Nr. 220. 'v.!i,^ü,z,^^.,,,«,?',«', FT?7.r.r- Mittwoch, 24. September. '''«'- <^^..'"M!?"'"'"' ^»»4. Amtlicher Theil. Se. k. und t. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst Sr. k. und k. Hoheit dem Herrn General.Inspector des H?eres, Feldmarschall Erzherzoge Albrecht die Bewilligung zur Annahme und zum Tragen des höchst« demselben verliehenen Großlreuzes des lim. serbischen weißen Adler>Ordens zu ertheilen; serner zu ernennen: Se. tais. Hoheit Nikolaus Alexandro-Witsch. Großfürst und Thronfolger von Russland, zum Oberlieutenant im Uhlaneuregimente Alexander II., Kaiser von Russland Nr. 11; dann: Se. kais. Hoheit den Großfürsten Sergius Alexandrowitsch von Russland, Oberst im Infanterieregiment Alexander I., Kaiser von Russland Nr. 2, zum Oberst.Inhaber des Infanterieregiments Nr. 101. __________ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Oberstlieutenant des Infanterieregiments Freiherr von Dahlen Nr. 7 Glurg Hausser den Adelstand mit dem Ehren» Worte „Edler" allergnäoigst zu verleihen geruht. Der Handelsminister hat den Hafen« und See-saniläls-Adzuncten Johann Hrillanovich zum See» laza,eths'Direclor in Valle St. Bartolomeo bei Trieft und den Hafen« und Seesanitäts'Official Paul Stephan Nicolich zum Hafen- und Seesanitäts > Adjuncten ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die Eröffnung der Arlberg-Bahn. Vregenz, 21. September, Als beim Festbankette der Champagner serviert wurde, ergriff das Wort der Handelsminister Freiherr von Pino zu folgendem Trinlspruche: Meine Herren! Da ich gleichsam den Haubherrn repräsentiere, so obliegt es mir wohl, den Reigen der Ansprachen zu eröffnen, und ich erlaube mir demnach, einige Worte an Sie zu richten. Wir befinden uns hier am Ufer des größten Sees Mitteleuropas, welcher in poetischer Auffassung seiner Größe und Be-deutung im Vollsmunde auch das schwäbische Meer genannt wird. Schon in den ältesten Zeiten bildete der Vodensee eine Wasserstraße silr den Vntchr der an ihm wohnenden Völker, und seine Wichtigkeit wuchs mit der Zahl der Bewohner seiner lieblichen Gelände und der Vermehrung der Verkehrsftraßen, die an seine Ufer filhrleu. Aber erst mit der Elbauung der Eisen-bahnen entfaltete sich das Verkehrsleben auf demselben in ungeahnter Weise, Alle Userstaalen wetteiferten in der Anlage von Eisenbahnen, und die von allen Seiten zuströmenden Frachten wurden auf schnellen Schiffen verführt, nur eine Lücke blieb an dem Bodensee un-ausgefüllt. Das Land «Vorarlberg", welches durch einen mächtigen Nlpenrücken von dem llbrigen großen Vaterlande getrennt war. konnte nur auf Umwegen mit demselben durch die neuen Verkehrsmittel in Be» tührung kommen, dem» die prächtige ssunststraße. welche vorsorglich den Alpenriesen Arlberg überspannte, ge-nügte schon längst nicht mehr den gesteigerten An« sprüchen. Dadurch brach endlich die unwiderstehliche Macht des Bedürfnisses die sich entgegenthürmenden Hindernisse, und es entstand nach siegreicher Ueberwindung der größten Schwierigleiten ein neuer Schie-nenweg, dessen kühne Projectierung und Anlage sich als ein neuer Triumph der technischen Wissenschaft darstellt (Bravo! Bravo!) und der in seiner muster-haften Ausführung sich unbestritten den besten Bauten dieser Art an die Seite stellen kann. (Stürmischer all. fettiger Beifall.) Ich darf wohl mcht fürchten, der Selbstüberhebung geziehen zu werden, wenn ich es offen ausspreche, Oesterreich kann stolz sein auf diese Arbelt (Bravo! Bravo!), und jeder, der dazu bei-getragen hat, sei es durch thatkräftiges Hanoanlegen, se, es durch zielbewusste Förderung, darf mit erheben-dem Vewusslfeill auf dieses große Werk blicken. (Leb. hafler Beifall.) Und das« es ein große« Werk ist, welches vollbracht wurde, beweist uns nicht nur der überwältigende Anblick des mächtigen Tunnels, der W'nmelllnstrebenden Pfeiler, der kühuen Brücken, stolzen Wölbungen und kolossalen Mauern, die wir auf der ^ahrt über oder besser durch den Arlberg beqeanen. «^ bewem uns dies auch die hocherfreuliche Theil-/.^/ezI"-. und Auslandes an dessen Velingen (lebhafter Ve.fall und Händeklatschen), und hier scheint AM" geboten, vor allem dee größten und mächtigsten Förderers dieses Werkes. unseres geliebten Kaisers und Herrn zu gedenken (Bravo! Bravo! Alles erhebt ^',?Ä?"«n^"l^m in angestammter Huld dadurch die höchste Weihe aufdrückte, dass Merhöchstoerselbe der Eröffnung dieser denkwürdigen Bahnstrecke aller-gnädigst beizuwohnen geruhte. (Stürmischer Beifall.) Ich glaube, aus Ihrem innersten Herzen zu sprechen, wenn ich Sie einlade, mit mir zu rufen: «Hoch lebe unser Kaiser und Herr Franz Iojef der Erste." Die Versammlung bringt ein stürmisches dreifaches Hoch aus. Landeshauptmann Graf Belrupt begrüßt im Namen des Landes die Versammlung, die gekommen ist, ein Werk zu beschauen, das epochemachend, ja reformatorisch auf den mitteleuropäischen Verkehr einwirken wird. Er dankl den Ministern, welche die Schwierigkeiten, die dem Werke im Wege standen, zu besiegen wussten, dankt insbesondere dem Ministerpräsidenten Grafen Taaffe u»d dem Ressortminister Handelsminister Freiherrn von Pino und bittet sie, dem Lande Vorarlberg auch weiter ihre Sorgfalt an-gedeihei! zu lassen. Redner bringt sein Hoch au« auf die Räthe der Krone. (Lebhafter Beifall. Hände-klatschen und Hochrufe.) Darauf nahm nochmals das Wort banbel«. minister Freiherr von Pino zu folgendem gleichfalls mit stürmischem Beifall aufgenommenen Toaste: Meine Herren! Die freundlichen Worte, welche der Herr Vorredner an die Adresse der Regierung richtete, machen eS mir zur angenehmen Pflicht, noch einmal da« Wort zu ergreifen. Ich thue dies im Namen meiner Herren Collegen, da ich als Ressortminister bei diesem Anlasse besonder« dazu berufen zu sein glaube, den aufrichtigen Dank der Negierung für die ausgedrückte Anerkennung auszusprechen. (Bravo! Bravo!) Da ich aber schon beim Worte bin. möchte ich mir erlauben, noch etwas hinzuzufügen. Der neue Schienenstrang, verbunden mit der ihn ergänzenden neuen Schiffahrt, hat unsere Monarchie erst factisch in directen Contact mit dem Bodensee gebracht. Damit aber diese neuen Verlehrsanstalten ihre segenvringen-den Wirkungen ausüben können, genügt es nicht, sie ins Leben gerufen zu haben. Verlehrsanstalten jeder Art sollen als unverrückbares Ziel im Auge haben, den Verkehr zu beleben und zu entwickeln, im eigenen Interesse und im Dienste der Volkswirtschaft im allgemeinen; sie sollen sich in der Erreichung dieses Zieles nicht durch kleinliche Rücksichten beirren lassen, dle oft nur auf momentanen, vorübergehenden Verhältnissen beruhen. Von diesem Grundsätze geleitet, werden unsere Anstalten fördernd in den Vodensee'Verkehr ein» greisen und es als ihre Aufnabe ansehen, mit den an demsflbkli bestehenden Schwesteranstalten in die regste und innigste Wechselwirkung zu treten. (Bravo und Händellatschen.) Zu meiner ausrichtigsten Genugthuung haben wir auch von allen Seiten das freundlichst« Entgegenkommen erfahren. (Bravo!) Wenn sich, wie ich zu erwarten berechtigt bin, unsere Beziehungen zu den nachbarlichen Verlehrsanstallen auf der Basis des harmonischen Zusammenwirkens zur Erreichung der gemeinsamen Entwicklung immer mehr festigen, so kann Feuilleton. Äean Loup, der Irrsinnige von Mareille. Roman nach Emile Richeboura von Maz von Welhenthurn. (126. Fortschuna.) Ein Wagen fuhr vorüber, ich hielt ihn an und befahl dem Kutscher, nach dem Boulevard Magenta zu fahren. Wir kamen bald dort an. Das Fräulein hatte während der ganzen Fahrt nicht ein einzigesmal das Wort an mich gerichtet, fondern nur in einemfort ^>r sich hin gesprochen, wodurch ich übrigens einen theil der Ereignisse dieser Nacht erfuhr. Als wir endlich in meinem Zimmer allein waren, schien sie "Ur weniger aufgeregt. Ihre Augen glühten nicht ^ehr so unheimlich, doch war ihr Antlitz von einer Aradezu erschreckenden Blässe. Ich reichte ihr ein ^as Zuckerwasser, welches sie hastig hinabstürzte. ^lne Weile saßen wir uns schweigend gegenüber. „Wie °""nt es. das« Sie hier sind?" fragte sie mich plöh. ..?' «no ich erzählte ihr, was mich nach Paris ge» U "Wann lehren Sie nach Blaincourt zurück?" ^^ wollte heute noch abreifen und wenn ich nun lein« ' ^ aelchiehl dies Ihretwegen, mein Frau- näcktt «deshalb? Meinetwegen sollen Sie gerade den .IMnFug benutzen. Ich möchte mit Ihnen reisen.« Kar^- u^urt?" fragte ich überrascht. „Die Frau tour» ? '^ "'Hl dort." «Ich will nicht nach Vau- "' Mbern nach Cpinal." «Und wa« wollen Sie dort thun?" «In Epinal befindet sich ein Kloster der Dominikanerinnen, dort hoffe ich Aufnahme zu finden. Geloben Sie mir, Vater Monot, niemandem davon Mittheilung zu machen, dass Sie mir heute begegnet sind und mich nach Epinal geführt haben. Sie sollen mir geloben, mir schwören, dass Sie zu keiner Men. schenseele von mir sprechen wollen. Man darf nicht ahnen, was aus mir geworden ist." „Aber Fräulein Clemence," sprach ich traurig, „Ihre Mutter liebt Sie so sehr, wollen Sie, dass sie vor Schmerz sterbe?" Sie schwieg eine Weile, wäh-rend Thränen über ihre Wangen perlten. „Nein, nein!" rief sie dann leidenschaftlich erregt. „Ich muss verschwinden, ich muss mich verbergen, Es darf niemand von mir reden hören!" Ruhiger werdend, fügte sie hinzu: „In einigen Tagen, sobald ich kann, doch ohne dass sie wisse, wo ich bin, werde ich meiner armen Mutter sagen lassen, dass ich noch lebe und sür die Seelen der anderen beten will." Dabei schluchzte sie alle Augenblicke laut auf; ich wagte kaum, zu reden. Sie war so sehr in ihren Schmerz versunken, dass sie nicht einmal mehr des Gelöbnisses gedachtes welches sie von mir gefordert hatte." „Sie haben es also nicht geleistet, Vater Monot?" fragte Susanne. „Nein. Das Fräulein von Simaise blieb aus dem Canapee liegen, ich setzte mich auf einen Stuhl und schlief endlich, von Müdigkeit übermannt, ein. Als ich erwachte, war es heller Tag. Das Fräulein laa regungslos. Auf den Fußspitzen schlich ich mich näher und sah, dass sie ruhig und fest schlief. I« "^ legte nun, was zu thun da« Klügste und lam z« o Ueberzeugung. dass ich vor allem hierher eilen und mir Ihren Rath erbitten musste. Leise, um sie nur ja nicht zu wecken, habe ich mich davongeschlichen, die Vorsicht gebrauchend, die Thür abzuschließen." „So ist das Fräulein von Simaije also im gegenwärtigen Augenblick eine Gefangene?" .I°!" »Vortrefflich. Vater Monot! Sie hat der allgütige Gott hierher geführt!" Die Thür gieng auf und die eintretende Zofe meldete, dass der Wagen bereit stehe. Das junge Mädchen sprang aus und lieh sich Hut und Mantel reichen. „Rasch, rasch, geben Sie mir den Schlüssel, Vater Monol!" Der alte Mann folglc ihrem Geheiß. «Vater Monot," sprach Susanne, «ich führe Sie nicht mit mir fort; bleiben Sie hier, plaudern Sie mit meinem Vater." Sie eilte hastig hinaus. In der Vorhalle traten Jean und der Graf ihr "' ^Susanne.« sprach der letztere, -^"l ?"" F" Chamarande wünscht lebhaft, dich zu "s 5>ie Lluaen des <""« ll/iarqu's von «^__________ Laibacher Zeitung Nr. 220 I82N 24. September 1884. ,md wird ein glänzender Erfolg nicht ausbleiben. Dass dies geschehen werde, dafür bürgt uns auch das zahl« reiche Erscheinen so hervorragender und verehrter Gäste aus den benachbarten Staaten, welchen ich für die freundliche Bereitwilligkeit, mit der sie unserer Ein« ladung Folge leisteten, meinen besten Dank sage. (Leb, hafter Beifall und Händeklatschen.) Ich richte daher, Ihrer Zustimmung gewiss, an Sie die Bitte, mit mir ein Hoch auszubringen auf die hier anwesenden R e -Präsentanten der Boden see st aaten und auf die Leiter und Vertreter ihrer Verkehrsanstalten. Hoch.' (Alles erhebt sich, llascht in die Hände und stimmt ein lebhaftes Hoch an.) Unter dem lebhaftesten Veifalle der Versammlung ergriffen hierauf die Vertreter der Nachbarstaaten, der baierische, der württembergische und der badensische Minister des Verkehrswesens, Freiherr v. Crailsheim, v. Mlttnacht und v. Elstätter. und der schweizerische Oberpräsident Schenk das Wort. um in der sympathischesten Weise im Namen ihrer Länder der Freude über das Zustandekommen der Arlbergbahn, den Wün-schen nach immer innigeren Verlehrsbeziehungen und für das Wohlergehen Oesterreich «Ungarns und der Verehrung für seinen Herrfcher Ausdruck zu geben. Präsident v. Czedik gedenkt eingehend der Lei» stungen der Techniker beim Baue der Arlbergbahn, hebt deren große Verdienste hervor, betont die ausgezeichnete fanitäre Fürsorge für die Arbeiter, die diese auch dankbar anerkannt habcn (Bravo! Bravo!), weist auf die Verdienste hin, welche speciell Bregenz sich darum erwmben, das« die Vorarlbergbahn aus ihrer engen Grenze herausgetreten ist. und schli« ht mit dem Glückwunsche: Bregenz. die Stadt am Boden« see, sie wachse und gedeihe. (Lebhafter Beifall.) Das Aankelt dauerte bis tief in die Nacht. Außer den bereits gemeldeten wurden noch zahlreiche weitere Toaste gesprochen. Unter anderen nahm das Wort Bürgermeister Dr. Fch. Er erklärt sich rücksichlich der Verkehrspolitik als vollster und unbedingtester Anhänger der Regierung, drückt seinen vollsten Dank und seine Anerkennung für die Leistungen drr Techniker aus. wünscht, daf« auch in Zukunft da« gleiche einträchtige Zusammenwirken zwischen Mini« sterium und Technikern stattfinden möge wie bisher, und auf dieses Zusammenwirken erhebt er sein Glas! (Lebhafter Beifall.) Der Handelskammer-Präsident von Feldkirch, Bauahl, erklärt, das« es nur der gegenwärtigen Regierung und dem gegenwärtigen Parlamente zu danken ist, dass die Bahn endlich zustande gekommen sei. (Rufe: Sehr wahr! Bravo!) Er trinkt unter leb-hafttm Beifall auf das Wohl des Handelsminifters. Von der Direction der west schweizerischen Bahnen war ein Telegramm eingelaufen, lautend: „Hoch auf Oesterreich für den friedlichen Sieg, den es heute feiert!" Die Verlesung dieses Telegrammes durch den Landeshauptmann Grafen Belrupt rief stürmischen Beifall hervor. Auch heute ist hier prächtiges Wetter. Bregcnz, 21. September. An allen Straßenecken ist folgendes Allerhöchste Handschreiben angeschlagen: „Lieber Freiherr von Widmann! Mit wahrer Befriedigung und beson« derer Freude habe Ich die erneuerten 33. Capitel. Zm Kampf mit dem Herzen. Susanne und Jean stiegen vor dem „Hotel der Vogesen' aus und traten in die Vorhalle desselben, in welcher ihnen eine kleine Frau mit behäbiger Miene entgegentrat, welche ihren Gruß mit verbindlichem Lächeln erwiderte. „Madame," sprach Susanne, «hier wohnt ein Herr Louis Monot. Wollen Sie so freundlich sein, uns sein Zimmer anzugeben!" „Herr Monot ist vor einer Stunde ausgegangen und hat vermuthlich aus Zerstreutheit den Schlüssel seines Zimmers mitgenommen." Offenbar wusste niemand im Hotel, dass der Reisende zu so später Nachtstunde mit einem jungen Mädchen heimgelehrt war. „Dieser Schlüssel." sprach Susanne, „ist in meinem Besitz." Die Wirtin konnte ihre Ueberraschung nicht ver-bergen. ' ..Wollen Sie uns gefälligst das Zimmer be-zeichnen?" „Ich werde Sie selbst nach demselben begleiten " „Nein, nein," bat Susanne lebhast, ..ich bitte im Gegentheil, sich nicht bemühen zu wollen!" „Pardon, mein Fräulein," entgegnete die Frau. welcher die Sicherheit des Mädchens imponierte, „wir sind verantwortlich - ich kann nicht zugeben -" „Sie halten uns doch hoffentlich nicht für Nben-teurer"?" rief Susanne lächelnd. . , ... „Gewiss nicht, gnädiges Fräulem, cher für zwel Liebende." entgeguete die Frau mit klugem «ugen- blinzeln. (Fortsetzung folgt.) Kundgebungen von Liebe und ange-stamm ter Treue entgegengenommen, welche Mir bei Meinem gegenwärtigen, durchdie so bedeutung svolle Eröffnu ng der Arlberg - Bahn veranlassten Aufenthalte in Tirol und Vorarlberg allerorten in der herzlichsten Weise dargebracht wurden. Ich beauftrage Sie. der getreuen Bevölkerung diefer Länder, in deren Mitte Ich stets fehr gern verweile, Meinen wärmsten Dank sowie die Versicherung Meiner kaiserlichen Huld und unablässigen landesväterlichen Fürsorge bekannt zu geben. Bregenz, den 21. September 1884. Franz Josef m. p. Dies bringe ich hiemit infolge Allerhöchsten Auf« träges zur öffentlichen Kenntnis. Bregenz, 21. September 1884. Der k. k. Statthalter in Tirol und Vorarlberg: Widmann m. p." Ueberall drängen sich vor den Affichen dichte Menschengruppen und geben ihrer Freude lauten Ausdruck. Vregenz, 21. September. Se. Majestät der Kaiser haben zur Verwendung für wohlthätige Zwecke in Tirol und Vorarlberg 6400 fl. allergnädigst zu spenden geruht. Nr esscnz, 21. September. Um 6 Uhr fand am Allerhöchsten Hoflager bei Sr. Majestät dem Kaiser ein Diner von 62 Gedecken statt, zu welchem Se. kön. Hoheit der aus der Schweiz herübergelommene Herzog von Parma, Minister» Präsident Graf Taaffe, die geh. Räthe, Reichsraths, und Landtags'Nbgeordnete, die Spitzen der Behörden, die Mitglieder der Communalvertretung u. f. w. ge< laden waren. Eine Militärkapelle executierte die Tafel« musik. Nach dem Diner hielten Se. Majestät Cercle ab. Um 8'/, Uhr erfolgte die Abreise Sr. Majestät auf der Nrlberg«Aahn. Eine dichte Menschenmenge hatte sich auf dem Perron des Bahnhofes, wo die gnädigste Verabschiedung der Spitzen der Behörden und der Communalverlretung erfolgte, versammelt, welche das Erscheinen Sr. Majestät jubelnd begrüßte und bei der Abfahrt dem geliebten Monarchen tausendstimmige Hoch«Rufe nachfendete. Inland. (Die Festtage am Nrlberg) sind vorüber. Einem Triumphzug glich die Fahrt Sr. Majestät des Kaisers, der überall jubelnd empfangen wurde; aber auch die Regierung, unter deren Aegide der stolze, mächtige Bau vollführt wurde, empfieng Beweise dank< barer Anerkennung und wertvoller Sympathien. Bei dem Festbanket war es der liberale, verfassungstreue Landeshauptmann Graf Nelrupt. der unter stürmischem Beifall fein Glas auf das Wohl der Räthe der Krone erhob, und dass dies nicht ein bloßer Act der gesellschaftlichen Courtosie war. dasür zeugt der Umstand, dass auch der liberale Bürgermeister von Vregenz, Dr. Fetz, sich als vollster und unbeding« tester Anhänger der Verkehrspolitik der Regierung er« klärte und der deutsch-liberale Handelskammer-Prä« sident und Landtags-Uhgeordnete Ganahl offen sagte, der gegenwärtigen Regierung und dem gegenwärtigen Parlamente gebüre das Verdienst des Zustandelom« mens der Arlbergbahn, und sein Glas auf das Wohl des Handelsministers leerte. Diefe Kundgebungen sind darum erfreulich, weil sie einen vollgiltigen Beweis dafür liefern, dafs trotz mancher Meinungsverschiedenheiten gerade die Vertreter rein deutscher Länder, Städte und Corporationen ein gedeihliches Zusammenwirken nicht nur für möglich erachten, sondern sich im Gegentheile auf dessen glänzende Refultate berufen. (Au« dem böhmischen Landtage.) In der vorgestrigen Sitzung des böhmischen Landtages interpellierten Dr. Knoll und 66 Genossen den Statt« Halter inbetreff der Vorgänge in Prag, deffen Vororten und anderen Sprachgrenzen, bezüglich des aggressiven Vorgehens der Czechen in deutschen Slädten und in den Zeitungen und richteten an den Statthalter die Anfrage, ob er in diesen Vorgängen und den daraus sich entwickelnden Zuständen keinen Anlass finde, aus das Aufgeben der gegenwärtigen Richtung der Regierung und auf die Herstellung von Einrichtungen hinzuwirken, welche geeignet sind, dem Terrorismus der Czechen Schranken zu fetzen; ferner, ob der Statthalter gesonnen sei, bis dahin dafür Sorge zu tragen, dass seitens der kaiserlichen Behörden nalioüale Angelegenheiten überall von vollständig gleichen Gesichtspunkten behandelt werden. Der Statthalter erklärt, er werde die Ehre haben, diese Interpellation ehestens zu beantworten. - Dr. Herbst begründet in einer ein-stündigen Rede semen Antrag, in welcher er unter an-derem dle Sprachenverordnung bekämpft und die Wirt. schaftspaltel berührt. Graf Heinrich C lam - Mar -tlNltz erwidert, dass die Geschäftsordnung ihm ver-wehre, auf die Rede einzugehen, wenngl-ich es nicht gleichgiltig ist, wenn solche Worte unerwidert hinaus« hallen, die nicht geeignet seien, den Frieden zu fördern. Indem der Gegenstand in feiner vorsichtig knapp gehaltenen Fassung zu nehmen sei und alle weitergehenden Ziele, die hineingelegt werden sollen, al>< gelehnt werden müssten, könnte man ihn nur als einen Bezirks- und Gemeinde-Angelegenheiten betreffenden Antrag auffasfen und denselben der bereits bestehenden Commission für Gemeinde-Angelegenheiten übergeben, welcher der Antragsteller angehört. Herbst beantragt die Einsetzung einer eigenen Commission, nachdem sogar für die Bepflanzung der Straßen mit VämnlN eine eigene Commission bestehe. Dr. Trojan betont, dass gerade die bereits bestehende Commission für den Antrag Herbst geeignet sei und dass seine Gesinnungs< genossen für den Antrag Clams nur mit der Ver> wahrung stimmen, dass in dem Verhondllingsgegen-staude nichts liege, was eine Theiluug Böhmens oder die Rechte des Königreiches Böhmen berühren tonnte. Der Antrag Clams wurde mit allen Stimmen gegen die der Linken angenommen. (Ungarn.) Schon in wenigen Tagen wird der neue Reichstag in feierlicher Weife eröffnet; von allen Seiten her geschehen die letzten Vorbereitungen-Die Thronrede, mit welcher Se. Majestät die neue Legislaturperiode initiiert, soll bereits Allerhöchsten Orts genehmigt worden sein. Sie dürfte eine an-gemessene Zufammenfaffung der Großwardeiner Pro-grammrede des Ministerpräsidenten enthalten. (In Kroatien) dauert die durch die Landtags« Wahlen hervorgerufene Erregung fort. In der Nach' auf vorgestern sind in Ngram Excesse vorgekommen. Passanten wurden insultiert und die Fenster je»^ Häuser, deren Eigenthümer nicht für Staröevit gestimmt haben, wurde'., eingeworfen. Infolge dessen er-lieh der Bürgermeister eine Kundmachung, in welcher er die Eltern, Lehrherren und Arbeitgeber beauftragt, die Kinder und Dienstleute nach 8 Uhr abends nicht auf die Straße zu lafsen und die Hausthore um diese Zeit zu schließen. Wirtshäuser müssen um II, Kaff"' Häuser um 12 Uhr geschlossen werden. Ansammlungen und lärmendes Singen sind verboten. In jenen Stadt' theilen, in welchen dennoch Excesse stattfinden sollten, werden alle Gasthäuser um 9 Uhr geschlossen. -- 3"' folge der in Zengg vorgekommenen Ausschreitungen wurde ein Commissär für Zengg ernannt, welcher ebenso wie das dahin entsendete Militär vorgesttlt» nachmittags daselbst eintraf. Der Bürgermeister von Zengg wurde von feinem Amte fuspendiert. Ausland. (Belgien.) Wie aus Brüssel gemeldet wild. veröffentlicht der amtliche «Moniteur" das neue Schulgesetz, das bekanntlich zu so lebhaften Kä'm< pfen zwischen den beiden großen Pnteien des Landes Veranlassung geboten hat. In einer Unlerreduug n»> dem Correspondent«« einer Zeitung erklärte der Büra."' meister von Brilss,!, er glaube, dass die Opvosi«'"« gegen das Schulgesetz wieder in gesetzliche Bahne" einlenken werde; wenigstens seien alle Führer bel liberalen Partei in diesem Sinne thätig. Man beginne sich eifrig mit den Communalwahlen zu beschäftigen-Es werde das zur Ablenkung dienen. Er glaube de«^ halb nicht, dass ernste Störungen der Ordnung ^ besorgen seien. Am Tage der Veröffentlichung ^s Schulgesetzes werde er alle Ansammlungen auf ^ Straßen verbieten und die Bürgergarde für diese'' Tag einberufen, dieselbe aber im Falle einer I"^'. vention der Truppen sofort zurückziehen. Es " richtig, dass die Regierung militärische MaßnalM" in Auesicht genommen habe; aber ernste Ruhestör"' gen seien nur zu befürchten, wenn die Regierung e"'^ Gefetzentwurf bchufs Einschränkung der communal^ Rechte einbringen sollte, was allerdings vielsach ^ fürchtet werde. (Egypten.) Die französischen Blätter iM bieten sich in den schärfsten Angriffen gegen den nettes. Act der englischen „Flibusterei" in Egyplen. ^ die römische „Italic" bringt einen fulminanten Art" unter dem Titel „Eine fchwerwiegende Thatsache" gest die von England verfügte Suspendierung der Almol sielung der egyplischen Schuld. Sie findet darin/ Herausforderung an Europa und an die drMy gr^ften und kleinen Mächte, welche, wie übrigens 6"« land felbst. die Verpflichtung auf sich a"'""" z hätten, die Rechte der Träger der egyptischeu T«" zu fchühen, und hält es für wahrscheinlich, dass t»m kühne Streich des Herrn Gladstone den Ausgangs' . zu sehr ernsten Complicationen bilden werde. Sie s/ ^ am Schluss?, ob Italien die Interessen der 'tal'" schen Gläubiger aufgeben und sich auf Seite EM«" st.'llen ob?r vielmehr sich weigern werde, seine U> thaneu den Interessen der englischen Politik zll opl und sich mit Europa, mit Deutschland, Oesterrc»" Frankreich und Russland, verbinden werde? <, (Aus dem Sudan.) Aus Kairo w,rd gem del: Der Mudir von Dongola übersendete e'N ^ gramm. nach welchem nach einer dort eingelro^ Botschaft Gordons der Emir von Abuthanga uno von Kordofan kommende Rebellenheer um, ^do' , 24. Juli vollständig und mit großen Verlusten gr,^ gen worden sei. Infolge eines am ^0. A"g"st >l"" Laibacher Zeitnua. Nr. 220 1N2l 24. September 1884. schabten weiteren Gefechtes sei di? Belagerung von Charlum aufgehoben worden. Der Scheit Sidi, sein Sob/, und seine Anhänger wurden gelobtet. Diese Nachricht Gordons weide dutch ein Schreiben Khatem Beys liestätigt, welcher Halfayah mit egyptifchen Trup« Pen besetzt halte. Die Häuptlinge des Scheitiych.Stam. Mes sollen ihre Unterwerfung ana.elwl»>l, nnd auf den Koran geschworen h^be». dem falschen Propheten nicht mehr folgen zu wollen. (Der französisch - chinesische Krieg.) Aus China langen seit einigen Tagen keine neuen Nachrichten ein.' „La Paix" ermahnt das französische Publicum zu einigen Tagen Geduld; ein zweiter Streich werde in China dem ersten folgen; aber so wichtige Dinge erheischten reifliche Vorbereitungen. Courbet hat von seinem Geschwader Schiffe abgezweigt, die in der Nähe des Tschusan-Archipels kreuzen; diese Inseln waren 1842 und 186(1 von englischen Truppen besetzt, weil sie für Operationen gegen den Aang-Tse-Kiang strategisch wichtig sind. Tagesneuigkeiten. — (Excesse in Agram.) Seit Beendigung der LandtagSwahlen ereignen sich in der Hauptstadt allnächtlich grobe. ärgerniserlegende Excesse. So wurde das Haus des neunewählten Abgeordneten des dritten Bezirkes, Domherrn Franz Gaö pa r ichu>s. Bei der Abstimmung wird der Antrag Desch. mannK abgelehnt und jener des Nbg. Grasselli an> genommen. Der Landespläsident Baron Winkler theilt mit, dass er un Auftrage des hohen k. k. Nckerbauministe-riums den Entwurf eines Karstaufforstungs-gesehes für Kram mit dem Ersuchen um verfassungs-mähige Behandlung vorlege. (Lebhafter Beifall.) Abg. Luckmann und Genossen richten an den Herrn Landespräsidenten die Interpellation, welche Gründe die Verzögerung der Genehmigung der Spar« cassebeschlüsse vom 3. Mai. betreffend die Errichtung einer deutschen Volksschule in Laibach und die Erbau, ui'ss von Arbeiterhäusern. verursacht haben und wann die' Regierung dieselben zu erledigen gedenkt? Der Herr Laudespräfident erklärt, diese Interpellation in einer der nächsten Sitzungen ausführlich zu beantworten. ! Abg. Svetec begründet seinen Antrag, betreffend den Gesetzentwurf in. Angelegenheit des Reserve» fondes der krainischen Spa»casfe, und beantragt die Zu» Weisung desselben an den Verwaltungsausschuss. Der Antragsteller begründet dm Entwurf damit, dass alle öffentlichen gemeinnützigen Fonde der Verwaltung des Landtages unterstehen und dass der Reservefond der Sparcasse. welcher zu wohlthätigen Zwecken verwendet werden soll, auch als ein solcher zu betrachten sei. Ueber Antrag des Abg. Luck mann wird namentlich abgestammt. Der Antrag wird mit großer Majorität c"ige-nommen. Nbg. Ritter v. Schneid begründet feinen selbst-ftändigcn Antrag auf Erlassung einer Petition inbetreff Aendelnng des Pelfonen- und Frachtenlalifes der l. t. vriv. SüdbahngeseUschaft: l Ich habe einen Antrag zu begründen, der, ich möchte fast sagen, den letzten Versuch bilden soll. die ' SüdbahngeseUschaft — und um diese handelt es s'ck hauptsächlich - zur Beseitigung l"" Tarifs ^ bewegen, durch welche sie feit einer Vieche vo.. ^ Y nicht bloß den Ausschwung und die Steigerung del Wohlstandes in Krain vereitelt, sondern sogar die ruhige Entwicklung und die Stabilität unserer wirtschaftlichen Zustände beeinträchtigt hat. Das Herzogthum Krain bat sich bereits mit der Thatsache eines Rückganges seiner mercantile« Bedeutung infolge dl>r Anlage der Eisenbahnen abfinden müfftn, und die Blüte seines Zwischenhandels sowie sein ehemals so lohnendes Frachtwesen ist längst zu einer bloßen Legende geworden. Man durfte deshalb hoffen, dass das in seinen lebendigsten Interessen geschädigte Land durch die Richtung und Anlage der Bahnen Ersatz finden werde. Aber auch in dieser Beziehung hat demselben das Glück nicht gelächelt. Und so blieb nur der Trost, dass, wenn die neuen Ver-kehriwege auch zum größten Theile den bevölkerten, fruchtbaren und vellehlsbedürftigen Theilen Krains llusgewichen sind, schließlich doch die Landeshauptstadt und einige Industrialorte aus den durch die Locomotive geschaffenen neuen Konstellationen Nutzen zichen würden. (Sehr richtig!) Krain besaß wenigstens vor einem Jahrzehnte noch eine blühende Mühlenindustrie, und es schien damals fast, dass auch die Landeshauptstadt jenen alten Zwischenhandel wieder aufnehmen könne, der einst ihre Wohlhabenheit geschaffen halte. Nber alle diese Hoffnll»a,en sind zunichte geworden an der Tarif-pollllk jener Bahnen, die unser Land durchziehen, ins» besondere aber der Südbahngesellschaft. (Bravo!) Schon durch die Differentialtarife diefer Bahn wurde in den siebziger Jahren der Gelceidehandel und die Mühlenindustrie auf da« stärkste bedroht, weil die Mühlen in Budapest ihre Mahlproducte von dort direct nach Fiume und Trieft v>el billiger versenden konnten, als dies bei dem Bezüge des Getreides bis Laibach und der Weiterversendung des Mehles nach Fiume oder Trieft möglich war. Krain halte damals schon eine Vegilnstigung von zwei Z-Hntel Kreuzer per Centner nnd Vüile zu bekämpfen, die nur durch die enormsten Anstrengungen unserer Mühlen paralysiert werden tonnte. Nb.'r gänzlich lahmgelegt und unrentabel ist die krainische Mühlenindustrie dutch Tarifermähigungen geworden, welche die Südbahn im vorigen Jahre einzelnen ungarischen Stationen sowie Trieft, Fiume und Görz gewährte, ohne zugleich Laibach eine verhältnismäßige Erleichterung einzuräumen. Auf diese Wtiie entstand nämlich eine Differenz im Tarife von 19'/, bis 06 kr. per 100 Kilo für Laibach on der Mrhlsrac^ nach Fiume oder Trieft gegenüber den viel weiter gelegenen Abgongistationen Sissel. Kanischa, Bars< und Budopest. Leider hat die Südbahn dieser Ungerechtigkeit, welche den Ruin unserer Mühlen herbeigeführt, trotz aller Bitten nicht abgeholfen. (Hört, Hört!) Die Handels» und Gewerbekammer und auch der hohe Landtag haben die Regierung gebeten, diefes schreiende Missverhaltnis aufzuheben, und in einer neuen Eingabe hat sich die löbl. Handelskammer an die für die Eisenbahntarife einberufene Enquete mit der Klage gewendet, dass die Veränderlichkeit der Bahntarife, welche einer alten, eingewurzelten Industrie plöhli^i den Boden entziehen, auch die Capitalist««, im Lande abschrecke, an den reichlichen Wasserkräften, die nu.l von den Mühlen nicht mehr benutzt werden können, andere Industrien zu g'ünden. (Sehr richtig!) Was aber den Holzhandel anbelangt, so bilte ich den hohen Landtag, die merkwürdige Thatsache ins Auge zu fassen, dass ein Waggon mit 10000 Kilo Holz von Laibach bis Trieft oder Fiume 48 st. koftet, während der gleiche Waggon mit 10000 Kilo Holz von Agram nach Trieft, also fast die doppelte Entfernung, nur 47 st. 90 kr. lostet. (Bewegung.) Und wem diese Tarifhärte noch nicht beweisen sollte, von welcher Gleichgiltlgteit die Südbahn für das Wohl und Wehe unseres Landes erfüllt ist. dem mögen die armen Unterkrainer sagen, dass sie für einen Waggon Holz von Videm-Gurkfelb nach Trieft ttO fl. und von dem doch Tnest näher gelegenen Lichtenwald 70 fl. zu zahlen haben, fo dafs es sich bei Lichtenwald fast rentiert, das Holz nach Agram auszugeben und erst von dort nach Trieft zu verfrachten. (Hört! Hört!) Man wird mich kaum der Uebertreibung zeihen können, wenn ich behaupte, dass Unterkrain, dessen Holz nach Gurkfeld-Videm, insbesondere aber aus dem waldleichen Nussenfuhrr Bezillc nach Lichtenwald ten-dicit, von der Südbahn geradezu ausgeschaltet wird von dem wichtigsten Absatzgebiete dieses Producles. Und ist es nicht sonwbar. dass z. B. für Hölzer p-r Waggon von Laibach aufwints, alw von Salloch 4.'1 fl^, von Laase 44.8 fl. und Kresniz 40.1 fl. nach Corn,",« gezahlt wird. während Laibach, das doch näher „eg, 48 st, zahlen muss? . .,., <,uch «" ^'e Ich erinnere bei dieser «^H^^^,,stig,r holztarife fürGalizien, d's ^'^tmfs e,n hoch-ffcllln Nicht .m^N'.h.i ^ ,^^^^ ^ H r Nachtete« M',,,l,eb ^s ^'" ^rathunaen des k. l. L.?ckm°"''v^"s "i.'r 9i.ihe von Tarif-Anoma- Behandlung bei Tans». l'"' ,s^„'sten llargelegt hat. an denen auch dk M-serem Lande fo wenig freundliche SMahnge^sM Laibacher Zeitung Nr. 220 1822 24. September 1884. wesentlich participiert, und dass namentlich durch die Begünstigung einer Triefter Firma, hinter welcher eine große internationale Firma stehen soll, derselben ein Monopol für den Schnillholzhandel von Salzburg bis l)inab nach Trieft eingeräumt wird. Man darf sich l,icht wundern, dass dort, wo bloß das Rad des Ge< schüftsinteresfts rollt, mitunter etwas Koth aufspritzt (Heiterkeit), wir haben darüber Erfahrungen bei einer anderen Bahn gemacht, aber hier wie dort könnte end» lich die Nothwehr des öffentlichen Interesses gegen die Ausnutzung erworbener Privatrechte ausschlaggebend werden. (Bravo.) (Schluss folgt.) — (Personalnachricht.) Herr Oberst Otto Fux ist von den französischen Manövern aus Toulouse gestern wieder hier eingetroffen. — (Leichenbegängnis.) Das gestern: um halb ö Uhr nachmittags stattgefunoene Leichenbegängnis des Landetzschulinspecwts Raimund Pirler gestaltete sich zu einer großartigen Trauerlundgebung für den Ver» storbenen. Dem Sarge schritten voran die Waisenlnaben und Waisenmädchen, die städtische Mädchenschule und die Mädchenschule der Ursulinerinnen. das Waldherr'sche Institut, die erste und zweite städtische Knabenvolksschule, die Realschule und das Gymnasium. Da die Lehrer-Bildungsanstalt das Schuljahr noch nicht eröffnete, waren sowohl von der männlichen als weiblichen Abtheilung nur Deputationen vertreten, welche prachtvolle Kränze trugen. Sodann kam der Laibacher Turnverein mit der Fahne. Nun folgten eine Reihe von Kranzträgern; die Kränze trugen durchwegs Widmungen und waren von verschiedenen Schulen, Corporation?« und Vereinen des Landes gewidmet. Die Kranzspende der deutschen Land» tagsabgeordneten war mit einem blaugelben Bande ge> ziert. Der vierspännige Leichenwagen war mit Kränzen vollständig behängt. Hinter dem Sarge folgten die Söhne und Brüder des Verstorbenen, sodann kamen der Herr Landesprä« sident Baron Winkler mit dem Hofrathe Grafen Chorinsky und sämmtlichen Räthen und Beamten der Landesregierung. Landeshauptmann Graf Thurn» Val sassina mit den Landesausschüssen Murnit, Deschmann. Dr. Voönjak und Detela sowie vielen Landtagsabgeordneten beider Parteien. Diöcesan-Vicar Dr, Pauker. LandesgerichtSpräsioent ttapretz mit mehreren Räthen, die Oberfinanzräthe Dimih und Dr. Raiiö. Oberpostverwalter Prehl. Gendarmerie-Commandant Gramposchitz, Handelskammerpräsident KuZar, Sparcasseprcisident Dreo, die Präsidenten der Advocaten« und Notariatstammer, die Herren Dr. Supantschitsch und Dr. Suppanz. Herr Major Salamon u. v a. Vom Lande waren über hundert Lehrer zur Leichenfeier eingetroffen, um ihrem hoch« geachteten und beliebten Inspector das Geleite zur letzten Ruhestätte zu geben. Die Directoren Smolej, Dr. Mrhal nnd Hrovath folgten mit jenen Herren Professoren, welche nicht Schülerabthcilungen begleiteten, hinler dem Sarge. Am Trauerhause als auch auf dem Friedhofe sangen die Lehrer ergreisende Trauerchöre. In allen Straßen der Stadt, die der Leichenzug Pas» sierte. bildete eine dichte Menschenmenge Spalier. Die Ordnung war eine musterhafte. — (Ernennungen.) Der k, k. Landesschul» rath für Krain hat den provisorischen Lehrer I. Dim» nil in Dornegg zum definitiven Lehrer für die dritte Lehrstelle an der vierclassigen Volksschule in Ndelsberg; das Fräulein Helena Wenedikter, provisorische Leh-rerin in Gottschee, zur definitiven Lehrerin für die zweite Lehrstelle der zweiclassigen Mädchenschule iu Gott» schee: den provisorischen Lehrer Johann Poznik in Masern zum definitiven Lehrer an der einclassigen Volks» schule daselbst und den provisorischen Lehrer Anton Peg an in Planina zum definitiven Lehrer der einclassigen Volksschule daselbst ernannt. — (Gestorben.) Vorgestern nachmittag« ist der Schüler der achten Gymnasialclasse Ciril Iabulovec nach langer, schmerzvoller Krankheit gestorben. Derselbe war ein fleißiger, strebsamer Schüler und berechtigte zu den schönsten Hoffnungen, DaS Leichenbegängnis, an dem auch das hiesige Obergymnasium theilnehmen wird, findet heule nachmittags um 4 Uhr vom Trauerhause Wienerstrahe Nr. 15 au« statt. — (Die neue Schule in St. Veit) wurde vorgestern in feierlicher Weise eingeweiht. Der Feier wohnte der Herr Bezirkshauptmann Mahkot. der Ortsschulrath. der Bürgermeister, die hochwürdiaen Herren Domherr Urbas. Pfarrer Volc und Kciplan Maresic. d,e gesammte Schuljugend und eine große Menschenmenge del. Nachdem der hochwürdige Herr Canonicus Urbas die Einweihung vorgenommen hielt der k k. Bezirlshauptmann Herr Mahkot die Festrede, in Welcher er hervorhob, dass die neue Schule der Ge^ meinde gewiss zum Segen gereichen werde; Religion und alles im Leben Nöthige werde hier gelehrt werden, und soll namentlich der Entwicklung des Gewerbes ein besonderes Augenmerk zugewendet werden. Der Herr Bezirlshauptmann schloss seine Rede mit einem dre». maligen Zivio'Rufe auf Se. Majestät den Kalser. m welchen Ruf die Versammelten begeistert einstimmten. — (An Brandwunden gestorben.) Am 20. d. M. hüteten mehrere 8-bis 14jghrige Knaben aus Draßca unweit dieser Ortschaft das Vieh und unterhielten Feuer auf der Hutweide. Als nun die Burschen das halbverbrannte Reisig im Thale liegen ließen und sich auf die Anhöhe begaben, kam die Tochter des Besitzers Martin Svete herbei und spielte mit dem Feuer. Plöh. lich fiengen ihre Kleider Feuer. Das Kind erlitt dadurch derartige Brandwunden, dass es tagsdarauf verschied. — (Aufgefundene Leiche.) Am 21. d. hat der im Saveflusse nächst Brod in einem Kahne her« umfahrende Hausbesitzer Blas Ousterßiö aus Tacen die Leiche eines ungefähr 40 Jahre alten Mannes, welche aus der Gegend von Zwischenwässern heruntergeschwemmt sein dürfte, aufgefunden und nach St, Veit überführt. — (Berichtigung) Unser Vericht über den lraiiii« schcn Fischcrei-Vcrcin ist dahin richtig zu stellen, dass nicht Herr Ncgierungsrath Dr. Valcnta. sondern der MaMratsbecunte Herr Valcnta die Schrift „Ueber künstliche Fischzucht" vc» fassen wird. 3. Merzeichnis über die beim t. l. Landesprnsidium in Laibach eingelangten Spenden für die durch Uclierschwcmmung verunglückten Ve- wohner von Galizien. fi. er. Im 2. Verzeichnisse wurden ausgewiesen . . . 331 88 Pfarramt Ratschach. Sammlung...... 11 30 „ Schwarzenberg, Sammlung .... 3 — .. Zirlniz, „ ..... 13 2«'/, Sauraz, „ ..... 1 20 Mauniz. „ ..... 5 — Landstrah. „ ..... 13 64 Herr Pfarrer Johann Lesjal, Uandstrah ... 5 — „ Johann Sega, Pfarrcoopcrator, kandstrasl . 1 — Pfarramt St. Ruprecht, Sammlung..... 3 — St. Barthelmä. „ ..... 26 — Herr Josef Drallci, l. l. VezirlShauptmann, Rad« mannsdorf............ 3 — .. Gottfried Fridrich. k, l. Vezirlscommissär. Radmannsdorf........... 1 — „ Johann Tratnil, l, l. Steuerinspcctor. Rad« mannsdorf............ 1 -^ „ Johann Schubih, l. f. Steuereinnehmer, Rad» mannsdorf............ 1 ^ „ Andreas Golli, f. t. Steueramts'Controlor, Radmannsdorf........... — 50 ,. Franz Mitlch, l. l. Oberförster, Radmannsdorf 1 — ,. Hubert Hoffmann, Notariats« Landidat, Nad- mannsdorf............ ! — „ Lorcnz Ulkar, l. l. Vezirlsrichter, lliadmanns- dorf.............. I - Pfarramt Lcnaenfeld, Sammlung...... 8 58'/, Wechcnscls. .. ...... 13« Karnervcllach, „ ...... 4 80 Laufen, „ ...... 7 50 Lee«, ........ 4 - Steinbüchcl, „ ...... 17 4 üöschach. ,. ...... 1 «? Mittcrdorf,........ 24 ?3 „ Radmlllmsdorf, „ ...... N 50 „ Kronau, „ ...... 6 — Vigaun. „ ...... 6 — Ratschach, „ ...... - 40 Herr Heinrich Iagritsch, k. l. Bezirkshauptmann, Tschernembl ........... 3 — „ Dr. Fcrd. Erschen. l. l. Vczirlsarzt. Tschernembl — 50 „ Johann Iagodic, l. t. Steuereinnehmer, Tfcherncmbi ........... — 50 „ Eduard Deu, t. k. Bezirlsrichter, Tschernembl 1 --„ Andreas Ogorel. l. l. Gcrichtsadjunct, Tscher- «embl ............. 2 — „ Arthur Folalowsli, l. l. Bezirlsthierarzt, Tschernembl........... 1 — Pfarramt Altenmarlt, Sammlung...... 1 20 Bischoflacl. « ...... 20 - „ Duplach, „ ...... 5 — „ Selo, „ ...... 5 — Mllichau. „ ...... — 80 „ Rabensberg. „ ...... 8 — Sela, „ ...... 4 — Neul, .. ...... 3 50 „ Obertuchcin, „ ...... 8 — „ Jauchen. „ ...... 6 — .. Theiniz. „ ...... 2- „ Egg, . ...... 22 — Ebenthal, „ ...... 2 50 ________ Summe . . . 608 40 Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Prag, 23. September. Im Landtage beantwortete der Statthalter die Interpellation des Abg. Matlusch und erklärte, dass rr sofort nach Bekanntwerden der ersten Nachrichten über die Ausschreitungen den Vice» Bürgermeister und Bürgermeister von Reichenberg an. wies, im Vereine mit dem Sladtrathe und den, Stadt« verordneten-Collegium alle im Interesse der Sicherheit und Aufrechterhaltung der Nuhe und Ordnung noth. wendigen Mahnahmen zu treffen, denselben die zur Durchführung dieser Maßnahmen erforderlichen Mittel zur Verfügurg stellte, die strafgerichtliche Anzeige erstatten und Erhebungen einleiten ließ. Die compelenten Or» gane ließen es nicht an energischen Schritten zur Nuheher« stellung fehlen. Seit 16. September find thatsächlich leine weiteren Ruhestörungen vorgekommen. Die Trauienauer Vorkommnisse betreffend, erklärte der Statthalter, dass aus dem vorgelegten Protokolle der Oemeinde.Ausschuss-fthung vom 17. September zu seinem Bedauern zu ersehen sei, das« im Ausschüsse die in der Interpellation m?^i angefühtten Unträge gestellt wurden und die hat, im Sinne dieser Antrage d.e erforderlichen Zuschriften an die Fabrikanten, an dle Nordwtstbahn und an die HuusbeMer welche Oeschäftslocale an Czechen vermietet haben, zu erlassen Die Vezilkshauplmalmlchast Traulenau habe bereits am 19. September die Durchführung dieses Gemeinde» beschlusses untersagt, weil durch denselben gegen die bestehenden Gesshe vorgegangen wurde. Sollte die Gemeindevertretung Trautenau ein weiteres behördliches Einschreiten nothwendig machen, so werde er nicht ermangeln, im Grunde der bestehenden Gesetze zu handeln. Er betrachtet es als seine wich-tigste Aufgabe, die Ruhe und Ordnung im Lande zu erhalten und die Landesbewohner ohne Unterschied der Nationalität in ruhiger Ausübung der ihnen gesetzlich gewährleisteten Rechte zu schützen. Er werde Ausschreitungen . wo immer sie vorkommen, entschiedenst entgegentreten. Die Antwort erfolgte in beiden Landes-sprachen und wurde oftmals von stürmischen Zustim-mungs-Nufcn begleitet. Budapest, 23. September. Se. Majestät der Kaiser ist gestern abends um 9^ Uhr in Begleitung des Generaladjutanten FZM. Baron Mondcl und des Hofrathes v. Papay mittelst Hofzuges der ungarischen Staatsbahn, welchen Generaldirector Tolnay silhrtt, hier eingetroffen und auf dem Bahnhofe von den Spihcn der Localbehörden und von dem versammelten Publicum mit lebhaften Eljen23' Gehiittüocm. Den 19. September. Barbara Traven, Inwohner««, 70 I.. chron. Darmtatarrh. Meteorologische Beobachtungen in Laibart^. « 5 MZ Z? «5 Äß 7 Ü.Ma. 739.24 -1-13.4 NO. schwach heiter 5 10 23. 2 .. N. 738.14 -l-2l.8 SW. schwach bewijllt «^lN 9, .. Ab. 733.90 ^-16.0 SW. schwach heiter Morgens heiter, nachmltwas lhrilwcise bewvlkt, abc»^ heiter. Wetterleuchten in W. Nachts Reacn. Das Tagesmitl" der Wärme -j- 17,1", um 3,2° über dem Normale. ^^^, Verantwortlicher Nedacteur: I. Nanlil. ^^ (401) 36-29 Bestes Trinkwasser bei Epidemien, bestes Tiscli- ...Ersriscliim^eträiik erprobt bei Husten, Halskrankheiten, Magen-und Blasenkatarrh. __, Heinrich Mattoni, Eirldai nd Wie». Laibachcr Zeiinug Nr. 220 ^»23 24. September 1884. Course an der Wiener sörse vom 23. September 1ll84. (N°ch d.« 0^^ «0«^«^.) «eld War, Ttaats.Nnleheu. <^,l«!,fen!<.......y^>8!» 81 — «ilbericulü.......ki-k5, «^ — l«54«i i»„ ktaal«»!« . zzs.o st, l»< 5l» l»l> — >« ^s. >««o«r ^>,,i hünftrl ««» » l<«l»l^ > ll«! , !?1 '/s l?2 . ^«» — 1,1 — «omü.Menlünlchllne . p« «t. 40- - 41 5lf <°/,l)eft, «olblcnt«, ft«u«ll«l . l04L0 lot 70 Oestevr. Notcnrente, Ileuelsrei . »5 bl, »«»— Nn«. «^nibltnt« «»/<> . . . , izz »c. '«2?s, < » 4"/o . . . . 92? 5 »!<<»s. , Papserrentc »"/« .... 8K «<. h» 85 , :ul',.«nl. illnfl.e,W.S. ,<,Z.5,o lit — , Qftbahn-Plloriliile,' . . 95, '/!> lit — , Staat«<» «.helh «««..Lose «°/» lvost. . . i,5^ 115.5c Vsundentl. > Obligattonen Ml loost.«,,H.). 5l /«b«h«lsche.......,06 5l> — - »»/«aallzlsch«.......luoi0ioi-ährlsche.......1ys,-7ß ».-.. 5°/« nlederüfterlllchifche.... 10^— io«'«k b'/« ob«löft«lreichische .... 104 bo 10« - zo/tlwrlschc.......10b— - — t«/l> tioalilch« unb llavonlsche . 100 — 103 -l°/, !lebenl>ltr<,ls i-5< lti — N°/° nn,ar<,«e......101,5.^175 «ndcre össentl. Anllhen. Don<""Nen..«ost ^"/„ 10N st. 112 ,5 1'5 75. bto. Nnleib«: U<7», ficilelsrcl , 105- -------- «nl«b>'l! d, ^l.iblgclnemde W!c» 10» «0 10.1'- . «nlehcn b. Slabtaemeinbe Wieu (Slider ober salb) ....------— — Pl«m<«n»«nl,b.Vt»dt„em.wi»n »25 kc, 1L» io Pfandbriefe (sNtiuost.) »oben«, all«, «fieri. 4'/,°/» V°lb i»i — l,i 5>l> bto. in 5« , , » s< »» — bto. Prämien.Schulbverschi.»«/» !,? — S?'5N Oeft, Hh, ctl»^^n!>anl inj. 5'/,°/° - - ------- 0lft.»un„. Vanl verl. »°/, . . I0i — <02 20 bt°. , 4>/,«/„ . . I0l, 3» 100 4!^ Ung. llllg.Voben«edlt»>ctiengel in Pest in 34I.v«l. 5'/,°"„ , wi 75 ,oi »5 Prl,rit»ts. Obligationen (fül 100 N.>. «lisabeth.weftbabu 1. «milfton 109 — llo — ßerbinnnl'i'.Norbbahn in Gilb. 10b 50 10«-^ hlan<<^oses'Vl»hn.....«».» hyzo A»',i<>lchc Karl» Ludwig « Vahn G. 4>/^«/n . . «3 70 ,c»0 11, Oestni. Norbweftbahn . . . . l«z z»e 10t >0 Vitbentü»ger.....»ß»« l»? «0 Vt»at«l>ahn l. «l«!sflon . . . 18« — 18? 75 Güdlmhn » »"/,......1« ii 1<4 «5 , »li°/»......,«N". :t»s><> U!T«..«aliz. Nahn . . , . ««»<: »8 70 Diverfe liofe tp«l <3lli«l>, «lltbttlos? >m n.....178 s,u I7I'— «l«v»8o<« 40 5 ^,4 ?s. kt,»<5^ni,i»»z!oll40 st. . . i«4 75 ivb — ««nl.«esell,chast. wiener «0 st. ..------------ Vanlverc5 Llbt..«nft. l-Hand u. «. i«u st, z<„ üc.!«, ?5> Lrdt.»Nnst., «N«, UN«. ,on st, . «»l'7l> »»« — Pepofitenl,., «Na. itno fl. . . . «)z, ^> »nt 5,0 «ocomple'Mcl,, Vticberiift. zoy st. „„ —jgzg — ?>yp°tbelcnb., «fi. «s»o ss. ,5«/,, H. ^...! «5— ^äubcrba»! i!ft, vollst. «. 5o 0esterr..!wg. «anl.....K5a>- »55 — Unlonbanl luo st. .... g, ^i b« 50 V«lehl»ba,!l «llH. 140 il. . I4i'7bll« 56 Nrtie» von Transport» Nnternehmnngen (p« Stllck», «N»«cht>stiumo!>.Vahn«uass,«Vt.-------—— Vöhm. «orbbahn 150 st. . . > 185 50 184 b» _ lveftbahn ^»0 st. . . ,---------------- vuschttehtaber «isb 500 st. «Vl. »2 «00 st. . Ibu- I»,— Donau < Dampfschissnhrl > Ves. Oefterl. 500 N. «Vl.....»»!« — 5«l — Drau.««? 5». ss«nfNlchen.Ual!-s««is,»00N.S. - - —-. «al,.«arI.eub»ln,B «0«sl. «Vl ,»^ — ,«8 KO «l»z>»«fiacher 25 Lembcl»»Hzrno«.. Iaffv «-<>««» bahN'Oiscll. «00 ss, », w. . . ,»: z^ izz-?l «lovb, üst »un«,. Triefi 500st,H».', zs,z — 55,5 -Oefterr, «orblvcNb, lloo ft, 6llb. i?l. 5o 17? - bto, (Ut. »> «ou st. Gilb« , ,80 . >.»« 50 ^lag'Dus« sisenb. i50ff.S>lb, l,s,<< 40 -»ubols' «ahn !«i— ,8u 5<> Giebtnbürg« «>!«>!,. <00 st. O, I7s. 75,17« »5> St»at«elleubobu »ou N. «. w. . «0« —>«>3 »5 !»«!> w«l Gübbahn «00 ff Grt»Vllcll1cha»t 10!i N. , - — — Nn„,.na1!,,<»!lenh. »00 N, «^ilbn 170 50 171- » Ung. «ordostbab» »00 st. V!lb« >«5 b« ,«'-. Nn«,NzeVb.s«l,llb.Vra,)>00st.G, 1,1 <»5 171 7l Inbnftrie»ctie> (pn «tü«). Gtahl.Inb. in W,en 100 st. . l»0 — l»? — «ilenbabnw.'t'eiha, 1,80 st. 4,hl,nw.,<»«s. 100 «. . »— — ». Devisen. Deutsche Plätze......b» kc l» 75 L,nbon.........I»1 «0 l« »u Pari«.........««?!. «,«z», Peier«bul»......—— — — Valuten. Ducaten........ »?: l?0 «0.ssr»nc».Vtll«e..... »«, »ß7i. «llb»«....... -- - — Deutsche «elch»ba»l,ol». . . b» e« 5» 7l» I Kaiser- Franz -Josef Bafl Tüffer JS i Südbahnstation Markt Tüffer (nicht zu verwechseln mit Römerbad). )|| \ Das Etablissement bleibt wührond dos ganzon Winters dorn p. t. Publicum l| W zur Benützung goüiTnot. Silmmtlicho Räume itn Curhauso sind hoizbar; grösster G Ä Comfort, oloktrischo Bolouchtung otc. otc. (3645) (5—ü M JÜ^ Mariazeller Magentropfen, I ^l^vitm^^jk vorzüglloh wirkendes Mittel, bei allen Krank- ] I f~§~^*MK3mt^SsL holten des Magens, (2325) lij J I f^l§iBH2iSHjjS«J s^n(^ ocn^ zu babon in JjUibach n u r in don Apothokon dor I I ^fifl^l^^^^^^fl Horrcn G. Piccoli, Wionorstrascc; J osof S voboda, I I 9^H^^BBe9^^H Proscbernplatz; Krainburg: Apotheker K. Savnik; I I ^^^^^^^^^^^^H Stein: Apotheker J. Moènik; JJaidenscJiafl' Ann- I I ^^HHRI^B^H thoker Mich. GugHolmo; ltudolfswert: Apothokor I I ^fflEo^BaBJM^B ^om- ßizzoli, Apothokor Jos. Bergmann; Oörz: I aa^3Wf||rillfll™l Apotheker A. do Gironcoli; Adelsberg: Apothoker I |1|BH»{n[iilQJE^H Anton Loban; Sessana: Apothokor Ph. Ritschel; 1 ^fflHWHBB liadmannsdo}'/; Apothokor A. Rob 1 ok; Tscher- I K^^MJTtTliII^B nembl : Apothokor Job. Blažok; Cilli: Anotbokor I Ä*B»^i*MJiBCÄMi J. Kupforschmiod; IHschoflack: Aj>. C. Fubiani. I Freis eines Pläschchens sammt Qebrauchsanwoisung 36 kr. I Cen.tralT7-eraa.rj.c3.t: Apothoko „zum Schutzongol", C. Brudy, Kremsler. I ¦^^^—————i^i—————————^^———-^—.. J (3953—1) Nr. 5693. Bekanntmachung. Dem mit landesgerichtlichen Be-schlusse vom 9. September!. I., Z. 5543, wegen erhobenen Wahnsinnes unter Curate! gestellten Franz Kokalj, Grund' besitzer üou Sncha, wurde Vatthelmä Pfeifer von Cirkite als Curator aufgestellt. K. k. Bezirksgericht Krainburg, am N. September 1884. (3874—3) Nr. 3434. Betanntmachung. Das k. k. Laudesgericht Laibach hat mit Beschluss von i). September l. I>, Z. 5.^55,, über den Rothgerber Anton Repe aus Schalkcndorf wegen Wahnsinnes die Kuratel verhängt, und wurde demselben sein Bruder Andreas Nepe, Grundbesitzer in Schalkendorf, zum Curator bestellt. K. k. Bezirksgericht Radmannsdorf, am 15. September 1884. ^3544-3) Nr^6324^ Reassumierung dritter efec. Feilbietung. « Die in der Efccutionssache der jHrcm ^"lonia Heß vo>, MiMling (durch Herr» «Mlon Prc>se»it von dort) mit den, Be. Wlde vo,„ 18. Dezember 1^83, Zahl .,'^2, mit dem Reassllmierungörrchte UMerle dritte ,'xecnlive fteilbietung der "ealllät Extr..Nr. !cwm bestellt und diesem der Klagsbescheid, womit zum summarischen Verfahren die Tagsatzung auf den 22. November 1884, vormittags 9 Uhr, Hiergerichts angeord« net wurde. — zugestellt. K. k. Bezirksgericht Tschernembl, am 19. August 1884. (3764-1) Nr. 4702^" Belanntmachnng. Dem Martin Kotze von Nltenmarlt Nr. II. unbekannten Aufenthaltes, rücksichtlich dessen unbekannten Rechtsnachfolgern, wurde über die Klage cl(i i»5N68. 14. August 1884, Z. 4762, des Georg Kotze von Altenmmkt Nr. 11 Wn Eiqenthumsanerlenmmg Herr P^er ^^ von Tschernembl alö ^"^ «^^.,b, bestes und d'H'' ^N womit zum ordn" ch" ^, oormit Uhr. hiergerichls angeord-„et wurde. - zugestcll^ K. l. Bezirksgericht Tjchernemol, am 15. August 1334.