Pr««,u>eraiioii»-Prtist: Für Laibach: ^au,>r-rig . . . 8 st. tü lr. Halbjährig . . . 4 . rv. dicrteljährig. . . , . io, Ernstlich . . — , 70 , Mit der Post: «»jährig . . . ii fl. - kr. Halbjährig . . . s , so, «k-rtcljährig. . . i , 7L. Laibacher Zustellung iuS Haus viertel» «ährig 85 kr., «ouatlich s kr. Enjelae Vtummern 6 kr. Tagblatt. Anonime Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. LcLaktion: Vahnhosgasse Nr. l?!.. Lkxcditio» und Jaskratru-üurcau: »engreßplatz Nr. 81 (Buchhandl>:i.t von I. ».Kleinmavr L F. Bamberg), 3nslrIi»ll»Preisk: Für die einspaltige Petitzeile S k, bei zweimaliger Einschaltung L 5» kr dreimal » 7 kr. Snserti°nsstcn>pcl jedesmal ;o kr. Bei gröberen Inseraten und öster« Einschaltung entsprechender Rabatt. Nr. 121. Mittwoch, 29. Mai 1872. — S/UL"""'' S. Jahrgang. - AH? Die nächste Nummer erscheint des Mroylttekchnamfestes wegen am Freitag. Die gestrige „Wr. Abendpost" bringt folgende Nachricht: „Ihre kaiserl. Hoheit die durchl. Frau Erzherzogin Sophie, geborne königliche Prinzessin von Baiern, ist heute morgens um 3 Uhr sanft in dem Herr» entschlafen." Das deutschfreundliche Italien. Unter obiger Überschrift veröffentlicht die „Pall Mall Gazette" in London folgende Betrachtung ihres Berichterstatters in Florenz, welche ein qanr b-ion-deres Interesse hat: ° „Die Kluft zwischen „den Befreiern und den Befreiten von ,1859 erweitert sich von Tag zu Tag, und die Art, wie sich die pariser Presse und die Versailler Versammlung über die französiche Ge-fandfchaft in Nom auöläßt, ist gewiß nicht dazu angeihan, sie wieder zu verengern. Italiens Grundsatz, jedem das seine zu geben, ist die Ursache der Entfremdung, und die daraus entsprungene Feindseligkeit ist nicht das Werk des „undankbaren" Italiens. Frankreich selbst hat alles getha», um den Funken von Dankbarkeit oder auch natürlicher Sympathie in der Brust der Italiener auszulöschen. Die ganze Bildung des liberalen Italiens ist m diesem Jahrhundert eine wesentlich französische Selbst die untere Mittelklasse in Italien (.„^.Französisch. Die französische Presse war M die einzige, welche der Italiener kannte. Es gibt kaum einen gebildeten Italiener, der nicht mit Viktor Hugo und Lamartine so vertraut wäre, wie mit seinem Manzoni und Leopardi. Viele Italiener der mittleren Klassen haben sich kürzere oder längere Zeit einmal in Paris aufgehalten. Sie verdanken ihre Kenntnisse von neurer Geschichte ausschließlich frauzösischen Quellen und keimen Thiers' oder Mignet's «Schriften besser als die Bocca's und Coletta's. Ihre philosophischen und literarischen Ideen waren ganz und gar französisch; ihr politisches Leben nahm französischen Zuschnitt an, ihre Begriffe von konstitutioneller Freiheit, von Recht und Verwaltung waren französisch, und ihre Verfassung und ihr Parlament, ihre Armee und ihre National» garde, ihre Gerichtshöfe und neuen Präfecturen sind alle nach dem französischen Vorbilde geschaffen. Die 1859 geleistete Hilfe trug vieles dazu bei, das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu verstärken, und obwohl sie für ihre „Idee ' mit dem sehr concreten Opfer von Savoyen und Nizza zahlen mnßten, obwohl sie durch Frankreich in der vollständigen Ausführung ihres nationalen Programms gehindert wurden, blieb doch die ungeheure Mehrzahl der italienische» Politiker treu an Frankreich hangen. Selbst die beiden Parteien, welche zu der „lateinischen Schwester" anscheinend im größten Gegensätze standen und im offieiellen politischen Leben eine unbedeutende Minderheit vorstellten, wandten sich an Frankreich um Unterstützung. Die Klerikalen wußten, daß die katholische Kirche nirgendwo größere Lebenskraft und Macht besaß als in Frankreich, und verließen sich stets auf die älteste Tochter der Kirche. Die Republikaner und Radikalen, welche in Napoleon III., im Legitimismus und Orleanismus ihre Gegner sahen, nahmen als Vorbild und Leitstern dennoch die revolutionären Traditionen von Paris und der demokratische» Partei Frankreichs. Diese Gefühle hatten selbst durch die Ereignisse von 1866 keine wesentliche Aenderung erfahren. Alle gemäßigten Italiener glaubten sich für die Befreiung Venedigs bei Napoleon und nicht bei Bismarck bedanke» zu müssen, und die Dankbarkeit wurde durch die Parteiung statt vermindert, eher vermehrt, wenigstens in der regierenden Partei. Als der Krieg von 1870 auöbrach, konnten die Italiener sich freilich der Erkenntnis nicht verschließen, daß diese Herausforderung der Zuerrs sanL wotiks, wie Herr Thiers sich ausdrückte, eine verbrecherische Thorheit war; auch gi.ige» sie in ihrer Dankbarkeit nicht so weit, dem Beispiele zu folge» »nd ihrem Freunde zum Fenster heraus nachzuspringen. Sie machten sich sogar seine augenblickliche Verlegenheit zu nutze, um sich von seiner Vormundschaft zu befreien und zn nehmen, was ihnen gehörte — indem sie sich ohne Zweifel für großjährig erachteten und dafür hielten, daß ihr Vormund ihnen den natürlichen Wunsch, in ihrem eigenen Hause die Herren zu sein, nicht als eine Handlung der Undankbarkeit und Feindseligkeit gegen ihn auslegen würde. Während des ganzen Krieges nahm Italien, ausgenommen die Radicalen, für Frankreich Partei. Während die angesehensten Zeitungen, wie die „Per-severanza" und die „Opinione" und die erste italienische Zeitschrift, die „Nnova Antologia", beredt und warm die sogenannte Solidarität der lateinischen Rasse verfochten und Deutschland wegen seiner Misachtuug des modernen Grundsatzes der Volksabstimmung heftig angriffen, nahmen sich säiumtliche Staatsmänner innerhalb und außerhalb dcs Parlaments derselben Sache an; und als in Nizza die patriotische Bewegung ausbrach, ließ sich die Regierung, trotz der Mahnung des deutsche» Botschafters, nicht bestimmen, sie zu unterstützen oder sic sich irgendwie zu nutze zu machen. Die einzige Zeitung und der einzige politische Charakter der gemäßigte» liberalen Partei, die sich auf die deutsche Seite stellten, Feuilleton. Tagebücher meiner Nilreise. Von Fra»; Walluer. H. Serie. 1. Ueber den Katarakt. Am 8. »nd 9. Jänner 1872. Der wichtigste Tag im Reiseleben eines Nil-»ouristen ist angebrochen. Um 8 Uhr früh sollten >r abfahren, um „infchaallah" heute noch den Ka-arakt bis Philä zu pafsireu, allein unsere Uhren Zeigten bereits die elfte Stunde, ehe wir Assuan verließen. Neue Führung, neue Mannschaft. Das Fahrzeug wird dem Katarakten-Rais übergeben, einem verwitterten alten Burschen, der von' jetzt an bis zu unserer Rückkehr aus Wadi Halsa den Oberbefehl über Schiff und Mannschaft führt. Ueber-dies hatte uns der Gouverneur — in überflüssiger Sorge, wie wir anfangs glaubten, aber in richtiger Kenntnis seiner Leute, wie sich bald genug herausstellte — einen Polizeibeamten in Uniform als Höchst- kommandirenden zu unserer Assistenz mitgegeben. — Unsere bisherige Mannschaft, zur Zeit in ruhende Activität versetzt, kauerte vergnügt faulleuzeud in Gruppen am Bugspriet der Aida. Der ueue erste Steuermann ist ein sehr bemostes Haupt, tausend Falten in dem runzlichten schwarzen Antlitz, von dem dünnes schneeweißes Barthaar seltsam absticht. Der zweite Befehlshaber scheint das verkörperte Bild cines ägyptischen Charons zu sein. Methusalems Alter auf dein ungebeugte» Rücken tragend, mager, sehnig, mit durchdringendem Kommandoton in der hagern Brust. Die übrige Bemannung besteht zumeist aus Sudannegern von ebenmäßigem Bau der nackte», kräftigen Glieder, die nur ein schmaler Len-denschurz deckt, jeder Mann von ihnen ei» Herkules. Vor der Abfahrt las der Rais der aufmerksam zuhörendeu Mannschaft einige Koranstellen vor und empfahl uus alle dann dem mächtigen Schutze Allahs! Der Weg führt anfangs durch eine von zahllosen Klippen umstarrte wüste Felfenwelt. Auf beiden Seiten des sich mit jedem Schritt verengenden Stromes wälzt sich wie erstarrte Flut, über die Grauitberge hinweg, bis an die Ufer herabstürzend der gelbe Sand der lybischen und arabischen Wüste. Die gewaltigen Felsblöcke rund herum sehen aus wie ungeheuere Bleiklötze, durch die Wellen des Niles und die Strahlen der Sonne glänzend polirt, wie von zierlich-geschickter Künstlcrhand, jetzt i» schiefergraue», thurmhoch ausgcschichteten Klnmpen, dann wieder tiefschwarz, wie ein zutage liegendes Kohlenflötz, oder rothschimmernd, wie fein verarbeiteter Porphyr. Immer wilder und wilder wird das zerklüftete Felsenlabyrinth, das sich an manchen stellen geradezu schließt und den Strom wie eine» liefen, stillen See erscheinen läßt, manchesmal wieder einem steinigen Labyrinth gleicht, durch welches schmale Wasserströme wild durch brausen. Durch alle die Wildnis laufen, hier doppelt befremdliche Erscheinung, am Rand des gelben Wüsten-ftriches die Telegrapheustangen, welche die Drähte tragen, auf denen das geflügelte Wort von Studien bis nach Berlin, nach Konstantinopel, bis an den fernsten Norden hinauf eilt. So hängen wir selbst hier, wo die Leute doch nackt gehen, immer noch mit der Zivilisation zusammen. Wenn ich will, kaun ich den Meinigen daheim Grüße senden, die heute noch aus den Tropen bis in unsere nordische» Breiten eilen, und dennoch gibt es Menschen, die es wagen^ waren die „Nazione" in Florenz und ihr hervorragender junger Herausgeber Civinini Er sah sich infolge dessen von seiner ganzen Partei gemieden, und sein Abschiedsschreiben an seine Wähler — einer der edelsten »nd rührendsten Briese, die man nur lesen kann — drückt i„ deu beredetesten Worten seinen Wunsch aus, sich aus dem politischen Leben zurück-zuziehen, nicht allein aus MiSvergnügen, geistiger Ermüdung und körperlicher Erschöpfung, sondern vorzugsweise, „weil er sich, um sich selber treu zu bleiben, gezwungen fühlte, sich von seiner Partei zu trennen; denn er allein in dieser Partei sei überzeugt, daß das neue Italien mit der geistlichen wie mit der weltlichen Papstmacht brechen, das französische Bündnis aufgebeu und sich ausschließlich auf Deutschland stützen müsse." (Schluß folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 29. Mai. Inland. Der Justizminister bereitet eine dankenswerthe Reform vor, die zugleich beweist, wie sehr es ihm um die schleunige Einführung der neuen Strafprozeßordnung zu thun ist. Unsere Ge-richte sollen neu organisirt werden. Der „D. Z." zufolge enthält die bezügliche Regierungsvorlage, welche demnächst vor den ReichSrath gelangt, neben mehreren minder wesentlichen Bestimmungen — unter die wir den Titel „Assessor," statt des bisher üblichen „Adjuuct," und die Schaffung von LandeS-gerichtörathsstellen erster uud zweiter Kategorie, mit Gehalten von 2000 und 2300 fl., rechnen — eine Anordnung, welche für die Justizpflege von den segensreichsten Folgen sein wird. Die Staatsanwaltschaft wird nämlich als eigener Status geschaffen. Eine der folgenschwersten Gepflogenheiten in unserm Justizwesen war es, daß bisher Gerichtsbeamte fast nur durch die Staatsanwaltschaft ihren Weg machen konnten. Wer nicht StaatSanwalt-substitut war, wurde gewiß nicht sobald Landes» gerichtsrath. Dadurch wurde der Unabhängigkeitssinn der Richter untergraben. Diese Reform nimmt Minister Glaser mit ausgezeichneter Energie in Angriff. Die Ernennungen sollen, wenn der Reichs-rath die bezügliche Vorlage angenommen hat, schon am l. Dezember d. I. erfolgen, und der 1. Jänner 1873 würde sodann die neue Organisation ins Leben treten sehen. Im Laufe dieser Woche schließt das Abgeordnetenhaus die Berathung über die Strafprozeß. Ordnung und geht dann an die Wahl der Delegation, welche dieses Jahr in Pest zu tagen hat. In den gemeinsamen Ministerien wird auch schon unser Zeitalter ein Zeitalter der Epigonen zu nennen. — Mitten in dem wüsten Chaos erhebt sich ein winziges, entzückend hübsches Jnselchen im frischesten Grün, die Hellen Lupinen mit den schneeigen Blüthen, die stolzen Kronen der Dattelpalme erquicken aus diesem der Wüste abgerungenen Fleckchen Erde das Auge, welches in dieser wildesten Wildnis, die sich tageweit ausbreitet, doppelt gern darauf ausruht, denn überall starren die grauen Berge, wie aus-gebrannte Bulkane aussehend, uns ringsum entgegen, Berg an Berg, Fels an Fels, Block an Block, am Ufer, im Strome, überall, unabsehbar, grauenvoll. Rauschen, brausen, sieden, brodeln des Wassers, unheimlich gurgelnde Töne treffen unser Ohr, wir stehen am Katarakt, oder vielmehr an den Katarakten, denn das, was man so nennt, ist nicht etwa ein Wasserfall, sondern eine Reihe von Stromschnellen, die durch die ungeheure Zahl von Felsblöckenhervor-gebracht werden, die sich dem Laufe des Stromes «ntgegenstemmen. Das Wasser bricht aber durch, wie und wo es seinen Weg am besten findet, theils listig und leise schleichend, theilS mit wüthen der Gewalt, rechts uud links aufbrausend, in ohn mächtiger Wuth vorwärts drängend, zurückgestaut, ein Kampf zwischen zwei feindlichen Naturgewalten, rin Kampf ohne Sieg und Ende. (Fortsetzung rüstig an der Zusammenstellung des Voranschlages für das Jahr 1873 gearbeitet und beabsichtigt, die Delegationen am 16. September zu eröffnen. Ob dieser Termin wird eingehalten werden können, hängt wesentlich davon ab, ob der neue ungarische Reichstag, der für den I. September einberufen ist, zeitig genug mit dem VerificalionS-Gcschäfte fertig werden wird, um bis zu dem defignirleu Zeitpunkte die De-legationSwahl vornehmen zu können. Die Erbitterung deS bevorstehenden Wahlkampfes und die gewohnte Breitspurigkeit der ungarischen ReichStagSverhand-lungen machen allerdings die Einhaltung dieses Ter-mineS problematisch. Nebst der Delegationswahl und der Eledigung der wichtigeren Eisenbahnvorlagen dürfte das Abgeordnetenhaus wohl vou keinem wichtigeren Gesetze in dieser Session mehr in Anspruch genommen werden. Zwar liegt das gali.ische Ausgleichs-Elaborat nun in Gesetzesform dein Berfassungs-Ausschusse vor, aber zur Vorlage an das Abgeordnetenhaus wird der Ausgleich jetzt doch nur höchst unwahrscheinlich gelangen. Die Regierung sieht für jetzt keine Möglichkeit einer Zweidritlel-Majoritat für den Ausgleich, und die Abgeordneten werden wohl auch lieber eine andere Situation abwarten, um an die entscheidende Verhandlung zu gehen. Der „Ezas" gibt dem Ministerium den Rath, den Ausgleich nicht als seine Vorlage — sei es als Regierungsantrag, sei es zur Begutachtung — vor den galizischen Landtag zu bringen, sondern den polnischen Reichsraths-Abgeordneten solle bloS die Aufgabe zufallen, dem Landtag den materiellen Inhalt der gebotenen Con-ceffionen und nicht das Elaborat selbst darzulegen, und der Landtag würde da „Gelegenheit" finden, sich über die Eoncessionen gutachtlich auszusprechen. Dies ist nach der Meinung des „EzaS" der einzige konstitutionelle Weg, da aus demselben „die Delegation nicht umgangen wird." Ueber ganz Westböhmen sind am 26. Mai verheerende Wolkenbrüche niedergegangen. Berichte vom Lande melden furchtbare Verheerungen, welche infolge dessen die Überschwemmung angerichtet hat. Viele Menschen sind umgekommen, die Feldfrüchte sind auf meilenweiten Strecken verwüstet. Nähere amtliche Berichte aus den betroffenen Gegenden fehlen noch. Da der Verkehr gestört ist, hat der Statthalter in alle Gegenden eine Kommission abgefchickt, um über die Sachlage Nachricht zu erhalten und möglichst Hilfe zu schaffen. Sogar ganze Dörfer wurden weggeschwemmt. Ausland. Das neue Ministerium des Königs Amadeo ist glücklich zustande gebracht. Es rekru-tirt sich in seiner Mehrheit aus Anhängern der unionistischen Partei. Die hervorragendsten Mitglieder desselben sind Serrano und Topete. Vom carlistischen Aufstande wird fast gar nicht mehr gesprochen; die Banden sind zerstreut, nichts destoweniger aber lassen es sich die klerikalen Jour nale noch nicht nehmen, Siegesbulletins in die Welt zu schicken, und Don Carlos lügt in Form eines Telegramms an seine Gemalin gar vor, ein Regi ment sei zu ihm übergegangen und er habe Kanonen und Gewehre erbeutet. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten« Lokal-Chronik. — (Als Badearzt) sür das Thermenbad Töplitz bei RudolsSwerth wurde für die heurige Saison Herr Dr. Uriel, k. k. Regimentsarzt, de. signirt; derselbe war bisher dem hiesigen Garnison« Spiiale zugeiheilt und wird sich schon nächster Tage auf seinen neuen Bestimmungsort begeben. — (FürHundebesiyer.)Wir begegnen seit einiger Zeit auf unseren Promenaden einem altern stattlichen Herrn — nach seinem Aeußeren ohne Zweifel quieScirten Offizier, — dessen treuer Begleiter, ein mehr, jähriger englischer Wachtelhund, außer einer rothver-brämien Decke noch eine zweite höchst interessante Er-findung ir» Gebrauche hat; eS sind dies nach allen I Regeln der Strickkunst verfertigte Strümpfe, die das treue Thier vor Selbstverwundung durch kratzen bewahren. Obwohl äußerst komisch, können wir nicht umhin, sämmtlichen Hundebesitzern sowie auch den Mit« gliedern der Thierschutzvereine diese zweifelsohne dem praktischen Sinne einer Soldatenfrau zu verdankende Erfindung zur allgemeinen Kenntnis zu bringen, und erscheint es wünschenswerch, solche sorgsame Hunde-besitzer als Ehrenmitglieder der Thierschutzvereine ernannt zu wissen. — (Zur Predilsrage.) Die Prüfung der Regierungsvorlage für die Predilbahn hat im Eisen-bahn.Ausschüsse deS Abgeordnetenhauses noch sehr geringe Fortschritte gemacht, und die Bedenken gegen dieselbe nehmen immer größere Dimensionen an. Von den bisher vernommenen Experten Hai sich auch nicht eine einzige Stimme für dieses kostspielige und dem eigentlichen Zwecke, nämlich einer unabhängigen selbstständigen Verbindung Triest'S mit der Rudolfsbahn gar nicht entsprechende Projekt gellend gemacht. Hingegen haben die Ausführungen deS delegirten triester Stadt-ralheS, Dr. Gregorulli, welcher in klarer Weise die Nachiheile der Predillinie und die bedeutend günstige-ren Verhältnisse der Linie Triest-Präwald-Lack, sowie die namhaften Bortheile, welche durch die Herstellung dieser Linie nicht nur für Triest, sondern für die ganze Monarchie erwachsen müssen, darzulegen wußte, einen nachhaltigen liefen Eindruck auf die Mitglieder des EifenbahnauSschussc« gemacht. Die für den 25. Mai anberaumte dritte AuSschußsitzung wurde aus den 27. Mai, 6 Uhr abends, vertagt, und wurden zu derselben über Antrag des Abgeordneten Brandstetter die renommirten Geologen Professor Hochstetter und der k. k. SectionSraih Bergrath Hauer geladen, um über die durch Schotterlawinen und Erdabrmschungen drohenden Gefahren auihentische Daten zu erhalle». Ueberdie» sollen auch noch die Mitglieder der Arlberg-Enqaete und der leitende Ingenieur der Tracirungsarbeiten Triest-Präwald-Lack, Oberingenienr Vallon, zur Abgabe ihrer Meinungen eingeladen werden. — Allem Anscheine nach wird diese acute Eisenbahnfrage in dieser Session nicht endgiltig gelöst, sondern bi» zum Hertzste vertagt und die Regierung ausgesordert werden, bis dahin ein detaillirteS Projekt der Linie Triest. Präwald-Lack'LaunSdorf dem Abgeordnetenhaus- vorzu-legen. Aus dem Bereinsleben. konstitutioneller Verein in Laibach. Sestern abends fand die 40. Versammlung statt Vorsitzender war Dr. Suppan, Schriftführer: A. Diemitz, RegierungS-kommissär: Rcgierungsrath Dr. Schöppl. — Anwesend 39 Mitglieder. Zuerst kam der die lacker Bahn betreffende Punkt der Tagesordnung zur Verhandlung. Dr. Schaffer als Referent wies darauf hi», daß sich unter den Aufgaben deS Vereins auch die Erörterung und Förderung wirthschaftlicher Fragen befinden. Gegenwärtig bewegt eine solche Frage, die sich am kürzesten durch die Worte: Lack oder Predil? ausdrücken läßt, alle Kreise, und bei der eminenten Wichtigkeit derselben für das Reich, vor allem aber für das Land Krain, sei es wohl ganz am Platze, daß sich auch der const. Verein über dieselben ausspreche. Der Redner glaubt sich in keine Details einlassen zu sollen, da die ganze Angelegenheit seit Wochen in allen Zeitnngen nach jeder Richtung erörtert, in zahlreichen Broschüren behandelt und erst in den letzten Tagen wieder im „Laib. Tagblatt" in einer Reihe von Artikel» an der Hand der vortrefflichen Arbeit des Ingenieurs v. Südenhorlt be> sproche» wlirde, so daß heute schon jedermann mit derselben vollkoinnien vertraut sei» dürfte. Demgemäß kennt nnd würdigt die öffentliche Meinung bereits in vollem Umfangt alle die finanziellen, technischen, volkSwirthschastlichen und strategischen Momente, die sich gegen die Predilbahn »nd sür eine Eisenbahnverbindung Lack-Triest ins Feld führen lassen, »nd der const. Verein wird ebenso sehr die Interessen des Reiche? wie die unseres engern Vaterlandes wahren, wenn er auch seuie Stimme zugunsten einer Eisenbahnlinie Lack Triest erhebt und gegen die unglückliche Idee der Ausführung eines Schienenstranges über den Predilpaß nach Möglichkeit Front macht. ^ Der Referent sprach schließlich die Ansicht a»S, da» sich der Verein mir überhaupt i>> bestimmtester Weise den Bau der lack-lriester Bahn anSspreche» solle, ohne» in eine Prüsnng der hier möglichen verschiedenen Tra einzulaffen, und stellte sohin den Antrag: «ES sei an bcide Häuser deS Reich»ratbeS "'ic p tion zugunsten deS «anes einer Eisenbahnlinie Lack zu richten." , Dieser Antrag wird von der Versammlung unter Bxisall einstimmig angenommen. Ter nächste Punkt der Tagesordnung,*der zur Bespreuung gelangte, war die I esu it ensra ge. Hierüber sprach Dr. Riiling folgendes: Die leidige altösterreichische Gewohnheit, in den noth-wendigen Dingen zu warten, bis das Wasser an den Hals laust, bethätigt sich wieder in der Angelegenheit, welche ich heute zu besprechen die Ehre habe, in der Jesnitensrage. Trotzdem, Latz uns angesichts der Behandlung, welche »lesen Herren im denlschen Reiche zu blühen beginnt, eine wahre Jesuitenüberschweminnng droht, ist maßgebenden Orts von irgendwelchen Verfügungen in Absicht aus Liese Eventualität nichts zu hören noch zu spüren. Um so nothwendiger ist es daher für jene Vereine und «vrperschasten, welche sich die Erwägung der allgemeinen Tagesfragen zur Aufgabe setzen, das Augenmerk der Regierung aus Liesen bedrohten Punkt des Gemeinwohles zu M Las GewLw'hl von der Gel-llsck-ft Jest. ganzen, sowie der iw°r für das Wohl des Staats- ,--ge», des Judivid.,ums ^ Sam.lie ia '» mochte fast mein erkannte Thatfache ,A^ahr>ch si»d, ist eine allge- die Geschichte des Ordens, svwi-",^'.^" rückblickt, andererseits den Misür-.. der Gegenwart, in denen sich dieser auf den Grund und Ursprung sieht. eingenistet hat, ES ist heute weder Zeit noch Ort, Meine Serie» -rknen «ne Geschichte der Jesuiten vorzutragen, oder Sic m'it An detaillirten Charakteristik des Ordens der Gesell,»^! seiner Grundsätze, seiner Einrichtungen, seiner Zi^ hell,gen, i,i> möchte Sie nur auf jene Punkte aufmerksam Machen, die für unser Vaterland wichtig sind und die ick für geeignet halte. Sie für meinen schließlich«, Antraa -u gewinnen. Die Jesuiten find in Oesterreich in einer bedentenden Anzahl von Mitgliedern vertreten, welche sich in eine stets Zunehmende Menge vor Niederlassungen vertheilen. . Unter ihrer Leitung stehen mehrere Unterrichts- uud Er-Ziehungsanstalten, unter letzteren eine, jene in Kalksburg bei Wien, in der zumeist Söhne der ersten Familien des 7>nchez erzogen werden. Es sind dies Zöglinge, von welchen viele dem gewöhnlichen Lause der Dinge zufolge die höheren und höchsten Stellen als Räthe des Staates und der Person Vas Monarchen einzunehmen und als solche gewichtige, oft entscheidende Stimmen in Len Angelegenheiten unseres Vaterlandes abzugeben berufen sind; es ist begreiflich, Laß in dieser i.age wohl nur wenige sich der in der Jugend ihnen «"geimpften Grundsätze z., en,schlagen im stände sind Orden Thät.gke.t ha, sich dieser überall, so auch bei uns, den Beichistnhl uuo die Kanzel auserkoren, und sich in dieser Richlung zu einein Favori de« höchsten Adels eniporgehobe», doch aber auch steis dinch die Erfindung der MissionSkunstreilen dir Menge, insbesondere das Landvolk im A>.ge behalte». Sie sehen meine Herren, daß der Orden in sieter Beiühruiig Mit Hoch und Nieder sich Einfluß zu verschaffe» verinog Wo es ihm eben nothwendig dünkt. Bedenken Sie nii», daß Ziel und Zweck der Jesuiten die herrschende Kirche ist, oder besser die Herrs-Hast der »irche in geistlichen und welllichei, Dingen, wie uns das Neueste Doqmi von der Unsehlbaikeit klar beweist, so werde» Sie einsehen. daß dieses Ziel nnr dann erreichbar ist. wenn Toleranz, Wissenschaft, Ausklär,»ig und Freiheit abge-schafft und durch Fanatismus, Dummheit, Aberglauben und Sklaverei ersetzt werden, weil nur ein sanauscheS, dummes, abergläubiges und in Sklaverei versunkenes Volt sich an Stelle der freien Forschung das Beweismittel der Kirche, das Dogma, setzen und sich damit leiien läßt. Der nächste Zweck der Jesuiten muß also fein, die Völker in dem eben gedachten Zustande zu erhalten, oder fall« sie sich aus demselben emporzuraffen beginne», in ihn mu/Ler"^nÄ»^''' ' ^ ^ bewirken, ist der OrgauiS- umiassend !eme ^,'>"^''^'''' er, Hoch und Nieder seinen ^n',e, ri^no» indirekten Mittel gegen alle» jede Aufklärnna am > ^"i alle« freiheitliche, gegen siaiide § am Passenden Orte anzmvenden stets im die wir schlaue Taklik, von Ersolgen gekrönt, K 3"",gsa„. wahrnehm..,. I Eoncordat, bas widerstreben, e» aufzu- Si,i^ Mangel einer stricten Gesetzgebung in kirchliche» e iiberhauxt und in Sache» der tobte» Hand »besondere^ - andererseits die Apalhie n»d da« Mistraue» ^ege» alle» fortschrittliche, der Haug zum bri,^? ^ ch die enifetzliche», mordathmenden Aus- ^bligiosen Fanatismus nnd der immer häufiger beNii, >>" religiöse Wahnsinn sind sprechende Zeichen der beständigen rastlosen »nd unheimlichen Thätigkeit der Jesui-en IN den höchsten und niedersten Sesellschaflskreisen. di. » K'ande, allein diese Betrachtungen dllrsien uns, ohne d r ^ Remiuiscenzen an die Thaten de« O.dens sck,.. 'N «ergangenen Zeiten, an ihre chemi- sch » Experimente, an ihre Verletzungen des Beicklsiegel« krii»! « wach,nrusen, genügen zur Ucberzeng»„g und Erde ,7 »' ? c°'"radicloli,che« Verhällui» die Ten 7" '» »es Jesu.tenordcu» z., ,e„e» endlich z„r Geltung gekommenen Prinzipien^ einn.hmei,, die allein den - taa?e» in ihrer Unwandelbarkeit, welche letztere er sich selbst zur Grundbedingung seiner Existenz erhob in den charakteristi-chen Worten i „sint ut su»t, sut »on rint". Es bedurfte auch uicht erst der Neuzeit, das verderbliche, laatlichc und sittliche Ordnung unlergiabcude der jesuitischen Bestrebungen zu erkennen, erinnern Sie sich »nr, meine Herren, daß schon vor bald einem Jahrhunderte der Jesuiten-Ordeu vou Papst Clemens XIV. ausgehobeu, daß cr ungesähr um dieselbe Zeit aus Spanien, dem katholischesten Lande der Welt, vertrieben wurde, dag selbst die fromme Kaiserin Maria Theresia, die Stoaisgefährlichkeit des Ordens erkennend, sich veranlaßt sah, die Jesuiten aus unserem Vaterland? ausziiwcisc». Unbegreiflich ist es daher uud nur dem ungeahnt kräftigen Einflüsse dieses Ordens zuzu-schreibeu, daß cr sich, nachdem seine Maximen uud Ziele von einem Oberhaupte der Christenheit als verwerflich gebraud-marlt worden sind, nachdem ihm in uuserem Vaterland- von der sröminsteii und der Kirche ergebensten Monarchin ihrer Zeit die Thüre gewiesen wurde, wieder rchabllitiren konnte, jene Macht und jenen Schutz wieder gewinnen konnte, den er i» gewissen Kreise» genießt, und e« zeigt von unerschUl-terlichem Machtbcwußtseiu und grenze,iloler, der Geschichte Hohn sprechender Frechheit, weuu in der jüngsten Vergangenheit dieser Orden durch die Erfindung des UnfehlbarkeitS-dogmas jenen Papst für uusehlbar erklärt, der ihn selbst verdammt hatte. Ich habe mich bemüht, meine Herren, Ihnen eine kurze Skizze des Jesuiteuthums »ine >?g et swäio zu entwerseu uud hoffe. Ihnen gezeigt zu haben, daß der Wurm, den wir so uliverantwortlich lange schon in uuscrm Fleische dulden, eiue Natur hat, die im Interesse der Selbsterhaiinng uns dringend gebietet, ihn zu entfernen, bevor er noch fein Zer-lörungsiverl vollendet hat. Herr über »ns geworden ist. Ich verkenne zwar »ich, die Schwierigkeiten »nd den Widerstand, die es bei unserem noch lange nicht consolidirten Staatswesen kosten wird, sich von diesen schwarzen Herren, die in allen feudale» und klerikalen und ,» den meisten nationalen Lagern allzeit getreue Schildknappe» und Helsers-helser finde», gänzlich zu besreieu; allein eben deshalb, weil wir in,, den Jesuiten di.' Leele und den Verstand einer uu-gehenr.n Menge von Rücksichrillspalriote» und Finsterlingen treffen, ist es desto nothwendiger nnd wird von desto er-sreMichcreu Erfolge» begleitet sei», alle unsere Kräste auzn-strcugeii, daß wir dieses Uebel in nnserem Vaterlande mit der Wurzel ausrotten. Es ist aber nicht genügend, wenn wir uns dem ein-dringeii einer anderswo unterstandslos werdenden Menge von Jesuiten entgegeustenimen, unsere Bemühungen würden durch die Anstrengungen der heimische» Patres und Fratres in Kutte und Frack bald paralysirt — es thut uoth, den bereit« bestehenden Einfluß der einheimischen Jesuiten durch deren Lniscriiiing aus unserm Paterlaude nachhaltig zu brechen, bevor es ihnen noch gelingt, ihren srenidliiudischeu Bundes- und Orveiisgenossen an, unsere öroslen eine Gastfreundschaft nrlt dein Ende usloiiltris graeess anznbieten. Die Abwehr einer Jrsuitencinwanderiing kann Laher nur eine vorläufige Maßregel in Absicht auf die Verhinderung der Vermehrung der Jesuiten in unseiem Vaterlande sein, keineswegs aber den Fortbestand Ler im Staate bereits ansässigen sanctioniren. Ich beantrage daher: l. folgende Resolution: „In der aus der Geschichte geschöpften Erkenntnis und Ueberzeugung, daß der Orden der Gesellschaft Jesu auf Las Wohl der Staaten und Völker seil seinem Bestände schädlich und verderblich eingewirkt hat und noch eiuwirkt, erkennt der const. Verein die weitere Duldung dieses Ordens in Len im Reichsrathe vertretenen Königreichen und Ländern für staatsgefährlich und sohin unzulässig. Vorbehaltlich eines Ges tzes über die Aushebung des Jesuitenordens in den vorgedachte» Ländern, ist es zunächst dringend nothwendig, Lie Vermehrung der Jesuiten in diesen Ländern zu verhindern, es geschehe diese Vermehrung durch Einwanderung fremdländischer Ordensmitgliedcr, oder durch Ausnahme von Novizen aus dem Klerikal- oder LaicalstanLe in jene Profeß Häuser, welche in Len im Reichsrathe vertretenen Königrei> chen und Landern bereits bestehen, oder durch Gründung neuer Proseßhauser und Niederlassuügen." «. D,e Vorlage einer im Sinne dieser Resolution ver faßten Petition a» Len H. Re,»sratl>. Nachdem Ler Redner seinen wiederholt und namentlich am Schlüsse mit ledhastcm «eisall ausgenommenen Vortrag geendet, wurden die gestellten Anträge bei der Abstimmung mit Einhelligkeit zum Beschlüsse erhoben. (Schluß folgt.) — Maria RebrZnik, JnstilntSarme, alt 84 Jahre, im Ver-sorgnugshause Nr. 5 an Entkräftung. — Andrea» Kikel, städtischer Zivilwachmann, alt 62 Jahre, in der Krakau» Vorstadt Nr. 19 an der Tuberkulose. -- Dem Herr» Anton Domladis, Realiiäicnbcsitzer. sei» Kind Antonia alt 1'/, Jahre, in der Polanavorstadt Nr. an der brandigen Bräune. Eingesendet. t»i> VieRv! In allen LrLnoliell, insbssonäers Lber bei öernA äer allgemein beliebten OriZinsl-I^ose, recdtkertizt sieb clas Vertrauen einerseits äureb anerkannte Soliclitat (ler I'jrma, anäerseits «lnreb äen sieb bieraus ergebenden enormen ^bsatr. vis vegen ibrer krrulctlicbkeit bekannte Ztaats-LSekten-Hsnälullg ^«>«>1 !»»«« I« ist Mermann anks värwste ru empkeblen, unck waobeo vir aut äie deute in nnserem ölatte ersebie-nene Annonce obigen Hauses besonders aufmerksam. Den wackern Bewohnern der Stadl Mi. „Ein rechtes Frühlingsfest zu feiern, voll Frohsinn und ungetrübter Freude" — wie beim festlichen Empfange unser Sprecher sagte, — kamen wir zum schönen Pfingstseste in Eure freundliche Stadt; und daß dieser Wunsch in jeder Richtung zur vollsten Wahrheit wurde, dazu habt Ihr wackeren Cillier durch die herzgewinnende Art, durch die brüderliche Weise, mit welcher Ihr uns und unsere Freunde gleich lieben Bekannten ausgenommen, zum nicht geringsten Theile beigetragen. Wir erfüllen deshalb nur eine angenehme Pflicht, wenn wir Euch Hiemil öffentlich tiefempfundenen, herzlichen Dank sagen. Gleich giftgeschwollenen Kröten Überschütten sie Euch jetzt mit Geiser, aber achtet dessen nicht, Ihr habt echl deutsche Sitte hoch gehalten, echt deulsche Gastfreundschaft geübt, dafür au» dankbarem Herzen „Gut Heil!" Euch. Laibach, am 27. Mai 1872. Der Turnrath des äaibacher Turnvereins. Wiener Börse vom 28. Mai. ve, den Völker» Wohlstand und Glück ,»,f die Dauer .n sichern vermögen. Es sind da« Betrachtungen, die uns ,,»i so aekabr-«rohender ei scheine» lasse» die Bestrebuiigeu diese« Orden« „»»»«»«»»a». BeldjW-re «ft-P«. S4.7d «1.80 -ro. dro. ost.m vilo. 72.- 7L.ro ose »0U 1SL4 . . . >,, 50 gg.7z ose vou I8ki>, ganze E.75 lvt.— ose vou 1880, Füllst. 125. - vrämieuich. v. 1884 . 147.20 117,50 4ra»a»Ql1.-QdL. Sreiermarl jllöxCt. ,1^. gz, »»roten, «r-rn «üftnilalld 5 . w»aro. . zub » lroat. ll. Stav. S , «tednrbürg. . b , «iatiollLldaal . . > Inioll - B»n! . . . »redttallftalt . . >t. ö. S«com»le.Ä->. itugio-österi. L-ilt Oeft. «ode»cr-d.-L »S.7S 8».- 84.- 7».- 86.— 82.50 85.— 78.52 8S7. 8S8.- rS0.75 281.-334.80 ÄS5.— 888 1000 »tl.50 S2».-,75.-«».-«th.-B-lll . 98.— 102.- Oeft. . Steter' sranko. «uftria . rarj. Arid.-dtordd. te^^icompt.-«! ,g2. »v». 187.75 >S8 25 22SU 22V5 küdd»hll°«esellsq. 2«i.ev ÜU1.M «a»I. Ätl-detb-«»hll 250 - 2d«.50 <«rl.>!lldw>,-«ahu 258.75 257.— Siedcnb. «ilelld-d» . I82.S >84.-e>t»-t«d,hll. . . . S52. 85».— »ars. Kran,-4oses«d.. 208.50 210.-Mst.-«-rc1-r I87.5V 188.- tttöld.Kirim. «ah» . I815V 182.50 ?r»r»adrt»k». >tatt-ll.«.w.verl°«>>. «» -lug. Sod.-Tredttallft. 88.40 »llg.ost.Lod.-Lredil. ' »to. >» «ri.rll«,. Gel» Ware O-tI.HV,oth..»-»k84.7S »5.2L Etidb.-Bes. ,ll 500 Fr. 114.25 111.7» dto. «oll«S»Lt. — Nokdb. <100 fl. SM.) 10S.50 104.-Sied..B.(20vfl.ö.w.) 92.25 S2.7i EtaatSbahn pr. Stück 1S2.50 l»s.-StaatSb. Pr. St. 1887 128.50 127.50 «udols»b.iS0üfl.ö.W.) 88.8» 87.— Fr-ll,.gos.<200fl.S.) 100.75 IV1.2» l-o»». Lredit 100 fl. ö. «>. .188. Doll.-Lampslch.-Ge!. ,ll 100 fl. CM. . Lrlefter IW fl. SM. dto. ro fl. ö.w. Oseller . 1» fl. ö.W. K-im . , 10 , P-lfsp . . 10 . Llar» . . 1« . St. Kenoi«, 10 . Willdischgra» 20 , watdstein . »0 . «egtevich . 10 , iNllvotsSftist. idö.tv »ugld.Ivofl.Iüdd.w 82.20 88.70 Franks. 100 fl. » -rondon 10 Pt- Ster! Pari» 100 Kralle« »Vs««»». »ail.Mlinz-Ducat-ll 20»FrallcSNllS. . . 103.15 IU1.80 Lerel»»td»ter . »8.75! 88.50l«Silder 188.50 98.- 98.« 120.50 121.« 58.- 11-28.— »8.— so.— 25 — 2» -17.-15 5« 58. 51.50 10 - 28.50 »«.— 29.— 21 — 22 5» IS. 14.5« ,4.4V 94.8« 112.7« 112.8« 1125 14.»» 9150 »1.7» 5.41 5.12 8.89 9.0V 187.5»>I««.— 110.85jl11.25 Witterung. Laibach, 29. Mai. Nördliche Luftströmung in den oberen Schichten an hallend. Wolkendecke gelockert. Wärme: Morgens 6 Uhr -l-ly.7', nachmittags tltr -j-19.8 6. <1><7l 24.5'; 1870 -j- 23 8 .) varometer im fallen, 734.51 Millimeter. Das gestrige Tagesmittel der Wärme -s 13.8", um 2.5' u»ler dem Normale. Verstorbene. De» 28. Mai. Simon Gruden, Taglöhner, alt 44 Jahre, im Zivilfpiial am Typhus. — Dem H^r" Franz SlouKa, Gastgeber und Fleischhauer, sein Kind Josef, alt 3 Monate uno 5 Tage, i» der Polanavorstadt Nr. 31. Telegrafischer Kursbericht der Filiale der Steiermark. Escomptebank in Laibach, von der r. k. öffentlichen Börse in Wien am 29. Mai. Schlüffe der Mittagsbörse, öperz. Metalliques mit Mai- und November-Zinsen 64.70. — Sperz. National-Anlehen 7190. — 1860er Staats-»nlebcii 103.70. — Bankaktien 837. — Kredit 334.—. --Anglobank 324.—. - Frankohank 137.-75. — Lombarden 200.75. - Unionbank 289.75. — Wechslerbank 315. — Baubank 127.50. — Kommissionsbank 167. — London 112 70. - Silber 110.85. — K. k. Münz-Dnkateu 5.41. — 20-Frank-Stücke 9. Korrespondenz der Expedition. Herrn Gilbert Fuchs in Lbergörtschach. Ihr Abon-ucment läuft mit Ende Juni ab. Hönriöttö Sternallee im Gerberichen Hause hält Lager von Original Mkele»- L ^i>8on u. Oniginal tto^e-IVIasotiinen zu außerordentlich herabgesetzten Preisen; ferner empfiehlt dieselbe zu den billigste» Preise» dauerhaft und elegant gearbeitete, fertige (318—6) Damen-, Herren- k Kinder-Msche. WUUWUWUM-MMNUWUUN KommerWjimlng m M U N U U U UUUUUUUUU-UUUUUVM rA U ^ in der « I>»L ki WMd ^ sogleich zu vergeben. (325) Einladung zur Betheiligung an den ne» beginnenden Ziehungen der großen vom Staate Hambnrg genehmigten nnd garantirten Geld-Verlosung. Der größte Gewinn beträgt im glücklichsten Fall M. 250.000 oder 100.000 liislen. Die Hauptpreise betragen: Mark 150.000. 100.000, «0.000, 40.000, 30.000, 25.000, 3 ü, 20.000, 3 ü 15.000, 4 L 12.000, 1 ü 11.000,8 10.000,0 n 8000,10 ü, 0000, 2« L 5000, 5 ü 4000 53 ü 3000, 104 « 2000, « L 1500, 3 L 1200. 200 L 1000, 258 ü. 500, 6 L 300, 340 ü, 200, 14.600 ü IlO rc. rc. Ueber die Hälfte der Lose werden durch sieben Verlosungen mit Gewinnen gezogen; in allem 31.000 Gewinne, und kommen solche planmäßig innerhalb einiger Monate zur Entscheidung. Gegen Einsendung des Betrages versende ich „Lri-giual-Lose" für die erste Verlosung, welche amtlich plaumiWg sestgestellt, schon den 19. und 20. Juni d. I. stattsindet, zu folgenden festen Preisen: Vin ganzes Lriginal-Los fl. 3.50. Mn halbes Driginal-Los fl. 1.75. Mn viertel Lriginal-LoS 00 kr. ii. W. unter Zusicheruug promptester Bedienung. Jeder Theiluehmer bekommt von mir die mit dem amtlichen Stempel versehenen Original - Lose pünktlich zugesandt, und sind solche nicht mit Prvmesseu zu vergleichen, welche mir aus persönlichem Vertrauen beruhen. . . Der amtliche Orlginalplan wird jeder Bestellung gratis beigefiigt und den Interessenten die Gewinn', gelder nebst amtlicher Liste prompt zugesandt. Durch das Vertraue», welches sich diese Lose so rasch erworben habe», erwarte ich bedeutende Austräge, solche werden bis zn den kleinsten Bestellungen selbst nach den entferntesten Gegenden prompt und verschwiegen ausgeführt In kurze» Zwischenräumen fielen acht mal die ersten Hanptgeivinnc in ««ein vom Glück begünstigtes Geschäft. ^ . Man beliebe sich baldigst »nd direkt ;» wenden an Staatseffeklen-Handlurig in Hamburg. - - Für das mir bisher in so reichem Make bewiesene Vertrauen sage ich meinen Jntcresicntru de» besten Tank. (M5b- 4) Assortiment seiner Atlas-Tricvt-Handschuhe in allen Größen von 3V kr. bis fl. 1.20 bei 324-1) ^«8vt kaiinxer. j Ei» Haus ^ in Laibach, nicht zn entfernt von den Zentralpunkten der Stadt, 2 Stock hoch, mit 12 bis 10 Zimmern wird (323—2) zu kaufen gesucht. Anträge beliebe man an Herrn Hof- und Ge-richtsadvokaten I»--. r:. ». v«8tr» zu richten. ««VASSKRRARVBRARVAKIS ^ Gründliche und schnelle Hilfe!! 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