anzjädriz ............1 •_ ^ Halbjährig................ " ipiriteljätn'ifl........ ^ -- Für Aubellung in* Hau« viktttlj. 95 kr., mpnall. ü fr. Cinjctnt Rvmmern U Ir. irssr Laibacher *t»eriiea: tPatitibcfgaffe 9ir. VS‘2. Tagblalt Ummfimt Mürbeilungen werden nichl bcriidfitftiqt: 2)ianit'criptc nicM juiüffoejeutet. Mknmg, l. Februar is;r>. ISÄf? <-xpcdition- * o«icintfn-Burcan: Congreßplatz Nr. (Bncb-banMuna .von Jg. v. Klein-mat)v & Fed. Bamberg.) Knsertiouspreise: Für die einipallige ä 4 tr., bei miede, schaltung Änzeigen bis o Bei zrbveren tz» öfterer Einschaltung* chender Rabatt. FUr complicietteii Satz besondere Vergiitnnq. 8. Jahrgang. mgf Die nächste Nummer erscheint des MariaLichtmetz-Fkstes wegen am Mittwoch. Die Pontebabahn vor dem Abgeordnetenhaus. (Schluß.) Man muß daher zu einer leidenschaftslosen und obiectivcu Würdigung drS AuSschußantrageS »urückkehren. Da ist zunächst zu bemerken: Die Linien Ponteba und Pred»l schließen ,lch nickt aus weil die beiden Linien ganz verschiedene ÄiDtde verfolgen. Die Linie Ponteba verfolgt die Verbindung mit Oberitalien, die Vinie Predil die Kerbindung mit dem Meere. Die Gegner geben zu. daß wenn die Predilbahn gebaut würde, dann auch die Pontebabahn gebaut werden müsse. Allerdings aab es eine Beit, wo sie sich ausgeschlossen butter, nemlid) die Zeit, wo man noch nicht dir Concession dis an die Grenze verlieben und noch nicht mit dem «au begonnen hatte. Das. was die Gegner leitet, ist eiaentlich die Furcht. es würde die Predilbahn nickt mehr gebaut werden und es werde die Krage lummften der Lacker Sahn entschieden werden. ,°. bald einmal die Strecke «ach Ponleba gebaut ist. An sich ist die Pontebabahn nicht nachtheilig sür Triest' denn ourch den Bau der Pontebabahn wird Triest um acht Meilen näher gerückt an TarviS, „la ,6 gegenwärtig der Fall ist, und wen» Triest den österreichischen Provinzen naher kommt, so kann das eben kein Nachtbeil für Triest sein. Ich glaube daher mit gutem Gewissen sagen zu können, man möge die Frage, ob Predil, ob Lack, nicht hier entscheiden, sondern cinTudb auf die unbefangene Wür-; digung der objektiven und unumstößlichen Gründe , eingehen, welche der Ausschuß für seinen Antrag | angeführt hat. Der erste Giuni, fährt Redner fort, welchen i der Ausschuß für seinen Antrag anführt, ist der, 1 daß man zu dem, was der Ausschuß beantragt, j durch einen gütigen völkerrechtlichen Perlrag ver-> pflichtet ist. ist» mag das manchem nebensächlich erscheinen : allein die Erfüllung des Rechtes ist im Leben eigentlich Sie Hauptsache, und am Rechte rütteln, heißt an der Existenz de» Staates und der Böller rütteln. Was den zweiten Gesichtspunkt betrifft, nemlich daß die Sache in Oesterreichs Interesse liege, so bemerke ich, daß ich dm Staat von seinen Theilen nicht gesondert denken kann und daß das, was das Interesse eines größeren Kreises Oesterreichs fordert, auch in Oesterreichs Interesse gelegen sei. Es wird nicht behauptet werden können, wenn man die Frage der Herstellung der Pontebabahn isoliert behandelt, daß sie gegen das Interesse von Görz oder Trieft sei. denn wenn die Predilbahn gebaut würde, so hat niemand etwas einzuwenden gegen sie Pontebabahn; die Pontebabahn an sich also schädigt nicht. Wenn behauptet wurde, daß sich eine Petition der Stadt Lillach zugunsten der Predilbahn ausspreche, so liegt dagegen ein Telegramm von dem Bürgermeister dieser Stadt vor, wonach sich die Stadt entschieden für den Bau der Pontebabahn erklärte. Auch für Krain seien die geographischen Per» hällnisse rücksichtlich dieses Bahnbaueö dieselben wie die sür Kärnten. Steiermark habe sich fort und fort für die Herstellung der Pontebabahn durch seine Vertretungskörper ausgesprochen, und zwar aus dem begreiflichen Grunde, weil die Eisenindustrie von Steiermark gerade das größte Bedürfnis zum Export über die Pontebabahn habe, insbesondere vom Stand« punkte des Äohlenexportes; Steiermark sei zum größten Theile auf den Kohlenexport nach dem Auslände, und zwar zumeist nach Italien, angewiesen» und da sei der Weg über Triest offenbar zu weit. Wenn ein Herr Redner darauf hingewiesen habe, daß auch Richard Löwenherz den Weg über den Predil genommen habe, und wenn der Herr Redner damit beweisen wollte, daß schon damals der Berkehr diesen Weg genommen habe, so sei letzteres kaum anzunehmen; denn man müsse bedenken, daß Richard Löwenherz auf der Flucht war und deswegen jene Wege suchte, die am wenigsten betreten wurden (Heiterkeit), wie derselbe denn ouch^ sobald er wieder in befahrene Gegenden kam, sofort erkannt und gefangen genommen wurde. (Heiterkeit.) Hinsichtlich der finanziellen Belastung des Staatebemerkt Redner, daß das finanzielle Hauptgebrechen Feuilleton. Bon der Zahl der Frauen. Wie viel Menschen weiblichen Geschlechtes in einem bestimmten Augenblicke den Erdball bewohnen — wer weiß e« ? Wer vermag es, genau die» aniuatbtn, annäherungsweise zu berechnen ? Da« tfint in sicher: die Zahl der Frauen ist m den omstm Ländern prößer als dt« Zahl der Männer. 5Tltfr Tbatkache in Verbindung mit der physi,chen unb auch intellectuelleu Unterordnung des Weibes fctftimmt die Stellung der Frauen, und vollkom. teitnt moralische Gleichstellung der beiden Geschlechter M« ungenügend, hier eine wesentliche Veränderung in erwirken. Raft in der ganzen Welt werden mehr »naben Vubottn als Mädchen und fast überall übertrifft Sterblichkeit der elfteren jene der letzteren, fo ^ajj f|Ct4 mehr Frauenzimmer angetroffen werden, *r« Männer. Dies ist schon sehr lange bekannt und von den fcstotlßifcrn der neuen Zeit durch zahllose Tabellen, §«rechuungen, Zählungen und Beweise erhärtet Börden <®ut ®°® Dnent betrifft, waren die belehrten von jeher der Meinung, daß dort gleich von vornherein mehr Mädchen zur Welt kommen; aber auch für den Orient ist von Johann Peter Süßmilch und anderen nachgewiesen worden, daß da gleichfalls mehr Knaben geboren werden, als Mädchen. Somit waltet nahezu auf allen Stellen unseres Planeten dieselbe Norm inbelreff des Ge-burrsoerhältnisies der beiden Geschlechter. Es sind die Statistiker zu der Erkenntnis gekommen, daß auf dem Lande die männlichen Geburten noch mehr als in den Städten die weiblichen überwiegen. Inbelreff dieses Punktes bemerkt I. Wappäus mancherlei, was eher wie rin Widerspruch klingt, denn als eine Erklärung; und die Bemerkungen anderer haben mit denen von Wappäus die größte Ähnlichkeit. Seien wir ehrlich und sagen wir offen es heraus: die eigentliche Ursache de« Knabenüderschusses bei der Geburt und besonder» auf dem Lande ist bis zur Stunde noch unbekannt. Eine Thatfache jedoch, die inbezug auf das gesellschaftliche Leben sehr schwer wiegt, ist, daß bis zum zwanzigsten Lebensjahre die Zahl der männ-lichen und vom zwanzigsten Lebensjahre ab die Zahl der Personen weiblichen Geschlechtes überwiegt. Wappäus hat für verschiedene Länder Europa'« eigene Tabellen berechnet. Betrachtet man dieselben, so findet man, daß zwischen • dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahre, also gerade zu der Zeit, wo die meisten Ehen geschlossen werden, die Zahl der Frauen um einen oerhälnismäßig ganz bedeutenden Bruchtheil größer ist. Dieser Umstand verursacht, daß viele Mädchen unverheiratet bleiben und dah heiratsfähige Männer bei den Frauenzimmern stetgesuchte Ware sind. Das Ledigbleiben s« vieler Mädchen ist Oel auf die Lampe der kleinen Leidenschaften und nährt somit die Flamme des kleinen gesellschaftlichen Krieges, der ohne Blutvergießen sich vollzieht und dessen Einzelnheiten zu einem sehr guten Theile von alten Jungfern in spe, welche noch nicht da- Do» cument de« Verzichte« unterschrieben, in Scene gesetzt oder doch veranlaßt werden. Denken wir un-alle diese der Liebe bedürftigen Wesen rechtzeitig und glücklich unter die Haube gebracht; wie ander-müßte dann das Bild der Gemeinschaft sich offenbaren? Vom fünfzigsten Lebensjahre an überwiegt die Zahl der Frauen sehr beträchtlich. Wären beide Geschlechter bi- in das hohe Alter in gleicher Menge vorhanden, so bekundeten die familiären Verhältnisse der Menschen eine andere Physiognomie als gegen« wärtig, und es wären vielleicht auch Drangsal und Elend in vielen Häusern nicht anzutreffen. So wie da- Oberhaupt der Familie für immer dir Augen 3cr Rudolfsbahn oarin liege. Laß Pecsonen und Frachten nur auf einer kurzen Strecke befördert werden, weshalb die Einnahme eine geringere fei. Es werde hiebei eine wesentliche Kräftigung der Bahn cintreten, wenn dieselbe überhaupt werde verlängert werden, ganz abgesehen davon, daß auch der Verkehr infolge des Ausbaues sich um ein bedeutendes heben würde. Bon einer irgendwie sich ergebenden Verminderung der Garantie hinsichtlich der Rudolfsbahn könne nur die Rede sein, wenn ein Anschluß derselben an das Ausland ermöglicht wurde. Oesterreich, fährt Redner fort, führe sowohl an Gewicht wie an Werth eine bedeutend größere Menge nach Italien, als Italien nach Oesterreich, und es sei daher leicht ersichtlich, aus wessen Seite das bessere Geschäft beim Ausbau der Rudolfsbah» gemacht werde. Man habe im i'aufc der Debatte besonders betont, mit diesem Bahnbaue zu warten, bis die Regierung ihr Eisenbahnprogramm vorgelegt habe. Da sei es nun wohl selbstverständlich, daß die Regierung in ihr Programm auch diese Strecke ausnehmen müßte, wenn sie überhaupt ein Programm über noch etwa zu bauende Eisenbahnen vorlegen könnte, was aber ;u bezweifeln sei; denn alle Strecke», die noch jemals in Oesterreich gebaut werden sollen, schon jetzt in Aussicht zu nehmen, das sei ganz unmöglich. Die Strecke TarviS-Pontasel müßte aber jedenfalls gebaut werden, weil eine völkerrechtliche Verpflichtung dazu vorliege. Redner polemisiert weiter gegen die Ausführungen des Lbg. Baron Kellersperg und bemerkt diesfalls: Der Abgeordnete hat angeführt, daß der Anfchluß-punkt italienifcherfeits noch nicht einmal festgesetzt sei. Nun, das wäre auch unmöglich, bevor nicht die Verhandlungen mit Oesterreich in dieser Richtung abgeschloffen sind. ES seien ferner die Worte des Antrages: „noch im Kaufe der Session 1874/75* beanstandet und daraus abgeleitet worden, daß der Ausschuß den Bahnbau als besonders dringlich ansehe; dabei sei aber zu berücksichtigen, daß der Ausschußberichl bereits am 7. Dezember v. I. vorgelegt worden ist, also vor mehr als sieben Wochen. Redner glaubte heute im Einverständnisse mit den übrigen Äusschußinitgliedern zu handeln, wenn er beantragt, daß diese Worte aus dem Antrage gestrichen werden möchten, da er unzweckmäßig erscheine, bei der geänderten Sachlage daraus zu bestehen. Es handle sich bei der Herstellung der Pontebabahn nicht um eine Entscheidung zwischen Predil und Lack, es handle sich nur um eine Bahn von drei Meilen, um eine Bahn, deren Zustandekommen ein Land als eine Lebensfrage be- schließt, die Frau dessen Stelle vertreten, den Herd erhalten und für die Kinder allein sorgen muß, sinkt in der größten Mehrzahl die Oekonomie; alles wird knapper und kärglicher, das Aussehen der Familie in der äußeren Welt vermindert sich und die Mutter ist gar häufig nicht im Stande, Söhne und Töchter so zu zügeln und zu leiten, als eö gut und nöthifl wäre. Und dies alles wird verursacht durch den Umstand, daß in den reifen Alterejahren das männliche Geschlecht von dem weiblichen in der Zahl der Individuen bedeutend übertroffen wird. Schon vom zwanzigsten Lebensjahre an wird das männlich« Geschlecht von dem weiblichen mv merisch überwogen, und zwar ist dies unter den gewöhnlichen Verhältnissen der Fall, auch wenn von Krieg u. s tv. nicht die Rede ist. Es gehört also nicht etwa eben Krieg dazu, um den Ueberschuß der Frauen über die Männr und somit Vermin- derung dieser letzteren zu erwirken, sondern es ist die erhöhte Sterblichkeit des männlichen Geschlechtes lediglich der Ausdruck einer ganz natürlichen Norm In Ländern, wo weder Krieg noch Rebellionen Opfer forderten, wo während halber Jahrhunderte ober doch während mehrerer Jahrzehnte die Ruhe des Frieden» herrschte, war doch auch die Sterblichst des männlicher, ««schlechte» größer als die »e» weiblichen. slgt.) trachte, um eine Bahn, welche zugleich für eine ganze Reihe von anderen Landern von höchster Bedeutung sei, um eine Bahn, zu deren Herstellung Oesterreich durch feierliche Verträge verpflichtet sei, um eine Bahn, die den Staatsschatz entlaste, und darum empfehle sich die Annahme des Ausschußantrages. (Lebhafter Beifall.) Die Rede Herbst« verfehlte ihren Eindruck nicht. Als zur Abstimmung geschritten wurde, erhoben sich für den Antrag Kellersperg- genau — 29 Abgeordnete, das ganze Häuflein dev entschiedene» Predilisten im Abgeordnetenhaus,:. Der Antrag des Ausschusses auf ungesäumte Einleitung der Verhandlungen mit der italienischen Regierung zum Zwecke des Baues der Pjmebabuhn wurde mit allen gegen 29 Stimmen angenommen. Dr. Herbst und die vernünftige Eisenbahnpolitik, die er verficht, hat einen nicht zu verachtenden Sieg errungen; das ganze Haus von der äußersten Linken dis zur äußersten Rechten ha te sich für die Pontebabahn erklärt und seinen entschiedenen Willen kundgegeben. Die Regierung wird wohl einem so energisch geäußerten Wunsche der Volksvertretung nicht widerstehen können, sie wird aber auch den gerechten Wünschen des ersten Emporiums des Reiches und des österreichischen Küstengebietes so weit ols thunlich entgegen’ommen. Die Mittel sind an die Hans gegeben. Die Regierung braucht nur ihre unbegreifliche Opposition gegen die Lader Linie, die einzige vernünftige zweite Schienen-Verbindung Triests mit dem Binnenlande, aufzu-geben und dafür zu sorgen, daß dieselbe gleichzeitig mit der Pontcbastrcckc in Angriff genommen werde. Wenn die Verwirklichung der Pontebabahn diese günstige Folge für das Lacker Project hätte, dann könnte unsere engere Heimat mit dem Beschluß des Abgeordnetenhauses am vergangenen Mittwoch dop> pelt zufrieden sei».____________________________ Politische Rundschau. Laibach, 1. Februar. Inland. Das Abgeordnetenhaus hielt Freitag eine Sitzung ab, auf deren Tagesordnung keine Gegenstände von besonderem Interesse standen. Infolge von Petitionen des griechisch-katholischen Euratkterus mehrerer galizischcn Decanatc um Erhöhung der Eottgruabczügc beantragte der Ausschuß, die Regierung zum Einbringen einer diesbezüglichen Gesetzvorlage auszusordern. Die ruthenischen Abgeordneten Sawczynski und Pawlikow befürworteten den Antrag des Ausschusses. Abg. Ruß will die betreffende Gesetzvorlage aus den katholischen Klerus überhaupt ausgedehnt wissen; bei der Abstimmung wurde der Antrag des Abg. Ruß angenommen, d»ß ein Gesetz betreffs der lüongruaerhöhung für den katholische» Klerus überhaupt angebracht werde. Diesectage kamen int Fortschrittsclub des Abgeordnetenhauses die Anträge des Eomites inbetreff des Incompatibililätsgesetzcs zur DiS-cussio». Das Eomite theiltc sich diesfalls in eine Majoritäts- und MinoritätSfraction. Die letztere will, matt möge sich darauf beschränken, daß jeder Abgeordnete, der ein Siaalöamt erlangt oder in der Eigenschaft eines Vorstandes, BerwaltungSrathes ober Geschäftsleiters von garantierten Bahnen ober von solchen Unternehmungen, die mit dem Staate dauernd in Geschäftsverbindung stehen, cintritt, — sich einer Neuwahl zu unterwerfen habe. Die Majorität wünscht dagegen von vornherein die gesetzliche Ausschließung solcher Abgeordneter von der Volks-Vertretung. Abgeordneter Fux referierte im Namen der Majorität; der Elnb kam jedoch nach längerer und lebhafter Debatte nicht dazu, einen meritoriichen Beschluß zu fassen. Reden und kein Ende I Im ungarischen Abgeordnetenhaus c läßt sich das Ende der Budgetdebatte nicht absehen. Nicht weniger als 67 Redner sind zur Generaldebatte oorgemetkt. Am 28. v. sprachen Zsedrnyi, Karman, Pul-zky und Marias» Karman führte eine ganze Reihe möglicher Ersparungen vor und will, daß mit dev Ersparungen da» Abgeordnetenhaus bei sich selbst un- tätige. Ungarn habe unter allen constituttonellen Ländern Europa'» die verhältnismäßig stärkste itiolt»« Vertretung. Die Zahl der Deputierten möge von 448 ans 250 herabgesetzt werden und dieselben ein bescheidenes Iahreshonorar erhalten. Ein sehr vernünftiger Vorschlag. Der Abgeordnete Pulszky warf in feiner langen Rede viel mit Phrasen um sich und beklagte es gleichfalls, daß man zu wenig Ersparungen habe platzgreifen lassen. Der Abgeordnete Mariafft) will in allen Zweigen der Staatsverwaltung umfassende Ersparungen vorgenommen wissen und beantragt unter anderem die Streichung des Diöpositionssondes im Betrage von 150,000 fl. Der Redner stimmte für die Verwerfung de» Budgets. Ausland. Die „nur stellenweise" osficiöse „'Petersburger Zeitung" bringt zwei Leit, arntel, darumer einen aus Wien datiert, über die Türkei und Montenegro und deren Verhält- I nie zu de» Vasallenstaaten überhaupt. Was den Frieden betrifft, so verläßt sich das Blatt hauptsächlich auf den tiefen Schucesall in Bosnien und Montenegro, wodurch ein Monat Frist gewonnen würde, um die Stimmung zu beruhigt». In dem wiener Leitartikel wird betont, daß die Mächte eine FricdcnSgciuähr nur in einem vollständigen System-Wechsel, d. H. in dein Sturze des Großveziers sehen könnten, und dies sei bisher versagt. Telegraphisch blitzt es durch mehrere auswärtige Blätter, duß trotz des erzielten Eompromiffcs die Pforte noch immer keine Anstalt mache, an den zu Sculari Verurthciltc» die Strafe zu vollziehe». In Deutschland fängt der Jubeljahr-sch miudcl schon an. Um einen stattliche» Massen• transport reuiger Lünder nach Rom bewerkstelligen zu könne», hat sich eilte Gesellschaft gebildet, welche den Ablaßsüchtigen durch Ruitdreisebilleis, Besorgung von Führer», Gepäckbeförderung und dergleichen unter die Arme greifen will. Herr Thiers wird, wie von verschiedene« Seiten verlautet, in der bevorstehenden zweiten Debatte der französischen National < Ser-I am ml u iig über die constitutioncllcn Gesetze eine große Rede halten. Er wird in derselben darauf Hinweisen, daß die nunmehrigen RegierungSvorschläge Punkt für Punkt mit de» Projekte» übereinstimmen, : die er selbst vor zwei Jahre» vorgelegt hat und um derentwillen er am 24. Mai gestürzt worden ist. Seine «»sichte», wird er fortfahren, haben sich seitdem nicht geändert und noch jetzt ist er bereit, zu einer Organisierung der Gewalten des Mari »all» in gemäßigt-republikanischem Sinne die Hand zu biete». Diese Rede soll die Ausstreuungen der Monarchisten, daß Herr Thiers aus persönlichem «erger in das Lager der unversöhnlichen Radikalen über-getreten sei, Lügen strafen und der Regierung nicht geringe Verlegenheit bereiten. Der „Kölnischen Zeitung" wird aus Paris geschrieben: Matt will jetzt einige nähere Einzeln-heilen über die Gelder wissen, welche die Exkaiserin j Eugenie ausgenommen haben soll. Es ist vollständig j richtig, daß dieselbe bereits zwei Anleihen, jede zu 12 Vs Mill. fites. (500,000 Pfd. Sterl.) in Eng- j land ausgenommen habe. Dieselben trügen keine Zinsen, sollte» aber nach der Thronbesteigung de» kaiserlichen Prinzen mit 250 Millionen Frcs (die Darleiher wurden also zehnmal jo viel erhalten, al< sie vorgeschosseiy zuruckbczahll werde». Man glaubt ferner, daß die Exkaiserin in der letzten Zeit eine neue Anleihe gemacht habe, da die Bonapartisten wieder flott Geld ausgeben, viele ihrer Agenten bezahlt wurden und sie sogar ein neue» Blatt, da» „Echo Utüoerftl." atikausen wollten. Die Untersuchung gegen daS bonap artistische Eomits wird jetzt sehr energisch betrieben. Besonders interessant war die Vernehmung de» jp,r-r1' Vtfou Renault. Der Polizeipräsect lieferte ein eingehende» Bild der bonapartistischen Umtriebe durch Druchckriften, Portographien und mündliche Pt»fe' gstnda in Eaf6», WirthshSusern und an andere« ^ öffentliche* Orten, er legte *n ganze» Mech««*** ' »uj)iatcu§(ivd>e am zweckmäßigsten ihrer urfprüng- l^n'Gestalt "ach restauriert werden könnte. Heber die T t;L,i Abänderungen wird er einen Detailentwurf Nvthwendig t tömltcn ,ciner Meinung nach tu fünf idfiten durchgeführt werden und würden die Höften Z* D0„ 50 bis 00,000 st. nicht überleiten. -«irck-ngefetz inMexico. Der mexikanische , - b , joebcit ein Kirchengesetz angenommen, welches 9 . j,»r Treniimtq der ftird'e vom Staate jätmut« mh ^^t,n,c der bürgerlichen, aus dem "tie(l,,L' Unb dem Sonntag nur die Bedeutung eines holender ! ^,^iter belaßt. Allen bürgerlichen und ^uhetage- > ^ wird all und jede offizielle Betbei- hnl.tanldir roeld)tv lirchlicheu Seiet untersagt. Der MJLnterrid>t hört aus. Schulgegeustand z» sei», und V Sichen wird verwehrt, ihr Standeskleid außerhalb ® ' * tragen. Die kirchlichen Institute ferner dürfen ,n Jr'Laftm erwerben, noch HvMbeken -ufnehmen. z ä*««« %cal= unb Provinzial-Angelegenheiten. _(®c Costa s Kanzlei.) Wie uns berichtet v. . ift bisherige erste Concipient beä verstorbenen V kJ!, ßerV Dr. Franz Popej in die Kanzlei des W «dvocatc.« Dr. Mosche übergetreten, der auch das ijhrigc ftanzleipevfouale, sowie d.e ganze Kanzle, des Dr. DaS r. I. Finanzministerium hat W Wirtbschaftsverwalter Bineenz Wutschet- in Klingen-f«l6 -um ökonomischen Referenten und M.tgl.ede be. der t. BeMsfchäl)UNj,rco>nmifs,°n m i'oitsch zu Plauma ttrtenw. ..... . r — (Der O b e rg e r i ch t sp r L s > de n i H er r r fflitt.r uon SSasrt) hat die Verfügung getroffen, ilin. über den Ausgang jeder Schwurger.chtLverhaudlnng Ktev Mitth-ilung de« an die Geschworenen gestellten wort-tUu ^halte« der Fragen von Fall zu Fa« unverweilt E> 4 18 40. Theater. Heine : Gaftvorftell nng des Herrn SI a ii i S l a u S 1'esst r. Sie i st wahnsinnig" Schauspiel in 2 Acien von Lambert. Diesem folgt: „Man sucht einen Erzieher." Lustspiel in 2 Acten von 11. Bahn. Morgen: Borletzte Gastvorstellung des Herrn StauiSIauö kesser. „Egmont." Schauspiel in 5 Akten von Goethe. Mit der vollständigen Musik von Ludwig van Beethoven Zahnarzt L. Ehrwerth, Herrengasse 213 im 1. Stock, (5) 9 ordiniert täglich von 9 bis 4 Uhr. Nhelllliatisimls-Arther das vorzüglichste Mittel gegen hartnäckigen Rheumatismus und Gicht, Flasche und Gebrauchsanweisung 40 kr. Elisabeth-Mundwasser erhalt die Zähne und das Zahnfleisch rein und gesund und schützt oder heilt jede Art Zahnschmerz, Flacon mit Anweisung 50 kr., desgleichen Zahnthee, Pakets 10 tr.. zu bekommen in der Apotheke „zum vinbom" des Bieter Trnkoczv am Hanptplatz in Laibach. (31) 10—5 Jid beebre mich biemit iem Kochgeehrten j> t. Publicum ergebenst anzuzeige». daß i* dos Berkaufsgewölbe am Hauptplatz Nr. 3 verlassen und i» jenes tis-ä-vis der Apotheke „;»r Maria Hilf.' Imuptpfat}, -ßcimunn fcfWs «finns Dir. 234 überfiedelt babe. Für das mit im ausgelassenen Locale geschenkie Vertrauen verbindlichst dankend, bitte mir dasselbe auch im neuen Locale zuwenden zu wollen. (Gl) 3—3 Hochachtungsvoll Ant. V16I6, Spezerist. ' ~..~...... I .7. O/tUl V. XS. —-- das große Los und Prämie von 246,000 Reichsmark mit der Devise: <»liit‘k und Segen bei Cohn! laut amtlicher Gewinnliste, wie schon so oft, abermals bei mir gewonnen worden; überhaupt habe in den Geivinnziehnngen vom Mai und Juni, Oktober, November und Dezember v. I. meine geehrten Interessenten die Wciuimiiumittc von über 960,000 Rm. oder Thlr. 320,000 laut amtlichen (steuiiiinlifteu bar ansbezahlt. Die vom Staate Hamburg garantierte große Geld Lotterie von Über 7 Millionen 623,000 «m. ist diesmal wiederum mit antzerordentlich gro s;en nnd vielen Gewinnen bedeutend vermehrt; sie enibäli nur 76,400 Lose, nnd werden in wenigen Monaten in fünf Abteilungen folgende Gewinne sicher gewonnen, nemli»: i großerHanpigewinu „eventuell 375,00» Rm., speciell Rm. 250,000, jl'25,000, »0,000, «0,000, 50,000, 40,000. 3«,000, 3 mal 30,000, t mal »4,000, 4 mal 20.000, 1 mal IS,000, 5 mal 15,000, 22 mal 12.000, 33 mal 6000, 2 mal 4800, 40 mal 4000, 3 mal 3600, 202 mal 2400, 3 mal 1800, 408 mal 1200, 508 mal 600, 8 mal 360, 597 mal 300, 4 mal 240. 19700 mal 132, 14152 mal 120, 60, 48, 24, 18, 12 und 6 Rm. Die Gewinnziehung der 3. Abtheilimg ist amtlich auf den 3. und 4. Februar 3. festgestellt, zu welcher der Renov-Preis für das ganze Lriginal-Los nur 10 fl. S. das halbe Lriglnal-LoS mir 5 fl. W. das viertel Lriginal-Los nur 213 fl. 9. W. ist. 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Escomvtc Anstatt . . 80»-— »10-— Wi-enco - 8ant .... 41-75 44 »anbeWtant 61- «V50 Nationalbant .... »54- »ee.— Oest. Bantgcsells. . . Uni-n-Bant »7jo es-'- Screinfbunt 36.18 36-50 SPcrMSr«6anf 88-— *8-rl Aljöld-Babn 1j8'5(>!'29.- Itarl.Lubwig.vah» . Kail. Stisabrtb Badn ÜM-71.*3ü.to 186- Il86-V Kais, ffran, ° Soskftb. 178-75;179-S5 Dtaatibad» SW YSv)-~ Eütbah, 1.10 Mt!l30'75 Pfandbriefe. Mg. oft. Bob.-Lrkbi«. Mo. in 33 9........ Ration. ö. W. Geld 86 — 87-- 95-35 Ung. Bob.-Crebitanst. g(i T5 Prioritäts-Obi. Fr-Nj-Iolcs» B»hn . Srst.-Rorbwifibahn . Eiebrnbiirger .... Staatsbahn.......... Sübb.««@cl.)U .SOO Fr. bte. Sen# Lose Credit - Lose.......1 lau«« 96-5» 87-61 93-5» 67.- 101 80 95-90 78-76 141- um-«8 2Z4-- 06.11 'S» 141-# 1»9- 82«— 10V5* 13-75 Weobe. (3M°n.) «»g«d. 100«. Iflbb», »ntf.iool inbarg . ottbon 10 |b. etetl. •tenc» . . 98-60 54.10 64-1# 111'-4t 15 Manien. IM— 14* W-M 54.» 54-W 111-U 44 Id »•14» 5"^ «s-sq'iW-' Trtrgraphischer (tursdrricht am 1. Februar Papier-Rente 70 35 - Silber-Rente 75 05 — 1^0« ®toot3=Wnlehen 111. Bankactien 9f>6-— grebit®1'’6: — London 111 - — Silber 10575 — V03rantf Siiidke 8 90. Druck von Ig e. Äleinmahr tc Fed Bamberg. Berleger Ott»m«r y*mkrrg. jlt die Äctectien »erontrntli*: Franz Gpitale r.