Nr. 53. Dienstag. 6. März 1906. 125. Jahrgang. Mibacher Heilung. ^ « WbM?w^ « N.^°''^''"?""»' N°"z1»hl<« »° »l. halbjährig ,b «. Im »°n.°r: ««..zjiidri« _________^ezu 4 Zs.i.„ o„ »,, «row« per jje^Ic 1» l>; be« «ltrren W,"d.rt„»,„>,.,. per ^ri,s « l> Vie «iiaibac,!« ^ü»»«. rrscke!,,! »änlich, mit «»ei.llbmr brr Smm- und Ftiellagt, D's «v«lnlstl»tl°n befindet M «ongrshpla^ Nr, i! d>r Mrbaltiou I,nln!ll!i«nüs!f i)lr, U>, Sprechstundr» del Ntdallli,» vm, » bi« 10 Uhr v«. m«!«!,«, Unfranl,sr. ------------- Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. März d. I. dein Sektionschef im Ministerium des Innern Guido Freihcrrn von Haerdtl den Orden der Eisernen Krone zweiter Klasse mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zn verleihen gernht. Nach dem Amtslilatte zur «Wiener Zeitung» vom 3, März 1906 (Ni. b0) wurde die Weitervcrbreitung folgender Preßerzeug, nisse verboten: Nr 2l2 «I^iäov«; I^i»^» vom 24. Februar 1906. Nr, 16 «I'akrok» vom 23, Februar 190«. Nr, 2 «I'rüknpnik» vom 23. Februar 1906. Faschingsausgabe: «Demsches Nordmährerblatt». Nr. 171 «U«^ schafft. Ohne den Neformen Schwierigkeiten in den Weg zn legen, wird die Organisatiou auf ihrem revolutionären Wege weiterschreiten und alle Beschwerden der Bevölkerung werdeil nicht an die Zivilagenten und die Gendarmerie-Offiziere, son-dern lediglich an die Konsnln gerichtet werden so wie dies vor der Anknnft der Neformorgane der Fall war. Die größte Ungerechtigkeit des Miw-steger Programms sei, daft das Vilajet Adrianovel von ^n Nefornien ausgeschlossen wurde. Datz bnl garisch'tnrkische Abkommen ei mit den Helen n d Anfgaben der Organisation unvereinbar Englische Marine. Wie man aus London schreibt, ist der vom ersten Lord der Admiralität, Lord Tweedmouth 'ur Erläuterung des Marine-Etats veröffentlichten Denkschrift zu entnehmen, daß während des abne-lanfenen Jahres Ü Schlachtschiffe, tt Panzerkreuzer 1 Kreuzer zweiter Klasse, «Scouts, 10 Zerstörer' N! Unterseeboote nnd 1 schwimmendes Kohlendevot vollendet worden sind. Gegenwärtig si,^ j„, ^„ begriffen: « Schlachtschiffe, W Panzerkreuzer tt Hochfeezerstörer, l Spezialhochsee-Zerstörcr von besonderer Geschwindigkeit, 12 'Wstengewasser-Zer^ störer, 15» Unterseeboote und 1 königliche ?)achl Iin laufenden Jahre sollen in Angriff genommen werden: 4 Panzerschiffe, 5 Hochs^zn-s'^.^ ^^ Küstengewässer-Zerslörer und l^' llnterseeboote Mithin wird sich im Verlauf von zwei Jahren, vom 1. April 1905 bis zum 1. April 1!>07, folgender gewaltiger Zuwachs der englischen flotte ergeben haben: :j Kreuzer niederer Klasse, 28 Hochseezerstörer, 24 Zerstörer für Küstengewässer, 1 königliche?)acht, ein Neparatnrschiff, 1 schwimmendes Kohlen devot und 40 Unterseeboote, also 134 Kampfschiffe, eine Seestreitmocht, die allein für eine Seemacht zweiten Ranges mehr als genügen dürft?. Besondere Aufmerksamkeit verdient die Verstärkung der Kanalflotte. Sie wird in Znkunft 1? Schlachtschiffe erster Klasse zählen, nämlich s! von der „Du,r-mn" Klasse, 5 von der „Canopus" Klasse, 4 von der .,Majestic".Klasse und die beiden angekaufte chilenischen Schlachtsckn'ffe. ferner werden der flotte in Znknnft die gesamten Zerstörerslottillen der Heimat zugewiesen. AI? Flaggschiff des Kontre-Admirals, Nx'lcher sämtliche Torpedoboote, Zerstörer nnd Unterseeboote der aktiven Liste und der Reserve an den heimischon Küsten befehligt, tritt der Kreuzer. „Saphire" znr Kanalflotte, ferner werden A scouts den ^erstörerflottillen attachiert. Politische Uebersicht. Laib ach, 5. März. Dcr „Politischen Korrespondenz" geht von kompetenter serbischer ^cite folgende Mitteilung zn: Die serbischen Delegierten übermittelten, oer serbischen Negierung einen ihnen seitens der österreichisch-ungarischen Delegierten gemachten Porschlag, betreffend daS handelspolitische Provisorinm, welcher auf gegenseitiger Behandlung nnd anf Giimd der McHbegunstigunq unter reciproker Handhabung im Geiste eines tunlichsten Entgegenkommens beruht. Die.serbischen Delegierten empfehlen der serbischen Regierung die Annahme des Vot-schlaa.es. Die Geschäftsleitung der D e u tschen ^ or t-fchri t t sp a rt ei i n B ö h in e n beschäftigte sich diesertage in Sitzungen, denen Dr. Eppinger präsidierte, mit der W a h l r c fo rm v o rl a g e. Das Ergebnis dieser Beratungen ist eine Kundgebung, worin alle deutschen Neichsratsabgeordneien dringend ersticht lverden, bei der bevontehenden koni' missionellnl Verhandlung der Nablieformvorlage alles anfznbieten, daß das Verhältnis der anf das Feuilleton. Er, der Herrlichste.... Novellette aus der Hofgesellschaft. Von Mathilde aften Brillant' sterne im goldeilen Haar, macht sich ^it ^„ p^. Entschlildigliugsworten von mir los, bittet mich. hier anf ihn zn warten »md ist nur noch für Anna Laura auf der Well. Mir ist's unsagbar peinlich, allein zu stehen, begafft von den sslattrasierten Lakaien uud herzigen kecken, schleppn^-l,^^ Pagen; ich dnicke mich deshalb entlang an den Oleander nnd Orangekübeln nnd stehe mit einem Male im Wintergarteil. Und o Gott! Was sah ich da! Prinzeß Anna Laura stand dicht, geschmiegt an Tassilo, spielte mit den silbernen ^angschnüren s"ner Uniform, warf sich dann an seine Brust lind weinte! Und Tassilo bog sein schönes, bekümmer tes Gesicht zn ihr nieder, redete auf sie ein und Preßte ihre Hände. Entgeistert schleppte ich mich in den Saal zurück, lasse mich durch einen Kammeriunker von mei-ner Einzahl erlösen, tanze rasend lind sehe dann plötzlich alles um mich nrsinken . . . Das war meiner Liede Tod . . . freilich, was ist ihm meine Liebe gegen PrinMnnenhuId . . . O, wie ich die Bevorzugte beneide, die zn den Vor-rechten hoher Geburt auch noch das der Liebe hat! Ich frage Mama täglich: „Gibt's bei Hose keine Neuigkeit?" Ich denke dabei an eine flucht der beiden, an höchste Genehmignng einer Heirat, weis', sehr wohl, das; beides Unmöglichkeiten sind, gefalle mir aber in den abenteuerlichsten Vermutungen. Warnm soll Tassilo nickt der Gatte einer Prinzessin von Geblüt seiil er, der- herrlichste voll allen?! So denke ich nnd fühle trotz ergebener McN' tigkeii wehrlose Eifersucht, die sich ill heiße Tränen ergießt. Warum noch leben? Die Welt ist inir entwertet, zerstört . . . Ich bin undankbar. Heute geht's mir so be« sonders gnt. Seit ein paar Tagen außer Bett, sitze ich in Mamaö Bondoir am Fenster, wo blane, N>eiß? lind rosa Hyazinthen kräftig dnften. In instinktiver Lebensfreude horche ich dem Gezwitscher der Spatzen zu, die draußen auf dem Balkon um eine Brotkrume zanken, sehe die Tonnenstrahlen sich im blanken Parkett spiegeln lind fühle, wie warm sie um meine Hände und Knie schmeicheln, atme mit Wohlbehagen nenes Leben, wiedererwachende Hoffnung gesunder Jugend . . . Und ich frage Mama, die hernintastet, froh, ihr Kind genesen zn sehen: „Was für ein Tag ist hente, Mama?" „Aschermittwoch, Herzchen . . ." „Asliiermittwoch ... Die Saison ist also vorüber . . . Keine neuen Verlobungen, Mama?" „Ich weiß nichts . . ." Scheue Glü'ckshoffnnng wagt sich aus meinem Herzen. „Hörtest du was vom Hof?" Mein Herz klopft zum Zerspringen . . . Nie schwer mir'S Mama macht . . . „Freilich. Die hohen Herrschaften ließen täglich nach deinem Besinden frageil." „Wnßten sie denn davon?" „Aber natürlich ... Du wurdest ja ohnmäl-'». tia. aus dem Vallsaal aetragcn." Ich höre nnr halb Laibacher Zeitung Nr. 53. 482 6. März 1306. deutsche Volk in Österreich, insbesondere in Böhmen, entfallenden Neichsratsmandate zu deren Gesamtzahl wesentlich aufgebessert und den in geschlossenen Einheiten in Pilsen und Budweis, sowie in Prag samt Vororten lebenden Wahlberechtigten deutscher Nationalität eine parlamentarische Vertretung ermöglicht werde. Die Geschäftsleitung sprach ferner die zuversichtliche Erwartung aus, daß die deutschen Reichsratsabgeordneten den Erfolg oder Nichterfolg dieser ihrer Bemühungen in dem einzusetzenden Wahlrcformausschusse zur Richtschnur für ihr Verhalten gegenüber der Regierungsvorlage bei deren nachheriger Verhandlung im Abgeordnetenhause selbst machen werden. Das „Neue Wiener Journal" wendet sich gegen die „Machenschaften" der „polnische:: Wahlreform-foindc", die plötzlich die Entdeckung gemacht haben, daß die Wahlreform das Gefüge der Dele gation und damit auch den bisherigen >lurs d'r äußeren Politik der Monarchie bedrohe. In Ungarn werde behauptet, daß Kaiser Wilhelm, die koalitionsfeindliche Partei bestimme, weil er auf die „deutsche Armee" der österreichisch-ungarischen Monarchie nicht verzichten wolle, und in Österreich wird von diplomatischen Beklemmungen über die Wahlreform gefaselt, weil diese die Allianz mit den: Deutschen Reiche zu sprengen drohe. Hilf, was helfen kann. Eine Refonn der Delegationseinrichtung sei gewiß eine Sache, die nicht von vorneherein als unzweckmäßig zurückgewiesen werden soll und die schon infolge der Verhältnisse in Ungarn zur Notwendigkeit werden wird; allein es sei anzunehmen, daß ein die wahre Volksmeinung wiedergebendes Abgeordnetenhaus gewiß auch jene Linie der äußeren Politik einzuhalten wissen wird, die dem allgemeinen Besten frommt. — De: „Ich kenne und schätze Ihre Gefühle, für die ich Ihnen sowie der gesamten auto-kratifchcn Partei vom Herzen danke. Sagt denen, die euch zu mir gesandt haben, daß die im Manifest vom .W. Oktober angekündigten Reformen unentwegt zur Durchführung gelangen und daß gleichfalls die durch mich dein ganzen Volke gewähi-ten Rechte unverändert bleiben werden. Meine autokra-tische Macht aber wird so bleiben, wie sie es immer gewesen ist!" „Daily Telegraph" meldet aus Tokio: D>e Frem d en in P eki n a sind durch alarmierende Gerüchte sehr beunruhigt. Es verlautet, daß eine Bande von 5t)l) bewaffneten Aufständischen gegen die Stadt marschiere. Polizei patrouilliert durch die Straßen. Die Deutschen haben ein schweres Geschütz von Tientsin Hieher gebracht, das zur Vcr-teidiguug der deutschen Gesandtschaft dienen soll. Tagesueuigteiteu. — (Der gerupfte Gams bock.) Aus Oberstein wird dem „Iagofrcund" von glaubwürdl-ger Seite über einen Vorfall berichtet, der zwar wie Jägerlatein aussieht, aber, wie von, Einsenöer v^--sichcrt wird, auf voller Totsache beruht. Mitte Februar unternahmen zwei Jäger der Herrschaft Per-negg einen Dienstgang in das Revier am Nöthelstein, da ihnen dieser Heil des herrschaftlichen Jagdreviers wegen des Vorkommens von Wildnern verdächtig erschien. Tatsächlich fanden dic beiden Jäger, von welchen der eine ?in noch ganz junger Bursche, oe^ andere ein gewesener Bauernknecht ist, einen noch lebenden Gamsbock, der sich in einer vou Wilderern gelegten Schlinge au einem Vorderlaufe gefangen hatte. Der schöne Gamsbart, d^r den Nucken des armen Nocken zierte, stach den beiden Jägern» gewaltig in die Augen und sie überlegten eine Weile, was da zu tun sci. Töten dursten sie das Wild nicht, da schon die Schonzeit für Gemsen eingetreten ^var und laufen lassen wollten sie den Vock mit den' schönen Vart auch nicht. So gingen denn die beiden Nimrodc daran, den armen Gefangenen echt „weidmännisch" zu rupfen, worauf sie ihn, seines schönen Schmuckes beraubt, aus seiner nicht beneidenswerten Lage be-freiten und entließen. Daß man Gänse der Federn wegen lebend rupft, ist ja bekannt: baß man aber in Steiermart lebende Gamsböcke rupft, das dürfte noch nicht dagewesen sein und muß als eine weidmärmisä)« Kuriosität bezeichnet werden. — (Ein neues Gemüse.) Die Speisekarte der Gourmets ist in letzter Zeit durch ein neues Gericht bereichert worden, das in England viel Anklang findet. Es ist ein Gemüse, das „Lava" heißt und a!s Zuspeise zu .«Hammelbraten ganz vorzüglich mund'!. In seinem Aussehen ist es dom Spinat nicht unähn» lich. aber es hat nicht die hellgrün? Farbe dieses Gemüses, sondern mehr einen dunklen grüngoldigen Ton, der es auf oer Schüssel, schön mit dem Fleische garniert, auch äußerlich zu einem reizend dekorativen Srilleben macht. Der Geschmack ist angenehm kräftig und von einer sauren Würze, wie ihn etwa Limon^n haben, Lava ist ein Seegemüse, und finöet sich zwischen Klippen und Geröll an der felsigen Küste Schottlands. Am Strande breitet es sich in langen welligen Vü-scheln aus und flutet im Wasser dahin, aus dem dunk- len Grund in seiner leuchtenden Bernsteinfärbung hervorschillernd. Das Wohlschmeckende und Erquik^ kende dieses neuen Genmfes hat man erst jetzt erkannt; die Fischhändler, bei denen man es kaufen muß, lassen es vorher in einer schwachen Salzlösung wässern. Di? Zubereitung von Lava erfolgt an: besten mit etwas Zitronensaft. Das neue Nahrungsmittel, das nicht nur schmackhaft und erfrisä^end, sondern auch sehr nahrhaft und leicht verdaulich ist, wird sich wohl bald zu einem beliebten Gaste auf jed?r besseren ^ Sveisctasel ausbilden. ! — (Eine m er kwür di ge Idc e.) In einem ! Vortrage, den Dr. Emile N?ich in London über die Philosophic! des Plato hielt, gab er seiner Überzeugung Ausdruck, daß die Profession auf dio Bildung oer Gesichtszügc großen Einfluß ausübe. Die Solda° ten aller Nationen würden sich durch die Gleichheit der Beschäftrgnng innner ähnlicher. Ein katholischer Priester unterscheide sich von einem protestantischen Pfarrer so sehr, daß man die Konfession der bcid?n sofort erkennen könne, selbst wenn sio ganz gleich ge> kleidet wären. Der Redner rief stürmische. Heiterkeit dadurch hervor, daß er behauptet?, die Gesichter der Juristen würden immer tierischer, Ein Jurist sehe entweder wie ein, Wolf aus oder wie ein Fuchs. — (Prophetische Reklame.) Was in Amerika alles gemacht wird, das geht aus dem Rainfall eines amerikanischen Blattes hervor, der nicht der komischen Seite entbehrt. In den: „Sun" in New-york fand man nämlich den ausführlichen Bericht einer schwierigen Operation, welche von einem sehr bekannten Chirurgen in einein der Hospitäler jen?r Stadt ausgeführt war. Die Einzelheiten sowie der spätere Verlauf war?n ganz genau angegeben. Was oicson Bericht nach den: „British Medical Journal" besoudcrs bemerkenswert macht, ist die Tatsache, daß ?r viel zu früh veröffentlicht wurde, bevor die Operation überhaupt stattgefunden hatte. Da man ni.hl geneigt ist, in einem solchen Falle an ein „zweites Gesicht" zu glauben, so ist nur eine Beeinflussung aus crstor Hand anzunehmen, die in diesen Falle mit dein Aufdruck der „Prophetischen Reklame" bezeichnet werden muß. — (Das Beleidig ungsrecht des Lehrers.) Ein französischer Lehrer hatt«? in das Heft eines seiner Schüler die Bemerkung eingetragen! „Der Schüler ist ein Esel." Der Schüler hatte nämlich eine schlechte Arbeit geliefert. Der Vater des Schüler-z glaubte den seinem Söhnchen angetanen Schimpf nicht unaesühnt lassen zu können und erhob g2ge,i den Lehrer Beleidigungsklage. Der Friedensrichter von Pair fand in der Titulatur „Esel" wirklich eine Beleidigung und verurteilte den Lehrer zu ciner Geld strafe und — zu Schadenersatz. Der Kassationshof hob das Urteil jedoch auf, inöein er dein Lehrer aus^ drücklich ein gewisses Bel^idia/llnasrecht - natürlich nur den Schülern gegenüber - zuerkannte. Es fraat sich nur, ob der faille Schulen mit allen Tieren oder nur mit bestimmten Wes^i aus der Zoologie verglichen lverden darf. zu, denn die Frage nach Tassilo brennt auf meinen Lippen. „Und Tassilo? War er auch einmal da, nach mrr zu fragen?" „Einmal?! Hundert Mal, Närrchen . . . Erst gestern und da hat er mir etwas anvertraut. Denke nur, seinem großen Einflüsse bei Hof ist es gelungen, die drohende Verlobung von Anna Laura abzuwenden und bei Seiner Hoheit eine andere zarte Neigung der Prinzeß zu befürworten." „Eine andere . . . Iu wem?" frage ich bang und zitternd. „Es ist noch ein Geheimnis; Tassilo wollte et dir heilte gelbst erzählen, wenn er vom Hofdienste kommt; sie liebt einen preußischen Prinzen." 3lh . . .! Wie leicht und froh mir das Herz schlägt . . . „Tassilo kommt heute?" „Tarf er denn?" fragt da eine liebe Stimme und Tassilo, in ordengeschmückter Gala-Uniform, kauert zu meinen Füßen, küßt meine mageren Hände und sieht mich an ... „Was haben Sie um mich gelitten, Lily", sagt er endlich leise. „Aus Ihren Fieberphantasien weiß ich alles ... Wie müssen Sie mich hassen!" „Soll ich dir zeigen, wie sehr, wie sehr?" Und ich lege die Nrme um seinen Hals, bette sein schönes, von frischer Luft überhauchtes Gesicht an meine Brust und küsse sein Haar. seine Stirn und endlich, weil er stumm-beredt darum fleht auch den Mund. Für meinen Schmerz um den Geliebten fand ich Worte — das Glück aber macht mich stumm. Harte Menschen. Noman von Ulex«nder «Smer. (32. Fortsetzung.) (Nachdruck «ib°t«n., Sie war bisher auf ihrer Hut gewesen vor dem Mann2. In ihrer Weibesseele hatte sie Manneskraft gespürt und des starken Geschlechts gespottet. Konnte das Körperliche einen Unterschied machen? Wie viele jammervolle Schwächlinge steckten in männliclM Hülle. Was war Weiberlos? Dein Manne untertan sein und Kinder g/ebären? Was war des Schöpfers Wille, als er beide Geschlechter schuf? Legte er nicht den höchsten Adel, Reinheit, himmlische Schöne dem Weibe in den Schoß? Wehe, w?nn sie sich hinwarf als Opfer der Lüste des Mannes, wenn sie das feme Ahnungsvcrmögen verlor für das Echte, für das eine, einzige, was das Niedere adelt und ihm höchste Weihe verleiht: das Einsscin der Geister in einer großen Liebe. Der Papa erholte sich. „Ich danke dir, Ilse, ich weiß, auf dich kann ich mich verlassen. Ich bin alt g-eworden. ein schwacher, gebrochener Mann." Er raffte die zerstreuten Papiere zusammen und warf sie mit zitternden Händen in die Schubfächer. „Raffe dich auf, Papa. blicke mutig den neuen Dingen ins Gesicht, mache gut, wenn du kannst." „Das ist zu spät, Ilse. Kind! Du weißt noch nicht, welch eine Trostlosigkeit in dem Wort ,zu spät' liegt!" Nein, sie wußte es noch nicht, gottlob. Sie wollte sich davor bewcchren, oder — waren ihr« Sinn? auch umnebelt, schritt sie nicht mehr vorwärts mit sehenden Augen? X Georg Ncller schritt, nachdem er das Haus des Gelieimrats verlassen, lvie ein Trunkener über di-5 Straße. Ilses geistnbleiches Gesicht, als sie so unvormu-tct ihn gewahrte und nicht erkannte, wich nicht vor seinen Aussen. Er trat in seine Wohnung, er hatte sich in einem bescheidenen Chcunbre garni hier ein-gerichtet, und schloß die Tür seines Zimmers hinter sich ab. Er warf seinen Hut auf den Tisch, und blieb mit finsterem Gesicht in der Milk des Raumes stehe,!. Seine Hände ballten sich, wie tvenn er jemand zwischen ihnen zermalmen wolle, ein unartikulierter Ton kam ans seiner iiehle, die Stirnaber trat rot anschwellend l>ervor. Hier zwischen den vier Wänöen allein brach die Wut hervor. Er griff nach der Briefmappe in seiner Nrusttaschc, er riß sie auf und nahm die Papiere her» aus, die er vorhin an sich genommen. Quittungen, von Oskar Müller ausgestellt an Herrn Morbach — 3(XX) Mark erhalten zur Abliefe-rung an Fräulein Marie Vrennig l8l>4 dito «5--Al—67. Er warf die Blätter auf den Tisch. Ist solche sat<> nische Bosheit je in einer menschlichen Bestie zutage getreten — du schwarzer Teufel! Ich habe dich ge-faßt, weil mein Kinderherz sich aufbäumte gegen deine kalte Gefühllosigkeit, ich bab's dir geschworen, daß ich's dir eimnal vergelten würde, und dies dies habe ich nicht gewußt! Aber du lebst noch in dÄner Sünden Blüte, und mein Arm kann dich erreichen. Erwürgen ttnll ich dich mrt diesen meinen Fäusten, du Laibacher Zeitung ^r. 53. ^63 tt. März 1906. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. l (Einberufung von Konzepts-l bean, ten ins Ministerium.) Die „Wiener! Abeiidpost" meldet: Um hinsichtlich der Einberufnng von Konzeptsbeamten zur Dienstleistung in die Mini sterien einen gleichlnäßigen Vorgang zn sichern, umrde auf Grund einer zwischen den verschiedenen Ressorlsl getroffenen Vereinbarung festgesetzt, daß künftig in den einzelnen Ministerien lein Konzepwbcamter zu. l Dienstleistung einberufen, bezw. im ministeriellen TW tus ernannt werde, der nicht bei vorzüglicher Qualifikation und beim Vorhandensein der für d.'n be-l treffenden Dienstzweig vorgeschriebenen praktisch! !> l Prüfung effektiv mindesten» fünf Jahre im Staate diemt? zurückgelgt hat. Das etlva während des Staats" l dienstes abgeleistete Freiwilligenjahr ist nicht einzurechnen. ! ^ - Die Prüfungen au? S t a, a t srech - l n n ng swissensch aft i m I l. Quartals-tcrmin e) beginnen Freitag, den 30. d. M., 8 Ul,r früh. Gesuche u,n Zulassung zur Prüfung sind läng-stenc, bis 15. März bei den, Präsidinm der Prüfung l kommission (derzeit Nektoratskanzlei der Universität! Graz) einznbringen und haben — fall» der Gesuchsteller die Vorlesungen über den Prüfungsgegenstand an der Universität nicht besucht hat den Nachweis der Lebensstellnng. der Vorbildung und des Grundes der Verhinderung am Besuche der Vorlesungen, ferner die Angabe der theoretischen Hilfsmittel zu enthalten, mittelst welcher die erforderlichen Kenntnisse erworben wurden. — (S ch w u r g e r i ch t s v e r b a n o l u n gen.) Am 3. d. M. fand nnter den, Vorsitze des Herrn Ober-landeZgerichwrates Julius Pole c die Verhandlung wider den 25 Jahre alten, ledigen Bahnarbeiter Io hann Beljan aus Vojni Kriii in Slavonien weg?n versuchten VeNvandteninordes statt. Als Ankläger funigierte Staatsanwaltsstellvertreter Albert Nitter v. Luschan; die Verteidigung führte Herr Advokat Dr. Franz Tekavöiö. Veljan steht im Verdachte, am 26. Dezember v. I. in Laibach sein uneheliche, drei Monate altes Kind, als es dessen Mutter, die ledige Arbeiterin Maria Verbiö,, auf kurze Zeit ih.n zurückließ, ani Halse gewürgt und o?rartig an der Brust gepv2ßt zu haben, daß vr ihm sieben Rippen brach. Das Kind starb am 17. Jänner d. I. an Ge-hirncrweichung. Wie erhoben wnrde, konnte Veljan das Kind ...cht leiden, er wollte c's auch darum aus der Welt schaffen, mn sich der Verbi?, zu entledigen ^ und dann zn heiraten. Da der Kausnlnerus zwischen der dem Beschuldigten zur Last gelegten Tat und dem Tode des .Andes seitens der Gerichtsärzte nicht b? stätigt wurde, so erfolgte die Anklage nur wegen ver-snchten Verwandtcnmordes. Beijan wurde, da die Geschworenen die Hauptfrage ob versuchten Mordes mit 11 Stimmen verneinten und die Eventualsrage. ^b eine schluere körperlich? Veschädignng vorlliege, mit 5 gegeni 7 Stimmen verneinten, freigesprochen. -Die zweite Verhandlung betraf den 25 Jahre alten, ledigen Arbeiter Josef banger aus Gobnik, Gerichtvbezirl Littai, wegen Di?bstahles, Übertretung des Betruges und zweier weiterer Übertretungen. D^' Verteidigung des Angeklagten führte Herr Bandes» Ungehencr eine Kugel ist für dich zu gut, ^ wimmern, wimmern sollst du in feiger Angst, iu fahler Todesfurcht - den Anblick den Anblick muh ich haben. Seme Züge hatten sich verzerrt, die scharfen harten Augen waren rot unterlaufen - da hielt er Plötzlich lnne - seine Hände sanken schlaff herunter Er warf sich in einen Stuhl, der unter seinem Gewichte knackte. Er, fichr mit der Hand durch da?, dichte Haar. Sank er doch zuletzt znsammen unter den Lasten, die anf seine Schultern gepackt wurden? Er war auch nur ein Mensch, es war ihn, plötz. nch, als erlahme seine eiserne Kraft. Mehr als dieser Teufel, dessen schwarze Seele ihm eben erst nn vollen Umfang? enthüllt worden ww-hatte er seit er herang^nxlchsen, den Mann gehabt von dem er oben kam. In schlaflosen Nächten unter freiem Himmel in den weiten Prärien drüben, wenn er Viehherden über Engpässe trieb und sein Neben mühsam fristete von einem Tag zum anderen, hall.' er es sich ausgemalt, wie die ^eit rommen solle nnd müsse, wo er hintreten lönne vor diesen Mann. seinen Erzenger, d?r ihn nnd seine Mutter verlassen und verleugnet hatte, und mm mit Orden behängt nn üppigen Wohlleben schwelgte, während sie hun gnten. Wie er ihm all die Verachtung, den grimmen Hak, der sich wie ätzendes Gift in seinen G'M einge° nessen, ins Gesicht schleudern, ihm das Bild des Le-l^'ns und Sterbens derjenigen malen wollte, die er verdorben, die er in das tiefste Elend, ja bi.s zum H"ng?ttod gebracht. (Fortsetzung folgt.) > gerichtsrat i. R. E. D?u. Martiu Pregelj, Besitzer und Gastwirt in Grazdors bei Littai, hatte sein Geld und überhaupt seine Wertsachen in einem kleinen Holztästchen anfbewalirt, das sich im Schlafzimmer, aus lXin Tische liegend, befand und immer abgesprrn war, Am 19. November l!)(>5 abends gegen (i Uar ging s.'ine Gattin ins Schlafzimmer.Meingeld holen-zu jeuer Zeit war das Kästchen noch vorhanden. Als sie aber gegen 10 Uhr abendo wieder ins Zimmer lain, war es bereits verschwunden und das Fenster stand offen. Im Kästchen hatte Pregelj 1201 !< 08 Ii Bargeld, drei Tparlassebüchel im Werte von 220») l<, drei goldene Ringe, sowie einige sonstige Sachen aufbewahrt. Er brachte noch am selben Abend den Dieb' stahl bei der Gendarmerie zur Anzeige. Am nächst.>n Morgen wurde da,5 Kästchen unter einer Harfe aufgesprengt und der Barschaft sowie der Wertobjelt.' be raubt ausgefunden, währeud der Dieb die Sparlasso büchel und einige sonstige ^aclx'n zurückgelassen hatte. Der Verdacht der Täterschaft fiel sofort auf den be-schnldiglen Josef banger, der sich am tritischen Abend im Gasthanse des Pregelj aufgehalten und dann verschwunden war, ohne seine Zeche mit 00 !> beglichen zn haben. Er wurde an, Äi. November v. I. in Marburg v.'rhaftct. Stanger leugnet zwar die Tat, indes haben Zeilen bei ihm bedeutendes Geld bemerkt, überdies ist er eigentulnsgefährlich und wnrde wegen Verbrecl>enö und Übertretung de5 Tiebstahlcs schon fünfmal abgestraft. Das Urteil lautet auf fünf Jahre schlvcren Kerkers mit einem Fasttage und einem harten Lager allmonatlich sowie einsamer Absperrung in dunkler Zelle, hartem Lager uud Fasttage am N), No^ vember jeden Strafjahres. Auch wurde die Zulässigkeit der Abgabe in eine Zwangsmbeitsnnstalt nach verbüßter Strafe ausgesprochen. _ ^ (GerichtZverha no lung e n w e g e n der vorjährigen Exzesse in Donriale.) Man schreibt uns ans Stein unter dem gestrigen: Heute fand beim hiesigen Bezirksgerichte die end» gültige Strafverhandlung, betreffend die Domxalec Exzesse am 1. Juni v. I., statt. Das Urteil lnntelc bei Franz Stele aus ^>tein wegen l'lbertretnng imch ii .ii'1 St. G. zu 48 Stundeil und bei Mich. Kvas aus Tousle nach l> ni St. G. zu 24 Stunden Arrest Ferner wurden Hinlo Sax aus Stein nach tz 'N i St G. zu 10 X und Paul ötofanovil'- m,5 Laiba^ nach ^'.11 uud 312 St G. zu 20 Kronen Ge^s se verurteilt, wohingegen Johann Xcigar aus Steiu und Bedrich Polak aus Maunsburg von der Übertretu"a nach 8 312 St. G. freigesproch^ wurden. .......d' *' Wostnmkränzchen des Laibach'er Dcuti ch e n T n r n v ere ^ ne Z.) Die T ck>en in schöner Gewandnng, die vielen reizvollen kostümierten Gestalten in geschmackvollen nnd el"-ganten Maskentoiletten boten ein malerisches, anzi^ hendes Bild. Und wie hübsch scchen diese Satanellen mit ihren Unterweltstavalieren, di^'e Bliunrn und Früchte. Blumenmädchen. Policinellos, Harlekin:, Zigeunerinnen, Nanchsangtehrer auc', nx'lch fröhliches Treilx'n entwickelten die eigenartig in Trachten ver' schiedener Zeitalt.'r und Vollsstämme gehüllten Tän° zor nnd Tänzerinnen, denen eine Bettlerin all.'rhand Süßigkeiten anbot. Natürlich beeilte sich alles, in d en Strudel dieser verspäteten Faschingsfreude noch recht tief hinabzntauchen, nnd bei den verlockenden Weis.n der Negimentslapelle übte Terpsichore die nnum» schränkte Herrschaft aus, der sich ja jedermann w N''rne fügt. Bei den Quadrillen, die Hrrr Theodor Wagner geschickt leitete, zählten wir 70 Paar?. Die Unterbaltnng beehrten viele Honoratioren, dar-nnter eine Abordnung der Kasinodirektion, lx'stehend an5 den .Herren Oberst von Hol^ gh a. Dr. M a t, r und Dr. Pessiack mit dem Kasinooirektor Herrn O. V a m b e r g an der Spitze, mit ihrem Besnch?, " Das Gelingen des schönen Abends ist tx>i> Umsicht nnd Nührigkeit t>es Vergnügungslomiiees, bc'stehmd aus den .Herren Wilhelm Fischina.^ Hans N a g v, Walter O b r i st, Dr. Puschnil und Th. W a g n e r, zu danken. .1. " < Laibach ^' r Vic Y cle - KI u b,) ?In, 3, d. fand im Klubzimmer des Kafino die gut besuchte Ial> re5hauptversammluug des Laibacher Binxle-Klubs uuter dem Vorsitze seines Obinannes, Herrn Gustav K astn er, statt. Dieser begrüßte die Versammlung und erteilte sodann dem Schriftwarte, Herrn A n -kerst, zur Verlesung des Protokolles der letzten Hauptversammlung da5 Wort. Nach Genehmigung des Protokolles erstattete der Schriftwart deu Bericht über die Tätigkeit des Vereines im abgelaufenen Jahre. Alo besonderes Ereignis ist die festlich Begehung des zwanzigjährigen Bestandco d'.'s Klubs zu verzeichnen. Uni die Feier macht'ii sich besonders .Herr Dr. Binder durch Verfassung der Geschichte des Vereines, Herr August Drelsc um die oel» rative Ausstattung de5 Saales und Herr Nobal dnrch ein? großmütige Widmung verdient. Über An« trag des Obmanns wurde diesen Herren sowie den ausgeschiedenen Ausschußmitgliedern Herrn Küt' ner nnd Lindtner der Dank der Versammlung ausgedrückt. Der Klub veranstaltete ferner eine g?» lungene Weihnachtskneipe und war bei Vcranstaltun« gen in Gottsched und Domialc vertreten. Säckelwart, Herr Bertrani Götz, trug den Rechnungsabschluß und Kassabericht vor. Der Klub zählt 70 Mitglieder, 10 Damen und s>0 Herren. Von diesen sind !> Dam?n und :'.8 Herren ausübende, die übrigen unterstützmde Mitglieder. Die Einnahmen bezifferten sich niit 2274 X 24 l>. die Ausgaben mit 2140 X 5 !,. Nachdem H?rr Moro namens der Nechnungsprüfer die Rech-nnngc'gebarnng als inusterhaft befunden zn haben erklärte, wurde der Rechnungsabschluß sowie d?r Vorauschlasl mit dem Erfordernis und der Bedeckung von 175t'. X genehmigt. Nach dem Beicht? des Fahr-wartes, Herrn Dr, von K oecvar, verzeichnete daZ Logbuch 11.!»!4-4 Kilonieter (um 071 9 Kilometer inehr alo im Vorjahre). Am Tennisspiel? beteiligten sich 297 Herren und 208 Damen in 227 Stunden. Es wurde schließlich derAntrag angenommen, einz?lne freie Tmnisspi?ltagc an Nichtmitglieix'r zu vergeben. Dem abtretenden Ausschüsse sowie der Presse wurde der Dani zum Ausdrucke gebracht. - Bei der Wahl in den Ausschuß gingen säst einhellig hervor die Aer. reni Gustav Käst ner, erster Obmann- Viktor Nagn, zweiter Obmann; Dr. Ottokar von K oöe» v a r. erster Fahrwart: Dr. Gnstav Nodoschegg, zweiter Fahrwart-, Einil Anker st, erster Schrift-wart; Wilhelm Rolf. zweiter Schriftwart; Bertram Götz, erster Säckelnxirt; Hans Hacking, zweiter Säckelwart; Mar K l e m en t s chi tsch, ^enawart. ZuRechnungsprüseru wurden die Herren Ios?fM oro und Franz Terdina mit Zuruf gewählt, .1 ^- (Stanko Vraz.) Im Jahre WM werden hundert Jahre verflossen sein, seit der Dichter Vtanto Vraz in Cerovec bei Luttenberg das Licht der Welt erblickt hat. Die „Slovensla Matica" in Laibach^ind die Südslavische Akademie in Agram treffen bereits Vorkehrungen, um den hundertsten Gcburtotag des Dichters würdig zu begehen. Auch der historische Ver» ein für Untersteiermarl beabsichtigt aus diesem An» lasse ein Gedenlbnch herausgegeben. Das zu diesem Zwecke bestellte Komitee besteht aus den Herrn, Dr. M. Mnrko, Dr. Franz Ilckiö. Dr. Franz Kovaeis-, Gabriel Majcen ulid Anton 5wsi. * lEin Mensch als ZieIscheibe.) Sonn-tag vormittags bracht'.' ein Fleischhauer auf die Poli» zeiwachtstube an der Polanastraße auf ciNlin Wagen den 5(!jährigen Taglöhner Anton Boltezar aus Gom-niüi-e, dem im linken Unterschli^lel ein.' Revolverkugel steckte. Der Verletzte erzählte, er sei kurz vorher aui en Hof". Als dcr Dieb im Hofe verschwano, lief der Zngsfühivr vom Hotel „Grajzer", wo er ^c> standen N>ar, znr Maut, gab dem Mautaufseli^r sÄ,ne Wasse uud ersuchte ihn, so lanne den Di?o z» iiber. Unchen, ln?' .'l .ill^ll Sili>l't-lx'it<-ll' dl-^lno «Ii'n^tv«" in Safnitz iin Bezirke Krainbnrg, nach Inhalt der vorgelegton Statuten, im Sinne des Vereinsaesctzcs zur Kenntnis genommen. —e. — (Der Zwcigvercin Krain des österreichischen HilfZvereines für Lun» genkranke) hält Dienstag, den 20. d. M. um 5 Uhr nachmittags im Gemeindcratssaale eine außerordentliche Generalversammlung mit nachstehender Tagesordnung ab: Ersatzwahl eines Ausschußmitgliedes an Stelle des verstorbenen Herrn Dr. Adolf Schaffer. — Sofort nach der außorordent' lichen Generalversammlung findet eine Ausschuh-sitzung statt. — (B ezir k sleh r c rk onfc ren z.) Die heurige Bozirkslehrerkonfercnz für den Rudolfswert^r Schulbczirk findet am V. Juni um halb 9 Uhr vo> mittags in den Räumen der Volksschule in Treffen statt. Auf der Tagesordnung stehen außer den gewöhnlichen Punkten i 1.) Vortrag des Herrn Prof. Fr. O r o ie n über die Förderung der Hcimatskunde in d?r Volksschule. 2.) Bericht über die alte und neue Schul- und Unterrichtsordnung (die wichtigsten Änderungen). Hierüber berichten derOborlelircr H. W. G c-bauer aus St. Michael bei Rudolfswert und der Schulleiter Herr M. Matko aus Töplitz. 3.) De-taillierter Lehrplan für das erste und zweite Schuljahr. Diese Aufgabe arbeitet ein T?il der Lehrer d^'s Rudolfswerter Schulbezirkes aus, während der andere 4.) die Frage: Welchen Einfluß soll die Schule auf den Schutz der nützlichen Tiero und Pflanzen nehmen? ausarbeitet. Schließlich findet die Wahl von zwei Vertretern der Lehrerschaft in den k. k. Bc-zirksschulnat statt. 8. ^ (Weinbau.) Am 4. d. M, nach der Früh-messe hielt i>cr Weinbauinspektor Herr B. Ska-lickv aus Rudolfswert im Schulhause in Treffen einen Vortrag über die Rebenzucht. Der Vortrag war sehr gut besucht, indem ungefähr hundert Teilnehmer erschienen waren, die den fachmännisch gediegenen und dabei doch populär gehaltenen Ausführungen des Vortragenden mit großein Interesse folgten. In einer nahezu zweistündigen Rede besprach der Herr Weinbauinspektor den Weinbau, animierte die Zuhörer zu einer intensiveren Netätiaung auf diesem Gebiete und drückte d?n Wunsch cms, daß in den Weingärten Unterkrains wieder jenes frohe Leben zur Zeit der Weinernte erwachen würde, wie es ehemals geherrscht hatte. Um dies zu erreichen, müsse man den Boden ordentlich bearbeiten, genügend düngen, die Reben regelrecht beschneiden, das N> spritzen der Reben gegen das Auftreten der Pero-nospora rechtzeitig vornehmen, die hiezu verwendete Mischung von Kupfervitriol. Kalk und Nasser in rich-tigem Verhältnis bereiten, und zu jedem folgenden Bespritzen frisches .Kupfervitriol verwenden. Vieles erläuterte der Vortragende durch Zeichnungen aui der Schultafel, ferner durch einig? mitgebrachte Ab-bildungen und den Schnitt durch bereitaehalteneNciN' reben. Schließlich machte der Vortragende die Zuhörer mit der österreichischen Gesetzgebung bezüglich der Modalitäten üb?r die Erlangung von unverzinslichen Darlehen bei Herstellung der durch die Reblaus vcr> feuchten Weingärten und über die zehnjährige Steuer' befreiung bei bereits regenerierten Weingarten be-kannt. — Der Vorstand der landwirtschaftlichen Filiale in Treffen, Herr Ivo Radelj, dankte im Namen der Teilnehmer für den belehrenden Unter« richt und knüpfte daran die Bitte, der Herr Weinbau -inspector wolle gelegentlich auch einen praktischen Unterricht in einem der nou angelegten Weingärten des Treffcncr Bezirkes erteilen. Der Herr Inspektor versprach, womöglich noch heuer diefe Bitte zu erfüllen. 8. — (Das Badehaus der barmherzigen Brüder in Kandia,) das am 1. d. M. an die Nudolfswcrter Neichsbrücke angeschwemmt wurde und sich an der Brücke niit dein Giebel feststaute, wurde in der Nacht auf den 3. o. M., während welcher Zeit das Wasser im Gurkflusse beträchtlich fiel, vom Flusse fortgetragen und auf das dein Herrn Franz Seidl in Rudolfswert gehörige erste Mühllvehr angefahren, wo nun das Haus steht, als ob es aufs Wehr aufgeführt worden wäre. Infolge Sinkens dos Wassers konnte das Nadehaus unter der Noichsbriicke durchgerissen werden, und es zeigte sich, daß die Seile und Ketten, mit denen d as Objekt vom Lande aus festgemacht gewesen, gegen die antreibende Flut dos Hoch-Wassers viel zu schwach waren. Das Badehaus wird nach dem Hochwasser demoliert nnd erst dann geborgen werden. (G em einde w a h lc n in Gottschoc.> Die Neuwahlen in die Gemeindevertretung wurden am 3. März vorgenommen und es wurden gewählt zu Ausschußmitgliedern im ersten Wahlkörpor di? Herren: Professor Obergföll, Dr. Fr. Golf, Dr. E. Schreye r, Fachschuldirektor I. K n o b l, Major d. R. A. Braune, ObeiMometer W. v. Fü. rer; im zweiten Wahlkörper: Robert Braun?, Franz Startel, Daniel Ranzing e r, Florian T o m itsch, Dr. M. K arnitschnig, Franz Loy; im dritten Wahltörper: Josef Tomitsch, Georg Honig mann, Josef Rothel, Josef Verderbe r, Johann K osiher, Alois Ü o y, ferner zu Er» satzmänncrn die Herren: Eduard Schubitz, Johann Leis, Wilhelm Wolf, Johann Verderber. Peter P et s ch c. Josef BarteIme, Fr. Engelc, Kar,l Pcte, In, Adolf K rau s. Die Beteiligung war im dritten Wahlkörper, wo von 288 Wählern nur 22 erschienen, recht schwach: auch im ersten, Nahllörper stimmten von ljs) Wählern nur 9. Dafür ging es im zweiten Wahlkörper um so lebhafter zu, obwohl es, sich keineswegs um politische Meinungsunterschiede, sondern persönlich? Gegnerschaften handelte. Die Opposition, dio einen in einer Wahlbesvrcchung vorgeschlagenen Kandidaten durch einen anderen ersetzt wünscht, arbeitete mit Erfolg und erreichte für ihren Bewerber, den Notar Herrn Dr, Moritz Karnitsch ni g, die entscheidende Stimmenmehrheit. — sWaIdvcr w ü st ung.) Die Waldwirtschaft, wie si? gegenwärtig in Gottschee betrieben wird, gibt zu den ernstesten Bedenken Anlaß. Wenn es so fortgeht, werden d ie Preise fiir Brennholz, die seit einem Jahre um 33 Perzent gestiegen sind, bald unerschwinglich sein. Fast alles wird zu Holzkohle verarbeitet, die Köhler kommen jährlich in größerer Anzahl aus Italien, bleiben bis in den Spätherbst und» gewinnen Quantitäten, die in keinem Verhältnis stehen zum NaäMuchs. Es gibt sich auch niemand die Mühe, Buchen zu kultivieren: man überläßt das gleichgültig der Natur und denkt nicht weiter daran. So kann es kommen, daß sich dieses Versäumnis empfindlich rächt, wenn der Waldverwüstung nicht bald Einhalt geboten wird. Mit öeni Fichten- und Tannenholz geht es wenig besser: alles wird niedergemacht, was nur irgend Geld einbringt, ohne Rücksicht darauf, daß ?in solches Vornehen im Karstgebiet unbedinat zu Wassermangel führen m uß. Manche kostspieligen Wassoranlagen wären überflüssig, wenn rechtzeitig aus Schonung der Naldbeständc gesehen worden wäre. — (Sa bebauten.) Bei der am 28. v. M. bei der BezirksrMlPtmcmnschaft in Gnrkfeld statta> fundenen Offertsvcrhandlunsl wurden nachstehende Wasserbauten dem Meistbietenden Bauunternehlmer Heinrich Höfler aus Rann vorbehaltlich höherer Genehmigung hintanaea?ben: Stcinwurfergänzimg im.Kilometer 105'tt bis IM'4 am linken Ufer unter-halb Vidcm und jene beim Ufcrdcckwerte in Zasavje im Kilometer 117:8 bw 118'2 sowie die Ergänzung der Sichernngsarbeiten in: Bereiche der Brücke bei Rann. — Die dom Unternehmer Johann ,Knez aus Laibach bei der am 8. März 1W4 erfolgten Offerts-Verhandlung übernommenen Reguliern ngsarbeit?n auf der Teilstrecke der Savetilom?ter 10l>-19 bis 108-23 in Gurkfold sind nunmehr vollkommen aus» geführt. —S— — (Un behob ones Geld.) Beim Depo» sitenamt in Ragusa erliegen seit Jahren für einen gewissen Johann Zcidler von Rosenberg 50.sX)0 K, ohne daß sich dieser bis jetzt zur Behebung dieses Ac-träges gemeldet hätte. Aus den Gerichtsakten ist er-sichtlich, daß Zcidler ein Wiener ist, doch ist sein Auf-enthalt unbekannt. Zu seinem Kurator wurde der Advokat Herr Dr. Marotti bostellt. 8. ' (Verloren) wurden eine silberne Tasche,!«« uhr mit Doppoldeckel, ein goldenes .Kreuz, eine gol-dene Brosche mit Brillanten, eine silberne Taschenuhr mit silberner Offiziersketto, 3 X Geld und ein Geld« täsä)chen mit 43 X Geld. Verloren wurde fernor ein grau oxydierter, mit vergoldetenNcifen versehener Crayon und ein Zigarettonspitz auZ Bernstein. * (Gefunden) wurde ein Pelzkragen, fern?r eine silberne Taschenuhr. Theater, Kuuft und Literatur. ** (Deutsche Buhn e.) Gestern wurde die erfolgreichste Novität dieser Spielzeit „Der Privat» dozont" zum drittenmalc vor mäßig gut besuchtem Hau so aufgeführt und begegnete wieder großer An» teilnähme. — (I^.j n I> I ^'il n » k i Xvon.) Inhalt des MärzhofteZ: 1.) A. Akkcrc: Fürst Voltun. 2.) Dr. Ivan Tavöar: Aus der Kongroßzeit. 3.) Dr. Ivan Prijatelj: A. N. Pypin. 4.) Kristin a: Rück-kehr. 5,) Ivan Cankar: Die letzten Tage des Stephan Poljanec. 6.) Dr. Fr. Derganc: Johann Trdina. 7.) C. G o lar: Der Mohn glüht. 8.) Vla -dimir: An die Juristen. 0.) Dr. Ivo üorli: Die Romantiker des Lobens. 10.) L. Pintav: Sa-tnra. 11.) Dr. H. Dolenoc: Skizzen über di? Vor.:. 12.) K ristina: Es kam ein warmer Tag. In den Rubriken Vüchernouheiten, Theater. Unter Revuen und Allgemeine Umschau finden sich Beiträge von E. Gangl. Dr. Ivan Prijatolj, Dr. Fr. Ilc° 5i5-, Dr. Ios. Tominöek, Dr. Fr. Zbaünik. Nasw P. u. a. ^ (^ v<> n i-ttk.) Die dmttc Nunnner dicher Jugendzeitschrift enthält Gedichte von Aoriso v. Eo ko ! ov, Fr. ^ g u r, V o g u m i l a und Le,o P o ljak, weiters orzählonde nnd belehrende Beiträge von Nirov, E. Gangl, Lad. Ogorok, Iuraj Pangra c, Michael Lcvstik und Andreas Rape. In der Rubrit Belehrung und Unterhaltung findet sich ein Rebus nebst verschiedenen Notizen. (In Ncclnms U n i v e r sa l b i blio -thct) sind folgende Bände neu erschienen: Nr. 4751. Johann Gabriol Scidls Ausgewählte Dichtllngen. Herausgegeben und eingeleitet von, Dr. Karl Fuchs. Erster Teil: Lyrik. Mit Seidls Bildnis. Nr. 4752. 4753. B. Spinoza: Der Politisch? Traktat. Neu übersetzt und mit einem Vorwort vcrschen voll I. Stern. — Nr. 4754, Paul Lindau: Die Sonne. Schauspiel in drei Aufzügen. — Nr. 4755. Eduard ^ Mörike: Das Stuttgarter Hutzelmännlein. Mär /Z chen, Hcrmlsgoaebon und mit einov Einleitung der-sehen von Prof. Dr. Edm. v. Sallwürk. — Nr. 4756. Berühmte KriminalMe. Nach dein Neuen Pitaval und anderen Quollen. Herausgegeben von Dr. Max Mendhcim. Erstes Bändchcn: Die Marqliise von Vrinvillier. Der Marquis von Anglade. Joan CalaZ. Nr. 4757. William Shakespeare: Was ihr wollt. Lustspiel in fünf Aufzügen. Übersetzt von Schlegel. Eingeleitet und herausgegeben von Eugen Kilian. (Vühnen.Shakespcare: 19. Band.) Nr. 4758 bis 4700. Lewis Wallace: Ben Hur. Erzählung aus der Zeit Christi. Aus dein EnMcl)en von P. Flathe. Erster Band. Gefchäftszeitung. - (Das neue statistische Märender-zeichn is.) Mit 1. März ist daZ neue statistische Warenverzeichnis in 5lraft getreten, welches auf Grund des neuen Zolltarifes bearbeitet ist: die in den .Handelsverträgen mit dein Deutschen Reiche, Italien lc. zollbcaünstigtcn Waren finden darin bo» roits die entsprechende Berücksichtigung. Das neue statistische Warenverzeichnis ist im Vorlage der k. f. Staatsdruckerei erhältlich. Telegramme zes l. l. teleMtt'smesMznz.Vttetts. Die Handelsverträge. Vorn, 5. März. Wio die Schweizerisch, De> pichen ^Agentur vernimmt, ist der Handelsvertrag mit Österreich-Ungarn zustande gekommen und wird noch im Laufo der Woche unterzeichnet werden. Wien, 5. März. Einige Abendblätter und die „Politische Korrespondenz" »neiden übereinstimmend, das; die Hauptschwiorigkoit^n bezüglich dos Handeln Laibacyer Zeitung 9ir. 53. 465 tt März 1^6. Provisoriums mit Serbien ubrrwmrdmi zu sein schn-ncn. Der Abschluß dos Handelsprovisockuins stehe un-mittelbar bevor. Eine neue polnische Partei. Krakau, 5. Februar. In einer Versammlung, ml w?lclM Lmldtanö- und Neichsratsab^eordnete, einige Universita'tsprofcssorcn und nelad^o Pcrso nen teilnahmen, lvUird? das Progranun der neuen Partei, die sich „Voifszenwmi" nennt, entworfen und ein 15^liledri,ss^r Ausschuß aelixihlt. Die VcrMum-lunq sprach ihre Vcfricdiglma. iiber die EinbrinMNss d^r Wcchlrcformvorlaa.cn aus und beschloß, eine au^-giebi^e Vcrnlchrung der Mandate fii.r Galizion zu verlaufen. Ungarn. Vudape st, 5. März. Baron Vanfft) ha.t in eincm Schreibrn an Kossuth seinen Austritt culs d?m leitenden 3IuZschuß und aus der Ko<üition erNärt. Er begründet den Austritt damit, daß die Koalition sich nicht für das alla,cmemc Stimmrocht l'rklnrte. das den wesentlichsten Punkt des Vanffuschen Pro^rnnnuvs bilde. Auch könne er nicht lä'nqer die Ll'oalition un. tersti'chen, da nach den lev^n Außeruuaeu Kussutho das Ziel der Koalition sei, mit der Aufhebung deZ DuQlisluus die Personalunion mit Österreich zu bc° gründen. Nach den An schaumigen d'.'Z Varon Vanssn sei die Personalunion auf friedlichem Wege nicht durch' fühlbar; auch würde dieselbe den Unt^r^anq dcr 'GroßmachtstellunZ der Monarchie bed'.'utcli. Debreczi n, 5. März. Der königliche Kommiß sär wurde, als er heute, vou Gnedarinerie und eiurr l Eskadron Husaren eskortiert, seinen Emzug in die Stabt hielt, b'mn Volksgarten nüt Steinwiirfcn empfangen. Die durch die Gendarmen ergriffenen! Täter wurden inZ Gerichtsgebände eingeliefert. Dort! sammelten sich eine große Anzahl Leute an, welche die.! Verhafteten befreien, wollten. Sie wurden jedoch durch! einen Bajonettangriff auseinandergetrieben. D.'r königliche Konnnissär wurde nicht verletzt. Drei Hörer l der theologisckx'n ssakultät, welche unter der Beschuldigung, Steine geworfen zu haben, verhaftet worden waren, wurden über Veranlassung des Kommissärs l auf freien Fuß gesetzt. Sonst wurde die Ordnuug nicht gestört. ! Feuer im Ballsaale. Fucecchio (Toskana), 5. März. In einem Hause, in dem ein Tanzfest absschaltm wurde, brach um 3 Uhr morgens ein heftig»!' Brand ans. Das Feuer war in dein unterhalb des Tanzsaales ^ legenen Stalle entstanden und erfüllte den Raum rasch mit dichtem Ncmch. Der Fußboden des Tanz-suales stürzte alsbald ein. Es heißt, daß sechzehn Personen um das Leben gekommen seien und daß mch° .rere Personen, die sich durch einen Sprung aus dem Fenster zu retten gesucht hatt.'n, schwere Verletzungen erlitten haben. Unter der Leitung der Behörden wird an der Wegräumung der Trümmer uud an der Ab' trQstung der gefährdeten Mcmern gearbeitet. ! Fucecchio, 5. März. Von den be>im Brand?! verunglückten Personen wurden sechzehn als Leichen aufgefunden und geborgen. Es dürften noch zwei Opfer unter den Trümmern begraben liegen. Der l Hauseigentümer rettete fich durch einen Sprung aus dein Fenster. Ein Kind wurde imveysehrt auf der Treppe des eingestürzten Hauses gefundn,. China. Rom, 5. März. Die hiesige chinesische Gesandt schaft hat eine amtliche Depesche erlMcn, lvelcl)e d'e Gerüchte über den Gesnndheitszustand der Kaiserin Iowie über die fremdenfeindlickien Unruhen dementiert und hinzufügt, daß die Kaiserin und der Kaiser fich vollkommener Gesundheit erfreuen und daß im ganzen Reiche Ruhe herrsche. Die Bevölkerung sei niemals von fricdliclMer und freundlicherer Gesinnung gegen die Fremden erfüllt genasen, als jchl. Wirbelftnrm. Sau Francisco, 5. März. Über den Wir-belswrm, der die Gescllschaftsinseln im Monate Fe> bruar heimgesucht hat, berichten die Offizier l>eZ Dampfers „Mariposa" weiter, daß dem Sturm schwere Seen vorangingen, die ganze Dörfer wegschweininten. Die Schiffe, die im Hafen Papeete auf Tahiti lagen, konnten sich retten. Der französische Gouverneur mrd der englische Konsul wendeten sich an ihre Regierungen um Untel-stützung für Hunderte obdachlos gewordener Personen. Emem hiesigen Blatte wird gemeldet, daß wahrere Inseln verschwunden und an zehntausend Personen umgekommen seien. Die Meldung bedarf ledoch der Bestätigung. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 24. Februar bis 3. März 1906. E« herrscht: die Schweinepest im Bezirle Ndelsberg in den Gemeinden III.. Feistrih (7 Geh.). Senosetsch (4 Geh.). Dornegg (4 Geh.); im Vezirle Vottschee in der Gemeinde Mosel l2Geh.); im Be. zirle Littai in den Gemeinden Grohgaber (3 Geh.), Bulovica (3 Gel,.,, Temeniz (I Geh.), St. Veit (2 Geh.); im Bezirle Rudolfswert in der Gemeinde Preöna (2 Geh.); im Nezirle Tschernembl in den Gemeinden Altenmarlt (li Geh.), Ndlesiö (3 Geh.), Düblitsch (b Geh.), Kälbersberg (1 Geh.). Podsemel (1 Geh.). Stockendorf (1 Geh.), Tschernembl (4 Gehj, Tanz. bera (1 Geh.); der «otlauf im Vezirle Rudolfswert m der Gemeinde Preina (1 Geh.). Erloschen ist: die Schweinepest im Bezirke Littai in der Gemeinde Vulo-vica (l Geh.); im Bezirle Tschernembl in der Gemeinde Wei-nih (3 Geh.); der «»ilauf im Vezirle Ndelsberg in der Gemeinde Dornegg (1 Geh.); im Nezirle Rubolfswert in den Gemeinden Hof (1 Geh,), St. Michael-Stovic (1 Geh.). K. l. Landesregierung für Krain. Laibach am 3. März 1906. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Vom I. bis 3. März. Stierer, Iocll, LUw. Vreuer. Meinberger. Vehaler. Neufeld, Ferdinand. Fauvers, Findahuö. Kantor, Heuhapel, Pohlmann, Kosterlitz. Pollal. Kraus. Vaar Groß. Benesch. Friedländer, Me.; Blau, Billaidmonteur; Tonello de Stramare, Generallonsul; Hronetzly, Ingenieur Wien. — v. Gold, l. u. l. sselozeugmeister, s. Gemahlin; Müller Nrendl, Kflte.; ^öber, Buchhalter. Graz. - Pölz. Baumeister, Magenfurt. — Dclleva, Besitzer. Ndelsbcrg. — Walonig Km. Litlai, — Reitter, Rosenstock. Michelus. Cioli, Me., Trieft. -Maluz, «lfm., Görz. — Kweder. nfm,, Cilli. — Zhuber v. Olroa l. t, Forstmeister. Einöd. — Drechsler. Uöwy. Nstte.. Pilsen. — v>dehnlll, Nfm., Weiz. — Radanovit, Privat, Samobor — .leiner. Kfm. Pra«. — Popper. Roth, Me.; Sololit. Ma. schinenmeister, Budapest. — Kossar, »sm., Agram. — Tartaalini Kfm., «nlona. — Taege. Kfm,, Berlin. - Frauenseld, Nfm ' <, Frau, Nürnberg. — Sergei. Kfm. Leipzig, — Schonn. Ksm^ Brlinn. — Sarb, Kfm., Oberburg. — Neumann, ltfm.; Heleznil Mechanilei, s. Frau, Fiume. — Letovsnil, Privat Policla lBvhmen). — Gruden. Kfm.. Idria. — ltuhn. «üftner Uflte Hamburg. — Medicus, Direktor, s. Frau, Venedig. — Taussia^ Kaufmann, Linz. "' Grand Hotel Uni»«. Am b. März Hegesberger, l. u. l. Hauptmann; Pret-ner. Abvolat; Eittel. Kfm., Trieft. - Vabic, Banldirelto! . Frau; HegedUs. Npotheler, s. Frau. Agram. - Hafner R, staurateur; Haushofer, Bildbauer; Gigler, Prokurist Gia.' Heilbnmn, Ergmaun. Kflte., Berlin. '' "^ ^ Verstorbene. Am 1, März. Franz Verbic, pens. Kondukteur 43 "> Cegnargasse 8, 'I'udßroul. pulm. ' " ^ ' <^ c."l!" ^ ,?°^' ^"^"^" ^"^°' Heizeissohn, 8 Mon.. Triesterstrahe Il° »rt. — Karolina Razinaer' Feldwebelstochter, 2 I.. Nmbrozplah 3. zl«nin^iu«. - Natbarinä Sever. Arbeittrsgaltin, 41 I, Rdmerstlahe 5. Tuberlulose Am b. März. Maria Ietina, Bedienerin 61 ^abre Radetzlystrahe 1. Lungenentzündung. " ^ ' Im Zivilspitale- «lm 2. März. Maria Rudolf. Gieislerin, ?Z Jahre ^lllr»«mu« <>«nili«. — Adam Hubll, Drahtbinder 4b ^abre pnoumnni». — Franz Sternisa. Taglöhner, '39 Jahre, Am 3. März Ursula Pleslo. Arbeiterin. 33 Jahre. I'ub«!'«»!. pulm. Vandestheater in Laibach. 91. Vorstellung. Ungerader Tag. Mittwoch, den 7. März. gum zweitenmal: 2>er Helfer. Schauspiel in vier Auszügen von Felix Philippi. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ^si u.U ?L^3"^2^WW^^Cf^^^ 9 » «b. 746-4 5 0 windstill , 6l'7Ü'F7^747 4 j^0^8 NO. schwach j ^ s^7y Da« Tagelmitlel der gestrigen Temperatur 5 2», Nor. male 19°. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Mv nvl-vllssllzsnllzten m«lliiini8onen äui0s!i8t«n v«l^enll«n «okit5cker..5tMuelle" ^-^ !M M öer 5ee. öie Vöglein 5cl»l,ftn M«l ich aber liege ruhelos in de» Federn und quäle mich MM mit dem miserabelsten Katarrh von der Welt ab. Und ^M nun steht es fest l morgen weiden Fay's echte Soden« MW Mineral-Pastillen gelaust! Ich höre überall, bah die ^M Dinger wahre Wunder «un sollen und ich will's ,in- MM mal damit versuchen, nachdem all die Süßigkeiten MM und Tränlchrn mir den Magen verdorben und doch MM nicht geholfen haben. Für li I 25 die Schachtel in MM allen Apolhelen, Drogen» und Mineralwasserhandlungen MM erhältlich. (10b) 3-2 Geneialrepläsentllnz für t»fterreich»Nngarn: W. Th. Ountzert, HVl«>», I.» Dominilanerbastei 3 l7iterariscker Vortrag. O ^ ^ Über Smlaäung äes „Tvaeigvereines l^aidach äes Tillgemeinen Oeutscken sprach-veremes" wirä cler I)err evangelische ßfarrer l)s. Ottmar Hegemann vonnssstag clen 8. ci. O. um '/i! / ddr abenäs im Lalkon-saale äes diesigen llasinovereines (i.ötock) einen literarischen Vortrag über äen äeut-scheu Dramatiker Gerbarcl I)«uptmann halten, wozu äie geehrten Vereinsmitglieäer freunälichst gelaäen sinä. Tluch Mitglieäer äer übrigen cleutschen Vereine sinci herz-lich willkommen. l»48 2-1 taibaek am b. lllärz ,yob. NM lllls!l.lj. !l.L8Nm!8t2li8-!lzst8ll. Maßstab 1: 75.000. Preis per Vlatt 1 X in Taschenformat auf Leinwand gespannt 1 X 80 l>. H«.»,. Aeillllljjl i D. Nllnhklp Nlllhhn>l«n> in AaibacH. 20 schöne, grosse Kastanienbäume werden sofort gekauft. Anträge an die Aktiengesellschaft „Union" in Laibach. Naznanilo. Slovenako pevako druitvo „Štefaoja-vas" naznanja tem potom, da 10 je raz-pUBtilO. (940) Bivfti tnjnik : Bivfti podprednednik : J. Bricelj. Bojan Balog. ^B V*em, ki hü da kakrAenkoli naöin ixrazili so- ^B ^B Äutje poTodum boletni in smrti Deposabnega so- ^M I Ivana Gruden I ^m c. kr. davkarJR v p. ^M ^| se i* "rca zabvaljujemo. ^H ^H Posebno pa bodi mnogobrojnim darovalcem ^H ^M prekrannih vencev, «lav. dnifttvom, ter nploh pri- ^| ^B JMteljetn in tnancem \z Vrbnike in ukolice, ki so ^B ^H drngemu pokojniku izkazali ladnjo dast, itreöena ^B ^fl na&H iskrena zahvala. ^B H Vrhnika, dne 3. suAca 1906. H I (944) Zalujoöi ostali. ¦ Laibacher Zeitung Nr. 53. 466 6. März 1906. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 5. März 1906. Die notierten Nurse verstellen sich in Kronenwührung. Die Notierunq sämtlicher Altien und der ,,Diversen Lose" versteht sich per Stück. Geld Ware Allgemeine Staats« schuld. Einheitliche Rente: »"/<> lonv. steuerfrei, Kronen (Nai-Ätov.) per Kasse . S» 95 100'15 bett» (Ian-Iuli> per »asic 9990 100 Iv l» »»/„ «. W, Noten (Febr.'Nug,) per K»N«......loi 30 1«1 50 4 «"/« «. W, Silber (Npril-lütt.) per «lasse......,oi 20 I0i>4,> ISsNer Staatslofe 500 fl, 4"/„ 158-25 i''><»-25 18«0er „ 100 st- 4"/„ I8:>'5'» 19750 1864t! ,. WN fl. . .289- 290- 1»»4« ., 50 ft. . . 2N8 29« - D«n..«sanbb,. ^ 120 fl. 5"/„295—19U- Staatsschuld d. i. Neichs« rate vertretenen König» reiche »nd Länder. ibfterr. Oolvrente, stfr., «°ld per Kasse .... 4"/« 11» 05 118 25 bsterr. Rente in Kronenw. stfr., »r, p«r Kasse . , . 4"/« 100 05 10025 betto per Ultimo . . 4°/„ i00-<>5 iou-25 bft. Investition«.-Rente. stfr.. Kr. per Kasse . 3'/,"/« 91 - »12« Gisenl>»!,n.Sla<,l,sch»lo. »erschreibnngen. «lisabethbahn in G.. steuerfrei. zu 1>'.00" fl. . . . 4»/„ 117-90 118 9« Franz Iolef-Vahn >12«'40 127-4« «al. Karl Ludwig Valm (div Stulle) Kronen . . 4°/„ 9980 10« 8< slubolfbahn in Kronenwährung, steuersr, (div, El.' , 4"/„ 99-85 100-85 Vorailberger Vahn, steuerfrei, 4O'Kronen . , 4°/» 90 90 100 90 Z» >t»»t»lch»l»««schrei>>nngtu a»,«ft»mp»lte n«««n>l fislnilllin.zriorttll»' fbligaUontn^ Vöhm. Westbahn. . . . 9980 100 8») Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung. Goldrente per Kasse . 113 ic> 113 3^, 4°/« detto per Ultimo 113-I" 113-30 4"/u ung, Rente in Kronen- währ. stfrei per Kasse . . 95 10 95 30 4°/, detto per Ultimo 95 i« 95-30 3'/,"/« betto per Kasse . 86 05 8« 25 Ung. Prämien.Anl. ^ 10U fl. . 215'50 2l7 5<> detto ^ 50 fl. . 21^75 215 ?f> Theih-Rrg,-Lose 4"/» . , , . 158 50 160ü<> <"/, unssar. Grunbeiltl.-Obllg. 85-55 96-i)-> 4"/u froat. u. slau, Vrundentl.. Oblig........98-25 — - Andere öffentliche Nnlehen. Bo«n. L°nbes.Nnl. (div.) 4"/„ . SÜ'?5 97 «ö Vosn. ° herceg. Eisenb,»Lande«. Nnlehe» 'div.^ 4'/,"/, . ^ 1W5s> INI 50 5"/n TonauMeg.-Anlelhe 1878 ,n«-k>»! i<»? 5« Wiener «erlehrs.Änleihe 4°/» 99 !»«, betto 190' 4"/„ >»« n,", K)l 0k> «nlehen der Vtadt Wien . . in^-15 1N4 >5> betto (T. od. V.) , , . 122-20 12820 detto (1894) .... 95-«<> 99'6l, detto (1898, .... 9980 10!» «0 dttto (1900) ... K10-3 101-3«! detto (Inv.-U.) 1902 . ,00 — 100-9« ' ürsebaU'Anleben verlosb. 5"/» 9« 45 100 45 Vul«. Staats«llenb.'HyP.-Anl. 1889 Gold ... k"/u 119-S« 120-60 Vulg. Staats > Hypothekar Anl. 1892......6"/y 120 10 121- Geld Ware Pfandbriefe «. Nobenlr.,all«. l>st.i»5a I.Vl,4"/„ 99-25 100-L5 Vöhm, Hupothetenbanl verl. 4"/„ 100— 100-80 8en!ial'«ob..Kred.-«l., «sterr.. 45I. verl. 4'/,"/« - - - 108- — — Zentral «od.-Kreb. Vl., üsterr.. 65 I. veil. 4"/„ . , . 100 10 I«1 1» Kreb. Inst,,ös/,"/„ »4-50 l»5> — deitoK..Schulbsch,v«lI.3'/,"/n 9^50 !<5 — detto Verl. 4"/« 99-90 100-90 ö>sterr,.nn8llr. Nanl 50 jähr. vcrl, 4«/c, ö. W..... 100-30 101-30 dttto 4"/u Kr..... 100-55 101 !>n Sparl. l.öst.. «0 I. Verl. 4"/^ 101— 10!9U Eifenbahn.Prioritäts. Obligationen. Ferblnands.«°rbbahn Em. 188« 10025 ini-li5 detto (tm 1904 io«-!ü INI-, 5 bsterr. Nordwestb, >0N s>. S. . 10?-- 108-- Stnatsbahn 50a Fr..... <1S— 4i»-50 «üdbahn il 3°/,, Jänner. Juli 5no ssr. (per Lt.) . . . 3IN-25 318-25 Sudbahn k 5"/«..... 124-4N 125-40 Diverse Lose lper Stück), Perzinlllch« Zoll. 3"/n Vudenliedit.Lose Lm, l«8« 291 25 301 25. dctto Vm. 1889 283-25 30325 5"/u Donau Lose 100 fl. 0. W..... 2«»-— 272— Serb. Präm..AnI. v.100Fr,2"/u 100— 108 - Zln»erzin»liche Los«. Vudap.Basilila (Dombau) 5 fl. 54-50 26-50 Nr^itlose 10« f!...... 474— 484- Lllliy.Lole 40 fl, KM. , . 146- 15!,- Ofener Lose 40 fl..... 164- 174 - Palffy.Lose 40 fl. «. M. . , 171- 181- Roten Kreuz, öst. «es. v.. 10 fl. 5130 53-30 Nuten Kreuz, ung. Ets. v., 5 fl. 3225 «425 «udolf.Lose 10 fl......57-50 6350 Nalm.Lose 40 fl. K. M. . , 20x— 219 — Gelb Ware Türl. E..N..U>ll, Präm..ObIig. 40« Fr. per Kasse . . . 150-45 151'45> detto per M, ... 15025 i5l-25 Wiener Komm,»Lose v. I. 1874 599-50 5»950 Vew.'Echb. 3"/uPram,'Echulbv. d. Vobel!lr..«»st. Zlnternth«Mlg»n. Nusslg.Tepl. Eisenb. 5NN fl. . L3L0 — 28L8- Vöbm. Nordbnhn 15« fl, . , 365'— 3?,,-- Nuschtichradcr»»n sl, per Ult. >180 — 1134--Donau > Dampfschiffalirts > Ge!., 1., l. l. priv , 5„« fl. KM. 1021 — 1024-— Dux.Vodcnbacher Eisb. 40« Kr, 5«>— 542-— sser'dinnnds.N«rbb, 1000 fl. KM. 574« — K750 — Lemb,'Czcr»,'Iassy > Eilenbahn- Oesellschaft. 20!) fl. S . 5«3— 58«-- Lloyb.ös-- 720-- Östcrr, Norbwestliahn 200 fl. S, 428— 429- bclto(!>t, l!,)2»Ufl.S. P.Ult, 44S— 448 — Prass'T!»x.erct!le,!b.100fl.abgst, 218-— 218 70 Staatscild. 200 fl,E, per Ultimo 675-50 6?6'5<> Südb, 200 fl, Silber per Ultimo 125K0 1i!« «u Südnorddeutsche Verbindungsb, 2l> fl, S....... 4««-— 409-- Wr. Lolalb.ANien.Vel, 200 fl. I5u- — - Vanlen. Nnglo.bsterr. Van!, 120 fl. . . 31^— 32« — Banlvcrei», Wiener, per Kasse —— -— bettn per Ultimo . . . 5»2— 563 — Vodenlr..Nnst, östcrr,, 2N0fl.S, 1W-»-— 10«?-— Zcntr,.Aob,.Kredb üst,. 200 fl. 557'— 568 -Nrcdüanstalt für Handel und Gewerbe, 160 fl,, per Kasse —— —- dettu per Ultimo «?«>-— 671 — Kreditbanl aNg, ung,, 200 fl, . 78" 50 ?«U i>0 Depositcnbaill, allss., 200 fl. . 452'— 454- ltilomple. Gesellschaft, nieder« üsttlr., 4<»u Kronen . . . 551-. 552 50 iro. und «assenverein, Wiener, ^ 2"« > 444-75 .Merlur". Wechselst,. «ltien. Gelelllchaft, 2ou sl. . . . «50 — «54- Geld Ware Österr..ung. Uanl I4U0 «runcn K!3l- is,4» - Unio,!l>ll»l 2NN fl...... 558— 55!, 80 Vcrlchrsl>a»l, allg,, 14<» ll, . 361— 362-— Induftrle.zlnllmehmungen. Vaiinel, alln. üsterr,. 10» fl, , in»-— i«8«> VrüxcrKuhle!!bergb,.We!,100fl. «60- «b8 — ltise»bah!,w,>Leihff,, erste, >l»0 fl. Il»a-— fl, 476— 4??- — drtto internal,, 200 fl, 602'— 604'— Hirte,ibersser Pair.», Zinidh. u. Mct,.sslll,ril 4UU Kr, , . 962— 972— Liesioger Nrauerei 100 !l. , , 295-- L99 — Monlan.Gelelllch,, österr,.alpine 538.5 539 7ü ,.Puldi.Hü,«e", liegtlgusislalil. F..Ä..W. !i«0 sl. , , . 523- 526 — Prager Eise».Ind,.Ges. Em. 1905, 200 fl...... 2646 — 2656 — Nima.Murany.Salgo.Tarjaner ltiw!«. 1N0 f!..... 588 — 538-50 SlllgU'Tarj Steinlohlen iuu!l. 593— »96-— ,,SchIüglmühl". Pap!erf,,2»nsl, N16-— »«8— „Schobnica", Ä,»G. j. Petrol.» Ind.. 5N<> Kr..... 645— 855 — „Steyrermühl". Papierfabril und V,.V...... 463 — 46? — Trifailcr Klihlenw.'G, 7<» sl. . 270- 278 50 Tüll. Tabalregie.Ves. 2<>0 Fr. per »a!se . —'— —-— dctto per Ultimo 380 881 — Waffen!..Oes,. «sterr., ln Wien, 10« fl....... 565— 571 — Waggou'Leihanstlllt, allgem,, in Pest, 4'— 6»N — Wr. «augcsellschast 10« ll. . . 170 — 178 l»<1 Wienerberger Ilegelf..Nlt..Gel. 888— 84i — Devisen. zur)« pichten und Scheck». Amsterdam....... 198-20 19840 Deutsche Plätze...... 11? :,? 1175? London........ 240 52 240 7? Italienische Äanlplitz« . . . 95>«0 95>?ö Pari«......... 95 »2 957k Zürich und Nasel..... 9535 9547 Valuten. Dukaten........ 1135 118» 20-ssra»lc»-Stuck«..... 191» 19 1« ^'.Marl.Ttüclc...... 23 50 28'5b Deutlchc Neichsbanlnoten , . 117-82 117-52 Italienische Äanlnote» . . . 95 «5 95'«5 Rubel'Notcn...... 251" «5» privat OßM« i8»f60kl»u«i^) !