80. Jahrgang Erscheint wöchentlich sechsmal (mit Ausnahme der Feiertage) Schriftleitung, Verwaltung und Buchdruckerei Tel. 25-67, 25-68. 25-69, Maribor, Kopališka ul. 6 Nr. 268 Sonntag, den 24. November 1940 Inseraten- und Abonnements-Annahme in der Verwaltung. Bezugspreis: Xbholen oder durch die Post monatlich Din 23.—, bei Zustellung Din 24.—, fiir das Ausland monatlich Din 35.—. Einzelnummer Din 1.50 und Din 2.—» Manuskripte werden nicht retourniert. Bei Anfragen Rückporto beilegeti. Poštnina plačana v gotovini. Preis Din 2 Maribllm fleitum Der Vernichtungskrieg in der Luft lieber Hunderte von Bomben auf das britische Lnöufttiezentrum Birmingham — Neue deutsche Taktik: Die ersten Massenangriffe im Tiessluge — Englische Luftangriffe auf deutsches Neichsgebiet . Berlin, 23. November. (Avala) DNB dichtet: Kurz vor Mitternacht langten •Mehrere Formationen der deutschen , a,ripfflugzeuge vom Feindflug aus Eng-and zurück. Nach Berichten der Beman-..jjHgen kehrten sie von dem neuerlichen, !!,eraus erfolgreichen Großangriff auf 'bningham zurück, wo zahlreiche Brän-e ganze Stadtkomplexe ergriffen. Es Urden auch zahlreiche isolierte Brände ’Crvorgerufen. Die tief fliegenden Bom-warfen unablässig Leuchtbomben Ijl’d wiesen auf diese Weise den höher t.lcgenden Bombern die Ziele und damit 'n klares Bild der Lage Birminghams, Elches in der Nacht vom Freitag zum anistag schwer angegriffen wurde. Die-e Angriffe richteten sich in der vergan-|'enen Nacht hauptsächlich auf Ziele, die bis jetzt noch nicht getroffen worden wa- ren. Die Wetterlage begünstigte die deut. sehen Luftoperationen über Birmingham. Die Angriffe wurden in großen Formationen und auch einzeln zur Durchführung gebracht. Die Heftigkeit des Angriffes war gleich zu Beginn so groß, daß die Wirkung der englischen Flak angesichts der abwechslungsreichen Taktik der deutschen Bomber vollkommen ausgeschaltet wurde. In der Nacht zum Samstag wurden über Birmingham zum ersten Male Massen-Tiefangriffe durchgeführt. Sie richteten sich hauptsächlich gegen die britische Flugzeug-Versorgungsindustrie. Es wurden Bomben aller Kaliber, und zwar Brand, wie Explosivbomben, abgeworfen. Die Wirkung war furchtbar. Die deutfehen Flieger sahen beim Rückfluge große Stichflammen aus den Fabriken und Gebäuden emporschießen. Daraus war zu ersehen, daß vor allem Rohstoff, lager getroffen wurden. Birmingham besitzt ungeheure Wollmagazine, Textillager usw. Die Schafwallmagazine waren die Hauptziele der deutschen Luftwaffe. B e rl i n, 23. November. U n i t ed Press berichtet: Wie man erfährt, hat die deutsche Luftwaffe am gestrigen Tage einen neuen Angriff auf das britische Industriezentrum Birmingham durch geführt. Die außerordentlich starken Angriffe hatten große Brände zur Folge, die sogar von der Nordküste Frankreichs (d. i. etwa 175 Meilen Luftlinie) gesichtet werden konnten. In deutschen Kreisen wird erklärt, daß diese Einmillionenstadt zerstört und ausg®brannt sei. London, 23. Nov. United Press meldet: Deutsche Flieger belegten gestern die englische Industriestadt Birmingham wiederum mit Hunderten von Spreng- und Brandbomben, und zwar trotz des heftigen englischen Abwehrfeuers, das bisher in dieser Gegend vermerkt wurde. Die deutschen Angriffe erfolgten in Intervallen von zehn Minuten. Wieder hatte es den Anschein, daß die Deutschen an ihrem neuen Angriffsplan festhalten, der darauf hinausgeht, ein Industriezentrum nach dem anderen im Laufe eines einzigen Großangriffes zu vernichten. London, 23. Nov. (Reuter) Wie das britische Luftfahrtsministerium meldet, ha ben englische Flieger gestern nachts verschiedene Ziele auf deutschem Reichsgebiet mit Bomben belegt. 3tom: „Churchill hat jetzt den gerollten Krieg auf Leben und Tod ^tefam stellt fest, daß die Lage in England immer schwieriger wird / „Das ist erst die erste Vhase der furchtbaren deutschen Luftoffensive' f|. ° m ,23. November. (Avala) Der Idiomatische Redakteur der balbarnt-Micn Nachrichtenagentur M<2fa Agenziu j, “tni schreibt: Die Lage in Eng-. Qtl wird immer schwieriger, seitdem die '{aktU deutsche Heeresleitung zur neuen . ... übergegangen ist, und zwar zu j(:tl massenhaften Tauchboot- Angrif-e?> durch die die britischen Lebens-dlel-Konvois vernichtet werden. Aus-].erdem werden die wichtigsten eng-s.chcn Industriezentren Tag u. Nacht R Bomben belegt. Diese Luftbom- bardements verursachten in den englischen Häfen ungeheure Schäden. Es ist ferner zu bedenken, dass das Eisenbahnnetz in den Industriebezirken am dichtesten verläuft. Coventry ist von der weiteren Produktion vollkommen ausgeschlossen. Birmingham ist in undurchdringlichen Rauch eingehüllt. Bristol ist schwer beschädigt worden. Hunderte von englischen Rüstungsfabriken mussten die Arbeit einstellen. Dabei ist bekannt, dass der Bedarf an Flugzeugen, Waffen und Munition ungeheuer gross ist. Man kann angesichts dieser enormen Schäden in England sagen, dass nunmehr erst die erste Phase der furchtbaren Luftoffensive des Reichsmarschalls Gering begonnen hat. Die deutsche Luftarmee wird jetzt ihre Ucberlegenheit noch besser ausnützen können. Churchill wollte einen Krieg auf Leben und Tod. Dieser Wunsch Churchills ist in Erfüllung gegangen.“ Der italienische Rückzug Nom Verheimlicht die Tatsachen nicht (Siehe zunächst Bericht im Innern des Blattes) Ro m, 23. Nov. Wie aus dem gestri-a italienischen Kriegsbericht entnom--n Werden konnte, sahen sich die harschen Streitkräfte an der griechisch-manischen Grenze wegen eines Umfas-ngsmanövers der Griechen zum Rück-§e und zur Aufgabe der albanischen atit K o r i t z a genötigt, i pm, 23. Nov. (Avala—Stefani.) In 'Rischen Kreisen der Hauptstadt wird ^orgehoben, daß der gestrige italieni-, c Kriegsbericht einen Beweis der Wahr R in den Mitteilungen des italienischen krkommandos darstellt, die, welche ' immer sic sei, den wahren Sachverhalt -ht verheimlicht. Athen, 23. Nov. United Press berich-:: in ganz Griechenland herrscht große *Tde über die Eroberung der albani-en Stadt Koritza. Man meint hier, daß l|i die italienische Drohung mit dem arsche auf Saloniki und mit der Beizung Nordgriechenlands ihr Ende ge-nden habe. Griechische Meldungen be-lgen, daß gestern ein ganzes italieni- sches Bataillon gefangen genommen wurde. Ein italienisches Armeekorps, das sich auf dem Rückzuge in der Richtung auf Santi Quaranta befindet, ist in der Gefahr, abgeschnitten zu werden. Die Griechen haben gestern 19 italienische Offiziere und 400 Soldaten gefangen genom men. Sie erbeuteten ferner 80 Tanks, 30 Lastkraftwagen, 7 schwere Geschütze, 28 Maschinengewehre und eine große Menge Munition. Der italienische Rückzug begann merkwürdigerweise in einer Zeit, wo der neue italienische Oberbefehlshaber Soddu daran ging, die italienischen Truppenformationen zu reorganisieren. Suner referiert Franco Madrid, 23. Nov. (Avala — DNB) Außenminister Suner hatte gleich nach seiner Rückkehr aus Deutschland eine sehr lange und ausführliche Aussprache mit dem Staatschef Franco, dem er über die Ergebnisse seiner jüngsten Besprechungen in Berchtesgaden berichtete. Auf der Rückkehr aus Deutschland hatte Suner in Paris eine Aussprache mit dem Vizepräsidenten der französischen Regierung Laval. Ungarns Tlimdelsministcr nach Rom Budapest. 23. November. (Avala-DNB) Der ungarische Handelsmimster Josef Varga begibt sich morgen über Einladung der italienischen Regierung zu einem mehrtägigen Aufenthalt nach Italien. Jugoslawiens Militärattache in Griechenland. B e o g r a d, 23. Nov. Zum Militäraitta-chee bei der jugoslawischen Gesandtschaft ln Athen ist der Generalstabsoberst E. K e 1 e r ernannt worden. Forderung nach einem Großbulgarien. Sofia, 23. Nov. (Avala.) In der gestrigen Sobranjesitzung erklärte der Regierungsabgeordnete-Dr. Peter Sišikov im Verlaufe der Debatte in Beantwortung seiner Vorredner folgendes: »Das Leben steht über dem geschriebenen Gesetz. Ein Blick auf unsere Verfassung genügt zur Feststellung, daß sie unvollständig ist. Ich glaube, wir werden eines Tages die Große Nationalversammlung mit der Aufgabe einberufen müssen, eine neue Verfassung für ein großes und starkes Bulgarien auszuarbeiten, das wir gründen werden.« Kritische Lage in Thrazien Verdunkelungsmaßnahmen in Gosia - Belagerungszustand in Türkisch-Thrazien ' ' " ’ Sofia, 23. Nov. (Avala-DNB). Mit heutigen Tage wurden auf die Dauer ei- Ankara, 23. Nov. (Avala.) — Die Anatolisehe Nachrichtenagentur berichtet: Der Ministerrat hat den Beschluß gefaßt, über die Wilaijets Adrianopel, Istanbul, Kirklareti, Tekirdag, Tschanakale u. Kot-schali den Belagerungszustand auf die Dauer von einem Monat zu verhängen. Ankara, 23. Nov. (Avala—Stefani.) Im Zusammenhänge mit der Verhängung des Belagerungszustandes über Istanbul und die Meerengen verlautet, daß der bisherige Gendarmeriekommandant in Istanbul zum Militärbefehlshaber für den Stadt bereich u. für die Dauer des Belagerungs-zustapdes ernannt werden soll. Die Behörden haben eine Reihe von Einschrän-i'kungsmaßnahmen auf dem Gebiete der Benzinabgabe durchgeführt. ner Woche in allen größeren bulgarischen Städten Luftschutz- und Verdunkelungsübungen durchgeführt. Sofia war gestern teilweise verdunkelt. Auch Alarmvorrichtungen wurden montiert. Slowakische und bulgarische Staatsmänner reisen nach Berlin Budapest erwartet den Beitritt Rumäniens, der Slowakei, Bulgariens und Spaniens zum Dreimächtepakt / ÄtalieniM und deutsche Vressestimmen zum Beitritt anderer Staaten zum Dreimächtepakt Deutschland-Ltalien-Äapan Preßburg, 23. November. (Avala) Wie das Slowakische Preßbüro berichtet, hat die deutsche Reichsregierung den slowakischen Ministerpräsidenten und Außenminister Dr. Adalbert Tuka zu einem offiziellen Besuch nach Berlin ein-geiadjen. Ministerpräsident und Außenminister Dr. Tuka wird sich heute, Samstag nach Berlin begeben. Berlin, 23. November. (Associated Press) Der amerikanische Rundfunk verbreitete gestern die von der Associated Press mitgeteilte Nachricht, daß nach An. kündigungCn in Berliner politischen Kreisen in den nächsten Tagen noch mehrere Staaten dem Dreimächteabkommen beitreten werden. Als erster Staat werde Rumänien folgen, dessen Führer. Genera] Antonescu und Außenminister S l v r d z a sich bereits in Berlin befinden. Heute trifft Dr. Tuka in Berlin ein und dürfte der slowakische Ministerpräsident schon morgen das Protokoll über d^n Beitritt der Slowakei zum Dreimächtepakt unterzeichnen. Am Montag, den 25. d M. treffen der bulgarische Minister Präsident F U o v und sein Außenminister Popov in Berlin ein, um den Beitritt Bulgariens zum Dreimächtevertrag zu unterzeichnen. ln allernächster Zeit wird auch der Beitritt! Spaniens erwartet, jedoch erst dann, wenn gewisse schwebende Fragen zwischen Spanien und Frankreich ihre Bereinigung gefunden haben. In deutschen Kreisen erwartet man ferner, daß auch Frankreich dem Vorbild der anderen Staaten folgen und der europäischen Neuordnung beitreten werde, um sich auf diese Weise die Mitarbeit im pCuen Europa zu sichern. Berlin, 23. November. (Avala) DNB meldet: Der Führer empfing Freitag nach mitttags in der Neuen Reichskanzlei den rumänischen Staatsführer General Anton escn und Außenminister Sturd-z a zu einer längeren Aussprache.. Den rumänischen Staatsmännern wurden beim Kommen .und Gehen militärische Ehrenbezeugungen durch Ehrenformationen der- . »Leibstandarte SS Adolf Hitler« erwiesen. Budap est, 23. November. Tn hiesigen diplomatischen und politischen . Kreisen witd ...die."Erwartung ausgesprochen, daß das! Dreieck Berlin-Rom-Tokip nach dem nunmehrigen Beitritt Ungarns, noch durch den Beitritt Rumäniens,1 der Slowakei, Bulgariens und -Spaniens eine weitere Verstärkung erfahren werde'. Der Beitritt Rumäniens und der Slowakei wird jedoch, wie es heißt, nicht feierlich erfolgen als der Beitritt Ungarns in Wien. Italien wird bei dieser Gelegenheit lediglich durch den Berliner Botschafter Alfie-ri vertreten sein. Der Beitritt Bulgariens zum Dreimächtevertrag ist bereits in Berchtesgaden im Rahmen der Aussprache Hitlers mit König Boris beschlossen worden. Der formelle Beitritt Bulgariens ist indes in kürzester Zeit zu erwarten. Triest, 23. Nov. Der Berliner Korrespondent der »Stamp'a Sera« befaßt sieh mit den deutsch-französischen Beziehungen und meint, diese Beziehungen würden zuun größten Teil von der Haltung Frankreichs, gegenüber den .Achsenmächten Abhängen, die bestrebt seien, eine neue Kontinentalordnung zu schaffen. Das gleiche könne auch für Belgien, Holland und Norwegen gelten, die .ebenso den Beweis dafür . zu liefern hätten, daß sie bei der-Schaffung der europäischen Neuordnung Anteil zu nehmen, wün sehen. Bulgarien würsche dem Pakt so bald wie möglich beizutreten. Der neue Pakt der Achse mit-Ungarn eröffne neue Ansichten für eine leichtere und umfangreichere Zusammenarbeit des Balkans u. Koritza in griechischem Besitz Rom meldet Rückzug der italienischen Truyven in neue Stellungen westlich von Koritza / BtHen erwartet italienische Gegenoffensive Irgendwo in Italien, 23. Nov. (Avala) Stefani berichtet: Der 168. Bericht des Oberkommandos der italienischen Werhmacht vom 22. d. lautet: ■ »Unsere Schutztruppen, die zu Beginn der Feindseligkeiten in einer Stärke von zwei Divisionen in Verteidigungsstellungen längs der griechisch-albanischen Grenze lagen, haben sich nach 11 Tagen Kampf in neue Stellungen westlich der Stadt Koritza zurückgezogen, die wir geräumt haben. Während dieser Operationen entspannen sich erbitterte Kämpfe. Unsere Verluste sind empfindlich, ebenso die feindlichen, die vielleicht noch größer sind. Unsere Verstärkungen werden in neuen Stellungen konzentriert. Trotz der ungünstigen Wetterlage bombardierte unsere Luftwaffe im Zusammenwirken mit den Landtruppen einige feindliche Objekte. In Nordafrika bombardierten unsere Luftgeschwader Bahnanlagen und andere Objekte in Marsa Matruk. Nun ist festgestellt, daß unsere Truppen im Laufe des Kampfes am 19. 1. M. rund 10 feindliche Panzerwagen vernichteten, darunter vier Kampfwagen mittlerer Größe, während rund 20 feindliche Lastautomobile beschädigt wurden. Der Feind erlitt empfindliche blutige Verluste. Die feindliche Luftwaffe griff So-lum, Bardia, Tobruk und Bengasi an. Der’ angerichtete Sachschaden ist unbedeutend. Feindliche Kriegsschiffe bombardierten die Zone östlich von Sidi-el-Barani und unsere Stellungen in Wadi Maktil, ohne Opfer oder Schaden zu verursachen. Feindliche Flugzeuge warfen planlos Bomben auf die Insel Leros ab. Die meisten Bomben fielen ins Meer. Auf der Insel waren weder Opfer noch Schäden zu verzeichnen. In Westafrika bombardierten italienische Flugzeuge den Flughafen Roseires, wo ein Brand hervorgerufen wurde. Bei dem im Bericht Nr. 167 gemeldeten Luftangriff auf Aden wurde von italienischen Bomben ein Dampfer und der dortige Flugplatz getroffen. Feindliche Flugzeuge griffen As_ sab an. Menschen kamen nicht zu Scha- den, doch wurden Eingeborenendörfer schwer beschädigt. Luftangriffe auf Mas-saua, Dekamera und Asmara verursachten weder Opfer noch Schäden. In Har-geisa fand eine Person den Tod, während fünf verletzt wurden. In Aosa südöstlich von Kurmul waren unter den Italienern und Eingeborenen acht Verletzte zu verzeichnen. Athen, 23. : Nov. Die - A g e n c e d’ Athen es berichtete gestern um 18 Uhr, daß die griechischen Truppen nach letzten Meldungen in K o r i t za ein marschiert sind. Ferner wird berichtet, daß ein italienischer Bombenangriff zurückgewiesen wurde. Die Straße von Argyroca-stro weiter ist mit Kraftfahrzeugen aller Art vollgestopft, so daß jeder regelrechte Verkehr und Rückzug unmöglich erscheint. Das griechische Vordringen bei Koritza und bei Argyrocastro ist kräftig, aber vorsichtig. Den griechischen Truppen wird in den albanischen Dörfern zu-gerufen: »Eure Freiheit ist auch unsere Freiheit!« In griechischen Militärkreisen wird jedoch ausdrücklich vor übertriebenen Meldungen gewarnt, da das griechische Oberkommando .im Besitze von Infor mationen ist, denen zufolge die Italiener zu einer Gegenoffensive ausholen werden. i Diese Offensive wird. an wichtigen Verkehrsknotenpunkten vorbereitet, wo die ] Aufklärer große Ansammlungen frischer Truppen und Kriegsmaterials beobachtet I haben. Zapans letztes Friedens-ultimatum an LHina Der Beschluss der kaiserlichen Konferenz in Tokio — Ein Appell an die Vereinigten Staaten Tokio, 23. Nov. Wie die „United Press“ berichtet, hat die kaiserliche Konferenz in Tokio den Beschluss gefasst, an Marschall Tschiangkaischek einen letzten Friedensappell zu richten. Sollte die Regierung in Tschung-king in absehbarer Zeit ihre Haltung Japan gegenüber nicht ändern, dann wird Japan die Regierung in Nanking anerkennen. Von anderer Seite wird erklärt, dass Aussenminisler Mat-suoka am 10. d. M. dem amerikanischen Botschafter Grcws mitgeteilt habe, Japan wünsche mit der Regierung Tschiangkaischeks Fühlung zu nehmen. Washington soll von der japanischen Regierung ersucht worden sein, diesen Kontakt nicht zu stören. Voraussetzungen für den Kriegseintritt der Türkei VOR DEM BELAGERUNGSZUSTAND IM BOSPORUS UND IN DEN DARDANELLEN? des Donaubeokens mit dem Deutsch^ Reiche und mit Italien. Der »P i c c o 10 verweist hii-eibei auf Jugoslawe0 • ’ welches loyal mit den Achsenmächten z ^ sam men arbeite und bestrebt sei, s€1 ^ Wirtschaftsbeziehungen zu Italien un zum Deutschen Reiche auszubauen. Berlin, 23. Nov. In ausländische1! Pressekreisen ist der Aufsatz verlTlCl,r worden, den Dr. Karl M c g e r 1 e in 1' »Berliner Börsenzeitung« vCg öffentlichte und in dem es u. a. heißt, da nunmehr auch die letzten Eigenbrödter a Balkan sehen würden, daß eine Neuor nung in Europa nur durch gemeinsam ^ Opfer möglich sei, da die Achse die blerne des Südostens zu lösen wünscn ' Bezeichnend für die Lage ist die 3 atsaL gewesen, daß der feierlichen Pakt>ume Zeichnung im Belvedere auch der deutsc Botschafter in Ankara, Franz v. Pap ^ beigewohnt hat, der auf seiner Rücken auch in Sofia vorgesprochen hat. Es_sl1 auch Gerüchte verbreitet, denen zU .3, ein Regierungswechsel in Bulgarien vorsteht, der die Acnderung der bishe gen bulgarischen Haltung gegenüber griechisch-italienischen Konflikt zur Ft> ge haben könnte. der Absicht der Regierung gesproche' im Bereiche des Bosporus, des Marmaf« Meeres und der Dardanellen den 6el ' gerungszustand zu proklamieren. Die TiV gClUltgOZ-uoiunu vt ^ kei, so heißt es, wolle sich nicht übe rumpeln lassen. Istanbul, 23. Nov. Associated Pfe.s’ berichtet: Die Haltung der Türkei kühl geblieben. Die Presse schreibt > allgemeinen, daß die Haltung der Türk ^ klar und entschlossen sei. Die Türk wolle den Frieden. Sollte sie jedoch vC ^ spüren, daß ihre Lebensinteressen » droht seien, so würde sic zu den W? fen greifen und Widerstand leisten. U° Bulgarien schreiben die Blätter in freiun(._ lieber Weise. Man verhehlt aber keinc-wegs, daß die Türkei ohne Rücksicht die Absicht der Achsenmächte sofort ^ den Krieg treten würde, wenn BuigaN^ Griechenland angreifen oder einer fT ^ den Armee das Durchmarschrecht erteile würde. Englischer Ruf nach sozialer Sicherheit Arbeitsminister Bevin: »Wenn in land das Problem der sozialen Sichern nicht gelöst wird, wird England na^_ Kriegsende einer der schlimmsten BeV lutionen erleben.« Newyork, 23. Nov. Nach amer\ka' nischen Zeitungsmeldungen aus Uondo hielt der labouristische Arbeitsmihis Bevin eine Rede, in der er erklärte, " in England — letzten Endes — die s ziale Sicherheit, nicht aber der Profit Lebensmotiv und Kriegsziel Engl3 sein müßte. Wenn dieses Problem n1 ,fl gelöst wird, erklärte Minister Bcv' ' dann wird England nach dem Kriege f» der schlimmsten Revolutionen erle ^ Diesbezüglich müßte den Massen so ^ wie möglich ein Beispiel geliefert den. Das neue Lebensmotiv »Ohne F fit!« müßte von ganz England überno ^ men werden. Die mehrende Agitation den Kreisen der Arbeiterschaft und Mißbilligung der sozialwirtschaftho _ Maßnahmen werde die ganze Arbeit -Statsmänner und der Diplomaten un graben. Ankara, 23. Nov. Wie der diplomatische Redakteur der Reute r-Agentur berichtet, wird die in der jüngsten Zeit entstandene Lage von der türkischen« Regierung eingehendst geprüft. Man spricht bereits von einer Veränderung innerhalb der Regierung, wobei die türkische Ent- schlossenheit, die Unabhängigkeit der türkischen Außenpolitik zu verteidigen, betont zum Ausdruck gebracht werden würde. In der neuen Regierung würden auch die Militärs mehr zum Ausdruck kommen. In militärischen Kreisen wird viel von Zusammentritt des ständigen ital°" jugoslawischen Wirtschaftskomitee5- Rom, 23. Nov. Ende dieser Woche tr» in Rom das ständige jugoslawis italienische Wirtschaffiskoinitee zu Cl Sitzung zusammen. Der Vizegouverrt ^ der Jugoslawischen Nationalbank Df. Lin ist bereits in Rom eingetroffen. Mitteleuropäische Schicksalsgemeinschalt Von gerlicheri Nationalismus u. des Klassenkampfes, des internationalen Kapitalismus und der durchaus raum-fremden Ideenwelt des Westens, dürften sich die Mehrzahl der Axiome der älteren und jüngeren Vergangenheit dadurch der Erörterung entziehen, dass sie ganz einfach gcgenshmdlos werden. Wie im Innern das bürgerliche Recht in das weit höher wertige und differenziertere Volksrecht gewandelt wird, und derart Mensch, Familie, Arbeit und Eigentum einen neuen, wirklichkeitgemässen und damit beglückenden Sinn erhallen, der auch ganz praktisch zum Antrieb der ungeheuren Leistungen geworden internationalen Wirtschafts- und Arbeitsrecht Neues entstehen, von dem aus in kurzer Zeit das Gewesene geradezu als primitiver Zustand erscheinen wird. Gewaltige Ansätze sind bereits gemacht. Die geschichtliche Notwendigkeit wird das weitere tun. Mitteleuropa stellt wieder Gesetz und Verantwortung. Und nur, wo echte Macht ist, kann neuer Geist und gläubiger Idealismus die Zustände herbeiführen, die den Idealen der Zeit nahekommen. Macht ist wie der Schneepflug, der die Erde frei legt. Wer in den Vorgängen dieser Gegenwart in erster Linie Machtgeschehen sieht, hat natürlich auch recht, aber er sieht nur die eine Seile. Im Inneren ist die machtgesicherte nationale Disziplin die Voraussetzung für die grandiose Lösung der sozialen Frage, die sich im Zeichen der deutschen und italienischen Revolution vollzieht. Diese wiederum ermöglicht erst die Ausschaltung aller raum- und volkstumsfremden .,Mächte“ aus Mitteleuropa. Und die äussere Macht der Achsenvölker ist schliesslich die schöpferische Ursache der neuen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Ordnung Mitteleuropas, nach der nicht nur Deutsche und Italiener, sondern ebenso die Völker Ost- und Südosteuropas, streben. Echte Macht, getragen von jungen, aufstrebenden, von der Geschichte zu höchster Verantwortung berufenen Kräften schafft neues, höheres Leben, das sich neues höheres Recht gestaltet. Wer meint, dass wir mit dem nationalsozialistischen Arbeitsrecht in ein neues Zeitalter höherer Menschenwürde eingetreten sind, der wird auch verstehen, dass die Macht der Achsenvölker heule schon täglich und stündlich im besiegten oder befreundeten Ost- und Südosleuropa eine hohe Sendung erfüllt: nicht nur auf dem Gebiet der Zivilisation, des Verkehrs, der Organisation, der Hygiene etc., nein gerade und ganz besonders in der rechtlichen Sicherung der Würde des Menschen, in der Bc-freiung der Familie und der Arbeit von brutalen Zugriff und der Willkürherrschaft des Geldes. Wo einzelne oder Gruppen den Pulsschlag dieser Zeit nicht gehört haben, wird der selbstverständliche Primat des Politischen stärker in Erscheinung treten, denn: wo gehobelt wird, da fliegen Späne, wer aber ein Haus umbaut, muss nicht nur Holz aus dem Walde holen, sondern auch alle Balken hobeln, sofern sie nicht faul und morsch sind und also in den Ofen wandern. Die mitteleuropäische Schicksalsgemeinschaft ist im Werden. Je rascher alle, die au ihr teilhaben, sic in ihrer inneren und äusseren, geistlichen, politischen und wirtschaftlichen Notwendigkeit begreifen und danach handeln, desto früher wird sie allen das bringen, wonach sich nach den langen Jahrzehnten der Herrschaft fremder Mächte die überwältigende Mehrheit aller Mitteleuropäer sehnt: Friede, Wohlstand, soziale Gerechtigkeit. » Gegen Hartleibigkeit, Hämorrhoiden sowie Darmkatarrh ist das natürliche ! »Franz-Josef«-Bitterwasser — täglich : mehrmals genommen — ein vorzügliches Mittel. Reg. S. br. 15.485/35. Karl Anton Rrina RoHan Berlin, im November 1910. Der Verlauf der letzten Monate und ahrc hat erwiesen, mas boden- und 1Uuniverwurzelte Menschen in Mitteleuropa schon längst gewusst, gemacht, geträumt haben: dass der deutsche und der Siedlungsraum der ostend südosteuropäischen Völker eine 1 filiere Einheit bilden, die nur durch linde Machtpolitik der Vcrsailles-taaten und der von ihnen getragenen ‘hauvinistcn-Cliqucn für kurze Zeit 'fürstlich auseinandergerissen werden °nntc. Von dem Augenblick an, da Slch die national sozialistische und 1a-Schistischc Revolution in dem Entschluss zusammenfanden, das Schick-Sal Europas in eigenste Vcrantwor-ar*g zu nehmen, haben die zahlreich v °rhundcn gewesenen revisionistischen Bewegungen in Ost- und Siid-°steuropa geschichtliche üurch-schlagskraft erhalten. Hand in Hand ?ht den schrittweisen Umwälzungen ltn fcrrilorial-Stalus, gewannen alxu-'ffieh die nationalen imd sozialen Er-feuerungsbewegungen in den einzelnen Völkern, die damit recht eigcnl-feh ihre Bewährungen erweisen, an . rcitc. Hier ist manches noch im Zug, indes Wie die Richtung der Entwicklung, sie im Sinne der Geschichte liegt Und von der Achsenpolitik, bewusst ^fördert und, wenn nötig, auch mit entsprechendem Nachdruck, gefordert "'erden wird, ist bereits klar erkennbar. An ihren Ende steht: Friede, gegründet auf Gerechtigkeit, gesichert Ureli neues Volksrecht, über dem die ordnende Macht der Achsenvölker als ^trant des neuen Europa wacht, Wohlstand, beruhend auf wirtschafteter Zusammenarbeit in vernünftiger, der Natur und ihren Gesetzen an-pPussler internationaler Arbeitsteilig: soziale Gerechtigkeit, herbeige-ührt durch die in Deutschland und ‘dien so erfolgreichen Methoden des Nationalen Sozialismus, die als Bci-sPiel gerade auf die Unterdrückten l'nd sozial benachteiligten Massen sl- und Südeuropas eine immer unwiderstehlichere Anziehung ausüben. AfUionalkullurelle Eigenständigkeit der /sl- und Südostvölker als Lebensquell Jorer völkischen Kraft und als Verkörperung der Vielfalt vorwärts drängenden Lebens, in dem das ewige Wc-iCl1 Europas auch in diesem Jalir-111 udert von Wiedergeburt zu Wicdcr-S^burl schreiten wird, stark im na-‘oiialen Eigenwillen, gefordert von der ku gemeinsamen Erkenntnis, der 'Wechselseitigen Abhängigkeit, des Auf-Obiiuiderangewicsenscins. Wie inner-fulb der nationalen Volksgemeinschaft der Satz gilt: Gemeinnutz geht vor Eigennutz, wird auch das Einzelvolk, das grosso wie das kleine, das sich der Lebensgesetze des Raumes, in dem cs mit anderen Völkern zusammenlebt, bewusst ist, gelegentlich Regungen eines kleinlichen Chauvinismus unterdrücken im Bewusstsein, damit der grösseren Schicksalsgemeinschafl der Völker zu dienen. Wenn auch gerade hier überwundene Slammlisch- leidcnschaft des vergangenen Jahrhunderts lauert, so ist doch der Ausblick in die Zukunft für jedermann, der sehen will, derart grossartig,dass es insbesondere den jungen Generationen, die von einer müdegewordenen Vergangenheit unbelastet sind, gelingen wird, das Notwendige schöpferisch zu gestalten. Auf dem gezeichneten Weg einer Befreiung der tiefsten Lebenskräfte aus dep Fesseln des bür- Die Ankunft der ungarischen Staatsmänner zur Unterzeichnung des Vaktes in W!en Am Mittwochvormittag trafen der ungarische Ministerpräsident Graf Teleki und der ungarische Außenminister Graf Csaky zur feierlichen Unterzeichnung ihres Beitritts zum Dreierpakt in Wien ein. Der Reichsminister des Auswärtigen v. Ribbentrop begrüßte die Gäste auf dem Wiener Ostbahnhof. — Unser Bildtelegramm zeigt (von rechts) Graf Teleki, Graf Csaky und den Reichsminister des Auswärtigen beim Abschreiten der Front der Ehrenkompanie vor dem Bahnhof. Graf Teleki Lider Ungarns Beitritt zum Dreimächtepakt Die Sicherung der verweser über die Stabilität Europas — Graf Teleki berichtete dem Reichs-Wiener Aussprache — Horlhys Depeschen an die Staats- oberhäupter Deutschlands, Italiens und Japans Budapest, 22. November. (Avala) MTI berichtet: Von der Regierungsmehrheit wärmslens begriisst, erklärte Ministerpräsident Graf Paul Teleki, dass die Unterzeichnung des Protokolls im Wiener Belvedere ein europäischer Erfolg ersten Ranges sei. „Diejenigen“, sagte Graf Teleki, „die heule ihre Völker führen, sind vor grossc Pflichten gestellt. Ihre Pflicht Taujende von Vionieren räumen Sen Schutt aus Londons Straßen wea ble vernichtende Wirkung der deutschen Luftangriffe auf London hat in den letzte-7'ochen einen derartigen Umfang angenommen, daß die in London se'Lst zur Ver-?ügung stehenden Hilfskräfte nicht mehr ausre’c.hen, um die Schuttmassen abzu-hp.nsporticren. Tanzende von Pioniersoldaten, wurden deshalb für die Aufräumungsarbeiten eingesetzt. vKG.« ist cs, die Stabilität Europas zu sicher, Europa dabei behilflich zu sein, die noch bestehenden Schwierigkeiten zu überwinden und verschiedene aktuelle Probleme zu lösen. Ungarn dient schon mehr als lausend Jahre dem Aufbau Europas. Wir können hinsichtlich der Zukunft nur von vollem Vertrauen erfüllt sein. Wer den rechten Weg zu gehen weiss, wird vom Freunde ebenso geehrt wie vom Gegner. Wir müssen deshalb den rechten Weg auch weiterhin fortsetzen. Budapest, 22. November. (Avala-Slcfani) Ministerpräsident Graf Paul Teleki hatte heute vormittags eine längere Aussprache mit Reichsverweser Nikolaus v. Horlhy, dem er eingehendst über die Wiener Konferenz und über die Zusammenkunft mit Hitler berichtete. In ungarischen politischen Kreisen wird mit Zufriedenheit Cestgeslclll. dass die Unterredungen Graf Tclekis und des Ausscnministcrs Graf Czaky mit dem Führer u. Reichskanzler im herzlichsten Tone vor sich gegangen seien, doch wird über den Inhalt dieser Aussprachen grössles Stillschweigen bewahrt. Budapest, 22. November. (Avala-Stefani) Anlässlich des Beitrittes Ungarns zum Dreimächtepakt richtete Reichsverweser v. Horlliy an S. M. König und Kaiser Viktor Emanuel, an S. M. Kaiser Hirohilo von Japan und an den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler Begr üssu ngsdepc-schen, in denen alle Glückwünsche für das Wohlergehen der genannten Staatsoberhäupter und deren Nationen zum Ausdruck gebracht worden. Die Aussenpolitik Bulgariens Beginn Der Godranje-Debatte über Die Thronrede / Eine beDeuifame 3t eDe Des ehemaiigei Ministerpräsidenten Musanov in- Sofia, 23. Nov. (Avala) Der Korrespondent der Nachrichtenagentur Avala berichtet: In der Sobranje begann gestern nachmittags die Debatte über die Antwort auf die Thronrede. In den Regierungsbänken sah inan u. a. auch den Ministerpräsidenten Dr. F i 1 o v und Außenminister Popov. Im Namen der Regierungsmehrheit sprachen die Abgeordneten Nikola V a s i 1 j e v und Peter D u-m a n o v. Die Opposition vertrat der ehemalige Ministerpräsident Mušanov. Der regierungsmehrheitliche Abgeordnete Peter D u m a n O v sprach über die Außenpolitik Bulgariens und betonte u. a., daß die Beziehungen Bulgariens Jugoslawien gegenüber so lange abnormal bleiben würden, bis nicht die Frage Mazedoniens gelöst sei. Dumanov griff ebenso auch Griechenland wegen Thrazien und Mazedonien an, indem er darauf hinwies, daß über 2 Millionen bulgarischer Familien außerhalb der Grenzen Bulgariens leben. Dumanov zollte der Regierung für die Rückgliederung der Süddobrudscha Anerkennung und sagte ferner, dieses Land sei wirklich ein funkelnder Stein in der Krone Bulgariens, doch müsse diese Krone in Bälde noch mit anderen Edelsteinen besetzt werden, von denen Mazedonien der leuchtendste sei. Als nächster erhielt der ehemalige Ministerpräsident Musanov das Wort. Mušanov begann seine Rede mit den Weiten: »Noch niemals ist in der Geschichte Bulgariens so etwas vorgefallen wie vor vier Tagen. Ich denke an die Zusammenkunft zwischen König Boris und Reichskanzler Hitler. In dieser Zusammenkunft ist von Dingen gesprochen wor den, von denen vielleicht nicht nur das Schicksal Bulgariens abhängt, sondern auch des ganzen Europa. Die Regierung hätte nach dieser Zusammenkunft eine Erklärung abgeben müssen, aber sie tat es nicht. Ich weiß nichts von dieser Besprechung. Ich müßte von Dingen sprechen, die in der Thronrede enthalten sind, aber ich weiß nicht, ob uns diese Zusammenkunft nicht in ein Blutbad wirft. Ich müßte aber die Thronrede sprechen, doch gehen die Dinge, die bei der erwähnten Zusammenkunft besprochen wur den, vielleicht weit darüber hinaus.« Mušanov sprach sodann von den Finanzschwierigkeiten im Zusammenhang mit der Rückgliederung der Süddobrudscha, ferner von den Bedingungen von Craiova und befaßte sich auch mit der Innenlage, der Zensur usw. Der Regierung machte er den Vorwurf, daß sie durch ihren Beschluß. Nickelgeld im Gesamtwerte von 800 Millionen Lewa zu prägen, die verkappte Inflation heraufbeschworen habe. Redner verwies sodann auf jenen Passus der Thronrede, in der es heißt, die bulgarische Außenpolitik sei eine Politik des Friedens und der Neutralität.« »Ich fordere Aufklärung darüber, ob Bulgarien für den Frieden ist,« rief Mušanov. »Ich behaupte, unser Volk ist für den Frieden. Ich weiß, daß die Politik innerhalb von scheiden.« Redner schloß seine Ausführungen, dem er auf die Ministerbank hinwies, lüden Worten: »In diesen Tagen ist ihre Verantwortung größer als die Verantwortung bei uns, da wir nicht wissen, was vorgeht!« Stockholm: Ernste Lage in England Stockholm, 22. November. (Ava-ta-DNB) Der Londoner Berichterstatter der ,,Göteborgcr Handels- und Schiffahrtszeitung“ beschreibt den Zustand, in dem sich England nach den langen Angriffen der deutschen Luftwaffe befindet. Auf allen Gebieten des menschlichen Lebens könne man grosso Hindernisse und Schwierigkeiten beobachten. Die Telefonverbindungen sind von Tag zu Tag schwieriger. Zahlreiche Aemter haben ihre Tätigkeit eingestellt. Zwischen den Städten — soferne dies überhaupt möglich ist, — werden nur drei Gespräche täglich zugelassen. Das Handelsleben ist vollkommen gelähmt. In London ist der Nachtverkehr vollkommen gestorben. Fis gibt überhaupt keine grösseren Ge- schäftsabschlüsse mehr. In zahlreichen Gebieten gibt cs keine Waren mehr, anderwärts ist es unmöglich, die Preise festzusetzen. Der Korrespondent verweist auf den Mangel an zahlreichen Artikeln, besonders auf den Milchmangel. Die Beschuldigungen auf Konto der Regierung werden immer häufiger und heftiger. Man wirft der Regierung Churchill Mangel an Initiative in der Kriegsführung wie in den inneren Fragen vor. Die Opposition gegen Churchill wächst, wie man dies aus der „D a i 1 y M a i 1“, dem „Daily Her a 1 d“ und dem „Daily Express“ sieht. Bei allen diesen englischen Zeitungen ist eine starke Nervosität zu beobachten, weil ihre Kampagne erfolglos geblieben war. sechs Monaten verändert werden kann, ! Mušanovs Rede hinterließ einen tiefen besonders jetzt, wo ganze Staaten in ei- ; Eindruck auf die ganze Sobranje. Auf den rügen Tagen erobert werden. Ich fürchte jegliches Abenteuer. Sollte jedoch der Fall eintreten, daß keine Möglichkeit mehr vorhanden wäre für die Rettung des Friedens, dann möge das Volk selbst ent- Gesichtern der Abgeordneten spiege}2 sich der Ernst. Aus der Atmosphäre heraus, in der Mušanov sprach, war zu verspüren, daß Bulgarien schicksalsschwc|L Augenfolicke durchlebt. Ungarn gewährleistet leinen Volksgruppen alle Sprach rechte Eine Rede des Ministerpräsidenten Grafen Paul Teleki. datiert aus St. Stefans Zeiten.« »Ungarns Haltung Budapest, 23. Nov. (Avala). Ministerpräsident Graf Paul Teleki befasste sich in seiner gestrigen Rede im Abgeordnetenhaus mit dem Charakter der Reformen des Parlaments, der Regierung und der allgemeinen Administration. Im Zusammenhänge mit der Volksgruppenfrage erklärte der Ministerpräsident, daß die Regierung nach dem Anschluß alter Territorien bei der Auffassung verbleibe, daß die Volksgruppen unweigerlich ein Recht auf die Pflege eigener Tradition in der Muttersprache hätten. Es sei daher die Pflicht des ungarischen Staates, diese Bemühungen z-u unterstützen, eine Haltung, die noch aü5 der Zeit des Hl. Stefan datiere. In der Volksgruppenfrage stehe die ungarisch2 Regierung auf folgendem Standpunkt-Gebrauch der Muttersprache zweck5 Vervollständigung des Charakters, Unterricht in der Muttersprache, Presse h1 der Muttersprache und schließlich da5 Recht der Vereinigung und Koalition. England plant Waffenaktion gegen Irland? ITALIENISCHE MELDUNG UBER ENGL1ISCHE TRUPPENZUSAMMENZIEHUN-GEN IN ULSTER. — DE VALERA VERHARRT AUF SEINEM STANDPUNKT. — R o m, 23. Nov. Laut Darstellung italienischer Blätter sind die Beziehungen zwischen England und Irland in eine kritische Phase getreten. England hält den Besitz der irischen See- und Luftstützpunkte für unumgänglich notwendig zu einer wirksamen Abwehr der deutschen Unterseeboote und Flugzeuge. Die englischen Blätter vertreten immer wieder die Notwendigkeit, daß Irland seine See- und Luftstützpunkte an England abtrete. — »S u n d a y Expreß« schreibt: »Wir müssen den Feind überraschen, sonst wird er uns überraschen. Wir müssen Mittel und Wege zur Abwehr der deutschen Fite ger und der deutschen Unterseeboote finden. Wir brauchen die Stützpunkte in Irland.« Andererseits ist de Valera unnachgiebig. Erst jüngst lehnte er in einer Erklärung die englischen Forderungen energisch ab mit der Begründung, daß ihre Erfüllung die irische Freiheit und Unabhängigkeit beeinträchtigen würde. Der »TrFester Piccolo« berichtet, daß in Ulster in aller Eile Truppen zusammengezogen würde und Kriegsmaterial allef Art aufgestappelt werde. An der Grenz2 würden Kriegs Vorbereitungen getroff211. In Berlin frage man sich, aib England dadurch de Valera einschüchtern wolle odef ob ein Angriff auf Irland geplant sei. Es bestehe die Möglichkeit, daß Churchill |!| allerkürzester Zeit sich zum Angriff au Irland entschließe, das jedem Kompromiß abgeneigt sei und schon gar die Kapitulation ablehne. _ Gedenket Der Antituberkulofen-Licia! äuseee Hutec^estUitUU Wer ist der Verrückte? Humoreske von Olav Sölmund In New York erhielt ich vor einigen Jahren vom Kapitän Aage Holmsen den Befehl, unseren Steuermann, dessen Verhalten auf eine ausbrechende Geisteskrankheit schließen ließ, in eine Privatirrenanstalt zur Untersuchung zu bringen. Ich. kannte weder den Anstaltsleiter, noch hat te mir der Kapitän eine Vollmacht mitgegeben. Wer denkt auch an so etwas. Ich fuhr also tos. Holmsen war sehr aufgeräumt und gesprächig und erkundigte sich unterwegs angelegentlich nach mei nem Gesundheitszustände. Als wir uns nach fast zweistündiger Fahrt unserem Ziele näherten, zeigte ich auf das schön gelegene Anwesen und meinte: »Na, Holm sen, der Aufenthalt dort wird Ihnen sehr gut tun. Man behandelt dort die Kranken, die an Blutandrang leiden, sehr verständig!« Holmsen sah dorthin, zündete sich seine Zigarre an, bließ den Rauch in starken Wolken in die Luft und sah so heiter aus, als handele es sich um eine Vergnügungsfahrt. Als wir in den Hof des Sanatoriums cin-fuhren, sprang Holmsen als erster au® dem Wagen, während ich noch mit dem. Fahrer sprach. Als ich dann nach einer Weile in die Vorhalle trat, sah ich Holmsen schon angelegentlch mit dem Direktor sprechen. Dann traten wir alle drei in das Empfangszimmer, in dem eine Dame schon vorgeschrittenen Alters uns begrüs-te, die uns der Direktor als seine Schwester Miss Joaue Perkins vorstellte. Miss Perkins bereitete uns nun den Tee mit der Grazie eines alten Jungferchens, das noch nicht alle Hoffnungen aufgegeben hat. Dabei lächelte sie sehr freundlich und wurde noch um einige Grade wärmer, als Holmsen begann, ihr den Hof zu machen. Einmal bemerkte ich, wie Holmsen ihr etwas ins Ohr flüsterte, und wie sie dann einen erstaunten und ängstlichen Blick auf mich warf. Als der Tee eingenommen war, bat ich cten Direktor um eine Unterredung unter vier Augen, machte ihm Mitteilung über den Zweck meines Besuches, und sprach die Hoffnung aus, daß Holmsen’s Leiden wohl noch zu helfen sei. Der Direktor sah mich dabei mit einem forschenden — und wie mir schien — auch belustigtem Lächeln an: »Ich hoffe«, meinte er dann, »daß auch Ihnen der Aufenthalt in meinem Hause sehr gut tun wird!« »Mir:« fragte ich verblüfft zurück, »ich denke gleich wieder abzufahren!« »Sie sind, nach dem, was Herr Holmsen mir über Sie sagte, wohl der Kranke! Sie begreifen, daiß einer von Ihnen der Kranke sein muß. Haben Sie keine schriftliche Beglaubigung?« »Nein!« Ich war plötzlich wie aus den Wolken gefallen. Hielt mich der Mann jetzt für den Verrückten? In der Eile hatte ich auch das ärztliche Attest unseres Schiffarztes liegen lassen. Ich sah mich schon in einer Gummizelle. Das groteske der Lage Meß mich nun auflachen: »Na, Sie werden doch wohl die Fähigkeit haben, den Verrückten von dem Gescheiten zu unterscheiden!« »Hm!« fuhr der Doktor fort, »es ist auf jeden Fall das Seltsamste, was mir in meiner langen Praxis vorgekommen ist. Zwei Herren kommen in meine Anstalt und jeder bezeichnet den anderen als den, der meine Pflege und Behandlung bedarf. Aber es gibt ja gottlob ein leichtes Mittel, hier Klarheit zu schaffen!« »Und das wäre?« »Ich werde sogleich versuchen, den Kapitän anzurufen — oder falls er nicht aufzutreiben ist, einen Boten an Bord zu sen- j den, der die nötige Aufklärung bringen | wird!« 1 »Natürlich!« rief ich erleichtert. Daran hatte ich gar nicht gedacht. »Bis ich diese Mitteilung erhalten habe, wollen Sie sich bitte in diesem Zimmer aufhalten und es sich bequem machen.« Was blieb mir anderes übrig. Innerlich fluchend wegen der verlorenen Zeit, erga ich mich in mein Schicksal. — »Am hasten lassen Sie den zweiten Offizier Petter sen gleich mitkommen«, rief ich dem Arz ■ Dann warf ich mich auf das Sofa und belächelte nun die Komik meiner Lag2, Das würde ja ein Hallo am Bord geben, wenn die das erfuhren. Alle telefonischen Anrufe waren vergebens — natürlich. Def Kapitän hatte genug mit den Behörden zLl tun, und der Schiffsarzt war froh, irgend' wo in seinem Klub zu sitzen und Cocktails zu trinken. Nach einer Weile schli2 Ich ein. Nach Verlauf einer Stunde etwa w-urd2 ich geweckt. Vor mir stand der Direktor und lachte: »Verzeihen Sie gütigst«, men1' te er. »Nun?« fragte ich, die Augen reibend, »hat sich der Irrtum schon aufgeklärt?« »Jawohl, ich bin bereits im Bilde, ob. wohl der Bote noch nicht zurück ist.« Er lachte immer noch. »Wieso denn?« »Na, Herr Holmsen hat meiner Schwester soeben in aller Form einen Heiraj5' antrag gemacht. Er ist ohne Zweifel de Verrückte!« Aus Stadl und Umgebung Maribor, Samstag. den 23. November Unsere Moniere der Luft ERSTE MODELLIERKURS FÜR INSTRUKTOREN IM MODELLBAU IN MARIBOR. hn Hoftrakt der ehemaligen Union-‘aucrei in der Aleksandrova cesta be-r’h ^'e M o d e 11 i e r s e k ti o n des Ma-0rcr Aeroklubs eine schön ein-Serjehtete Werkstätte, in der die jungen . loniere der Luft fleißig ihrer freiwillig übernommenen Aufgabe obliegen. Den Sanzen Tag wird darin gearbeitet, und es wird wirklich Schönes und Ersprieß-*ches geleistet. Die angehenden Piloten 5u*n Flugzeug,modelte, sie machen sich ‘teer auch an wirkliche Segelflugzeuge yCra'n, von denen sich bereits einige im ctrieb befinden. Die vorhandenen Mate-"alvorräte sind ziemlich zufriedenstel-nd. Alles aber wurde aus Eigenem auf-tobraeht oder aus dem Erlös der freiwil-'8cn Spenden angeschafft. ,. bim den Sinn für das Flugzeugmodel-,'eren ln Nordslowonien zu heben, wurde jeht in den erwähnten Räumen ein ein-''öchiger Modellierkurs für die In-j ruktoren abgehalten, der einen sehr gu-en Besuch aufzuweisen hatte. Die Teil— ehmer wurden vom Fachmann V o d o-'t'1 v c c in allen Fächern, die für den i °dellbau in Betracht kommen, praktisch Jd theoretisch unterwiesen. Es wurden , Jdcllc gebaut, die sich auch vor dem ^geschrittenen Ausland sehen lassen kön |'Cr|, darunter auch solche mit kleinen Cl,dinniotoron. Es wurden Erfolge er-Zlelt, mit denen der Kursleiter mehr als jtefrieden ist. Abgeschlossen wurde der Urs gestern abends mit einem Vortrag . es Garnisoneurs Oberstleutnant Mas -? č Liber den Pflichtenkreis der Jugend dt flugtechnischer Ausbildung. ..Derartige Modellierkurse wurden kshcr nur in Beograd veranstaltet, jjbd Maribor ist demnach die zweite ‘ ladt Jugoslawiens, die den Modcll-, au auf eine solide und gutdurchdach-j? .Grundlage gestellt hat. Unserem Gspiel werden sicherlich auch an-' Cl'e Städte, in denen dem Luflsport ^huldigt wird, folgen und Werkstät- ten einrichten, in denen sich die .lugend in der freien Zeit nutzbringend tummeln und ihrem Drange nachdem Basteln nachkommen kann. Von grös-ster Wichtigkeit ist jedoch die Abhaltung solcher Kurse für das flache Länd, wo die .Tugend, die ja überall Herrenwäsche fertig und nach Maß Eigene Erzeugung I. Babic Gosposka ulica 24 für das Neue und Romantische eingenommen ist, weniger Gelegenheit besitzt, sich dem Flugzeugbau u. dem Modellieren zu widmen. Da muss man leitend und anspornend umgreifen, den Drang der jugendlichen Stürmer in geordnete Bahnen lenken und ihnen Weigweiser sein auf dem Gebiete des Schaffens in der freien Zeit. Wie bereits erwähnt, ist die Mari-borer Werkstätte für Modell- und Flugzeugbau gut ausgerüstet mit allem, was hiezu erforderlich ist. Es wäre nur sehr zu wünschen, dass den idealen Jüngern des blauen Sports grössere Mittel zur Verfügung gestellt würden, um auch noch Verschiedenes anzuschaffen, woran cs in der Werkstätte noch mangelt. Nebenbei sei erwähnt, dass einige winzig kleine richtige Benzinmotore vorhanden sind, die in besondere Modelle eingebaut werden, um. neue Konstruktionen zu erproben und aus • den gemachten Fehlem zu lernen. Es ist wirklich ein Genuss, die jungen Modellbauer bei der Arbeit zu beobachten, mit welchem Emst sie ihre Sache nehmen, vor allem aber, was alles die Jugend von heutzutage kann. Es schlummern wirklich Talente in unserer Jugend, man muss sie nur zu wecken verstehen u. ihnen Gelegenheit geben, sich in der igewollten Richtung auszuwirken. Benachteiligung Nord-slvweniens im Gtraßenwefen EINER REVISION DES REICHSSTRASSENGESETZES — DREI WICHTE VERKEHRSWEGE NICHT MEHR REICHSSTRASSEN? - DAGEGEN Rogaška slatina in das reichsstrassennetz einbezogen n^ach Beograder Informationen befaßt sich im Bautenministerium mit ei-Gesetzes über • die Mittel die anderen Straßejizüge nicht wenig betroffen erscheinen. Aber auch die Draufeldstraße, die über Ptuj hinaus entlang der Drau bis Osijek verläuft, wird in Slowenien eine Änderung erfahren, soweit es sich um den Besitz und die Erhaltung handelt. Das erste Teilstück von M a r i b o r bis Ptuj soll ebenfalls dem Banat zur Erhaltung übergeben, dagegen die Banatsstraße Slovenska Bistrica— Ptuj vom Staat übernommen werden. Wozu das gut sein soll, ist nicht recht erklärlich. Sollte auch dieses Projekt Wirklichkeit werden, dann würde die Draufeld-Reiohsstraße nicht in Maribor, sondern in Slovenska Bistrica ihren Anfangspunkt erhalten. Ob dies für die Straßenerhaltung besser sein wird, bleibe dahingestellt. Dagegen soll, wie unsere Informationen besagen, Rogaška Slatina in das Reichsstraßennetz Sloweniens einbezogen werden, indem die in Slovenska Bistrica durch Poljčane und den Kurort und dann weiter nach Krapina und Zagreb führende Banatsstraße verstaatlicht werden wird. Diese Absicht ist sehr zu begrüßen und wäre natürlich nichts dagegen einzuwenden, wenn dies nicht auf Kosten anderer bisherigen Reichsstraßen geschehen würde. Mann will offenbar von Zagreb nach Maribor und darüber hinaus nach Deutschland eine gute Straße schaffen und den Verkehr zwischen der nördlichen Staatsgrenze und der Adria über Rogaška Slatina und Kroatien lenken. Über die Motive, die die Staatsverwaltung bewogen haben, Nordslowenien hinsichtlich der Reichsstraßen zu benachteiligen, wollen wir hier nicht sprechen. Im Interesse der Wirtschaft, vor allem aber des Fremdenverkehrs müssen Schritte unternommen werden, damit die Zahl der Reichsstraßen nicht verringert, sondern womöglich noch erhöht werde. Gegenwärtig fällt der Straße eine immer größere Bedeutung zu und deshalb hat der Staat, der doch bedeutend größere Mittel besitzt als das Banat, für den Ausbau des Straßennetzes zu sorgen, vor allem aber für die gründliche Modernisierung der Verkehrswege. hian pr Revision des ^‘chsstraßen, die für Nordslowenien ‘ne neue Verschlechterung des Straßen-(..esens bedeuten würde, wenn sie im 'nne des Entwurfes zur Durchführung fangen sollte. Es handelt sich nämlich arum, die Zahl der Reichsstraßen, für 16 bekanntlich der Staat zu sorgen hat, ,u verringern. Als teilweiser Ersatz des asfalles sollen einige kürzere Straßenlage, die bisher in die Kompetenz der satiate fielen, vom Staat übernommen I ^rden. Mit dieser Frage befaßt sich ;etd auch die Banatsverwaltung, doch °hnte man bisher über das Ergebnis Besprechungen noch keine verläßli-en Informationen erhalten. s es heißt, sollen die Drautal-m aße Maribor—Dravograd, die aße Maribor—Murska Sobota durch k5 "Slovenske gorice« und die raufeidstraße Maribor—Ptuj elcht mehr zu den Reichsstraßen, deren |S ganzen Staate etwa 60 gibt, zäh-. n- Bis zum Umsturz besaß Nordslowe ken die Kompetenz des Kreisausschusses u. dann der Banatsverwaltung überging. Heuer mit 1. April wurde dieser wichtige Ostwest-Verkehrsweg zur Reichs-Straße erklärt, ebenso auch die Straße durch die »Slovenske gorice«. Nun sollen nach Beograder Informationen diese beiden wichtigen Straßen wieder dem Banat zur Verwaltung übergeben werden, wodurch bei der Bescheidenheit der der Banatsverwaltung bzw. den Straßenausschüssen zur Verfügung stehenden Aenderung im lokalen Autobusverkehr Infolge der Uebersiedlung der städtischen Autobusunternehmung in die neuen Garagen und Geschäftsräume in der Tržaška cesta hat sich die Notwendigkeit einer teil weisen Aenderung der Fahrzeit des ersten und des letzten Wagens auf der Raupt Ti nie Bahnhof—König Peter Kaserne herausgestellt, um unnötige Leerfahrten zu vermeiden. Am Morgen wird die erste Fahrt um 6.15 Uhr nicht am Bahnhof aufgenommen, sondern an den Haltestellen König Peter Kaserne—Stritarjeva ulica im Magdalenen viertel. Vom Bahnhof geht somit der erste Wagen fortan um 6.30 Uhr ab. Abends verläßt der letzte Wagen den Bahnhof, falls der Abendzug aus Ljubljana und Zagreb keine Verspätung aufweist, um 22.20 Uhr. Von den oberwähnten Haltestellen in Nähen Euch nicht militärischen Obsellen! vergrössert, das Mikroskop die winzigen Mikroben. Das Radio ist das Mikroskop des Ohres und bringt Ihnen die ganze Welt nahe. 82 4-ROHREN SUPER-EMPFÄNGER RADIO 15 L Lusicky, Maribor, Koroška c. 11 der Nähe der König Peter Kaserne fährt der Wagen nicht mehr zum Bahnhof zurück,1 sondern begibt sich direkt in dm Garage. Solange der vor vier Wochen eingestellte Abendpersonenzug P t u j—Maribor mit der Ankunft um 21.49 Uhr in der Draustadt nicht verkehrt, entfällt die Sonderfahrt an Sonn- und Feiertagen um 22 Uhr vom Hauptbahnhof. Heiterer Abend des Mannergesangvereines heute Samstag, den 23. November um 20 Uhr im Saale der »Zadružna gospodarska banka«. Wir machen höflichst darauf aufmerksam, daß die Sitzplatzkarten ausverkauft, Stebplaizkarten jedoch in beschränkter Anzahl an der Abendkasse erhältlich sind. Für den Wiederholungsabend D i e m s t a g, den 26. November sind noch einige Eintrittskarten bei der Firma »Svila« (Hans Kelbitsch), Gosposka ulica, erhältlich. fil 11 I , 'ure. S. R» 2Z365 od 18-!» <9*<0 o Verlautbarung des Sladlmagislrats strengen Auftrag o___ oj im Falle des Versuches einer Beschädigung derartiger Objekte rücksichtslos von der Wal'fc Gebrauch zu machen. Jede Beschüdi- zur Zerstö- Im Sinne einer Mitteilung der Ba-1 nalsverwaltung wird, wie der SladL- I magistrat verlautbart, die Bevölkern nur zwei Reichsstraßen: die große j rung im eigenen Interesse tavon ge- _ Vorrichtungen VerkehrsnHnr Wipn Triest die ietzisre warnt, sich militärischen Objekten zu gung der Vorricmungen Ä........................................................... * >«- "'rhtmliitäri- iung von Objekten kan ?len führt, und die Drautalstraße Mari- —~ - 0r—Tirol. Als vor etwa 13 Jahren das zu lassen die Vorrichtungen zn i rer Zerstörung enthalten (etwa Mi nen in den Brücken usw.). Diese Ob o . 1 uoi. p _ r'chsstraßengesetz herauskam. wurde 'ev Draufeldstraße Maribor—Ptuj—Or-’°ž in das Verzeichnis aufgenommen, a£egen nicht die Drautalstraße, die in nähern und auch jene nichtttiilitäri-j rung von Objekten kann für Mensche Objekte zu meiden bzw. in Ruhe sehen und Sachen furchtbare Folgen • " 1 nach sich ziehen. Gegen Personen, die derartige Versuche unternehmen soll I len, wird streng nach dem Gesetz vor-jckle sind absolut in Ruhe zu lassen, j gegangen werden, und haben die Wachmannschaften den j Spenden für die Winterhilfe Die umfassende Sammelaktion für die Winterhilfe, die vom der Stadtgemeinde auch im diesem Jahre ein geleit et wurde, weist bereits ein erfreuliches Ergebnis auf. Bisher spendeten , die Textilwerke »Mariborska tekstilna tvornica« 50.000, Marko Ro smer 25.000, die Filiale Maribor der »Narodna banka« 7.700, die Stadtsparkasse 5000, August Ehrlich 4.750 (als erster Beitrag), Fr. Mustek 2000, Pinter & Lenar d 2000, Jos. Anderlik 1500, Jos. Benko 1500, Just. Gustinčič 1000, Karl Jančič 1000, Franz Neger 1000, Waldemar u. Josefine Ogriseg 1000, Posojilnica (Narodni dom) 1000, Anton Tavčars Nachfl. 1000, Jos. Ulaga 1000 Dinar. Es folgen noch zahlreiche kleinere Spenden. Allen edelmütigen Spendern sei auf diesem Wege der wärmste Dank ausgesprochen! m. Professor Jirak stellt in Ljubljana aus. Der bekannte Mariborer. Maler Prof. Karl Jirak veranstaltet im Kunstsalon Kos in Ljubljana eine Ausstellung seiner Werke, die das allseitige Interesse auf sich lenken. m. Siomšek-Feicr in der Domkirehe. Anlässlich des 140. Geburtstages des ersten Fürstbischofs in Maribor Dr. Anton Martin Slomšek findet am Montag, den 25. d. in der Domkir-clie eine Feier statt, die um 20 Uhr mit einem grossen Kirchenkonzert des Gesangvereines „Maribor“ eingeleitet wird. Anschliessend wird. Fürstbischof Dr. Ivan Josef. Tomažič eine Gedenkrede halten, in der er das Werk Slomscks beleuchten wird. Gebetefür die Beatifizierung Slomscks sowie ein Hymnus beschliessen die Feier. m Erhöhung der Pcrsonenlarifc im Eisenbahnverkehr. Nach Meldungen der Zagreber Blätter werden die Personentarife im Eisenbahnverkehr in Jugoslawien mit Neujahr um rund 20 Prozent erhöht werden. m Wegen Vertriebes falscher Banknoten hatte sich gestern der 37 jährige Besitzer Ignaz Kristovič aus Rače vor dem Dreiersenat des hiesigen Kreisgerichtes zu verantworten. Er übergab am 22. September d. J. in einer Mariborer Trafik einen 500 Dinarschein, der später als Falsifikat erkannt wurde. Es bestellt der Verdacht, dass Kristovič zur Schar der Männer zählt, die die von Franc Majcen, der noch immer in Untersuchungshaft sitzt, hergestellten falschen Dinarnoten anzubringen suchen und che schon verschiedentlich vor den Richtern standen. Kristovič wurde zu einem Jahr und zwei Monaten schweren Kerker und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. m Dieser Tage wurde in Mairibor eine neue Se gelf liege rgrupp e unter der Bezeichnung »Trideseti« (Der Dreissiigste) ins Leben gerufen. In dieser neugegründeten Segelfliegergruppe sind durchwegs junge Leute vereinigt, die in ihrem beispielgebenden Idealismus auf dem Gebiete der Fliegerei positive Arbeit leisten wollen. Die neue Segel-fiiegergruppe hat schon mit ihrer bisherigen Tätigkeit bewiesen, daß sie hinreichend Fähigkeiten und Ambition besitzt, leider fehlt ihr jedoch ein passendes Lokal. Die jungen Flugpioniere wenden sich deshalb an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Unterstützung. Der neuen Segelfliegergruppe würde ein grösser Dienst erwiesen werden, wenn ihr jemand ein geeignetes Arbeitslokai mit einer Fläche von etwa 30 Quadratmeter verschaffen würde. Die jungen Idealisten vedinene es fürwahr, daß ihnen die breite Öffentlichkeit ihre Aufmerksamkeit widmet. Nähere Informa-lionen erteilt der Schriftführer der Segel fliegergruppe Frist ernik Arnold, Cankarjeva ul. 14. * Gasthaus Krempl. Hasen- und Fasanenschmaus, hausgemachte Brat- und Selohwünstc, Bauernschmaus etz. Sortenweine. 9267 m Schonet die Hirschfamilie’ Der Mariborer Jagdverein macht alle seine Mitglieder im Drautale darauf aufmerksam, daß sich auf der sogenannten Grisold-Höhe oberhalb von Fala' eine Hirschfamilie (ein Lirsoh und zwei Hirschkühe) aufhält, und stellt gleichzeitig fest, daß das zwischen den dortigen Jagdbesitzern im Jahre 1937 abgeschlossene Abkommen über die gänzliche Schonung des Hirschwildes nach wie vor in Kraft ist. m Krankenpflegerkursc des Rotkreuzes. Vergangenen Donnerstag wurden in Maribor zwei neue Krankenpflegerkursc des Rotkreuzes eröffnet, die von den Aerzten Dr. Davorin Ci-jan und Dr. Martin Horvat geleitet werden. Die Kurse werden im Gebäude des Realgymnasiums I in der Gregorčičeva ulica 2 abgehallen, und zwar jeden Montag, Dienstag und Donnerstag abends von 19 bis 21 Uhr. Der Verein vom Roten Kreuz ersucht alle, die sich für den Besuch dieser ZUM NIKOLO Überzeugen Sie sich und Sie werden zufrieden sein? Hübsche Wollwesten, Pullower, Macco-wäsche, Strümpfe, Socken, Krawatten, Pi-jamas, Wäscheflanelle aller Art wirklich billigst bei F. krama*’*!* Gosposka ulica 13 Feier des HauSregimentS ZUR ERINNERUNG AN DEN DENKWÜRDIGEN 23. NOVEMBER. In der König Alexander-Kaserne in Melje herrscht heute festliche Stimmung. Das Mariborer Hausregiment Nr. 45 begeht heute seine traditionelle Regimentsfeier, die sog. »Slava«, zur Erinnerung an den Tag, an dem sich das jugoslawische Schicksal Maribors vor 22 Jahren entschieden hat. Dieser denkwürdige historische Tag wurde heute in besonders feierlicher Weise gewürdigt. In den Vormittagsstunden rückten die einzelnen Forma- tionen aus und nahmen im Kasernenhof Aufstellung. Nach den kirchlichen Zeremonien ergriff Regimentskommandant Oberst Gaščič das Wort und richtete an die ausgerückten Offiziere und die Mannschaften sowie an die zahlreichen Vertreter der Zivilbehörden und verschiedener Korporationen eine von tiefer Vaterlandsliebe erfüllte Ansprache. Der Tag wird mit einem allgemeinen Soldatenfest beschlossen werden. ZoHamies Hepperger Der bekannte akademische Maler Johannes Heppe rger, dem unsere Drau-stadt sozusagen zur Wahlheimat geworden ist. wird unserem kunstlicbenden Publikum demnächst die Gelegenheit eines größeren Einblicks in sein reiches Kunstschaffen geben. Johannes Hepperger — er ist ein Kind der Tiroler Berge — ging aus der berühmten Schule seines Landsmannes Prof. Egger-Lienz hervor und war auch ,einer von jenen 'Schülern,; die der höchsten Anerkennung des leider viel zu früh aus dem Leben gerissenen Meisters teilhaftig wurden. Hepperger, dessen individuelle Note aus'jedem seiner Gemälde zu erkennen ist, geht unbeirrbar seine eigenen Wege, unbekümmert uni Strömungen und modische Seitengassen. Dieser Künstler steht mit seinen wahrhaft philosophischen Auffassungen ■ über die Kunst ziemlich vereinsamt da, denn er ist durchaus ungeneigt, Konzessionen an den »Geschmack« zu machen, Hepperger kann sich jedoch derartiges wohl ruhig leisten im Hinblick auf sein großes Können und auf. die Tiefe, aus der heraus ein jedes seiner Werke geboren wird. Es gibt bei Hepperger, der wohl einer der fleißigsten Maler sein dürfte, kein einziges Gemälde, das der Künstler nur etwa aus launengeborener Virtuosität heraus auf die Leinwand gehaubt hätte: die verschiedenen Problemstellungen, die sich im Werden des Kunstwerkes ergeben, pflegt sich Hepperger so lange seelisch abzubringen, bis der große Wurf, wie er im Dämmer jeglicher Intuition erschaut worden war, restlos gelungen ist. Kein Wunder, daß Johannes Hepperger heute zu den besten deutschen Malern der Gegenwart gezählt wird. * Die Ausstellung der Werke Johannes Heppergers findet im Rahmen der intimen ständigen Austeilungen des Schwäbisch-deutschen Kulturbundes (Aleksandrova 14 I.) statt. Die feierliche Eröffnung -ist auf Donnerstag, den 28. November d. J. anberaumt worden. Der Ausstellung wird schon jetzt in allen kunstliebenden Kreisen großes Interesse entgegengebracht. Todessturz beim Spiel Tödlicher Unfall eines Siebenjährigen in der Jadranska ulica In der Jadranska ulica trug sich ein tödlicher Unfall zu, dessen Opfer ein kaum siebenjähriger Knabe wurde. Am Wiesengelände entlang der erwähnten Gasse unterhielten sich mehrere Kinder, unter denen sich auch der 7 jährige Arbeiterssohn Ladislav Jug befand, mit einem harmlosen Spiel, bei dem cs zuweilen recht munter vorging. Die Knaben vergnügten sich mit dem sog. „Fangenspiel“, wobei sie sich gegenseitig „abklopften“. Der 7 jährige Jug, offenbar der jüngste unter ihnen, wurde hiebei von ei- nem Spielkameraden vielleicht zu arg gestossen, sodass er mit aller Wucht zu Boden stürzte. Er schlug dabei derart unglücklich mit dem Hinterhaupt auf den Boden auf, dass er bewusstlos liegen blieb. Man schaffte ihn unverzüglich ins Krankenhaus, wo man eine schwere Gehirnerschütterung feststellte. Trotz sofortiger Hilfe konnten die Bemühungen der Aerzte dem Knaben das Leben nicht retten. Der tragische Tod des bedauernswerten Jungen hat allseits Mitleid ausgelöst. O D BDHDHDBDHögnBDBDBnBDBnBDBnB Kurse gemeldet haben, zur Eröffnung am Donnerstag jedoch nicht erschienen sind, kommenden Montag, den 25. d. abends verlässlich zu erscheinen. m Svengali in Studenci. Svengali wirkt am Samstag, den 23. d. um 20 Uhr abends bei einer Wohltätigkeits-veranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr in Studenci mit und wird im Saal des dortigen neuen Feucrwelir-depols einen Experimentalabend veranstalten, auf den ganz besonders aufmerksam gemacht wird. * Gasthaus Mandl, Radvanje. Sonntag Konzert. Frische Selch- und Bratwürste. Prima Sortenweine. m. Wetterbericht vom 23. Nov. 9 Uhr: Ueberwiegend bewölkt und wahrscheinlich örtliche Niederschläge. Scharfer Blick. Max sank vor Edith nieder: „Sie sind meine erste Liebe!“ „So, so“, guckte Edith, „und warum isl Ihre Hose gerade an den Knien so fadenscheinig?“ Usiieee £skc Allgemein. Hannemann sass im Kabarett. Der Ansager erklärte: „Diese Frau ist wirklich ein Rätsel...“ „Wieso?“ knurrte Hannemann, „diese Frau? — Meine Frau auch!“ „Ach, Männe“, sagt sic erwartungsvoll, „ich habe eine so entzückende Pelzjacke gefunden, was meinst du dazu?“ „Das trifft sich ausgezeichnet, denn gekauft hätte ich dir bestimmt keine!“ * »Sie sehen aus, als ob Sie nichts zu i tun hätten,« sagte der Fremde zum Wildwestfarmer, der auf einem umgestürzten Baumstamm saß. »Well! Ich wollte vorhin diesen Baum fällen, da kam der Blitz und tat die Arbeit für mich!« »Das ist ja fein! Und was wollen Sie jetzt machen?« »Jetzt bleibe ich hier sitzen und warte auf ein Erdbeben, das mir die Kartoffeln aus dem Felde herausholt.« ÄtorlboEcr liieoler REPERTOIRE: Samstag, 23. November um 20 Uhr: »Gy rano de Bergerac«. Zum letzten • Ermäßigte Preise. , Sonntag, den 24. Nov. um 15 Uhr: »Au Befehl der Herzogin«. — Um 20 uh »Nachtasyl«. Ermäßigte Preise. Montag, den 25. Nov.: Geschlossen. Dienstag, den 26. Nov. um 20 Uhr: »A Befehl der Herzogin«. Ab. A. Ion-Kim? ^ Burg-Tonkino. Der sätyrische LustspK1-* schlager und bisher beste Vlasta Burj Film »Bezirkskrankengasse«. Eine gelS, reiche, mit prickelndem Humor gewü Parodie, die zu den besten Lustspielen de-Filmes zählt. Vlasta Burian als falsche Arzt, der alle Patienten hielt und dadurc die peinlichsten Verwicklungen heraufb-schwört. Die Regie führt Karl Lamač. In Vorbereitung der deutsche Großfiy »Die Postmeisterstochter« nach der ^ kannten Novelle von Puschkin. In y Hauptrollen Heinrich George, Hilde Kr-1“' Hans Holt und Margit Syrno. Esplanade-Tonkino. Der neueste dej sehe Spitzenfilm »Baron Trenck« ,n rzte $ Hans Albers, Käthe Dorsch und Schmitz. Ein Film ganz großen Stils flottem Tempo, mit viel Spannung, schh^ siger Musik und prunkvoller AusstatM1^ Die bunte Handlung führt uns an österreichischen Hof und zeigt eine 1 selnde Episode aus dem abenteuerlich Leben des Frauenlieblings Baron Trene - Union-Tonkino. Bis einschl. Dienst^ das ausgezeichnete Doppelprograoj' »Orlaks Hände«, ein Meisterwerk mit da moniseh-spannender Handlung mit Peje Lorre und »Der Rachereiter«, einer °£ besten Cowboy-Filme mit unserem Öe ling Ken Maynard in der Hauptrolle. Tonkino Probežje. Samstag und S§• Zu seiner Unterbringung wird ein rere Meter breiter Rundraum fertigg ' stellt. Auch Tagungssäle und eine Bibh9' thek werden eingerichtet. Ein Geb30» mit 60 Zimmern wird den Wissenschat -lern zur Verfügung stehen. 6felelteile im Waide ÜBER ein JAHR AM BODEN GELEGEN — TOD UNTER GEHEIMNISVOLLEN UMSTÄNDEN — WER IST DER TOTE? Aus Velenje wird ein schauerlicher Eund berichtet, der dieser Tage im ofcropnica-Walde bel Šmarske Cirkovce 111 der Gemeinde Šalek gemacht worden und der die Bevölkerung wegen des Seheimmsvollen Hintergrundes in nicht Seringe Aufregung versetzt hat. Ein Waldarbeiter stieß an einer ent-’eSenen Stelle, wohin selten ein Mensch kommt, auf einer kleinen Lichtung auf Teile eines menschlichen Gerippes, das Schon stark in Verwesung übergegangen ^ar. Am Boden zerstreut lagen der Schädel, vier Rippen, ein Schulterblatt, ein Schlüsselbein, ein Oberschenkelkno-^ken und einige Rückgratwirbel. Außerdem lagen in der Nähe schon ganz ver-ult einige Kleiderreste. Die Skeletteile la,gen zwischen je zwei Baumstämmen, an deren Enden je ein'großer Stein sich upfand. Es handelt sich sozusagen um e,n sehr primitives Bett auf Waldmoos, auf dem die kargen Überreste eines Man-JJs von 30 bis 35 Jahren, wie der her-beigeeilte Banatsarzt der Ansicht ist, aufgefunden wurden. Der Tote dürfte 160 bis 165 Zentimeter hoch gewesen sein. Da die Baumstämme schon stark morsch sind und die Gerippestücke leicht auseinanderfielen, glaubt man, daß die Leiche schon mindestens ein Jahr am Erdboden gelegen sein muß. Sie dürfte von Tieren gefressen worden sein, wobei die übrigen Skeletteile verschleppt worden sind. Man neigt der Ansicht zu, daß der Mann ein jähes Ende gefunden haben dürfte. Verschiedene Anzeichen deuten auf Selbstmord, andere wieder sprechen für ein Verbrechen. Erschwert wird die Untersuchung dadurch, daß die Identität des Mannes bisher nicht festgestellt werden konnte. In der dortigen Gegend wird niemand vermißt. Die Recherchen werden fortgesetzt, um in das Geheimnis, das den schauerlichen Fund im Walde umgibt, Licht zu bringen. Die Teile des Gerippes wurden am Ortsfriedhof bereits beigesetzt. ^■DEDeaBoeaaaeaEaEnaDraEne a a BnBaBnBnHüBOBaEaBDBOflDBOBnB Nmhciditm wis teile Qe£m,Stt _ _ ______ /5" Wer würde so einkaufen, statt nach Qualität zu fragen! Beim Glühlampen-Einkauf verlangen Sie ausdrücklich die TUNGSRAM-KRYPTON Qualitätslampe: Sie gibt mehr sonnenscheinähnliches Licht und verbraucht dabei viel weniger Strom! BESSERES LICHT. KLEINERE SPESEN! e. Evangelischer Gottesdienst. Morgen Sonntag, als dem Totensonntag der Evangelischen Kirche, findet der Gemein-^egottesdienst wie alljährlich abends um Uhr in der Christuskirche statt. Der Kindergottesdienst wird vormittags um Uhr im Gemeindesaal des Pfarrhauses ^gehalten. c Vom Schwäbisch-Deutschen Kulturbund. Die Kanzlei der- Ortsgruppe pije des Schwäbisch-Deutschen Kul-Urbundcs befindet sich ab Montag, p'i 25. November, in der Kralja Pe-cesta Nr. 24, 2. Stock. Die Sprechenden sind vormittags von 9 bis 12 nachmittags von 4 bis 7 Uhr. An awstagen werden die Sprechstunden ,1Ur vormittags abgehalten. c Aus dem Stadtrate. Herr Dr. M1 i-hat sein Amt als Ratsherr der Kult Celje niedergelegt. An seine Stel-v als Stadtrat trat Herr Dr. Zdravko K^Ian, Rechtsanwalt in Celje. c Vortrag. Uebcr die Gegend von Ro-Katec und Kozje spricht am Montag, 25. November, im Rahmen der olkshochschule im Zeichensaal der Ktiabenbürgerschule Herr Prof. Dr. ai,l Strmšek. Beginn 8 Uhr abends, c. Totensonntag der Evangelischen, vir reden nicht gern vom Tode und wir schattigen uns nicht gern mit dem Gedanken an ihn. Aber es gibt Augenblicke Und es gibt Tage, an denen man, ob man J'U oder nicht, daran erinnert wird, daß .Cr Mensch in seinem Leben wie Gras wie eine Blume auf dem Felde, kurz-*üg und Schnell vergänglich. Der mor-K'Se Totensonntag ist solch ein Tag. Jas ihn betrifft, so folgt zwar in dem ‘‘“len biblischen Psalm auf die Erwä-kang: »Unser Leben führet schnell dahin, ab flögen wir davon« das Gebet: »Herr, ebre uns bedenken, daß wir sterben Müssen.« Aber so merkwürdig das klin-8en mag, bei manchen Menschen ist es ast so: wenn sie ihrer toten Angehöri- §en wehmütig gedenken, dann haben sie p" Tod ihr Opfer dargebracht; nach 2 aisie derer gedacht haben, die verstorben sind, denken sic um so weniger daran, daß sie selbst sterben werden. Der Uedanke aber, daß unser Leben ein Ende at; soll uns ein Ansporn sein zu besse-’er Ausnützung der Zeit, zu fleißigerer A'beit. Wie allen Katholiken der Aller-See'entag, so soll allen Evangelischen Totensonntag mehr Ernst für das ‘tick des Lebens geben, das noch vor U,ls liegen mag. Am morg'gen Toten. sonntag. als dem letzten Sonntag des Kirchenjahres, findet der Gottesdienst der evangeVschen Kirchengemeinde abends Uni 6 Uhr in der Christuskirche statt. c Fussballsporl. Morgen, Sonntag, tfeffen sich mn 11.30 Uhr auf clcm ^Portplatz in Gabvrje die beiden Sporl-v°reinc „Celje“ und „Jugoslavija“ zu einem Pokal Wettspiel. Das Spiel wird bestimmt einen spannenden Kampf bringen. c Kino Union. Samstag und Sonntag der tschechische Freiheitsfilm „Hei, Slovani!“, ein Film, in welchem von „Freiheit und Gleichheit“ die Rede ist. c Kino Dom. Ab heute, Samstag, bis cinschliessend Montag wird der grosso Liebesfilm „Der Irrtum des Vis-conte Paul“ vorgeführt. Eine Episode aus dem Leben, wie man sie so oft miterlebt. Aus Plul p. Todesfall, ln Bjelovar ist im Alter von 73 Jahren Frau Antonie Müllerei gestorben. Die Verstorbene, die sich großer Wertschätzung erfreute, weilte in Bjelovar bei ihrem Sohn, als sic so unerwartet der Tod hinraffte. Ihre Leiche wurde nach Ptuj überführt und am hiesigen Stadtfriedhof beigesetzt. Friede ihrer Asche! Der schwergetroffenen Familie unser innigstes Beileid! p. 6000 Dinar für arme Schulkinder. — Das Rote Kreuz in Ptuj stiftete für die Schülerküche im Bezirke Ptuj den ansehnlichen Betrag von 6000 Dinar. p. Fahrraddiebstahl. Dem Kaufmann R. R o s e n f e 1 d kam in der Ljutomerska c. ein Opel-Fahrrad mit der Evidenznummer 186.321 abhanden. p. Vandalismus. Mehrere betrunkene Burschen demolierten in Bukovci bei Sv. Marko bei zwei Häusern, die Umzäumung und ließen auch alle Fensterscheiben in Trümmer gehen. Hoffentlich entgehen die Täter nicht der verdienten Strafe. p. Im Stadtkino gelangt Samstag und Sonntag der italienische Spitzenfilm »Die Witwe« mit Emma Grammatica in der Titelrolle zur Vorführung. Das Schicksal einer jungen Witwe, die sich vergebens nach Liebe sehnt. Im Beiprogramm die neue Wochenschau und ein Kulturfilm. p, Im Royal-Tonkino wird Samstag u. Sonntag der deutschsprachige Liederfilm »Das Lied aus dem goldenen Westen« mit Jeanette Mac Donald und Eddy Nelson gezeigt. Ein herrlicher Liederkranz windet sich um das Liebespaar Jeanette Mac Donald und Eddy Nelson, die auch in diesem Film ihren größten Triumph 1 feierten. ! p. Wochenbereitschaft der Freiwilligen ! Feuerwehr. Vom 24. d. M. bis einschließ-I lieh 1. Dezember versieht die dritte Rot-j te des zweiten Zuges mit Brandmeister I Martin Horvat, Rottführer Konrad Vaupotič, Rottführer - Stellvertreter Rudolf Fijan sowie mit der Mannschaft Kon ran Sommer, Rudolf Junger, Alois Kralj und Ivan Grahi die Feuerwehrbereitschaft, während Chauffeur Jos. Ilec, Rottführer Konrad Voupotič sowie Konrad Sommer und Rudolf Junger von der Mannschaft den Rettungsdienst übernehmen. p. Den Apothekennachtdienst versieht bis einschließlich Freitag, den 29. d. die Mohren-Apotheke (Mr. Rudolf Molitor). Alts Eilet Welt Das Trautonium - ein neues Musikinstrument Berlin, Nov. (UTA). Der klassische Bestand an Musikinstrumenten ist bis in unsere Tage hinein unverändert geblieben. Lediglich technisch haben die Blasinstrumente gegenüber ihren Vorgängern aus der Barockzeit Veränderungen und Verbesserungen erfahren, die indes an ihren Grundcharakter nichts änderten. Erst die mod. Hochfrequenztechnik legte den Gedanken nahe — so abwegig er auf den ersten Blick erscheinen mag — mit ihrer Hilfe neue Musikinstrumente zu schaffen. Wie so oft wurde die fällige Erfindung an verschiedenen Stellen zugleich gemacht. Was der Russe Theremin vor mehreren Jahren vorführte, hatte der deutsche Volksschullehrer Jörg Mager schon zuvor erfunden. Er versuchte über den »schwingenden Stab« Theremins hin auszukommen und ein brauchbares Musikinstrument auf Grund d. Hochfrequenz technik zu konstruieren. Was ihm nicht gelungen ist, konnte der Ingenieur Trautwein vollenden. Sein »Trautonium« erhielt vor kurzem in einem Konzert der Berliner Philharmoniker gewissermaßen seine künstlerische Legitimierung. Das Trautonium ist kein mechanischer Musikapparat, sondern ein echtes, jeder Beseelung fähiges Musikinstrument. Die Elektrizität liefert nur die Kraft der Tonerzeugung, die Stromstöße und Schwingungen, die der Spieler in Töne von unbegrenzter Höhe und Tiefe, von denkbar verschiedenstem Klangcharakter und verschiedenster Klangfärbungen — rechnerisch etwa 10.000 — verwandeln kann. Äußerlich erinnert das Instrument an den Spieltisch einer Orgel, wenngleich es keinesfalls ein Tasteninstrument ist. Vielmehr gehört es, soweit eine Einreihung in die bekannten Musikinstrumente überhaupt möglich ist, eher zu den Saiteninstrumenten. Der eigentliche Mittler der Tonerzeugung ist eine metallumsponnene Darmsaite, Klangkörper ist ein Lautsprecher. Auf dieser Saite erzeugt der Spieler durch Fingerdruck den Ton, die Tonhöhe und den Vortrag, d. h. die dynamische Beeinflußung des Tons. Hilfstasten erleichtern das sichere Treffen des Tons, Pedale steuern die Klangstärke und Klangfarbe. Eine komplizierte Reihe von Schaltungen läßt ähnlich wie bei der Orgel eine umfangreiche Registrierung zu. Mit Hilfe eines zweiten Spielkörpers ist auch ein zwei- und mehrstimmiges Spiel möglich. Unbegrenzter Atem des Tons, beliebige Lautstärke, Unabhängigkeit der Spielvirtuosität von Tonhöhe, Klangfarbe und Lautstärke, gleiche Spieltechnik für alle Tonlagen u. Klangfarben sind einige der Eigenschaften des Instruments. Durch die Möglichkeit, den Klangcharakter der bekannten Instrumente täuschend nachzuahmen, erscheint das Trautonium zunächst nicht als ein Instrument von eigenem Charakter. Doch ist diese Imitation keineswegs seine eigentliche Bestimmung. Ein in jenem erwähnten Konzert uraufgeführtes »Konzert für Trautonium und Orchester« zeigte gerade seine volle Eigenart, den triumphalen Glanz seiner hohen Töne, die dunkle, volle Pracht seiner tiefen. Zweifellos liegen in ihm praktisch wie künstlerisch noch Möglichkeiten, die erst allmählich entdeckt und ausgeschöpft werden können. Eine Deutsche Fotokunst-Ausstellung in der »Galleria di Roma«. (S. A. P. E., Rom). In der »Galleria Roma« in Rom wurde vor einigen Tagen die Deutsche Fotokunstausstellung des Reichsbundes Deutscher Amateurfotografen, Berlin, eröffnet. Diese bedeutungsvolle Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit der »Confederazione Fascista dei Professionistj e degli Artisti« (Faschistische Konföderation der Berufler und Künstler) und dem Verband Italienischer Lichtbildkunst-Vereimigungen durchgeführt. Rodlc-Peenramm Sonntag, 24. November: Ljubljana, 8 Uhr Morgenkonzert. — 9.15 Kirchenmusik. — 10.20 Konzertmatinee. — 11.45 Mittagskonzert. —- 17 Landwirtschaftsvortrag. — 17.30 Opernfragmente. — 20.30 Märsche. — 21.15 Violinkonzert Jan Šlajs. — 22.15 Operettenschlager. — Beogr,ad, 6.15 Morgen konzert. — 9.45 Kirchenmusik. — 12 Mittagskonzert. — 16.15 Nachmittagsmusik. — 20.40 Militärkonzert. — 22 Nachtmusik. — P r a g, 20 Abendkonzert. — S o-f i a, 20.30 Operettenschlager. — 21.55 Tanzmusik. — England I, 20.40 Abend Veranstaltung. — 22.55 Leichte Musik. — Beromünster, 20.25 Liebeslieder. — 21.45 Konzert. — Budapest, 19.55 Vokalkonzert. — 20.40 Bunter Abend. — Italien I, 20.40 Orchesterkonzert. — Italien II, 20.45 Bunter Abend. — Großdeutscher Rundfunk, 20.15 Liebe alte Weisen. — 22.15 Unterhaltung--musik. — 24 Nachtkonzert. MONTAG, 25. November Ljubljana: 18.20 Konzert. 20 Militär konzert. 20.30 Hörspiel. 22.15 Nachtmusik. — Beograd: 6 Morgenkonzert. 12 Mittagskonzert. 17.05 Frauenstunde. 20 Abendveranstaltung. 22.50 Nachtmusik. .— Prag: 20 Abendkonzert. Sofia: 20 Sinfoniekonzert. — England I: 20 Konzert. 23.15 Tanzmusik. — Beromünster: 20 Beethoven-Abend. — Budapest: 19.20 Orchester- und Vokalkonzert. 21 Abendunterhaltung. „ Italien I: 20.30 Konzert. — Italien II: 20.15 Konzert. — Großdeutscher Rundfunk: 20.15 Buntes Konzert. 24 Nachtmusik. Mucker Iiupft wie ein Wilder über die Strasse. „Mensch“, meint Hücker. „Sic hum wolVn Sonnenstich?“ „Nee!“, brüllt Mucker, „ich nicht, aber der Asphalt!“ UTutsdinmichE Rundschau Der enenmarfl Die Entwicklung des internationalen Eisenmarktes läßt die zunehmende Stahlverknappung in England und auch in Kanada und einen weiteren Auftrieb in den USA erkennen. Die nordamerikanischen Eisenwerke konnten in letzter Zeit ihre Erzeugungs-möglichkeit zu 96% aus nutzen und die Regierung mußte bereits ein Prioritätsamt für Rüstungsaufträge einrichten. Dieses wird nicht nur eine Kontrolle über die Produktion, sondern auch über die Eisen-preise durchführen. Die Ankündigung der Errichtung dieser Stelle hat zunächst einen neuerlichen Bestellungsansturm auf die Eisenwerke ausgelöst und die Verbraucher befürchten anscheinend, daß der zivile Bedarf in dieser Kontrolle schlecht auskommen wird. Es verlautet, daß die USA-Rcgierung keine Preisüberhöhungen zulassen wird, so daß man also die derzeitige Eisen konjunktur in den USA als eine bloße M e n g e n ik u n j u n k t u r bezeichnen könnte. Die von einem Pittsburger Stahlkonzern vorgenommene Preiserhöhung für Roheisen von 1,50 Dollar je Tonne fand bisher keine Nachahmer und es ist fraglich, ob diese Preishinaufsctzung aufrecht bleiben wird. Im Export haben dagegen Preiserhöhungen für einzelne Stahlsorten bereits stattgefunden, so für Profileisen und Grobbleche um je 25 cts je 100 lbs. Die zusätzlichen Gewinne, die von den fefeenkonzernen der USA jetzt schon erzielt werden, sind sehr beträchtlich. So weist die U. S. Steel Corporation für das 3. Quartal 9140 einen Reingewinn von 33,1 Mill. Dollar aus, gegen nur 19,2 Millionen im Vorquartal und 19,4 Mill. Dollar im 3. Quartal 1939. Die Eisenausfuhr der USA. war im September laufenden Jahres in manchen Sorgen niedriger als im Vormonat. So ging die Roheisenausfuhr von 122.000 auf 84.677 Tonnen zurück. Nach England gingen hievon 82.744 Tonnen gegen 119.000 Tonnen im August. Wie stark dagegen die Ausfuhr an hochwertigen Stählen gestiegen ist, erhellt daraus, daß in den ersten 8 Monaten 1940 der Export an legierten Stählen in Form von Blöcken bereits 29.370 Tonnen betragen hat, gegen nur 6727 Tonnen in der gleichen Vorjahrszeit und daß im September lO/in allein in diesem Material 38.576 Ton iren ausgeführt wurden, gegen 6390 Tonnen im August laufenden Jahres. — Der überwiegende Teil dieser Stahlmenge ging nach England. Das Schrottausfuhr der USA ist dagegen von 346.087 Tonen im August auf 251.116 Tonnen im September gesunken, wovon England wegen des Mangels an Schiffsraum nur 75.049 Tonnen (gegen 136.600 Tonnen im August laufenden Jahres) erhalten hat, während nach Japan 148.332 Tonnen (gegen 137.400 Tonnen) gingen. In England sind nach britischen Meldungen bisher 8 Hochöfen stillgelegt worden. Begründet wird diese Stillegung mit dem Mangel an Eisenerzen. Dazu kommt noch eine immer fühlbarer werdende Knappheit an Schrott, dem auch durch Zufuhr aus Amerika nicht abgeholfen werden kann. Die Eisen- und Stahlknappheit wirkt sich in England bereits sehr fühlbar aus und es kann insbesondere der zivile Bedarf nur mehr zu einem sehr bescheidenen Teil befriedigt werden. Aber auch die Anlieferung von Rüstungsmaterial läßt viel zu wünschen übrig, da es vor allem an zureichenden Mengen von Roheisen und Halbzeug fehlt. Hinzu kommen wesentliche Kostenverteuerungen, so daß ab 1. November 1940 die englischen Eisen- und Stahlpreise allgemein um 12— 13% erhöht wurden; es ist dies die vierte Preiserhöhung seit Ausbruch des Krieges. Die großdeutsche Eisenindustrie deren Versorgung mit Roh. und Hilfsstoffen günstig liegt, ist nach wie vor stark beschäftigt und es konnten auch be- trächtliche Mengen von Eisen und Stahl für den Export aufgebracht werden. In Frankreich tritt großer Bedarf an Eisen und Stahl auf, die Eisen- und Stahlproduktion ist aber noch recht bescheiden. Es fehlt vor allem an Kohlen und Koks. Eine Neuorganisation der Eisen- und Schrottwirtschaft unter deutscher Kontrolle ist im Zuge. In Schweden hat die Nachfrage in Handelseisen nachgelassen, im Gegensatz zum Heeresbedarf, der in großem Umfang vorhanden ist. In der Preislage sind keine Änderungen eingetreten. Die Holzkohlenversorgung bei schwedischen Hochöfen ist derzeit unzureichend, die Schrottzufuhr hat sich dagegen gebessert. In Italien sind zahlreiche Erweiterungsbauten für die Eisenindustrie genehmigt worden. Unter anderem werden die Werke in Mailand einen Eiektrohochofen für die Eisengewinnung aus Schwefelkiesab-bränden und Erzen aufstellen. X Kein Ausfuhrnionopol für Kartoffel. Zwiebel und Knoblauch. Wie bereits gemeldet, war in der Direktion für Aussenhandel ein Yerord- Sport Maribor" ober „ZelezniLar" ? DIE FUSSBALLMEISTERSCHAFT AUF DES MESSERS SCHNEIDE In unseren Fußballkreisen herrscht nun wieder einmal echte Derbystimmung. Sonntag nachmittags um 14.15 Uhr werden der ISSK Maribor und sein lokaler Rivale »Železničar« den Entscheidungskampf um das Fußballprimat der Draustadt bestreiten, also Grund genug, daß man auch — dabei ist. Der Waffengang, der im »Železničar«-Stadion vor sich geht, verspricht einen umso spannenderen Verlauf, als im großen und ganzen die Siegesaussichten sich wieder die Waagschale halten. Man kann dieser oder jener Mannschaft den Vorrang geben, doch scheint die eigentliche Spielstärke tatsächlich ausgeglichen zu sein. Was für einen Sieg »Železničars« spricht, wird von »Maribors« sonstiger Fähigkeit wieder aufgewogen. Die Entscheidung wird deshalb einzig und allein dem runden Lederball zukommen, der gewiß durch die ganzen 90 Minuten unsere Fußballgemeinde voll und ganz in Atem halten wird. Handballer und Ringer am Start Gastspiel der Zagreber deutschen Hochschüler auf Ritter der Matte marschieren Im »Rapid«-Stadion geht Sonntag nachmittags um halb 15 Uhr ein Handball-math zwischen den von »Rapid« neuauf-gestellten Handballteam und einer Equipe des Verbandes deutscher Hochschüler in Zagreb vor sich. Das Spiel begegnet einen umso größeren Interesse, als doch der Handballsport gerade in der Draustadt auf eine große Vergangenheit zurückblik-ken kann. Schon vor dem Kriege wurde bei uns fleißig Handball gespielt u. nach dem Kriege haben sich sogar die Frauen einem allerdings etwas abgeänderten Handball, der Hazena, zugewandt. Auch der klassische Handballspiel wurde von »Rapid« gefördert und in bester Erinne- j rung sind noch die Begegnungen mit den Grazer Spitzenklubs. Sonntag nachmittags werden sich uns die deutschen Hoch schülers von Zagreb in einem Gastspiel voirsteilen, von dem man sich wirklich viel versprechen darf. Sonntags vormittags um 10 Uhr findet im großen Saal des Sokolheimes ein Werbeauftritt unserer Ringkämpfer statt,, bei dem die bekanntesten Kämpfer des SSK Marathon sowie des Bäcker-Sportklubs als Gegner aufmarschieren werden. Auch diese Veranstaltung verspricht einen interessanten Verlauf. : Appell der slowenischen Leichtathleten an den Kroatischen Verband. Im Zusammenhang mit der Beteiligung einiger kroatischer Leichtathleten an den Balkan-Spielen in Istanbul hat der Kroatische Athletikverband drakonische Strafen ausgesprochen. Die slowenischen Mitglieder der Auswahl haben nun einen schriftlichen Appell an den Kroatischen Verband gerichtet, in dem sie sich für Sistierung der Strafen sowie für die Wiederaufnahme der Untersuchung wärmstens einselzcn. Da gerade dieser Tage die Jahreshauptversammlung des Zagreber Verbandes stattfindet, ist die Möglichkeit geboten, dass der Appell für den der Rekordmann Ing. Stepišnik die Initiativen gegeben hatte, offene Ohren finden wird. : Die nächsten Panamerikanischen Sportspiele werden im Jahre 1942 in Bue nos Aires ausgetragen. : Helsinkis Stadion als Eisbahn. Im Olympiastadion in Helsinki werden im kommenden Winter die Eisläufer das Wort haben. Die Stadionleitung beschloß, sämtliche verfügbaren Flächen in Eisbahnen umzuwandeln und so den Eisläufern und Hockeyspielern stärker als bis- her die Möglichkeit einer Betätigung zu geben. : Norwegens Sportler haben den internationalen Sportverkehr wieder im vollen Umfange aufgenommen. Demnächst wird ein Fußballkampf Norwegen-Dänemark sowie ein Ringertreffen mit Finnland stattfinden. Natürlich werden besondere Vorbereitungen für den Wintersport getroffen. : Ungarns Fußballauswahl nach Zagreb. In Zagreb treffen am 8. Dezember die Fußballauswahlteams Ungarns und Kroatiens aufeinander. : Joe Louis verteidigt a-m 16. Dezember seinen Welfmeistertite! gegen den jungen Amerikaner AI Mc Coy. : Ein Blaues Buch hat der Kroatische Leichtathletikverband herausgegeben, in dem er seine Maßnahmen gegen die Beteiligung an den Balkan-Spielen in Istanbul rechtfertigt. : Die ungarische Tischtennisauswahl absolviert am 29. d. in Bjelovar ein Exhibitionsspiel. Anschließend an den Zagreber Turnier folgen Auftritte der Ungarn in Belišče, Osijek, Novi Sad, Beograd, Subotica und Som bor. nungsprojckl uusgcarbuilcl worden, demzufolge clic Ausfuhrkonirolle auch auf Kartoffel, Zwiebel und Knoblauch ausgedehnt und ein Ausfuhrmonopol für diese Artikel der Prizad. der Er-nahrungsdircklion, der Pogocl und der Prevod erteilt werden sollte. Wie je* doch jetzt der „Jugoslawische Kurier aus gutunterrichteter Quelle erfährt-ist diese Absicht aufgegeben worden» Die Ausfuhr der erwähnten Artikel wird, sofern Uebctschüsse verfügbar sind, durch die Exportfirmen unter der Kontrolle und mit Bewilligung der Direktion für Aussenhandel erfolge»' X in der Frage der Kontrolle der Holzausfuhr wurde jetzt vom Handelsministerium eine. Verfügung gc* troffen, wonach für die Ausfuhr von Brennholz, Zelluloseholz und Holzkohle schon jetzt die entsprechende Bewilligung der Direktion für Aussenhandel erforderlich ist. Für die Ausfuhr des übrigen Holzes und der Holz* crzcugnissc ist bis 30. d. der Valutasicherstellungsschein beizubringen. Ab 1. Dezember d. J. wird auch für dieses Holz und die Holzerzeugnisse die Ausfuhrbewilligung angefordert werden müssen. X Die jugoslawische Ausfuhr nach Ucbcrscc wird jetzt von der Direktion für Aussenhandel organisiert werden. Deshalb werden Exporteure, die sich für die Ausfuhr nach Nord- oder Südamerika interessieren, aufge* fordert, der Verkehrssektion der Direktion für Aussenhandel in Beograd, Postfach 818, entsprechende Angebote unter Preisangabe und Anführung des amerikanischen Käufers sobald als möglich einzusenden. Jugoslawien und Bulgarien auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1941 Im Rahmen der vom 2. bis 7. M»rZ 1941 stattfindenden LeipzigerFrüh* jahrsmesse wird sich auch Jugoslawien wieder mit einer Kollektivausstellung beteiligen, die in erster Lini6 landwirtschaftliche Produkte und industrielle Rohstoffe sowie gewerbliche Erzeugnisse (Teppiche, Stickereien, Kunst-gewerbe usw.) 'zeigen wird. Wie wir erfahren, hat auch das bulgarische Handelsministerium bezvv. die bulgarische Außenhandelsdirektion M Sofia in diesen Tagen mit dem Lcipzi£er Messeamt ein Abkommen getroffen» nach dem sich Bulgarien schon heute zur Teilnahme an den nächsten 6 Leipziger Messen verpflichtet hat. Nach Informationen, die wir vom Leipziger Messeamt erhielten, wird die kommende Leipziger Messe wieder eM außergewöhnlich starkes internationales Gepräge erhalten. Etwa 20 Nationen werden auf ihr wieder zeigen, was SlC dem Weltmarkt z>u bieten in der La-e sind. Es wird in Leipzig ein Warenangebot vorliegen, wie es in gleicher Vollständigkeit nirgends sonst in der VVe» geboten werden kann. Bereits heute sind sämtliche Ausstellungsplätze in Leip®1* vermietet. Börsenberichte Ljubljana, 22. d. Devisen: London 172.05—175.25 (im freien Verkehr 212.7» —215.98), Newyork 4425—4485 ( 4580— 5520), Zürich 1028.64—1038.64 (1271.1° —1281.10). Zagreb, 22. d. Staatswerte. 2 ein halb proz. Kriegsschaden 444—44a, 4 proz. Agrar 57—0, 6 proz. Begluk 77 bis 78.50, 6 proz. dal m. Agrar 70—-71-25, 6 proz. Forstobligationen 70—70.5°, 7 proz. Stabilisationsanleihe 95—0, 7 proZ Investitionsanleihe 98.50—0, 7 proz. Se-Iignian 100.50—0, 7 proz. Blair 95.50—°. 8 proz. Blair 100.50—101; Nationalbank 6500—0, Priv. Agrarbank 190—0. Gesichtspunkte. Sowas hat eine Menge Bücher. Sowas hat sich ein Bibliothekzimmer gebaut. „Haben Sic Ihre Bücher nach bestimmten Gesichtspunkten geordnet Er nickte: „Ja, nach den Farben der 1^°* bände!“ „Kultae-tlttcnik Alfons ‘Berit *n Zagreb ist der Spielleiter des Schauspiels am dortigen Nationaltheater Alfons e r 1 i im besten Mannesalter den Tük-ken eines unheilbaren Leidens erlegen. Alfons Verl! verliert das Kroatische Kationaltheäter einen seiner tiefgründigsten Regisseure. Verl! kam bereits 1915 ari die führende Bühne Kroatiens. Nach dem Kriege, der ihn aus Seiner Tätigkeit r'ß, vertiefte Verli sein Wissen und Kön-nen um die Dinge der Regie im Ausland, 1,111 1927 neuerdings nach Zagreb zurück-'^ukehren. Seine Regie trug den Stempel eines Künsten« von hohen Qualitäten und einer gründlichen literarischen wie auch dramaturgischen Erudition. Die kroatische Presse verweist noch heute auf seine Shakespeare-Regie, mit der er sich so glänzend einführte. Verli ließ eine große Anzahl von Bühnenwerken aus der Weltliteratur über die kroatische Bühne gehen. Durch den Tod Verlis ist in den Reihen der führenden Männer des 'kroatischen Theaters eine tiefe Lücke gerissen wor-I den. » Der berufene Volkööichter Zu Fritz Reuters 130. Geburtstag am 7. November. Von Franz Heinrich Pohl. Fürst Bismarck, der Reuters Bücher Seür schätzte, nannte ihn einen »beruie-jKn Volksdichter«. Und es gibt auch wir-.teh wenige deutsche Erzähler die sich jutier so umfassenden und" dauerhaften Beliebtheit erfreuen wie Fritz Reuter, unzählige' Auflagen haben »Ut mine mromtiä«. »Ut de Franzosentid«, »Ut mi-8e Festungstid«, »Hanne Nüte un de lütte l|del«. »Dörchläuchting« und wie Reu-ers Bücher alle heissen, erlebt, so daß Sle im deutschen Heim so verbreitet erscheinen wie-die Klassiker. Dabei bereist der Genuß von Reuters Werken den ües Plattdeutschen nicht von vornherein Nichtigen Lesern — und es werden die Weitaus meisten, sein — zunächst gewis-c Schwierigkeiten. Aber* wenn diese überwunden sind, welche Freuden er-^arten uns da! Gerade die meisterhafte Beherrschung des Plattdeutschen hat es dem Dichter ermöglicht, seine mecklen-durgiseken Landsleute , wie sie ihm auf Bauernhöfen und Rittergütern, in Pfarrhäusern und kleinen Städten begegnet SlT1(i, in ihrer ganzen Biederkeit, ihrem ark ausgeprägten, mitunter auch etwas schrullenhaften Wesen wahrheitsgetreu ?,u schildern. Ein echter niederdeutscher, aus dem Herzen quillendei: Humor kennzeichnet das Schaffen Fritz Reuters, der das in eine Welt blicken lässt." die trotz 1cm Elend gut iš’t' Die optimistische Weltanschauung, die lc Dichtungen Fritz Reuters — mit Ausnahme von »Kein Hiisung« — kennzeichnet. erscheint durch seinen Lebens-'VeS nicht begründet, der an tiefsten Ab-Cründen vorbeiführte und ihn reichlich ’dü menschlicher Niedertracht bekannt Dachte. Aber das Bewusstsein auch eige-5,Cr Schuld, das Erlebnis von Liebe und reue, seine Herzensgüte und Religiosi-dessen den Dichter milde urteilen und Zeit ü zum Schilderet einer »guten alten ü« werden. Als ein Idyll erscheint sei-c Jugend, wie er sie in der Skizze meine Vaterstadt- Stavenhagen« gemildert hat. Da die Mutter, kränklich 'ar und früh starb, war der Vater, der D _ Bürgermeister ein strenges Stadt-c-inient führte, der Erzieher, des Kna-Cl1 und Jünglings, der ihm jedoch viel Ummer bereitete. Sein Starkes, auch Pater oftmals bewährtes Zeichentalent cß Reuter wünschen, Maler oder Banalster zu werden. Aber der Vater, de Pch ein tüchtiger, erfolgreicher Ge-cbättsmann wat bestimmte den einzi-6,1 Sohn nur zwei Töchter waren °ch vorhanden — zum Juristen. Der bttdiosüs juris hatte an seinem Studium eine Freude, umso mehr jedoch am Stu-entenleben. Ermahnungen und Vorwürfe cs Vaters nutzten bei unserem UBIer-euter«. wie ihn die Kommilitonen rian-!ten, nicht viel. Schließlich hatte er aber °cb nach ein paar in Rostock und Jena 'erbummcltcn Semestern den besten Dtschluß gefasst, auf der Berliner Universität. die sich durch strengere Sitten Dszeichnete. zu arbeiten, bis er das -xamen ablegen konnte. Aber da nahte >>ch das Verhängnis: Reuter war Bur- schenschaftler und wie die damalige studentische Jugend - für die Wiedergeburt eines neuen, einigen Deutschland begeistert. Diese freiheitlichen Bestrebungen, an denen sich Reuter, ohne jedoch ein wirklicher politischer Verschwörer zu sein, beteiligt hatte, waren in Preussen, wo der berüchtigte Kfiminaldi rektor Dambach seine niederträchtigen' »Demagogen« —' Verfolgungen betrieb/ besonders verhasst. Vergebens warnte man Fritz Reuter, nach Berlin zu gehen, im Herbst 1833 traf er doch dort ein und wurde soglich verhaftet. Sein Leidensweg begann: Drei Jahre Untersuchungshaft, an deren Ende das Todesurteil steht. Begnadigung zu dreißigjähriger Festungshaft. Nun geht es von Festung zu Festung, ein Jahr nach dem anderen. Erst die allgemeine politische Amnestie, die Friedrich Wilhelm IV. nach . seiner Thronbesteigung am 10. August 184ö erlässt, gibt auch Fritz Reuter die Freiheit wieder. ß. Erst dreissig,.Jahre alt, aber an Körper und Sbelc kränk,' kefcvfe der Dichte? ins Vaterhaus zurück- Noch einmal versuchte, es der Vater mit ihm und schickte ihn auf die Heidelberger Universität. Als er auch dort wieder völlig Versagte, sah ihn der Vater als endgültig verloren an und enterbte ihn bis. auf die Zubilligung der Zinsen aus seinem Pflichtanteil, solange er unverheiratet blieb. Was konnte nun noch aus Fritz Reuter .werden? Er gab sich wohl selbst verloren und glaubte, für den Rest seines Verfehlten Lebens müsse er '.Sich irgendwo in ländlicher Einsamkeit vergraben. Doch, ein Wunder geschah: Nach zehn Jahren landwirtschaftlicher Tätigkeit; der Erde und den Menschen der Heimat immer enger verbunden, wurde ein gottbegnadeter deutscher Erzähler . gehören! Zwei gute Freunde halten ihm dabei, der Gtitspäch-tcV Rust und sein Schwager Fritz Peters, sowie eine Frau von seltener Charakterstärke ‘ und Herzensgüte: die Pa- storentochter Luise Kuntze, die im Jahre 1851 Reuters Prati wurde. Aus Treptow, wo sich der Dichter als Privatlehrer niedergelassen hätte," gffng seine erste schriftstellerische Arbeit in die Welt: Plattdeutsche Humoresken unter dem Titel »Lauschen und Rimels«. Das Buch wurde sogleich ein großer Erfolg und mußte schoii nach sechs Wochen in zweiter Aüflage erscheinen. Fritz Reuter wurde die Trunksucht, die ihn nach guten Wochen und Monaten immer wieder überfiel "und todkrank machte, sein Leben lahg nicht mehr los, aber durch eigene Energie und mit Hilfe der treuen Gattin überstand er die Anfälle und entfaltete eine wunderbare Schöpferkraft. In rascher Folge entstanden seine unvergänglichen Werke, durch die er eine neue Sprachprovinz dem herrlichen deutschem Literaturreich erschlossen hat Mögen auch Claus Groth. John Brinck-mann und andere Verfasser zu seinen Lebzeiten und später uns köstliche Proben plattdeutscher Dichtung geschenkt I haben, keine reicht an die unmittelbar zum Herzen sprechenden, dem einfachen und dem gebildeten Mann verständlichen, in immer, neuen bunten Bildern das menschliche. Wesen offenbarenden Dichtungen Fritz Reuters heran, die niederdeutsche Art in einzigartiger Weise offenbart haben. Der Dichter konnte sich noch seiner Erfolge erfreuen. 1856 gab er den Privatunterricht auf und zog nach. Neubrandenburg, um künftig als freier Schrift- arm eine neue Form der historischen Film-Darstellung: nicht Michelangelo,».sondern seine Werke werden zum Publikum sprechen. \ v, H' '+ Paganini-Ausstellung in Genua. In dem »Civico Liceo Musicale NiccoJo Paganini« zu Genua ist gegenwärtig eine beträchtliche Anzahl von Erinnerungsstük ken an den bedeutendsten Musiker der Stadt, Paganini, zu besichtigen: ein Haupt buch mit Abrechnungen, die "sich auf die Konzertreisen beziehen, die der Künstler in den Jahren 1826 bis 1831 durch Deutschland, Oesterreich und England unternahm, und die zahlreiche eigenhändige Auch die Jugend liebt mich? Rote oder aufgesprungene Hau! kann sehr schmerzhaft sein. Besonders die zarte Kinderhaut ist recht empfindlich.-Deshalb reiben sich die Kinder,* bevor sie auf die Strasse gehen, Gesicht und Hände so gernTmir' NIVE A# eiro steiler zu • leben. Das zwei Jahre später erschienene , Werk: »Kem Hüsung«, das das traurige Dasein ei.nes "arrpen.ipecklen burgischen Tagelöhners zum Gegenstand hat, nimmt eine gewiße Sonderstellung im Schaffen Reuters ein, indem er hier den Mächtigen und Besitzenden als harten und ungerechten Unterdrücker darstellt. In den weiteren Werken, dem köstlichen »Hanne Nüte un de lütte Pudel« (1859), den »Ollen Kamellen«, »Ut de Franzosentid« (1860) und »Ut mine Festungstid« - (186?) keigf" Cr" daß all das Böse, was er erlebte, die Grausamkeiten einer blind wütenden Obrigkeit keine Bitterkeit' in ihm zuriickgclassen haben. 1863. konnte er seift*’schön gelegenes Haus in Eisenach beziehen, wo u. a. das große dreibändige Epos' »Ut in ine Strom-tid«,* das Kellers »Grünem Heinrich« und Raabes »Hungerpastor« vergleichbar ist, und die wundervolle Erzählung aus einer kleinen ResideViz »Dörchläuchting« entstanden. Ein Herzleiden, das wiederholte Badereisen nicht holten kortnten. führte am 1*2. Juli 1874 seinen Jod herbei. Tiefe Religiosität und Gefasstheit spricht aüs der — allerdings- später nicht angebrachten -c Grabschrift, die Reuter sieh selbst gedichtet hatte: »Der Anfang, das Ende, o Herr, sind dein, (Die Spanne da-zwichco, das Leben, war nie in, — Und irrt ich im, Dunkeln .und fand mich nicht aus, — Bei dir. Herr, ist Klarheit, .und licht ist dein Haus.« H- Moslimische Frauen zum ersten Male in Jugoslawien auf der Bühne. In einer Bajram-Fcier in Trebinje geschah es zum ersten Male, daß moslimische Frauen bei einer- Dilettanten-Thcatcrauffüh-rung mit winkten, Das Auftreten der muslimischen Frauen wurde buchstäblich als revolutionärer Akt empfunden angesichts des , streng konservativen- Konfessionälis-mus der Moslims. + Neuausgabe der slowenischen £jber tragung von Shakespeares »Romeo und Julia«. Die »Slovenska Matica« in Lj ubijati a hat Shakespeares »Romeo und Julia« in der klassischen Übertragung von Oton Župančič in einer Prachtausgabe hcrausgebracht. Es handelt sich um den ersten Band einer neuen Kollektion der »Matica«,...die'unter dem Nauien »Vezana beseda«- klassische Werke in Versen erscheinen -läßt. Demnächst sollen die Gewählten Werke von Sophokles und Lcr-montow erscheinen. + Ein Michelangelo-Film der Tobis. Die bekannte deutsche Filmunternehmung »Tobis« Ist mit der Herstellung der letzten Szene für den monumentalen Michelangelo-Film in der Regie von Kurt Derlei beschäftigt, der an diesem Film schon zwei Jahre arbeitet. Es handelt sich hier Nieder- und Unterschriften Paganinis enthalten; ein Päckchen loser Blätter, die gleichfalls jene Konzerte betreffen und Aufzeichnungen Paganinis , tragen; eine Anzahl silberner Bestecke, die ihm gehörten und die Prägung »N. P.« enthalten; eine goldene Uhr, ein charakteristischer Stock mit dem Kopf eines Adlers in Silber sowie das Diplom, wodurch dir Kunst ler zum Ritter des Konstantinordens ernannt wurde unej das die Unterschrift Marie-Luises vom 20. Jänner 1836 trägt. Es handelt sich dabei um ein Geschenk, welches Mussolini der Geburtsstadt des Meisters gew i d me t*h a t. Tschaikowskis Ballett in drei Aufzügen »Der SChwanensee«‘Ts( in Zagreb mit großem Erfolg zur Aufführung gebracht worden. ”+ Dvo?ak-Abend der Zagreber Philharmoniker. Die" Zagreber Philharmoniker werden ' unter der Stabführung von Milan Sachs am 9. Dezember einen Dvofak-Abend veranstalten. Zur Aufführung gelangen, die D-Dur-Rhapsodie, die IV. Sym phonte in G-Dur und die Slawischen ranze. +' Wiedereröffnung des Mühlhauser Stadttheaters. Am 25. d. öffnet das Stadttheater in Miihlhaiisdn seine Pforten wieder mit der Festvorstellung von Beethovens »Fidelio«, die von den Städtischen Bühnen Freiburg durch geführt wird. -pDie italienische Dichterin Ada Negri ist auf Vorschlag Mussolinis zum Mitglied der Königlich-Italienischen Akademie der Wissenschaften ernannt worden. + Tito Strozzi schreibt ein romantischhistorisches Drama aus der Vcrgangen-hei der Stadt Split. Die Hauptgestalt des Dramas ist der Dichter Muralic. -j- Ein neues Werk Gerhart Hauptmanns. Der große deutsche Dichter Ger-hart Hauptmann, der erst kürzlich seinen 78. Geburtstag.gefeiert hatte, vollendete kürzlich sein nCueses Drama »Iphigenie in Delphi«. dr Ein Lehrstuhl für Rundfunk und Television ist an der Technischen Hochschule in Leipzig crichtet worden. Den Lehrstuhl. erhielt Dr. Kurt Wagenführ, der bis., jezt ß,n der Wissenschaftlichen Abteilung des Reichspropagandaniinistc-riuins tätig war. + Den Renibrandt-Preis der Stadt Hamburg für das Jahr 1939 erhielt im Rahmen einer Rubens-Feier in Antwerpen der bekannte flämische Maler. Heinrich Leuten zuerkamnt. '+ Eine D’Annunzio-Monographie von Giovanni Reggi ist im Ramen der Kollektion »Voci lontane e porssünc« des Mailänder Verlags »La Stazlella« erschienen. Hiosiet Mnä Hoimatüeitifim Mm Wenn der moderne Tourist alles, was in der Natur und in den Sitten eines Landes interessant und sehenswert ist, besichtigt hat, dann verspürt er sicherlich den Wunsch, falls er überhaupt Sinn für historische Dinge hat, auch die sichtbaren Denkmäler der Vergangenheit des bereisten Landes kennenzulernen. Wer für den »Hauch der Jahrhunderte« empfänglich ist, findet in Jugoslawien vieles, was seine Aufmerksamkeit fesselt. Unter allen südosteuropäischen Ländern besitzt Jugoslawien die meisten mittelalterlichen Kunstdenkmäler. Auf dem Gebiet, welches sich von der Save und der Donau im Norden bis zu der Adriaküste im Süden erstreckt, gibt es mehr als tausend Klöster, die im Mittelalter erbaut worden sind. Zwar sind viele unter ihnen infolge der türkischen Invasion nur noch malerische Ruinen, aber es gibt ihrer doch noch eine ganze Anzahl, deren Architektur und Skulptur, Fresken, Ikonen und andere Kunstschätze bis auf den heutigen Tag gut erhalten sind. Unter diesen Kunst schätzen nimmt das Kloster Dečani unzweifelhaft eine der ersten Stellen ein. Dečani liegt am Rande der Metohija-Ebene, am Fuße des serbischen und albanischen Hochgebirges. Der scharfe Kontrast zwischen dem idyllischen Tal, wo die Kastanien blühen, und den wilden, felsigen, mit ewigem Schnee bedeckten Bergen erhöht das tiefe Gefühl des Friedens und der Ruhe, das den Besucher in der ungestörten Stille dieses Jahrhunderte alten Klosters umfängt. Diesen inmitten hoher Wälder und den schönen grünen Ufern des Flusses Bistrica gelegenen Ort hat der serbische König Stephan Uroš III. für sein Kloster erwählt, weshalb er auch von seinem Volke den Zunanym »Dečanski« erhielt. König Stephan Uroš IH., Besieger der Bulgaren und Vater des größten serbischen mittelalterlichen Herrschers, des (RDV.) Berlin, Okt. Deutschland ist seit jeher ein Jagdreich von internationalem Ruf. Die mannigfaltige Schönheit der Landschaft vereinigt sich hier mit einem ebensogroßen Reichtum an Wildarten, denen die ausgedehnten Forsten, die hohen Gebirgszüge, die Mittelgebirge, das Hügelland und die weiten Ebenen die günstigsten Daseinsbedingungen bieten. Gerade die Verschiedenartigkeit der Land schaft verleiht den deutschen Jagdrevieren einen ganz besonderen Reiz und schaft überaus reiche und vielseitige Jagd Möglichkeiten. Von dem urigsten und größten deutschen Wild, dem Elch, der vor einigen Jahren nur noch in freier Wildbahn in Ostpreußen heimisch war, stehen heute bereits hoffnungsvolle Bestände in den Provinzen Brandenburg, Pommern und in Mecklenburg, deren Hirsche sich durch eine sehr gute, ja kapitale Schaufelbildung auszeichnen. Eigens zu seinem Schutz wurde ein großes Reichsnaturschutzgebiet bestimmt, das die Gewähr bietet, daß dieses urige Wild in den deutschen Jagdgründen niemals aussterben wird. Der Rothirsch ist noch in den meisten deutschen Gauen, hauptsächlich in Nord- und Mitteldeutschland zu finden. Besonders erwähnenswert und weltbekannt ist der hervorragende Rotwildbestand der Rominter Heide in Ostpreußen, wo die stärksten Hirsche des Landes erlegt werden. Berühmt sind die Rominter Kapitalhirsche, deren Geweihe durchschnittlich 200—220 Punkte (deutsche Rotwildformel) messen. Ihre schönen und vielendigen Kronen erregen überall Bewunderung. Edle Hochgebirgshirsche mit gedrungener, ebenfalls endenfreudiger Ge weihform stehen im Salzburger Alpenland, in der Steiermark und in dem klassischen Land der Hochgebirgsjagd: Tirol. In den Donauauen zieht der klobige Au-hirsch in sehr hohen Beständen seine Fährte. Wenn auch zahlenmäßig nicht an die Rotwildbestände heranreichend, so ist Zaren Dušan des Mächtigen, begann mit dem Bau dieses Klosters im Jahre 1327 und wählte die Klosterkirche als seine Grabstätte. Jedoch wurde die Kirche nicht bei seinen Lebzeiten fertig; der Bau und die innere Freskendekoration der Kirche wurde erst von seinem Sohne, dem Zaren Dušan dem Mächtigen, beendigt. Seif seinem Entstehen bis zum heutigen Tag hat Dečani viele bewegte und schwere Tage durchgemacht, besonders während der türkischen Herrschaft, die sich in diesen Gegenden volle fünf Jahrhunderte behauptet hat. Die klösterlichen Wohnstätten sind im Laufe der Zeiten mehrmals zerstört und neugebaut worden, aber die Kirche mit ihren Fresken und ihrer Plastik ist unberührt geblieben und befindet sich heute im selben Zustande wie im vierzehnten Jahrhundert. Die Klosterkirche von Dečani ist eine der schönsten und größten religiösen Bauten in Jugoslawien; nicht umsonst hat das Volk die Stiftungskirche des Königs Stephan Uroš III. stolz »Hohes Dečani« genannt. Was selten bej Kunstdenkmälern des serbischen Mittelalters der Fall ist, man kennt auch den Namen ihres Architekten, der deutlich auf einer Platte der Fassade zu lesen ist. Diese orthodoxe Kirche ist nach den Plänen eines Franziskaners, des Bruders Vita aus Kotor, gebaut worden, woraus man ersehen kann, wie hoch der Sinn für religiöse Toleranz und das Gefühl der nationalen Einheit bereits im mittelalterlichen Serbien entwickelt war. Der von der Adriaküste stammende Bruder Vita hat natürlich die Dečani-Kirche in westlichem Stil gebaut. Es ist dies eine dreischiffige Basilika mit Kreuzgewölben, romanischen Portalen und mit romanischen und gotischen Fenstern, welche jedoch zahlreiche bizantinische und serbische Elemente aufweist. Dieser künst doch auch das Damwild über zahlreiche deutsche Gaue verbreitet, dessen Geweihbildung vielfach ebenfalls ganz hervorragend ist. In Schleswig-Holstein und der Mark fallen die Geweihe besonders durch ihre Wucht und Massigkeit auf, und dürften auch in Stangenstärke unerreicht dastehen. In den Bayerischen Alpen, der Steiermark, in Salzburg und Kärnten hat das G a m sw i 1 d mit zahlen-und gütemäßig hervorragenden Beständen seine Heimat. Starke Gamskruken warten dort auf den Jäger, überall, wo das Gamswild vorkommt findet sich auch ein starker Besatz an Murmeltieren, die den Gebirgsjagden ihr urwüchsiges Gepräge und einen besonderen Reiz verleihen. In den meisten deutschen Jagdkreisen zieht auch noch das Schwarzwild seine Fährte, am zahlreichsten in den Waldgebieten Nordeutschlands. Das Rehwild ist überall zahlenmäßig am meisten und ziemlich gleichmäßig vertreten, in den weiten Ebenen Mitteldeutschlands auch als Feldreh. Die stärksten Gehörne werden in Ostpreußen erbeutet, doch auch in anderen Provinzen werden Rehböcke mit oft hervorragender Gehörnbildung zur Strecke gebracht. Vom Haarnutzwild der niederen Jagd nimmt natürlich der Hase die erste Stelle ein; er kommt überall vor. Das Wildkaninchen dagegen findet man in manchen Jagdkreisen selten oder nur vereinzelt, in anderen wiederum recht zahlreich. Vom Flugwilde ist das Auerwild in Deutschland das edelste, aber das B i r k w i 1 d, das zwar überall vertreten, jedoch nirgends mehr häufig ist, das interessanteste. An allen geeigneten Standorten, Hochmooren, bewachsenen Weiden und Wiesen, Kahlschlägen und jungen klingt auch heute noch das Rodeln der Birkhähne. Fasanen und Rebhühner gibt es noch überall, und von den Wildtauben sind Ringel- und Turteltauben in großen Teilen des Landes lerische Eklektizismus verleiht dcr Kirche einen besonderen Reiz und eine Originalität, die nur wenige andere Kirchen in Jugoslawien besitzen. Zur Schönheit der Kirche von Dečani trägt auch viel das Material bei, aus welchem diese erbaut ist: die abwechselnden Reihen roter, blauer und grauer Marmorplatten, mit denen das Gebäude von außen belegt ist, bilden wirklich eine sehr harmonische Polychromie. Die dekorative Wirkung wird noch durch die reiche, in Stein ausgeführte Plastik auf den Portalen und den Fenstern erhöht. Das Werk der Bildhauer und Baumeister von Dečani verrät ein hohes technisches Können und einen guten Geschmack. Zusammen mit den Portalen und Fenster der Muttergof-teskirche in Studenica, die Ende des 12. Jahrhunderts ausgeführt wurde, sind die Portale und Fenster der Klosterkirche von Dečani die schönsten Beispiele romanischer Bildhauerei im Innern der Balkanhalbinsel. Was jedoch die Kirche von Dečani am meisten unter den vielen Kirchen auszeichnet, sind ihre Fresken, deren man über eintausend zählt. Alle Mauern, Säulen, Gewölbe, bis zur hohen Kuppel sind in der Kirche von Dečani, von oben bis unten, mit Fresken geschmückt. Zunächst sind die Porträts der serbischen Herrscher des Mittelalters, des Königs Milu-tin, des Königs Stephan Dečanski und des Zaren Dušan und der Zarin Zelena und dem Sohne von Uroš zu nennen, sowie das Porträt eines Klostervorstehers von Dečani. Weiter befindet sich hier der Stammbaum der Familie Nemanjič, eine großartige Komposition, wo aHc Mitglieder der Familie Nemanjič treu in chronologischer Reihenfolge abgebildet sind, ferner unzählige selbständige Figuren verschiedener Heiliger, m strenger würdevoller Haltung, sowie zahlreiche Kompositionen, welche die schönsten und wich- sehr zahlreich anzutreffen. Deutschland bietet aber auch dem Wasserwildjäger abwechslungsreiche und gute Jagdgelegenheit. Besonders der Osten und Süden weisen einen ungeheuren Reichtum an Wasserwild auf. Wildgänse und -enten aller Arten, Reiher, Kormorane, Schwäne, Brachvögel und Bekassinen bevölkern die zahllosen Seen Ostpreußens und die heimlichen Verstecke des Donaudeltas, und zur Zugzeit im Frühjahr und Herbst wimmeln die deutschen Meeresküsten von Tausenden und aber Tausenden der verschiedensten Wasservögel. Natürlich fehlen auch die Raubvögel nicht. Vom Seeadler herab bis zu den Sperbern kommen alle Raubvogelarten vor. Von den Haar-raubwildarten, die überall vertreten sind, wären zu nennen Fuchs, Dachs, Baum- und Steinmarder, Hermelin, Wiesel, IHis, und an vielen Seen und Flußläufen auch ziemlich zahlreich der Fischotter. Neuerdings ist sogar der Luchs in einigen ostpreußischen Revieren wieder Standwild, während der Wolf nach wie vor nur als Wechselwild auf-tritt. Zu erwähnen ist noch die in neuerer Zeit geglückte Einbürgerung des Muffelwildes, das in den deutschen Mittelgebirgen heute schon Heimatrecht hat. Gegenwärtig besitzt Deutschland in 110 Jagdkreisen und im Protektorat Böhmen und Mähren in 19 Bezirken einen mehr als 7500 Stück zu schätzenden Bestand. Die jagdrechtlichen Verhältnisse sind in Deutschland durch das Reichsjagdgesetz vom 3. Juli 1934 geregelt. Es gibt nur eine einzige jagdliche Organisation, die »Deutsche Jägerschaft« mit Landes-, Gau. und Kreisjägermeistern in allen Teilen des Reiches unter Führung des Reichsjägermeisters Reichsmarschall Hermann Göring. Dank dem Reichsjagdgesetz, das auch im Auslande als musterhaft anerkannt wird, haben die jagdlichen Verhältnisse tigsten Szenen aus dem Alten und NcU'‘n Testament und aus dem Leben der heil|" gen Märtyrer darstellen. Besonders f3' len jene Kompositionen in die Augen, w der Maler nach dem Vorbilde der Min13' turen versucht, die Schönheit der Land' schaftcn und der Natur wiederzugcben und die Figuren in den Raum cinzughe' dem, indem er ihnen die Haltung und da5 Aussehen der Menschen aus dem wirk'1' chen Leben gibt; auf diese Weise dringe11 allmählich in die alte, stilisierte, ausgc' sprachen dekorative und zweidimensionale bizantinische Malerei Elemente aus dcf neuen, realistischen, dreidimensionale11 Malerei der Renaissance ein. Wenn w’r noch hinzufügen, daß die Farbengebung' wie in allen serbischen mittelalterliche’1 Fresken, noch viel sicherer, feiner UT1' reicher ist als die Zeichnungen, dann be" kommt man einen Begriff von der Meisterschaft der Maler von Dečani. Einer dieser Maler, Srdj, hat seinen Namen an der Spitze einer Säule verewigt. Diese schöne und große Kirche wilf natürlicherweise während ihres lange” Bestehens ein Gegenstand der großherzigen Aufmerksamkeit vieler frommer St’ ter. Fürstin Milica spendete ihr eine11 großen Luster, der bis zum heutigen fa-ge erhalten ist. Die Mönche und das Von aus allen Gegenden schenkten der Kirche Heiligenbilder und Stoffe, Gegenständ11 aus Metall und Holz, die Holzschnitzer verfertigten die Ikonostas und die Sarkophage, die Frauen spendeten Strickerei^11, Die Gruft des Königs Stephan III. war jahrhundertelang Wallfahrtsort' wohin Herrscher, Hirten, Mönche, Soldaten, Bauern und Künstler pilgerten. Ohne je aufzuhören, ein Kloster zu sein, ward Dečani mit der Zeit ein künstlerische5 Volksmuseum, ein Luftkurort und ein nationales Denkmal ersten Ranges. Milan K a š a n 1 in Deutschland einen beträchtlichen Aufschwung erfahren. Durch die Waidg6" rechtigkeit und Hegepflicht in allen Gauen hat sich nicht nur der Bestand sämtlicher Wildarten ausgeglichen, sonder11 auch die Geweih- und Gehömstärke bedeutend gehoben, sodaß es heute in Deutschland schon Rothirsche und Reh-böcke gibt, die mit den rn den Karpathen und anderen Revieren Europas stehenden durchaus konkurrieren können. Ebenso sind die Niederwildstrecken in stetigem Anstieg — ein weiteres Zeichen dafür, daß die Bestimmungen des Reichsjag3' gesetzes segensreich gewirkt haben. A"e diejenigen Tierarten, die m ihren Beständen bedroht waren, sind unter völligen Schutz gestellt und bereits in allgemeines Zunahme begriffen. Die Bestimmungen des Reichsjagdgesetzes, das die Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes m jenen Grenzen vorschreibt, die durch die Rücksicht auf Land- un Forstwirtschaft gezogen werden, bürgen dafür, daß WHd und Waid werk für a"e Zeiten erhalten bleiben. Die »Storia di Roma« (Geschichte R^n1®^ in der Ausgabe des Instituts für Römische Studien. (S. A. P. E., Rom). Von der durch das Institut für Römische Studien herausgegebenen »Storia di Roma« (deren Gesamtwerte etwa dreißig Bände von ungefähr je 450 Seiten umfassen wird) sind bishe erschienen: der II. Band »Rom im 1a' alter der panischen Kriege«, der XI -Band »Rom und die Renaissance«, der XXIII. Band »Geschichte der Spreche de5 republikanischen u. augusteischen Roms« und der XXVI. Band »Die Kunst von der Zeit seiner Gründung bis zu111 VIII. Jahrhundert«. — Die Herausgabe der folgenden Bände steht unmittelbar bevor: der VIH. Band »Von Diokletian bis zum Sturz des westlichen Kaiserreichs«, der IX. Band »Rom gegenüber Byzanz«, der XV. Band »Rom im XIX-Jahrhundert«, der XXV. Band »Die Literatur des kaiserlichen Roms« und der XXVII. Band »Die Kunst Roms vom IX« bis zum XIV. Jahrhundert«. Wild und Waidwelk in Deuischland »Ma ribo rer Zeitung« Nummer 268. ■* 1 1 ""— 1 ................ Inuienroell Das goldene Schweigen Nicht verwechseln freilich wollen wir das fruchtbare, inhaltreiche Schweigen mit jenem Schweigen, das auch aus Gedankenfaulheit und allgemeiner Trägheit entstehen kann. Nichts schrecklicher als jene Ehepartner, ■ die sich nach langen EIN KAPITEL WEIBLICHER UNTERHALTUNGSKUNST. Zur rechten Zeit schweigen zu können, lst eine der schwersten Künste, die es gibt. Viele Frauen verstehen es trotzdem, und das sind gerade diejenigen, die meistens ob ihrer Unterhaltungsgäbe.beson-bers geschätzt werden. Denn eine fruchtbare Unterhaltung besteht nicht nur aus > dem Sprechen, sondern in dem gleichen ' Maße auch aus dem Schweigen, aus dem Verständnisvollen Zuhören.können, sodaß C-Cr andere -aus Bewußtsein hat, sich hier wirklich einmal aussprechen zu dürfen Und verstanden zu werden. Nichts ist schlimmer, als wenn eine brau immer und auf alles sofort eine Antwort oder eine belanglose Phrase be-reit hat. Man muß nicht in jedem Falle sofort eine Antwort bereit haben — es ist besser, auch einmal nachdenklich zu schweigen und nachzudenken. Wenn ein Mensch sich uns gegenüber einmal aus-sprechcn will, und wie oft kommt das im beben vor, nicht nur zwischen Mann und bfau, auch zwischen Freundinnen, zwischen älteren und jüngeren Menschen, Manchmal sogar unter. Fernstehenden, Wenn jemand besonderes Vertrauen zu ■«ns faßte und wir uns dieses Vertrauens Han würdig zeigen sollen. Vielleicht haben 'vir es schon selbst in solcher Lage erfahren, wie ernüchternd und abstoßend bann die schnelle Antwort, das leichte ^schwätz wirken kann. Ist es nicht tausendmal besser, wenn die Erzählung irgendeines tieferen Erlebens zunächst auf der Gegenseite auf ein offenes, anteil-uehniendes Lauschen, dann auf ein nachdenkliches Schweigen stößt? Denn es Sfot Dinge, auf die es nicht sofort eine Jahren des Zusammenlebens überhaupt nichts mehr zu sagen haben, sich, wenn sie allem sind, gegenseitig »anöden« oder mit den banalsten Gesprächen das sonst tötende Schweigen überbrücken müssen. Glücklicherweise sind diese Fälle nicht allzu häufig und treten nur dort in. Erscheinung, wo die Menschen die innere Spannkraft , und Lebensbejahung verlören haben. Ant Wir sparen Gas uns Strom... . . . wenn wir die Kochkiste- mit Bedacht anwenden. Und zwar wird sie ausschließlich für Nahrungsmittel mit längerer Garzeit benutzt, wie Hülsenfrüchte und einige Nährmittel als da sind Graupen, Reis und Nudeln. Frisches Obst und Gemüse dagegen soll man nicht in der Kochkiste zubereiten (es sei denn im Eintopf) — denn zu lange Garzeit schädigt die Wirk-und Schutzstoffe vieler Nahrungsmittel. Sollen Speisen in der Kochkiste bereitet werden, so verfährt man folgendermaßen. Die Speisen mit längerer Garzeit Blusen für den Nachmittag. Seidenbluse aus weißen Marocain mit bunten Stickereien an den weit gehaltenen Aermeln, v twort gibt, die erst langsam in uns Wurzel fassen und Gestalt annehmen "’üssen, ehe wir uns mit ihnen auseinandersetzen können. Aber nicht nur in der Unterhaltung — ^Uch in tausend anderen Fällen kann ein Schweigen Gold wert sein. Am meisten vielleicht in einem Streit. Wieviel häß-jjeher Zank würde vermieden, wenn wir cmöen es lernten, im rechten Augenblick ?u schweigen. Schweigen kann oftmals Nnc sehr beredte Antwort' sein, es kann ‘G'änknng wie Stolz, Verachtung wie b°nie ausdrücken. Aber es ist daneben in ^gezählten Fällen der beste »Blitzableiter« für Zornesausbrüche aller Art. Wenn C:ri Mann reizbar, launenhaft, jähzornig !st' und wenn die Frau diese Eigenscnaf. |Cn bereits aus langjähriger Erfahrung wnht — warum dann immer wieder diesen aufgeregten Zank und Streb herauf--eschwörrn? Schweigen wir doch einmal llpd warten wir in aller Ruhe ab, bis sich bje Zorneswellen gelegt haben, was auf diese Weist viel schneller gehen wird, als wenn durch rasche heftige Entgegnungen immer wieder Öl ins Feuer geschüttet wird! Aus Pelz oder Pelzstoff können die gezeigten Pelzgarnituren gearbeitet werden. Nicht nur ältere Wintermäntel, die am Kragen schon etwas abgetragen sind, lassen sich durch einen neuen Kragen o. eine Passe leicht auffrischen, sondern auch ein Übergangskostüm oder Herbstmante! gleichen Material hergestellt wie Kragen und Kappe und vervollständigt so den Straßenanzug. Erk.: ein Stück Pelz öder Pelzstoff 50 zu 35 cm groß. Beyer-Model V 263 (f. 88 u. 96 cm Oberw.). Der ..untere Rand des modisch interessanten Pelzschals wird . verstürtzt dem Mantel angenäht und bildet so Taschen. Ein Stück Pelz oder Reizstoff 45 zu 95 cm groß ist erforderlich, Beyer-Model V 262 (f. 84 u. 92 cm Oberw.). Ein Miftianges Pclzcapc über schlichtem Kostüm oder Mantel ist nicht nur. kleidsam, sondern-wirkt auch elegant. Er f.: etwa 1.50 Reizstoff, 110 cm bryit. Beyer-Model V 265 (f. 88,' 96 u. 104 cm Oberw.). Ein.unmoderner Mantel kann durch diese Rasse mit angeschnittene Aufschlägen aufgefrischt werden.. Dazu ein einfacher Muff aus dem gleichen Material von dem etwa 54 cm bei 70 cm Breite gebraucht werden. Beyer-Model V 261 (f. 92 u. 100 cm Oberw.),, Uber Kostüm oder Mantel wird dieser Pelzschal mit# angeschnittenen Taschen und kleinen übereinander knöpfenden Revers getragen. Erb: etwa 1 m Reizstoff, 45 om breit. Zeichnung: Ursula Klemm. “wsen für den Nachmittag: Batistbluse Stille der SOiger Jahre mit reicher Spit--engarrdtur, Stehkragen auf. Tüll gearbeiteter Spitzen. kann dadurch für den Winter verwandelt werden. Wenn auch im ailgebeinen • die, Pelzverarbeitung — vor allem bei wertvollen Pelzarten oder größeren Stücken — dem Fachmann übertragen werden sollte, so können kl eine fe Pelzarbeiten • auch selbst ausgeführt werden. Wichtig beim Pelznähen ist das Spannen und Zuschneiden der Felle, sowie, daš richtige Zusam-menpassen von Haarlage und Färbung. Beyer-Model V 264 (f. mittlere Größe). Ein Ripsbandbügel hält die elegante Pelzkappe, die weit in die Stirn hineingetragen wird. Erb: ein Stück Pelzstoff 20 zu 85 cm groß. Beyer-Model V 266 (f. 92 u. 100 cm Oberw.). Ein langgezogener Reverskragen und beutelartige Taschen geben einem Herbstmantel ein winterliches Aussehen. Anstelle von echtem Pelz kann die Garnitur auch aus einem 60 zu 70 cm großen Stück Pelzstoff h,ergestellt werden. Beyer-Model V 267. ,1m Winter ist ein Muff fas.t unentbehrlich. Er wird aus dem Äußerst schicker Skianžug aus blauem Tuch mit weißet) Lederbesätzen, 2 Brust-täschen mit Reißverschluß, einem Ringsgurt und aufgesetzten Klappentaschen an den Seiten. Dazu eine Skimütze in den gleichen Färben, — Salzburger Modell. Blusen für den Nachmittag: Leinenbahst-bluse mit Spitzenapplikation mit weißer Seidenschleife werden auf dem Herd angekocht, dann zum völligen Garwerden in die Kochkiste gesetzt. Man setzt morgens Speisen an, die .abends gegessen werden sollen, und umgekehrt abends für morgens. Grundsätzlich gilt bei allen in der Kochkiste gargemachten Gerichten: vor dem Anrichten müssen frisch gehackte Krähter oder roh geriebenes Gemüse hinzugefügt werden oder man reicht Frischkostgerichte als Beilage. wenn wir uns systematisch des »Turmkochens« bedienen. Die Speisen werden auf dem Herd angekocht und dann die verschiedenen Töpfe aufeinander gesetzt. Zu unterst stellt man am besten die Gerichte, die die längste Garzeit haben und die meiste Flüssigkeit enthalten, also etwa Fleisch oder Knochen, die zu Brühe gekocht" werden. Wenn die Töpfe nicht genau aufeinander passen, so gleicht man die verschiedenen Größen durch zwischengelegte Ringe aus. Es ist auch ratsam, bei der Neuanschaffung von Kochgeschirren für den Haushalt die Frage des Turmkochens zu berücksichtigen und möglichst Töpfe zu kaufen, die sich gut aufeinandersetzen lassen. . . wenn wir grundsätzlich alle Gerichte bei größerer Flamme bezw. stärkerem Strom ankochen und dann sogleich die Flamme kleinstellen bzw. den Strom zurückschalten. Sehr wichtig ist auch, darauf zu ächten', daß am Gasherd niemals die Flamme seitlich über den Topfboden hinausschlägt, wodurch nur wertvoller Brennstoff nutzlos vergeudet wird, die Flamme muß vollständig den Topfboden treffen. Auch beim Elektroherd muß der Kochtopf entweder genau mit der Heizstelle abschließen oder ein wenig größer sein als diese. . . . wenn wir uns daran gewöhnen, niemal snutzlos Gas oder elektrisches Licht brennen zu lassen. Die Gasflamme wird erst entzündet, wenn der Kochtopf schon auf dem Brenner steht. Der Stromverbrauch im Haushalt läßt sich wesentlich i einschränken," wenn wir es uns abgewöh- neu, aus reiner Bequemlichkeit bei all und jeder Gelegenheit Licht einzuschal-ten, was hauptsächlich auf Flur und Diele geschieht. In den meisten Fällen genügt es, wenn diese Räume wirklich dunkel sind, vollständig, eine Zimmertür zu öffnen, man wird dann genügend Licht haben, um etwas Gesuchtes zu finden oder auch um sich rasch anzukleiden. Die aus reiner Gewohnheit eingeschalteten Lichtquellen, die man dann oftmals noch auszuschalten vergießt, pflegen sich auf der Lichtrechnung allmählich doch recht bemerkbar zu machen, Viel wichtiger ist natürlich noch die sorgfältige Ausschaltung aller elektrischen Apparate wie Heizkissen, Bügeleisen usw. Kür kle nicht ganz Schlanken gilt die Regel, daß sie längsgeteilte Schnittformen und dunkle, einfarbige Stoffe wählen sollen. Unter diesen Gesichtspunkt sind auch die hier gezeigten Modelle gestellt worden. K 39165 109159 M39311 K59'i66 BCyer-ModeU K 39168 (für 104, 112 und 120 cm Oberweite) aus Wollstoff. Grup- pen von Stepplinien oder Biesen verzieren den vorderen Einsatzteil, der oben fast bis zur Ärmelnaht reicht, in der Gürtellinie sehr schmal wird und die Figur schlanker erscheinen läßt. Erf.: etwa 3.80 m Stoff, 90 cm breit, oder 2.50 m Stoff, 130 cm breit. Beyer-Modell K 39159 (für 104, 112 und 120 cm Oberweite) kommt besonders in Samt und Seide gut zur Geltung. Es wird durch einen Latz aus weißem oder farbigem Stickereistoff aufgehellt. Die Weite des Ärmels halten unten Säumchen ein. Erforderlich: etwa 3.45 m Stoff, 90 cm breit, oder 4.85 m Samt, 70 cm breit. Beyer-Modclic K 39166 (für 104, 112 und 120 cm Oberweite) aus Wolls.off oder Seide zeigt günstige Teilungen, die vorn in gegenseitigen Falten enden. Vordere Schlußränder, Tascheneingriffe und unterer Ärmelrand sind abstechend eingefaßt. Erforderlich: etwa 3.75 m Stoff, 90 cm berit, oder 2.60 m Stoff, 130 cm breit. Beyer-Modell M 39311 (für 96, 104 und 112 cm Oberweite) sieht sowohl in glattem Wollstoff als auch in Samt gut aus. Latzartig aufgesetzter Pclzschniuck und schräg eingearbeitete Taschen. Erforderlich: etwa 2.50 m Stoff, 140 cm breit, oder 3.75 m Samt, 90 cm breit. Zeichnung: Erika Nestler. Winlervorml in Gand und Zeilungspapier! DIE LETZTE GEMÜSEERNTE WIRD NICHT MEHR EINGEKOCHT. Noch immer ist die Möglichkeit gegeben, sich einen kleinen Wintervorrat an Frischgemüse hinzulegen. Das ist ganz besonders für diejenig. Hausfrauen wichtig, d'c- keine Einkochgelegenheit hatten. Die Gemüseernte des Spätherbstes nähi-iirh — und dabei handelt es sich in erster Linie um verschiedene Kohlarten wie Rot-koh* und Weißkohl, um Sellerieknollen und vor allem Mohrrüben — läßt s:ch ausgezeichnet ohne besondere Vorbereitungen aufbewahren. Wer einen guten Keller besitzt, d. h. einen kühlen und trockenen Kellerraum, tut gut daran, sich einen kleinen Sandhaufen an/ufahren, um in einer Keilerecke im Sand Mohrrüben und Sellerie einzuschichten. Dabei muß darauf geachtet werden, daß der Sand nicht etwa naß ist, weil sonst das Gemüse fault und daß die eingeschichteten Gemüsestücke einwandfrei sind. Ebenso muß man achtgeben, daß sich die einzelnen Rüben und Knollen nicht gegenseitig berühren, sondern vollständig von Sand umgeben sind. Das so »cingesandete« Gemüse hält sich ausgezeichnet bis tief in den Winter hinein. Größere Kohlköpfe kann man auf noch viel einfachere Weise aufbewahren. Sie werden einfach fest in Zeitungspapier gewickelt und in eine dunkle Kellerecke ge- legt .Auch in einer kühlen Speisekammer kann man ein paar Kohlköpfe gut in Zeitungspapier verpackt lagern. Zeitungspapier ist bekanntlich ganz allgemein für die Gemüseaufbewahrung ausgezeichnet geeignet. Hat man irgend ein Gemüse gekauft, das erst am nächsten oder übernächsten Tage verwendet werden kann, so wickelt man es ebenfalls fest in Zeitungspapier und legt das Paket in eine dunkle Ecke der Speisekammer. Sämtliche Gemüse halten sich avf diese We s > zwei bis drei Tage ,ang frisch, bei großen Kohlköpfen, die intolge ihrer festen Struktur auch weniger empfindlich sind, kann man mit wochenlanger Haltbarkeit rechnen. Wir sollten alle gerade noch diese letzte Zeit des Frischgemüses ausnutzen, um ein wenig für den Winter vorzusorgen. Denn wenn auch im allgemeinen die Gemüseversorgung normal ist, so ist es doch oft ganz nützlich, wenn man auch einen kleinen Vorrat im Hause hat. : Kohlrabi. — In heißem Fett rüstet 111 a>* kleinwürfelig geschnittenes Rindfleisch, gewiegte Zwiebel, Paprika und Mehl VJ‘L für ein Gulasch. Wenn die richtige Farbe erreicht ist, gießt man mit Wasser °d^ Gemüsesud auf, läßt die Speise beiläuho eine halbe Stunde kochen, gibt dann die nudelig geschnittenen Karotten und 1 geschälten gevierteilten Erdäpfel hinzu und kocht alles zusammen noch so lange> bis die Erdäpfel weich sind. h. Kohlsuppe (für 6 Personen. Als L,a topf für 4 Personen): 1 Stück Kohl, 3 dkg Fett, 4 dkg Mehl, 40 dkg Erdäpfel, Zwiebel, Petersilie, Salz, 2 Paar Frankfurt*-; oder yt kg Wurst. — Aus Fett und bereitet m$m eine Einbrenn, gießt Wasser oder Gemüsesud auf, gibt de ! feinnudelig geschnittenen Kohl und, wen er weich ist, die gewaschenen, geschä -len, würfelig geschnittenen Erdäpfel dazu. Zuletzt gibt man die blättrig 8e' schnittenen Frankfurter oder die klein 8a" schnittene Wurst hinein und läßt sie n°c fünf Minuten durchziehen. h, Gemüsegulasch. Reichlich Zwiebel » Fett anrösten, mit %. Liter Gulasch=a aufgießen. Gemüse, und Kartoffclres klein schneiden, gehacktes Selleriegrün, das ganze in den Saft geben und ***; einem Löffel Paradeismark noch 10 Minuten verkochen lassen. Auch kl ein geschnittene Fleischreste können mitgedämpft werden. h. Gefülltes Kraut. Ein großer Krau*' köpf wird halbweich gekocht, dann weiden die Blätter auseinandergenommen. Weichgekochte Rollgerste oder Reis wir mit faschiertem Fleisch gemischt, gewürzt und in eine flache, gefettete Pfaim- Für die Küche h. Gulaschsuppe (für 4 Personen): 3— 4 dkg Fett, 1 Zwiebel, Paprika oder Kümmel, 30 dgk Rindfleisch, Salz, 3—4 dkg Mehl, 70 dkg Erdäpfel, 2 Karotteni, 1 gelegt. Wenn dies gar ist, eine langc Mehlschwitze mit Tomatenmark darüber-gießen und fertig dünsten. h. Scheiterhaufen. Ein Ei wird mh e1' was entrahmter Milch abgesprudeit un über 6 bis 7 blättrig geschnittene Semmeln gegossen. In die abgebröselte Form werden schichtenweise die Semmeln el1*' geordnet, die gezuckerten Äpfel dazwischen gelegt, als oberste Schicht müssen die Semmeln sein. * h. Rosinen im Küchen sind bedeutend ergiebiger, wenn man sie nach gründlicher Reinigung im Wasser weichkocht, abtropfen läßt und dann erst den Tel” hinzufügt. Iris vor öer Ehe Roman von GERT ROTHBERG 39 Urheber-Rechtsschutz durch Verlas Oskar Meister, Werdau i. Sa. Ihr Stolz war irgendwie verletzt und uglcich über kam sic wiederum die Er-enntnis ihrer Liebe zu d. selbstsicheren lanne, so daß ihr Herz in Zweifeln hin ricl her gerissen ward. Sie liebte ihn — .is diesem Grunde ließ sie ja auch alles ufen wie es lief. Sie vertraute dem In-lektor, wie ihm Onkel August vertraut atte. Vielleicht würde eines Tages an verbccks Seite eine junge Frau sein. Er ürde in seiner gutbezahlten Inspektorehe bleiben, sie aber würde aus Trotz id mit der großen Not ihres Herzens ne alte Jungfer werden. Grau und ein-un würde es dereinst um sie sein. Denn ie hatte der gute Onkel sich das gesellt? Wenn Overbeck sich ihr nicht silierte, sie konnte sich ihm doch nicht nfach anbieten. Oder war da etwa zwi-:hen den beiden Männern ein Abkommen etroffen worden? Ganz geschäftlich und iihl, wonach es ratsam erschien, daß sie vcrbeck heiratete und ihr Herz zu allem j schweigen hatte? Daß es für sie her-ach noch Pflichten gab? Und für Klaus verbeck ebenfalls? Pflichten, denen er ur mit heimlichem Widerwillen nachzu-ommen bereit wäre? Er wollte ja schon on jeher einmal ein Gut als eigener Herr ewirtschaften — so hätte er denn nun-iehr sein Ziel erreicht utd nähme die aar dazugehörigen Unannehmlichkeiten ben auf sich. Doch sie, nein, sie würde as niemals vermögen. Sie liebte ihn ja, ebte ihn heißen Herzens gegen alle Ein-ände des Verstandes -— aber mit dem lewußtsein, daß nur kühle Berechnung in triebe, könnte sie niemals seine Frau ,-erden. »Ich verlange mehr vom Leben«, order e sie laut vor sich selbst. »Viel lehr!« In diesen Gedanken verbohrte sich bis an diesem Tage immer mehr, und er würde es ihr erleichtern helfen, in Gegenwart des Inspektors die Fassung zu bewahren, die sie so sehr nötig hatte. Als Klaus Over beck endlich erschien, bat ihn die Tante gleich zum Kaffee, man hätte schon auf ihn gewartet. Iris sah den ernstgelassenen selbstsicheren Mann kühl und feindselig an. Und doch klopfte ihr das Herz wie rasend. Wie gebannt blickte sie heimlich auf seine kraftvollen braunen Hände, die ganz deutlich die Spuren harter Arbeit trugen. Denn er packte überall selbst mit zu und scheute sich vor keiner Arbeit. Overbeck sprach ruhig und sachlich. Er legte Iris die Listen vor. Sie las alles genau durch, um vielleicht die Möglichkeit einer Beanstandung zu finden, und nickte schließlich. »Das ist sehr gut so, Herr Overbeck, was Sie da im einzelnen in Vorschlag gebracht haben. Wie ich sehe, haben Sie sich ja in der Hauptsache in der Linie gehalten, die mein verstorbener Onkel immer zu Weihnachten einzunehmen liebte, ob es nun mit der Ernte oder mit dem Vieh Fehlschläge gegeben hatte. Das ist Herrenbürde, und sie soll den redlichen Leuten ihre gerechte Erwartung und noch etwas darüber hinaus nicht verkümmern. Ich danke Ihnen jedenfalls, daß Sie mir all die viele Arbeit abgenommen haben, obwohl ich mir denken kann, daß Sie schon anderweitig genug zu tun haben. Nächstes Jahr wird das anders sein, da werde ich mich persönlich um alles kümmern. Es ist bestimmt besser, sich von seiten der Gutsherrschaft nicht menschlich gle'chgü’tig zu zeigen, wenn es sich um Geschenke für die Gutsangestellten handelt, die ja Freude bereiten sollen. Es sieht irgendwie lieblos aus. Ich denke, Sie stimmen mir zu?« »Sie haben ganz und gar recht, Fräulein Hoym, und ich bin der letzte, der sich übergangen fühlte, wenn Sie diese Erledigung selber in die Hand nähmen.« »Gut so; und was ich noch fragen wollte — wo bleiben Sie das Fest über? Möchten Sie nicht ein bißchen zu uns herüberkommen? Tante und ich würden uns freuen, Ihnen ein paar behagliche Stunden in Wildenhagen zu bereiten.« »Ich reise Weihnachten zu meiner Mutter. Verzeihen Sie mir, daß ich unter diesen Umständen Ihre freundliche Einladung, die ich wohl zu würdigen weiß, nicht annehmen kann. Aber auf dieses Fest freut sich die alte Frau das ganze Jahr.« »Ich will Ihre Frau Mutter ganz gewiß nicht um eine so verdiente Freude bringen«, kam es förmlich über die Lippen der jungen Gutsherrin. Warum hast du dich so weit vorgewagt? schalt sie sich innerlich. Nun hat er seinen Triumph, denn daß er ablehnen würde, war eigentlich vorauszusehen . . . Der Inspektor sah indes eine Weile vor sich nieder. Dann hob er den Blick, sah Iris freimütig und offen an und meinte nachdenklich: »Den Kindern des Taglöhners Völker ist die Mutter gestorben. Dort in der armseligen Wohnlwg wird ganz bestimmt keine Freude am Weihnachtsabend herrschen, obschon die Mamsell von Hoym auf meinen Wunsch und für mein Geld Spielsachen und Lebensmittel hinbringen wird. Holen Sie sich doch die armen Kleinen am Heiligabend ein bißchen herüber. Ein paar Stunden nur. Sie werden sehen, wieviel Freude cs Ihnen macht. Die Kleinen sind ganz verschüchtert durch den wilden Schmerz des Vaters. Die Frau ist im Kindbett gestorben. Traurig ist das. Und es war solch ein nettes Frauchen.« Klar und sachlich sorach er auch in die- sem Falle. Iris war erst einen Augenblick irgendwie unangenehm berührt, dann abci erklärte sic sogleich einverstanden um sagte freundlich: »Das ist in der Tat ein guter Gedanklich bin Ihnen für den Hinweis sehr verbunden. Die Kinder sollen den Heiligabend hier bei uns verleben, und ich werde n*lf alle Mühe geben, daß es Ihnen gefällt. bist doch einverstanden, Tante Monika?1* Frau Monika drückte ihre Katze an sie'*-blickte dabei sinnend auf Overbeck um stimmte sogleich zu: »Ja, selbstverständlich machen wir das so. Und, lieber Herr Overbeck, würden S'e die Liebenswürdigkeit haben und eine ';in ne im Walde aussuchen helfen? Meh’e Nichte kann mitgehen. Sie hat jedes Ja'*r mit meinem guten Mann den Wcinachts-baum für uns und für die Leute hier un in Hoym drüben ausgesucht. Nun ge'*ca Sie eben dieses Jahr zusammen. Iris wei gut Bescheid, wo Tannen herausgenon*-men werden können. Unser Förster wt* sic dann fällen und herbringen lassen.« Tante Monika dachte gar nicht mein daran, daß sie noch vor ein paar Stunden geäußert hatte, sie wolle nichts von eine Feier wissen. Overbeck dankte den Damen sehr herzlich und erhob sich dann. Ein leichter Zigarettengeruch haftete seinem Anzug **>*-obwohl er in den Wildenhagener Räumen, trotz ausdrücklicher Erlaubnis von Seiten Tante Monikas, nicht rauchte. Iris spür-diesen leisen männlichen Duft, Sie niuß^ plötzlich tief atmen und war wie mit m nominal überwunden von der verhalten--Kraft, die von dem kernigen Manne ausging. Sie hätte ihm an die Brust sinken mögen und dachte erschauernd: Wenn e mich liebhätte, welch ein Glück wäre dafür mich. — Geradezu schmerzlich emp fand sie es, daß er aufbrechen wollte un nicht verweilend ihre Nähe suchte. Allein Overbeck verabschiedete sie ahnungslos und ging. Wie instinktlos doc, so ein Mann sein konnte! ... ®ie bunte Ute» Dostojewski-Roman im Leben wiederholt Voiköjchullehrer Wrumow Ipiell noch einmal „Schuld und Sühne" Ein seltsamer Mordfall, der an Dostojewskis Roman »Schuld u. Sühne« erinnert, fand dieser Tage in Moskau seinen Abschluß. ''Or kurzem erschien auf dem Polizeirevier in Moskau ein Ehepaar Wrumow. ,s verlangte den Vorsteher der Moskauer •Üz zu sprechen. So heißt in Rußland tc Polizei. Auf die Frage, was er wolle, erklärte Wrumow, er könne es nur dem Mil 'Zschef sagen. Kaum hatte das Paar essen Zimmer betreten, als es auf die nie fiel. Mit tränenerstickter Stimme er-’iärte Wruunow: , »Mein Glück verdanke ich einer schwe-n Bluttat. Ich kann es nicht mehr genie-VE und muß die Söhne für die furchtba-re Tat auf mich nehmen.« Man erinnert sich dabei unwillkürlich der erschütternden Schlußszene in Dosto- ,ICwskis weltberühmten Roman »Schuld llnd Sühne«, in der Raskolnikow, ein ehe-I’1 akger Student, im Polizeirevier auf die nic fällt und sich für den Mörder der aT rätselhafte Weise um gebrachten Wu-_ er‘m erklärt. ' - ^ . • . Man wollte zunächst die Selbs-thezich-"8Ung des gut beleumundeten Mannes 'lCht glauben. Wrumow bestand aber auf Ucr Richtigkeit seiner Erklärung und er- zählte seinen Lebensroman, den auch Dostojewski kaum realistischer hätte erfinden können. Wrumow war seinerzeit Student an der Moskauer Universität. Er sah sich kaum in der Hochschule aufgenonrmen, nach einer Wohnung um. Dabei traf er einen ehemaligen Schulkameraden, den Studenten Saweliew. Der Kamerad Wrumows' hatte eine Studentin geheiratet. Die jungen Leute führten das typische Leben eines russischen Studentenpaares. — Als Wrumow von der Wohnungsnot erzählte, entschloß sich Saweliew, das einzige ärmliche Zimmer, das er mit seiner Frau bewohnte, mit dem Jugendfreund zu teilen. Die Gastfreundschaft gestattete es nicht, einen mittellosen Kameraden in einem Hotel wohnen zu lassen. Ein halbes Jaihr verlebten die Freunde in bestem Einvernehmen. Eines Tages aber erklärte die Frau Saweliews ihrem Mann, daß sie sich zu Wromow hingezogen fühle und ihn heiraten möchte. Sa-wcllicw bat darauf seine Frau sich endgültig für einen von beiden zu entscheiden. Er versprach ihr, daß er ihr keine Schwierigkeiten in den Weg legen werde. Wrumow, den dieser dramatischen Auseinandersetzung beiwohnte, bat nun Sa- weliew, in den Koridor hinauszugehen, wo er mit ihm über das Weitere sprechen wollte. Im Korridor begann jedoch eine Auseinandersetzung; bei der Saweliew dem Freund Vorwürfe machte. Ein Wort folgte dem anderen. Schließlich gab Wrumow auf den Kameraden einen Schuß ab. — Ins Herz getroffen, sank Saweifcw tot zusammen. Von Grauen über die Tat'gepackt, konnte sich Wrumow dennoch nicht dntschließen, die Konsequenzen der furchtbaren Tat auf sieh zu nehmen, zumal 'die Frau des Ermordeten ihm den Rät gab, die Leiche verschwinden zu lassen. Der Tote würde deshalb verbrannt. Dann gine' deutet der Farbfilm geradezu eine Un1' wälzung. Aber auch auf anderen Gebiefc wurden plötzlich Filme möglich, die Ma bis dahin gar nicht anzufangen gewaS hätte. Beispielsweise wird ein Film üt>c Kriechtiere und Lurche (Ufa-Film »Bun c Kriechtierwelt« beweisen, daß diese bufl' te Tierwelt erst durch den FaTbfÜ111 »filmreif« geworden ist. Selbst auf den Gebieten, die d£r Schwarz-Weiß-Filni bereits erobert hatte» bildet die Farbe einen Gewinn. Alle Lan -schäften und alle Tier, und Pflanzenöls werden durch die Farbe auf der L6^' wand in einer ganz eigenartigen lebendig. Dabei ist die Farbe nicht ua' bedingt der Feind der Schwarz-Wcib' Manier. In vielen Themen ist und ble“5 der Schwarz-Weiß-Film dem Farbm,a durchaus ebenbürtig; aber bei eu Teil ebenfalls farbige Veröffentlichung über die erste Fernseh-Märchenoper, dimAii/<«.u 1 ni». _ »r i ■w ir-i » « w 1.^. _ _ DU t Anee,ee° kosten bOPtur* pro Won, ln der Rubrik ,, ______ •to»ersunstener (S Dlnxr bU 40 Worte, 8 Diner für größere Anzeigen) wird Rn_ dr®^ berechnet — Die Mlndeettaxe fOr eine kleine Anneige betrügt 10 Dinar — ,en ^oeendung von chiffrierten Briefen Ul eine Gebühr von 10 Dinar zu erie-— Ue* Anfragen I« eine Gebühr von 8 Dinar in Postmarken beizasohiiessea ihtedüedeues S;s i Und rh-.vrt ^Gegenstände gut . bor t K bei »Ruda», Mari-Ver'Jf1st,etliakova ul. 5 1320-1 ^^rrmtteit kulantest bei Kaui brauchen siez !senrt'mations-Paßbilder drin- !?eferV;ef u Sie sofort aus ’Fotn.ir? bestens, billigst bei ' So, ,,; Ser’ Vetriniska uiica vis-a-vis Grajski kino. -________________ 8045-1 SAMMELT ABFÄLLE! äbsof^1"’ Ladern, Schneider-eisetl i«e’ Textilabfälle. 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