Lat 5 acher W v ch c n b ! a t t zum N ußen und Vergnügen. Frey tag den 16. May 1317. Familicnhaß in Corsika. ^er C^iminal- Gerichtshof von Corsika haue kurzllch über einen jener Fälle, an-geerwn Familienhasses zu entscheiden, die leider so häufig m jenem <.'ande 5md und die ^ von falschem Ch gefühl genährt, stch aus Zeiten hers^reiben, wo der Corse, u>n Recht Zu erlangen, nichts a's sein Snlet oder seine Büchse hatte. Ein, w 1 einem ersten U.spnmg unbedeutendes Mo-tw hatte zlvischen dcn beyden angesehen- , sten Familien der Insel, Casa le un v Cam-po-Casso, einen um so tödtlichern Haß erzeugt, als'diese Familien durch Bands des Blutss verbunden waren. Umreissen von Einhägnngen, Wegnahme von Ernten, Angriffe l^il bewaffneter Hand, wsch-Meuigo Mordihaten hatten die Wuth der beyden Panheyen auf das Höchste aetrie-^>. 5? ^' Sept. 13.^ ward>as Haus ^^llles Campo-Casso von den Ca-we s und chren Anhängern förmlich Kla- gört. Beyde Theils schössen auf einander; ausser mehreren Verwundeten wurden 2 Malischen getövtet; einer von den Belagerten, der andere vor dein Belagerern. In cmem nahegelegenen Hause ward ein Loch durch die Mcmer gebrochen, uno alle erdenklichen V^sucho gemack't, nm in die Wohnung des Cam-po - Casso mit Gewalt einzudringen Die Belagerer mußten jedoch ihren Plan aufgeben , das Haus zu bezwingen , und entschlossen sich dciher, ss zn blockircn, und /jede Zufuhr, besonders von Lebensmit-l teln, abzuschneiden, um ihre Gegner auszuhungern. Diese, die sich schon in der äussersten Noch befanden, wäre;; si> glücklich, sich nächtlicher W^ls durch die Flucht sich zu remn. Es scheint, daß sie auf der Flucht verfolgt wurden; aber Achilles Ccnnpo - Caffo und sein Vetter Bernhard , die ihre Waffen nicht von sich gelegt hanen, gelangten ohns üble Bsgegniß auf Umwegen nach Bastia, wo sis Am andern T ihren Umsang und durch den heftigcn Ton, wol'M die wüthendsten Beschuloigungen vorgebracht, die Nache gepriesen, und , das Verzeihen von Beleidigungen verspottet, uno als Niederträchtigkeit dargestsllt'wur^ de, belncrklich. Et'vltch wnrds diese Sache am , 7. v. M. vor den C^imlnal-Gerichts Hof gebracht. P'.o Casale trat als Clvilpirttzey auf. Ueber Lo Z.ugen, fast lauter der Partheylichkeit ve'coachtige, wurden abgehört. P'w C'sale H.1N2 die seini^n un-tär den erklärtesten Feinden des Hauses Cnnpo-Casso ausgesucht, und die Beklagten thaten ein Gleiches gegen ihre Gegner. Vier bis fünf dieser Zeugen mußten wahrend der Verhandlungen, da sich zu starke Anklagen gegen sie selbst erhoben, verHaftel werden. Endlich nach sechstagi-» ger Sitzung wurde Bernhar" Cam>o -Casso i i c 'Nrulnaciam zum Tods vermtheilt,, nnd Achilles Campo-Caffo losgesprochen« Die deyderftit'ig erschienenen Denkfthriften wurden ex otticw unterdrückt. Gespräch zwischen Bonaparte und Bertrand. Ersterer will vom Letzterem aufrichtig wissen, was man in Paris von ihm halte. 3er Marschall antwortete ihm gerade zu: man sage er sey der größte Läg^ ner des Jahrhunderts, Am Ende der Unterhaltung scheibt Bonaparte alles Unh^l/ welches ubsr Europa glommen sey, der einzigen U-'^che zu, daß feine Frau Mutter zu fruchtbar gewS'en: „Ich hatte zu vu'l Brüder uno S^dwestsrn ^u versowen, uno mußts d.iher Königreiche und Für--sienthümer fiir sie in Beschlag ,,.hmm. >zch gab Ja ftp h eins Krone; H^^onymus ^ ems, Ludwig eine: absr dieser Le-Nr er nicht endlich ^kom-nen, um den Wetth j^nes Könq^öichä wenigstens in G2lo zu verlandn: w'll iä^ es ihm in ^atur nicht m^. g-b>n konn^? D^r ^yrgeitz ist uuse7e Faunlisn - Krankh^t. Meme Schwestern waren murjattlich. Kalün ham ich Cnol^'i N?apZl und ^lnen Flores gegebn, als sie sich auch noch da^nn zzukttn, welche v^n 'hnn dm seyn? Pa.l^n. ist em <,.nz artl^s ^''^ ^urz, Mai'chali, emeg oßeIo'ee, <" ^,^nen meh^ entwickeln wä^ye,, s^ vaw lch ste ftldst, einmal recht fassm kann -etne groste Iy^ schwebt unausi)o ltch mir vor- vt2 nuch Tausend Tho,h lt.'!, b-a^ W laßt. F.a^n sie nnck nicht w^: -^ ,y^ m,m Herz vo/ ihnm aufg.schlo,'-«'" ^e'ch'n, ich twume. Appropos, B lck^/" """'^ch vergessen, emm Beichtvater muzunchmen. Schändlicher Geiß. EmgewGrHr.MlchaelBattd, deut- schen Ursprungs, dem sein Vater eine gute Pachtung von 500 Morgen bey York in Pensylvantt» hinterließ, hatte eine Schenke angelegt, sük verheirathet, 4 Kinder erzeugt, doch k^n n Heller auf ihre E'-zichung v^wendct, uno sich und seine Frau oft m g oßem Elencs darben lassen. Durch dis n 'chändllchen Geitz Halts er ein V'rmög:n vo ' 400,000 Dols lar's zusamm n aescha^, t S?'«e Produc-te führte sr aus :!n1m Damp^doote nach Baltimore, und w ^n er sie dort nicht für den vorge/egen P .:,. verkaufen könn, te, ^0 venausam er si5 ^ogen diejenigen, die er für se 'n Fnnüis oder Gewerbe brau kt:. G bo gt hnte er Niemande» das Ge^nqste, ,v'0^'r al,fd:e besten Pfänder , noch ft'>onst'n Hypotheken. In ei-mr eis^'N'N T nye h^elt er 320,000 D'oll. v?rwahcc. Nun hal er.sich vor Kurzem erhangt, wul ec b>:y sinnn Handel mit Kleesaamen 550. Doll. verloren hatte. A n e c d 0 t e. Ein reisender Handwsrksbursche, dse lieberden Bettlsr macht, als arbeitete, zog an einsr Hausthüca d«s Glöckche». Der Besitzer öffnete das Fenster und fragte , was er wolle. Der Bursche bat ihn um eine Gabe uud erhielt sie. „Wa5 trsibl ihr für ein Handwerk? fragte hierauf der Hausherr. Der Mensch faßte noch einmal den Drath, der zum Glöckchen fährte, zog daran und sagte: „Ich hj» ein Drathzieher." Die Antwort im Zorne. Anecdote. Ein Bauer jüngst mit seinem wilden Knaben Vom nächsten Markt zurück nach Hause fubr; Des Fuhrwerks'Leitung will der Junge haben, Der Vater schwach — reicht ibm der Zügel Schnur, Nnd legt mit faulem Wohlbehagen . Nach aller Längs sich auf den leeren Wagen. Zoch war die Peitsche kaum des Buben Hand vertraut, Als er voll Nebermutbs in seinePfecde hau't, Und jagend über Stein und Stecken Den Alten setzt in Angst und Schrecken. Ob nun der Bauer brummt und schmähet, Daß er die Stöße nicht mebr dulden kann, Und stracks sich die Gefahr erdodet, Daß noch zerttümm're das Gcspcum; Nichts kann den frechen Sohn bewegen,^ Er jagt drauf los mit fortgesetzten schlagen. Drob—um des Buben Pflichtgefühl zu rühren —' Der Alt' ihm zu Gemüth will führen: Daß er in seinen jungen Jahren Es nie gewagt, mit seinem Vater so zu fahren. Doch diese Rüg' führt keineswegs zum Zweck; Beharrend seines tollen Wesens, - Indem er weiter jagt; der Bub'erwiedert keck : i,Was macht ihr da viel Federlesens! „Ihr msg't euch auch wes Rechts „Von einem Vater rühmen können!" Der We höchsierzürnt schreyt nun dem Sohne zu: ,, «N bessern batt' ich wohl — verruchter Schelm! als Du!"" 3» ^» Leben und leben lassen. Diese Worte bleiben ewig denkwürdig, und sicher könnte man einst einem großen und erprobten Menschenfreund nichts hö-Heros und besseres auf das Grab pflanzen , als -. Er lebte, und ließ leben. — Was hnßt demnach leben und leben lassen? Unsere Geistes; und Leibeskräfte auf verschiedene Avt anwenden; heißt leben , und den Hungrigen speisen und den Durstigen träiken, heißt leben lassen. Wollte der Himmel, daß doch einmal die Harzen derjenigen, die nur für sich leben, andere aber daneben nicht leben lassen wol? len, durch nachfolgenden biblischen Ges sstzgebunqsspruch: Du sollst dem Ochsen, der da drischt, wegen einer Kornähre nicht das Maul verbinden ,srw:icht wärom. -- Erklärung. Zur Widerlegung eines höchst ungegrün; deten Verdachtes erkläct der Unterzeichnete : 1. Daß er nie Redacteur dieses Blattes gewesen, 2. daß er bey dem, aus dem Walt? derer eindrückten Aufsatze über den Handsls stand nicl^ einmal einen con-snltativen Antheil genommen, 3. daß es mit seinem Charakter ganzlich unvereinbar ssy, über irgend eine" Stand, am allerwenigsten über den HM delsstand zu radottren. Franz Xav. Richter, ord. öffentl. Pcofessor, der Universalgeschichte«