Laibacher Zeitung. 1 «»« Hamstnss am «K. Mai «»H« Dit „Lail'achcl ^eit»»a" m'chrint, »>il A,i^!!,!hn,s l>er 3o,>,!' »n^ ^.,c!l>iqs, <>i',I^ch, >lnc> stillt üi,>,„t dcii Äcilaqen iü, (lom^ntoir qnnzj>il>rig 1l ,l.. Halbjahr!!, /» il. 30 sr, mit >ltsf »ib.i»!, i!» ll,)!,N'!">> qn»,iäbl,q «2 il.. l,c> l b >ä b riq »l si. ^iir l>ii> Ziü^'llunq ,»'6 Hans sind balbjäbriq 30 lr. mehr z» cillrichtrn. M it der ^!l'si vor to» fls, q,iu ^jäbriq niitcr ,ssrc!l,l'>i»!' „»d ^cdüicklsr '.'ldrtssc 1.', ss., l, al b i ä hri q 7 ft. 60 lr. — In strati?» sqcl'ü b r fnr eine Bvalten^il, ^der den Nam» fterselben. siir eiii, !».i!i^ ^,».chalt>li,q'.'t fr., fnr <» fr. mr 2 Vi.i! nnd ^tt lr. ,',lr l Vial finzuschalten. 3» dilssi, (^.l'iihrü! iss inich dein „provisorischen Gesefte VD!» ^"l Instituts, des Hrn. Präsidenten der hiesigen Handels, .md Gewerbekammer, sowie sämmtlicher Mitglieder der Ausstellnugscommission Statt gefunden. Der Hr. Bürgermeister der Hanpt- nnd Residenzstadt Wien war verhindert, der Feierlichkeit beizuwohnen, dagegen waren die Aussteller sehr zahlreich vertreten. Se. Erc. der Hr. Finanz- nnd Han-delsminister Ritter v. Banmgaltner eröffnete den feierlichen Act mit einer R».'de, welche bei allen An^ wesenden den lebhaftesten Beifall fand, nnd einen neuen Beweis dafür lieferte, dasi Oesterreich's materielle Interessen der sachkundigsten und sorgsamsten Leitung anvertraut sind. Am Schlnsse des Actes hat Seine Dnrchlaucht Fürst Salm den Dank der Aussteller, die Zuversicht auf eine grosie Zukunft der österreichischen Industrie und das volle Vertrauen in die Leitnng unserer Handels- und industriellen Interessen in einer bündigen, offenbar der innersten Ueberzeugung entquollenen Nede ausgesprochen. Mit dcr ßonncil-Medaille wurden 4 uud mit der Preismedaille 11 m der „Wiener Zeitung" veröffentlicht wird. a.,.^ l^ ^'^ Sr. Ercell. des Hrn. Finanz- und HandclSmmiste»-« , - . .^") habe ,nir die Ehre gegeben. Sie Hieher zu laden, um Ihl.e,, ^. ,„ " , ^ «. ». ^. °" Anerkennung elnhaudlgen zu köuueu, deren Sie w?^., ^ .>, . ,/ . s,l ^ „ < ^/e wegen der Vorzugllchkelt lhrer Ausstellungsgegenstande ... ,,.,^, ^^ ' ^ ^„ w rden sin D.e Seltenheit des Falles und die besondere W.chtlgkM der ^ache haben mich bestimmt d'eser Vertheilung der Preise den tth^kter e.ueS Fe' «es zu geben. Die Anerkennung, um die es sich handelt, ist nämlich nicht eine gewönliche, denn sie /steht nicht etwa in schmeichelhaften Worten oder löslichen Redensarten, sondern iu einem, in Erz gegrabenen, ftr immerwährende Zeiten bestimmten Zeugnisse. Die Preisrichter waren nicht Männer, die sich selbst zn beurtheilen aufgeworfen haben, und deren Urtheil kaum dcu Schall überdauert, deu dessen Ausspruch begleitet, sonder» sie werden von der ganzen civilisirten Welt für competent anerkannt. Der Preis ging nicht aus der Vergleichung dcr Lei-stnngen vaterländischer Indnstricllen u^ter sich oder nut den Erzeugnissen unserer nächsten Nachbarn hervor, sondern ist das Resnltat der comparativen Wür-diguug der Iudustrieproducte der ganzen Welt. Ein Zeugniß solcher Art kann wohl nicht verfehlen, auf Ihr ferneres industrielles Wirken den entschiedensten Einflusi zu nehmen. Vor Allem muß es Ihr Selbstgefühl erhöhen und daS Vertrauen in Ihre Kräfte beleben. Das industrielle Streben ist seiner Natur nach ein beständiges Drängen nach Vorwärts. Die Bahnen, auf denen gewandelt wird, durchkreuzen sich vielfach, und selten kann man sie ganz ungehindert verfolgen. Darum kömmt nnr der Beharrliche nnd dem es nicht an Vertrauen zn sich selbst fehlt, znm Ziele, während der Zaghafte und Kleinlaute zum Stillstehen oder gar zum Umkehreu bewogen wird, bevor er noch das Ziel zu Besicht bekommen. Ihr Selbstgefühl, meine Herren, wird kein eitles Prahlen, keine verwegene Überschwung seyn, denn Sie haben sich im Wellkampfc bewahre, und was einmal Stich hält, kaun auch fernerem Andränge widerstehen, und wo wahres Verdienst ist, da fehlt auch nicht der bescheidene Maßstab. Sie werden darnm nicht aufhören, nach weiserer Vervollkommnung zu stieben. Sie werden Ansklarung suchen, wo ihre Kenntniß noch nicht zur Klarheit durchgedrungen ist. Sie werden die größte Sparsamkeit üben, wo es sich darum haudelt, mit den kleinsten Kosten Erzeugnisse zu Tage zu fördern; Sie werden es nicht am auo-dauerusten Fleiße fehlen lassen, wenn cin in allen Theilen uud Beziehungen vollendetes Product gefordert wird. Dieses Streben und Trachten wird aber auch auf Ieue zurückwirkeu, die entweder sich an der Weltausstellung gar nicht belheiliget habeu oder nicht als preiswiirdig anerkannt worden sind. Denn, meine Herreu, nicht bloß das Schlechte, sondern auch das Gute ist ansteckend. DaS Selbstgefühl, welches sie belebt, wird sich Ihreu Geschäftsgcnossen mittheilen, und diese werden m Ihre Fußtapfen treten, so wie sie die Pfade der Voranseilendeu verfolgen, und Sie werdeu daS große Verdienst haben, daß von Ihnen die Bewegung der ganzen Masse ansgeht und der Fortschritt einer ganzen Bevölkeruug in verhältnißmäßig wenigen Personen seinen Ursprung findet. Auf solche Weise mag es vielleicht auch geschehen, daß em Uebel ausgerottet wird, daS unserer Industrie vielen Schaden bringt und uns nicht Ehre macht; ich meine die Ueberschäz-zung fremder Leistungen uud die Geringschämmg der eigenen. Wenn ein französischer Modeartikel vorzüglichen Beifall findet, w^il er viel Geschmack verräth; wenn ei» englisches Erzeugm'ß besonders geschäht wird, weil eS eiueu hohen Grad vou Vollendung besitzt, so mag dieses oft seinen guten Grund haben, denn der Franzose ist im Geschmacke, der Engländer in der Vollendung seiner Erzeugnisse noch immer ein nachahmungswerihes Beispiel. Wenn aber ein Seidenstoff uichc seidern, ein Wollenzeug nicht wollern genug >st, well sie nicht vvu einem französischen Webestuhle stammeu, weun das schärfste Wert- zeug nicht gut genug schneidet, weil es nicht ein englischer Schmid gehärtet, wenn überhaupt daS österreichische Fabrikat nicht werthvoll erscheint, weil es ein vaterländisches Erzengnlß ist, da muß man die Verblendung beklagen, welche uns befallen hat. Die Anerkennung, welche Ihre Leistungen mitten nnter solchen gefuuden haben, die wir ungesehen für vorzüglicher zu halten pflegen, wird aber ohne Zweifel dazu mächtig beitragen, diese Verblendung zu beheben und den vaterländischen Erzeugnissen jene Anerkennung auch im Inlande zu verschaffen, welche sie verdienen. Ich kanu selten mein Denken über unsere industriellen Znstände beschließen, ohne »daß ich mir innerlich ein- Bild jenes Zustandes entwerfe, dem wlr entgegengehen, wenn wir eS uicht an ernstlichem Streben gebrechen lassen. Eben dahin führen mich auch die Gedanken wieder, welche ich im Vorgehenden niedergeschrieben habe. Unsere Industrie, meiue Herren, geht einer schönen, einer großen Zukuuft entgegen. Schon gegenwärtig steht uns ein inländischer Markt vrn 12.000 Quadratmeileu mit 37 Mill. Menschen offen. Ein großer Theil der Bewohner befaßt sich mit der Landwirthschaft, und liefert dahrr dem Fabrikanten NahrnngSmittel und Rohstoffe, während er zugleich einen Abnehmer der Fabrikser-Et-zeugnisse abgibt. Beide Theile ergänzen sich qe-qenjVitia, lind einer iinlelsticht den andern. Die Na-tnr bat den Boben in mehreren Gegenden mit fabelhafter Fruchtbarkeit gesegnet uud wohlthätige Institutionen habeu ihn von den Lasten befreit, welche Jahrhunderte lang allem Aufstreben hinderlich waren. Der dem Menschen eigene Trieb, zn erwerben, muß ihu anspornen, dem Boden so viel abzugewinnen, als es die Umstände erlauben, der größere Ertrag des Bodens muß den Besitzer consumtionsfähi-ger machen und an ihm, dem Industriellen, einen ausgiebigeren Abnehmer schaffen. Es gibt nicht viele Länder, in denen eine Industrie so selbststandig bestehen kann, als eben bei unS; ja der Reichthum unserer Natnr, den, wie die neuesten Erfahrungen zeigen, alle unsere Dampfschiffe und Locomotive mit aller Austreugung nur zum kleinsten Theile zu verführen vermögen, ist so groß, dasi wir auch noch unsere Nachbarn daran können Theil nehmen lassen, wogegen wir wohl mit Recht Theilnahme au der Wohlthat jener Verhältnisse ansprechen dürfen. So» mit ist die Sphäre unserer Wirksamkeit nicht abgeschlossen, sondern eS muß jede Vervollkommnung in Handel, Gewerbe und Landwirthschaft eine Erweil tcrung derselben zur Folge haben. Dabei darf nicht übersehen werden, daß auch andererseits uicht unter» lassen wird, unserer Betriebsamkeit unter die Arme ;u greifen. Schon ist die Elbeschifffahrt innerhalb unserer Gränzen so gut wie frei von Lasten; em Vertrag, welcher der Donau und dem Po nebst chren Neben» ssüssen dieselben Vortheile sichert, ist abgeschlossen; Piemout hat uns die Vortheile, zugesichert« die eS in Betreff seiner Zollsätze den am meisten begüustig« ten Nationen zugestanden hat; die Verhandlungen über eine Zolleinignng mit Parma und Modena sind schon sehr weit gediehen, uud eS ist alle Hoffnung vorhanden, daß sie zu einem glückliche» Ende führen werden. Daß erst jüngst mit deutschen Staaten über eine Zoll- und Handelseimgung h,er in Wien unter» handelt worden, ist allgemein bekannt, uud wir kön- H?2 nen es bei der Redlichkeit und Offenheit unseres Strebens, bei welchem wir, fern von jedem Sondervortheil, nur das Beste des ganzen deutschen Vaterlandes im Auge haben, erwarten, daß unsere Bemühungen nicht ganz fruchtlos seyn werden. Somit sehen Sie wohl, meine Herren, daß die Kraft der Natur auch durch künstliche Maßregeln möglichst unterstützt wird. Kommt dazu noch reger Eifer und fester Wille, so kann es nicht an einem guten Erfolge fehlen, und unsere Industrie muß einem Zustande entgegen gehen, wo sie sich mit der im entwickeltsten Zustande befindlichen deS Auslaudes wird , messen können. Es wird eine schöne Aufgabe für einen Geschichtschreiber seyn, darzustellen, wie sich unsere Industrie aus einem kleinen Anfange zu ihrer höchsten Entwickelung emporgeschwungen hat. Eine solche Darstellung wird belehrend und ermunternd zugleich wirken, und es wird darin erwähnt werden müssen, mit welchem Erfolge sich Oesterreich's Männer der Industrie an der großeu Weltausstellung im Glaspa-laste zu London betheiliget haben. (Austria.) CorrespondcnzcN. Trieft, 13. Mai. — ^ — Wie ich ihnen bereits mitgetheilt habe, fand gestern die 19. Generalversammlung der Dampfschifffahrtgesellschaft des österreichischen Lloyd Statt. Nachdem der Präsident, Se. Erc. Herr Baron von Brück, die Versammlung gesetzlich vollzählig erklärt hatte, indem die 123N eingeschriebenen Actionäre von 14li Stimmen repräsentirt waren, las der Herr Se-cretar Schafer den Bericht über die im Jahre Mli von der Gesellschaft entwickelte Thätigkeit vor-Obschon der Lloyd im verflossenen Jahre mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, welche noch als Folgen der Jahre 1848 und 1840 zu betrachten sind, wurde der Dienst ans allen Linien ohne Unterbrechung fortgeht. Im Jahre 18N1 wurden die Dampfer „Imperatrice" , „Adria" und „Egttto" vollendet, welche für die Reisen uach Aleiandrien bestimmt sind. Ans diese Art hat der Lloyd die Zahl seiner Dampfer auf »4 gebracht, welche zusammen !i.")50 Pftrdekraft haben, 16.09!» Tonnen tragen und 4.8.'i0.000 ss. kosten. Es wird nicht viel Zeit verstreichen, und der Lloyd wird 43 Dampfer besitzen, denn es befinden sich .'i in der Arbeit uud 4 wurden bereits bestellt, nämlich die Dampfer: „Bombav", „Calcutta", „Fiume", „Ionis", „Smirne", „Austra. lia", „San Ginsto", „San Marko" und „San Carlo". Ein neuer Tractat mit der französichen Gesellschaft ist bevorstehend, wodurch der Lloyd in die Lage kommt, viele andere Häfen des schwarzen, adriatischen uud mittelländischen Meeres zu besuchen. Dieser Tractat wird spater groß re Ausdehnung gewinnen können, um mit Cadir, Lissabon, Westindien, Brasilien und Nordamerika iu Verbindung zu kommen. Die Dampfschifffalirt hat im Jahre 1861 der Gesellschaft 2,8:i2.«8!5 fl. 38 kr. eingetragen; während die Ausgaben 2,412.686 fl. 38 kr. betru-geu, folglich 440.000 fl. als ein Reinertrag zu betrachten sind. Ohne mich hier in nähere Details einzulasseu, werde ich Ihuen bloß sagen, daß die Dividende auf tt°„ stieg, daß S. E. Herr Baron von Brück einstimmig zum Director wieder erwählt wurde, daß man 4 Rechnuugsreoisoren ernannte, daß die Versammlung ihre volle Zufriedenheit über den Tractat mit der Reglerung bezüglich der Po-Schifffahrt äußerte, wornber ich Ihnen Ausführliches schreibe,: werde, und endlich, daß die Versammlnng überhaupt die vom Verwaltuugsrath genommenen Maßregeln guthieß. Heute Nachts langte der Dampfer mit der Ueberlandpost hier ein. Man glaubte, er werde unS Nachrichten über die Feindseligkeiten gegen Nangun bringen. Ueber jene Kriegsoperatlonen war jedoch bis zum 17. April m Bombay nichts bekannt. Mau vermuthete, die Engländer werden in den birmanischen Fluß so weit als möglich eindringen, um Rau-gun zu uehmen. während der Regenzeit dort zu bleiben, um dann die Angriffe zu erneuern. Die Birmanen sollen ihre Batterien wieder aufgestellt und bei 100.000 Mann versammelt haben. Sir Campbell ist am 27. März nach Peschaw'ir zurückgekehrt. Es ist nicht wahr, daß n mit den Gränzbewohnern ein Gefecht auszuhalten l>me, denn letztere unterwarfen sich und willigten ei', cine Geldbuße von -i00 Pfund Sterling zn zahlen, indem sie indessen einige Geißeln auslieferten. In *Calcutta fanden fürchterliche Stürme Statt.—Die Nachrichteu aus Chiua kliugeu wie immer sehr widersprechend.» Aus Cairo wird der „Triester Ztg." unter dem 4. d. M. geschrieben, „daß daü eiserne Schiff »^'»Hl, mnlulmil«, auf welchem sich mehrere Krainer als Missionäre befinden, am 2 9. März glücklich in Chartum angelangt ist." Der Commissär der hohen Pforte, Fuad Effeudi, unterhaudelt jetzt in Acgypten. um dle Erbschafts - Ansprüche der Familie Mehcmed Ali's an Abbas Pascha zu regeln. Die Anforderungen belaufen sich auf 62 Millioueu Thaler. Der neue Gouverueur von Sudau, Rustum Pascha, hielt am 28. Februar seinen Einzug iu Chartnm. Turin, 10. Mai. ..t2-.. Was man voraussah, ist geschehen: das Nationalfest ist gestern, wie noch nie, feierlich begangen worden. DaS Muuicipium hatte dem Volke vorgestellt, die für die Beleuchtung bestimmten Gelder den Beschädigten der Vorstadt Dora zu widmeu; aber unsere Democraten und die Blätter der Democratic schrien, uud das Volk erinnerte sich mehr an die Steine, welche im Jahre 1848 in die Fensterscheiben flogen, als an die Ermahnungen des Stadtrathes. — Auch den Municipalräthen drang das Geschrei der Democratic zu sehr iu die Ohren, um uicht eine Gegenordre zu gebeu, uud wo mau anonyme und drohende, auf deu Mauern angeschlagene Annoncen gegen jene Bürger las, welche ihre Hauser uicht beleuchten würden, sah man bald Kundmachungen des Stadtrathes erscheinen, worin die Beleuchtung anempfohlen würde. Freilich haben zu diesem letzten Schritte die Interpellationen Mellana's geführt, welcher in der Depntirtenkammer stark hervortrat, warum man das Nationalfest unbeachtet lassen wolle. Seit dem Jahre 1N4» hat die Bevölkerung Turin's bei keiner Gelegenheit größeren Enthusiasmus gezeigt als gestern. Von 8 Uhr früh bis auf deu späten Abend war in allen Gassen unserer Stadt eine ausierordeut-liche Regsamkeit. Die Hausthore und die Fenster waren den ganzen Tag hludnrch mit dreifarbigen Fahnen geschmückt. Auf dem Victorplane stand die Garnison in Parade. Um 9 Uhr erschienen die Senatoren und die Deputirten mit der Nationalgarde in der Kirche, wo ein hohes Amt in Gegenwart des Königs abgehalten wnrde. Nach der heiligen Messe gingen Se. Maj., begleitet vom Herzog von Genua, dem Fürsten von Carignano und mehreren Generalen zn Pferde, vom Volke begrüßt, über die Pogasse. Die Beleuchtung war Abends mehr verschwenderisch als glänzend zu nennen. Nicht ein Gäßchen blieb unbeleuchtet. Von den höhern Plätzen konnte man die Veleuchtuug der uahen Dörfer und Landhäuser sehen. Die Musikbande der Nationalgarde spielte anf dem Carlsplatz. Eine lange Reihe von Jünglingen hielt um halb 9 Uhr einen Fackelzug unter dem kö-uiglichen Palaste. Das ganze Fest ging ruhig vorüber. - Das Mobiliar- und Personalstenergesetz ist von der Deputirteukammer am Samstag Abend bis zum 21. Artikel angenommen worden. Ein Herr, der einen Diener in Livree hält, wird 30 Lire als jährliche Steuer zahlen. — Auch in Genua wurden gestern große Feierlichkeiten veranstaltet. , In der Metropolitankirche wohnten alle Behörden und die auswärtigen Consuln dem ^e veum hei. Oesterreich Wien, 12. Mai. Nach Beendignng der vorgestern Vormittag zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers von Rußland abgehaltenen glänzenden Truppeu-schau zeichneten gedacht Se. Maj. mehrere hochgestellte Personen, daruuter deu regierenden Fürsten von Liechtenstein, den Feldmarschall Fürsten v. Wiu-dischgratz, den Fürsten von Metternich, den Banus Freiherru von Iellachich, den Grafen von Ficquel-mont mit Allerhöchst Ihrem Besuche aus. Zur kaiserlichen Tafel, welcher, nebst Sr. Majestät dem Kai- ser Nicolans, Ihre kaiserl. HH. der Großfürst Cou-stantin, die Großfürstin Alerandra nnd mehrere Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses beiwohnten, hatten Viele der höchsten Civil- und Militär-Autoritäten die Ehre, beigezogcn zn werden. Abende beehrten Se. Majestät der Kaiser von Rußlaud, begleitet vou Sr. k. k. Apostolischen Majestät, dem Großfürsten Constant!», Seiner durcl> lauchtigsten Gemahlin und mehrereu Gliedern unseres durchlauchtigsten Herrscherhauses, das Vurgtheater mit Allerhöchst Ihrer Gegenwart, und es wurden die Allerhöchsten Herrschaften beim Eintritte in die kaiserliche Loge vom zahlreich versammelten Publikum, wie aller Orten, wo Sie Sich öffentlich zeigten, mit den lebhaftesten Acclamationen empfangen. Gestern Vormittag lim 10 Uhr fanden am Glacis zwischen dem Burg- und Echottenthore die zu Ehren Sr. Majestät des Kaisers von Rußland angeordneten militärischen Prodlictionen Statt. Die Allerhöchsten nnd höchsten Herrschaften waren mit einer glanzenden Suite erschienen und den mit der höchsten Präcision ausgeführten Waffenübnngen der Infanterie, Caoallerie uud Artillerie wurde die volle Auerkennnng zu Theil. Nach der kaiserlich?« Tafel verfügten Sich die beiden Majestäten, dcr Großfürst Constantin und Seme durchlauchtige Gemahlin, dann die hier anwesenden Glieder des A .'rhöchsten Kaiserhauses zu Wa-geu in den Prater. Die gestrige Praterfahrt war die glänzendste, die seit Jahren in Wien stattgefui,-deu. Alle dahin führenden Straßen der Stadt nnd die Iägerzeile waren ron einer dichtgedrängten Me»' schenmenge erfüllt, welche eine lebendige Spalier bildend, schon seit den frühen Nachmittagöstunden ber Ankuuft der durchlauchtigsten Herrschaften entgegen-harrten. Zahllose Wagen und Reiter bewegten sich iu der Jägerzeile und der Hmiptallee des Praters. Unter dem Hochrufen der Menge erschienen um 6 Uhr im offenen zwelspännige,, Wagen Se. k. k. Apostolische Majestät in österreichischer Hnsarennnifc"" an der Scitc Seines erlauchten Gastes, der dic Ober-stenuniform des Seineu Allerhöchsten Namen fichnn-den österreichischen Cürassier-Regimentes trnq. Der Großfürst Constantin fuhr mit Sr. kaiserlichen Hoheit dem Erzherzog Kn Iahresbetrag mit 600 fl., für die Cadettencompag'"«" mit 410 fl., und für die Erzichuuashäuser mit l^ "' bestimmt. Nach Ablauf eines jeden Jahres erfolgt die Verrechnung der Gesamnukosten und je nach denselben eine Auf- oder Rückzahlnng der norm»"" IahreSbeträge. Bei der Artillerieakademie treten dle Anordnnngen erst mit dem Jahre 185« .., K"^ ^ Nach eingelangter telegraphischer Depesche " Se Majestät der Kaiser von Rußland heute .5"ly A 73 im besten Wohlseyn in Prag eingetroffen. Auf allen Stationen, welche Höchstderselbe berührt, erwarteten denselben die Civil- nnd Vlilitärautoritätcn, in allen Wartstationen ware» militärische Ehrenwachen auf-gezogen. — Zur Erinnerung an die Anwesenheit Sr. Majestät des Kaisers von Rnsiland in Wien wird eine Medaille geschlagen. Anf der einen Seite enthalt dieselbe die Brustbilder Ihrer Majestäten Kaiser Franz Joseph und Nicol-aus. auf der Kehrseite eine passende Erinnerungsschrift. — Die hiesige Handelskammcr hat eine Com-Mission ernannt, welche die Aufgabe hat, über die Mittel zur Entwicklung eines lebhafteren Verkehrs Oesterreichs mit Syrien z i berathen nnd dießfällige Vorschlage zu machen. — Dem Vernehmen nach werden die Schluß-. berathungen über das Organisationsstatttt von Ungarn in der nächsten Woche in Gegenwart des Herrn Erzherzog Albrecht erfolgen. — Aus der Umgegend Wien's nnd Ungarn laufen die befriedigendsten Nachrichten über den Stand der Saaten ein. — Die zwischen Oesterreich und Rußland geschlossene Vereinbarung zur Erleichterung im Gränz-verkehr enchalt die folgenden wesentlicheren Puncte: n) Das, das russische Zollamt Nowosielica zur Behandlung der Durchfubrwaren im Em- nnd Austritte ermächtigt werde. !>) Daß für das ans Galizien auf dem Dniester nach Odessa trai,silirende Getreide hoch. stens Ein Viertel des dermaligen rnssischen Eingangö-zolles als Durchfuhrzoll erhoben werde. <-) Das; die den preußischen Unterthanen bewilligten Erleichternngen im Gränzverkehr und im Uebertritt der Gränze auch den österreichischen Unterthanen zugewendet werden. ) Daß dem a. b. Ukas vom '.l. Jänner 1848 in Betreff der Erleichterungen des Verkehrs der Wochenmärkte Folge ge^ gcden ^erde. l) Daß bei dem Durchzuge durch Polen "Uf der Weichsel die österreichischen Wasserfahrzeuge ^'l der Stellung bei Przykomorek vor Zawichost be^ 'lslt, nnd in Warschau die Stellung nur bei einem °ber bei zweien der dort bestehenden Wasserämter vorgeschrieben werde, nnd ü) daß den Viehhändlern der Bukowina nnd mehrerer Kreise Galiziens P^sse zum Gränzübertritt von dem russische!, Zollamte No-Wosielica erfolgt, m,d ül'erh.,«pt die russische!, P.isi-vcrschriften il, lnehrf.icher Be^ichung zu Gunsten dcr österreichischen Handelslente, die in ihren Geschäften nach Nußland reisen, gemildert werden. — Dem kürzlich zwischen Oesterreich und Baiern abgeschlossenen Donau-Schissfahrlvertrag wird auch Württemberg beitreten, und machen sich nach den bereits gestalten Anträgen Vaiern und Württemberg bescnders verbindlich, die Strecke zwischen Donauwörth und Ulm, die jeyt ganz versandet ist, in fahrbarem 3ust.n,de zu erhalten, und den Wasserweg zur Vorfestung Ulm dadurch wieder zu eröffnen. — Dem Vernehmen nach sind die zwischen Oesterreich und der Schweiz wegen Anschluß des ledere» Scaates an den österreichisch-deutschen Postoerein ge-pstogenen Verhandlungen zum Abschlüsse gekommen. Der Vertrag kommt nächstens zur Ratification und dem Vereine erwachsen hierdurch wesentliche Postver-kehrsvortheilc. —-Bis jeftt ist eine Abänderung der ämtlich ""^''"achten Bestimmung, daß die österr. Industr>>. "f l t '^ "" ^"^' ^'"''^ ^lcttl ftnden werde, nicht r o g , och gi^^^^ ^^^ ^ ^^^j,^,^^^ annehmen u können d.es,n,e werde in Anbetracht der im ki.nf- *4'«'^.!:::::,:'.',''"''' — ^n der Kl.mmich.. ,„ ^^ '^ d, !,„ trau,,«,«' VorfaU ««ia,»,, i> „ . « Sch,. de« Mulle,« wmde ve.,n ^ ,^"^'^"ra„ke "^'suchen wollle, bemerkte man jidoch i,«« ^., ^ ng° MW« i« der v°rder„ Ecke stehe, ^., ,„^ich »urde '""'"' ^" ^''"^' ^"'" ^^ "" ^'° "" ^ ^'"'^ s""b"> „nd ge«tttt, N„u "° ">«» «rst l>e„ «,„,g, »„!, zog de„ Körper der jungen Frau des Wahnsinnigen hervor, der ganz zerschmettert war. Man vermnthet, daß die Unglückliche ihren Mann gesucht und zufällig selbst in den Mühlgang gestürzt sey. - Durch eiuige Zeitungen wmde kürzlich die Frage angeregt, ob die österreichische Regierung noch Vesilttitcl und Rechte auf die unter Maria Theresia und Kaiser Joseph iu Asien und Afrika gegründeten Kolonien habe? Diese Frage findet sich durch einen Artikel der „Wiener Zeitung" ans dem Jahre 184A zur Genüge beantwortet, in welchem dargethan ist, daß jene Colonisirung, ^e s^ übrigens auf Erbauung einiger Hütten, die unbewolM blieben, beschränkte, nicht gedieh. Die Länderstrecken wurden später von den Glänzstaaten übernommen und dnrch Nicht-österreichisch.' Ansiedler bebaut. * Das Verordnungbblact dco k. k. Handelsministeriums bringt in seiner gestrige» Nnmm" erstenc: eine Dienstesinstruction für die Kommissare der Ge-neralmspection der Communlcallonsanstalten in Be-ziehung auf Beaufsichtigung und Controlle des technischen Theiles des Telegraphendienstes; zweitens: eine Instruction für die zur nnmittelbaren Ueberwachung der offenen Telegraphenleitungen bestimmten Organe. " In Folge einer im Reichsgeseftblane vom Jahre 18.^2, Nr. 12, kundgemachten allerhöchsten Verfügung, daß tie Provenienzen aus Griechenland, den jcnischen Inseln nud Algier, wenn sie mit I" l'»l«' Iil»,!l» ankommen, selbst wenn sie : p... Marburg. , das Haus geschickten vorbereiteten Wahl-zettel bloß abgegeben wurden. -Als wesentliche Ei' nigimgspuncte der Gebildeten aller Stände zum geselligen Vergnügen, bewährten sich die Tombola, erhöht durch musikalischen Kunstgenuß und die Ele. ganz der Gewinnste. an mehreren Abenden in Losch, nigg's geschmackvoll decorirttm Winter. Salon. — In denselben freundlichen Räumen hält nun auch die neue und jugendlich auflebende Liedertafel ihre Kränzchen, von denen die beiden ersten bisher ge. gebenen um so gemüthlicher ansprachen, als die lüften muntern Kräfte immer mehr Piecen brachten a>3 die Vorankündigung bemerkbar machte. Das Programm für das erste Kränzchen zeigte zehn, das für das zweite am l7. April, acht Gesangstücke, in der Mehrzahl von Abt, Zöllner, Kücken lc. Das g",zc Unternehmen findet als freundliche Bürgschaft em.r neuen g'ftlligen Zukunft den freudigsten Anklang. Fürst Felix Hchwarzonberg war der zwc.tgeborn« Sohn des regierenden Fürsten Joseph Schwarzenberg .5 ,^ „„,> ^r Fürstin Paul.ne, gebornen Prinzessin u°n Arenberg, welche em Opfer mütterlicher Liebe, bei dem zur Feier der Vermälung des Ka.ftrs Nap.^., mit der Erzherzogin Marie Vouift, entstandenen Brande den Tod fand (l. Juli l«,0). Fürst Felir erblickt« das Licht der Welt am 2. Oct. I800, auf dem sürstl. Resi. denzschlosse Krumau in ä^men. Er zeigte schon als Knabe eine reiche Lebhaftigkeit dcs Geistes und treffliche Anlagen. Vorherrschend ließ sich aber die Neigung zum Milita'rstande bei ihm erkennen. In den Jahren, als der Befreiungskrieg gegen fremde Zwing. Herrschaft gekampft ward (1813 — 1815), zeigte sich der kaum den Knabenjahren Entwachsene von dem glühendsten Antheile an allen ruhmvollen kriegerischen Ereignissen beselt, und sein Oheim, der unvergeß. liche Feldmarschall Fürst Carl Schwarzenberg, der glorreiche Heerführer der Alliirten in jenen Feldzügen, war der Gegenstand seiner höchsten Bewunderung und Verehrung. Kaum achtzehnjährig trat er dann selbst in die Reihen der k. k. Armee, und zwar als Cadet im k. k. Cürassier-Regiment Großfürst Con> stantin Nr. 8 (am 22. November 1818.) Diese Vor. liebe für den Kriegerstand zeigt sich in dem erlauchten Fürstenhause auf das entschiedenste ausgeprägt. Von den lünf mannlichen Sprossen desselben, außer dem regierenden Fürsten Johann Adolf, und dem Cardinal . Erzbischof Fürsten Friedrich, haben sich vier dem Waffendienste geweiht, (der jetzt vcrstor. bene Fürst Felix, Fürst Friedrich, Fürst Earl, dessen Sohn Fürst Carl, und Fürst Edmund). Fürst Felir ward am 16. August I8l9 zum Lieutenant, aml6. Juni 1821 zum Oberlieutenant im Husaren.Regl mente Kaiser Franz, am 1. December 1822 zum zweiten und am 1«. Jänner 1824 zum ersten Ritt-meister bei Fürst Carl Schwarzenberg Uhlanen avan-cirt. Bereits im Jahre 1822 war er zum wirklichen k. k. Kämmerer ernannt worden. Fürst Metternich, dessen Scharfblick das Talent des Fürsten Felir zur diplomatischen Verwendung erkannte, veranlaßte, daß derselbe auch dessen Carriere betrat, auf welcher er später in einer der verhängnißvvllsten Epochen des österreichischen Kaiserreiches sich uniergänglichen Ruhm gründen sollte, und somit ging Fürst Felir im Früh-ling »824 als Gesandtschafts - Attach«» nach Peters« durg. Er veiwlllt« dort in Thätigkeit dis October «826, kehrte mit dem Wladinnr.Orden lV. <5lasse geschmückt nach Wien zurück, ward aber schon nach vier Wochen über Paris nach London gesendet, um sich dort der außerordentlichen Mission nach Rio de Janeiro anzuschließen, an deren Spitze Baron Neumann stand. Auch bei dieser Mission fand die Thä. ligkeit des Fürsten ehrende Anerkeminng durch den Kaiser Don Pedro, welcher ihn mit dem Offiziers, kreuz des brasilischen Ordens vom südlichen Kreuze auszeichnete. Im Mai »827 nach Europa zurückge> kehrt, ward Fürst Felix sogleich wieder mit diploma' tischen Auftragen an die Hose von Madrid, von Lissabon, und nach London gesendet. Im Jahre 1830 finden wir den Fürsten als Gesandtschaftsattach«' am Hofe Louis Philipps. Da seine diplomatische Begabung sich l« länger je entschiedener herausstellte, so ward er fortan ausschließlich in der Sphäre verwen. vet, ohne daß er jedoch seiner militärischen Carriere entsagte. So rückte er am 9. September l831 zum Major bei dem k. k. Uhlanen - Negimenle Kaiser Franz, dann zum k. k. Uhlanen.Regimente Civalart übersetzt, am 16. April 1833 zum Oberstlieutenant, und am 26. August 1835 zum Obersten vor. Uebrl gens war er seit l832 der Gesandtschaft in Berlin zugetheilt, und ward von dem Könige von Preußen mit dem rothen Adlerorden II, Classe geschmückt worden. Vom Jahre 1834—183« wirkte der Fürst bei dieser Ambassade theils als Legationsralh, theils als Chara/'d'affailts, und erhielt »U35 den kaiserlich russischen St. Wladimir Orden lll. Classe, und 1836 den königlich preußischen Adlerorden ll. Classe mit Brillanten. Mit dem Jahre »838 begann seine Wirksamkeit in den größern Geschälten. Fürst Felir Schwarzenberg ward in diesem Jahre zum außer, ordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister an den Höfen von Turin und Parma ernannt. Dort ward er mit dem Großkreuze der königlich sar-dinischen 8un l^5g,»s» « iVln„>i/.l'<» Orden delorirt, von seinem Monarchen zum k. k. wirklichen Geheimen Rath ernannt, und mit Beibehaltung seiner diplomatischen Verwendung zum k. k. Generalmajor de. fördert. (Alles dieß 1842.) Im Jahre 1846 erfolgte seine Ernennung zum Gesandten und bevollmächtig, ten Minister an den Hof beider Sicilien nach Nea pel. Dort ward er von dem König mit dem Kreuze des königlichen Ordens des heil. Ianuarius ausgezeichnet, und sein Kaiser sprach ihm die Anerkennung seiner diplomatischen Verdienste durch die Verleihung des Großkreuzes dcs kaiserlich.österr>ichischen Leopold. Ordens aus (1847). Es brachen nun die Stürme des Iahreb «848 herein; sic gaben dcm Fmst^, Gc-legenheit, dir ganze Energie »cineö Char.'ktcr6 zu entwickeln. Schon am 26 März l«l5 ward der Gesandtlchailöpalast in Neapcl vun Dcmagogenschaa-ren insultirt, daö kaiserliche Wappen hcraugerissen und im Beisein einer, diesem tollen Frevel müßig zusehenden Abtheilung der Nationalgardc auf öffent. lichem Platze verbrannt. Der Fürst verlangte sogleich noch an demselben Abende in einer sehr entschied, ncn lliote an den neapolitanischen Minister.StaatSsecrelär Principe Cariati, dic vollständigste Genugthuung für diese Beschimpfung. Er wiederholte, als er am andern Morgen noch keine Antwort erhalten hatt,, seine Forderung mit der bestimmten Erklärung, daß er sich bei längerem Schweigen, oder nicht entspre. chender Antwort, für verpflichtet halten würde, die diplomatischen Verbindungei, mit der königlichen Regierung abzubrechen. Die Antwort erfolgte nun. aber in sehr ungenügender Art, und als übcrdieß ein Ministerialerlaß erschien, welcher die Freischaaren-züge nach der Loml'ardie organisnte, richtete noch der Fürst eine letzte Note an die Regiermig. in wel. cher er auf das Bestimmteste die Art und Weise der Genugthuung bezeichnete, welctie er zur Ehre seines Hofes zu sordern sich für berechtigt halte, und als auch hierauf eiln ausweichende Antwort erfolgte, verließ der Fürst allsogleich die Scadt und das Land, und ging über Tricst nach Wien. Nun war cnich die Zlit ge> kommen, seiner siets genährttn Neigung zl,r kriegcri« schen Thätigkeit genügen zn können. — Er erkan»'" es, daß in diesen Augenblicken die Rettung v^ Vaterlandes nur duich das Heer geschehe» sönne, und er säumte nicht einen Augenblick, Blut und Le» den dafür einzusetzen. Sein Wnnsch ward gewahrt. Es war ihm vergönnt, a>,f dein Schlachtfelde den Ruhm seines Namms zn verherrlichen. Er übernahm süi's erste eine Brigade bei dem Corps dcs Feldzeugmeister^ Grase,, Nuge"t. und trat, in Gradisca eingetroffen, sogleich in Thätigkeit. Aus der Vurrückuiig Nl'gcnl't, nach Udine, bestand Fürst Felir Kämpfe mit Zucchi. um das von ihm besetzte Dorf Visco nächst Palmanuova, sc'cht im Mai dn Capo di Ponle, begann das Bombardement von iUicenza, übernahm m ittcrona den Äesel)! über die Division iUenedek Wlchlgemiill) „nd zeichnete sich del den Kämpfen in den nächsten Tagen schon aus. Begeistert führte er am 29. Mai persönlich die StUlmcolonnen zum Angriff auf die Schanzen von Curtatoiie und durchbrach ricselbe». Am nächsten Tage in dem Kample bei Goito wehte der Ade» blisch des tapfern Fürsten stets in den vordersten Reihen im blutigsten Gemenge. Sein heroisches Bei' spiel begeisterte die Mannschaft auf das Höchste. Er ward leider am Arme verwundet und dadurch eine Zeitlang dienstunfähig. Feldmarschall Radetzky nennt den Fürsten m seinen zwei Relationen, unter den vorzugsweise Ausgezeichneten. Der Feldmarschall selbst schritt für ihn u»l das Ther.sienknuz ein, da seine eigene Bescheidenheit ihm dieß nicht gestattete. So schmückte denn, mit seinem H>ldenblut erru»' gen, das höchste Zeichen krisgerischer Ehren seine tapfere Brust. Ohne die vollständige H ilnng seiner Wunde abzuwarten, trieb es dcn Fürsten wieder in die Reihen seiner Kriegsgefahren zum Siegeöznge durch die wieder eroberte Loinbardie. Zum Felomarschall-lieutenant ernannt, rückte, der Fürst wieder ein, kämpfte mit, zeichnete sich abermals durch glänzende Tapferkeit bei dem Kampfe von Ma>land ans, u"0 zog mit den Siegern in der Stadt ein, über welchl ihm sofort das Militär, und Ciuilgouuernement vel' traut ward. Später begab sich der Fürst zu gä>'^ licher Herstellung seiner Gesundheit, da seine ^' Goito erhaltene Wunde noch immer nicht ganz ^ heilt war, nach Wien, von wo er in das kaiser!'" Hosiaqer nach Olmütz berufen und mit der Bildu^ des Ministeriums beauftragt wurde, welches a>n ^' November 1848 in das Leben trat, und bei welch''", er als Ministerpräsident und Minister des H^-,', und der auswärtigen Angll.'gcnhcilcn erschien- ^ Wirken in dieser hohen Stellung, seine llnsterbllwe Verdienste und die ersprießliche Thätigkeit, '^'^„.l entwickelte, sind allbekannt und i„ den H"zc>l "^ Oesterreicher unvergeßlich,. Der Tod deS F"lst"' . folgte am 5 April »852. in Folge "'nes "ler ^ schlages. Der Fürst war k. k. Fcldmarschalllieutena ^ Inhaber des k. k. Infanterieregimentes Nr. '^V-^s, Oeheimrath und Kämmerer. Sowohl von ' ^ Monarchen, als von den übrige» Beherrscher ropa'ä war das Verdienst des Fürsten durw i reiche Ordensverleihungen ausgezeichnet worde.^ Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Iedor Vamberü- Verantwortlicher Herausgeber: Ja«. ". Kleinulayr. IiHmlg ^ur Iai!lac!)erSeituttH. Telesiraphisches Eours. Bericht der Staatßpapicre vom 14. Mai 1852. GtaatsschuldverschrlilmnsslN ,u b p^t. (in llVl.) 9'» 15/16 d,t!» » 5 >/4 » ^ jjä 13/16 StaatSschulducrsch. v. Jahre <«50 mit Rückzahlung ^4 „ , gl 1/8 Dc,rl,hln ,»!t Äeriosilng v. I. ,889, für 250 N. 308 fl. (5. M.....736 1/4 ff. in C. M. Ncticn der Ocdcnbura-Wr.-Nlustädter Eisenbahn zu 200'fl. (5. M. . . . 1271/2 fl. in C.M. Actien der öfterr. Donau«Dampfschifffahrt zu Ü00 ff. (5. M........639 ft.in C.M. Wechsel-(Zours vom l4. Mai l«52. Amsterdam, für lNO Thaler Vunaüt.Nthl. «72 Vf. Monat. «ua«!">rg, für lON !«»!b,n <«»>-., G»>d. l23 1/t Uso. stransfurt a.M,, ( f"r !2N ß. ,!>dt>, Vcr- t!ns,W/'hr, ,m2^ !/i ft. Fich, G»Id.) «22 5/» 3 Monat. Hamburg, für ION Thaler V^nco, Rll'l. 1«L 1/2 z Mona', ^ivorno, für 3l>0 Tl'scamsche ^ire, ftiuld. 121 1/2 z Mona», koudo», sür l Psüüd Slcrliüq, G,ill>e» !2-2^1/2 3 Monat. Mailand, fnr 300 Oeslcrr.lch. Lire, Guld. 123 1/2 Vf. 2 Mcm t. Viarseiüc, f,,r 30!» Frans,«, . ch»»ld. 147 Vf. 2 Monat. Paris, für 30U Fragen . . «ulk. 147 2 Mon^l. Gold- und Silber-Course vom lI. Mai 1852. Aries. »eld. Kais. Münz-Ducate» Agio .... — 301/t detto Rand' dto ^ .... — 293/4 NaPoleonsd'or'S „ . . . . — 9.53 SouvtlainSb'or's „ .... — i?.<2 Nuß. Imperial „ . . . . — Iy^ Friedrichsb'or'S ^ . . . . — zft'lO Cngl. Soveraings „ . . . . — 12.2<> Tilbcragio ....... — '221/2 fremden-<Äu^eige der hier Angekommenen nnd Abgereisten Den li. Mai «652. Hr. v. Glika, Rentier; — Hr. Kranner, Architect; —.Hr. Koen. Handelsmann; ^_ Hr. Varoni, — Hr. Weiringer, - und Hr. N'Ites, alle 3 Piiva» tiers, u. aUe 6 von Wien nach Tlicst, — Hr. v. Fachbach. Assessor; — Hr. v. Bunlen, k. preuß. Ge^ »andlschasts. Attache; — Hr. v. Nevel, sard. Ossi-^'. "^. Hr. Livoff, Staatsrath; — Hr. Langer, Untier, ___ ^,„h ^^. Habernal, Beamte, all» o von Tnest «ach ^ien. Den l2. Hr. Baron v. Landsberg, sächs. Ma» I^l/ — il. H,.. o. Benzan, danilcher Beamte, beide "on Trieft „ach Wie». — Fr. Gräfin Nerzen, Pri. vale, — u. Hr. Curdi, ameiil-ailischer GeschästStra» ger, beide von W>e» „ach T'ilst. Den 13, Hr. Flnst Plaoutschii, , russ. General; — Hr ivaro» F,ldheim, — Hr. Baron B<»' le,- __ u. Hi-, Ubiel, alle 3 Plip^tiirs; — H>. Max Springer, Gioschändler; — Hr. Nondo, — H,-. Wiroldil'i, — Hr. Miladini, — Hr. Almilli, — Hr. Rodoli, — Hr. Wahl, __ Hr. Wiekof, — Hr. Schatz, — Hr Kotte, — Hr. Kopp, — und Hr. Silva, alle l l Handelsleute, und alle lt> von Wien nach Trieft. — Hr. Joseph Verona, — u. Hr. Markus Florio, belde Schiffscapicane; — Fr. Maria Schnlidt, — Hr. IuliuS Brcwer, __ Hr. Robeit PurveS, ^. u»d Hr. Anton Gall«, alle 4 Pri?a' t'erS; _ Hr. Joseph Coppet, — Hr. Joseph Urrisk, — Hr. Halbarth, — Hr. Wmscher, — u. Hr. Kollmann, alle 5 Handelsleute, u. alle ll von Trieft „ach Wien. — Hr. Kollmann, k. t. Bezirke Eommissar, von Giaß nach Trieft. — Hr. Ada-lnoosly, — und Hr. Werthein, beide Tabak. Fabrik Veamte, von Hainburg nach Trieft. Veyeichniß der hier Verstordeucn. Den 6. Mai 1852. Dem Anton Paulil!, Matratzcn>m>ch Kind Ludwig, alt 9 Monate, in der St. Peteiö-Vor^ stadt Nr. 29, an der Gehil'lilahmliiig, in Iolge von innern Fiaisen. — Peter Machtou^, Lchüler der 5ten ! Gymnasi^Classe, alt l6 Jahre, in 5er PoIana.Voi> ! stadt Nr. 7l, an der Lunqentuberculose. — Simon Prettner, Stiäfiing, alt 28 Jahre, >m Strafhause Nr. 47, — und Katharina Prep^lluk, Inwohnerewit' we, alt 70 Jahre, im Civil-Spital Nr. 1; beide an der Lungensucht. Den >0. Paul Gabrouschek, Bettler, alt 64 Jahre, m's CivilSpital Nr. l sterbend überbracht. — ! Frau Katharina Helwig, bürg!. Nauchfangkehrers- und HauSbesitzers'Witwe, all 78 Iah e. in der Statt Nr. l08, an der Luugenlahmung. Den 12. Dcm Josef Dobr, Diurnift bei der t. t. Steucr-Diiection, alc »l Iahs, in der Gradischa Vorstadt Nr. 2, an der Lungeiüucht. — Dem Blas Duäko, Cichoiien^Fabiiksaibeitcr, ftin Kind Simon, alt 3'/, Jahre, in der Polana^Vo, stadt Nr. 34, an der lcrophulösen ?lbz.h>unq. — Carl Ca' millo, Knecht, alt 28 Jahre, im Cioü-Sp'tal Nr. l, am Zehsfieber. — Dem Hochwohlgebornen Hcri„ Moritz Baron von Taufferer, k. t. ständischen Secrccar, sein Sohn Eduard, alt 13 Jahre, in der Stadt Nr. 220, am Scharlachfieber. Den 13. Dem Herrn Simon Zway,r, bürgert. Gastgeber und Hausbesitzer, seine Gatlin Maria, alt 68 Jahre, in der Stadt Nr, »34, am Leberkrebs, -Dem Jakob ^eleämg, Taglöhner, fti" Kind Katharina, alt ! Jahr, in' der Krakau-Voi stadt Nr. 50, an der Scrophelsucht. — Dem Andreas Großnig, Bäckei. gesellen, se.n Wcib Gertraud, alt 4N Jahr,, in der Polana-Vorstadt Nr. 85. an dei Lungensucht. — Dem Bartholomä Primij, Zuckerfabr.kS.Arbeiter, s,i,,e Frau Gertiaud, alt 43 Jahre, in d^r Polana Vorstadt Nr 24, an der Wassersucht. — Helena Kodra, '/. ^>ü^ blers Tochter, alt 25 Jahre, ir> der Stadt Nr 236 am Neroenfieber. — Herr Andreas Heiz»,,, , biiraerl' Musitlehrer und Hausbesitzer, alt 58 Jahre, ,'„ ^ St. Peters-Vorstadt Nr. 143, am Schlagfiusse Z. 637. (3) Bei CSeorg liCrcliei-, Buchhändler in Laiback und Ver, sclileisier des Landes Gesetz und Negierungsblattes fnr das Oerzog-thum 5lrain, ist, < Z /, Bogen stark, der Bogen » Z kr zu beziehen: Titelblatt und alphabetisches Ver zeichnisi (deutscher Tert) der Gesetze und Verordnungen, welche in den vom z Jänner bis letzten December Kl'iIt auSstestebene» Stücke« » bis «^V» des Landes Gesetz und Regierungsblattes für das Herzogthum Krain enthalten flnd. Die Ausgabe des slovenischen Testes desselben Verzeichnisses wird seinerzeit angekündigt werden. Laibach den lt. Mai 1852. Z. 597. (3) Anzeige. Der Unterzeichnete beehrt sich, einem verehrten Publikum be-! kannt zu geben, daß er das Geschäft vom Sattler- und Tapezircr ! HerrnF. Zergo ll für seine cigeneRechnung übernommen habe, und ! gibt somit die Versicherung, daß er stcts bemüht seyn wird die ihm anvertrauten'Arbciten nach dem neuesten Wiener Geschmack anzufcrltge,,, und sich das Vertrauen durch prompte und solide^ Bedlmung zu erwerben. Er empfiehlt sich daher ergebenst eines ' geneigten Zuspruches. ^ Im Di-. 3 waye r'schen Hause in der Gradischa - Vorstadt. ! VSnxenz Flliliriinn. • S»!»n und T»pt»li!l, Z, 522, (5) Die k. k. pnvilegirte 8trohhut - Fabrik don Peter Boldrini in Wien empfiehlt sich mit einem wohlassortirten Lager aller Gattungen Damen 2»»d^..« und Kmderkut«,,, äußerst geschmackvoll und sehr modern v°nf,i>,,n ^7 ^5 ' und englischen Strohgeflechten, so auch allen Vo?dur7n und Ht,ohsp?tz,n^" Hat seine Niederlage in Laibach IffiUEFTAtBE. ^* Daselbst befinden sich Niederlagen von Regen- und Sonnenschirmen, wo alle 14 Tage neue Sendungen eintreffen und zu bcklgsten Fabrikspreisen verkauft werden. 476 Z. 606. (4> Die Direction der Curanstalt Gleichenberg in Steiermark ?^ zeigt an, daß die dießfälllge Füllung der Mineralwasser am l5. April ^l » ?D ?^ begonnen hat, und empfiehlt sich zu Bestellungen derselben mit dem Bemer- / ^ I« ^» ^H kül und Dr. Weiß gebrauch! gcg^n Kr an theilen rer Schleimhäute lib erHaupt, und zwar: l. Der Luftwege unter der Form vun Hnserkeit, der Grippe und ihren Folqeleioen; im chronischen Bronchialkatarrh, in beginnender Tuberculose u. f. w. 2. Oer Verdauung sorqane: Hppetitlosigkcit, Schwäche oder Trägheit oer Verdauung, M'gsniäure, Magenkrapf, Sodbrennen, seniles Erbrechen, fehlerhafte G.illcnMondcrung, Stuckungen im Pfortadcrsystcme, Hypochondrie, Unregelmäßigkeit 0er Stuhlentletrunqen lc. 3. Der Ha r n w e rk z e u g e: ^lasenkrampf, Hlascuhämorrhoiden, Blasenkalarrl), Ntigung zur Harn» saure, Gries« und Sanddlldunq. 4. Der Sexualorgane: Unregelmäßigkeit Der weiblichen Periode :c. Bei iieidcn des liymph - und Drüsensystems: Strophe ln, B l ä> h >, l s ?c. In rheum ttischen und gichlischen Diskrasien. Der Iohannisbrunen ist ein vortreffliches Heilmittel als Nachcur für mehrere der bn der (ionstantinsquelle erwähnten Krankheiten, wahrend er in anderen FälUn, wo Eis nwässcr angezeigt sind, der kräftigen Klausner.QneUe znr Vorcur dient. Die Klausner« LZlielle bietet ein erprobtes Heilmittel bei mangelhafter Bluterzeu^ung, Gleichsucht, nach erschöpfenden Krankheiten z»r Beförderung dcr Nesonuales^nz b»i herabgekommener Ernahernüg — n>ch langwierigem mit Nllitfllissen uerbunde»em Wochenbette, nach Typhus, protahirtem Wech« selßeber — gege,» großci» S'mcnues!nst; q>gen verhaltene oder unterdrückte, mir Kämpfen uerdunoene Reinigung, Hysterie, Unfruchtbarkeit lc. Das Wasscr der Eunstantillsquelle sowohl als auch des IohannisbrunnenS moussirt mit Wen, gemischt, gleich jcnem von Nohitsch und erfreut sich deßhalb auch als kühlendes liurusgltcänk ein^s "usgedreitcten .'Xufrs. In der Apotheke des Herrn :'. Gcldner zu Gleichenbcrg sind die sogenannten Gleichenberger Zllteln (?i»>j!lll«ii «l« ttl^l^nl»«;^) vorrathig, welche derselbe aus den /lestanolheilen der Eonstantinsquelle bereitet. Zur Aufnahme von Kurgästen sind im Ganzen über 360 w 0 hl_eing e r i ch let e Zimmer disponibel. Bestellungen auf obige '^ineralwäffer wollen an die Direction des O l e i chen be rger und I 0 ha nn is b ru nn en A ct ie n »Vere i ne s in Gratz, oder an die Br u nnenu e rwa l t u n g zu Gleichenberg gemacht werden; WohnuügZbestlllungen jedoch mit Angabe dcs Bedarles an Ammern unv der bestimmten Zeit des Eintreffens sind virecte an oie Blunnenvcrw>»ltung zu Gleichenberg zu adressircn, unter Belschlnß einer entsprechenden Darangäbe. Volbenannte Mineralwasser sind stets von frischer Füllung in Laibach zu haben bei Herren ^K.. Vi.>'i8PVI' und Ittl^iRNll Paul Stippaiilscliitscli. Z. 642. (2^ AnfeiKe Der gefertigt« Zahnarzt brmgt zur allgemei-Ntn Hrnntlliß, vaß .b >t)m omch den direct.n Be.-zug semcr eckt französischen und «nalischen Transparent E-mail»Hahne möqlich wrd. c»» zelNt ^äynr von 3, 4, 5 t',s ti Guloer, C. M., j nachdem sie in Platina od»r l6 karaligen, Golde gef.ißt sind, sowlc ^anzt Gebisie von 80 bis j U) ft. C. M. zu velsert'gcn, wo^el er für Unkennt ich-keit, Dauer, Zweckmäßigkeit und Schmerz losigkeit bürgt. Auch werden von ihm Neparaturen an schon getragenen künstlichen Äahmn schnell und billig besorgt, und macht selners auf sein zum Ausfüllen hohler Iähne (Alc>mi.'inn), gcinz neues Amalgam auslncrtsam, wocuich oleselbcn noch Jahre lang eryaltcn uod zum Kanen verwendet w.ldcn köü!!»'«. Wie fiüder werden auch in Ankunft,' Zähne, so wie Asurzeln, welche unbr<,uchbal slno, mit l'dcr ohne Dl0stl>,l lchoneüd Hel.nis^enomine!!, die Zähne vom Zahnstein lWe,ilstein,. gereln,gtl, und die zu eng st<,lnllo.l! Hchneidezä'hne, welche sehr leicht von oer l'urlu« .»li^egllffo» werden, ^uS-gtflilt, wo er allen Jenen, welche zu eng stehende, oder schon mit schwarzen Puncten begarle Halme hadc», ^üll>thtt, selve ja gleich lnlen zu l<>sseü, weil dadurch die g^,ze vordere Schueidezahnreihe eryalttn wird, was in Fällen, wu dieses nicht dracl)^ tet wird. zu dem schnellen Verlust aller Zähne fühlt, wovo« sich der Gefertigte in seiner Pr^ris leioer täglich zu überztugen die Gelegenheit hat. Auch weide» rheumatisch ne'vöse Zahnschmerzen mit telst Electro Magnetlsmus g^ilt. ,0 wie in allen Ml>nd?lankl)cllen orcinict, und Aru?en jede Hilfe unentgeltlich geleistet. Die Ordinations Stunden des Gefertigten sind in seiner Wohnung, Oesterreiäischer Hof, rückwärts I. Stock, wozu o.r »Auf^ang von der Wasser-aasse ist, von 8 Uhr früh bis ,2 Uhr Mittags, und von 3 Uhr Nachmittags bis 6 Uhr Abends. «loNcpli Fcltlbaclicr. Zahnarzt. Z. 580. (I) Das Haus Nr. 150, am St. Ja: cods-Platze, ist untcr vorthcllhaf-ten Bedingungen aus freier Hand zu verkaufen. Das Nähere erfährt man bei der Elgcnthümerin im lie: zeichneten Hause, un ersten Stock, gassensetts. ' Z 6«5. Pfandamtliche Licitation. Donnerstag den 27. d. M. werden zu den gewöhnlichen Amtöstun^ !den m dem hterortigen Pfa>^damte dte >n^ Ms>nat5 März ittZl versetzten, und settyer wedcr ausgelösten noch umgeschriebenen Pfänder an den! Meistdlctenden verkauft. Lalbach den 15. Mat 18.N Wohnungsvcranderung. Ul.tcrzeickncler ist aus oer Wohlmng Nr Zl2 am Platz, ln oie ^ingergaffe ! Nr. 27Z gezogen Er fügt dieser ergebensten Anzeige zugleich seinen verbindlichsten Oank für das ihm bisher geschenkte Zu trauen bei, und cmpfiedlt sich zu fernern geneigten Auftragen bestens, wo er stets beflissen styn wird, seine verehrten Gönner auf das Schnellste und Billigste zu frieden zu stellen. iVEartiib GSatfka, .hlciocrmachcr. Z. 65.1. s2/ Iu verkaufen lst cin Haus Mlt bedeutenden Grund-, stücken, nicht wett vom Lcudacher Bahnhöfe. Das Nähere aus Gefälligkeit in der Handlung Mayer <>r Schreyer am Hauotplal) zu erfragcn. Laibaä^am 12. üitai 1852. Warnung. Jacob Struckl, Regenschirm-Erzeuger zu St. Vclt bcl lalbach, Nr. ^), glbt hlemlt bekannt, daß er nur jene .Rechnungen saldirt, die durch seme elgcnen Bestellungen ausgewiesen werden. Z, 649. s2) Ii)tttt st. ! werden gegen Sicherung, die beim Hrn. 1)>-. slchazhtzl). in Laibach zu ersehen lst, als Darlehen gesucht. Auch sind ^ — 3000 si. gründ' obrigkeitliche Rückstände, i.,cl"5. Itt^/ zu verkaufen, oder zur Einbringung zu überlassen. Die Procente werden für eln als das andere bls 10. Juni in ftanklrten Briefen im Zeitungscomptoir anzugeben ersucht. Z. 611. (4) A n 5 elge Gebrüder Tanze r, Hopfenhand-ler aus Böhmen, empfehlen sich mit neuem Saazer u. Ä u scher, sowie ilM'und 18.50" Hopfen, wo bereits wieder neue Sendungen angekommen und zu billigsten Preisen zu haben sind. Daö Lager befindet sich in Laiback bei Joseph Mateusche, Haus-Nr. 42 in der Gradlscha - Vorstadt. Z. «62. (2) Zu vermuthen sind un neucn Hause Nr. W,Capu;l-ncr- Vorstadt, von Michaeli 1tt52 an: 3Localitäten zu ebener Erde, gajsc^ seltS, als Gewölbe oder Wohnzl"-mer, Hofselts2 Zimmer nebst Kucke, Speis, Keller und Dachkammer, entweder zusammen oder getheilt; ferne 4 Ztmmcr im 3. Stock, mit K"we, Speis, Keller und Dachkammer. Das Nähere m erfragen bellN Hauscigcnthümer ^tr- b^z.