Nr. 138. Montag, 1«. I«ni 1»«8. 107. Jahrgang. Oaitmchm Zeitung. «r ^ ! »»«zjähli« llil, halbliihli« ,lk.»o. ssllr die Zustellung ,n« bau« ganzläht'» jl-i. - In,«,ll.»«»lbül: ,f.ll »leine In!«ate bl« ,u feilen 25 li.. große« per.^eil >.!?<-.! b« öfteren Wieberh°lu..gcn pr, .^e.le , t«. Die „vaibacher Zeiwng" erscheint »"l,l!ch m fftiftl»nc T>ie Udmlniftrntio» befindet sich Nahnbofnasse lb, blc Nrdaction Wienerftrahe 15. Sprechstunden der Redaction täglich von 10 bis 12 Uhr vormiltagö.— Unfrant>elle Biles'' werben nicht angenommen uub Vlanuscilple ni»t Mich entdeckt, dass die Tochter und der Sohn "" Hause in «Gretchcn. und «Hans» umgetauft wor- den seien, und dem auf feine Frage die Auskunft zu-theil wird: diese Namen passen besser zu den Möbeln, als die früheren: Eine Familie, die sich respccticrt, muss «alte» Möbel, etliche «alte. Taufuamen und eine Sammlung «alter» Gegenstände haben. Innerhalb des Gebietes der letzteren ist einige Freiheit der Bewegung gestattet: es bleibt einem nämlich anheimgestellt, was man sammeln will: ob Goldschmiede. Arbeiten oder Münzen, ob Schmnck oder Keramik. Es gibt unzählige Dinge, aus denen sich eine Collection bilden lässt — kenne ich doch jemanden, der eine Sammlung von Aroten und Semmeln aus den verschiedensten Zeiten und Läudern mit Angabe von Preis, Gewicht uud sonstigen Daten angelegt hat. Manche Leute sammeln Theaterzettel oder angerauchte Tabakspfeifen; Graf L., gewesener Statthalter von Mähreu, hinterließ bei seinem Ableben Tauseude Hauskäppchen, ein leibhaftiges Kappen-Mnsenm. Mau thäte unrecht, iu der Freude an solcher An-häufnug eiu Zeugnis von geistiger Armut zu erblicken. Balzac, der große französische Romancier, war ein geistiger Krösus und sammelte doch mit Leidenschaft unzählige Spazierstöcke. Er brachte es auf viele Huu-derte. Geht man dem Urquell der Sammel - Neiguug nach, so findet man den uns Menschen angeborenen — meist unbewussten — Drang, uns über das Vergängliche uuseres Daseins hinwegzutäuschen. Wir kuüpfeu, indem wir sammeln, an Verflosselle Tage an und verbinden diese durch die Gegenwart mit kommenden. Wir frenen uns an den Objecten, welche schon vor uns gewesen sind, uud umgeben uns mit ihnen, als könnten wir in ihrer Mitte fortdauern, wie sie selbst. Diesen Werken der Kunst oder des Knnstgewerbcs gegenüber, auf welchen der Schatten von Jahrhunderten liegt. verliert die Stunde den ihr fönst innewohnenden Schrecken der Flüchtigkeit. Der Charakter des Beharrenden, des Bleibenden ist ihnen aufgeprägt. Vielleicht stoßen sie dem Sammler das Gefühl ein, als lönne auch er beharren uud bleiben . .. Ich habe gesagt, dass diese Tendenz uns meistens nicht zum Bewusstsein komme. Der Sammler denkt in der Regel nicht darüber nach, warnm er sammelt. Er muss, ob er will oder uicht — sogar ob er kann oder nicht. Man hat nämlich Unrecht mit der Voraussetzung, dass nnr reiche Leute sich aufs Sammeln weifen. In Wien lebte ein armer Schnllehrer, der sich von Milch und Brot nährte und fein schmales Einkommen darauf verwendete, einige Antiquitäten zu laufen, in deren Besitz er sich der glücklichste aller Menschen wähnte. Das Sammeln ist eine Neigung, welche man von den blinden Schicksalsmächten mit auf den Weg bekommt. Oft artet es in Manie, in Fexenthum aus, ja es gibt eine Geisteskrankheit, welche die von ihr Befallenen veranlasst, ganz curiose. hier nicht näher zu schildernde Sammluugen auzulegeu. Alles, was Leidenschaft ist. schlägt leicht in Ca-ricatur um, und warum solllc gerade die Leidenschaft des Sammelns von diesem Schicksale ausgenommen sein! An Caricature» fehlt es aber wahrlich nicht im Beiciche der Sammler. Einer der berühmtesten, Fürst Demidov. der Gatte der Prinzefsin Malhilde, legte auf seinem Sitze San Donato bei Florenz eine großartige Collection an. Aber er besaß nicht das geringste Verständnis und trachtete auch gar nicht, es zu gc-winncn. Er kaufte principiell nur, was theuer war; vom Werte, von der Echtheit der Objecte hatte er keine Ahnung. Sein immenser Reichthum suchte nach irgend einem Auswege, und so verfiel der Fürst auf das Sammeln. Noch bei seinen Lebzeiten kamen die Schätze Laibnchcr Fcitung Nr. 138. 1182 18. Juni 1888. die ersten Anzeichen einer liberalen Verwaltung das preußische Volk die Doctrinen der demokratischen Theorie acceptieren und die nationalen Parteien ebenso durch die Wahlen verdrängen werde, wie der conservative Minister durch das Machtwort des Monarchen gestürzt wurde. So entstand das Gedränge unter den Parteien, ein Gedränge, das nur deshalb so peinlich wurde, weil eben der Kaiser krank, dem Tode verfallen, in den schwersten, erbarmungswürdigsten Leiden von beiden Seiten in Discussion gezogen wurde, weil hier der Herostratische Ehrgeiz der einen, dort der kaltblütige Egoismus der anderen, vor — Worten und Gesetzen, keiner aber vor den klar erkennbaren Gedanken zurückscheuten. Die einen wollten den unwiederbringlichen Augenblick benutzen, die anderen fanden Trost, dass es nur ein Augenblick sei, der sie bedrohte, und der Genius der Menschheit verhüllte vor diesem Streite beschämt sein Angesicht. Nun ist der gute Kaiser todt. Ein junger, thatkräftiger Prinz besteigt den preußischen Thron und übernimmt das stolze Erbe der deutschen Kaiserwürde. Für ihn waren die kurzen Monde seiner Stellung als Kronprinz reich an ernsten und schmerzlichen Erfahrungen; er hat gesehen, wie ein monarchisches Volt der klaren Entschlossenheit seiner Lenkung bedarf und wie bedenklich auch die unverschuldete Schwäche der Großen auf das öffentliche Leben zurückwirkt. Er wird mit der Erbschaft nach dem betrauerten Vater auch die nach seinem Großvater antreten und die Traditionen, welche seine beiden Ahnen im gleichen Geiste, wenn auch in verschiedenen Formen, ihm hinterliehen, zu vereinen haben: die Festigkeit Kaiser Wilhelms, den wohlwollenden bürgerfreundlichen Sinn Kaiser Friedrichs. Das hochherzige Wollen des Dulders, der nunmehr ausgelitten hat, bleibt seinem Volle unverloren; es ist ein kostbares Vermächtnis in der Hand des Sohnes, der es klaren Sinnes und mit fester Hand verwalten wird zum Rxhme des Thrones, zum Heile für sein Volt. Ein unsagbar schweres Geschick lastet gegenwärtig auf dem machtvollen Herrscherhause der Hohenzollern und hat es von neuem mit einem Schlage heimgesucht, welcher die innigste Theilnahme in der ganzen Welt, besonders aber in Deutschland und der dem Deutschen Reiche verbündeten österreichisch-ungarischen Monarchie und ihrem dem preußischen so enge befreundeten Herrscherhause her» vorrufen wird. Se. Majestät der deutsche Kaiser und König von Preußen, Friedrich III.» der würdige Sohn seines verewigten Vaters, seit Jahren der Stolz und die Freude des deutschen Volles, ist Freitag um 11 Uhr vormittags seinem in hohen Jahren geschiedenen Vorgänger, für den noch zur Stunde die Hoftrauer getragen wird, nach wenig mehr als drei Monaten im Tode nachgefolgt. Die Stufen des Thrones waren ihm nur ein kurzes Stück Weges zur Gruft, und von neuem mit noch ergreifenderen Tönen wird jetzt die noch nicht verllungene Todtenklage um den Herrscher des Deutschen Reiches im ganzen Volke beginnen. Sie ist durch die äußeren Umstände in einer so außerordentlichen Weise begründet, dass ihr kein menschliches Gemüth die innigste Theilnahme versagen kann. Es unterliegen die Mächtigen, die auf den Höhen der Menschheit wandeln, dem allgemeinen Menschenlose, aber dessen Tragik ist kaum je ergreifender hervorgetreten als in diesem Falle. Das Herz wird mir schwer in dcr Fürsten Palästen, Wenn ich herab vom Gipfel des Glücks Stürzen sehe die Höchsten, die Vesten Mit der Schnelle des Augenblicks sagt der Chorführer in der «Braut von Messina». Der seinem Vater so bald im Tode nachgesolgte Kaiser Friedrich war bekanntlich dessen einziger Sohn und am 18. Oktober 1831, dem Siegestage von Leipzig, geboren. Er erhielt durch vorzügliche Lehrer eine tüchtige wissenschaftliche Bildung, besuchte 1850 auch die Universität Bonn und betrieb mit Vorliebe geschichtliche Studien. Seiner hohen Stellung nach war seine spätere Laufbahn vorzugsweise eine militärische, und mit welchem Nuhme er sich in derselben bedeckt hat, ist aller Welt bekannt. Nicht weniger weiß man aber auch, welchen thätigen Nn-theil er stets an den Staatsgeschäften genommen hat und wie er bei verschiedenen Gelegenheiten theils als Begleiter, theils als Vertreter seines kaiserlichen Vaters fungierte und durch seine von Herzen gehende Leutseligkeit sich aller Herzen gewann. Sein Familienleben war, wie ebenso bekannt ist, ein überaus glückliches. Seiner am 25. Jänner 1858 geschlossenen Ehe mit Victoria, Princess Royal von Großbritannien und Irland, entsprossen vier Söhne und vier Töchter. Von jenen sind die zwei jüngeren, Prinz Sigis-mund und Prinz Waldemar, noch im Kindesalter gestorben, die zwei älteren, der nunmehrige Kaiser Wilhelm, geboren am 27. Jänner 185s), vermählt seit dem 27sten Februar 1881 mit der Prinzessin Victoria Augusta von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, und Prinz Heinrich, geboren am 14. August 1862, vermählt am 24. Mai 1888 mit der Prinzessin Irene von Hessen, überleben den Vater, ebenso die vier Töchter: die Erbprinzessin Charlotte von Sachsen-Meiningen und die Prinzessinnen Victoria, Sofie und Margarethe. Auf Kaiser Friedrich lll. den Hoheuzollern würde vollkommen die Inschrift passen, welche das prächtige Grabmal des 1250 verstorbenen Kaisers Friedrich II. des Hohenstaufen zu Palermo ziert und in Räumers >' Parlamente aber hat er nicht zn ändern, er mW sonst seinen Platz einem andern überlassen. Die A^ wort des Ministerpräsidenten wurde mit großer 31^' jorität zur Kenntnis genommen. (Oesterreich und Deutschland.) 3" Wiener diplomatischen Kreisen hat das Hinscheidendes Kaisers Friedlich aufrichtige Theilnahme hervorgernstl > Als Trost für den Verlust wird angesehen, dass ver Kaiser von seinem unheilbaren schrecklichen beiden e löst wurde. Ungünstige oder die Situation ugendw erschwerende Consrquenzen des deutschen Thronlvcch!k werden durchaus nicht besorgt. Dass die Friedensalua"« unverändert fortbestehen wird, bedarf keiner V^'!^.<, rung. Oesterreich-Ungarn hält fest am Bunde und ye^ keinerlei Zweifel, dass in Deutschland dieselbe Inte" tion herrscht. ^^. von San Donato zur Versteigerung. Der Fürst hatte die Lust an ihnen verloren; er gieng so weit, sein eigenes Iugendporträt, gemalt von Greuze, zu verkaufen ... In Paris, neben Russland und Nordamerika, dem Eldorado der Knnstsammler, sowie der Kunsthändler, erregen, in Paranthese sei es gesaqt. die Vmtrs. deren Veranstalter noch nicht mit dem Tode abgegangen sind, weniger Aufsehen, als sonst irgendwo. Das französische Gesetz schreibt eine so hohe Erbschaftssteuer vor. dass sehr oft Besitzer von Sammlungen diese zu Geld machen, um ihren präsumtiven Erben den baren Erlös zu schenken und sie vorsorglich vor allzugroßen Abgaben an den Fiscus zu bewahren ... Fürst Demi-dov, um auf diesen zurückzukommen, erzielte mit seiner Versteigerung siebzehn Millionen Francs; mindestens das Dreifache war in den Gegenständen investiert worden. Wollte man den Fürsten anreizen, etwas um jeden Preis zu kaufeu, so brauchte man ihm nur zn sagen, die Sache sei überhaupt nicht feil. Eines Tages sah er beim Wiener Kunsthändler Egger eine Alt-Wiener Tasse. Kaum hatte er gehört, Egger wolle sie nicht veräußern, sondern für sich behalten, ließ der Fürst nicht mehr los. Das Ende einer langen Unterhandlung war, dass Egger erklärte, er verkaufe das herrliche Stück um keinen Preis, aber schenken wolle er es dem Fürsten. Dieser nahm das Geschenk an. schob die Tasse sofort in feinen Sack und eilte fort, strahlend vor Vergnügen. Was an der Tasse besonders schön war, das wusste er freilich nicht. Bei allen Antiquitätenhändlern, auch wenn sie im Anfange nur auf das Geschäft losgiengen, bildet sich nach und nach eine Liebe für diefe oder jene Gattung ihrer Ware aus, und sie legen sich dann eine mehr oder minder geheime Privatsammlung an, die sie ängstlich behüten — insbesondere vor den gierigen Blicken der Liebhaber, die Versuche machen könnten, sie ihnen abzuschwatzen. Egger hat sich noch heute — trotzdem Jahre hinweggegangen sind — nicht darüber getröstet, dass er dem Fürsten Demidov jene Schale überlassen, er kann sich noch heute diese Barbarei nicht verzeihen, und einigen Ersatz gewährt ihm nur seine köstliche Flacon - Sammlung — Alt-Wien, Chelsea und Vieux-Saxe. (Das reizendste Flacon ist ein altsächsisches Möpslein; ein Hamburger Fabrikant wollte zweihundert Gulden — Leihegebür bezahlen, um besagtes Thierchen nachahmen zu dürfen, aber er kam mit diesem Projecte schlecht an!) Bei der Versteigerung in San Donato wurde ihm besagte Tasse durch exorbitant hohe Anbote vor der Nase weggeschnappt, dagegen kaufte er einen Alt-Wiener Teller mit köstlichen metallischen Reflexen für 1000 Francs zurück, nachdem er ihn seinerzeit für 1500 Francs dem Fürsten überlassen hatte, und nun gibt er den Teller nicht wieder her — er ist sein eigen und soll es bleiben. Zwischen Antiquitätenhändlern und Antiquitätensammlern herrscht ein Verhältnis, wie nnter Liebenden, die viel miteinander zanken: sie können nicht ohne ein» ander leben und stehen doch auf dem Kriegsfuße. Der Händler will Geld verdienen — dazu ist er Kaufmann — will seine Ware anbringen, dabei ärgert er sich aber, dass er die schönen Sachen, die ihm selbst gut gefallen, weggeben soll. Der Sammler dagegen ist überzeugt, der Händler verheimliche ihm die ausgezeichnetsten Stücke, bewahre sie für einen anderen auf, die Eifersucht regt sich in ihm. und er bemüht sich, den Namen des glücklicheren Nebenbuhlers zu erfahren. Sammler sind aufeinander gegenseitig nicht gut zu sprechen; fragt man einen nach den Besitzthümern des anderen, so lautet die Antwort ähnlich, wie wenn man einen Tenoristen veranlasst, sich über einen Collegen auszusprechen. Jeder enragierte Sammler hat einen weiblichen Zug. Den Frauen bereiten Kleider und Juwelen an und für sich Freude, wenn sie sie haben, aber noch mehr Freude, wenn sie wissen, dass andere Fraucu diese Kleider und diese Juwelen nicht haben. Ja, we" sie vor die Wahl gestellt werden, ob sie vorziehen, oa^ sie sich eines Besitzes mit jemandem gemeinsam ruyln oder dass solcher Besitz niemandem zufalle, dann e scheiden sie sich für die letztere Eventualität. EntnM allein oder gar nicht! Aehnlich denken die SaninM' Eine Antiquität hat für sie doppelten Wert, we> nicht nur sie dieselbe besitzen, sondern ein Rivale > nicht besitzen kann. So manches Unicum findet el^ Abnehmer nur deshalb, weil ein Unicum eben I Concurrenz ausschließt. Der Egoismus der Samm grht so weit, dass einzelne einen Gegenstand nnr o . kaufen, wenn vor ihnen niemand ihn bei dem M ! tätenhändler auch nur — gesehen hat. (Sieh dtt dingung vornehmer Damen, dass Toiletten, tne >" ^l «componiert» werden, kein Frauenauge erblicken bevor sie sie getragen.) . «,-dräna/ Oft veräußert eine große, in finanzleller ^"' -nis befindliche Familie ein kostbares Alterthum. . Antiquar wird auf das Stammschloss ger"ieu, .^, schließt man den Handel mit ihm ab. beschwort ^ aber, beim Weiterverkaufe discret zu sem, .""^!>lN Antiquar — ein tüchtiger Geschäftsmann, der '« ^ Schlöffe noch so manches prächtige Stück wltter sich die Verbindung nicht verderben möchte ^.^ einem Liebhaber das Object unter vier Augen, ^.^ wieder ihn um Discretion, der Liebhaber bezay .^li hohen Preis und verbirgt das Kleinod vor ^ ' ^ — kaum gönnt er sich selber in gnten Stnnor ^ Augenweide, sich an dem Augenblicke zu "9^^^ ^ der Antiquitätenhändler den Sammler kokett ", ^ weigert er sich, dieses oder jenes Stück zu """Htigcr dann verwandelt der Sammler (wenn es en <^ch-ist) sich in einen unglücklichen Liebhaber der i^^. tend vor der Thüre der Geliebten M. ^ M Leidenschaft durchbricht alle socialen Schrain ' .^„ einer der ersten Wiener Antiquare von einer , ^„ Neisc mit neuen Erwerbungen zurückkam, I " Luilmchcr Zeitung Nr. 138. 1188 18. Illlli 1888. sNnfsland.) Ueber das Reifeprogramm des ausfischen Kaiferpaares für diesen Sommer wird der 'Pol. Corr.» aus Petersburg berichtet, dass an eiuen Ausflug nach Kopenhagen bisher nicht gedacht wurde. Der Kaiser und die Kaiserin werden bloß eine kleine Seefahrt durch das sinnische Inselmeer unternehmen und sich später zu den großen Manövern in der Nähe von Kremencuk und Odessa und daraufhin nach dem Kaukasus begeben. (Irland.) Wie dem Renter'schen Bureau aus Rom gemeldet wird, hat Cardinal Simeoni im Namen des Papstes ein Schreiben an Monsignore Persico gelichtet, worin er denselben anweist, in Irland zu bleiben und fernerhin Material übel die Verhältnisse in Irland für die Information des päpstlichen Stuhles zu iammeln. (In Frankreich) drängt gegenwärtig die Wahlbewegnng in der Charente aNes andere politische Interesse in den Hintergrund. Man legt der Wahl schon deshalb eiue besondere Bedeutung bei, weil man in bechlben den Prüfstein für die Frage erblickt, ob Bon« angers jüugstes Fiasco in der Kammer ihn in den "»gen der großen Masse geschädigt oder ihm am Ende 9ar noch genützt habe. (Das englische Oberhaus) nahm in erster Lesung die Negi'eruuaMll an, dnrch welche das Gesetz über die Actien-Gesellschaften modificiert wird. Die ^lll bezweckt die Verhütung der Gründung betrügerischer Gesellschaften. TlMsnemgleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das nngarische Amtsblatt meldet, für die römisch-katholischen Gemeinden ^agylehota und Tällya je 100 fl., für die griechisch-katholischen Gemeinden Dnbrava und Iüzsefhäza je 156 fl., für die griechisch-katholischen Gemeinden Pil-^rfteMu und Lnbocz je IM fl., für die reformierte Gemeinde Inota 100 fl. und für die evangelische Gemeinde Körmend 200 fl. zu spenden geruht. -^ (Die Grabstätte des letzten bosni->chen Königs,) Die weiteren Nachgrabungen in «raljevsli Grob bei Iajce, über welche wir vor einigen Tagen berichteten, sind bereits von den, günstigsten Er-vlge begleitet, indem man ein menschliches Skelet auffand, dessen augenscheinlich gewaltsam abgetrennter Kopf auf dem Brustkörbe lag. Es scheint nunmehr vollkommen außer Zweifel zu sein, dass in Kraljcusli Grob wirklich die Grabstätte des letzten bosnischen Wnigs ist und das Ekelet die Ucberrcste des unglücklichen Stefan Toma-öevic sind, der auf dieser Stelle wahrscheinlich sein Leben verlor nnd daher von den Türken anch hier be-Iraben wurde. — (Confiscierte Brautkleider.) In dem ^mischen Grenzortc Böhmisch-Stammer wnrde kürzlich ^ Doppelhochzeit in unliebsamer Weise dadurch gestört, s 's kurz vor der Abfahrt nach der Kirche fünf Zollbeamte erschienen, um sich über die Herkunft der Nraut-?klder Gewissheit zu verschaffen. Es wurde dabei fest- gcstcllt, dass dieselben aus Sachsen eingeschmuggelt waren, trotzdem aber gestaltete man den Brautleuten die Fahrt zur Kirche, bald nach der Rückkehr in das Hochzeitshaus wurden aber die Brautkleider, die Brautschuhe und der ganze Brautschmuck seitens der Finanzbeamten mit Beschlag belegt. — (Selbstmord eines De fr andante n.) Der Honvedmajor Nechnungsrath Martin Tomicic in Budapest, der wegen Defraudation von etwa 50.000 fl. zum Schaden des Aerars in der Honvcdkaserne sich in Haft befand, hat sich Freitag abends erhenkt. Die Verhandlung war fehr nahe und die Verurtheilung unbedingt zu erwarten. — (Zur Hygiene.) Eine gerichtliche Entscheidung, welche jüngst in England stattgefunden, verdient wohl das lebhafteste Interesse. In Glasgow wurde vor kurzem ein Hausbesitzer von einem Mieter, der sein Kind an Diphtherie verloren hatte, vor Gericht gezogen und für den Tod seines Kindes verantwortlich gemacht, da er einige Mängel der Haus-Drainage, in welchen der Mieter die Ursache der Erkrankung des Kindes erblicke, trotz wiederholter Aufforderung nicht hatte beseitigen lassen. Der Richter fchloss sich der Auffassung des Vaters an und verurlheilte den Hausbesitzer zu 1000 sl. Strafe. — (1300 Pilger verunglückt.) Vor einigen Tagen gieng ein furchtbares Ungewitter über Mesopotamien nieder, wie ein solches noch nie vorgekommen sein dürste. Es fielen Hagclschloßcn von der Größe eines Granatapfels. Fünf Uebersuhrschiffe, welche Pilger über den Enphrat nach dem gegenüber gelegenen Wallfahrtsorte Kerbulah bringen wollten, wurden in der Mitte des Stromes vom Ungcwitter ereilt und zertrümmert, worauf sie sanken. Die am Ufer zurückgebliebenen Pilger wurden von den Hagelschlohcn gelödtct. Rettung war unmöglich, da es in der ganzen Umgebung kein Dorf und lein Haus gibt. Der Gouverneur von Bagdad schickte sogleich Filhrcr mit Hunderten von Eseln auf die Unglücksstätte, um dort die Leichen aufzulesen, damit sie nicht die Luft verpesten. Im ganzen haben 1800 Pilger bei diesem Ungewitter ihr Leben eingebüßt. — (Ein Mädchen, das leine Furcht hat.) Eine echte Soldatenlochter ist die 10jährige Elisabeth Natz, welche vor dem Schössengerichte in Erfurt als Zeugin gegen einen Mann auftrat, der ihr ein geladenes Doppcl-Terzerol an die Stirn gehalten und nun wegen Bedrohung mit Begehung eines Verbrechens angeklagt war. «Jawohl, das that er,» sagte laut das Kind, «aber, Herr Richter, erschrocken war ich nicht. Ich kenne leine Furcht!» Dies Zeugnis rettete den Angeklagten vor Strase, Das Gericht erkannte auf Frcisprcchnng. — (Wolkcnbruch.) In der Umgebung von Krizanau m Mähren gieng vorgestern ein Wolkcnbruch meoer, welcher die angrenzenden Gemeinden Obcrbera.. Skleny, Radcnitz und Cyrilshof überschwemmte. Zahl. reiches Nutzvieh crtranl. Der Schaden wird auf 20.000 Gulden geschätzt. — (Deutlich.) Frau: «Hast du schon daran gedacht, lieber Mann, wohin wir reisen wollen? Ich schlage Italien vor. Wie findest du diesen Gedanken?» Mann: «Unbezahlbar!» Der Thronwechsel in Berlin. Die heute aus Bcrliu wie aus allen Theilen des Deutschen Reiches einlaufenden Meldungen geben in ergreifenden Worten dem Schmerze der Bevölkerung über das Hinfcheidcn des Kaisers Ausdruck. Die Trauer um den im kräftigsten Mannesalter vom Tode hingerafften edlen Monarchen ist eine ebenso allgemeine als tiefe. Den einzigen Trost in ihrem schweren Unglücke findet die deutsche Nation in dem würdigen Sohne und Nachfolger des Heimgegangenen Kaisers, dem Erben seiner Tugenden, dem Kaiser Wilhelm ll., welcher im vollen Bewusstsein seiner großen Aufgabe bereits die Zügel der Regierung ergriffen hat. Es sind nachstehende telegraphische Nachrichten eingelaufen: Berlin, ll». Juni. Während der letzten Lebensstunden des Kaisers Friedrich hielt Kaiserin Victoria die rechte Hand des Kaisers umschlossen. Kaiser Wilhelm und dessen Gemahlin standen links am Bette. Der Kaiser liegt auf einem eisernen Bette, mit den Händen einen Eaualleriesäbel umfassend, auf der Brust liegt der Kranz, welchen ihm der verstorbene Kaiser Wilhelm nach der Schlacht bei Wörth geschenkt hatte. Die Gesichtszüge sind jetzt sehr verändert. Die Stunde der Beisetzung der Leiche des Kaisers ist noch nicht festgesetzt. Der englische Botschafter verweilte zwei Stunden in Friedrichslron. Um halb 8 Uhr abends fand iu sämmtlichen Kirchen Potsdams ein Trauergottesdienst und abends um l; Uhr an der Bahre des Kaisers Friedrich im Iaspissaale eine Trauerseier für die königliche Familie statt. Berlin, 111. Juni. Dem Vernehmen nach wird der deutsche Reichstag und der preußische Landtag acht Tage nach der Beisetzung des Kaisers Friedrich zusammen berufen werden. Laut letztwilliger Verfügung des Kaisers Friedrich und auf'Wunsch der Kaiserin-Witwe befahl Kaiser Wilhelm, dass das Begräbnis nur im engsten Familienkreise, vorwiegend mit militärischem Charakter, ohne Gepränge am Montag früh stattfinde. Rncksichtlich der localen Verhältnisse kann die Betheiligung nur eine sehr beschränkte sein. Berlin, 16. Juni. Ein Armeebefehl des Kaisers richtet aus tiesbewegtem Herzen das erste Wort an die Armee. Mit unerschütterlicher Zuversicht tritt der Kaiser an die Spitze der Armee, die sich jederzeit bewährt hat und in welcher feste, unverbrüchliche Zugehörigkeit zum Kriegsherrn ein Erbtheil ist. Der Kaiser verweist auf seinen glorreichen Großvater, aus seinen Vater, der sich eine Ehrenstelle in den Annalen der Armee erwarb, und auf die lauge Reihe ruhmvoller Vorfahren. «Wir wollen unauflöslich fest zusammenhalten, möge nach Gottes Willen Friede oder Sturm sein. Ihr werdet mir den Eid der Treue und des Gehorsams schwören, und ich gelobe, stets eingedenk zu sein, dass ich meinen Vorsahren einst Rechen^ schaft über den Ruhm und die Ehre de» Armee abzulrgen haben werde.» Ein Befehl des Kaisers an die Marine verweist auf die Anerkennung seines Großvaters im Vorjahre in Kiel über die Entwicklung der Marine, auf die große Freude seines Vaters an den Fortschritten der Marine. «Wir wollen, uns das Bild meines Großvaters und meines Vaters vor Augen haltend, getrost in die lnateur ihm entgegen, um noch unterwegs zu erfahren,« "as jener mitgebracht. y., Unter den Sammlern gibt es die verschiedensten ^vaNen. Die einen führen Sachverständigen gern ihre CnN ^ ^ ""o freuen sich unsäglich, wenn man ihre den bewundert. Die anderen verbergen sich mit da?' ^^ ^ gesammelt; sie wollen das Vergnügen n?? ^ s'ch ganz all"" haben. Der vor einiger Zeit Wordene Baron Willy Rothschild in Frankfurt a. M. iein^ ""glücklich, weuu er jemandem gestatten musste, !. ^ "/'schätzbare Sammlung vou Elfenbein-Schnitzereien ^ besichtig». Es war ihm' nicht einmal recht, als eines verl^ ^selm Augusta Einlass zu seiner Schatzkammer langte... Die Sammler haben allerlei Eigenheiten, liin ^" '^" lebt in der Ueberzeugung, er allein ala 5 "'^ getäuscht, nicht betrogen werden. Jeder um c^ ^ ""^ Falsches von Echtem unfehlbar zu H Meiden. Was aber gerade auf diesem Felde an Mhmung geleistet wird, das übersteigt alle Ve-^.'l^.Eine der merkwürdigsten Proben ist echtes h "^lener undecoriertes Porzellan, das man jetzt E^? . lässt — das Fabrikszeichen bestätigt die HM, die Malerei ist nachträgliche Fälschung. Das "«mache,,, vou Metallen wird seit jrher betrie-dam'l '" England beschäftigen sich ganze Fabriken den s?" ^"ge der Sammler perfönlich einen dauern» » Genuss aus dem Aublicke seiuer Objecte zieht, mag N? 'hm manche Schrulle oder Marotte verzeihen, lllli? ^^ ^ll man Sammlern sagen, welche Dinge Ini m ^oß um sie auf Nimmerwiedersehen zu vergraben ! Dr ^p Wstande findet man Vücherfammler, die nach d», Papier und Selteuheitcn fammeln, die Bücher Nu» '" ^k" thun und dirfe — da sie in ihren Woh-h,H" keiueu genügenden Raum haben — sorgsam H Mussel auf den «Boden» stellen! Eine eifrige ten '"Um" """ «Viennensis» lernte erst in vorgerück-"Uhnn Lateinisch, um wenigstens die Titel vieler' ihrer Bücher zu verstehen; bis dahin hatte sie gesammelt, ohne eigentlich zu wissen, was sie sammelte. Im großen nnd ganzen ist das Sammeln viel verbreiteter, als man gewöhnlich glaubt. Ich habe mich darum ge. kümmert und von vielen schönen und systematischen Collections erfahren, so z. ig. von den Cameen und Gemmen des Apothekers Herrn P. nnd von den In-cunabeln des Theehäudlers Herrn T. Auch an Damen fehlt es in dieser Branche nicht. Frl. P.. einer vielgenannten Banquiersfamilie angehörig, sammelt Münzen. Sie kann es mit so manchem numismatischen Cabinet anfuehmen, was allerdings kein Wunder ist, denn für seltcue. gut erhaltene Münzen bezahlt sie ohne Widerrede Tausende. Der hervorragendste Wiener Sammler ist Baron Nathaniel Rothschild. In der Welt gibt es 36 Roth-schilds (die Damen inbegriffeu), die sich mit Sammeln befassen. Baron Nathaniel, der ältere Bruder des Ba-rons Albert, welch letzterer an der Spitze des Wiener Hauses steht, überbietet alle seine Verwandten durch den Glanz seiner Collection. Baron Adolf Ruthschild in Paris besitzt einzelne theuerere Stücke, als sein Wiener Consin — so z. V. einen alten Bucheinband, den er mit 1.800.000 Francs bezahlt hat — aber als Euscmble ist die Sammlung Baron Nathaniels die im« posanteste nnter den Roth'schild'schen Museeu. Baron Nathaniel ist Iuuggeselle, kein Geschäft absorbiert ihn, seiue Freigebigkeit steht auf der Höhe femes Vermögens, und so hat er sein Palais in der Theresianumgasse zu eiuem der großartigsten Museen der Welt gestaltet An Kunst- und Kuustgcwerbe. Producten der Gothik und der Renaissance besitzt er einen Reichthum, der jeder Taxierung spottet. Dabei hat er es verstanden, die meisten Objecte dem praktischen Gebrauche dienstbar zu machen — ganz entgegen der ziemlich verbreiteten Anschauung, ein Sessel sei nur dann unanfechtbar «alt», wenn man sich nicht darauf setzen könne. Baron Nathaniel sammelt alles, was bis zu Ludwig XVl. reicht — was jünger ist, existiert für ihn nicht. Mit Ludwig XVl. hört für ihn die Epoche des Sammelns-werten auf. Der richtige Sammler bildet sich theoretisch und praktisch immer mehr aus. Er sucht täglich zu lernen, durch Schauen und durch Lesen. Zu seinen Lieblings-beschäftigung?!! gehört es, auf die Entdeckung billiger Gegenstände auszugehen, deren Wert der Verkäufer angeblich nicht kennt. Welche Enttäuschungen erlebt er da aber! Die «naiven» Trödler, die ihm für eine Va-gatelle ein Bild überlassen, das nur restauriert zu werden braucht, werden ihren wertlosesten Schund nie so leicht los, als wenn ein Sammler erscheint, der sich einbildet, hier einen «Fang» machen zu können, und an dem sich das Sprichwort nicht bewährt: «Durch Schaden wird man klug.» Der Nichtkenner anderseits wird vor Dingen, die man ihm als unschätzbar preist, mit erstaunt fragenden Augen stehen bleibm und sich nicht darüber klar werden können, warum dieser Gegenstand eigeutlich schön sei. In manchen Fällen — srien wir so ehrlich, das einzugestehen — beruht die Schön« heitbbezeichnuug auf bloßer Convention. Für meinen Theil bin ich Barbar genug, einzugestehen, dass ein Vauernkopf oou Defregger mir lieber ist, als ein hölzerner, lebloser Geselle, den ein altdeutscher Meister hingemalt hat — trotzdem Defregger lebt, letzterer da. gegen durch seinen Tod die Gloriole der «Seltenheit» erworben hat. Bei vielen Leuten hat das Sammeln übrigens gar nichts mit einer aufrichtigen Befriedigung zu thun. Sie sammeln, weil es Mode ist. Andere wieder ge« nügen einem Sammeltriebe, der nicht höher steht als der Sftieltrieb, den wir alle in der Jugend besessen haben — sie würorn ihrer innersten Neigung genügen, wenn sie sich darauf beschränkten, Briefmarken-Sammlungen anzulegen. ___ F. Groß. Laibacher Zeitung Nl. !A'. 1184 18. Juni 1888. Zukunft sehen. Seit meiner frühesten Jugend verbindet mich warmes Interesse mit der Marine, in welcher ein hoher Sinn für die Ehre lebt, so dass ich mit voller Zuversicht aussprechen kann, dass wir fest zusammenstehen werden im Sturm wie im Sonnenschein, immer bereit, unser Herzblut für die Ehre der deutschen Flagge zu geben.» Köln, 17. Juni. Der «Kölnischen Zeitung» zufolge wird in der Proclamation des Kaisers Wilhelm namentlich betont werden, dass die auswärtige Politik Deutschlands in demselben Geiste geführt werden solle, wie unter den früheren Kaisern. Dieselbe werde bemüht sein, jeden Zwist zu vermeiden, und werde die vor« nehmste Sorge auf die Erhaltung der bestehenden Ver^ träge richten. Berlin, 17. Juni. Die Einbalsamierung der Leiche erfolgte gestern mittags. Die Zeichnung Anton Werners soll, weil die Züge des Todten sehr entstellt sind, nicht in Handel kommen. Auf die beabsichtigte photographische Aufnahme wurde verzichtet. Putttamer und Bergmann waren gestern abends in Friedrichskron. Der Obduction der kaiserlichen Leiche wohnte auch Virchow bei; sie ergab Krebs. Potsdam, 17. Juni. Gestern abends erfolgte die Aufbahrung in der Iaspisgallerie. Nachmittags weilte Moltte im Sterbezimmer, der später vom Kaiserpaare empfangen wurde. Abends wurde ein Trauergottesdienst für die kaiserliche Familie abgehalten. Die Neberführung und Beisetzung der Leiche in der Friedenskirche findet wahrscheinlich Montag um halb 9 Uhr früh statt. Die hiesigen Truppen wurden vormittags vereidigt. Der Kaiser nahm vormittags Vorträge entgegen. Potsdam, 17. Juni. Kaiserin Augusta trifft heute hier ein. Der Zutritt zur Besichtigung der Leiche ist vollkommen frei, der Andrang ist ein allgemeiner und die Theilnahme der Bevölkerung eine rührende, selbst die Aermsten legen Kränze an der Bahre des Kaisers nieder. Berlin, 17. Juni. Den Blättern zufolge werden bei der morgen um 10 Uhr stattfindenden Leichenbeisehung wegen beschränkten Raumes nur die Ministerien und die höchsten Berliner Behörden vertreten sein. — Das Kaiser« paar, die Kaiserin Augusta, das Großherzogspaar und die ganze Königsfamilie sind heute in Potsdam eingetroffen, traten an die Bahre und verblieben dort emige Zeit. Heute um 5 Uhr nachmittags fand die Einsargung der Leiche statt. Der Zutritt des Publicums hört nunmehr auf. Budapest, 17. Juni. Montag soll in der österreichischen Delegation eine Trauerkundgebung für Kaiser Friedrich stattfinden. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Der krainische Landtag) wurde mit kaiserlichem Patent vom 16. Juni auf Mittwoch, den 20. d. M., einberufen. — (Offertverhandlung auf die krainische Landesanleihe.) In Laibach fand vorgestern die Offertverhandlung auf die vierprocentige krainische Landesanleihe im Betrage von vier Millionen Gulden statt, welche bestimmt ist, im Wege der Conversion an die Stelle der fünfprocentigen Grundentlastungs - Obligationen dieses Landes zu treten. Als Erstehrin gieng bei derselben die Unionbank, welche durch Herrn Director Minkus vertreten war, hervor, nachdem sie das höchste Coursanbot, 95 - 50, gestellt hatte. Die österreichische Länder-banl hatte 95-47'/« offeriert, die Creditanstalt, Boden-creditanstalt und die niederösterreichische Escompte-Gesell-schast, welche ebenfalls zur Offertverhandlung eingeladen worden waren, enthielten sich der Theilnahme. Der Minimal-cours, welchen der Landesausschuss von Kram fixiert hatte, betrug 94 90. Die Unionbank hat bekanntlich die Reihe der Conversionen von Grundentlastungs-Obligationen durch die im Vorjahre durchgeführte oberösterreichische Conversion inauguriert, bei welcher sie die neuen vierprocentigen Titres zu 98.50 zur Zeichnung auflegte. Was die Conversion der krainifchen Grundentlastungs-Obligationcn anbelangt, so hat sich die Unionbant schon seit längerer Zeit um dieselbe beworben und seinerzeit dem Landesausschusse einen Vorschlag für die Abrechnung zwischen diesem Kronlande und dem Staate überreicht, welcher von demselben acceptiert wurde und als Basis der jetzigen Operation dienen wird. Nichtsdestoweniger wählte der Landesausschuss den Weg einer Offertverhandlung, bei welcher die Unionbank nunmehr die neue Anleihe übernahm. Die fünfprocentigen Grund« entlastungs-Obligationen von Krain werden am 1. Juli sechsmonatlich, d. i. pro Jänner 1889, gekündigt werden, und gleichzeitig wird die Unionbank den Besitzern derselben die vierprocentige neue Anleihe zum Umtausch an« bieten. Die lramischen Grundentlastungs-Obligationen befinden sich zum größten Theile im Besitze des Religions« fands und einer Reihe von Fideicommissen. — (In Tschernembl) wird, wie man uns von dort meldet, heute das 40jährige Regierungs-Iubi-läum Sr. Majestät des Kaisers in festlicher Weise begangen werden. Nach dem um 10 Uhr stattfindenden Festgottesdienste mit Troeum findet die Grundsteinlegung der neuen fünfclassigen Volksschule, hierauf unter Absingung der Volkshymne die Betränzung des Kaiser-bildes statt. — (Ueber die Reise des Kronprinzen-Paares) liegen uns nachstehende telegraphische Meldungen vor: Sarajevo, 17. Juni. Kronprinz R u -dolf ist gestern mittags in dem festlich geschmückten Foca eingetroffen, wurde vom Bezirksvorsteher mit malerisch costümiertem Nanderium schon bei der Bezirksgreuze unter mächtigem Triumphbogen und von den Behörden wie von der Geistlichkeit empfangen, überall von der Bevölkerung, welche besonders hier massenhaft zusammengeströmt war, begeistert begrüßt. Der Bürgermeister und der Pfarrer hielten patriotische Ansprachen, darin die Dankbarkeit des Volkes für die väterliche Fürsorge des Kaisers ausdrückend. Heute nachmittags ist der Kronprinz aus Fom Hieher zurückgekehrt. Auf der ganzen Reise fanden die loyalsten Kundgebungen der Bevölkerung statt. - Sa« rajevo, 17. Juni. Die Frau Kronprinzessin Stefanie verließ gestern morgens Sarajevo, um die Reise nach Tuzla anzutreten. Auf der Fahrt von Sarajevo nach Tuzla wurden der Kronprinzessin enthusiastische Ovationen dargebracht. In Tuzla veranstaltete die Bevölkerung einen prachtvollen Fackelzug und Serenade. Die Kronprinzessin war am Fenster und drückte dem Präsidenten des serbischen Gesangvereines und dem Bürgermeister persönlich ihren Dank aus. Die Stadt war beleuchtet. Höhenfeuer wurden angezündet. Die Kronprinzessin machte eine Rundfahrt durch die Stadt und das Trupftenlager und wurde überall enthusiastisch begrüßt. — (Holzindustrie-Fachschule in Lai-b a ch.) Nachdem sich die Centralcommission für gewerbliches Unterrichtswesen inbetreff Errichtung einer Holzindustrie-Fachschule in Laibach günstig ausgesprochen, beabsichtigt das k. l. Unterrichtsministerium, diese Fachschulen mindestens mit dem ersten Jahrgange schon zu Beginn des Schuljahres 1888/89 zu eröffnen. Die Verhandlung wegen Beistellung der Schullocalitäten soll bis längstens I.August d. I. durchgeführt werden, um die Arbeitseinrichtungen, Werkzeuge, Lehrmittel u. s. w. sofort aufnehmen zu können. Wegen des rechtzeitigen Abschlusses der Vorverhandlungen werden Sectionsrath Dr. Lind und Fachschulinspector Hofrath Exn er in Laibach eintreffen, bei welcher Gelegenheit dieselben auch die Regelung der Localitätenfrage für die in Laibach zu errichtende Kunststickereischule anbahnen werden. — (Aus dem Triglav - Gebiete.) Die «Leipziger Illustrierte Zeitung» bringt ein sehr gelungenes Vollbild des Hochgipfcls des Triglav, aufgenommen vom kleinen Triglav, worin der mannigfache Wechfel der Felsgrate, Schneefelder und Steillehnen in sehr effectvoller Weise dargestellt ist. Auch die im Vorjahre eröffnete Deschmann - Hütte an der Nordseite des Berges wurde vom bekannten Veldeser Photographen Herrn Lergetporer mit allen Details in einem Holzmodell, welches sich im Rudolfinum befindet, sehr hübsch dargestellt. Am heutigen Vereinsabende der Section «Krain» im Garten der Nahnhofrestauration werden mehrere alpine Angelegenheiten zur Besprechung gelangen, und wird hiebei auch dieses Modell zur Ansicht ausgestellt sein. Der Hütteninspector der Section «Krain», Herr Heinrich Galle, hat vorige Woche das besagte Unterkunftshaus von Mojstrana auch besucht, die Stelle, auf der es steht, war etwa im Umkreise von 3 Metern vollkommen schneefrei, während fönst noch riesige Schneemassen an der Nordseite lagern, jedoch haben die stürmischen Winde den im Vorjahre ausgesprengten Pfad auf dem Grat des kleinen Triglav und von da auf den großen vom Schnee reingefegt. — (Sturz vom Bicycle.) Wie wir vernehmen, stürzte Professor Dr. Binder bei einer Fahrt von Laibach nach Lutowitz vom Bicycle und blieb infolge der erlittenen Gehirnerschütterung über eine Viertelstunde besinnungslos liegen. Der Unfall dürfte zum Glück weitere ernstliche Folgen nicht haben. — (Veränderungen im Iustizdienste.) Bezirtsgerichtsadjunct Dr. Ludwig Vipauc wurde vom Bezirtsgerchte in Marburg rechtes Drau-Ufer zum Bezirksgerichte in Marburg linkes Drau«Ufer übersetzt und dem Bezirksgerichte in Schönstein zur Dienstleistung zi^ gewiesen; der Vezirksgerichtsadjunct Alois Rothschedl vom Bezirksgerichte in Marburg r. D.-U. wurde zum Bezirksgerichte in Marburg l. D.-U. verseht. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 17. Juni. Der Kaiser ordnete eine vier-wöchentliche Hoftrauer nach dem deutschen Kaiser an. Trieft, 17. Juni. Der Gemeinderath beschloss, pro 1««9 einen Gemeindeznschlag von 19'/., Procent zur Hauszinssteuer einzuheben. In die in Angelegenheit der obschwebenden Fragen Triests, als Lagerhäuser, Ver» zehrunasstener :c., zn Sr. Majestät dem Kaiser und den maßgebenden Factoren nach Wien zu entsendende Deputation wurden Bürgermeister Aazzoni und die Gemeinderäthe Ventura und Dr. Brunner gewählt. Petersburg 17. Ilmi. Großfürst Michael Nitola-jevic ist nach Warschau abgereist. Cetinje, 16. Juni. Gestern überschritten 150 den Stämmen Hotti nnd Grudi anqehörige Albanesen d«e Grenze des Fürstenthums, überfielen die Hirten nnd versuchten die Herden zu plündern. Den herbeieilenden Montenegrinern gelang es jedoch, die Albanesen über die Grenze zurückzudrängen. Die Albanesen hatten drei Todte und mehrere Verwundete. Madrid, 17. Juni. Die in der Kammer verlesene ministerielle Erklärung besagt, dass das gegenwärtige Cabinet eine Fortsetzung des vorausgegangenen sei. Die eben beendete Krise war keine politische, wohl aber eine ministerielle. Die Regierung werde sich mit finanziellen Reformen befassen. Hierauf begaun die Debatte über die ministerielle Krise. ^ Verstorbene. Den 15, Juni. Maria Cicotti, Postamtsbieners'Tochter, l« Mon., Hcrrcngassc 3, Convulsionen. ^ Den 17. Juni. Simon Primozic, Verzehruna.ssteuer NW. schwach heiter ^^-7U.Mg. 730 9 13 0 NW. schwach hall, heiter 4.4t) 17. 2» N. 730-8 20-2 SW. schwach bewölkt HeaeN 9 » Ab. 730 8 16-ll windstill fast heiter ' Den 10. morgens Nebel, dann herrlicher Tag, klare Lust-Den 17. morgens ziemlich heiter, tagsüber wechselnde Vew" knng, Wetterleuchten in SO. und W., nachts Gewitterregen. /A Tagcsmittel der Wärme an beiden Tagen 13 7" und 16'"» beziehungsweise um 4 7° und 1-8" unter dem Normale. __^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nagliö. ! 5 l W Die Unterzeichneten geben hiemit tiefbctrübt allen M M Verwandten, Freunden und Velannten davon Nach' >> M richt, dass ihre innigstgcliebte Tochter, bezw. Schwester, ^ M das Fräulein W » Ida Ihnlier von Okrog » W heute Sonntag, den l 7. Juni 1888, um 11'/< Uhr > ^ vormittags nach langen und schweren Leiden unv ^ W nach Empfang der heil. Sterbesacramentc im Alter « M von 18 Jahren selig in dem Herrn entschlafen lst. ^ W Die entseelte .hülle der theuren Verblichenen ^ M wird Dienstag, den Nl. Juni 18»8, um 5, Uhr nach- « M mittags im Trauerhause Rümcrstraße Nr. 20 feier- ^ M lich eingesegnet und sodann aus dem Fncdhofe zu ^ M St. Christoph im eigenen Grabe znr ewigen muyc ^ ^ bestattet werden. W M Die heil. Seelenmessen werden in der Kirche zu « ^ Maria Verkündigung gelesen weiden. M W Laib ach. den 17. Juni 1888. W W Marie Zhnber von Dlrüa, geb Evle v. E'«' W W peraer, als Mutter. — Hans, Wilhelm, F"«' W M und Paul, Vrüder. - Dlga, Anna und Vi»z', ^ ^ Schwestern. M » Danksagung. > W Für die innige Theilnahme während der Krank/ « W heit nnsrrer unvcrgesslichcn Mutter, beziehungon" « W Groß- und Urgroßmutter, der wohlgeborncn ,^ « > Marie WterlndMer > > geb. Suplmtschitsch W > sowie fiir die zahlreiche Betheiligung m" «H > W bcgängmsse und für die Mncn '"wnz p"^ p' ^f « W wir anf diesem Wege unseren tiefgefuhltt,"" ^ M Laibach am 18. Juni 1888. W 1185 Course an der Wiener Oörse vom 111. Juni 1888. Nach ^m Dienen CourM°tte Gelb Ware Etaats.Anlehen. Aotenrcnte....... ?»'2U 7«-4o «ilberrünte....... 8«!»v «i,r> >»»<« ^»/,, Staatslose «5« fl, >!<2'4n 132 80 »«»er s>"/„ ssanze s.«u „ 137 20 >37 «0 WOcr 5"/« Filnstel lu» .. »4, - '42 — ««4« Staatslose . 10» „ 1«« — in« 25 "'""l « . , 50 „ i«5 ü« nie — ^ft Golbrente. steuerfrei , ,09 75 W9 9b "«Nen, «olenrente, fteuersrei »4 05 94'2b Nn». <^olb«nle 4"/« . . . . 99 3« 995« " .Ap'ctlcn«: s."/« - - - »a l.5 «7 15 ' ^'l"b^Änl,li!Uf<,ö.W,S, ,5,'»« 1524« » ^ftbahn-Prionlalen . . »f. 5« 9«— « Ctaats-Obl. ttlnaOstb,) ,2«— —— " „, ," „ vom I,I8?N 115— ,16 — ,7 ,vc<»m.'Nnl, z,oa fl,ö,W, 125 l»0 ,2« — ^°e,h-Ncst,«i?ose 4"/„ lou sl, . ,2< l>0 ,24 »0 ^undrntl.-Oliliaationen llitr ion fl, !iM,) ^»böhmische ..... l<>»50 --- l°/° fische ..... 102 7° -— /° Nra,n und Küstenland . I05 — —-— ^° NlHhiischc ..... 107 25 —-- /o "eberöslerreichische . . iu».»5 — — "/» «cirilHc...... ,05.3« —-- /»lroolischc und slavonische 104.- l<1<>— ° Ilevenbiirssischc . . . 104.30 105'— Oclb Ware s.n/u Tcmescr Banal .... 104-75 il,5 5» s>"/<> ungarische...... I2!l — l<,l> 7l» Andere öffcntl. Anlehen. Donau-Mcg.'^ose 5"/« 100 fl. . lü, 25. li9 ?» dto. Anleihe i»7«, stc»erfte> INS — 10« 2ü Nnledcn b. Sladlncmcinbc Wien IU4 ?s, 105'-- Än!(!beu b. Slablsscmcinbe Wien (Silber unb Gold) .... — — — — Plämien Anld.StabtgemWien 1.1? — I»? 50 Pfandbriefe (für im. sl.) Vodencr. allg. öfterr. 4"/» Gold . >«? 40 I?«'— blo, in 5U „ „ 4>/,"/n ,01 - ,s>, «7, dto. in 5U „ „ 4"/« . 9» .10 «8 «n dlo, Pralinen Schulbverschl,!!"/« 102 75 K,« 2s> Ocft,HhP°thelcnbanl ioj, l>'/,"/a 101 — loi-75 Oest, ung, «ant verl, 4>/,°/„. . i«> «0 102 - dto. „ 4"/„ . . INl>'»0 1NU 85 bto. „ <"/» . . I«l>'»0 100-85 Unss, alln. Vobencrebil-Äctirnges. in Pcst im I, '«:»» vcrl. s.'/»"/» —'— -^-^ Prioritiits Obligationen (si!r in« sl,) Elisabeth.Westbahn 1. Emission -'— —'— sserdioande-Nordbahn in Gilb« 9»'80 100 «0 ssranz.Ioscs-Nllhn..... —^- — — Oalizischc Htarli'udwig.Nahn Em. '««! «!'» fl. E, 4>/,"/<> . »»'" »9 «u Ocsterr, Noidwestbahn , . . 10« »0 IU7I0 Slebenbllrger ...... —'— —-^ Gelb Ware Staatsbahn 1, Emission . . zc>3 25 2N<'25 Südbahn 5 3»/°..... , ttng,'gallz. Vahn..... 97 50 »7 «5 Diverle Lofe (per tztllck), Lrebillose inu sl..... 18« 25 I8N 75 «,— li!»- t'aibachcrPrämie»'?lnleh,»Usl, 2<^>0 25 — Osenc» ^ose 4U fl..... 5!»'2s> ««, — Palfs», l'osc 4U fl..... 55— l>e— Nöthen Kreuz, öst, Ges. v, 10 sl, 17'10 1?40 Mudels ^ose 10 sl..... «l — »i'75< Calm i'l'sc sl..... «2— u?'50 Sl, Gcnoil'.i'l'se 4N sl, , «2 4U <>l!— wnldstel» ^i'se 2U fl, , , , z» 50 4«— WInbischarätz-l'osc 20 sl, , , 53'?5 54 50 «anl-Actien (per Stück), Nnalo.Oest,nl. ÄN«, 2uu fl, . 171— 173— Escomple (",, Nicdcröst, 5«osl. 50(< — 502— Hypothelenb,, öft,20U sl,25n/„E, —'^ —— Väüdcrl!., öst,200fl. G,20"/„L, 2I5'«N 2!« — Ocstcll..ung. Vanl .... 85»- 8«2 — Unionbanl 200 fl..... 201— 2<>i'5!i Verleblsbanl. Mg,, 14« sl. 14» 50 150 — Velo Ware Actien von Transport-Untcr,lrl>ml,na.cn. (per Stils). Nlbrechl.Nahn 2nn fl. Silber . —-— 48 - MIö!t"ffium,İhn 200 fl, Silb .-------—— llussia-Tcpl, (iisenb. ^ons». 20U sl. . 2L4-— 2«ll,— Donau Dampsschissahrt« Ges. Oefterr. 500 sl, LM, , , .381 — 382 — Dra»-..^,)l!0«fl,S. 170— >7i- T>»,'»odcnbnchela'V,z!(»0fl,!lM, 202 3« 202.00 Wra,«Kösl»ch«rll,°Ä, 200 fl, ö, W, 2,4-— 214 25 Lloud.öft'UNss..Triefts.lwsl,EM, <:!»-— 441 — Oeftcrr, Norbweftb. 200 sl, Silb. 158 25 ,58-75 dto, (lit, II) 2UU sl, Silber . I«2 75 108-25 Praa-Dufsr Eisenb, 150fl, Vilb. it»'b« »0 — »iubols-Nah,! 20U fl, Silber . 187 — 187.50 Sicbeobüracr Eisenb, 20« sl, . —— —-— S—____ Iransporl-GeseNschaft 10« sl. . —,— —- — Ung.'gali,. Eisenb. 200 fl, Silber 1»! 5» is»,— Ung. »lorboftbahn ziuu fl, Silber 15375 ib4,»5 UnuNestb^lNaab.Vra^LUOflS, 157.00 i5g,— Industric-Actien fpcr Stück), «lghdi und Kindberg, «kisen, und Slahl-Inb, in Wien 100 sl. . —-- —.— Eifcnbahnw «i'eiba, I, h05<» „Elbemilbl", Papiers, u V,»O, s.8-5« 54.— Monlan-Gesclljch,, often,-alpine 2« l5 28 50 Präger (!ifrn»Ind, Ges, 20« fl, 24« 50 247 5,0 Salgo-Tarj. ltiscnraft, 100 s.'. . — — —.- Wllfsenf-G.Oeftinw lovsl. , z»4 — 208-— Devifen. Deutsche Plätze...... «1 »7z «»»5 i!onbon........ 12« 35, 12« 89 Pari««......... l^o — 50 0?,. Valuten. Ducaten........ 5 z»5 l» »7 LO«Franc»»V<ücke..... »o 0«. lo<»4 Silber......... —- - — Deutsche Rcichsbantnoten . , si ^7^, «2 05 Italienische Vanlno