kllillllcher Leitung. ^, 255. Vlänum«»allonspre!«, Im «omploil »anzj. fi. ll, haldj, st. s, s,N, Fill di< .^»ft^'nl»« >u« Ha», bnlbj. f>o l>-, M!» b« Post l>a«, halvj, 7üft, Mittwoch, 6. November. Änsertlon«g«b' oeu als Rectisicalioncn bezeichnet werden lt^z ^'""Mtticn Hal, ist der Adreßentwinf. wie ^"ÜNl s! ^"'"thuugeu des Ausschusses hcrvor->^j,-'^ nicht gerade ein Aieisterstiick par-^licln ^ ^laaltzkuusl. Die von uns U'iederholt 7 4". ??" Widersprüche nnd Ungcheucrlichkcitcu Mch.,w wm'frs su'd zwar ausgemerzt, aber fchlt cs anch in dcin Elaborate des !> d.> ''^ "ul)t au mehr als tühueu Behaup-Hc». "ner sachlichen Kritik tanm stand halten '>"ii/!^chweipnnkt des Adreßcntwurfes liegt we->l)cs?r"u Se. Maj. den Kaiser gerichteten Pe> ? ^? ^'^'^^'s, als in der Kritik, welche an ? ^>Wi ^'r geiuciusamcu Regieruug geübt wird. «sl?'''' welche gcqen dieselbe erhoben werden, «>m "^ e"e besondere Schärfe ans. Wird »M ','? ^ ziemlich uuvcrblüult gesagt, daß !i?V "^ bie Tänschnng der Delegationen nnd ö^e> ä."'^lct gewesen sei. Nachdem ihr nil-si ^a,/'^""acl an Offenheit nnd Rückha'.tlosig-' »Hl ^worsen ist. wird ihr weiter imputiert. daß >lcl r"c Vertagung der Vcrtretuugskörpcr ab-?>l>tt , .^' uin den daselbst ertheilten Zusichernden ^l^^nidelil. Als Hanpttrnmpf wird dabei l7 ^sicki ^"pt'lug ansgespiclt, daß die Regierung ^ AtM """' Occupation oder Annexion in Ab-!kst,»cr?s!' ,^"ß sie nur für den Fall unvorher-z,,°>c zlz^V'ussc "nd nnabwcislicher Nothwendig« n, 'M h '"Wigung eines Kredites von 00 Millionen HÄ!!dH'!N habe. Das Wahre hieran ist, daß es ^ ' llllev!?' "'ö ^' darüber in den Delegationen befragt verneinte, daß die Occupation Bos- niens beschlossen sei. Der Minister mußte diese Antwort schon deshalb ertheilen, weil er damals ja noch gar nicht wnßte und auch nach der Lage der Dinge nicht wissen konnte, welche Stellung der Kongreß zu der bosnischen Frage nehmen würde. Der Vorwurf der absichtlichen Täuschnng der Vertretung wäre berechtigt, wenn die Regieinng die Züsicherung ertheilt hätte, daß sie sich unter keinem Umstände ans die Occupation einlassen werde. Solch eine Erklärung ist aber nicht nnr nicht gegeben, sondern direkt abgelehnt worden. Die Möglichkeit der Occupatiou wurde uic gelenguet. Die Frage, welche sich die gemeinsame Regierung nach dem Äerliner Kongreß vorlegen mußte, war. ob diese Möglichkeit uicht zur Nothwendigkeit geworden sei. Die Regie» nng stellte sich diese Frage nnd bejahte sie. Von welchen Motiven sie sich dabei leiten ließ, das darzulegen wird die Sache drs Grafen Andrassy vor den Delegationen sein. „Soweit wir in die Iutentioncu der gemeinsamen Regierung eingeweiht sind, wareu für dieselbe, als sie sich zur Anuahmc des bosnischen Mandates entschloß, dir folgenden (irwägnngen ausschlaggebend: Der Sechzig« Millionen-Kredit war ausdrücklich zu dem Zwecke gefordert wordeu, um mit dcmfelben Maßregeln zn ermöglichen, welche zmu Schutze der Interesse», der Mouarchie als nothwendig erkannt werden würden. Wol stellte es die Regierung aufs entschiedenste in Abrede, daß sie den Krieg gegen eine Großmacht plane — uud die verhältmsmäßig gcriuge Summe war der beste Beweis, daß cs ihr mit dieser Versicherung ernst sei, — aber wenn sich Graf Audrassy auch wiederholt dagegen verwahrte, daß ein Krieg gegen Rußland oder gegen die Türkei in seiner Absicht liege, so bezeichnete er es doch rückhaltlos als die Hauptaufgabe seiner Politik, auf dem damals bevorstehenden Kongreß dahin zu wirken, daß die Störung des Gleichgewichts, welche der Vertrag lion San Stefano auf der Ball,iü.Halbinsel zugunsten Rußlands statuiert hatte, aufgehoben werde. Weiter erklärte er rs offcu als seine Absicht, dafür Sorge zu trageu, daß unsere kleiueu slavischen Nachbarstaaten nicht solche territoriale Vergrößerungen erhielten, welche geeignet wären, den Einfluß Oesterreich-Nugarus in seiner unmittelbaren Interessensphäre zn beeinträchtigen. Beide Delegationen zollten diesen Intentionen des Leiters der auswärtigen Politik volle Anerkenmmg, und es war nichts weiter als eine Eonsequenz der damit gebilligte» Politik, wenn die Regierung, nachdem der Berliner Vertrag von allen Mächten ratificiert war, an die Ausführung des ihr übertragenen Mandates ging. ^ „Die Occupation stand nicht nur im Anklang mit den von den Delegationen gutgeheißenen Tendenzen des Grafen Andrassy, sondern war sogar nothwendig znr Dnrchführnng derselben. Wol hatte die dnrch den Vertrag von San Stefano geschaffene rnssische Prävon-deranz an nuserer Südostgreuze dnrch den Berliner Traktat eine bedentende Einschränkung erfahren; aber abgesehen davon, daß derselbe znnächst nnr auf dem Papier stand, blieb doch der Einflnß Rußlands in den Balkanländern noch immer ein solcher, daß dem gegenüber eine Ansdrhunng der unmittelbaren Machtsphäre Oesterreich-Ungarns dringend geboten erschien, nnd zwar nm so mehr, als cs auch darauf autam, deu serbischen und moutcucgriuischeu Vergrößernngspläncn danernd eiueu Niegel vorzuschieben. Die von Graf Andrassy in den Delegationen als nothwendig bezeichnete Be-schneidnng der ferbischen nud montenegrinischen Annexionen war freilich vom Kongreß beschlossen worden, aber, um iu den Hinterländern nuserer Küsteugebietc dauernd Ruhe zu bekommen uud die Annrxiunsgelnste in Belgrad nnd Cetinje anch für die Zutnnft unschädlich zu machen, innßte Oesterreich-Ungarn selbst Hand anf jene Provinzen legen. Und nicht allein im Hinblick anf das rnssische Uebergewicht uud die serbisch-montenegrinische Begehrlichkeit, uciu, auch in Erwägung der gänzlichen Zerfahrenheit der türkischen Verhältnisse war die Besitzcrgreifuug von Bosnien geboten. Wol wurde iu Berliu ehrlich der Vcrsuch gemacht, dem Zerfall des vsmanischcu Reiches Einhalt zu thun, doch die Wahrscheinlichkeit, daß dieser Versuch gelingen werde, war kciucswegs so groß, daß man mit' ihr als einer sicheren Potenz rechnen dnrfte. Die Möglichkeit, daß die Türkei nnaufhaltsam ihrem Uutergaug ent« gegcneile, uud daß demuach schou nach kurzer Zeit die ganze orientalische Frage von nenem aufgerollt werden würde, lag uur zu uahe, uud dieser sehr ernsten Even-tualität gegenüber war es die Pflicht der gemeinsamen Rcg,ernng der Monarchie, in Bosnien und der Herzegowina ein Aollwerk zn schaffen, von dem aus wir m staude stnd, mit mehr Sicherheit als zuvor da» Gewicht unseres Einflusses bei der Neugestaltung des Orients in die Wage zu werfen. „Das waren in großen, allgemeinen Zügen die Molive uud Erwägungen eiuer Politik, vou der die ^., Jemlleton. ^hschaftlichc Skizzen aus Rumänien. Aun Fln»z Schullmayr. hlh^Ess (Schluß,) ^'''lcljr,, w^ucht wird hauptsächlich iu den trans-^ '" triiw,, ^" betrieben. Anch das Schaf kommt !^'"lltrl.'s^tall. Das rumänische Fleischschaf ist R '' '"'id '^ "ul urdiuärer, zottiger Wolle. Ge-V^' dn> ^ ^'l'"'"l des Jahres,' die Wolle wird V5">tel /""'bedarf im Laude felbst, theils als ^ ^ Nun "^' ältester Zeit, wo auch im Aus-^3 ?! >"ttd..?""^'"b"l deu Roßhaarmatratzeu vor. ^Migc^' 'st die Ausfuhr größer gewordeu. ^!" 'fast?' )^ theils gehörnt,' theils uugehö'rut V U"d „, "clMheuds weiße Wolle, mit losem . ^il't es , 'a, Wnnmfelte. Schafe mit fchwarzer Ü'tz! bcr Schafe ist im Gebirge. Das ^l?^ der V'k ""ine Weide qetriebcn, sobald im ^T''u V^ >'st kommen die >?l bis ml ?!"^. dann geht cs immer hoher >??"» W^ ^' ^)öneu, ruudeu, hoch mit Gras >« hm '' N"f der Alpe wird Brimza (formal?/^ (^'! "^'^t. derselbe N'ird dauu iu X^, I'n V^^u") gepreßt nnd so in den Handel p«^"> ,.^"st lvird langsam von dcr Alpe > ">s'»de , '""^" sodann die Herden nach «an d <5>"" Schafeu weideud durchs gauze lmd auch darüber hiuaus bis NM der Schnee, so tanfen Heuschober nnd füttern die Schafe >c>' schsu^"'d" woßen Stin.ne und Schucc-, .H'^'>. m^ !'^ die Thiere durch das Au- ^ ""! di < ^" Schafe auf demselbeu Wege ^ "" Alp,u hinauf gelriebeu. Das Lämmerflcisch hat hier fast gar keinen Werth, nnd es werden die Lämmer uur wegen des Felles abgestochen. Icnc Schafe, Ziegen nnd Rinder, welche bei dem Gebirgsbancr zn Hanfe bleiben müssen, werden in die Wälder auf deu hohen Schnee getrieben, nud es werdeu ganze Bäume, ja, schäudlich gcuug! gauzc Bestände nnd Lehueu vou juugeu Eicheu- und Äucheu-wälderu uiedergehaueu, damit das hungrige Vich d,c Spitzen und Kü'ospeu abuagen kaun, alles andere bleibt licacn So habe ich im Lotruthale auf einer Strecke von ^ehn Slundeu die scheußlichsten Waldoevastationcn ansehen müssen. Iu R'imäuie» besteht zwar ein Forst-geseh, cs wird aber leider nicht gehaudhabt. Eln weiterer schändlicher Vorgang ist der, daß die Enbans die Wälder im Frühjahr anzüudcu, besonders die sonnscitigen Lehnen, n»d hiedurch wegeu eiues geriugeu Gewiui'es an Gras uud Wcidc deu besteu Waldbodcu ruiuicrcu. ,. . «, Die Schweinezucht ist m Rumänien eine vortreffliche. Die Mästung geschieht theils in deu Eichenwäldern, theils mit Kukuruz, theils endlich m deu Douandistriklen mit Fischen. Die Douau tritt aus überschwemmt große Flächen, und beim Znrnck-lritte bleiben in den Vertiefuugeu oft massenhaft Fische zurück welche dann durch die Schweine aufgelesen nud gefressen werden. Der Export mit Schweinen nach Oesterreich ist groß. Von Trichinen weiß man hier nichts, wenngleich hierzulande Ratten, iu denen Trichinen bl'kannllich am meisten vorfindig sind, masfcu-haft vorkomme». Die Geflügelzucht aller Art wird m Ruma« uicu start bctriebcu uud gedeiht vortrefflich, ohue daß just viel dazu gethau wird. Man sieht oft ganze Herden von Truthühnern mit dem phlegmatischen Storch nnd dem tramigeu Silbcrrciher. dauu Gänse und Enten vereint hernmspazieren, während sich die schlucn Trappen in der Ferne halten. Wilde Gänse uud Euten sind oft zu Tauscudeu bcisammeu, da deuke ich unwillkürlich oft an die Laibach er Moorjäaer uud möchte gerue eiu Dutzend dieser Herren hier wissen. Da ich schon einmal auf das Iagdkapitel zu sprechen gekommen bin, so möchte ich die krainischen Jäger doch anch einladen, ins rumänische Lotruthal ans Bären, Luchse, Wölfe, Gemsen, Hirsche, Rehe nnd Hasen, dann Anerwild nnd Haselhühner jagen zu kommeu. Der Schildhahu kommt hier nicht vor, da-gegen nicht feltcn der Waldhnhn, eine Spielart wie der „Krakelhahu." Auf dem flachen Lande wird der Hafe stets im Herbste und Winter mit Windhunden zu Pferde gejagt, der hiesige Bauer ist hiefür mit sciuen schnellen Pferden start passioniert. Wald- uud MooZschnepfen gibt es in deu Wäloeru uud Anen sehr viele. Ill dein Gebirge schießt der Baner sehr wenig, sondern fängt alles im Eisen (Schwanenhals). Da jedoch der Eiseustrller nur in langen Zwischeu-ränmen nachsehen geht, so verfault oft das gefangene Wild. Die Eisen sind, besonders der Bä'reu wegen, mit starkeu Kcttcu und Aukern befestigt. Die Jagd nud Fischcrel siud hierzulande frei für jedermauu, uud braucht man hiezu weder rine Jagdkarte uoch eiuru Waffeupaß. Alleu Nimroden steheil hier also glänzende Aussichten usfeu. Doch eines fehlt: — die gntcn Wirthshäuser, in welche sich d,e Jagdgesellschaft nach gehabteu Strapazen oft ohne cm Häschen geschossen zuhaben, zurückziehen nnd gütlich thun kann. Eujka und Mamalita lSchnaps nnd kalte Polenta) stud das Einzige, das einen, müden Jäger hier m emcm Bordej geboten wird. Ich fürcht also fast, daß ich mit meiner Eiuladuua z" "»«''" kleiueu IagdauKfluge nach Rumäuicn bc-i dl-»i<'„"istt, welchcu die herrlicheu — Gollaschtriebe m" La'lmch besonders ans Herz gewachsen sind. lcme große Eh,e aufheben würde. Rumänien im Oktober 1«?>!. 2,18 Adresse behauptet, „das Neich sei dadurch iu völlig neue gefahrvolle Bahnen gelenkt" worden. Daß wir dich' Bahnen weder für „völlig neu", noch für „gefahrvoll" betrachten, brauchen wir nach dem Vorstehenden nicht ausdrücklich zu versichern. Wol ist die Situation, in der sich Oesterreich-Ungarn gegenwärtig befindet, mit vielen Gefahren verknüpft, aber die Besitzergreifung von Bosnien, weit entfernt, diese Gefahren vergrößert oder gar geschaffen zn haben, gibt uns vielmehr die Mittel an die Hand, dieselbeu um so leichter zn beschwören. Wir leugnen nicht die Beunruhigung, welche die Völker Oesterreichs ergriffen hat, aber wir sind überzeugt, daß der Beuuruhiguug die Beruhigung folgen wird, wenn die Regierung vor den znr Beurtheilung der answärtigen Politik in erster Linie „verfassnnasmäßig berufenen Vertretern", den Delegationen, die dringend zu wünfchenden authentischen Aufklärungen über die von ihr ergriffenen Maßregeln gegeben hat. Die gemeinsame Regiernng weit entfernt, sich dieser Pflicht entziehen zu wollen, hegt im Gegentheil den dringenden Wunsch, endlich vor dem verfassungsmäßigen competenten Forum zum Worte zu gelangen. Im Sommer die Delegatioueu einzuberufen war, da das Mandat des ungarischen Reichstages abgelaufen, war, unmöglich. Der zufällige Umstand, daß momentan kein nugarifcher Reichstag existierte, durfte die Regierung jedoch nicht hindern, das auszuführcu, was sie zum Schutz der österreichisch-ungarischen Interessen für nothwendig hielt. Ob sie iu dieser ihrer Auffassung irrte, ob das, was sie gethan, heilsam uud nothwendig oder verderblich war, ob sie ihre Pflichten erfüllt oder die i r zustehenden Rechte überschritten hat, darüber werdenhdie Delegationen in allernächster Zeit das ihnen verfassuugZmäßig zusteheude Urtheil fälleu." Oesterreichischer Neichsrath. 4l)4. Sitzung des Abstcordnctenhnnscs. Wien, 4. November. Minister v. Stremayr, in Vertretung des be^ mlaubten Ministerpräsidenten, erklärt, daß die Re-gicrnng demnächst eine Vorlage an das Haus betreffs der Eiuvcrleilmng von Spizza machen werde, daß sie aber jetzt schon den Berliner Vertrag anf den Tisch des Hanfes niederlege. Präsident Dr. Rechbancr: „Ich werde den Vertrag in Druck legen lassen und der gcschäfts-ordnungsiiiäßigen Aehandlnug zuführen." Es wird hieranf die Adreßdebatte eröffnet, wobei Referent Dr. Tomaszcznk die Annahme des vom Ausschuß beschlosscuen Entwurfes empfiehlt. Als Redner sind vorgemerkt, und zwar gegen: Graf Hohenwart, Dr. Fanderlik, Fürst Liechtenstein nnd v. Grochulski; für: Dr. Wolski, v. Pacher, v. Demel, Dr. Schanp, Dr. Menger, Hausner, Zakliuski, Fux, Dr. Heilsberg, v. Skrzynski, Dr. Hanisch, Dr. Sturm, Dr. Kopp, Eduard Sueß, v. Plener, Dr. Beer, Dr. Aarcuther, Dr. Hoffer, Dr. Giskra, Teufchl, Skene nnd Friedrich Sueß. Graf Hohenwart erinnert daran, daß bei allen anderen Staaten, wenn Kämpfe im Auslande gefühlt werden, die Stürme im Innern schweigen. Jetzt ist in Oesterreich eiuc große Action eingeleitet worden, findet aber dic Majorität des Abgeordnetenhauses in Desorganisation und Zerfahrenheit, uud keine zur Vertretung der Action verfassungsmäßig berufene Regie- rung. Man kann nur vou der Armee sagen: In deinem Lager ist Oesterreich. (Beifall.) Der Redner erörtert nnn die Phafeu der orientalischen Frage und bezeichnet das, was jetzt noch die Türkei heißt, als den bisher noch nicht vertheilten Rest derselben, dessen bloßer Massenverwaltcr der Snltan ist. Er erklärt sich gegen die bloße Passivität und ist für eine active Politik, die anch den Traditionen des Reiches entspricht. Jedes andere Verhalten hätte nns vom Orient, ja vielleicht selbst vom Adriatischen Meere abgedrängt, die Occupation aber war politisch das Richtige. Sie ist nicht ein Ansfluß der Offensiv-, fondern der Dc-fensivftolitik, aber jener berechtigten, die offensiv vorgeht. Die Einverleibung industriell passiver Läuder wird für die eines Schutzes bedürftige heimische Industrie nützlich sein, da sie ein großes Eonsumtionsgcbiet findet. Man klagt, daß dem Staate die Mittel fehlen. Hat aber jene Partei, die 80 Millionen für Eiseu-bahusanierungen uud dergleichen bewilligte, das Recht, einen annähernd gleichen Betrag zu verweigern, wo es sich um die Ehre und Machtstellung Oesterreichs handelt? Er ist daher gegen die Adresse, obwol er mit der Methode, wie die Occupatiouspolitik durchgeführt wurde, uicht einverstanden ist. Der eine Fehler war, daß man sie nicht schon in einem früheren und günstigeren Zeitpunkte in Angriff nahm, dcr an-andere, daß man cine fremde Sonveränetät aus dem Titel der schlechten Verwaltuug cousiscicrtc, der dritte, daß wir ein Mandat von Europa annahmen, statt direkt als Großmacht zu haudeln. Die Fehler der äußeren Politik sind aber nur dic Cousequcuzen der inneren, mit ihrem Nationalitätenhader; die herrschcudc Partei möchte lieber Oesterreich als Großmacht abdi-cieren lassen, um uur selbst Großmacht zu werdeu. Die Regierung mußte sich eine künstliche torc^ um-^'6mci schaffen, was auf dem Verliuer Kongreß geschah, um ihre Zwecke durchzuführeu. Die Occupation ist endlich keine dentschc, keine slavische Action, sondern eine echt österreichische, und es ist ein Verdienst, daß wieder das alte schwarzgelbc, siegreiche Banner weht. Zerreißen Sie dies Papier, erlassen Sie eine Adresse, in der Sie erklären, das Wort Oesterreichs in Berlin vollständig eiuzulöscl:, und Sie werden sich ein Deuk-mal um Oesterreichs Ehre und Macht setzen — u-oro Iioronum«! (Anhaltender lebhafter Beifall rechts.) Wolsti (für) greift heftig die Occupation au uud beklagt den Umstaud, daß Oesterreich nicht vorher mit der Pforte cine Convention abgeschlossen. Der Redner spricht zngunsten eines Bündnisses mit England gegen Rußland. Sobald Rußland mit der Türkei fertig ist, wird es gegcu Oesterreich auftrcteu. Er beglückwünscht daher die Adrcssc, weuu er auch nicht mit dem Wortlante ganz unbedingt einverstanden ist. Dr. Fanderlik (gegen) bemerkt, er habe in seinem Vorredner keinen Landsmann Subiesky's, des Türkcn-besiegers, sondern einen Ablegaten des Serails zu hören geglaubt. (Der Präsident rügt diesen Ausdruck als unparlamentarisch.) Der Redner meint, die Adresse sei noch ein letzter Versuch der anf vollem Rückzüge befindlichen Verfassungspartci. Den Referenten, Doktor Tomaszczuk, erinnert er daran, daß er hcute gar nicht hier wäre, wenn nicht Oesterreich vor hundert Jahren dic Bukowina ohue europäisches Mandat von dcr Türkei annecticrt hätte. (Heiterkeit.) Die Ezecheu bc-grüßeu die Occupation mit Freuden uud hoffen, daß sie zur Annexion führe. Dic Verfassuugspartel'stßg^ die Erwerbung aus Haß gegen we Slaven. ^, Der Parlamcütarismus kaun'nur dnrch d"s "w ^ direkte Wahlrecht gerettet werden. Die A» > ^. Sclbstantlage; würde seine (Fanderliks) ^" ^ Adresse erlassen, so würde sic den Monarch«: ln "> i^ glorreich begonnene Action fortzusetzen und vo» ^ parlamentarischen Rechte Gebranch zu machc» die Völker zu appellieren. (Beifall rechts.) ^'» v. Pacher (für) erklärt die lwsn'M ^^> für einen Sieg dcs Militarismus über "", ,D> liuualismus. Der 'Redner erörtert den " "" ^ Nothstand in Oesterreich nnd kritisiert Vorgehen dcr Negiernng zur Erreichung des " lionenkredits. , Mtt' Fürst Liechtenstein (gegen) "M". ,^, M reich habe den Siun der Vereinigung jcM"",' ^,>. lebenskräftiger Völker zur Abwehr f"""" ^f„ drückuug, uud fei stark geworden im ^aw! ^HZ die Türkeu. Jetzt ist Rußland der Rivale ^ ^ch.isi geworden, nnd wenn dasselbe nicht ble 6 ,A oder die Geringschätzung der slavischen mnß es die Annexionspolitik beschreib', nicht gelhau, so hätten wir die Gefahr h^ansln, ^ daß dic südslavischeu Länder durch "Uslano I^ ^,„ tation von uus abgcrisseu werdcu. Dic ^innz ^,i Bosnien nud dcr 'Herzegowina arrondiert oe ,^^ von Oesterreich; die bci'den Gebiete besM ' ^ bedeutende natürliche Hilfsmittel. D>c ^.,^,tB< Aunexion sind weder nncrschwingllch »och un H,i»d mäßig. Die Politik hat cin richtiges Z>"" ' ^ erreicht. Deu Grafeil Audrassy jetzt zu c»t "' ' ,,„ci, eiueu Feldherrn absetzen, dcr seine SchnM ü hat. (Beifall rcchls.) s^l^l'^ Dr. u. Dcmcl (für) tadelt die ^^^ Politik, die nn3 ill einen schweren Krieg ' ^ip zwang, uns einem fremden Mandat zu w' , M Dcr wahre Weg Oesterreichs ist längs d"," ^ A über Siebenbürgen nach Rumänien. (^'^ .'»' Jahren sah man immer uur anf deu cu'M ^,„ »i, auf die Ocmvatiou Bosniens. Der P"^„,'"" hcute ails der Orientsragc davongetragen Yl ^'l nns in einen Krieg mit Rußland f>u),^ ' ,M empfiehlt dic Auuahme dcr Adresse. (n"l"" M' R. v. Grocholski (gegen) bekä'Upst ", ^ nen Puulte dcr Adresse, als deu Thalsachci ' .^.,,.« sprecheud, bedallert, daß sie gar keme p">. j F"l schlage enthalte, uud crtlärt namens seiner ^"' daß sic dcr Adrcssc uicht zustimmen loilueu. ^M Die Sitzllng wird abgebrochen; die »au), findet morgen, Dienstag, statt. Vom OccupationSschlMplahe. ^ ^ Die während dcr Occllpatioilsdnrchfl^^l)E wiescnc patriotisch-sauitäre Thätigkeit oc" ,^. ^ Ordcils filldet alljclts die wärmstc Anei "» ^,Ml Bericht aus Slssct vo.u 20. v. M. I^taiK, folgcudcs mit: „Heute hat uns W ^ „ ^ , dcs soliveräncn Äialthcsei.-Ritterordeuö " ^„ " nlit dcr Bestimmung nach Petlau ""w ''.„„g ",^ dort nach crfolgter Abrüstuug und - ^ ^^ Wien zurückzulehreu. Der SanitatsM ^ ,„,t ^ gerue gcschener Gast iu Sisfek. dem« c h^.hcl- ^, Hiu- und Herfahrten ^ hat in der Zeit vom 1l. August bis "'- ^^^ Der Schncesturm in Wien. Die Stadt Wien nud Umgebung wurde im Laufe des Sonntags ganz unerwartet von einem außerordent" lich heftigen Schnee stur me überfallen, der nicht nur jeden, selbst den telegrafischen Verkehr vollkommen unmöglich machte, sondern lcider auch großeu materiellen Schaden, insbesondere an den schönen Gartenanlagen Wien3 anrichtete. Wir entnehmen der „Presse" nachstehende interessante Schilderuug hierüber: „Wien wurde heute vou einem Schneestnrme heimgesucht, wie er seit Jahrzehnten in dieser Saison in unserer Gegend nicht erlebt worden ist. Dcr Schncc-fall begann Samstag nachts 1 l Uhr lind wurde gegen Morgen so heftig, daß die Straßen und Plätze mit einer mehrerc Schnh hohen Schnccschichtc bcdeckt warcn. Das Gestöber danertc fast ununterbrochen bis Nachmittag und machte von Mittag an jede Eommunica-twn geradezu uumöglich. Dazu gefclltc sich ein Sturm, der den Schnee an die Häuser warf, so daß die Wäude derselben nut einer dicken Kruste aus fcstgeballtem Schnee förmlich überzöge» waren. Gegen Mittag lösten ich die Massen von den Häusern und machten die Pasjage lebensgefährlich. Aber auch sonst war der Verkehr auf den Straßen mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Die Fnßgeher sanken in den meisten Straßen, wenn ste dieselben kreuzen wollteu, bis an die Knie in dcn Schnee, nnd auf den Trottoirs gelangte man vom Schnee in die Tranfe, da von den Dächern förmliche Lawinen herabfielen uud die Trottoirs selbst von einer Flut schmutzigen Schnecwassers überschwemmt warcn. Aber damit waren die Verkchrshindcrnisft noch nicht erschöpft. Dcr Schnee hatte die Telegrafenstaugen und Drähte fo überlastet, daß viele dcr ersteren untcr dcr Last erdrückt wurden, während die Drähte sich tief herabsentten uud an vielen Stellen risscn. In einzelnen Straßen waren die Drähte so tief gesunken, daß die Omnibusse uicht mehr uerkchrcn konnten. Vom Hotel „Metropole" bis zum Schuttenring wnrdcn fast sämmtliche eisernen Telegrafensänlen umgerissen, uud die Drähte lagen iu Knänel gewickelt am Boden. All der Ecke des „Grand Hotel" lag ein riesiger Knänel von Telegrafendraht; die Stubellthorbnicke uud Theile der Reitallce am Stubcnriug waren längere Zeit nicht passierbar, da sich der gerissene Telegrafcndraht quer über den Weg gefpannt hatte. Dic Drähte hingen an vielen Orten wie Guirlanden tief in die Straßen hinab, ail einzelnen Stellen hatten sie sich wie ein ucrworre« ner Knäuel zusammengeballt, an anderen rissen sie nnter dem Drucke der Last uud ringelten sich dann wie gebrochene Uhrfedern au den Mallern der Häufer empor. Auch auf der Strecke vom Ringe znr Verbindungsbahn und in der Nähe dcr Asperubrücke wurden die Telegrafeustaillieil vom Stnrme nmgeworfcn. „Einen riesigen Schaden hat dic Eommune, Wien erlitten, da der größte Theil der Bäume anf der Ringstraße vollständig ruiniert ist. Das Laub war heuer läugcr als gewöhnlich an den Bäumen haften geblieben, dcr Schnee sammelte sich auf den Zweige» uud Blättern, nud unter der Schwere dcr Last brachen endlich die Bänmc zusammen. Am Franz-IosefZ-Quai uud von da bis zum Franzensring ist die Mehrzahl der Bäume gebrochen — bei den meisten ist die Krone förmlich abgerissen. Anch die übrigen Bäume, die dem Sturme trotzten uud dcr Schneelast Stand hielten, haben arge Äeschädignligcn erlitten. Wcr mittags die Ringstraße passierte, sah die Alleen förmlich bedeckt mit herabgefallenen Aesteu nnd ^'^,.der^B Eine geradezu gräßliche Verwüstung rw ^ W»^, druck im Stadlpark an. Die Weg^ n^^. „„o^ verbarrikadiert durch die miigestiN'Ml ^ fi» ^ gebrochcucn Aeste. Im P"ler, ^ Op" .., richt, sollen mehr als tanscnd Va " ^sc '„., Schnccfallcs geworden sein. In "l)"'^,^ ^» >!„v, den dic zahlreichen Pnvatgärten m/^ ^,f,st,g >^st „Fast alle Bäume, dic unt Ps"l u< ^^' z ^1' wurdeu durch die Last an jcuen Stellen geknickt, wo ste ''"' ^^.,l ^ ^ an den Pfählen befestigt sind. V^ndn^^ss^ lveide am Teiche ist 'dcr obcre T)" ^tci ,,„ brochen; auch in dem Fichtenwalds ^,d> ^,, Schileefall große Verhcernngcn an- " ^rad^,^' Stadtpartc nnd der Ringstraßen-Mcc > ^n ' ,„c berechenbar. Dcr Ncservcgartcn "" " , die ^ gänzlich zerstört. Längs des Gitters u^ ^„ rcihenwei e zu Bodcn gcstreckt. ,, ^ zN M „Un! dm Verkehr volleilds stellte die Tramway-Gesellschaft "f,,^ort^w^.i!'^ Fahrten ein. Anch die Fiaker ten, und sie crschienen cntwcdcr gar ni" ^,^ >vlU Plätzen oder erklärten, wenn ste el^ ^' Fahrt sei nilinöqlich. ^ .... ^esi^, l^ „Abe.lds boten die Straßen d' s^>! z / tranr.gen Anblick. Dieselbell waren "^c.'K,,l ' Warenverkehr hatte anfgchört, u'w § ^l^^M' Gasthäusern fand fich nnr ein sp" ^ ci''^ ,„>< Wie nns .nitgetheilt wird, s^'" de''^K>Ä Telegrafensänle a.n Franz-Josefs la',^^i s h..'l, geur Adolf Spitzer zu Äodcn. D ^,,st"U schwer verletzt in die nächstc NctM"!j uud ist bereits verschieden." ^ 211» ^ I^ «""d Verwniidete alls einer Bahnstrecke bM K""" Kilometern nach den Spitälern von Lai< ''MpX' ^"^'^' ^lagenf,lrt, Graz nnd Wien ^tlM, /l- Der Sanitätszug ^ hat innerhalb dieses HG 3 . .lemer Reparatur liednrft — gewiß das >„!t> t>?s V'^ ^'^ die Solidität seiner Construction dcS Eisten,«. Die Eiseubahu-Hwk !^ "^"' enropäischcn Staaten sind diesem lch'i», .^?^?'> ""lcheS, auf langjährig Er. tingefni, '" "crsnche basiert, von Dr. Baron Mnndy "ittiiia, «>^udc. Dcr Sanitätszng ^ ist in der Sim-M 5>?^gonfabrik gcbant nnd dient allen nbrigelt Nefchl" ^l'szügen, die cucntnell ans Allerhöchsten werden können, als Muster. Zu ^hiidmn n "'^rn liefern bekanntlich die einzelnen bic iw . ,'','^'u das fahrende Materials während Ilich m k ^uirichtung anf Ordcnskosten hergestellt ^cilati. '""" die jetzt vollbrachte Leistung in der ^G. . >" Kranken und Verwnndcten mit 7 bis ^!>M ' ^'" Monate (gegen 4 Fahrten der dentschen ^DnN ^"l)rend des Krieges 1^70 bi, 1^7 l) H^M^^'uttzzahl annimmt, so könnten die Mal« "'MG i " ü" Falle eines großen Krieges stiere,, '^^ Kranke und Verwundete trans- ^ä'^ ?"'^^ die rasche Evacuation alls die Ge< f^ '"^"ltnisse derArmec einwirkte, hat die eben Mst sch.^uhrte Occnpation gezeigt, da bei den denk-Hu h .^u Witternugs- und Bcqnartiernngsverhält. "ltlM>. ^ "^'" keine Epidemien ausbrachcn. Der >h^ /utterurden von Böhmen hat sich durch die ^» M s '^' ,^'chlllnng seiner freiwillig ilbernom-°!^>r i, ,^"' für die Armee verdient geinacht ^-^'Aii.^ ^"^', viel Leid zn liuderu — und in ^lllcn s""w ^uute man wiederholt den Dank der ^cn s. ^^ die Opferwilligkcit vcrnehinen, die der ^^lnnzcnd bethätigte." ^, ' - - -—--------------------------------------------- " priisumtive !l)tachfolger Gortschakoffs. Hei/^ die. wahrscheinliche Erfctznng des altert Ä d -^^" Reichskanzlers Fürsteu Gortfcha-Mt» Ä. ^'" Grafen Schuwaloff wird der Ml^/Ulczeul. Zeitung" aus St. Petersburg ge- ^i^^'^U'gi des diesseitigen Botschafters am ??M?^'^ ^uifcn Peter Schuwaloff, zu Seiner ?H "lin itaiscr nach Livadia wird iu hiesigen !? ckf ?'^" "ne große Bedentung beigelegt. z/,z»!,n^/ flN' wahrscheinlich, daß Graf Schuwa« Ml»,,^N als Stellvertreter des auf Urlanb im F ich.'blenden Reichskanzlers Fiirstcn Gortscha» ! "'stttiin l ^^^ "'U's Vizekanzlers die Lcitnng des !,, '^l, ^ ^^' auswärtigen Angelegenheiten über« I?u ^5?5 In Verbindung damit verbreitet sich 3. Ms Gerücht, Fürst Gmtfchatoff hege die Ab-M ^ stml:m Amtc zu scheiden. Slcheilich hat der 3^ di/l ' Stellung dcnl Kaiser und dein Lande k ' Hll,? c^"h" große uud ruhmvolle Dieuste ge-^llei. < '^'^ Politik, die zu dem jüngsten gc-^»er. ^ Ucge führte, findet auch in Rußlaud viele ^Fiii^ o ,l " das vorgerückte Alter des Reichs^ !h^>>stiqci ^^ sluie Ersehung durch enicu jüngereil iiisitt^ jl^taatsmailn vielen als sehr wünschens. ^ !'""" ?/ ^s"' ^raf Peter Schllivalosf hat sich H"N de, ^?" ^inte als Chef der dritten Ab-»"'- E^. ^"^"' "l London große Verdienste ^ l 'Mn ^plull'atischcr Tact, seme Weltkenntnis, V, ! »vie '"'V"l)ige Entschlossenheit sind ebenso l'ü ldciite,,^"ltannt. Alißcrdrm legt man gerade ^>ichti'^"uicht daranf. daß er einerseits stets «sillNi ^ ,^"'trcter der alten Frcuudichafls-'^»t?^ Mit^' ^'^ Nnßland nild Prenßeu war, ^t 3 Nnd in !o jütischen Vcrhältnisseil genall ver-l>Ile>!>l^'s,,^ngland sich einer hohen Achtnng er->tk ^llin. "'llchc freulidschastliche u,id verttanens->» ^^rliss, '"ehrcren britischell Staatsmännern ^Wlitis/""r dazu beitragcu, ,uai,che Schroffe M^ttu ^ Gegnisäh, zw'ischcu beideu Reichcll ^..^hadrnb,! ^"t der Conflicte, welche für beide ^ ",t ^ l^'ud sind, eine versöhnliche A.is- ^ ^ ^^""«l auf König Alfonso. !°? ^^'n^.^Imicasi und die 'iäheren Umstände Alfonso verübten Altentalcs '! l^ 'N der l^'^'t' '^egen Mitte Oktober '>> "id?^"l ^"^"spoildencia'dc Ec-pana", daß ^ i^' T), ?? f ber i» die Hauptstadt ziirück- k!^ brii ci,^' 'l te>u Geld halte, so gab er vor, l '"3 ^"' ^^.^"" lAlgn-ieu) erhallen z>i haben. U ^ U),„/ ">>bot, ,ind dilrch dieses Mittel "'" srinem Vater 114 Pesetas fiir seine Reise zu erhalten. Da er befürchtete, daß seine, Fran nicht an den Brief glanben werde, so erzählte er ihr, daß er ins Ausland gehe, um die ausstehende» Schulden seines Binders einz'ntrciben, der Weinhändler ist. Mit dem erlangten Gelde kaufte er ein Eisenbahn-billett für Madrid nnd verließ Tarragona. Vor seiner Anknnft in Saragossa hatte er eine Unterrednng mit einem Priester, der ursprünglich nur bis dorthiu hatte fahren wollen, und da dieser die Abficht kundgab, fich geradeswegs nach Madrid zu begeben, fo wcchfcltcn fic ihre Fahrscheine ails, und Oliva hielt sich einige Tage in Saragossa anf. „Da er nicht wnßte, daß der König durch Saragossa kommen sollte, so reiste er nach Madrid ab, wo er vor dem 20. eintraf und erfuhr, daß der König erst am 27. ankommen werde. Oliva schrieb in ein Notizbuch alle Zwifchenfälle seiner Reise anf; er erwähnt anch einiger Liebesabenteuer, was anzndeutcn scheint, daß er seinen Mordvcrsnch mit romantischen Einzelheiten umgeben wollte. Er erzählt, daß er am Vorabend der Ankunft des Königs die Straße,! dnrch. schritten habe, dnrch welche der königliche Zug kommen sollte, nnd daß er seinen Posten anf den, engsten Thc,l der Calle Mayor gewählt habe. Er behanptet, daß rr niemals daran gedacht habe, seine Flncht zn sichern, da er vorausgesetzt, daß das Gefolge des Königs ihn sofort niedermachen werde. Er stellte sich an dem von ihn, gewählten Platz anf nnd bemerkte, daß, wenn er den König nicht treffen wrrde, die ^ Kugel eiuen Lientenant todten muffe, der sich ihn/ gegenüber befinden werde. Er machte diese Bemerknng, indem er dazn lächelte. Als er hörte, daß der Lieut> nant den Befehl gab, die Gewehre zn präsentieren, was die nahe Ankunft des Königs ankündigte, machte er feine Doppelpistole znrecht, die er iu seiuer Brust-tasche trug, um sofort Feuer zu geben. Als der König vmübertam, zielte er nnd schoß; aber da es nicht eben so leicht ist - so fügte er Hinzu — einen Mann zu Neffen, als eine krystallene Vafe, so fehlte er ihn nnd lieft seine Pistole fallen, die man bis jetzt merkwürdigerweise uicht ailfgesuudeu hat. In der Umgebnng des Königs befanden sich die Marschälle Qncsada, Concha, Iovcllar; ferner General Caballos, der Kriegsminister, nnd Priino dc Rivera, der Gcncralkapitän von Madrid. Primo de Rivera sprengte, als er den Schuß hörte, anf den Verbrecher zu. uud die Lcib-wacheu umdräugleu allerseits den König. Dieser aber winkte ihnen, MÜckzublcibeu, und ritt so ruhig wie zuvor, um ciuige Schritte seinem Gefolae voraus' dem Palaste zn." Mqesneuiglieiten. — (Die crstc Calcutta - Fa hrt des österreichischen LloYd.) Am l. d. M. u,n 4 Nhr nachmittags trat der Lloyddampfcr „Memfi", Kapitän O. Martiiwlich, von Trieft aus die Reise „ach Calcutta an und eröffnete damit diese auf Grund des jüngsten Vertrages neu eingerichtete Linie. Dcr Präsident der Scc-behörie, Ritter v, Albcr, begab sich im Namen des Handclsministcrs, begleitet von den Gubrrmalräthcn Tmncissich n»d Becher und dcm Oberinspektor Zamara an Bord des im Hafen liegenden „Memfi", wurde hier vlin de>» Verwaltnila.srathc des Lloyd, mit dein Präsidenten Barm, Marco Morpnrgo an dcr Spitze, nnd dcm Rcgiernngslommissär Fregattenkapitän von Trschcnbcrg cmpfaugrn, während Offiziere und Mc>m>schaft auf Deck aufgestellt warcn. Präsident von Alber beglückwünschte dcn Vcrwaltnngsrath zur Eröffnung dieser neuen Linie, welche dcm nationalen Seehandcl hoffentlich zum Vur-thrilc gcrcichcn wcrdc. das nencrlich Zcngnis von dcr Umsicht ,md Strebsamkcit dcr Gesellschaft u„d ihrer bc-währtcn Leitung gcbe, und richtete dann anch einige Worte an dcn Kapitän, der zuerst die natimmlc Flagge ans dicscr neuen Linie führen werde. Nach kurzer Besichtigung dcs Schiffes bcgab man fich sodann in die ttajütc, wo Baron Morpurgo für die von dcr k. t. Regierung bei jcdcr Oclca/uhcit dcr Gcfcllschaft nnd ihrrr Entwicklung ocwicscne Fürsorge nnd Unterstützung danlte und mit einem Glasc Champagner einen Toast auf Sc. Mcijcstät dcn KV.iscr ansbrachte, wclchcn Prä' sidcnt von Albcr mit einem TrinNpruchc auf dcn Vrr-waltnnMath crwidcrtc. Hierauf bcgab sich dcr Präsident mit srincr Begleitung in scin Boot. anch dic Hcrrcn dcs Vcrwaltnngsrathcs bestiegen ihre Boote, dcr Dampfcr fctztc sich in Bewegung nnd grüßtc im Vorübcr-fahrcn durch Scnlcn dcr Flagge, worauf als Erwidern,>a dic Bcmamnmg dcs Vootcs dcs Präsidenten von Albrr die 3tirmcn hoch „ahm. Hierauf kchrtcn die Boote ans Ufer zurück. __ (Ncminisccnzcn an Mozart anf der WeltauKstcllnng.) In den mit cincr Uimmssr dcr scltciislcn nnd lostbarstcn Objekte dcr Kunstindustric und Archäologie angefüllten bcidcn Flügeln dcs Trocadcro gibt es auch eine Reihe von Musikinstrnmcntcn. Namcntlich sind die Crcmoncscr Gcigenbancr von dcm dcntschen Ticsfcnbrnckcr. an bis zn Bergonzi herab zwar bciwrilem nicht vollständig, doch dnrch n,cist prcichtvollc Excinplare ihrcr Erzeugnisse vertreten, U>n nnn die alte Mnsik nach einer andern Scitc hin zn v^ranschlUllichcn, hat man sich veranlaßt sscschen. ci»c Anznhl Antographen von ! bcruljmtcn Mnsilcrn beizilgeben, So findct man Hand- schriften von Johann Seb, Bach, Glnck. Josef Haydn. Tartini, Vocchcrini, Cherubini (Wasserträger:c.), Sacchini, Salicri, Lnlly, Ra»ncan, Gosscc und Grötrey. Alles jedoch, schreibt cin Korrespondent der „Prager Ztg.". überstrahlt die vollständige Partitur des „Don Juan", Eigenthum der einst gefeierten Sängerin Vmrdot-Garcia. Jeder dcr beiden Acte besteht ans drei Heslen, Auch die Ouvcrtnrc bildet für sich ein Heft. Wenn mnn lctztcrc anficht, so findct man die Sage unbegreiflich, daß Mozart die Ouvertüre in einer Nacht kurz vor der Aufführung zu Papier gebracht habe, denn sie ist (wenigstens dcr aufgelegten rrstcn Seite nach zu urtheilen), nicht flüchtiger als alles übrige geschrieben und hätte, wie sie ist, in einer Nacht nicht abgeschrieben, geschweige componicrt werdcn können. Ferner hat Frau Viardut cin Päckchen Haare Mozarts anF dcm Jahre 1791, von E. Pcmcr ihr geschickt, und das zur Aufführung de5 „Don Giovanni" am Hoftheatcr in Wien im Jahre 1788 nntcr dcm Titel: „II cli^ollttu i>umw" gedruckte Textbuch ausgestellt. Von Bildnissen des unsterbliche» Mei-stcrs mag die Ausstellung wol manche in sich schließen. Es sei hier nnr das in GyP3 ausgeführte plastische Werk von R. Carniclo der italienischen Abtheilung hervor-gchobcn, das die Anfmcrtfamlcit jedes Vorübergehenden auf sich zicht. Es führt die Aufschrift : „iX'i'iik'i' «0Upir <.Ic? ^lu/ni't," und stcllt drn Meistcr hingesunken anf rincn Lchnfrsscl dar, die Rechte schlaft über dic Lrhnc hcrab-hängcnd, in dcr Linlrn das Rcquiem, das Haupt an ein Kisscn gelehnt. Er ist fast bis zum Skelett abgezehrt nild kann, zn crkcnnrn, was mit Rccht gctadclt wcrden mag, da die Knnst dic Wirklichkeit zn idralisieren berufen ist. Dessenungeachtet ermangelt das Bildwerk nicht des Ergrcifcndcn. Während da cin Grnius bereits am Endc scincs Erdenwallcns erscheint, wird cin anderer, Bccthovrn, in dcm für Wien bcstimmtcn ehernen Bild-werte dcs Professors Zumbnjch noch in der Vollkraft frincs ticffinnigcn Schaffens vor Augen geführt. — (Znfammcnsto ß von Schiffen) Wie ein Telegramm aus London, 1. d., meldet, hat dcr amerila« nischc Dampfer „Helvetia" am 3!. Oktober früh um 4 Uhr dcn Kreuzer „Fanny" von dcr britischen Küsten» wache in dcn Grund gebohrt. Sicbzchn Personen sind ertrunken. — (Dcr Gebrauch von Schreibpapier,) Es heißt, daß 000 Millionen Menschen chinesisches, 3()s> Millionen cnropäischcs und 130 Millionen arabisches Schreibpapier benutzen; 24 Millionen schreiben aus iÄlättcrn von Nänmcn u. s. w. und 2l^0 Millioncn genießen — Glückseligkeit, ohne irgend welchcs Papier oder Schrcibmatcrial. — (Ein Bankett der Handlungsreiscn-d cn.) Gamb'tta hat die Einladung zu einem Bankett angenommen, welchcs die französischen Handlnilgsreisen-den in Stärke von -450 Mann ihm zu Ehren am 24. Dezember im „Grand Hotel" veranstalten werden. fokales. — (Patriotisches Anerbieten.) Die ehr- Würdige Schwcstrr Oberin Leupoldinc Huppe, del Or-dcns der christlichen Liebe vom heiligen Vincenz von Paul, hat sich crbötig gemacht, in das von ihr geleitete St. IosefSspital in Laibach drei bis vier verwundete Offiziere oder Osfizierstellvertrctcr der k, l. Occupations-armce in unentgeltliche Privatpflrge zu übernehmen. — (Ans dcm Centralansschnssc der k. l. Landwirthschaftsgescllschaft.) In der Sitzung am 3. d. M. kam das Programm der zu Ende dieses Monats nbznhaltendcn Gcileraluelsammlnng in Ver-handlnüg. Bei zwci Programmgl'grnständen voi, großer Wichtigkeit hat sich jedoch herausgestellt, daß mit den, bisher dcr Gesellschaft znr Disposition stehenden Mate-rialc dcr Centralansschnß der Gencralvcrsammlung, Wenn sie am 2<>. d. M. stattfindrn sollte, wegen mehr-scitigcr Erhrbungen und Korrespondenzen noch nicht vollends sprnchrcife Vorlagen machen könnte. Die besagten zwci Programmpunktc sind: 1.) die Verhand» ln»g über die Bildnng einer eigenen Section für Pferde» zucht, wclchc nach dem Erlasse des hohen l. k. Ackerbau« miiiisteiinms vom 10. Anglist d. I, znm Theile die mit namhaften Kosten verbundene Agenda der aufgelösten „f. l. Landeslommissi'o» für Pfcrdrzxcht" zn übernehmen l'enlfen ist, und 2.) die Verhandlung, auf welche Weise zeitweilig von der Landwirlhschaftsgesellschaft Lotterien zur Förderung nnd Vervollkommnung der Land« und Forst-wirthschast vcranstaltct werdcn, bei welchen gutes Zuchtvieh, glltc Ackcrwcrfzeuge, Sämcrcicn nnd dergleichen verlost und wobei besonders dic Gcsellschaftsmitglieder bedacht wcrdcn sollcn. Da über dicsr bciden Programmpunkte der Ccntralantzschnft noch von nndcrcn LandwirthschaftK-gcscllfchaftcn s^iitthnlnngen gcwärtigt. so ist die No» vcmbcr.Gcncralvcrsalnmlnnc; aus den Monat Jänner l. I. (znr Panli-Marttzeit) vertagt worden, — (Zlatorog, » Dic auf dcn Höhen der Ti'ulav-grnppc fpiclcndc flovcnischr Alprnsnac vom „Zlotorog". »oclchc sich dcr in Tricst lebende dentsche Dichter ^»dolf Vanmbach bekanntlich zum Gcgcilstandc eines ''» vorigen Jahre im Drnck erschienenen und sehr l'-f"»'« m.s. genommenen Epos qenom.nen hcit. wird ,m Lanfe d,ese3 ! Monats in Wien 'zm Vorlesn»« lommcn, und zwar ^ durch nieuland Geringeren, als den Regisseur und Schau« 2,2ft spieler des k. k. Hofburgthcater», Herrn Josef LewinZfy, der gegenwärtig als erster Meister der Nede und der Declamation gilt. Dr. Rudolf Baumbach wurde kürzlich durch ein liebenswürdigei Schreiben Lewiniky'3 überrascht, ill welchem dieser dein Empfänger erzählt, er habe „Zlatorog" in einer Wiener Buchhandlung aufliegen gesehen, das Büchlein nach Hause genommen und kci der Durchlesung die Dichtung so wcrthvoll gefnndcn, das; er „Zlaturog" in einer Vorlesung dem Wiener Publitnm bekannt machen wolle, wozu er sich tue Zustimmung dcs Dichters erbitte Daß letztere gerne ertheilt wnrde, brauchen wir wol nicht erst hinzuzufügen. Die Vorlesung „Zlatorog»" dnrch Lewinsky erfolgt, wie bereits festgesetzt, Mittwoch den 20. November um vier Uhr nachmittags im Saale des Wiener Ingenieur- und Architettciwercins. — (Blitzschlag in einen Kirchthnrm.) Am 30. v. M. gegen 1 Uhr nachmittags hat der Blitz in den Kirchthnrm in Diuaca eingeschlagen. Der Schade, wclchcn die heftige Entladung verursachte, ist nicht unbedeutend, denn es wurde die Thurmspitze abgerissen, der Dachstnhl der Kirche und das Iunere derselben beschädigt. Gleichzeitig berührte der Blitz die der Kirche am nächsten befindlichen Häuser und tödtetc der Besitzerin Maria Oberinn zwei Schweine und eine Knh, der Besitzerin Anna Suza eiucn Ochsen, beschädigte das Dach und schlug eine Stallthüre in Trümmer; ferner hat dieselbe Entladung noch dem Besitzer Anton Icz eine Knh und dem Besitzer Audreas Maganic zwei Schweine getüdtet. Menschenleben sind glücklicherweise keine zu be» klagen, anch hat der Blitzstrahl nirgends gezündet. ^ (Blutiger Exceß.) Die Segnungen dcs glücklichen heurigen W^injahrc» beginnen bereit» auch trübe Schattcu zu werfe». Zwischen Bancrnburschcn der Umgcbnng Cilli und mehreren Jägern des 8. Feldjäger-Bataillons entstand Freitag nacht», wie die „Tr. Ztg." mittheilt, auf dem Glacis in Cilli eine Schlägerei, die leider ein Menschenleben forderte. Dein Zngsführcr Gradischek wurde nämlich die Kinnlade zerschmettert nnd der Brustkorb eingedrückt, so daß derselbe bereits seinen Vcrlctzuugcn erlag. Außerdem wurdeu zwei Obcrjäger schwer verwundet. — (Valvasor.) Gestern gelangte die 44. Lieferung der Valvosor'scheu Chronik zur Ausgabe. Dieselbe euthält das 1. Heft dcs sicbenteu Buches mit fünf dem Texte, eingedruckten Holzschnitten. — (Occnp ati ou3 < Literatur.) Die aus Aillaß dcs jüngsten rnssisch - türkischen Krieges und der österreichisch - bosnischen Occupation vielseitig kultivierte Gclcgcnheitzlilcratlir wnrde nenerdings dnrch zwei kleine Schriften bereichert, welche sich Laud und Lcntc dcs Occupatioiisterrains zum Gegenstände ihrer Schildcrnng nehmen. Die erste, im Verlage von Bcrtschingcr nnd Heyn (Wien und Klagenfurt) erschienene Schrift führt den Titel „Vosuieu, die Herzegowina und das Fcld-eisenbahnwesen" — von Anton Hanger — und cuthält eine übersichtliche Zusammenstellung aller jener Daten, welche den Leser über die Verhältnisse in Bosnien uno der Herzegowina orientieren können. Von besonderem Interesse durch manches noch unbekannte Detail ist der zweite Theil des Buches, welcher sich über die zukünftigen möglichen Eisenbahnlinien ansspricht. Der Verfasser fordert zuerst eine. Reorganisation dcs Militär-Eiseobahuwesens und eine Vermehrung dc5 dabei beschäftigten Personalt. Hauger berechnet die Kosten der Linie Sisset-Banjalnka-Serajewo auf U;.320,000 fl., und zwar die, Strecke Sissck-Novi (47 Kilometer) ans 1.t?80.000; Novi-Banjalnka (Rcconstrmtiou) 1.700,000 und Banjalnta.Serajewu (17tt Kilometer) !).080,000 st. Hanger plaioiert dafür, daß diese Linie so weit als möglich unter der Leitnng der Eisenbahn - Abtheilungen der Armee ansgebaut werde. Hierauf erörtert der Verfasser die bisher nach Serajewo und Mitroviza projektierten Tracen nach den lokalen Schwierigkeiten, welche durch die Niveaux und geologischen Formationen der Routen entstehen, und in dieser Richtung ist die vorliegende Schrift nicht ohne Interesse. — Die zweite, noch vor dein Einmärsche der Oesterrcicher geschriebene Broschüre „Laud und Leute von Bosnien und der Her-zegowina. Nach den besten Quelleu bearbeitet vou Eduard Rüffcr" (Prag, bei Karl Vcllmann). beschäftigt sich ins. besondere mit den topografisch-strategischen Verhältnissen dcs Landes, die es einer kurz gefaßten Besprechung unterzieht. Der Arbeit ist eine gut ausgeführte Karte dc3 Occupationsterrains vou I. E. Wagner angefügt. — (Die Wechfelgebür bei mehr als sechSm onatlicher Laufzcit.) Der „Riuuionc Adria-tica di Sicurti»." wurde für eiuen Wechsel vou 1000 st., der am!>0. Juni ausgestellt, Ultimo Dezember fällig und nnr mit einem Stempel von 80 kr. nach Scala 1 vcr-fehen war, in letzter Instanz vom Finanzministerium eine erhöhte Gcbür von 163 fl. 70 kr. anferlcgt. Die genannte Gesellschaft beschwerte sich hiegra.cn beim Ver-waltnngsgcrichtshofc, von der Anschaunng ausgehend, daß die Laufzeit dieses Wechsel» nicht über sechs Monate sei. Die Beschwerde wurde nach der am 31. Oktober dnrch-geführten Vcrhandluug mit Rücksicht auf den Wortlaut des 8 3 des Gesetzes vum 8. März 1870 znrück» gewiesen, weil derselbe ansspricht, daß die nach Monaten festgesetzten Zeiträume in Gemnßhcit dcs ^ 32 der Wechselordnnng, d. h. derart zu berechnen sind, daß die Frist mit jenem Tage des letzten MonatK, welcher dnrch seine Zahl dem Anfangstage der Frist entspricht, ablänft. Im vorliegenden Falle läuft der am 30. Inni ausgestellte Wechsel am 31. Dezember ab, hat also eine (nm einen Tag) längere Laufzeit al» sechs Monate und unterliegt sonach der Gcbür nach Scala II. Die Steigerung der Grbür erscheint dnrch die Nichterfüllung der Stempelpfticht gerechtfertigt. Neueste Post. Mariazell, 4. November. (Deutsche Ztg.) Seit gestern tobt iu hiesiger Gegend ein furchtbarer Schuee-sturm ; die Straßen sind nnfahi dav, jeder Verkehr swckt. Iu den Gassen liegt der Schnee zwei Meter hvch. Spalato, 4. November. (Tr. Ztg.) Infolge des vorgestrigen stürmischen Wetter» strandeten im Äezirkc dcs Hafencapiwnates von Spalato die Schiffe „Zna-mibog", „Mileva" nnd „Generoso". Die Bemannung wnrde gerettet. Serajewo, 3. November. (N. fr. Pv.) Nachdem die für die Garnison Scrajewo's bestimmten sechzig Baracken noch nicht vollendet sind, wnrde der größte Theil der Truppen seit dein Eintritt der ungünstigen Witterung in der Stadt beqmntiert; nnr die Pferde der Artillerie und des Fnhrwcsenscorps lagern lmtcr freiem Himmel nud sehen dein entsprechend herabgetummelt ans. Von den für Serajewo bestimmten sechzig Baracken sind zehn vollendet nnd werden nächstertage belegt werden können. Sechzehn befinden sich im Äaue. Ich zweifle, daß die projektierte Zahl noch in diesem Jahre hergestellt werden kann. Die dnrch den Abmarsch der heimkehrenden vier Divisionen nothwendig gewordene Trnppenvctschiebnng in dein occnpierten Nanme wird demnächst beendet sein, so daß sich bald alle Truppen in ihren Winterstationcn befinden werden. Die durch die Standeshcrabsetznxg der Occnpationstrnppen disponibel gewordenen Reservelente befinden sich schon gro'ß'cntheils auf dcm Heimwege; deren Zahl ist allerdings, mit Rücksicht auf die Ab> gange bei den Tnippentölpern und weil der erhöhte Friedensstand festgehalten werden mnß, nicht bcdcn-tend. — Das Regcnwettcr hält an; infolge defsen wird dcr Znstand der Straßen täglich schlechter. - Dic gestern fällige Post ist bis zur Stunde nicht eingetroffen. — FML. Aeck ist heute morgens über Mostar nach Wien abgereist. Verlin, 3. November. (N. Wr. TM.) Die ins-fische Antwort anf die englische Note ist in London eingetroffen. Rußland erklärt bestimmt. e3 wde ^,, Berliner Vertrag anzführen nnd seme "M festgesetzten Zeit zurückziehen, ^niil'tl ' " Madrid, 3. November. Die P"^M> das Attentat auf den König befindeil sich ^ ^ abends in den Händen des Procurators. '" ^ Anklage binnen 24 Stnuden erheben !^' ^. (k langen des Vertheidigers Moncansi ordnete ^ ^, richtshof ciile telegrafische Untersuchung ^- M, geblichen drciluouatlicheli Aufenthalt dcs ^ >'^ in der Irrenanstalt in Barcelona an. T>" "^ l'< Aerzte, welche den Angeklagten dnrch "^ .^B»> ubachteten, sagt, daß lein Symptom von >"" an ihm wahrzunehmen sei. Handel'und UolkswiltWsl^ Der letzte WochenauöwciS der l. l. priv. ^"^c ^ Nati°«alba«l weist im Verhältnis zu dcm °" ^^ 3° geude Veränderungen auf: Metallschatz f>- ',^'s, l'lö!^ »ahme sl. 498,367; iu Metall znhlbare WeM / ,^,,M Zuuahine sl. 32,811; eseompüerte Wechsel «iw "> ,„ ,^« 143,129,134, Zunahme sl, 6.634,020; Darleyc» .^,,^> Pfand sl, 33.768,900, Zunahme sl. 1'004,4'w; '' ^hM'' dcr tomiilissiousweiseu Äesorguug des Pa^'^^Hül ^ lucisuuqeugeschäslcs sl.......^biiahine sl.2.''', .^,M!c! note» sl. 2 12?,2i 0/Zuual),ue l. 1,215,466; H^Ä" ,.^'° sl. 106,216.376 Abnahm/ sl. 12,25.5; börsemmM , ,A Psaudbriefe dcr Mtioualbanl fl. 3.332,000. M""""«lhB 43.166; Effecte» dcs Reservefonds fl. l2^^'"l„^"s sl.268,04!!; Vankuotcuuiulaus sl.32s>,!'37,?00. > ",,, 2lH !>.463,7?0 Giro-Einlage» sl, 108,790, Mm)' >,^?/" Pfandbriefe im Uullausc sl. lN0.14'»,220, M'ah"'° ,, Nudolföwerth, 4. '.'iu^cnchcr. Die DluMch"' slesltcn sich ans dein hculigcil Martle. imcM^^-^, st, lr, !! ^ I Weizen pr. Heltolitcr « 65! Eier pr, Stiick > ' ^ Korn „ 4 8l) Milch pr. «>t" ^ ^^ Gerste „---------^Rindfleisch pr""" ".° Hafer „ 2 28 Knll'flcisch " Halbsrncht „ ---------SchiueinesleiscY „ Heiden „---------Schöpsettsle'sc, "^ Hirse „ ---------Hähndcl pr. ^t»a ^ .Niilliriih ., 4 80 Tallbe» " . ^^ Erdäpsel ftr.Meler^tr, :'. — l H"l pr, l0U.n»" Liüseil pr. Heltuliter — ! Vlrol) l00 ,, .^, « Erbsen „ - - !Hl'lz.l)arlcs,pr."> /^ Fisolen „ - - Meter . ' ^ Ni!ldsschmalz pr..Mlli —90 - !l'ciches, ,.,/M Ä-^ Schweineschmalz „ - 84 Wein, roll),pr>V ^ Speck, frisch, „ - 70 — l^is-cr, " >. Spect, ncräuchert, ',---------Kraut ^M^^ 2l,lftckvu„«ene Fremde. Aül 5. Ä.'uvelnbcr. ^tte»s^' Hotel Stadt Wien. Rubens. .Uellermann »»0 "' ^ Wien, — R. v, ^onletl). Hraslniss. ^ ,.,<, ^-^,. Hotel Elefant. Sl^fie. t. t. Lie».., !'i"d'lss>oc h- ^lB tich, t, ^iutar. Fiiliilc. - Steindl, Verlua""^^ „ ^les;,Kf>tt,, Stuttgart. ^ Olrebenz. H^""''i,nki, ^ Kaiser vou Oesterreich. Dolinar, Pf"l"> ^,,,,M"^, Novate. - Rnpnil. Idria. - Mn'lk. ^H" .^^ ^ > Mohren. Tadnit, Slmfhaus-Inspctlur, "'!>"" ^^ Äischoftack._____________^_____________^-^--------- Theater. ^ ov"! he >lte (ungerader Tag)! (5 a n n e b a s- «,^.^ i>o ^i in 1 Äilszilsse nach einen: sran^sischen S'U^ -'^.^ O> „^ u. Suppe, Diesem „eht uur: Dcr O'tt^, yon ^>-^ nüt Gesang in 1 Aet lion Alois Äerla. ^"I!^-'^7.^ ^-----------------------------------------' - ^allV- Meteorologische Beobachtungen^^. ^ -k ktt zz : 3z zl ^" »"^___^", _^.^'^^ Schnee M " 7U.M1. 728 7!! - 0'8 SW. sch "^ ^!"" s^ 5., 2 „ N. 72Ü02 -z- 1« W. sch""" dc»)ol" ^s 9 „ Ab. 724-1« -i- 14 w!!ld,llU ^ <,l)H , Tagsüber Schnee, welcher >"cd"'"'^,lr ^ ringcr Regen, Das Tagesmitlel der ^"^ ^-^> Verantwortlicher Redacteur: OttoM^^^<^ ^lN's^N^^Vl^^t ^ic„, 4. November, (l Uhr.) Iusol.qe der dnrch elementare (ircianisse bewirlteil llillerbrechunss des lelearafischen Vertehrs befand sich dic ^l ^ ! ^^' Isulicrllna. welcher durch das Eintreffen der Posten nicht aMiiqeiid gemildert wurde. Das Fehlen der Kursberichte uud der telegrafische» "r>, die Thätigkeit der Arbitrage, der speculation uud dcs Kommissiousgcschästcö. Man blieb aus die Transactionen fiir den totalen Bedarf beschränkt; diese gabcil ^ ziemlich günstigen Stimmung. «eld War« Papicrrente........sO'60 60 70 Eilberrentc........62 20 62 30 Ooldrent« ......... 71— 7110 kose, 1iN9........335. - 833 — . 1854........106 50 106 75 . I860........112-. 112 25 » 1860 (Fünftel) .... 121 — 121 50 ,," ^s"........140 75 141 — ung. Pranlieu.Anl.....78 50 78 75 viudolss-L....... ^.^ i45y Prämienaul, dcr Stadt Wien 87 90 8310 Nouau.Reaukcrunas.Üose . . 10475 i^-.^ Domäueu.Psm.ddriese . . ^59 U-_ Ocstcrreichischc Schnl^scheiuc '. 3725 !?">0 Ung. 6perz. Goldreute ... 8190 81 95 Ung. Eiseubahil-Aul.....97.75 98 Uug. Schatzbons vüm I. 1874 11025 110'75 Unlehcn dcr Stadtgemeiude Wien in V. V......94 25 94 75 VrundentlaftunssVbliaaNsnen. »öymeu.........I"2 50 I0.'l- ^ »iicderüsterreich ......104 50 105'- Velb War« Galizieu......... 82 50 83'^ Siebenbiiriie»....... 7280 7339 Temeser Äauat...... 7475 7550 Ungarn.......... 73'50 79 50 «ctien vo» Vanlrn. Veld W,irr Auglo-öslerr. Äaul.....97 50 97 75, Kreditanstalt .......224 75 225 — Dcposi'teubant....... - — — Kredilaustalt, ungar.....20625 2^550 Rationalban........784 - 785 - Uuioubaut........6550 65 75 Verlehrsbanl.......10075 101 25 Wiener Nausvereiu.....103 50 103 75 klctten von Trauoport ttnterueh' mun»en. «lüelb Ware Alföld-Bahn .......115- N6-. DouaU'Dampsschisf..Gcscllschast 480 50 481 50 EUsabeth.Westbahn.....157- 157 50 Ferdinands-Nordbahn . . 1995-2000-. Fiani'.'lllseuIi'NnIni .... 12? — 12750 Veil» Ware Galizische Karl«Ludwig-Nahn 235 50 235 75 Kaschau-Oderberger Bahn . . 101- 10150 Lemberg Czeruowil)er Vahu . 124'— 124 50 Lloyd ' Gesellschaft..... 565 566 — Oesterr. Nordwestbah» . . . 107'75 108 — Rudolss-Äayu....... 116 — 116 50 Staatsbahil........ 255 5U 256 — Südbahn......... 68 50 69 — Theiß-Hahn........ 185— 186 - Uugar.'galiz, Verbindungsbahn 80-50 8150 llugarische ^ordostbahu . . . 110— 110 50 Wiener Trauuuau Gescllsch. . 153 - 154 - Pfandbriefe. Allg.öst.Vodenlreditanst.(l.Gd.) 110— 110 50 „ „ „ (iV.'V.) 92 75 93- Natioualbai'.l....... 97^80 S3'.- Ung. Vodeulredit°Iusl. (Ä.-V.) 9325 93 50 Prioritäts vllllgalioucn. Elisabeth°B. 1. Em..... 92 - 9225 Ferd,-Nordl>. iu Silber . . . 101 75 102 Fra»z°Ioseph.Äahn .... 84 - 8450 (Ual !l>s,rl-^!.x>,,!^ ^ 1 <5„, 99'75 100'— ----------------------- ^ 84.. ^" Oesterr. Nord.oest.Vah" ' ' 6l^ iH, Sicbeubürger Vahil - ' "^l^ Staatsbal)» 1. Em. - ' . . I0".. s^ Südbahn » 3«/. .-''.. ^ ,, 5°/. .-''.. ^ Sübbahn, Äous - > ' ' ^., Devise«. ^ ^i>> Auf deutsche PlMc - ' . . l'^p >^> Loodou, surze S'ä)t - . , '^55 Luliduü, lange Slchl ' . . ' Paris ...-''' i^ »i2 25 Goldrente 71 - bis 71 10. jkred'l 225'10 bis '^^" »ondon 116 75 vis 117 15. Napoleons 9 3? bis 3 33 Silber 100 bis 100 10