfenben Eisfeldern bespickt. Fort ging bie Reise rastlos, reißend im günstigen südlichen Luftstrome. Noch hielt sich sein Ball, aber er stieg nicht höher. So verging ber erste Tag, den er nach seiner Uhr bezeichnete, benn er sah bie Sonne auch noch um Mitternacht. Immer über Eisfeldern schwebend, begann ber zweite Tag. Er nahm nun etwas Nahrung zu sich Auch bieser Tag verging, ohne befonbere Abenteuer während ber lustigen Reise. Doch schien sein Ball zu ermatten, er senkie sich etwas unb näherte sich ber anziehenden Erde. Manche Insel, von Eis und Schnee starrend, ließ er hinter sich, nur dann und wann sah er ein grünes Plätzchen, wo wilbeS Gevögel in ungestörter Ruhr brütete. Walfische und andere Seethiere stiegen aus bem Wasser empor und begrüßten den fliehenden Gast mit brausenden Strömen Wassers. Auch dieser Tag verging und Erichson bezeichnete ihn in sein Tagebuch. Mehr und mehr aber fenTte sich sein Schiffche n und streifte nur noch über die höchsten Spitzen der Inseln. Noch verlor er den Muth nicht. Er hatte ja Mittel, das entflohene Gas zu ersetzen; doch wollte er diese auf den äußersten Nothfall sparen. So verging auch ein großer Theil des dritten Tages im rastlosen Fluge und schon ward ihm bange, er möchte über ben Pol hinaus, in die unbekannten Wüsten GrönlanbS oder Amerikas geworfen werden, von benen es schwer, ja unmöglich für ihn sein würde, zurück ins Vaterland zu kommen» Da wehte ihn plötzlich eine mildere Luft an, wie er sie in Schweden noch nie empfunden hatte. Da dünkte ihm, ein Wohlgeruch von unbekannten Blumm berühre unb erquicke ihn. Vor ihm erschien eine weit gebehnte Küste, unter ihm bas Meer, über bas er nur noch in ThurmeShöhe schwebte. Er hatte atn. letzten Tage b.merkt, daß bie Sonne weder ftieg forstwirthschastlichen Fragen die längst ersehnten besseren Verhältnisse in ihrem Wirkungskreise herbeizuführen, leider aber auch ist es in ihre Hand gelegt, falls die Mehrheit nicht von fortschrittlichem, echt patriotischem Geiste beseelt ist und ernster Arbeit obliegt, in allem, was das Landeswohl betrifft, einen Stillstand, wo nicht gar einen Rückschritt zuwege zu bringen. Gerade der krainer Landtag, der bis vor kurzem die ernste, unverdrossene Arbeit für die Lan-desintereffen verschmähte und statt dessen von staatsrechtlichem Streite widerhallte, hat gar vieles dadurch Versäumte gut zu machen. Und daß diese Arbeit im Interesse des öffentlichen Wohles der Provinz nicht gering zu schätzen sei, beweist die stete Klage, der den Landtagen zur Berathung zugemessene Zeitraum sei viel zu kurz, um für das Wohl des Landes nothwendige Vorkehrungen zu treffen und die diesbezüglichen Beschlüsse zu fassen. Der Landlag tritt aber diesmal zeitig genug zusammen, um das Erfordernis des Landeshaushaltes genau zu prüfen, insbesondere um jenen Gegenden, wo die Elemente dem Volkswohlstände Schaden zugefügt, Mittel zur Besserung und Hebung der wirthfchaftlichen Ver-hältnisie zu bieten. Andererseits werden unsere Landboten tüchtig arbeiten und sich mit jenen wich-tigen, auf Unterricht, Verkehr und Verwaltung bezüglichen Gegenständen beschäftigen müssen, für welche der. Landesausschuß wie die Regierung wichtige und dringende Vorlagen ausgearbeitet haben. Unerschütterliche Treue zu Reich und Verfassung, unverzagtes Eintreten für Freiheit und Fortschritt, zähe Ausdauer im Wettkampfe der Cultur-arbeit waren unfern Parteigenossen in den bösesten Tagen der Landtagssession, die wir nun hoffentlich hinter uns haben, die Quelle der Kraft und so manches ungehofften Erfolges. Mögen dieselben auch jetzt wieder Freunden und Feinden zeigen, daß wir das geistige Rüstzeug unserer Organisation eifrig Zusammenhalten, daß wir, gekräfrigr und ermutigt durch den Besitz de« Errungenen, dennoch dem Stillstände nicht verfallen wollen, daß wir, Vertrauen mit Vorsicht verbindend, kommenden Zwischenfällen gerüstet und entschlossen zu begegnen wissen. Schließlich können wir nur den Wunsch Ausdrücken, es mögen alle Anträge und Vorlagen einer gewissenhaften Prüfung unterzogen, alles, was dem Lande frommt, ohne Parteibefangenheit mit jener Ruhe und Strenge berathen und beschlossen werden, wie es einem autonomen Körper, dessen Beschlüsse Gesetzeskraft erlangen sollen, ziemt. Es ist gewiß der von allen besonnenen Elementen im Lande geteilte Wunsch, der krainer Landtag möge seine Aufgabe derart erfassen, daß er alles beseitige, was ihn in der Behandlung und Förderung der heimischen Interessen beirren könnte. Politische Rundschau. Laibach, 14. September. Inland. Da die Altczechen die K a i s e r r e i s e nicht zu ihren Gunsten ausbeuten und das erlittene FiaSco schlechterdings nicht maskieren können, so wurde die Parole ausgegeben, über die Jungczechen herzufallen, die in ganz nüchterner und unzweideutiger Weife die Aussichtslosigkeit aller Ausgleichehoffnungen constatieren. Die Jungczechen werden, Der-muthlich im Aufträge Riegers vom „Czech" als Va-terlandsverrälher gebrandmarkt, die das Verbrechen begangen haben, bei der Negierung um Förderung nationaler Interessen zu petitionieren, ja sogar an der Tafel des Ministerpräsidenten Platz zu nehmen, ein Vorwurf, der sich im Munde der Moskaupilger und Memorandenschreiber an ausländische Monarchen besonders gut ausnimmt. Der „TageSbote aus Böhmen" meldet in Ergänzung der Berichte über die Audienz der Prälaten, der Kaiser habe, zu dem Abte Rotter gewendet, gesagt: „Verlangen sie mögliches von mir und ich kann dann Mögliches thun; Sie aber verlangen Unmögliches von mir, und das kann niemand leisten." Diese Aeußerung würde den Sinn der an den Cardinal Schwarzenberg gerichteten Worte wesentlich modifizieren. Bekanntlich wurde im vorigen Jahre eine Es-cadre österreichisch.ungarischer Kriegs-schiffe unter Commando des Eommodore v. Ster-nek in die spanischen Gewässer beordert, um den durch die Aufstände der Communards bedrohten österreichisch ungarischen Nationalen Schutz und Hilfe zu sichern. Seither ist die Mehrzahl dieser Kriegsschiffe zurückberufen worden und war in letzter Zeit nur das Kanonenboot „Dalmato" dort stationiert. In den letzten Tagen ist, wie der „P. 81." meidet, auch dieses Kriegsschiff zurückberufen worden. Diese Verfügung steht in directem Zusammenhänge mit den Berichten des k. und k. Geschäftsträgers in Madrid und der Confularbchördeu in den einzelnen Hafenstädten, welche ine gesummt constatieren, daß bi< communistische Bewegung ganz erloschen sei und daß zudem die Executive allenthalben Mittel genug besitze, um etwaigen Regungen derselben wirksam zu begegnen und dem Leben und Eigenthum der fremd-ländlichen Staatsangehörigen dm erdorderlichen Schutz angcötihen zu lassen Ausland. Die socialistische Partei-Organisa lion in Deutschland hat neuerdings einige harte Schläge erhalt n. Hasenclever hat sich veranlaßt gesunden, nun auch den allg meinen deutschen Arbeiter-Ui'teistützungsverband auf^ulösen, wie aus einer Bekanntmachung desselben im „Neuen Socialdemokrat" hervorgeht. Inzwischen ist Hasenclever selbst zur Verbüßung einer dreimona:lichen Gefängnisstrafe ver- haftet worden. Im Einzelnen scheint die Agitation sich indes immer mehr auszudreilen. So erscheint vom 1. Oktober ab in Berlin vierzehnlä^ig wieder ein neues, und zwar schon das fünfte social demokratische Parteiorgan. Außerdem gibt es in Berlin noch eine Anzahl fpecieller Gewerbeblätter, welche social-demokratischen Principien huldigen. Der Altkatholiken-Congreßin Freiburg schloß am 9. d. mit einem feierlichen Hochamt zu Ehren des Großherzogs in der dicht gefüllten geräumigen Universitätskirche. Bischof ReinkenS hielt die Predigt über die Worte Paulus: „Seid unterthan der Obrigkeit, welche Gewalt über euch hat", während der römische Bischof lehre: .Seid unterthan der Obrigkeit, so weit ich es erlaube und ihre Gesetze bekräftige." Die römisch-kacholischen Priester säeten überall Unzufriedenheit und reizten die Unterthanen zum Ungehorsam gegen die Obrigkeit auf, unter dem falschen Borgeben, die Religion sei in Gefahr, während cs sich nur um eine Macht« frage handle. Ueber den Verlauf und Ausgang de» Congresses herrscht in allen beteiligten Kreisen die lebhafteste Betheiligung. Gegenwärtig befinden sich in Paris viele Präfecten und Sub-Präseclen. Man glaubt, diese Beamten wären nach der Hauptstadt gekommen, um die Instructionen des Ministers des Innern einzuholen. Auch der Maire von Limoges ist nach Paris gekommen, und zwar, um im Namen der con-servativen Interessen die Aushebung des Belagerungszustandes im Departement Hcmte-Wenne zu verlangen. Die Regierung wird schwerlich auf feint Vorstellungen hören; wo Mac Mahons Sterne strahlen, muß Belagerungszustand sein. Im c artistischen Lager soll eine große Spaltung eingerissen sein. Der „Köln. Ztg " wird geschrieben, es handle sich um eine Art Verschwörung der einflußreichsten Carlisten und carlistischen Generals gegen Dorregaray, welchen Carlos VII. gegen den Willen der meisten Parteigänger in seinem Posten hält. Es scheint, daß viele Generale und Offiziere sich aus Anlaß dieses Zerwürfnisses heimlich von der carlistischen Armee entfernt und nach Frankreich begeben haben. Matt erräth daS aus einem Manifeste des Prätendenten, das an gar keine bestimmte Adresse gerichtet, den geheimen Co-mitefc gilt und daraus dringt, daß die unbotmäßigen Generale wieder nach Spanien spediert werden sollen. In der That halten sich, wie wir spanische« Blättern entnehmen, viele carlistische Führer in Pa* ris aus und scheinen keine Lust zu haben, für den „Angestammten" weiter zu fechten Nach einem Telegramm der „Times" hat Herr v. Leffeps das Projekt einer russischen Ei>endahn mitten du.ch Ce ntra'lasU n nach Indien aufgegeben, seitdem im Plane liegt, den Strom Amu» ein bezaubertes Land gekommen zu fein und zwei» fette schon, ob er im höchsten Noroen, ob er nicht oulmehr Über seine Erwartung hinaus ins heißs, tropische Amerika getrieben worden sei. Doch die Sonne bewies ihm das G.gentheil. Unabändert ch, ohne zu sinken, machte sie ia einen Kreis an seinem Horizonte und sein Compaß-ein sicheres Zeichen, hatte seine Kraft nach Noratft zu zeigen, verloren; denn er war ja im höchsten Wendepunkte. Froh über diese Bemerkungen und alle» wei» tere dem Schicksale überlassend, setzte er sich auf der grünen Matte nieder, nahm ein spärliche» Mahl, trank au» einer klaren Quelle und ruh«e dann im sicheren Port nach langem, mitunter wo? ängst ichem Wachen. Dann aber erhob er sich» ultf weitere Kunde zu nehmen von dem herrlichen Lande-Ob Menschen darin zu finden, bezweifelte er; de"" er sah keine Spur von Wohnungen, keinen des geselligen Feuers auffttigen. (Fortsetzung folgt.) noch sich senkte, daß sie immer in gleicher Höhe vom Horizonte blieb, daß er sich also in der Nahe des ersehnten Zieles, des Nordpols, befinden muffe. Bald erreichte er das Ufer und fuhr einige Zeit darüber hin. Doch keine unwirthbare, vom Eise starrende Küste erblickte er. Mit Bäumen und grünenden Wiesen bedeckt, sah er ein blühendes Land. Tropische Gestaltungen der Gewächse en'zückten ihn, fein Auge schweifte umher übet die stille, freundliche Gegend, mit himmelhohen Gebirgen im Hintergründe. Länger konnte er nicht im engen Schiffchen weilen ; er mußte die Pracht des unverhofften, reizenden Landes näher beschauen. Was wollte er auch mehr? er hatte ja das Ziel erreicht, nach dem er so sehnlich gestrebt, er sah ja aus allen Zeichen und Berechnungen, daß er auf dem Punkte der Achie des Erdballs fei. Darum löste er feinen Anker und ließ' ihn in die grünenden blühenden Gebüsche fallen. Mochte nun au» ihm werden was da wolle, er war «n Ort und Stelle. Der Anker faßte, und da er ihn so eingerichtet hatte, daß er sich daran herunter lassen konnte, waS ihn die Erfahrung bei der ersten Luftfahrt gelehrt hatte, um sich allein beim Heruntersteigen zu helfen, so arbeitete er nun freudig, sein Fahrzeug nieder zu ! ziehen. Bald hatte er es so weit, daß er die unter ihm befindlichen Gebüsche ergreifen konnte, woran er nun seine Gondel befestigte. Von allen Seiten band er sie au, so, daß sic sicher wie im Hafen lag, und, wenn er sie verließ, der erleichterte, emporstrebende Ball nicht sein einziges, zweideutiges Mittel der Rückkehr ins Vaterland nebst allen seinen Hoffnungen in die blauen Lüfte entführen konnte. Nun stieg er au« und alles, was er noch von Stricken und Leinen hatte, wurde angewendet, der Ball an die Bäume gebunden und vor allem möglichen Schaden gesichert, fo daß fein Fahrzeug nun möglichst vor jedem Windstöße geschützt, ruhig dastand. Zufrieden betrachtete er sein Werk, dankte Goit, der ihn so weit geleitet hatte, nnd be ah sich nun den Ort, wo er war und seine Umgebungen. Aber nie gesehene Pflanzen und Bäume, mit Früchten beladen, bedeckten den Hügel, auf dem er niedergestiegen war. Milde bahamische Lüfte umgaben ihn. Dort floß ein prächtiger Strom, der au» dem hohen Gebirge zu kommen schien; grüne, blumige Wiesen bedeckten seine Ufer; er glaubte in Darja nach dem lappischen Meere abzuleiten. Da recht ernstlich in Erwägung gezogen werde. Denn eS Math, ihre Uaberzagihrit «ad AaSdaner überwand Rußland nach Wegräumung mehrerer Wassersperren auf dessen Gewässern jetzt die Äußenlande Indiens erreichen k^nn, hat es alles in der Hand, was es für seine dortige Zukunftspolitik braucht. Gleichzeitig bringt die neueste indische Post aus Afghanistan einige das Nahen eines politischen UngewitterS verkündende Nachrichten. Es heißt, daß der Emir Schir Ali Khan und sein von der Thronfolge ausgeschlossener Sohn Jakub Khan sich wieder in Waffen gegenüberstehen, und daß sein Neffe Abdul Rha-man, der Feind beider und stets im Trüben fischend, zur Wiedererlangung seiner „Rechte" mit einer starken Streitmacht Kabul bedroht. UeberdieS soll, dem Vernehmen nach, die persische Regierung beab-sichtigen, sich auf die Seite des rebellischen Sohnes des Emirs zu stellen. Zur Tagesgejchilyle. — Ein e Fürstin als Wä s cherin. „Hon" bringt folgende Mitteilung: „In der Kanzlei des pester RochuSspitalS warde im Moaat August eine kraute Frau ausgenommen, welche folgendes Nationale abgab: Ich heiß- Fürstin Miczislaw Worouieczki, geborene Anna Schwei^hoffer, bin vermögenslos, 51 Jahre alt, römisch-katholisch, Wäscherin. Mein Bater war weitand Proseffor Franz Schweighoffer, mein Mann Fürst Miczislaw Wvroaieczki, Honved-Oberst Ich wohne im achien Bezirke, Steinbruchstraße Nt. 4 — Und alles das ist die erschütterndste Wahrheit, bemerkt das ungarische Blatt. Wenn die Pietät schon so wttt gediehen ist, daß wir eine Collecte zur Er» richlung einefl Monuments für die rm FreihritSkarnpse gefallenen Mäny er veranstalten, wie können wir eS dulden, daß die Frau des heldenmüthigen Fürsten, die Tochter eines gewesenen Professors, in ihren alten Tagen zum Bettelstab greifen muß? — Ein Wort Papst SixtuS V. In unser« Tagen, wo der Staat, weil er eine Reche ihm «»fraglich zustehender Rechte, die nur allzu lange ungeübt gelassen waren, endlich wieder autzaüvea begotv «e» hat und sich dafür von den berufene« itieruetem ”** katholischen Suche der frevelhaften Eingriffe in ®tttn Rechte bezichtigt, sich mit Nero und Dtotleiian 6et9lid)cn sehen und durch den Muno fanatischer Priester ^e9 Himmels Strafen auf fein angeblich |o namen- haue doch wohl auch SixiuS V. (1585) an der Un fehlbarkeit feinen Theil. Als der neugewählte Papst SixtuS V. nach seiner Erhebung unter den ändern bei der Curie beglaubigten Gesandten den Bstschafter der Signoria der Republik Venedig, Priuli, empfing, empfahl er der Siguoria größere Rücksicht für die Juqaiftiion unö für die von ihr nicht immer gut behandelten Bischöfe. „Ich will", setzte er hinzu, „damit nicht sagen, daß man den Bischösen Auflehnung gegen die Staatsgesetze gestatten solle. Ja einem solchen Falle hätte ich nichlS dagegen, daß Eure Regierung die Schuldigen gefangen fetze oder auch ihnen die Köpfe za Füßen lege." (SixtuS V. Bon A. Freiherrn v. Hübner L 221.) Local- uitö ProvmM-AügelegeKyertt«. — (Bei der heutigen Landtagswahl des krainifchen Großgrundbesitzes) wurde Gursbesitzer Schass er von Weiahof in Unterkrain mit 44 von 45 abgegebenen Stimmen gewählt. Bei der heute Nachmittag statlsindenden ReichSrathSwahl des Großgrundbesitzes wird sicherem Vernehmen nach der Gutsbesitzer in Pogauiz, Victor Ritter v. Langer, zum ReichSralhSabzeordneten gewählt werden. — (Zu den Ergänz« ngSwah len für den Landtag.) Im Bezirke Wippach wurde der klerikale WirthschastSbesitzer Herr Laureutschitsch zum Abgeordneten gewählt. — Das Militärkonzert) der Musik-Kapelle des 47. Jus.-Reg. v. Hartuug war vorgestern Abends im Clisinozarten sehr zahlreich besucht. DaS musiksreundliche Publikum zollte den vozüglich auSgesührten Piecen dieser Musikkapelle rauschenden Beifall. — Wir hoffen daß wir diese uuS noch aus den Vorjahren in bestem Andenken stehende Musikkapelle vor ihrem Abmarsch nach Klagensurt wohl noch einmal hören werden, umsomehr als infolge des gestern heftig eingetreiencn RegenwetterS das große Manöver für heute abgesagt wurde. — (Triglav-Ersteigung durchDamen.) Nach dem Berichte der Triglavsührer war noch in keinem Jahre der Triglav so häufig erstiegen, als heuer. DaS größte ober, waS selbst der Triglav fett seiner tausenbjährrgen Herrschaft über die Berglein ringsum noch nicht erlebt hatte, vollbrachten am 11. und 12 d. M. drei latbacher Damen in Begleitung eines loe schwer verschuldetes Hmpt herabiu,eu hören muß, verlohnt es sich wahihch btt Mühe, alle diejenigen Herrn, die mit einem Muihe, einer Uuerschrockenheit ^eu8«'ffe bet Bergeffenheit zu entreißen, aus denen hccootgeht, daß die tlufjisfung, welche das unfehlbare Papstlhnai unb feine Anhänger üoer daS Verhältnis °er Küche und ihrer Diener zu den StaaSgesetzen zu Verkünden und sltiet zum g»öß en Schaden allein bet “irche selvst nun schon fett geraumer Zeit praktisch bklhätigen zu lassen beliebt hat, keineswegs bet katho-«schen Kirche als solcher eigen unb baher auch burch-a«8 nicht von ©eüe aller Päpste gebilligt worben ist. Ja, immer tmeber unb wieder muß eS dem am 18 en und Ausdauer, die ihresgleichen suchen, bte äußerste Spitze beS Triglav erklommen. Am 11. gegen Mit tag warb von Lengenselb resp. Mojstrana aufgebrochen, unb nach fiebenjtltnbigem jcharfen Bergsteigen bte litg« lavhiitte erreicht, bte glücklicherweise m ziemlich gutem Zustande angeiioffen wuibe. Während der Nacht erhob sich ein heftiger Südwind, unb ba bte ganze Umgebung in btchiem Nebel eingehUllt blieb, schien eine (SisUjung bet äußeisten Dp tze unmöglich zu fein ; doch — gegen 6 U»t morgen« zeigte sich auch bet 1870 inaugurierten N-uiömetthum vorgeyatren i Triglav — woht nur aus Freude übet ba® seltene ®'tben, daß alle btejeniaeu Päpste, die üoerhaupt tn!" “ ’ * ^ ........... Ältliche Dinge einen Einblick und ein klares Uuheil ®lÜber gewonnen hatten, alle, welchen Begriff unb e- e'en beS Staates, ba sie nun boch einmal selbst fj*'0 ®>aat zu regieren hatten, aufgegangen waren, »e6'n Augenblick angestanben haben, dem Staate zu Reben, was ihm von rechiSwegcn zukam, unb einer heute bct Bischöfe gegen die Staatsgesetze, wie sie ,n 0uf Commando von Rom her in Vollzug gesetzt nteo,a^ das Wort geredet haben. So betb unb ein r***1 wie Past S>xmS V., der eben selbst li* al4man” war unb seinen Kirchenstaat bekannt» ^deutlich zu regieren und von all dem Un, «Beate d°"st-regierung verbunden zu sein Anschauung 9 lld| *u reinigen verstand, diese seine »LTV».'« ?,Mo»6 "“i-!6 ipht «■.*. ■ujotte, an bie m erinnern qetabe Ereignis einefl Damenbesuche« — in seiner ganzen Pracht unb Herrlichkeit. eo|oct brach man aus — unb jetzi eist mußte alle Energie unb ÄuSbauet zu fammengenommen werben, um bte letzte unb schwierigste Partie zu überwinden. Nach zweistündiger Anstrengung erreichte man auch glücklich Oie Spitze. Wer soll ben ©uibiuct schildein, ben ein Anblick von hier auS tn bte weite wette Welt auf ein |ftt bte über alles erhabene Schönheit der Natur empfängliches Gewüth macht? — 4iei|u«feu tu stiller Bewunberuug schwerste ba« Auge nach allen Setten weithin — ohne Ende! Wenn auch bte Thäler da umen in ein rote au» Marmor aue gehauenes Nebelmeer eingehiiUi waten, aufl dem die höchsten B-rgspchea wie I.«|eln heivorragten, bleibt boch jevermann bet Anblick unvergeßlich. Nach einem beiläufig etnfiünbigen Aufenthalte machte man sich wieder aus den Rackweg, der selbstverständlich mit noch viel größern Schwierigkeiten verbunden ist als der Auistieg, zumal da em heiliger Sturm vorn Süden her bas Ausrechistthen auf der,„genannte« „Kante" fast zur Unmöglichkeit machte. Do» die Gewandtheit der jDamea im Bergsteigen, ihr alle» üdervtudeader auch diese» schwierigste Stück. Abends um 7 Uhr zog man wieder tn Mojstrana ein. Die drei Damen haben sich infoferne ein großes Verdienst erworben, als sie qezrigt haben, daß auch für da» fchöae Geschlecht eine Triglavpartie nicht zu den Uaatöjlichkeiten gehört; möge die» Beispiel recht viele Nachahmerinnen finden; vivat sequens! — Aufgabe der Sectioa Kcaia de» deatsch-österreichischen AlpenvereineS wird ei aber sein, den größtmöglichen Comfort auf den verschiedenen Partien unseres überaus herrlichen AlpenlandeS hrrza-stellen, so namentlich die Triglavhütte mit einem eisernen Sparherde zu versehen, da man sonst die ganze Nacht vom Rauch des der Kälte wegen unentbehrlichen Feuers za sehr belästiget wird. Die beiden Führer Schmerz jun., Sohn des WtrtheS Schmerz aus Moj-straua, «ad Pintct vulgo Prezki sind jedem Triglav-besteiger bestens zu empfehlen. *) — (Der krainifche LandeS-Lehrer-verein) hält am 21. d. M. nachmittags 5 Uhr in der KvSler'sche« Bierhalle feine zweite Generalversammlung ab. Aus der Tagesordnung stehe»: 1. Bericht über die Thätigkeit des Vereins. 2. Rechenschaftsbericht. 3. Vortrag über das Institut der Orte# schulräthe. 4. Anträge der VereiuSmitglieder. 5. Revision der Verei«Sstat«ten. 6. Neuwahl de» Ausschusses. Dieser Versammlung folgt eine musikalische So,r6r. — (Ein Jnjurienprozeß.) Der Reich». rathSabgeordnetk Herr Friedrich Brandtstetter hat im Sommer vorigen Jahre» am Bachergebirge bei Lichtenstadt einen Zink- und Bleibergbau erworben, dessen Bearbeitung derselbe feit jener Z-it mit beträchtlichen Mitteln und mit derartigem Ei folge in Angriff genommen hat, daß sich in den letzten Tagen im Unterlänge das Gerücht verbreitete, der lichtenwalder Bergbau sei über eine Million werth. So viel ist Thal« fache, daß Männner wie Proseffor Schwarz am Joanneum, der Vorstaud des k. k. Revierbergamtes Berg-tomm ffär Riedl, Dr. Godiffroy unb Bergrath Patern nach Besichtigung an Ott und Stelle und nach vvrge-nommenen Analysen in diversen Zinkhütten sich über den Brandstetter'jchen Bergbau äuß rst vvrtheilhaft ausgesprochen haben, daß h ernach Ptoben mit Ausbeute in der k. k. geologischen R.ichsanstalt in Wien vorgenommen wurden und nach alledem endlich daS I. k. Acker» bauministerium den Bau amtlich untersuchen li'ß Letztere Untersuchuiig warde durch den k. k. General-Berg-bau-Jaspecior Baron Benst, den königlich-ungarischer» Moman-Geologen Fr. Posepuy, den Dtreclor bet Zinkhütte zu Raibl, F. Patiorek, unb den Dtrector bet k. k. Zinthtttte in Cilll, A. Brunner, gepflogen. Die umständlichen Berichte, welche biefc Bergbau-®ipacuäten an die Regierung erstatteten, waren von der Art, daß baS t k. Aerat soeben mit Herrn Brandstetter wegen Ankaufes beS Bergbaues in Uatethanblung getreten ist, nachdem dessen schon j tzt feststellbarer Werth von Baron Beust auf 600,000 fl. beziffert worden ist. Gleich nach dem Bekanniwerden dieser Utzierea, Aufsehen erregenden Boikommniffe hat nun daS in Laibach erscheinende floventjche Organ der „Slovenrkt Narob“ unter dem Schlagworte „Fritzchen Brandstetter in dulci jubilo“ gegen Herrn Brandstetter einen Aueiull gemacht in welchem unter ander« behauptet wirb, daß „Fachmänner übet Fr tzel« Freischürse mehr alfl haa. Dermal schon sich bahtn ausgesprochen haben, daß hier lauter Auebtsfe seien", „daß eS zu wandern sei, wie der bekannte Beust, der Vernichter von Wteliczka, an-berei Meinung sein könne“, unb auch bemeikt wird, „ein gewiffer Unger, früher Compagnon Futzchen», der sich mit 6000 fl. abfertigen ließ, habe biesertage- in einer Gesellschaft gesagt: „Es ist alles ein Sch....** — In btesen Ausladungen erblick, Abgeordneter Brandstetter die Unterstellung, als habe er bei einer «nhon» neien Sache feine Hände im Spiele, und Hit durch Dr. Holzinger gegen den Redacteut de« Blatte», Herrn Ivan Semen, bei dem k. k. LaudeSgerichte L a i • dach d>e Preßflagc eingebracht. *) Wie uns in einer veldeser Correspondenz übrr dieselbe Partie mitgetheilt wird, betbeiligten ft* an dieser Partie Fr. Julie Moos, Fr>. Ludmilla Älcmeniii, Frl. Hilde «risper unb Herr Professor Wilhelm ütnbut. Die Siedaction. Hirse 3 fl. 20 fr., Kukuiutz — fl. — kr., Erdäpfel 2 fl. 20 kr., Fisolen 6 fl. 60 kr. Pr. Metzen; Rind- — (Die nächsten Lehrbefähigung--PrKfnngen für allgemeine Volks- und Bürgerschule«) treiben im Sinne der hohen Mi- schmalz 54 kr., Schweuifett 48 kr.,^pcck, frischer, 42 tr., nisterialverordnung vom 5. April 1872 bei der hier« Speck, geselchter, 42 fr. pr.Jßfnnd-^®ier 2*/8 fr. pr. ländigen k. t. Piüsung«cowm>ffion am 22. Oktober L. I. und den darauf folgenden Tage» abgehoben wer» fcen. Caudidaten »ud Candidatinneo, welche fich dieser Prüfung unterziehen wollen, haben ihre gestempelten and vorschrift-müßig instruierten schriftlichen Anmeldung längsten- bis 8. Oktober d. I. bei der Direc. tion der PiüfnvgScommifiion einzubringen und darin ausdrücklich zu erklären, ob sie sich der Prüfung für allgemeine Volks- und Bürgerschulen, und im letzteren Falle für welche Gruppe zu unterziehen gedenken. Nach dem 8. Oktober einlaufende Gesuche können nicht «ehr angenommen oder berücksichtigt werden. — (Aufgesundener Leichnam.) Am 21. August l. I. wurde bei Jeffenitz, Bezirk Gurkseld,; in der Save die Leiche eines 17—18jährigen Mäd-1 chens aufgefunden. Dasselbe war mittelgroß, ziemlich untersetzt, mit langen schwarzen Kopfhaaren. Bekleidet war eS mit einem kurzen Hemde mit langen Aermeln, kaffeebraunem Ober- und hausleinenem Unterrocke, blauen Strümpfen und guten Bundschuhen. Die Obduktion ergab keine Spuren von Gewaltthätigkeit. Die Ber-muthung geht dahin, daß diese Person unter jene unglücklichen Wallfahrer gehört, welche am 16. August im SenuZra-Bache, Bezirk Rann, ertrunken sind. Stück; Milch 10 fr. pr. Maß; Rindfleisch 30 tr., Kalbfleisch 27 tr., Schweinfleisch 27 tr. pr. Pfund; Heu 1 fl. 25 kr.. Stroh 75 fr. pr. Zentner; hartes Holz 6 fl. 60 tr., weickes Holz 4 fl. 70 tr. pr. Klafter. Lottoziehung vom 12. September. Triest: 24 23 69 48 73. Eine Dame erbietet fich zum Unterricht i» der deutschen, französischen, englischen und italienische» Sprache. Daselbst werden auch Schreibgeschäfte in den genannten Sprachen übernommen und billigst besorgt. Auch werden 1 oder 2 Mädchen ans guter Familie in Quartier und gänzliche Verpflegung genommen. Briefliche 'Anfragen beliebe man unter A. G. 50 an die Expedition des Blattes zu richten. (547—1) Ein solides Aofthaus für Studierende, wo für strenge Ordnung in jeder Beziehung ! bestens gesorgt wird, in der Exped. d. Bl. zu erfragen.^ Gewölbe Gtngeseuvrr. Auf Ansuchen des Herrn Besitzers von Rosenbüchel habe ich das dortige Brunnenwasser einer Analyse unterzogen und dasselbe vollkommen gesund und rein befunden. Doctor Mader. am Hauptplatz zu tiermiettien. ’ dieses Blattes. Näheres in der Expedition (542—3) Witterung. Laibach, 14. September. Gestern Wettersturz mit starkem Rückschlag der Kälte, in der Ebene starke Güsse, aus den Hochalpen reichlicher Schneefall. Höhe des Niederschlags 35'40 Millimeter. Heute Morgennebet, später ziemlich heiter, kalter Nordost. Wärme:! morgens 6 Uhr + 8-3°, nachm. 2 Uhr + 17 2° C. (1873 -4- 23 7», 1872 + 26 0° C.) Barometer im raschen j Steigen 740 9 l Millimeter. Das vorgestrige Tagesmittel der Wärme + 160°, das gestrige + 129°; beziehungsweise um 1-6° über und itm 2'3" unter dem Normale. Angekommene Fremde. Äm 14. September. Motel Stadt Wien. Pariser, Kfm., Reifniz. — Stern, Kfm., Agram. — Destin, Lederermeister, Goltfchee. — Dvornig, Besitzer, Munlendors. — Urbantschitfch, Höflein. — Malli, Privatier, Nenmarktl. — Baron Apsal-trern, Kreuz. — Gras Thurn, Radmannsdorf. — Savin-scheg, Gairan. — Mandl, Privatier, Triest. — Schwarzl, l l. Major, Graz. — Smola, Privatier, Rndvlsswerth. — Langer. Gutsbesitzer, Paganiz. — Bidic, Reisender, Wien. Hotel Elefant. Leskowetz, Theolog, Schwarzenberg. — Svetlikik, Abiturient, Jdria. — Lauter, Professor, Görz. — Ritter Marcher, Hosrath, mit Gemalin, Graz. — Huber Anna, Triest. — Dollinar Barbara, Agram. — Ruzik, Rieka. — Schmoll, Graz. — Lehmann, Bern. — Baron Tansrer. Weixelburg. — Schhczy, tön. ung. Ministerial-Sectionsrath. Buda-Pest. — Prasniker, Fa-biitant Gonobitz. — Pollak M. und Pollak B-, Handels-lente; Den, Fabrikant, und Malli, Kfm., Nenmarktl. — Pjller und Schwartz, Kaufleute, Graz. — Pollak, Kfm., Wien. — Fnrlani, Pirano. — Graf Barbo, Kroisenbach. — Gras Pace, Ponovii. Hotel Europa- Snvpan, f. f. Bezirfsvorsteher, Wip- pachthal. — Cartcsio, Fiume. — Boritevik, Karlsladt. — Gfrerer, Graz. — Kuscher, f. t. Beamte, Fiume. — Marianvick, Agram. BalerleeHer ISof. Paltii, Agram. — Stare, Manns-bnrq — Jaklitsch, Großlaschlz. — Saverschitz, Triest. Mohren. Josipovii, Rechtsprakticant, Wien. — Gri-mauet Lackirer, Poklabruck. — Metlika, Beamte »nd, Maier' Handels»,., Kraiuburg. — SalaZcek, Wirth, l Ratschach. — Mesck'ak, Privalier, Triest. — Wilavc, Be-«her airhm — Widemann, Privatier, Kärnten. — Mar'ternoz. Agent, Agram. - Pavar, Privat Graz I Sternwarte. Majerle, k. k. Houptmann, Weißenstein. Modic, Nendorf. - Bafchitsch, AnerSperg. - ^a>°ker, Grotzlaschiz. — Hotevar, Untelkrai». — Trnörovic, Gö z. | Lebensmittel Preise in tiatboeb i am 12. September 1874. Weizen 5 fl. 20 lt.; Korn 3 fl. 60 fr.; Gerste 3fl. — tr.; Hafer 1 st 80fr.; Buchweizen 4 fl. 20 tr., Druck von Jgn. v. «leinmayr & ged. Bamberg in Laibach, Die neu errichtete f. k. Speeialitäten-Niederlage ' in Laibach, am alten Markt Nr. 15 (f. f. Tabak-Haupt-Berlag) empfiehlt ihr gut sortiertes Lager dem p. t. Publicum. Bestellungen werden pünktlichst ausgesührt, Tarife gratis aus gefolgt und auf Verlangen auch versandt. (456—9) Die Wechselstube des Rudolf Fuck, Graz, Tackstratze Nr. 4, wird hiermit zur Besorgung aller in das WechSlergeschäst einschlagenden Aufträge bestens empfohlen. (462—25) Im früher Woschnagg'schen Berkanfslocale |anpt|)lai 237 wird das särnrntliche daselbst noch vorrätbige Manufaktur-, Weiß- und Wäschwarenlager, um ehestens aufzuräumen, 50 (,/0 unterm Preis verlauft, und zwar besonders empsehlenswerth: Herrenhemden weiß von . . „ farbig „ . . „ Flanell,, . . Herrengatien aus Leinwand „ „ Cottonina Herrenhemdbrusteinfätze von Herrenpapierkrägen „ Damcnhemden „ Damenhosen „ Damencorsels „ Damenmieder „ Leinwänden „ Chiffon, Shilling, Mada-polan ,, Cottonina, Domestique „ Pique- LSchnürlbarchent „ Biillantln & Gradl „ Tisch- und Handtuchzeug „ Leintllcher „ Batisttllcher „ Foulardtllcher „ Schaswollkleiderstofse „ Briinner Rohhosevstofse „ fl. —'90 aufwärts V-180 1--•60 -12 — 1 150 1 — — 80 -'70 -25 -•18 —*15 „ -•25 -25 -•18 1--10 1— -•23 -•90 Wir zeigen hiemit an, daß wir unseren heute abgelau fenen Contract mit Herrn Vinc. Woscbnagg in Laibach, / welcher nun circa 6 Jahre unser Vertreter und Verkäufer unserer Orig. Howe-ÜUäliniaeieliliien ist, erneuert haben. Unsere echten Nahmaschinen sind stets in großer Auswahl bei ihm vorrathig, werden zu Fabrikspreifen unter 5jähr. Garantie verkauft und Näfjunteriidit gratis ertheiü. Wien, am 31. Angnst 1871 Für in Rew-Uork der Direetor: Heb. Schott m. p. Das Lager von Btähmaseliinen und deren Zubehör. als: Garne, Lpnlen, «eile, Lel, Nadeln rr befindet sich wie feit Jahren Stadt 348 **? 343, woselbst auch alle Bestellungen für die Wäschefabrik auf jede Art Herren-, Damen- «fc Mnderwäeclie fowie auf ganze Ausstattungen angenommen und bestens geliefert werden. Vollständige Wäsche- und Nähmaschinen-Preiseouranls aus Verlangen. Bestellungen von Auswärts werden prompt und bestens ausgesührt. ' (540—3) Vinc. Woschnagg, k. k. priv. erste frainifche Wäschefabrik- und Nähmaschinen Depots in Laibach. Ankündigung. In des Gefertigten, vom hohen k. k. M i -nisterinm des Unterrichtesmitdem Oeffentlichkeitsrechte autorisierter Privat Lehr- ör Erziehungsanstalt für Knaben in Laibach beginnt das erste Semester des Schuljahres 1874/75 mit 1 Oktober. Das Nähere enthalten die Statuten, welche auf Verlangen portofrei eingefenbet werden. Mündliche Auskunft ertheilt die Vorstehu.ng täglich von 10—12 Uhr am Hauptplatz Nr. 237, zweiten Stock. (550—1) Alois Waldherr, Inhaber und Vorsteher der Anstalt. Ferner Tisch- und Couvertdecken, Kasseetllcher, Vorhang» ftoffe, Flanelle, ChacheniirS, Wirkwaren, Seiden-EcharpS nnd Cravaten zu solchen Preisen. (543 - 2) Soeben eingeiroffen eine neue Tendnng Vclfnrbrndrnckliildrr mit und ohne Goldrahmen von fl. 12 bis fl. 42. MT Hegen monatliche Walenzahlungen! Preisverzeichnisse gratis! Ixn. v. lv lei nimm & Fcd. Bamberg itt Laibach. (484-v) Wiener Börse vom 12. September. ätÄutslondSe j SVctc. tHcntc, üst.Pay. t?clb ti'utt 71 66 71.76 bto. bto. Öfi. in fcilb. 74.65 74 75 doic von 1864 . . . 101 7 12 25 ofe von 1860, ßang dofe von ibtio, Qfaut 11 110.26 113 76 114. - tuauiicni^. v. lbti* 137 L6 137 75 Nrundenil. • Obi. ♦ vbtabdrg. 6 - 76 50 Ungarn 18 — «8.10 Aetien. flnglo»9)an! 161.76 »62. iretttanftfllt . . . 946.-- 46 25 Depositenbank . . . . 146- 148.- 4Ccouit.'te»ttnf!alt . . »'20 rranco - Bank . . b3.76 64 - yanbel-bank 8*. - 82 tO tfationalbank . . . •82 V6i. vesterr. allg. Bank . Oest. vantgesells. . . 66 60 t7.- )i)8 200 - Inion • Bank ... 1*8 76 29 - veremSbank 21 60 21 75 ^erkeyrSbank 1( 8 76 109 - älfölb-Babn .... 14.*> 60 144 - ^karl-Lnbwtg-Aahn. */ 0 60 >51 — t ut. telifcbet'vOaUt- 162 60 20.1 ?ai|. Franz-Iofes-d. 11,6 .6 IVO 70 StaatSbahn . . . 8 8 Mi 31 vübbahn 144 261141 76 Pfandbriefe. 6fr. yob.*trcbit. b' o. in 38 X . . . •iahuu. o. Äfc....... Inn. Lod.-Cr'Ldita:.^. Priori iftts-Obl. ffran^IvlefS-Bahn . Oest.-Vtorbwestdahn Siebenbürger.......... Gtaatdbabn............ Sudb.'Gci.zu 5t)u ftt. bio. BouS Lose. titebit- L........ Üiubolfs-L........ VVechbel (jli/iou.) /!ua»b. ICH) fl. (übt.B ft* . » .Hauff. 100 Hamburg. onbon 10 Van» 100 Bf. 6t«l ffvanc» MBnxen. Wett 94 -87. war, 9* 6V 67 60 83 801 i'3 91 85.761 M.- 101.60116» - 96 81 70 188 10» 75 222 65.76 13 60 S6 8Ü 8190 Sh 60 110.— 813 - 166 9» 1«- 91 5 iS CO 6 97-h.8ü-1 69 ' 10*96 Lelegraphiscker Curibericht am 14. September. Papiet-Hente 71 60 — Silber-Rente 74 55 — l^^Oer Staats-Änlehen 110 — Bankaktie» !>78 — Kredit 246 --_ London 109 HO — Silber 104' — — 20- Francs »Httfe 8 80. ______ Verleger nnd für die Redaktion verantwortlich: Ottomat Bamberg.