Nr. 117. Montag, 22. Mai 1911. 130. Jahrgang. Mbacherj Zeitung ArAnumrrnlionVprii«: g^ Poftv'rstndxna: nan^öhriss »n k. Iialdjölilii, lü K In, Kontor: aanzjihnn ^« ", h«Itinl,l!« ll «. ^ür dls ZllUrl!,,»« in« Hans ßaliziährlg !i X. — Il>lrl»il,l,«si»l>«hr: ssiil N'in, Ius'ialr Dir «Laibacher Zrilunn» »lllti'mt tlsslick, mit Mu»»!«l!N,s drr Coni,- u»d ff'islllln», T>» Vt>«iwiNr«Non bsfinde^ sich MiNoin strafie Ni, lil»! dir A,d«l>1ion Miflliii, lliahs ?tr, li0, Epr!-el,l<„i,ds!i t>rr Nsdalüoii lwi, « bil 10 Uhr dülmitlogs. U»sra»li»l!' Blirj» werde» nichi ong,»liN!Mtn. Mnnuslliplr nicht juiullgtjltlU. Telephon »Nr. der Revaltion 52. Amtlicher Geil. Nach dem Amtsblatt« zur «Wiener Zeitung» vom 19. Mai ^ll (Nr. 11b) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß» «lzeugnisse verboten: Nr. 132 .Arbeiterwille, vom 14. Mai 1911. Nr. 435 «Futro» vom 15. Mai 1811. Nr. III .8Iovsnoc. vom Ib. Mai 1911. .Nz8« privo» vom 12. Mai 1911. MchwmMcher Geil. Die Lage in Ostasien. Aus Petersburg wird der „Pol. Korr." von be» achtenswerter Seite geschrieben: Die politische Welt ^uißlands wurde infolge der seit Wochen wiederkehren» ^n Mitteilungen über eine beunruhigende Gestaltung ^ Lage im äußersten Osten vielfach in einen nervösen Zustand verseht, durch den ihr Urleil über die Mög» ^keilen der nächsten Zukunft irregeführt wird. Die ^"'rkung der von maßgebenden Stellen veranlaßten beruhigenden Aufklärungen wurde unleugbar durch den Umstand abgeschwächt, daß nicht auswärtige Blätter, ^ei denen man eventuell eine Nußland unfreundliche Tendenz vermuten tonnte, sondern russische Prcßorganc es sind, in denen die Situation als bedrohlich geschil» dert und geradezu von der Gefahr eines nahe bevor» stehenden Krieges gesprochen wird. Es erscheint daher keineswegs als überflüssig, neuerdings in bestimmter Form zu versichern, daß der Eintritt einer ernsten Ver> Wicklung zwischen Nußland und China derzeit nicht ins Auge gesaßt zu werden braucht. Der Ursprung der aus Ostasien kommenden Gerüchte ist zum großen Teil un» zweifelhaft in der Gärung zu suchen, die das Neich der Mitte durchmacht und deren Nückwirkungen sich auch "ach außen hm fühlbar machen. Es kann nicht über-wscheu, wenn diese innere Unruhe Chinas und die hef< tifM Ausbrüche der nationalistischen Strömung bei den ^urt lebenden Ausländern den Gedanken wachrufen, daß ^s Anschwellen dieser Bewegung zu kriegerischen Zu« samluenstößen führen könnte.' Vielleicht wirkt bei der Verbreitung der gedachten Nachrichten auch das Ne> streben mit, die Wachsamkeit Nußlands in bczug ans die Entwicklung der Dinge in Ostasien zu schärfen und die Möglichkeit, daß Nußland irgendwelchen Wendungen gegenüber entsprechende Vorbereitungen unterlassen könnte, zu verhüten, zu welchem Pnntte kurz betont sein mag, daß Ermahnungen dieser Art an die maßgebenden russischeil Stelleu vollständig überflüssig sind. Jeden, falls ist es aber ratsam, der fortgesetzten Beunruhigung der öffentlichen Mcinnng mit der Erklärung entgegen» zutreten, daß in Petersburg zur Zeit absolut keine Pläne eines kriegerischen Vorgehens in Ostasien gc» schmiedet werden und auch die Notwendigkeit, gegen den eigenen Willen zu einem Wafsengang auf diesem Ge» biete gedrängt zu werden, nicht besorgt wird. Es mag auch neucrdiugs betont sein, daß die Meldungen über Abmachungen, die zwischen Nußland und Japan in bczug auf die Stellung dieser beiden Mächte in der Mandschurei vollzogen oder im Zuge wären, einer tat» sächlichen Grundlage entbehren. Das Referendumgesetz in Bulgarien. Aus Sofia wird geschrieben: Seil zwei Jahren besteht in Bulgarien ein Gesetz über „die Konsultie» rung des Volkes in Gemeindeangelegenheiten", oder, wie es kurz genannt wird, das „Nesercndumgeseh". Das Gesetz soll eine Art Ausdehnung der Gemeiudeaut» numie, im weitesten Sinne bezwecken, indem allen das aktive Wahlrecht besitzenden Gemeindceinwohnern unter gewissen Voraussetzungen das Ncchl erteilt wird, sich über Beschlüsse und Maßnahmen der Gemcindevertre. tung zu äußern, und zwar kann eine solche Heran-ziehung der Gemcindewählcr zur Äußerung in folgen-den Fällen stattfinden: bei beabsichtigten Gemeinde« bauten s.Kirchen, Schulen usw.), Flußregulierungen, Canalisations«, Wasserleilungs», Brücken» nnd Straßen, bauten, bei Aufnahmen von Anleihen, bei Kauf oder Verkauf von Gemeindeliegenschaslen lWäldcr, Weiden, Wiesen usw.), bezw. solcher zur öffentlichen Benützung dienenden Liegenschaften, deren Wert zehn Prozent des Gemeindebudgels ausmacht; endlich im Falle der Auswerfung neuer Gemeindeumlagen und bei Auflassung oder Verminderuug der Gemeinde als solcher, oder deren Vereinigung mit einer anderen Gemeinde. Des» gleichen hat die Gemeinde das Necht, wenn es dreißig Prozent aller Gemeindcwähler verlangen, die Gemeinde. Vertretung in den angeführten fällen zu einer Ne» ratung, bezw. Beschlußfassung aufzufordern. Es ist die Pflicht des Gemeindevorstehers, sobald in einem dieser Fälle ein Beschluß gefaßt wurde, die Gcmeindewähler davon zu verständigen, und wenn sodann zehn Prozent der Wähler eine Beratung über den Gegenstand wün-schen, innerhalb vier Wochen, an einem Feiertag, eme Versammlung unter freiem Himmel oder in einem Ge-meindcgebäude einznberusrn. In dieser Versammlung darf leine Diskussion stattfinden und es haben sich die versammelten Gemeindewähler, unter Leitung eines Bureaus, durch Stimmzettel bloß mit „Ja" oder „Nein" zu äußeru. Über den Verlaus der Neferendumversamm-Iung wird ein Protokoll geführt, Fällt die Abstimmung "ch'ndert kennen zu lernen. Doch diese Umwandlung der Sitten hat sich nicht ''Ur aus die äußeren gesellschaftlichen Formen erstreckt, Nr dringt auch ein in' das Allerheiligsle der Liebe, hat U' Sprnche der Liebe verändert und den ewigen Gc-luhlen neue Ausdrucksformcn geschenkt. Der moderne ^'llHe Ncm;, ^^ ^ hc„ Schrecken eines formellen ^k'ralsaulragcs zurück wie, vor etwas unsagbar Komi» >chem. Der moderne Mann fürchtet nichts so sehr als das Pathos des Gefühles, er hat eiue geradezu panische Angst vor dein Aussprrchen einer Empsindnng, ja er wird sogar davor zurückschrecken, einen Heiratsantrag dem Papier anzuvertrauen, nicht nur deshalb, weil eine ungünstige Antwort dann doppelt peinlich ist. Und parallel mit ihm haben sich auch die Empfindungen der Mädchen geändert' der Bewerber, der heule vor seiner Erwählten »ach dem Muster der guten alten Zeit in die Knie sinken würde, um von dieser immerhin körperlich nicht beguemen Stellung aus die große ssrage zu tun, würde bei der modernen jungen Dame nur unendliche .Heiterkeit erregen. Der Bewerber unserer Tage wird oie schicksalsschwere ^rage wenn irgend möglich mit lässig übergeschlagenen Beinen aus der unergründlichen Tiefe eines Klubsessels heraus an die Geliebte richten und dabei uachdenklich und elegant die Asche von seiner Zigarette streifen. Vor dem Worte „Ich liebe dich" zuckt der moderne Jüngling wie vor einem Mißllang zurück. Wie vollzieht sich ein wirklich moderner Heirais-aulrag? Zunächst kommt alles daraus au, einen möglichst weihevollen Moment zu suchen. Vielleicht hat man di? juuge Dame nach einem Twostcp zum kalten Vüsetl geführt nnd ihr galant einen Imbiß serviert. Und wäh. rend die Erwählte die Gabel zum Munde führt, fragt der Liebende von l^nle dann in lässigem Konversation?» ton: „Glanben Sie, daß Sie mich lieb haben könnten?" uder er wendet sich beim Five o'clock, während die junge Dame aus dem Samovar seine Tasse füllt, zu ihr und bemcrkt: „Ich möchte, daß Sie mir jeden Tag in mei-uem Heime so den Tee einschenken würden."'Und das moderne Mädchen versteht ohne viel Worte die Beden» tung dieser Fragc, auch sie vermeidet wenigstens am Ausaug jedes Wori, das um Gottcswillen vielleicht sentimental klingen könnte, und sie wird auf die Beiner« kung oes Teetrinkens ruhig antworten: „Ja, auch ich würde das sehr schön findet,", und daran wird sich in schrecklich nüchternen Formen eine trockene Erörterung schließen, wann sich das am besten durchführen lassen könnte. Es wäre natürlich falsch, wenn man in dieser Wandlung der Form cinen Mangel an Gefühl erblicken wollte, die Empfindungen des modernen glücklichen Lieb» Habers sind vielleicht die gleichen wie die seines sentimental ;xithetischen Vorgängers. Aber doch liegt in die-ser Angst vor dem Ausdruck eines Gefühls eine gewisse Feigheit, ein Auswcicheuwolleu, ein Nichtzugebenwollen, ein Bestreben, sich dem vermeintliche» Geist der Zeit anzupassen, dcr in, wirtschaftlichen Leben nüchterne Sachlichkeit über alles stellt. Mrs. Humphni, die diese Veränderungen in der Liebessprache voll Humor betrachtet, erzählt einige amü« saute Beispiele moderner Heiratsanträge, die die An. Passung an dies Ziel unseres geschäftlichen Lebens spü. reu lassen. Da ist der junge Mann, der Unternehmungs. geist und Entschlossenheit auch in Liebesdingcn darin verkörpert, indem er die künftige Gattin geradeaus fragt: „Gestatten Sie. daß ich Sie küsse?" Sie hat es gestattet, und beide sind heute glückliche Eheleute. Um-sicht und klares Urteil aber glaubt ein anderer Newer, ber zu beweisen, wenn er seinen Heiratsantrag zartfühlend damit einleitet: „Wieviel glanben Sie, daß ein juuges Ehepaar zum Leben gebraucht? Ich verdiene jetzt soundsoviel." Klassische Kürze aber zeigt jcnrr, der lurzweg aus die Geliebte zutrat und ohne Umschweife sagte: „Wollen Sie mich heiraten und ivann?" Unsere Großväter würden sich entsetzt von einem so brutalen Ungeheuer abwenden- Unsere Jugend ver-steht sich auch ohne Umschweife. Aber das, was frühere Geschlechter eineu eigentlichen Heiratsantrag nannten, jener erste Besuch mit Frack und mit einem großen Bukett, jene vorherige Frage an die Eltern, das alles ist dahin und sristelt nur noch '»> schlechten Lnslspiel ein kümmerliches Scheindasein als eine komische Situation. Laibacher Zeitung Nr. 117. 1102 22. Mai 19N. Zentralkomitee „Einheit und Fortschritt" Hal an alle Kumitecs der Provinzen der europäischen Türkei ein Rundschreiben gerichtet, durch das sie aufgefordert wer» den, zu dieser Beratung Vertreter zu entsenden. Wie man aus Rom meldet, ist dort der Vischof von Evora eingetroffen, um dem Papste die Beschlüsse zu überreichen, die von den portugiesischen Bischöfen in ihrer jüngst abgehaltenen Versammlung in bczug auf das Trennungsgesetz gefaßt wurden sind. Die Beschlüsse lanten bekanntlich im Sinne der Verwerfung dieses Gc-sctzcs. Im Vatikan ist man von dem Geiste der Einig, teit und der Disziplin, welchen die portugiesische Geist« lichkeit in dieser Angelegenheit bewiesen hat, in hohem Maße befriedigt. Aus London wird gemeldet: In der Versammlung der Fricdensgesellschaft in der Guild Hall erinnerte der Lord'Mayor an die Nedc, die der Deutsche Kaiser in der Gnild Hall gegen Ende des Jahres 1907 gehalten hat. Der Kaiser hatte in dieser Rede gesagt: „Mein Bestreben ist vor allem darauf gerichtet, den Frieden zu erhalten. Die Hanptstühe und die Grundlage dcs Weltfriedens ist aber die Aufrechterhaltung von guten Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern. Ich werde auch fernerhin dieselben stärken, soweit dies in meiner Macht liegt." Der Lord»Mayor erklärte: Jene Worte sind eine höchst befriedigende Antwort für die» jcnigcn, welche denken, daß unsere Freundschaft für das deutsche Volk nicht erwidert werde. Ich kann mich daher auf die höchste Autorität berufen, wenn ich sage, cs sin» den von feiten beider Länder Bestrebungen statt, um eine noch dauerhaftere Freundschaft zu erreichen, als die, deren wir uns glücklicherweise jetzt erfreuen. In Ehren des nordamerilanischcn Geschwaders, das gegen Ende Mai in Kopenhagen eintreffen und dort fünf Tage verweilen wird, werden große Vorbereitungen gc» troffen. Der Geschwadcrchcf, Admiral Badge, und die Kommandanten der Schiffe werden vom König in Audienz empfangen und nebst zwanzig anderen Offizie-ren des Geschwaders zu einer Galatasel im Palais ge» laden werden. Am folgenden Tag wird der König mit mehreren Mitgliedern der königlichen Familie das amo rikanische Geschwader besuchen. Der Marineminislcr wird ein großes Festmahl zu Ehren der Offiziere dcs Geschwaders veranstalten. Roosevelt veröffentlicht in der Zeitschrift „Out-look" zwei Artikel, die viel besprochen werden. Er äußert sich darin sarkastisch über die Schiedsgerichts» bewegnng und meint, gewisse Beleidigungen ließen sich nicht durch ein Schiedsgericht erledigen. Die schieds» gerichtliche Beilegung sei nur zwischen zwei Nationen möglich, die in der Kultur so vorgeschritten seien, daß cs ihnen unmöglich sei, solch« Beleidigungen zu begehen. England und die Vereinigten Staaten seien so weit vor« geschritten. Wenn aber zum Beispiel eine Nation darauf bestehen sollte, den Vereinigten Staaten einc unwillkom. mene Einwanderung aufzuzwingcn, so würde die öffent» lichc Meinung nicht einen Augenblick auf den Vorschlag einer schiedsgerichtlichen Behandlung solcher Fragen hören. Noosevelt verweist ferner darauf, daß die Ver-einigten Staaten die Vorgänge an der mexikanischen Grenze zlvar geduldet haben, daß sie aber andernfalls die Angelegenheit ebensowenig einem Schiedsgerichte unterbreitet haben würden, wie wenn statt der Mcxi. kaner, englische, deutsche oder japanische Schiffe amc» rikanischc Küstcnstädte beschossen hätten. In einem sol» Hen Falle gebe cs nur Sühne oder Krieg.___________ Tagcsnemgtcitcn. — lAn einer Briefmarke erstickt.) Man meldet aus Koblenz: Durch ein böses Mißgeschick hat ein blut-junges Mädchen ein tragisches Ende gefunden. Die 14jahrige Tochter Anna des Lehrers Kermes schrieb im Garten eine Ansichtskarte an ihre Tante, die sie eben frankieren wollte, zu welchem Zwecke sie die Marke auf die Zungenspitze legte. In diesem Augenblicke bekam das Mädchen einen Hnstcnanfall und die Marke glitt unglückscligcrweise ill die Luftröhre, wo sie sich fest-setzte. In der Todesangst lief das arme Kind sinnlos hin und her, und ehe UM Hilse wurde, war die Be« dauernswerte eine Leiche. Sie war an der kleinen Briefmarke buchstäblich erstickt. — Der FaN erinnert an ein früheres Vorkommnis, wo sich ein Mann durch Befeuchten der Briefmarke mit der Zunge eine töd» liche Vlutvergistnng zuzog. Briefmarken sollen also niemals mit der Zunge benetzt werden. — Menschen ohne Magen.) Aus Nom wird ge> schrieben: Eine mit gutem Erfolg vorgenommene Ent» fernung des Magens veranlaßt die Mailänder Presse, sich wieder einmal mit der Frage zu beschäftigen, ob ein Mensch ohne Magen leistungsfähig sein könne. Unter den verschiedenen Zuschriften ist eine von Pro» fessor Vanzini von Interesse, der in seiner Klinik in Pavia vor drei Jahren einer Frau, die eine bösartige Neubildung am Magen balle, den ganzen Magen her« ansnahm und seine Patientin in diesem Jahre völlig gesund ulld arbeitsfähig vorstellen konnte. Ja, die Opc-rierte ist ein Jahr nach der Operation mit einem an-scheinend gesunden Kinde niedergekommen. — sVon einem Wespenschwarm getötet.) Aus Vuka-rest wird gemeldet: Einen höchst seltenen Tod erlitt der Bauer Paranos in Plojeschti. Beim Grasmähcn hieb er mit der Sense in ein im Erdboden befindliches gro» ßes Wespennest, wodurch der ganze Schwärm wütend wurde und den Mann angriff. Die Wespen sehten sich in großer Zahl am Halse ihres Opfers fest und trotzten allen Abwchrvcrsilchen des Bedrängten. Nach einigen Stunden qualvollen Leidens starb Paranos, ein voll« kommen rüstiger 52jähriger Mann. Die ärztliche Unter-suchung stellte im Blute des Verstorbenen den Tetanus« bazillus fest, wofür auch der Umstand spricht, daß der Mann unter starrkrampfähnlichen Erscheinungen starb. Dieser gefährliche Vazillus dürfte durch die Stech» und Saugwcrtzcugc der Wespen übertragen worden sein. — , Ausguß manchmal mit einem Vleisieb zugedeckt war. Ein solches Sieb — 5n »iw gesunden — war durch den Gebrauch bereits schadhast und eingedrückt worden, und wurde, um die Ausdünstung der Gase hintanzuhallen, mit einem eigens Passend zubehauenen Steine zugedeckt. Die Kauäle mündeten fast ausnahmslos in die Kloale der Straße ^ (nur drei in die Kloake der Straße N), die bereits außerhalb des Deutfchen Grün-des durch die Gärten Volte, Frau Notar Gogala und Gorup verläuft, bereits voriges Jahr ausgedeckt und wegeu des reichlichen Kallresiduums an der Wölbung für eine Wasserleitung gehallen wnrde; die zahlreichen Hausrinnen, die in sie einmünden, charakterisieren sie unzweifelhaft als Kloake. Das Wasser, das bis in die achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts in ihr kursierte und die Hansbrunnen der anrainenden Häuser an der Nömerstraße speiste (das Wasser wurde von den Ne-uützcru für besonders schmackhaft gehalten), halte jeden-falls erst in nachrömischer Zeit Eingang in die Kloake gefunden. Konnte der Verlanf der Wasserleitung von Unter-wsenbach und von Sleinbüchel bei Dravlje bisher nicht genaner festgestellt werden, so wurde doch durch den Fund einer 7,5 Meter langen Wasserleitungsröhre aus Blei im Hause XII die Zuleitung des Wassers in die Häuser erwiesen. Die Röhre, imposant durch ihre Länge, ist von ovalem Durchschnitte und aus mehreren Teilen Zusammengesetzt, die mnssartig ineinander gesteckt waren. Sie leitete das Wasser zu einem Behälter, der aus einer breiten Mauer ausgesetzt, 1,20 Meter lang, 80 Zentimeter breit war. Die Mauer, auf der er lag, Meuztc deu Hos, der ungefähr die Mitte des Haufes einnahm, gegen Osten ab. Vorgelagert war ihm ein mit Mörtelestrich belegter Raum, zu dem eine fast drei Meter breite Türöffnung führte, an deren Ecken sich Steinunterlagen mit Einschnitten sür Holzpfciler besän» den. Pflasterungen und Mauern im Hose deuten auf einen gedeckten Umgang, der sich längs der Nord. und Westseite ausdehnte. Inmitten des Hufes stand ein in Guspverk aufgeführtes quadratisches, 1,60 Meter brei-tes und 1,20 Meter hohes Postament; auch in der Nord. und Westwand des Hoses und in der Nordwest, ecke des Hauses befanden fich mehrere gleiche Mauer-klotze. Außer der Wafferlcitung versorgten noch zwei Zisternen das Hans mit Wasser; von diesen war eine mit einem breiten Sleinlranzc ans sorgfältig behauenem Podpe^er Kalkstein versehen, hinler dem sich ein breites Steinpflaster ausbreitete. Die Zisternen, die in der Süd. westecke untergebracht lvarcn, charakterisieren diesen Teil als Wirtschaftsräume, die auch noch durch den Fund von Weizen und Korn und nicht weit davon durch den Fund eines Erbsenvorrates, der bereits in Kohle um-gewandelt worden war, als ViNratsräumc bestimmt wer. den. Mein hochverehrter ehemaliger Lehrer Herr Schul-rat Prof. Alsons Paulin l)atte die Liebenswürdigkeit, die Erbse zu bestimmen und mir solgcndc Mitteilungen zur Verfügung zu stellen: „Die zur Familie der Schmetterlingsblütler gehörige Kichererbse s(üi«<^ lirivlinnin) ist im Oriente einheimisch und wird in Südeuropa häusig kultiviert. Nei uns wird die Kicher dermalen nur in Innerkrain, namentlich bei Dornegg und Prem unter dem Namen ,i>«i-s,'l<' gebaut. In Süd-frankrcich nnd in Cüdspanien ist ihr Anbau allgemein, ihre Samen sind in Südcnropa, namentlich in Spanien, ein beliebtes Nahrungsmittel, das tägliche Gemüse. In Spanien sieht man das ganze Jahr hindurch aus. gequellte Kichern, Garbanzos' genannt, öffentlich feil» bieten. Auch grüne, in Sträuße gebundene Kicher,, wer-den häufig verlauft nnd einzeln abgegessen. Auch in Griechenland werden .Kichern häufig gebaut und find jung, ruh und getrocknet, ein beliebtes Gemüfe. Schon die allen Römer bauten häufig Kichern; bei ihnen hieß Fi-ictti «iocü-i« i-i III/I 4098). Man hat in ihnen jenes Signum erkennen wollen, das Konstantin der Große im Jahre !il2 auf den Fahnen halle anbringen lassen; eine Münze des Kaisers Licinius, die nicht weit von drm Laibacher Funde lag, gibt eine willkommene Datierung. Die Scheibe ist auf ciner Seite glatt, auf der anderen mit Punflen nnd Linien verziert. In der Südwestecke des Hauses wurden zwei schön gearbeitete massive Löwen-köpfe aus schwach vergoldeter Nronze gesunden, die zum Beschläge eines Möbels gedient hatten. In deu Räumen der Nurdsronl wurde ein eisernes Schwert mit 36 Zcnti. meter langer Klinge gesunden; ebendort auch ein Gurgoncion aus Bronze, ein Neschlagplättchen mit dem * Herr I. 8 u b ,'e, Direktor der k. k. Staats-gewerbeschule, Hal in gewohnter Liebenswürdigkeit die Erlaubnis erteilt, daß ein Gewcrbcschüler den Mosaik-boden sachgemäß vergipse und hebe. Herr Fachlehrer E. Cigoj' hat von beiden schöneren Mosaiken gclun. gene naturgetreue Ausnahmen gemacht. Der Ausgra-bungslciter spricht hicsür den genannten Herren semen verbindlichsten Dank aus. Klopse einer Meduse. Fernere Funde bilden ein runder mit Eierstab verzierter und vergoldeter Bronzedeckel, ei lie Lampcnsurm aus Ton, eine Lampe mit der scl-tenen Marlc I'IlOttVft. Vronzehenlcl, ein rundes Goldplältclien, Bruchstücke schon verzierter Glasgcsäße, mehrere Blei. und Sleingewichtc, eine Knelenform (4. Jahrh.), mil der auf einem Altare opfernden Sieges« göttin, mehrere kreuzförmige Fibeln und zwei Gegen-stände, die bereits die Kunstübung einer neuen Pe-riode ankündigen, eine Veschlagplaite mit reichem Kerb-schnitlornament und eine germanische Bügelsibcl, die vielleicht von einem Germanen aus dem Norden nach Emona gebracht worden war. I)?. ^ ^- — sPcrjonalnachlichi.j Seine Exzellenz Fcldmar-schall.Leulnanl Kusmanel ist gestern zwecks Inspi» zierung in Cilli, Marburg und Graz von Laibach al> gereist und hat aus die Dauer seiner Abwesenheit das Stationstonimando in Laibach an den Generalmajor Ludwig K ö nnen , Kommandanten der 44. Landwehr-infanteriebrigade, dann das Militärstatiunslommanoo an den Obersten Aduls vun Nuog, Kummandanten des Insanterieregiments Nr. 27, übergeben. — lZu ben NeichSiaiswahlcn.j Vun der nmional» forlschriltliclfsn Partei wurden für die kommenden Reichsratswahlen solgende Herren als Kandidaten auf» gestellt: für den Wahlbezirk Laibach Umgebung Josef T r , b u 5 , Besitzer in Waitsch; sür den Wahlbezirk Radmannsdors'Krunau-Neumarltl Dr. Karl Tr , l -ler, Advolat in Laibach; für den Wahlbezirk Stein» Egg Dr. Ivan Tav<":ar, Advokat in Laibach; für den Wahlbezirk Oberlaibacli-Loitsch.Idria.Zirknitz Ivan Sicherl, Besitzer in Loitsch; sür den Wahlbezirk Adels. berg-Scnosetsch-Illyrisch Fcistritz.Wippach-Laas Doktor Franz Novak, Advokat in Laibach; sür den Wahl-bezirk Littai»Weichselburg.Ralfchach Josef Rrisner, k. k. Gymnasialproscssor in Laibach; sür den Wahl-bezirk Gurkfeld-Landstlaß-Nassenfuß-Trefsen Tierarzt Adolf Ribnilar, Marttinspeltor in Laibach; fur den Wahlbezirk Großlaschitz^Reisnit>Ceisenberg Franz Vi 5nikar , s. s. Oberlandesgerichtsrat i. R. in Lai-bach. — In den sonstigen Wahlkreisen wird die Partei die selbständigen Kandidaten unterstützen. Für die Stadt Laibach wird der Kandidat demnächst bekannt gegeben werden. — iVcränderunssen im Finanzdienste.j Der Finanz» rat und Vorstand des Hierortigen Konzeptsdeparte-menls llI Hrrr Georg Kunschegg wurde in oen Per. sunalstand der l. l. Finanzlandesdireklion in Graz oei> setzt. In den dauernden Ruhestand wurden übernoin» men die Herren Kassendirellur Anton Reich und Oberrechnungsrat und Vorstand des Finanzrechnungs» departments Anton Mral. Der absolvierte Rechts» Hörer Herr Franz Spiller wurde zum Finanzlon» zeptspraltilantcn und der Absolvent des geodätischen Kurses Herr Karl Kav5cl zum Eleven bei der Evi» denzl)altung dls Grundstcuerkatasters in Krain er» nannt. — nehmigung diejes Ministeriums bedarf, in Erinnerung gebracht. Der Kommandant des Truppenlörpers und der vorgesetzte Brigadier lbezw. die zur Verfassung und Begutachtung der Oualifikationsliste berufenen Stellen) haben derlei Gesuche zu begutachten. — jArchiv. und Manipulaiionsoffiziersstelle.j Bei der Nesesligungsbaudiretlion in Budapest gelangt di? Stelle des Archiv, und Manipulationsoffiziers zur Be» setzung. MonaiNche Remuneration 150 X, definitive Anstellung nach einer dreimonatlichen zufriedenstellen-den Probediensiieistung. Die Reiseauslagen sür eine Person vom Domizil nach Budapest im Ausmaße einer Übersiedlungsreise werden vergütet. lSeminai zur Ausblldunq von Lehrerinnen an Koch. und Haubhaitun.qsschulcn in Wien.) Das Kuratorium der Gewerbeförderungslurse der Genossenschaft der Gastwirte in Wien veranstaltet auf Grund des vom k. l. Ministerium sür öffentliche Arbeiten genehmigten Organisationsplanes im Schuljahre 1911/1912 'den 6. Iahreslurs des mit dem Qfsentlichfeitsrcchte aus» gestatteten Seminars zur Ausbildung von Lehrerin-nen an Koch. und Hanshallungsschulen in Wien. Un-ierrichtsbeginn: 18. September 1911. Dcr Lehrplan des Seminars umfaßt die vollständige theoretische und prak-tische Ausbildung in, Kochen, in der Nahrungs. und Genußmitlelsunde, in der Haushaltnngskunde in der hauswirtschastlichen und in der Schulbuchführuna. in der Schuladministration, m der Methodik des Unter» richtes, in der ersten Hilfe und in der Gesundhrits-lehre. Der Unterricht wird von staatlich geprüften Fach» lehrlräften erteilt. T5c von der f. s. Prüsungskommis-sion fur das Lehramt an Koch. und Haushaltungsschulen, auf Grund der Schlußprüfungen auszufertigenden staaisgultigen Lehrbesähignngszeugnisse berechtigen zur Ausübung des Lehramtes an alle» Koch- und Haushal-Nmgsschulen sowie zu deren administrativen Leitung. ^"' Unterrichtssprache des Kurses ist die deutsche; nicht» deutsche Kandidatinnen müssen die Unterrichtssprache wenig,trns so weit beherrschen, um dem Unterricht fol-gM zu können. Anmeldungen zur Ausnahme in das Seminar sind an die Seminardireltion, Wien, I. Kur-rentgassc Nr. 5, zu richten. Nähcrc Auskünste und Programme find ebcndort erhältlich. Lcit^chl.!- Zeitung Nr. 117. 11<)4 22. M^.i ^'11. — — Santorin—Kandia—Eatlaro—Trieft allenthalben ein sehr reges Interesse, so daß bereits sämtliche zur Ver. fügung stehenden Kabinenplätzc definitiv besetzt sind. In allerletzter Zeit sind noch zwei Momente Hinzuge» kommen, welche der Teilnahme an dieser Fahrt einen besonderen Neiz verleihen. Auf dem Schiffe wird sich nämlich ein großes, etwa sieben Meter langes und ent» sprechend breites Schwimmbassin befinden, das stets init frischem laufenden Scewasscr gefüllt sein wird, so daß den Passagieren während der Fahrt ans hoher See Gelegenheit zu einem Seebade geboten ist, das sonst während einer Vergnügungsfahrt oft schmerzlich vermißt wird. — In Konstantinopcl werden während des dreitägigen Aufenthaltes der Reisegesellschaft am Abende des 10. August, dem türkischen Feiertage „Kandil Kcd> jesi", die zahlreichen Moscheen festlich beleuchtet sein, wodurch das ohnedies prachtvolle orientalische Bild, das Konstanlinopcl dem Reisenden bietet, noch bedeutend gewinnt. — Anmeldnngen auf die noch freien Plätze in den hergestellten Abteilungen des allgemeinen Schlaf» saales sind an die Anstro»Ämericana, Wien, II., Kaiser Hosef-Straße 36, zu richten. In den Preis von 400 K sind alle Nebenanslagen eingeschlossen. — lDilettantenabend.) Die Laibacher Dilettanten sind brave Leute. Vor vierzehn Tagen spielten sie Me^kos Drama „^lu, Znirt uo8u^>ni", Samstag abends aber führten sie Iuröw-Govekars fünfaktigcs Volks-stück „I)c'5«ti drat", und zwar zugunsten des Unter» stützungsvcrcincs krainischer Buchdrucker auf. Ihre Vor» stellungcn erfreuen sich großer Beliebtheit' auch diesmal war die Arena des „Narodni oom" gesteckt voll. Gc-spielt wurde mit anerkennenswerter Hingabc und eben» solchem Geschick. Die Rotten waren gut verteilt. Herr Plut, der die komische Figur des Krjavelj gab, er« regte schallendes Gelächter und fand großen Beifall. Die übrigen Rollen waren ebenfo in "guten Händen. Zu nennen sind die Fräulein Klop 6 iö, Orchck, mavnik und Nekar sowie die Herren Flegar, Prek, äkrjancc und Umnik. Der lesende Tun» fall, den man zuweilen heraushörte, soll vermieden wer-den. Im allgemeinen ist die Vorstellung für eine Di» lcttantenbühnc eine recht gute zu nennen. Die um« sichtige Regie verdient ausdrücklich gelobt zu werden. Wir glauben, die Laibacher Tilettanlenbühnc dürfte mit der Zeit dem Laibacher Landcslheater manch branchbare Kraft zuführen. Nach der Vorstellung entwickelte sich eine lebhafte Tanzunterhaltung, zu welcher eine Tam-buraschenkapelle aufspielte. —1. — lDer lrllinisch'liistenländische Forstvercin) hält, wie bereits gemeldet, am 16., 17. und 18. Juni in Rn-dolfswert seine 34. Jahresversammlung ab. Das Pro» Hramni wurde folgendermaßen festgesetzt.- am 16. Juni: Zufahrt nach RÜdolsswert; Wohnungszuweisuug im Hotel „Kokliö"; daselbst abends gesellige Zusammen-kunft. Am 17. Juni: Abfahrt 6 Uhr morgens vom Hauptplatze m Rudolfswcrt über Rateö, St. Varthelmä zur Karlause Plctriach Aufstieg in die Klosterwälder bis Ravna gora und zurück über Iavorovica. Be» sichtigung der Kartaufc, Enthüllung einer Gedenktafel an I"sl,'f Rcfscl, den Erfinder der Schiffsschraube, welcher als k. k. Förster vom Jahre 1817 bis 1821 die obigen Wälder bewirtschaftete. Rückfahrt nach Rudolfs-wert über St. Barthelmä, Mahorovec, St. Peter. Abends gesellige Zusammenkunft im Gasthaufe Tu^ck. Am 18. Juni: 8 Uhr 30 Minuten vormittags Plenar. Versammlung und 10 Uhr vormittags Generälversamm-lung in dem gefälligst überlassenen Nathaussaale. Um 1 Uhr gemeinsames Mahl im Gasthause Tuöek. Rück» «lse 5 Uhr 56 Min. abends. — Die Tagesordnung der Hlcnarvcrsammlung umfaßt die üblichen Berichte,' fcr» uer die Wahl eines Vizepräsidenten, eincs Ausschuß» imtglledes, des Geschäftslcitcrs und eines Rechnungs- revtjors jowie die ^est>tellung des Ortes fur me nächst-jährige Jahresversammlung. Auf der Tagesordnung der Generalversammlung stehen: 1.) Exkursionswahrneh-mungen. Herr k. k. Forftinfpcttionstommissär Johann Urbas. 2.) Über die Umwandlung der Untertraincr Buchen, in Nadelholzwälder. Besprechung, eingeleitet vom herzogt. Forstmeister Herrn Rudolf Schad in» ger. — Die Lolalgeschäftsordnung hat Herr k. k. Forst-infpektionskommiffär Johann Urbas in Nudolfswert übernommen. Um rechtzeitig Vorsorge für Wohnungen und Fahrgelegenheiten treffen zu können, werden die Vcreinsmitglicdcr und Gäste, welche sich an dieser Iah» resvcrsammlnng beteiligen wollen, höflichst ersucht, dies bis längstens 7. Juni unter Bekanntgabe des Zeit. Punktes der Ankunft dem Lolalgeschäftslciler anzumcl-den und gleichzeitig mNzulcilen, ob sie sich am 18. Juni am gemeinsamen Mittagsesscn beteiligen. Letztcrc An» meldung ist bindend. — amcs Mittagessen im Theatersaale dcs „Narodni dom"- nm 4 Uhr nachmittags Küstenfahrt mit einem besonderen, elektrisch beleuchteten Dampfer sanf dem Schiffe Kon-zert, Tanz, Vüfett); um Mitternacht Rückkehr nach Trieft. — Montag den 5. Juni: um 9 Uhr vormittags Hauptversammlung im Theatersaale des „Narodni dom"; nachmittags Ausslüge' abends Theatervorstellungen. — Dienstag den 6. Inni: Besichtigung der Stadt. — Für die Hauptversammlung sind folgende Themen angemel» dct: 1.) Die Arbeit als Erziehungsmittel, die Schul-Werkstätten und das Mannheimer System Person- alle übrigen an verschiedenen Krankheiten. —r. — lnnqen n>ar, Loqen nnd Sitze sausen ,',n lünnen. Was das englische Theater an Ausstattung nnd (5horlcistungen bieten lann, wurde in besonders potenzierter ^orm ge> boten. Im Chor entzückend schöne Mädchen, Kostüme von einer Pracht und einem lünstlerischen Geschmack, wie sie selbst das in dieser Beziehung verwohnte Lon> ooner Pnblilum zu Neisall hinrissen, nnd endlich die vorzüglichen gesanglichen Leistungen Der Solisten, unter, stützten den Erfolg oer ^churschen Musik, ^hre povn. lären Nnnnnern fandeil stürmischen Veisall. „Connl of Üu^embourg" ist in die Neihe der sozusagen offiziellen Ereignisse der ^trönungssaison eingetreten. Telegramme des l. k. Telegiaphen-Kolrespondenz-Bureaus. Der Kaiser. Wien, 21. Mai. Das Befinden Seiner Majestät des Kaisers ist vollkommen zufriedenstellend. Mor. gen dürfte Professor Neußer aus Wien in Gödollö ein« treffen, um sich von dem Erfolge der von ihm ange» Wendelen Heilmethode zu überzeugen. Troh des lühlen Wetters machte der Kaiser heute einen Spaziergaug im Parte. Ein schwerer aviatischer Unfall. Der f r a n zü s i fch e K r iegs m i n i st e r tot, der Ministerpräsident schwer verletzt. My.les.Moulineaul., 21. Mai. Beim Abflug der AcruplaN'Fernsahrt Paris«Madrid ereignete sich ein überaus schwerer Unfall. Durch den Sturz einvv Aero-Plans wurden neben anderen Personen M i n i st e r > Präsident Munis und l»t r i e gsm i n > st e r Berteaux schwer verletzt. Paris, 2l. Mai. i8 Uhr 27 Minuten srüh.) ^riegsmillister Bertcaux ist seinen Ver-letzn n g e il crlc g e n. PailS, 21. Mai. Anläßlich des vom „Petit Pari» sien" veranstalteten Wcltflnges Paris-Madrid l)/,U Uhr lMlrn zwei ^lie-ger die Fahrt angelnden. Mehrere gaben d<'n Flng, zum 'Zeil wegen des heftigen Wiildes, auf. (5in Aeroplan, der von de Wissut gelentl war, tipple; doch blieb der Flieger unverletzt. Gegen halb 6 Uhr stieg mit seinem Aeruplan dcr Aviatiker Traiil aus, der als ein sehr lüh. ner Flieger glll, und machte eine halbe Runde in der Höhe von drelßig Metern. Man sah, daß sein Appa» rat start schnxmltc. Train lehrte um lind machte dabel der Menge, die ihn altlamierle, mit der Hand ein ^ci» chen, sich nicht zu nähern. In diesem Augenblick sah man eine Gruppe das Flugjeld durchqueren und an» scheinend vor dein Aeroplan slüchteu. Train, der in einer Höhe von drei Metern flog, fuhr mitte» aus die Gruppe los, die er nicht gesehen zu haben scheint oder der anszuweichen schon zn spät war. Man sah sechs uder sieben Personen hinstürzen, teils nnter dem l^m-decker begraben, teils durch die Flugschranbe wie hin-gemäht. V5in Schrei des Entsetzens entrang sich der Menge. Man ersnhr bald, daß sich nnter den Verletzten Ministerpräsident Monis und Kriegsminister Verteanz befinden. Dem Kriegsminister soll von der Schraube ein Arm buchstäblich abgerissen worden sein, Mouis soll einen Beinbruch nnd mehrere Kopfwunden erlitten haben. Dcr Flieger Train selbst blieb unver-lcht. Die Fortsetzung des Wettsluges unterblieb. Paris, 21. Ma>. Über den Unfall, dessen Opser Ministerpräsident Monis nnd Kriegsminister Berleanx wnrden, wird gemeldet! Der Aviatiler Train stieg mil hinein Apparat schwer ans und flog in einer Höhe von "chl Metern. Um einem ^jug Kürassiere auszuweichen, »lachte er eine Wendung nnd landete nnvermittelt, wo-^ei er in einc Gruppe von eNva 20 Personell geriet, in der sich Minislerpräsident Monis, Kriegsminister Äcrteaux, die Generale Maunonri) nnd Noques sowie die Mitglieder des Prüsungslomitees befanden. DaS Publitum, das nicht wußte, wer die Verletzten feien, jließ Schrectensrufc aus und stürzte zur Unsallsslelle. Train »nachte sich aus deu Trümmern des Apparates los und schien angesichts der Katastrophe den Verstand Prioren zn haben. Ministerpräsident Monis wnrde zu-l'lst hervorgezogen; er war schwer verletzt uud gab tein ^benszeichen von sich; man brachte ihn nach der Ambu-llNlz. Kriegsminister Äerleaux war anscheinend von der Schraube getroffen worden, die ihm den rechten Arm vollständig abgetrennt zu haben scheint; anch er wurde '» die Ambulanz geschasst. Henry Dentsch de la Meurthe wurde gleichfalls verletzt, aber allem Anscheine nach "icht schwer. — Sofort »lach dem Unglückssall hat der ^itrr des „Petit Parisien" und Veranstalter des Fluges Paris-Madrid, Jean TupiN), die Kunturrenz annnllierl. Paris, 21. Mai. Ministerpräsident Monis wurde >ns Ministerium des Innern transportiert. Er hat einen Beinbruch erlitten und sein Gesicht ist furchtbar zu-^richtet; sein Zustand scheint sehr ernst zn sein. Anch der Sohn des Ministerpräsidenten, Antuine Munis, wurde leicht am Bein verletzt. Präsident Fallwres und die Minister trafen alsbald im Ministerium des In. nern ein, um sich nach dem Befinden des Ministerpräsi. denten zu erlnnoigen, wurden sedoch nicht zn dem Schwerverletzten zngelassen. Paris, 2l. Mai. Ministerpräsident Monis ist bei vollem Bewußtsein und hat das Einrichten der Knochen-brüche sowie das Vernähen der Wuude im Gesichte sehr standhaft ertragen. Die inneren Schmerzen, die der Mi» nisterpräsident verspürt, dürften vielleicht durch Rippen» brüche verursacht sein. Monis ertundigte sich, ob noch lemand anderer verletzt worden sei. Den Tod des xreigsministers Verleaux hat man ihm bisher ver» heimlichl. Präsident Falliires, der Monis aufsuchte, unterhielt sich mit ihm sehr herzlich. Paris, 21. Mai. Mit Rücksicht aus die Katastrophe von Issy hat König Peter von Serbien die Reise nach Frantreich verschoben. Paris, 21. Mai. Ein um 9 Uhr vormittags über den Zustand drs verletzten Ministerpräsidenten ausge-gebener Krantheitsbericht besagt: „Der schwere Unfall, c>en Ministerpräsident Monis erlitten hat, l)atte einen lomplizierten Bruch beider Knochen des rechten Beines, Riß. nnd Quelschwunden an den Augenlidern und im Gesichte und einen Vrnch des Nasenbeines zur Folge. Die Augen sind unversehrt geblieben. Auch die Schädel-decke zeigt leine Verletzung. Der Ministerpräsident Nagt über innere Schmerzen, die sich von der Brust bis zum Uutcrleib hinziehen." Paris, 21. Mai. Der furchtbar verstümmelte Leich-nam Verteauz' wurde ins Kriegsnnnislerium gebracht. Eine große Zahl von Persvnlichlciten fährt vor den Mi-nislerien des Krieges nnd des Innern vor. Paris, 21. Mai. Der Aviatiker Train und ein Passagier, dcr sich aus demselben Apparat befand, blie» ben unverletzt. Die Zuschauermengc hatte sich sofort nach dem Unfälle zerstreut. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Neuigkeiten am Büchermärkte. Kutscher H., Geometrie, Felomrssen und Nivellieren, gel,. X 168. - Landsberaer Arthur, Wie Hilde Simon mit Gott und dem Teufel kämpfte, drosch. K 6—, geb. li 7 80. — Lange Theodor, Allgemeines Gartenbuch, I.: Ziergarten und Topfulumenlultur, geb. X 5-40. — Lange Theodor, Allgemeines Gartenbuch. II,: Gemüsebau und Obst« bau, a.cb. li 5 40. — Lange nsch ei dt Paul, Du bist mein, l(3-!0. - Lazzeri G. metric, neb. li 16 80. — Lecky W. E. H.. Charakter und Ersulg. X 1 20. — Ledertrcibriemen, ihre Fabrikation, Prüfung uno Behandlung, geb. k 7 20. — Lemaire lllaude, I^vu >lkrri8 do ^lllneN«, X 180. — Liebmann Otto. Iur Analysis der Wirllichlcit, l< 14 40. - Lilbell v., Jahres» berichte über das Heer» und Kriegswesen, XXXVII., X 13 80. - Luberg Dr., Landwirtschaftliche Betriebslehre, geb. k 192. — Lucilius Di. W.. Die Leiben und Freuden eines Schulinspeltors, k 1 —. — Magnus K. H. L.. Mertbuch für Wetterbeodachter, geb. X IM — Maicolongo Robert H Timerding H. E., Theoretische Mechanil, I. Band: Kine. matil und Statik, ll 12—. — Marie Madeleine. Aber da« Fleisch ist stark! k 4 20. — Mahdorf Paul. Wander- und Spieldüchlein, Ausgabe U, für Lehrer, II 144. — Mayer Elsa, lis firl ein Reif..., ü 2 40. — Meerberg Adolf »on. Die Bewegungsspiele im Freien, K —90. Vorrätig in der Buch», Kunst, und Musikalienhandlung 3g. v. Kleinmayr H Fed. Vamberg in Laibach, Kongreßplah 2. nngclvmmcnc ^remve. Grand Hotel «Union". Am 19. Mai. gwill,»«er. Ulmer, Patzl. Roman, Kreidel. Kraus. Hirschberger, Lbblowitz, Ellenbogen, Hirsch. Ttorosum, Pelarel. Mendl, Schnitzer. Fclonja. Engel, Back, Rfde., Wien. - Blüth. Rsd.. Westfalen. - Brinchcr, Nsb.. Berlin. — Wcstcrmann, Rsd.; Amsch, Priv.. Giaz. — Glaischar. Bäcker, meister. Lienz. — Nrutz, Offizial. Warasdin. — Neuhuber, Inc,., Trieft. — Schmidhamer, Ing., Streitchen. - Hoffmann. Priv.. Naransebe's. - Seibner. Ledeier, Priv.. Budapest. — Datei. Assistent, Prag. — Dr. ikonvalinla, Arzt. Lulowitz. — Lrmsel. Pfarrer, »»lmnburg. — Dr. Tieo, Advokat, Gürz. Hotel „Elefant". Am 19. Mai. Umfahrer, l.l.Oberbaurats Gattin; Saher. pölh. Koch, Priv.; Schrasl, Meidrr. Kslte.: Zisla, Kurz. Schneider, Rsde,. Wien. - Prinz. l. l. Mililältierarzt, Klagenflirt, — Michal, Apotheler^lgattin, Gottschee. — Milosovich, ttaufm,. Triest. — Oefelein. «aufm,. Paris. — Ulm. Gutsbesitzer. Sckloh Klingenfels. — Edlinger, Hausbesitzer, s. Gemahlin; Pasdirel. Fachinsveltor; Pollal, Vaumann. Nsde,. Graz. — Schaffrr. Nsd.. Reichenberg. — Horvath, Nsd., Marburg. — Winkler. Rsd.. Frankfurt am Main. — Eisentohl, Rsd.. Linz. -Bozon, Rsd., Lyon. — Kundir, Priv.. Nbbazia. — Margnitzer. Kunstmaler und Hausbesitzer, Kindberg. Lottoziehungen am 20. Mai 1911. Linz: 34 28 35 45 5 Triest: 87 54 5 84 16 Meteorologische Veobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mlttl. Luftdruck 736-0 mm. «s, 8 ü?^. ! 727 2 18 6 S. schwach teilw. heiter ! ^" 9 U. Ab.! 730 0 13 6 O. schwach . > 7U.F. !732 6 10 8 windstill bewölkt ! 0'0 21. 2U.N. 732 9 14 2 OSO. schwach . ! 9U. Ab. i?34 8 11 0, O. z. stark > » 22.l 7 U. F. , 735-81 V sj SO. mäßig halb bew. ! 09 Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag betrüsst 14 2", Normale 14 6". vom Sonntag 12-0", Normale 14 «'. Italienische Küche Šelenburgova ulloa 7, gegeuüber der Hauptpost empfiehlt den P. T. Gästen den neu angekommenen ss echten Brioni Wein. = Jeden Tag verschiedene Arten Fische. (1802) 13 W ein schönes Geschenk in Q | W aren gegen eine ganz kleine l|| Leistung haben wül, schreibe ^^ an Vittorio Sossich, TriestyVia Acquedotto 27. (2053; 1- Maria Katscher, geb. Pfeifer, gibt tiefbetrübt im eigenen sowie im Namen der Verwandten Nachricht von dem Hinscheiden ihres innigstgeliebten, unvergeßlichen Bruders, Onlels und Schwagers, des hochwohlgeborenen Herrn Franz Weiser t u k. Major d. R, Vesitzer des Militärverdienftkrenzes, der Kriegsmedaille :c. welcher nach langen, schweren Leiden, versehen mit den heil. Sterbesakramenten, Samstag den 20. d. M. nm 2 Uhr nachmittags in seinem 79. Lebensjahre selig im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet heute den 22. d. M. um 3 Uhr nachmittags vom Traucrhausc ?<>IjlUl8^i „agi,, Nr. 26 aus auf den Friedhof zum Heil. Kreuz statt, jedoch wird die feierliche Einsegimg im Hause ?l»hkn8ka «68t», Nr. 19 vollzogen werden. Die heil. Seelenmesse wird morgen den 23. d. M. um 9 Uhr in dcr Pfarrkirche zu St. Peter gelefen werden. Laibach, am 22. Mai 1')ll. Mefonöere Haarte werden nicht ausgegeben. Laibacher Zeitung Nr. 117. 1106 22. Mai 1911. jjirSSS^ filial * K. K. priu. Oesterreichischen ^gg^ Credit-Hnstait fir Handel M Bewerbe ^rSr?. pap'r6epi;rsnrS;,,,?,eg"nB (1750) in Laibach___________*fF Franz-Josef-Straße Nr. 9. iffffi^Xia Kur§e an der Wiener Börse vom SO. Mat 1O11. Si'hluükura Geld |Ware Allg. Staatsschald. Froi. «s /(Mai-Nov.)p.K.4 92 -3t 92-ss S 4°/o I .. M P U-4 S5t35 ö''ast ^ k. st. K.HJan.-Juli)p.K.4 S^i 9255 l ,, ., P- A-* S-'I?S 92'f5 X 4-20/0H.W.NÖt.l'«b.Aug.i>.K.4-a 96-35 96-55 J= 4 2"/0 ,, ,, ,, ,, p.A.4'2 96-35 96-65 ¦S 4 2"/n '.', Silb.Apr.-Okt.|,.K.4'2 96-46 96'65 W 4-2% ,, ,, ,, .,p.A.4'2 96-45 96-65 Lose v.J 1860 zu 50011.ö.W. 4 160-50 166-50 Lose v.J.1860zul00fl.ö.W.4 213-— 219--Losev..J.18C4/ulO()fl.o.W. ... 311 — 31T — Losov..I.18(i4zu öOll.ö.W----311— 317 — St.-Domän.-Pf. 120fl.300F-5 28S-— 2S6- Oesterr. Staatsschald. Oest.Staatsschatzsch.stfr.K.4 9995 100-15 Oest.Goldr.stsr.Gold Kasse. .4 11660 116-w ,, ,, ., ,. p.Arrgt. 4 116 60 116-tfo Oest.Rentei.K.-W.stfr.p.K. .4 92-35 92-65 ,. ,, ,, „ ,, ,,L'..4 92-35 92-55 Oesürive8t.-Rent.stfr.p.'K.3V2 81-66 Si-Sn Franz ,losefsb.i.Silb.(d.S.)5Vi lt4-so 115-50 Galiz. KarlLudwigsb.id.St.H 93— 94- Nordwb.,ü.u.sildnd.Vb.(d.S.)4 93-10 94-10 Rudolfsb. i.K.-W.stfr.(d.S.)4 93-50 94-45 Vom Staate z. Zahlnng übern. Eisenbahn-Prioritäts Olilig. Böhm. ISordbahn Ein. 1882 4 114-50 115-50 Böhm.Westbahn Em. 1885. .4 94-25 95-25 Böhni.Westb.Em. 1895 i. K. 4 93-65 94-65 Ferd.-Nordb. E.1886(d.S.). .4 96-10 96-10 dto. E. 15)04 (d. St.) K. . ..4 95-20 96-20 FranzJosefsb.E.1884(d.S )S4 .9406 9505 Galiz.KarlLudwigb. (d.St.)S4 93-40 94-40 Laib.-SteinLkb.200u.l000fl.4 94-- 95-— Lem.-Czer.-J.E. 18»4'd.S.)K4 93-25 9426 Nordwb., Oost. 200 11. Silber 5 102-75 103-76 dto. L.A.E. 1903(d.S.)K37„ 8650 66-50 soniuuicnrs Geld | Warp Prnii. ~ Nordwb.,Oest. L. B.200fl.S.5 102-50 103-60 dto. L.B.E.190:i(d.S.)K3'/j 85-26 «j-'.-i dto. E.1885 2()0 u.1000 fl. S. 4 94-W <>ö-it Rudolfsbahn E. 1881 -(d.ö.)S. 4 94-46 95-40 ötaatseisunb.-(j. öOO F.p.St. 3 370-—- 37a- — dto. Erg/.-Nctz500F.p.St. 3 374-- 378-- .SUdnorddeutscheVbdgb.fi. S. 4 94-— 95-— Ung.-gal.E.E.lH87200Silber 4 93-10 94-10 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskasBcr.sch.p.K^Va 1QO'2O 100-40 Ung. Rente in Gold . .. p. K. 4 HI-SO m---üng. Rente i.K.stfr.v.J.1910 4 9130 9/-60 Ung. Rento i. K stfr. p. K.4 9130 st-50 Ung. Prämien-AnlohenälOOsl. 219-75 225-76 U.Theigg-R.u.iSzeg. Pmi.-0.4 152-— i58-— U.GrundenLIastg.-üblg.ö.W. 4 9V86 02-.S6 Andere üffentl. Anlehen. Bs.-herz. Eis.-L.-A.K.1902 4'/2 99-C6 100-05 VVr. Vorkehrsani.-A. verl. K. 4 94-10 95-10 dto. Km. 1900 vorl. K . . .. 4 94-10 95-10 Galizisches v. J. 189;iverl.K. 4 93-20 9 t-16 Krain. L.-A.v. J. 18H8Ö.W. . 4 94-50 95-60 Mährisches v. J. 181)0 v.ö.W. 4 96-20 —¦— A.d.St.Budap.v.J.l903 v.K. 4 90-10 91-10 Wien (Kiek. i v. J. li)00 v. K. 4 93-80 94-.S0 W ien(Invest.>v. J. 1902 v. K. 4 94-55 95-55 Wien v.J. 190s v.K........4 93-75 94-75 Russ.St. A.1906f.lOOKp.U. 5 103-80 104-30 Bul.St-Goldanl.l90;iOOK4 no-~ —— dto. inh.50j. verl.K. 4V» 99-10 9960 Galiz.Landesb.5lVjJ.v.K. 40 J. V. K..........A 97-36 98-36 Ccntr. Hyp.-B. ung. Spark. 4'/2 98-60 99-50 Comrzbk.,Feat. Ung.41 J. 4'/5 99-26 ioo-2r, dto. Coin. O. i.;')()'/, J. K 4'/2 98-60 99-60 Herm.B.-K.-A.i.50J.v.K4l/, 99-- 100— ripark.Innerst.Bud.i.&OJ.K^/j 98-25 99-75 dto. inh. fiO.J. v.K.....41/., 93 — 94-— Spark. V. P.Vat. C. 0. K .. 4'/2 98-75 9975 Ung. Hyp.-B. in Pest K . . . 4V2 W- W0-— dlo. Kom.-Sch. i.50J.v.K4Vi fl>?-75 !)-r7r> Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasoh.-Oderb.E.1889:d.S.)S.4 92-15 93-15 dto. Em. 1908 K(d.S.). . .4 9310 94-10 Lemb.-Czer.-J.E. 1884 300S.3« 87-40 88-40 dto. 300 S............4 92-15 93-15 Staatseiucnb.-Gesell. E. 181)5 (d. St.) M. 100 M........8 89-40 90-40 Südb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2'ß 269-26 270-25 UnterkrainerB.(d. S.)ö.W. .4 96-60 97 — Diverse Lose. Bodenkr.öst.E.1880alOOn.3X 292-50 29S-60 detto E. 1889 ä 100 fl. . . . 3X 27T— 283--Hypoth ,-B.ung. Präm. -Sehv. ä 100 sl................4 261-50 267-60 Serb.Prämien-Anl.aiOOFr. 2 132-60 138-50 Bud.-Basilica(Domb.)5Ü.Ö.W. 33-75 37-76 Cred.-Ansl.f.H.u.G.lOOfl.ü.W. 50T— 51T— Laibach.Präni.-Anl.20fl.ü.W #0-— 86-- Scliiiitiknrs Geld | War« RotenKreuz,5at.G.v.l0sl ö.W. 70-50 76-50 detto ung.G.v. . . 5 fl ö.W. 4T— 63-— Türk.E.-A.,Pr.-O.400Fr.p.K. 248-60 251-60 Wiener Kommunal-LoKo vom Jahro 1H7J.....lOOfl.o.W. 607- - 617-— Gewinstsch. dur ,'i°/n Pr.-Sch. derBod.-Crod.-AnKl.E. lö«0 7ä-~ 79--Gowin«tsch. der 3% Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst. F.. 1H8!) 122- — 132-(Jewinhtsch. der 4"/„ Pr.-Sch. der ung. Hypotheken -Hank 46-60 62-60 Transport-Aktien. Donau-Uamps.-G.siOO II. (.,. M. nr,l-— llGi — Ferd.-Nonlbahn IOOO fl. C. IM. 6180- — 6220-- Lloyd, österr........400K 690-- 690-00 Staats-Eisb.-G. p. U. 200 fl. S. 750-60 761-60 Südbahn-G.p. U. ...siOOFrs. 1O9'~- 110- — Jiank-Akticn. Anglo-österr. Bank lüOfl.lSK 322-76 323-75 Hankvor.,Wr.p.U. 200H.30 „ 642-- 643-- P.od.-C.-A.allg öat. 300 K 54 ,, 125S-- 126S-- Credit-Anat. p. U. 320 K »2 „ 64V— 642- - Credit-B, ung. allg. 20011. VI ,, 809-75 810-76 Eßkompteb. steier. 20011.32 ,, 610-— -• — Eakomptc-G., n. ö. 400 K 38 „ 76V— 764-— Lü.nderb.,iist. p.U. 20011. 28 ,, 630-25 63V26 Laibacher Kr.jditb. 400 K 2« ,, 468-- 47V— OcBt.-11ngar.li. 1400K9030 ,, 19321- 1943- - Unionbankp. U. . . 200fl.32 „ 61V50 612-60 Yerkchrsbank,allg.l4()ll.2O ,, 368-75 369-75 Živnosten.banka toOll. 14 ,, 28V— 282-— Industrie-Aktien. Berg- u. Hüttw.-G., öst. 400 K .w.?-— 969---llirtenbert;P.,Z.u.M.F. 400K 1200-— 1210- KönigHh.Zement-Fabrik 400 K 34fr— 34760 LengonselderP.-C.A.-(i. 250 K 274-- 280-- Montangcs.,öaterr.-ulp. loofl 8io~ 8iv- Srhliiükurs Geld | Ware PerlrnooRor h. K. u. P. lOOfl 462-60 464-60 PrägerEisciiind.-GcBell. 500 K 26S6- - 269rr-- Rimamur.-SalKÜ-Tarj. 100II. 67J-76 674-75 Salg6-Tarj.Stk.-B. .'... 100 Jl. 667 ~ 669-60 Skodawerke A.-G. Pils. 20O K 683-60 684-60 Wasfen-F.-G..österr. .. 10011. 7«ö- 7ß.V— Westb. Bergban-A.-ß. 101)11 663- 667 — Devisen. Kurze Sichten und Scliccks. Uciitechc Bankplätzo....... 117**-» U7!---' Italienische Bankplät/.o..... 94-60 94-66 London.................. 239"& 240™-*- PariB................... 9487'- 9502- Valuten. Münzdukaten............. 1V,W 11 38 L'O-FranßR-St(lcke.......... 19— 19-03 20-Murk-St.ücke........... 23-48 23-61 Doutscho RoiehEibankriotcn . . 117-30 ll7-r,o Italienische Banknoten..... 94-60 94-70 Rubel-Noten ............. 2-63™ 2-64''-' Lokalpapi ere nachl'rivatnotler. d. Filiale il. K.K.iniv.Oest.Credit-AnHtalt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 225— 236- — [Iolel Union „ siOO ,, 0 --¦— 80-- Krain. Bange». „ 200 „12K 200-— SW— ,, Industrie ,, 1000 „80,, 1900-— I960-— Stahlw.Weißens.,, Mo „30,, 6W-- 626- — Unterkrain.St.-Akt. lOOfl. 0 70— 90-- Bankzinosuß 4% Die Notierung HÜmllicher Aktien und der „Diversen Lose" versteht aivh per Stück