Nr. 284. Dienstag, 10. Dezember 1812. 131. Jahrgang. MbllcherMMmg Pr3nu!neration»prei»: Mit Poslvers eildung: gü!!>,!ül»rjy M ll, !!ü!l>jül,ri^ ikk, ^m iioiüur: nai'ziülilin »^, haliijährig 1! l^, Züi die Zustellung ins Haus ganzjährig 2 ü. — InlrrNon«gel>>"!l>.l: Fiir kleine Inirrair bi» zu 4 Zeilen öO b, grohere oer Zeile l2 t, ^ bei öfteren wiedeiholungcn pe, Aiie 8k, Tie 'Lllibacker ZeiNing» erMiüi tänliä,, mü U»eüllln!,!,> der Koin,- u:>d ^eieltage. Die Adminiftrnliu» l>efindel sick V^!lo»!l!üiake Nr, 201 dir Vldnklivn Milluönstrafir Nr, ^U, >5pnc!,ft>mden der :!!,d«l!il>!! uo» « lii>l 10 Nhl vormittag«, Un!ianlierte Briefe weiden nickt annenommeu ?^an»jtrivte »icht zurucigesteltt. teleph»» N». d«» ««dalti»« 52. Amtlicher Heil. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vmn 4. Dezember d. I. dem S.ktiuusrat im Ministerium des Innern Doktor Alfred Siegl zum Statlhaltereirale in Böhmen «Nergnädigst zu ernennen und demselben bei diesem Anlasse den Titel und Charakter eines Hofrates mit Nachsicht der Tar/ huldvollst zu verleihen sseruht. Heinold in. p. Der Minister sin «»!lus und Unterricht hat de» Ausbildungslehrer an der Akademie für Musik uud darstellende Kunst Professor Richard Heubcrger in die siebente Rangstlasse der Staatsbeamten befördert. Knndmachung. Es wird hiemit bekaulltgemacht, daß i>u Jahre 1913 di>e regelmäßigen Vcrhandlungspcrioden des Patent. Gerichtshofes am 15. der Monate Februar, April, Juni nnd Oktober beginnen werden. Wien, am 28. November 1912. Der Präsident: Zohar ,n. p. Den 7 Dezember INI8 wurde in der Hof« und Staats» druelerei das 1.HXXII. Stück der polnischen und das I^XXXVI. Stück der rumänische Ausgabe des Reichsgesetzblattes des Jahrganges 1912 ausgegeben und versendet. Den 7. Dezember 1912 wurde in der Hof- und Staats' drullerei das I^XXXVIII. Stück der polnischen und flovenischen »nd das I.XXXIX. Stück der italienische», polnischen, ruthe« nischen und slowenischen Ausgabe des Reichsgesehblattes des Jahrganges 1912 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur Vember 1912. Nr. 16 «Der neue Blitz» tiom 29. November 1912. Nr. 3W «Arbeiterzeitung» Uom 1. Dezember 1912. Nr. 273 3lii clollivec» vom 28. November 1912. Nr. 129 «I.K I^dertül. ddto. Görz, 30. November 1912. Nr, 136 «II 8oei»1i8tH I'riulano» ddto. Görz, 30. Novem» ber 1912. Nr. 315 .^.vünti. ddto. Milano, 12. November 1912. Nr. 375» 9 verhandelte nnd beschloß, den Gesetzentwurf dem Monarchen behufs Er. mächtigung zur Einbringung in> Reichstag, zu unter» breiten. Daß es dazu nicht mehr lam, weil das Mi> nislerium Wckerle kurze Zeit darauf demissionierte, ist belanglos. Entscheidend ist, daß dieses MinisterralS-Protokoll auch dir Unterschrift de5 Grafen Apvouyi trägt und auch von den übrigen Mitgliedern des Kabinetts Welerle, also auch von den heutigen Oppositionsführern Andrassy, Aladar Zichy und Kossuth unterzeichnet ist. Um so staunenswerter ist cs, daß nebst Apponyi auch Kossuth und die Orgauc, Andrassys und des Grafen Aladar Zichy gegen eine Vorlage losziehen, die eine und dabei noch mildere Kopie der Vorlage des Koalition^, labinelts ist. Die Veröffentlichung des bezügliche», authentischen Aktenmalerials wird den Herreu auch in dieser Frage den Weg zu eiuer neuerlichen Irreführung der öffentlichen Meinung gründlich verlegen. Die Fricdensvcrhandlungen. Aus Paris wird der „Pol. klorr." gemelocl: Mil^. leilungen, die hier aus Sofia, Belgrad und Athen ein. getroffen sind, stimmeu in der Feststellung überein, daß die verbündetcn Nalkanstaaten von dein Bestreben geleitet werden, dnrch ihre Hallung in den Frieoensver» Handlungen zu eiuer baldigen Verständigung beizutra» geu. Dieser Wunsch wurde von den Verbüudeteu in erster ^inie durch ihre eigenen Iuterefstn eingeflößt, die nach den liefen Erschütterungeil, welche die Zustände auf der Balkanhalbinsel durch den Krieg erlitten haben, und nach den außerordentlichen Opfern, die von de» verbün dcten Slaattn gebracht »verden mußten, den nahen Ein» tritt einer Ara der Nuhe, für die Erholung und die Neugestaltung 'der Verhälluisse erheischen. Mitbestim» meud für die Geueigtheil der Verbündeleu zum Ent» gvgenlonlmen sei auch ihre Vereillvilligkeit, einmütigen. Wünschen der Mächte nach Möglichkeit Nechnnng zu tragen. Die Negierungen der Baltanstaaten glauben voraussetzen zu köuuen, daß anch die Pforte guten Wil» len, zur Beschleunigung der Verhandlungen beizutra» gen, uicht vermisseil lassen luerde, da für sie die Herbei» sühruug des Zeitpunktes, ii, dem sie cm die der Türkei durch die neue!^age gestellten inneren Aufgaben schrei» leu kann, gewiß gleichfalls als eine dringende Not» wendigkeit erscheinen müsse. In den Valkanslaaten wird daher die Hoffnung gehegt, daß die in Louoon zu führende^ Auseinandersetzungen einen uicht dnrch gefähr» licye Stockungen behinderten Gang n.hmen werden und daß das von allen Seiten herbeigewünschte Schlußwort bald gesprochen werden wird. Politische Ueverftcht. ^aibach, 9. Dezember. T^5 „Freindenblatt" snhl wohl Schwierigkeiten voraus, welche sich dem Abschlüsse des Flirdensvertra- ges entgegenstellen lönuten, hegt al^r die Hoffnung, j daß dil Verhandlungen in London schließlich ein zufrie» ! denstellendes Resultat erzielen werden. Auf beideu Seilen sei der Wille zum Frieden vorhanden und die, Gegensätze erscheinen vorderhand keineswegs als un» > überwindbar. Es sei aber dringend zu wünsche» daß die Pourparlers uichl allzu lange dauern und daß die Frage, ob der Krieg fortgesetzt wird oder nicht, baldigst geklärt werde. Denn es darf nicht vergessen werden, daß es ! uoch keineswegs feststeht, ob der zwischen der Türkei und den Baitanstaate» geschlossene Friede eine» defini» tiven Znstand auf der Valkanhalbinsel schaffen wird. Die europäischen Großmächte habeu es sich vorbehalte», dett Friedeusschluß »ach der Nichtnng zu prüfen, ob durch denfelbeu uichl ihre Interesfe», sei es politischer oder ökonomischer Nmnr, tangiert werde». Die Valtcmstclateu müssen dessen eingodenk sein, daß Enropa sich das Recht ! auf Revision des Friedensvertrages zwischen den Val» kanslaate» reserviert hat uud daß keine europäische Großmacht aus de» Fortbestand ihrer Interessen aus dem Balkan verzichten will. Aus Belgrad erhält dio „Pol. Kurr." sulgcude Mit. teilung: In leitenden serbischen Kreisen wird die all-gemeine politische !liage in den letzten Tag.n optimisti-scher als früher beurteilt. Es wird der Ausicht Ausdruck gegeben, daß das albanische Problem im Priuzipe be> reits einer gü»sligen Lösung nahegebracht wurde uud daß der definitiven Kläruug dieser Frage wohl leine erheblichen Hindernisse mehr im Wege stehe». Was die Hafenfraqe betrifft, hält man i» der serbischen Öfsent-lichkeit z>var unentwegt an dem bekannten Standpunkt? sest; es ist jedoch keineswegs die Erwartuug unbegrü». del, daß mau angesichts des allgemeine» Fricdensbedürs-nisfes auch i» dies.r für das serbische Volk wichtigsten Frage eine Lösuug finden wird, welche einerseits dein Standpunkte Öslerreicl>Ungar»s bezüglich ei»er territorialen Expansion Serbiens a» die Ädria Nechnunst trägt, nnd anderseits den Interessen Serbiens Hinsicht« lich eines kommerziellen Debouches au der Adria en!« spricht. D Truppe», vou denen 2<>0<» Man» i» Koboo stehe», znrückciezogcil werden. Ehina vertritt die Auffassullg, daß Kobdu zur iuuere» Mon-golei gehört, während Rußland es zur äußereu Mongole' rechnet. China glaubt, daß dir Frage der Altaibezirte und die allgemeine Grenzinarkuug die hauptsächlichsten Fragen sind, die eine Erledignng in Peking erfahren Lmoacher Zeiwng Nr. 284 2734 10 Dezember 1912. müssen. — Im Zusammenhange mit der Vorbereitnng liebten Gegenstand mit Steinchen zn bombardieren. Wenn der Jüngling die Steinwürfe erwidert, sind die beiden verlobt, und es solgt sofort die fröhliche Hochzeits» feier. — - Elektrizität als Nahrungsmittel.) Aus Paris wird geschrieben! Ans Grund der Forschungen des Prof. Arsonval beschäftigte sich der bekannte Physiologe Pros. Bergonie mit der Anwendung elektrischer Ströme zur Erhöhung der menschlichen Kräfte. Die Versuche lieferten intereffanle Ergebnisse. Ein elektrischer Strom von zwei bis drei Ampere führt dein menschlichen Körper ungefähr tausend Wärmelalorien zu, das ist mehr als das Drittel der täglichen Nahrung. Ein Mann von 1,76 Meter Körpergröße, der nicht mehr als 49 Kilogramm Gewicht lallte, sehr schwach lvar, nicht mehr als hundert Meter ohne Stütze zurücklegen konnte, an Frösteln litt, also physiologisch geringwertig war, wurde dem Versahren der Dialherme uuterzogen. Nach mehrmaliger Zufuhr von nngefähr 1700 Kalorien erhöhte fich sein Gewicht aus 68 Kilogramm. Er ißt viel weniger, gehl da» gegen viel leichter, sein Ansschcn ist normal. Prof. Ver° gonie ist der Ansicht, daß bei uilgenügender Ernährung die Elektrizität bei richtiger Änwendnng sehr gute Dienste leisten kann. — Mne Stiftung gegen deu Kirchcnschlaf.) Eine der seltsamsten Stiftungen, die je gemacht worden sind, ist das Legal, welches ein g.wisser John Rudge zn Try-snll, Staffordshire (England), in der Höhe einer jähr° lichen Rente von einein Pfund zn dem Zw.cle ansgesetzt hat, für den sonntäglicheil Gottesdienst einen Mann an° zustellen, der die Schlassüchtigen während der Predigt zn wecken hat. Zn seinen Angaben gehört es auch ferner noch, Hnnde, die sich von der Straße in die Kirche „verirrt" haben, ans dem Gotteshause mit möglichst wenig Geräusch wieder zu verjagen. — lDcr Klub der Dreizentncrleute.) Von den Lei° deu der Dicken vermag sich ein gewöhnlicher Sterblicher, der sich einer mehr oder minder gerlengleichen Schlankheit ersrenl, kaum eine Vorstellung zu machen. Bei jedem Schritt nnd Tritt Beschwerden, überall Beengungen, nirgends Ellbog.nfreiheit! Das ist es denn kein Wnnder, daß sich die Dicken zusammengeschlossen haben zur Wah-rung ihrer Rechte. So besitzt Newyorl semen Klub der Treizenlnerleute, und jedes Mitglied muß drei Zentner wiegen. Sollte es sich einfallen lafscn, abznnehmen, so verzichtet der Klub auf seine weitere Mitgliedschaft. Aber jenen, die da es im Schweiße ihres Angesichtes auf Vic? Zentner gebracht haben, winken Lorbeern! Sie werden zu Ehlenmilgliedern ernannt. Auch in Nußland besteht ein Verein von Dreizentnerleuten, der seinerzeit von einem „Dicken" ins Leben gerufen wurde, als die Polizei ihn wegen des zu lebhaften Protestes, den er erhob, weil die Eingangstür eines Eisenbahnabteils sich als zu klein erwies, in Strafe nahm. In Frankreich gibt es einen Klnb, der von seinen Mitgliedern nur eiu Gewicht von zwei Zentuern verlangt, und dieser Klnb steht unter den Vereinigungeil der Dicken insofern abseits da, als er dem Sport offiziell huldigt, oder auf deutsch gesagt: die Mitglieder des Klubs trainieren allsonnläglich beispielsweise dnrch Radfahren einige Pfnnd herunter, um sie in der Woche wieder anzusetzen. sDer schwarze Varoierjnnge alo Komponist,! John Berry, ein junger Neger, der bis- vor kurzem in einem Varbierladen in Frankfurt im amerikanischen Vundesftaat Indiania die bescheidene Stelle eines Lauf bnrschen bekleidete, hat sich in aller Stille zu einem musikalischen Talent entwickelt, das die Aufmerksamkeit weiterer Kreise in Ansprnch täglich erhöht; 2.) die frei» willig weilerdienenden, nach Miter Klaffe verheirateten Unteroffiziere haben sowohl bei einem Garnisonslvechsel Feuilleton. Der Verteidiger. Von Uudol'f ScHlvarzkopf. (Nachdruck verboten ) Armand Lalour saß an seinem großen, mit Akten überladenen Schreibtisch und grübelte. Nicht als ob der „Fall Pelisse" gar so besonders schwierig gelegen wäre; du lieber Gott, man hatte schon' härtere Nüsse g» knackt und stand nicht umsonst in dem Nusc des besten Kriü'.inalvertcidigers weit und breit. Nein, nein, wor» über Herr Armand Latour sich den juristisch geschulten Kopf zerbrach, war nicht so sehr das Schicksal dieses armen, dummen Tenfels von Pelisse, dem am 23. De» zember wegen betrügerischen Vankerotts der Prozeß ge» macht werden sollte, als vielmehr die Art und Weise, in der er selbst in dieses zweideutige und im Grunde uninteressante Schicksal verwickelt war. Mit den nnsau» beren Machinationen des Kridatars hatte er natürlich nicht das mindeste zu tun. Aber der Bursche hatte eine Frau und diese Frau besaß die Verworfenheit, durch ihre bloße Existenz einen Zusammenhang zwischen ihm und dem „anderen" zu schaffen, der ihn empörte, verwirrte und beunruhigte. . Diefe Frau! . . . Armand Latour war ein armer Student der Rechte gcwefen, als sie seinen Weg znm ersten Male kreuzte. Was gab ihr das Recht, anss Neue in sein Leben einznbrechen? Hatte sie es nicht schon Zur Genüge verwüstet damals, als sio ihn nach Jahren einerd grenzenlosen Jugendliebe, die sie geweckt, genährt und erwidert hatte, preisgab, um die Frau dieses Pelisse zu werden, den sic nicht liebte, dessen Reichtum aber ihr und ihren Eltern ein sichereres Unterpfand sür die Zukunft schien als das Talent des armen, jungen Studenten? Hatte sie sich auch nur ein einzigesmal in all den Jahren, die jenem nichlswürdigen Tage gefolgt waren, die Frage vorgelegt, was ans ihm geworden sei? Hatte sie sich nicht vielmehr skrupellos dem Wohlstand Hingegebell, um den sie ihn verraten, der Einsamkeit, Verzweiflung lind Verbitterung überantwortet halte? Wo in aller Welt nahm diese Iran die Stirn her, nun vor ihn hinzutreten, als wäre dies alles nie gewesen, und ihn mit einer Selbstverständlichkeit, die entlvasfnete, zu bitten, die Verteidigung „des armen Pelisfe" zu übernehmen! „Ich werde den Alt studieren, gnädige Frau, und darnach meine Entscheidung treffen," hatte er gesagt. Nichts in seiner kühlen, geschäftsmäßigen Stimme deutele den Sturm in seinem Inneren an, den ihr unvermutetes Erscheinen entfesselt hatte. Ein Fall wie jeder andere, was weiter! Aber als die Tür des Privat» bureaus hinter ihr ins Schluß gefallen war, war er am Rande seiner Kraft. Wie schön sie noch immer war! Als ob die Zeit nnd das Leben keine Macht über sie gehabt hätte. War das die Frau Pelisse, die er haßte, weil sie nicht Fran Lalour war? Unsinn, es lvar ein juuges, heißes Weib, desscu Schönheit ihm ans Herz griff, deren Besitz ihm jedes Verbrechens, deren Liebe ihm jedes Opfers wert schien. So kam es, daß in jener Stundo Herr Armand La» tour, ein längst nicht jnnger Doktor der Rechte und Ver» teidiger von internationalem Ruf, eine verzweifelte Ähnlichkeit mit einem gewissen armen Slndenten zur Schau trug, der er einmal gewesen lvar und der nun sein mit den Jahren gemächlicher fließendes Blut zn einem wütenden Allegro auspeitschte . . . Was tun? Es gab zweierlei: entweder ein anslän-diger Mensch bleiben und den Fall Pelisse ebenso gc-wissenhafl und kunstvoll behandeln wie jeden anderen Fall, dn die Praxis ins Hans bringt, oder aber den Anwalt des Teufels fpiclcn nnd den Schutzbefohlenen eiuem ausgiebigen Echuldspruch ausliefern. Daß beides möglich lvar, hatte Armaud Latour ein flüchtiger Blick in die Akten gelehrt; daß es noch ein drittes Hat, — die Annahme des Mandats höflich ablehnen nnd allen Kom» Plilaiionen entrinnen — fand nicht in sein Bewußtsein, dessen paragraphenllarc Versassnng das plötzliche Wiedersehen mit der immer noch geliebten Frau bedenklich getrübt hatte. „Teufel, Teufel," murmelte Armand Latour, „wer hätte gedacht, daß es so unmenschlich schwer ist, anständig zn sein!" Und der helle Schweiß perlte aus seiner hohen, energischen Stirn. Aber lvar es denn unanständig, einen Verbrecher der verdienten Strafe zuzuführen? Seines Amtes als Verteidiger lvar -es doch wohl nur zu verhüten, daß diese Strafe über Gebühr hoch ausfiel. Nun hatte sich Pelisse aber doch ganz Zweifellos gegen das Gesetz vergangen. Also hat er in seinem Plaidoyer einzig und allein dafür zu sorgen, daß der Manu genau die Strafe erhält, die der Paragraph des Strafgesetzbuches vorsieht, den er verletzte. Freilich; aber hat er nicht erst neulich einen gemeingefährlichen Brandstifter, gegen den ein lückenloser Indizienbeweis zeugte, ganz im Gegensah zu dieser schönen Theorie dem Staatsanwalt entrissen? Hat er überhaupt jemals in seinem Beruf etwas an» deres gesehen, als die Verpflichtung zum bedingungslosen Kampfe für alle Unglücklichen, die ans Not, Schuld oder Schicksal auf die fchiefe Ebene geraten, dio unerbittlich zum Zusammenstoß mit dem geltenden Nechi führt? O gewiß! Und Armand Lalour ist sich bis zum Überdruß klar darüber, daß seine Ernxignngen über die Sache Pelisse nicht das mindeste mit Recht und Unrechi ! zu tun haben, daß sie nicht dem Kopse des Verteidigers, j sondern dem Herzen des Mannes entspringen. ' lSchluh folgt.) H Üaibacher Zeitung Nr. 284. 2735 10. Dezember 1912. des TruppenlörperS als auch bei . ilizel» zll bewirken-^n Nbersiedluugeil den gleicheil Anspruch auf Vesörde-rung ihrer Familien ulid Vagageil für Rechnung des ^lrars wie die nach erster Klasse verheirateten Unter» ofsizi^re: 3.) die Marschznlage wird für die freiwillig »veiterdienenden Feldwebel lGIeichgestellteil) von U» auf !^s) >, täglich erhöht. Weiters l)abell die Familien der nach erster Klasse verheirateten Unteroffiziere des Prä-senzstandes denselben Anspruch anf Spitalspflege uud aus Arzneien wie Familien der nach erster Masse ver° heirateten Unteroffiziere. — Militärisches.) Ernannt lvnrden: zum Affiftenz. arztft llvertreter anläßlich der Ablegnng des ProbedieN' stes Zum Nernfsarzt bei der k. u. Landwehr der Ein« lährigfreiwillige Äiiedizincr Dr. Johann B o gna r des Infanterieregiments Nr^7; zum Landlvehr-Medikameil-tenalzessisten' iu der Re,erve nach Ableistung des Prä» ienzdieustes der Einjährigfreiwillige Pharmazeut Mag,-ster der Pharulazie Karl'M e n n er d.s Landwehr-I». fanterieregiluenls Klagenfurl Nr. 4. — Verliehen wurde das Mili'tärdienftzeichen dritter Masse für Offiziere dem Hauplmann des Armeeflalides ,^iarl Bründel, Magazinsoffizier beim Infanleriereqiln.nl Nr. 97; das Offiziersdienstzeichen dritter Masse für Offiziere dem Hauptmann Franz Gasser des Landwehrinfanterie» regiments Laibach Nr. 27. — In den Ruhesland wer-den übernommen: der Oberftleutuaul Friedrich Schot l° lowsky des Infanterieregiments Nr. 97 lDumizil Brück an der Leilha) und der Major Viktor Edler von Putt, der Traindivision Nr. 3 . Jänner 1913 an eingestellt. Die Personaluerordnnngen für das s. u. k. Heer werden von diesem Zeitpunkte au als „Amt« liche Mitteilungen des k. uud k. .Kriegsluinisterinins" in der allwöchentlich an jedein Samstag, erscheinenden „Militärischen Rundschau" (Druck und Verlag der k. k. Hof- und Slaalsdrnckerei) vollinhaltlich Verlautbari wer. deu. Der Prännuieratiunsbetrag beträgt mit portofreier Versendung pro Jahr 24 K. - Weihnachtsspendcn für unsere Blaujacken.) Wir werden um Veröffentlichung nachfolgenden Aufrufes cr» sucht: Wie im kritischen Jahre der Ailner.iun Bosniens, so wurden auch heuer iu der ganzen Monarchie Sammlungen eingeleitet, deren Zweck es ist, den Soldaten, die an den Grenzen des Reiches einen harteil, aufreibenden Dienst verseheil, line Weihnachlsfrende zn bereiten. Die Sammlungen haben damals den gewünschten Erfolg ß^ habt und werden ihn zweifellos anch in diesem Iahrl haben. Aber »vie damals so geht auch heuer die Manu schasl unserer Kriegsflotte bei dieser Weihnachlsbesche-rung leer aus. Man scheint anzunehmen, daß die Angehörigen der Seemacht leimn Grenzdienst versehen. Es wird vergessen, daft ja die Marine sozusagen sortwäh. rend an den Grenzen des Reiches u.>achl, daß der See-dienst anch unter den ruhigsten politischen Verhältnissen schwer und hart ist und daß der Seemann anßer der nur fallweise eintretenden Feindesgefahr fiels noch anderen Gefahren von seiteil der Elemeute trotzen muß, das; er sozusagen immer anf dem sere Matrosen ninßte» jeden Augenblick bereit sein. einen ungleichen Kamps mit einer ungeheuren, fanati. sierten Menge aufzunehmen, und es zweifelt wohl lein Mensch daran, daß sie diesen Kamps bis zur Selbst, ausupferung geführt hätten. Da die freiwilligen Sammlungen nun einmal nicht für unsere VIanjacken bestimmt sind, so ist wohl die Frage erlaubt, ob nicht der Qslcr» reichiscbe Floitenvcrein, der doch die. Förderung der Kriegsflotte auf seine Flagge geschrieben hat, gnt daran täte, von den bedeutenden Kapitalien, die ihm zur Verfügung stehen, eine Summe sür eine bescheidene Weih-Nachtsbescherung nnscrer Marinemannschaft zn widmen. Nir sind überzeugt, daß die Sympathie» der Bevölkerung ganz Österreich-Ungarns für die Mannschaft nnse-ler braveil Kriegsflotte nicht geringer find als für die der Landmacht und daß ihre Leistungen ebenso bereitwillig Anerkannt werdeil. Die Matrosen, die ferne der Heimat !" Sturm uud Kälte auf Posten stehen, würden dnrch leden Belveis, daß man im Reiche auch ihrer gedenkt, aus das freudigste berührt und würden auch die kleinste ^abc als einen freundlichen Weihnachlsgruß aus der Hmnat tief empfinden. Wer unseren Blaujacken zn "urr kleinen Weihnachtsfreude verhelfen will, der sei ''Erzeugt, daß auch die bescheidenste Gabe auf fruchtbaren Boden fallen wird. ^ Spenden werden mit Dank entgegengenommen im KriegSminislerium, Marinesek» lion, Wien, 11I./2, Marxergasse 2 li, und in der Ad» ministration uuser.s Blattes. Mn landschaftliches Mcttrizitätswcrt iu Lai-bach.) Wie nur dein „Sluvenee," entnehmen, hat der lrainische Landesansschnß in seiner am 7. d. M. ab» gehaltenen Sitzullg das Projekt eines laildschaftlicheil ElellrizitätSlverkes am Laibachflusse in Laibach gelleh» migl. Tie Anlage soll uilter der neuen St. Petersbrücke am linken User des Laibachflusss vor der Kaserne errichtet w.rden; sie wird ober dem Kaual stehen, der knapp unter dein projektierten Wehr ^rbanl werden wird. Das ElcktrizilälÄverk, das mit der Obersrainer Zentrale verbnnd^n , betonte den innigen Kontakt zwischen der Vuudessekliou und der Änndesleitung erwähnte, daß dem Bnnde von der Sektion manche wertvolle Initiativ, zugekommen sei, und führte besonders anerkennend an, daß der Sektionsobmann fast allcn Obmännerkonfereli-zen in Wien beigewohnt halle. In seinen Ausführnngen erwähnte er die gegeinvärlige lrilische Zeit und lich der Hoffnung Ansdrnck, daß es möglich sein werde, den der Industrie so notwendig, n Frieden zn erhalten. Keines' Wegs aber dürfte dies aus Koste» der Großmachlstelluug der Monarchie erfolgen. Sohin erörterte er dic schwebenden Slenersragen, die der Industrie wieder allzu große Lasleu auferlegen wollten. Der Bund werde aber jederzeit ans Vorposten stehen. - Herr Bnndessekretär Dr. v. Weiß hielt einen äußerst instruktiven Vortrag über die beabsichtigte Einführung einer Arealftener und streifte die Wirkungen der Einführung eines nenen Personaleinkommenst.nergesehes in Ungarn für österreichische Staatsangehörige, dic in UngarnUnternehmun. gen habeil. Sohin brachte er die Frage einer Slreikver-sicherung vor, welche Angelegenheit bereits am gleichen Tage i» ciner Ansschußsitumg der Sektion ausführlich erörtert wurden war. Visher hatte der Unteruehmer vo» der bestehenden Organisation nur eine moralische Unterstützung zu erwarten. Durch die beabsichtigte Gründung eines SchniMrbandes des Bundes Öster reichischer Industrieller soll die Solidarität der Indn. slrie vor allem darin zum Ausdrucke kommen, daß der Fabrikant, in dessen Fabrik ein Streik ausbrichl, auch eine materielle Entschädigung erhallen soll. Der Gedanke der Slreiknnterstühuug habe bereits in alle» Industriestaaten Eingang gesundeil. Der Bund uxrde sich an das Muster des sächsischen Verbandes halten. Zur Unter« slützung der kleinen »ud mittleren Unternehmer, deren Sieg in der Folge auch eine Stärknng der großen Industriell bedeutet, sei die Schaffung einer Slreiluuter-slli^nng notwendig. Wenn auch Krai,n unter Streiks noch wenig leide, dürse die Angelegenheit doch auch hier nicht abgelehnt werden. Schon die Gewißheit, Schlimmeres abzuwehren, sei ein Erfolg, der nicht zu uutcr» schähen sei. Nachdem Herr Obmann Samassa den beiden Herren der Zentrale für ihre wertvollen nnd interessanten Ausführungen und Anregungen gedankt, erörterte Herr Vcrgdireklor Nieger den Stand der Wafferrechtsgesetzgebung. Bei diesem Anlasse berührte! er die Angrisse, die aus ihn gleichzeitig mit dem Berichte über die vorjahrige Hauptversammlung durch den Se> lrelär des Wasserwirlschaflsverbandes d>s Bundes, Herrn Dr. Her>), hinsichtlich seiner Slelluug zum Ne-gieruugsentwurfe des Waiserrechtsg.setzes gemacht lvor» den, lind richtete an die Herren der Zentrale das Er« snchen^eine entsprechend, Richtigstellung in den vubli» zistischen Organen des Bundes zn veranlassen, >vas zu» ! gesagt wurde. Weiters teilte er mit, daß sich bisher vier Landlage mit dem Regierungsenlwurse besaßt ha» ben, von denen zwei deu Emwnrs unverändert ange» nommen haben. Wenn die Regierung nur ei» einheitliches Gesetz sanktionieren wolle, dann stände man noch 'sehr weit von der Gesetzwerdung. Bishin aber werde ! die Industrie nnler de» Folgen der ministeriellen Ver° ! ordnnng vom Migllsl 191 l zu leiden haben. — Bei der ! Neulvahl des Vorstandes wurden die bisherigen Mitglieder des Ausschusses wiedergewählt, worauf die Ver. sammlung nach der Feststellung, daß auch die Sektion sür !die beabsichtigte Gründung eines Cchuhverbandes einzu-I.treten bereit ist, nach zweistündiger Douer geschlossn, ^ wurde. j - sVortrag.j Gesteru abends sprach im „Mestni ! donl" Herr Redakteur R. P n st oslem ^ e k vor einer ! zahlreichen Znhörerschasl über seiile Reiseerlebllisse in 'Mazedonien nnd Allserbien. Der Vorlrag, über den der ! Bericht Ranmmangels halber morgeil folgt, wird gele» j geilllich forlgefetzt werden. > — sDer Laibacher Eislaufverci») teilt nils mit, daß «seine Eisbahn heule zur Eröffnung g.langt. Den Be- ! snchern fleht tadelloses Spiegeleis zur Verfügung. Die, Jahreskarten sind aus Gefälligteil in der Verlagsbnch» handluug Jg. o. Kleinmayr <.<: Fed. Bamberg erhältlich. — sVo» dcr Erdbebenwarte.) Gestern vormittags um 9 Uhr 4l) Miuuten 2 Sekunden verzeichneten die Inslrnmente de>l Beginn eines starken Fernbebens. Ein» satz der zweiten Vorläufer lim 9 Uhr 52 Miuuleu 58 Se» kluudn. Hauptbelvegnng voil 5 Millimeter» »m ll) Uhr ^23 Miuuleu 54 Sekunden. Ende der Aufzeichnung um ! >l Uhr 30 Minuten. Herdeutsernuug bei 13.000 Kilo- meter. l!. — lDas Fest dcr hl. Barbara in Uutertrain.) H.uer wurde, wie mai, nns schreibt, dieses Fest in Rudolfs-wert, Slransla vas nnd in Preloge feierlich begaugeu. Die Arbeit in den Tuunels ruhte und die Arbeiter mit d n Unternehmern und den Beamten fanden sich zum Festgollesdiensle ein. Ganz besonders erhebend war die Feier beim großen Tuuuel in Preloge. Unter freien« Himmel war ein schöner Altar errichtet wurden, an dem Herr Propst Dr. Elbert nm l 1 Uhr vormittags beim herrlichsleu Wetter ein feierliches Poutifilalamt zele.. brierle. Den Gesang besorgte der Kirchenchor aus Se» mi<'',' abwechselnd trat die Musitlapelle des Vürgerlorps von Mottling ein. Von 2.mi<'- lvar eine Prozession, die Herr Pfarrer P. D o ft a l führle, mit der nenen Fahne der HI. Barbara »nter Vorantritl der genannten Musik-kapelle erschienen. Sowohl Herr Propst Dr. Elberl als anch die Prozession wnrden mit einer dröhnenden Ka» nonade einpsangen. Die eiilzelnen Teile des hl. Opfers wurden anf gleiche Weise signalisiert. An dreitausend Menschen wohnten in FesllagSkleideru der Feier bei. Bei dem Festdiner, das die Firma Niedermann H Ko. ver» anstallete. sprach Herr Vanleiter Theodor Opitz den Kaisertoast, der mit großer Negeisteruug aufgeilomm.» wurde, woraus die Musikkapelle die Kaiserhymne spielte, die stehend ang hört wurde. - Es ging nur eiu? Stimme: Dieses Festes wcrdeu uoch Generationen ge> denken! — Wne Kolbflechtcrei-Ausstcllnuq) wird in den Räumlichkeiten des GelverbefördernngS-Inslitutes sür Kra>», Ecke der Wiener Straße nnd der Gerichtsgasse, von der ersten oberlrainischm Verlause seiner mehrjährigen Amlstätigleit für Adelsberg viele Verdienste erworben, die auch an Aller» höchster Stelle durch die Verleihung des Goldenen Ver» diensllreuzes anerkannt wurden. Namentlich ist die Durchführung der Kanalisation in Adelsberg sein Werk. Das Leiche'ubegäna.nis findet hellte nachmittags „in 2 Uhr flatl. — lTod durch Erfrieven.) Wie nns aus Adelsberss berichtet wird. wurde am 7. d. M. früh der Besitzer Franz 3enar5i<" ans Hrastje am Ortsansgange voll Sla» vina auf der Reichsstraße tot aufgefunden. Da er ein notorischer Trinker n>ar, uud am 6. d. M. abends in stark betrunkenem Zustande den Heimweg autrat, ist er zweifellos vom Wageu gestürzt, auf der Straße liegen geblieben und erfroren. — lIm Tchcrzc crsä)ossen.) Wic uns aus Stein berichlel wird, kaui vor kurzem der 26jährige beeidete Iagdhüler des Gutsbesitzers Felix Stare aus Gerlach stein, Franz Kemperle, auf eillein Dieuslgange zum Be° >itzer Johann Urenjat in Gerlachsteiil. Als er nach zlvei. Laibacher Zeitung Nr. 284. 2736 10. Tc-rmber 1iN2 stiindigeln Nenveilen im Wohnzimmer Urenjals in den Hausflur trat, erblickte er dort die 18jährige Franzisla Vudlan, eine Venoandte der F>as er im Vorhause stehen gelassen, und zielte aus das Mädchen mit den Worten: „Jetzt werde lch dich erschießen!" Der Schliß krachte nnd traf die Vodlan so llnglücklich in den Unterleib, daß sie nach einer Viertelstunde, ohne einen Laut von sich gegeb.n zn l)a» den, den Geist allsgab. Kemperle tvllrde verhaflet nnd denl Bezirksgerichte in Egg eingeliefert. ^ lEmPfehlcnswcrtc Knechtc.j Die bei dor Stein-tlchlenhändlerm Katharina K^liga in der Metelkogasse be-diensteten knechte Johann Bregar nnd Michael Pelrn-verkauften unlängst einen Wagen Steinkuhle lim 65 X nnd brannten mit dem Gelde dnrch. Theater, Kunst und Literatur. "" sKaiser Fra»z Ioscph-Iiibilaumsthcater.j Nach den« tiefen Eindrucke, den die Darbietungen von Exls Gesellschaft hinterlassen, erscheint der Erfolg des Tegern-seer Nanerntheaters um so höher zn bewerten. Erreicht es anch nicht die Höhe der Künstlerschaft jener, so er» freute sich doch das Publikum au ihrer herzhaften Natür° lichleit, an ihrem nalnnvüchsigen Hnnwr. Tanz, Gesang und Zitherspiel boten angenehme Abwechslung. Heute beendet die Gesellschaft ihr Gastspiel. Wir behalten uns cine nähere Besprechung kor. -* ^Philharmonische Gesellschaft.) Gestern fand der Zweite Kainmermusi labend statt, der als fesselnde Neuheit das .^lavierguiiUett vou Psihner brachte nud mit dem Streichquartette >>l F^Dnr ans Opus 59 von Vee» > .wen den Abend eröffnete. Eines großen Erfolges er» frciute sich die Konzertsäugerin Fran Mitzi Ambro. sits ch. — Eine ansfiihrliche Besprechnng solgt. .1. — sAus der slovcnischcn Theatertauzlei.j Heute l.lingerader Tag) gelangt zum zweitenmal. Werlhers historische Kabale „Xnix>lc,uliav vc».ini n-,^-t" <„Na-poleons Kriegsplan") zur Anfführnng. — Mittwoch fin° del bei aufgehobenem Abonnement die dritte Studenleu° Kronenvurstellnng statt' es gelaugt das am v. rgaugenen Mittwoch abgesagte Calderonsche klassische Volksstück ,,^os!nil< /l>l:>in zember, ioie folgt' feinste dänifche Butter (Teebuttev) X 3,4l^, holländische K 3,28, ungesalzene russische X 3,05 per I Kilogramm in ganzeil Originaltonnen vou zirka 50 Kilogramm Inhalt. Schubkarrenbutler X 3,34, alles ab Bodenbach. Laibach, den 8. Dezember. Dic> Eingänge krai° nischer Vnlter gehen wie dies jedesmal nm diese Zeit zu sein pflegt — bedeutend zurück, lvas zur Folge hat, daß die Preise fast täglich steigen. Seit dem letzlen Bericht,, an dieser Stelle wurden ziemlich hohe Dissc. reuzeu im Preise verzeichnet; diese dürsten insbesondere vor Weihnachten erst ihren Höhepnnkl erreichen. Dies ist jedoch nur bei der Primalrxire l.Teebutler aus pa-stenrisierlcm Nahm) der Fall; die übrigen Sorten ^ insbesondere gesammelte Landbntler, die von Hausierern angeboten wird — erfahren eher einen Preisrückgang. — Bei stärkerer Nachfrage notiert mall heute: I.Tee» butter l< 3,50—3,60, jc uach der Proveuienz nnd Form, II. Butter X 3,20—3,30, Laudbutler l< 2,20, Zentri-fng.nbanernbntter l< 2,40—2,60 per 1 Kilo franko Laibach, franko Emballage. Schlnßprcis der I. Tee» butter X 3,45—3,55. Detailpreise steigen. Anch der Käse m arkl gestaltet sich in der jetzigen Advcntzeit nnd vor d.n herannahenden Feiertagen euuas reger. Mau uotiert: echten Emmentaler limportiert aus Vrugg, Schweiz) 12 bis 14 Zentimeter hoch, X 2,30, Emmentaler krain. Provenienz (Wochein) X 2,10 bis !< 2,20 Halbemlnentaler der Krain. Genofsenschasts» Molkereien, bezw. Wocheiner Seinrercien X 1,90, Wo> cheiner Spezialität Wlekarska zveza) in kleinen Laiben von 3—5 .Kilogramm X 2,10, Trapisleu X 2,40, Noque. fort lImilaliou ans Böhmen) X 3,60, alles per 1 Kilo-granlm franko Laibach, l;n ^ru«. —ük. Telegramme d«s k. l. Telegraphen-Korreipondenz-Nureaus. Die Erneuerung des Dreibundes. Köln, 9. Dezember. Ein Berliner Telegramm der „Köln. Ztg." besagt: Die Gründe, welche die verbnn» delcn Negierungen zur Veröffeutlichung der Verlange» rung des Dreibundes gerade in diesem Augenblicke be° wogen, können nnr die sein, daß wir vor Beginn der Londoner Verhandlungen noch einmal vor der Welt den nicht mißznverstehenden Beweis vollkommener Einigkeit ablegen wollten. Allen Spekulationen auf Unstimmiglei» ten innerhalb des Vuudes soll der Buden entzogen nnd gezeigt werd.n, wie geschlossen er kommenden Entwick» Inngen gegenübersteht. Die nnvcrändcrte Erneuerung des Vnndes macht die Erörterungen über eine etluaigc Erweiterung des Vundlsvertrages dnrch ein das Mittel, nieer betreffendes Flultcnprogramm, von dein wir nicht wiffen, ob man sich in den Dreibundregiernngen damit beschäftigte, bis anf weiteres gegenstandslos. London, 9. Dezcmb.r. „Standard" schreibt: Es wäre nnmöglich, einen Gruud zu finden, um Deutsch» land, Lslcrrcich.Ungaru nnd Italien nicht zur Erneue» rung des Dreibundes Glück zu wünschen. In dem Ver» trage ist leine Ändernng vorgenommen wurden. Er bleibt demnach ein rein defensives Abkommen. Als solches ist es dreißig Jahre hindurch wirtsam geblieben, nicht als Vedrohnng, sondern als Stütze des europäischen Frie» dens. Wir müssen hoffen, daß seine Wirksamkeit sür die Zeit, für die er verlängert werden wird, ebenso fegens. reich sein wird. Nolluersammlnng der polnischen Abgeordneten. ^ Lemberg, 8. Dezember. Hcnte fand hier cine Voll» Versammlung der polnischen Landtags- und Neichsrats° abgeordneten statt, in der Statthalter Dr. Vobrzynski eine an ihn gerichtete Anfrage dahin beantwortete, er gebe auf Gruud ciucr Ermächtigung dnrch den Minister» Präsidenten die ailloritative Erklärung ab, daß in dm letzten Tagen in der internatiunalels Situation keine Veränderung eingetreten sei. Die Gerüchte über eine Verschärfung ocr auswärtigen Lage seien unbegründtt, die Beziehungen zn Nußland normal. Es sei dal)er den Nachrichten über eine bevorstehende Kriegsgefahr kein Glaube» beizumcsseu. Lemberg, 9. Dezember. Die Vollversammlung de-r polnischen Landtags» nnd NeickM'alsabgeordnc'ten Hal heute abends folgende Resolution angenommen: „Der Polenklub gibt der Ilberzeugnng Ansdrnck, daß wir, weil entfernt, nns z>n welch immer unüberlegten Schritten hinreißen zu lafsen, imstande sein werden, dnrch stclige ruhige Arbeit an der Sammlnng nnd Entwicklung der eigenen moralischen lind physischen Kräfte das polnischr Volk genügend vorznbereilen, damit es den Aufgaben entsprechen könne, denen es im Lanse der Ereignisse gegenüberstehen könnte. In der gegenwärtigen ernsten politischen Lage konstatiert der Pulenllub, daß sich alle dieses Reich bewohnenden Polen einverständlich in der Bereitschaft vereinigen, nm erforderlichenfalls mit An° spannnng aller Kräfte ihre Pflicht gegenüber dein Staate nnd dem hochherzigen gerechten Monarchen zu erfüllen, welcher unseren Gefühlen Verständnis entgegengebracht, ill nnsercm schweren Geschicke unsere nationalen Rechte erkannt hat nnd nns unentwegt sein Vertrauen schcnlt. In diesem Anschlüsse an den Staat nnd seinen Herrscher sowie gestützt auf uusere eigene Krafl nnd im Bewußtsein unserer nationalen Bestrebungen erblicken wir die Bürgschaft einer besseren Znlnnft. Der polnische Natio-nalral wird ermächtigt, in dieser Richtuug zu wirlen und einen entsprechenden Aufruf zu crlafsen." Bosnien. Sarajevo, 9. Dezember. Wie aus Vosnisch°Gra» diska g.meldet wird, find dort 87 Familien bosnischer Nücklvanderer, insgesamt 318 Personen, ans Trieft eingetroffen und wnrdeu von der mnselmanischen Bevölkerung festlich empfangen, wobei die Volkshymne gesungen nn,d enthusiastische ^ivioruse aus Seiue Majestät den Kaiser ausgebracht wurden. Sarajevo, 9. Dezember. Bei einem gestern über Ragnsa hier angekommenen größeren Trupp albanischer Flüchtlinge sind füns Personen an schivarzen Blattern erkrankt. Todesfall. Wien, 9. Dezember. Der frühere Wiener Korps-kummandanl General der Infanterie in Ruhe Freiherr Versba ch vun H ada m a r ist nachmittags gestorben. Der Krieg anf dem Balkan. Sofia, 9. Dezember. Wie an kompetenlec Stelle verlalltet, dürfte König Ferdinand demnächst eine Rundreise durch die größeren Städte der besetzten Gebiete unternehmen nnd dann anch Salonichi besnchcn. Petersburg, 9. Dezember. Zu Ehren des neuei nauuten bnlgarisch.n Gesandten Volx-ev gab gestern der Verein „Slavische Gegenseitigkeit" ein Bankett. In Beantwortung eines anf den großen weisen Zaren Vul» gariens ausgebrachten Trinksprnches wies der neue Go sandte darauf hin, der Baltanbund hal> eine neue inter-nationale Organisation nnd Macht ins Leben gernfen. Durch rein ideale Regungen wnrde er zum humanen Zweck, den Ehrislen der ehemaligen enropäisclM Türkei den Zustand d,s Rechtes und der Freiheit zu sichern. Keiner der Verbündelen sei ermüdet, alle seien einmütig von der Überzeugung durchdrungen, daß ihre große Kultur» und Friedensaufgabe eine Zukunft habe/Wir sind überzeugt, anch die Großmächte w.rden in dem Val-lanbunde eine Garantie des Friedens, des Nechtszuslan- , des und der Kultnr erblicken, die Bestrebungen txr Sla ven uutcrstützen nnd ihnen die Möglichkeit geben, die große Sache der Wahrung der Freiheit zn Ende zu füh reu, wclclfe der Zarbefreier begonnen nnd die Rußland nicht beendet hat. Der Gesandte schloß mit einem Hoch auf deu Kaiser vuu Rnßland. Der Toast sowie alle übrigen Reden wnrden enthusiastisch aufgeuummen. Die Ver-sammlnng sandte an deu Zaren Ferdinand und die Za rin Eleonore Vegrüßnngstelegramme. Rumänien nud Bulgarien. Vutarest, 9. Dezember. Die offiziöse' „Ronmaine" Protestiert gegen die BelMiptung des „Mir", daß sich Rumänien in seinen Beziehungen zu Vnlgarun durch Intrigen Dritter beeinflnssen lasse. Das offiziöse Blatt weist die Behauptungen mit aller Entschiedenheit zurück und sagt: „Wir sind überzeugt, daß zwischen den beide" Ländern nicht nnr die üblichen gutnachbarlichen, sondern brüderliche Beziehungen bestehen müssen. Da aber einer Freundschaft, dn nicht anf Gegenseitigkeit beruht, keine Zukuuft beschiedcn ist, so müssen die bulgarische Staats-mänuer einsehen, daß es an ihnen liegt, uns zu bc-weisen, daß sie unsere Frenndschast auch schätzen. Zwischen uns nnd Bulgarien drängen sich t.inc Intrigen Dritter. Wir allein stehen unseren Nachbarn, unseren Jahrhunderte alten Frenndcn gegenüber nnd wir war« ten gednldig, ob nns Bnlgarien nach so vielen ihm von uns gegebenen Frenndschaftsbcwciscn mit Gleichem loh» nen wird. Anschlag auf eine deutsche Munitionsanftalt. Vcrlin, 9. Dezember. Die Blätter melden übereil'-stimmend, daß der Militärposlen an der Munitions^ stall iu Iungfernheide in letzter Zeit wiederholt bedroh und hierauf auf ihn geschossen wurde. Als in der Nach» anf Sonntag der Angriff wiederholt wurde, schoß de< Posten aus den Angreifer, ansa>ineud ohne fennndeN zu treffen. Laibacher Zeitung Nr. 284. 2737 10. Dezember 1912. Sechs Mädchen ertrunken. Ajchaffcnburg, 9. Dezember. In dem benachbarten Anllbach spielten gestern auf ciner zugefrorenen Stelle des Mains sieben Mädchen im Alter dun acht bis zwölf Iohren. Plötzlich barst die zwei Zentimct^' dicke Eis-decke. Sämtliche Mädchen stürzten ins Wasser. Sechs ertranken, das siebente wurde von seinem Bruder sse° rettet. Die Leichen konnten geborgen werden. Inftuenzaepidcmic. Alchaffcnburg, 9. Dezember. Wie die,. Aschaffen-burger Zeitung" meldll, ist beim zweiten bayrischen Iägerbataillon eine gefährliche Influenzaepidcmie aus» gebrochen. Vis jetzt sind 40 Mann erkrankt. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Gutachten des Herrn Dr. E. Neumann, Neust ad t. Herrn I. Serravallo Trie st. Mit Vergnügen teile ich Ihnen mit, daß ich Ihren Berravallos China-Wein mit Eisen schon seit langem und gern verordne. Besonders bei schwachen und blnt° armen Patienten mit Atonic des Magens habe ich die gute Wirkung schätzen gelernt. Neustadt, 3. März 1910. (5078)2—2 Dr. Neumann. liM. IilW. Ml WM llll M 5lll!ien! ^ lainist. Die Schachtel Sudener lostet nur l< 1 25; der />^ Bote soll aber acht geben, daß er keine Nachahmungen 0» ^ erhält. ' _______________5211 Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Nm 9. Dezember. R. Czcczowiczka, Vaurat; Czeczo-wiczta, Kommerzialrat; Kraget .Tegeinsrer; sselber,Klein. Lehn» hofer, Geiringer, N,de., Wien. — Vadez, Ingenieur; Keledi. Xsd., Trieft. — Stern, Theaterdirettor; ^ipcowiv, Rsd. Mun^ chen. — Reue. Kfm., Vclt,cs. — N,il. Buchhalter. Miren. — Nick, gat, Sachsel. Rsde,. Prag. ..... Koch. Nsd.. Bodendach — Eisler, Rjd,, Pilsen. — Stein. Schnürt, Nsd., Grciz, Meteorologische Veobachtungeu in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 73n 0 mm. L 3^ kZ^ M ^. «..stcht Zar T, ^!- 3ZW ß ^"'" de« Himmel« Z «-^ __l I I »-H j Z°^_________________^ «l 2' u.ü!l 7436 ^4 6> windstill Nebel " 9 U. Äb, 43 5 ^ 8 NW. schwach , ^___.________ wz 7 U.^. 42 5 -5-9 SW. schwach s' » ' ! 0 0 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur betra., -ü'3°. Nonuale -0 9«. Wien, 9, Dezember. Wettervoraussage für den 10. Dezember für Sreiermlllk, Körnten und Nrain: Heiter, stellen-weift Bodennebel, unbestimmt, lalt, südöstliche mäßige Winde. — Für Nngllm: Temperatur am Gefrierpunkt, zumeist nebeliges Wetter erwart^ar. Tagesbericht der Laibacher Erdbebenwarte und Funkenwarte. <»»gr,i!!de! v°>, der Nramüchl» Nparlaj«, >«»?, (Ort: Gebäude der l. l. Staats'Oberrealschule., iiagr: Nüldl. Breite 46» 03'; ifv!, ^, - Vl!lro!ei«mulilafth Nlcmtu,. W «- WicchertPeilbel, 1^ — Üullman»- ** Die Neilangabe» btz,eh<» sich »uf milteleurohHUch« Zelt und weide» "»" Nil,ern»lti! bi« M,tc!! b?» Hlüluüge»! l «>e!,l >elle». ,eoe »üb!« 30, Min«! u'<»»,«. jede 4, bl« «o, Viwuie i lN »häuslg» jede Mlnutf » b<« , Otzrunnenn 'V '!«hl hüuftu» iede b, bi« l«, Ttluode C»t!abu,>ne„i V .,'ortdauflild. fal ^«E,l„„h,. vi .»muiUrrlirochei!» zuwmmoibangende Geräusch« mi! ssuolel' «ldung zwischen «lnienne und Erbe oder sausen im Hörlelephon, . . V>arte der H!öru»ge>,: 1 «lehr schwach», 2 «schwach», g «„»«hi« ft«l>, ' '«ait», b »seh,- s«,l,.. ^ Laulftärle dev Fuilleosprüche ^ » «laum uerliehmbai», b «sehr sllnoack» ^ "chwach., »lrilti«.. l .,'ehr lräfti«. Marktpreise in Laibach dn Monate November 1912. Weizm......y K2^5U Paprika. . . . Ic? X 360 Roggen , , . . » .^0 50 Kümmel . . . » » 140 Gerste...... » 19 50 Wein.....l » —96 Hafer.....» » 23 50 Bier.....' » —48 Mais.....» . 2l — Branntwein. . » » 130 Weizenmehl Nr. 0 » »3640 Rum....., » 280 Roggenmchl . , » »33- Kognak, . . . » » 3 — Weizenmehl Nr. 2 , »35 40 Essig....., » —24 . 3 ' »34 40 Tafelül. . . . » » 144 Maismehl ...» »2550 Schweine. . . ^ »120 — Weizenbrot. . . » » — 44 Kälber ..... » 120 - Roggenbrot. . . » » —-40 Rindfleisch . . » » 190' — Gemischtes Vrot. » »—36 Schaffllisch . . . »120 — Reis.....kx ' —'bN Schweinefleisch. » » 190 - Werfte.....» »"'48 Ziegenfleisch. . , .120- Orieß.....» » - -44 Kalbfleifch ...» 180 - Fisolen.....» .32 Geselchtes Fleisch » »200 — Linsen.....» » — 54 Salami. . . . > > 420 — Erbsen .....»— 32 And trock. Würste » .2^0- Ansgesch. Erbsen. » » — 80 Speck ..... »190 — Hirse.....» » — 30 Schweinefett. . » » 200 — Heiden.....» »—'28 Butter .... kg » 320 Türlcn.Meh! . . . . —' Käse....., . 2 26 Kartoffeln ...» 08 Heu.....y . 7 50 Gemüse (Kraut, Kuturuzgrieß . » » 31 — Riwen usw.) . . » »—06 Klee.....» . 8- Sauerkraut. . . » »— 30 Stroh ....», 550 Sanre Rübeu. . » »—16 hartes Holz . . m' » 12 — Kaffee.....» "» 360 weiches Holz. . » , 9 — Tee......» . 8 — Steinkohle . . y » 3 36 Kakao.....» » 6 - Xtohle ...... 9 — Zucker.....» » — 88 Kots.....» . 4 50 Salz...... , __-84 Petroleum . . bi » 37 — Pfeffer...... » 2 80 Brennöl .... . 76 — Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt ein Prospekt über neue empfehlenswerte Jugenöfchriften «nö Milöerbücher aus Guswv Weises Verlag in Ttuttgart bei; die angezeigten Bücher sind in ^iail,ach iu der Buchhandlung Jg. v. Klein« mayr «t Fed. Vambera vorrätig. ^ Lottoziehungen am 7. Dezember 19 l3. Graz: I 47 41 62 30 Wien: 79 8 34 24 39 Kinematograph „Ideal". Programm für Dienstag, Mittwoch un,d Tunncrswss: Allcrncucsk's lwrn Nallan» sri^^'i Path^Iuurual lNeuchrs, Sport, Mode usw.)' ^lchmamis wissonschaftlichr Expedition ^urkomisch)- Der D^rbysiM'r ssslänzcndcs amerikanisches Sportdrama iu zwei At'^n — bei allen Vorstellungen); Moritz unk das Licbospuluer (schr komisch); Uu, 2 Uhr nachts sSit-tcndrcmia ans dem Pariser Na6)tleln'n, sehr interessant — nur abends); Die Künistin des Nades sglänZendes Schlager»Lnstspiel d.r Nordislfilm (5u. — nur bei den Abendvorstellungen.) — Samslaft! Ein Vlil; aus dunl-ler Nacht l^ur'diskfilm (5o.°Wellssh1a,qer). ' Dienstag: EwM ^eiW'n > P-A .4 «*'7c *r'9G 5 4U°/(,tt.W.Not,F«b.AnK.ii.K.4<2 S6-4C; #Ö€C jc 4»7o >. ., ,, .. p-A.*1« ««-40 se ei 3 4-2"/(p ,, rtllb.Apr.-Oks.;,.K.4-y 86- 8620 WU-8°/o ,, „ „ „p.A.48 86- 8620 Lose v.j.ieeozuöoofl.ö w.* /«/« /»7e Lose V.J.I86OZ.1 lOOfl.Ö.W.* 442 — 464- Loaev.J.1864/.ul00fl.rt.W___ 600-- 612 — Loae».J.18B4zu 60fl.ö.W. .. 300-— 812- 't.-Oomön.-Pf. 120Q.800F.6 —•— — •— üesterr. Mi.atuschuld. Oest.SUattwohat/.ech.atfr 5.4 96-25 96 ** Oest.Goldr.stfr.Gold KabKe .. i 10810 10880 ,, ,„ ,, ,, p.Arrrt. 4 1O8IO 1083t ()B8t.R«ntei.K.-W.Btfr.p.K..4 sz 70 82-90 ,, ...... ,, „U. .4 «2 70 te-ao «Jest. Ren te 1. K.-W. steuerfr. (1»12) p. K............ 82-60 S2J0 üest. Rente i. K.-W. ateuerfr. (1912) p. U............ 82fiO 8210 Oeat.lDTü t.-Rent.8tsr.p.K.3>/, 78-40 786C Franz Josefeb. i. SHb.(rt.S.)r>»/j /0«"*0 i0t>-8(, Galiz KarlLudwigsb.id.St. 4 83- Ü4-- i\urdwb.,ö.u.8üdnd.Vb.(d.S.)J 83-40 84 40 Rudolfsh. i. K.-W. nt.fr.(A.ü.)4 83 60 84 61 Y•¦ Staate E. Z»hlü«i^flbern. Ki8«ati»bn-PrioritktB-Obli^. Wöhm. Nordbahn Era. 1882 4 i08b0 — — Hfihm. Westbahn Km. 18H5.. 86 2t, 872t< Bühm.Wüatb. Eno. 1895i.K. 4 «6 60 8660 >-erd.-Nordb.E.18K6(d.8.)..4 92/0 93-Uj dto. E. l!»0*(d.StjK____4 92 60 93-60 Fram Jü8of8b.E.1884(d.S )S4 86- 87 — Q«]iz.KarlLudwigb.(d.St.)S4 8426 S62t Laib.-St«inLkb.ü00u.l000fl.4 9i7S 9376 Schlnßhnrs Geld | VV ar« Pro». -MJi.-C/.or.-J.E. 18M)d.S.jK4 «4 60 8660 N >r wb., Ooist. MO tl. Silber 6 100 7b 101 7t> >i'o. L.A E.IDOB'H «5 1K3'/, 76 70 77 70 Kfl.S. 4 SfüO 86 90 Rndolfebahn E. t8R4(d.S.)S. * 86-4» 87 4t ^tnatEoi3«rib.-U. 500 K.p.St. 3 «SS-— 869 20 Ito. Kr<'/.-Neti500F.p.St. !j «06- *6*-_. Sri.si.'h.^.K.**,j 0y6(/ 97.70 Lng. Hente in üoid . . . p. R. 4 104-30 i04-60 Ung. Route i.K. stfr.v.,l!lSlfl 4 82-*0 82 60 Un«. Rente i. K stfr. p. K.4 82-70 82-90 : BR. Prüinien-Anleben &100H. 410— 4t2 -U Th«ise-R.u.Szs-p.Prm.-O.4 27b-50 287 60 U.CrutidentlastK.-OblB. ft.W. 4 #6/0 86 06 \nAvre iifffntl. Anlehen. BB.-horz. EiB.-L.-A.K.lüdii 4'/^ 9026 9126 Wr.Verkehrsanl.-A. veil. K. 4 88-40 84-40 dto. Em. 1900 verl. K . . . . 4 «470 8R-7C alizisi'.hes v.J. 18SH vorl. K. i 82-60 83-60 Krain. L.-A.v. J.1888Ö.W. .4 —•_. 94-60 \itthri>chi;Bv.J. 18!<0v.ö.W. i 88-60 89 to A.d.St.Itadap.v J. 1908 v. K. 4 84 26 86-26 Wien (Elck.) ». J. 19«O v. K. 4 88-60 84-60 •A ien(lnvoat.iT. J. 1902 v.K. 4 84-26 86 26 Wien v.J. ltWv. K.......4 82-40 8340 RasB.St. A. 19 - •-- ._•_ dto. inh.ai.J. verl. K. 4«/» 9/"26 92-26 'ialu.LandoBb.5lVaJv.K. 4«/, 92-60 93-1,0 pfit. Hyp.-F.ank i.50.1. verl. 4 *7-«0 sft-60 Onst.-ting.Uank60j.v. ti.W. 4 9^-— <>2._ Oto. 50 J. y. K.........¦ 91-60 9g-BO ('entr. Hyp.-B. ung. Spark. 4'/o 94— .96-_ r.mribk.,Pe8t. Ung.41 J. 41/, <><¦- <>s-_ cito. Com.O. i. J>0'/, J. K 41/, 98-26 94-21 i'enu.B.-K.-A.i.50J.V.K 4'/» 9326 S4-2* S ark lnner«t.Rnd.i 60J.K+1/} M"«0 .94>fio AUi. iufc. :»0J. v. K ....tl', 86-— g6-. -¦•tiork.V. P.Vat.C.O.K . . 4'/» S2-?» fl5 76 Hug. Hyp.-B. *d Post K. .. 4V2 »2/6 sj-?« •)to. Kom.-Sch.i.50j.T.K4«/j 96-26 97-26 hÜKenbahn -Prior.-Oblig. K.aKch.-nderb.E.ttt«9(d.S.)i5.4 83-26 S4-26 dto. Kni. 1908 K (d. S.) ... 4 «-S0 a^flo I..cinb.-Tz«r. J.E.1884S00S..SÖ '?*?0 78-70 (Ho. 80!) S............4 #*'?0 «4-20 StaatJseieenti -Gosell. E. 18P6 d.St.)M. IOO1M........3 ST- 88-- ¦üilh. Jan.-J. 600 F. p. A. ü-(i 2S#-26 239-25 Uiit«rhrstinerK.(d.S.)5.W.. i —•-¦ _.•_ Piversp Lese. lioitonkr.«st.E.l«80a100fl.3X 266-- 278 — dutto E. 1 »8»a 10011. ¦ . -3X S40-— 262-- Hypoth.-Pning. Präm.-Schv. . 100 II...............4 SS4-— 246'- Serb. Pritmioi'-Ar.l. il 100 Fr. 2 10110 llllO {ii:(i..Hasilii:a(Domb.)6ll.o.W. 24— 2S'-~ Schlußkurs Gold | W'B-e Cred.-Anst.f.H.u.G.lOOfl.ö.W. 464-- 466- Laibach.Prftro.-Anl.jJOfl.ö.W 66 ¦ 72 — RotenRrüUi.ÖBt.d.v.iOH.ü W *7- 03'— dotto ung. (J.v. . . öfl.ö.W. 27-~ 33-- TDrk. E.-A.,Pr. O.4O()Fr.p.K. 211- 214-Wiener Kommunal-Lose vorn Jahre 1874.....lüOfl.ö.W. <72~ 484 — i.'winat8ch der 3% Pr.-Sch. djrBod.-Cred.-Ansf.E. 18WJ 41— 47 — luwinstscb. dor 8°/„ Pr.-Sch. der Bod.-Cred.-Anst. E. 188« 6S-— 72-'Jtwinbtsch. der 4°/„ Pr.-Sch. ä*r uug. Hypotheken -Bank S860 34-60 Transport-Aktifi. houau-Danipf-G. siOO fl. C. M. ///«•— //26*- — Foni.-WoKibahn IOOO II. (,'. M. 4680-— 4700-— t.loyd, Oateri-.........400 K 480 26 48076 Staats Eiüb.-G. p. U. aOi) fl. S. 66760 66860 SU(tbahii-(J.p.U. ...BOOFrs 9tf-76 9/76 ßank-Aktien. ftnglo-ö8torr. Bank 120rl. 18K 10860 SC'J 60 Harikver.,Wr.p.U. 200B.30 „ 49160 492-60 liod.-C.-A.allg.ÖBt. 800K64 „ 1142- H48-- Credit-AnHt. p. U, 820K3S,, 69ö'26 69S-26 Credit-B, ung. allg. 200fl. 48 ,, 786— 7HT- Eakompteb. steier. žOOfl.32 „ 669-60 670-60 E8kompte-G.,n.ö. 4O0K88 ,, 713-- 716 — l.änderb.,öst.p.U. 'JOOfl. 28 „ <«9-fiö 470-6* J.aibacher Kreditb. 4OOKH8 ,, 418-- 420-— Oeat.-ungar.B. I400K9080,, 2016-- 2026- Üuiunhunkp. U. .20OH.8S,, 64.9-60 660-60 Verkehrsbank.allg. 1400.20 „ 842- 844- Živno8tenJ>auka lOOfi. 14,, 26/-80 26260 Industrie-Aktien. Herg-o.Ht»ttw.-'7.,^st. 400 K 1112— 1122-Hirtenbcr^P.,Z.u.M.F. 400 K /207— /2/7-Könii;Bh.Zement-Fabrik 4O0K 369-- 37r — (.engout'elder P.-G.A.-G. 260 K /6«-— 160¦•— Schl«flkurs_ ^old_|_War^ Müntang««.,ö8t«ri.alp 100« 94/ßO 94ftO Pcrlmoosrr h. K. ü. H. lOfJf] 429— 482 — Prage.-Eiuenind.-GBBO.il. 500 (-. 318!-- 3202~ Himamur.-SalR^-Tiirj. 100fl 66660 667 60 -algo-Tari.Stk.-B. .. . 10011 680¦- 68V- Skodawerke A.-f«. Pik 200K 6#660 6i6-bO WratfeJi-K.-G.,ü6terr. lOOfl. 798— SOB'— W eiflenf els Stahl w A.-G. 8O0K 770— 7«0-— Weatb. Bergban-A (i lOofl «e.?--— e«7— Devisen. Koren Sifhtnn Hnd Srhfehs. Deutsche Bankplätze....... Ub** ilStvi ltalieniacb»' Bankplätze ... 9« 72* 94-87* I,or..ion ... ....... ... *4>»-'¦ 24* * PariH.......... 95-.90 96-01* Valaten. Mi'.azdukattin.......... ii-4i —'-' JO-J'>aiiCB-SMlcke.......... /."»¦« 19'Tt -'0-Mark-Stücke........... 2168 231* 'futsche Reiühabanknotsu .. //<37» lit*' italiänische Bunknotoo..... 9470 94 St Rubnl-Noten........... 26J-76 »M1?« Lokalpapiere nach Privatnotler. d. Kllialed. K.K. j>riT.0«8t.(;rwlit-An8Ul1. Braaeroi Union Akt. 'iOO K i) «6 - «fl— Hotel Union ,, t'.OO ,, 0 —— —'" Krain. Bange«. „ 200,, 18 K 200 210- .. Indnstrio ,, WO ., 410 4X8— Unterkraio St.-Akt. KWH. 0 70 W- lianhKinsfaB 6% Oia Notierung sämtlicher Aktien and der .Diversen Lobo" verateht rieh ptir Stnck.