fvimuRcrcttmft - Preise: Für Laibach: danzjthtig . . 8 fL 40 tr. Halbithrig . . 4 „ 20 „ »tntfliSWg . 2 „ 10 „ Monatlich... — , 70 , M«t bet Post *««,Mrig..........12 fl. frtWfl............ 6 „ lktt«ciä6rtg.......3 „ Laibacher 86t Anstellung in« Hau« •ktttlj. 26 k.. nonalt. 9 ft. TJ Einzeln» Hummern < Ir. LOgblntt. Anonyme Mittheilungen werden yicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurllckgesenbet. Redactton: Bahnhofgaffe Nr. 15. Exveditions- * Jnserat««-vureau: Kongreßplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. b. Klein» mayr A geb. Bamberg.) zusertionspreis«: gttr die einspaltige Petit,eile & 4 lt., bei wiederholt« schaltung i 3 b Anzeigen bi« 5 geile *<. Be, größeren öfterer Einschaltung fjfJpwS. «endet Rabatt, gut complicierten Satz Btfen dm Bcrgütung. Nr. 184 Samstag, ll. August 1877. — £K“; S». 10. Jahrgang. Mtttingsschwindel. Slaven und Magyaren wurden wieder einmal vom Nationalilätenschwindel ergriffen, die hochgradige Temperatur der Juli« und Augustsonne übt auf« regende und verwirrende Wirkung, rin alles Sprich« und Wahrwort konstatierte wieder seine Richtigkeit — ein Narr macht zehn! Slaven und Magyaren leiden infolge des russisch« türkischen Krieges, insbesondere infolge der türkischen WaffenfVge, am Resolutionsfirber, auf der politischen Tagesordnung stehen keine anderen Be« rathungspunkte als Volksversammlungen, in welchen den verschiedenartigen Sympathien, einerseits für Rußland, andererseits für die Türkei, lebhafter Aus« druck gegeben wird und gegeben werden möchte. Das Vereinsrecht hat sich in den ersten Jahren nach der Geburt der konstitutionellen Aera tiefen Boden geschaffen; wie Pilze schossen Vereine hervor, Vereine, die nicht nur der Kunst und Wissenschaft, der Entwicklung de» Geistes und Körper», sondern auch dem Vergnügen der Gesellschaft dienten. In Volksversammlungen standen anfangs sehr ersprieß« Uche Punkte an der Tagesordnung, wie: Verbesserung der materiellen und socialen Lage der Arbeiter, Grün« dung von Versorgung»« und Unterstützung-Vereinen “■ s. w. Die Volksversammlungen von ehedem konnten sich praktischer und humaner Erfolge rühmen, die Volksversammlungen von ehedem machten die institutionelle Bahn von Hindernissen frei, die ®wife „Fortschritt und Freiheit" stand ehedem auf dem Banner der Volk»« und Verein-Versammlungen. W lche Devise winkt un» au» den heutigen Volksversammlungen entgegen? Aus den Lagern der Slaven und Magyaren vernehmen wir wilde und rohe, vom Rassenhass« geschwängerte Ausbrüche; es werden Hymnen auf unerhörte Greuelthaten, auf Mord und Brand angestimmt; e» werden der auf dem russisch-türkischen Kriegsschauplätze stch zum allgemeinen Entsetzen breitmachenden „Humanität" Toaste und Opfer gebracht. Die Slaven wollen den Magyaren um keinen Preis nachstehen, begeistert stch da« Magyarenlhum für den Halbmond, so vermeinet auch da» Slaventhum berechtigt zu sein, für die Knute zu schwärmen. Jede ernste Sache hat auch ihre komische Seite. Hochkomisch ist e» wahrlich» daß Slaven und Magyaren im Wahne dahinleben, al» gäbe eS außer diesen beiden keinen ändern Volk», stamm in den Gauen Oesterreich-Ungarn». Slaven und Magyaren scheinen nicht zu wissen, daß . außer diesen zwei Nationalitäten auch noch ein dritter Bolk-stamm in Oksterreich-Ungarn existiert. „Tres facinnt collegium", sagt der Lateiner, zu deutsch: „Drei machen ein Bündnis aus." • Slaveu und Magyaren übersahen in ihrem Tabortaumel, daß auch der Deutsche in Oester. reich-Ungarn Bürgerrechte besitzt; ohne Zustimmung de« deutschen Volksstammes darf kein einziger Reichsgulden ausgegeben, darf kein einzige» Menschenleben weder für Rußland noch für die Türket ge« opfert werden. Dir Slaven stehen für Rußland, die Magyaren für die Türkei rin, die Deutschen ergreifen — mit Abscheu von den Greueln des Kriege» sich abwendend — für den Frieden, der Oesterreich-Ungarn, ja ganz Europa so noththut, da» Wort. Der Deutsche wird sich niemals und nimmer für da» Barbarenthum, mag dasselbe in den Steppen Rußland« oder in den Sumpfgegenden der Türkei seine Orgien feiern, begeistern. Für Todtschlag und Raub, Mord und Brand hat der Deutsche kein Empfängnis; wo diese Furien herrschen, flieht das deutsche Gefühl, von Sympathien für derartige „humane" Zwecke tarnt in deut scher Brust keine Rede sein. Der Deutsche in Oesterreich hat keine Veranlassung, sich weder für die Knute noch für den Halbmond In Unkosten zu stürzen, deutsche« Gut und «lut zu opfern. Der D e u t s ch e sehnt sich durchaus nicht nach einer Gebietsausdehnung Oesterreich-Ungarns, selbst wenn un» vonfeite Rußland» „Groß-Kroazien" zuzemessen würde. Timeo Danaos et dona ferentee. (Ich fürchte die Danaer, selbst wenn sie Geschenke bringen.) Die österreichische Regierung fand e» für gut, in der MeetingSfrage schärfere Saiten, alr ihre in Budapest heimatberechtigte Schwester, auf-zuzirhen. Die österreichische Regierung hielt sich, da« Richtige erwägend und treffend, von der Scylla und Charybdi» ferne; sie ging nicht au« Parteirücksichten zu Werke, sondern faßte die Interessen de» Gesummt« staate« ins Auge; sie wird sich durch Meeting» und Tabors, durch Resolutionen und Demonstrationen von ihrer Bahn nicht abbringen lassen; sie wird nicht« unternehmen, was der Wohlfahrt und Integrität de« Gesammireiche« Gefahr und Schaden bringen könnte. Die ungarische und kroatische Regierung gestatteten in ihren Rayon« die Abhaltung von Meeting«, sie wollten die heißblütigen Magyaren und Kroaten rinr« SonntagSvergnügrn« und eine« * • * • JeuMon. Schatten. den Papieren eine» alten Kriminalisten von (Schluß.) VIII. Da« Geständnis. Albert erwachte erst im Kriminalgefängnissr „ 8 seiner Bewußtlosigkeit, auf« neue dt» Morde» ""««klagt. 2 Die düster« Mauern und die einsame, öde in welcher sich außer ihm nur noch der Ge» s°ngi,isarzt befand, brachten ihm all' die Bilder, et 9«tn für immer vergessen und verscheucht 9 % wieder vor Augen. an st^"te laut aus, von entsetzlicher Seelen. 'gefoltert, und warf sich auf den Steinboden k,t Gefängniszelle nieder! N *O mein Gott, habe Erbarmen, ich will mein uniü l *en sühnen," rief er mit dumpfer Stimme, lei»?"""' ot6 fehlte sich seine Brust dadurch er. ^"rt, seufzte er und begann laut zu weinen. Er fühlte die Notwendigkeit, feine Schuld zu gestehen, die ihm da» Herz abpreßte. Seit dem Augenblicke, wo der Kriminalrichter ihn al» den Mörder de» russischen Kaufmanne» entlarvt hotte, war eine seltsame Veränderung mit ihm vorgegangen. Früher war ihm der Gedanke, aus dem Schaffst zu sterben, entsetzlich erschienen; deshalb hatte er nichts gestanden. Damals hatte er noch geglaubt, vergessen zu können, er hatte sogar gehofft, Sofien« Hand zu gewinnen, und diese Hoffnung war auch der Grund gewesen, weshalb er noch in D. geblieben war. Seit seiner Freisprechung aber war alles anders geworden. Wa« er während de» Prozesse» gelitten, war nichts im Vergleiche zu dem, was ihn nach Beendi« gütig desselben quälte. Das Leben war ihm zur Last, und doch war er nicht imstande, e» stch zu nehmen. So schrecklich ihm der Gedanke war, gerichtet zu werden, so erkannte eh daß die» nur allein ihn ganz entsühnen könnte. Er leugnete nun nicht mehr. Schon im ersten Verhöre legte er ein umfassendes Geständnis seiner Schuld ab. „Am Morgen jenes Tages," sagte er, „an welchem ich dem Kommerzienrath S. ankündigte, daß ich eiligst abreisen müsse, um, wie ich vorgab, Einkäufe zu machen, erhielt ich einen Brief von dem Theilhaber unsere« Hause«, worin mir geschrieben wurde, daß da« Fallissement mehrerer bedeutender Handlung«häuser auch den Sturz unsere« Hause», und da« schon in wenigen Tagen, nach sich ziehen würde. Dieser Schlag traf mich unvorbereitet, ich war der Verzweiflung nahe. In einigen Wochen sollte meine Vermälung mit der einzigen Tochter de« Kommerzienraihe« stattfinden, und jetzt stand ich auf dem Punkte, alle« zu verlieren. Ich war ja bankerott. Was sollte ich beginnen? Ich war entblößt von allem Gelbe und hatte bedeutende Zahlungen zu leisten. Wenn ich auch hassen konnte, die Krisis noch einige Zeit zu verheimlichen. meine Verheiratung konnte doch unmöglich so schnell bewerkstelligt werden. Ich wußte nicht, aus welche Weise es mir getingen sollte, meiner Verlegenheit abzuhelfen. Den Vater meiner Braut um eine Geldsumme anzuspre-che», durfte ich nicht wagen, er würde Verdacht ge« sonntägigen Wiederholungsunterrichtes aus der Geo> graphie und Geschichte nicht berauben. Die S l av e n mögen sich über da- Verbot, Tabors abzuhalten, trösten; ihre Resolutionen hätten auf den Lauf der Weltgeschichte nicht den geringsten Einfluß geübt. Aus dem Lande der Czechen. Im Lande der „toruna testa" ist man über dir ungehofften Siege der türkischen Waffen ganz verblüfft, die slavischen Brüder sind über die Nie-Verlagen der Russen in große Trauer versetzt, die Bundesgenossen an der Moldau können den Gedan« Itn gut nicht fassen, daß Rußland» Armee den taktischen Waffen unterliegen soll. Die czechischen Brüder, mit den Panslavisten in Moskau in treuem Bunde stehend, erlitten furchtbare Täuschung, sie er-wachten au« süßen Träumen, denn Unglaubliches, Unerwartetes ist geschehen — der Panslavirmus er-'hielt von der Heeresmacht des „kriegsunfähigen" und „kranken Mannes" wuchtige Schläge. I« Lager dtt Czechen hat sich in den letzten Tagen ein bemerkenswerther Umschwung vollzogen, die Führer der nach Moskau hinschielenden Fraktion beschäftigen sich mit der Frage der Beschickung des ReichSratheS. Die Czechen haben durch mehr als ein Jahrzehnt sich die Gewißheit verschafft, daß ihre reichsfeindliche Aktion günstige Erfolge nicht errin-gen könne. Der Bruderzwist im Hause der Czechen soll wieder einmal beigelegt und in unzertrennliche Freundschaft verwandelt werden; die Nationalen, Feudalen und Klerikalen beabsichtigen wieder einmal ein feste» Bündnis »nzuknüpfen. Die Idee, in den Reichsrath einzutreten, fand in neuester Zeit lebhaftes Echo in den verschiedenen Parteikreisen des CzechenlandeS. Man rüstet sich bereits, die Bedingungen festzustellen, unter welchen der „Drei-Parteien-Bund" — Nationale, Feudale und Klerikale — geneigt wäre, die Sitze im österreichischen Parlament-Hause einzunehmen, nur ein Umstand verursacht den Czechen fühlbare Schmerzen, die Thatsache, daß das Ministerium Auersperg-Lasser, Methusalems Alter erreichend, so fest im Sattel sitzt und an ein Ministerium Herbst noch lange nicht gedacht werden könne. Wie die Grazer „Tagespost" aus Wien erfühlt, wären die edlen Czechen auch mit einem gefügigen Ministerium C o -ronini oder Ta affe zufrieden. Dem Vernehme» nach würden die Czechen im Einverständnisse mit den Slovenen, Ruthenen und — Demokraten für das allgemeine Stimmrecht das Wort ergreifen, überhaupt mit ganz absonderlichen Anträgen das Parlament überraschen. Anfangs September soll ein Parteitag einberufen werden, auf welchem da« Programm behufs des Eintrittes der Czechen in den Reichsrath festgestellt werden wird. schöpft haben, und angestellte Nachforschungen hätten sogleich zur völligen Enthüllung meiner Verhältnisse geführt. Ich beschloß anfangs, nach meiner Vaterstadt abzureisen, um die letzten Trümmer meines Vermögens zusammenzuraffen und dann der Schande zu entfliehen. Ich teilte meiner Braut und ihrem Vater mit, daß ich noch an demselben Abend abreifen werde, wußte aber, als ich das Haus des BanquierS verließ, noch nicht, wohin ich meine Schritte lenken sollte. In schmerzliche Gedanken vertieft, stand ich am Fenster meiner Wohnung. Zufällig fiel mein Auge auf das gegenüberliegende Hotel „Zur Krone" und auf das hellerleuchtete Zimmer eines im ersten Stockwerke befindlichen Zimmers, welches, wie ich wußte, der reiche russische Kaufmann I. L. bewohnte. Eine rettende Idee fuhr mir durch den Kopf. Ich wußte, daß dem Greise, den ich im Hause des Kommerzienrathes kennen gelernt hatte, stets bedeutende Kapitalien zugebote standen. Wie, wenn Die Aktion der Czechen ist allzubekannt, als daß wir auf den Cir,tritt der Czechen in den ReichS-rath mit Sicherheit rechnen könnten. Die Verfassung«-Partei würde sich nie Herbeitassen, jene Zugeständnisse zu machen, welche die Herren Deklaranten auS dem Czrchenlande auf die Tagesordnung setzen würden. Vom Kriegsschauplätze. Russische Gefangene sagen auS, daß in ihrem Heere eine Typhus-Epidemie ausgebrochen sei. Osman Pascha, in einer verschanzten Stellung bei Vladina stehend, wurde von den Russen heftig angegriffen, ging schließlich zur Offensive über und trieb den Feind auf der ganzen Linie zurück. Der Verlust ist beiderseits bedeutend. Der Kamps bei Lo waz dauerte neun Stunden. Lowaz war von vier Bataillonen Infanterie und vier Eskadronen Kavallerie angegriffen. Die Russen wurden vollständig geschlagen und zurückgeworfen. Die Situation der russischen Armee wird als eine bei weitem noch mißlichere dargestellt, als man selbst nach der Niederlage von Plewna annahm. Gegen Tirnowa find türkische Colvnnen im Anzuge. Bebrowa ist ebenfalls von den Türken besetzt und thalsächlich jede Verbindung mit dem im Balkan operierenden Corps Gurko's unterbrochen. Die Truppen des letzteren, welche bei Eski Saghra geschlagen wurden, Hallen dort die 20,000 Mann starke Avantgarde der türkischen „Balkan-Armee" vor sich. Bei der Niederlage der Russen in ESki Saghra mußte Großfürst Nikolaus, der sich dort» selbst befand, eiligst die Flucht ergreifen. Das Kriegsgesetz wird aus die aufständischen Bulgaren in allen Städten Thraziens, die von den Türken wieder besetzt wurden, namentlich Kasanlik, Kaloser, Karlowa und Jeni Saghra, angewendet. InBulgarien steht eine große Schlacht bevor. Ali Pascha hat sümmtliche Gendarmerie» Abtheilungen, welche die türkische Regierung aus allen Theilen Rumeliens und Bulgariens, als Hilft-corps nach Schumla geschickt hat, an sich gezogen und in dieser Festung nur Landwehr als Garnison zurückgelassen. An« Asien werden belanglose Kämpfe bei Bajazid, Kars und Ardahan signalisiert. Politische Rundschau. Laibach, ll. August. Inland. Die Monarchenbegegnung in Ischl vollzog sich in den freundschaftlichsten Formen. In unterrichteten Kreisen verlautet, daß ein Durchmarsch der Russen durch serbisches Gebiet ich ihm die dringende Verlegenheit mittheilte, ohne ihm die wahre Lage der Sache anzuvertrauen. Ich kämpfte mit diesem Gedanken, ohne zum Entschluß tu kommen. Plötzlich zeigte sich der Greis am Fenster. Ich nahm dies für einen Wink des Himmels, obwol mir eine warnende Stimme im Innern von dem Schritte, den ich thun wollte, abrieth. Ich schwankte, ob es nicht vielleicht besser sei, bis zum nächsten Morgen mit meinem Anliegen zu warten. Von heftiger Aufregung bewegt, schritt ich in meinem Zimmer auf und nieder. Die Dämmerung war bereits weit vorgeschritten, als ich endlich zum Entschlüsse gelangte, mein Vorhaben sogleich auszuführen. Mit wankenden Schritten ging ich über die Straße und schritt die Treppe, welche nach dem Zimmer des Russen führte, hinauf. Das Zimmer lag hart an der Treppe, welche nach der Hausthür des Hauses und von dort in den Hofraum hinunter-führte. Niemand bemerkte mich: Ich klopfte leise an die Thür. Niemand rief „Herein." Die Thür war angelehnt. Ich öffnete und stand im Zimmer. für den Augenblick nicht in Aussicht genommen fei und ein diesbezügliches Ersuchen durch den deutschen Kaiser bei der Jschler Entrevue auch nicht gestellt worden ist. Die Blätter des In- und Auslandes beeilen sich, die Zusammenkunft der beiden Monarchen zu beleuchten. Die „Presse" schreibt: „Die Zusammenkunft der beiden erlauchten Fürsten in dem gegenwärtigen Augenblicke ist an sich ein hoch« bedeutsame- politisches Moment. Nicht in etwaigen Abmachungen, welche gesprächsweise von den beiden Majestäten in Aussicht genommen worden sein könnten, liegt der politische Schwerpunkt der Entrevue, sondern darin, daß diese Zusammenkunft eben da» herzliche Einvernehmen der beiden Fürsten in allgemein verständlicher Weife kundthat und daß hiebei, wie wir aus einem Jschler Telegramme sehen, auch des „abwesenden Dritten im Bunde" nicht vergessen worden." Die „Nordd. Allg. Ztg." sagt: „Mit den Empfindungen freudiger Theilnahme blicken die Völker Deutschlands und Oesterreich'Ungarns auf Ischl. Sie haben sich seit einer Reihe von Jahren geroölniti in den regelmäßig wicbeitchrenden persönlichen Begegnungen ihrer erhabenen Souveräne ein nicht hoch genug anzuschlagendes Unterpfand der loyalen Beziehungen zu erblicken, welche die mächtigsten Reiche Mitteleuropa'- verbinden. Seil der vorjährigen Zusammenkunft Kaiser Wilhelms und Franz Jofefl sind verhängnisvolle Tage über Europa dahingezogen, und es ist ein ernster Moment, in welchem dir Monarchen zu unmittelbarem Gedankenaustausch einander begrüßen. Die öffentliche Meinung beider Länder weiß die Bedeutsamkeit des heutigen Tage« wohl zu würdigen; die Weisheit der befreundeten Herrscher bürgt für den eigenen Frieden und läßt die Zukunft Europa'S in hoffnungsvollerem Lich" erscheinen." Für den erledigten Statthalterpostenin Oberösterreich werden Hofrath Fürst Metternich, Hofrath von Erb, Chef des PreßbureauS, und von Öreyety, Sectionschef im Ministerium des Innern, als Kandidaten genannt. Der „Ellenör" bemerkt auf die Mittheilung der ungarischen Blätter, daß der BanuS voa Kroazien der Deputation des Agramer Meeting-versprochen habe, daß er die von demselben angenommenen Resolutionen dem Monarchen unterbreiten werde: „Der BanuS wird jedenfalls wissen, daß eS nicht Sitte ist, Resolutionen von Volk»' Versammlungen dem Monarchen zu überreichen. Der BanuS wäre aber auch dann nicht correct vorgegange", falls er versprochen hätte, die vom Meeting gefaßte Resolution direkt an den Minister des Aeußern }j* senden. Der BanuS kann unmöglich vergessen, bei ____________—f I IC Fortsetzm^g^^e^^U^^WE^ Alles war still und halbdunkel; die Vorhäfli1 waren zugezogen. Auf dem Divan saß der Greif zurückgelehnt, schlafend, in der eine» Hand eine" Apfel, den er sich wahrscheinlich hatte schälen wollet und in der ändern Hand jenes kleine Meffer M dem silbernen Griff. Ich blieb betroffen über diesen Anblick W Weile wie sestgcbannt in der Thür flehen und wag" keinen Schritt vorwärts zu gehen. Meine Blicke schweiften im Zimmer umh^' Plötzlich fiel mein A«ge auf eine geöffnete Äil” worin ich Gold blinken sah. Wie ein Blitz kam 0,1 der Gedanke, mich dieses Geldes zu bemächtigen• f Niemand hatte mich kommen sehen, dies stets verschwiegen bleiben; jemand, der mich 0 geklagt hätte, würde fich selbst des DiebstahlS öC dächtig gemacht haben. , Ich kämpfte gegen die Versuchung, aber v geben», meine Noth war zu dringend, und der ® danke daran gab den Ausschlag. Ich unterlag der Versuchung. ,tt Langsam näherte ich mich der Kiste und F _ schon die Hand nach dem Geloe aus, da rührte der Greis. Beilage zum „Laibacher Tagblatt" «r. 184 vom 11. August 1877. n mit bem Selter des auswärtigen Amtes nur im Wege des ungarischen Ministeriums, welches über den Bonus verfügt, verhandeln könne." Ausland. Der österreichische Botschafter bei der Hohen Pforte, Graf Zichy, batte, wie der »Time«" aus Konstanlinopel berichtet wurde, tirte vertrauliche Audienz bei Kadri Bey, dem Prä» stdenien des Staatsraths, in welcher letzterer bemerkt loben soll, die oltomanische Regierung sei trotz ihrer engsten Waffenerfolge fest überzeugt, daß bet Krieg wirklich ein Mißgeschick für bie ganze Welt fei, baß £ auf keiner der beiden Seiten zu einem wirklichen jR'suUate führen würde und daß der Sultan glücklich Mit werde, denselben in einem für beide Krieg« Ntenbe ehrenvollen Frieden enden zu sehen. Wenn Rußland nur eine Autonomie für Bulgarien unter mehreren christlichen Gouverneuren verlangte, to'rde die Pforte einwilligen, Frieden zu schließen. Die „Post" erfahrt, daß im französischen -uiwistrrrathe mit fünf gegen vier Stimmen der Be. chluß gefaßt wurde, kurz vor Einberufung der Wähler Sanz Frankreich den Belagerungszustand zu er» [uren. Der Marschall Mac Mahon soll den Vot. neuungen Herrn de gaurlou's in dieser Hinficht "achgegeben hoben. Eine Bestätigung dieser Nach-Ucht wird abzuwarten sein. Die Verhängung be» Arlagerungtzustande« über ganz Fraukreich wäre nur der Vorbote be« StaalSstreicheS. Einen solchen ouen wir aber bem Marschall Mac Mahon nicht zu. Infolge de« in Belgrad stark verbreiteten Gerüchtes von der bevorstehenden Mobilisierung ber flogen serbischen Armee haben einige angesehene «rlgrader Kaufleute (Serben) den Austritt aufc «m serbischen StaatSveibande angemeldet und beim österreichisch-ungarischen Generalkonsul Fürsten Wrebe um österreichischen Schutz angtsuchl. Zur Tageegeschichte. — Der «leruS hat in neuester Zeit seinen «im« 6us ei,,gebüßt, die Beziehungen zwischen der «lerisri und ihren Schleppträgern sind kühler geworden, sogar der kleri. kale „Volksfreund" constatiert „Zerfahrenheit" und einen »nicht entsprechenden" Ton. Die „9t. fr. Pr.* bemerkt, daß, »"nn die Bevölkerung dem unfruchtbaren Treiben der Kleri-^len den Rücken kehrt, so thut sie es eben in der richtigen ^kenntnis, daß ihr Jntereffe nicht mit dem der Herren Krummstabe zusammensillt. Der gesunde Sinn der «vLikrrung weiß wol, wo das allgemeine Jntereffe gesät» **U wird. Der vielverlästerte Liberalismus hat noch immer et^t kür dar Bolkrwohl gethan, als die klerikale Partei, es darf daher die Herren im gegnerischen Lager nicht udern, wenn alle ihre Mittelchen nicht mehr versangen, toa8 kinst so mächtige Gebäude des Ultra» onta-^ in Oesterreich, von der vorwärtStreibenden Bewegung Modernen Zeit erfaßt, aus den Fugen zu gehen droht und die einzelnst Llirder dieses Körpers den Gehorsam versagen. — Unterstützung der evangelischen Kirche. Der Kaiser hat daS den evangelischen Glaubensgenossen augSbmgischer und helvetischer Eonfesfion gewährte Unter, stützung-pauschale von 50,000 st., vom Jahre 1878 angesan. gen, auf jährlich 76,000 fl. gegen dem erhöht, daß die bis« herige außerordentliche Dotation von 25,000 fl. in Wegfall kommt und die bi-her im StaatSvoranfchlage, Kapitel „Ministerium für Kultus und Unterricht," Titel: „Beiträge zu evtngelifchen Cultuszwecken" unter „Sonstige Auslagen" ptäliminietten Beträge auf da» erhöhte Pauschale übernommen werden. Ferner hat der Kaiser angeordnet, daß die Bezüge der Superintendenten, Senioren und Superinten, deniialvicare gleichmäßig die Bezeichnung „FunetionSgedür" zu führen haben — und daß dieselben, vom nächsten Jahre angefangen, hinsichtlich aller dieser Funktionäre in anlicipa-tiven Monatsraten, und zwar vom ersten Tage de« der Bestätigung nachfolgenden MonalS, anzuweisen sind. — Die UniversitätSfeier in Tübingen verlief glänzend, 2000 Studenten nahmen theil, da» ge« fammte Ministerium war vertreten, ber König wurde mit endlosem Jubel empfangen. — Lolorado-aäfer. DaS „Dresdener Journal* meldet, daß daS Auftreten des Tolorado-KäferS auf einem Kartoffelfelde bei Schildau (Kreis Torgau), in der Nähe der sächsischen Grenze, amtlich constatiert wurde. Mal- und Provinzial-Angelegenheiten. Griginal-Lorrespondenr. Stet«, 9. August. Kaum sind acht Tage abgelaufen und unsere neuest« Schöpfung, die von den Herren Prasch» uiker und Steel mit großem Kostensuswande erbaute Bade» Anstalt, ist bereits lebensfähig. Die genannten Realitäten-besitzer vollzogen einen Act, dessen Protokollierung in der Lvkalgeschichte Steins, ja in der Geschichte des Lande« Krain ohne Verzug vorgenommen werden sollte. Die Errichtung einer so großen vade-Anstalt im Lande Krain ist immerhin rin Ereignis, und den Erbauern derselben gebürt ein Ehrenplatz in den Gedenkbüchern Steins und krainS. Obgleich die im großartigen Stile angelegte vade-Anstalt noch nicht ganz vollendet dasteh», findet sich doch schon eine recht ansehnliche Reihe von Fremden hier «in. Kurgäste aus Wien, Italien, Unterkr^n, «roazien, Laibach, Triest u. a. Gegenden wählten Stein zum «usenthalte und Gebrauche der hiesigen Bäder, die Aristokratie namhaft vertreten. Es ist immerhin eine erfreuliche Erscheinung, schon heute 75 fremde Kurgäste zählen zu können, die sich über daS großartige Etablissement, über die zweckentfprechende Anlage der Wannen», Voll- und Douchebäder, recht befriedigend »usfprechen. In der heutigen Saison, deren Ablaus in einigen Wochen bevorsteht, ist ein frequenter Befuch nicht mehr zu gewärtigen, aber in der nächstjährigen Saison können wir mit Sicher-teit auf einen fehr zahlreichen Befuch fremder Badegäste rrchnen. QufiJi wnl> blieb ich flehen. „Wenn er die Augen bur* 8t| bist du beschimpft aus ewig," klang e6 ^ meine Brust. ^ Achtele meine Blicke unverwandt auf den tzzwelcher fest zu schlafen schien. Aber diesem ikugw toat nicht zu trauen, ich wollte mich über» Hl* 5ff den Zehen schlich ich mich hin und beugte toa? "bet ihn. Der Unglückliche wachte, er hatte ^chtrroeise bereit« bemerkt, daß man ihn m wollte, und stellte ftch schlafend, um den fcttm l>510 sicherer nach verübter That zu fangen, Wöwu ich mich über ihn neigte, raffte er fich ouf und erfaßte meinen Arm. Ein kurzer itje.“ folgte, die Verzweiflung gab mir Miefen» ich warf ihn zurück, unb als er um Hilfe wollte, preßte ich ihm ein Riffen auf ben i wurde mit schwarz vor den Auge», ich ihm da« Messer, welche« er gegen mich ' ,nb stieß es ihm in bie Brust, taton* Augenblicke hörte ich draußen I I Sfi.i" 0'hen unb sprechen; eine entsetzliche Angst Ich näherte mich rasch der Geldkiste 76tt eine Handvoll Geld und ein Packet zu | ' n welchem ich nicht mit Unrecht Banknoten vermuthete. Niemand hatte mich kommen sehen, auch meine Flucht blieb unbemerkt. Voll Entsetzen durchrannte ich bie Straßen, e« war mir nicht möglich, in meiner Wohnung zu bleiben, ich konnte nur bie wenigen Minuten, beten ich bedurfte, um jebe Spur be» Blute» zu vertilgen, in meinem Zimmer verweilen, überall sah ich bie Leiche be» Ermorbeten vor mir. Noch in betreiben Nacht reiste ich ab. Ich begab mich nach Hamburg, um mich von dort nach Amerika einzuschiffen, aber e» ließ mit keine Ruhe» ich mußte erfahren, welche Folgen mein Verbrechen haben würbe. Mein Verhängnis trieb mich, obgleich ich mich mit bet Kraft ber Verzweiflung dagegen sträubte, wieder hin nach dem Orte meines Verbrechens. So kehrte ich zurück." Albert legte bie» Geständnis mit bem beutlich« sten Zeichen tiefster Reue ab. Er mußte häufig innehalten, bie Erinnerung an bie unglückliche That drückte ihn sichtlich schwer darnieder. Da» Unheil ließ nicht lange auf fich warten; e» lautete auf Tod durch da» Schwert; bie ©nabe be» Königs verwanbelte es in lebenslängliche Gefängnisstrafe. Der Ausgang be» Prozesse« unb bie endliche Die Herren Praschniker und Kecel wollten in der Er-wägung, als daS Landvolk in »rain noch immer die gute alte Sitte ehrt, dir neuerbaute Bade-AnstaU in Stein kirchlich einsegnen lassen. Die genannten Heiren wußten wol, daß durch die Besprengung der neuen Badelokalitäten mit Weihwasser daS kalte Wasser nicht in watmeS und daS warme Waffrr nicht in kaltes, daß durch einen kirchlichen Act die Heilkraft deS Wassers in eine gesteigerte wunder» bare nicht umgewandelt worden wäre; aber in der Erwägung, all der Herr Fürstbischof Pagakar das neue Bad in Wallenegg bei Saget kirchlich ringesegnet hatte, wollten die Erbauer der Vade-Anstalt in Stein auch diese letztere mit dem AspergeS versehen lassen, sie richteten zu diesem Behufe an den Steiner Dechant ein Etsuchschreiben zur gefälligen Bor-nähme deS kirchlichen ActeS. Unfer Pontifex lehnte die Vornahme dieses ActeS ab, einerseits darauf binweifend, daß er hiezu vorher die Ordinariatsbewilligung einholen müsse, andererseits betonend, daß früher die im Rayon der Bade-Anstalt aufgestellte steinerne Wassernymphe (deren Unterleib in einen Mantel gehüllt ist und die eine Kanne in der Hand hält, aus der beständiges Quellwaffer fließt) entfernt werden müffe, da sie angeblich bei der Jugend AergerniS (?) gibt. Unser verehrter Pontifex möge sich in die Paläste »es BaticanS begeben, dort wird er im Besitze des „heiligen" BettrS befindlichen Meisterwerken der Malerei und Bildhauerei begegnen, die unverhüllt dem Beschauer kundgeben, daß im Paradiese nebst dem Vater Adam auch die Mutter Eva ihr Dvmicil aufgcfchlagcn hat. Unser Pontifex mag in Stunden der Mnße unter den verschiedenen Heiligen in seinem Kirchensprengel Musterung halten, ich bin dessen gewiß, daß er unter diesen viele Exemplare finden wird, die den Jungen und Alten öffentliches AergerniS geben. Biele an den Straßen befindliche Kreuze und in manchen Kirchen hängende Madonnen dürften den strengen Katholiken größeres AergerniS geben, alS die Waffernymphe im Badeparke zu Stein. Nationaler Schmerzensschrei. Wieder ist es die „Agramer Presse", die von unseren Nationalen dazu auserkoren, ihren Jeremiaden auch in deutscher Sprache AuSdruck zu geben. Die „Agramer Presse" bringt unter dem Stichworte »Das Erwülgen des Slovenen-thumS", und unter dem Motto: „Ein tyrannisches Volk ist ein hydraköpsigeS Ungeheuer, gegen das der einzelne Autokrat vergleichsweise harmlos erscheint" (Catey). Es fehlt unserem Blatte an Raum, den vollen Inhalt dieser Klagen über daS Erwürgen beS Slovenenthums zu reproducieren; unseren geehrten Lesern dürste ei immerhin lebhaftes Jntereffe gewähren, von den Kardinalstellen dieser Psalmen des nationalen Evangelisten Kenntnis zu nehmen. Wir wollen also mit unserer Blumenlese aus dieser denkwürdigen Artikelserie beginnen: „Die größte politisch-soziale That, zu welcher bas Ber. manenthum es gebracht hat, war die Feudaliti», die absolute Barbarei, da- infame Kastenwesen"; — „man Enthüllung de» so lange verschleiert gebliebenen Verbrechen» hatte bas größte Aufsehen erregt. Man beklagte jedoch den unglücklichen Mörder weit mehr a(» man ihn verdammte; die meisten Einwohner der Stadt zollten ihm Mitleid und jeder dachte nicht ohne innere» Grauen daran, wie leicht eine schreckliche Verkettung von Umständen einen Menschen in den Abgrund zu stürzen imstande ist. Albert überlebte seine Verurtheilung nur wenige Monate. Er starb am Nervenschlage. Der alte Ärlminalrlchter ließ sich kurze Zeit darauf in den Ruhestand versetzen. Er zog sich auf ein kleine» Landgut zurück, um ungestört die Denkwürdigkeiten seine» Leben» zu sammeln unb zum Druck vorzubereiten. Äommerzienrath S. verließ bald nach dem unglücklichen Au-gange de» Prozesse» mit seiner Tochter die Residenz. Er hoffte, daß schleunige Entfernung von dem Orte, an den sich so viele traurige Erinnerungen knüpften, imstande sein werde, das Leben feine» einzigen Kindes zu erhalten. E» war zu spät. Die Erinnerung zehrte langsam an dem Herzen de- unglücklichen Mädchens, ihre Ärüfte schwanden dahin und ein Jahr nach Albert» Tode erlag auch sie ihrem Gram. kennt feine traurigere Beschichte, als die der Deutsche»; jedes Blatt Sklaverei, Felonie, TodtschlLge, alle möglichen Ab. gaben und als Darausgeld ein bischen Erwürgen, der flavi-schen Nationen mit roher Faust"; — „die historische Größe hat den Anfang gemacht mit dem Erwürgen slavischer Nationen; Äatl der (Droge ist wirklich groß darin, und aus einem vom slavischen Blute getränkten Boden steht hochaus» gerichtet die Statue des großen Henkers der Slaven, Staxl des Großen"; — „unter gleißnerischer Maske der Religion wurden die slavischen Götter vom heimischen Herde herab-gestürzt"; — „in ganzen Provinzen wurden die Slaven aus-gerottet"; — „die Deutschen waren bekanntlich in erster Zeit Faulpelze vom reinsten Wasser"; — „zu faul, die Sprache des slavischen Volkes zu lernen, diktierten ste ihre dem Slaven, bauten Schlösser und Burgen, nahmen die schönsten, größten Grnndcornplexe und beließen dem armen Teufel Slaven ein paar lumpige Parzellen"; — „dem friedfertigen Slaven wurde die christliche Religion in den dkmüthigsten Melodien vorgetragen";— „Millionen Slaven wurden für Deutschland hingeopsert"; — „der Slovene scheint unter allen Slaven der geduldigste und friedlichste zu fein, mit ihm hatte man daher leichte» Spiel. Der Sloveue kennt ein Lied, in welchem er frSgt: „Slaven, wo find unsere Grenzen? Slaven, wo sind unsere Brüder? Slaven, wo sind unsere Helden?" und er gibt zur Antwort: „Die Slaven bewachen das Kaiserreich." Ja, wo sind unsere Srenzinl Slovenische Ortsbezeichnungen finden wir in Salzburg, in Tirol, in Niederösterreich, in Steiermark, fie zeigen uns an, was das Slaventhum war, doch das Volk, das einst in den Bergen und Ebenen dieser Länder ruhig daS Land bebaute, das Schmelzen und Gießen der Metalle, das Bereiten deS Salzes verstand, de« RaubenS und PlündernS Feind war, jenes bis zur Verschwendung mildthätige, gastfreie, fröhliche slovenische Volk ist verschwunden, zusammengeschrumpsl, zusammengermanisiert und malträtiert aus l1/, Millionen. O, und das Erwürgen mußte mit Dampfkrast bewerkstelligt worden fein; denn am Eingänge der Neuzeit finden wir fie sogar schon in Kärnten und Steiermark stark decimiert. Zum Sklaven herabgewürdigt, tritt der Slovene au« dem Mittelalter in die Neuzeit. In sein schöne« Land theilen fich seine fremden Herrscher; ein paar Parzellen schlechten Bodens und eine kleine Hütte wurden dem Slovenen gelassen, und mit allem Lomfort ragen aus diesen kleinen Hütten die „Schlösser" der fremden Aristokratie hervor, und ringsherum gehört alles dem „gnädigen Herrn", und riesige Klöster stehen da und Zehent und Robot muß der Slovene leisten. Und als sich bei ihm die Reformation regte, als Trndar die in slovenischer Sprache verfaßten Bücher ins Land brachte, wurden dieselben haufenweise verbrannt." Nachdem der geniale Bersasser dieser höchst interessanten Artikel die Stellung der Slovenen in feudaler Zeit mit allzu lebhaften, angeblich historisch getreuen Farben geschildert, geht er in die Zeit der Errichtung der Schulen über; er sagt: „Derjenige Slovene, welcher ein slovenisches Wort in der Schule sprach, bekam ein Stück Holz in den Mund gesteckt oder einen Esel auf den Rücken gezeichnet"; - „natürlich war in den Amtsstuben alle-deutsch und der Slovene erhielt gerade soviel Recht, als er dem Amtmann Hühner und dergleichen brachte; aus die Bank mit dem «indischen Kerl, wenn er über Unrecht Klage sührte"; — „man ließ uns in kärntnerisch, krainisch. steirisch und österreichisch gevieitheilre Slovenen fort vegetieren, man ließ keine Annäherung an die Kroaten zu und würgte uns so recht lustig fort"; — „viele Lehrer hatten keinen Begriff davon, daß irgendwo eine Nation der Slo Venen existiert." Der in Jeremiaden Große- leistende, historischen (?) Rückblicken obliegende Verfasser begibt sich auf feiner publi cistischen Wanderung in die neue, am 13. März 1848 be gonnene Aera und klagt: „Da beginnt aus- neue unser Leiden, unsere geistige Sklaverei, wie fie nirgend- sonst in zivilisierten Staaten die Sonne bescheint;* — „euer Beamten thum vermag ohnehin kein Sterben-wvrtlein slovenisch zu schreiben— „mit Lehrern, die besonders der Jugend impo Nieren, die dieselbe für die Heimat und sonst für Ideale (?) begeistern, geht man mit Extrapost hinauf nach Oesterreich;* — „die Lehrer kennen da- Sovenifche nicht, die Beamten verstehen ebenfalls verflucht wenig davon f — „die Frau Adjunctin, die Frau de« «ezirkshauptmannes spricht deutsch;" — „wenn irgend ein Slovene Helfershelfer beim Erwürgen des slovenischen BürgerthumeS in der slovenische« Steiermark und in Kärnten war, so war es unser Bureaukrati-mu- ;* — „wir Slovenen find an die deutschen Prügel schon gewöhnt und der Räuber unserer Eigenart hat nichts mehr Fürchter-liche- für uns;* — «der Eisenbahnverkehr gab unserem Bureaulraten im Handelsmarine den famosesten Gehilfen." Im dritten Artikel greift der Verfasser, dessen Signatur „S—e" da- Domicil Wiener Neustadt errathen läßt, sogar militärische Dispositionen und Lruppeueinlheilungen an, er rügt da- Stoßen beim Abrichten der Truppen und bemerkt, die Verehrung der Truppen für daS Deutschthum werde denselben durch Stöße eingeprügelt; der heißblütige Anwalt der Slovenen sagt: „Im Vergleiche zu den herrschenden Deutschen mit ihrer großartigen Literatur find wir des bedauernSwertheste Volk im außertlirkischen Europa;" schließ-lich richtet der große nationale Patriot einen Appell an die kroatische Nation, dahin lautend, fie möge auf daS Fremden« thum wachsam sein und diese Giftpflanze niedertreten, wo man fie immer findet. Der ganzen Artikelserie wird durch die Schlußstelle die Krone aufgesetzt, fie lautet: „Wir Slovenen wollen der (deutschen) Frerndenkultur den Weg verrammeln und ein recht harter Knochen sein im Magen der heißhungrigen (deutschen) Boa Eonstrictor l" Wir wollen sür heute unsere Blumenlese abbrechen. Unsere geehrten Leser werden eifS den vorstehenden wortgetreuen Fragmenten ersehen haben, wie hoch in Ehren der Deutsche und daS Deutschthum überhaupt bei dem deutsch-schreibenden nationalen Verfasser dieser aufreizenden, ärgerniserregenden und jeden Versuch eine«friedlichen Ausgleiches zwischen Deutschen und Slovenen in Krain gänzlich abschneidenden Schmäh- und Schandartikel steht. Wir konnten diese den Nationalitätenhaß in den grellsten Farben zeichnenden Artikel nicht mit Stillschweigen übergehen, mit Rücksicht daraus, daß jene Blätter, in welchen diese Schmähartikel Ausnahme finden, von Agram aus in reicher Anzahl in unserem Heimatlande unbeanständet in Umlauf gesetzt werden. — (Zum Udmater Taborprojekte.) Die Be-zirkShauptmannschaft Umgebung Laibach erledigte daS Gesuch der nationalen TrisoliumS um Bewilligung zur Abhaltung einer Volksversammlung in Udmat bei Laibach mit folgendem Bescheide: „Der Tabor wird nicht bewilligt, mit Rücksicht darauf, daß der österreichisch-ungarische Staat mit allen Staaten im Frieden lebt und sich dem russisch-türkischen Kriege gegenüber vollkommen»neutral verhält; mit Rücksicht daraus, daß es sich mit dieser Neutralität durchaus nicht vereinbaren würde, wenn man die Bewilligung ertheilte, eilten Tabor einzuberufen, aus welchem eine Resolution über die Zerreißung und Abtrennung einzelner Gebietstheile eines Staates, mit welchem der öfter-reichisch-ungarische Staat im Frieden lebt, beschlossen werden soll; mit Rücksicht daraus, daß diese Resolution geeignet ist, Handlungen herbeizusühren, welche dem allgemeinen Bestreben zur Erhaltung des Friedens gerade entgegengesetzt sind; endlich mit Rücksicht daraus, daß hiedurch Aufregung und Unruhe unter dem Publikum erregt und Mißtrauen gegen die Anordnungen der Regierung hervor-gernsen würde, wodurch das öffentliche Wohl gefährdet werden könnte — wird auf Grund des § 6 des Gesetzes vom 18. November 1867 dieser Tabor verboten. Gegen diese Entscheidung ist nach § 18 des erwähnten Gesetzes die Berufung an das Landespräsidium in acht Tagen gestattet." — (Sängerausslug.) Der Männerchor der philharmonischen Gesellschaft unternimmt morgen einen Ausflug mittelst Südbahn nach Littai und Umgebung. — (Liedertafel.) Die heute im Kasinorestaurations-gorten stattfindende Liedertafel dürfte bei der herrschenden angenehmen Witterung sich eines sehr zahlreichen Besuche» erfreuen. — (Ein heimatlicher Künstler.) Herr Simon O g r i n aus Oberlaibach, derzeit Eleve an der Malerakademie in Venedig, hat für seine vorzügliche Kreidezeichnung „Ermordung Galleazzo Visconti" von der Jury in Venedig den ersten Preis erhalten. Eine Photographie von diesem Bilde ist in der Handlung de» Herrn geringer (RathauSplatz) zur Ansicht aulgestellt. — (Postanweisungen.) DieArtder Vermittlung von Bargeld mittelst Postanweisungen verdient vor jener in geschlossenen Briefen ganz entschieden den Vorzug, und zwar nicht nur in vezug auf die Schnelligkeit und Sicher- heit, sondern auch mit Rücksicht auf den reellen Gewinn welcher zur Förderung der Prosperität der Postanstalt beiträgt. Es haben daher Männer von Fach für die Erweiterung de» Geldanweisungsgeschäste» fowol im Interesse be» öffentlichen Verkehr- als auch der Postanstalt ihre Stimmen erhoben. Wie die „Deutsche Ztg." erfährt, beabsichtigt bas Handelsministerium auf Grund verläßlicher Daten da» GeldanweisungSgeschäst in der Art aus* zudehnen, daß noch höhere Beträge als bisher auf diesem Wege zur Ein- und Auszahlung gelangen können. Man hat sich bisher von dem Bedenken irreleiten taffen, daß nicht alle Postanstalten über einen so großen Kaffenbestand ver-siigen könnten, um allen Anforderungen zu dem gedachten Zwecke zu genügen. ES wurde aber wiederholt in einem Postfachblatte auf den Umstand aufmerksam geiyacht, »aß sich in den bedeutendem Orten deS Flachlandes Steuer« ämter befinden, welche über mitunter sehr reiche BorrLthe von Staatsgeldern verfügen, die oft sehr lange Zeit unbenutzt liegen, bevor sie auf den vorgezeichneten UnnW1 in die Landes- und CentralstaatSkaffen fließen. ES wurde ferner darauf hingewiesen, baß biese Activstänbe zu P»?' anweisungszwecken mittelst Dotierung verwendet und fr”1* tificiert werden könnten, indem die Post Provisionen für die angewiesenen Geldbeträge einhebt, somit srewde Gelder verzinst, wozu eben bie Steuergelber leicht ®er‘ wenbnng ftnben können, wenn in den einzelnen kaffen beS Flachlandes Ebbe eintritt und dieselben nicht hin' reichen, die angewiesenen Beträge an die Adressaten aaä' zubezahlen. Man will nun diese Andeutungen ausstihren und die brachliegenden Steuergelder zur Dotierung itnf* Postämter heranziehen, welche nicht in der Lage sind, au den einlaufenden Gesällsgeldern den erhöhter» künftigen Anforderungen zu genügen. Die Dotierung sollte aber ntch eine fixe und abgegrenzte sein, sondern in der Art durch« geführt werden, daß dem Postamte die Befugnis eingeräuw wird, gegen Vorlage der eingelangte» Original-Geldanwc' fnngen den mangelnden Betrag vom Steueramt g. Was die Jesuiten betrifft, fo zählt man 18 Ordenshäuser mit 567 Mitgliedern innerhalb derselben. Weibliche Ordenshäuser gab es 354. — U 739 Pros'ffoien und Lehrer und 8901 ®5 Schüler; die 3 landwirthschüfllichkn Hochschulen hatten 25 <ßio|rffjrm und Lchrir für 149 Schüler; die 4 Han-d-l»,kademikn 89 Lehrer mit 986 Schülern; dir Äunsthoch-schulen 22 t'ebrrr und 215 Schüler; die Ih,olog>schen Lehr-«vstattrn 252 Lehier und 1272 Schüler. An färnrntlichen ®l 'lv!|chuttn roomi 4890 Sthttr für 67,808 Schüler, an Epe,i°„ch»l!N 4401 Lehrer für 61,497 Schül:r. an Bür-fl”- und «ollsfchnlkn 31,196 Lehrer für 2 Millionen 134,683 Schüler angtfitlll. — (Aus den Nachbarprovinzcn.) Es war bisher noch offene Frage, ob der zu erbauende internationale Bahnhof zu Pontafel an der kärntnerisch-italienischen Grenze auf österreichifchenl oder italienischem Boden erbaut werden soll. Gegewärtig ist diese Angelegenheit, wie die „Silagen« surter Zeitung" berichtet, nach vorhergegangener kommissi-oneller Verhandlung dahin erledigt worden, daß es von der Erbauung eines internationalen Bahnhofes sein Abtom« Wett findet, und daß zwei Bahnhöfe, einer aus österreichischem und der andere auf italienischem Gebiete erbaut werden. Aus dem Schwnrgerichtssaale. Laibach, 10. August. Gegen Johann Wenzovsky, f. f. Bezirksrichier «n Jdria, liegt die Anklageschrift wegen Verbrechens der Amtsveruntreuung vor. Der Gerichtshof besteht aus nachgenannten Functionären: Landesgerichtspräsivent Gerts-Her als Vorsitzender, die LDRR. Baron Rechdach und Ribitfch als Votanten und Auskultant Schwentner als Schriftführer. Es traten als Staatsanwalt Staatsanwaltslubflitut Mühl-eisen, als Vertreter des Finanzärars FP®. ®r. ® t a 16 und als Lertheidiger des Angeklagten AdvokatDr.M o s ch« ein. Der Angel,agte ist 68 Jahre alt, verheiratet, Vater von 6 Sintern, von denen 4 noch unversorgt sind. Während des Vo,träges der Anklageschrift, die 89 Veruntreu-ungsfälle auszählte, brach Wenzovsky in ein lautes Schluchzen «us. Die Rechtfertigung desselben gipfelt darin, daß Wen-»ovSky seine eigenen (Selber mit Amtsgeldern vermengte, mit vielen Schulden behaftet war, von Jahr zu Jahr tiefer »ns Unglück verfiel, immer ein Loch zu- und das andere aufmachte. Wenzovsky dient feit dem Jahre 1836 in verschiedenen «luitsotten, namentlich in Feistriz, Reifniz, Laidach, zuletzt Hit dem Jabce 1871 in Jdria. Dringende Noihlage und nicht böser Vorsatz oder Gewinnsucht waren Ursache der ihm >>'t Last gelegten und von ihm vttübten Veruntreuungen. ®*r Angeklagte bricht bei jener Stelle, in der er seiner Sinder gedenkt, in heftiges Weinen aus. Diese Szene war «»e ergreifende, sogar der Bertchtrhospräsident und viele Zuhörer wäre» tief erschüttert. Die Anklage enthält folgende AmtSgelder-Veruntreu- 20.) der Maria Tomschij per 5 fl.; 21.) des P. «onschek per 31 fl.; 22.) deS Mlinar per l 1 fl; 23.) des Primoschiz per 10 fl.; 24) des Podobnik mit 11 fl. 75 ft.; 25.) deS Johann und der Maria Podobnik mit 22 fl.; 26.) des Gregor Jstinii pr. 7 fl. 50 lt.; 27.) des Andreas Mofnik pr. 5 fl. 75 It.; 28.) de« Jtrosel pr. 12 fl.; 29.) des Äauiii pr. 19 fl. 75 tr.; 30.) deS Anton Zar pr. 19 fl., 1 fl. und 1 fl.; 31.) des Georg ftau9) des Tomschiz mit 2 fl. 72 tr.; Angekommene Fremde * am 11. August. Hotel Stadt toten. Ostermann, Bureauches; Jelenz, Prä« fett am f. t. Theresianum; Jatlif, Schuhmacher; Klug, Kfm.; Juritsch und Karkulik, Bankbeamte; Friedrich, Wien. — Jaklii, Buchhalter, Göß. — Fabiani, Besitzer, Triest. - SBaar, Prof, Görz. - Prandstättn, Jnspek-tot, Graz. Hotel Elefant. Majolika, Kfm.; Allii, Priester, Triest. — Tro.er, Obeistlt., Fiume. - Raunichar, Geschäftsmann, St. Martin. - Karlin, Priester, Lasitsch. — Braune, Apothekerstochter, Gottfchee. Hotel Europa. Pesul, Marinebeamter, Pola. — Willi, Arzt, Triest. Kaiser von Oesterreich. Kohn, Wien. Bairischer Hof. Erbeznik, Laiba». Mohren. Kraw.hl. Oberlt., Wien. - Tschetin, Obetlt., Lemberg. — Chinese, Resina. — Zavbel, Moräutsch. Pojar, fttainburg. ______________________________________ Als nnterstützeude Mitglieder -er Latbacher freiw. Feuerwehr leisteten den Jahresbeitrag pro 1877: Herr Mayer Richard ..............................mit 5 fl. „ Dr. Ahaiii Karl..............................„ 5 „ „ Dr. Pfeffertet.......................................5 „ „ FaleSchini...................................„ 2 „ „ Gasdegg......................................„ 5 „ „ Hauffen............................................. 5 „ Frau GavL Fanny.....................................„ 5 „ (Wird fortgesetzt.) Telegrafischer Kursbericht am 11. August. Papier-Rente 62 95. — Silber-Rente 66 80. — Gold-Rente 74 90 — 1860er Staats-Anlehen 11150. — Bant, octien 819. — Kcetitactien 169 40. — London 122 20. — Silber 106 65. - «. f. Münzdukaten S 8S. — 20-Fra«« Stücke 9 80'/,. — 100 Reichsmark 6010. Cine Wohnung, fonnfeitig, freundlich, aus drei Zimmern, »abinet, Spar« Herdküche u. s w. bestehend, ist vom Michatlilttmine an z» überlassen. Nähere Anslnnft in F. Müllers Annoncen* Bureau. (403) 3 1 Schülkl-Austlihmk. 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Feilb., V°us»e che Real., Grdb. ad Klingenfels, ««• Naffenfuß. — 2. Feilb.. König'scheReal., «letsch, BG. Gotts»ee. -- 1. Feilb., Bab. nit'sche Real., Großlack. B«. S'ttich. — 1. Feilb., Mar kovtt'sche Real., Studenz, BV. Vittich. — 1. Feilb., Ber lan'sche Real.. Plesivice. BG. Sittich. - 1. Feilb. Hren'sche Real., Zagouca, BG. Sr^ßlaschiz. - 1. Feilb , Stare’sche Real, Terboje, BG. »tainbutg Briefkasten der Redaction. Herrn Bicar Tomaiiü in RudolfSwerth. Ihr Ein gesendet «änderte in den Papierkorb. Wählen Sie sich doch den „Narod" zur Publicierung Ihrer „Eingesendet.' Los-Agenten!! 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Semester des Schuljahre- 1877/8 mtt 15. September. Das Nähere enthalten tie Statuten, welche auf Verlangen portofrei eingesendet werden. Mündliche Auskunft ertheilt die Borstehung täglich von 10 bis 12 Uhr. Diese Anstalt befindet fich nun in einem eigens zu diesem Zwecke in der gesundesten Gegend Laibachs, in der Nähe der Sattermanns-allee und des Tivoliwaldes, neuerbauten, mit Anlagen und freien Spielplätzen versehenen Hanse Beethovengasse Nr. 6. Äkois Makäkerr, Inhaber und Vorsteher der Anstalt. (377) 7-3 Die Erhaltung der Gesundheit beruht zum größten Theile in der Weiiiiflititfl und Reinhaltung der Lüfte und de« Blntes und in der Beförderung einer guten Verdauung. 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Für die Redaction verantwortlich: Franz Müll«