Nr. 17. Montag/21. Jänner 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Leitung bi« »., 4 »«il?n ^ . Zustellung ins Haus nanzjähii«, 2 X. - Inltlllonönrbühr: ssür llcine Inserate »'» »» 4 geilen 5«, I,. giöherr per Zeile 1s >>; bel öfteren Wiederholungen per ^ile « t,, 1 ^ Dir «Vaibachci Zelliuig» erlchcint tässllch, mit Ausnahme der Sonn- und Anertage. Nie Administration besticket s sich ttongrehplay Nr. 2, die Medallion Dalmatmgasse Nr. lO. Sprechstunden der ulrballiu» von 8 bis l» Uhr v« U nlitlasss. Unsranlierte Vliese werden »lcht angenommen, Mannilripte nicht zurückgestellt. Amtlicher Geil. >luck3ei" ^v","?" ^^ """e in der t. t. Hof. und Staats-Il"lX ^!^^' ""b I-XVI. Stück der polnischen, das das 0IV K.,-.^i ">mäm,chen. das <^Il. Stück der italienischen, Stück !.'.. ^". böhmischen und das OV.. cvil. und l/vill. ^abre 1^'"'?"'^"' A'lögalie des Reichsgesetzblattes vom awbabetil? ^°"^ bas Titelblatt, das chronologische und Nal!^^^"'""' ^um Jahrgange 1806 der deutschen 'usgabe des Reichsaeschblattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Geil. Rußland. Aus Petersburg geht der „Pol. Korr." folgende bemerkenswerte Darstellung der ailgenblick 'chen Lage ln Nußland und ihrei' mutmaßliä)en Weiterentwicklung zui Die Ehrungen, mit welchen der Zar seineii ^ remienmnister Stolypin in ungewöhnlich rasche 'lufemanderfolge überschüttet hat Verleihung ocl ^urde emes Hofmeisters, Ernennung zum -"oichsratinltglied — find viel zu auffällig, als daß >nan sie emfach zu den in Hofregionei-, übliä^-n Neu layrs- und Festgelegei^^itSQuszeichnnngen zählen "nr,le. ^s drangt fich vielinehr die Überzeugung MN, daß der Zar vor dem gaiizen Volke seine feste Ulnremstmmumg ,nit der Politik Stolypins und dein Kabinette bekennen will. Dieser Eindruck wird durch die gleichzeitige Verleihung des M-rander ^ Wski-Ord^is an den in letzterer Zeit besonders lMUq angegriffenen, init dem Ministerpräsidenten "M verbundel,en Reichslontrollor Schwaiiebach u me^durch Guadcnbeweise an die Ntinister Kotov N.1^ "^ nstv. vechäM. Weder Preßfehde, noch ^ollsuilssunst vennögeii einen Politiker von der MYllmrten Prugung Ttolypins im geringsten von u"n als richtig erkannten Wege abzubringen, so wenig, wie da.s grauei,hafte Attentat ai,f der Apo yetennsel imstande gewesen ist, seine Haltung oder m.i Programm auch nur für die Dauer des ver M"lsvolle" Tages zu beeinflussen. Die Beharr aireu des Mnisterpräsidenten, seiiie Kmisequenz s^"u und Deiiteu wareii es aiich. die ihn ver- <., lUen, die Beibehaltung des gegenwärtigen "nmowahlgcsetzes. das in seiner überhasteten Ent- ucyung aus 3wlvginschem Geislx' mrd verworreiier Überarbeitung aus Wittescher Offizin, die Herbeiführung einer konfervativen Mehrheit geradezu ausschließt, gegen die Auffassung mehrerer seiner Mini-stertollegeii durchzusetzeu. An den Gruiidgesetzen soll ohne äußerste Notwendigkeit, mich auf die Ge-fahr einer gleich radikalen Zusammensetzung der zweiten Rcichsduma hin. nicht gerührt werden. Gleichwohl svrecl>en alle vernunftgemäßen Voraus setzungen für ein der Negiernng unvergleichlich gün stigeres Wahlergebnis für den 2. März NW?. Nur von den Verhältnissen Fernstehenden oder grnnd-sätzlich l^belwolleliden kaini deiii ^bniett Stolvpin „rückschrittliche" Tendenz nachgesagt lverdei». Das Festlmlten aii dein „hypeiliberaleii" Wahlgesehe, die getrene Einlöfulig des bei der .'oeimschi'ckling der ersteii Ncichsduma gegebeiieli Wortes für Tatsache und Tennin der Einberufung des nächsten Parla^ ments, die in der Zwischenzeit neben notwendigen Kanchfesinaßnahineii znr Abwehr der Ailarchie reWich erlassenen Neformverfügungen - auf den Gebieten des öffeiitlichen Unterrichtes, dei- Religionsfreiheit, der politischen und bürgerlichen Rechte, der Iustizgeschgebung. der Aufhebung der Zensur, der Freizügigkeit der Vcmern, der ^andver teiliing, der erweiterten Tätigkeit der Agrarbanken, die sozialpolitisäien Wohlfahrtsgesetze usw. nicht zuletzt das außerordentlich günstige Resultat des Etatjahres l9l)7, die ein hervorragen-des Verdienst des Finanzministers ,>tok'ovcev bildet, haben der Regierung in allen wohldenkenoen Hkreisen Rußlands Vertranen iind innner zilnehnienden Anhang ver sctMst. Dazu kommt die sorgfältige Vorbereitung des für die nächste Reichsduma bestimmten Arbeitsmaterials und eine Reihe weiterer freihei'tliä)er Ge-sehesvorlagen, die voir der Regierung der Beratung ltlid Entscheidung durch die Volksvertretung vorbehalten wurden. Man dai°f wohl annehmen, daß die Erwählten znr zweiten Reichsduma ails den Er-fahrnngen des ersten Versuches der Heranziehung eiues Parlmn-entes znr Leitnng der öffentlictM Angelegen heitei, Rußlands läiltenide Konsequenzen für die Selbstdisziplin ableiten werden. Die Entwicklung der Dinge für den Fall, das; diese Erwar tung enttäuscht werden sollte, kann kamn zweifel hast seiii'. der Lebeirsfadeii der zlveiten Reichsdunm dürste dann lioch beiweitem rascher als derjenige der ersten abgeschnitten werden.________________ Die Katholiken iu England. Die katholische Vereinigimg m London, ir>eicl>c sich zur Aufgabe macht, die Einigkeit und den Zn ' sammenhalt unter den Man b ens genossen z>nrch Or-Wnisierung von Pilgerfahnen, Vorlesnngen und Versammlungen aller Art zn fordern, hat in den lehtcn Tagen unter starler Beteiligung ihr Jahres-fest begangen. Bei diesem Anlasse kündigte der den Vorsitz führende Erzbischof ail, daß er folgendes Telegramm aii den Papst abgesendet lxlt: „Die ver sammelten Mitglieder der katholischen Vereinigung gestatten sich ehrerbietigst, ihrer anfrichrigen Iym-pathie mit oen Bestrebungen Eurer.«oeiligteit zur Sicherung der Interessen der zRrche in Frankreich Ausdruck zn geben nni> um Ihren apostolischen Segen zu bitten." Der Honourable Eharles Russell hob in einer Rede hervor, daß der Erz bischof von Westminster die Vereinigung zur Hilfe gerufen hat. um das neue Föderationskomitee zu bilden, dessen Aufgabe es seiii soll, die.^alholilen' Londons behufs Verteidigung katholischer Interessen im FaUl.' eines Angriffes zu gemeinsamer Aktion zu einigen. Augeiiblicklich handle es fich um die Verteidigung der katholisäien Schulen. Die Nnterrichts-Bill sei zwar lot, aber wenn oie.^atlio liken nicht organisieret, stark mW wachsam lväreu, konnte ein anderer, noch ungünstigerer Gesetzentwurf vorgelegt werden. Bisher habe es noch leine einigende Orgamfation für die Katholiken Londons gegeben, ubschon diese ül>er eine Viertel million zählen. Politische Ueberftcht. Laib ach, 19. Immer Graf i/Ufred .^heveuhüller befürwortet im „Neuen Wiener Tagblatt" den Zufammen fchlllß der Großgrundbesitzer alls Grund eines gesunden Agrarprogrannns, dem auch die kleineren Landwirte beistimmen. Ein Zusanuneil gehen mit Ungarn ans Grund eines renovierten 'Ausgleiches sei anzustreben, weil wir dadurch am besten unsere Großinachtstellimg zn lvahren imstande sind, während im gegenteiligen Falle böse Folgen für die Macht und das Ansehen der Mon archie eintreten müßten. Selbswerständlict) kann Feuilleton. . Ball. Iix'k-'^ ^"6 ^'ben. das ,ich vor unseren Augen !i.l V'l^^^^ ^'"'lt und die Sinne erfüllt- die b„ Ä n l""' '^" llx'chselnden Bilder eiiies gro-,<>. .".^ "ltrucken lins meist, lvenigslens für ^ ^^./^^^' '-tlinden, dem Getriebe lind Lärm 5" ^elt inw ilneli Ansregungeli. ^i!,^^/^'""^'' l"5 stiiiiniu,igsreici)e Kolorit für i'.^ '"' ^llschaftlicheii Stelldicheins haben <^n uh?end7"'l^^^ ^sziuiereiides. Es ist für ein do,i u imö^/ '""'^"' "" ästhetisches Empfin- nild Ä^ ' ?.^"'uber diesem Spiele von Farbe cht ^? ^''^'l' kalt zl. bleibeii diesem Getue Wohlgesalle.i. <>i.ie reine Freude dru/'!i"^ ^'" ^'"lritte einpfäiigl man den Ein-Wirrwarrs, eines berau-!l nn^ ^u^'^«"anders voii lichtender Lnft, "nd dock /. ^^""^" uu^ prl.likl)after Pracht, dem brm m ,^^"' '^'"iibaren Absichtslofigkeit in now>^- ' ulU'gen Treiben, fühlt man bald ein "nen"Nn, 5^<" "^'n Spiel der Formen, mau ^ ."l^ "i der kapriziöfeii Vewegllng, errät dilr.^i u "i deill Gcsellschaftskaleid'oskop die Figliren sich ,iach eiiier ^eiieii Nonn ordiieii, daß in deni scheinbaren Ehaos Ordnuiig ist. daß all dies einem koniplizier-teii Mechanismus gleicht, dessen bewegende kbrast die menschliäfen Leideilschafleii find. Ein großer, hübsch dekorierter Naum, nleist in gedämpften, diskreten Farben gehalteil, umzittert, nmwoben von lansend glitzernden, leuchtenden, flammenden Lichaugen, die dem Saale etlr>a.s Be nickelides verleihen. Ein Meer von Licht durchirrt und erfüllt die .halle, bncht sich cm den Wänden iino Säulen, umspielt liebkosend Blumengewinde und Rosenmäander oder verweilt in einem verträumten, vergessenen Wintel. Es huscht über manch liebliches Mädchenantlitz, läßt goldstrotzende, blinkende Uniformen, Treffen lind Orden. Bänder und Spitzen sehen, uns ein Märchen schauen, voll bezaubernder, pliantastiscl)er Schönheit. In diesem Paradies der Illusion und Erotil wiederholt sich in lni unser Leben; nur um einige Nilancen farbenreicher, um eine Oktave höher, um den Schimmer der Romantik reick^er erweist nch hier ihr Spiegelbild. Aufeinander platzende Leidensäfaften, geheimes Sehnen, verborgenes Wünschen, leises Weh und verschwiegenes Glück lver könnte die ganze Skala von Lust und Leid, Glück mrd Schmerz in ihrem intermittierenden Reiz, in ihrem ewigen Au^f uud Nieder wiedergeben, den oft fo exzentrischen Sprüngen menschlichen Wollens verstehend folgen, lver dürfte es? Lafsen sich überhaupt oft so zarte, mondäne Empfindungen, die Geheimniffe eines Menschen- ljerzens, die Heinüichkciten lmd Irrgänge unseres, Wollens unter das Prisma einer: »mchternen Betrachtung nehmen? Vermag man innere Erlebnisse, die Stimmungen und Reizungen unseres Ichs, das Wechselfieber unseres Glücks m flüchtige, banale Worte zu fassen? Wer spürt uiis den Puls an den ^apillarröhrchen unserer Leidenschaften nach. wo ist die Solide, die in die Tiefe uuferes Eigensten reichen, die Fackel, die bis auf den Grnnd unseres Selbst leuchten könme. wo unverhüllt und ohne Scham die d<'»o l,>,wnll»»" lanert und ihre Zunge blockt? Flut und Ebbe der Meuslhenbrüst, die Stürilu: uud Stillen unseres (5lemütes, die Mmpfe des Tages sie alle finden in der Ballherrlichkeit nur gebrochene Töne, abgeblaßte Farben. Ein 3tnl>e Punkt für Augenblicke, eine Stunde süßen Mukel spiels. Der zwingenden Not des Lebens entflohen, sännen wir selige Perspektiven; die Trunkenheit des Vergessens, die Träume eines ersehnten Glückes enüllen. beglücken uns. Süße. falsche Ball Herrlichkeit du! Darnwnic des Lachens und Schemens, Verzagens und Kla-gens! Ein Schweben und Gleiten, Wiegen und Dehnen, Tasten und Irren, Zielen und Streben, Schmeichln, Kosen und Girren: Silhouetten, des Fatums find's, Tricks und Mätzchen rätselhafter Äünste, Trümpfe im Spiele der Affekte. Reflexe au^ der Polyphonic des Lebens, das Rauschen der Fittige des Vogels Leidenschaft, einzelne Aus< schnitte aus der Tragödie „Mensch".-------- Laibacher Zeitung Nr. 17._________________________________________150 ____________________________ 2 l. Jänner 1907. dic Nusgleichsfrage nur mit einer endgültigen No-gulierung der Ariiieefrage in Angriff genomiiien fverden. Die „Nelie Freie Presse" veröffentlicht eine Unterredung mit dem französischen Kulturminister B riand über die im gleichen Blatte erschienelien Artikel des Herrn C o m b e s. Der Minister sagt,e, ev erkenne nicht klar den von Herrn Combes verfolgten Zweck, und seine von den Vertretern der päpstlichen Politik freudig ausgebeuteten Ausführungen erleichtern nicht die Aufgabe der französi-jchen Negierung. Wenn Herr Combes einfache Anwendung oes gemeinen Rechtes befürwortet, erfülle das Gesetz vom 2. Jänner 1!)07 diesen Wunsch vollauf. Gerade der vou Herrn (5ombes eingebrachte Gesehentwurf wich am, meisten vom Gesetze von 1W1 ab. Die von Herrn Combes vorgeschlagene Gesetzgebung entspreche nicht dem gcgenwär tigen Zustande der Geister uud Dinge und würde zu Störungen der öffentlichen Ordnung führeu. wie ' ja auch tatsächlich seine Amtsführung Unruhen in Frankreich hervorgerufen habe, während jetzt Nuhe herrscht. Offensichtlich tritt Frankreich in eine Periode kommerzieller uud industrieller Blüte ein. wie es seit langem sie nicht erlebt hat. Es ist die Pflicht der Negiernng, darüber zu wachen, das; diese Tä tigteit durch keine Unordnnng gehemmt werde. Man behauptet, Herr Combes sei für Unterhand' lungen mit dem Vatikan- er war es aber, der die diplomatischen Beziehungen abbrach und so wei teres Verhandeln unmöglich lind gefährlich machte. Der Minister schloss „Die Schwierigkeiten, die diese Situation geschaffen hatte, sind glücklich ge löst, und die Resultate, die unsere Politik gezeitigt hat, sind zu befriedigend, als dast wir nns von ihr abwenden sollten." Aus Paris wird gemeldet: In der Abresse an den Papst verweisen die Bischöfe diesen auf ihre einmütige und überzeugte Zustimmung zu seinem Urteile zum .ttnltusgesetze. Die Bischöfe pro testieren in Übereinstimmung mit dem Papste gegen die den heiligsten Rechten angetane Gewalt und m-klären, der religiöse Friede könne nur wieder her gestellt werden durch die Achtuug vor der kirchlichen Hierarchie und Unverletzlichkeit der Kirchengüter und der Freiheit. Die Bischöfe danken dein Papste für seine Lobsprüchc. die er ihnen gespendet hat. wenden sich energisch gegen die Verdächtigung, daß der Papst unter dem Einflüsse auswärtiger Mächte handle und der französische Episkopat ihm mehr aus Disziplin als aus Nberzeugung folge. Die Bi scl>öfe erklären, daft sie arbeiten nnd arbeiten werden im Pollaenusse ihrer Freiheit. Zum Schlüsse geloben die Bischöfe, dein Vaterlande alle mit dem Glauben und der Ehre vereinbarlichen Opfer bringen zu wollen. Die in der Londoner Presse veranstaltete Volts Abstimmung über das F r a u e n st i m m rechtin Englandist unter den sogenannten arbeitenden Klassen noch weit ungünstiger ausgefallen, als in den besser gestellten bürgerliäM Schichten der Bevölkerung. Das Großbürgertum verhielt sich schroff ablehnend, das Kleinbürgertum ill seiner großen Mehrheit gleichgültig. Aber selbst diejenigen Distrikte, die am meisten im Banne der Arbeiter organisation stehen und für streng sozialdemokra-tisch gelten, zeigten sich ablehnend. Von den Abstimmenden gaben nur w Prozent ihre Zettel zugunsten des Frauenstimmrechtes ab. Und 4 Prozent waren für die Gewährung desselben an verheiratete Frauen allein. Tagesneuigteiten. (T e r F ilch 5 « l, der Wieg e.) Bei einer Jagt» des Herzogs von Vcanfort waren Reiter und Meute einem Fuchs dicht auf der Fährte. Plötzlich bog diese scharf ab und führte in den Garteil eines Landhauses, die Hunde hinter dein Fuchs her, direkt in das Hau5 hinein. In Todesangst stand da eine bleiche junge Frau, ihren Säugling fest an sich gc° drückt, in der Mitte des Zimmero, während 18 Hunde bald ein wütendes Konzert an der Wiege des Kindes anstimmten. Der Fuchs lag darin und kroch immer tiefer in die Decken hinein. Die Fran hatte gerade noch Zeit gehabt, das Kind aus dein Berte zu reißen. Es blieb nichts anderes übria, als die Wiege init Inhalt ins Freie zu befördern, !,!?,) (Die G i f t ni ische r i n ans Liebe.) Vl.ni seiner Frau aus Liebe vergiftet nnd ins Jenseits befördert zu werden, diesem Schicksal ist, wie ans Brüssel berichtet wird, dort ein Maler mit knapper Not entgangen. Er ist mit einer Sängerin verheiratet, aber beider Ehe war in letzter Zeit keine glückliche mehr, und der Mann hatte sich entschlossen, die Scheidung nachzusuchen. Selbst die gemeinsame Zärtlichkeit für ein ihrem Bunde entsprossenes Kind von wenigen Jahren vermochte die häusliche Ein-lrucht nicht mohr Herzustellen. Seit mehreren Tagen beniertte nun dcr Maler, daß er regelmäßig nach den Mahlzeiten starte Magenbeschwerden empfand; es regte sich ein Verdacht in ihm, und er setzte üaher das ihm von seiner Frau bereitete Essen eineul Hunde vor. Alsbald krümmte sich der Hund unter sichtbaren starken Schmerzen. Jetzt nahm der Maler das Dienstmädchen ins Gebet, und dieses gestand, daß die Frau täglich ein Pulver den Speisen beimische. Damit stand für den Mann die Überzeugung fest, daß sich seine Gattin seiner dnrch Gift elitledigen wolle, und schleunigst benachrichtigte er die Polizei, Die traf denn auch ein und begann ein strenges Ver hör mit der vermeintlichen Mörderin. Doch dcw Er-geMis war ein anderes, als man erwartet hatte. Madame gestand unter Tränen ein, besagtes Pulver bcniitzt zn haben, erklärte aber anf durchaus glaub» hafte Weise, es fei ein ihr von einem Apotheker empfohlenes Geheimmittel gelvcsen, dos die MM besitz, ihr die verlorene Liebe ihres Gatten wieder^ zl<.gewinncn, ivenn er es zu sich nehme. Unter diesen Umständen blieb die arme Frau natürlich auf freiem Fuße. Dagegen dürfte sich der sonderbare Heilkünstler, der sich ihre Leichtgläubigkeit zunutze machte. de.m° nächst vor Gericht zu verantworten haben. — (Die Ratte,) Ein Vorfall von überwäl tigeuder Komik ereignete sich diefertage gelegentlich einer Hochzeitsfcier in einem, Dorfe des unteren Werratals. Die Musik spielte gerade einen der schön slen Walzer und das junge Ehepaar schwenkte im Kreise herum, auch die noch rüstigen Schwiegei-eltern wagten ein Tänzchen. Nur zwei dcs Tanzes noch unkundige Mädchen saßen anf der an der Wand sich Hinzichenden Bank; da sahen die beiden unbewußt zur Erde und ^ o Schrecken! Eiu haariges Etwas guckte zwei Finger lang unter der Bank herbor. Eine Natte! Eine Natte! gellte es aus leider Mnnde und eiligst flüchteten sie auf den Tisch. Gerade als habe der Blitz eingeschlagen, so zündeten diese Worte. Der Trom Peter hörte mit einem schrillen Mißtonc au.f und der Klarinettist gab nur noch einen aniekenden Ton von sich. Alle Tänzerinnen suchten schnell das Freie zn gewinnen; cine dralle Kellnerin, die gerade mit einer nenen Ladung ankam, ließ die Gläser mit einem grellen Schrei fallen. Nur die Männer bewahrten ihre Fassung, ergriffen einige Stöcke und hieben auf das Schwänzchen ein. Da die vermeintliche Natte keine Bewegung machte, wurde man kühner, drehte die Stöcke um, und zum Vorscheine kam ein Haarzopf, den eine der Schönen beim Tanze, verloren hat^. Mit Siegesgehcul wnrde die Trophäe an dcn Krön lenchter gehängt. Die Mehrzahl der in den Saal zurückkehrenden Damen griff bei diesem Anblicke un willkürlich nach dem eigenen Haarschopf. um zu erforschen, ob dieser noch angewachsen sei. - - (Ein gut e s Gedächtnis) Leo Elm-etie erzählt in dem eben erschieneilen dritten Bande feilier fra,nzösischen Literatnrgeschichtc folgende Anekdote, die für das eminente Gedächtnis des Pariser Bühnen leiters Lamotte ein Zeugnis ablegt! „Ein iniiger Autor las Lamotte in Gegenwart mehrerer Personen eine neue Tragödie vor, Als der Dichter geendet hatte, sagte Lamotte: ,Ihr Stück ist sehr hübsch, cs wird sicher Erfolg haben. Schade nur, daß die schönste Szene gestohlen ist. Sie stammt ans einem Stück, das ich iil- nnd mlswendig kenne/ Der Dichter suchte sich zu rechtfertigen. Aber Lamotte schnitt ihm das Wort ab. ,Soll ich es Ihnen beweisen?' und er revoltierte die ganze, Szene des l, Aktes ohne zn stockeil, trug er sie mit einer Verve bor. als ob er selbst der Ver fasser wäre. Die Anivesenden wußten nicht, was sie von diesem seltsamen Vorfall zu denken hatten, und der Dichter felbst war so bestürzt, daß ei- volllonmien seine Fassung verlor. Nachdem Lainotte sich eine Weile über die allgemeine Verwirrung amüsiert hatte, sagte er läcl)clnd: .Na, es ist schon gut. Diese Szene ist von Ihnen, wie das ganze Stück. Aber sie schien mir so schön und rührend, daß ich sie im Gedächtnis behielt'." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Silvesternacht in der Boßhütte. Von A. C. lFortjehMlg.) Es ist nrrate kein Segenswunsch, mit den der Getroffene seine Expedition „durch Nacht und Eis" unternimmt. Eine Leiter bringt ihn ans dos Daches Zierliche, neckische Frau, Circeu und Sirenen spielen darin, und Männerschritte nnd -Leidenschaf, ten schreiten über die Bühne. Die Passate und Wir bcln der Affekte brechen sich an den Felsen der Unschuld. Und die Sünde schleicht geheimen Weg. — Koketterie und Pikanterie. Witz. Geist und Humor, Flirt und Spiel, Übermut und Frohsinn-Eleganz und Schönheit sind die Marke dieser Feste.-------- Auf dem spiegelglatten Parkett oer Konve^ nienz, in diesem Triumph der Form. kami man nichtsdestoweniger einsam oder zweisam glücklich s<>in, geheime Botschaft vernehmen, in der Flucht vor sich selbst etwas wie ein Schicksal oder eine glückliche Fügung erleben. Neues Leben, neues Strömen. Ein Stück Sonnengold, die Wärine, das Frühlingsfrische, dieses „Krongut der Jugend" kann ihm zuteil werden. — — Unter all dem geschwätzigen Lärm kann ihm die prachtvolle Echwermnt der Melancholie, die Idylle eines süßen Friedens werden, oder- mögen ihn auch die Wildwässer der Leidenschaft nber^ sluteu uud mitreißen , .. In einem herzigen Plaudereckchen. wohin nur dumpf, schwach die Musik herübcrtönte und ver steckte Glühbirnen aus Blumengirlanden hervor-lugteu, sah mich cin liebes Menschenkindchen m,t seinen Nixenaugen fragend an. Diese Augen sprachen. — Und leise, leise erklang um uns eine geheime Weise. Es klang wie ein Hohelied der Liebe, wie ein Eanltnm der Schönheit. Anbetend sank ich vor ibr hin. Da habe ich sie geküßt. <' ^ ^ Unrecht Gut. Roman von V. Voroutz. (44. Fortsetzung.) (Nachdruck vtrbottn.1 Hch vorstand nur einzelne Worte dLs Barons, aber immerhin genug, nm zu erraten, daß von unserem Vater die Rede war. ,Das alles kümmert mich sehr wenig', wurde der Sprechende plötzlich von dem Oheim mit eisiger Rlchc unterbrochen. .Paul war tot fitr mich. lanlie bevor er wirklich starb. Ob er früher Geld besessen und anf welche Weise er es erwarb und verloren hat. geht mich nichts an.' .Vielleicht wäre ich doch imstande. Ihnen einiges mitzuteilen, Was Ihr Interesse erregen könnte', bemerkte Noisenil, ^ .Da irren Sie!' lautete die schroffe Erwicernng. .Ich verbot sogar meinen Familienangehörigen, des Ver. storvenen zu erwähnen, und wünsche mithin auch dnrch keinen Fremden an ihn erinnert zn werden,' .Dennoch bitte ich. mir Gehör zu schenken und Vor^ legung der Kopie eines Schriftstückes, dessen Original sich in meinen Händen befindet, zn gestatten. Wenn Sie erlauben III diesem Momente hörte ich einen Stuhl rücken. Der Oheim mußte aufgestanden sein und sagte jetzt mit jenem befchlshabcrisclien Ton, dessen er sich, wie UN5 allen bekannt ist, sehr häufig zn bedienen Pflegt: /Sie haben meine Willensäußerung vernommen. Ich ersuche Sie hiemit ausdrücklich, mich mit dieser Sache, welche keinen Wert für mich hat. nicht mehr zu be^ helligen.' Wollen Sie doch noch erst Einsicht nehmen ' Ich hörte Papiere rascheln, ,Neill! Vehalten Sie Ihre Geheimnisse für sich oder machen Sie den Ihnen beliebigen Gebrauch davon, mein ,'?>err. Was mich betrifft meine Zeit ist von wichtigern, Dingen in Anspruch aenommen und ich nmß Sie zu meinem Bedauern höflichst ersuchen, mich jetzt zu verlassen.' ,Ganz nach Wunsch, Herr Kommerzienrat!' Ah hörte oas Wegrücken eines zloeiten Stuhles, entfernte mich eiligst, kam des erlebten Fiaskos scheint er a-uf bch feren Erfolg zu hoffen. Nun? Was ist deine Meinung über diese Anaeleaercheit und inas rät tzfr dein scharfer Verstand?" „Meine Meinung willst dn lvissen? Ich sprach sie ja vorhin schon ans, als ich Noiseuil einen Schurken nannte, ivclche Ansicht dn ohne weiteres gelten ließest. Er hatte von Madeleine Francois erfahren, daß hier nahe Verwandte Jean Vumeans oder vielmehr Paul HnberS in gesicherten Verhältnissen und hochgeachteter Stellung leben nnd hofft nun, Geld aus angedrohten Enthüllungen, lx'treffend das Vorleben und das Enoe unseres unglücklichen Vaters, schlaaen zu können, irrt sich jedoch, wie dn selbst heilte erfuhrst. Der.ttommer zienrat wies den Zudringliclien kalt nnd kurz ab, wie es sich gebührte. Unser Oheim ist ein Ehremnmm! Das darf ich mit nm so größerem Rechte behaupten, als ich ihn. wie dn wohl wissen wirst, nicht liebe," Ein häßlicher, zmüscher Ausdnlck entstellte Jeans hübsches Gesicht, als er erwiderte! ..Den Oheim liebst di« nicht, davon bin ich allerdings überzeugt, aber etwas weniger gleichgültig dürfte dir nnser Vetter (Hnido sein." Laibacher Zeitung Nr. 17. 151 21. Jänner 1907. Zinnen und imn sitzt er oben als der sich nicht zu l^lfen wissende Greis, denn eisig gefroren ist der ^ kleinsten Fugen dringende Wä>m ^""' "ud, Uud da.uit die so totbar. 5"^' "cht in deu Dachraun, entflieht, verbarrika W'I «"^ ^ ^" '"" Matratzeu, Dann werden nseie Nucklacke entleert, damit man einen überblick uooi all dle Herrlichkeiten gewinnen taun uud eine ^u mnmemtellung ,,, Progran,»ues für das Fest^ '"ahl^ leichter möglich ist, .. ?."äwischcu wird ein kleiner Tanueubaum vor o .vutte oer unbar.nherzigen Art überliefert, denn wn wollen neben der Silvesterfeier auch ein kleines ^mmenbaimlchen erglänzen lassen U'n j.doch unsereu Hunger uud Durst zu ftilten, äm^"?^/''' ^'^'' 2tiickchen Geduld dazu, da ^U'che e,te „w,e flüssige Vorräte in unsereu Ruck wn>n^' ^" """"' ^^'b"lb werden sie u,n den ck n^'^'^7 ^lou gruppiert, was unseren ck n /" ''' '"^" ""'""' V"zwciflung bringt, denn M n.n^!">"^'' ."" unseren zum Trocknen w 'Nuuuteu 5il<',duugsstücken verhängt ^augiam nähert sich die Zeit der Iahrwende uud ^ ,."!> r" "^' ^^l zn tu», nul den Tpeisetisch fiir aa.. ^swuch! (;;„,^ch ,„^ M^f^„„i lier zurichwu. Uuterdesseu füm.» unr m adn'echfluugsreicher ^ cheufolg, Tee, Punsch und Glühwein unsers Uaw7"7'' "7"' '!!' ^no Batterie von M'in-^ sch< d^. . '" '" wurdevoller Steifheit auf dem ^ ^ d.nmw, auch ^olck)e. deren Stöpsel zur zwölf-'''" "ül "räch ins neu. Jahr ^ Eln- nn ^'^'"'na ües Festschinausos, dem wir alle n ' !?n!' '"?,^" Weihnachtsbaum augezüudet !R)7' ' ^'^ ^ t'azu bereitgestellte Necker. deck.^Ü^i?' ^"' die Stöpsel an die Stube», 0 ,- ' ^'"^'' ^^".neuder Tropfeu perlt iu den Mnn. E,n gar feierlicher Augeublick ist es, als wir ^>'l ^^rgsrennd^ die wir dem Strudel und dem Gewühle des Tanzbodens der Stadt ausgeloicheu, hier iu der stillen Alpenhütte, uns die Hände reichen zum Zeichen der Freundsä>aft uud 5la'meradschaft, ,, Und treu wie da« Grün de5 vor un5 aufgesiellttn leuchtenden Tauuenbälnncheus wollen auch wir in» Her,)l'u ol(ibeu unserer prächtigen Mpenwolt dac' ist nnser gegenseitiger Wuusch uud unser Gelövuiv! Beim abgedrehten Lainpenlichte, nur bestrahlt von l>en flackernden.«»ierzchen des Weihnachtsbanmes, si^en lvir still, denn jeder geht seinen Gcdauteu nach. Solche Augenblicke erweckeu Gcfiihle, die einem warm ums Herz und feucht nms Auge niachen liebe EriuuerAUgcu steige»! ca empvr, (5riuneruugeu au vergangene traute Ttnndcn nud was wird die Zutnnfl bringen? Ta5 ist gewis; aller Gedaut'e. Wieder erklingen die Gläser . . . ^'5 leve die Treue, die Freulldschafl hoch, W schallt o? von Muude zu Munde: sie reichen die Hand sich u,nd l>erz!icher Grns; uud leereu das Glas bis zum Grunde. (Fortschuug folgt.) (M il »lär i>sche s.) C»!»annl lverdell: zun» Assistenzärzten im nichtaktiven Stailde oer Assistenzarzt Stellvertreter dev nichlattiveil Stander. Doktor der gesainten Heilluude Iat^b 5< ö g l des ^audiveiir iufa'nterieregilnents Mageufurt Nr. ^! zuui provi-sorischen Landivehrbezirksfeldlvebel, beziehungsweise zuiu Landesschützeu-Vezirksoberjäger die Nechnungö-unterosfiziere Johann G r o sj I des ^anowehrinsa^ terieregiinento ^llagenfurt ^ir. l beini Laudesschüyen regiineni Trient Nr. l, nnd Josef Tuzar oc5 In-fanterieregiments Nr. ^>7 beim Laudwehrinfanterie regiment Pola Nr. 5. Transferiert werden der Haupt mann erster blasse Hermann Mayer oom ^and-wehrinjfanteriereginlent Zloezow Nr. 35 zum Land-lvehrinfanterieregiment,^'lageilfurt Nr. 4, der Hauptmann zweiter blasse Nichard Cblapck vom Land-lvchrinfmiterieregiment >i'lagenfnrt )ir, 1 znm Üand wehrlnfa»lterieregimenl Troppan Nr. l5>, der Ober leutuant Arnold Hall e r vo»l i)taiteubuch, über-komplett im Infanterieregiment Nr. ^7, von der Mi-litär-Unterrealschule in Kismarron in oen Präsenz swud des genannten Regiments, der Artilleriezengs> osfizial zNx'iter blaffe Alois G i l g vom Artillerie-zeugsdcpot in Pola zu jenem in Graz, der Militär meditmneutenoffizial erster Ulasse Albrecht Holler von der Mlitärmeditameittendirektiou zur Apotheke des Garuisonsspital? ^cr. 7 in Graz. Mit Wartegebühr wird beurlaubt der Oberleutnantrechnungsführer Josef Kallin g e r des Infanterieregiments Nr. 27, zugeteilt der Verwaltungskommission der 'l. Gebirgsbrigade ' dir! Du warst mir »i^ '""" 6reuud, Stiche uud Hüter/' "^ch will es dir jeht seiu!" M/in''^''/" '"'^' """ Werlze.lg deiner medrige» »nickV '!^" "'^'^' """' I^"u, so tief lasse ich nefib, '""-. '"' """ hinabzieheu. Wie lm'nig Ehr- NUN mum du besitzeu, das; es dir nicht als der Gipfel Intri^. !''"!'^" "schei"t, ».ich in ein verächtliches ^" ""wickeln, uin den Manu zu stiirzeu, rrchtlm.', > ^'"' " ""t>a»,len. u>euu wir u«l)t zu ""' ^'"ls"'M< verleugueten Vagabun« U'ld dich auf ' " ^^'^^t dll. die Sache uinzndreheu ^sei^ten Stm,^'""^ ^"' lueinigen ganz entgegen- llnfe^< ü. '^ ^" ^'llen." "nd zartaefii!!/'! ."' ''^'' ^^^ ",as sich n»il Ehr-.der N! "'"'""' geheu allerdings weit aus-^ckuug »uei. Gl.^ "" Geheimnis, von dessen Ent-'" l",nte ch n ^ ^" '""" ^'u abhängen würde, -">l"' ^rsa^ss '^" cntschlieszen, lauscheud vor ll'l'Nich d"^^''^'''^ stel^ Pfui! Das ist "'^ ^u hören, das; num sic W Nlhig dulden Ü"c '" ^''""' Skandal herbeizuführeu. übervorteilt ? '""" '^' beraubt, iu jeder Weise '""" oen V.ii7l s '^' """' ^"' Wohltaten rühntt. die uomenen "'^''«t haben will? Hn. ha, ha! Sehr naiv, meine liebe Schwester oder viel leicht weniger da5 als eigensüchtig. Du lebst ja iu der schönen Hoffnung, Consin Guido werde dich, den Widersland deo Vaters ritterlich besiegend, heimführen. Wcuu du dich da nur nicht irrst! „Keiu beschimpfendes Wort über ihn!" „O Gott. nein! Ich bin schon demütigst und er gebeust mäuschenstill. Natürlich, als Schwiegertochter dec? >lo,nmerzienrale5 heimsest du ja alle-5 wieder ein, um was die Waise Panl Huberc, gebracht wurde, nnd bist vollauf entschädigt. Dein minder vom Schicksal begüustigle» Ärnder mag dauu scheu, wo er bleibt und wie er sich durchschlägt. Nicht wahr, so denkst on V v>ch erlanbe niir jedoch, die Angelegeubeit vo>» einem wesentlich anderen Gesichtspuutte a!U.s zll betrachte!» uud biu durchaus nicht willens, so ohne weiteres auf eine mögliche Verbesserung meiner !^cM' zu verzichten. Ich will »niesen, was aus dem Geloe deo Vaters, also au5 dem mir zutommeuöen Erbe, geworden und in wessen Hände c>s gefallen ist, uud werde nicht ruhen, bis ich das erfahren habe. Das ist mein gutes Recht der Selbsthilfe, bei dessen Ausübung on mich erfolge reich nnlerstützen könntest und e5 in deinem eigene». Interesse solltest." „Da» lehne ich entschieden ab und warne dich ausdrücklich, mit jenem Menschen etwa gememschaft lich vorzugehen und deine Stellung zu mißbrauchen. Meine Äugen werden offen sein und ihr Vlick ist scharf. Sri überzeugt: verbreitest dn unehrenhafte Gerüchte über uusereu Wohltäter oder bemerkte ich irgeud etwas deinerseits, was sich nicht mit meinen Negriffen von loyaler Handlungsweise verträgt, so werde ich es als Pflicht betrachteu weuu wir auch Geschwister sind dem Oheim meine Wahrnehmungen nicht zu verschwoisseu." (Fortsetzung folgt.) (Nachsicht der Todesstrafe.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Alois Auftevc oie Todes' strafe, die über ihn wegen Crmorduug der Agnes Mlakar auf dem Kaibacher Felde sowie wegen Über tretuug des Diebstahles verhängt wurde, nachgesehen. Der Oberste Gerichts- und Kassatioushos hat nun über Nupevc die Strafe des schweren Kerkers iu der Dauer von 20 Jahren, ergänzt mit eiuer Dunkelhaft in jedem Vierteljahre sowie mit einsamer Absperrung in dunkler Zelle und hartem Lager und Falsten am 1. September jeden Jalires. zn verhängen befunden. I. — (V e r ü n d e r n n g e n im Fiua >» zdi e n st e. > Der jüngst zunl Hauptsteuere^nuehmer ertlaunte H^-rr Lorenz Verbi 5 wurde von Vischoflack nach Stein versetzt. Weiters wurden versetzt! Steuereinnehmer Johann Mu 5 i <"- voi^ Stein nach Vischoflack, die Steneranitskontrollore Jakob Droll von Egg nach Adelsberg und Josef Ahli n vou Stein nach Rad-mannsdorf, die Steueramtsadjuukteu Antou Ada-m i 5- von Laibach nach Reifnitz nnd Ludwig Je s-.^ n i k von Tschernembl nach Radmann^oors. der pro' viforische Steueramtsadjuutt Franz Prezelj voin Slouerreferate in Gurtfeld zun» Steuerreferate in Tfchernembl und der provisorische Steueramtsadiuukt Frau', Ienk o vom Steueramte iu Reifuik znm Steuerreserate in Gnrtfeld. Zur Dienstleistung wnr den zugeiuiesen! die Steuereinnehmer Alois Pod b o j dem Steneramte in Illvrisch-Feistritz und Gott fried Zazula dem Steneramte iu Littai, die Steueramt^koutrollore Antou K r i 5 m a n dem Hauptsteueramte in Stein, Raimund L e v st e k dem Stoueramte in Zirkuitz, Alois Klofuta'r denk Tteuerauite iu Krouau nnd Peter P ovk als Steuer amtsosfizial den» Sleneral»»te iu Gros',laschik, Steuer anttooffizial Er>»ft >t o b l e r dein Steueramte in Egg, die Steneramtvadjunlteu Wilhelm P r a p r o t n i t' dem Steueramte iu Krouau, Johann K i I a r dein Etenera»»lte in Reifnitz und Rudolf Primec den» Gebührenbemessnligsamle in LaibM. Anslnlfsdiener Aloio F e r a n t wurde zum Amtodiener ernannt unt» gleichzeitig dem Stenerantte in Mottling znr Dienst leistnng zugewiesen. -- (V erIeih u n g v o n >l onzesiion 5 trafiken.) Einer Knudmachuug dor k. k. Finanz direction für Krnin zufolge hat das Finanzmini' steriuni ausgesprochen, daf; Äedienslete der f. f. öfter^ reichiMn Staatsbahnen, insoweit es sich un« die Ver-leihuug von K^onzessions Tabaktrafiken bandelt, als „Staatobedienstete iin weitereu Siuue i>e5 Wortes" gvluäß § 27 des Trafitlxsetzungsnormales vo>u 22. März l89!) zn behandeln sind. < Der er st e S P a t e n st i ch a u f d e r n e n e n Ä a h n st r eck e K r ainb u r g N e n -marltl.) Der 17. Jänner d. I. darf in kultureller Hinsicht nnter die wichtigsten Tage in der Lokal geschichte der Stadt Krainburg »lud Umgebung gerech net lvrrdcn. Al» demselben Tage wurden auf der zu ^r bauenden Strecke der Lokalbahn Kraiuburg-Nenmart'tl die ersten Spatenstiche geführt, was in aller Stille gefchah. Mit der Arbeit begann mau in der nächsten Nabe des Dorfe« Strn/.evo bei Krainburg am linlen Saveufer. Vorerst muszte der Schnee weggeschaufelt und dao dort befindliche Gebüfch weggeräumt werden, damit die Vorarbeiten für die Herstellung des dritten Pfeilers (vom rechte» Saveufer aus gerechnet) der ueuen Vahubrücke über deu Savefluß iu Angriff ge uommeu u.'eri>en konnten. Der erste Versuch kann nicht geradezu al-5 günstig bezeichnet werden, dn es sich her ausstellte, das; da5 Erdreich tief hinein aus äuge schwemmten», düuuem Sand besteht; es wird alier solauge gcgrabeu werden müssen, bis man zn festen, für das zu erbauende Mauerwerk günstigen Schichteil gelangt. Die Eckmauer der uenen Ärücke am rechton Saveufer wird knapv am Flußbette aufgeführt wer deu. der erste Pfeiler wird in der Mitte des heutigen Savebettes, der zweite gerade am linken Saveufer, dor dritte 42 Meter entfernt von» zweiten und di,e links seilige Eckmaner wieder t2 Meter lveiter vom dritten Pfeiler stehen. Am ersten Tage gab es zahlreiche '^u schauer, welche die Vorarbeiten mit Interesse verfolg ten. Wie mau vernimmt, wollen die Nesihcr von Stru/.evo an das k. k. Eiseubahnministerium mit der Vitte herantreten, daß im Dorfe Stru/evo eine bisher nicht proiektierte Haltestelle errichtet würde, wodnrch den Bewohner» von Strn5evo nnd von Krainburg (besondliö Ausflügler»,) gedient wäre. sV e r e i u s lv e s e u.) Das k. k. Laudespräsi-diunl für Krain hat die Vildung des Vereines,, Ooli-lx'lio n !^!>ljl^ilu»lvi <»kl uj Musikverein, für den Laibacher Äezirk" tmt dom Sitze in Laibach, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Siune des Vercinsgesetzes zur Kenntnis genommen Der Verein hat den Hveck, die Wahrung und Förderung der gei° stigen und »laterielleu Interessen seiner Mitglieder Laiiocher geiwn« Nr. 17,___________ 152 2l 3«»«« ,«,7 durch jedes gesetzliche Mittel, mit Ausschluß der Behandlung aller politischen und religiösen Frayen zu erreicl>en, insbesondere durch Pflege der Musik und des Gesanges, eventuell durch ErrMung eines Ver-einsorchesters oder eines Vereinscl)ores, durch Ertei-lung von Unterricht, Veranstaltung von Versammlungen, Vorträgen und Vorlesungen über musitalische, wissenschaftlich und technisck)« Gegenstände, durch Anlage eine5' Aratar (Obmann), Josef Ogri?, (Kassier), Franz Verbiö, Franz Buöar sen., Ivan Zajec, Ivan Kni-derßiö, Franz Vuöar iun. und Franz Pezdir, Iosefine Luknar (Obmännin), Ivana Kosec, Agnes Zupan, Maria Götz, Aloisia Zdeßar, Auna öcönooar und Antunia Hoöevar. Der vorzügliche Besuch ist um so mehr zu begrüßen, als der Reinertrag dein Kranken^ nuterstützungsfonde zibgeführt werten, soll, der eine segensreiche Tätigkeit entfaltet und, loie man uns mitteilt, im verlaufenen Jahre über 6400 X lru Unterstützungen verausgabte. "* (Mäuuerortsgrupp.e.Üllibüch des Vereines „S ü d m a r k.") Am 18. d. M. fand in, Kasino die Icil die Ortsgruppen zn lueit entfernt voneinander liegen. Schriftführer Herr Paul E b n e r verlas die Verhandlnngsfchrift der letzten Hauptversammlung und erstattete den Tätigkeitsbericht über dos vergangene Vereinsjahr. Zahlmeister Herr Joses s'crne trug den Rechnnngsabschlnß und Säckelbericht vor. Beiden Berichten ist im wesentlicl>en zu entnehmen: Die Ortsgruppe Laibach ist unter den bestehenden 288 Ortsgrnppen die 25. und zählt heute 381 Mitglieder. Der Vorstand hielt im abgelaufenen Jahre 12 Sitzungen ab uud erledigte l22 Geschäfts° stücke. An Mitglieidsbeitmgen, Sammelgeldern, Spen den und Südmark^Verlaufsssegenständen gingen 960 X 53 li ein, die Verwaltungskosten betrugen 43 X 58 1l und der Säckelrest von 916 X 95 I» wurde au die Hauptleitung abgesührt. T^r dentsäfe Bürgerhort (Darlehens- und Hilfsfond) hatte 9680 X 37 k. Einnah meli, von denen or 5984 X als Darlehel,, 880 X 70 n als Unterstützungen an 13 Parteien hinausgab. Die VerNmltungskosten betnigen W X 52 n, sonach besteht ein Säckelrest von 2755 X 15 1». Dor deutsche Ingen ohort hat durch Zuweisung von. Liebesgaben durch 38 Wohltäter l805 X 96 n aufgebracht nnd wurden davon an 42 Schiller (Mittel, gewerb-liäie FaÄi', Volksschiiler und Lehramtskandidaten) 1762 X 6 d hinausgegebeu, darunter Monatsunter» stützungen von 4 X bis 30 X. Endlich gelang es dem Vorstande, in mehreren Fällen Arbeit, Stellen, Geschäfte uud Darlehen zu vermitteln, Kleider und Bücher an bedürftige Deutsche zu spenden. Seit 1898 stellt die Hauptleitung der Ortsgruppe die gesamten Einnahmen des jeweilig abgelaufenen Jahres und zehn Prozent des laufenden innerhalb des Wirkungskreises der Ortsgruppe zur freien Verfügung. Namens der Rechnungsprüfer berichtete Herr Alexander G r u -b e r, daß die Revision der Bücher den besten Erfolg ergeben hatte. Al5 Obmann des Kalendcrausschusses berichtete Herr Dr. A mV rositsch über den Vertrieb und Erfolg des Deutschen Kalenders für Kram und Küstenland. Anregungen einzelner Mitglieder wurden dem Ausschusse zur Würdigung empfohlen, ferner lvegen Deckuug des Abganges Beschluß gefaßt. Dem Ausschusse, namentlich aber dem Obmaune Dr. B i n-d e r, dem Zahlmeister Josef <' e r n e und dem Schriftführer Paul Ebne r wnrde der Dank durch Erheben von den Sitzen zum Ausdrucke gebracht. In gleicher Weise dankte die Versammlung der Krainischen Spar° kasse. Der bisherige Voi-stand, bestehend aus den Her-ren: Dr. I. I. Binder, Obmann, Dr. Ferdinand Eg er, 1. Obmannstellverrreter, Johannes Som-n i tz, 2. Obmannstellvertreter, P. E b n e r, 1. Schriftführer, Joses Oerne, 1. Zahlmeister, Alexander Gruber, 2. Zahlmeister, wnrde mit Akklamation wiedergewählt. Herr Hans Hecking wurde zum 2, Schriftführer neugewählt. - (Auf dein städtischen Eiöl aufplatze) herrscht seit Beginn der Eislaufsaison ein fröhliclies Treiben. Jung und alt erfreut sich der Annehmlich-keiten des gesunden und unterhaltenden Sportes, wozu auch jedenfalls das günstige Wetter das scinige beiträgt. Die Eisfläche ist derzeit spiegelglatt unö es wird auf eine genaue Befolgung der in beiden Landes« sprachen kundgemachten Eislaufordnnng geseheu. Des Abends erstrahlt der Eislaufplatz im Glänze des elcktrisckien Lichtes. Für leiblich Stärkung ist in dem im Garderobepavillon befindlichen Vüsett vorgesorgt, oas vom Restaurateur des Schweizerhauses, Herrn Ken da, in tadelloser Weise geführt wird. Zur Unterhaltnng traget, auch wesentlich die an Sonn« tagen und Donnerstagen aus dem Eislaufplatze statt» findenden Konzerte der Laiback^r Vereinskapelle bei. die sich allgemeiln'r Beliebtheit erfreuen. Damit auch der Faschingsstimmung Rechnung gerrageu wird, findet den nächsten Mittwoch abends auf dem Eislaufplatze ein Kostümfest statt, das, nach den Vorbereitungen zu fchließen, einen animierten Verlauf und einen zahlreichen Besnch zu gewärtigen hat. Der Beginn des Festes ist auf 6 Uhr abends festgesetzt. Eiutrittskarten zu 80 k sind an der Tageskasse erhältlich. Voraussichtlich ist uoch eine längere Reihe von Schleiftagen zu gewärtigen. Es sind daher alle Nedinssungsn gegeben, daß der so gefturoe und a.nge tlchm« sowie jedermann zugängliche Eislaufsport in allen Kreisn: der Gesellschaft Anklang und Ver-breitung findet. ! -(Dekorier u n g.) Am t9. d. M. fcmd iu, Nuoolfswert die festliche Detorierung des durch das goldene Verdicnitlreuz mit der K'Nne ausgezeichneten. Herrn Bezirkskommissärs Dr. Autou Pilshofer. statt. Hiezu waren um halb 12 Uhr vormittags im Bureau des Herrn. Begirkshauptumnnes sämtliche, Beamte der Bezirkshaliptmannschaft in Gala-unisorm sowie das Kanzleipersonale in festlicher Zivil kleidun g erschienen. Herr Bezirkshauptinnnn Freilierr von Rechbach richtete an Herrn Dr, Pilshofer eii^e herz liche Anspraclie und wiinschte ihm im NamM. der Vrschieneiwl,, daß er dr Ende fand. ^ (Wasserversorgung für Rad m,a nn,s-dorf u n d U m gebn n g ) Das Projekt der Er-richtnng eine.r Wasserleitung für die Stadt Rad-mannsdorf sowie für Lees und Vigaun geht nun^ seiner VeNvirklichung ent^gen. Am »vergangenen, Montag fand in Nadmannsdorf eine iyersainmlung'! sälntliclM Vertreter der interessierten Gemeinden statt, nm bezüglich des vmn trainischeu Landesaus-schusse in Vorschlag gebrachten Entwurfes, betreffende eas Wasserll,itungSprojekt schlüssig zn werden. An dei" Beratung beteiligte sich auch Herr Bezirkshauptmann v. Detela. Die in Vorschlag gebrachten NestiM' mungen wurden einstimmig angenommen und kön» nen die Bauarbeiteu nuinnehr sofurt ausgeschriebei^ lverden. Die Gesaintkosten des Unternehinens sind mit 169.000 X präliminiert: hievon entfallen 67,600 X auf den staatlichen Meliorationsfond, l2.250 X auf den krainischcn Landcsfond und 59.150 K auf dijk» interessierten Genleinden, bezw. Ortschaften. Auf die Stadt Nadmannsdorf allein entfallen 32.088 X, Nach den, Entwnrfe des krainisäien Landesausschusses nmssen sänitliche Vauarbeiten im Jahre 1908 voll» endet sein; die interessierten Gememdeausschüsse ab«-sprachen einmütig den Wunsch aus, daß die Wasserleitung womöglich noch heuer fertiggestellt werde. ' (Eine To des fahrt.) Samstag nachmittags brachte der 42jährige Besitzer Josef Pavliö aus Matena mit seinem Wagen den Schneider Josef Bu« sterkiö. und seine Frau bis zur Unterlrainer Maut, wo sie dann im Gasthausc (''e^novar einkehrten, Pavlie fuhr gegen 8 Uhr abends in berauschtem Zustande aus der Iggdorfer Straße Heini, es kain abeenbestände beträgt das Dop» pelte des jetzigen Holzwertes, Zwar werden wir in bezug auf Straßennmlagen uicht vergessen, wir zahlen sie doch schon' seit 50 Jahren, Und seit 35 Jahren wird kompetiert und wieder kompetiert, leider ohne Erfolg. Man kann ruhig behaupten, daß, wenn die Herstellung der Verbindung Malgern - Ebental endlich einmal durchgeführt würde, wozu ja im Jahre 1907 noch hinlänglich Zeit vorhanden wäre, die Grund-werte in i>en betreffenden Ortschaften auf das Dop- gqibad)cr cteitung 9Žr. 17. 153 21. Sännet 19O7- pelte stdegen. Die mmütwlbarc Folge davon lväre, öaß ore AusNxmöciimg unscvcr Vnu^n gcniz cmftM-t unl> viele bereits ailsgewan^rto gern zurücktohrm würden. Echliehlich ist ja der Ausbau dieser Strecke, doch kern so schwieriges Problem. Die Strecke Mal< gern°EbentaI beträgt ganze 6 Kilometer Früher tonnte man den Einwand ins Feld führen, das; die Ot-tsclMen nicht einig seien- l>eute t)errscht hinsichtlich unfern elenden <-tmwwerl)ältnisse die vollstl' über-«in2 Muultcn 29 Sekundon N Mlli.neter ^^ .v.^'^'" ^^egung 1 Stunde 25 Minuten. ^ .verddntanz wird auf -MX) >iilo,neter geschätzt. It. . ., ^"' findiger W a s e n nie i sto r > ^''echt.) ^n der lx'rflossenen Woche stand einer Ve-Ntzern^ m Etraia. Geineinde Pre^na, von ihren üre: ^chlvcmen eines uin. Zur Abholung de» .Ua^ ^u^7'.^" Wase.nneister.tnecht Ignaz Ho^. va^ aus Muhadel- loelcher der Besitzerin erMrte, daß auch d^e be.de.,, nocl, lebenden Schweine an Schweine l^ ^""^"en und daß er sowohl das mnqestan^ne, llio auch d^ z^ lebenden Tchiveine mitzunehinen yao<'. unl lehtere geteilt luerden müssen. Nach vielem Ammern übergab die Vesitzerin anch die beiden le-vender Schiveine dem Waselnneistertnechte. Dieser Moch führte sie nicht zul- Teilung, sondern ^rtaufte Nc bereits auf der ,. d. M. abends er,chien der 20 Jahre alte Taglöhner Daniel >il^nik a>^ Vlape, mit eincm gros;en .^lilchenmesser bewaffnet, m der Ortjchaft Mariaseld, erzedierte und drohte umnentllch deni Greislerc-sohne Iohaun Rant, daß cr » replci^n" müsse, und überfiel sodann ohne sede Ver° "" Mmg ,„^ ^,„ ^^f^. ^.^ ^ ^^. ^^,^.f^^, ^. mtelirenden Arbeiter Anwn Ieriha aus Mariafeld, ^ni gelang es nnr durch die rascheste Flucht, dein ine^ul zu entt'ommen und sich in der Wohnnng seiner ^^.^ verbergen. Me.^nik verfolgte den Ieriha bis c- ^urschlvelle.innuer noch das Küchenmesser in der ^aud. Weiters erzedicrte Klinik vor dem Hause des ^n/'!!^??^ ""^ drohte dessen Sohn Johann, wmauf nch letzlerer ins Haus flüchtete und dieses ab^ 6^' Zeit ging der Ken chlers ""boi. woranf ihn Kle^nit odne a^r.^/f ''" 'I'"' "iich"nnesser überfiel. Kosmlc ^ ^." "7" Holzlnüttel, stellte sich de.n Klinik A - ^n /^ ^ ^" 'bn dmmt leicht mu Kopfe, ch^m ^r "^'"'' t"" rückwärts n.it deni Kü-^ d< n ^'"'" ?"'b ^'' ^"' Kopf versehen wollte, ^n^n wionc senr Bruder Franz zu Hilfe, erfaßte o^ Klemmt und entwand ihm das Messer. --! w^o. V."^?!^ Am l^, Jänner fiel der Nacht-Nl a^^^u^^"' Danipfziegelei Franz ^o el au. Kleinbulovch, ^erichtsbezitt Illyrisch- """ Vrennofeu auf das N ''^^ "' """' Sä)ädelbruch erlitt. Zlosel tzrn >mchdem ihn. die erfte Hilfe vom Distriktsarzte Theater, Kunst und Literatur. runa ^^."^'^' Bühne.) Die zlveitc Auffüh N<^- ^ - ^"'^' "'^ schenslverten Novität ..1(X)1 ^u?lif ^"'""nnelte Samstag wieder ein zahlreiches lol^I?" "^ "^"'^ sich des gleichen, schönen Er^ "chm^ ^c)!^ ^^ ^' am'stigen Auf^ ^oll„n/ s^W', dürfteil deni hübschen, geschniack- Werk noch nianche Wiedert)olung ^' ^" ^Wwn Maler aller Zeiten, Amabl :, " .^urer, sind mit ciuor bedeutenden """» ^ "' '"'""llen Werke in den soeben erfchie^ '^^chtlich^/'n^ "" ^" ^" ^'' bekannten kunst <^samtausqn,ben' ''^'"'' "Klassiker der ^lilnst in Anstalt) vertuen ^^""sart. Deutsche Verlags-"lsgega^"s ^ Nc'fiihrt und der letzte Al> tori'ngcn boi^. 7"^'"den höchst instruktiven Erläu^ Abgabe nach 7" ^.,'" ^"l; jetzt in der «iefernngs-^lben^ m,^ > , "^"' Naffael, Rembrandt uno vorliegt- lii<" kMia> Tizian Band vollständig ^urerc. 'w ^ ^'^ ""s ein ansehnlicher Teil von leine Leb,nswerk dargeboten, der bis 15)4 st« . ^"ualde, die aus den Jahren 1495, b?iaegebem !""^'" Kupferstiche, "uiqe als Anhang Anfang der » ^"fte nnd Schulbi'lder un5 de,i üraHhisch.^s.r "" ^'- Valentin Scherer verfaßten bio° "Mfaßt Te, ^?'"' ^wleiwng über den Meister ^urer Band, dessen Vervollständigung mit deu nächsten Lieferungen zu erwarten ist, ist unter den fünf Teilen dieser ersten Serie „Klassiker der Kuust in Gesamtausgaben" nicht uur einer der reicl> haltigsten, sondern auch insofern der schönste' unt> wertvollste, als die Schn>arz-Weiß°Schöpfungen des Meisters, die in seinein ^ebenswerk den größten Raum einnehmen, naturgemäß mit besonderer Treue wiedergegeben werden tonnten rmd daher diese Ge samtausgabe in noch vollendeterer Weise als die an-deren die knnstlerijcl>e Handschrift eines der Herr-lichsteu Kleister kennen lehrt. Telegramme ills l. l. !elMphe».3mesMi!tnz-Vule«utz. Sa 1 onichi, 20. Jänner. Der Mneralinspetwr und Präsident der-mazedonischen Finanztommission, der in einer oer letzten Sitzungen auf die abnorme ^age des Kassastandes (das Defizit betrug Ende No vember a. St. 400.000 Pftlud; inzwischen hat die Pforte 5)0.(XV Pfnno geschickt) nnd anf die stete Ver-schlechternng sowie ans die Folgen ansmerksam gemacht wurde, worüber auch die fremden Delegierten ihren Regierungen berichteten, erwiderte, daß die Pforte ihr Möglichstes tue, daß aber die Sanierung der Vudgetverhältnisse von der Realisierung der >' A'ia.eu Zollerhöhung abhänge. Petersburg, 20. Iänuer. lÄestern abenid um l 7 U. F. > 742 2 ! -b 7> » j > j N 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt -40°, Normale -2 4°, vom Sonntag -2-8°, Normale -2 3°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. 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Das Sanatogen wird, wie dies aus Äußerungen und Zuschriften von namhafte» ärztlichen Autoritäten hervorgeht, überall dort unschätzbare Dienste leisten, wo eine Kräftigung des Organismus notwendig ist, insbesondere dort, wo auch das Nerveusystem in Mitleidenschaft gezogen ist. Aber auch bei allen denjenigen, die noch mitten im Kampf um den Erfolg im Leben, sei es auf wirt» schaftlichem oder wissenschaftlichem Gebiet, stehen, wird der Gebranch von Sanatogen die glücklichsten Erfolge zeitigen, da der Organismus durch das Präparat vorbeugend gestärkt und seine Widerstansfähigleit außerordentlich gesteigert wird, Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer beiliegenden Prospekt der Sanatogen - Werte Bauer V. 48, s247) nm /l.,/i» 5) Ms .,l»r,l5k ,,/ l/r/ Avnttll-Gx.?/- /.) ^IttHF/AiHl' ,/e^ ^l»^«/^tt/i«f. ^) W,ž^/ //fH H>/l«///tt/l^^. ^^) Dos/^e //e^ Aer/l/lttttssF-«o^,/,/ttHHe Def HttHH^ttH^. lsibaclm lleuttchel cmnverei«. Gut ^.H Hei!! ^ahseshauptvmammlung am !b. lännel l907 um dalb 9 Udl abensz in > D^ ^^M «U M» numorktkcN'Ntirkcllen 7eit5piegel betracnten > >M MM MM und verfolgen vill. 2er !«e Mn jilontag ^» DM WW HM WH D^^ gie neue5te /lummer 9er Mnckner Hn«!verl«lll un3 Konnement5 bei IF. v. Xiowius.^i' H rvä. Vainder^ in I.».id2.ok Xongre55platx M 2 un2 Mbalmkof Mo5ll) 5ovie in Stswdvüok, Mbalmkol Mozll)."«.)' flttibocfrer ßeitung 9ft. 17. _______ 154 21. Sann er 1907. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblattej vom 19. Jänner 1907. Die notierten Kurie verstehen stch z L°/»«. W.««tt>,(Nebr,.«ug,) per Kasse......l0l> 0l» i,») Lb »»»/,«. W. Silber (NprllHN.) per »fterr. Nente in Kronen», stfr., Kr, per Kasse . , , 4"/« S9 8b 9U-5? ^ detto per Ultimo . . 4°^ SS 35 U9üc d», Investition«. Rente, stfr.. fir, per Kasse . 3'/,"/« 89 bü 89-?.' V>l»»»»hn>zla»t»sch» 9» 20 100 20 z» »»»ut>lch»l»,lllch«ld»n«»n >»,»st»»^ll, »lsn»h»tz».AkN«n. tlijabelhV. 20« s>. KM, 5'/«"/« von 4U0 Kronen . . . .»- 4«3 -l'cll, Linz.Vubweie 20« fl. ö, W, S. b'/<°/n ... 484'- 4«5 20 .>,«» Salzburg-Iiiol 800 l. Z N N. 5"/„ . . , . 1«»f0 431 - Grid Vare Do» Ktaate zu, Zlhlnng über» non>«ent llsn>bnhu>l>ri«tttüi»' Gbliglltiontn. Äöhm. Westbahn. 50 Elisabethbahn 4«u und 200c M. 4"/„........«,«! 9« N? W ssranz Josef Bah» Lm. 1884 (div. St.) Silb, 4«/<> . . 99 5ü !<'!','b5 Galizische Karl Lubwi«.«ah» ldw, St.) Sllb, 4"/„ . . 9» - «iu--Uiig.-galiz. Vah» Lon sl, S. k»"/> lll'/l> ii»-?b Vornrllieraer Vahn Em. 1884 l> 4°/u dettu per Ultimo 114 i!» II4öö 4"/u ung. Nente in Kronen- wühr. stfrei per «ane . . 95 «ü l»l« s.ö 4°/„ detto per Ultimo 95 W !,« <« 3 V,°/° dctto per «afse , »4 «0 8!» -Ung. Prümien'Anl, k too sl. . 203- «o» -detto k l>« fl. , .»uz-- »<>ö - IhelhMeg. Lose 4°/„ . . , , ,i,3 ?l> ik>.>>"?b »»/<> ungar. Giundtntl.-Vlilig ue io 971«, 4°/« lroat. u, slav. Grundentl.^ Obli«........Wio — — Andere öffentliche Nnlehen. Vosn. Landes««nl, (div.) 4°/« , S4'60 Sö-l!(, Äosn. - Herren- ltisenb. Lande«» «Nlehen (div.) 4 >/,«/„. , 99 5°/„ Nonau-Neg.-Nnleihc I«78 1<>5- lW-- Wiener Vrrlel,r«-?lnlcihe 4"/« 9«— iuu -detto I9«U 4°/,, 99ÜU 1U0-2 «nlehei, der Stadt Wien , . 102 ?i 108 75 detto (S. od. G.) , , . 121 bn !Ä^z s<> betto (l«94) ... 9? 5l> 985« detto (1898! . , , , 9»- 10^ bctl, (1900) . . , . U9-10 1W-K' bttto Iüv, N.) ISO» . 99-5» !!'»> 5»> ^oisebaU'Äültben verlold. 5«/» Nü - »»0- V»!^. Staat«eisenb.-Hyp..«nl, 1889 Gold . , . . «°/u 118-70 113 ?! Vula.. Staat« > Hypothekar Nnl. 1892 .....«O/u 11U 10 120-il! «k!d Narr Pfandbriefe ,r. Vc>l,nlr,,alla,iis!,in5oIH!,4^ ««-75 v».',! Böhm, Hvpoll!e!»nl,a,!f berl.4"/« i>9 7»! 100-j> Zrixral «ob.-Urrd -Vl., östeir.. 4b I. vc»l. 4'/,°/,, - . . 102- — -Mitra! Vot>..«reb.Hl,. Ssterr.. «5 I. veil. 4"/u . , , »950 i««-5<> >,rct>.-Inst,.ös!>'rr.,<,3'ers.'U!». u.öfscl!!l.?IrbKa<,^vl,4"^ 98.°,0 l»»-k>< Landesb. d. Kiln. Valizirn und Lodom. b?>/, I. rullz. 4"/,, U? 70 98'7< Mähr. Hnpolhelenb. ver! 4"/„ NNii ilw i< ^..üstcrl,La»drs.Hyp..Al!st 4"/» 9»i>0 100 l>^ dll>° ,„N. L"/^,'Lr. berl, 3'///« 92'- N>- dcttu tt,.Cchuldjch veil. »>/,°/^ 91-75 l«2'7l bett» verl, 40/u 9!»-4» 100'4> Os!err..!ma.ar. Vanl b'i jühr, vl,I, 4"/» °. W.....99-ZO lUO!?5 dctto 4«/<> Kr.....»!> 7« i»w-?l! Eparl. I.Vst.. «N I. verl, 4"/» 1N0O0 nn ü< Eifenbahn-Prioritätö' Obligationen. Ferl,!«llnos.Hlorbbalin «m. 188« - - — - dettu Vm, 1904 - — - — dsterr. slordweftb. ^00 fl. 3, 104 i>o! 10ü-b« Nlaatsliahn 5«o Fr..... 4L5'- 4<« b< Lüdbahn d. 3«/« Jänner. Juli 5»u gr. (per St.) , , . 316-75 ni» 7>' Vudbah» ll s>"/,>..... 125-40 12<>'-j! Diverse Lose (per Slücl). Delzinslillie Los». 3"/» Äobenlredit.Lose Tm. 18UU 2?« 25 286^5 detlo lim. 18K9 Ä»i-^ 294 4, 5",u Donau'Ressulirrungl! Lose IN« jl. ü. W..... ^7-- 265-- Verb. Pr«m..«nl. 0.1N0 Fr. 2'/« ,<»<-— N'9 l><> ßn»krz s>. 22 «0 24 «(! Nrrdiilusr 100 fl...... 4<» - «8- lllary.Lusc 40 sl. K. M, . . lUS'ö« 14U'd>' O!<-!i>>r Uosc 40 fl..... 1«i> — i?l- Pallin.Lose 4» sl. N, N, . . 17« - ,84'- Noln, Kreuz, Sst. Ges. v., l« fl. 4750 4U'ü»! />io!en Kre,iz, »na. Ges. v.. 5fl. 2«- 3«- Nndolf.Losc 10 sl......5«— SU- Lalm.Lole 40 f!. lt. M, , . lsi» — '/03 - Geld Ware 3i>ll. G,.».»«»l. Prüm,.0blig. 4l>o ssr, per Kasie . . . l»'8'— 189- dlllo pe» M. . . 16? »5 i<>«-25 Wiriier KrMM..Lole V. I. IU74 49? 50 50s -<^cw..Echd, 3^Prüm,.Vch»ldv. d. Bodenlr..«nsl. «u>. 1889 88— 92- Nktien. z«n,P»rl.zlntkrnl!>»u»gnl. «ulsin'Tepl, Lilenb, 5oo sl. . ^4«« — 2480- VM,m. Nordbahn l5<) fl. . 368- »?-