Ur. 399. Montag den 29. December 4850. Z. 24U5. (2) Nr. 88. Kundmachung. Mit Beginne des Studienjahres 1850j 51 ist bei der von Andreas Krön unterm 28. Jänner 1628 errichteten Stiftung der zweite Platz, im dermaligen Iahrcsbetrage pr. 34 fl. CM. wieder zu besetzen. Zum Genusse dieser Stiftung sind studierende Sohne armer Bürger aus liailiach, Krainburg und Oderburg, vorzüglich aber aus der Verwandt.-schaft des Stifters berufen. Der Stiftling ist verbunden, sich auf die Musik zu verlegen und diese Stiftung, zu welcher das Prasentations-recht dem hiesigen fürstbischö'siichcn Ordinariate gebührt, kann, von der fünften Gymnasial - Classe angefangen, nur in den Gymnasial- Studien und sodann noch in der Theologie genossen werden. Bewerber um dieses Stipendium haben ihre, mit dem Taufscheine, dem Armuths - und Im-pfungs-Zeugnisse, dann mit dcn Schulzeugnissen von beiden Semestern des verflossenen Schuljahres 1850, und im Falle sie diese Stiftung aus dem Titel der Verwandtschaft in Anspruch nehmen, auch mit dem legalen Stammbaume do-cumentrrten Gesuche bis 20. Jänner 1851 unmittelbar beim hiesigen f. b. Ordinariate zu über« reichen. Von der k. k. Landcsschuibehörde in Krain zu Laibach am 18. December 1850. Z. 2444. (3) Nr. 4079 u. 4^25. Edict. Won dem k. k. Obcrlandesgerichte für die Kronländer Kärnten und Krain wird bekannt gemacht, daß die erste ordentliche Schwurgc» nchtssitzung im Sprengel deS Landetzgcrichtes Laibach am 1l. Februar 185i zu Laibach; im Sprengel des Landesgerichtes Klagenfurt am 24. Februar 1851 in Klagenfurt; und im Sprengel des ^andesgenchtes Neustadtl am 10. März 1851 zu Neustadt!, jedesmal „>n u Nl>>- ^iaimif^act eröffnet werden wird, und daß zum Vorsitzenden des Schwurgerichtes in Laibach der Herr Oberlandesgerichtsrath Carl Ritter von Coppini, und zu dessen Stellvertreter der Herr Landesgcrichts« rath Anton Schmalz; zum Vorsitzenden dcs Schwurgerichtes in Klagenfurt der Herr Ober-landesgcrichtsrath Adolph Ritter v. Tschabuschnigg, und zu dessen Stellvertreter der Herr Landesge-richtsrath Ernst Freiherr v. Aichelburg; zum Vorsitzenden des Schwurgerichtes in Neustadtl der Herr Oberlandesgerichtsrath und Präsident des Landesgcrichtes Neustadt! Joseph von Lcheu^ chenstuel, und zu dessen Stellvertreter der Herr Landcögerichtsrath Bernhard Rath von dem Präsidenten dieses k. k. Obcrlandesgerichtes ernannt worden sind. Klagcnfurt den 19. December 1850. Der Präsident des k. k. Oderlandesgerichtes für Kärnten und Krain Carl Freiherr v. Buffa. Z. 2467. (2) Nr. ,0582 Concurs für einen Waldübcrgehcrsposten. Auf der Cameralherrschaft Adelsberg kommt auf Grundlage der hvhen Hofdecrcte vom 28 Jänner 1845, Nr. 5122ll, und »1. December 184«, Z. 23078, die erledigte Waldübergehcrs--stelle zu vescheu, welche mit einer Löhnung mo. natlicher 12 st., dem Deputate jährl. 4 Klafter harten Scheiterholzes und mit der bei der vollkommen entsprechenden Dienstleistung mit dem oben citirten hohen Hufkammer - Dccrete genehm migten ProvisionSfahigkeit verbunden ist. Diejenigen, welche sich um diese Dienststelle zu bewerben gedenken, haben, da das ernannt werdende Individuum als Forsthüter höherer Ca-thegMe nicht den Forstschuh allein, sondern auch alle übrigen zum Betriebe der Forstwirthschaft gehörigen Gegenstände nach Anweisung des Rc-vierfö'rsters ln seinem Bezieke zu besorgen huben wird, wenn auch keine vollständige forstwirtschaftliche Bildung, doch dcn Besitz der nothwendigen practischen Forstkenntnisse, ü'berdicß aber auch für die Iagdausübung die nöthigen Iago-kenntnisse auszuweisen und ihre mit der legalen Nachweisung uoer Nationale, Alter, Stand, über Lesens- und Schreibenskündigkeit, über die Kennt- niß der deutschen und krainer'schen, oder einer mit der letzten verwandten slavischen Sprache, Übcr ihre physische Tauglichkeit, übcr einen unta-dclhaftcn Lebenswandel und über die allenfalls bisher geleisteten Dienste versehenen Bewcrbungs-gesuche längstens bis 15. Februar 1851 bei dieser Cameral-Bezirksverwaltung zu überreichen. K, k. Camera!-Bczirksverwaltung. Laibach am 23. December 1850. 3. 2471. (2) Prännmerations Einladung Nr. 100U. aus die in slovenischer Sprache in der Blasnik Mn Druckerei in Laibach erscheinende Zeitung: V hjuWi.niski Casnik. Mit dem Beginne dcs Jahres 1851 tritt der „I^u!il.jnn8lvl ^usnck" in das zwette Jahr seines Bestandes. Allein mit dem Wechsel des Jahres tritt auch ein Wechsel ln der Redaction dieses Blattes ein, da seine Beruföpflichten und seine Entfernung von Lalbach dem blshengen Redacteur nicht länger die Leitung dieses Blattes gestatten. ' Wir halten es demnach für unsere Pflicht, unseren geehrten Lesern die Grundsätze dar-zuleaen die der neuen Redaction als Leitstern vorschweben werden. Der „I^ulilj»ll5ki ('^«mk" wird im Allgemeinen aus ganzem Herzen Oester relcher, -er wird als solcher insbesondere Slovene seyn. Als Oesterreicher wird er Alles fördern, was die Interessen unseres theuern, großen Gcsammtvaterlandes befördert, und Allem entgegen treten, was diese, was die Einigkeit und den Frieden der Brudervölker bedrohen könnte. Als treuer Gohn seiner slovenischen Mutter wird er alle seine Kräfte aufbieten, um, unterstützt von Gleichgesinnten, beizutragen, unser Volk auf jene Stufe von Aufklärung, Wohlstand und Glück zu erhrben, dessen sich andere Volker erfreuen und dessen es s) würdig ist. Die vernünftige Anwendung der fccic^ Institutionen d?r Neuzeit macht im Allgemeinen, die Kenntniß der Gesetze nothwendig, und die Regierung Hat den ,,I.j,ll)lj:m8ki ('»«nik" "!>l<- „,^ amtlicke Acto, U5...><"dnung<-N und Kundmachungen, insoftrne sie nicht in den ^"Ä, ^">rrl^s- oder Üa)ldesgesetz - Blattes gehören, in slovenischer Sprache zu veröffentlichen. Der „I^lililMlski ^asnik." wird aber auch bemüht seyn, wo es Noth thut, seinen Lesern den Geist neuer Gesetze ausführlicher zu erläutern, und die Regierung auf die Bedürfnisse des Landes freimüthig aufmerksam zu machen, die politischen Ereignisse der Zeit, jene Oesterreich's insbesondere, wird er emsig, wie dle Biene den Honig, sammeln und so schnell als möglich seinen Lesern bringen; damit er aber vor Allem ein treuer Spiegel der Heimat werde, muß er alle Freunde unseres schönen Kronlandes um ihre Unterstützung durch schnelle Mittheilung aller denkwürdigen Ereignisse bitten. ^ . Neben den politischen Nachrichten wird der »l^ilbhanski (^»«»nilc« seinen Lesern auch getreu die interessanteren Gerichts-Verhandlungen berichten, und auf diese Art der Oeffentlich-keit des neuen Verfahrens ein weiteres Feld eröffnen. Die Förderung und Vermehrung des Wohlstandes des slovenischen Volkes in allen Zweigen der Volkswirthschaft wird eine seiner vorzüglichsten Aufgaben seyn. Der »Laibacher Erzähler" wird die Ereignisse unserer Hauptstadt berichten, und ein eigenes Feuilleton wird den Erzeugnissen der Literatur und Kunst, dem geselligen Leben gewidmet, und das Vaterländische hiebci vor Allem berücksichtigt seyn, in seiner Sprache aber wird der ,)^ililihlM8l(i l^sml^ dem Fortschritte der Ausbildung und der allgemeinen Verständlichkeit möglichst gleich Rechnung zu tragen sich bestreben. Nach diesen Grundsätzen aufrichtig.bemüht, die Wohlfahrt unseres Volkes nach allen Richtungen zu fördern, hofft der »^'ulih»n8ki (1a»nik^ »auf patriotische Unterstützung und Theilnahme aller slovenischen Brüder. Der »I^ulihlmski (^«nik." erscheint in der Druckerei des I o se p h Blasnik in Laibach wöchentlich zweimal, d. i Dinstag und Freitag, und zerfallt in das Hauptblatt und das Amtsblatt Das Hauptblatt enthält drei Theile: 1. Dcn ämtlichen Theil mit Nachrichten über Ernennungen, Beförderungen und amtliche Kundmachungen, welche von der Regierung bekannt gegeben werden. 2. Den nichtamtlichen Theil mit leitenden Artikeln zur Erklärung der Staatseinrichtungen und Bedürfnisse des Landes, und Mittheilungen der wichtigeren Begebenheiten des In- und Auslandes. 3. Das Feuilleton für Literatur, Kunst, Unterhaltung und geselliges Leben. Das Amtsblatt enthält die ihm von k. k. Behörden zugeschickten amtlichen Kundmachungen, Aufrufe, (5oncurse, Dicnstausschreibungen u. dgl. m., dann ein Anzeige blatt für Privatpersonen, welche öffentliche Ankündigungen durch den »I^'uIHlmslci <^28nili" bekannt geben wollen. Der Pränumerationspreis beträgt, wenn das Blatt in der Druckerei des Verlegers Joseph Blasn ik abgeholt wird, ganzjährig « si., halbjährig 3 si.; mit der Post versendet ganzjährig 7 si., halbjährig 3 fl. 30 kr., vierteljährig 1 si. 45 kr. Laibach am l5. December 1850. C. Melzer, verantwortlicher Ncoattcur. Joseph Blasnik, Verleger. 988 g. 2453. (2) Nl. 3502. Edict. Vom k. k. Bezirksgerichte Neifniz wird bekannt gemacht: Es sey über Ansuchen des Michael Mercher von Taubenbtunn und Maria ^ötarz von Winkelsdors mit Bescheide vom 21. Slpl. l. I., Zahl 3502, j„ die Einleitung des Verfahrens wegen Todeserklä-rung des, seit mehl als 30 Jahre velschollcnen Maliin Mcrcher vun Büchclsdots gcwilliget und demselben zu seiger Vertreiunq Hr. M^uh. i!oger vun Ncifniz als <'l,r»tc»l' »ll actuin bcigegebcn worden. Hicvon wicd Martin Mischer lnit cem Bci-satze verständiget, daß das OeriM, wenn er wät> rend eines Jahres, von l)cm Tage der eisten Ein' schallung in das Laibachcr Zcitungsblalt, nicht erschie-lien', oder dasselbe auf eine andere Art in die Kennt« niß seineb Lebens seyt, zur Todcstttnnung schreiien werde. K. k. Bezirksgericht Rtimiz am 9. Dee. 1850. Z. 2^62. (2) Nr. 536- Edict. Vom k. k. Nezütsgenchte Neustadll wird hiemil bekannt gemacht: , die crecutivc F^ill'ieiuüg der, dem Vrecmen Franz Kunc von Kandia H.Nr. !i4 gehöligcn, im chema-liqen Orundbuche deü Glnes Standen «uli Dliin. 9ir. ^ voriommenbln Hausrcalilat in Ka>»dia, im gericht-lichen Schä^ungsiverihe von 500,si. bewillige!, und sei)en zu deren Vornahme o,ei Feildictungstugsahnn' gen, nämlich: auf den 8. November und 7. De-celndcr l. I., dann auf den 6. Jänner 1U5l, innncr Volmlitags von 9 bis 12 Uhr im Orte der Pfand' re.Uilat mit dem L^isal^ angcmdncc wordc., , dal^ solche bcl der dlitlen Fe!lbletun.,5lagsatzu,ng auch mi-tcr den« Schätzungswerlhe wülde hintangcgcben werden. Die Schalung, der Grulldbuchscxiract U:.d die ^i.i^uionsbtdingniste tonnen hiergerichls eingrseh^, werd»n. K. k. Bezirksgericht Neustadll am 8 ?lug. 1850- Anmerkung. Bei 5er ersten und zweiten Feil- bielungbtagsahung ist kein Kau'lustigcr erschienen. Z. 24UU. (1) """ Zahlungs- Aufforderung an die ehemaligen Unterthanen u«w Grunc> holden der Herrschaft Wlppacy. Wermög der hohen Ministerial-Verordnungen vom ^ 'August und 2!> Scptcmber l. 5<.. kund gemacht durch die Neichsgesetz- und Regierungsblätter l.^X und ^XXlX, i)ir.,32. Z. 2437. (3) " Wohnung zu vermiethen. Im Hause Nr. 572 am neuen Markte, ist im zweiten Stock eine sehr schöne Wohnung von sechs MPittirten Zimmern nebst einem Vorzimmer und einem Cablnete, dann Küche mit Gpar-h>l einige Tropfen, mit Wasser verdünnt, die Zähne täglich gereinigct, so wird sich nie cin Zahnleiden mehr einstellen. Der Preis pr. Flasche ist 3 Francs, oder 1 si. 12 kr. in Lil-beo Münze. Auch ,st daselbst das k. k. priv. Conservations-Zahnpulver von Dr. Griff in Wien, die Schachtel n 20 kr., sowie das k. k. prw. Zahn-rcinlquligsmittcl, unter der Benennung: „Zahnpasta" von Dr. Pfeffermann, zu 1 si. 12 kr., dann echtes <§ölnerwasser von Maria Farina, llebens-essen;, Balsam für Rheumatismus und Krampf, Z. 2497. ^1) DaS Haus Nr. 3 »zur goldenen Krone" in Obcrloitsch, knapp an dcr Tnester- lZommcrzial-Straße Ucgcnd, sammt einer großen, dabei befindlichen Stallnng, ist zu Georgi 1«51 gegen dilli-ac Bedingnisse in Pacht zu geben. Das Haus besteht zu ebener Erde aus vier, und im ersten Stocke aus fünf großen und geräumigen Znnmcrn, dann Küche, Keller und Speisekammer. Die-scs Haus ist für «in Elnkehrgasthaus, und für jede Speculation ganz geeignct. Die Pachtbeding-,nsse können mündlich oder schriftlich durch portofreie Briefe bei der Hauseigenthümcrin Katharina Sorre daselbst eingeholt werden. Loitsch am 23. December 1850. Pflaster gegen Hamorrhoidcn , dann Hühneraugen-Pflaster, persisches Insecten - und Gchwabenpulver billigst zu haben. In Verbindung mit einem Wiener Commissions-Gesckäfts- Bureau übernimmt sie fortwahrend alle Obliegenheiten und Geschäfte, welche in der Residenz in irgend einer Art zu besorgen gewünscht werden, gegen eine sehr mäßige Provision. Für eine recle Bedienung lmrqt JosephjKaringer. Der Unterzeichnete empfiehlt sein Lager von Wcihmchts- und Neltjahrs - Geschenken für Alt und Jung in vorzüglichster Auswahl, als: 3l- B- O- und Bilderbücher zu U», 12, Ili, :w, 40 kr., bis 3 fl. 30 kr. Brettspiele, als: Schach-, D^me-, Mühle-, kr. bis ^2fl. 40kr. " Cartonnagen : Chatouillen, Uhrenträqer, Schmuckträger, Handschuhkasten, Arbeitskäst-chcn, zu den verschiedensten Preisen. Chrvmatrop, bewegliches Farbenspicl, 4ss. Farben in Kästchen, ordinäre, von IN kr. bis 1 st.; feine von 1 si. bls !U st. 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