3K.297. Freitag, 29. December 1899.________________Jahrgang 118. Mbacher Zeitung. V»«n»«»r»t<«»»pre««: «l«t Postdtisenbuna: «anzMlla sl. lb. h«lb,Hhr«ll fl> >b0 Im «°mpt°il: Nelne Iüleralr bi« ,,, 4 lallen « lr„ «rbftsls pn Z,!l, « ll! b«l «fttren Wiebnh°,un«en per gellt » li. Die «üaib. Zta,» n1ll»e«nt tilgllch, m!t «ulnahme bei Sonn- und »eiertage. Dle «tz»l»ift»«tt»» btfinblt stch mittag«. Unlianlleite Vriefe »»erben nlcht »n«enommen, ««anujcrlple nicht «urü«g«V«lU. Vränumerations-Emladung. Vlit I. Jänner beginnt ein neues Abonnement auf die Laibacher Ieitung. Die «Laibacher Zeitung» tritt in ihren 119. Jahrgang ein. Es ist das Nestreben der «Laibacher Zeitung», bei der Auswahl des Stoffes, bei Veröffentlichung der Draht- und Postnachrichten nur auf das thatsächlich Interessante Bedacht zu nehmen und den verschiedenen Geschmacksrichtungen ihrer Leser gerecht zu werden. Die telephonische Verbindung mit Wien ermöglicht die Vermittelung der neuesten wichtigsten Ereignisse. In der Rubrik «Locales» findet jeder Leser kurzgefasste Nachrichten von localem Interesse. Diese Abtheilung bildet, da sie die kleinen und großen Geschehnisse aus der engeren Heimat in genauen Aufzeichnungen bringt, das engste Bindeglied zwischen der Schriftleitung und den Lesern. —Dem Volkswirtschaftlichen wird auch fernerhin die größte Aufmerksamkeit zugewendet werden; Berichte über Verhandlungen in den Vertretungstörpern, über Sitzungen des Gemeinderathes, Landtages, der Handelskammer u. dergl. m. werden, wie bisher, rasch und übersichtlich zur Veröffentlichung gelangen. Inl locale» Theile sinden ferner die Leser ein umfassendes Bild aller Vorgänge, die sich in der Stadt und ihrer Umgebung täglich abspielen und für die Bevölkerung von Interesse sind. Ueberdies wurde der Kreis der ständigen Correspondents beträchtlich er-weitert und wird im neuen Jahre auch noch eine Erweiterung erfahren, so dass sich die «Laibacher Heilung» stets in der Lage befinden wird, über wich» tigere Ereignifse auf dem flachen Lande, mit besonderer Berücksichtigung des socialen Lebens, in zuverlässiger und prompter Weise zu berichten. Theater, Musik und alle Vorkommnisse auf dem Gebiete der Kunst werden, wie bisher, die gebürende Würdigung finden; ebenso wird dem Vereinsleben eingehende Beachtung geschenkt werden. Auf dem Gebiete des Feuilletons wird die «Laibacher Zeitung» bestrebt sein, ihren Lesern eine gediegene Lecture zu bieten; es werden nebst fortlaufenden Erzählungen kleinere Feuilletons von allgemeinem Interesse zum Abdrucke gebracht werden. Die Prlinumerations-Vedingungen bleiben n nversnbert und betragen: mit Postverslndung: für ßnibachl ganziilhrig ..»OK— l, ganzjährig . . »» X — K halbjährig ..»»»—» halbjährig . . I» » — » vierteljährig . 7 » «l0 » vierteljährig . » » 50 » monatlich... lt » »» » monatlich... I » »» « Für die Zustellung ins Haus für hiesi g Abonnenten per Jahr 2 Kronen. MM" Die PränumeraNon« > Velräge wollen portofrei zugesendet werden. Jg. u. Kleinmayr äe Fed. Kamberg. Amtlicher Theil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. December b. I. den Reichsrathsabgeordneten und Advocaten Dr. Johann Zätek in Olmüh zum Mitgliede deS Reichsgerichtes allergnäbigst zu ernennen geruht. Elarym. p. Kindingern». p. Seine l. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 12. December d. I. den Ersatzmann des Reichsgerichtes Hof-und Gerichts-advocaten Dr. Anton Haßlwanter zum Mitgliede und den Sectionschef i. R. Johann Ritter von Spaun zum Ersahmanne des Reichsgerichtes allergnädigst zu ernennen geruht. Elarym. p. Kindingerul. p. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben die nachstehenden Allerhöchsten Handschreiben allergnädigst zu erlassen geruht: Lieber Freiherr von Braun! Indem Ich Sie in theilnahmsvoller Würdigung Ihres andauernd leidenden Zustandes, welcher Ihnen die fernere Ver- sehung Ihres wichtigen und mühevollen Postens nicht mehr möglich erscheinen lässt, hiemit von der Stelle Meines Cabinetsdirectors in Gnaden enthebe und Ihren Uebertritt in den dauernden Ruhestand genehmige, sehe Ich Sie mit tief empfundenem Bedauern von Meiner Seite scheiden. Mit Meinem vollsten und stets reichlich verdienten Vertrauen ausgestattet, waren Sie Mir durch eine ungewöhnlich lange Reihe von Jahren ein treuer, selbstloser und bewährter Berather, in vielen schweren Momenten eine nie versagende Stütze und haben sich einen unvergänglichen Anspruch auf Meine besondere Erkenntlichkeit erworben. Es ist Mir ein Herzensbedürfnis, Ihnen Meine vollste Anerkennung und Meinen wärmsten Dank für all die Meiner Person mit aufopfernder Hingebung geleisteten hervorragenden Dienste auszusprechen. Mit dem innigen Wunsche, dass die Vorsehung Ihrem an dankenswerter Thätigkeit so reichen Lebensgange noch viele Jahre anreihen möge, versichere Ich Sie der Fortdauer Meines unwandelbaren Vertrauens und verleihe Ihnen als äußeres Zeichen Meiner Anerkennung die Brillanten zum Großlreuze Meine« Leopold-Ordens. Wien am 18. December 1699. Franz Joseph w. p. Lieber Ritter von Schiehl! Ich ernenne Sie zu Meinem Cabinetsdirector und verleihe Ihnen taxfrei die Würde eines Geheimen Rathes. Wien am 18. December 1899. Franz Joseph m. p. Seine t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 16. December d. I. die Versetzung des mit dem Titel und Charakter eines Hofrathes bekleideten Directors der Münzen», Medaillen- und Antikensammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses Dr. Friedrich Kenner über sein Ansuchen in den bleibenden Ruhestand allergnädigst zu genehmigen und demselben aus diesem Anlasse in Anerkennung seiner vieljährigen vorzüglichen Dienstleistung das Ritterkreuz des Leopold«Ordens taxfrei Feuilleton. Neue Poesien.* Es geschah im Jahre 1890, dass wir an dieser Stelle zum erstenmale eine Sammlung von Balladen und Romanzen aus der Feder des slovenischen Dichters Nnwn Uzlerc einer näheren Besprechung unterzogen. Seit dieser Zeit hat Aikerc einen zweiten und einen dntten — den uns vorliegenden — Band seiner Ge-dlchte erscheinen lassen, lauter Poesien, die. stets nach 'hrem jeweiligen Erscheinen im .I^udh'nnski Avon. emer-Ms hochgepriesen, anderseits scharf getadelt, jedenfalls m oer slovenischen Literatur einen hervorragenden Platz "nnehmen und demgemäß auch an dieser Stelle wenig-Nens in großen Umrissen besprochen werden mögen. . Die modernen Richtungen, die im Verlaufe der Men Jahre in die slovenische Literatur mit all ihren ^zügen, aber auch mit all ihren Auswüchsen Em-,^'lg gefunden, sie haben auch Merc bei seinem dich-«"sehen Schaffen nicht unberührt gelassen. Es scheint uns aber, als wollte der Dichter mit Vorbedacht einen nnttleren Weg wandeln: abseits von den alten Tra-omonen, denen er in der ersten Periode seines Wirkens gehuldigt, aber auch ferne von jener armseligen De-"denz, die hierzulande, mit einigen originell sem wollenden Flittern behängt, Wurzel zu fassen versucht "Nd als «neuartig, immerhin einige Anhanger Ul° — Bewunderer findet. Nikerc brach nut der ^omantik, er riss sich los von den alten Stoffen, d« ^ l« seiner ersten Zeit mit Vorliebe behandelte — er wandte sich dem modernen Leben zu, er behandelt 'vclale Probleme, denen er allerdings mitunter em uerthümliches Gewand zu geben liebt, oder die er m Ill^agenumwobene Lande versetzt — er ist mit einem N''l. k- pl- XI«'°",»V5 H r>6. n»ml)«r«, 1900. Pm« Worte em Dichter der Gegenwart, und jeme Gestalten, die er stets mit staunenswerter Plastik vorführt, sie wurzeln mit geringen Ausnahmen in der Gegenwart; sie sind außerdem real gebacht und streng real dargestellt. Es thut uns manchmal leid um den zarten Hauch der Poesie, den der Dichter, jedenfalls mit Vorsatz, von den Gebilden seiner schöpferischen Phantasie gewaltsam abstreift! Wir bedauern diese — Energie stellenweise umsomehr, als uns auS diesem Grunde in seinen Gedichten auch mitunter reine Prosa entgegentritt und entgegentreten muss. In dem Bestreben, realistisch zu sein, verfällt Ailerc hie und da in den Fehler, pro-saisch zu werden! Anderseits aber bezwingt uns die kräftige Gestaltungsgabe, die Plastik der Zeichnung, die Feinheit der Beobachtung, die ätzende Satire, der rücksichtslose, schneidende Spott und endlich als die Resultierende all dieser Vorzüge die bunte Mannigfaltigkeit, das schillernde Mosaik der verarbeiteten Motive und der Gedankenfülle. Mitunter verliert sich in dieses bunte Gewühl allerdings auch eine verblasste Idee, die sich trotz ihrer modernen Schminke in ihrer Umgebung nicht eben vortheilhaft ausnimmt — eine alte Kokette im Backfischgewande — aber man geht füglich an derlei Gestalten vorüber, um lieber die jugendlichen, frischen Erscheinungen genauer zu besichtigen... Merc hat seine «Neuen Poesien» in zwei Haupt-gruppen eingetheilt. Die erste enthält zunächst lyrische Dichtungen, unter denen namentlich jene «Aus dem Taaebuche» bemerkenswert erscheinen; die zweite Ab-theilung bringt Balladenhaftes und den satirischen Cyklus «Eulenspiegel im Morgenlande». Es wäre nun allerdings eine dankenswerte Aufgabe, die einzelnen Gedichte kritisch zu beleuchten; allein mit Rücksicht aus den knappen Raum müsseu wir uns auf einige all-gemeine Bemerkungen beschränken. Bis auf einige minderwertige Gedlchte, die unz entweder zu alltäglich oder aber ohne Pointe erscheinen — wir führen in dieser Beziehung namentlich das Gingangsgedicht «XH bi w VPI-K3»!» und die Ballade «Drsme» (ein start abgenütztes Sujet!) an — zeugen die Poesien von einer starken Individualität, die, unbekümmert um allfällige Angriffe, ihren eiaenen Weg wandelt und Beachtenswertes, wenn auch Nlcht immer Einwandfreies bietet. Nökerc spricht in den social angehauchten Gedichten eine von Kraft, von Ueberzeugung getragene Sprache, er schlägt aber in anderen Poesien auch innige, zu Herzen gehende Töne an. Seine poetischen Werke sind durchaus nicht frei von Tendenz, im Gegentheil, er lässt dieselbe scharf hervortreten, er würzt sie mit beißendem Sarlasmus, der den Gegner zu heftigen Entgegnungen herausfordert. Wir haben nicht die Absicht, das Für und Wider seiner Ansichten zu erwägen; das ist Sache anderer Kreise. Indes dies eine wissen wir, dass Nikerc seine Ideen mit muthiger Ueberzeugung vertritt, da sie eben nur seiner innersten Ueberzeugung entsprungen sind! Ueber die äußere, technische Seite bei »Neuen Poesien» ist lediglich Lobendes zu berichten. Der Dichter wählt zu seinen Gedichten die mannigfaltigsten Rhythmen, er meistert die Sprache mit voller Gewalt (einige Härten vielleicht ausgenommen); er ist prägnant im Ausdrucke, versteht aber auch die Details farbenprächtig auszumalen, insoserne es in seiner Absicht liegt, durch das Milieu auf den Leser einzuwirken. Alles in allem: ein bemerkenswertes Buch, das sich den früher edierten Poesien würdig anreiht und von den zahlreichen Freunden des Dichters gewiss mit Freuden gelesen werden wird. Indem wir uns vorbehalten, in der morgigen Nummer einige Uebersetzungsproben aus den «Neuen Poesien» zu veröffentlichen, bemerken wir zum Schlufse, dass in typographischer Beziehung das Buch nichts zu wünschen übrig lässt und auch dem modernen Geschmacke vollauf Rechnung trägt. —n— (Schluss sol» «mbacher Keiwna Nr. 297. 2390 29. December 1N99. allergnädigst zu verleihen geruht. Zugleich haben Seine k. und l. Apostolische Majestät den Eustos der Nntikensammlung des Allerhöchsten Kaiserhauses, Uni« versitätsprofessor Dr. Robert Ritter von Schneider zum Director dieser Sammlung allergnädigst zu ernennen geruht. __________ Seine t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. December d. I. den Pomcapiwlar der Seckauer Diöcese, fürstbischöf' lichen Consistorialrath und Director des Diocesan» Priesterhauses in Graz Anton Griessl, den Dom-capitular der Lavanter Diöcese Dr. Johann Krizanic, den Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde A. und H. B. in Graz Karl Eckardt, den Universitäts-Profefsor Hofrath Dr. Franz Ritter Krones von March land und den Director des Staatsgymna» slums in Marburg Julius Giowacli zu Mitgliedern des steiermärlijchen Landesschulrathes auf die nächste sechsjährige Functionsperiode allergnädigst zu ernennen geruht. Bernd m. p. Den 23. December 1UU9 wurde in der l. l. Hof« und Staats' druckerei das Xl^IX. Stück der italienischen, das l.XXXIl. Stück d«r kroatischen, das l^XXXVI. Stück der slovenischen und lroa» tischen, das l.XXXVIl., I.XXXVIII., I.XXXIX., X(M., XCIII. und XciV. Stück der kroatischen, das Xdl. und X()VIl. Stück der rumänischen und das Xl^VIII. Stück der slovenischen AuS' gäbe des Neichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. 3iach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 23. und 24. December 1899 (Nr. 293 und 294) würd« die Welterverbrei. tung folgender Presserzeugnisse verboten: Nr. 49 «1^«, ken»«« äl^ve» vom 16. December 1699. Nr. 50 «I.»l,3kö ?roucly » vom Ib. December 1899. Nr. 96 «1e. k»8»»!. ?olnä. 1899. «»^HÄeni H,uß. Vitkll v.koluö. Ii»k. lieyl» v?r»2e». Nr. 345 «lliroäni I^i»lv» (Nachmittagsausgabe) vom IS. December 1899. Nr. 50 ,6e5ll>- kr»j» sammt Veilage «Xvä«Is» vom Ib. December 1899. Nr. 2b «6«8kö ä«Inic!lö I ach, 28. December. Der «Pester Lloyd» berichtet über eine Unterredung seines Wiener Correspondents mit dem gewesenen Finanzminister Herrn Dr. Kaizl über die Frage der deutsch »czechischen Verständigung. Nach den Mittheilungen des Correspondenteu hat sich Seine Excellenz über die Aussichten eines Verständigungsversuches dahin geäußert, dass die Dispositionen zu einem Waffenstillstände jetzt gegeben seien, nachdem beide Parteien gezeigt haben, dass man in Oesterreich weder gegen die eine, noch gegen die andere Nationalität regieren könne. Dr. Kaizl empfiehlt eine zwanglose wechselseitige Aussprache von Vertrauensmännern beider Seiten; dieselben sollten ganz unter sich bleiben und ihre Verhandlungen, welche sich alls den ganzen Complex der deutsch-czechischen Ausgleichs fragen zu erstrecken hätten, als vertraulich pflegen. Erst das fertige Resultat wäre von den Parteien zu genehmigen. Dr. Kaizl erklärt, bestimmt an einen Erfolg dieses Versuches zu glauben, der gefördert werde durch die aufrichtige österreichische Gesinnung der beiden Parteien und durch ihren kräftigen Wunsch, dem Staate auf die Beine zu helfen. Auch ohne irgendwelches absolutistische Experiment würden seines Trachtens die Parteien sich zusammenfinden. Die Zusammensetzung der neuen gesetzgebenden Körperschaften in Belgien auf Grund des neuen, auf dem verhältnismäßigen Wahlsystem beruhenden Wahlgesetzes wird nach Berechnungen, welche in parlamentarischen Kreisen angestellt wurden, eine solche sein, dass noch immer eine, wenn auch schwache katholisch-conservative Majorität vorhanden sein wird. Hienach wird die neue Repräsentanten-Kammer 79 Katholiken, 38 Liberale und 35 Socialisten zählen. Das katholische Ministerium, welches jetzt eine Mehrheit von 72 Stimmen besitzt, wird also nur eine Mehrheit von sechs Stimmen haben. Der Senat wird aus 59 Katholiken, 38 Liberalen und fünf Socialisten bestehen. Wenn die Neuwahlen diese Ergebnisse liefern — und das wird erst noch abzuwarten sein — so ist das greifbarste Ergebnis: die Fortdauer des katholischen Regiments. Tagesneuigleiten. — (Ein Serum gegen Alloholismus.) Aus Paris, 27. d. M., wird gemeldet: Aufsehen erregt eine Mittheilung, welche die Doctoren Sappelier und Thöbault in der gestrigen Sitzung der ^lmä^inio äe lnöäocino über ein Zerum gegen Alloholismus machten, das sie im Vereine mit dem Apotheker Äroca hergestellt haben. Das Serum stammt von einem künstlich alkoholisierten Pferde und flößt den damit behandelten Personen tiefen Ekel vor geistigen Getränken ein. — (Er ist wieder d a!) Ein hübsches Geschichtchen macht augenblicklich unter den Hutmachern von Paris die Runde. Anlässlich der Weltausstellung von 1U67 unter dem Kaiserreich war ein braver Äürger aus einem entlegenen Provinzneste nach Paris gekommen und hatte sich bei einem bekannten Hutmacher der Rue be Rivoli einen neuen Cylinder gelauft. 32 Jahre verstrichen, ohne dass der gute Provinziale Gelegenheit fand, wieder die Hauptstadt zu besuchen. Letzthin veranlasste ihn ein dringendes Geschäft, fein Städtchen zu verlassen und nach Paris zu kommen. Als er seine Angelegenheiten geordnet hatte, wollte er sich auch etwas zugute thun und beschloss den Anlauf eines neuen Hutes. Die Adresse des Hutmachers in der Nue de Rivoli war ihm aus dem Jahre 1U6? im Gedächtnis geblieben, und er eilte sofort hin. Der Laden befand sich noch an der alten Stelle. Unser Pro-vinziale öffnete seelenvergnügt die Thür und grüßte den Vesitzer, ihm wie ein alter Bekannter zulächelnd, mit den classischen Worten: «Da bin ich schon wieder!» — (Das grüßte Weihnachts«Knallbonbon) der Welt wurde im vergangenen Jahre von einem Varon Mind Kindchen. stoman von «l. Nast. (Schluss.) «Ach, nicht doch! Nein!» wehrte Inna ab, allein Anna Andreewna drückte das junge Mädchen resolut auf ihren Seffel zurück und begann sie unter dem Gemurmel von allerlei Sprüchen und Zauberworten eifrig zu bestreichen. Um Innas Mund zuckte es erst eine Weile verdächtig, endlich aber konnte sie sich nicht länger beherrschen und brach in lautes Lachen aus, in welches Anna Andreewna sogleich mit einstimmte, während lhr Thränen der Freude über die Wangen perlten. «Siehst du, wie es hilft!» rief sie. «Und du wolltest mich nicht gewähren lassen! Und jetzt hat es bereits geholfen, dass du gar schon wieder lachen kannst!» __________ XVI. Es kamen trübe Tage. Der Himmel war und blieb grau verhangen, ab und zu ein wahres Flockenheer auf die Erde herabsendend, und ruhelos fuhr der Wind um die festen Schlossmauern und strich seufzend und wimmernd im Parke durch die Kronen der Bäume. Ebenso ruhelos war Inna noch vor kurzem gewesen; jetzt aber konnte sie stundenlang am Fenster in Martya Petrownas Poudoir sitzen und nach der Land» strahe hmüberschauen, welche nur an den sie begrenzenden alten Weidenbäumen zu erkennen war, da der Schnee die an ihr zu beiden Seiten sich hin» ziehenden Gräben vijllig ausgefüllt hatte. Eines Tages überreichte Semen Stepanowitsch Martha Petrowna eine Depesche, aber so fragend Inna auch nach dem weißen Alättchen blickte, sie erfuhr doch nicht, was es enthielt. Als jedoch bald darauf Gräfin Deljanow den Befehl ertheilte, dass man anspannen und dass Dimitri nach der Station fahren solle, konnte Inna sich nicht länger beherrschen, sondern fragte, ob ein Gast sich angemeldet habe. Wer dieser Gast sei, danach wagte sie freilich nicht zu fragen, da Martha Petrowna als Antwort nur leicht mit dem Kopfe genickt hatte. Leise aufseufzend, wandte sie sich wieder dem Fenster zu und blickte nach dem Hofe hinaus, wo Phokas und Gawrilo soeben drei graue Pferde vor einen bequemen Schlitten schirrten. «Wen wird uns Dimitri bringen?» dachte sie, als das Gefährte unter lustigem Schellengeläute den Hof verlieh, und blickte dem Schlitten nach, vor welchem die kräftigen Thiere sich schnaubend durch den tiefen Schnee hindurcharbeiteten. Die Dämmerung brach früh herein. Der Wind wehte immer heftiger und trieb die schweren Wolken so lange gegeneinander, bis sich aus ihnen eine wahre Flut kleiner, fester Flocken auf die Erde ergoss, die er nun mit einem wahren Freudengeheul umher» wirbelte. «Wird Dimitri auch nicht den Weg verfehlen?» wandte Inna sich zaghaft an Martha Petrowna. «Gewiss nicht, mein Herz!» erwiderte diefe. «Aber der Gast —. «Der Gast, den ich erwarte, ist Sturm und Wetter gewohnt!» vollendete die Schlossherrin Innas stockende Rede. Da drang plötzlich durch das Wüthen und Toben Glockenklingen an Innas angestrengt lauschendes Ohr. erst leise, dann immer stärker und stärker. «Sie kommen!» stieß sie schwerathmend hervor und drückte bebend die Stirn an die Fensterscheiben. Nun verstummte das Geläute, dafür hörte man aber Dimitri munter mit der Peitsche knallen und wenige Augenblicke später stürmte jemand ungestüm die Treppe empor. Die Thüre wurde hastig aufgestoßen und Gregor Gregorowitsch erschien auf der Schwelle. «Inna!» rief er. «Meine Innal» Und er breitete die Arme aus, in die sie schluchzend und jauchzend sich hineinwarf. «Ich wusste ja, dass du mich nicht sterben lassen würdest!» flüsterte sie und barg ihr Köpfchen an seiner Brust. «Und gestorben wäre ich, wenn du nicht ge" kommen wärest!» , Als warmer Frühlingssonnenschein die ersten Veilchen wachküsste und die Wandervögel aus de»n fernen Süden herbeilockte, wurde Inna in der Schloss lapelle Gregor Gregorowitsch angetraut. Es waren nur wenige Gäste geladen zur Hoch' zeitstafel, unter diesen aber befanden sich Marty Ka^ tschenlo, Aglaja Nikolajewna und Väterchen nebst seiner Frau. Innas Wangen waren rosig überhaucht, ulVo 50, Kreide, Hanf, Besen, Apollokcrzen, Schwämme, Seife, diverse Bürsten; 2.) Droguen: Alkohol, Ammoniak, Benzin, Venzol, Jod, Jodoform, Celloidinpapier, Filtrierpapier, Cyankali; 3.) Eisenwaren: Schmirgelpapier, Flacheisen, Rundstahl, Rundeisen, diverse Drähte, Nleche, Nägel, Schrauben, Feilen; 4.) Holzwaren: Bretter aus diversen Hölzern und in diversen Dimensionen, Latten «. — Nähere Auskünfte in dieser Angelegenheit ertheilt die Handels- und Gewerbelammer für Krain. — (Weihnachtsfeier.) In der Freiin von Llchtenthurn'schen Waisenmädchen-Anstalt fand gestern nachmittags eine Weihnachtsfeier statt, die, mit einem reichen Programm ausgestattet, die lebhafteste Anerkennung des Publicums erzielte. Die Zöglinge der Anstalt brachten unter Leitung des Herrn Lehrers Schiffrer verschiedene zweistimmige Lieder zum Vortrage und lieferten durch ihre Leistung den Beweis von tüchtiger Schulung. In zwei Spielen («^0^u»ujll in plaöilo otro8i« Ijubexni» und «Ein Weihnachtsabend») überzeugten wir unS neuer-dings von dem Fleiße und der liebevollen Hingabe, womit solche Spiele einstudiert und zur Aufführung gebracht werden. Die kleinen und größeren Darstellerinnen traten mit großer Sicherheit auf; nirgends stockte die Rede, sie erhob sich sogar hie und da zu dramatischer Wirkung. Im zweiten Spiele erregten namentlich die kleinen, herzigen Engel mit dem Jesuskinde die allgemeine Aufmerksamkeil und lockten auch manch ein vergnügtes Lächeln hervor. Die Costüme der kleinen Künstlerinnen waren geschmack-voll die Darbietung sebst übte erquickende Wirkung. Nach einem reizenden lebenden Vilde «Das Häuschen in Na-zareth' wurde die Kaiserhymne abgesungen, und hiemit fand ble gelungene Feier ihren Abschluss. - Unter den Anwesenden bemerkten wir unter anderen den hochwürdlgen Herrn Fürstbischof Dr. Ieglit, ferner die Herren Gene-ralvicar Flis, Landesausschussbeisitzer Dr. Vchaffer, Director Hu bad, Monsignore Zupan «. — (Sanität s-Woch enbe richt.) In der Int vom 17. bis zum 23. December kamen in Laibach 14 Kinder zur Welt, dagegen starben 17 Personen, und zwar an Diphtheritis 1, Tuberculose 4, Entzündung der Athmungsorgane 1 und an sonstigen Krankheiten 11. Unter den Verstorbenen befanden sich 4 Ortsfremde und 9 Personen aus Anstalten. Von Infectionskrankheiten wurden gemeldet: Scharlach 3, Diphtheritis 2 und Schafblattern 1 Fall. * (Heilige Mission.) Ans Stein kommt uns die Mittheilung zu, dass in der Pfarre Stranje vom 6. bis zum 14. Jänner 1900 eine heilige Mission stattfindet, welche von drei Patres des Franciscaner-Klosters aus Laibach geleitet werden wird. —r. * (Tod durch Erfrieren) Wie man uns aus Adelsberg meldet, ist in der Nacht vom 23. zum 24. d. M. der Kaischler Anton Knafelc aus Iuriie auf dem Wege von Bat nach Iursiö erfroren. Der Verunglückte hinterläfst eine Witwe mit acht unverforgten Kindern. —r. — (Für Bergarbeiter, welche Arbeit in den Gruben von Westfalen suchen.) Vom Oberbergamt in Dortmund in Westfalen ist kürzlich eine Bergpolizeiverordnung, betreffend die Beschäftigung fremdsprachiger Arbeiter beim Bergwerksbetriebe im Oberbergamtsbezirke Dortmund, erflossen. Wie wir der gedachten Bergpolizewerordnung entnehmen, verfügt dieselbe, ^dass fremdsprachige Arbeiter beim Betriebe von Bergwerken und de« dazugehörigen Aufbereitungsanstalten und Äri-quettessabrilen nur dann beschäftigt werden dürfen, wenn sie genügend deutsch verstehen, um mündliche Anweisungen ihrer Vorgesetzten und Mittheilungen ihrer Mitarbeiter richtig aufzufassen, als Aufseher, Maschinenführer lc. aber nur für den Fall aufgenommen werden können, wenn sie die deutsche Sprache außer in Wort auch in Schrift und Druck beherrschen. Zuwiderhandlungen gegen diese Bergpolizeiverordnung werden gemäß H 208 des allgemeinen Äerggesetzcs mit Geldbuhen bis zu 300 Mark, im Unvermögensfalle mit Haft bestraft, sosern nicht nach den allgemeinen gesetzlichen Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt ist. Das genannte Oberbergamt begründet die erlassene Verordnung nachstehend: Der große Bedarf an Arbeitskräften beim rheinisch-westfälischen Steinkohlenbergbau bewirkt, dass die Zahl der Bergarbeiter, deren Muttersprache eine andere als die deutsche ist, von Jahr zu Jahr zunimmt. Manche dieser fremdsprachigen Arbeiter sind der deutschen Sprache so wenig mächtig, dass sie nicht imstande sind, Anweisungen ihrer deutschen Vorgesetzten oder Mittheilungen ihrer Mitarbeiter richtig aufzufassen; manche tonnen zwar deutfch verstehen, vielleicht auch fprechen, aber nicht lefen, fo dafs es erklärlich ist, wenn bei so vielen dieser Leute in Bezug auf die von der Bergbehörde und von der Betriebsleitung erlassenen Vorschriften die größte Unkenntnis herrscht. Ein solcher Zustand muss aber vom sicherheits-polizeilichen Standpunkt aus sehr bedenklich erscheinen, wenn man berücksichtigt, dass beim Nergwerksbetriebe von dem Thun und Lassen des einzelnen Mannes nicht nur seine eigene Sicherheit abhängt, sondern auch die seiner Mitarbeiter. Die Bergbehörde ist deshalb gemäß H 196 des allgemeinen Berggesehes vom 24. Juni 1865/92 befugt und verpflichtet, die Befchäftigung fremdsprachiger Arbeiter so weit einzuschränken, dass die aus mangelnder Kenntnis der deutschen Sprache entstehende Gefahr beseitigt werde, und sollen diese Bestimmungen, um ihre Einführung thunlichst zu erleichtern, auf die gegenwärtig schon dem Oberbergamtsbezirke Dortmund ungehörigen Bergarbeiter erst nach Ablauf von fechs Monaten und nur in einzelnen Fällen ausnahmsweise nach Ablauf von 18 Monaten nach Bekanntmachung der Verordnung im Negierungsamts-blatte für den Bergamtsbezirk Dortmund Anwendung finden. -ilc. — (Lehrerverfammlungen.) Der Verein zur Errichtung eines LehrerconvicteS in Laibach hielt gestern vormittags im «Narodni Dom» eine zahlreich be-suchte Generalversammlung ab. Nach einer seitens des ersten Obmann-Stellvertreters Herrn Gabriel erfolgten Begrüßungsrede erstattete Herr Schriftführer Rejel Bericht über die Vereinsthätigkeit im verflossenen Jahre. Der Verein zählte gegen 400 Mitglieder. Die vom Verein errichtete Kaifer Franz Iosef'Stiftung für Lehrer-waisen in Krain im Betrage von 40 st. wurde der Tochter des Lehrers Josef Osana verliehen. — Aus dem Berichte des Herrn Eassiers Dim nil geht hervor, dass sich das Vermögen des Convictvereines derzeit aus 5244 fl. 82 kr. beläuft. — In den Nusschuss wurden gewählt die Herren: Zumer (Obmann), Gabriel (I. Stellvertreter), Cepuder (II. Stellvertreter), ReHel (Schriftführer), Dimnil (Cassier), Crnagoj, Furlan. Gangl und Likar (Ausschussmitglieder). — Darauf tagte ebenfalls im «Narodni Dom» der slovenische Lchrervereln. Der Obmann Herr I. Rezel besprach die dreißigjährige Thätigkeit des Vereines und gedachte der um denselben hochverdienten, nunmehr bereits verstorbenen Schulmänner Praprotmk. Tomiii und Motnil. Sodann berichtete der Laibacher Zeitung Nr. 297. 2382 2g. December 1899. Vereinssecretär Herr Gangl über die Thätigkeit des Vereines im verflossenen Jahre und der Vereinscassier Herr Ernagoj über dessen materiellen Stand, der als günstig bezeichnet werden lann. Nach einem Berichte des Herrn Dimnil über die Kaiser Franz Josef-Stiftung für Lehrerwaisen stellte Herr Likar einige Anträge, betreffend das Verhältnis der Lehrer zu den Schul« behvrden. In den AuSschuss wurden gewählt die Herren: Rejel, Lilar. Gangl. Crnagoj, Dimnil, Ielenc. Gabriel, Letnar und Verbic. Mit einem dreimaligen Slava-Rufe aus Seine Majestät den Kaiser wurde die Versammlung geschlossen. — Im llonferenzzimmer des Obergymnasiums fand nach-mittags unter dem Vorsitze des Herrn Directors Sene -lovii die konstituierende Versammlung des pädagogisch-literarischen Vereines «Äovengk» äolsk» Nation,» statt. An derselben nahmen gegen vierzig Vertreter der Mittelschulen, Lehrer - Bildungsanstalten und Volksschulen aus Kram und aus der Steiermarl theil. Die Statuten des Bereines, über welche Herr Director Schreiner aus Marburg referierte, wurden mit einigen Abänderungen angenommen und werden demnächst zur Genehmigung unterbreitet werden. In den provisorischen Ausschuss wurden gewühlt die Herren: Director Schreiner (Obmann), Lehrer Dimnik, Oberlehrer Gabriel, Director Hubad, Prof. Leoec, Prof. Matel, Professor Dr. Nedved. Director Nerat und Director Senekovit. — (Typhus.) Am 23. d. M. ist der technische Leiter der Reblausbekämpfungsarbeiten für Kram, Herr Nohuslav Slaliczly, in Rudolfswert an Vauchtyphus erkrankt und befindet sich im Kaiser Franz Iosef-Spitale zu Kandia in ärztlicher Behandlung. Ein Dienstmädchen ist in den Feiertagen dieser Krankheit erlegen. —6 — — (Schweine erfroren.) Infolge der strengen Kälte sind dem Besitzer Josef Gole in Groß-Kal, Gemeinde hönigftein. am 26. b. M. zwei Schweine im Stalle erfroren. —e— Theater, Kunst und Literatur. — (Das Concert im Finstern.) Man schreibt au» Wilna: Meister Ondritel hat während des Concertes, das er in der letzten Decemberwoche hier absolvierte, ein Beispiel seltener Geistesgegenwart gegeben. Während er die O moU Fuge von Bach für Violine spielte, versagte plötzlich die elektrische Beleuchtung, und der bis aufs letzte Plätzchen gefüllte Saal war in tiefste Finsternis gehüllt. Ondriiel spielte die Fuge ruhig zu Ende und beugte derart durch seine Geistesgegenwart einer Panik vor. Als es wieder Licht wurde, drängte sich das Publicum bis an die Estrade heran und beglückwünschte den Meister zu seiner Kaltblütigkeit, die zweifelsohne ein großes Unglück verhütet hatte. — («Tr»u^»kk äeislu,.») Unter diesem Titel ist vor kurzem im Selbstverlage des Verfassers Josef Vi perle in der Milic'schen Buchdruckerei ein 94 Seiten umfassendes Büchlein erschienen, welches den Krainern und auch anderen Kreisen, die sich um das Wunderland Kram interessieren, sicherlich willkommen erscheinen wird. Im ersten Theile gibt uns der Verfasser einen geschichtlichen Ueberblick Krains, welchem sodann die oro-graphische und hydrographische Beschreibung des Landes folgt. Verhältnismäßig kurz wird das Klima Krains behandelt. Im statistischen Theile macht uns der Verfasser mit dem Flächeninhalt und der Bevölkerung, Verwaltung, Kirche und Schule, mit den Erwerbsverhältnissen, Verkehrsmitteln, Finanzen und der politischen Eintheilung des Landes bekannt. Bei der Besprechung der Eisenbahnen vermissen wir die Oberlaibacher Nahn, welche doch schon mehrere Monate vor dem Erscheinen dieses Büchleins eröffnet worden ist. Fast zwei Drittel des ganzen Stoffes nimmt die politische Geographie ein, welche im Verhältnisse zu den anderen Theilen dieser Abhandlung fast zu weitläufig erscheint. Cs werden auch ganz unbedeutende Ortschaften aufgezählt, die bis jetzt noch ziemlich unbekannt sind. Der Verfasser aber rechtfertigt in der Vorrede diese Weitläufigkeit damit, dass gerade diese Ortschaften deshalb unbedeutend geblieben seien, weil bis jetzt noch niemand auf dieselben die Aufmerksamkeit gerichtet habe. Gerade in Krain gebe es noch eine ziemliche Anzahl sogenannter unbedeutender Ortschaften, welche einer näheren Betrachtung würdig wären, da manche dieser Ortschaften mehr Interessantes für den Touristen, Naturforscher und Alterthumsforscher bieten als sehr bekannte Ortschaften. — Trotz einzelner nicht namhafter Mängel, welche dem sonst gelungenen Werke anhaften, können wir das Büchlein nur bestens empfehlen. Der Verfasser befitzt noch viel Material für eine umfassendere Landeskunde von Krain und sammelt noch fortwährend Daten für ein größeres Werk über Krain, welches er gelegentlich der Oeffentlichkeit zu übergeben hofft. Wir begrüßen diese Idee und hoffen, dass das neue Werk auch mehrere die Beschreibung belebende Illustrationen zieren werden. — («Die neue österreichische Posttax-ordnung.») Gerade noch zur rechten Zeit vor ihrem Inkrafttreten erschien bei Hans Wagner in Graz «Die neue österreichischePosttaxordnung» vom 25. November 1899. Viltig vom 1. Jänner 1900 an. Vei den großen Ver. änderungen, welche sowohl in den Posttazen als auch in Postwertzeichen in neuer Währung durch diese Posttax/ ordnung hervorgerufen werden, ist dieses Büchlein für Geschäftsleute, Kanzleien, kurz für jedermann, der mit der Post zu thun hat, geradezu unentbehrlich. Der Preis des« selben beträgt 30 kr. Neueste Nachrichten. Die Delegationen. lOilzinal'Ielegrammt.) Wien, 26. December. (Oesterreichifche Delegation.) Der Minister des Aeußern Graf Golu-chowski übermittelt eine Vorlage der gemeinfamen Regierung, betreffend die Bewilligung des Budget« Provisoriums für die ersten vier Monate des Jahres 1900. Die Delegation beschließt über Antrag des Del. Grafen Deym, die Vorlage sofort dem Budget-ausschusse zuzuweisen, mit dem Auftrage, darüber sogleich zu verhandeln. Der Präsident beraumt die nächste Sitzung für heute nachmittags 1 Uhr an. Die Sitzung wird hierauf geschlossen. In der nach der Plenarsitzung stattgefundenen Sitzung des Budgetausschusses der österreichischen Delegation gelangte das Budgetprovisorium zur Berathung. Del. Kramat erklärt, die Czechen können, solange das dem böhmischen V»lle durch die Aufhebung der Sprachenverordnungen zugefügte Unrecht nicht gut gemacht ist, für keine Forderung der österreichischen oder der gemeinsamen Regierung stimmen und wird er deshalb auch gegen das Budgetprovisorium stimmen. Del. Strän sky fragt, warum das Budgetprovisorium für vier Monate und nicht für eine kürzere Zeit verlangt wurde. — Reichsfinanzminister v. Kallay erwiderte, dass dies eine Vorsichtsmaßregel gewesen sei und auch in früheren Jahren wiederholt längere Pro« visorien in Nnspruch genommen wurden. Uebrigens würde es selbstverständlich sein, sobald der Voranschlag für 1900 genehmigt sei, dass dieser sofort an Stelle des Provisoriums trete. Das Budgetprovisorium wird hierauf mit der von der ungarischen Delegation angenommenen Abänderung, wonach es im 4. Alinea statt: festgestelltes «festzustellendes» Beitragsverhältnis heißen soll, angenommen. Del. Pacat und Genossen interpellieren den Minister des Aeußern wegen der Ausweisungen österreichischer landwirtschaftlicher und industrieller Arbeiter aus Deutschland und weisen auf die seinerzeitige Er« klärung des ehemaligen Ministerpräsidenten Grafen Thun im Abgeordnetenhause hin, und heben hervor, dass in der letzten Zeit die Ausweisungen aus Deutschland zugenommen haben. Anderseits sei die agitatorische Thätigkeit der preußischen Unterthanen in Nordböhmen gewachsen, und fordere daher, dass der Minister des Aeußern auf die Einstellung der Verfolgung der österreichischen Arbeiter durch die preußischen Behörden hinwirke. Die Interpellanten verweisen auf die Rücksichten, welche ein Alliierter dem anderen schulde und iragen, ob der Minister des Aeußern geneigt sei, dem Berliner Cabinet vorzustellen, dass ein derartiges Vorgehen ungeeignet sei, die Sympathien Oesterreichs für ein Bündnis mit Deutschland zu vermehren. Die Delegation beginnt die Debatte über das gemeinsame Budgetprovisorium. Del. Gregr erklärt, die böhmischen Delegierten werden gegen das Budgetprovi« sorium stimmen und bespricht die Aufhebung der Sprachenverordnungen. Er verweist auf Blätterstimmen, welche diese Aufhebung auf den Einfluss Deutschlands zurückführen und sagt, der deutsche Kaiser soll seinen Unmuth Über die Unterdrückung der Deutschen in Böhmen geäußert haben, was die Aufhebung der Sprachenverordnungen zur Folge hatte. Das wäre, sagt Redner, ein Zeichen, wie sehr Oesterreich bereits in den Umarmungen des Dreibundes geschwächt sei: ein Zeichen, dass es bereits der inneren Freiheit entbehre. Die Czechen hatten von Anfang an eine instinctive Abneigung gegen den Dreibund, als Factor gegen das Recht des böhmischen Volkes. Redner greift die hohe österreichische Bureaukratie an, welche er als den ge« fährlichsten und heftigsten Gegner der Böhmen be-zeichnete. Solange d« Macht dieser Bureaukratie ungebrochen sei, sei an einen Wandel zum Bessern nicht zu denken. Redner erklärte schließlich, Böhmen werde stets gegen die jetzige Verfassung kämpfen, welche ein Hindernis gegen die Verwirklichung des böhmischen Staatsrechtes sei. Del. R u h antwortet auf die Rede Gregrs und protestiert gegen die Denunciation, welche den Deutschen antidynastische Gesinnung vorwerfe. Auf Grundlage des böhmischen Staatsrechtes werden die Deutschen mit den Czechen niemals Frieden schließen, weshalb Redner die Hoffnung ausspricht, dass der Friede zwischen Deutschen und Czechen auf anderer Grundlage zustande kommen werde. Del. Lemisch protestiert gegen die Aeußerung Gregrs. dass der Dreibund die unnatürliche Verbrüderung von durch Gegensähe getrennten Staaten sei und sagt, der Dreibund entspreche dem wahren und ausdrücklichen Verlangen des deutschen Volkes und sei ein Herzenswunsch der Deutschen im Reiche und der Deutschen in der Ostmark. Redner protestiert gleichfalls gegen die Denunciationen Gregrs und erklärt, er werde gegen das Budgetprovisorium stimmen, da die Regierung nicht genügend aufgeklärt habe, weshalb sie ein viermonatliches Provisorium anspricht; seine Partei sei gegen ein viermonatliches Provisorium auch im Hinblick auf das neue österreichische Cubinet, welches dieses Provisorium als Deckmantel für ungesetzliche, auf § 14 basierende Acte benutzen könnte. Del. Funle sagt, durch ähnliche Reden wie die Grcgrs können die Friedensbestrebungen zwischen Deutschen und Czechen nicht gefördert werden. Er beschäftigt sich mit den Sprachmverordnungen und erklärt bezüglich des Dreibundes, derselbe sei nicht durch eine Fraction oder durch ein Volk, sondern durch ganz Oesterreich geschlossen worden. Er erklärt, die Deutschen seien zum Frieden bereit; der Fnede könne aber nicht auf Grundlage deS böhmischen Staatsrechtes, sondern auf Grundlage der thatsächlichen Verhältnisse, und zwar in Wien geschlossen werden. Del. Kramar schwächt die Rede Gregrs ab und erklärt, die Czechen wollen durchaus nicht, dass die Deutschen unterdrückt werden, sie wollen nur beide Gleichberechtigung genießen. Die Czechen sind gerne bereit, zum Frieden die Hand zu bieten und bis an die Grenzen dcr Möglichkeit zu gehen. Der Friede müsse und werde gemacht werden im Interesse beider Völker, des Reiches und Oesterreichs selbst. Denl böhmischen Staatsrecht werden die Czechen nicht abschwören. Auch Pacak erklärt sich für den grieden zwischen den Deutschen und Czechen. Die Czechen seien bereit, sich an den Conferenztisch mit der Deutschen zu sehen, aber nur auf Grund gegenseitiger Glelch-berechtio,ung. Hierauf nahm die Delegation das vielmonatliche Budgetprovisorium in allen Lesungen an, 'owie den Bericht des Vudgetausschusses, betreffend die Feststellung der Uebereinstimmung der beiderseiligen Beschlüsse der österreichischen und der ungarischen Delegation. — Nächste Plenarsitzung am 9. Jänner. Wien, 28. December. (Ungarische Delegation.) Die ungarische Delegation nahm in dritter Lesung das Budgetprovisorium an und tritt nachmittags behufs Entgegennahme des Nuntiums der österreichischen Delegation über das Budgetprovisorium zusammen. Der Präsident coustatiert, dass zwischen den beiderseitigen Delegationsbeschlülsen bezüglich des VudgetprovisoriumS vollständige Einigkeit herrsche» Nach der Authentication des Protokolls wird die Sitzung geschlossen. — Die Mitglieder der ungarischen Delegation kehrten nach Budavef zurück und treffen am 2. Jänner in Wien ein, al welchem Tage oer Marineausschuss die Berathung des Marinebudgets beginnt. Am 4. Jänner findet ei,e Sitzung des Heeres-ausschusses, am «. Jänner eine Sitzung des Schluss-rechnungsausschusses statt. — Für den 9. Jänner sind die Mitglieder der ungarischen Delegation zum Hof' balle geladen. Wien, 28. December. (Och.-Tel.) Gestern fand im Eisenbahnministerium unt, zastopnikojfi raznih po.sojilnic in vsem H darovavcem prekrasnih vencevizrekam podpisana ^J v svojem in hierke Rle imenu fern potom naj- ^J odkritosrènejSi ^^ Bogr plati 1 H V Ljubljani, dne 28. decembra 1899. I (5029) Roia Verieo. I Course an der «iener Dörse vom 28. December 1899. «°«de« 0^2«, «0«^°«« zlaalS'Anlehen. l'/» «,«.«ui,ust »»^- ««'A ..Bilb« «r». Ii"n«I,.ll »»« S»bb .. «lpr ^36 ?!, l»«)« »»/. „ssünfttl ioa l. l5b»»i5?»6 «»«4« Staattwl« . . »0« l. lW l0«(!0bo bt» ,, . . « st, l»l! t« AK» k>(, »»/, »om.'Psanddl. k u» fl. t(,» ^. l0» So «^/, vesterr. Voldrrnte, sttu«ft«< »«<>K 9«»t> «o/, Kto. Nenle ln Kionentvüyl., sttuerjrel für 200 Kronen No». 9«?o 9.<» 9^ bto. bto, per Ultlmu . . 9575 98 vb »»/,»/, «strri. Investition».««««» f»l »00 Kronen 3l«m, . . »«8V 8b »!> «<»«»«h».et<,»t»lchuld««' schrelbu»>en. Alsllbethbahn In V., fteuerf«« (dlv. s«,), fllr 10« st, ». »«/, »» « »7 5b »l»n,.I!» »?"> >««rli«,o«hn «»/,«. Kronen»- Neuerf., «« ». «X» »l. >. »O0Kr «,»..... 97- 9?)0 »e» «b,efte»p. »l,enb. «lcti«. Elllllbethbalm »«> st, «Vl, 5'///, v,n «woost. «. «, »1. Vltick . ,l»50I,9-' "U! «lnz.»ub»»<« ^0 fi. ,. ». ..°V/°........ll»ÜU l,z«» «°'s«l,»..,k «ollo.« !»»/. lll . l«. »«'»»a.L»»»..V.>o« »»ern»«»t»e «lifenb. Prior.» vblbahn «Xl u. «X» «^ 4^/, ab lO°/. «. ßt. ... 9» 90 »b »0 «lllnbttdbah«, 4ufl,.4V,'»/„ »««) »».?a bto. dto ßllbti lOO fl,, 4'/,"/, SV»o!«,«> »t». bU,«»-0bli«, (Nn,, Oflb.) ». I. l87« b»/,..... gz« ,9- dto^'/.'/.Echllnlrcglll.llbl'vbl 9g «z »9 X^ b»o, Präm «nl, k 1lX> sl, 0, W. »59 l»u l»»0 liv bll,, dto, ^ «!fl. ». 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V»nl 20« sl. «0«/, ». »o-»b lltb ?i Vanlvtltin, Wiener, 100 st. . lk»^ l»« 75 V°bcr,.«Inst,,0est.,»0<>fl,T,4<^ »4» bv »44 b« «lidt,.«lnst,f, Hand, u, «least, —— ..— dto bto. per Ultimo Veptbr. »54 vb »54 3b «lrebitbanl, «ll«, un», »WN, . 1«?- i«?-l»^ Deposttenbai'l, «ll«,. »00 ft, . 110 /l> lil - «ttcompte'Ve!,, NdM.. «X> fl. ,44-- »4« - «iro«u,««,ssenv,,»»lentl, «oofl. ,!»«»«) I»?b0 Hyp°,. vest,, iNX» fl»b»/o ». ,l9>7l> i<^- Länderba»!. Oest., »00 fl. . . llb'sl,«.« 0b 0tsterl..un,»l, Vanl. «X> fi. . l»u — l«a?0 Uüionbanl »00 fl..... lb4 l»s) l6b - «nl^l«b«ll. «ll»., «u ll. . »l — «l bv « - »«--vlNchtiehl«bsl Vis. «X» fl. «N». 508 »»») — bt», dt» (lit. li) »0« ll. . 55» - 50!/. -»«« . D«»pfschiff«hr»4. »es., Osterr , 5lX» sl «Vl. . . «8 ?e 69« «Ml-Vobenbacher«..« »NUfl G. »59— »59 »0 »«binandt'Nolbb. l!X»0fI.8b0 »59 »b »l«ch. 0,»,ll-!sfl. Ü00fl,««, I»' 8U — 0«sterr. «»rbweftb «x» fl. V ^»9 b» »>V -»t, bl, slit U) «X» fl. 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Vubavest'Vastllca (Domoau) . ».-^. —. . trebttlole »00 fl...... 4«4 — 4v« — «lary'Lole 40 ft. «vl. , . . »«-«»u, b^ 4«/,.Donllu.DampfIch, «oo fl.««. ^... ». — ofener Lole 40 fl..... »«,-b<» Z«F o0 Palsfy.Los, 4<» sl, CM, . . . ,,«. . l«o. Noibei, pi-,«,, Oef! «ei»., »0sl. ^.^ ^,^ «»dolph Los, '<» II.....^4,0 z, zg «SalbN,i».«oIe »0 f!, «Vt. . . l80 - »„ -dto dt« N «in, l«9 . . »^.^ ^,.. Devisen. »msterba«.......«X» » »N««»» Deutsche Plitz«......<»8»z»«8 4> Uonbon........»4« 40 »4» ?l> »°ri« ........«lb 9»«» bl. P«ter«bui,...... — — — Dalnten. ducaten........»> <8 »« « ^talienüchf Noülnoten ...-----------» '— l«pi«.«ub»l ...:.. »b»» >»b. ' »—^........... ^.^.___^.^.^........n^ —...........^.............^^^"<""^^"»""""""""""""^»^""^"«............^................... ...........,........ ^..... (4851) 8—2 1876/99. Edict. Vom l. l. Landesgerichte in »aibach wnd bekanntgegeben: . li« sei über Ansuchen des Raimund und der Maria Suschnil in Krainburg "lt diesgerichtlichem Beschlusse vom 9ten December 1899 die Einleitung der Amorti nerulig der in Einl. I. 103 der lrain. Wandtafel eingetragenen Sahposten, als: 8ubpr»y8.11.Februar183b.Z.1139, fabuliert worden: , ^) der zwischen den Gebrüdern Io-^nn und Georg Zuderman und dem Mrrer Blasius Tschibaschel geschlossene "ausvertrag ddto. 17. September 1832 in-^tteff der Wiese «/.erkouLNx». sammt der 3^uf stehenden Kaische in Tenetisch zur ^'chelst.llung drs dnsslllligeli Kausrechtes "no dez ^^ letztereu dasür btzahlten "auWlllnues pr. 1260 fi.; 2) der zwischen den nämlichen Gebrüdern und dem Niclas Steffe geschlossene Kaufvertrag ddto. 2. December 1833 m-betreff der Wiese «I^säin». und des m die Wiese verwandelten Ackers «l^eäino»' zur Sicherstellung des diessälligen Kauf-rechtes und des vom letztereu dafür bezahlten Kaufschlllina/s pr. 240 fl ; 3.) der zwischen den nämlichen Ge. brüdern und dem Stanislaus Killer geschlossene Kaufvertrag ddto 20. December 1833 inbetreff der Waldungen «Ul-.boux. nnd «Velks veräs» zur Sicherstellung des dieefälligen Kaufrechtes und des vom letzteren dafür bezahlten Kaufschlllmg.es ^U^^pr»e..16.Mai1836.Z.374b, superintabulierl worden: 4^ der Mischen Blasius Tschlbaschek und dem ml- Martin Tschibasch^l unter Vertrewng ein.s Vaters Marcus Tschi-basche aesch ossene Verlaufs- und Kauf-^ttgom^.Februar1636mbetreff der Wiese «Xvrkounxa» sammt der darauf stehenden Kaische, auf den oben intabu-lierten Kaufvertrag ddto. 17. September 1832 zur Sicherheit des an den mj. Martin Tschibaschel übertragenen Eigenthums dieser Wiese sammt Kaische; 5.) die vom Marcus Tschibaschef im Namen seines mj. Sohnes Martin Tschi-baschek ausgestellte Schuldobligation ddto 27. Februar 1836 zu Gunsten des Blasius Tschibaschek pr. 1500 fl. EM. a!s Kaufschillingsrest inbetreff der Wiese «XsrkouuxÄ» sammt Kaische auf den obigm Kaufvertrag ddto. 27. Februar 1836 bewilligt worden. Es werden daher alle jene, welche auf diefe Rechte und Forderungen Ansprüche erheben, aufgefordert, dieselben bis längstens 1. Februar 1901 bti diesem Gerichte so a/wiss anzumelden, widrigenfalls nach fruchtlosem Verlaufe oiser Frist über neuerliches Ansuchen dl'r Antragsteller die Amortisation der Einverleibung des für die oberwähnten Rechte und Forderungen haftenden Pfandrechtes und desfen Löschung bewilligt werden würde. K. l. Landesgericht in Laibach am 9. December 1899. (60M) Soeben erschien: H—1 Die neue österpeichische Posttaxordnung giltig vom 1. Jänner 19DD an. — Preis 30 kr., per Post 32 kr. -•- Voniithig in der Buchhandlung 3g. v. Xletnmayr S fei. Jambcrg Laibach, Congressplatz 2.