LaibachelMMtllng. '» » » ^ « !^. ll, '.>>!>,, ^l. 5.!>u. ,sltl ?,i ^ustüüuinl l.'!^ Hau» ^ » ' ^aldj.^,,'ll. ^^itl'^P.'ii,^l!li. ,l.^', l'.^^,.«.,.,'">, Mittwoch, l 8. August .im.»»?... !j«v , N.!>^llN;'r.^ellei!!n.>'l».,Hl« Alntlicher Mil. », °^e. l. mid f, Apos'.olischc Majestät haben mit 'llelliöchslrr Enlschließnug vom 5>. Anbist d. I, dcn ^laowitzer katholischen Pfarrer ,'it. l,,!. und den Dc^ ,, "l Dr. ^g»a; «'o r u i.'k i zum Ehrendomlieriü a», "nl'll^cr Mctionolilancapitel >il. l^l, 0lle!gl'ädiqs! zu ^ '""'»cn geruht. ß Der f. f. ^'lmdespräsident sin Krain bat dcn ^cept<< . <,^^,„^cii Dr. Inlins Fracnzl Ritter ^ besten eck zum l. l, Regiernngsconcipistcn <>xw> ^nln »„id den Conccptspratlicantcn Neinhold von >, ^in^ ^„z, f z Eonceptöndjnnctcn fiir den Bereich ^ politischen Verwaltung in Krain ernannt. v Der l, l. ^andcopräsident sür Krain hat die fiir ^ ^ahr I8s>9 anögeschricbcuen Widinnngsplätzc aus ^ Sannnlnnssssmidc dcs patriotischen Fraueüvcreins lf/«'^ >u B'clrägcll lion jc .'>'.> fl. W kr., welche a>n ^, "August, als am glorreichen Gcbnrtsfcste Sr, k. und f. pMischcn Maiestät, zn vertheilen sind. an die Paten ^ "lnwnliden. " ' ' ^lnnz Kuans vm, Hrib iiü Bezirke Gottschec; ^iartin Stol von Rann im Bezirke ^iltai; h, ^ohai^i ^adiha von Treffen im Be;!rkc Rndolf^ lvlttl, ' Sal oh er von Blato im Bezirke Nudolss-ll,,..^^ Plauc van Vertace im Bezirke Rudolfs-y^.^ich^l Fug ina vl'N Vnkufce im Bezirke Tschcr- ^!'kf Icrman von Prcferje im Bezirke Etein; Kasper Krulc von Ples im Bezirke Stein; ^/^Nlon Gustincic von Ostroznoberdo im Bezirke ! ^ "Nton Scdmak von Zagorje im Bezirke Adels' ^t„ ^>'ef Sedmak von Zagorjc in, Bezirke Adels- »' und dtt,!^hm!li Tcvkou von Dobrnnjc im Bezirk,: ^nivach Nichtamtlicher Tbeil. Ocstcrrcich und Prcuszrn. ^h^slcneich war der Verbündete Prcnßcns vor dem ^ tt; ''<' und der Kriea jenes Jahres l'cssanu damit, ^ ^»h^Ulil Mantcnffcl an der Spitze einer übcrlcgcncu ^^ "'M den General (M'lcn; aus Holstciu zurück-^" ^inissc Mitglieder der Delegationen sind jetzt der Ansickt. daß die Mian; mit Prenß>'» , welche ;u jener Zeit anshörtt, jetzt wieder geknüpft werden sollte. Wenn anch ans den Erinncrnngen der früheren Jahre dci manchen Personen nicht Hatz oder Widerwille gcs,cn Preußen übrig gcl'licb»:n ist, so sollte doch dir ^chrc zu rückgclasscn worden sein. daß Bündnisse, wclchc zwischen Üitiichlcn geschlossen werden, die nicht die gleichen (5nd ;ielc hanen, nicht zum frieden, sondern zn»> Kriege führen. Jedenfalls ist es für deu europäischen frieden weit besser, wenn Oeslerrei^, und Preußen iu den Per-yaltnissm vcrliarren, in lvelchrn sir sich jrbt befinden, als wen» sie wiedernm ein Anndniß mit einander schlic ßen würden, bei welchem jede Macht politische Eudzwecke vor Aua.cn hülle, welche entschieden von einandcr ab weichen. Wenn Preußen hentc seine Brücke über den Main schlüge und den Versuch machte, Vaicrn, Wür tembcrg nnd Baden in derselben W^isc an sich zn ziehen, wie es Sachsen oder gar Hannover an sich gezogen hat, su vermögen wir, wenn wir wollen, rnhig znzuschaucn und tonnen dic Resignation wiederum üben, an welche wir uns seit gcranmer Zeit gewöhnt haben. Wenn der europäische Friede durch ein solches Ereignis gestört werdcn sollte, so lönncn wir uns dennoch entschließen nicht zu den Ttöiern dcssclocu zu gehören, und vcr-mögen uns in dcn Mantel der Neutralität einzuhüllen. Wenn Frankreich in Folge eines solchen Bruches des Prager Friedens zu den Waffen greifen würde, so haben wir es, wenn wir wollen, ebenfalls in unserer Gewalt, dcn Znschauer abzugeben und können den Kampf zwei großer continentnler Mächte zn einen: (>nde gelangen lafscn, ohne in der einen oder anderen Richtung mit nnsercr Intervention dazwischen zn treten. Aber wcnu^' Oesterreich in einem solchen Falle einen Allianzvcrtrag mit j Prenßcn geschloffen, wenn es sich verpflichtet Hütte, Preußen gegen äu^rc Feinde zu vertheidigen, wenn es nnn seine Macht ins Feld stellen wüßte, um gegen Frankreich zu kämpfen, weil dieses die Annexion Süddcntsch-lands an dcn norddcntschcn Bund nicht zugeben wollte,! fo überlassen wir es den: Hcrrn Grafeu Spiegel, dem! .sicrrn Dr. Ncchbaner nnd dem sscrrn Baron Wcichs, i zu bcurtheilcu, ob cinc solche österreichisch-preußische, Miauz zur Aufrechthaltuug Oeslcrrcichs, oder zur Auf-rcchlhaltnug des europäischen Friedens nützlich wäre. Ein Politiker, cin Staatsmann und selbst ein Dc-> legirtcr dürfcn von Vornnssetzungcn nicht ausgehen^ welche leinen Bestand haben. Wer will sich anstachen! lassen, indem er vorunösctzt, Preußen fuchc ein Bund-, niß mit Ocskrrcich zu dem Zwecke, um die Bcstim-' mungcn des Präger Friedens aufrecht zu erhalten? Es gab einst Bcthorlc. welche wähnten, Prcnßcn habe die^ Allianz mit Oesterreich deshalb angestrebt, um den Hcrrschcrslab über l)ie nordalbingischen Hcrzogthümer i'n die Hand dcs Au^.nftcnbnrgcrs zn lcgcu' ?lber nachdem die Blinden durch eine sehr schmerzliche Operation^ sehend geworden, so füllte ihre Erfahrung sie wenig- stens davor schützen. noch einmal ihr Augenlicht zu verlieren. Was Preußen in Tchleswiy-Holstein wollte, war von Andcqinn an Schleswig ^ Holstein selbst. E« nahm Oesterreich nnr unter dcn Arm, damit, wenn ein allgemeiner iuropäiscker Krieg ansgcbrochcn wäre, es unfere Monarchie an der Seite gehabt hätte, um für preußische Interessen das Blm seiner Soldaten zu ver^ gießen. Der Appetit Preußens isl im Essen gewachsen. Wie es damals Hcrzoglhüincr begehrte, fo begehrt es jetzt Königreiche. Wenn wir dieselbe Rolle spielen wollttv! wic in Schlcowi^, Holstein, wenn wir Preußen dazu behilflich sein möchten. Baiern, Württemberg nnd Baden an sich zu bringen, so würde eö allerdings mit Wohlgefallel! »ufere guten Dienste annehmen. Aber wenn es cndllch seine Forderungen so hoch spannen würde, daß wir ihm entgegen zn treten hätten, so müßte der Krieg von 1^!»l> einen Nachfolger bekommen, und wir winden um unsere Existenz zu lämpfcn haben, weil, nachdem wir so unverständig und niedrig waren, unsere eigeucn Interessen einem Gegner zu opfern, wir endlich dort angelangt waren, wo wir nur durch unseren po^ litischen Tod seine Begierde befriedigen könnten. Ein entschlossener Gegner wird nicht uon seinen Zielen durch dic Demnth, die Unterwürfigkeit und die Herabwürdigung Dcsjcuigcn abgehalten, der ihn fürchtet. Die Krast kann ihm imponircn, aber niemals die Schwäche. Seiner Habgier wird vielleicht dann eine Grenze gesteckt werdcn, wenn es mit zu großen Gefahren verbunden ist, sie zu befriedigen. Aber indem mau ihm dic Thore weit öffnet, sich auf feinen Edclmnlh verläßt, indem man sich selbst entwaffnet uud ihn als Herrn anerkennt, wächst seine Begierde; und unter dem alten Rufe, daß, was Preußen gewinnt auch Deutschland gewinne, wird Preußen sich dann alles Dasjenige aneignen, was seine gierigen Augen mit Wohlgefallen betrachten. ',dnung: Fortsetzung drr gestrigen Debatte. Sc. Excellenz der Kriegsminister Freiherr v. Kühn nimmt das Wort. Es fino im Laufe der gestrigen Dc> batle Angriffe auf die gegenwärtige Organisation der Armee s,cmacht worden, welche >r zurückzuweisen sich genöthigt sehc. Er wolle die gegenwärtige Organisation, welche cr >nö ^cbcn gerufen, mich rechtfertige!!. Bei der Organisation der Aimec haiic er vier Momcnlc im Angc aehabt, I. das politische, 3. die innere Versassnng, ?;. oas rciu militärische und 4. das ökouomische Moment. "'" heutig Wijsen von drr S'onnc. ^>"Du,lrcs Dunkel ist mein Dunkel: zur Sonne ^lllilt'l '"^ ^^'^' bic allein ^cbcu gibt strahlend!' > ^"sch -^ ^^ ?"Ücht eines geistreichen Forschers >!in ^ /^' "clchc sich ans der Statue der cphesischcn Ü" '.lint,,^'^'^^'l'Üincn Pcrsonification der alluährcn ^dcn .'if ""^' ^'W die nencrc Nalurforschung ! ^!"" sie s^.^'' ^^'"lt dieser Inschrift zu würdigen. 3" «"f d?>. !? ^'' ^^"t. daß alle Thätigkeit, alles >d und N? ^"^ ^"'l der Sonnenstrahlen ist. Atwiel u^h „ .^''' die Eirculation des Wassers nm l..- ' e« js. ","l der Erde. das Veben von Pflanze nnd i° e Dannn.. .V^^'l ^r Sonne. Und wenn heut V"' die Sa '"'^'"" d'c Wagen durch dic Vändcr 1> '")lloser^^^urch das Wcitmccr treiben, die Ar-q.,^^ ^Ucrk > '^"'^^lcn, s° >>t unch das am Endc lt^ ^^ KM, ' ^"""' welche die unersetzliche Kraft-der ! «us dc. ^V""^cnrcn Vorräthcn vor Iahrtan-^t./^lteine ,7°^"s"urc der Vuft. dcs Wassers uuo s° >'icht s^^deu. Empfinge die Erde blos ^ °"f il! '""^" 'lch schwerlich höhere ^ebcus-in ^ U kth^u ^ ^ ^"^'" U"d entwickeln touucu. ^c,tl,sa'..^ " Sonnendicnst alter Voller lief ""'chnuuna. begründ.-! gewesen sein mag. ebenso wie dic Verehrung dcs wohlthätigen Feuers, dieses mysteriösesten aller sogenannten vier Elemente, das eben nichts weiter als umgcwandcltcs, conscrvirtcs Sonnenlicht ist, welches bis zu seiner chemischen oder mechanischen Wiedcrinsdascinrufung latent gewesen war. Es wird zugleich dcr ungcmcinc Eifcr verstündlich, wclchen die Natnrsorschung der letzten Zeit dcr Ergrünonug dcs Sonncuzustandcs gcwidmcl. Dcnn unser Wissen von der Sonne war noch vor ;chn Jahren ungrmein dürftig. Man hatte Entfernung, Dnlchi,^fs^ Ocwicht, Dichtigkeit, Anziehungskraft :c. des Souuenkörpcrs berechnet, aber über die eigentliche Physikalische Beschaffenheit desselben besaß man so gut wie keine Httnntniß, Hypothesen dcsto mehr. Ans cincr Zcit, wo nbcr dic „Mehrheit dcr bewohnten Wellen" zu schreiben, fast Modcsachc dcs populäreu Schriftstellers war, stammte dic Vorstcl-luug, daß dic Sonne an sich cin nicht sclbstlenchtcndcr, aber li'chlcr Wclllörpcr sci. möglicherwcisc bcvöllcrt mit ricscnhaftcu Bewohnern, doch umgeben von cincr ^ichl und Wärme verbreitenden Gashülle. Herschcl. dcr eigentliche Schöpfer dieser Hypothese, hiclt dic seit mehreren Jahrhunderten eifrigst beobachteten fogcnnnntcn Sonnen-flecke für Oeffnungcn in dieser Photosphärc, durch wclchc dcr duuklc Sonncntürper hindnrchschcinc, aber cr brauchte bereits zwei ^ichthüllcn, um weitere Eigenthümlichkeiten der Lonncnflcckc nnd Porcn zu erklären, ^itlrow verbrauchte im Jahre l^;»> bereits sechs solcher Hüllen, mclchc dcn Sonnenkörpcr wie die Schalen einer Zwiebel nmgäbcn. Durch die Spektralanalyse l^lnen alle diese Hypo- thesen zu Fall, und cs bildctc sich cine auf positiven Grundlcisicn bcrnhcndc Wissenschaft über die Beschaffen' hcit dcr Sonne, welche, durch die mnfasseudc, obwohl voin Wetter nicht begünstigte Beobachtung der Vorjahrs gen totalen Finsterniß, reichhaltiges Material und Bestätigung erhielt. Den gesammtcn Inhalt unseres hell' tigcn Wissens über dic Sonne hat Dr. Paul Reis zum Gegenstand zweier Vortrage („Die Sonne. Zwei physila» lischc Vortrage, gehalten iu der rheinischen, naturfor-schcndcn Gesellschaft zn Main;. Nebst eincr nenen Sonnen-flecken-Theoric") gemacht, wclchc nicht uur iu klarer Wcisc die bisherigen Errungenschaften darstellen, sondern auch schätzcnswcrlhcs Material für künftige Erwägung und Erforschung beibringen. Wir theilen das Wich» tigstc mit: Bereits Kirchhofs, iu seiner classischen Arbeit über die Spiral-Analyse, halte geschlossen, daß die Sonne aus einem Kerne fester oder flüssiger, in höchster Weiß' gluth befindlicher Materie bestehe, welcher eine große Mengc dcr auf dcr Erde vertretenen elementaren Stosse enthalte. Diefc ^icht und Wärme ausstrahlende Masse scl nmgebeu von cincr Atmosphäre, welche dieselben Kör^ per in nichtsclbstlenchtender Gas nnd Damvfform ent-hält, denn dic hcllcn Linien, wclchc das Gemenge alühenl dcr Körper in dem Spectrum ihres Lichts erzeugt haben würde, waren durch das Absorptions - Vcrmöacn dcr Dämpfe in dnntlc Linien verwandelt. Diese Dampf' Atmosphäre, wclchc bei totalen Sonnenfinsternisse!! als ein leuchtender Hof ll'm'wm) um die Mondscheibe er^ scheint, ist vermuthlich uar nicht selbstleuchlmd, dcnn ihr 1394 Diesen vier Momenten habe er Rechnung getragen, wis um so schwieriger war, weil alle diese vier Facto« ren inkommensurabel sind, also schwieriger alö das bekannte Problem der Mechanik. Was das politische Moment anbelangt, so l)abe er dabei die ellropäischc Weltlage im Auge gehabt nnd diese wurde von ihm derart aufgefaßt, daß er einen Präsenz-stand der Armee von 800.000 Manu, mit Ausnahme der Grenzer, für nothwendig erachtet habe. Diese Noth' wendigteit habe» denn auch die Vertreter beiocr Reichs' türpcr eingesehen und diesen Präscnzstand bewilligt. Ob bis jetzt eine Verminderung möglich? Er glaube uicht, da ein anderes politisches Moment bis jetzt nicht eingetreten sri. Auch er erinnere, gleich einem seiner Vor« ganger, an daS Eitat jenes französischen Dcputirtcn, der bei der Frage ilbcr die Abschaffung der Todesstrafe meinte, „mögen die Herren Mörder den Anfang machen!" Nun die Herren Mörder ringsherum l)aben eben noch nicht den Anfang gemacht. (Heiterkeit.) Was das innere Moment anbelange, so glaube er, daß die Organisation emcr jeden Armee auf die Verfassung des Staates basirt sem müsse, wenn im Krieqe der Erfolg eines SiegeS wahrscheinlich sein soll. Er glaubt mm durch die Errichtung der Landwehr den richtigen Weg gefunden zu haben. Als Verbindung beider Reichshälften steht mitten drein die Armee. Ein Stein aus dieser herausgerissen, dann geht nicht die Armee allein, dann könnte der Staat in Trümmer gc» hen, und er würde daher au der Einheit der Armee zu rütteln nie und nimmer die Hand bieten. Die Land' wehr betrachtet er als c!nc herrliche Stiche deS Krieges, die kühnen Reiter Pannoniens, die Schützen Tirols, der Stei^rmark, Böhmens, wie nicht minder die Lanzen» rcitcr Polens werden, wenn es an der Zeit sein sollte, die Armee k,äflig uuterstützcn. Was drittens daS miliiärische Moment anbelangt, so erachte er eS als erste Negel, das Maximum der Kräfte auf beu Kriegsschauplatz zu bringen. Unter Napoleon l. hatte Oesterreich fünf kleine Armeen nach Italien geschickt und eine Armee wnrdc nach der ande^ ren geschlagen. Hätle man diesem großen Feldherrn eine, aber starke Armee entgegen geschickt, wer weiß, wie sich das Geschick gewendet hätte, Auch in Vöhmen ist das der Fall gewesen. Gegenwärtig sei Oesterreich jedoch in der Lage, gleich bei Beginn des Krieges 90 Bataillone mehr ins Feld zu schicken, welche, wcnn gnt geleitet, immerhin den Ausschlag zu geben vermögen. Der Krieg müsse aber auch genährt werden, dmu Niemand würde es einfallen, auf die erste Karte gleich das Ganze zu setzen, darum sei cine Reserve nothwendig und disse bestehe aus dcu Bataillonen, welche 80 bis 90.000 Mann rcpräseu^rcu. Wenn früher, wie Dr. Sturm bemerkte, der Prascnzstand der Armee sich auf 7—80.000 Mann belaufen haben soll, so war dicö nur auf dem Papier der Fall, und dies namentlich im Jahre I860, wo allerdings noch 120.000 Mann gar» msomrt waren; allein es fehllcn die nöthigen Cadres, lS fehlte die Montur, eS fehlten die Waffen. Was mm den ökonomischen Standpunkt anbelange, so sucht der Kriegsminister nachzuweisen, daß er hier bis an die äußerste Grenze gegangen sei. Er nimmt das Jahr 1847 in Vergleich, in welchem Jahre das Budget um circa acht Millionen höher war. Redner widerlegt mehrere Behauptungen Figul y's uud Stur m'S und dankt schließlich der Delegation, daß sie zu der vou Sr. Majestät bewilligten Gageerhühung das Geld votire. Der Kriegsminister bemerkt noch, daß er, wo es nöthig fe>n sollte, bei dcn einzelnen Positionen daS Wort er» greifen werde. Der Berichterstatter Dr. VanhauS verficht die Licht erscheint wie alles zurückgeworfene uud gespiegelte Licht ftolarisirl; dennoch mag ihre Temperatur 3000 Grad wohl übersteigen, denn sie enthält uuter Andern, reichliche Mengen Eiscudampf, welchcu man kaum in der größten Gluth der Porccllauöfen iu kleinster Menge erzeugen kann. Es läßt fich daraus schließen, daß der Sonncntörpcr selbst eine Temperatur vou weit über 10.000 Grad bcsitzcu werde. Gold, Silber, Blei, Zinn sind iu der dampfförmigen Hülle nicht vertreten; sie bilden vermuthlich mit anderen schwcrftüchtigcn Stoffen den Kern der Sonuc. In ihrer Dampfhüllc sind ohne Zweifel die schwereren Dämpfe, wie z. B. die des Eisens, am tiefsten gelagert, darüber mögen die Dampfschichten der Leichtmctallc (Natrium. Magnesium :c.) folgen, höher herauf beginnen die Gasc, Sauerstoff. Stickstoff:c., während gewiß dcv Wasserstoff, dieser leichteste aller Körper, die oberste Schicht einnehmen wird. Die sehr verschiedene Helligkeit der den einzelnen Elementen entsprechenden Linien im Sonncnspectrum berechtigt ohne Weiteres zu diesem Schlüsse. Es versteht sich von selbst, daß in den verschiedenen Höhen dieser Atmosphäre eine Stufenleiter aller Temperature», vou der höchsten Gluth bis zu der Kälte dcS Weltraums in den oberen Schichten, die noch unter 100 Grad herabgchen mag. anzunehmen ist. (Schluß folgt.) Anträge der Majorität, ohne ei» besonders neues Moment ius Gefecht zu führcu. Der Präsident schrcilci sonach zur Abstimmung übcr die Gagcncrhöhung ocr Officicie und der Militär-bcamtcü und wiid diefclbe nach dcn Anträgen der Ma-jorität des Ausschusses mit qiußcr Majorität genehmigt. Es wird sonach zur Spccialdcbaüc übcr das o r> deutliche Erfordernis geschritten u. z, beantragt der Anoschuß bei Tiicl 1 , Ecnlralleitung, Behörden nnd besondere Vcrwaltungszweige, 13. !Otl ft. zu streichen lind diese Post mit 2,850,<)7.000 fl., welcher Anir^ von Dr. Nechbaner, Ocmel nud Fi^ulli begründet wird. Für dcn MajorilätSanliag spricht FZ^Ul. Hau del nnd dci- Berichterstatter. FZM. Freih u. Handel betonte die Unmöglich' tcit, in der Justizverwaltung Ersparnisse eiutrelcu zu lassen. Die durch die Auflösung der RegimcntSgcrichtc überzählig gewordenen 70 Auditore werden theils beiden Vandcsmilitäracrichteu, theils bei den GaruisouSgerichten, theils endlich l>ci dcn NegimcntSgerichtcn in der Grenze verwendet. Delcgirter Dr. Figuly: Ich halte die Militärjustiz uoch nicht für fertig, nnd gerade in diesem Punkte ist daS Budget kciucSwcgs ein Normalbudgct; denn die ganze Militärjustiz ist noch nicht in einem normalen, sondern in einem abnormen Zustande. RcichSli iegsministcr Frcih. v. K u h n: Ich möchte nur im allgemeinen erwähnen, daß bcreilS in« vorigen Jahre in allen Richtungen, sowohl wnS die Geistlichkeit, als waS die Justiz anbelangt, Ersparungcn gemacht worden sind nnd weitere Abstriche in dieser Richtung na-türl ch die gauze Organisation nnmöglich inachcn wül' dcn; oeun wcuu auch die Iustizorgauisatiou jetzt noch in der Schwebe ist, so ist denn doch die Frage, welche die Auditore zum Gegenstände hat. eine solche die auf das Budget keinen solchen Einfluß nehmen kaun, daß man einen Abstrich vou 200.000 ft., vornehmen könnte. Ich muß mir nun einige Worte übcr den Begriff des Norm al b u d ge t S crlaubeu: Wenn man unter einem Normalbndgct ein solches versteht, an welchem keine Ersparungcn, Einschränkungen und Abstriche mehr gemacht werden können, dann muß ich allerdings den Herren Recht gcbcn. Meine Auffassung in dieser Rich-tuug ist aber eine andere. Nach eiuem gegebenen Prä-senzstandc der Truppen ergibt sich eine entsprechende Organisation, um diesen Präsenzstand einzuüben und zu leiten, sowie endlich ein Organismus, wie er für deu Fall eines Krieges bestehen muß. Daruach, respective aus dcu hieraus entspringenden Posten, wird das Nor-malbudget gebildet, und die Ersparungcn, welche da noch gemacht werden tonnen, beziehen sich höchstens auf einzelne Posten, welche zeitweise oder für immcr entbehrlich wer» den, im Ganzen aber muß ein solchcS fixes, wcnn anch nicht auf dcn Kreuzer berechnetes Budget als bleibende Basis der Berathungen uud Verhandlungen dienen. Wcnn aber alle Jahre derartige Abstriche gemacht werden, so daß man fort uud fort genöthigt ist, zu rcorganisircu und zu reduzircn, dann ist einerseits die Kriegsuerwal-tung in einer sehr schwierigen Vage, weil sie eben fort' während mit Organisationsarbcitcn in Anspruch genommen ist, anderseits müßte aber durch dcu ewigen Wechsel vou Organisationen das Vertraue», der Armee zur ober-stcu Verwaltung und Kricgsleitung außerordentlich erschüttert werden, was für dcu Dienst entschieden von höchstem Nachtheile wäre. Auch ich bin von der Ansicht fest durchdrungen, Ersparungeu zu machen, das kann sich aber nach meiner Meinnng nur auf einzelne Stellen, Personen und Granchen erstrecken, die bisweilen entbehrlich werden, kann jedoch auf daS Budget im Großen und Ganzen keinen besonders großen Einfluß nehmen. Scctionschcf o. Früh vertheidigt hierauf einige Details. Oei der Abstimmung werden die Anträge des Ausschusses uud die von ihm vorgeschlagenen Resolutionen angenommen und cs erscheinen somit die Minoritälsantragc abgelehnt. Bei Titel !l „beim allerhöchsten Hofe iu Dienst-leistung stehenden Generäle und Stabsoffiziere" wird der Ausschußantrag, hier 158.5)99 fl. zu streichen uud auf dcn Etat des allerhöchsten Hofstaates zu übertragen an genommen. Titel III. Höhcrc Eommanden und Stäbe, bean« tragt der Ausschuß einen Abstrich von 250.493 fl. und die Bewilligung von 1,300,000 fl. Dclegirter Baron Wcichs spricht seine Bedenken gegen das Armee-Inspectoral aus, welches sich mit der Verantwortlichkeit des Kricgsmiuisteriums nicht oereit»' gcu läßt. Dclegirtcr Freiherr v. M crtcuS beantragt ei^ Abstrich vou 80.300 fi. Dclcgirter Dr. Dcmcl: Wcun man nicht Generale uud Brigadicre hätte, foudcrn jedem der 24 Trup peudiuisionärc zwei Obriste zur Führung mehrerer B"' taillonc zur Disposition stellen würde und die 6o«l mandantcn nur Obcrstlieutenantc wären, so würde I»"" dcn Betrag von 413.000 ft. ersparen. Der Antrag des Freiherr» o. Mcrlcns wird " tcrstüht. Delcgirtcr Baron Wcichs erklärt, daß er sei'" Antrage folgende Fassung gegeben habe: „DaS E>> derniß für die Stelle eines Armec-InspcctorS ist in ^ Extraordinarium zu stellen" und bemerkt noch, bei ^ bisherigen Armccuerhältnissen lomme jeder Soldat, lü'^ sehen von der Inspection der Eompagnie in die ^>'r, jährlich 9 Mal inspizirt zu werden und oft kaun es ^ schchcu, daß die verschiedenen Visirtrendcn über eine lil dieselbe Truppe verschiedener Ausicht sind. Auch dieser Antrag wird unterstützt. Rcichötricgsministcr Freiherr v. Kühn: Iu diF Titel werden ^0.000 fl. gestrichen, daS macht im Ga"^ 18 Perc. Um in diesem Titel die verlangten Erspal»^ gen herbeizuführen, würde uichlö erübrigen, als cine ^ deutende Reductiou eintreten zu lasscu und viele ^e^ räle und Stabsofficicre auf dcn Pensionsetat oder ' daS Extraordinarium zu setzen. Ich erlaube mir ^ hier hervorzuheben, daß wir, WaS die höheren EharH bei den Truppen als auch bei deu Anstalten bellV deren viel weniger haben als die meisten übrigen ArN^ Europas, namentlich sind unsere Generäle viel schle^ gezahlt, als in dcn andern großen Armeen. Die l^a^ unserer Generalität sind noch auf die Ansätze aus ^ Zeiten der Kaiserin Maria Theresia basirt. Bei der Abstimmung wird der Antrag des ^M" Mertens. abgelehnt uud der Antrag des Ausschuß angenommen; der Antrag des Baron WeichS bleil't' der Minorität. Bei Titel !V beantragt Berichterstatter Dr. Ä"", Hans den Titel lV- Truppcntörper uud allgen^' Truppenauslaa.cn, zugleich mit Titel XX: Natural" Versorgung, Titel XXI: Mannschaftstost und ^ XXll: Montnrs- nnd Bettcnwesen in Berathung ' ziehen. . Nachdem die Delegation hierauf eingegangen, l^. tragt der Berichterstatter für diese vier Titel den Äll> vou 48Millioueu, und zwar für Titel I V ^IW.s'U' für Titel XX 11M0.000 fl., für Titel XXl 8.l)0t)M" und für Titel XXl« 0,000.000 fl. zu bewilligen. ., Der Berichterstatter bemerkt welters: Die M? rität neigt sich der Ansicht hin, daß ein PräscM!', vou 70 Mann per Eompaguic nothwendig und att^ fertigt sci; die Minorität glaubt aber, daß eS w^ sei, durch die Abkürzung der Abrichtungszeit nock scntlichc Ersparungcn eintreten zu lasscu. ,A Dr. Rech bau er: Die Minorität ist der A''^,. daß bei einem großen Theile der Regimenter elcic » absetzuug des PrÜscuzstandes von 70 auf 50 pel ^) ftagnie stattfinden kann, wenn auch nicht überall M daher wnrdc der Abstrich in der entsprechenden ^ beantragt. , ^5 Deleg. Br. Wachter. Ich beantrage, daß ^'5,/ Titeln «V. XX, XXl und XXIl imGanzen dic«M. von 49.200.000 fl,, und zwar bei Titel l V : 22M'^ bei Titel XX: 11.900.000 Gulden, bei Titel ^ 8.W0.000 fl., uud bci Titel XXll: 0,400.000^ ^s gestellt werde, also circa um 2,000,000 fl. M von, Ausschüsse beantragt worden ist. Der Antrag wird unterstützt. ^F Del. Dr. Daubek beantragt folgende Ncs,er Fcld-, FestuugS- uud Ocb' ^ tillcrie vom Hauptmannc abwärts das Pferds ^ von jährlich ^0 ft. in die Rubrik des Erfo^ ^ l>< von Titel lV, Truppenauslageu aufzunehmen, l'^ i>>l bisherigen Gebühren der 149 berittenen Haupt"" cl' die eigenen Reitpferde von 42 st. ans 30 st-. ^r<','' mäßigen, dann für die sämmtlichen 05l> Off^' ^.'" Pferde das Hufbcschlagsgcld mit jährlich 7 st' Abzug briugcn. . Der Antrag wird unterstützt. lieal't^ Fürst Mcnsoorff- Dietrichstei" ^W'. für diescu Titel die Ziffer der Ncgieruug "";"'..cl < Dclegirtcr Dr. Sturm: Es handelt s'^ ioe>' niger um Reductioncn als um Abänderungen- ^„gSp' hier nochmals auf die Abkürzung der M'^ ^ ^ hin. ?tach den Versicherungen von Fachma""! ^ „l, möglich, die Abrichtuugszeit bei der I"'"' B^'^I weiter zu verkürzen. Es hat selbst Freiherr v, , T'^ gewiß eine Autorität, zugegebcu. daß '" , Eo»"" ,^ , Abstriche möglich sind. denn er sagte, bci de» de den und Stäben tönnc man uicht Abstriche"'" ^l>!"'„' dort kommt mau auch auf dcn PcnsionScta' ^,' machen tönnc inan nur bci dem Truppe"!"" Icl ^ sich durch Beurlaubuugen uud andere ^^, Dc^ könne. Auch die Commission der ""l>"''^c bisli/ -^! tion hat in diesem Titel, soweit ihre A"""" M .^ die Oeffcntlichteit drangen, noch bedeute^ ^.,<«,'ch"> vorgenommen, als selbst die Minorität oe 1395 ^ntragt. Es scheint also. daß man von andern Seiten "Ht denkt, den Präscnzstand als unanfechtbare Größe '" betrachten nnd daß man nicht der Ansicht ist, daß ,^) größere Abstriche in diesem Titcl die Wehrfähig-^ und die Wehrkraft des Reiches gefährdet werde. -, Delcgirtcr Freiherr v. Älcrtcns bemeitt gegen "l Et»rm. daß er allerdings gcfagt habe, daß sich in "!en, Titel Rednctionen vornehincn lasse,,, aucr gleich ^ Znsatz gemacht habe, gleichviel, ob die Armcc gc-l°!»nt oder verliert. Reichskriegsminister Ficihcrr u. Kuhu cntgegnct ."'verschiedenen Eünvüifcn und sagt unter andcrm: ^ lömuc Ihnen einen Fall vom Jahre 1814 anfüh ".'- wo in Folge der großen Vcrlnslc, welche die fran-Hlschc Arnnc bc! Leipzig erfahren hatte, der damalige' Mister ^ulndacl'reS dem Kaiscr Napoleon den Vor-^"^ machte, dic Eavallcrie zn rcdncircn, d. h. die ^chwadlonc» an Mannschaft starter zu machen, und die "lN-fM z„ rednciren, woranf ihm aber von Napoleon ^' Anlwoit gegeben wurde: Davon verstehen Sic '^tö. (Allgliucinc Heiterkeit.) . Wclui die beantragten Abstriche angenommen wnr-"" - sa^t der Kricgominislcr am Schlüsse einer lau ^n Auscinandcisctznng — so würde dies entweder ^ Allftiisling von ganzen Truftpenkörpern oder eine ^dllctioi, ,»n 40.000 Ätann nach sich siihren. Ich ^llc dcn Hcn'li, anheim, drüber ihr Uttl,eil zn schöpfen. "°chle j^'^^ lucnn dcr Antrag der Regierung nicht '^»ommcn wird, den Antrag desHcnn Baron Wächlcr ^ d.'m Grunde ^nr Annahme empfehlen, weil er so^ '"'^cn die ällhclstc Grenze bildet, bit« ^n welcher dic l,^'"a>>ge Organisation dcr Armee allenfalls noch durch' '"^ar crschci.'t. ^ ^i< wird nach dcn Schlußworten dcS Berichterstatters ^ ' Van Hans zur Abstimmnng geschritten. Die "l"'äc,e des Füislcn Mensoolsf-Dietrichstein bleiben in ^Älinorität, dagegen wcrdcn die Anträge des Varon Achter ange»olnmcn, und cö entfallt somit die Ab» 'Inning i^,,-^ die Antrage der Majorilät wie dcr M> "'tat des Ansschnsses. Die Resolution des Dr. Daubct wild abgelehnt. ^. Der Präsident schließt hicranf die Sitzung nin ""' Itt Minuten. Nächste Sitzung Montag (10.) I l Uhr. Tagesordnung: Forlsetznng dcr heuligen. Dic Schule und dcr Clcrus. ^ Gür;, 12. August. Die „Tricstcr Ztg." ist in H '««e da« in lateinischer Sprache verfaßte, vom 24ttn 3l ^ ^ flirte Pastoralschreiben des Fürst - Erzbi-^ von Gör; seinem Wortlaute nach mitzutheilen, ^Elchen, dieser Kirchcnfürst seinem Diöccsanclcins ^,^'lUritt in den Landesschnlralh gestattet und wc- i sli^k Anordnungen bezüglich dcS Euratclcrnö und ^s, Verhältnisses zur Schule trifft. Nachdem das ^'Mmiben dc"l Elerus die Zusammensetzung des <>>,.,^»chnlrathcs, und die Aufgabe dieser Körperschaft "Mcrgcscht, fährt cS fort: Nlilll lcr ben österreichischen Bischöfen entstand die ^ i« ^' od cs dcn Mitgliedern des ElcrnS gestattet sei, ^^' >andcSschulrathe eine Stelle einzunehme». Die ä«r ^'^!icn von so großer Wichtigkeit, daß Einige so-l'»hol^ohlmcinung der höchsten kirchlichen Antorität Ws» '', zu müssen glaubten; diese aber entschied, eS tscigl '^ dem klugen Ermessen dcr geistlichen Würdcn-">chl Erlassen bleiben. So viel unS bekannt, haben ^ .^° Diöccsanvorslcher ihrem Elcrrö gestaltet, neben ^ !» ^^ichnetcl, Gesetze Mitglieder dcr Landcöschulräthe ! »vif ^chdcm wir jedoch Alles wohl erwogen, gestatten l»lhc ,'^ ^°chw. Dlöccsanclcruö, sich am Landcsschul- ^l>ch^'' bcthciligei, und zwar zu dcm Behufe, um die !'elci,c ^"chuus »icht j,n Allgemeinen die Rechte dcr ' !)"!s«tli '" ""lh bem Gesetze selbst mnß dcr Orts- ^ Q^lc , °^ Miwmrn bestehen, welche die ltirchc, die M'oru , " Gemeinde reprascntiren, nnd bildet der » ."l" zijs'i t -^ ^'"^ ^lmlcs cin Äiitglicd demselben. ' !^e^bcn '^"lrälh,,, find von nnS elnanntc Pricstc> > d >'"d ""^"; Mci Mitglieder dcö gcisllichcn Slan- «' ^r zu nn- ""^'"" ^"U-ag von Sr. Majestät dem ! , °lde>, ' ^-"litgilcdcrn des ^ndcoschnlrathcS ernannt '< ?"N'Ncnc,e.''<. " ""^ der Absicht der obersten ^itnng ^> ^ l)o„ ,,..^" Cunfcre»zc,i haben von uns ernannte ?! >äMS<, ^'^itte P.icst^ oder kirchliche Wm. l ,^)t .u"''"d Stimme und selbst dic SlaalSgcwalt . «"^lischen "> ^^ ''"I' Schutze der Kirche nnd dcr 1 > ienen C""."'d entsendet scicn. Daher mögcn denn l^ N'^m ^,7'^"' ^c Priester beiwohnen, für die 5 3.'"^ der?"^" "it Eifcr cint>clcn und zum „ wi .'^e «rast. ?'°" "'^ der Ehrbarkeit der Tillen ^ b" H' >'' ^cn. I„ den meisten Ol.sschulrä.hcn ^ ?1^!t/ ",'bcm weder das W.ssen, noch dic Ein^ ' d /n ^i.,f"" . °"f dm. stachen ^'ande, den mahae- ^ ^n '«'bse ..^ ' Doll, wo in Dinsscn, welche "Ui,.^,/"d moralische Er^h.nig betreffe., die " ^nstllchcu nicht beachtet werden soll' ten, möge an das erzbischöflichc Ordinariat berichtet weiden, welches sich die Entschcidnng über die Frage», welche in dcn Schnlrälhen beschlossen werden, um behält, selbst wenn auch die geistlichen Beisitzer bei denselben mit lcr Majorität gestimmt haben sollten. Jener Grundsatz, mit welchem die Volks- und Pfarr-schulen von der Kirche getrennt wcrdcn, kann von Allcn, denen die Sache der Religion lind dcr Kirche am Herzen liegt, nicht gebilligt werden, wie wir dicS in unserem Pllstoralschrcibcn vom 14. Juli IKW bercitS andeuicten. jedoch cs schließt die ncnc Schulorganisation die Kirche von den Pfarrschlilcn nicht völlig aus. da nicht nur in Bezug auf dcn Religionsunterricht nnd die religiösen Uebungen die Rechte dcr Kirche völlig aufrecht bleiben, fondcrn auch die Männer dcr Kirche in dcn Schnlräthcn sitzen, nm dic Sachc dcr Religion nnd dic Rechte dcr Kirche zu schützcn. Bci dicsem Stande dcr Dinge mnß man vorsehen, daß die Kirche, so viel sie nur vermag, ihren heilsamen Einfluß auf die Volksschule ausübe. Im weiteren Verlaufe des Pasloralschreidcus er-klärt dcr Erzbischof. daß er den Diöccsanschnknanfschcr beibehalte, jedoch nur als eine rein geistliche Behörde, V3iel>, l<;. Angnst. (Dementi.) Die ..Wr. Abdpst." schreibt: Vielfach verbreitete falsche Gerüchte, welche sogar von mehreren hiesigen Blättern als Thatsachen gebracht wurden, enthalten die Nachricht, daß von den zu Anfang dieses Modales ins Vager bci Brück eingerückten Truppen mehrere Lcnte in Folge der bei großer Hitze stattgehabten anstrengenden Märsche dcm Sonnenstiche crlcgcn seien. Die bereitwillige Eolporti rung solcher Uebertreibungen und Unrichtigkeiten könnte immerhin ignorirt werden, wenn nicht einzelne dcr erwähnten Zeitschriften so weit gingen, die Militärbehörden unzweckmäßiger Marschdisposilionen und die Ab-thcilnngscommandanten der Hintansetzung pflichtgemäßer Obsorge für dic Erhaltung idrcv Mannschaft anzuklagen. Die Lagcroöerlcitnng fieht sich hicdnrch veranlaßt, obcr-wähntc Angaben durch die amtliche Mittheilung ans ihr richtiges Moß zurückzuführeu, daß nnr zwei solcher Stcrbcfällc. nämlich des Infanteristen Blasius Pilch vom !><;. Infanterieregimente nnd des Jägers Ferdinand Umgeher vom 10. Fcldjägcrbataillon, vorgekommen sind. daß die bezüglichen Truftpenkörpcr die Strecken von Wien und Wicncr-Ncnstadt nach Brück, welche zwischen .'> nnd <> Meilen betragen, in je zwei Märschen znvückgelrgt haben und daß weder in Bezug auf die Aufbruchsstunde, noch anf die Ausführung dcr Märsche anch unr das Geringste versäumt wurde, was drr Mannschaft bci dev abnormen Hitze eine Erleichterung gewähren konnte. Es fallen somit diese bedauerlichen Vorkommnisse weder den inslradircndcn Militärbehörden, noch dcn Trnppcneom-mandantcn znr Last; dieselben finden ihre Erklärung vielmehr einzig und allein in einer Tcmpcratnr, bci welcher Erkrankungen am Sonnenstiche mit tödtlichcm Ausgangc, unter dcm unmittelbaren Einflnsse dcr Sonnenstrahlen, nicht zu dcn Seltenheiten gehören. 2lgram, 15. Angust, (Für die Abgebrannten in Glina) hat Ec. Majestät dcr Kaiser 4000 fl. auS seiner Piivatschalalle. dcr Kriegsminister 3000 fl. ans seinen Dotalionögcldcin gespendet. Ausland. Pariö, 13. August. (Die Erkrankung des Kaisers.) Dcr Kaifcr war gcstern bettlägerig. Die Lebensgefahr, in welcher der Marfchall Nicl schwebt hat auf ihn einen erschütternden Einonick hervorgebracht. Dcr Kaiscr leidet wie gewöhnlich an einem Rheumatismus dcr bedenklichsten Art, welcher von thcilwciscr Behinderung in dcr Bcwcgungsfähiglcit begleitet ist- Gestern herrschte in seiner Umgebung sogar einige Bestürzung, da er höchst unverständlich uach dem General Saint-Arnaud verlangte, nnd dieses Mißverständnis) sogar einige Zeit andauerte. Die nach Saint-Eloud geladenen, abbcfohlcncn und wieder geladenen Senatoren konnten nicht empfangen wcrdcn. Dem heutigen Minister-ralh ging eine Berathung der Aerzte vorans, welche auch mit dcu Ministern confcrirtcn. Dcr Kaiscr wird nämlich im Lager von Ehalons erwartet. Von dort ans soll das Jubiläum des I00jährigcn Geburtstags Napoleons I. in Scene gesetzt wcrdcn. Alles ist vorbereitet. Das Ausbleiben d>:s Kaijcis wäre cin Er-cigniß daS nicht nnr sehr störend wirtcn, sondern auch cin nnbcrcchcnbarcs Anssehcn hcrvorrnfcn würde. Der Kaiscr bewährt eine außerordentlich: Energie, indcm cr sich zusammenrafft nnd^ dcn Schmer; überwältigt, um in Ehalous auf dcm Schauplatz dcr Weltgeschichte seine bereits cinsludirtc Rolle nicht zu verfehlen. Aber dlc Minister erinnern sich, daß der Vorgänger des jetzigen Sultans mit ciucr ähnlichen Anstrengung cs über sich gewann, an einem Freitag, der cin hoher Festtag war, 'in die Moschee zn reiten um seine Rolle nicht zn verfehlen, aber Dienstags nicht mehr unter den Lebenden war. Die Aerzte mnßtcn zwifchen dem Kaiscr uud scincn Ministern entscheiden. Nach dcm Ministerratli wnrdc aus dcm Ministerinn, dcS Innern sofort an die Prä-fcctcn tclcgraphirt. daß der Kaiscr morgen. Sonnabends, ! sich nach Ehalons zu begeben gedenke. Der Leser wird sich dabei erinnern, daß dergleichen Schmerzensanfülle sich beim Kaiscr immer häufiger einstellen, jedoch noch jedesmal glücklich verschwanden. Hasiesneuigkeitcn. — (Dam mabrn lschung auf der Rudolfsbahn.) Aus Neumarkt 14. August, wird der „Tagespost" geschrieben: Vorgestern Abends um 6 Uhr ist in der hiesigen „Klam" an der Nudolfsbahn der halbe Damm auf 25 Klafter Länge und bei 11 Klafter Höhe abgerutscht. Zwei Stunden früher hatte man noch keine Ahnung von dieser Abrutschung. Der Verlehr ist vorläufig dadurch nicht gestört, indem man die Schienen soweit als nwa.lich an dic Berglehne- ^schoben; die Zuge dürfen an dieser Stelle nur sehr langsam fahren. Dieser Einsturz hat ohne allen äußerlichen Einfluß stattgefunden, u. z. an jenen Strecken, welche mit einem großen Kosten-austvaude gebaut wurden. Man hat hier mehr anf die schnelle Ausführung als auf die Dauerhaftigkeit des Aaucs gesehen. — (V o m P lane u's ch e n G runde.) Man schreibt dem „Dresdener Journal" vom 14. August: Seit vorgestern sind im „Segengottcsschacht" wieder mehrere Leichen unter den Brüchen vorgefunden und zu Tage gefördert worden, so daß die Gesammtzahl nun 257 beträgt; 4 Leichname wurden heute Vormittags nach dem Füllorte tranövortirt. Laut dem Werksvcrzcichnisse werden nur noch 1>l Verunglückte unter dcn Trümmer aufzufinden sein. Da möglicher Weise die Befürchtung auftauchen tonnte, daß einige der Verun^ glückten nicht dem Erstickungs , sondern dem Hnngertode zum Opfer gefallen seien, so dürfte die Mittheilung zur Bernhicuma, dienen, daß bei allen denjenigen, welche das Unglück um einige Stunden überlebt haben, das mitgenommene Frnhstücksbrot völlig unberührt aufgcfuuden worden ist," — (Ueber den Untergang) des Hamburger Post-dampfschiffes „Germania" hatte man bisher folgende telegraphische Nachrichten. Das Schiff ist auf dcr Rückreise von Newport in der Nahe des Cap Race anf der Ncu-flmdlaudl'cnit aufgefahren. Es gelang, Passagiere und Mannschaft zu retten, aber Schiff und Ladung wurden ein Raub der Wellen. Ob auch der Capitän gerettet wurde, ist noch uicht gewiß. Das Schiff war mit 400.000 Mark B., die Ladung für eine Million Dollars versichert. Als Veranlassung des Unglücks wird angegeben, daß bei con-trärem Winde cin starler Nebel geherrscht habe. Seit dem grauenvollen Untergänge des Dampfers „Austria" (vor zwölf Jahren) hatte die Hamburg'Amentanischc Packet-Acüeugesellschaft, der die „Germania" gehörte, kein Unglück von Vclang zu beklagen. — (Ein w erthvollcs Pferd.) Die Nachricht, daß Blue Gown, dcr Sieger beim vorjährigen Derby-Nen-nen, von sciucnl Eigenthümer mn 5000 L. verlauft werden solle, veranlaßt ein englisches Vlatt, einmal auszurechnen, wie vicl das Pferd seinem Herrn nachweisbar eingebracht hat. Mit Einschluß des Dcron Preises hat Blne' Gown bisher das artige Sümmchen von 12.562 L. gewonnen, macht einschließlich des vom Eigenthümer geforderten Kauf-preifes zufammen 175.'j2 L. — ein bescheidenes Vermögen. — (Zur Eröffnung des Suez - E, an al s.) Nach einem Schreiben aus Älerandrien, 22. Juli, können sich »och immer Schwierigkeiten ergeben, welche zu einer abermaligen Vertagung der Eröffnung des Suezcanals über dcn 17. November hinaus zwingen würden. Jedenfalls werden trotz aller Anstrengungen bis zum 17. Novembcr die Arbeiten an mehreren Punkten nicht fertig sein. An eine Eröffnung des Eanals für die eigentliche Schiffahrt unter den Bedingungen, wie sie durch die vollständige Ausführung des Äauprojcctcs geboten werden follen, ist vor dem März 1870 kaum zn rechnen. (Wie der Belgrader „Pi-dovdan" mittheilt, soll der Vicetönig die Redacteure der bedeutendsten europäischen Journale zur Feier der Eröffnung des Suezeanals eingeladen haben. Die Reife soll auf Rechnung Egyptens gemacht werden.) — (^ootomische Fälscherindustrie.) Jäger und Naturforscher, die sich mit Ausstopfen beschäftigen, haben von den Indicrn noch viel zu lernen. Aus einer Bekannt' machung des bengalischen Ttcneramtes geht hervor, daß man seit Jahren die Behörden um die sür Vertilgnng von Naub-thieren ausgesetzten Preise systematisch betrogen hat. War cin Tiger, Leopard oder Bär erlegt, so trennte man die untere uud die obere Haut auseinander, setzte unter das obere Fell mit dcn Haaren eincu künstlichen Schädel ein und ließ sich für diefes die volle Belohnung zahlen, während mau für das nutere Fell mit dcm wirtlichen Schädel noch inals den Betrag erhob. Auch sonst verstände» es die Ein-gcborneu vortrefflich, aus allen möglichen Knochen einen Tigerschädcl zusammenzuleimen, dem uian mit Stücken verfaulten Fleisches, Haarresten uud echten Tigerzähnen so wie übergespanntem Schwcinsledcr ein täuschendes Ansehen der Echtheit gab. -Locales. — Das Geburtsfest Sr. Majestät des 5k aisers Franz Joseph wird heute in folgeuder Weise festlich begangen. Um 5'Uhr Morgens musikalischeTagrevcille, am Echloßberg werden 24 Kanoncnschüssc gelöst. Um 8 Uhr Feldmessc in der Sternallcc, wozu die gesammlc Garnison, .'i Bataillons vom Regimcute Huyn. 1 Compagnie vom Negimeute Kahn mit Fahne, ein Zug Jäger (aus den zwei Depots formirt), sowie die Artillerie unter dem 1396 Comiuaudo des Oberstlieutenants Gcrlach ausrücken wird. Aufstellung mit dem Rücken gegen die (5asi>,ofroule und Thcatcrgassc, die Ärlillcric an der Südseite der SternaNee. ^Itach der Parade dcfilirt die Garuisou vor dem Stations commandantcn Oberst .vndl. Um l<» Uhr Hochamt in der Domkirche, bei welchem sämmtliche Civilbchördcu erscheinen. ^- <^D i c Klciutiuderbewahraust alt) feierte gestern um 10 Uhr Pormillagö das allerhöchste Gebnrtssest Sr. Majestät unseres allcrguädigstcu Kaisers Fra»lz Joseph des Ersten nud vcrsaullneltc nahe an 200 linder in der Anstalt, von wo sie paarweise iu die Et. Flvrianskirche czeführt wurden uud den Hochaltar unigabeu, au dem der Stadtpfarrer von St. Jakob Herr Gustav K ö stl als Director das heilige Meßopfer cclclnirte uud welcheul die zi. t. Schutz-fraucn uud viele Andächtige beiwohnten. Nach dem biottcö-dicnste in die festlich geschmückten ^ocalitäten zurückgekehrt, wurde von deu Kindern zuerst das Gebet um die Erhal-lung des geliebten Vandcsvatcrs abgehalten nnd von denselben die Ä>olkshvmne gesungcu. Hierauf wurdeu au inehrere Kinder kurze Fragcu iu der Religion, im Zählen uud Htopf-rechncu gestellt, die sie mit Uubefaugcuhcit richtig beantworteten, sowie auch die zahlreich ausgelegte» Hätel- uud Strickarbeiten die Nufmcrtsamtcit der Anwesenden auf sich zöge» und von der Opferwilligfeit der i». t. Echutzfrauen, »oelchc die Wolle hiczu speudeteu, sowie von dem Eifer der tleiueu Mädchen für diese täglich vierstündige uud sorgfältig gelei^ tele ÄeschästiguuH Zeugniß gaben. Zum Schlüsse wurden alle Kinder mit Weißbrot betheilt. Der Herr l. l. Bandes-Präsident Eonrad von Eybesfcld beehrte diese Festliche leit mit seiner Anwesenheit, zu der auch der Herr k. k. Landes-schulrath Dr. Anton Iarz und der Herr Bürgermeister Dr. Enppan erschienen warcn nnd die bei allen Gönnern und Wohlthätern dieser Anstalt den besten Eindruck zurückließ — (Dem neueruauntcu Regierungsconci-pisten) Dr. Fraeuzcl Ritter von Beste neck (ein Sohn des hiesigen Gutsbesitzers von Neudcgg) geht ein sehr günstiger Ruf voraus, iudcm er nicht nur seine Studien uud die praktische politische Prüfung mit Auszrichuuug zurückgelegt hat, sonderu auch iu feiuer bishcrigeu Amtiruug in Südsteiermarl namentlich iu der ihm vollkommen geläufigen slovenischeu Sprache sich durch Gewandtheit uud Eifer allgemciue Anerkcnnuug erwarb. ^ (Ernennung) Das k. k, Oberlaudesgericht hat eine Dieucrstelle beim Bezirksgerichte iu Treffeu dem Feldwebelveteran im l. k. 17. Liuieuinfaulerieregiiueute Ialob Piskur verliehen. — (An der Montan- H auvtschule i n Idr ia) ist die Stelle des Lehrers der dritten Elasse oder im Vorrückungssalle der zweiten Elasse zu besetzen. Gehalt INK fl., event. :;^7 fl. 50 kr., dann Holz- und Quarlicr-gcld uud Venützuugsrecht eines Ackers. Erforderlich ist die Fähigkeit zum Vorlrag i'. bcideu Landessprachen, zur Er^ lheilung des Gefauguuterrichtes und Kenntniß des Violinspiels. Bewerbungen sind binnen drei Wochen bei der k. t. Bergdirection einzubringen. — (Nestaurirle Kirche.) Der luustsiuuigc uud fUr seine Gemeinde sehr besorgt thätige Pfarrvicar Anton Lumbar iu Cliak ob Wippach hat die ganze dortige Kirche restauriren lassen und eiu bekannter lrainischer Historienmaler ward bcrufeu, die heiligen Kirchenväter uud Prophcteu äi l'ra3t!o bildlich darzustellen, welche künstlerische Arbeit vor Kurzen» vollendet worden ist. — (Die Eurliste Nr. 17) des Bades Krapiua-Toplitz in Eroatien vom 5,. August weist 1. August. Oic Napoleons-Feier fand gestern unter Theilnahme einer ungeheuren Volksmenge ohne irgend einen Zwischensall statt. Paris, 16.'August. Das „Public" mcldct. daß dcr Kaiser noch immer an Rheumatismus leide. Paris, l6, AuMt. Ucbcr^ll ist die Napoleons-feicr oh,ic ugcnd cinen Zwischcnfall uolübcrge^angcn. Telegraphischen :1iachrichlel> alis del» Dcpaltemcnls zn-folge, wnrdc das Ainncsliedeciet in allcn Gemeinden ^ffigiit l>no mit großer Äcfiiedignng anfgeliommen. In It. Elici'ne wurden 56 ^roßlcnlhells wegen der Umn heu in Ricailniie ocrllrthcille Indiuidncn in Firihcit gcsctzl; dieselben ociließen d,e Gefängnisse unter den Rufen: ,Es lebe dcr Kaiser, Unter del, ArbeiMn nnd Albcit^cb rn in P^riS l,errskt ,.roßc A^fliedignng. Ei> wurden gestern 15>A wcgcn politischer oder Preßoelgehen vciurlheille Pclsonen in Fi^lieit gesetzt. Paris, 16, August. Dic „Franec" sagt: D) Das russische Kai-fcrpaar ist in Viuadia angekommen. Dcr Ezar hattc auf der Reise wiederholt Fieberanfälle in Folge Erkältung. Der Fürst von Rumänien wird morgen cl-wartet. Telear.»pl)ische Wectiselcourse vom 17. August. 5perc. Mslalliquc« 62.75). — 5,prrc. M>'tall>qi!c3 not Ma^ "^ Nove!l>bcr-Z!i!scii!'.2.75», — 5)0lrc,!)illtiol'lll-?liilchrn71,;»0. -l8M Siaatilaülrhm UN. -, — Vautactirn 766. — Ercditaclien 36"!"" — ^'olidoil 123.;'0. — Silber 12!.-. - K. l. Ducatcn 5>9I'.^ ___ -^» Handel und ^olliswirthschastüche!.' z?ra„»l»,>rg, 16. Aiiqilsl. Auf del» heutigm Marlte s>^ cvschll'ncü: >2N Wagni mit Oclrridr, ^! Wacic!, mil Hc» »^ Stroh, l/ Wagl'il mil Holz, ^i»» «lllct Schwein uon I2-->^Z pr. Pfo, ii»d l» plagen mit Zwicdrln. ' D'.irchschuütS-Preisc. , ft. lr. ft. ^. Weizen vr. Msljci, 4 90 Vultcr pr. Psliild . — '.' Kolii - „ 3 — Ei«' pr. Gliilt . . ^ - Onst^ .. - — Milch pr. Maß - - ! Hclsl'r ,. 2 26 Rindfleisch pr. Psd. -^ '. Hllllifrilchc „ .'j 30 ttallislnsch „ — ^ Hcidcü .. 2 80 ^chn^ilU'slVisch „ — '^ Hirsc .. 2 85 Schüpseiiflnsch „ — ^ Klillniltz „ 3 — Hiilindel pr. St»li — ', (3rdäpsl'l „ - — Tanlieli „ — ^ ^i»sr» ., — .. Hsu pr. ^eiltlicr . l -! Erlijl'il ,. -- Stroh „ . ^> Fisüle» „ 3 20 Hul;, yartes, pr. Klfl 5 ^, Rl»d<l ,. 4 «0 Heu ftr. LeiUner . ' . Erlism .. 4 8l» Gtroh „ . > Hisolm .. 4 80 Holz. hartes, pr. Klst. '' ^ Niiidoschmal; pr Pfd — 45 — weiche«, ,. "^ ,. Schmeiüeschmalz „ 45 Wein,rnthcr. pr, (3im?r '' ^ Speck, frisch, ,. — — > ^ ^^^. ^ ^ Speck, geräuchert, Pfd. —36 ^, Ängokommeue Fremde. Ä!U 1.'. August. Stadt Wien. Die Hrnm: Weder, Sulzer, Hollslel», K"'' mid Hclüia»!!. Privalier, voil Wien. — Siebenhofer, Äss^ ., BelNüte; Tr Wretschlo, l. l. LaudcKschiiliiispeelor; Nitlcs ^ Schindler, l. k. Secliol>i, vo>l Gür; — Prcnit. Priuatirr, von ssiinne — Bi»^ Major, Theresia und Iosesine Aillder, uou Trieft, ^^-^ 'Ntelearollilnsche )zool)a,flllllllll!ll ill l!nisnn^ 6U.Mg. 326.5! -^Il.z windstill hallihellcl ^'„ l?. 2 ,. N. 326.v, M W„ Ab. 32?.,^ 'l'ii.u windslill cirößlh. bclv ,^ Aügeiichmrr Tag. Wechselnde Vewölllliig. Die -l?!^ ilber lneisl wolkenfrei. '.'Ilieiidö schwere Negeiiwollcll a»^ M>" '.'lach 7 Uhr ziemlich starler Rege». Das TageSmittcl dtl l 13!»". lü» 13" lütter dem 0lor!l!ale. ^.^^^. Veraüinwrilicher Reducteur: IWa^u. zsl c'In M " 1 ^ _____________ ___________________________ ___________________________^^^^ ^"T. !>tl ^."^l'^nlHNl'l^t Wie», 16. Aligns!. Die Äörle ,var dei liicht eben dcdriitclldlül Oefchä,ls»mflll,ssc im Allgemeinen aünfti". dieponirt. Sie ueschllftiglc sich vorzngöweise mit -^. ^ Wlll-jlllllNlU)!. Aussl«.', der 2^irner i,»d dcr Wrchclerlmnl. Crstere hoben sich von 3«U bis 400 nnd kehlten auf 3!»'/ zurilck, sür Wiener Aant sprach sich couslaitt 20? Geld "'^»l!'' Hgechßlerbanl wurde 124 qe'niacht Vanlaclien wlnen zwischen 77<» nnd 773 im Perlrl,r. Renten lieider Gatturgcii wnrden hoch dezahlt uud schwächten sich crst ganz zum Schluß ttwas «"' und Comptanlm zeigen leine wesenlliche Priänocrnng, Man nolirte bei Abgang deö Berichtes: ^U. Allgemeine Ttantcschuld. Wr 100 sl. Oeld ^aarr Einheitliche Staa!5schnld zn 5» pCt.: in Nuten »erzini«!, Mai ^iouember 62,i'l» 63,— „ „ „ ssebrnarAngnsl 62.^' «'3,- „ Silber ,. Iänncr-Inli . 72.— 72.10 Apr,!-October. 72. 72,10 SMleranlehrn rilckzahlbar (?) . !><25 !^8.50 ^'ose l, ). 1«39 ....,, 247.— 248.- - ,. „ 185,4 (4"/„) zn 250 fl. 92.25. 93.- ., I860 zu 500 fl. . . 101.30 101 50 „ .. 1860 zu U>0 fl. . . 103.75 104.25 „ 1864 zn N»0 sl. . . 124.70 125.--Slaatv-Domäneu-Piandbriese z« 120 fl. ö W. i'l Silber . . 122.25 122,50 ». Grl!Ndel,tlast,l„nH-vbligatio,lc,l. FUr 100 fl. Ocld Waare Mhmen......5pCt. 93,25 i»^.. ^ N!'o.stn,.ich, , ,, ° „ «2,75, m,„ Ober-Oesterreich . - ,. -' .. ^. - .'4,- Siebenbilrgen ..... 5 ,. ^' 80.-i0 Un,«n.......5 .. 81. 8150 O. Nctien vou Bauti>,stitl,ten. ! Geld Waare Analo-ijstcrr. Vank.....397. 3W. Aüglo-ungar. Bank .... 1165.0 1,?... Ao'deN'Creditanstalt .... :ll4.— 316.— Creditanslalt f, Handel n, Gew. . 307.20 3''7.4»> Creditanstal!, allgrm. ungar. . . Ill — 111.50 Eöcomptc-Gesclls'chaft, n, ö. . . !'22.- 925... Franco-üsterr. Bank .... 14650 147.— Gencralbant.......81.50 82,— Nlll,onalbanl.......770 — 772 - VcreinSbant.......132,- 132.50 Verkehrsbaul.......141.- 141.50 »V. Actieu vo» TrallSP^rtMltcrnel,- Geld Waare Alföld-Finmanrr Bahn . . . 179.50 1«0.- B^hm, Westbahn.....229. .229 5» lsarl^'«dwig-«ahn.....269.— 269.50 Toiian-Dampsschifff. Gesellsch. . 623.— 625,— ^lislllielh.Wcstbahn.....^W.- - I9A.50 ?ierd!nll!idV-^oldl'ahn . . . 2315.- 2320. -Fünstnchen-BarcfcrVahn . . 189. - 190.-ssrnnz-IoscplMAalin .... 18?.- I8?,5l» ^emberg-Czern.-Iasfycr-Bllhn . 208,- 20850 ^'!oyd, üsterr........370.-373 — j Geld lftaarl Omnibus (erste Emission). . . 255..- 257,— Rndolf^Bah»...... 174 50 175.- Sirbenbiirqer Bahn .... 179.-. 179.50 Slanlsbcchn....... 410. - 411. SlldliühN....... 273.10 273.30 Süd iwrdd Verbind. Bahn . . 172 50 173,— Theiß Bahn....... 273 - 273.50 Tramwal)........ 188.5U 18'.».- ,). ! Augsburg fi!r 100 fl, slldd. W- ^'?5 ^M' Franisurl a.M. 100 fl. dett« ^ ^, ^", Hamburg, filr 10» Marl Vaü" ,.)g55> >Fs> London, filr 10 Psnnd Sterl'l'g ^^« ^ Pari?, für 100 Franc« . - - G'ld ^..' ^ lt. Müuz-Dncatei. . 5 fl. l" "' i» « ^0 ' ^lapolconsd'or . . 9 .. ", " l ,' ^ - Vercinöthalcr . . . 1 " "^' " l2l "" >. Gilber . . ^2l^ ' "^ ^„,„, ^ z Klllinische Orunbmtlafluna^bl'« zgaatt »atn°t.runa: 86 50 Orld. ,