Laibacher Zeitung. .^ 258. Samstag an»». November R8K« Die „Lail'achcr Zeitung" erscheint, »lit Ausnahme der Son»- lmo F.icrt.ige. läglich . uuo lostet sammt be» Acilacicn ! »l (§!)!,! p toil aantscl)licßll!!g vom 3. Nov. d. I, die am Preß-blirger Collegiat Domcapilel erledigte Stelle des Dom» Gustos dem dortigen Domherrn, TituIar«Abt, ^)lico-laus (5 herier, zu verleihen, und sohin dcn Pfarrer zu Tarjan, Joseph Sz ent« I vünyi, den Pfarrer und Vice Erzdechaitt zu Szenitz, Anton Freihcrrn v. Geramb, und dcn Ehrendomherrn am Grailcr Metropolitan^Doincapitel und Vice-Rector des Paz, mantums zu Wien, Heinrich Sz a j b<«ly , zu Dom-l Herren an demselben Collegiat-Domcapitel zu ernennen geruht. Se. Majestät der Kaiser hadcn mit a. h. Ent> schließung vom 3. Nooemdcr d. I., die am Ko locker Mctropolitan>Domcapitel erledigte Stelle des Probstes vom heiligen Paul zu Bacs dem dortigen Kathedral-Diacon, Johann Zombory, zu verleihe»,, ulld sohin an demselben Domcapitcl zum Ca, thedral'Archidiacon dcn Bacftr Archidiacon, Nicolaus Körmöczy; zum Bacser Archidiacon den Theißcr Archidiacon, Alexander Csajäghy; endlich zum Thcißcr Archidiacon dcn Domherrn„,W ,.'c.? - !./ Se. k. k. Majestät haben mit a^ h. EnMieu ßung vom 8. November d. I. die bei dem k. k. Finanzministerium erledigten Ministerialsecretärsstcllen dcn Concipisten bei diescnl Ministerium, Joseph Edlen von H ark e nfeld und Paul Friedrich Walther, dann dem Secretär der Flnanzlandesdirection von Oesterreich ob und unter der Enns und Salzburg, Caspar Heim. asieranädigst zu verleihen geruht. "^N^ ^b " ^--------^'«^ ^ Kund n, a ch u' n g Laut h. FinanzMinistcrial-Erössnung vo>n 23. d. M., Z. 14.655, hat die Direction der k. k. östcrr. Nationalbank sich bestimmt gefunden, die laut deren Kundmachung vom 18. April 1850 festgesetzten Tcr< mine zum Umtausche der I und 2 fi. Noten früherer Form um weitere drei Monate zu verlängern, der-gestalt, daß diese alten Banknoten u 1 und 2 si. bei sämmtlichen Bank-Filial-Cassen in dcn Kronlan-dcrn noch bis Ende März 185», und bei den Vank-lassen in Wien noch bis Ende Juni 1851 im Wege der Verwechslungen und in ZalMngm werden an. genommen werden. "" " Nach Ablauf dieser Termine ist sich wegen des Umtausches der altcu Banknoten zu Ein und Zwei Gulden unmittelbar an die Bank-Direction zu wenden. ^z^ ,h K. t. Steuer-Dircclion Laibach am 30. Oct. I850. Die provisorische Handels, und Gewcrbekammer ln Brunn hat sich am 21. October consiituirt und Se. Durchl. Hrn. Hugo Fürsten von Salm zum P'ä>ioenten und Hrn. Johann Ernst Ritter v. Her, ling zum Vicepräsidcntcn erwählt, welche Wahlen-"uch bereits von Seite des k. k. Handelsministeriums äenehmigt wurden. Der Minister des Cultus und Unterrichts hat a» dem durch Vereinigung mit der philosophische» Studienabtheiluug der Agramer Academic zu rinem Obcrgymnasium erhobenen bisherigen sechsclassigen Archigymnasium zu Agram, die Direclvrssttlle dem bisherigen Director dcs Archigynmasiums, Georg Novosel, drei Lehrcrstellcn im Obergymnasium den bisherigen acadcmischln Pr»)sesf0rcn, Stephan Muslcr, Alois Uabukl'5 und Kisseljak, mit Bei-beh.'ltung ihres früheren Ranges und ihrer Bezüge — endlich eine Lehrerstelle in« Untcrgymmisium drm gewesenen 3,hrer der Mathematik, Naturgeschichte, Technologie lind Chemie an der industrial-mercaiUi-lischen Lehranstalt in Belgrad, Alois Milulin G 0-l u l), verliehen. ,!«° ,.'^' i>^" 7^" ,' Veränderunften in der k. k. Armee Feldmarschall'Lieutenaltt Christian Freiherr A p-Pel, Commandant des 7. ArmeecorpZ, wurde zum General der Cavallerie befördert, und gleichzeitig provisorischer Commandant der 3. Armee; Fcldmar schall'Lieutenanl Carl Gras WaI lm00 en - Gi inborn, seither Interlmö.Cominandant dicscr Armee, übernimmt wilder das Commando dcs 10. Armee-Corps. Nichtamtlicher Theil. ' Venedig» 6. November. — I''— Wer die,mllitä'rischcn Bewegungen, die verschiedenen und bedeutenden Truppenmärsche, die Complctirung der Regimenter, die Einberufung der beurlaubten Soldaten, und die fortdauernde Trans-locirung einzelner Truppenkörpcr in diesen Provinzen eines näheren, prüfenden Blickes würdiget, der muß sich nothwendiger Weise in die kriegerische Zeit der verflossenen 2 Jahre versetzt glauben. Mögen jedoch die Vorkehrungen die großartigsten seyn, möge dieß die Gränzen einer bloßen Demonstration überschreiten,- so wollen wir doch hoffen, den Frieden erhalten zu sehci,, und wollen daher vertrauungsvoll aus den Fortbestand der Ruhe, nicht allzu früh vielleicht un-gegründeten Befürchtungen eines europäischen Krie-^ ges Raum gebend, den freudigen Gedanken nähren: Oesterreichs offenes und ehrenhaftes Auftreten werde in ganz Deutschland Glauben finden und die Sym? pathien für Necht und Billigkeit erregen. "^ ^ Daß die schwebende Frage zwischen Kneg 'und Frieden in diesen Provinzen eine besondere Sensa lion hervorbrachte, daß man an jede, wie immer sich gestaltende Eventualität, schon neue Hoffnungen knüpfte, und doß daher das Treiben unserer Oppositionspar, tci mehr Schwung und Kraft gewann, ja, selbe dcn Stämpel dcr frechsten Keckheit sich ohne Zweifel aufdrücken würde, falls die energische Thalkraft der militärischen Regierung nicht stark genug wäre, jedes bübische Unternehmen schon im Keime zu ersticken, dieß unterliegt wohl keinem Zweifel. Lächerliche Demonstrationen aller Art tauchen hie und da auf, gehen jedoch so schnell unter, als sie sich tühn erheben. Man sieht wirklich die Nichtigkeit unserer Freiheitshelden. Wenn solch' ein Geck einen Kossuthhut aus dem Kopfe trägt, elM gewich. ligc Stahlkctte an der Brust hängen hat, und sich ^ durch einen langen Kinn» ul,d Bocksbart ein gewich. tigcs Ansehen zu geben glaubt, so dünkt er sich schon Herr einer neuen Frcischaarenlegion; er lacht und spöttelt über jeden Vtechllichdinkcndcn, — jedoch im« mer im Rücken — insultirt jeden Militaristen — doch nur, wenn er weiß, nicht gehört oder verstanden zu werden; zittert jedoch am ganzen Leibe, wenn er sich einer Gefahr ausgesetzt weiß, imo entblödet sich nicht, gleich einem Weibe oder Kinde zu weinen und auf die Knie zu fallen, wenn er dem st>a> senden Arm der Gerechtigkeit verfällt. Die Incon-sequenz, Charakterlosigkeit imd Feigheit dieser dcmo-cratischen Phanlasiehcldcn läßt sich schwer zur Ge-nüge bezeichnen. Ich hatte Gelegenheit, mehrere zu keimen, welche in Prinzipien, Reden und Handlun-gen so zu sagen mit dem Wetter sich ändern; heute Dies.m, morgen Jenem huldigen, Alles mit Ucber-spanntheit erfassen, jetzt über einen Gegenstand Lol>? gcdichtc verfassen, in kurzer Zeit den nämlichen verfluchen, Einer dicscr Liberalen schrieb alles Erdenkliche gegen Deutsche, und erklärte jeden als Vcrrä-ther des Vaterlandes, der ein deutsches Wort aus-spricht. Dicse seine Lehre gab er durch Druck zu erkennen, und siehe da, vor einiger Zeit empfahl er sich im Zeitungsblatte zu jedem Auftrage, sich ve-sondcrs Deutschen anempfehlend, da er dicscr Sprache klindig sich erklärt. Einen besseren Beweis der italienischen Gaukler kann man wohl nicht liefern. — Dieß sind nun Leute, welche das Glück unserer Provinzen begründen wollen. — Armes Italien! Am 4. d. M. fand im hierortigen Arsenale eine glänzende Festlichkeit Statt. Es wurden nä'm-lich die Goelette „Ar^tina" und die Fregatte »No-vara" vom Stapel gelassen. Alle Notabilitäten Venedigs und Tausende von Neugierigen wohnten diesem schönen Schauspiele bei, welches, begünstigt durch die schönste Witterung, jcden Anwesenden ungemein besriedigte. Die Goelctte hat 12, die Fregatte bei 60 Kanonen; diele Fahrzeuge werden von den Kunstverständigen als Meisterstücke der Schiffsbaukunst erklärt. Zwei Kriegs.- und zwei kleinere Dampfer sind noch im Baue und werden hoffentlich in kurzer Zeit unsere ausblühende Marine vergrößern. Seit einigen Tagen sehen wir hier eine neue lithographirte deutsche Zeitung, welche in Mailand täglich erscheint, und in kurzem Auszuge jedes merk» würdige Ergebniß Italiens anführt. Wir wünschen diesem neuen Unternehmen Glück, können jedoch die Bemerkung nicht unterlassen, daß die Zahl der Abonnenten nur eine geringe seyn dürfte, da der Preis derselben ein überspannter ist. Fünfzehn bare Zwanziger monatlich sind in diesen Zeiten eine große Forderung; man kann sich billiger für Jahresfrist auf ein gedrucktes, anerkannt gutes Blatt prä-numeriren. Mit diesem Schuljahre sind die Lyceen und Universitäten im Lomb.-Venetianischen eröffnet, dieß jedoch mit mehreren Modisicirnugen, welche die ge, gcnwärtigm Umstände erheischen. Die juridisch.poli. tischen Studien sind nicht, wie es verlautete, ausge. schloffen, jedoch nur für Jene zugänglich, welche in Padua oder Pavia domiciliren. Den Auswärtigen ist das Privatstudium gestattet. ,^. ^ Mailand, 5. Nov. —0. ^.— Nun 'scheint denn doch der rauhe Winter Ernst machen zu wollen, nachdem «inige sonnige Tage uns auf ein,n Spätsommer Hoffnung machten, wie man ih„ hier in dieser Jahreszeit nicht selten erlebt; ein dicker Nebtl, den man, wie ein Mailänder Sprichwort sehr treffend sich ausbrückt, mit dem Messer schneiden kann, bedeckt die Stadt und hüllt dieselbe in kimmerische Finsterniß. Dessen- 1138 ungeachtet herrscht in den Gassen in diesen Tagen ein ziemlich reges Leben, denn Alles beeilt sich, den Landaufenthalt mit dem dcr Stadt zu vertauschen, daher man überall nur «ohnkutschcn und Omnibus begegnet, welche die Trauernden den heiteren Villen und den balsamischen Lüsten des (Zomersce's oder dcr Umgegend von Varese entführen, und in die wcni' gcr romantischen, aber wärmeren und bequemeren stadtischen Wohnungen absetzen. Dcr heutige Tag, an welchem das Fest des heil. Earolns Borromäus, des Vlalländcr Erzbischoss, bcgangcn wird, ist für Mailand ein halder Feiertag, und mit Recht, denn wo sollte das Andenken des milden Mannes mehr geehrt werden, als in dcr Stadt, wo er so scgens» reich wirkte, u»d wo seine sterbliche Hülle ruht? Auch ziehen viele Andächtige nach der unter dem Hauptaltare der Domkirchc befindlichen Gruft, wo dessen einbalsamirter Körper, nut dm Insignien dcr erzbischöflichm und Eardinals-Würde bekleidet, im krystallenen Sarcofthag beigelegt ist. Diese Giust, oder vielmehr unterirdische Kapelle, die nur an diesem Feste dem Publikum offen steht, für Besucher oder Fremde jedoch immer zugänglich ist, verdient nebst dem religiösen Interesse, das sich an dieftlbc knüpft, auch wegen ihrer überaus reichen, obgleich etwas baroken Ausstattung, von jedem .Besucher dcr Domkirche gesehen zu werden, denn kostbare Mar-morplatten und Silbcrverzierungen wurden in der-selben nicht gespart. Besonders imrkwürdig aber sind die acht Medaillen aus Silber in gehobener Arbeit, welche die wichtigsten Episoden aus dem Leben des Heiligen darstellen. Auch die Räume zwischen den Säulen werden bei dieser Gelegenheit mit analogen Bildern von guten Malern behängt. Auch für die studierende Iugcnd hat dicscr Tag eine besondere Bedeutung, denn mit demselben enden die jährlichen Herbstscrien und wcrdcn alle Staats !Md Privat-Unterrichts. Anstalten eröffnet. Heuer wurde unsere Stadt mit einer ncurn, sehr nützlichen und wichtigen öffentlichen Kanzel bereichert; im numismatischen Eabinete, welches sehr reich ausgestattet und eine dcr Hauptsehcnswürdigktiten Mailands ist, wird ein Lchrcurs sür Archäologie und Nunu> matik gehallen wclden, und es gereicht zur allgemeinen Befriedigung, daß so diese kostbare Sammlung dem Publikum zum Nutzen gemacht werde, lind zu-gleich je»e Wissenschaften, welche für den Künstler imd Geschichtsforscher von so großer Wichtigkeit sind, hier im Vatcrlande des Alciato, Vcrri u»d Easti-glicmi sich zu neuem Flor erheben. Die Vortrage werden vom Herru Bernhard Biondelli, Director des numismatischen Cabinets, gehalten wcrdcn. Leider scheinen mit dem nahenden Winter auch die Vcrbrechcn, von dcncn seit einiger Zeit weniger verlautete, wieder im Zunehmen begriffen. Doch beweisen sich die Beholden und die Militärgerichte insbesondere in Bestrafung derselben sehr thätig, und die jüngste Zeit brachte uns in naher Folge drei Vcrutlhliluoa/n. Zwei davon, deren eine wegen Naudans.lll mit bewaffneter Hand in der Provinz Paria, die andere »vcaen fbcnsalls mit Waffen verübten Thätlichkeiten in dcr Provinz Brescia gcsällt wurde, lauten auf Tod, und wurden wirklich sogleich vollzogen. Auch in Bergamo verurthciltc das Standgericht verschiedene Individuen aus der Umgegend wegen Wassenverhcimlichung zu mehrjähriger Kettcnstrafc, miloettc jedoch dieselbe wegen der sonstigen guten Aufführung der Bctheiligtcn. Bei dicscr Gelegen-heil muß ich auch erwähnen, daß der große Prozeß, wclchcr in London wegen Verfälschung von T refo rsch einen anhängig war und viel Aufsehen erregte, gegenwärtig beendet ist, und der Eprucl) gegcn den übcrwicscncn Vcr-brcchcr Molteni auf siebenjährige Deportation lautet. Dcr kaiserliche Rath, Hrrr Joseph Tschcitschcr, Schatzmeister des lombardisch - venctianischcn Königreiches, welcher vom h. Ministerium als Zeuge und Sach. verständiger dahin berufen wurde, befindet sich gegenwärtig schon auf der Rückreise nach Verona. V e st e r r e i ch. Wien, 'cn und Eindringen von Fremden dcr o'.igen Kategorien in auffallender Menge oder untcr sonst bedenklichen Umständen, welche irgend eine reciproke Verfügung hervorzurufen geeignet erscheinen sollte», zur höheren Kenntniß gebracht wcrdcn. — Die unterirdische Leitung der Telegraphen-Drähte dat sich nach den bisherigen Beobachtungen so vorthcilhast und zweckmäßig rrwicscn, daß die Regierung nun bcabsichtct, sämmtliche Stangenleitun-gen, wenn Fall zu Fall Veränderungen überhaupt nothwendig werden sollten, in unterirdische zu verwandeln. In der Nähe des Gloggnitzer Bahnhofes ist mit dieser Umgestaltung bereits gestern der Anfang gemacht wordcn. — Ehestens foll cine Ministerial ^ Verordnung crschcincn, welche bestimmt, daß die sämmtlichen Studierenden in die Verzeichnisse der Militär-Losungs-Pstichtigm cniszunchlmn sind; die nöthigen Vorkch.. rul'gcn dazu dürfen schon dci dcn bevorstehenden Losungen getroffen werden. — Die scil Kurzem hicr weilenden orientalischen Bischöfe haben in Kirchen - Angelegenheiten bereits wiederholt Berathungen gehalten. Aus dcn, denselben vorausgegangenen Separat Besprechungen dürfte eine Einigung über die zur Verhandlung kommende Hauptfrage in Betreff dcr Trennung der romanischen von der serbischen Kirche kaum zu erwarten scyn, da nicht minder wichtige Gründe für als gegen Trennung beider Kirchen sprechen, daher auch schon dcr Wunsch laut geworden ist, es möge die Negierung in dicser Angelegenheit selbstständig und ohne Einflußnahme der Bischöse des einen oder anderen Ritus entscheiden. * Wie»,, 7. Nov. Die Ankunft des sieggelrön, ten Marschalls Nadetzky, ist ein Ereigniß von hoher Wichtigkeit. In einem Momente schwerer Entscheidung an dcn Thron seines Monarchen berufen, wird er die Fälle seiner Erfahrungen zum Besten des Staates geltend machen können. Seine bewährte Einsicht, sein anerkannt scharfer Blick, seine profunde Kenntniß aller militärisch-politischen Beziehungen des Wclt-lheils lassen srincn Rath vorzugsweise wüüschcnswcrth erscheinen. Der Marschall ist aber nicht bloß ein Mann guten Rathes, er ist auch ein Mann dcr entschiedenen That. Die Lorbern, womit er si d auf dcn Schlacht-gefildcn Italiens bedeckte, gesellen seinen Namen zu dcn besten der Heroen aller Zeiten und verknüpfen denselben mit den ruhmvollsten Erinnerungen östcr« leichischer Geschichte. Allein es dürfte bei diesem Anlasse in Erwägung gezogen werden, daß er auf dem Felde einer noch weit größeren und bedeutsameren Thätigkeit die Proben seines eminenten Feldhcrrn-talentcs ablegte, indem er sich bci der Leitung der größten Armee aller Zeiten auf dem Schlachtfclde bei Leipzig betheiligte. Die »Wiener Zeitung« konnte mit vollkommenem Rechte sagen, dcr Name des Marschalls bedeute an sich dcn Sicg. Während dcr Monarch dcm gestern in dcr Residenz eingetroffencn Marschall dic ehrenvollste Aufmerksamkeit erwies, indem er ihm dcn Ban von Kroatien bis Brück, und seinen Adjutanten Frcihcrrn Köllcr von Köllcnstcin bis Gloggnih cntgcgcnsandtc, und ihn gastlich unter das Dach dcs kaiscrl. Hauses aufnahm, als deren feste Stütze sich Radctzky so oft erwies : verbreitete sich auch in der Stadt em Gefühl der Frcudc und dcr Zuversicht. Ein ritterlicher Monarch, ein herrliches Kriegsherr mit dcm unbesiegten Feldherrn und dem guten, österreichischen Rcchte zur Seite, verbürgen jedenfalls cincn glücklichen Ausgang unserer Crisis, sey es im Frieden, den wir auf das Innigste wünschen, sey eS im Kriege, den wir, wo möglich, vermieden schen möchten, aber ein Mal entbrannt, durchaus nicht fürchten. ' Das heute hier cingctroffcne „Dresdner Journal" enthält einen Artikel vom 5. Nov, dic Nachricht, daß übcr die dort Tags zuvor eingelangte Kunde über die Abdankung des Ministers v. Rado-witz. dem Vernchmrn nach noch am 4. d. Abends Ministerrath abgehalten, und in demselben beschlossen worden scy, die Mobilmachung der sächsischen Armee nur in einem Umfange auszuführen, der auch bei den jetzt veränderten Umstände» durch die immer noch keineswegs vollständig gesicherte Uage Deutschlands uuabweislicl» geboten ist. ' Am 4. d, M. hat die förmliche (5onstitllinmg dcr für dcn Gratzcr und Marbnrger Kreis errichteten Handels- und Gewcrbekammer durch dcn Hrn. Statthalter dcr Stciermark Statt gefunden. Agram. Vom Magstrate in Pctrinja ist im Wcgc dcs hicrla'ndigcn k. k. Landcs - Militär.- Eon,' mando und der böhmischcn k. k. Slatthaltcrci eine Aufforderung erlassen, worin derselbe zehn Familien aus dem Saazer und Ellbogncr Kreise zur Ucbcrsicd-lung ill dic Gegend einladet. Als Bedingung wird gefordert: I. Daß die Familien dcv Landwirthscyast vollkommen kundig. 2. In irter Familie wenigstens cm Mitglied lin odcr mehr Musikinstrumente spielen, so daß die zehn Familien wenigstens mit zehn mannlichen Individuen dcn Dicnst bei der dortigen Musik-bandc versehen können. 3. Müssen sie einiges Ver-mögen besitzen, um sich die ersten Bedürfnisse, die nöthigen Gcräthschaftcn lind sonstige Erfordernisse zum Ackerbau anschaffen und die Häuser erbauen zu können. Dagegen erhalten sic: I. Jeder 6 Joch unbebaute Hulwcide mit der fünfjährigen Steuerfreiheit. 2. Wird ihnen als Mitgliedern der Stadtmusikbande ein bedeutender Verdienst in Aussicht gestellt. 3. Er-halten sie durch ein Jahr unentgeltlich Quartier bei den Bürgern dcr Stadt. 4. Wird ihnen die Gemeinde das nöthige Bauholz und die Ziegeln von dem bestehenden Gemeindevorrathe, insoserne es aus-rcicht, gegen gleich bare Bezahlung der Regiekosteil erfolgen. 5 Verona, 4. Nov. Herr Hofrath Ritter v. Luschin ist von Venedig hier angekommen, und begibt sich demnächst nach Mailand, um auch dort, so wic in Vcnedig, die Ncorganisirung der Staats-buchhaltung nach den höheren Erfordernissen der Ietzthcit und im Einklänge mit dcn gewährten neuen Institutionen vorzunehmen. Luschin hatte hier schon mehrere wichtige Eonserenzen, und wurde bei sammt-lichen Landesbchörden mit der ihm gebührenden aus» zeichnenden Aufmerksamkeit empfangen. Eine in vielfacher Beziehung höchst schwierige Mission wurde demselben anvertraut, dessen glückliche Losung sür die Staatsverwaltung von größtem Interesse ist. 25"" einem so viclbcgabten Manne des Fortschrittes laßt sich aber auch mit Recht dcr gewünschte Erfolg erwarten. t Mailand, 5, Nov. In einigen Tagen wer-den hier wieder Tresorschcine im Betrage von 2,500.006 Lire öffentlich verbrannt werden. lilt» Deut s ch l a u d. Berlin, 5. Nov. Graf v. Bcrnstorff wird, der »Kreuzzeitung" zufolge, elst am 7, odcs 8. d. M. in Berlin eintreffen, weil er zugleich die österrcichi' sche Antwort auf die letzte, durch Herrn von Rosenberg überbrachte preußische Note mitbringen wird. — »Von dieser Antwort, schreibt die „Kreuzztg.", hängt Krieg oder Friede ad. Würdigt Oesterreich die preußischen Bemühungen, den Frieden zu erhalten, nicht nach ihrem wahren Werthe, so wird das gegcnwär. tigc Ministerium eine Mobilmachung der gcsammtcn Armee in dem Sinne beantragen, in welchem sich die Majorität des Ministeriums in der Sonnabend-Sitzung ausgesprochen, d. h. nicht um des Demon-stritens willen." Die ,>(5onst. Ztg." ist in den Stand gesetzt, den Inhalt der Radowitz'schen Denkschrift wieder zu ge> ben, deren Positionen an dem Widerstand der Frie-deiispartei im Ministerium scheiterten. Die Vorbc dingung einer Verständigung mit Oesterreich, die Unionsverfassung förmlich un^ definitiv aufzugeben, hält der Verfasser der Denkschrift alö schlechthin unvereinbar mit der preußischen Ehre. In der schlcs-wig'schen und churhessischen Sache will er die De-scnsive gegen den Bundestag fortgesetzt. Auf diese Ansichten gründen sich die Antrage der Denkschrift: die Occupation Hessens durch den Bundestag nicht zu gestalten, preuß. Truppen einrücken zu lassen, so bald die Truppen der Verbündeten das hessische Gebiet beträten. Wenn letztere Kassel oder weitere Gebietstheile als Hanau besetzten, seyen sie anzugreifen und zurückzuwerfen, in ihrer Stellung in Hanau jedoch zu belassen. Zu diesem Behufe sey die Mobilmachung der ganzen Armee eine Nothwendigkeit, sowie die Kammern unverzüglich einzuberufen, und die nöthigen Erklärungen an den Wiener und die übrigen Höfe zu erlassen seyen. Dieß scy der Inhalt der Denkschrift gewesen. Kassel, 2. Nov. Gegen Mittag ist auch noch das 3. Bataillon des ,8. preußische» Regimentes hier eingerückt. Es mögl,, i,n G.inzcn jetzt . Nov. Die „Württemb. Ztg." weidet: „Se. Maj. der König soll dem Vernehmen "ach geneigt seyn, im Falle eines Krieges ein Com-'"ando über 20.000 Würltemberger und 30—40.000 ^tsterreicher zu übernehmen." Italien t Turin, I. Nov. Acht neue Senatoren sind vom Könige ernannt worden, und jetzt behauptet man, daß densrlben noch der bekannte General Lazari, in der vormärzlichen Zeit Polizcidircctor, beigefügt werden soll. 5 Nom, 30. Oct. Mit Ungeduld erwarten wir hier den Ausgang einer sehr interessanten Klage. Es handelt sich nämlich um eine neue Auflage der „klomm-!« lli Cuulmov»." Der Leipziger Buch Händler Brockhaus behauptet, im Jahre 182 l von einem gewissen Angiolini das Manuscript jeln» Memoiren mit dem ausschließlichen Auflagsrechte gekauft zu haben, Aus diesen Thatbestand hin hat derselbe gegen den gegenwärtigen Herausgeber Hempel die Klage des unberechtigten Nachdruckes anhängig gemacht. Der Prozeß muß um so interessanter werden , da aus demselben sich herausstellen wird, ob die Memoiren wirklich echt sind, und in wie weit der Angiolini berechtigt war, dieselben als sein Eigen thum verkaufen zu dürfen. t Genua, 2, Nov. Die frohen Hoffnungen die schönen Aussichten, welche uns die Entscheidung eröffnete, daß das früher zu sehr beschränkte Frei hasenrccht nun über unsere ganze Stadt ausgedehnt werden solle, trüben sich leider in diesen Tagen durch Anregung eines Projects, durch dessen Verwirklichung unser Pl^tz, — wenn gleich mehr indirect, als direct, doch sicherlich einen bedeutenden Abbruch erleiden müßte. Das Ministerium will nämlich den Kam mern, als einen der dringendsten, den Antrag zur Berathung vorlegen, damit der ««.lso l)ul!a Hx^il» in einen Kricgshafen umgcschaffen werde. Die Idee ist miläugbar eine wahrhaft napoleonische, doch ob unser kleines, ausgesogenes Piemont den unaufhö» lichen Opfern zur Realisirung derselben gewachsen sey, das ist eine andere Frage. Hier befürchtet man allgemein, daß die Deplltirten von der Großartigkeit der Idee berückt, vom Niesenwerke belhört, dem Pro-jccte ihre Zustimmung geben, das Ministerium aber auf halbem Wege der Ausführung, nach nutzloser Vergeudung von vielen Millionen werde stecken bleiben. Wem fallt hier nicht unwillkürlich Cherbourg und Napoleon ein! Frankreich. * Man schreibt aus Paris, vom 4. d., daß General Ehangarnicr am 3. einen Tagsbesehl erlassen habe, worin er den Truppen in Erinnerung bringt, daß alle Nufe unter den Waffen durch das Reglement verboten seyen. Der Präsident soll mit diesem Tagsbeschle einverstanden und seine Zufriedenheit darüber lehhaft ausgesprochen haben. Am 5. soll (Zhangarnier im Elyfte seme Aufwartung machen, und man erwartet einen sehr freundlichen Em. psang. — Der Pmnancnzausschuß, der jetzt taglich Sitzungen hält, ist auch in freundlichere Beziehungen zur Executionsgewalt getreten, so daß alle Hoffnungen , welche von der Umsturzpartei auf die hervor, getretenen Spaltungen gesetzt wurden, vor der Hand als beseitigt anzusehen seyen. Neues und Neuestes. Wien, 6. Nov. Es sind Einleitungen ge-troffen worden, das neuerrichtcte Dampf. Maschini' stencorps der k. k. Marine-bis I. k. M. vollständig zu organisircn. — Feldmarschall Radetzky verfügte sich gestern gleich nach ersolgter Ankunft zu Sr. Majestät dem Kaiser, wo sich auch alle hier anwesenden Erzherzoge und mehrere Generäle einfanden. Der Marschall, die Generäle Grasen Elam, Wratislaw, Czo. rich, Freih. v. Iel^iö, die k. k. Adjutanten: Gene.-räle Grünne und Keller, wohnten sodann einem Diner bei Sr. Maj, dem Kaiser bei. — Nach Briefen aus Verona hat die Abreise des FM. Nadctzky bei der italienischen Armee einen sehr schmerzlichen Eindruck hervorgerufen. Außer einem Abschiedsbefehl an seine Sicgesgenossen hat der Marschall auch Worte des Trostes hinterlassen, daß er bald wiederkehren werde. FZM. v. Gyulai hat das Obcrcommando bereits übernommen, und dasselbe dürfte wieder nach Mailand verlegt werden. — Der Verein der Mcchitaristen zur Verbreitung guter katholischer Bücher hat sich nunmehr gänzlich ausgelöst. Agram, 7. Nov. In Folge einer heute von Wien angelangten telegraphischen Depesche ist der Marsch der beiden Bataillone des I. und 2. Banal. Regiments eingestellt. In Folge dessen bleibt das hier gestern eingctrossene Bataillon des 2. Ba-nal-Gränz-Regimentes vorläufig hier, dagegen mar-schirt das bereits in Lekcnik eingetroffene Bataillon des l. Banal-Gränz Regiments in die Heimat z u r ü ck. Telegraphische Depeschen. — Berlin, 6. Nov. Die Frankfurter Post vom 3. d. M ist ausgeblieben. Ueber Köln erfährt man, daß in Hanau die Ablieferung der Waffen regelmäßig vor sich geht. Major Humbert hat das dortige Stadtcommando übernommen. In Hanan langten am 3 noch 2200 Baiern an. — 6. Nov. Der vormärzliche Oberbürgermeister Krausm'k ist vom neuen Gemeinderath zum Ober? bürgfslneistcr gewählt worden. — 7. Nov. Heute Früh ist Graf Brand cn-bürg gestorben. Die Gräsin war gestern Mor> gens hier eing''/K Darlehen ,»nt Verlosung v,. I, t83^. fur 500 st. U l 7 '/> .', ^ ^ !^ ^^! ^„' ^^^,^.^ t83l). „ 260',^/:^z87 l/2 Obliantioncn von Galizmi . zu 2 p^t. , '5, W< Äanl - Attirn, 0r. Stück l N7 in C. M.. ,z^s^, < zu 500 st. C. M. . . ." '. ." .' - 50ft st.'l'tl tz. M. Wechsel.-Coms vom 8. Nov. l8M /'"'^' Augsl'lN'ss. s'ir u>0 Gilldc» («III.. Gü». t24 1/2 Vf/. ''"'M,/, ssraufftlrt a.M., für l'^ttsl-sudd. Vcn ) ems-Wahr. im 2^ ^ si- ^"'''' ^">d-) t2:^ 3/4 G. 2 Monat. Gmiia, ss,r .M> »cue Pisiül'üt. Lirc. Guld. N.'i Bs. 3 Muimt. Haml'ing, für ll!0 Thaln Vaino, !)lthl. 1«.', 2 M^uat. i!ivov»o, für W0 l ^camschc i?ire. Guld, l2l 2 M^mit. Lliüdl),! für 1 Pfund Sterli»^. Gülden l2-20 I! M^ual. Marseille, für 300 Frai^», . 0!>lld. 1 ^'. 2 M^n^t. ^aris, für 300 Frans.», . . G»!d. N», l/i G. 2 Mona». Kais. MüU'Dx^te» ?l.,w . ... 2»»/^ 2«!^! d.llu Rm^ dto „ . . ^ . 2«:t/5 2« 1/^ Nal".'leousd'or .. . . '. <-, U.^U , 0.3« SuMerclmab'or ^ . .',,3 sj,^N^^chu^^'Zi^. ssricblich^'or „ . . . .' 1».5» sH^ ,^ Preuß. D'ms ., .... 10^' --'l:N5.,^M N^ ^ill^. Suverai».^' „ . , . . M^.'i ^1 l/l»ß'V:') Nu,I,,,.,.n< „ >^7^H,^^^^ Sill'er.igio....... . ' 2l " ' 2l 3/4 V ermchmß der ljier BlcrstorllcnÄt. ' ^ Dcn l. N o oember. ^ Dem Aittoii Pack, )l»fl^ei-, sciii Ki^d,^^ä,'alt 2'/^ Jahre, in dci' Tii n.ni ^ V^iiadt Nl^ Fö, n>li Lmigen ' Emphysem. '^ ^" Dc>» 2. Agi>e5 Ku!ol»z, B.,l!^r5'ueib, alt 4'i Iahie, >>n ^l^llspit^le Nl'. l, am Zch!'si<'b/i'. — Dem Hr». Carl Nlchtcr, t. k. O^'ra,nli>. Off^i^, s^n .ki>,d Otto, alt « Wochen, iil dcr Sladl Mr. lW, an "' Ain'!ü Herr Malhias Iesoav, Nduch^n^keh»'!'-,,seist'e!^W:la Iah,,, l,, der Seadt N>-. l^7, am Typhns. — Clara Nomina, Laibacher Findloic;, a!« IN MoilNe, i>, der stadt N'. »25^ a» del hälttigen Bialloc. — D^l»> Caspai' Slcrle, ^albhllblcr, seilj W,ib Barbara, alt 30 Jahre, alu Mopl^nillde N^ I l, a» dcr Nilhr. ' " ^ Den ^l. M.iria Nam'loyicsch , Beamtens - Tochtei-, alt tt0 Iahie, i>, der Stadt N>. l»8, — u>,d Frl. (5!otili>e )ll!ma,n,, Pri<.'atlehi<'!iu,i .alt/26 Jahre, in d»z- Stadt Nr. l'9!>, beide, an, Typhus. - "Den 5. A»toi, NezdelNlycr, alt 25 Jahre; -^ Iohain, Joseph Sabadou,. alt 21 I^hie; — llrba» Ullschaker, alt 5« Jahre,., ^ und Matia Schbol'^ lar, alr 23 Jahre. — a»e .4 Iti^lisiten, im Inqni» sttionöhanse ^^'. 82, an des B>ech>nhr. -^ L»cia Schoriijh, Iüstitl'lvarilie, alr 5l Jahre, in der Stadt ^»r. 30«, am Zehrfieber. — Dein Jodann Hoffei, TaMhner, .s1l' 2'/„ Jahre, M der Stadt Nr. 30, — nnd d.'l» Hm. ^ranz Wolf, Ker. kl'nneister, sei» Kind Anna, all 2'^ I^hx, in der Polana - V?»stadt Nr. 98, ^-beide, an» Scharlach.— AndreaS Erschen, alt ^3 Ilihre; — )^art,n Schitt.-„if, alr 2l Jahre,-n. Marti,, I^l!^h, alt l 9 Jahre, alle drei Inqmsite» , i», In^nisition^hanse Nr. H'2, an der ^rechrnhr. Den 7. Mathias B<ölan, Htraflü,^, alt !ii Jahre, im Strafhanse Nr. 47, an, Zehfieber. — Paul LezhHN, all 23 Jahre, ._^ und Paul .«oschel, alt ^o!,ohanse Nr, 82, an der Vrechruh»'. — Andreas Schmalz, Fleische hanergchlle, alt 85 Jahre, im Versoigunqchanse Nr. 5, an Altersschwache. — Dem Hr«. Franz Pilz, Oast^eber und Hanöbesiher, sein Kind Franz, alr !> Inhr,, il, der Karlstädter - Vorstadt M-. ,^2, - an dlll)aftcn Bedingungen abgehalten werden. Die Pachtwstigcn werden zu diescr Verhand-lllNg hiermit eingeladen. Magistrat Laibach am 2. November I85U. Z. 2175. (I) >tl Ni5 Haus - Verkauf. Das Tirnaucr Haus-Vll. ^ll, und die Krakauer Stadlwaldantheilwiese nebst Harfe, Schupfe m,d Dreschtenne, ^>i) Mappä^Nr, All, ist aus freier Hand zu verkaufen, und das Nähere beim Herrn Franz Mari ni in der Gradischa ,Nr< 15 zu erfahren. '"" ''' Z. Üsl71. - ,(Z)'^-.^>^ _..^ ^ tl:^, lit I^l« ,t^«l)l'i!^ "'Wohnungen zu vermiethen. In dem Hause Nr. ?!) an der Nienerstraße sind 4 Wohnungen zu Georgi ^.", l zu vergeben, als: im 2tcn Ttocke zwei Wohnungen zu 2 Zimmern für Zimmerherren, mit oder ohne Einrichtung; dann zwei Wohnungen im I. Stocke mit A und 2 Zimmeui, Küche, Speis, Keller und Holzlege. Diese Wohnungen können auch mit 1. Jänner t85l bezogen werden. Im obigen Hause ist auch ein gewölbter Stall auf 4 Pferde stündlich hmtanzugcben Das Nähere beim Hauseigenthümer daselbst. "^ , "" ^ 'Die schenken , legen mir die si>s;e Verpflichtung auf, der bi, dei'ii Familie Stnpar und den, verehrnngswüldi^l Herrn Doctor Ma der den inm'gsten nild eraelv« sten Dcink mit der Versicherung meiner llnbegrani ten Hochachtung hiermit öffentlich auszusprechen. Auo Triest am 6. November I850. F ranz M o ho» ich,^ Z. 2109. (1) So eben ist erschienen und bei «?« <«i^»N»»i in Laibach > vorräthig: ^^' IUultrirtcs Fmnilirn-buch drs östrrr. Lloyds Monatsschrift zur Belehrung Mld Uutcrhaltullst« ii .s;^ ,^ Ites Heft, mir 3 schönen Stahlstichen nnd 3^ Böge» Text ,l, hoch 4". Preis 30 tr. C. ))i. ,, Dies, in jeder Beziehung schön ansgestattete.^ttle-rarisch artistisch«? Unternehmen, welchem die besten deutschen Schrifisteller „nd Kmistler ihre Mitll'irkllng zngesagt, empfehlen wir der gebildeten Welt zur gefälligen Beachtung, besonders aber Familienvätern, welche bei herannahender Winterzeit em paffendes Hano- und FamÜienbnch anschaffen wollen. Von jetzt an erscheint reqelinasiig jeden Monat ein Hest ü 30 ks. C, M. Aliofühiliche Prospekte sind MMs>jY...^igel' Buchhandlung zu beziehen. ^ . , 1.°,.-,'^7V, T^^st und Wien, ,im^.September l«5^,,^", Die Direction der lit.-artist Äbtholf' lunss des österr. Vlvyd. " '^"Uuarticrc zn" sermiethenF^^ Im Hause Nr. 32^» an der Gchusttrbnlcke sind zu Georqi 1851 5 Zimmer, Alcove, Küchc, Speise- und Dachkammer, Holzlegr :c. zu vevnncchet!. Felner können gleich bezoun werden: in ersten Stock, ö, auch 6 Zimmer, Alcove, Küche, Opeisc-und Dachkammer, Holzlege :c. Näheres daselbst bcim ^^., In der Iguaz v. Klelnmayr'schcn Buchhandlung in Laibach ist zu haben: Histori s ch - roniantische Gemälde und Reisebilder. '7„N!' - Von, Alexander Diiums, In hundert ^iefcruu<,oll zz ^2 kr. <5M. Alexander Dumas Wirte erfreue,, sich ^llgeme,!, eine^ enthusiastischen Beifalls, insbesonders aber sl»d se,ne aas historischer Grundlage beruhenden Gemaide die beliebtesten, >n denen sein seltenes Erzahlertalent die, merkwürdigsten C'iei^üisse der Geschichte aus;ubenten nnd W.ihiheic mir Dichtung zu verbinden, weiß. Wir werben dahn' seine ^n^cle^eichnelsten derarciaeu Werke uoter obigem Titel vereinigen mid begin neu.-,mit-!' M Z ^ n Lndwig ^^ ZI« und die Revolution. Dieses Weil verbindet e>„e sV,tIa»fe»de Geschichte jener schreckliche» Zeit nnd zugleich eine Biographie der Hanptperson; mit Hofgeschichcen, -3 taal^incriguen und Anekdoten jeuer Zeit biö zu,n Schluß des blutigen Drama. Darauf folgen die ' > .^^ .,^< Memoiren eines Arztes, (Joseph Valsamo), ' welche des Verfasser mit-dcm ?lugenb!ick beginnt, wo Mari., Antoinette, die deutsche Kaiserstochter, an jenen üppigen Hof kommt. Der Leser wird mit den: Familienleben dieses gtnußtüchtisten, sorgenlosen Geschlechtes b>" rannt, selbst die leichtseltige Gräfin Dubarry lernt man auf das Genaneste kennen, die einen so schlimmen Cinsius; ans das Schicksal Frankreichs haM. Unmittelbar schließt sich an: Das «Halsband der Könissin. ,,:, ^' Mau wird hier mit der berüchtigten Halsbaodgeschichce vertraut, durch welche die liebenswürdige, wen>' glel'c^ etiva>> uubedachtsaml: Marie Ancoiuetlc ohne ihre Echuld, so sehr in den Augen des französischen Voll? herabgesetzt wurde. ,'^ *','!. Diese drei Werke stehsn in nnmiltelbaren, Znsammeohang nnd sind «„bezweifelt das großartigste Erzen?, niß der französische,, Roinautik. Sie bi'.dei, zugleich eiue zweite Reihenfolge des belletristische»' Lese«Cabins« und vervollständigt für unsere Abnehmer die sämmtlichen Werke Alerandcr Dumas, ^, „,5 ^^^ , 3tt kr. zn haben.