Nr. 151 Donnerstag, 5. Juli 1917. 136. Jahrgang Mibacher Mum P»lk»«««aN«»»P»et»: Mit Post Versendung: «anzjählig »<> U, halbillblin 1L X, Im Kontor: «anzjähci« »L II,, halbiütiri« 11 il. ^ür dir ZusteNun« in« Haul ganzjäliri« !i ll. — K»s«N«»»g«biU»r: stiii Neine Inserate bis z» uirr feilen 80 k, größere per Zelle I» t»i bei öfter,» Wieberholungen per Zrilc S k. Die «ilaibllcher Leitung» erscheint lünlich mit «tulnabme der Tonn- und sseiertage. Die AV«t»t!t»»N»» befindet sich Mill°«iüslrahe ylr. 1«; dir P«b»KU»» MiNlliiüstlllße Nr, 16. Sprechstunden der «edattion von » bi« iO U<»l liormitlllg«. Unsranllerle Briefe n»rben nicht angenommen, Manuslripte nicht zurückgestellt. «»I»p!»»» U>r. >»« N»d<»ktl»« 32. Amtlicher Geil. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vnm 3. Juli (Nr. 149) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßcrzcug. nisse verboten: «Nach 1000 Tagen», von Ametochos Tis, Druck und Ver» lag: Artistisches Institut Orell. Fichli H Co. in Zürich 1917. «1^» l^emlliuo Ijt^rllirs», Impi-imorio clu ^ouriml clo 6«-uilvo 1917. __________ Den 1. Juli 1917 wnrde in der Hof» und Swatsdruckerci das OXVI. Stück des Reichsgesetzblatt?s in deutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den ii. Juli I9!7 wurde in der Hof- und Staatsdruckerei das XVII. Stück dl>r italienischen. ba5 l.XVII. und I.XX. Stück der böhmischen, das X0V1l,, 01,, «I. und <^1V. Stück der slo« venischen Aufgabe des Rcichsgeschblattes deS Jahrganges 1917 ausgegeben und versendet. Den 3. Juli !9l7 würde i» der Hof» und StaatSdruckciei das l^XVIl. Stück des NeichsgeseylilatteS in deutscher Ausgube ausgegeben und versendet. Den 4. Juli l917 wurde in der Hof» uud Stantsbruckerei das I.XXXIX,. Xd, XcVI,, X0V1I. und X(^IX. Stück der ruthcnischen Ausgabe des ^cichsgeschl-lattes des Jahrganges 1917 ausgegeben und versendet. VoUtische Uebersicht. Laibach, 4. Juli. Aus Berlin, A. Juli, wird gemeldet: Im Budget» ausschuß dcs Reichstages machte in vertraulicher Aussprache über die politische Lage der Staatssekretär des Reichsmarineamtcs iiber den Fortssang dcs U'Vootkricgrs Ausführungen. Er stellte die höchst er» freulichcn Ergebnisse fest und erklärte, daß die Marine mit vollster Zuversicht der weiteren günstigen und entscheidenden Fortsetzung des U^Vootlrieges entgegensehe. Die immer größeren Austrengnngen der Gegner, der U-Aootgcfahr durch Gegenmittel Herr zu werden, werden erheblich mehr als ausgeglichen durch die immer qröher werdende Zahl der gegen die Feinde angesetzten U-Vootc. Die Verluste halteu sich nach wie vor in sehr mähigcn Grenzen. Alles m allem liegt nicht die geringste Veranlassung vor, den Erfolg des U-Bootkrieges in Zweifel zu ziehen. Knegsmm,-ster von Stein schilderte die in jeder.. Beziehung günstige militärische Lage und drückte in Ubereinstim. mnng mit der obersten Heeresleitung die Überzeugung aus,'daß trotz den vielen Feinden der Krieg glücklich werde zu Ende geführt werden. — Redner der So-zialdcmolraten, des Zentrums und der Fortschrittlcr erörterten Fragen der äußeren und inneren Politik und verlangten die Durchführung einer demokratischen Wahlreform namentlich für Preußen. Staatssekretär Dr. Helfferich betonte, daß seine Zuversicht bezüglich der Wirkungen dcs U-Bootlrieges unerschütterlich sei, und legte an der Hand des Zahlenmaterials dar, daß England in absehbarer Zeit nur noch über eine Tonnage verfügen wird, die für den Bedarf, auch wenn er noch so eingeschränkt würde, „icht' mehr ausreichen könnte. Der U-Bootkrieg sei für England ein unabwendbares und unentrinnbares Sckicklal wenn wir nur unbeirrt fest bleiben. ^ ' ' Das Wolff-Bureau meldet: Aus dem Armeebekenl «neck das Märchen auf die Mitte" Alliierten absprengen, um sie, getrennt von diesen, zu verderben und zu berauben. Die Angst vor dem Frieden, von der die Regierungen der Ententemächte beseelt sind, veranlaßt sie, die Versuche der russischen Rcvolntion, einen allgemeinen Frieden zustande zu bringen, mit allen Mitteln zu ersticken. Daß sich Ke-renslij zum Nachteil seines Volles hergibt, dieses Ziel der Alliierten zu unterstützen, ist bezeichnend für die in Petersburg herrschenden Zustände. Aus Amsterdam, 3 Juli, wird gemeldet: Schon seit längerem ist es in Amsterdam und anderen Städten wegen der Schwierigleiten der Gemüse« und vor allem der Kartosielcrzeugung zu größeren und kleineren Kundgebungen gekommen. Gestern nahmen die Klludgcbunqcu in Amsterdam einen ernsteren Charakter an. Eine aus mehreren tausend Personen bestehende Menge plünderte auf dem Zuge durch die Stadt drei Gemüseläden. Die Polizei sah sich genötigt, einige Schüsse abzugeben. — Gestern abends wiederholten sich die Aufruhrszcncn wegen der mangelhaften Kartosfekiersorgimg. Im Laufe der Nacht kam es zu Plünderungen und Zusammenstößen mit Polizei uud Militär. In einigen Straßen wurden Barritaden errichtet. Ein Offizier wurde verwundet,^ uud nach den vorliegenden Berichten aus der Menge eine Person getötet und zahlreiche verwundet. Der dänische Schoner „Vonin" wurde in Brand geschossen nnd schwer beschädigt nach Londonderry eingeschleppt. Der „National Tidcndc" zufolge haben sich ungefähr :l0 schwedische Schiffe, die bisher England nicht verlassen konnten, des deutschen freien Geleites vom 1. Juli bcdieut und befinden sich aus der Reise nach Schweden. Ihre Ladungen bestehen aus Getreide und für die Industrie unentbehrlichen Waicn. Aus London, Z. Juli, wird gemeldet: In Beantwortung einer Anfrage wegen der vorgeschlagenen Konferenz dcr Alliierten übcr die Kriegszicle sagte Lord Robert Ceeil im Unterhaufe: Die russische Regierung habe eine Konferenz der alliierten Mächte über die Friedensbedingungen vorgeschlagen. Die Rc» gierung stehe wegen dieses Gegenstandes in Unterhandlung mit den Verbündeten. Aus Peking. 2. Juli, wird gemeldet: Gestern wurden kaiserliche Dekrete veröffentlicht, die die Wiederherstellung dcs Kaisertums in konstitutioneller Form verkünden. Nach einer Rcuter-Meldung herrscht in der ganzen Stadt vollkommene Ruhe. obwohl ein Teil 'der Bevölkerung in gereizter Stimmung ist. Auf Befehl der Polizei wurden in der ganzen Stadt Drachenbanner gehißt. — Dem „Algemeen Handcls-blad" znfolge meldet „Mormugpost" aus Tientsin, daß der Bürgerkrieg unvermeidlich sei, wenn der neue Kaiser nicht wieder abdanke. Lokal- und Provinzial-Nachrichtcn. Laibacher Gemeindcrat. In der vorgestrigen Sitzung ergriff Vizcbürger-meister Dr Triller als Obmann des städtischen Apvrovisionierungsausschusses das Wort zu einer Rede über den Stand der Frage der Versorgung der Einwohnerschaft von Laibach mit Heizmttteln. Seine Mit. teilungen gipfelten im folgenden: Ich erachte es als geboten, der Einwohnerschaft m den tatsächlichen Stand der Beheizunasfrage vollen Einblick zu eröff. nen Dem Approviswlnemngsllusschusse ,st es trotz allen Bemühungen bisher nicht gelungen, Heizstoffe in solcher Menge sicherzustellen daß fur den kommenden Winter eine BeheizunaMfe ausgeschlossen wäre und der genannte Ausfchuß lehnt fur jede allenfalls eintretende diesbezügliche Unzulömmlichkeit alle Ver-antwortlichleit entschiedenst ab. Laibach ist in die Lage versetzt, den kommenden Winter ohne Ofen-, aber auch ohne Herdfcuer überdauern zu sollen, so daß die Einwohnerschaft in ungeheizten Wohnräumen mit nicht gelochten, kalten Speisen sich aufrecht zu erhalten hätte. Während die Stadtgemeinde gegen Mitte des verflossenen Winters noch über mehr als 1000 Waggons Kohle an Reserven verfügte, hat sie jetzt nur etwa 15 Waggons Kohle auf Lager lohne Erfolg. — Das Kohlenwerk Trifail-Sagor er-I klärte, es könnte seine Kohlenlieferung von dem Augenblick an um 15.000 Tonnen monatlich erhöhen, an dem ihm 900 ungefchulte Bergarbeiter, die am Tag-bau zu befchäftigcn wären, beigestellt würden, und das Kohlenwert Gottschee gab bekannt, es könnte feinen Tagbau sofort in Betrieb stellen, sobald ihm 200, wenn auch ungeschulte Arbeiter, zur Verfügung gestellt würden, wodurch sich die Lieserungsmcnge nur dieses Wer-tes um 5000 Tonnen monatlich steigern würde. 250 Waggons davon könnte die Staatsessenbahn, die das Gottscheer Kohlenwerk in Eigenanspruch genommen hat, abbekommen, die restlichen 250 Waggons könnten ohne weiteres der Stadtgemeinde Laibach zugute tom» men. Wenn trotzdem die Anzahl der erforderlichen Arbeiter nicht losbekommen werden sollte, so trifft dafür die Verantwortung weder die städtische Appro-oisionierungsstelle, noch auch die Betriebsleitung des Laibacher Gaswerkes. Tatsache ist, daß das Kohlenwerl Trifail kategorisch jede Bestellung abweist und auch die der Stadtgemeinde Laibach abgewiesen hat. In Angelegenheit der Kohlenbeschaffung intervenierte ich u. a. beim Arbeitsminister Freiherrn von Trnla, unserem Ehrenbürger. Dieser sah sich zur Erklärung bemüßigt, daß wir gar nicht hoffen dürfen, irgendwelche Kohle zu erhalten, und gab mir den Rat, uns mit Brennholz zu versehen, damit eine Veheizungslatastrophe vermieden werde. Wenn es sich irgend werde machen lassen, werde er für die unbemittelten Kreise sogenannte Vollslohle beistellen. Wie ich späterhin bei der hiesi- Lcnbachcr Zeitung Nr. 151___________________________982_____________________________________ö^Iuli 1917 gen Landesregierung erfuhr, plant die Regierung, den ärmsten Volksschichten soviel Kohle zuzuweisen, daß auf Monat und Familie 90 Kilogramm, somit auf Tag und Familie 3 Kilogramm Kohle entfallen. Dieses Ausmaß kann freilich nicht zureichen. Es bleibt also nur noch die Möglichkeit, als Beheizungsäqui-valcnt entsprechende Mengen von Brennholz zu beschaffen. Zur Versorgung der Einwohnerschaft von Laidach wären mindestens 60.000 Raummeter Holz notwendig. Dieses Quantum lüuute nur in deiu Falle beschafft werden, wenn die Heeresverwaltung die erforderliche Anzahl von Holzfällern fowie von Trans» Portmitteln zur Verfügung stellte. Zivile Arbeiter und Fuhrwerke sind nicht aufzutreiben. Weil nun die Heeresverwaltung zur Deckung ihres Bedarfes 120.000 Raummeter Holz benötigt und bei der Beschaffung ihrer Bedarfsartikel uubedingt den Vorrang hat, mußten wir befürchten, daß uns in Angelegenheiten der Holzbeschaffung in der Heeresverwaltung eine gefährdende Konkurrentin erwachsen könnte. Wir suchten deshalb um Rayonierung des Holzes an, so zwar, daß das in den Bezirken Üaibach Umgebung und Stein sowie in der Gutenfelder Gegend und in gewissen Teilen des Bezirkes Littai geschlagene Holz der Stadtgemeinde Lmbach vorbehalten bliebe. Auf dieses Ansuchen haben wir bislang noch ieinen Bescheid erhalten, wohl aber hat die Heeresverwaltung die Lieferung des schon gefällten Holzes aus dem gesamten Kronlandsgcbiete ohne Ausnahme bereits ver-lautbart. Zur Fällung des für die Stadtgemeiude erforderlichen Holzes wurden uns 200 lriegsgefangene Russen bewilligt. So lange uns nicht auch die nötigen Transportmittel (Fuhrwerke) beigestellt werden, lann mit einer zureichenden Holzzufuhr nach Laibach nicht gerechnet werden. Die Zahl der zur Arbeitslei« ftung für die Stadtgemeinde Laibach bewilligten Kriegsgefangenen ist unzureichend. Es könnten wohl so viele Arbeitskräfte aus den Kriegsgefangenenlagern bewilligt werden, daß der Betrieb der Kohlenwerke Trifail-Sagor und Gottschee im gekennzeichneten Ausmaße erhöht oder daß doch wenigstens Holz in genügender Menge gefällt würde. Bürgermeister Dr. Tavear bemerkte, er habe da und dort etliche Hundert Raummeter Holz bereits käuflich sichergestellt, die mit den städtischen Fuhrwerken betriebene Zufuhr aber reiche nicht hin, da im Laufe von 14 Tagen kaum 8 Klafter hercingeschafft werden konnten. In der Gegend von Zirtlach habe die Stadtgemeinde auf ihrem Gut 600 Raummeter Holz bereits gefällt, könne es jedoch nicht nach Laibach schaffen. Wenn ihr keine Arbeitskräfte bewilligt werden follten, werde sie nicht einmal hundert Waggons Holz beschaffen können, während ihr Gesamt-bedarf rund 4000 Waggons ausmache. Falls dic Stadtgemeinde Üaibach nicht wenigstens 1500 Wag-! gons Kohle angeliefert erhalte, sei eine Bcheizungs-latastrophe unvermeidlich. In Erwiderung auf cine vom Gemcinderat 2o-Zar gemachte Anregung teilte VizebürgermcistcrDoktor» Triller mit, daß mit einer Beschaffung von Koks nicht gerechnet werden lönne, weil Koks überhaupt weder in Mähren noch auch in Westfalen erhältlich seien, wo ein Waggon davon dermalen rund 1600 K. toste, während in Friedenszciten die gleiche Menge um etliche Zehner Mark zu haben, gewesen sei. In Laibach habe Koks einzig nur die Filiale der Kredit« anstalt, und zwar aus den eigenen Anlagen, zudem j nur zwei Drittel der angeforderten Menge, erhalten. Die Kotsvorräte des Laibacher Gaswerkes seien bereits unter die Bemillerung verteilt worden. Über die restlichen Verhandlungsgegenstände berichten wir morgen. _________ — (Militärische Belobung.) Major Rudolf M ö-bius des IR 17 wurde anläßlich feines Abgehens zur Front für seine mustergültige, durch Umsicht und hervorragenden Fleiß gekennzeichnete Dienstleistung beim Ersatzbataillon vom Militärkommando belobt. — (Militärisches.) Seme Majestät der Kaiser hat die Enthebung des Majors August Schediwy, überlomvlett im IR 55, Personaladjutanten Seiner l. und t. Hoheit des Herrn Feldmarschalls Erzherzogs Eugen, von diesem Posten und Transferierung zum IR 17 angeordnet. — (Krieqsauszcichnuna.cn.) Seine Majestät der Kaiser hat dem Leutnant i. d. N. Josef Klauer des IR 27 das Militürverdienstkreuz 3. Klasse mit der Kriegsdekoration und den Schwertern und dem Leutnant i. d. R, Alfons Meneinger des IR 27 die Allerhöchste belobende Anerleimung mit den Schwertern verliehen, — (Ausgezeichnete Gendarmen.) Der Ersatzwacht« meister Josef Mitlavcic und der Gendarmeriewachtmeister Johann Bajt, beide in Rcifnitz, wurden durch Verleihung des Eisernen Kreuzes mit der Krone am l Bande der Tapfcrkeitsmedaille ausgezeichnet. — (Anerkennung für das Eiscnbahnpcrsonale.) Vom l. u. k. Armeeoberkommando (Ehef des Generalstabs) ist den beiden in Betracht kommenden Bahn« Verwaltungen folgende ehrende Zuschrift zugekommen: „Während der 10. Ifonzo-Schlacht wurden von den Bahuverwaltungen im Bereiche der Ifonzo-Armee unter der Führung der Feldtransportleitung Laibach ganz besondere, das gewöhnliche Maß weit übersteigende Leistungen vollbracht. Das Personale der Südbahn sowie der Staatsbahndirettion Trieft hat unter schwierigen Verhältnissen in aufopferungsvoller Weife — felbst bei Gefährdung dcs Lebens — scine Dienstpflicht eifrigst erfüllt und auf diese Weise zum Gelingen der großen Abwehrschlacht wesentlich beigetragen. Im Allerhöchsten Auftrage spreche ich daher dem gesamten Personale der beteiligten Südbahn- und Staatsbahnstrecken den besonderen Dank und die vollste Anerkennung aus. A rz, G. d. I." — (Wechsel in der Leitung des Betliebsinspekto-rates der Tüdbahn in Trieft, derzeit in Laibach.) Der bisherige Vorstand und Zugfürderungsreferent des Belriebsinspektorates, Herr Oberinspektor Ing. Franz Grundner, wurde zur Maschinendirettion nach Wien berufen. An seiner Stelle wurde der bisherige Heiz-hausvorstaud in Marburg, Herr Oberinspektor Ing. Max von Formacher auf Lilienberg, zum Vorstand und Zugförderungsrefereuten des Betriebsinfpel-torates ernannt. — (Gedächtnisspcndcn.) Um das Andenken des verstorbenen hochverdienten deutfchen Mitbürgers Herrn Albert Samassa zu ehren, haben die Philharmonische Gesellschaft, der Laibacher deutsche Turnverein, der Kasinovcrein, die akademische Landsmannschaft Carniola und der Deutsche Verein dem Deutschen Kriegswaisenschah den Vetrag von 500 K. zugewendet. — (Krauzablijsuua..) Anstatt eines Kranzes für den verstorbenen Herrn Albert Samassa hat die Familie von Hollegha dem Deutschen Kricgs-waisenschatz den Betrag von 30 K. gewidmet. — (Kranzablösnng.) Herr und Frau Hofrat Edler von Rakit haben, um das Andenken ihres verstorbenen Freundes Herrn Albert Samafsa zu ehren, unserer Administration den Betrag von 25 Kronen für Kriegsblinde übermittelt. — (In russische Kriea.s<».efana.enschaft geraten.) Der akademische Bildhauer Einjahrig-Freiwilliger Ivan Sajovic aus Adelsberg ist in russische Kriegsgefangenschaft geraten. Sajovic' an der Front modellierte Büste weil. Seiner Majestät dcs Kaisers Franz Josef fand viel Anklang und wurde feinerzeit vom „Interessanten Blatt" reproduziert. — (Rcchtzcitilic Instandsetzung landwirtschaftli» cher Geräte und Maschinen.) Das k. und t. Kriegs« nlinisteriunl hat seinerzeit Vorkehrungen getroffen, um Schmiede, Wagner und Maschinisten rechtzeitig zu entheben, bczw. zu beurlauben. Im Hinblicke auf die Ernte ist es notwendig, vor Ingebrauchnahme der landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen aus deren Instandsetzung aufmertfam zu machen. Nur wenn möglichst viel Zeit zur Verfügung steht, kann der Mangel an Arbeitskräften, die für dicfen Zweck verfügbar sind, einigermaßen ausgeglichen werden. Es empfiehlt sich fomit, unverzüglich mit der Instandsetzung der landwirtschaftlichen Geräte und Maschinen zu beginnen, damit sodann die Arbeiten ohne Verzögerung rechtzeitig und genau durchgeführt werden können, ke—. — (Zur Förderung der Erntcarbeitcn) werden auf Anordnung der militärischen Zentralstellen auch von Ersatzkörpern Pferde und, wo es die militärifchen Verhältnisse zulassen, auch Fuhrwerke in möglichst großer Anzahl bereitgestellt. Die Ausgabe erfolgt auf Grund der Anforderungen der Gemeinden und Einzel-besitzcr von Landwirtschaften bei den Ersatztörper-tommandantcn durch diese, jedoch erst zur Zeit des Höhepunktes der Erntearbeiten auf eine Dauer von 21 Tagen, einschließlich der erforderlichen Märsche in einem Umkreise von zwei Tagmärschcn zu Fuß. Bahntransporte und längere Belastungen sind ausgeschlossen. Zum gleichen Zeitpunkte werden auch die gesamten Mannschaften dieser Ersatzlörper bereitgestellt und auf die Anforderung der Gemeinden, bczw. Einzelbesitzer auf die Dauer von drei Wochen zur Verfü« gung gestellt. — (Die Kundmachung über den Huckcrvertaufj wird heute öffentlich angeschlagen werden. Die Kaufleute erhalten sie nebst der Nummertafel in der Zuk« kerzentrale, sobald der Zucker angewesen werden wird. D^ Tag der Anweisung wird rechtzeitig bc-kanntgegMn werden. — (Die Brotkommissinnen) werden morqen und übermorgen von 8 Uhr früh bis 1 Uhr nachmittags amtieren. Zur Ausgabe gelangen morgen Brot» und Fetttarten, übermorgen numerierte Zuckcrkarten. — (Billigere Fleischabgabe für Bcamteukatego- ricn.) Heute nachmittags wird die städtische Appro-visionierung in der Iosefitirche billigeres Rindfleisch für Beamtenkategoiieu abgeben. Reihenfolge: von halb 6 bis 0 Uhr Kategorie I Nr. 1 bis 200, von 6 bis halb 7 Uhr Kategorie I Nr. 201 bis Ende; von halb 7 bis 7 Uhr die Nummern der Kategorie II; von 7 bis halb 8 Uhr alle Nummern der Kategorie III und von halb 8 bis 8 Uhr die gefamte Kategorie IV. Die Familienlegitimatiou ist mitzubringen. Kleingeld ist bereitzuhallen. le—. — (Billigere Flcischnbgabe auf rote Legitimationen.) Heute nachmittags wird in der Iosefikirche billigeres Rindfleisch auf rote Legitimationen abgegeben. Ein Kilogramm kostet 2 K. Reihenfolge: von 1 bis 2 Uhr alle mit ^ signierten roten Legitimationen; sodann die roten Legitimationen: von 2 bis halb 3 Uhr Nr. 1—200, von halb 3 bis 3 Uhr Nr. 201—400, von 3 bis halb 4 Uhr Nr. 401—600, von halb 4 bis 4 Uhr Nr. 601-800, von 4 bis halb 5 Uhr Nr. 801 bis 1000, von halb 5 bis 5 Uhr Nr. 1001 bis zum Ende. Die Fleischtarte ist mitzubringen; Kleingeld ist bcreitzuhalten. ke—. — (Die Verteilung von Fett) zu Normalpreisen sür diejenigen, die au keiner Altion der Armeuver-pfleglmg partizipieren, beginnt fpätestens im Verlaufe der nächsten 10 Tage. Der Verteilungsplan sowie die Festsetzung, wer hic'uei bezugsberechtigt ist, wird rechtzeitig durch die Tagesprcsse bekanntgegeben werden. Aus diesem Grunde ist es überflüssig, das städtische Approvisionie^ungsamt um besondere Legitimationen zu bestürmen. Solche Legitimationen werden diesmal überhaupt nicht ausgegeben. ke—. — (Hcrabsclzunss der Mehl- und Brotrationen.) Das k. k. Amt für Volksernährimg hat mit dein Erlasse vom 14. Juni l. I., Z. 21.404, verfügt, daß für jede Person täglich nur l75 Gramm Mahlproduktc (früher 200 Gramm) und für die Schwerarbeiter nur 25i0 Gramm (früher 300 Gramm) aufgebraucht werden dürfen. Diese Herabsetzung der ursprünglichen Mehl-, bezw. Vrotmenge ist in der Weise durchzuführen, daß für unverheiratete Personen (Gaslhausgäste usw.) die Brotmenge, sür die foustigcn Personeu hingegen die Meblmelige herabgesetzt wird. Für die Schwerarbeiter, die zudem im Besitze einer Brotzusatzkarte sind, wird das Mehl bei der ganzen Karte wie für jede andere Person, überdies das auf die Brotzusatzkarte entfallende Brot herabgesetzt. Die Schwerst-arbcitcr erhalten nach wie vor täglich 300 Gramm Mahlprodulte. — Der Brotverlauf hat wie bisher zu erfolgen, während die Menge dcs auf die Mehlkalten erhältlichen Mehles fallweise durch die Tagesblätter bekanntgegeben werden wird. Hinsichtlich der Karten für Schwerarbeiter, Fcldarbeiter usw,, denen die Brotkarten ohnehin nur auf dein Magistrat ausgefolgt werden, wird diese Herabsetzung der täglichen Brotrationen bei der Ausgabe der Brotkarten berücksichtigt werden, wovon die berechtigten Betriebe infolge der Herabsetzung der Rationen um soviel weuigcr erhalten. Daher müssen die Brotverkäufer den Parteien auch weiterhin so viele Viertcllaibe abgeben, als die Partei Bruttarten vorlegt. — (Vom (Ersten Staatsssymnnsinm.) Am hiesigen Ersten Staatsgymnasium fand am 2. d. M. unier dem Vorsitze des Herrn Landesschulinspettors Dr. Michael Opeta die Reifeprüfung statt. Hiezu hatten sich acht ordentliche Schüler gemeldet, welche die Prüfung fämtlich mit Erfolg' bestanden, und zwar: Franz Hiti aus Nudolfswert (mit Auszeichnung), Stanislaus Kropiunit aus Laibach, Bogdan Kump aus Gallenfels bei Neumarttl (mit Auszeichnung), Franz Lipov« sek aus Kraxen, Franz Mejak aus Laibach, Josef Pfeifer aus Laibach (mit Auszeichnung), Gottfried Vefel aus Laibach und Stane Zajec aus Domzale (mit Auszeichnung). Die übrigen Schüler, die zum aktiven Militärdienste einberufen wurden, hatten die Reifeprüfung fchon früher abgelegt. Am 3. d. M. erschienen 4 Privatistinncn zur Reifeprüfung, u, zw.: Mira Fink, Ludmilla Ilesie, Friederite Kristan und Valesla Pirc. Sämtliche bestanden die Prüfung mit Auszeichnung. — (Preisschichen der Schiilcr des k. k. Staatsgymnasiums mit deutscher Unterrichtssprache nnd der f. t. Staatsoberrcalschulc.) Die hcnrigen Schießübungen an diesen beiden Lehranstalten wurden am 27. Juni mit einem gemeinsamen Preisschiehen ans der k. und k. Militärschießstätte abgeschlossen. Dazu waren als Vertreter dcs l. und k. Offtzierkorps die Herren Oberstleutnant Lellöck sowie die Herren Oberleutnante Dr. Gutmann und Pudhorn crschie-nen. Hen Landesschulinspektor Nelar war am Erscheinen dienstlich verhindert; dafür hatte sich zur Veranstaltung scine Frau Gemahlin eingefunden. Auheidcm waren viele Mitglieder der Lehrkörper bei» der Anstalten anwesend. Die Vertreter der Behörden Laibacher Zeituna Nr. 151 983_________________________b. Juli 1917 sowie die Gäste wurden vom Gymnasialdireltor Herrn Dr. Tretter und dem Leiter der Realschule Herrn Schulrate Dr. Svoboda empfangen und begrüßt. — Beim Preisschichen wurden sehr viele Treffer erzielt. Nach dessen Beendigung hielt Hcrr Direktor Dr. Trettcr eine Ansprache, in der er, von dem Wahlspruche der Schützen „Mit Herz und Hand fürs Vaterland" ausgehend, darlegte, daß nur der ein echter Schütze sein küuuc, dessen Herz auch jederzeit in Liebe zum Vaterlande schlage. Diese vaterlandische Gesinnung der jungen Schützen habe sich bereits bei verschiedenen Gelegenheiten uud Anlässen gezeigt. Mit welchem Eifer und Ernste aber auch die Hand für das Vaterland geübt worden fei, das lönne man aus den heute erzielten Erfolgen erfehcn. Diese Ausbildung sei nur durch das warme Interesse ermöglicht worden, das die Schul- und Militärbehörden, insbesondere Herr Landesschulinspeklor Velar und Herr Stationstommandaut Oberst v. Kleinschrodt, diesem Zweige der militärischen Vorbereitung der Jugend entgegengebracht hätten. Daher gebühre diesen sowie den Herren Professoren Kurschen und Lob, die den Schiehnnterricht lcitcteu. der wärmste Dank. Mit der Aufforderuug. dem Schützeuwahlspruche: „Mit Herz und Hand fürs Vaterwud" im ganzen Leben treu zu bleiben, schloß der Herr Direktor seine Rede. Hierauf nahm Frau Landesfchulinspektor Velar in der liebenswürdigsten Weise die Prcisoertcilung vor. Unter heftigem Gewitterregen marschierten die jungen Schützen nach der bescheidenen aber eindrucksvollen Feier in die Stadt zurück. — (Das Kaiser Franz Josef I. städtische Mädchen, lyzeum) wurde nach dem vom Direktor In. Macher herausgegebenen Jahresberichte am Schlüsse des Schuljahres 1!) 16/17 von 271 ordentlichen Schülerinnen und 2 Privatistinncn besucht. Die Religion war bei 269 -j- 2 die römisch-katholische, bei 2 die evangelische (H. K.), die Muttersprache bei 2^7 -s- 2 die slouenische. bei 3 die böhmische, bei 1 Schülerin die deutsche. Znm Aufsteigen in die höhere Klasse waren 61 mit Vorzug geeignet, 108 -j- i geeignet und 4 nicht geeignet; 6 Schülerinnen erhielten die Bewilligung eiuer Wiederholungsprüfung, 2 -s- 1 blieben un-tlassifizicrt. Das Schulgeld betrug im ersten Semester! 4020 K., im zweiten Semester 2780 K. Neun Schü- ^ lcrinneu standen im Genusse von Stipendien in der' Gesamthöhe vou Z474 K. Der Lehrkörper bestand! mit Einschluß des Direktors aus 10 Lehrkräften;! unter diesen waren 3 mobilisiert, 1 Lehrkraft befand' sich auf Urlaub. — Der Handelsknrs zählte 47 Zög. < linge, die Lyzealvolksfchulc in fünf Klassen 180 Schü-. lerinneu. ! — (Avisn.) Die in militärischen Diensten stehen-' den selbständige» Kaufleute uud Gewerbetreibenden mögen wegen einer wichtigen Angelegenheit morgen oder übermorgen zwischen halb 12 und 12 Uhr mittags oder 7 und 8 Uhr abends beim Obmann des Landesverbandes der Gewerbegenossenschaften Engelbert Franchetti, Wiener Straße 20, vorsprechen. — (Postsparkasse.) Im Monate Juli betrugen in Kraiu die Einlagen im Sparverkchre 103.402-24 K., im Scheckverkehr«? 23,0!)1.90o 63 K., die Rückzahlungen im Sparverlchre 81.893 10 K., im Schcckoerlehre! 12,823.741-37 N>. — (Großes Schadenfeuer in Bevlc.) Wie bereits kurz gemeldet^ wurde die Ortschaft Vcvkc bei Over-laidach am 27. Juni vou einem großen, durch Blitzschlag verursachten Schadenfeuer heimgesuch!, Anläßlich eines Ungewitters schlug der Blitz in das Wirtschaftsgebäude des Haufes Nr. 10 ein, das alsbald Feuer sing. Iu wenigen Minnten standeu mehrere benachbarte Bauobjekte iu Flammen. Insgesamt fielen dem entfesselten Elemente 2 Wohnhäuser, 10 Wirtschaftsgebäude, 12 Stallnngeu und mehrere Harfen zum Opfer. Elf Stück Rindvieh uud zwanzig Schweine kamen in den brennenden Stallnngcn um; eine grö« ßrre Anzahl von Rindern nnd Schweinen erlitt teils schwere, teils leichtere Brandwunden. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Die Obstliäumc iu der Nähr der Brandobjekle wurden arg beschädigt. Alls der Brandstätte waren fünf Feuerwehren zur Hilfeleistung eingetroffen, denen es nach angestrengter Löscharbcit gelang, den Brand zu lokalisieren. Da die Ortsbewohner zumeist mit Feldarbeiten beschäftigt waren tonnten nur wenige Gerätschaften, Kleider, L^bensnuttel- und Futtcrvorrätc in Sicherheit gebracht '""^_"'sKaaclschlllst.) I« Groß.Mrasevo hat am 27 ^uni ein Hageljchlag großen Schaden angerichtet. ^^ Ale abgemäht w.o den' Auch Ma>s>rdi1PP'l U.d Fisolen wurden von den Schlosien ar, zechtet ^ ^^ - I,hre alte Oüerkon- Pcter u Kram stürzte ^r " "'H , ^ . dukteur der Südbahn Feromand Mtnwa an. ^a,. bach vom einfahrenden Zuge und erlitt mehrere Rippenbrüche und sonstige Verletzungen. Er wurde ins Landesspital nach Laibach überführt. — (Dicbstiihlc.) Dem Besitzer Jakob Crnalogar in Cerkovnit, Gerichtsbczirk Idria, wurde in einer der letzten Nächte aus dem Stalle ein drei Wochen altes Kalb gestohlen. Die Diebe stachen das Kalb unweit vom Tatort ab und schleppten es dann fort. — Dem Besitzer Martin Gril in Hrenowih wurden aus dem Schweinestalle zwei junge Schweine entwendet und unweit des Tatortes abgestochen. Weitcrs wurde der Besitzerin Johanna Hrovatin in Vitovse, Gemeinde Niederdorf, aus dem Schweincstall ein junges Schwein entwendet. — In Abwesenheit der Hausleute wurden dem Besitzer Johann Sever in Klece aus dem ver-sperrten Hause fünf geräucherte Schinken und am folgenden Tage dem Besitzer Gregor Dove in Saolje 20 Kilogramm Selchfleisch gestohlen. — lNbcr W slovcnischc BergwerlSarbeiter tödlich verunglückt.) Im Kohlenbergwerke Hastings in Siid-Eolorado (Vereinigte Staaten von Nordamerika) brach infolge einer Grubeuexplosion ein Brand aus, bei dem das Feuer 120 Kohlengräbern den Weg ins Freie verlegte und den zur Rettungsarbeit Hcrbei-geeiltcu ein zureichend rasches Eingreifen unmöglich machte. Sämtliche 120 im Bergwerk Verbliebenen dürften dem Tode verfallen fein, unter ihnen über 30 Sloocncn. Die Bergungsarbeiten gediehen bis zum Zeitpunkt, da die obige Meldung von Trinidad (Colorado) abging, kaum fo weit, daß d,c Leichen von ruud 35 Verunglückten geborgen und auf dem Flicdhofe zu Trinidad beigesetzt wurden. Unter den bisher geborgenen Toten befinden sich nachstehende Sloveneu: Joe Cernetie (verheiratet. 24 Jahre a/l, aus Illyr. Feistritz), Antun Deklcvu (ledig, 30 Jahre' Prem bei Aoelsbcrg), Frank Gcrl (ledig, 21 Jahre), Anton Glavic, Frank Kosic (lcdig, 2i' Jahre), Joe Kosik (ledig, 27 Jahre), John Kresovie (ledig, 30 I.), Martin Krcsouiö (verheiratet, 29 I.), Tony Kresooic (lcdig, 25 Jahre), sämtliche aus Racicc bei Volosla, Tony Marintic (40 Jahre, Grafenbrnnn, Innertrain), Anton Pozlep (verheiratet, Bat bei 'Grascnbrnnn), John Slak (ledig, 24 Jahre, ans Uutertrain), Joe Smolic (verheiratet, 32 Jahre, Dobrniile in Unter« kram), Andreas Tetavc (verheiratet, 30 Jahre, St. Veit bei Zirknitz), Jakob Tomsic (lcdig, 24 Jahre, Bac bei Grafenbrunu). Joe Tnrkovic (verheiratet, 31 I., Sapjane bci Volusta), Matth. Valencic (verheiratet, 32 Jahre, Lifac bci Volosla), Frank Vcrnit (52 I,, aus der Gegend von Stein in Krain), Tony Zadtovic (42 Jahre. Racice bei Voloska), Jakob Zelc (verheiratet, 27 Jahre) und Frank Zcrnada (verheiratet, 24 Jahr?, Divaia ^?^). Wie verlautet, dürften mehrere Monate ocrg?hen, bis alle Opfer des Uuglücksfalles zutage gebracht fein warden. Von den in diesem Acrgwc'lc beschäftigten Slovenen sind nur drei heil geblieben. Diese waren krankheitshalber an dem Tage nicht zur Grube gefahren. Auf dem Friedhofe von Trinidad liegen etliche Hunderte im Laufe der Jahre i verstorbene slouenischc Kohlenarbeitcr, begraben, deren weitaus überwiegende Mehrzahl im Alter zwischen 30 und 40 Jahren den Tod im dortigen Bergwerke gefunden haben soll. „Meilensteine des Lebens" im Kino Central im 2lmdcsth?atcr. Die Meilensteine, an denen uns dieser Filmroman vorbeiführt, hat nicht ein tühl kalkulierender Geometer, sondern ein Dichter gesetzt, und das Publilnül folgt ihm gerne bei seiner "lrlicit vom ersten Sl ill, den er in oas keimende Erdreich des Le« bcnssrnlilings versenkt, bis zum letzten, der aus dem Schnee und Eis des Alters hervorragt. Von allen dein Dichter gewährten Freiheiten Gebrauch machend, hat der Verfasser bei Regie und Darstellung freundliches Verständnis gefunden und die Photographie hat das iyrigc reichlich dazu beigetragen, dem Filmwerk eine gute Aufnahme zu sichern. Vorführungen im Kino Central im Landcstheatcr um 4, halo 6, 7 und 9 Uhr abcuds. Vei der !> llhr-Vorstellung Konzert eines erstklassigen Orchesters. Neues Programm! Der Krieg. Helegrarnrne dev, k. k. Gelsgraphen'Ac»rre> fpondenz'Mureau». Oesterreich - Ungarn. Von den Kriegsschauplätzen. ! Wien, 4. Juli. Amtlich wird oerlautbart: 4. Juli. Östlicher Kriegsschauplatz: Bei V';ezauy wurden hchigc Au.griffc starker feindlicher Kräfte blutig abgewiesen. I,n Abschnitt südwestlich von Zboröw haben die Russen nicht an« gegriffen. Sonst auf allen Kriegsschauplätzen geringe Ge-fcchtstätigleit. Der Chef des Generalstabes. Der Handstreich bei Koftanjevica. Wien, 4. Juli. Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Seit dem Abstauen der zehnten Isonzo-schlacht versuchten die Italiener, sich durch langsames Heranarbeiten im Vorgelänbe der Stellung von Ko» stanjevica festzusetzen. Allnächtlich wnrde fleißig ge» sprengt, gebohrt und gedrahtet. Bald dehnte sich vor der ursprünglichen feindlichen Linie eine neue aus, die für einen kommenden Angriff günstigere Vor» bedingungen bieten sollte und selbst über diese schob der Italiener jetzt schon stärkere Posten vor. Ein kühner Handstreich Tapferer von den Honveo-Infan-teriercgimentern 20 und 31 bereitete diesem Trachten ein jähes Ende. Im ersten Anlauf wurden die italienischen Posten gestürmt, zwei Ossiziere und 270 Mann gefangen, dann zwei Maschinengewehre erbeutet. Zwei bald darauf durchgefühlte Angriffe des Feindes wiesen die braven Honveds blutig ab. Ihre Vortruppen stehen in dem mit so viel Sorgfalt hergestellten italienischen Grabenstück. Die Führer der äußeren Angrisfsgrnpven waren durchwegs sich freiwillig meldende junge >I -ziere, die in dem nächtlichen Handgemenge mit ih:.u'. Häuflein Wunder der Tapferheit verrichteten. Solch bravem Verhalten von Kommandanten und Mann mußte auch ein voller Erfolg blühen. Das Dentsche Kaiserpaar in Laxenlmrg. Wien, 4. Juli. Am 6. Juli früh treffen Ihre Majestäten der Deutsche Kaiser und die Deutsche Kaiserin mit Gefolge in Laxenburg ein, um Ihren Majestäten dem Kaiser Karl und der Kaiserin Zita den seinerzeit abgestatteten Besuch zu erwidern. Das Abgeordnetenhaus setzte gestern die Debatte über die Berichte ors Aer» fassungsausschusses und des Justiznusschusses über die kaiserliche Verordnung, betreffend die zeitweilige Einstellung der Wirksamkeit der Geschworenengerichte nnd die Unterstellung von Zivilpersonen unter die Militärgerichtsbarkeit, fort. Bei dieser Gelegenheit gab Abg. Dobernig im Namen des Deutschen Nationalverbandes eine Erklärung ab, worin er den Standpunkt dieses Verbandes gegenüber dem Allerhöchsten Amncstieerlasse festlegte. Durch die Amnestie werde dem Staate eine ungeheure Belastung aufgebürdet. Die Deutschen ihrerseits könnten nicht vergessen, wie viel deutsches Blut vergossen worden sci durch die Schuld oerer, denen der kaiserliche Gnadcnalt zuteil werde. Demgegenüber ständen die Verurteiluna/u von Personen, die sich zu Äußerungen hinreißen g» l hatten, wegen deren sie straffällig geworden seien fcltenc Herzensgute Seiner Majestät würde übel be-lohnt, die Deutschen nersprächen sich auch die mit dem Gnadcnatte zweifellos beabsichtigten erzieherischen Wirkungen nicht. Es drücke sie vielmehr die Besorgnis, daß der Staat neuen inneren Kämpfen preisgegeben würde; die Deutschen könnten die Verantwortung für alle unabsehbaren Folgen nicht mit-tragen. — Nächste Sitzung morgen um II Uhr vormittags. Interpellationen wurden u. a. überreicht vom Abg. Dr. Ravnihar, betreffend die fprachliche Gleichberechtigung in Kärnten, und vom Abg. Dr. Kiek, be-treffend die Beurlaubung, eventuell Enthebung von Militärpersoncn in den Sammellagern. Deutsches Reich. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 4. Juli. Da5 Wolff-Bureun meldet: Großes Hauptquartier, 4. Juli. Westlicher Kriesssfchanplatz: Heeresgruppe des Kronprinzen Nupprecht vou Vanern: Infolge Dunstes und der dadurch erschwerten Beobachtung blieb die Gefechtstäticileit bis zum Abend gering. Dann lebte sie in einzelnen Abschnitten bis zum Dunkelwerden auf. Nachts kam es mchrfach zu Ertundungsgefcchten, die uns Gefangene und Beute einbrachten. yecresssluppc dcs Teutschen Kronprinzen: Östlich von Eeruu am Ehemin dcZ Dames griffen die Franzosen nachts die von uns gewonnenen Gräben an. Beide Male wurden sie zurückgeschlagen. Die kampfbewährten lippisch-westfälischen Bataillone stie-! ßcn dem weichenden Gegncr nach, fchoben ihre Stel- Laibacher Zeiwng Nr. 151___________________________984_____________________ 5. IM 1917 lung vor und machten eine große Zahl von Gefangenen. Auch westlich von Cerny und bei Craonne waren Unternehmungen unserer Stoßtrupps erfolgreich. Heeresgruppe des Herzogs Albrecht von Württemberg: Nichts Besonderes. Östlicher Kriegsschauplatz: Hceresfront des Gcneralfcldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern: In Ostgalizien vermochten die Russen gestern ihre Angriffe nur bei Brzezany zu wiederholen. Trotz Einsatzes frischer Kräfte kamen sie nicht vorwärts. In zäher Verteidigung und frischen Gegenstößen hielten sächsische Regimenter ihre Stellungen gegen zahlreiche Angriffe und fügten dem Feinde hohe Verluste zu. Im Abschnitt Koniuchy-Zborow starler Feuertampf. Die Tätigkeit der Artillerie war auch bei Brody und am Stochod zeitweilig sehr lebhaft. — An der übrigen Front keine größeren Kampfhandlungen. Mazedonische Front: Nichts Neues. Der Erste Generalquartiermeister: v. Ludendorf f. Italien. Rücktrittsgesuch des Marineministcrs. Lugano, 4. Juli. Der neue italienische Marine-minister Admiral Triangi, welcher während der Go heimsitzuug der Deputiertenkammer die vom Deputierten Turati angedeutete mißachtende Äußerung über Amerikas Kriegshilfe hatte fallen lassen, hat, wie die „Tribuna" gerüchtweise mitteilt, sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Zurücknahme des Expeditionskorps in Saloniki? Zürich, 3. Juli. Die .Züricher Post" meldet aus Rom: Verschiedene Erzählungen und Hinweise der römischen Blatter auf dle Vorgänge in Griechenland und in Mazedonien lafsen nun allmählich die Ver« mutung aufkommen, daß der Vierverband in abseh» barer Zeit wohl die Zurücknahme der alliierten Ex« peditionslorps in Saloniki beabsichtige oder doch wenigstens den Abbau der vorgeschobenen Stellungen Plane. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtek. Die Direktion des Kaufmännischen Kranken- und Unterstützung svereines in Laibach erstattet hiemit die traurige Nachricht, daß sein langjähriges wirkliches Mitglied, Herr Heinrich Franzl Besitzer und Fabrikant heute früh um 4 Uhr selig im Herrn verschieden ist. Das Leichenbegängnis findet Mittwoch am 4. Juli 1917 vom Trauerhause, Privoz Nr. 10, aus auf den Friedhof zum Heil. Kreuz statt. Der teure Dahingeschiedene wird dem frommen Andenken empfohlen. Laibach, am 3. Juli 1917. 1783 Kafffeehaus-Realität erstklassigster Posten, für jedes industrielle Unternehmen oder Brauerei-Niederlage großartig geeignet, Eis- und geräumige Lagerkeller, 2 Minuten vom Kärntner Frachten- und Personenbahnhof, in unmittelbarer Nähe dor neuen Reichsbrücke, ißt unter sehr günstigen Zahlungsbedingungen um den Preis von K 90.000-— ZU verkaufen. Ausmaß zirka 2075 m2. Sparkassa K 26.000-—. Anfragen an den Besitzer Paul Xtuppnlk, Franz Josesstraße Nr. 15, Marburg. 1786 3—1 Bdestna hranilnica ljnbljanska. 1794 Bazglas. Promet meseca junija 1917: 1423 strank Je vložilo.....krön 2,309.70944 1376 strank Je dvignilo..... „ 1,559.01722 tore] veè vložilo K 750.692*22. Stanje vlog s kapitallziranimi ob- restmi vred.......... „ 60,938.95857 Število vložnih knjižic 33.918. V II. èetrtletjn 1917 se je hipoteènih in obèinskih posojil izplaèalo ...... 76.141*63 vrnilo...........„ 771.40543 Stanje posojil...........29,444.559*77 V Ljubljani, due 30. junija 1917. Ravnateljstvo Mestne hranilnice ljubljanske. M Wimmers Fahrplan Jp lyA Bahnen der österr. Alpenländer und der angrenzenden >»?L mt Verkehrsgebiete der südlichen nnd westlichen böhmi- jj%i (ill sehen Bahnen etc. (ill Jf/J gültig vom 1. Juni 1917 bia auf weiteres 1/jU #JJJ ist soeben erschienen und in der Buch- nnd Musikalienhandlung # jJJ »fl lg. v. Kleinmayr & Fed. 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