prSlinmrralions - preist: Fttr Laibach: Sanzjahrig . . . 6 ft. — ft. Haldjiihrig . . . 8 „ — „ vierteljiihrig. . . 1 „ 50 „ Monatlich . . . — „ 50 „ Laibacher Mit der Post: Sanzjahrig . ; • 9 fl< Halbjiihrig . - - Bierteltahrig. . . - ft. 50 „ 25 gilt Zustellung ins Haus vicrtel-jLhrig 25 ft., monatlich 9 ft. Qinjelnc ifiummetn 5 fr. Nr. U3. Tagblatt. Anonyme Mittheilungen roerben nicht beriicksichtigt; Manuskripte nicht zurUckgesenbet. Dienstag, 29. Dezember. — Morgen: David K. tttlaktion: Bahnhosgasse Nr. 132. Srpc-ilion uni 3nftraltn- finrtan: Kongretzplatz 'Jit. 81 lBuchhandlnA eon 3. e, S'lcinmayr & F.Baull^ 3nfcrlionoprcifc: (5 V&f||l Tiir die einlpaltige PctilzcileV^'^ bci zweimaliger Einschaltung iS dtrimal & 7 ft. JnsertionSstempel jebcčmal 80 ft. Bei gtofieren 3nfetatcn unb čftttet Tinschaltung entsptechenbet Rabat 1868. Abonnements -Linladung. Mit 1. Jauucr 1869 beginnt ein neues Abon-nement auf das „8aibachcr Tagblatt." Bis 1. April 1869: Mr Laibach............................1 ft. 50 tr. Mit der Post..........................2 ft. 25 kr. Bis Ende Dezcmber 1869: Fiir Laibach.................................6 ft. Mit ber Post.................................9 ft. Fiir Zustellung ins Hans monatlich 9 kr., vierteljiihrig 25 kr. WE" Die p. t. Abonnentcn, bcrcit Abonnement mit Endc Dezember ablaust, werben ersucht, basselbe rechtzeitig zu erneuern, bamit keine Unterbrechung in ber Zustellung cintritt. Czechische Zustande. Von einer mehrwochentlicken Reise auS ben czechischcn Gegendcn BShmeuS zuriickgekehrt, fchrcibt ein Korrespvndcnt ber „Presse" aus Prag, gehe ich darau, Jhnen ein Bilb ber Stimmung in ben czechischen Kreisen zu geben. Die Situation liitzt sich kurz dahin charakterisiren, datz bie Stimmung in ben czechischen Kreisen eitic fcljr gebriidte ist, batz man klar einsieht, datz auf biesem Wege nur bie materiellen Jnteressen qefchabigt, bie sozialen ver-kummert roerben, ohne begretfen zu konnen, toie unb welch rcaler Crfolg mit ber Opposition erzielt werben soll. Der Wunsch, aus ber Sackgasse, in bic man sich verramit, heransgefuhrt zu werben unb an ben Benefizen ber frciheitlichcn Entwicklung beS Reiches glcichbcrechtigt theilnehmen zu kiinncn, ist bringenb unb allgemein. Wie kommt es aber bann, HSrc ich fragen, batz bie Czechcn nicht ben Bann von sich nchmen. ben ste sich selbst ausgelegt, unb wer hindert fie benn, ihre Wiinsche unb Forberun-gen bort gettenb zu machen, wo sie aUein gettenb zu machen sinb! Die Fiihrcr fchrocigcn, bie czechischen Organe schweigen, wie harmonirt bieS mit der eben gefchitberten Stimmung bes Botkes? Die Erklarung ift folgeiibe: Die Einigkeit ber czechischen Partei existirt nicht, sie wirb aber nach outzen er= setzt burch ihre trefftiche Disziplin. Die jung- unb bie altczechische Partei ringe« nm bie Herrschaft. Die jungezechische Partei, bic ntehr reale Zwecke verfolgt, ist befonntlich in erbittcrtfter ©egnerfchaft gegen bic, bie czechische ©ache so fehr kompromit-tirenbe Allianz mit ben Feubalen unb roartite vor bem Anstritlc aus bem Lanbtage; bie altczechische Partei hat nur baburch ben Sieg crrungcn, bah sich „Vater Palaeky" selbst vor bie Bresche stelltc unb erklarte, nur irber seine Seiche gehe ber Weg in ben Saal aus bem Fiinfkirchenplatz. Palaeky ist, obgleich er von scitten Anhangern irn czechischen Kalenber als nationatcr Heiliger angefiihrt wirb, bas bose Prinzip ber czechischen Fragc; ergraut in stanbischen Dicitstcn, benen er sein Vcrmogen banft, ist er ber Vermittler unb ber Kilt ber Allianz mit ben Feubalen, benen zuliebe bie Czechcn politisch abbiziren mutztcn, In bem Augenblidc, in welchem Palaeky aus ber Aktiou tritt, gibt es keine stoats« rechttiche bLhmische Frage fiir bie Czechen inehr, sonbern nur eine allgemein freiheitliche; bas nngc-heuerlichc Biinbnitz mit ben Feubalen unb Klerikalen ist fofort gelvSt uu6 bic Czechcn- roerben sich als Demokratcn entpuppeu. Die Altczcchen stub in einer peinlichen Lagc. Die Mitzstimmung in ben czechischen Kreisen ist ihnen rooht befaunt unb roar auch Gegenstanb ber Disknssion ge(cgentticl) ber Anfwartung bei Rieger an scinem juitgst ersotgten 50. Gcburtstagc. Aber sie konnen thatsachtich nicht vor- unb nicht riickroartS — basiir forgen bie Jungczechen. Jc ungiinstigcr, je britcfenber bic Stimmung in ben czechischen Kreisen wirb, befto iippiger btiiht ber Weizen ber Jung-czechcn: benn „nicht sie sinb es, welchc bie Situation verschulbet; im Gcgcutheil, sie haben taut unb roamenb rechtzeitig gcnug ihre Stimmc bagegen er-hoben." Die Jungczechen reiben sich jctzt schabcn-froh bie Hanbe unb fagen zu Hern Rieger unb Genossen: Das ist (Suer Werk. Jhr habt unS in biefe Lagc gebracht; jctzt seht, roic Jhr uns roieber herausbriiigt; aber so billig geht bas nicht. Jhr miitzt auch a tie Konsequenzen Cures Schrittes aus* kosten. Wir haben Euch beschrooren, in ben Lanbtag einzutrctcn, unb Jhr habt uns selbst mil ben Waf-fen ber niebcrften Verteumbung unb ber gcmcinsten Perfibie bekampfl unb bchauptct, durch ganz Ett-ropa rocrbc nur citt Schrci ber Grntriiftung unb ein atlgemcincs Hohngclachlcr ertiinen, batz ber bShmische Lanbtag ohne — Czechcn arbeitc; aber Curopa hat sich urn uns gar nicht gekiimmert, bas czechischc Volk aber — unb bedenkt, ob bic« in unsercin Jn-teresse — hat gesehen, batz seine materiellen Fragen von ben Dcutschen eben so gut unb patriotisch gc-lSst roerben. Wir haben Euch nachgegeben, aber jctzt miitzt Jhr auch ausharren. . . . WSHrenb bie Jungczechen temporiir gcgen ben Ausgleich im Stillen arbeiten, urn bie Mitzstim-mung im Volkc gegen bie Attczechen, bic ja bie „ganze Geschichte angerichtet haben", zum tebhaftcn Ausbruck zu bringen unb so bie Herrschaft zu gc-roinucn, sinb bie gutcn Atliirten, „bic Feubalen", ebensalls gegen ben Ausgleich, urn nicht eincs schiincn Stages vcrlasscn bazuftchen. DaS Soft wiinfcht seine Thcilnahmc an ben Benefizen ber freiheitlichen Entwicklung bes Reiches, ben cnbtichen Ausgleich ^ bie Jungczechen unb Feubalen arbeiten aus Partei-Jntcressc bagegen, unb bie Attczechen habcti nicht ben Muth, burch osfcnes Austrctcn bie Situation zn anbern. Das ist bic Lagc ber Dinge in Bvh-mcn. Vollkommcu stimmt auch bamit bie Haltuug ber czechischen Journale iibercin. Die „NaZe Listy" bas Organ ber Jungczechen, welches bie grotzte Verbreitung unb ben machtigsten Einflutz hat, ver-schweigt konsegnentcrweise pure et simple atle ben Ausgleich begiiuftigenben Momente. IemlIeLon. Meine Schwefter Elijah ((Sine landliche Erimierung.) SBcnige Ercignissc eriitnern mich noch an meine Kinbcrjahrc, nur bunket schrocbcn mir biefe Tage vor den Augen, boch roentt ich an bas alte vater-liche Hans unb an bic Schroester Elisa zuriickbenkc, burchbricht Licht jene Dkmmernng. DaS vatertiche Hans stand hoch auf einetn Hiigcl, vorne utngebcn voin Obstgarten; rnckroarts am Bergesriickcn hinauf erstredte sich ein herrlicher Walb geroattiger Eichcn unb Kaftanien. Unten im Thale brauSt bie Potlanb, zwischcn ben Bciumen fchaucn bie grauen Ditcher bes DorfeS herauf, ganz in ber NSHe das mit * $ie|e ©chtlbcvung w»rde uns als die Jugendcrin-ucrung eines Ittjahrigen Jiinglings cingcfenbet. Der warme Hauch echten Naturgefilhls, ver die fchlichtc Erzcih-lung durchweht, veranlahte uns zu deren Vervffentlichuug, ohne irgend cine Aendernng an ihr.vorzunehmen. Stroh bebcckte HauS dcs Nachbars. Unb Schwcstcr Elisa? bie ist schon tiingst nicht mehr, cs ist schon langc her, als wir ihre forpcrliche Hiille unter bie Btumcnbccke bes Potlanbcr FricbhofcS oerfenften. Schwcstcr Elisa war mein Genius in ben Tagcn ber Kinbheit. Lebhast schwebt sic mir noch vor Augen, ba ich vvu ihr gefiihrt bie bem Dorse benachbartcn Fluren burchwaubcrte, wo sie mir Blumen pfliickte unb sie in Krauze wand; o toie fie mich koste utib tiebte! Wenn cs Abcnb rourbe, ftreiftcn wir auf ber Auhohc utnher, roir befnchten bie alten Kaftanien, bic ehrroiirbigen Eichcn, babei fang fie roic eine Rachtiqatt, ihre reinc Stimmc burchktang fchmetternb bie nachttiche Dainrncrung. Unb wenn ber Monb hintcr ben Bergen am nacht-lichen Himmcl hervorschwamin, sticgen wir zum Thale hinunter, Elisa war im Monbenlichte am User bes Flusses mit Waschen befchaftigct, ich aber nmkreiste fie jnbelnb, neckte fie, als wolltc ich in ben Flutz fallen, angstlich warnte sie mich unb schmollte ein roenig, wenn ich nicht gehorchte. Doch roir versShnten unS eben so schnett roieber. ES tarn der Sonntag, der Tag dcs Herrn. Friih ftanben roir auf, Elisa fuhrtc mich zur Quelle, wo ich gewaschen wurbe. Sodann klcidetc sie mich sorgsam an, wir bctctcn gemcinfam das Morgcngebct. Nachmittags sticgen roir hinauf zu ben alten Eichcn, setzten uuS in baS Moos, es lam rooht auch bes Nachbars Sohn Jakob bazu; ba hatten bie beiben Lcutchen Diet mit einauber zu planbern unb rociin roir schicbcn, sah ich oft, toie sic Jakob auf ihre rothcn Wangcn kiitztc. DicscS schicn mir natiirlich, benn wer hatte rooht von itn« ferer gutcn Etisa boscs bcttkcn solicit? So rouchs ich cmpor, nicht kennenb ben Schmerz, boch attch biefer solltc nicht ausbtcibcn, er fain allztr friih unb schlitg meincm jungcn Herzen cine tiefe, ticfc Wunbc. Christian, bes rcichen Dorsbaucrs stotzer Sohn, roarb (so vcrnahin ich von ber Mutter) um Etisa, sie wolltc ihn nicht; da gab cs Zank unb Stmt im House, weil ber Voter c6 so hobctt wolltc. Domols weinte Eliso fehr oft, cnblich gab sic boch nach unb roarb mit Ehristian ocrtobt. Den Abcnb vor ber Training (ich erinnere mich noch seht rooht, es roar fonnigcr, warmer Herbsttog), nahm sie mich bei ber Hand unb wir sticgen roieber Em ungarisches Manifest an die Adressen: Graf Beust unb Graf Bismarck, und zwar tin Manifest nicht nur ini Namen Un-garnS, foiidcrn anch, toie es fchcint, im Namen dcs Grafen Andrassy, veroffentlicht der „Pester Lloyd" in seiner Weihnachtsnnmmcr. In sehr dedizirter Sprache bringt diese Knndgebnng die Bersichernng, datz Ungarn keinen Kreuzer Geld unb keinen Mann bewilligen werde, wcnn Preutzen die Mainlinic iiberschrciten unb dein Novbbundc anch die siiddent-schen Lander einverleiben sollte, wcnn es auS biesem Anlaste bcm Grafen Beuft einfallen roiirdc, Krieg mit Prentzcn zu fuhren. Ungarn rootle einmal den Frieden und mache sich nichtS darauS, wcnn ganz Deutschland — natiirlich mil Ansnahmc der dcut-schen Provinzcn OesterreichS — nnter Preutzeus Herrschast komnie. DaS ist sehr deutlich und man roird in Berlin geroitz fur diese nngarische Knndge-bung dankbar sein. 21 u bic Adrcffc Bismarck's richten sich die letzten Zeilen der gedachlcn unga-rischen Kunbgebung. Bismarck roird ermahnt, die Hetzcreien, die er unter den nichtmagyarischcn Pol-kerschasten nnterhalteu liitzt, griindlich unb vollstan-dig aufzugeben, denn sonst rciirdc Ungarn im Jn-teresse der Selbsterhaltung nicht bloS die Mainlinic sonbern ouch den Konig von Hannover, den Kur-furstcn von Hessen unb bcii Herzog von Nassau vertheibigen unb eineii Kricg anf ^cbcu nub Tod gegen Preutzen fuhren. — In Wien macht bicscr Artikel grotzes Auffcheu; es heitzt, berselbe sei einer Inspiration bcs Grafen Androssy entsprnngen unb man erblickt burin ben Keim zu cinctn gefohrlichcn MeinungSzroiespalte zroifchen bent ungarischen Mi* nisterprafibenten unb bent Grafen Beust. Es ist nicht zu vergcsscn, bah Dor einigen Tagen Deal sich fur die absolute- Erholtuug bcs FriebenS anssprach unb bev Artikel fiihrt nur ben Gebanken roeiter aus„ inbem er ihn auf bic Mainlinic anroendet. Die Ungarn find der bestimmende Faktor in der Fiihrung der auSlvartigen Politik, daS roird dem Grafen Beust ganz trocken gesagt, unb barnach mvge sich der ReichSkanzler richten. Geroitz ist cs, dah man in Berlin dadurch nur ermuthigt roerden roird, den Briickettschlag uber ben Main zn befchleunigen. Die ..Reichskanzlerfrage," das heitzt, die Frogc Beust obet Andrassy, scheint denn doch nicht so ganz auS ber Luft gegriffen zu sein, toie die Offiziofen un-langft bcljaupteten. In seiner letzt eingctroffcncn Nuinmer bemuht sich der „Pest. Lloyd," seiner ersten Knndgebungeinen DSmpfer aufznsetzen. Zugestanden roird aber, dah fie einett tiefen und unangenehmen Eindruck gemacht hat. Das ..Wiener Tagbl." hort, datz con Wien ans auf telegrasifchem Wcge Anfragen nach Pest iiber die ganze Bebeutung der Manifestation ergingen, unb datz oorgefteni ein vertrauter Freund des Grafen Anbrafsy, der von Pest kam, cine tange einmal zu ben altcn Eichen hinauf. Abcrmals tarn bcs NachbarS Jakob, fie fprachcu traurig unb ltinge mit cinanbcr unb als roir fchiedcn, rocintc Elifa tout unb font on feine ©rust. Die Nacht hatte sich iiber bos heimatliche Thal gelagert, als roir ftitte zu Haufe anlongten. Der Morgen brach golben ous ben julifchcn Alpcn hervor, hurtig sprang ich ous bcm Bette. Elifa roar noch nicht bo, fachte fchlich ich in ihre Schlaskammer hinauf. Wcitz roie Schuee log bie Schroester vvr mir im Bette, sreubig hiipste ich auf fie zu und druckte meinen Mnnd auf ihre er-blatzten Lippcn — boch fie roaren eiskolt. Boll Entfetzen riittctte ich fie, Elifo riihrte sich nicht. Mein Jammern crroeckte daS gauze HauS, Weinen erfflllte das alte Gebaube mid „Liza je uinerla, Liza" (Elifo ist gestorben, Eliso), toitte es roeh-klagend von Munb zu Munb. Elisa aber blieb todt, sic war gestorben an gcbrochcncm Herzen! Dumps ertbnten die Glockcn, fie luden jur Tranung. Unter klingendcm Spiel tarn Christian heranf, seine Brant abzuholen — er lam zu spat. Einem Marniorbildc gleich lag fie auf ber Todten- Konfcrcnz mit deni Grafen Beust hattc, uin dem-sclbcn Erklarnngcn zn geben, bie noch Ansicht ber Ungorn ben Reichskanzler vollkommen befricbigcn niutzten. Bor allcm roird in Abrcdc gcstellt, als benfe Grof Androssy doron, sich ber RcichSkonzlcr-schaft zn beniachtigcn, zngcstanbcn aber roirb, roos iibrigenS fchon nach ben Erklarnngcn, die Eotvos vor langerer Zcit abgab unb nach der jnngstcn Rede Deal's kcin Gehcimnitz sein konnte, datz Ungarn ciitcnt Kricgc OesterreichS rocgcn ber Mainlinic nicht gencigt sci. Ein franzosisches Urtheil uber Oesterreich. „Die Anstrcngungcn bcs Hcrrn von Beust, schrcibt daS „Jonrn. dc DcbatS", roaren bishcr hanptfachlich damns gcrichtct, daS Reich ber HabS-burgcr auf ucucii Grunblagcn roiebcr aufznbaucn, unb ist es il)in fchon burch den AucSglcich mit Ungarn gcluugcn, Prcutzcn urn cincS ber Elemente zu irnngen, auf roclchc cs fur den Fall cincS neucn Kampfcs mit Oesterreich rcchnctc; die Verfohuung zroifchen Oesterreich unb Galizien brachtc ber ruffi* fchcu Politik eincn ber cmpfindlichsten Schlagc bci, roclchc fie cmpfangcn konnte, unb unit spricht man gar von ciucr Vcrstandigung zroifchen Wien und Prag, als von einem moglichen unb sogar roahr-schcinlichcn Ercignissc. ižlllc Fortschrittc, roclchc man sich in Petersburg fcfjuicichcltc, Dank ber panslavi-stischen Propaganba in Bohntcu gemacht zu habcn, roaren bamit ucmichtet. Man begreift, batz roebcr ber Kanzlcr bcs norbbcutfchen Bundcs noch ber Konzlcr dcS ruffifchcn Rcichs in dicscm Augcnblick von roohlroollcnbcn (Scsintiungcn fiir ihren Kollcgen von ber Kanzlci dcS bfterrcichifch=ungarifchcn Rcichs crfiillt fetn iniifjen. Auf roelchcn Grunblagcn bc-rcitct sich ber AuSglcich mit ben Czcchcn vor? Dariibcr hat man bishcr nur zu unbeftiminte An-gabcn, als datz roir baron benken fonntcn, biefe Fragc zu eriSrtern. Was ben AuSglcich mit ben Polen bctrifft, so ist bcrfelbc, nachbcm er in bcm lctztcn Sommer, als bic Resolution bcs gatijischen Landtags ben Kaiser Franz Joses bcstimmte, seine Reife nach Lemberg unb Krakau aufzugeben, eincn Augcnblick emstlich bebroht geschicnen, bold darous burch ben cncrgiftfjen unb cntfchicbcnen Bcistoub, toclchen bie polnifchen Dcputirten ohtte Bcbingnng dem Militorgesctz im Reichsroth gelciftct haben, roieberhcrgestcitt roorben unb soil bemnfichst burch sehr ausgicbigc Zugestondnisse in Galizien fanktio-nirt roerden. Der Ansgleich mit Ungarn ist nicht niehr ob-zvschlietzen, er ist scit ochtzehn Monaten cine vollen-bete Thatsachc. Aber man konnte sich fragen, ob bie Mogyarcn, nachbcm sic von Oesterreich Diet erwirkt hatten, gencigt sein wiirben, cs fiir seine Opscr zu belohnen unb ihtn ciutretenbcnfaUs bic bahre, auf bem Munb fpielte ein siitzeS Lacheltt, bie Angcn roaren gcschlosscn, roie ini crquickcnbcn Schlose. Traurig ohne seine Brout kchrtc Ehristion Heim; balb baraus verbreitcte sich bie TodcSknnde im Dorse, housenroeisc kamen die Leutc, roeinten unb klogtcn an ber Bahre beS Mabchens. Des anbern Stages roarb sic begrttben. DcS Nochbors Jakob roar seit dieser Zeit verfchwunden, er rourbe Solbot, unb roie man fpiiter erfuhr, foll er bei Solferino den Helbentob ge-ftorbcn fein. Niemols roird doS Andcnken an meine Schroester in mir ertefchcn. Noch jetzt, roenn ich die heimatlichen Fluren betrcte, befuche ich trSu-lneub und trauernd die altcn Kofronien, die ehr* roiirdigen Eichen, roo roir fatzen, gehc ouch zn ben Wciben am Flutze, roo Elifo im Mondeslichte im Woffer plotfcherte, unb lenke meine Schritte zum Friebhof, roo fie an ber Mauer unter einem fchroarjen Kreuze begraben liegt. j a vra'f toicbcrgegcbcncn Kroftc zur Berfiigung zu ftcllen. Doher cerfolgte man mit lebhaftcm Jiitcrcffc bic Polemik ber hcrborragciidstcii Blotter von Berlin, Wien und Pest. Als Preutzcn sich entschlotz, in Rumonieii 1>as Minifterium Braliano in Stich zu taffcn, so benutzten bic offiziofen Blotter biefe Gc-legenhcit zu einem Bcrsnch, eincn Bruch zroifchen Pest unb Wien hcrbeizufiihren. Wahicnd sic Hcrrn von Beust noch heftiger als zuvor angriffcn, zcigtcn fie sich vollcr Rucksichteu unb Ziivorkommcnhcit fiir „dic cdlc, bic ritterlichc, bie grotzmiithige ungarifche Nation •“ je niehr sic bic Ocfterrcicher angriffen, bcsto mchr Schmcichclcien verschroenbeteu sic an die Mogyarcn. Aber die Ungarn antroorteten auf diese Vcrlockungen burch bas Organ ber Dcakpartci, mit roetchcr gegenroartig bic sehr grofje Mehrzahl der Nation gcht, bckanntlich mit einer Dcutlichfcit, die nicht« zu wiinschcn lictz. Ein Pester Brief der Korrcspondenz bu Nord Est bcstatigt, datz diese so seste unb flare Sprache trcu bic roahrcn Gesinnnn-gcn ber ganzctt Nation ausbritckt und datz bie in ber bcriihmtcn Note bcs Hcrrn von Usedom itn Jahrc 1866 cntroickcltcn Plane ganz chimarisch roaren. Man sicht, wicvicl starker bic jungc oster, ling. Monarchic ist, in wctchcr alfe liberalen Be-strebungen ihre Gcnugthuung finbett, als ber alte oftcrreichifchc Kaiscrstaat, der ben natioimlen Wiin-fchcn seiner Biilker ebenso scinblich roar, roie ben uncrlatzlichsten unter den potitischcn unb retigibfen Frcihciten. Politische Rundschau. Laibach, 29. Dezcmbcr. Die allgemcin gehcgtc Erroartung, datz die rv-mifche Regierutig den Anfschrei ber Enkriistnng, ber bei ber Hinrichtnng von Monti unb Tognetti in ber ganjen zioilisirten Welt taut rourbe, beher-zigen unb nicht ein zweites mol unb in so rafcher Šlufcinanbcrfolge bas blutigc Schonspicl einer Doppethinrichtung bieten rocrbe, hat sich nun doch bcstatigt. Der Papst hat, roie man au« Ront melbet, auf bic Fiirfprachc bcs KonigS Viktor Emanuel die beiben Ungliicklichcn Ajani unb Luzzi begnabigt. Paris, wo die Diplomatic vor zwols Jahren ben faulen Friebcn zufammcnleimte, utttcr beffen Nachwirkungen ber Orient noch hcute teibet, foll der Ehre theilhaftig roerbcn, auch bie ..Krcta-Kon-ferenz" in fcincn Maucrn zn fehcn. Zufammcn--treten biirfle fie roohl, aber ob cs moglich feitt roirb, ein haltbarcs Uebereitikommcii zn crziclcn, fteht noch bahin. Die Pforte ivill von einer Ablrctnng der Jnscl nichtS roifjen; fonst fchtt es natiirlich nicht an Programme« fiir die Konfcrcnz. — Wic cs heitzt, vertangt Gricchcnlond Zutritt zur Konfcrcnz, oder fordert eventucll auch die Ausfchlictzung der Tiirkei von den geuicinfchafttichen Bcrothnngen. Zwischcn der Psortc unb zweien ihrcr Basallcnsiirstcn, dem BizekSnig con (Sgiptcn unb dent Bei con Tunis sinben, roie Konstantinoplcr Nachrichtcti nietben, Untcrhandlungen statt, uin diese suzcrancn Staatcn zn einer grotzeren Hceresfolgc zu ocrpflichten, als in den 93ertragen bestimnit ist. Nach bicfen Bcr-tragen foll Egiptcu auf Auffordcrung dcs Sultans 6000 Mann, Tunis 4000 Monn ftetlcn. Die gegenroartigen SSerhaubluugen dezwecken die Erho-hnng diefer Kontingente auf 15,000 unb 10,000 Mann. Der Vizekbnig von Egipten foll bcrcits zugeftimntt unb sich fogar crbotcn haben, bie Truppcn nicht bios auf eigcnctt Schiffen uberzufiihren, fondcrn ouch im Kricgsfollc mit zroei Poitzcrfregattcn zur tiitkifchen Flotte zn stotzcn. Bci Tunis handelt cs sich um ben Sold unb die Verpflegung ber Truppcn. Dos nachfte Zicl biefer Hilfstruppcn roare Kreta. Bci biefer Gelegcnhcit sci noch ermahnt, datz auch in ben zroanziger Jahten egiptischc Truppcn nach den aufftondischen griechischcu Jnseln gefendet rourdcn unb sich bort burch die Lcriibuug ber cntfetzlichstcn Grousomkciten bemerkbar ntachtcn. Da es sich bisher als ganz outzerorbentlich fchroierig gezeigt hot, eincn Kandidaten fur den spa* nische n Konigsthron zu finben, dcr gcneigt ware, seine sichcrc Existenz einer prekarcn Krone zu Liebe auf’ti Spiel zu setzen, so scheint man nun auf die Idee gekommen zu jcin, jemanden als Kandidaten vorznschlcigcn, der nicht ablehnen kann, da er ein nnmundigcs Kind ist. Das alteste Sohn-chen des Herzogs von Montpcnsier soll nun nut Zustimmung seines Bakers, dcr persSnlich nicht als Thrvnbewerber auftritt, die Krone von Spanien annehmen nnd cine Regentschast von brci Personen soll cinstwcilen die Ziigcl dcr Regicrung suhren. In diesem Sinne wird tin von Lissabon, 19. Dezember datirtes Schreiben deS Herzogs von Montpcnsier, x tu or in dersclbe dein Prinzipe dcr nationalen Ab-stimmnng, als dcr legitimen Quelle der politischen Rcchte in einen sreien Lande, huldigt, in Madrid auSgelegt. — „Libert«" beschnldigt den Herzog ossen als den Urheber dcr Emente von Kadix nnd be-hauptct, General Prim begunstige Heimlich die Kandidatur ciiics Prinzen des italienischcu Konigshauses. General Cialdini ist vorlansig noch imiuer in Spanien. Zur Tagesgeschichte. — Jhre kaiserliche Hoheit die bnrchlauchtigste Frau Erzherzogiu Maria Annunziata (Geina-lin Sr. kaiserlichcn Hoheit des Herrn Erzherzogs Karl Ludwig) find am Svnntag von einem Prinzen gliick-lich entbnnden worden. — Am 22. d. M. wurde die s i e b e n b u r-g i s ch e E i s e n b a h n erossuet. Um Halb 5 Uhr frlih suhr der erste Pcrsoucnzng unter PLllerschiissen von Karlsburg nach Arad ab nnd um 2 Uhr Nachmit-tags kam der erste Zug von Arad in Karlsburg an. Mehrere tauseud Menschen maren auf dent Bahnhof versammelt, die Musikbande spicltc, die Lokomotiven nnd viele Hauser der Stadt ware« mit Natioualsarben geschmiickt. — Es gibt eiitc Stadt in Guropa, bercn Ans-gabenbndget grower ist, als das mancheu Konigrcichcs, bercn Einnahmcn sich auf eitte hoherc Summe bc-taufen, als die nianchen Staatcs, der tansende von Soldaten in's Feld zu stellen und einen glanzvollcn Hof hat. Diese Stadt ist Paris. Der vom Scinc-prafekten Hanhniann in einem Berichte an ben Kaiser Napoleon entmirfelte Bndgctcntwurf praliminirt die Ansgaben und Einnahmcn int Glcichgcwichtc mit 224,201.821 Franks und 38 Cent, (ungefahr 90 Mill. si. v. W. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal -Chronik. — (Silvester kncipc.) Die seit Jahrcn so bclicbte Silvesterseier der Sanger, Turner und Schiitzen findet aitch heuer im Balkonsaale des KasinovcreiuS statt, der von der Direktion in zuvorkommendster Weise zur Berfiigung gestellt wurde. Wic roir ersahreti, stcht das diesjahrigc Programm an Rcichhaltigkcit und Ab-wcchslung seinen Vorgangern durchaus nicht nach, so dah eiit rccht heitercr und genutzreicher Abend znver-sichtlich zu eroatten ist. Dcr Begum deS Festes ist um 8 Uhr. — (Dcr Sat bather Mnfikkapelle-Berciu) hielt vorgcstcrn im Rcdoutcnsaalc cine Ver-sammlung, bet welchcr Herr Pour liber ben Stand der Kapelic Bericht erstattete. DcrVcrcinbcsitzt 38 Instrumente und ein Musikalien-Archiv von circa 700 Nummcru Das Komitcc lcgtc auch einen Statutcncntwurs nor, wclchcr in dcr nachsten Gcncralversammlung zur Prii-snng kommen soll. Es wurde sodann eiit provisorifchcs Komitcc von 14 Mitglicdern gewahlt, welchem die Einleitnng dcr Snbskription intb die weitere Leitung der Kapelle iibcrtragen wurde. — (Kinderbewahr an ft alt.) Die vom Franenvcreinc zur Erhaltung der hiesigcn Kinder« bewahranstalt vcranlahtc osfentlichc Wcihnachtsbcthci-lnng ber armcn Kinder dasclbst hat gcstcrn in Gc-genwart dcr minmchrigcn Borstchcrin Fran Antonia Frciin von Codclli, ber Frau Mina Edlcn von Konrad-EibcSfcld und ben Ubrigcn zahlrcich erschienenen Frauen Kommittentinnen stattgefnndcn, und ebenso dankbar als ruhmend innh erwahnt wcxden, bay die fur dicscu Zwcck gcwidmcteu Fraucnspendcn, an Geld sowohl als an Bekleidungsstosfen, auch von Seite cinigcr durch Wohlthtttigkeitssinn stets bcmcrkbarcn Schnittwaarcnhandlungcn rccht ergicbig aussielen, auf diese Weise nicht allcin die 60 Kinder, welche die Wintcrmonatc hindurch die tagliche Mittagskost mu entgeltlich daselbst gcnichcit, mit vollstcindigen Anziigen nnd ucuer Beschuhuug, sondern aiich alle Ubrigen die Anstalt besnchenden Kleinen, zusammen 204 Kinder, thcils mit den eingegangenen gcspcudcten oder durch Ankaus crganztcu Bekleidungsstosfen nnd 100 Paar tin Lause des Jahres von den kleinen Mabchen tier-sertigtcn Strumpfen belheilt werden konnten, dah also alle Kinder nach Thunlichkeit beschenkt cntlasscn wurdcn. 'Ein klcincs Mabchcit danktc in herzlichen und rithrenbett Wortcn int Namcn allcr — und nach dent gemeinsanten Gcbeic fi'tr alle Wohlthatcr ticrlichen die muntern Kinder die Anstalt, welche zur Ehre uuserer Hanptsladt durch sreiwillige Beitragc der Be-wohner ans allcn Standcn vor 35 Jahrcn begriindet mtb (either so opserwillig erholteit wird, und das ganzc Jahr hindurch ebcn jencit armeit kletneu Kiitdent ein sorgsam nberwachtes, schlttzendes Asil gewahrt, dessen fie so sehr bednrsen. — (Ueber den gcstcrn gcmcldeten Rauscxzctz) crfahrcn wir noch, dah dcr Bcschabigtc ber Grnnbbesitzerssohn Kaspar Zeichen war und dah dersclbe berart vcrlctzt witrbe, dah er nettn sehr bebcu« tciidc Kopfwmtden crlitt, dah ihm auherdem die ltnke nnd rcchte Ohrmnfchel uitb die Obcrlippc durchtrennt, bcidc Nasenbeinc gebrochen und 4 Schncidezahne, der rcchte Angenzahn uitb 2 Eckenzahnc ansgcschlagcn wurdcn. DaS gebrauchte Werkzeug soll eitte Erdhaue (Matiku) gemcscit feiit. Bet ber namlichen Schlagerei erhiclt auch eiit zweiter Bnrschc eiite lcbcnsgcsahrlichc Bcrlctznng. — (35 er an b e rtt ngeit im Kuratklcrus): Herr Josef 8aurii, Lokalist in Saplana, kommt in gleicher Eigenfchaft nach Goriče. Im lctztcn Auswcisc wurde die Bcrlcihung ber Pfarre Weihcn fels irrthtimUch anftatt We i h k i r ch enan Herrn Gruben angcflihrt. — (Z ur Be w a I bung des Ka rstcs.) Mit Bezugnahnie auf eine Korrcsponbenz vom Karste in yiuntiner 52 ber ,,Novice", worin es heiht: „Auch ber gewescne Statthalter Baron Bach zcigte, dah er ein Hcrz stir ben nacktcn Karst Habe, doch er that dasiir lucnig oder gar nichts. Wahr ist cs, dah er einen Forstinspccktor fitr die Karstbewaldung ausstclltc, aber er wahlte einen Mann, zu dent wir tcin Ver-trouen habctt, bah er den Karst jc bcwaldcn luerde", wird uns auS dent Kustcnlandc fotgenbe bcrichtigettbe Mitthcilimg gemacht: Int lanfenbeit Jahrc wurde fUr die Karstbewaldung deS Kiistenlandes ein Forstinspcktor sistemisirt, ber ncbst berimntittelbarcn Bcaussichtignng der Anpslanznngen mtb ber Belchrungcn ber Gemcinden auch ber ©tatthalterei als technischerRathgeber zu dienen hatte. Als Erfordcrnih wurde die volle theoretifche und prak-tische Besahiguug im Forstsache, bamt pie Kenntnih ber Landcssprachc vcrlaugt. Die Wahl siel unter viclcn Kompetenten auf einen best qualifizirten nnd best empfohleiieit Kameralfbrfter in Gvrz, dcr sich be-reits frllher mit Borliebe mit Karstbewaldungsversuchcn abgegeben hatte mtb mit dessen Letstungcn man feither voUkomtnen znsricben ist. Er hat mit mtennltblichettt Eiscr bereits an Ort und ©telle seine praktischc Tllch-tigkeit beioahrt, die Baumschulcn eingerichtet mtb zivcck-ntahige Aittrage liber die Forderuug der Karstbewal-dttng bei dcr Statthalterei gemacht. Er ist ber Landcssprachc ganz utachtig uitb nach feiitem Eharakter, seiner Benehmungsweise ganz ber Mamt, urn bas Vcrlraucn bcs Lanbvolkcs zn gcrciitnen. Unter ben Bcwcrbcrn fur jcite ©telle war auch ein gcwcscncr Bitrgcnncister mtb Schullchrcr a its bent benachbartcn trainischeu Karstgebicte, cin durchaus wackercr Mamt, ber jedoch jcite Ersorbemissc nicht answeisen konnte, die man an einen Forstinspcktor stir die Karstbetval-buttg zn stellen berechtigt ist. — (Uebcr bie Manb atsnie be r 1 cgung D r. Razlag's) tvirb ber „N. Fr. Pr." aus Graz geschriebcn: Es ist scinerzeit hierznlanbe allgemeiit aufgefatlen, dah ber slvvenische i!aiibtagsabgeorbitcte Dr. Razlag glcich nach bctn Beginnc des jitngstcn Laudtages feiit Mandat niebergelegt hat. Bkan vcr-nmthcte eitte Spaltuug zwischcn den slovenischen Land-tngsabgcorditcteit, doch kountc man teiuc Gcwihhcit daritber erlangeit. Erst jctzt gclang cs mir, von gut unterrichtcter Scitc ans Marburg dcu eigentlichcit Gruud dcr erwahnten Maitbatsitiederlegung in Ersah-ntng zn bringeit, welcher von deu Parteigenoffen Dr. Razlags gar sorgsaltig gchcint gehalten wurde nnd ben tch Jhnen nachstchcnd mittheile: Dr. Razlag hatte sich namlich bei ciitem dcr zu jener Zcit abgehaltenen slovenischen Meetings („Tabors") zu Gunsten des slovenischen Klerus in hohenl Grade creisert. Nach Bccn-bigitiifj seiner BcrthcidigungSredc traten aber plotzlich mehrere slovcnische Bancrn zu ihm und crklartcn ihm angesichts alter ihit itittgebeuben Bkcctingthcilnchmer uituntiounbett, hinsichtlich dcr von ihm so sehr in Schntz gettottiiitciteit slovenischen Gcistlichkcit seiner Ansichtdurchaus nicht beipsiichtcit zn konnen und einen Bmtb ber Nationalen mit bent slovenischen Klcrtts gcrabczu fiir gesahrlich ertlareu zu utiiffen, iitbent sic a licit Gruub zur Annahnie habeit mtb davon auch vollkoinntcn ubcr-zcugt seieit, dah von dent slovenischen Klerns nicht die wahre Ausklarmig des slovenischen Bolkes, sondern vicl-mehr ltur eiite folchc aitgestrebt wcrdc, welche ben allgemeiit bekamiteit klerikalen Jntcrcsscn dient. Diese anfrichtige und resolute Rcdc schlichtcr Landlcutc hat ans Dr. Razlag einen so gcwaitigcit Eindruck gemacht, dah er (nun zur Uebcrzeuguug gclangt, sich mit seiitem Mandate als Laudtagsabgcorductcr itit Widcrspriichc zn bcfiudcu) so chrlich war, ungcachtet dcr eitergischeit Gcgenvvrstcllungcit seiner Kollegcn das Laudtagsmaudat glcich bctraits niedcrzulegen. — (Anncxtonsgellistc.) Der Gemeindc-Ausschuh von Untago hatte — nach einer Mitthei-lung der „sJi. Fr. Pr." — seiiicrzcit den Gemeiude-vertretungcit Jstricns den Borschlag gemacht, gemein-same Schritie zn thun, inn cine politifche ©ereiniguitg Jstricns mit Triest durch Berschmelzmtg beidcr Land-tagc zu erwirkcn. Der Jstriancr Landesansschuh hat nuu eiit Zirknlar an die Geineindevorstande ber Pro-vinz erlaffeit, worin er bie Aninahuiig, welche sich bie ©emeinbevertreter von Utttago zu Schnlbcn kommen lichen, verbientcrmahcit riigt unb die Hoffitnng aus-fpricht, dah diesclben iticmandeit ftitdcn werden, der ihrent Beispielc svlgt. Uebrigens wurde der Gemeinde-ansschnh von Utttago in die vom Gesctze vorgezcich-neten Schranken znriickgewiescn nnd das namliche wird in jedem aitdern Falle gescheheit, wo eine Ueberschrei-tung derselben vcrsncht werden sollte. — (Die czechische Nationaltracht soll bie Erfinbu ng eineS beutfchen S ch n eibers fein) unb tvirb von bent Feuilletouisteit ber Prcffc bent vor furjeut verstorbciten Winter Schitcibcr Robert Krach zugeschriebcit, ber sich auf dent Gebietc ber Beklcidungskunst als genialer Schopfcr netter Jbeen beiucgtc. Diese nationale Schopfung fallt nach setter DueUe in bas Jahr 1848. Die Bolter toaren er-wacht unb auch Ezechien rieb sich die Augen. Aber die Ezechen sahen, dah sic itackt seieit, und sic schamten sich vor dcit Uitgant unb Polen, die itn Nation alge-wand heruutstiegeu. Das „bohinische Staatsrecht" war aber noch nicht ersiindeit, mtb mit ber „vernevcrteit Landcsordnung" konnten sie schon bantals nicht ihre Blohen dccken. Da bot sich eiit nationalcs Schneider-leiit, bas bisher in Krach'S Dieusten geftanben nnd von dent grohen Meifter infpirirt war, bent Bater-lattde an. Auf Krach’S Rath biirchstcberte cs die Thcatcrgardcrobc, nahm die Hosen dcS Zrinyi, des Ko-sinSky Rock, zog cittern Ranpach'schen Hclbcn bie Stiesel aus, dazn kam dcr „Sabnl" Spiegelbergs nnd bit Mutze des Lortzitig'scheit „Ezar" — unb ber Urczeche war fix unb fcrtig. Diescr Schnciber unb Apostel Krach's bautc auch ben prasumtivcn Hcrzogsmautel, in welchem ber vierschrvtigc Bierwirth Faster in ben Strahot Prags heriinilitntnielte. Das war bcs armcn Schneibers Un-glitck! beutt Faster, dcr dainals in Bohmcu regicrte, bctraute ihit dafiir mit ber (lantara-i'ieferuug fiir die Nation. Seine Forderungen folltcn, loie ihm Faster vcrsprochcn hatte, in bie czcchischc Nationatschulb aus-gcitomiuen werden, aber dcr antte Schneider gittg att nnbezahlten Eantaren zu Grrntbc. Aus dem Gerichtssaale. — (Stafurthcilc des k. k. Kreisgc-richtes Rndol fswcrt h.) Beim k. k. Krcisgcrichlc Rudolfswcrth fanben com 20. bis inkl. 26. d. M. uber 6 Personen Aburtheilungen statt. Angeklagt er-scheinen von diescn: 2 wegen Berbrechcns der Lfsent-lichen Gewaltthatigkeit 111. Fallcs; 2 wegen Ber-brechens der schweren korpcrlichen Beschadigung, unb 2 wegen Vergehens gegen die Sicherheit des Lebens, und wuroen fammtlich flir schuldig erkannt unb bestraft. Witterung. Laibach, 29. Dezember. SciroccalstrSmung anhaltend. Vorm. triibe, (pater Sonncnschein unb Bnvolkung wechselnd. Slldwest mcitzig. WLrme: Morgens 6 Uhr + 6.9°, 91ad}m. 2 Ufir + 9.6° (1867 — 8.0°, 1866 6.6°). Barometer: 326.43'", im Steigen. Das gestnge Tagesmittel der Warme + 5.9", urn 8.2” iiber dem Normale. Angekommene Fremde. Am 28. Dezember. Kief'llnt. Weitzer, Tnchfabrikant, Graz. — Kralowsky, •Sanfin., Wien. Adleschitz, Lehrer, Stein. — Gercar, Lebrer, Rent. — Nnhbaiicr, Sanger, Pest. — Neumann, Handelsmann, Czakaturn. — Mayer, I. k. Major, Wa-rasdin. Stadt Wien. Brozan, Handelsmann, Prag. — Flesch, Realitenbes., Reifnitz. — Jermann, Gutsbes., Watzen-stein. — Pranner, Neisender, Wien. — Obermami, Agent, Gottschee. — Lndwig Baron, Kausm., Kaniza. — Freyberg, Kausm., Wien. Berstorbeue. Den 28. Dezember. Dem Johann Zierer, Oebstler, seine (Slattin Maria, alt 68 Jahre, in der Karlstadtervorstadt Nr. 27, am organischcn Herzleiden. — Dem Herrn Peter Grasselli, Redaktenr, scitt Kind Peter, alt 1 Jahr, in der Stadt Nr. 263, an der Gehirnliihmnng. — Maria Zvokl, Jnwohnerin, alt 57 Jahre, im Zivilspikal an ErschLpsuug der Kraste. Geschiistszeilung. Provinzittlbnnken. Wien, 27. Dezember. (Original - Korr.) In Lcinbern, wo cine grotzere vdcr mindcre Bankfrciheit herrscht, find die Provinzialbankcn dnrch die Lange der Zeil zn einem fast eben so grohen Bediirfnisse gcwor-den, als das Geld sclbst. Ja es liehc fid) svgar be-hanpten, dah die riesigen Berhaltnisse, die der englische oder nordamerikanische Verkehr angenvmmen hat, sich zn den nnserigen gerade so vcrhaltcn, wie der Gcld-verkehr znm alten Tanschverkehre nnd nut die Beihilfe des defenders in Nordamerika so ansgebildeten Bauk-wesenS machle es moglich, diescn grotzen Berkehr ohne Unsnmmen von ZirktilationSmitteln mit Leichtigkeit zn bewaltigen. Man nimnit in Staaten mittleren Reichthnmes eine Menge von zirka 20 bis 30 Gulden Zirkulations-mittcl per Kops an, und aits die Berhaltnisse eiuer Provinzstadt von 20- bis 30.000 Seelen diirftc dieser Durchfchuittsbetrag dcshalb anwendbar sein, weil er inmitten der hohcrcn Summe liegt, die ver Berkehr groher Handels- oder Borseuplatze ersordert, so wie jener geringeren Snmme, die fur den Umlanf am slachen i'ande geniigt. Eine Stadt von 20.000 Einwohnern hat somit eine disponible Surnine Geldes von zirka 400.000 sl. ini Umlaufe, die keinem anderen Zwcckc dient, als znm AnSgleiche fiir den taglichen Bedarf. Nach der Theorie von John Stuart Mill niitzt das Geld nur nach der Art der Berwendung und nach der Zahl der Umsatze. Es niitzt aber gar nichts, wenn es cine Zeit lang nn-verwendet bleibt, d. h. natiirlich nur fiir den Zeitranni, wo es nicht verwendet wird, ebenso wie ein Schisf, mit welchein nicht gesahren wird oder eine Lokomotive, die rnhig und nngeheizt in irgend eincut Schoppen steht. In England nut) noch im grLtzeren Matze in deit vereinigten Staaten Jkordamertka's ist aber der Bcdars an Zirkulationsmitteln fiir den Geldverkchr ein bedentend geringerer als bei nns am Kontinente Euro-pa's, was dnrch die Zentralisation der Zahlnngsmani-pnlation in den Banken bewirkt wird. Gclange es daher einen Modns ztt sinden, um diese Manipiilationsart attch bei uns zn popularisiren, so wiirde ein wesentlicher Betrag desjenigen Kapitales, j welches jetzi einzig und allein dem Zwecke des gcmci-nen Berkehres dient, disponibel, unb wenn man hie-von nur die Hcilfte annimmt, so ware bei 20.000 Eiuwohneru ein Kapital von 200.000 Gulden erspart, welches anderen Zwecken zngewendet werden fonnte. Die Manipulation, die oben erwcihnt wnrde, besteht in bent Kompenfationsverfahren oder in dem Ausgleiche der verfchiedenen Zahlnngen gegen einander, mit anderen Worten im CheqneSverkehre. Da nun andererfeits der Cheqnesverkehr eine grotze Menge von Zahlnngsinitteln disponibel und die-felben Summen jeden Tag wieder disponibel erhalt, infolange fie im Rayon bleibeu, so ist es evident, dah fiir das Eskoinptegefchast bei dent dadnrch rafcheren Pnlfiren deS Berkehres, cine bedentende (Summe cr-iibrigt wird, was wicdcrurn fiir ben Anffchwnng von Handel unb Industrie, und in lctztcr Richtung fiir die Steuerkraft. Nun follte man rneiueu, unser Finanzmtnisteriuni hattc von jeher sein besouderes Augeitmerk auf die Eiubiirgerung der Cheques gerichtet, — allein dieses ist nicht bet Fall gewescn. Im GegentheUe, wet bie Bcrhandlnngen des Rcichstathes anfmcrksam vetsolgt hat, wird sich erinnent konnen, dah es eineS besonde-ren Auswaudes vou Beredsarnkeit ersordert hat, urn Herrn v. Plener von der propouirtcu Stcmpclgebiihr von 5 kr. fiir den cinzelnen Cheque abzubringen und seine Zustimmung fiir 2 kr. zn erwirken. Dadnrch wurdc nun der Cheqnesvetkeht fiir die grohen Berkehrszentren, wo cs llnifatzc in hohcn Bc-tragcn gibt, moglich. Das kleiue Gefchaft tann sich aber noch immer nicht baran betheiligen, weil bie Gcbiihr von 2 kr. per Stuck bei einer Dnrchschnitts-zisfer vou 120 ft. nnd 3perz. Berziufung die Ziufeu von 2 Tagett absotbitt. Im regclmahigcn Chequcsvctkchtc wird ein Zcit-raum von 9 Tagcn angenommen, nach welchem bie* selbc Summe, die heute z. B. cingclcgt wnrdc, auS den Banken wieder entuommen wird, es ist sonach wedcr fiir die Bank, wenn sic bie Gebiihr sclbst lrcigt, moglich, solche Knnden auzmtchnien, noch ist es dem kleinen Geschastsmanne moglich, sich zu betheiligen, wenn er die Gebiihr sclbst tragen mutz, wie dieses in einigen Banken llblich ist. Der einzig richtigc Modus, wenn schon nicht von einer absoluten Freigcbnng dicscr Art der Gcldntani-pnlation die Rede sein kann, ist dcmnach die Panscha-lirung, und auf diescn Modus molten wir das gegen-wartige hohc Finanzministerium anfmerksam machen, welches von einem eminenten Fachmantic gclcitet wird, den wit nicht nothig habcit, auf den dintzen bet Cheques in Betteff ihtet pekuuiateu fowic motalifchcu Witkuugcn aufmettfam zn tnacheu. Wenn einft cut Rcbnet in einem Wieitct Bet-eiitc ctwcihnte, bie Gitobanken stub bie eigcntlichen Spatkassen d.s Kaufmannes, so konnen wit ihm nicht Untecht geben, konnen abet ben Wunsch nicht nntcr-briickcu, dah cs nicht nur dem grohen, fonder it anch bent kleinen Kausmanne moglich gemacht werben soll, gerade ebenso, seine Pfennige aus diescn Sparkassen zn holcn, wie der grohe Kapitalist feine Gulden an Zinsen daraus hente schon zu holen vermag. Theater. Hente: Norma. Lyrische TragSdie in 3 Akten von Vinzenz Bellini. Personen: Sever, Hr. An der. — Orovist, Hr. Decarli. — Norma, Frl. Pichon. — Adalgisa, Frl. Jelliiiek. — Klotilde, Frl. Ander. — Flavius, Hr. Pichon. Telegramme. Wien, 28. Dezember. Abends. Jhre Maje-stalen der Kaiser und die Kaiscrin sollen demnachst Kroatieu besuchen. — Die Psorte war am 26ftcn zur Konferenz noch nicht eingeladen. Die Pforte wiirde die Einladung ohne sruher bckanntes Pro-gramm ablehnen, ebenso jedes Programm, das Mo-difikationen ihres Ultimatums oder DiSkussionen innerer Angelegenheiten anstrcbte. Berlin, 28. Dezember. Die Einladung Frank-reichs zur Konferenz wurde hier am 25. Dezember iibergcben. — Der portugiesische Gesandte Payva ist gestorben. Paris, 28. Dezember. Die „Libcrte" ver-offcntlicht ein Schreiben des Jnfanten Heinrich von Bourbon, worin er ben Ehrgeiz Montpenfiers tadelt unb bie Riickkehr nach Spanien als einfacher Burger verlangt. — DaS Journal „PariS" fagt, dah das Projekt, in Baden Milizen zu errichten, grohe Bedenken hervorrufe. Kastno-Nachricht. Den berehrten Mitgliedern des Kasinovcreins wird hiermit befannt gegeben, dah der Turnrath des „Laibachcr TnrnvereinS" sammtliche Kasinomitglieder zu der Donncrstag, 31. d. M., Abends 8 Uhr Von demselben im Kasino - Balkonsaalc oeranftalteten eingeladen hat. (180) Laibach, am 29. Dezember 1868. Von dec Kastnovereins-Direktion. B Minster- Dlock- (Jitcifi-) Kklendcr 60 kr. 3u beziehen bei (181-1) J. A. Kraschovitz zur „8rieftaiibe" Nr. 240 ill Laibach. Wiener Borse vom 28. Dezember. Marlrtbericht. Nudolfswcrth. 28. Dezember. Die Dnrchschnitts-Preise auf dem heutigen Martt stellten sich, wie solgt: fl- kr. fl- kr. Wcizeit pr. Metzen 4 90 Butter pr. Pfund . 50 it’om „ — — Eier pr. Stiick n Gerste „ 2 70 Milch pr. Matz 10 Safer „ 1 70 Nindfleisch pr. Pfd. 20 Halbfrucht — — Kalbfleisch „ — 2<; Heideu ,, 2 88 Schweiuefleisch „ 24 Hirse „ — — Schvpseusteisch „ — K'ukurntz „ 2 80 Hayndel pr. Stiick . 20 Erdapfel „ 1 60 Taitben „ 20 Linfcn „ 6 40 Heu Pr. Centner . 1 30 Erbsen „ 6 40 Stroh 1 10 Mvlen 4 4b Holz, hartes, pr. Klft. 6 — Rindsschmalz pr. Psd. — 45 — roeiches, „ — — Schweineschmalz „ Speck, frifch, 45 33 Wein, rother, pr. Eimer .... 5 Speck, gerauchert, „ — — 1 3 4 — Staatefonde. Sperc. cfletr. W-ihr. . bto. v. 1.1801) . . t>to. National-Anl.. bto. MetalliqueS Cofe »on 1854 . . . Cofe von 1860, ganze Cofe eon 1800, Fiinst. Pramicnsch. ». 1864 . Orundentl.-Obl. Steiermarl zuSpTt. itacnten, Krom u. ittlftentanb 5 „ Ungarn. . ju5 „ Kroat.u. Slav. 5 „ Siebenbitrg. „ 5 „ Aotien. Nationalbanl . . . Creditanstalt . . . 9t. 0. EScomPte-Gcs. Anglo-osterr. Bant . Deft. Sobencrcb..«. . Deft. Hlwoth.-Banl . Steier. Escompt.-Vl. Waif. Fcrb.-Norbb. . Silbbahn-Gcfellfch. . Kaif.Elifabeth-Bahn. Carl-Lubwiy-Bahn Sicbenb. Eifenbahn. itaif. tzranz-Jofefsb.. F!i»fk.-Barcfer E.-B. Alfolb-Finm. Bahn . Pfandbrlefe. Nation. o.W. vcrlosb. ling. Bob.-Erebitanst. Allg.ost.Bob.-Crebit. bto. in 33 3. tilctj. . Geld Ware 55.50 55.60 60.50 60.60 64.20 64.40 58.70 58.80 86.25 86.75 90.70 00.90 H6.50 97,— 108.80 109.- 88.- 89.- 84.— 90.— 77.25 77.75 78.25 78.75 72.25 72.75 656.— 657.— 241.10 241.30 (.52.— 655.— 197.75 198.— 206.— 210.— 70.- 71.- 217.— 221.- 1958 1962 201.20 201-40 170.25 170.50 213.— 212.50 148.50 149.- lf.2.75 163.— 163— 163.50 150.75 lf>l.- 93.20 93.40 91.75 92.— 106.- 106.50 87.25 87.75 Oefl. Hypoth.-BanI . Prlorititis-Obllg. Siibb.-Gef. zu 500 Sr. bto. Bo„S 6 pCt. Norbb. (100 ft. CM.) Sieb.-B.lroofl.o.W.I UhlboIf«b.(300fl.6.SB.) granz-Jof. (200 fl.S.) Lose. lircbit 100 fl. 0. SB. . Don.-Dampffch.-Gef. ,11 100 fl. (5®t. . . Triester 100 fl. CM. . bto. 50 fl. o.W. . Dfencr . 40 fl. o.W. Etztcrhazy fl. 40 CM. Salm . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ Clary . „40 „ St. ®enoU „ 40 „ Winbifchgray 20 „ Walbstein . 20 „ Keglevich . 10 „ Rubolfestlft. 100.W. WeohseI(3Mon.) AugSb. 100fl.fUbb.iTO. Aranlf. 100 fl. „ „ Sonbon 10 Pf. Sterl. Pari« 100 Francs . Mttnzen. itaif. MOnz-Ducalen. 20-FraneSstjick. . . BereinSthaler . . . Silbct................ @’etb Ware 97.— ! 98.— 10*1.75 105.25 228.50 230.50 93.—I 94.— «4.— 84.50 85.— 85.50 88.—' 88.50 157.50! 158«— 93.— 118.— 55.— 33.- 32.50 38.— 33.50 20. 21.50 14.50 15. 100. 100.10 119.50 47.50 5.69 s 9.55 1.77 117.75 1.75 120.— 56.— 33.50 43!— 33.50 39.— 34.— 21.— 22.50 15.50 15.50 100.20 100.25 119.60 47.55 5.70» 9.56 1.77* 118.25 Telegraphischcr WechfelcvmS vom 29 Dezember. Sperc. Metalliques 58.75. — 5perc. Metalliqnes mit Mai- nnd November-Zinsen 59.70. — 5perc. Jiatioual-Anlehen 64.10. — 1860er Staatsanlehen 91.30. Bankaktien 663. — Kreditaktien 242.60. — London 119.40. — Silber 117.75 K. k. Dukaten 5.68. Berleger und fiir die Redaktion verantwortlich: Otto mar Bamberg. Drnck von Jgn. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach