Nr. 289. Freitag, 18. December 1891. 110. Jahrgang. LMcher Zeitung. ^T«^^M"lW«^ Die «Laibacher Zeltung» «scheint täglich «lt «u«n»l>me der «onn. und Feiertage, Die «b«»,«ftr«tto« befindet ftch w bl» li> Ubi vnrmitt»»«, — UnsranNert« Vriefe »erden nicht angenommen und Manuscript« nlcht zurückgestellt. Umtlicher Weil. 5. Ee. l. und k. Apostolische Majestät haben mit ^"höchster Entschließung vom 18. December d.I. den U Leo Grafen Pin in ski zum ordentlichen Pro. z>'°r des römischen Rechtes an der Universität m "lnberg allergnädigst zu ernennen geruht. Gautsch m. p. z. Se. f. lind l. Apostolische Majestät haben mit ^ "höchster Entschließung vom 9. December d. I. dem Mearzte Mrd.-Dr. Josef Schreiber in Aussee den ^l eines kaiserlichen Rathe« mit Nachsicht der Taxe gnädigst zu verleihen geruht. ____________ Nichtamtlicher Mil. Verhandlungen des ReichSrathes. — Wien, 16. December. ^ 3" Nbgeordnetenhause hat heute die General-d? te über das Finanzgesetz, iä 6»t die zweite General, kw ^ber den Staatsvoranschlag begonnen. Die ^'"de Nothwendigkeit dieser Verhandlung wurde am ^"" dadurch illustriert, dass sie unter vollständiger MnahmsllisiaM des Hauses ihren Ansang nahm. y "Mrrtung des erkrankten General-Berichterstatters ,«'^°n Vilinski leitete der Obmann des Budget-Fuss's. Dr. von Plener. die Debatte ein. Z,lm Üüi / ^ben sich dreizehn Redner gemeldet. Die Ver. iln? deutsche Linke und die Polen erscheinen unter iFben nicht vertreten. An der Tste marschierten ^tt die Iungczeche». die Herrn Dr. Grigr ms "lfkn schickten. !l^ ^er erste Redner, der Jungczeche Dr. Gregr. er-»«, ' das« er und seine Parteigenossen gegen das F«. inMeh stimmen werden, weil sie M.sitrauen und ^° '^«« «egen das gegenwärtige Reaierungssystem ^"> 3" sagte, dass die gegenwärtige Regierung ble !>< Ueste in Oesterreich sei. denn die Ministerien aus hHrtei Plener waren noch schlechter. Der jetzige lti ^"Präsident sei ein feiner Hofmann. der d,e Fuß-üi^b'e er dem böhmischen Volte versehe wemgsw.s ^°ckstiefi,tten austheile. während die früheren M»° ^Präsidenten in Holzschuhen auf dem böhmischen Volke herumtrampelten. Redner besprach mm die finan. ziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse von Böhmen. Die Länder der böhmischen Krone tragen 185 Millionen zu den Staatslasten bei. Von diesen werden 6? Mil« lionen für diese Länder selbst verwendet. 118 Millionen aber zahlen die Böhmen für die Ehre und das Glück. Oesterreich anzugehören. Dies ist der Tribut, den die Böhmen jährlich an diesen Staat abführen. In 22 Jahren macht dies 2596 Millionen Gulden, also mehr als die 5000 Millionen Francs, welche Deutschland im Jahre 1871 Frankreich auferlegte. Die Summe, welche Böhmen in den 365 Jahren, dass es zu Oesterreich gehöre, gezahlt habe. sei unberechenbar. Was könnte Böhmen sein. und wie sieht es jetzt aus? Redner klagte nun über die gegenwärtigen traurigen Zustände in Böhmen. Wenn' die Vorfahren des böhmischen Volles hätten ahnen können, welches Schicksal Böhmen einst treffen würde und wie man es als die Citrone des österreichischen Staates behandeln werde, so wäre die Königewahl im Jahre 1526 anders ausgefallen. Das böhmische Volk hänge an dem böhmischen Staatsrecht fest weil es in demselben auch die finanzielle und die wirtschaftliche Selbständigkeit Böhmens erblickt. Ungarn liefere den Beweis, wie ein Land sich aufschwingen kann wenn es sich vom Centralismus loslöst und auf der Grundlage seines historischen Staatsrechtes aufbaut. Deshalb sind die Böhmen entschiedene Föderalisten und daher Gegner der gegenwärtigen Regierung welche auch zu den centralistischen gehöre. Als Se. Majestät der Kaiser die Ausstellung in Prag besuchte, wurde er mit Jubel empfangen, denn die Loyalität. Treue und Anhänglichkeit des böhmischen Volkes an die Dynastie sind über allen Zweifel erhaben. (Beifall bei den Iung-czechen.) Das Volk unterscheide aber zwischen Dynastie und Staat, zwischen König und Regierung, und der Jubel in Böhmen galt dem Könige von Böhmen, aber nicht dem Regierungssystem. Redner klagte über die «urückietzung der böhmischen Sprache. D,e Justiz und das Militär seien die größten Germanisatoren^ Aus Kass gegen die slavische Nationalität schließe Oester. r^ich die unnatürlichsten Bündnisse mit dem Erbfeind des Reiches, klammere sich krampfhaft an das deutsche Reich und sehe sogar die eigene Vxckenz °uss Sp.el. Der Redner betheuerte, dass das böhmische Voll keme Bevorzugung seiner Sprache verlange, sondern nur die Gleichberechtigung. Diese sei durch die Verordnung des Iustizministers vom 3. Februar 1890 schwer verletzt worden. Origr führt weiter aus, dass die Reactivierung des böhmischen Staatsrechtes keine Schwächung des Staates wäre. Wenn Freiherr von Ehlumecky die Wiedererrichtung des von ihm sogenannten Wenzel-Staates eine Phantasie und Utopie genannt habe, so müssten Treue und Ehrlichkeit Phantasien und Utopien sein. Statt das böhmische Volk zufriedenzustellen, fördere man die Abneigung und den Hass desselben gegen den Staat und mache ihm die Kette unerträglich, mit der es an dieses Reich gefesselt sei. . . . Vor. sitzender Freiherr von Ehlumecky: Sie haben von Hass qegen den Staat gesprochen. Wegen dieses Aul» druckes sowie wegen Ihrer Aeußerung über die böhmische Königswahl von 1526 rufe ich Sie mit allem Nach« druck entschieden zur Ordnung. — Abg. Or 6 gr schloss mit der Bemerkung, es werde einmal der Tag der Abrechnung kommen, und es wäre besser, früher den Frieden mit den Völkern dieses Reiches zu schließen. Dieser Friede ist leicht und schnell zu finden: Er heißt Recht und Gerechtigkeit! Abg. 2 ienbacher bemerkte zunächst, das« er als Oesterreicher und Deutscher dem Vorredner einiges entgegnen müsse. Da« böhmische Voll habe im Jahre 1526 leine bessere Königswahl treffen können, als es gethan habe. und wenn es heute in der Lage wäre, würde es wieder so handeln müssen. Redner wendete sich auch dagegen, dass von den großen Lasten ge» sprochen werde, welche das böhmische Voll trage. Man möge doch nur die böhmische und die deutsche Ve. völkerung in Hinsicht der Lasten, welche sie zu tragen haben, mit einander vergleichen. Auch Salzburg und die ganze arme Bevölkerung in den Alpenländern müsse sehr viel zahlen, aber man dürfe das keine Kriegs-! contribution von Oesterreich nennen, denn es diene nur zur Sicherung des Friedens. Es sei durchaus unstich« hältig, von Oermanisation in Oesterreich zu reden in einem Augenblicke, wo nach dem Ausweise der Statistik gerade das slavische Element vorwärts schreite. Er müsse sich dagegen verwahren, dass man sage, es gebe keine Gerechtigkeit und leine Billigkeit in Oesterreich. Sowohl in der Vergangenheit wie in der Gegenwart sind in Oesterreich die moralischen Elemente der Ge. rechtigkeit und der Billigkeit nicht unbekannt und spielen auch im Reichsrathe eine große Rolle. Der Redner geht nun auf sein eigentliches Thema über und drückt W Aemleton. M Der arme Vetter. Au« dem Ungarischen von Nndor Kozma. W^n der Ortschaft und in der Gemarkung von ^2« dominiert noch heute die Famil.e Sälyay An !ch? ltnde des Dorfes schimmert inmitten emes ^'^dichtbelaubten Parke« das hübsche vornehme H'U «lo« Eülyay's. Am anderen Ende des Do fes ze '"«Men eims von einer einfachen H'cke um- Hn kahlen Hofes das schindelumsanmte. sch'l - ^ haus Michael Sälyay's. Der Maueranwur ^>'W ist alt. geweißt ist es auch schon lang ^worden - aber auf dem offenen Flur mundet Uifchen vortrefflich. ^ ... 5°h W.zla Vacsi hat es während der letzten dreißig y äe 6266m 6t, ä6 5Mv6 el. son- °u« dem wahren, alten, reinen, edlen Säly Y. ^' londern er. Denn Atos sei nicht m «erad" b jz ber Urenkel jenes vielberühmten V'"^,''« V^älyay. her sich in der Insurrection als Cap an ^d>mitate beigestellten Cavalleristen durch m. «"" hervorgethan. Hingegen stamme er M'sla l'i ' b'rect von diesem Vicügespan her- UeWhauP 1'H "ur von den achtzig Joch des M.«° ^ » "ass sie seit altersher st"s Säly Y sch r <^nd V°den gewesen. Die dreitausend 3^ A Nl°» hingegen seien sozusagen von allen Se.ten zusammengetragen worden. Denn ob es nun eine Schande ist oder nicht, die Großmutter des Herrn Alo« war eine Griechin, sein Vater ein Fiscal, seine Mutter eine — Bürgerliche. Mista Bäcsi könnte. Dank seinen Ahnen. Kämmerer sein. Nkos könnte es bei all seinem Reichthum niemals werden. M'sla Bäcsi verräth von den Familiengeheim, nissen gewöhnlich nur so viel. Dass Herr Akos selbst dem besseren Zweige der Familie mit der gehörigen Achtung entgegenkommt, das verschweigt er schon. Mlska Väcsi thut eigentlich nur so. als würde er wirtschaften. Hur Zeit der Feldarbeiten seufzt er. wie er das achtzig Iuch große Latifundium bebauen solle. Hie und da winkt er mit seinem Hakenstock und erwartet, dass sein Verwalter aus dem bloßm Fluchen errathe, was an. aebaut werden solle. Zuweilen bläut er auch einen Ackerknecht durch, in der Meinung, dies se» eme un-erläjsliche Bedingung der guten Wirtschaft. Herr Alos sucht dem polternden armen Vetter cwig gefällig zu sein. Bei seinen reichen Mitteln will es "icht viel heißen, auch diese 80 Joch instand zu halten Solange sein Vesihthum in Ordnung ist und eine gute Ernte in Anssicht steht, gewahrt Misla VäcSi diese verwandtschastlichl'n Gesälligteiten gar nicht. Schlägt aber etwas nicht ein. dann trägt er es Herrn Ukos jahrelang nach. «Freilich.» brummt der Alte. .mein Roggen ist schlecht, weil Se. Gnaden mir den schlechtesten Sameu hat zukommen lassen. Die würden sich freuen, wenn ich zugrunde gienge. Es gelüstet sie nach dem avitischen Grund und Boden. Nun. es soll sie nur gelüsten — das wahre, reine Saloay'Vlut flieht doch nur in meinen Adern!» Herr Akos aber weiß sehr wohl, wie dankbar der Alte ihm gegenüber ist. und er beeilt sich, ihn zu ver« söhnen. Er schickt ihm ganze Wagenladungen von Mehl. Speck. Spezereien und herzerquickendem Wein. Miska Väcsi findet dies sehr natürlich, und sein Dank besteht darin, dass er durch den Nutscher fragen lässt, ob all diese Lebensmittel nicht vergiftet sind. Sie sind eil nicht. Herr Atos. seine feine, schöne Frau und seine drei Kinder sprechen hie und da bei Miska Väcsi vor. Diese Huldigung gefällt dem Alten, und er veranstaltet mit Hilfe seiner Wirtschafterin, einer Bäuerin, eine große «Gasterei». Wenn die Kinder ihre Verse auf-sagen, legt sich sein Groll, und er söhnt sich mit dem anderen Sälvay.Zweig aus. Dann aber erzählt er wochenlang, dass die reichen Verwandten zu Hause nur großthun, aber hungern. Zu ihm kommen sie zuweilen, um sich zu sättigen, und sie essen ihn ganz auf. Und doch gibt Herr NloS dem Miska Bäcsi reichlich Gelegenheit, sich im Caftell für das, was jene bei ihm genossen, zu entschädigen. Zwei», dreimal wöchentlich fährt die Kalesche aus dem llastell vor den Flur, um Misla Bäcsi in den gastfreundlichen Kreis der reichen Verwandten zu holen. Größere Unterhat» tungen, Namenstags« und andere Feste, Jagden sind gar nicht denkbar, ohne dass Uisla Väcsi eingeladen würde. Alles umsonst. Der alte kleine Edelmann nimmt zuweilen die Einladung an und genießt dann voller Selbstbewusstsein den Wohlstand und die Verhätschelung im llastell. Dann aber haben die Nachbarn und Gevattern auch was zu hören von der Großthuerei, dem Glänze und der Prahlerei, welche Mista Bacsi im Eastell er-fahren. «Sie trinken Champagner und essen Torten Gevatter, als ob sie von einem Tropfen Kläher und emem Bissen Paprilaspeck sterben würden'.. Glaubt aber der Alte. dass man seiner sehr bedarf, dass man Mdachcr Zeitung Nr. 289. 2440 18. December!89l. seine Befriedigung aus über das Zustandekommen des Budgets vor Beginn des Finanzjahres, weist aber darauf hin, dass die Budgetdebatte doch 2'/^ Monate dauerte und das vieles Wichtige inzwischen zurückgestellt werden musste und die 17 Landesbudgcts nicht erledigt werden konnten. Redner besprach nun die vom FinanzminiNer in Aussicht gestellte Steuerreform, verlangte die Einführung der Börsen- und Coupollsteuer und Erleichterungen bei der Grund', Gebäude« und Erwerbsteuer. Die neuen Handelsverträge begrüßte Redner mit Freude, weil sie auf einem groß>n Gebiete eine Vereinbarung schaffen, auf welchem selbst politische Freunde sich bisher gegenseitig wie Feinde behandelt haben. Redner bringt Klagen vor darüber, dass die Landtage nicht Jahr für Jahr einberufen werden, er wünscht die Vereinigung aller Deutschen in Oesterreich und erklärt, es sei nothwendig, eine Volks« partei zu gründen, eine Partei für die Interessen der arbeitenden Classen. Abg. Dr. Ferjankik betonte, dass die anfängliche Haltung des Landespräsidenten in Krain es er» möglicht habe. die künstlich zustande gebrachten Majoritäten der Deutschen in den Vertretuugskörpern slovenischer Gebiete zu beseitigen, dass sich aber in letzter Zeit dies wieder geändert habe. Redner bemerkte mit Bezug auf den Nusspruch des Herrn Ministerpräsidenten, man möge ihm slovenische Beamte geben und er werde sie gern anstellen, man möge weniger fremde Beamte in das Land schicken und den slovenischen Leuten ihr verdientes Avancement sichern, mehr verlange er nicht. Die fremde Beamtenschaft habe kein Herz für das Volt. Lr führte einige Fälle an, in welchen durch unrichtiges Ginschreiten der Behörden gegen slovenische Vereine und Versammlungen diese in ihrem Rechte eingeschränkt wurden, und hob im Gegensatze dazu hervor, mit welcher Parteilichkeit Regierungsorgane für deutsche Vereine, z. V. den Deutschen Schulverein, Partei er« greifen. Insbesondere prägnant sei die ungleiche Be» Handlung zweier Turnvereine in Görz. eines deutschen und eines slovenischen, von Seite der dortigen Behörde gewesen, welchen Fall Redner gleichfalls als Beispiel anführte. Redner bringt einzelne Beschwerden gegen die Justizverwaltung vor und bekämpft insbesondere die innere deutsche Amtssprache, die mit der Verfassung im Widersprüche stehe. Was das Unterrichtswesen anbelange, so danke er im Namen aller seiner Partei-genossen allen jenen, die im vorigen Monate auf ihrer Seite standen, besonders danke er den Polen für die Sympathien, die sie den Slovenen damals bezeigten. Die damals aufgeregten Wogen haben sich wieder gelegt, und inzwischen habe der Herr Unterrichtkminister einer kärntnerischen Deputation Versprechungen gemacht, die hoffentlich auch erfüllt würden. Die politische Bilanz der Slovenen sei keine günstige, aber sie müssen trachten, dieselbe zu einer activen zu gestalten. Die Zeiten des eisernen Ringes seien vorüber, die übrigens manche Enttäuschungen gebracht haben. Sollte er wieder entstehen, so müsite er au« härterem Eisen sein. An den Vertrctern aus Böhmen liege es, einen Modus zu finden, welcher ein gemeinsames Vorgehen ermögliche. Vielleicht sei es bei den Iungczechen möglich, eine Unterscheidung zu machen zwischen den politischen Fragen, welche sich auf das Land Böhmen bezichen, und denen welche hier verhandelt werden. Allerdings, die heutige Rede Dr. Gl^grs gewähre sehr weniq Hoffnung. Dem heute von dem Abgeordneten Dr. Ore'gr auf die Verhältnisse in Ungarn angestimmten Panegyrikus können die Slaven nicht zustimmen. Er habe auch von den Deutschen im allgemeinen gesagt, dass sie entschlossen seien, die Slaven zu bedrücken. Von dieser Behauptung müsse jener Vruchtheil der Deutschen ausgenommen werden, welcher sich deutsch-conseroaliv nenne. (Zustimmung.) Die Herren aus Böhmen hätten zahl« reiche Gebiete, auf denen sie gemeinsame Interessen mit den übrigen Slaven zu vertreten haben; es wäre daher zu wünschen, dass auch ein Modus zu einem solchen Bunde gefunden werde; was aber die Slovenen anbelange, so können dieselben aus ihrer gegenwärtigen Verbindung nicht heraustreten, weil ihnen dieselbe vielfach einen moralischen Rückhalt gewähre und jede Aenderung diese Position schwächen würde. (Beifall im rechten Centrum.) Abg. Freiherr v. Rolsberg sprach seine V?« friedigung über die Handelsverträge aus, indem durch dieselben die wirtschaftlichen Verhältnisse Europas con. solidiert und stabilisiert würden. Was die landwirt» schastlichen Verhältnisse anbelangt, spricht sich Redner für möglichst weitgehende Commassationen aus, durch welche eine Consolidierung und Erhaltung des bäuerlichen Besitzt ermöglicht werde. Abg. Dr. Gregorec sagt, die gegenwärtige Regierung habe nur die Sache des Liberalismus und der Germanisation gefördert. Der Herzenswunsch der Deutschconservativen, die con-fessionelle Schule, dürfte gar nicht auf die Tagesordnung kommen, und den Nationalen wcrde jetzt Mäßigung und Selbstbeherrschung als eine Art Hunger« cur empfohlen. Redner führte Beschwerde darüber, dass die Beamten in Krain die slovenische Sprache meist nicht verstehen, ja in Laibach fungiere noch ein Beamter, der das slonemsche Volt beleidigt habe. Redner beklagte, dass in Schulangelegenheiten die Slovene« so stiefmütterlich behandelt feien. Insbesondere sei es eine in die Augen springende Ungerechtigkeit, dass die 100000 in Kärnten wohnenden Slooenen nur eine einzige Volksschule besitzen. Zum Schlüsse sprach sich Redner gegen den Dualismus aus, weil er die Volks» stamme in herrschende und beherrschte scheide und doch beide nicht befriedige; er sprach den Wunsch aus. es möge endlich die Zeit kommen, in der diejenige Form gefunden werde, dass es allen Nationen möglich sei, au dem Wohle des gemeinsamen Vaterlandes mitzuarbeiten, wie es ihrer Natur entspricht. Ist diese Form ge. funden, dann könne man sagen : In koc »ixno ^uslria viet,rix. Abg. Fürst Karl Schwarzenberg: Im Namen meiner Gesinnungsgenossen und im Namen aller übrigen Czechen, welche nicht dem Iungczechenclub angehören, und aller derjenigen, w lche im Großgrundbesitze ihre Vertretung haben, erkläre ich, dass die von Grögr vorgebrachte Beleidigung des patriotischen Gedankens bei uns tiefe Entrüstung hervorgerufen hat. Grigr sagte, die Königswahl von 1526 wäre anders aus« gefallen, wenn man hätte ahnen können, was da kom» men werde. Eine solche Aeußerung soll nicht unbeantwortet bleiben. Was war denn das Motiv dieser Wahl? Nur die Ueberzeugung, dass das Wohl Böh. tncns durch dieselbe begründet werde. Ich gw'^ ^j dieses Gefühl auch heute noch vorherrschend '""> dc.ss darin die wahre österreichische Idee liegt. ^"^ man in Böhmen von dieser Idee abgegangen, ha! Böhmen immer nur zum größten Nachtheile gem°i' Glauben Sie. dass Sie auf Erfolg und aus Vewa>" bei den anderen rechnen können , wenn Ihr M > Gefühl und Ihre Liebe zu Oesterreich nicl,t M " Verdachtes bar ist? Glauben Sie, dass d,l> ^ui>^ uud Forderungen, die Sie stellen, überhaupt " w'^ gung gezogen werden, wenn man nicht bei 3^n -" makellosen' österreichischen Patriotismus voraus^ kann? Wie kann man aber Patriotismus b" .M^ voraussetzen, wenn hier im Namen des voynm, Volkes von einem Hasse gegen den G^""^. « spruchen wird? Ich kenne die Gesinnung des bM"'>". Voltes auch, und ich kann sagen, dass die ^^ , desselben diesen Hass nicht theilt. Die scharfe 4on wird das böhmische Volt schädigen. 0nms n'"" vsrlit in vitium.» . ^ Hierauf wurde die Debatte abgebrochen. lM ^ Abgeordnete überreichten Dringlichkeitsanträge: ^^ Hufmaxn-Wellenhof für die Staatsbeamten von achten Rangtzclasse angefangen in Graz und SM1' „< für die Staatsbeamten in Cilli. Sämmtliche ""l H wurden dem Budgetausschusse zugewiesen, "ba. ^> interpellierte wegen der bedenklich niederen H^'^Z, auf den Waldcomplexen des oberösterreichischen Nei'st fonds. Nächste Sitzung morgen. Politische Uebersicht. (Das Abgeordnetenhaus) w'"d, w'e^ parlamentarischen Kreisen verlautet, die ^^tl , das Finanzgesetz schon heute zum Abschlüsse v"^ und demgemäß auch bereits heute die Weihnacht antreten. ^«M (ZurRedeGrigrs.) Die altczech'sche' "'Kjch machen die jungczechische Partei solidarisch veramw ' ^ für die schlimmen Folgen, die Gre'grs vorgesttH für das czrchische Voll haben tonnte, und dlUsei' lebhafte Entrüstung darüber auö. . r^e (Das Ministerium und der kär"t" Landeöschulrath.) Den Recursen dcr MM ^ St. Jakob im Rosenthale und Fetlengupf-^^ Kärnten gegen die Entscheidung des LandesM ^ mit welcher die Eingaben dieser Gemeinden » ,^ führung des Slovenischen als Unterrichtsspr^' .^ Schulen abgewiesen worden sind, soll vom iM stattgegeben worden sein. ^M (DasHerrenhaus) hält seine "ächue ^,„g ^ morgen um 12 Uhr mittags. Auf der Ta^" hes befinden sich folgende Gegenstände: Erste ^ « ^ .Gesetzentwurfes, womit ergänzende Aestim""^^ dem Gesetze, betreffend die Regelung der ^"^llfck getroffen werden; zweite Lesung des G^ ^,6 betreffend die Herstellung einer Eisenbahn vo"/^ ^e. nach Winterberg; zmeit« Lesung des G^setzei ^^ bllreffend die Herstellung einer Eisenbahn """ " zelle" nach Prachatitz; mündlicher Bericht der st" ^gll-Commission über die Gesetzvorlage, betreffet" stigungen für Neubauten mit ArbeiterwoymW^^ auf sein Erscheinen mit Bestimmtheit rechnet, dann gehl er just nicht hin. «Sag' deinem Herrn.» schnauzt er dann den livrierten Kutscher an, «dass Michael Sälvay sein eigener Herr ist. Er geht dann und dorthin, wann und wohin er Lust hat. Heute beliebt es ihm nicht.» Die Wirkung solcher Botschaften ist im Castell keine tiefe. Man lächelt über die «Mucken» Miika Vücsi's. denn man ist darüber einig, dass er ein braves, aufrichtiges Original ist, dem alles erlaubt sei. Das Bewusstsein, über Miska Väcsl erhaben zu sein, wappnet Herrn Alos gegen die Grobheiten Misla Bäcsi hinwieder hasst die Bewohner des Castells um nichts auf der Welt so sehr. als weil sie alle seine Grobheiten mit so herablassendem Wohlwollen ein« stecken. An schönen Herbstmorgen, wenn das Gras reif-bedeckt, der Horizont nebelig ist und Sommerfaden die Luft durchziehen, geht Miska Bäcsi jagen. Die Büchse, die Jagdtasche und die Kardätsche über der Schulter, den spürenden Jagdhund vor sich. fühlt er sich als Köni^. und es kommt ihm gar nicht in den Sinn, dass es auf dieser Welt auch verbotene Jagdgebiete gibt. Wehe aber dtm, der sicb, zur Jagd gerüstet, auf seine achtzig Joch wagen würde — und hieße er selbst Akos Ealvau! Auf den wohlbestellten Acckern des Herrn Nkos wimmelt e« von Hasen, Mitzla Nücii schießt nach rechts und lml« und streckt je ein Langohr nieder. Diana, d« treffliche Jagdhund, ist in großer Verlegenheit, we'chm sie zuerst apportieren soll. bis einige Peitschen - lehren. Gegen Abend ,U ^!. ^°"' heimwärts. Iri Bauernjungen tragen chm acht Hasen nach. Sieben werden auf den Flur m^raewochn. und die Wmschawin fr,ut sicb laut der Beute. Einen schickt Mista Väcsi ins Castell, damit man nicht sage, er wäre «schmutzig.» ! Dann fällt der Schnee, der Winter ist da und! die Langeweile treibt Miska Vücsi immer häufiger in das verhasüte Castell. Dort aber haben seine mürrischen Tempi ein sehr dankbares Publicum. Allerdings muss zugegeben werden, dass er in seinem alterthümlichen ungarischen Gewanie, mit seinem langgedehnten ge« wichsten Schnurrbart und seinen gesunden bäuerlichen Redensarten im ganzen genommen eine gemüthliche Figur ist. Und die Legion seiner Bosheiten vermag nicht die alte abergläubische Meinung der Castell-bewohner zu zerstreuen, dass Miska Bäcsi in Wirklich« lichkeit ein sehr guter Mensch sei. Je gröber er ist. umso mehr ist man von seiner Liebenswürdigkeit entzückt, und je zorniger er ist, umso mehr sucht man sich bei ihm einzuschmeicheln. Besonders die Linka Neni bewirbt sich um seine Gunst. Linka Nini heißen die Kinder das liebe, sanfte und gute Haussräulein, welches schon seit fünfzehn Jahren die Seele des ganzen Hauses ist. Linka Nsni ist schon über die dreißig hinaus, aber noch immer sehr hübsch. Sie ist eine entfernte Verwandte der Frau Akos Sä yay. Als armes junges Mädchen kam sie ins Haus, und ihre Fürsorge für die Familie war so groß. dass sie ans Heiraten vergaß. Jetzt aoer legten es lhr die Sälyay's nnhe, dass es denn doch schade wäre, wenn ein so wackeres Geschöpf eine alte Jungfer würde. Linka Mni. das gute Geschöpf, hatte sich den Gedanken der Sälyay's zu eiqen o.emacht. dass Miska Väcsi der geeignetste Gatte für sic ware. Und sie übelhäufte den alten Vöslwicht mit der ganzen Flut ihrer Liebens-Würdigkeit. Dem Mista Ääcsi that dies sehr wohl. Er war mit sich darüber im lllir?n dass er ein entzückend schöner und angenehmer Mensch sei. ^"^ hilbl^ wunderte cr sich.'dass sich bisher noch lem '^^"' ! u»o wackeres Geschöpf wie Linka um »h« ° ^ "' Aber er gab sich damit zufrieden, dass '"" ^ange"' jetzt, in seinem fünfzigstm Lebensjahre, all^"M und er nahm die ehrliche Curmacherei llmia ^«Y auf. Eines Abends endlich blieb 3"« ^os AB mit Misla Bäcsi allein am Kamm. D«e r ^l" sah den alten Nösewicht mit ihrem liebl'ctM' ^gte. an. dann sprach sie mit ihm leise, dlscret. ^d" welch ein ausgezeichnetes Geschöpf Lmla , - ^ i" liebe sie, und sie habe bereits ^"^"0 " s zehn-der Sparcasse. Alos ergänze diesen Vetra« ^o tausend Gulden, wenn Linka heiratet, ^n" ^ oB verehre Miska Bäcsi nicht nur. sie liebe ly« ^te Herzen. Und wenn Misla Bäcsi für ste e" und geneigt wäre, sie zu heiraten . . - ^ „ gM Weiter kam die feine Frau "O, ° ^heF Väcsi saß nicht mehr vor ihr. Er "^verletzt,^ hinaus, unw'derbringlich. bis auf« Mie ^, '" «Ich. ich, der ich aus echtem Salyay-Wut , .^ „lst soll ihre Magd heiraten! .... ^ sw"0 ^ .„l' s.inem alten Hause, das der Schnee schwa^^ ^ ,u «Wenn ich eine Magd heiraten n?m, man"!» a eine, so brauche ich sie nicht ^. P""^Md" I Das Geheul der Hunde b.ldcte dc" ^ seines Geschreis. Mista Vacsi sta>'d '" " P<> schüttelte sich den Schnee von den K e'dern- .^ Herr^ Panni! Bist du taub?» - «Bchhlen. g H ^äf"s Und die Bäuerin trottete schmutzig, z"s « a>'s der Küche heraus. ^ ., «nersteh^ >,«. .Panni! du wirst mein M.b. VM ^ an, Morgen wäscht du dich und legst de," u denn wir gehen zum Geistlichen!» Wacher Zeitung Nr. 289. 2441 18. December 189 l. lt>ie neuen Handelsverträge.) Der ^ handelsvertragsalisschuss hielt vorgestern eine MH ab. Der dalmatinische Abgeordnete Klaic Mtte den «ertrag mit Italien; die in demselben Fetzten Weinzölle bedeuten den Ruin der äster-Mchen Ueinländer. Er beantragte die Rückleitung ,° "ertrage« mit Italien an die Regierung behufs ^l neuen Regelung d.s Weinzolles. Die Abgeordneten sUlhner und Popper begrüßen die Handelsverträge; ^lhner hcht für die von der Industrie gebrachten M auf eine Entschädigung durch günstige Verträge .dem Osten und thunlichste bahnlarifarische Be-/ Mngen seitens der Regierung. Der Iungczeche ^erklärte im Namen seiner Partei, nicht für die , ""ge zu stimmen, welche die erste Stufe der Zoll-, °n mit Deutschland bilden und Oesterreich noch F °n den Dreibund und Deutschland ketten, die ">l Mischen Oesterreich.Ungarn und Russland aber , Mßrrn. Die Ezechen sehen da« Heil Oesterreichs nur l/r Selbständigkeit und Unabhängigkeit der Mow ^- handelsminister Marquis Bacquehem hält die z, MM einer Herabsetzung des Weinzolles seitens l,,'"l für unwahrscheinlich und erklärt, auf die jungen Telly's nicht einzugehen. Der Minister k?erl. dass der würdige und sachliche Lauf der ki? blllch einen solchen Ton gestört wurde. Die "Hung wurde sodann vertagt. t,^,Aus Böhmen.) Der Rector der böhmischen Fll betonte nachdrücklich in seiner Ansprache. jede 3 Theilnahme der Studenten an politischen De-l Matlonen und Agitationen widerspreche entjchleden tzFogramme der Hochschule. Die Studenten mögen z^uhezeit zu dem nothwendiaen Studium fremder ^chen verwenden. 5„ ^°s ungarische Abgeordnetenhaus) '!^°.die Wmizölle und die Herabsehung deS Zolles r"le,ntra»»den; über diese Positionen fand auch eine gliche Abstimmung statt. Die Abgeordneten der Agende,, wollten eben ihren Wählern beweisen. 5,1^'hr Möglichstes gethan. Die Weinzölle wurden ^nl . ^egen 66 Stimmen, die, übrigen Positionen, «^° der Tarif im ganzen, mit großer Majorität ge- ^. Zlankreich und Bulgarieu.) Mit dem '!iz"M der diplomatischen Beziehungen zwischen Frank-?/^ Bulgarien dürfte der Zwlschenfall nicht er. ^^ >e>n. D^z fianzösische Eonsnlat in Philippopel ist ^ m ^'"retung Russland« in Ostrumclien betraut ^^oraussicht nach wird Frankreich den Fortbestand ^,°nsulatz in Philippopel verlangen und das Con> i'tt '" Sofia aufheben wollen. Die bulgarische M. ^ «kann darauf unter keiner Bedingung eingehen und ^ili? "licherweise nicht zurückichreck^u. dem Consul l» > s^pel die Pässe zuzustellen. . <«uz Macedonien) kommen wieder über U Meldungen von großen Raubzügen der zu je 300 b,s 350 !'H l°Uen aus der wilden Dibra. wo Hungersnoth '^' 'n« östliche Macedonien eingefallen sem und tze"'ch die Bezirke Tetovo und K'ilev wo d,« Be. 5t U meist christlich ist. arg gebrandschatzt haben. Xt'7'N acht Dörfer verbrannt. 70 Personen ge-tzV«s Vieh und alle bewegliche Habe geraubt und , UlfschulM °l« Geiseln mitgeschleppt haben^ l,^,u« München) wird telegraphiert: Mg" ^Ü'hl'gen Dienstzeit interpelliert, er! arte d U?'N'ster. die Frage sei in den rml.lar.scheu ^ nuch nicht klar. Die Dienstzeitoerminderung er-°ll ^^oße Geldmittel. Vermehrung der Eadres und Idling neuer Regimenter, was derze.t nicht 'Mnswert sei ^»^er schweizerische Nationalrath) hat z^''chullgsprocesje Verurtheillen. angenommen. Tagesneuigleiten. ^ Testat der Kaiser haben, wie die «Wiener M.?.' ?"ldet. dem unter dem Protectorate Sr l. und «1. Herrn Erzherzogs Karl Ludwig stchmdcn ^^lthäligkeitsvereine für Hausarme 200 fl. ^/Petrarca'« Mes-buch) I« der V'bl.> ^'s/. ^r Papst lilrzlich vom Filrsien P°ul ^or- '^'si UM den Vctrag von 250.000 Lire erstanden ha. " °"ch ^ Vrevler vor. au« dem Francesco Pe- trarca, der bekanntlich in seiner Jugend Geistlicher war, und zwar zuerst Archidialon von Parma und dann Ea> nonicus in Pabua, täglich die Messe gelesen hat. Das Brevier wurde im Anfange des 14. Jahrhunderts in ^ Venedig angefertigt, ist prächtig illustriert, hat einen lost» baren Einband und ruht in einer relchgeschnitzten holz» cassette. Ein dem Brevier beigefügtes Memorandum be« sagt. dass Petrarca dieses Messbuch einem Freunde, der Kaplan in Padua war, geschenkt habe, der es wieder einer dortigen Kirche hinterließ. Von dieser haben es die Vorghese durch Kauf erworben. — (Die Thiere ihre eigenen Aerzte.) Haben die Thiere Fieber, so fasten sie, suchen an kühlen Orten die Ruhe und das Dunkel auf, trinken Wasser und gehen soweit, sich aus Instinct inS Wasser zu werfen, da sie fühlen, ein kühles Bad werde ihnen wohlthun. So fabelhaft es klingt, verbinden die Ameisen die Wun> den ihrer Blessierten, indem sie dieselben mit einer transparenten Flüssigkeit bedecken, die sie in ihrem Munde führen. Der blessierte Chimpanse unterdrückt das Bluten der Wunde dadurch, dass er eine seiner Hände fest auf dieselbe brückt, oder verbindet sie mit Blättern oder einem Stück Rasen. Man beobachtete einen Hund, der, als er von einer Viper in die Schnauze gestochen wurde, eiligst zu einem fließenden Wasser lief und den Kopf ununter. brochen in die Flut tauchte und sich dadurch heilte. Gin Jagdhund, der von einem Wagen überfahren worden war. legte sich, als er kriechend den Fluss erreicht hatte, in denselben hinein und blieb, nur ab und zu herauskommend, trotzdem es Winterszeit war. 8 Wochen darin liegen. AuS Mitleid brachten ihm die Leute, die es sahen, täglich ein wenig zu fressen. Er genas bei dieser Lur. — (VomRabehly. Denkmal.) Das Radehly. Denkmal in Wien, welche« nach den letzten Bestimmungen Mitte April nächsten Jahres enthüllt werden soll, ist in der l. l. Erzgießerei in allem Wesentlichen vollendet. An der Montierung der Statue sind nur mehr noch un» wesentliche Kleinigkeiten nachzutragen. Die Ziselierung ist in allen Theilen vollendet. Die beiden großen figure«, reichen Reliefs «Vater Radetzky unter seinen Soldaten, und der «Kriegsrath», ferner der große Adler für die Stirnseite, sowie die kleinen Schrifttafeln, dann die großen Zinnglieder für da« Postament und die reich ornamen« tierte Decke sind ebenfalls vollendet, fo dass mit Beginn b.r besseren Jahreszeit, etwa im März. die Versetzung der Bronzen auf dem Postamente in kürzester geil durch, geführt sein wird. — (Auf der Jagd erschossen.) In den Donau Auen nächst Bierbaum am Kleebüchl wurde vorige Woche der Wirtschaftsbesitzer, Kaufmann und Gemeinde» rath Josef Wies bock auf der Jagd von seinem besten Freunde, dem Bürgermeister von Bierbaum, Anton Hof« bauer. durch einen Gewehrschuss so gefährlich verwundet, dass er nach wenigen Tagen an den Folgen der erlittenen Verletzungen verschied. Die beiden Jäger suchten am Abend in der Au nach einem Reh und folgten eifrig dcr Spur eines solch?«, verloren sich aber dabei au« dem Gesichte. Hofbauer, der plötzlich einen dunllen Körper im GeftrUppe sich bewegen sah, gab so« gleich Feuer und richtete da« Unglück an. — (Lungenbranb bei Hasen.) In den ver. flossenen Tagen fand man, wie die «Mühlviertler Nach. richten» unterm 9. d. M. berichten, beim Bahnhöfe Aigen einen sitzenden Feldhasen, der dem Verenden nahe war und wirklich nach wenigen Minuten verendete. Derselbe wurde nach Schlägt in da« Forstamt gebracht und. da sich leine Spur eines Schusses zeigte, näher untersucht. Als man ihn öffnete, zeigte sich ganz beutlich und un« zweifelhaft der Lungenbrand, denn die Lunge war hart. aufgetrieben und ganz schwarz. E« ist demnach sehr zu besorgen, das« diese Krankheit unter dem Wilde um sich — (gum Process Schneider.) Für den Dienstbotenmörder Franz Schneider ist nunmehr Dr. Fried als Vertheidiger bestellt worden. Die Verhant" lung wird an fünf Tagen des kommenden Monate«, und zwar vom 2b. bis 29. Jänner, stattfinden. Für Rosalie Schneider hat sich bieher noch lein Vertheidiger gefunden. Bemerkenswert ist, dass Schneider trotz der erdrückenden Beweise und trotz des ihm vo gehaltenen Geständnisses seiner Gattin und Mithelferin noch immer beharrlich leugnet. Er seht allen Vorstellungen ein ungläubiges — Lächeln entgegen, als ob er dies alles für einen fchlechten Spas« hielte. — (Selbstmord) Aus Karlstabt wird uns geschrieben: Gestern wurde der k. und l, Oberarzt Karl Vonalu ni des Infanterie. Regiments Nr. 96 todt in seiner Wohnung aufgefunden. Aus den nachgelassenen Briefen desselben ist zu schließen, das« der Unglückliche Morphium genommen hat. Oberarzt Vonaluni soll ge» milthskrank gewesen sein und trug ein gedrücktes Aus» sehen zur Schau. — (Influenza.) Wie aus Petersburg berichtet wird fteigt dort infolge des eingetretenen Thauwetters die Zahl der Todesfälle unter den an Influenza er» tränkten Personen sehr bedeutend. Nach ärztlichen An. aaben befinden sich derzeit in Petersburg gegen 50.000 Influenzakranke. — (Brand.) Nach einem Telegramme au« Gielih ist die Kammgarnspinnerei Vartelmus' Söhne in Alt'Bielitz niedergebrannt. Durch diefen Brand sind 370 Menschen, zumeift Arbeiterinnen, brodlos geworben. — (Emin Pascha.) Privalnachrichten zufolge wurde Emin Pascha im Sungebiete in blutige Kämpse verwickelt. Seine Lage soll höchst gefahrvoll sein. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Aus dem Reichs rathe.) Im «bgeoi-d. netenhause des Reichsrathes wurde gestern die Debatte über das Finanzgeseh zu Ende geführt. Nach der Rede Pernerstorfers ergriff der Finanzminifter Dr. Stein-bach das Wort, um die von Grigr vorgestern auf« gestellten Iiffern über die Steuerbewegung Böhmen«, Mährens und Schlesiens als von seltener Unrichtigkeit nachzuweisen. Solcherart lässt sich Land gegen Land, ein Landestheil gegen einen Landestheil, insbesondere in Böhmen (Geisall links), ausspielen, während Rücksicht auf die Gesammtheit nothwendig sei. Böhmen mit seiner mustergiltigen Agricultur und seiner reichen Industrie sei keine ausgfpresste Litrone und lein Object des Mitleides (lebhafte Heiterkeit und Beifall), Die Regierung schließe sich dem Ausdrucke der Entrüstung durch den Fürsten Schwarzenberg über die Beleidigung der patriotischen und dynastischen österreichischen Gefühle an. Die Regierung nimmt das böhmische Voll gegen die Beleidigung durch Gre'gr in Schuh. (Großer Beifall.) Abg. Palacly sagte: Oester. reich müsste für die österreichischen Slaven erfunden werben, wenn es nicht blftänbe. (Beifall.) G^gr leistete dem böh. mischen Volle keinen Dienst; letzteres schuldet ihm leinen Danl. (Lauter Beifall und große, anhaltende Bewegung.) Sodann sprachen noch vier Redner, woraus Dr. von Plener als Berichterstatter das Schlusswort hielt. Bei der Abstimmung wurde das Finanzgeseh in zweiter Lesung angenommen. Abends fand wieder eine Sitzung des Hauses statt. — («Die österre ichisch.ungarisch eMon. archie in Wort und Bild») Die 149. Lieferung sctzt die Schilderungen Palmatiens fort. Pas Heft theilt sich in zwei Themen: in die landschaftliche Schilderung der Inseln (von Director Eugen Gelcich) und in die Darstellung des prähistorischen Lebens Dalmatians (von Director Franz V u l i c). Parallel mit der dalmatinischen Küste lausen auf kurzer Entfernung vom Festlanoe die zahlreichen Inseln, welche der oftadriatijchen Küste den Vorzug guter Nnkergründe und sicherer Buchten und Häfen gewähren; man Mt gegen zwanzig größere In. seln und mehr als 100 kleinere Inseln und Felsen. Jene Seiten, welche dem vorherrschenden Winde in diesen Gegenden ausgesetzt sind, sind meist kahl, dagegen die geschützten Gelände Gärten zu vergleichen, die in tropischer Vegetation prangen. Aus dieser letzteren Gruppe sind vornehmlich die beigegrbenen Gilder entnommen, welche Perlo, Ransonnet und Rus« ausführten. Die durchlauchtigste Protectorin des Werkes, Kronprmzessin'Witwe Erzherzogin Stefanie, hat ihr I«. teresse für diese herrliche Inselwelt damit belundet, dass sie zwei Bilder für die Schilderung zur Ausführung brachte: eine stille Felsenpartie am Strande mit dem Namen «Xroo nat-ui^is» und line «Parlpartie» mit üppiger Vegetation; beide Sujets von der Insel Lacroma. Den Schluss der landschaftlichen Schilderung bildet das Denlmal der 1866 bei Lissa gefallenen Helden auf dem durch seine landschaftlichen Reize berühmten Friebhofe San Giorgio auf der Insel Lissa. — (Wiedergefundene Casse.) Man meldet uns aus Ndelsberg: Die aus dem Pfarrhause in Podgraje am ?. d. M. gestohlene Easse wurde am vergangenen Sonntag nachmittags durch den 19jährigen Besiherssohn Josef Baricic aus Pobgraje ungefähr 500 Schritte von Podgraje im Graben «Osredel» aufgefunden. Der Deckel der Easse ist theils zerschnitten, theils aufgebrochen worden; einige Staatsobligationen und Acten lagen auf der Erde zerstreut, die übrigen waren noch in der Casse. Die Documente sind vollständig und sämmtlich u«. beschädigt. Die Easse dürfte kurz vor der Auffindung der. selben auf die Stelle, wo sie Varikic gesunden, gebracht worden sein, da sie von Lehmerde beschmutzt ist. um Fundorte selbst aber nur Kieselerbe existiert. Auch müsste die Schrift der Acten, wenn dieselben nur eine Nacht im Freien auf der Erde gelegen wären, vom Thau und Niederschlägen beschädigt worden sein, was jedoch nicht der Fall ist; überdies ist im Graben «Osredel. früher wiederholt durch die Gendarmerie und andere Personen gesucht worden. Am Fundorte wurden ein altes zerbrochene« Stemmeifen und eine folche Feile vorgefunden. — (Selbstmord.) Gesvrn vormittag« erschoss sich der in allen Kreisen unserer Stadt vielbelannle Diener der philharmonischen Gesellschaft, Leopold Ho. zhevar. auf dem hiesigen Friedhose. hozhevar war durch seine Reblichleit. seine Vellälslichleit und seine Anhänglichleit an die philharmonische Gtsellschast in allen Gesellschaftskreisen eine beliebte Persönlichkeit ae. worden. Er vollbrachte die unheilvolle That zweifellos in einem Anfalle von Sinnesverwirruig, da er schon leit längerer Zeit lranl und trübsinnig war und durcll lein verändertes Wesen aussiel. ^ ' Latbacher Zeitung 3tt. 289. 2442 18. December lM. * (Personalnachricht.) Am 16. b. M. über« reichte eine Deputation der Gemeindevertretung von Kreßnitz, bestehend aus dem Gemeindevorsteher Herrn Josef Kovic und zwei Gemeinderäthen, dem Herrn Bezirks« hauptmann Mathias Grill das prachtvoll ausgeführte Diplom als Ehrenmitglied dieser Gemeinde. Der Herr Bezirlshauptmann, welcher als warmer Förderer der In« terefsen der ländlichen Bevölkerung bekannt ist, erwarb sich insbesondere durch die Fürsorge für die landesculturellen Verhältnisse den besonderen Danl der genannten Orts' gemeinde. * (Familienabel'd des «Solol».) Mit be« sonderem Interesse wurde dem Programme des gestrigen Nbe,ldes entgegengesehen, da die musikalischen Productionen des «Solol» eine neue Bereicherung durch die Bildung eines Tambura »Orchesters erfahren hatten. Das Zu« sammenspiel eines Chores auf der Tambura, dem bei den Südslaven heimischen, der Mandoline ähnlichen Volks« instrumente mit seinem durch ein in rascher Folge vor« und rückwärts anschlagendes Plektron erzeugten tremo-lierenden Tone, erweckt in dem Zuhörer die behaglichsten Gefühle. Das« übrigens der Effect eines großen, exact spielenden Tamburachores eine gewaltige Wirkung ausübt, haben wir bei einem durch 120 Tamburaschen ausgeführten Concerte bei der Ausstellung i» Agram empfunden. Der Tamburaschenchor des Laibacher «Zokol» zählt vorder» Hand zwölf Ausübende, die nach der kurzln Lehrzeit von vier Monaten gestern durch ihr cxactes Zusammen-spiel unter der Leitung ihres Lehrers, des Opernsängers Herrn Josef Nolli, den Zuhörern eine angenehme Ueberraschung bereiteten. Insbesondere fand der Vor« trag eines von dem genannten Herrn arrangierten Wal« zers sowie ein «Kolo», da« auch recht schön nuanciert wurde, großen Beifall. Die ausgezeichneten Leistungen der Sotolisten fanden ihren Ausdruck in der Ausführung von schwierigen Gruppierungen und den minutiös ausgesührien Freiübungen, die eine gründliche, ziclbewusste Schulung erkennen ließen. Eine angenehme Abwechslung brachten die Vesangsvorträge eines stimmbegabte^ Octettes, unter dessen Nummern das melodiöse «Gruß an Veldes» von Nedvid besonder« hervorgehoben werden muss, da wir nach langer Pause die schöne Stimme des um den ge« lungenen Abend besonders verdiente» Opernsängers Herrn Nolli wieder einmal gehört. Das zahlreich erschienene Publicum amüsierte sich prächtig, und es wurde der allgemeine Wunsch nach einer baldigen Wiederholung dieses gemüthlichen, angenehmen Abendes laut. ^. — (Bestellung von Prüfung««Com is-sären.) Das k. t. Handelsministerium hat im Einver» nehmen mit dem Ministerium für Cultus und Unterricht den k. l. Professor an der Staalsoberrealschule in Laibach Herrn Emil Zialowski zum Prüfungscommissär für Wärter von stationären und locomobile« Dampfmaschinen für das Land Krain bestellt. Zur Prüfung dcr Aspiranten für die Bedienung von Dampfkesseln sind die vom Staate bestellten Dampstess?l»Prüfungscommissäre in ihren Amtssprengeln berechtigt. Als solche functionieren derzeit in Krain: 1.) der l. l. Professor Emil Zialowski für die politischen Bezirke Laibach, Stein und Üittai sowie für die Steuerbi'zirle Großlaschitz und Reifmtz; 2.) der k. l. Ingenieur Franz Zuzek ;„ Krainburg für die politifchen Bezirke Krainburg und Radmannsdocs ; 3) der l. k. Ingenieur Thomas Walla in Rudolfsw?rt für die politischen Bezirke Rudolfswelt und Tscherncmbl und den Gerichtsbeznl Gottschee; 4.) der k. k. Ingenieur Anton Schwab in Adelsberg für die politischen B-zirle Adels-b>rg und Loitsch und 5.) der l. l. Ingenieur Josef Zujel in Gurlseld für den politischen Bezirk Gurlfeld. — lEhrung für Hofrath Dr. I. B. von Weih) Die ehemaligen Hörer des weitbin brannten Oefchichtsforschers Hosratd Dr. I. B. v. Weiß in Gcaz beabsichtigen, anlässlich dessen Rücktrittes vom Üehramte demselben eine prachtvoll ausgestaltete Dankadresse zu überreichen, deren künstlerische Ausschmückung Professor Kurz von Goldenstem übernommen hat. Ein Unter» schriftenblalt dieser Adresse liegt heute und morgen vor» mittag« in der Directionslanzlei des hiesigem l. k. Ober« gymnasiums auf, damit auch die in Laibach wohnenden einstigen Schüler des gefeierten Historiker« sich an dieser Ehrung betheiligen können. Dieselben werden hiezu mit dem Vemerlen eingeladen, dass der Wortlaut der Adresse daselbst eingesehen werden lann und der Kustcubeitrag für die Ausstattung auf 1 st. festgesetzt wmbs, welcher B^lrag an den Bevollmächtigten des Gcazer Com>>6s, Herrn Prof. I. Wallner, entrichtet werden möge. — (Ein unredlicher Reisegefährte.) Andreas Göstl aus Gottschee, der in Lugos eine Nieder» läge von Kastanien besitzt, war auf der Reise in die Heimat begriffen, um dort seine Verwandten zu besuchen und in Kroatien Einkäufe zu machen. Schon in Temesvar gesellte sich ihm ein junger Mann zu, der sich als Drechsler ausgab. Vorgestern abend« lamen beide nach Agram und stiegen in einem dortigen Hotel ab, wo sie zusammen ein Zimmer bezogen. Gestern morgens war der Drechsler verschwunden und mit ihm die Briestasche y^n^«'^^"' '" "el«" sich der Betrag von 20Y st. besand. Die über erstattete Anzeig« Göftl's ein« — (Aus dem Gerichtssaale.) Beim hie« sigen l. l. Landesgerichte hatte sich vorgestern der siebenundzwanzig Jahre alte Uhrmachergehilfe Franz Tlalac aus Agram des Verbrechens des Diebstahles zu verant» worten. Tlalac hatte sich in die Wohnung des Regen» schirmmachers Rozman in St. Veit eingeschlichen und ver« sucht, einen Diebstahl auszuführen; er wurde jedoch er» tappt und festgenommen. Der Angeklagte wurde zu fünf« zehn Monate,, schweren Kerlers verurtheilt und wird nach verbüßter Strafe aus Eisleithanien ausgewiesen werden. — (Streik) Infolge der Entlassung mehrerer Arbeiter ist, wie bereit« gemeldet, im Kohlenwerle Ojstro (Trifailer Kohlenwerks-Gesellschaft) ein Streit ausgebrochen. In Ojftro streiten 240, in Hrastnigg 400 Arbeiter. Ver« treter der politischen Behörde Eilli uild der Bergbehörde begaben sich mit zahlreicher Gendarmerie nach Hrastnigg. Die Ruhe blieb bisher ungestört; Feuerwachen sind bisher ungehindert angefahren. — (Christba u mfei e r.) Die diesjährige Christ« bau! seier im deutschen Kindergarten findet Sonntag, den 20. d. M.. um halb 7 Uhr abends im Casino-Glassalon statt. Alle Freunde und Gönner der Anstalt werden ein» geladen, sich an derselben mit ihrer Gegenwart zu be-theiligen. Nach der Feier gemüthliches Beisammenbleiben; die Militärkapelle des heimischen Regimentes hat ihre Mitwirkung zugesagt. — (Der Nachlass eines Cardinals.) Aus Agram Wird gemeldet: Die nunmehr vollständig durchgeführte Verlassenschafts-Abhandlung nach dem verstorbenen Cardinal Erzbischof Mihalovic ergab ein Passivum von nahezu einer halben Million, Wofür bloß eine Deckung von 200.000 fl. vorhanden ist. — (Arbeiter « Unsallversi che rung s-anstalt.) Man berichtet uns au« Trieft: In der jüngsten Vorstandssitzung der Arbeiter.Unfallversicherungs-anstatt wurde beschlossen, den Stadtphysicus Herrn Dr. Koptiva zum Vertrauensärzte der Anstalt für Laibach zu bestellen. — (Vesitzwechsel.) Die Spiritus«, Malz« und Essigfabril von Pund schabt in Klagenfurt wurde executio von der Spiritusfabrik M. Fischls Söhne in Prag sür 166.000 st. erstanden. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laibachrr Zeitung". Wien, 17. December. Erzherzog Ernest ist unter Fiebererscheinunqen erkrankt und verbrachte eine un< ruhige Nacht. Der Kräftezuttand ist befriedigend. Pola, 17. December. Der Marine-Commandant Admiral Freiherr von Sterneck ist heute hier ein« getroffen. Köln, 17. December. Wie der «Kölnischen Zei« lung» aus Sofia gemeldet wird, hat Graf Hartenau infolge des Beschlusses des Sobranje, ihm eine Do» tation zu gewähren, für das gute Andenken, das Nut» qarien ihm bewahrt, und für das Zeichen der Erkennt« lichteit telegraphisch seinen Dant ausgrsplnch»»,. Vcrn, 17. December. Die vereinigte Bundesversammlung sprach Welti für die geleistete» vorzüglichen Dienste den Dank des Vaterlandes aus. Zum Bundes rathe an Stelle Welti's wurde Zemp aus Luzern (cle> rical), zum Vundespräsidenten für das Jahr 1892 Hauser aus Zürich, zum Vizepräsidenten des Bundes» rathes Schenk aus Bern gewählt. Rom, 17. December. Heute hat das gestern bereits angekündigte Consistorim stattgefunden, in welchem der Papst dem Cardinal Fürst»Erzblschof von Wien Doctor Gruscha den Eardinalshut aufsehte. Petersburg, 17. December. Die meisten hiesigen Blätter tadeln rücksichtslos die Ausweisung Chatwurnr'?. Das . « Den 1 «. December, Alois Seme, Sclnllel, " ^ Gloclengisßrrgasse 7, septische Form der Masern. ImSpitale: ,. Den 1 4. December. Dorothea llerne. ÄrbciM Gattin. 3? I.. Krebs. .«, q Den 1 k. Deeeml> er, Anton Lesjal, Inwohner, .^ ^' Lungenentzündung. Wolkswirtschastliches i!albssch, 16 December. Auf dem heutigen Mar^Dd"' schirül» : 4 Wagen mit Getreide. 7 Wagen mit heu und V" 1 ^« ^ h.iden . 5 80 6 60 Lchweineficiscl, » ,,^^ Hirse . 4 87 5 15 Schöpsenfleijch » ^^ Kukuruz » 5 30 5 40 Hähndel pr. Ntülf ^ ^ Erdäpfel 100 Ki,, 2 52 —!— Tauben » " l° " ^ ^iilsen l> ^>> "^«^ — „erwi^r! » — (i2------------ Weiher. > ^ "^ ^-, Meteorologische Beobachtungen ill^lnbB>^ 7Ü.M« 728 4 0'2 O. schwäch l bewollt ^,^ 17. 2 . N. 7303 66 O. schwach , bewüM 9 . A. 736 1 l l 0 O.z. heftig ! heiter ^ Vormittags bewollt, nachmittags ziemlich ^"'4.1" Mondnacht. — Pas Tagesmittcl der Temperatur « 6 . " über dem Normale.____-^ Aeian.'lüoitlichci Redacteur: I. slaglii ^^, Bei Kinderkrankheiten, welche so häufig säuretilgende Mittel erforde ^ wird von ärztlicher Seite als wegen seiner n" Wirkung hiesiir besonders geeignet: ^^^ mit Vorliebe verordnet: bei Maf5ßnHaUre' ^„ pheln, Rhachitin, DrüsenanHchwwIlnnge" trend1' ebenso bei Katarrhen der Luftröhr« »n" . yper liUHten. (Hofrath von Löschners Monograpni ^7 Giesshübl-Puchstein.) \dt-i 5 Vm> nammlosem Schmerze aus daö ^'^ ,„iin-b.u^t. gibt Unionie Pe«a>, mit 'h"''," ^c,ch digen Kindern Irma, Hubert und Verty«^ ,^^ richt, dass c6 Gott dem Minächtiaen ar!"M ^ ihren innigstgeliebtc», edlen Gatten, de» be!"» Herrn Martin Pctta" Kaufmann und Hausbesitzer heute um 11 Uhr nachts nach langem, )chmclz"^ ,„ Leiden und Empfang der heil. Sterbl,acla ' ^. seiuein 44. Lebensjahre in ein besseres ^j" , zubcruseu. „ < z thrure'' Die Beerdigung der irdi,chen Hi Me o" ^ ^^ Unvergesslilie!,. viel z» srüh Dahinnesm'^ ^<,gs Samstag, den 19. d. M., um 3 Uhr "^ statt. . .„ hiesig''" Die heil. Seelenmessen werden '» «" Pfarrlirche gelesen werden. oliidsN^'" Der Verblichene wird dem frommen "" empfohlen, , Krainburg am 16. December 1«^^^^^ ^aibacher Zeitung Nr. 289. 2443 l^December 1891. Course an der Wiener Börse vom 17. December 1891. ?««dem 0^^ C°ursbl°te Ge» Ware 1 zl°at».Znlehen. ^^heiMcht ^nte in Noten 92 35 92-55 1^5"» ^...... 9i 95 «2'ik 1,^?°/» Twnlslose , 850 fl, ! 134 25 135 «!> U bv» » nail« 500 fl. 137 25 138 — !i? ' ' fünftel 100 fi. 147 u» 14» 50 ^2<»ll<,w,t . . 100 fl. I7<»75 1?'^0 "M-Pfbbl. ^ 120 fl. . . 14b!.0 14bb0 H^Voldrente, steuerfrei ic» 80 109 2« l ^''t°ttNlt,! - 11«?.^ "«« «ahn in Silber , 104-25 1O!> ?5 !.-"M°hn !iO« fl, CM. , . 244 — 24? - ^, "Nz Vubwei« 200 fl, ö. W, 223 - 227 - !,i,Nb,-TiroI 200 fl, U. W. 213 — 215'- >!«!s^^n sür 2»n Mart . 109 1>' 109 5!» !i^M> Marl 4"/„ , , . 114'80 ,1b 40 «V'levh.Bahn Em. 1884 . W — 97 — '"«lg«l Nnhn Gmiss, «884 ^4 25 9b »5 »Ü 3°l «Me 4°/« . , , . 105«' 105 45 ^Mtrente b"/„. , , .10120 1'140 7'lNb,'«i,l.IM»fi,N.W,T. 117!,« 117 70 >l, U° cumul. Stücke 9» 7b 99 7l, Ül Mllhn.Priolltälen . --- -'- ^3."»'Obligat. VI.I87N 112 50 113-25 ^tlnzthrntHbl, 0b,1Wfl, 9« 10 97 10 Mm,M,,l, k 100 n, Ü,W. 13? 25 13« Hil>»"° i^ bO st. 0. W. 13« - 18/" "°l«'«°sf 4°/„ 100 fi. », W, 129 7b 13>). »5 l Velb Ware Grundentl.'yllligalionen (für 100 fi, LM). 5"/„ galizische...... 104 — 105' 5«/n mährische...... — — --- 5"/n ittain und Küstenland . . —— — — 5"/„ niedrr«s!errc«chllchc . , . 109-50 110 - ü°/„ strirüchr...... — — —'— 5«/« lroatijchc und üauonische . 104-5« 10bbC 5°/« stebcnbüraische . . , , —'— —-— 5°/„ Temc!r? Uanat . , . , —-— —>— 5"/„ „ngarilche...... 9>> 9<> 91-9« Andere üssentl. Onlehen Doliau-Meg.-Uosc 5"/« 1N<) fi, . 128-- I2:>- dto, »Inleihr 1878 . . 10a 75 10«-»rl,cn d, E»lld94U Vest. Hypllthclenbanl 10j. 5<»«/„ !»8 50 »9-10 Oest.'ung. Vanl vcrl, 4'/,»/„ . l»i-5U i,)2 — betto » 4°/„ . . 99-5« ion-. betto 5«jühr, » 4«/„ . . 9900 l!<0 - PriorllätS'Vbliaationen (für 100 fs), sterbinands-Norbbahn 100 — Valizische «arl° Ludwig-Bahn »M. 1881 300 ft. E. 4'/,°/^ . 99 30 00 — Held Ware Oeslerr. Norbwestbahn . . . 10b 8>' 10k 8" Staatlbahn....... '5275 --^ Eüdbllhn K 3«/,..... 144-7K 145 .i5 . il 5"/„..... II» 50 119- Unss.oallz. Nahn..... 1U0L5 10l«l5 Diverse zoft (per Stück). Crebitlos, 100 fi...... 18b 25 »87— Clarv Lose 40 fi...... 5« 25 5275 4"/„ Dona» Dampfsch. KX» fi. . 1l2'— >24 — Laibachrr Pr«m.-«nleh. 20 fi. 2«b'.' 2,'50 Osrner Lose 40 fl..... 52 - 53'- Palfsv-Lose 40 fl. ..... bL- »»'- Mothen Nreuz, ost.Ves.v, in fl. »6 9« 17'lo Nudolpl, Lose 10 fi..... 19-50 Ll<-50 Salm L°!e 4<> fi...... 625» L3'!>'> Et. Gen u!« Lose 40 fl, . . . ««'"' 645« Waldsls!» Lose 20 fl..... 85'75 36-50 WlnbUch Vrätz Lose 2« fi. . . 4»'50 -----Gew. Sch. b. 3"/„ Präm.-Cchuld- verschr. der Vobencrebitanstalt "'" »e — Kank'Actien (per Ltück). Än<,lo0sl,Vanl200fl.N«»^E. . 151-5" !5i 5« Nanlverein, Wiener, 10« fl. . !0i 80 10N40 Nbcr.-Unst. »st., 200 fi. L. 40°/„ 356 - 358 — Lldt.'Anst. f. Hand. ü, G. 18«fl. 28» 75 284 75 Creditbans, ANg. un«., 200 fi. . 32« 25 827 2b Depositenbank, «Na.. 20« fl. . 200— »02 — E«conipte-Ge!.. Ndrvst,, 500 fl. »05-- «15- Vlro-u. «assent,,, Wiener 200fl. - '^ Velb Ware Hypothelenb., 0st.ll0<>ft.25°/nV. 70- 78- - Lünderbanl, ost. 200 fi. V. . . 19«^, iu? «l> Oestsrr.-ung. Van! L0N st. . . ioio 1012 Unionbanl 200 fl...... 2?5'— 225 5U Ver!cl,r«banl, Ulla.., 14« . . > l^?-«» 15» «5 Aclien von tzranspor!» Unternehmungen (per Stück). Nlbrecht-Nahn 2<«> fi. Silber . 90- 30 50 Alföld.ssinman. Bahn «oo fl.L. liOi 25 20:-5" Vöhm. Nordbahn 150 fi. . . i<>c< 50 » «Vestbahn 200 fi. . . »48'50 344 5.0 Vuschtiehradcr Eis. 500 fl. «Vl. 1177 1185 dto. «lit,. U.) 200st. . 4«5 — 4«? — Donau«Dampsschiffsahrt» Ges., Ocsterr. 50« fl. EM. . . . 31"-— »14 — Diau-Vis. (V.-Db.«Z,)200st. E. 19» 50 2l»<- 2>ux-Vobenb.°E!I..V. 200 fi. V. ---! —-^ sserbinandkNordb, lOOOfi.EM, 2K07 2818 Glllllarl Lubw, V.200fl. 225 — PranDliirrEifenblbOft, Gilb. «5— 8« — Ltaatseileiibahn 200 fl, Lilber 281 -^ »81 75 Sübbahii .io<» fi, Silber . . .! »4 5''< 2» Montan - »esrll , Osterr. - alpine «4 «s>! s... 70 Präger e» Ino »es, 200 fl. »7N - »77 b.' Talao - larj, SteinlMrn 80 fi. <,»«- - «37 — «Sckl0a,lmllhl», Papiers, 200fi. ii»5- b»»<, — 'Stenrermiihl',Papiers.u.V.-V. i»z-- 13« n0 TrifailerldohIenw'Ves. 70fi. . i/3b0>174b^ Wllssei!f.'V,,Ol-f<.inWien100fi. 404 — 40l! — Wagaon-Leihanft., «lllg, in Pest »0fi......... 92- 9^,5 Nr. Vauaesellschast 100 fi. . . «» «, 84 50 WienerbergerZiegel'Uctien'Ves. »4« - »4? — Devisen. Peursche Plütze...... 5"-— 55-10 London........ 117 80 III» ?0 Pari«......... 4ck"57» 4« »«. ! Dalulen. , Dueaten........, b«l »«» 20'ssranc» Stulle ...,;! 9l»«^ »87. Deutsche «eichlbanlnote» . . ü» — j b« 07. Papier^«i!bel...... l-IK, l IN« Italienische Vanlnoten (100 L ) 45b«I ^b,,U Buchhandlung Weihnachten ÜL 1891 / Buchhandlung / 1891 > Weihnachten 2 Kundmachung. N 2324 Seit Jahren haben Wohlthäter die Gepflogenheit, siel» von den Jtajalrs- iroil Namenstafls - Gratulationen Wf»' 'jösung von Enthehungskarten zu Gunsten des städtischen Armenfondes zu V^ ^lJf diese löbliche Gowohnheit erlaubt sich der Stadtmagistrat auch heuer die ^ I samkeit des verehrlichen Publicums mit dem Beifügen zu lenken, dass die S&fr "te Herr Karl Karinger am Rathhausplatze Nr 8 und Herr Albert Wr> am Consrressplatae Nr. 7 sich abermals bereit erklärt haben, Enlhebungs- "n auszufolgen. %|j . UHfi«!rdem wird der Stadlmagislrat in Gemänsheit des bestehenden gemeindete^11 ^u^raSest w'e m den Vorjahren, zur Bequemlichkeit des P. T. Publicums solche W- ^"gskarten behufs gefälliger Abnahme durch amtliche Organe in die Häuser \j . r jede Enthebungskarle von den Neujahrs- oder Namenstags - Glückwünschen NÜi*16 '>is^er> der Betrag von fünfzig Kreuzern erlegt, und es wolle im Sub- °nsbogen neben dem Namen die Anzahl der gelösten Karten eingetragen werden. J*er Grossmuth werden keine Schranken gesetzt. ffi brieflichen Geldsendungen wolle die Adresse deutlich angegeben werden. uie Namen der Wohlthäter werden in den Zeitungen entgegen veröffentlicht werden. Magistrat der Landeshauptstadt Laibach ^s^ am 3, December 1891. 3 Dampfsägen zu verpachten. 5^^ ™"Ätt-Ä»läi» .,ac.,S.chCndeHo.Zracnf^7in(F_„r , Bärenheim 2000 » > 2000 . » jähere Auskunft ertheilt ~ww„ni.h oder schriftlich das oben genannte Forstamt. Vier goldene Medaillen. CacaoElSiie ist anerkannt der gesündeste, reinste und billigste Cacao In V V und '/„ Kilo-Blechbüchsen. Jos. Küfferle & Co. v^ tu Wien* ___ (620) 32-22 Um den zur Weihnachts- und Neujahrszeit sich häufenden Bestellungen auf (6378) 5—3 Visitkarten rechtzeitig entsprechen zu können, ersuchen wir, etwaigen Bedarf an solchen in feinster Ausführung uns recht bald ausgeben zu wollen. Achtungsvoll lg. v. Kleinmayr & Fed. Bamberg LailDac Ix- Die Obstzüchterei Karolinenhof! bei Pettau in Steiermark j empfiehlt zu "^W«ila*Ä»«?l*< > » .....1 Golden 40 kr. Depot bei Herrn Joh. BllZZOlilÜ in Laibach.