NulmcherSeikma. ^/N KK3. Donnerstass am » Juli »837 Die ^i^chcr Zcitxnc," erscheint mit Ausnahme der S»nn- nno Feiertage, täglich, uno tostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig >t fl.. h a lbjah r l g a st. 30 lr.. „nl "ssreulband im Cmnptmr 'qan,jährig 12 fl., halbjährig « ff. Fiir die Zustellung in's Haus sino halbjä hrig Z0 kr. mehr zu entrichten. Mit der Pott Voriosrel aanliäf, ria unter ssrenll'and »nd gedrückter Adresse l5 ft., halbjährig 7 ft. ZN kr. — Insc r t i o » sg cb i» l>r jür eine Spaltenzeile oder den Raum derselbe«, lft snr einmalige Elnschaltima, ^'fr fiir zweimalige 4 kr., für dreimalige 5 kr. C. Vl. u. s. w. Zil diesen Gebührc» ist noch der Insertionssiamvel pr. lU sr. fiir eine jebesmalige Einschaltung hüi^u zu rechneü Inserate bis <2 Zeilen kolicn 1 ft. 30 lrl für 3 Mal, t ft. ter u. Kindingcr, zlun provisorischen Scktiouschef in diescm Miuistcrium allcrgnädigst zu ernennen und zu gestatten geruht, daß dcr überzählige Ministerial-Ncttl) im Justizministerium, Jakob Edler v. Nein. lein, iil die Zahl der systcmisirten Ministcrialrätlie dieses Ministeriums eingereiht werde. Zugleich dabeu Se. k. k. Apostolische Majestät mit derselben Allerhöchsten Entschließung die erledigte Stelle eines Sck-tionsrathes iu dem JuNizmiuisteriunt dem nieder-östcr-rcichischen Oberlandesgerichtsraldc Ludwig Frcihrrrn v, Ha an allergnädigst zu verleihen geruht. Mit Allerhöchster Genehmigung ist den politischeu Flüchtlingen-. Andreas Pusztory und Daniel v. Tiszay ans Ungarn, Martin P a w c l ki c w i c z, Jakob Skr owa czewski und Johann Suryn aus Galizien. dann Dr. Adolf Ko latschet aus Schlesien, auf ihr Ansuche«, die straffreie Rückkehr in den österreichischen Kaiserstaat gestattet worden. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit dem Iustizmiuistcr die Krcisgerichts > Adjunkten Johann Haözczyc und Emanuc! Loczinski, fer» ner die Bezirksamts'Aktuare Franz Macieskic» wicz, Johann Zborowski, Johann Augustak. Erust Gabcrle, Adolf Kicrnik. Johann D rc-lichowski, Josef Strzclbicki und Konstanlin Czapranski zu Adjunkten bei den gemischten Ve> zirksämtern im Lcmbcrger Verwallungsgebicie ernannt. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit dem Iustizminister den Nadauner Bezirkamts' Aktnar FeliL Krze sni o wski, zum Adjunkten bei einen, gemischten Vezirksamtc in der Bukowina crnannl. Der Instizmmister hat dem Landcsgcrichtsrathe Johann Andreas Mnrani die nachgesuchte Ueber, sctznng von Viccnza zu dcm Laudesgerichtc iu Vcne-dig bclvilligt. Der Iustizminister hat den Adjunkten des Stuhl-richteramtcs zu Vercb^ly, Julius u. Koller, zum Komitatsgcrichtsrathe l'xtrn ,^t«Ium in Tyrnau ernannt. Der Anshilfskassa-Verein. Der Anshi!fskassa>Vereiu iu Laibach nimmt ein höchst erfreuliches Gedeihen und schreitet in seinem segensreichen Wirken kräftig vorwärts. Er ist für den Gewerbsmann das geworden, was kür deu Han« delZstmid die Filial. Eökompte. Pauk. Das Wachsen dcr Zahl der Vercinsmilglieder und sohin der Kräfte des Vereins sell'st. ist der schönste Beleg, daß der tin«, fassende Nuhcn dieses Unternehmens von "em Gcwerb-standc gcl'örig gekannt nnd gewürdigt wird. Diese Zeilen, welche in kurzen Umrisse ein Vild über die Geschäftsgeoannig und den Stand des Pcrciucs im erstcn Halbjahr 4867 gcbcu sollen, mögen zugleich jene Gewerbslcute, die demselben noch nieb/ beigelrelcn sind. hiezu veranlassen. Seit dem Bestände dieses Vereins darf kcin Gcwerbsmann über Geldmangel klagen, da ihm von demselben, wenu er auch keine Hypothek hat, falls er nur Solidität des Charakters mit Fleiß und Eifer verbindet, genügende Aushilfen mit Darlehen gewährt weiden. Um die Fortschritte des hierortigen Aushilsskassa. Vereines ganz würdigen zu können, ist es gut die Resultate desselben mit jenen des Klagcufurtcr zu vergleichen. Während dieser im Jahre der Gründung I8ll1 nur U) Mitglieder mit einer Einlage von 39 ft. zahlte, hat unser Verein bereits 161 Mitglieder mit einer Einlage von 3710 ss.. während dcr Abschluß des fünften Rechnungsjahres prc» 185''! in Klagcnfurt an Einlagen nur 1391 ft 44 kr. nach. weiset. Wir haben somit sicherlich allen Grund, uns über diese Rcsultalc zu freuen. Auf 99 Darlehen wurde die große Summe von 6308 ft. 23 kr. verkehrt; von diesen 99 Wechseln wurden 2t prolon-girt, alle aber rechtzeitig bezahlt, so daß vcr Verein auch noch nicht den geringsten Verlust erlitt, was zugleich ein höchst ehrenvolles Zeugniß für die Solidität unsers Gewerbestaudes gibt. Die Summe der am 30. Juni I. I. aushaftcuden Darlehen betrug 4900 ft., während die Kassa einen Rest von 249 fi. 27 kr. auswies. Dcr Vcrwaltungsratb hält monatlich eine Sitzung, worin durch den Vercins'Sekrclär Herrn Vogel die Geschäftsgebarung des abgelaufenen Monates kund' gegeben, und Anträge dcr einzelnen Herren Vcrwal. tungsräthe zur Berathung lmo Veschlußfassung gebracht wcrdeu. Diesen Sihungcu wohnt als magi« stratlichcr Kommissär regelmäßig der erste Herr Ma-gistratsrach Guttma n n bei. Ein schöner Beweis des Vertrauens. dessen sich unser Verein nuch in ven übrigen Kronlandern erfreut, sind die zahlreichen Ansuchen um Mittheilung unserer Statuten und des Geschäftsorganismus, wie solche im Hinblick auf zu gründende ähnliche Vereine, vom Statthaltercigcbict Lcmbcrg. Fiume, der kön. Stadt Troppau, dcr Handelskammer in Wien. Linz, Waid' Höfen. Kroatien eingelaufen sint». Qesterrei ch. Wien, 4. Juli. Ihre Majestäten dcr Kaiser Ferdinand nnd die Kaiserin Maria Anna haben zur innern Ausstattung der neu erbauten Kirche in Ogrod' zou einen Bclrag von 200 ft. zu ''p^^^n geruht. — Die „Wiener Ztl.i.« meldet: Wir haben be. reits einen Artikel des «Dresdner Journals" vom 16, Juni rcproduzirt. iu welchem dieses den' über den Zweck dcr Neise dcS löuiglich sächsischen Slaatsmini-sters Freihenn v. Veust, umlaufenren Gerüchten entgegentritt. Da Otsterreich das Bedürfniß cincr Ver-mntlnng zur Ausgleichung seiner Differenzen mit der königlich sardinischcu Negiernng nicht hegt, so mußten die Zeituugsgerüchte über diesen angeblichen Zweck der Reise rcs k. sächsischen Staatsi'unistcrs Frciyerru v. Brust das Zartgefühl lcs bewährten deutschen Staatsmannes unangenehm berühren. Da nun diese Gerüchte seither wicdnholt in Blättern Eingang gefunden haben, so schen wir uns veranlaßt, auf die eben erwähnte einfache Darlegung des wahren Sach-vcrhaltcs im „Dresdner Journal" neuerdings hinzuweisen. Müssige journalistische Kombinationen wer. den damit auf ihr richtiges Maß zurückgeführt. — FM. Nadehky schlief dic Nacht gut. sonsti-stigcs Befinden deu Umständen gemäß befriedigend. Verona, am 5. Juli 1887. — Ueber den gegenwärtigen Stand der Frage in Vetrcss des Eisenbahn«Projektes zur kroatischen Sccküste machte in der Sitzung der Agramer Hau. dels- uud Gewerbekammcr am 2. v. M. der Kam« mcrsekrotär die Mittheilung, „daß die k. k. Statlh^ terei die möglichste Förderung der Znstandebringnng derselben anempfohlen uud dnß das l. k. Lanres-Generalkommando die von der Handelskammer ge< machlcu Anlrägc mit Anerkennung aufgenommen habe. ^lilllcrwcile sei die FiuMiNicr Handelskammer neuerdings mit dem Projekte einer dircl'lcu Karlstadt-Fiu-mancr Bahn aufgetreten, welches sie durch die über» wiegende Masse und den Gcldwcrth des Verkehres "on Fiume im Gegensatze zu jenem von Zengg. durch ble industrielle Thätigkeit, die in Finme herrsche und durch die hiedurch bedingten volkswirthschaftlichen Interessen Fiume's motiuirte. Zwischen dem Projekte des k. k. Armee. Oberkommando und dem Fiumaner Projekte, welches in> dessen im Petitionswcge dem k. k. Handelsministerium vorgelegt worden sei, walte eine prinzipielle Differenz ob, deren Lösung bedeutende Schwierigkeiten habe; denn dem Armee «Oberkommando sei es zunächst um Hilfe für die in ihren Verkeblsinteressen schwer bc< drohte Karlstädter Militärgrenze und in zweiter Ncihe nm die Eröffnung dcr kürzesten Bahnlinie zum adria» tischen Meere zu thun. Der Standpunkt dcr Handelskammer rücksichtlich des Münrungvpunl'tcs dcr Balm sei jener dcr vollkommensten Parteilosigkeit. weil sie nur die Kürze dcr Bahnlinie, die leichtere technische Ausführbarkeit derselben uud endlich die bequemere Zugätlglichkcit des Mündungspunkles von der See aus im Auge zu behalten habe. Ob in einer oder mehreren dieser Beziehungen Fiume oder Zengg den Vorrang habe, müsst eine genane Erforschung des Terrains erst darlegt»; dcr Fiumaner Hafen und die Zengger Nhebc werden an nautischem Werth leine große Verschiedenheit zeigen. — Dlc erste Nummer des neuen in italienischer Sprache in Fiume am 2. Juli erschienenen Iour> mils „l^c'0 lii k'l'uili,'« bringt au dcr Spiße cmcu Artikel, welcher die Zukunft von Fiume und'die seit 14 Jahren daselbst entstandenen verschiedenen Insli> tnlc bespricht, Scit 4 Jahren, sagt düs Blatt, entstand das „(^'Ill^io nnulioo ('mn^cinl!-" und nun wird bereits das Gebäude zur Aufnahme der k. k. Marine. Ufademie errichtet; las Projekt einer Spar> kasse ist noch „icht ins Leben getreten und schon be-stebt ein ncucr Plan einer Gesellschaft zum wecksei, seitigen Beistand der Werkmeister; auch beabsichtigt der Neffe des Erbauers des städtischen Theaters cin Tagestheatcr zu errichten. Was endlich vor Allem nothwendig ist, sei die Frequenz und die Leichtigkeit der Kommunikation. — Ein Land ohne Eisenbahn ist isolirt, und man kann sagen — eine tol'te Erde! Demnächst werde die Strecke von s'aibach nach Tricst cröffl.ct — wir freuen uns darüber sowohl der Schweslcrstadt wcgcn als auch wegen uns selbst. — Wir sino i"il,erzeugt, r-aß man nun auch an uns den. kcn werc>c; mm braucht mau zehn Stunden von Fiume nach Trieft und nnmzflin nach Karlsiadl — und im Winter, wo die Straßen verschneit sind unv dir Bora tobt. kann man gar nicht fortkommen, uno wir sind durch Tage vou Allem abgeschnitten, ohne Waren empfangen oder absenden zu können. Dieser Znstand kann nicht lange dauern — gewiß nicht — denn es wird bald die Trazirung dcr Linic von Fiume nach St. Pcter vollendet werden. — Diese wird uns in direkte Verbindung mit Triest und Wien setzen. Man spricht auch von einer Eisenbabn durch Kroatien; die Einen bezeichnen als den Endpunkt Karlstavt, die Andern Zcngg. Wir wollen für jetzt nur kuiz davon Erwähnung macheu — uud es wird sich bald Gele» gcnhcit ergeben, die verschicdcncn Projekte zu erwägen, die Wahrscheinlichkeit des Erfolges, die Vortheile und die Folgen dcr Projekte zu prüfen. Mailand, 5. Juli. ÄX0. Der Zeitpunkt dcr Ein. zichung der noch in Zirkulation befindlichen lombar» disch'vcnctianischen Trcsorschcine ist aus wichtigen ad> ministrativcn Gründen, und mnthmaßlich aus Billig« lcit. um gewisse, Parthcicn nicht zu beeinträchtigen, welche sciurr Zeit thcilmch'e in Tresorfcheinell ami-liche Deposition machten, auf unbestimmte Zcit vcr^ schoben worden. Dic dießfälliae Maßnahme, welche vou den Statthaltern zur öffentlichen Kenntniß gc-bracht wurbcu, konnte nicht umhin beim Publikum, namentlich aber bci dcn Besitzern von Trcsorschcincu peucn diese Erleichterung von entschiedenem Vortheile ist, eine beifällige Aufnahme zu fiudcn. — Signora Carlotta Ferrari, welche im k. k. hics. Musik-Kouser« vatorium ihre Bildung genoß. schrieb eine Oper, und zwar sowohl den TM als bic Musik; dieselbe kommt im Theater S. Radcgonda unter den, Titel „Ugo" zur Aufführung. Deutschland. Die „Kölu. Ztg." sagt unterm 23. v. M.: Dem neuesten Berichte übcr die Wirksamkeit des hier be« stchcudcu „Vereins dcr Handlungsgehilfen in^Köln" entnehmen wir, daß sich derselbe im Laufe des Jahres 1sK6' einer immer regeren Theilnahme zu erfreuen «V«b hatte. Wenn dcr Plan, ein eigenes Hans als Ver> ciuslokal zu lehrreichen mid geselligen Zusammenkünf-ten zu erwerben, auch vorläufig noch nicht in Ans-fübrung gelangen konnte, so hat doch die Anmiethung und Benutzung von bierzn geeigneten Räumen'der fortscbrcitcndcn Entwicklung des Vereinslebcns sichtbar die besten Diensle geleistet. Die Mittel sind hierzu, das bis jetzt angesammelte Vcreinsvcrmögeu statnl-gemäß nicht dafür in Anspruch genommen werden durfte, hauptsächlich aus Beiträgen hiesiger Handelshäuser aufgekommen. I" der That auch ucrdiencn dic durchaus löblichen Zwecke des Vereins, daß die gesammtr Kölner Kaufmannschaft sich dafür lebhaft und wcrkthälig iuteressirt. Im lehtucrfiosscneu Winter ist im Verein mit einigen Vorlesungen begonnen worden, die erweitert werden sollen, sobald erst größere Räumlichkeiten zu Gebote stehen. Eine Vere'ins-Bibliotbek. die ans wissenschaftlichen Vüchcru und Kartenwerken bestehen soll, ist im Entstehen begriffen, und Sprachstunden, zur praktischen Uebung in fremden Sprachen, sind projektirt. Gin Iolirna! Lesezirkel, für welchen eine Auswahl dcr namhaftesten Blätter gehalten wird, ist eingerichtet. So wird also den Anfordcvungcn des geistigen Bebens nach besten Kräften Rechnung getragen. Nicht minder werden aber auch, wie ans dcr Bilanz vom Iabre 18-'i6 ersichtlich ist, die ursprünglichen Vcrcinszwccke. Untcrstütznng erkranklcr oder ohne Verschulden stellenlos gewordener Vcrcinsgcnoffen, im Angc gehalten. Das hiezn be» stimmte Vcreinsvermögen betrng am 31. Dezember vorigen Jahres 12.308 Thlr. Das separat geführte Konto des Vcrcinslokalcs hatte einen Bestand von 3637 Thlrn.. so daß Ende vorigen Jahres ein Ge-sammwermö'gen von mehr als 16.000 Thlrn. vorbanden war. Italienische Staaten. Gen na. ". Inli. 5I.-X.-X. Die Einzelheiten des revolutionären Attentates in Genua biclcn der Ionrnalisn' reichlichen Stoff zu Mittheilungen. Wir beschränken -.'.ns. unr einige Nestmonen zu berichten, zu welchen das in seinen Folgen unberechenbare Er-eigniß hier Anlaß gibt. Vor Allem ist es auLcr Zweifel, daß die cbeu so kühne als energische Nüh> rigkeit der Mazzinisten nie von ihrem Bestreben nach» läßt, llnd stets bereit ist, jeden günstig scheinenden Moment in ihrem Interesse zu benutzen, wenn auch voraussichtlich damit nichls mehr erlangt wird. als dcr Welt i,i Erinnerung zu bringen, daß die Revo» lution noch nicht überall ganz besiegt ist. Daß sich aber die Revolution cben jetzt selbst dcn Todesstoß versetzt hat, dürfte eben so viel einleuchtend aus !!ii> sercn nachfolgenden Betrachtungen hervorgehen. Vis nun dnrftc sich aNcn^awcu dk Revolution WM ruh' men, in Piemoitt cineu sichern Hort, eine legale Stütze, den mächtigsten Impuls zil yak'm. — Ca« vom prahlte mN der Ordnung. Sicherheit. Zu fricdenheit des von ihm regierten Mustcrftaaics. Selbst im englischen Parlament pries man Piemont als das brstvcrwaltclc Land der italienischen Halbin« sei. — Noch gab es auch in unseren Nachbarstaaten mehrere ebrenwcr^c italienische Patrioten, die sich nicht enthalten konnten, mit den sardinischen Institutionen zu liebäugeln, u»d nuö Turiu das Heil von Italien zu erwarten. Wem jetzt müsseu auch diesen Männern enclich die Schuppen von dcn Augen fallen. — Wie wird das jetzige Turiuer Kabinet noch be« liaupm, können, daß Picmout eine Oase der Glückseligkeit inmitten einer Barbarcnwüste sei!? — Trc-tcn nnn nicht dic ücfen klaffenden Wunden sei» ncv Regierung offen gcuug ans Lichts? — Wer kann noch länger über die allgemeine Uuznfric» denhcit des Landcs im Unklaren sein?? — Der Handstreich war so külm. daß demselben kaum dir bcrüdmtc Konspiration des Malet an die Seite ge-stallt werden könnte. — Die Wuth des Volkes hat schnell so sebr übcrhand genommen, daß dasselbe dic Waffen, mit denen es in großer Zahl hätte betheilt werden sollen, gewiß gegen die legitime Negierung gebraucht haben würoc. Nur durch die von Alessan« dria herbeigceiltc Trnppenvcrstärkung war es mög. lich, das weilcre Umsichgreifen des AufNandcs zu ver« bindern. Wäbrcnd GrafCavonr in einer an ven Grafen Vonl gerichteten Note erklärte, daß das einzige Maz-zinische Organ «L'Italia r Popolo" wcgcn Mangel an Lesern eingehen muß. erschien dasselbe Vlm: bald darauf untcr dcm noch weit mehr bezeichnete» Titel: «ItaUa del Popolo". und duscs Platt arbeitet mit teuflischer List unanssäglich, um das Volk gc> geu die bestehende Autorität zu erbittern, und znr offenen Empörung zu treiben, Leider hat es seinen Zweck nur zu balo erreicht; — Das immerwährende Schwanken nnscrer Regierung zwischen ecn Prinzi. vicu der Autorität und Revolution beweist neuerdings, wie verderblich jede Halbheit und Uueutschiedenheit sei! — Cauours Fall wird hier allgemein als unuer» mciolich betrachtet. Auch hofft man, der König werde tnrlich die Augen off,'en und — so lange nicht das fürchterliche li-oz'^c» tgl'sli! ertönt — selbst dic Zügel dcr Regierung crgrciscn und mit kräftiger Hau? dic wahre Wohlfahrt seiner Ibm von der Vorsehung an> vertrauten Volker fördern. — Die Revolution aber verliert jetzt ihren letzten Schimmer von Nymbus. ihren ganzen Kredit, nnd hier, wo sie so ungestört ihr gefäbrliches Handwerk trieb, muß sic zuerst ihren Abgrund finden ! — Dcr Eindruck der schreckliche»! Meutnci ist bei Alleu ein unbeschreiblicher und läßt noch nicht znr Besinnunglommen. Ueber die Audieuz. zu welcher der sardinische Gesandte am Florentiner Hofe Cauallieri Voncompagni zu Sr. Heiligkeit, dem Papste, vorgelassen wurde,^ erfahreu wir uachträglich folgende bcmerkcnswerthc Details. Bei dcr Audienz waren zugegen ein Kar-oinal-Erzbischof und zwei andere hochgestellte Prälaten . welchen der Heilige Vater cineu Wink gab zu bleibcu, als dieselben sich zurückziehen wollten. Von^ compagni begann nuu seine Rede, worin er ankün-dele, von seinem Könige und von seiner Regierung ^ abgesendet worden zu sein, um dem Pontifer deren Hnloignng und Ehrerbietung darzubringen. z Der Papst leihlc ihm Gehör mit jener würde-vollen Sanfmuth nnd herzgewinnender Herablassung, welche A. H. Dieselben in so hohem Grade anszcich-ncn, uud sogar von Akatolikcn einstimmig gepriesen werden. Als aber Boncompagni im Verfolge seiner Anrede die Worte anssprach: ,>Encr Heiligkeit! meinc Regierung macht es sich zum Ruhme nnd zur Pflicht die Religion und die Kirche ?c. ic. und in diesem Sinne fortfnhr, unterbrach ihn Pins IX. nnd sagte mit friedlichen aber strengen, der päpstlichen Autorität angemessenen Tone: „Haben Sie die Güte abzubrechen u»d diesen Gegenstand nicht zu berühren, denn Sie würde» Mich in die Unannehmlichkeit uer» seyen. Ihnen widersprechen zu müssen." — Der Nit> ter Boncompagni dnrch diese vielsagenden Worte außer Fassung gebracht, erblaßte und war verwirrt. Sc. Heiligkeit richtete nun Seine Rede an dcn Kardinal und gab hiedurch dem Herrn V. Zeit sich ein wenig zn sammeln; wornach der Papst sich wieder mit begü-tem-cm Blicke zu ihm wandte und ihm die gewöhnliche Vcrncigung zum Zeichen der Entlassung zu machen geruhte. Wahrscheinlich wird dcr dicßfällige Bericht des Hrn. Vonkompagni nicht zur vollkommensten Zufriedenheit des Herrn v. Eovour ausgefallen sein. Turiu. 3. Juli. Die hier in schlechter frauzö« sischcr Sprache herausgegebene „Correspondanze Ita> üennc" hat aufgehört zu erscheine»!. — Der Kriegs-, minister Lamarmara uud der Minister des Innern ! Natazzi haben sich uach Genua begeben. — Aus Livoruo, 3. Juli. meldet man: Das Volk sollte für den Aufstaud durch Geld mittelst Emissäre gewonnen werden, die ohne Zweifel auch an au-oereu Punlieu Italiens iyr Wesen treibe!!. Dank ocr Wachsamkeit dcr Behörden ist jeooch jeder Versuch vcveitclt worden; inocß blieben dic Vorfälle nicht ohne s?ückwll'klliig culf dcli Verkehr, ili5em vlele Fionnti. »er und fremde Familien, welche hier die Badesaison zu verbringen pftegcu, sich vom Vesuchl unserer Swdt abhalten ließen. Es ist jedoch keinem Zweifel unter worsen, daß sic nun, vertrauend auf die Thatkraft dcr Vehördcu wieder hichcr zurückkehren werden. Das Wetter ist andauernd veränderlich; der Regen war jedoch dtu Maisfclocrn nn? den Olivenbäumcn gün> Nig. Die Wcizcnernte hat begonnen und dürfte trotz oem häufigen Regen ergiebig sein. In den Ebenen hat sich oas Kryptogam gezeigt; allei» der Weinstock ist so reich mit Frucht gesegnet, daß man sich dessen» ungeachtet zur Hoffnung auf ciue ergiebige Weinlese berechtigt glaubt. — Der Admiral Lord Lyons nnd dic Offiziere des vor Liuorno ankernden britischen Geschwaders wur-dcn am 3. d. in einer Audienz von Sr. k. Hoheit dcm Großhcrzog von Tookana in Florenz empfangen und dann zur großherzoglichen Tafel gezogen. — Die „GazMa dl Genooa" meldet bezüglich der Anfstandsvcrsnche in Gcnua -. «Die Regierung war schon seit einiger Zeit da» von unterrichtet, daß cs binnen Kurzem in Genua zu einem Aufslandsuersuch kommen sollte. Die Vc> Horden waren auf ihrer Hut und trafen die zur Auf-rechthaltuug dcr öffentlichen Ordnung nnd Unterdrückung jcder Vewcgun.z nöthigen Vortchrnngcu. Die Vcwl'gllng solNe am 30. Juni Morgens zum Auö» bruch komincn. Dic Verschworcncu begannen mit dem Abreißen oer mit Turin konununizircnden Telcgraphendräyte. Etwa 40 Inoioioueu überrumpelten das Fort Dia' mante. in welchem ein ^0 Alaun starker, von einem ^ Sergeanten befehligter Posten lag. Dcr Sergeant wuroc Opfer eines Hinterhalts ,mc> mit einem Pislo» leuschuß getödtet. Man scheint oie Absicht gchadt zu haben, sich der anderen Forts bemächtigen zu wollen, wcßwegeu Scharfschützen, Karbinicre uno SichcU)citö-wachen von den Behörden an die bedrohten Orte cmseuoct wurden. Valo hatte man sich vieler mit Pistolen, Dolchen iluo Slockocgcn bewaffnetet! Indioi' ducn bemächtigt; viele warfen, als sie sich nudeckt sahen, theilweisc ihre Waffen weg uud suchten ihr Heil in dcr Flucht. Auf anoeru Punkten, in Valle-chicra und Santa Vrigida wurden Stich, und Hieb« waffcn aller Art. so wie Schießgewehre und Muni» ^ tionsvorrälhc lnil Beschlag belegt. ^ Die Nachsuchungcu uno Verhaftungen, von denen bis jetzt ungefähr 40 Individuen betroffen wor« j den sind. werocn fortgesetzt. Die Verhafteten sind ^ tbcils unbekannte, theils übel berüchtigte, theils vcr-fübrte Individuen; cs befinocn sich 1'ljährigc Knaben darlinter. die mit Thränen in ?en Augen betheuern, sie seien verlockt worden, ohne zn wissen, um was es , sich eigentlich handle. I Obwohl nichts Mlhr zu befürchten ist, so unter« 1 lassen die Behörden doch nicht, fortwährend über Auf« ,! rechihaltuug der Ruhe nnd Ordnung zu wachen, tie ^ iu den Wüuschcn der Bevölkerung liegt, welche dcn > ausständigen Vorgängen nicht nur fremd geblieben, sondern über dieselben höchlich entrüstet ist. ! Die Untcrsuchungsprozcsse sind eingeleitet. ^ Die enorme Menge und die Art der Waffe» und Munitionen, unter denen sich anch Granaten uno andere Zerstörnngswcrkzcuge befanden, beweisen deut« lich, wclch furchtbare Absichten die Verschwornen hatten und rechtfertigen hinlänglich die eifrigen und nm> ! sichtigen, uo» deu Behörden zur Anwendung gebrachten "Maßregeln. Ueber die Ueberrnmpelung des Forts »Diamante" in Genua gibt noch der „Catolico" folgende Einzelnhüiten: ^ „Das Fort wnrde von ^0 Vcwaff,icten übernommen, welche sich nuf cie Schildwachc warfen und si? gefangen nahmeu, dcu sich ihnen tutgegcnstelleudeu Postcukommandanteu aber, einen Sergeanten, tödtcten. Diese Vorgänge fanoen um 8 Uhr Abos., also noch vor dcr Sperrstunde des Forts Statt. Der ganze Posten wnrde uon dcn Bewaffneten sodann übcrwälligt und gc> fangen genommen, worauf sie das ganze Fort. namcnt» lich die Munilionsmagaziue durchstöberten, bis «' Uhr Morgens daselbst verweilten, alsdann jedoch, da sie Wind bekamen, daß man von dcm Putsch in der Stadt unterrichtet sci, sich mit Zurücklassung ihrer Waffen nach verschiedenen Richtungen zerstreuten." Das „Mooimento" berichtet, daß in Vallechiara in der Nacht vom 29. nuf dcn 30. gegen 3000 Flinten und andere Waffen secinesttirt worden sind. Dic „Gnzzetta Piemontesc" vom 2. meldet, daß einige Passagiere sich des Kommando's über deu Dampfer „Eagliari" bemächtigt und ihn an die Küste des Königreiches Neapel geleitet haben, wo sie am 27. die Insel Ponza (Ponzo. zn der Gruppe dcr Eon;a>Inseln ober pontnmchcn Inseln grhöria.. Pro« vinz Terra di Lavoro, am Meerbusen von Ga«'ta, — Vcrbannungsort für Galeerensklaven, deren Woh» »ungen Felscngrotten find; lausend Einwotmer). an> qriffsli, dort 300 politische Sträflinge cmschiffmi und sich bicrauf gegen die Küst>' der Provinz Salerno wendeten, wo sie bei Sapri eine Landung versuch» ten. Auf dem Schiffe webte ciue roihc Flagge, während mißbräuchlich auch die sardiuischc aufgehißt blieb. Zwci neapolitanische Kriegsschiffe, welche, Trup» pen nach Salrrmo führten, haben dcu „Cagliari" aufgebracht. Dic bei Sapri (liegt bei Vonati am Golf von Polieastro) ausgeschifften Aufwiegler wurden von der neapolitanischen Genvarmenc auss Haupt geschlagen. — Genueser Blätter erzählen, daß Mazziui in Genua versteckt war, um bcim Gelingen dcö Aufstau« des öffentlich aufzutreten, )ann feinen Sitz im Dogen» palaste zu nehmeu uud cine provisorische Regierung zu crncuuen. Als er aber seine Hoffnung, wenig« stcus einige tausend Mcnschcu am Ausstände tl)e>'/ncl> meu zn sehen. vereitelt sah. so verließ er Gcnua. um nicht selbst in dic Hände der Gerechtigkeit zu fallen. Mittlerweile sind wieder mehrere Familien durch ihn unglücklich geworden. — Der «Corriere mercantile" meldet aus Genua vom 4.: „Man hat abermals zwci Waffenlagcr. das eine in dcr Nähe des Irrenhauses, das andere in deu Gärten von St. Andrea entdeckt. — Der «Cag. liari" ist nicht in Neapel, sondern dürfte zufolge dcr gestern eingelaufenen Depeschen in Gacla sein. Die Verwaltung der Gesellschaft Nnbattino hat ihre Schritte gethan, um ihn zurückzubekommen, und dcm Vcr. nehmen nach einen ihrer Kapitäne deshalb nach Nca« pcl gesendet. — Untcr dcn 62 Verhafteten in Genua sind 32 Inländer, nämlich 2A auü Genua. 6 aus Spezia, 1 ans Ehiavari, 1 aus Alessandria, 1 aus Mortara, 19 aus anderen italienischen Staaten, nämlich 6 aus Parma und Piazcnza. 1 Modena. 7 aus dem lombardisch, venetianischcn Königreiche und 6 aus dem Kirchenstaate; l aus Frankreich. 42 dieser Individuen sind Handwerker. 2 Bediente, 2 Studenten. 1 Schrei» kcr, 1 Sekretär. 1 Haudelskommis, 2 Gutsbesitzer und 1 Journalist. — Die Turincr Kammern haben das. zum min« desten gesagt, sehr gewagte Projekt cincc Durchste« chlma des Mont Cenis genehmigt. Näheres über dies «bentcuerliche Bauuntcrnchmcn bringt die„A. Z." aus Turin. 28. v. M. Was gegen das vorznneh» nehmende Werk gegründete Bedenken einstößt, sind die fast fabelhaften mechanischen und technischen Schwic- «z«R rigkeiten. w lchc stch ocn Operationen in Weg stellen, uno die. wollte man dcm eis - und altersgrauen Cc-nlsio mit den gewöhnlichen Brech-, Spreng- und Vohrmaschienen «,n ^!eibc rücken (50 Centimetres tägliches Vorrücke,i im Tunnel angenommen). Ü0 Ialne Frohndienst beanspruchen würden. Die Alpcnstürmer, Graf Cavonr an der Spitze, seyen dagegen ihr volles Vertrauen in eine nach den Systemen von Vartlett und Hall von den Turiner Ingenieuren Sommciller. Grandis uno Grattoni erbaute hyoropnenmatischc Bohrmaschine, mit welcher dieselben ein täglich 15-bis 20fachcs Resultat zu erzielen versprechen, so daß sie sich binnen 6 bis 8 Iahreu durä, den Niesenbauch der Alpen durchzuwühlen verpflichten, obgleich bei einer Tiefe des Tunnels von 1600 Metres keine Zwischenschachte anzubringen sind. und also lediglich von den beiden Endpunkten aus zu arbeiten augc. fangen werden kann. Zur Versorgung eines fast end» losen Höhlenganges mit der nöthigen athcmbarcn Luft soll dieselbe Wuudermaschine die Mittel und Wege bieten, und die gepreßt,- Luft bis in die fernsten Theile des Tunnels treiben. Für den Fall. daß man auf starke Wasscrslürzc lrcffen sollte, will man sich derer durch Fällungen gcgcn beide Seiten entledigen. Et> waigc Höhlen will mau durch Vrücken besiegen. Die Wärme, die man bei einer Tiefe von 1600 Metres ciuf 40 bis 43 Grade anschlägt, will mau durch Ventilation mäßigen nnd bewältigen. Dieß alles hat die Kammern nicht gehindert, den von Grafen Cavour unterbreiteten Gesehvorschlag anzunehmen, und dies mit großer Majorität. — Se. Heiligkeit der Papst sind am 2, d. in Modena angekommen, und mit allgemeinem rcligiö-sen Enthusiasmus empfangen worden. Troß dem außerordentlichen Zulaufe bei den herzlich veranstalte, tci, Festlichkeiten ist nicht die kleinste Unordunng vorgefallen. Die herzogliche Familie war g'ücklich, den h. Vater bewitthen zu können, welcher an, 4. b. M. Nachmittags wieder die Hauptstadt verließ, Höchstsein Wohlgefallen ausdrückend über den frenndlicheu Empfang, — Die „Billaucia" veröffentlicht folgende An> tedc des y. Vaters an die öslerr. Offiziere ocr Ve> saßung von Bologna i „Meine Herren, es gereicht mir zur großen Freude, wich inmitten des Kerns der Offiziere eines Theiles des österreichischen Heeres zu befinden, eines Heeres des edelsten und ältesten Reiches, eines so tüchtigen, so wohlgtschulten, so geehrten und dnrch seine Treue gegen seinen Monarchen und dcn Papst so alisgezeichneten Heeres. Ich bin Er. Majestät dem österreichischen Kaiser zu großem Danke vcrpftlch« tet, folglich schulde ich einen großen Theil dieses Dan» kes auch t>cm Heere des Kaisers. Es l'lcil't mir nur mcbr übrig, Gott um seinen himmlischen Segen zu biUcn fnr die erlauchte Person Ibres Monarchen uno für Sie selbst. Möge oies.-r Segen l'ewllkei!, daß Sic am Ende Ihrer an Ehren, Nuhm nno christ/l'< chen Tugenden reichen Laufbahn eie Vergeltung für Ihre Verdienste erhalten!" — Se. Heil. der Papst wild am 1l). d. in Fenara feierlich einziehen und fünf Tagc daselbst verweilen. Spanien. Die Streitfrage wegen der spanischen Kirchen» guter ist, wcnn daS „Journal des Debats" gut unterrichtet ist, in Rom jeM endlich zur Entscheidung gelangt. Marschall Navvaez halte bekanntlich bei sei» mm Eintritt? in's Kabinet auf lebbaftes Verlangen Isabella's 1l. die Ausführung des Desamorlisations' gesehes suspeudirt uitd zugleich Unlcrhandlnngcn mit dcm h. Stnhle wegen Bestätigung der kinft dieses Gcscyes bereits vollzogenen Güterocrkänfc angeknüpft. Der P^pst hat unn ucrsprocheit. diese bereits vollzo« gencn Verkäufe gut zll heißen, nachdem Herr Pidal, Minister des Auswärtigen, in Ron» wiederholt ciuf der Nothwendigkeit dieser Gntheißuug bestanden hat. Dcm „Journal des Debats" zlifolge hat übrigens das Kal'inct Narvaez gegen die politische und lleri' kale Ilccikno» riurn ,chl- harten Stand. <-, . ^Is ^^''^^ Ankündigung der Schwanger-sch^t ^hrer Majestät dcr König.n' von Spanien ist 6 ^agc lang ln Madrid mit Frcudenbezcnaungen Be> leuchtnngen ?c, gefeiert worden, ' ' Nllßlattd. Simf e r opoI . 14. Juni. Nachrichten aus St. P?ccrsb»lg znfolgc wcrdeu Ihre kmscrl. Majestät oic Kaisl'rin'Wltirc Alerandra Feodorowna zu Ondc dieses Monatcs hier erwartet, um in Begleitung Ihres crlanchtcn Sodnes, Sr. lais. Höhnt des Großfürsten Konstantin, die Rnine» Sebastopolö, so wie die Schlachtfelder an der Alma, Iukerman, Valaklawa nnd Tractir zu besichtig/,,. Die Gerüchte von dem Wiederaufbau der Südseite Sebastopols. welch, sich allgemein vc» breitet batten, veranlaßten über 4000 Arbeiter, meist Zimmcrleutc und Maurer, nach der Krim zu kommen, sie mußten aber, i'i, ihren Erwartungen getäuscht, aus Mangel an Arbeit zurückkebrcu. Sckaarcnwcisc durch' zogen die armen Leute die Straßen Simferopols. und baten um Unterstüßlmg zur Rückreise in die Heimat. Es scheint jedoch, als wen» daS Comit^ der Minister oen Wirdcrausban dcr Südseite Scbastopols beschlosftil hätte und ocr Plan bereits von Sr. Maj'üät oem Kaiser sanktionirt sei. Die Ausführung aber dürfte erst im folgenden Jahre von Statten gehen, da oor-läufig die zahlreichen, in riesigem Maßstabe nntcr« nommcncn Bauten und Unternehmungen der Regierung dcn Staatsschatz zu sehr in Anspruch genommen haben, um weitere Millionen auf diesen Gegenstand verwenden zu können. Türkei. — Von dcr montenegrinischen Grenze schreibt man dcr „Agr. Ztg." unterm 23. v, M.: Der Senat von Monleucgro ließ cincn Greis aus der V^rda erschießen, dcr dic Kühnheit gehabt, in einer kleinen Volksversammlung die Bemerkung zu ma> chen, Vtußlano habe Montenegro Gutes erwiese» und die i!oölösnng uon dieser Schußmacht sci eine unglück-liehe zu nennen. — Dcr Smat haltr die Gefangen-nehmung des Handelsmannes Tomo Marinooic in der Voraussetzung angeordnet, daß Gehlerer grgcn dcn Fürsten feindlich, gegrn dcn Er«Präsidenten Georg Petrovic jedoch frcnndüch gesinnt sci. — Die neueste Ankunft einiger Nizambalaillonc in Skntari gibt zu verschiedenen Dcuinngcn Anlaß. Am wahrscheinlich« sten ist, daß diese Truppe» gikommeu. um noch wah> reuo der gntcn Jahreszeit die in Albanien eingeführ' ten Admimstrationsreformcn zu Ende zu führen. Von der montenegrinischen Grenze, 30. Juni, wird geschrieben, daß dcr Fürst am vcrfiosscucu Frei-tag den Kapitän von Vrcsrli, Pop Luka Poppovich. sammt seinem Sohne Gjuro am Bazar zu Vir hin,» richtcu ließ. Die Söhne des Serdarcn Milo Marlinovich flüchteten sich an demselben Tage auf österreichischen Booen und dcr zurückgebliebene jüngere Sohn nebst eincm Neffen des Seroarcn Milo wurden deshalb verhaftet. Ein bewisser Thomo Marinovich, österreichischer Unterthan, Handelsmann, schmacht« tc seit einiger Zeit in dem feuchten Gefängnisse dcS K!ostrrs zu Ectinjc. Samstag ließ dcr Fürst Marinovich vor sich kommen, ihn aber nach dem Verhöre, indem rr ihn sehr l'art aufuhr, wieder in das Gefängniß zurückführen. Ans Cattaro. 30. Juni, wird die tzinkerke» rung des österreichischen Unterthans Thomas Marino» uich bestätigt, welcher wegen seiner Rechtlichkeit zum Kapitän ernannt worsen war, aber sich die Ungnade des Fürsten durch den Verdacht, daß cr sich nnchthci' lig über Sc. Hoheit ausgesprochen, zugezogen hatte. Marinovich's Vesihuugen in Ccttinje wurden konfiszirt lind vnsteigert. Es lieißt iiM-ß, oaß er nach el'littc'-ner Strafe uach Eattaro zurückgc-chickt werden soll, Tagsueuigfeiteu. j Es lll^en uns Mitt^el^ui^eli über dlli l'^mi' nrncil Schnitt dcr Köriiel-srilchtc aus Ungarn m,t> 0cm Marchfeldc vor, welche cwc scln üesegnetc Ernte in Aussicht slrllcn. Auch in Oblrösterretch läßt vcr Stand der Feldfrüchlc das gleich erfreuliche Ergeb» niß erwarten; doch ist die Winterfrucht wegen ves langen Winicrö gegen frühere Jahr? zurückgedliebcn. s In Belgien sind die groben Tanbenwcttiämpfe jetzt ln vollem Zuge. A:n 20. uno 27. Juni gingen von Antwerpen wieder 1600 Stück Tauben nach Paris u»o Orleans, um dort aufgelassen zu werden. — Bei drm großen Konkurs der Gesellschaft „Espe. rancc" in Mechrln, an dem alle Colomplxleüvcrcine des ganzen Bandes theilnahmen, sind auch oiel,,' HilN' dert Tanbe» nach i.'yon gesandt worden, die dort am 28. Juni aufgelassen wurden. > Ein beklagenüwertlM Unglück ereignete sich am 30. u. M. Abciioö auf dein Vahndofe der Potsdamer Vahn. Ein jnnges, l8jähriges Mädchen. Ida Schnl,^, aus Brandenburg, mit einer Freundin bei Verwandten in Berlin zum Besuch, hatte diese, welche mit dem Kourrierzug um halb 7 Uhr nach Brandenburg zn> rückkcbrcn wollte, znm Bahnbof begleitet. Im Au» gendlick des Abfahrciis bemerkte sie. daß sie vergessen hatte, der Ads'cilircnoen noch ein Packet mitzugeben,' sie licf daher, trotz alles Znrückrnfens mehrerer Pcr> sonen aus dein Publikum, dcm Zuge nach und an den Waggon yman, um las Packet yinei» z» werfen. Dal'ci verwickelten sich die leichten bauschigen Kleider des jungen Mädchens in die WageiNrittc, sie wnrvr dadurch vom Peron und unter lie Wagen gerissen Mio dic Näder gingell ihr über beide Füße, dm emeu über dem Knöchel, den andern unter dem Knie zermalmend. Dic schnell hcrbeigcciltcn Aerzte legten so> wrt einsn Verband ai,. Darauf wurde die Unglück liche in dc» .iuf dcm Bahnhof stalionirten Kr.niken-korl) nach d^ Charit^ gebracht, wo mau sofort die Ampntatioü vornahm. Die Mutter ist allsoglcich durch dei, Tclcgrapycn von drm Unglück benachrichtigt worden uno bereits von Brandenburg cmgciroffcn. Das llüglückliche Mäoch?,! hat mich cine Vei'leyling ocs BrnslknochcuZ crlittcn. so daß ihr Aufkommen sel>r zwcifcldafc ist. ^ Die netteste New - Dorker Post vom 20. Inni meldet, daß August Parot. einer dcr französischen Nordbabndiebe. mit Hilfe seiner j^rinilchcu Verthcioi« ger. entwischt sei. Dieselben packten ben Gefailgen« waiter, als er mit Parot über di? Slraße ging. nnd hielten ihn fest, bis der Franzose fort war! ^ In Ancona hat sich am 24. v. M. ter dnrch seinen Ncichtmim bekannte Fürst H.ninibal Sinionctti in einem Anfall von Irrsinn aus dem vierten Stock« welk seines Plastes ans die Straße gestürzt und gctödtet. Telegraphische Depeschen. Trieft. 6. Inli. Der Herzog von Mode,^ ist heute am Vord des LlorMampfcrs von Vcneoig hier eingetroffen. Genua, 4. Juli. Die gerichtlichen Untersuchungen nekmrn ihren Fortgang. In der Nähe des Dogenvalastts und dcr Scharfschühenkasernc fand man Packele mit Pnlocr, auch wurden 2 Kiftcn mit Flinten nnd anderen Waffen segnestrirt. Paris, 7. Inli. Nach dcm „Monitrm« sind bei deu Pariser Nachwahlen die OpposilionskandidN' lüi Eavciignac, Olivier, Darimon gcwählt worden. der erste nut 10.9^9, der zweite mit 11.005, dcr dritte mit 17.073 Stimmen. Von den Regierung-?' kandidaten erhielten Thibaut, der Konkurrent Eavaig-uac's 99.^2, Varin der Konkurrent Olivicrs 10.00U uno ^anquctin dcr Konkurrent Darimon's 11.038 Stinimrn. Kissing cn, 7. Juli. Ihre Majestäten der Kaiser und die Kaiserin von Nußland sind gestern hier eingetroffen. V3ochenmarktö« Preise in Marburg am 4. Inli 4657 in (5M. Der Meßen Wcizen 4 fl, 37 kr. - Korn 2 fi. 1»', kr.' Gerste 2 fl. 54 kr.; Hafer 1 ss. 47 kr.' 5?nkurntz 2 fl. 44 kr.; Hirse 2 fl. 12 kr.; Hci° den 2 fl. l kr.; Erdäpfel 1 fi,; Mundmehl 8 kr,; Semmelmehl 6 kr.; Kukuruhmehl 4 kr. ; Nindschmalz 30 kr. ; Schweinschmalz 20 kr,; Speck frischer 22 kr., alter 24 kr., Schmrer 20 kr, ;das Pfund Nlnd-fleisch 12 kr.; Kalbfleisch 1! kr.; junges Schwein fleisch 14 kr.; die Klafter hartes 18" Holz 4 fi. 15 kr.; weiches 18" Holz 3 fl. 20 kr.; der Metzln lmrlr Holzkohlen 20 kr., weiche 12 kr.; dcr Zcntner Hm 1 N, 30 si-.,- ?<,gl»sstwh 1 fi, .^. kr,; Sirclistroh 4ö fr. (Gr. Tgsp.) ÄVochrnmarkts Preisc in <5»Ui am 4. Juli 1857 in CM, Dcr Mcyeu Weiden heim. 5 ft. — kr,; Korn 3 st, — kr.; Gerste 2 fl. 5s> kr.; Hafer 2 fl. « kr.; Klifuruß 2 st. -^fr.; Hirse 2 fi. 4 fr.; Heiden 2 fl. 40 ü.; Erdäpfel 1 fi. 12 kr.' Mundmehl skr. ^ Semmelmehl 6kr.; Vraunmeyl 3 kr. 2 d!.; Kukurutzmehl 3 kr,-3iindschmalz 26 kr.; Schwmijchma/z 24 fr.; «itter Speck 22 f.-.; das Pfuuo Rindfleisch 12 kr.; Kalb. fleisch 12 kr.; Scliweinfieisch 12 ?v.; dir Klafter dar-tos 30;ölliges Vrennholz « fl. 30 fr.; weiches 4 fi. 46 fr.; der Meßen hatte Holzkohlen 40 fz-., weiche 22 kl.; der Zentner Steinkohlen 22 kr., Heu 2 ss — kr.; Lagcrsttoh 1 ft. l0 kr.; Strenstroh 1 fl. __________________- (Graz. Tgsp.) Literari seh e s. Znm Besten armer Irren ist dei Pranocl A,' Meyer des zweilc Väüdchen der „humoristischen Pillen" von Bruno Schön erschien?!!. Ncl».'!i dcn> wabrhaf: cdleil Zit'eckc cuipficblt sich das Unternehmcn entschieden „och durch die werttwollen nnd inter«ssan> !e„ Vcüräge. welche geachtete Schriftsteller dems.lben zugewendet daben. Es verdient daher der Bcmblmig des Lesepübliknuis in jcoer Hinsicht empfohlen zn wer< den. Niemanden wird die kleine Gabe reuen, die er seinen unglücklichen Mitmenschen darbringt; der In> halt dcö Buches selbst bildet biefür ein Aeqnivalent und wer sich an dein gesnnb^l Humor im!) der schar» fcu Charakteristik dieser Skiern aus voller Seele er« freut, hat seinen Wobllhätigfcilssiun bewährt, ohne daß eö ihin ein namenswenhes Opfer koststt. In d^r Sammlung befinden sich auch Anfsähc von mcbr als vergänglichem W>rll,'e z. V. die Geschichte dcs abnorme,', geisligkn Zustandes Karl IX., Königs von Fiankreich nach der Bartholomäusnacht, ferner einige vcht lchvrfichc Notizen übcr die k. k. Irrcn-, Hei!» und Pflegc'Anstalt in Wien. Wir en inch men daraus mit Vergnügen, daß gesunde Luft. reiches Grün. weile Räumlichkeiten, üppige und weithin reichende Garten» a„!agen dort zusammenwirken, um die gestörten Gc> Muthes der Kranken woblthuend anzuregeü, während nicht bloß dcr Geist strenger Ordnung, sondern auch des Komforts in sämmtlichen Einrichtungen wallet. Die Anstalt hat 467 Velten. von dcncn stets 380 bis 390 t'clegt. die übrigen für neue Ankömmlinge in Bereitschaft sind. Der Herausgeber dcs in Reoe ste. bendeii Werfcs ist l>ci der Anstalt im F.iche c>cr S«^ sorac in cbcn so eifriger als erfolgreicher Wcise thätig. (Oesterr. 6orr.) Drillt und Vcrlag von H^nz u, Hzjelnnmyr ««5 F. V^nttserg'in ^lnbach. — VennliwoM F^VllUtberi,. Anl)ang zur RailmHerSeitnnc^ V i» r s«.' l^ d e r i ch t aus dcm Abeudblatte der östcrr. kais. Wiener Zeitung. Wien 7. Juli. Mittags 1 Uhr. Staatspapicrc und Bank-Altim zcigtcn sich stst. In Nordbahn- und Krcdit-Akticu war ein rcgcrcr Umsatz, bcmcrkbar. Von Dcuiscn w^r Pari^ am gcsuchtcftcn. National - Anlehen zu 5 V« ^ '/. "«5 '/.« Anlchcn v. I. l85l 8. ll. ,u 5«„ U5 /, -!'<, Loml'. Ämct. Aulehen zn 5 V» i>«-W /^ Staatsschilldverschrett'uugl" zu a /„^ ^4-34 /,, detto ., ^/, /° 73 /-73/, dett° . ^7» n. Ruch. ,. 5 "/, 96------ Oednibm-gcr dctto d^tto „ 5 7« 95----- Pcslhrr ' dclto d.'lto „ 4°/^ 95------ Mailänder ditto dttto „ 4 7. 94------ Gnmdmtl.-Oblig. N. Ocst. „ 5 7« 8« '/,-t>8 7. detto Unszari! „ 57« 82-82 7« j dctto G^llzini .. 5 7„ 80'/,—81 dctto dcr übri^cü Kvo»l. zn .'» 7« ^ 7, - 8ft'. Banko - Oblia^ionc» .fu 2 7. 7. >^4 7,-144 7. dcttu ^ ,854 z» 4 7« l««7.-1,0 Como Nentfchcinc _______^^ «6'/.^««'/. Galizisä'c Psandl'ncfe zn ^ 7« 82-83 Nordbah» - Prk'r.- Oblig. zu 5 7» ss '/. ^!>" Gloggnitzcr detto .,5 7» 83-84 Donau Dampisch.-Obli«. „5 7« »«------ Lloyd dctto (in Sitt'cr) ., 5 7» !»H—V3 3"/ Pnoritatö Oblig. d.'V Sta'its-^istnbahn- " Gesellschaft zu 275 ssraxks Pr. Stint l >0 ll > Aktie» der Nationalbaiik 10!^ l«1« 5V Pfaiubncse der ^'aiionülbans l'iuioiiatllche -'-'/. -'-' '» Aktien dev Orsterr. «ndit-?l»stalt 24N /, -240 /. „ N. Oest. Esfompte-G.s. 123-«23 /. . AudweiS - Lin: ^ Viüilüdnel- " ' Eisenbahn ^ 232-234 ., Nordbahn 192—1!» 5<»0 Fraüks 2W V.-2»! „ „ Kaiftviu-Elisabejh^Vahn zu 2. E>»lss, 27^-28 ditto 2, Gmiss, m, Primit, 37-3« Esterh.zy 40 si, Lose 83 - 83'/. Windischgrätz ^ 26 7, 2« '/. Waldssein „ 29 7.-29 7. Kcglevich , l4 V. 15 Salm ^ ^" 40 7. Gt. Gencis , 27 7.-38 Palffv , 5i,-3!,7. Olary ^ 38 7.-3^ Telegraphischer Kurs Bericht der Staalspapicrc vom 8. Juli 1857. St.iatsschuldvcrschrcilungen . zn 5p^t. sl. in CM. 83 15/16 d^tto ans der National-Aüleihe zu 5 ., in (5M. 85 3/1<» vctto ......„ 4 '/2 „ „ ?3 3/4 Verloste Obligationen, Hofkam- s ^ ^ 1 ^. mcr-Obli^ationl'ü d.'s Iwa:>l;s> l' ^^2 ! — Darlehens inKrain. und Aera-1 ^ ^ " / — llal-Obligationen von Tirol, l ^^,2 " l 57 Vorarlberg und Salzburg ^ ' " z ' Darlehen mit V<) st. CM. . . . U)21 l/4 ft. in CM. Atien der Gliftl'cthbah!, zu 20<^ss. mit .^ ^ , ,.«« 307 Gin^ahlnng pr. Stück . . . 2N0 1/3 fl. „> CM. Aktien Süd-Rord-Bahil-Vcrbindima. zu -^00 ss. nut 307, Einzahlung pr St. 2!2 l/2 fl. in C.U, Th.ißbnhn . . . . . . . . . . 2u CM, GrundcntlastungS-Oligationen von Galizien nnd Sicdcnbürgcn 5 "/,..... ßy ^/2 ft. in E:i'>. Wcchsel'Kurs vom 8. Juli 1837. Auqsbnrg. für lN0 fl. Curr.. Guld. . 104 1/2 liso, Berlin, für 1l U preußische Thaler . . 152 1/4 2 Monat. Frankfurt a. M., für 120 st. südd. Ver- ciuswähr. im 241/2 fl. Fuß, Guld . l0.j5/8 3 Monat. Hainburg, für '00 Mark Vanko, Guld. 765/8 2 Monat. Livorno/ fül 300 Toscanische Lire, Gnld. 104 '/'l 2 Monat. Lcndon, für l Pfund Sterling, Gnld. . 10.9 3 Monat. Mailand, für 300 üsterr. Lire", Guld. , 103, l/8 2 Monat, Marseille, sin-3>0 Francs. Guld. . . 12l 2 Monat. Paris, für 300 Francs, Guld. . . . 12! !. 2 Vf. 2 Monat. Venedig, für 300 Osstcrr.Lirc, Gnld. . 102 3,4 2 Monat. Bukarest, für 1 Guld. P.ira ,.. 2')4 3l T Sicht, K. k. vollw. Münz-Dukatcn, Agio . 7 3/4 Golo - Ulld Silber-Kurse voin 7. Juli 1867. Geld. Ware. Kais. Münz - Dukaten Agio.....7 1/2 7 3/4 ^dto. Rand- dto. „ .....7 71/4 z l^lo i,I MI,r«) „ .....10^7, --- ! Napolconsd'or „ ..... 8.7 8.8 ! Souvcrainsd'or „ ..... 14.»'» 14.6 ^ Friedrichso'or „ ..... 8.38 8.38 Gngl. Sovcrcignc^ „ ..... 10.12 10.12 Nnssische Impcriale ., ..... 8.20 8.20 Silber-Agio ..... 41/8 43/8 Thaler Preußisch-Curraüt .... 1.32 1.321/2 Eisenbahn- nnd Post-Fahrordnung. Aüluüfl in > Ädfahrt von Schnellzug La^bach l Laib ach Uhr Min. Uhr )^in. van LaÜ'ach nach Wi^n . . Früh — — H H5 von Wi«n naH Laibach . Abend« 9 33 — — Personenzug von Lattich nach Wie,, . Vorm. ^, — 10 — bto dt» . Abends — — 10 H5 von Wien nach Laibach . Nachm. 2 29 — — dta dto . Früh 2 3a — — Die Kassa wir» ic> Miinitvn vor der At>f>>hlt sseschlossen. Brief - Gourier von Lai^aH n^cb Trirst . , Ab.'iidß — — 3 3^ ,. Trieft « L^il^ch . 5rüh 7 <^c> — — Personen-(3 vnri er rc>!> Laidach nach Trieft . . AbiNd? — — ,0 — » Trieft ,, Lnib^ch . Früh 1 Ha — — I Mallepost von Laibach nach Trieft . Fluh — — 3 3u . Triest « Laibach . Ab«nd« ß — __ _ 1l. Mallepost von Laidach »ach Trisjt . . Abends — — 4 ,5 , Tritst , Laibach . Früh 8 3o — — Anzeige der hier angekommenen Fremden Den 8, Iul, 1857. Se. k. Höhnt Herzog v. Ä.'odena, — Hv. Giaf MoiNl'mcliii, — Infliitt Do« S>,'l'ast!Hn, — H,-. Marsclli, >ie.',p. Offi,^l', und — Hr. Webev, Pieliß. PiiviNicr, vo» Tuest. — Hr. v. Schmidt, s. k. Mi, nmeiial.Rath, — Hi. Wagner, t, k. Eisenbahn-Ober--I„spekcol-, — H>. Mayennek, prellst. Geheilmath, — Hr. Ko,jma, Medizin-Dokcor, lind — Hi-. Kle-bei-, Gl'lterdn'ekcor, von Wien. — Hr. Nybak, In-griuear, von Giaz.— Hr. Steinbek, Kaufinan», vo» P«sth. — Hl-. Fcll'ier, ^aufinann, von Neui'az. Z. 383. « (l) " Nl-. 584«. Kundmachung. Für die Beistelllmg des zur Beheitzung der Amtslolalitätcn der k. k. Finanz. Bezirks-Direktion , des k. k. Tabak- und Stempel-Verschleiß-Magazines, des k. k. Gefälls-Oberam-tes und der hauptzollämtlichea Fachinen-Wach-stude in ^aibach, dann der Amtslokalitätcn dcr k. k. Steuer-Direktion und der k. k. Finanz-Prokuraturs-?lbtheilung in Laibach, im Winter l857 auf l858 erforderlichen Brennholzes wird am 21. Juli l. I. um N» Uhr Vormittags im Amtsgcbäude der gefertigten k. k. Finanz-Bezirks-Dircktion am Schulplatze Nr. 2!N eine Minuendo-Lizitation und Verhandlung mit all-fälligen schriftlichen Offerten unter nachstehen, den Bedingungen vorgenommen werden: 1. Der Bedarf besteht für die Lokalitaten im Gebäude der Finanz-Bezirks-Direktion in 85, für das GefälleN'Oberamt in 4?'/2, für die Fachinen-Wachstubc in 3^/,, für die Lokalitäten der k. k. Steuer-Direktion in 3 l, für die Finanz-Prokuraturs-Abcheilung beiläufig in 3<1 bis 35 Wien. Klft. hatten, ungeschwemmten Buchenholzes in der hier gewöhnlichen Scheiterlänge von 22 bis 24 Zoll, welches vollkommeu trocken und durchaus von guter Qualität sein muß. Als Fiskalpreis für eine n östcrr. Klafter des bezeichneten Brennholzes wird der Betrag von 6 st. M kr. sage: sechs Gulden lU kr. angenommen. 2. Aus obigen Holzquantitäten sind bis Ende September d. I, 85 Klftr. in das Holzmagazin im Finanz-Bezirks-Dircktions Gebäude am Schulplatze Nr. 297, 4?'/, und 3^2 Klftr. in das h. 0. k. k. Gefallen-Oberamts Gebäude am Raan; die für die k. k. Steuer-Direktion und die k. k. Finai,z-Proku-raturs-Abtheilung benöthigt werdenden Quantitäten aber in die Holzlcgen dieser beiden Behörden, welche den ganzen Holzbedarf nicht aufeinmal faßen können, über jedesmalige Aufforderung in der angesprochenen Quantität abzuliefern und in allen benannten Orten, klafter-wcise, jede Klafter mit einem Kreuzstoßc versehen auf Kosten des Lieferanten in der betreffenden Holzrcmicse aufzuschlichten. Ausdrücklich wird hiebei bedungen, daß für den Fall, als das k. k. Gefälls-Oberamt nicht die ! vorliegend präliminirte Menge von 47^ -ttlftl'-! benöthigen sollte, der Lieferant nur das mindere Quantum, welches ihm noch vor Ende September l. I. bekannt gegeben werden wird, unter den sonst aufrecht bleibenden Bestimmungen zu liefern haben wird. 3. Nach beendeter Lieferung wird dem Lieferanten der entfallende Vergütungsbelrag bei der hicrortigen k. k, Finanz-Bezirks-Kassa zahlbar angewiesen werden. 4. Sollte der Contrahent die Lieferung nicht vollkommen erfüllen, so räumt er den allerhöchsten Aerar, rücksichtlich der gefertigten k. k. Finanz-Bezirks-Direktion das Recht ein, den Holzbedarf um was immer für einen Preis und auf was immer für einen Ort beizuschaffcn, und den ausgelegten, allenfalls den Erstehungs-preis übersteigenden Mehrbetrag aus seinem eingelegten Badium, und bei Unzulänglichkeit dieser Letzteren aus seinem ganzen Vermögen einzubringen. 5. Zu diesem Ende hat jeder Unternehmungslustige vor der Versteigerung ein Vadium von 6U fl. zu erlegen, welcher Betrag den Nicht-erstehern nach beendeter Lizitation sogleich zurückgestellt, bezüglich des Erstehers aber als Kaution zur Sicherstellung der Liefenmgöver-bmolichkeiten rückbehalten, und erst nach vollständiger Erfüllung derselben rückgestellt werden wird. Uebrigenö bleibt die Genehmigung oder Nichtgenehmigung des BcstboteS der Finanz-Behörde vorbehalten. 6. Der Ersteher hat den skalamaßigen Stempel für das eine Paar des dießfalligen Kontraktes zu bestreiten. 7. Die vorschriftsmäßig verfaßten, schriftlichen, mit einer l5 kr. Stempelmarkc versehenen und mit dem Vadium von 60 si. belegten Offerte müßen bis 20. Juli l. I, um 12 Uhr Mittags versiegelt mit der Aufschrift »Holz-lieferungs Offert« im Bureau des k. k, Finanz. Bezirks-Direktors in Laibach übergeben werden. 8. Die aus dem mit dem Ersteher abzuschließenden Vertrage, etwa entspringenden Rechtsstreitigkelten, daü h. Gefälls-Aerar mag als Kläger oder Geklagter eintreten, sowie auch alle hierauf Bezug habenden Sicherstellungsund Erekutionsschritte werden bei demjenigen im Sitze der hierländigen k. k. Finanz-Proku-raturs-Abtheilung befindlichen Gerichte, d?m der Fiskus als Geklagter untersteht, durch zuführen sein. K. k. Finanz-Bezirks-Direktion Laibach am 29. Juni »857. Z' 38l. « (!) Nr. N152. Kundmachung, Am !6. Juli 1857 werden bei dem k. k. HauptzoUr und ÄefaUen - Oberamte in Laiback, in den gewöhnlichen Amtsstunden Vormittag von 9 bis l2 Uhr und Nachmittag von 3 bis 6 Uhr verschiedene Kontrabandw wird. K. k. Hanptzoll' und Gefallen-Oberamt Uaidach am 7. Zuli 1857. Z. ,133. (3) ! Im Hause Nr. 240 am Hauptplatze ist eine Wohnung im ersten Stocke mit 6 Zunmern, 1 Kabinet, Küche, Speisekammer, 1 Keller und , Holzlege zu Michaeli zu vergeben. ! Nähere Auskunft daselbst in der .Modewaren-Handlung.