Prinnmmtion« - jdrtift: Fitr Laibach ^»»zjiihrig . . . « fl. — lr. Haibjahrig . . . 3 „ — „ virrieljiihrig. . . 1 „ 50 „ Stonatli* . . . — „ 50 „ Mit ber Post: •«nija6tig . . . » p. — tt. Halbjiihrig . . . 4 „ 60 „ vierieljiihrig. . . a „ 85 „ Mi jjuftelluna in# Haus einitl- i&^rig 25 lr., monatli* 9 h. Stnjclne Siummcrn 6 It. Laibacher Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht beriicksichtigt; Mamiskriple nicht zurllckgesendet. Hciaktien: Bahnhofgasii Nr. 13$ diptiiliim nnb Znseratru finrean: »ongretzplatz Nr «l kBuchh-ndluog eon 3.8. Xlcinniaet & F.Bamberg). 3nftrlim»rtift: 'flit die cinfealtige Petit,eile 8 ft bei zweimaligrr Einschallung 4 5 lr. dreimal a 7 h. 3n(ertion«fJcnmet jeteJmat 30 ti tiei groheren Inleralen unc Ssterer Liuschaltung entlprechenber Rabott. Nr. 186. Dienstag, 17. August. — Morgen: Helena. 1869. Aus ber Republik, die einen Konig sucht. Da eS ben klerikalen Rathgebern dcs Don Carlos nicht gelang, cine grofe Bolkserhebung zu Stonbe $u bringen, so begniigcn fie sich mit Be-Ut,tut)igungen in bent bet Ceuten ihreS SchlageS teliebtcn Brigantenstile. Miisfigganger, Bestcchlicht, Darren unb Bandensiihrer „aus Beruf," bemerlt „Tgpst.," gibt es in Staalen, wo einmat ber Krnnimstab geherrscht, immer. So finb bie spani-f^en Nachrichten von stets wieber auftanchenben karlistischcn Banben zn benrtheilen. Dem „Eon-flitutionnel" wird von Mabrib unterm 9. b. bie ^erhastung von 17 Bnrgergarbisten gemelbet, bie Dffiziers- unb Unteroffizierspatente von ,,Karl VII." besahcn. Sieben ebenfalls verhaftete Gcistliche konn-Ekn kaum ber geroitz sehr beredjtigtcn Wnth bes dvlkes entriffen werben. Der Banbenftthrer unb Pfarrer von Alkabon ’j* samrnt feinen Lenten burch Anstrengungen unb Hunger so erschopft, bah er bereit ist, sick zu un= tertcerfen. In ber Provinz Leon hatten sich allein ««un Pfarrcr, jroei Kanonizi unb zwei Kaplane fiarliftenberoegung angefchtoffen. ES hcitzt, bie wgierung lietze alle Anfiihrer erfchietzen, bie mit den Waffen in ber Hanb gefangett rocrben. Enblich roirb von einer neuen rnonarchischen Combination berichtet. Der Prin; Alfons von ^sturien foil untcr ber Regentschaft Prims aus ben Thron crhodcn unb mit ber Tochter bes Herzogs »on Alba, einer Nichte ber Kaiserin ber Franzosen, ®w(obt rocrben. Jndetz fcheint bicfe Kombination j"ir cin franzosischer Hofwtinsch zu sein. Anberer-stits svllen ber Regent Serrano, Rivero, Martos, Topete, Becerra unb ber General Jzquierelo (ein ehemaliger Gtinstling ber Isabella) barubcr cinig sein, ben Herzog vo» Monkpensier znm KSnig aus-zuruscn. Die Namen Rivero unb MartoS stempeln bicst Nachricht ebenfalls zu cinem „frommcn Wuu-sche" ber liberalen Union, bie sich gem ber Demv-iraten b'ebienen mvchte, um ber Progrcffiftenpartei Prims entgegen zu arbeiten. Borlausig ist weniger als }e AuSsicht bazu ba, batz bic spanische „Mon-archie" zu cincm Monarchcn kiime. Dr. Giskra fiir die Aushebung der Kloster. Als Herr Dr. Giskra ant 21. Marz 1861 int Briinner Augarteiisaale fiir etneit Landtagssitz tanbibirte, hielter eiiteRebe itber die todtc Hand uitb die Kloster, welcher bie „Grazer Tages-post" folgende Stellen entitimmt: „Aber ich scheue auch nicht davor zuriick, nothigen-falls auch dorthin zu langen, wo Vermogen vorhanden unb vielleicht unfruchtbar barniebcrliegt; ich scheue nicht zurllck, der Aushebung der Kloster zuzustimmen, das Beruwgen derselben dem Staate zuzuwenden, rote es anberwarts unb auch schon in Oesterreich geschehen ist; ich scheue nicht zurllck davor, obgleich ich fiir mid) in Aufpruch nehrne, ein gitter Katholik zu fcin. Denn unfer gottlicher Heiland, der die Kirche geftiftet, hat nichtS von Klostern verordnet, er hat ben Reichthurn seiner Junger nicht gewollt; die Kloster waren nur eine Ausgeburt erhitzter Fantasien, iiber-spannter Anachoreten unb nachher, wenn sie auch in Zeiten finsterer Barbarei nicht selten ben ©amen ber Kultur gestrcut, in ihrer Ausdehnung griitztentheils nur die Heerlager der grotzen Slrmee, mit ber das Papst- thum seine Macht iiber die Welt zu verbreiteu unb zu befeftigen bemiiht war unb jetzt auch in beu meisten Fallen die Stiitten unntitz beschaulichen Lebens! Wir in Oesterreich selbst gewinnen sicherlich an fiinsyhntausenb Menfchen, bie in ben Klostern leben, baburch, batz fie dem biirgerlichen Leben zuriickgegeben werden. Nach Hunderten von Millionen zahlt man das Vermogen, das dort in tobtcr Hand gelegen ist unb bem Staate retchliche Fruchle bringen fvnnte." Es ware interesfant, zu erfahren, was ber 2)iinifter Giskra von beit Anschanniigen halt, bie ber Abgeorbnete Giskra vor acht Jahren in Briittn geauhert. Die letzten Exzesse in Driest solicit nach ben Versichemngen bes „Osserv. Triest." znmeist nur eine Unternehmung ber zahllosen Strolche gewesen sein, um zu rouben. Es lmirben uielen Per-sonen Kontributionen abgezwungen. Ant 10. d. M. bewegte sich eine Bande von 60 Mann gegen die Lokale der reichen Kausletite im Zentrum der Stadt, um dort zn pliindern. Jnsulten unb Messer-stiche bezeichneten die Spuren ber Rotte. Sie entriffen denen, die ihnen in den Weg kamen, Uhrctt unb Uhrfetteu unb raubten Kattun unb TnchstLcke aus ben Laben. Zwei Polizeiwachmanner waren in meuchterifcher Weife verwuudet worden. Es besindet sich in Triest ein gefahrlicher, aus alien Nationen zusammengesetzter Pobel von 800 bis 900 Kopfen, der stets zu Raitb unb Mord gencigt ist. Da biefe Thalsache doch sowohl der Statthalterei wie ber Regierung betannt fcin mutz, so latzt sich die fast zaghaste Milbe, bie bei politischen Bewcgungen am Platze ware, schlechterdings nicht erklaren. Ieuilleton. Eine Ersteigung des Triglav. Von I. 31. <31uffiner. (Fortsetzung.) Schon hicr lohnt dent Ersteiger cine entziickende ownficht, fie ftcht jener von ber hochsten Kuppe nur nach. Doch roer follte fiir die zu feinen utifjen sich entroCenbe wildgrotteske Landschaft ein haben, wenn er ben gewaltigett Riefett mit Utnev in den bunketblauen Aether rageitben Spitze, das noch zu erreichende Ziel der Miihen unb Anstrengungen vor sich erblickt. Nur kurze Rast 8°nnten wir uus aus ber eisig burchwehteit luftigen ®tclle. In diefer Hohe erfcheiitt das jcrtriunmertc '®eftein nicht felten wie von einer Fnrchc burchtoiihlt >*nb aufgetoorfen, es stub dies die Spuren der bafelbft outzerst hanfigen Blitzschlage. Ein langsameres, doch anhaltendes Werk der Zerstorung vollzieht ber na-flenbe Zahn ber Bertoitterung. An etnem etwas ^"geglatteten Felsen, ber einzigen ©telle, wo eine ^uffchrift anzubringen moglich war, befindett- sich 7?tcr dem ijsterreichifchcit Abler, mit Oelsarbe ge-Ito die Worte: Slava slovenskemu Triglavu vRuhm dem flovenischen Triglav) mit den Namen Globočnik unb Kabivnik, bic wir auch aus ber hochsten Spitze roicber trafcu. Die Schrift hat sich feit bent Jahre 1866 noch ganz gut erhatten. Ein Schlnck Branntwein erwarmte unsere burch? froftelten Glieber, ber Fiihrer tnahnte zum Aufbrnch. Bor nits lag bie beruchtigte Schneibc, bie Berbin-> buugsknnte des kleincn Triglav mit bent grotzcn, berett granenregende Abstiirze in bie norb- unb fud-warls gelegcneti Schneefelder fchon ntaitchcit Berg-stciger zur Umkehr bcroogen. Sie tauft bogenartig eingesenkt zwischen bcidcn Bergknppen uttb vcrengt sich stellenweise zu einer Felskante von nur ein bis zwei Fuh Breite. „Le po ojstrim11 (Nur aus ber Kante) nteinte .©chest, unb bie gefahrliche Wan-derung rourbe angetreten. Borait schritt ich, nttr folgte ©chest, hintcr dicsem kam mein Reisegefiihrte, ben ©chluh bilbete ©chest's ©o’htt. Nur an ein paar ber gefahrlichsten ©tellen reichten wir ben nachschreitenben Fnhrern die Hand. Wir befanben tins nun an ber glattcn Fels-roanb bes uncrftcigbar schcinenden grotzen Triglav. ..Wohin benn jctzt?" fragte ich ben Fiihrer. ©chest bcutete mir auf einen an ber norblichen fenkredjten Triglavroanb hervorragenben FclSvorsprnng. Bon hicr aus schlugcn wir einen Weg bis zur hochsten Spitze cin, bett Schest's gciibtcs Auge bei scinen wicbcrhol-tcn Triglaversteiguugen ausfanb. Derselbe schicn ihm viel praktikadlcr als ber bishcr iiblich geroefene; auger zwei Englanbertt, bic ihn hcuer utiter seiner Leitung znnt erstenmale betraten, sollten auch wir ihn jctzt erproben. 21 lie sriiheren Triglavcrstciger kletter-ten voiu Enbe ber Schneibc an iiber bie brci buckcl-:tirntig sich austhiirmenben cintzerst ftcilcn Absiitze, in bencn ber Ostliche Felsgrat zu jener verbinbenben Kante absollt, her mittlere bacon, pri rudečem robu ist ben Triglaverstcigcrn besvnders gesahrlich. Auf bem neuen von uns eingeschlagcnen Wege hatten wir bie nvrbliche, senkrechte Triglavroanb stets zur Linken, rechts gahnte uns die schroinbelerregenbe Tiefe mit ihrcn Schneefelbern unb bem blaulich-griinen Gleischerfelbe an ihrem imtern Enbe, bei jebem ver-fchlten Schrittc Bcrbcrben brohettb, entgegen. Obrovhl daS Auge bes Neulings in ber Alpen-roelt, ber mit ber Gesteinsstrnktur bes HochgebirgeS nnvertraut ist unb beffen Geiniith von ben kolos- salen Massen fast erdriickt roirb, in ber fenkrechten Fclsroanb keine Spur cities PfabcS, gefchroeige eine Moglichkcit, langs bcrfelben auf ben Gipscl zu ge= langen, entbecten ktinntc, vcrstanb cs both unfer er* fahrene Fiihrer jebe Felsritzc, jebe vvrfpringenbe Steinleiste zum Weiterkommen zu beniitzen. Er schien es ber Gcmse abgclcrnt zu haben, burch daS roilbe, fcheinbar unerfteigliche Gckliifte einen AuS-roeg zu finben. ringer, uub die Armee war damals tiiet geringer als heute. Jch glaube auch, datz ich mein Moglichstcs zur Ersparung gethan, und glaube auch, datz, menit ein Areopag national-okouomisch gebildeter Militars zusanimentrate und das Budget prliscn wiirde, er wohl gestehen miitzte, datz es nicht mvglich, ein billigeres Budget zu Stande zu bringen. Gegenuber einer Bemerkung des Abg. Dr. Sturm versichert der Minister, datz er die Zivilintelligenz im Heere freudig begrutze; fie werde zuversichtlich avanziren, menu fie uur rootle. Fiir die Gagen-erhohuug spricht er seinen Dank alls und legt noch eine Fllrbitte fiir die Oberstlieutenants, Oberste und Superuumeraren ein. Bei der nun solgenden Abstimmung rourden die Antrcige der Ausschutzmajoritcit betreffs der Gagen-erhohung angenommen. Es erhalt demnach kunftig der Major 1680 ft., der Hauptmann 1. Klasfe 1200 ft., der Hauptmann 2. Klafse a00 ft., der Oberlieutenant 720 ft. und der lieutenant 600 ft. — Ucber ben Titel Zeutralleitung, Behorden und beson-dere Berwaltungszwcige erhob sich cine lebhafte Debatte. Fiir ben Majoritatsantrag (2.850.000 ft., also eineii Abstrich von uur 13.106 ft.) trete« Dr. Ban-hauS, FZM. Baron Handl, Sektionschef v. Frith ein. Der Antrag der Biinoritat, roelcher eiiten Abstrich ooii 497.000 ft. oorschlng, sand gewandte Ber-theidiger in Dr. Nechbauer, Demel und Dr. Figuly. Ersterer riigte besouderS den Aufroand fiir die Militargeiftlichkeit (198.000 ft.); letzterer kritisirte sehr scharf die Militargesetzgebung, toelchc nicht der Berfasiung geniatz sei; was den Kriegsminister zu der Erklarung' veranlatzte, datz er mit den Justizmini-stern beider Reichshalften bereits iiber die nothwendi-geu Reformen in der Militcirjustiz verhandle, obroohl er mil den ewigen Reformen sich nicht einoerstanden erklaren tonne, da sie das Vertrauen zur Leitung er-schiitterten. (Seltsamer Ausfprnch!) Schlietzlich rourde der Antrag der Majoritat angenommen. Bei der DiS-kuffion iiber hohere Kommanden und Stake finden Baron Weichs und Dr. Rechbaner die Arniee-Jnfpek-torate iiberfliissig. Es rourde bei der Abstimmung uur ein Abstrich Don 280.403 sl. beliebt. Fiir Truppeukorper und allgcmeine AuSlageu rourdeu nach einigeu Einwiufen des Dr. Demel und Dr. Sturm, die auf Reduzirungeu zielten, auf Antrag detz Baron Wachter 49.300.000 ft. beroilligt. Vorher hatte noch der Kriegsminister die Befiirchtung ansge-sprochen, toeitere Reduzirungen und Ersparungen wlir-den die Schlagfertigkeit der Armee in Frage stellen. Wir tonnen in diesen Besorgnissen immer nur ein hochst verhangnitzoolles Mitztrauen in die moralifche Kraft des Voltes und in die Wirkungeu eines konsti-tntionellen Regiments erfeiuten. Minister, roetche von uusichtbaren Einsltissen oder Vorurtheilen abhangig find, und Delegirte, welche ihren Liberalismus durch targe Streichungen beroeisen zu konnen glanben, wett-eisern dariit, die rabitale Heilung nnfcter Hanpt- und Staatsgebrechen, roetche von einsichtigen Patrioten ener-gisch gesordert roird, ins Endlose hinauszufchieben. (Tgpst.) Politische Rundschau. Laibach, 17. August. Die Haltung dcs P r a g e r E r z b i s ch 0 f s in dcr Schulfrage, welcherseinen DiSzesancu, ganz wie der Fiirsterzvischof von Gorz, unter Bcrufung auf cine Anfragc in Rom und von dorthcr crthcilte Antwort, die Thciluahmc an dcr ncuen Schnlauf-sicht und der ncuen Ordnung dcs SchulwcsenS ge-ftaltct, laht — roie die „N. Fr. Pr." betont — das cntgcgcngcsctztc Berhaltcn dcS BischofS von Linz als cincn roahrcn Scandal, auch corn kirchli-chcn Standpunttc aus, crfchcinen. Herr Franz Josef Rudigier ist papstlichcr als dcr Papst und zeigt, datz er nicht von dcm Jnlcrcssc dcr Kirche, sondcrn ebeu in dcr Absicht, Unftieben im Lande roach zn crhaltcn, sich bcstimmen latzt. ES ware Zcik, roenn dcr Herr Bifchof rcfignircn und so die Regicrung dcr Nothroendigkcit iibvrheben rootltc, crnst-lich an diefctn Liirmmachcr im Bifchofgcroande ein Excmpel zu ftatuircn. Nic ist — roie baS crroahnte Blatt benicrtt — noch der bosc Willc bicscS Mannes so ctlatant ljcrvorgctrctcn, als eben jctzt in dcr Schnlfragc. Ehc es nicht gclingf, bicjen Haupt-strcithahn von dcm Bischofsitze zu eutserncn, wird nicht konsessioncllcr Fricbc in Ocstcrrcich roerden. An dcr K o n f c r c n z dcr d c nts ch cn 23 i* fchose, roctcbc im Ansang deS funftigcn Monats in Fulda ftattfindcn roird, roerden die osterrcichifchen Bischose sich auch dieses Jahr nicht bcthciligcn. Die deulfchcn Kirchcnfiirsten roerden sich in Betrcff des KonzilS fiir Reformen in dcr Kirchcnvcrfassung ans-sprechen. Ob aber dicsc cin liberalec* GcprLgc t)a* ben und den Munfchcn dcr gcbildctcii Katholiken ciitfprcchcn roerden, ist zivcifclhaft. Die ..Sachfische Ztg." hatte vor kurzcm ge-nieldct, der Kiiuig von Prctttzcn Habe vor Be-ginn des 1866er KricgeS dcm Kaiser von Ocstcrrcich vorgcschlagcn, sich zu koalircn und iiber Frank-rcich hcrzufallen. Der Bruder des Generals Gabtenz folle dabci angeblich ben Bricftrager gemacht haben. Die ..Kreuz-Zeitnng" hatte dicfe Gcfchichte dcmentirt, zum Ucberflutz tom nit nun auch Baron Anton Gab-lenz und crklart, datz er nic einc dcrartigc Miff ion vollzogen Habe. Aus bcit Delegatioueu. 7. Sitzung der osterreichischelt Delegation. Wien, 15. August. In der gestrigen ©eneraldebatte iiber das Mili-tarbubget ergriff zuerst der Kriegsminister Freiherr v. Kuhn das Wort. Er roenbete sich zuuachst gegen die Angriffe auf den PrLfenzstand und die okonomische Leitung des Heerroefens, die Tags vorher gemacht roerden warm, und fuhr danit fotgendennatzen fort: Jede Organisation Hat oier Momente: das politische, das Versas-flings«, das inititarifche und das okonomische Moment. Was das politische Moment betrifft, so hat niich die Bctrachtung der Verhaltnisse zur Ansicht gebracht, datz die autzere Lage nicht banach ist, das,freer zu vermin-dern. (So spricht ein jeder Kriegsminister.) Eine Ler-minderuug ist auch heute nicht moglich und roir ton-nen die Armee nicht abriistcn. Einer meiner Bor-ganger hat im Jahre 1863 auf cine solche Zumu-thuitg mit der befannten Frase erwidert: „Die Her-ren Morder sollen den Anfang inachen." Jch weitz nun nicht, ob sett 1863 die Herren Morder an Zahl abgenommen haben. Ein zwcites Moment ist bas Vcrfassungsmoment. Das Militarsystem ntutz auf das Verfafsnngslcben des Staates basirt roerden. Wir haben eine Landwehr hier, eine Landwehr in Ungarn und das Bindeglied bildet die einheitltche Armee. Jch wiirde unter keiner Bedingung etroas thuit, was die Einheit der Armee hinder« fbnntc. Das lnititiirische Moment gipfelt darin, das Maximum dcr disponiblen Streitkrcifte auf ben Kriegs-fchanplatz zu bringen. Oesterreich hat in frUheren Jahrcit ein verfehlteS Kriegssistem oerfotgt. Anstatt einer grotzen, hat es mehrere kleine Armeen aufgestellt, die ciite nach bet anberit gcfchlagen rourben. Heute find roir im Stande, gteich bei Ansbrnch eines Krie-gcS uni 90 Bataillons niehr auf ben Kricgsplatz zu bringen. 90 Bataillons, das heitzt 90- bis 100.000 Mann. ES ist aber nicht gut, a ties auf eine Karte zu fetzen, es ist baher fiir eine Reserve vorgeforgt; diefe Reserve roird durch 6. Bataillons gcfchaffeii, die gleichfalls 80- bis 100.000 Mann ausmachcu. Es ist im Laufe dcr Debatte gefagt roorden, datz roir auch in frUheren Jahren schon 700.000 Mann ins Feld ftettcn konnten. Das ist wohl roahr, aber nur auf dcm Papier. Die Reserve war vorhandcn, aber sie war nicht ausgeriistet, nicht kampssShig. Das vicrtc Moment ist das okonomische. Selbst im Jahre 1847 blieb ohne Pensionen fiir die Armee ein Erfordcrnitz von 73 Millionen; wenn Sie heute die Pensionen abzichcn, so haben Sic das Kricgs-bubget mit 64 Millionen, also utn 9 Mittioueii ge- Schwcigsam schrittcn roir einer nach dcm an-fceren nits dcm unhcimlichcn Pfadc. DaS hie und da sich abbrSckelnde Gestein inahiitc zur grStzten 25or-ficht. Wo man nicht rafchcr voiroartsschrcitcn fonntc, :rourde jede Fetskante, jede Steinritze, dcr roir un-fer Leben anccrtrautcn, gcpriist, ob sie die Mcnschen-laft zu tragcn im Stande sei. An ein paar Stel-ten roar unscre Situation Sntzerst gefahrtich, inbetn roir auf dcr schmalcn, unter cincnt FctSvoifpriinge verlaufcndcit Steinleiste nur in gcbiicttcr Slcllnng roeiter kommcn tonntcn. Gllicklich hatten roir cnblich bie graulichftcn Stellen passtrt. Frci athmetcn roir auf, ate roir tinfs ober uns ben hiichsten Berggipftl mit der Trt-angulirungsftange erblicftcn, nur noch cinige Schrittc, und roir befanben uns am erfehnten Zictc, cs roar eben 7 Uhr 5 Minuten, con Bclopoljk aus hatten roir demnach bis auf bie hochstc Bcrgspitzc nicht mehr als 3 Slunben gebraucht. Auf dcr HSHe bes Triglav henschte volligc Winbstille, die Temperatur der Lust bctrug 8° im @thatten. Nachdcm roir den brenttenben Durst mit dcm gcschmolzcnen Schncc von dcm auf dern Gipfcl noch corhanbcncn Schnecfclbe, bas im Umfange etroa 2 Ouabratflaftcr betragcn mochte, gelfifcht und den sich metdenden Hunger mit einer kSstlich mundenben Krainer Wurst unb tincm Stuck Brot gcftillt hat- ten, rourde ein fraftiger Schluck aus dcr Flaschc mit ©chest’s traulcrduftendeu Lcbcvseffcnz gemacht. Sir fiihlten uns voUendS rcsiaurirt unb konnten uns nun ganz dcm Gcnussc dcr impofanten, com herrlichstcn Wetter bcgiinftigtcn Rundschau hingebcn, roobci uns citi Pliikl'sckes Fernrohr ausgezeichnctc Dicnslc leistete. Dcr blauc Himmel, an dcm sich fcin Wblk-chcn zeigtc, schicn uns vicl ininfUr gesatbl, alS roir ihn je in dcr Ebcue fa hen, tein Rebel, fcin Hohen-rauch triibtc bie Fernsicht; die ttarftc Beteuchtuug tictz nicht nur jede Spalke in dcm roitdcii Steiu-gcttufte dcr uachsten Umgcbutig erkenncn, sic hob auch die sonst ocrschroimmendtn Umrisse dcr ent-ferntcftcn Bcrgc mit dcr grStzten Scharfc hcrvor. Bergcbcns fucht das Sluge eitten Ruhcpunft in biefem roogenden Meere von Berggipfeln, in dieser verfteinertcn Brandung con Fclsgcbilden jeber Form, roelcher gegenuber a tie Werke dcs Menschcu, seine Stadtc und DBrscr als kaum bemerfbare Atome sich certicren; die fruchtbare Ebcne Obertrains, das ausgcdetinte venezianische Flachland schrumpfen zu cinem schmalcn Sande ein, die Uncndlichfeit dcs MccrcS bezeichnet ein am antzcrsten siidSstlichcn Horizonte sich erhebender leuchtendcr ©trcisen, dcm die italicnischcn Kiistenfluffe als blenbenb roeitze Linien zueilen. Die nahcr gelcgcnen Thalbilbungen find mcist du'ch gcroaltige Borberge vcrdcckt, nur parlienwcise zeigt sich am Grutidc einer fcbachtfovmigen Tiese die grunendc Thatsohtc, so ein The it dcr Wochein mit dcm ostlichen Endc ihrcs Sees, dcr oberc Save-(auf bei Viengenfetb, bas smaragdgrunc Band des Jsonzo in einer turzcu Strcckc dcS Sotfchathalcs unb bei Ftitsch. Bon liberroaltigenbcin Eindrucke ist bas gt0< teste ©cbirgSpanorama, unb zroar zunachst die kotos-salcn Masscn dcs fiiblichcti KalkalpcnzugcS, die si* mit ihren himmclaustrebcnben Wandcn zu Hochpla-teaux, Kuppcn, Spitzcn, zcrrisscncn Karnmcn »nd Zackcngcbilbcn bet1 bizarrstcn Form aufthiirnicn. Im Gegeusatze zn diesen reprasentirt sich als cin erhabenes Bild bcr Ruhc die den nordroeftlichen 5>°3 rizont umsaumende, eisnmpanzerte Zentralalpcnkette, roclchc im blaulichen Glanzc heruberschimmcrt »nd ihrc eminentesten Punktc, als z. B. ben GrotzglE ner, bie Hochatmfpitzc u. a. m. tcicht erkenncn latzt, an sie schlictzcn sich im Nordcn bcr obcriistcrreidjW Dachstcin unb roeiterhin die obersteirischen Schntt' bergc an. Eincn abgefonberten Zug bilben bic Karavanten zroifchcn bcr Drave unb Save; von bicser Hiihe gesehen, sinfen sie zu einer kuppenreichen MitlclgcbirgSketl htrab unb erheben sich erst in ihrem ostlichen Kno- In Pariser diplomatischen Kreisen zirkulirt nach cinern Telegramme der „Presse" das Geriicht, der Kaiscr Napoleon beabsichlige wShrend der Abwcsenheit der Kaiserin, Anfangs September, cine Z u s a m m e n k u n f t mit dem K o n i ge von P r e u-6eii, wozu die Spezialeinlabnng des KSnigs schon 1867 erfolgl sei. In der Umgebung des Prinzen Napoleon wird versichert, dieses Rendezvous sei cine definitiv beschlossene Sache und wird hinzugefiigt, die Mitrcise ves Prinzen sei sehr wahrscheinlich. Nach einem Telegramme aus Madrid vom 11- d. vcrlantel dort, bah Prim beabsichtige, die Krone SpauienS dem regierenden Konige8ub= to*9 von Portugal ein zweitesmal anzutragen, so Spanien und Portugal in derselben Weise wie Dcsterreich und Ungarn vereinigt sein sollen. Der Konig folic einen Theil deS Jahres in Madrid, d-n Rest iibcr in Lissabon residiren.________________________ Zur Tagesgeschichte. — In H e r m a n n st adl slog am 10. August Nachmittags das Stampswerk ciner Pnlvermuhle in die ^ust. Durch brennende Triimmer entzundete sich auch 20 Klafter entsernte Werkstatte und Trockenkam-meY, wo sich 12 Zentner Pulver besanden. Die Arbiter waren sammtlich abwesend. Doch wnrben a lie Schuppcn und Stallungcn ein Raub der Explosion. — Wahrend man iiberaU um Abscha s s u ng Klo st er petitionirt, hiell am 10. August Magistral von Groh-Kanischa eine Sitzung, urn Erbauung eines Nonnenklosters znm Beschlusse zu Erheben. Der Bischos von Petzprim erkliirte, zu diesem Ba»e die Summe von 40.000 ft. zu spenben. — Der am Samstag gestordene sranzosische Kri eg smin i st er Adolf Riel war 1802 geboren und genotz seine militarische Erziehnng in der politech-"ischen Schule und in der Jngenieurschule zu Dietz. Als pffiziev beim Generalštabe zeichnete er sich 1837 bet der Ersturmung von Konstantine aus und wurde zum Geniekonimandanten dieses Platzes ernannt. 1849 wurde und Herzog von Solferino ernannt. Am 20. Janner 1867 wurde er Kriegsminister. Lokal- und Provinzial-Angelegenyeiten. Origiual-Korrespoudenz. Bischoflack, 12. August. (Dienstbotenun-or d n ung. — Bitrgermeister-Energie. — Z n stcin de nits ere« Schulwesens. — Turn-ansta lt.) Die bereits lange allgemein eingerissene — oder eigentlich nur gesteigerle— Dienstbotennnordnnng wird schon manchen, der das Unglllck hat, Knechte und Magde halten zu mussen, insbesondere wenn er Land-wirlh ist, der Berzweislung nahe gebracht haben. Denn in den hciusigsten Fallen der nnverantwortllchsten Dien-stesentweichnngen sindet man anfhtt schlenniger Abhilse meisteus nur flaue Jnbolenz oder Rathlosigkeit; daher sich die meisten der dutch solche Borkommnissc Betros-senen gar nicht mehr veranlaht finden, anttliche Abhilfe zn suchen, wodnrch das Uebel nur noch gesteigert wird. Man inoge sich nur nnlersangen, besonders bei brin-gender Feldarbeit, den Knechl oder die Magd stir unter-laufrne Kahrlcissigkeiten oder absichtliche Dienstesver-nachlassignngen n. dgl. auch nur die schonendsten Aus-slelluugen zu machen! Der Dienstbole verlcitzt den Dienst ohne urn jeiueit Lohn zn sragen und unterlaht es sicherlich nicht, iu lueiterer Bersolguug seiner Jn-triguen den Dienstherrn, falls er dem enilansenen Dienstboten den Lohn nicht nachsendet, diessalls gericht-lich zu belangen. Unter solchen Berhaltnissen verdient desto riihmenswerther das energische Vorgehen seitens nnseres Bnrgerrneisters Herru Anton Gerbetz hervor-j gehoben zu werden. Enilanst ein Dienstbole ohne gegrUndete Ursache, so wird iiber eine berartige An zeige sein Ausenthalt schleunigst ernirt, derfelbe zn Stanbe gebracht unb angeinessen mil Arrest abgestrast, sodann abcr zn fogleichent Wiebereiutritte in den Dienst verhalten. Dieses ganz gesetzmahige Vorgehen ware den Bitrgermeistern im aUgerneinett sehr dringend an-znempsehlen. Denn nur bei einem allseitigen etiergL Ichett Eingreifen der ©enteinbearnter witrde in nicht langer Zeit aus bet durch Bernachlassignng ettier zweck> Weise zn gestalten. Einen beachtensroerthen Moment bildet die patriotische Mitwirkung des Herat Baron Wolkensberg, Gutsbesitzer zu Burgstall, welcher im Schulgarten bie zu gimnastischen Uebungeit stir die Jugend nothigen Turnapparate auf eigcne Kosten zweckmcihig herstellen lieh, und durch dieses gemein-nlltzige Opser den ersten Grnndstein zu einer Knaben-turnanstalt gelegt hat. Es ware nur noch zu wtinschen, dah die leitenbext Schnlbehorden das weitere veranlahten, urn auch biefen Zweig des SchnlunterrichteS mit Begin« des nachften Schnljahres in Angriff nehmen zu konnen. er der Expedition nach Rom als Generalstabs chkf zugetheilt und spater znm Brigadegeneral ernannt, w welcher Stellung er durch seine Belagerungsopera- ’ tnatzigen Anwendung der gesetzlichen Dienstbotenordnung twncn Rom zur Kapitulation zwang. 1854 giitg cr eingerissenen und sich sort und fort steigernden allge-als Kominandant der Genietruppen mil dent Korps meinen Dienstbotennnorbnnng znm Wohle sammtlicher des General Paraguay d'Hilliers ttach Bomarsund, j Dienslgeber — sowie auch nicht minder zum Wohle das er ebensalls zur Kapitulation zwang. Der Kaiser! der Dtenstboten selbst — die hochst wtinsckenswerthe ctnamtte thit zu seinem Adjntanten und sandte ihn 1855 j geregelte Dienstbotenordnung im praktischen Wege ein-Uach der Krim, wo er nach Bizots Tode ben Besehl gestihrt werden. Dies ware tiber nicht nur in Bezuc, "der die Angrisfsarbeiten von Sebastopol iibernahm.. auf Dienstesverhciltnisse, sondern auch im allgenteinen Jahre 1859 ubertrug ihm Kaiser Napoleon bas Staatsinteresse sehr zu wtinschen, bemt ein konstitn-^onimando des vierten Korps der in Jtalien einge- tioneller Staat wird sich desto gedeihlicher emeisen, sranzosischen Annee. Nach dent Schlachttage je ausnahnisloser auf die allgemeine Dnrchfiihrung Solferino wurde er wegen seines vorztiglichen An- strenger Gesetzlichkeit hingewirkt wird. cheils an dent Siege ztrnt Marschall von Frankreich Unsere Schulzustande scheinen sich in ctfreulicher Lokal - Chronik. — (Hente Abends, als am Bor-abende des Geburtsfestes Sr. Majestiit des Kaisers), sindet grosser rnnsikalischer Zapsenstreich statt, wobei die Musik vor der Wohnmtg des Landes-prasidenten, des Oberst Hllbl nnd des Fllrstbischoss je 2 Pteceit vortragen wird. — (Das Geburtssest Sr. Majestiit des Kaisers Franz Josef) wird morgen in sol-gettder Weise sestlich begattgen werden. Urn 5 Uhr Morgens mnsikalische Tagreveille, ant Schlohberg werden 24 Kanvncnschiisse gelost. Um 8 Uhr Feld-messe in der Sternallee, wozu die gesammte Garni-son, 3 Bataillons vom Regimente Hnyn, 1 Kom-pagnie vom Regimente Kuhn mit Fahne, ein Zug Jager (aus den zwei Depots sormirt), sowie die Ar-tillerie unter dem Kommando des Oberstlientenants Gerlach ansriicken wird. Ansstekung mit dem Riicken gegen die Kasinosronte nnd Theatergasse, die Artillerie an der Sitdseite der Sternallee. Nach der Parade desilirt die Garnison vor dem Stationskommandanten Oberst Hubl. Um 10 Uhr Hochamt in der Donikirche, bei welchein sammtliche Zivilbehorden xrscheinen werden. — (Edle S p e nde.) Der Herr Landespriisi-dent v. Eybesseld hat aus Anlah bes Geburtsfestes Sr. Majestiit des Kaisers deni hiesigeit Armeninstitute den Betrag von 300 si. nnd Lessen Frau Gemalin der Kleinkinderbewahranstalt und dem Elisabethkinder-spitale je 50 ft. gespeudet. — (E r n e n n un g.) DaS k. k. steierm.-kcirnt.-krain. Oberlandesgericht hat den Kanzlisten des Be-zirksgerichtes Gottschee, Thomas Kris ch matt it, iiber sein Ansnchen zum Bezirksgerichte in Grohlaschitsch, dann den Kanzlisten des Bezirksgerichtes in Rann, Anton Poschar, znm Bezirksgerichte in Gottschee Ubersetzt, nnd den beim Bezirksgerichte in Wippach in Berwendnng stehenden disponiblen Bezirksamts-Kanz-listen Anton Sandri znm Kanzlisten beim Bezirksgerichte in Rann ernannt. — (Postamtliche Bersllgung.) Die Agra-rner kgl. Postdirektion gibt bekannl, das; die in Laibach bis 93/4 Uhr Frtih ansgegebenen Briese fiir Agrant EiNpunkle, den Sleineralpen, zn einem ansehntichen ^birgssiocke. Unter ben naher getcgenen Hvhen i®U«n besonders aus: Die Gruppe der itrn over E°lrnein, des Monte Canin mit bent Rombon uub ^eftrctnit ober Flitfch, der Wischberg, Monlaz, ™^ai'gart, die ober dem Sotscha- nnd Trentaihate D erhebenden, wild zerrissenen, meist kammsormigen ol^sdievbergi: mit dem mauerahnlichen Jatou^, seiner Dobratsch oder die LiUacher-Alpe in Karnten. ^tnes der gewattigstcn Fetsgebirgc ist der zwischeu čm Urala- und Savelhale cmporsteigendc, im Nor-ben dee Triglav stehende Suhi plaz, man unter-JJ'bet ihn auch von der Laibacher und Oberkrainer ^-bene sehr wohl, von der Ferne geschen, kommt er M Triglav in der Hohe sehr nahe, er ist der dritt- !vch,ic Berg im Lande (8153') und roirb in ben “Qtten ats Rogitza angesiihrt. ^inen graucuerrcgcndcn Andlick der Oede und ^udnitz bictet das zwischen ben schrosswandigeli, ,CT eingesnrchten Thalcrn der Urala und Kerma an Nordseile des Triglav gelegene, mit ausgedehn-en >L>chneefetdern unb einem Gletscher bebeckte Hoch-^ateau, an seinen Rondern steht eine Gruppe von lfl9Qtitcn, unter bencn Zmir unb Rjovina als rie-I.®® Zackengebilde eine wiirdige Vorhut des Triglav "den. Die bogenfSrmig verlaufenden Spatten des in bas Uratnthal abstnrzenben Gletschers mit bent prachtig btaugvun gefarbten Eis fchienen uns so nahe, oatz wir gtaubten, fie mil eincut Steinwurse crreichen zn konnen. Ein iihnliches Bilb snrcktbarer Oede gewahrt daS an der Siibseite des Triglav sich ausbreitende Hochplateau mit seinen kolossalen Schnttwiisten unb Karrenselbern. Die Schneemassen baselbst waren zwar bis auf einige an schattigen Stellen noch tie-gen gebliebene meist schon abgeschmolzen, und dennoch glanbte man incite Flachen mit Schnccscldcrn bedcckt zn scheit, ciitc so grelle und btendeitb weihe Farbnng nimmt das sonst diisterc Gran der vegetationsloscn Felslandschast stellenweisc an. Unter bcit Bergkup-pcn dieser wusten Kalkregion treten besonders mar-kirt hervor: der wcgen seiner Achnlichkeit mit einer massiven Burgruine tressend bczcichncte Grad, die riesige Schabelsorm des Debeli vrli, der Fclscn-grat des Konjavc ober Knavs, der zuniichst an den Triglav im Westen sich anschlieht. Zu cittcut tiebUchcit Bildc tit dieser Wiistenei gestaltet sich der das Wocheinerthal im Siiden be-grenzende Alpcnzng, in welchem besonders die wegen ihres Pslanzenrcichthums bcriihmte Črna prst unsere Ausmerksamkcit an sich zog; iiber diesc Alpenkette hinaus nimmt die Bcrglandschast den Charakter eines mehr monotoncn Waldgcbirges an, beffett Ab-schlnh der den Horizont im Siiden begrenzende Jnncr-kraincr Schnccbcrg bildet. Erst nachdem der Blick sich in bent wilben Berglabirinthc im allgenteinen znrccht gcfuitbcn, imchbcin die auf solch' erhabenem Standpnnkte inach-tig wogenden Gcsithlc, die die menschliche Brnst faitm zu faffcn vermtig, und das von der Grohar-tigfeit der Umgebung ansgeregte Gemiith sich etwas bernhiget hatten, konnte man sich mit ban weniger ins Auge sallenden Einzelhciten des Panoramas be-sassen. Ein wcihcr Fleck in der italienischen Ebcnc iiber ben Krn hinaus wurde tins von Schest als Udine bezeichnet, Venedig konnten wir nicht entdecken; die Umgebung von Klagenfurt lag gauz ttphe, sehr gut foniiten wir ben Kumberg iu Unterkrain, ben Laibacher Schlotzberg, ben Grotzkahlenberg, den Jobozi-berg, bie Stabt Krainburg uub Rabmanusbors, ben Zusammeufluh ber Wocheiner- unb Wurzner-Save nnterscheiden. Einen angenehmeu Rnhepnnft fiir bas Ange bildet der hinter dem Pokluka - Plateau hcrvorblickcude Veldescr-Scc, auch in diesem grotz-artigcn Panorama glanzt dcrselbe als der kostbarste Juwel. v (Fortsetzung folgt.) mit dem EikzuZe Triest-Wien Nr. 1 unb mit dem gemischten Zuge Steinbriick-Agram Nr. 514 befordert unb in Agram um 6 Uhr Abends ausgegeben werden. — (A.l.penportteit.) Zu wiederholten malen ist in diesem Sommer der 8091 Fntz hohe Grintouz, der eminentste Punkt in den Steiner Alpen, von Berg-steigern aus Laibach besucht worden. Keine dieser Ersteigungen war von jenenl klaren Wetter begiinstigt, welches deu Besuch eines so vorzuglichen Aussichts-punktes zu eineni der lohnendsten Naturgeniisse macht. Eine ant letzten Sonntag auf den hochsten Gipsel ge-langte Partie, bestehend aus drei Herren, hatte das $efcgnligen durch eine gute Stunde im Schneefalle auf das Zerreihen des dicht gelagerten Rebels zu roarten, ohne dah ihr nach irgend einer Seite eine Aussicht .gegonnt geroefcn ware. Mihmuthig stieg man, vom Schneefall beglcitct, in das Kankerthal herab, tiefer nnten stellte sich Regen cin. Die interessanteste Ausbcute dieses AusflugeS waren bie theilweise noch mit ber Oberhant bebeckten Unterfuhknochen einer Rohrdom-mel, bie man in ber Nahe bes Gipfels gefnnben hatte. — (©in Klerikertag.) Den 11. August wurde in Cilli cine Vcrsarnrnlung von 31 nationalen Klerikern, mcist aus der Umgcbung von tSiCLi, ab-gehalten. Gleich beint Beginne der Verhandlungen fielen harte Worte liber den FUrstbischof der Lavanter Diozese, der nationalen Liebhabereien mancheS enragirten Kaplans oder Pfarrcrs tu der Orthografic der Namen oder in der slovenischen Amtirung nicht nachkommen zu wollen scheint. Auch wurbe bem bischoflichen Ber-bote, sich an poliiischen Wiihlereien zu betheiligen, bas Unterliegen ber nationalen Partei bei der letzten Sand« tagswahl iu Marburg in bie Schuhe geschoben. Ucber bas Verhaltnitz ber Jungslovenen zu ben Klerikalen sprach Dechant Kosar nnd hod in der anerken-nendsten Weise die Berdienste des „Slovenski Narod" um die klerikalk Partei in Steiermark hervor. Die Versammlung nahm daher auch Urngang von der Griindung eines andern politischen nationalen Blattcs fiir Untetsteiermarf, was man nrspiinglich bcabsichtigtc. Bcim zweiten Programtnpunkte, Organisation der ka-tholischen Partei, 'meinte Dr. Ulaga, dah an dem Bersalle des Katholizismus vvrzugsiveise der Umftand Schuld trage, »veil man die Schuieu wegen einzelner deutscher Stadter vcrdcutscht Habe, wvdurch das Deulsch-thunt befordert wurde, welches der verbissenste Gegner des Katholizismus sei. Die Versammlung beschloh. ben Rcdaktcur ber „®anica" zu ersuchen, scin Blatt breimal toochentlich crscheinen zu lassen uud ben „Sl. Narod" nach allen Krasten zu untcrstutzeu. Das lctztcrc Blatt, bem »vir biefe Notiz entnehmen, spricht seine Freude bariiber aus, bah bei dieser Zusammcn-funst nicht cin deutsches Wort gesprocheu wurde. Witterunft. Laibach, 17. August. Angeiiehiner Bormittag. Siuhige Lust, wechselnde Be-wvlkung. Warme: Morgens ti Uhr + U.3”, Rachm. 2 Uhr + 18.6» (18(58 + 22.4"; 1867+ 19.5»,) Barometer: 826.21'", stationar. Das gestrige Tagesmittel der Warme + 14.0°, uni 1.3" miter deni Normale. Angekonrmene Fremde. Am 16. August. Slttdt W ien. Weidmaun, Nixdorf. — Bellunz, Albona. — Br. Apfaltrer, Griinhof. — Orschetz, Hausbes., GLrz. — Dr. Gellutzig, t. f. Notar, Driest. — Homanu, Pistiio. Arestoteles, Driest. — Littrov, k. k. Obcrstlieuteuaut, Fiume. Elet’nnt. Pecuak, Fiume, Dina, Triest. — Jaucar, Tl,colog, Rudolfswerih. — Kukovič, Marburg. — Nagy, Pest. — Pratzel, Kaufiu., Bcroua. — Sclligmann, Kaufmanu, Stuttgart. — Gaber, Besitzer, Marburg. — yteiv ntann, Kaufm., Sissek. — Potocnig, Sauerbruun. — Paulii, Pfarrer, Nuterkraiu. — Doluicer, Hl. Kreuz. — Frankel, Kaufm., Triest. -- Kurej, Steiermark. — Fischer, Han-delsreiscnder, Wr.Jienstadt. Berstorbene. Den 16. August. Deiu Auton Baraga, Taglohucr, sein Kind Johann, alt 3 Jahre uud 1‘/, 9Jiotiat, iu der Stadt Nr. Ill, unto I'conharbt Prosek, Urlauber, alt 24 Jahre, iin Zivilspital, beide an der Ruhr. Gedenktafel fiber die am 19. August 1869 stattfindenden Lizitationcn. 3. Feilb., Schorl'sche Real., Lberzarz, 1461 f(., BG. Lack. — 1. Feilb., Rant'sche Real./ 2Jiartinyerch, 454 fl., Fahrnisse, 11)4 fl.. BG. Lack. Wiener BSrse vom 14. August. «3.— 72.10 S2.50 Staatsfonds. Setrc. iisterr. Wahr. . bto. Rente, i>st. Pap. bto. bto. Sft.in Silb. Sofc eon 1854 . . . Me von i860, ganze 1U1.4U tele eon i860, ftUnft. ioa.so Pramiensch. e. 1864 . 124.80 Grundentl.-Obl. Steiermark >u5pEt. Kamten, Jhain u. JfSftcntanb 6 „ Ungarn . . ju5 „ fttoat.u. ©lae.6 „ eiebcnbfltg. „ 5 „ fflelb ; war- 83.20 72.20 93.- 101.60 103.7ft >25.— »2.75 93.50 i @elb Ware Oeft. Hypoth.-Bank . »8.50 99.50 Priorlt&ts-Obllg. ■ Siidb.-Ges. zu 500 Fr. 180.— 120.75 bto. BonS 6Ve ineist in $ ^ einein Alter stebeu, wo uebeu der geistigeu Eutfaltung $ g das fisifche Gedeihen von grotzer Bedeutnng ist. In ^ to wie feme die Direktion der Anstalt das geistige wie K K korperliche Wobl ihrer Zoglin^e zu forderu sirebt, iiber S S liaupt den Anfordernngen einer g^diegenen weidlichen ^ itt Bildnng zu entfprechen fucht, dariiber gibt Auskunft & ^ der zu Eude des Schuljahres verLfsentlichte to Bericht ttbev Zwcck, Unterrichtsgang u. inncre | | Einrichtung der Anstalt, to roelche zum Preise von 20 tv. in Herrn Jqn. »• » to it 1 c i n m a t) r & Fed. Bamberg's Bnchhandluiig « ^ in Lai bach zu haben ist. (245—1) $ Eine in reizender, herrlicher Lagc befindliche Bkfitzung, (1 Vt Stunde von Klagensurt) bestehend aus Wohn-hans, ganz int Schwcizerstil erbaut, Wirthschafts' gebauden, Kiichengarten, 2 ObstgSrtcn, 13 3od) Aecker, 13 Joch Wiesen und 14 Joch Wald, ist sogleich zu verkanfen. Frankirte Ansraflen find an Herrn SRmIWm Bertschinger's Buchhandlnng in Klagenfnrt zu adressiren. (237—3) Hunderttausende von Menschen Drrbantcii ihr fchoncs H„ar bem riiijig unb nllcin existircuven stchersten und beften Haarwuchsmittel. Es gibt niclits zur Erlialtuiig- des Wuchstliunis alS bie in alien Welttheilen so be-kannt unb bctiibmt geworbene, von medio. Autorltftten geprilfte, mlt den grlilnzendeten unb wunderwlrkendeten Erfol-gen gekronte, von Sr. k. k. apostol. Majestat dom Kaiser Franz Josef I. von Oester-reloh, Konig von Ungarn unb Besseres unci Befiirderung dor Kopl'linare Bohmen etc. etc., II,it cincm k. k. aussohl. Privllegium fttr den ganzen Urafang der k. k. osterr. Staaten unb der ge-sammten ungar. Kronlan-der mit Patent »cm 18. November I860, Zahl 15.80 — 18-J2 aua-gezelohnete Reseda-Krausel-Pomade, w° bei regelm&ssigem Gebrauche selbst bie kahlsten Stellen beS Hauptes voll-haarlg werben; graue unb rothe Haare bekommen eine dunkle Farbe: fic starkt ben .) Haarboden, beseltlgt jebe Art von Schup-{ penblldung binnen wenlgon Tagen voll-' \ ■tiindig', verhtitet baS Ausfallen der Haare in kilrzester Zelt ganzllch, gibt bcut Haare ciitcu natiirlichen QIanz, dieses wellenformig uud bewahrt ea vor fcem Er graue n bis in daS hoohste Alter. Durch ihren hijchst ongeitchmnt Gernch unb bie prachtvollc AnSstattimg m/iii - , bilbet fie iiberbieS eine Sictbefilr ben feinften Toilelle-Tifch. — PreiS eines 2icgd6 fammt Gebrauchsanweisiing in sechs Sprachcn 1 fl. 50 (r. Mit Postversenbniig 1 fl. 60 !r. Wiederverkaufer erhalten ansehnliohe Percents. 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