^» VrHnumeralionlplli«: I» «omptol» «anzj. fl. li. halbl. N. 5 l«. Für ble Zustellung !n» H«»» halb!. NO li. M!t d?» '^^N gau,,, »1, >5, bnlt>!, N, 7 50, Dienstag, 11. März. Int ernannt l l <5 ^' ^' Landespräsident hat den Concipisten der Mann M""latur '" ^'^ ^' Ludwig Tho- Ulissär i »" ^^." Montalmar zum Bezirlscom» 'n Krain in provisorischer Eigenschaft ernannt. Erkenntnis. bricht Ni^""' Er. Majestät de« Kaisers! T>a» l. l. Landes-°nwalts^,l." "^ Pressa/richt hat auf Antrag der l. l. Staats» bischen 3 't "lannt, dass der Inhalt des in Nr. 61 der perio-Vlän iV/lchtift «Illustriertes Wiener Extrablatt" vom 2ten Ülusschf^ enthaltenen Artilels auf Seite 2 und 3 mit der lllustr M- "^"haftunss eines Anarchisten. ^Oriq-Nericht des Kan,.«»,'^" Extrablatt)" in der Stelle von „die Anwesenheit An VN . b's «auch bcreitü erfolgt ist" das Vergehen nach hz !8<^ .^ Gesetzes vom 17. Dezember »862. R, G Vl. Nr. 6 Attbn. >, "nnmde, und es wird nach ß 40? Et. P, 0. das Wl ^"terverbreitunn dieser Druckschrift ausgesprochen. Nichtamtlicher Theil. Se. Majestät der Kaiser haben der Pfarr-Meinde Altenmarkt an der Ifper im politischen ^eznke Umstellen in Niederösterreich zur Anschaffung sNer neuen Kirchlhurmglocke sowie zur Reparatur der biÄ "'" Unterstützung von 150 fl. aus der Aller-^Nen Prwatcasse allergnädigst zu bewilligen geruht. Wien, 9. März. (Orig.-Corr.) Vud '" l^em Jahre leitet Herr von Earner! die vom v^^°^k m,t einer großen Rede. in der wichiias?' ^phisch'kritisch.historischen Standpunkte die biz in b zt ignisse ?"" d^m Tage der Weltschöpfung distun« u . ^g^nwärtige Jahrzehnt hinan einer Wür-lin forn," ^llkn werden, ein. Herr von Carneri ist tsässf "gkwllndtes Redner und er liebt e«, seine Vor« LL'ener 2v ','"" effektvollen Phrafe zu schließen, im in L^f».?I ^ "knnt man derlei einen „Schlager", einigt ^ ?"" der Redekunst eine „Peroration". Vor Wit be« «n " ^^l« Herr von Earner« seine Sprache in einem ""' "So kann es nicht weiter gehen", "niez z?r^"" I"hr wieder mit dem Dictum: «O war man l »."^"- 2" ben ihm nahestchenden Kreisen ^^evsdli ^spannt aus den Sah. den der verehrte ^lneri !, ^"^ Pcoclamieren würde. Herr von Niit df- -^ alle seine Freunde enttäuscht, indem er 'st die n'.'.^c""^ a°,iz «euen Phrase schloss: ..Unser Net,,, au« ^'^"' ?" w>r mit dem verehrten Abgeord« ^vftbe^i Steiermarl uns in keine Concurrenz im 'N Vezus. " "«zulassen entschlossen sind. so bleibt uns ""s"e An . ^"" heuriges Dictum bloh übrig, ihm drillten V.?"ss""una für seine Bescheidenheit auszu-b>t Ge^n^ '^ b«'" manifestiert, dass er nicht auch "'nnnt 5<"l ^ die «Vereinigte Linke" in Anspruch ^abe'di. c> « Mensch, nach Schiller, sogar noch am "Negen s, ^lfuung aufpflauzt, so können wir nichts freunden 3'^"' "°^ " die Zukunft feinen Partei« °N" menl^! ^""' Einstweilen hat Herr von Carneri, vor sich ^'chen Berechnung nach, wieder ein Jahr " ulz ^"^ Nch eine neue Phrafe auszustudieren, die senden ,an" °^^ ^^ l"" nächste Budgetrede ver- duschen"^!!""ken soeben. dass wir von dem mer,'. Krochen Me der Rede H^rrn von Carneri's nicht «^ Qua ° ^""'- Wir gestehen, dass uns — nicht An enäs,^ °ber da« Quantum derfelben erdrückt. Wrlerbuck . n ""km Engländer, dafs er Johnson's l * 'hn ien,«n! englischen Sprache gelefen habe, und ^ hah». °lraa.te. wie ihm das Werk gefiele, ge-^ vor <,',«"^k Vuch ist recht hübsch, nur kommt ^Melte" c^ ^" ^lutor zu häufig den Gegenstand ^"fig den t5 " ^°" Earneri wechselt auch ein wenig ^ «aliziscli. !Z"^°"b. Die italienischen Wahlstimmen. ^°liltn^^7""«verslllbahn, die czechische Schule in ' "'e Abstimmung der öfterreichifchen Eava- liere in der ungarischen Mischehefrage, die Kaminski« Affaire und der Mangel an Sichelheits.Wachleuten in Wien —. es war ein politisches Wörterbuch, das Herr von Carneri vortrug. Ernsthaft ist vielleicht nur auf einen Satz des Redners zu antworten; er sagte, das Recht selbst sei Nebensache geworden, Hauptsache die Sprache, in der es gefprochen wird. Mit Verlaub, kecker ist die Wahrheit noch nie auf den Kopf gestellt worden. Der Regierung ist das Recht selbst in seiner Substanz noch heute wie immer die Hauptsache, wer über die Sprachenfrage auf das Wefen des Rechtes vergifst, da« ist eben die Partei, der Herr von Ear« neri angehört und der die Sophismen außerordentlich zu gefallen fchienen. Der Abgeordnete Adamek vom Czechenclub nahm einen weniger hohen Flug als Herr v. Carneri, er discutierte nicht da« Weltall und die idealen Fragen der Menfchheit, fondern erinnerte sich daran, dass wir beim Budget halten, und so hielt er eine Vudgetrede, u. zw. eine sehr gute. Er prüfte die Budgetvorlage ziffer« mäßig und zeigte, wie die Hauptftoften des Budgets von der Action des Ministeriums unabhängig durch die vorhandenen Verhältnisse dictiert werden, aber er wies auch weiter nach. wie sich die ökonomischen Verhältnisse des Reiches während der letzten vier Jahre intensiv gebessert haben, und unter dem Beifall des Haufes konnte er der Opposition aus dem Courszeltel, aus dem Umstand, dass die österreichifche Rente ben höchsten Cours erreicht hat, den zu sehen ihr bisher beschienen war. beweisen, dafs der internalionale Geld-markt über Oesterreich, dessen gegenwärtige Regierung und dessen gegenwärtigen Finanzminister doch etwas anders denkt, als qew'sse publicistische Unglücksprophe« ten und Heulmeier, als gewisse Redner, die sich nicht scheue,,, die auf den jouralistischen Abfah berechneten Phrasen dieser ersteren in den Parlamentsfaal hinein» zutragen. Seinen finanziellen Auseinandersetzungen ließ Abgeordneter Noamek dann eine längere Darstellung der sprachlichen Verhältmsse in Böhmen folgen, in deren Verlauf er eine Reihe von Wünschen an die Adresse der staatlichen Unterrichtsverwaltung vorbrachte. Er schlofs mit warmen Worten, in denen er der Kampfes' stimmung der Linken gegenüber die friedliche, auf Gleich» berechtigung und Versöhnung abzielende Stimmung feiner Stammesgenofsen betonte. Ihm folgte der oberösterreichifche Abgeordnete Dr. Schaup. Der distinguierte Parlamentarier, der sich. seit seine Prophezeihungen in Sachen Bosniens durch die Ereignisse ein kleines Dementi erfahren haben, eine gewisse Zurückhaltung auferlegt hatte, diefer Ab» geordnete überrafchte das Haus mit der Entdeckung, d^s« ein Exodus österreichifchen Capitals, das im Inland leine Verwendung finde, stattgefunden habe. Der hohe Rentencours ist für Dr. Schaup ein fchlimmes Zeichen, sein Ideal war offenbar die Finanzpolitik der Herren Herbst und Vrestl, bei der allerdings über hohe Rentencourse nicht zu klagen war. Die Arbeiter« enquste war Herrn Schaup zufolge ein Fehler, der Anarchismus sei die Folge der eingeschlagenen Socialpolitik, gewiß eine geistreiche Entdeckung. Nachdem in letzterer Zeit Fürst Bismarck in Deutschland. M. Glad-stone in England. Herr Depretis in Italien sich für die Ideen einer conservativen Socialreform durch den Staat ausgefprochen haben, so sind diese Staatsmänner offenbar alle verkappte Verbündete der Anarchisten, oder sie sind so kurzsichtig und blind, dafs sie den «Zusammenhang" des Anarchismus mit der Reform durch den Staat, den Herr Dr. Schaup entdeckt hat. nicht bemerken. Das geholt wohl auch zu jenen Dingen, in denen erst die Zukunst der «vereinigten" Linken Gerechtigkeit widerfahren lasfen wird. — Die Gegenwart legt dem Urtheil uud den Anschauungen der leitenden Minister Deutschlands. Englands und Italiens höheren Wert bei. als den Meinungen des geehrten Abgeorneten aus Zips. Der Abgeordnete Hevera, der der letzte in der Reihe der heutigen Redner war. muss als der einzige genannt werden, der rein zur Sache sprach. Er Wies vor allem den Missbraub, der mit gewissen Ziffern getrieben wird, zurück, legte dar. wie d»z wirtliche Deficit heuer nur 5 400 000 Guide» betrage und um volle 43 Procent kleiner sei als im Vorjahre. Er erklärt sich für Ermäßigung der Grundsteuer und der Salzpreise. dagegen für Erhöhungen bei Tabak und Branntwein. Den Ausgabe-E'at krilifch prüfend, ver« wahrt er sich gegen Sparsamkeit am unrechten Platz, gegen eine Verletzung der erworbenen Rechte der Beamten, hofft dagegen manche Ersparnis von besserer Organifation der Behörden, zweckmähigerer Leitung der Strafanstalten u. f. w. Das Haus folgte den interessanten sachlichen Ausführungen des Redners mit Aufmerksamkeit und spendete ihm zum Schlüsse lebhaften Beifall. Nach Herrn Hevera's Rede wurde die Debatte abgebrochen, sie wird am Montag fortgesetzt werden; an diefem Tage werden von der Linken die Herren v. Plener, Dr. Menger und vielleicht noch Dr. Russ an die Reihe kommen, von der Rechten Dr. Grögr, Graf Dzieduszycki und allenfalls Herr Tonn er. Die Sitzuug dürfte, nach diefer Rednerliste zu fchließen, am Montag sich lebhaft gestalten. Reichsrath. 339. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 8. März. Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolka eröffnet um 11 Uhr 15 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerbank befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Mini« steriums des Innern Graf Taaffe. Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Freiherr v. Ziemial. lowski, Graf Falkenhayn, Dr. Freiherr von Prazäk. Dr. Freiherr v. Conrad-Eybesfeld, Dr. Ritter von Dunajewfti und Freiherr von Pino. Auf der Bank der Regierungsvertreter: Sections-chef Ritter von Au erHammer und Oberrechnungsrath von Eibel. Se. Excellenz der Herr Finanzminister Dr. Ritter v. Dunajewski übermittelt einen abgeänderten Entwurf des Artikels VIII de« Finanz, gesetzes, ferner den Ausweis über die Re-fultate der Grundsteuer - Regulier« ng. Nach Verlesung des Einlaufe« geht das Haus zur Tagesordnung über. Die Regierungsvorlage Wegen des Baues der Post- und Telegraphengebäude in Graz, Troppau und Ol müh wird in erster Lesung dem Budget-Ausschusse zugewiesen. Abg. Dr. Eusebius Czerkawfki berichtet über die Regierungsvorlage, betreffend die Forderung eines Nachtragscredites für die Bestreitung der Kosten der im Jahre 1883 versammelt gewesenen evangelischen Generalsynoden des Augsburger und helvetischen Glaubensbekenntnisses. Das Gesetz wird ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Das Gesetz über die Erbharzgewinnung in Galizien und Lodomerien sammt dem Großherzog-thume Kratau und im Herzoglhume Bukowina wird in dritter Lesung zum Beschlusse erhoben. Ls folgt hierauf die zweite Lefung des Staats-Voranschlages für 1884. General.Berichterstatter Graf Heinrich Clam-Martinih leitet die Verhandlung ein und bemerkt, dass er der bisherigen Gepflogenheit gemäß sich seine Ausführungen bis zum Schluss« der Debatte vor-bchalte. Er erklärt ferner, dass er nur in der Generaldebatte und beim Finanzgesetze sprechen, die Vertretung der einzelnen Capitel den Special«Berichterstattern über« lassen Werde. Zum Worte sind gemeldet, und zwar gegen die Anträge d^s Budget-Ausschusses die Abgeordneten: Ritter v. C a rn eri, Dr. Scha u p. Dr. v. Plener, Dr.Meuger. Dr.Ruß. Dr.Weitloff, Resch. auer. Dr. Iaques, Wiesenburg. Dr. Sturm. Dr. Heilsberg, Dr. Kindermann. Dr. Wild-auer. Ritter v. Schönerer, Dr. Herbst. Löb-lich, Dr. Aug. Weeber; für dieselben die Abgeord-neten: Adämek, Dr. Grigr. Dr. Graf Dzie-duszycki. Tonner, Ozarliewicz, Tilser, Dr. Matt us. Abg. Ritter von Carneri vergleicht das heurige Budget mit jenem vom Jahre 1878 und bemerkt, das Deficit fei feit damals um mehr als 15 Millionen gestiegen. Der Objectivität und dem sittlichen Ernste, mit drm der General«Berichterstatter das Budget behandelt, e, klärt Redner, volle Anerkennung zu zolln»; ziehe man jedoch die Umstände in Betracht, so falle das Deficit noch schwerer in« Gewicht, als rr es geschildert. Die Verhältnisse feie» außerordetttllch gUN« Laibacher Zeitnng Nr. 59 486 11. März 1884. stige gewesen. Durch die günstigen Verhältnisse und die neuen Steuern seien die Einnahmen um 80 Mil« lionen vermehrt worden, und das Deficit steige trotz« dem noch immer. Redner verweist auf das Beispiel Italiens, das unter den widrigsten Verhältnissen das Gleichgewicht hergestellt, die drückende Mahlsteuer abgeschafft und trotzdem sehr viel für das Land gethan habe. Es frage sich, wohin die vielen Millionen gekommen seien. Unproductive Eisenbahnen und Unterdrückung des Demschlhums seien die wesentlichsten Charalteristila der jetzigen Richtung. Auf die unproductive« Eisenbahnen will Redner nicht näher ein« gehen, weil er davon nahezu nichts verstehe und weil mit der Zeit alle Bahnen proouctw werden können. Betreffs der Decentralisierung der Eisenbahnen könne man auf die unbescheidensten Forderungen gefasst sein, und was das Iustizwesen anbelange, so sei die Sprache, in der das Recht gesprochen wird, die Hauptsache, das Recht selbst Nebensache. Von den verschiedenen Nationalitäten werde nur der Czeche überall zu Hause sein, wie man ihm überall czrch'sche Schulen baut. Der Föderalismus nehme immer ernstere Formen an, und erinnert man sich an die Theilnahme der österreichischen Cavaliere an der Abstimmung über das Misch-ehegesetz im ungarischen Oberhause, so frage man sich, ob sich da der Slavismus und Feudalismus nur zu» fällig die Hand gereicht haben oder ob wirklich das Hirngespinnst einer Slavisieruug Oesterreichs sich bis zum Wahnsinne einer neuen Centralisierung gesteigert habe. Auf die Interpellation bezüglich der Zusammenstellung der Verfassung und des böhmischen Staats-rechtes sei nichts geantwortet worden, und dieses Schweigen sei auch eine Antwort. Dem Ausschusse über die Affaire Kaminsti sei die Ausfolgung der dies-falls geführten strafgerichtlichen Untersuchungsacten verweigert worden. Die fortwährende Bevormundung der Presse, des Vereins«- und Versammlungsrechtes absorbiere viel überschüssige Kraft, die als Sicherheits» Ventil benützt werden könnte, durch den Ausnahms-zustand aber in eine falsche Bahn verdrängt werde. Bessere Dotierung und Vernuhrung der Sicherheils« organe hätte die anarchistische Bewegung, die man mit der socialen Frage nicht verwechseln dürfe, wirksamer bekämpft als der Ausnahmszustand, und er könne nicht zugeben, dass zwischen der anarchistischen Bewegung und der Ausdehnung, die man dem Ausnahmszustande gegeben, ein vernünftiger Zusammenhang bestehe. Redner und seine Partei wissen, dass sie auf alles gefasst sein müssen; aber je ernster der Kampf, desto ernster sei auch die Aufgabe, desto höher müsse man die Verfassung, den Hort der Freiheit und des Deutschthums, halten. Die Ideale des Liberalismus seien nicht willkürliche Schöpfungen, sondern in der Menschennatur gelegen und Ergebnisse der Naturnothwendigkeit. Durch nichts werde es gelingen, die Opposition zu ermüden oder einzuschüchtern, und weil sie die gegenwärtige Politik für eine verderbliche halte, so gut auch die Absichten des Grafen Taaffe seien und so fern es ihm auch liege, ihm irgend eine mala üä68 zuzumuthen, so werde er und seine Parteigenossen dieselbe auch fortan mit allen Mitteln bekämpfen. Das Heute ist sein — schließt Redner — wir aber denken nur das Eine: Unser ist die Zukunft! (Beifall links.) Abg. Adamek. der erste Redner für die Anträge des Budget-Ausschusses, bemerkt gegen den Abgeordneten Ritter v. Carneri, dass derselbe der Erforschung der Urfachen des bisherigen Deficites im Staatshaushalte aus dem Wege gegangen fei, dass er sich dafür bestrebt habe, in feiner Rede möglichst viele Anklagen zu erheben. Es sei allerdings richtig, dass heuer ein Deficit bestehe und dass es der Majorität des Hauses nicht gelungen sei, die Fehler dei letzten Aera der liberalen centralistischen Herrschaft sofort zu sanieren, insbesondere deshalb nicht, weil viele Versäumnisse in Bezug auf die Hebung der einheimischen Production nachzuholen seien, die den größten Theil des Deficits ausmachen. Die Schwierigkeit, das Deficit zu beseitigen, liege in den Consequenzen der Organisation, welche die centralistische Herrschaft dem Staatswesen gegeben. Unter dieser Herrschaft sei die Staatsschuld um 50 Percent erhöht und damit auch die Zinsenlast auf eine Höhe gesteigert worden, dass dieselbe 30 Percent der Staatseinnahmen verschlinge. Redner weist den Vor. wurf zurück, dass die Majorität nichts zur Lösung der schwebenden Fragen, nichts zur Hebung der Volks-Wohlfahrt gethan, sondern nur Steuern votiert habe; er zeigt durch eine eingehende statistische Begleichung der Ergebnisse der letzten vier Jahre gegen das frühere Decemuum. dass der Volkswohlstand und damit die Steuerkraft in fortwährendem Steigen begriffen, und dass, abgesehen von den neuen Steuern, die Staats« einnahmen um mchr als 5 Percent gestiegen seien. Namentlich W durch die eingeschlagene Zollpolitik die inländische Industrie sowohl als auch die landwirt-schafll'che Production in eine bereitK fühlbar werdende günstigere Lage versetzt worden, und es unterliege keinem Zweifel, dass durch die Errichtung der Fachschulen in allen Theilen des Reiches der Hebung der nationalen Production wesentlich Vorschub geleistet worden sei. Die Erfolge, welche die Regierung und die Majorität durch ihre Äctionen errungen, charakterisieren am besten die steigende,, Couch der Nentk. (Beifall rechts.) Redner kommt nun auf das Thema der nationalen Gleichberechtigung zu sprechen und wirft die Frage auf, welche Partei denn in Oesterreich unter der Fahne des Liberalismus die nationale Herrschaft anstrebe? Es sei die deutsch-liberale, und es sei daher nicht zu verwundern, dass deren Liberalismus unter den Slaven Oesterreichs keinen Anklang finde, welche die nationale Gleichberechtigung verlangen und nur unter diesem Banner kämpfen. Zum Beweise für die nationalen Herrschafls-gelüste der Deutsch.Liberalen citiert der Redner zahlreiche Aeußerungen aus deren Lager, wie z. B.: Oesterreich könne nur als deutscher Staat bestehen, den deulschen Worten werden nun deutsche Thaten folgen :c. Er citiert auch Aeußerungen, die in demselben Sinne in einzelnen Landtagen gefallen sind, nm zu zeigen, dass die Deutsch-Liberalen nicht den nationalen Frieden, sondern den nationalen Kampf suchen. Nach ihren Auslassun« gen könnte man glauben, dass gegenwärtig in Oesterreich ein wohlorgunisiierter, von der Negiernnq unter» stützler Nusrottungskrieg gegen das Deutschlhum geführt weide. Um zu zeigen, wie nichtig diese Klagen seien, führt der Redner Daten aus der Bevölkerungs- und Wahlstatistik an, durch die er zu illustrieren sucht, wie sphr die Linke trotz ihrer Klagen immer noch im Vortheile sei, denn die Rechte vertrete über 14 Millionen der Bevölkerung und auf jeden Abgeordneten der Rechten kommen 128000 Einwohner, auf jeden der Linken nicht die Hälfte dieser Ziffer. Folglich sei die Minorität stärker vertreten. Wie im Reichsralhe, so verhalte es sich auch oder habe sich verhalten in einzelnen Landtagen, z.B. denen von Böhmen, Mähren, Krain, was der Redner wiederum mit statistischen Daten belegt. Gerade unter der gegenwärtigen Regierung, der man sehr mit Unrecht Parteilichkeit für die Slaven vorwerfe, seien diese in ihren nationalen Rechten verkürzt. Die Regierung wage eben an den bestehenden Zuständen kaum zu rütteln. Redner beschränkt sich daher, an den Unterrichtsminister nur die Aufforderung zu richten, derselbe möge in seinem Ressort die Beeinträchtigung der böhmischen Nationalität im nächsten Jahre wenigstens nicht vermehren lassen. Wie wenig in Böhmen über Verdrängung oder Vernachlässigung der deutschen Sprache geklagt werden könne, sucht Redner ferner durch Daten von den dortigen theologischen Unterrichtsanstalten zu zeigen, sowie er deutsche Unduldsamkeit durch die Proteste illustriert, die in Trautenau und anderwärts gegen böhmische Predigten für anfässige Czechen erhoben worden seien. In Prag werde gegenwärtig an allen Sonn« und Feiertagen in 15 Kirchen für die 30000 Deutschen deutsch gepredigt. Redner verliest eine Erklärung deutscher Bürger in Königinhof, dass dieselben von ihren böhmischen Lands-leuten nicht unterdrückt werden, bisher stets mit denselben in Friede und Eintracht gelebt haben und die Fordauer dieses schönen Verhältnisses auch für die Zukunft erwarten. Er fchließt mit der Vetheuerung, dafs das böhmische Volk trotz aller Enttäuschungen stets für die nationale Gleichberechtigung kämpfen werde; unter diesem Banner feien dessen Vertreter in den Reichsrath eingetreten, und sie glauben mit dem Eintreten für nationale Gleichberechtigung nicht nur dem Rechte, sondern auch Oesterreich am besten zu dienen. (Bravo! rechts.) Abg. Dr. Schaup erklärt, dass es in einer Zeit, wo infolge der AusuahmKverfÜMngen die oppositionelle Presse der Residenz gezwungen werde, sich Reserve aufzuerlegen, eine Pflicht des Abgeordneten sei, seine Meinung über die Situation offen auszusprechen. Noch nie habe so viel österreichisches Capital im Auslande Verwendung gesucht als dermalen, wo in Oester» reich die Placierung desselben aus Mangel an pro-ductiver industrieller Thätigkeit unmöglich sei. Was Wunder, wenn das Capital sich an die Rente klam-mere und ein Steigen derselben veranlasse. Dieser Geldüberfluss sei ein beredtes Zeichen der Situation. Der Fii'lltizminister sei in der glücklichen Lage, bei vollen Cassen zu sitzen, während gleichzeitig das Deficit wachse. Die Vorschläge zur Beseitigung des De-ficites seien nicht durchgeführt, die mit gewaltigem Anlaufe ins Haus gebrachte Steuerreform ganz fallen gelassen worden. Nirgends in der Welt sei es vorgekommen, dass man den Geldmarkt mit Steuerreform-Vorlagen alarmiere und diefelben dann ruhig liegen lasst. In Bezug auf die Eisenbahnpolitik tadelt Redner, dass einzelne Länder nur die Investitionen, die anderen aber die Lasten erhalten. Ungeachtet aller gegenlhei-ligen Versicherungen sei die gegenwärtige Regierung eine Parteiregierung, da sie sich den Beschlüssen und Forderungen der Rechten unterwerfe. Die der socialen Frage gegenüber in Anwendung gebrachte Methode sei nicht die richtige und wirksame. Die vorjährige Ar-beiter.Enquöte sei ein Fehler gewesen. Auch sei es kein Zufall, dass die anarchistische Umsturzftartei gerade in dem Augenblicke sehr energische Lebenszeichen von sich gibt, wo die Majorität in ihrer Welse an die Lösung der socialen Frage geht; dieses Zusammen-treffen sei die Wirkung einer Politik, d,e auf den Classenhass sp^culiere. Die Situation sei für die Ne-gierung günstig, so lange sie sich den Forderungen der Majoritäts-Fractionen füge. Das Urtheil der Ge. schichte werde jedoch lauten: Geprüft, gewogen und zu leicht befunden. Abg. Hevera erklärt, er nehme für die Majorität das Verdienst und die Anerkennung der Gegenseite m Anspruch, dass sie, als sie sich in der Minorität de-fand, dem Staate stets gegeben hat, was dem Staale gebürt. Das Deficit fei allerdings ein fehr großes, aber der flöhte Theil des Abganges wird zu ftuG< bringenden Anlagen verwendet; das eigentliche M^ baningsdeficit betrage heuer nur 5 400000 ft. und et um 43 pCt. geringer als im Vorjahre. Weder diestr Regierung noch einer anderen könnte man die Steuern verweigern, nur das könne in Frage kommen, ob d>e Abgaben irgendwie zu erleichtern wären. In dlejer Richtung wäre vielleicht eine künftige Herabsetzung der für 15 Jahre fixierten Grundsteuer ins Auge zu fasst", um der Landwirtschaft die Concurrenz mit dem Au^ lande zu erleichtern. Die indirecten Steuern mögen vielleicht in einzelnen Zweigen eine Erhöhung i^ lassen, so z. A. bei dem Tabakmonopole und der VraN'" wciusteuer, nicht aber im Salzmonopole, wo die «" völkerung eher eine gewisse Herabsetzung dl>r Pre>" verlange. Auch eine Erhöhung des Erträgnisses der Zuckersteuer sei nicht zu erwarten, denn die Zu»^ moustrie, welche auch auf der linken Seite der Stm dcs Landes genannt worden sei, gehe einer Zeit e>'t" gegen, in welcher sie um ihre Existenz werde lamp ^ müssen. Diese Industrie hänge zugleich mit so mele» IiUeressen zusammen, dass eine Krisis von weitg»^ senden Folgen, ja ein wahres nationales Unglück wa^ Redner geht auf diese Verhältnisse des näheren el" und betont die Nothwendigkeit der Contina.entierlM der Zuckersteuer. Inbetreff der Herabsetzung "l Frachtsätze anerkennt Redner die bisherigen Bemüht gen des Handelsministers, doch seien die errungene» Erfolge der Zuckerindustrie noch nicht genügend, dieselbe bedürfe noch weiterer Herabsetzmiqen der Eise^ bahn- und Schiffahrtstarife. Was die Negierung z"l Eröffnung neuer Absatzwege für die heimischen P^ ducte thun könnte, das müsste größtentheils durch "/ Consularvertretung geschehen, und in diesem Pttintl ist der Großstaat Oesterreich nach Ansicht des Redner» gegen kleinere Staaten, z. B. gegen die Schweiz, noA vielfach zurück. Unser Consularwescn sei noch ^ bureautratisch und schenke den GeschäftsconjunctureN i" wenig Beachtung. Ein anderer Weg zur Besserung der FinaM^ als die Steigerung der Einnahmen sei der Weg del Sparsamkeit. Man brauche sich darin keinen El^ vaganzen hinzugeben. Die Bevölkerung weiß, lvae möglich und was unmöglich ist. Sie weiß, dass el» Reducierung der Beamtenssehalte unmöglich ist, dageg^ weiß sie, dass die Geschäfte vielfach zu vereinfach^ wären; so gienge dies beispielsweise im Fwanzress^ ganz wohl an, wo die Finanzbezirks.Directionen b^ seitigt und deren Geschäfte an andere Behörden ^ theilt werde«, könnten. Eine Vereinfachung und ^ schleuniqung der Gcschäfte sei zu erzielen sowohl ' Interesse des Staates als in dem der VlvölkerM Die Strafanstalten kosten dem Staate gegenwärtig!" drei Millionen Gulden, eine Reformierung, die i" Folge hätte, dass dieselben billiger zu stehen kom^ wäre zu erreichen, insbesondere durch eine geeig"e c V schäftigung der Sträflinge. Redner weist weiier a", die sich vielfach durchkreuzenden Competenzen der aut nomen und der Staatsbehörden hin und glaubt, l>ai durch eine stritte Scheidung dieser Competenzen ^ Geschäftsgang sowohl vereinfacht als verwohlfeilt witt^ Bei allseitig gutem Willen wäre da« Deficit auf e Minimum herabzudrücken. Er erinnert schlußlich " ein Finanz>Exposi vom Jahre 1865, in welch"" unter anderm geheißen, es sei früher üblich 9""^ ' Obst mit der Axt zu pflücken, wobei freilich auch, ^, Stamm umgehauen worden wäre. Er empfiehlt d^! Satz der Finanzverwaltung zur steten Beherzig" A dafür werde die Bevölkerung jeder Nationalität Regierung dankbar fein. (Beifall.) .h Der Präsident bricht hierauf die Sitzung " und beraumt die nächste Sitzung für Montag, ., U.d.M., 11 Uhr vormittags au mit folgender Tage ordnung: Fortsetzung der Budgetdebatte. Schluss der Sitzung 3 Uhr. Der im Abgeordnetenhaus?, eingebrachte ^^ entwurf, betreffend die Einführung besonderer <^ ^, theilungsvorschriften für la n d wirtsch">,. l'che Besitzungen mittlerer Größe, lau 8 1. Für landwirtschaftliche, mit einem ^He Haufe versehene Besitzungen (Höfe) mittlerer ^h treten nach Maßgabe dieses Gesetzes und der auf 's" h, desselben zu erlassenden Landesgesetze besondere theilungsvorschriften in Kraft. ^r- Die Landesgesehgebuug bestimmt durch .s^z mäßige Feststellung eines Maximunis und M»u" ^ des Flächenmaßes' oder des Catastral-Re»""""^ welche Höfe im Sinne dieses Gesetzes als Hu>' hie lerer Größe zu a/lten haben. Desgleichen bcft'"" ^s< Landesgesetzgebüng, welche Grundstücke und ""v ei" rechte bei der Eutscheidu,,g über das Vorha«" ^,< eines Hofes mittlerer Größe als Hofbeslandlyei» zusehen sind. , ^,„iss' § 2. Auf Güter, welche mit dem F'^^ftilN' oder Lchenbande behaftet sind, findet dieses M!^ Anwendung. ^^bacher Zeitung Nr. 59 487 li. Miirz 1884. dl?sp« su'r ^^ Eigenthümer eines den Bestimmungen . c'rs Gesetzes unterliegenden Hofes ist durch dasselbe Tb-l ^ Verfilgulig über den Hof oder über einzelne tu?« desselben weder unter Lebenden noch von Todes "eg"' beschränkt. »nw ^ besonderen Erbtheilungsvorschriften finden keine ""Wendung, wenn Verfügungen auf den Todesfall c/'/.gen welche mit den Bestimmungen dieser Vor. M'ften im Widerspruch stehen, wer« ' ^ ^ ^ Nachlassvermögen des Eigenthü« der K l"^ ^°^^ "" mehrere Personen über, so lann die« "^^ ^m vorhandenen Zugehör — so weit ford ^ ordentlichen Bewirtschaftung des Hofes er« i?i^5 ^ ^ "ur einer Person, dem Uebernehmer ^^^..^. zufallen. ' ftiw^. ^ "^ Zugehör eines Hofes anzusehen sei, be< llel? ^"^ allgemeine bürgerliche Gesetzbuch; der Landes-beiU ."6 bleibt es jedoch vorbehalten, für Höfe we H s Kategorien jene Gegenstände festzustellen. Vlinin, ? Vetriebsinventar dieser Höfe oder als das den soll ""^ ^ Betriebsinventars angesehen wer- die y^- Die Landesgesetzgebung bestimmt, ob bloß Üh^. ?"^lnmen oder auch andere Verwandte oder der Bei ?" w^hegatte als Urbernchmer berufen werden. Land?« l ^"w""g ^^ Uebernehmers bleibt die der a?s k '^^""6 an das Recht und an die Ordnung arbunn , " Erbfolge gebunden. Die Landesgesetz. verlebe k " ^^^ ^'^ Anordnung treffen, dass der des Erb! «^6"^ unmittelbar nach den Nachkommen selben al« n ^"^ ^ den übrigen Verwandten des- c> s bernehmer berufen werde, gebuna 7i?°^ d'eser Grenzen setzt die Landesgesetz, leren ^1. Reihenfolge fest, in welcher unter meh-den Er^ " gesetzlichen Erbfolge zugleich eintreten-Doct» « ^ °^ Uebernehmer des Hofes berufen ist. liche t, " ^^ leibliche Kinder Adoptivkindern, ehe« stebpn »1 unehelichen Kindern vor. Legitimierte Kinder '^" den ehelichen Kindern gleich. Uet>„.. ^ ^" ^" Erbtheilung wird der Hof dem lastens^^^"sewiesen. welcher bis zur Höhe des des Hofes Schuldner der Ver- komn^/'^"m^"! "es Hofes wird durch Ueberein. '°U"du^^ Nert^^ ^i'^"',l" weit es zur Feststellung des Wertes nöthig ist, dle geelgneten Erhebungen zu Mssm und insbesondere Auszüge aus dem Cataster "r Flächeninhalt und Reinertrag. Pacht, oder Kauf. d ^ und dergleichen Behelfe zu benutzen. Erfor. di« ?" 5Mrs kann das Gericht auch Sachverstän. "'«e vernehmen. Stellst ! ^andesgesehgebung kann bestimmen, dass an um,/ » l" richterlichen Festsetzung eine Bewertung rein„."lWundelegung eines Vielfachen des Catastral- 5 ^«einzutreten h^be. ist ^ ^ Vei der Theilung des Nachlassvermögens 3 6 als ^ des Hofes der dem Uebernehmer nach Dies ^"^ angerechnete Betrag einzubeziehen. schließe ^^'lung geschieht unter den Miterben ein-des alla/n, ' Uebernehmers nach den Bestimmungen lahrens « 5 " bürgerlichen Gesetzbuches und des Ver-stets bei S". Streitsachen. Doch ist die Erbtheilung Geliebt. lA vorzunehmen oder dem Gerichte zur «. §?"U vorzulegen. Nllten d,r «?"" d^ Parteien sich über die Frist, die zinsunn dpa Auszahlung und die mittlerweilige Vei. hat d"» )3 auszuzahlenden Betrages nicht einigen, so ^scheiden ^ hierüber nach billigem Ermessen zu ligten d^'s ?^en den Willen der Forderungsberech-diksez U,.' °er Zeitpunkt der völligen Begleichung des Eibi s?6^ nicht über drei Jahre, vom Todestage « . °>>^2 hinaus, festgesetzt werden, als der n l, iiandesgesetzgebung kann für den Fall. Wird stz 7 "nahmspreis durch das Gericht bestimmt dez ^/' Absatz 2). anordnen, dass hiebei zu Gunsten Welche i »^!?"8 ein Betrag in Abzug gebracht werde, ^stenflei » H "" drittel des gerichtlich ermittelten § 11 3^"'2 des Hofes nicht übersteigen darf. "bei m 7" Erblasser kann die Bevorzugung des der Greni ^ einschränken, aufheben oder innerhalb § 12 «^ Pflichttheilsrechte« erweitern, ^llsvorl^ r Anwendung der besonderen Erbthei« dasz der?!,, »w"d °"ch dadurch nicht ausgeschlossen, vrdnuna ,, ^>ser aus den nach dem Rechte und der Kusinen N l l gesetzlichen Elbfolge zur Uebernahme « durcl, >."'^en den Uebernehmer abweichend von >olge bestir ^ndesgesetzgebung festgefetzten Reihen. ^"luna^.?^ Isl'ch"heilrecht »ird durch diese Erb. .' «ll« ,?Ä"" nicht berührt. ^ zu betr^7'"^^"kung des Pflichttheiles ist es 1) >.„z 3^n, wenn ""»ste mi.w "^^ "n Sinne des § 9 über die Zah. °urch ^^'" Erblasser Verfügungen getoffen werden, ^) den, l ' länali^ ^!' Vater des Uebernehmers leben«. keitVz n I ^'blichen Mutter bis zur Großjährig. den knf /m^mers das Recht eingeräumt wird, ""' nebst Iugehör nach dem Tode des Erb. lassers in eigene Nutzung und Verwaltung zu nehmen, unter der Verpflichtung, den Uebernehmer und dessen Milerben, letztere bis zur Auszahlung des Erbtheiles, zu erziehen und für den Nothfall auf dem Gute zu erhalten; b) die Fälligkeit des Erblheiles bis zur Großjährigkeit der Miterben unter der Verpflichtung des Uebernehmers, die Miterben bis zu diesem Zeit-punkte angemessen zu erziehen und für den Nothfall zu erhalten, hinausgeschoben wird. ß 14. Auf einen Hof. welcher im Eigenthume mehrerer Personen steht, finden Bestimmungen dieses Gesetzes keine Anwendung. Hievon findet eine Ausnahme inbrtreff derjenigen Höfe statt, welche im Miteigenthume von Ehegatten stehen und in Gebieten gelegen sind, für welche die Landes» gesehgebung vorschreibt, dass im Falle des Todes eines der beiden Ehegatten, soweit nicht letztwillige Verfü-gungen des Erblassers oder Verträge entgegenstehen, der überlebende Ehegatte berechtigt ist. die in die Ver-lassenschaft gehörige Hälfte des Hofes zu übernehmen. In diesem Falle setzt die Landesgesetzgebung auch fest, ob und inwieweit die Bestimmungen der §§ 7. 9 und 10 auch bei der Uebernahme durch den überlebenden Ehegatten Anwendung zu finden haben. tz 15. Wenn zu einem Nachlasse mehrere Höfe gehören und mehrere Personon im Sinne der §§ 4 und 5 dieses Gesetzes als gesetzliche Erben eintreten, so steht denselben in der durch die Landesgesetzgebung festgestellten Reihenfolge die Wahl zwischen den Höfen frei. Nachkommen eines verstorbenen Erben treten an dessen Stelle. Unter ihnen hat derjenige die Wahl, welchem nach der erwähnten Reihenfolge der Vorzug gebürt. § 16. Wenn die LandeSgesetzqebung Höfe von der im z 1 bezeichneten Att für untheilbar erklärt, so finden die Bestimmungen dieses Gesetzes auf dieselben mit der Maßgabe Anwendung, dass der Eigenthümer in seiner Disposition über den Hof durch dessen Un-thellbaikeit beschränkt ist. § 17. Dieses Gesetz tritt gleichzeitig mit drnjeni-gen gesetzlichen Anordnungen in Wirksamkeit, welche auf Grund desselben von der Landesregierung für die betreffenden Länder oder einzelnen Theile derselben erlassen werden. § 18. Mit dem Vollzuge dieses Gesetzes sind Meine Minister des Innern, der Justiz und des Ackerbaues beauftragt. Reform der Spiritussteuer. In der Discussion, die sich über den zwischen der österreichischen und ungarischen Regierung verein-barten Gesetzentwurf, betreffend die Abänderung der Vranlweinsteuer, entsponnen hat, wird allgemein anerkannt , dass der gegenwärtige Zustand ein unhaltbarer sei. Unhaltbar sowohl vom Gesichtspunkte des Schuhes der kleineren landwirtschaftlichen Brennereien, die unter der Concurrenz der großen, fabriksmäßig betriebenen Etablissements erliegen, unhaltbar nicht minder vom Standpunkte des finanziellen Ertrages, der trotz der Vergrößerung des Consumtionsgebietes und des mächtigen Aufschwunges der betreffenden Industrie wefentlich zurückgegangen ist. Dass das neue Gesetz, wenn es auch nicht den Anspruch erheben kann, allen idealen Anforderungen zu entfprechen, nach beiden Richtungen hin einen bedeutenden Fortschritt bedeutet, wird ebenfalls allfeitig zugegeben, und deshalb ist das Zustandekommen des neuen Gesetzes dringend zu wün-schen. Wer das neue Gesetz bekämpft, weil es das Princip der reinen Fabrikatsteuer nicht adoptiert hat, der möge sich an das alte Sprichwort „Das Bessere ist der Feind des Guten" erinnern und mit der Thatsache rechnen, dass unter den gegebenen Verhältnissen die reine Fabrikatsteuer zu statuieren einfach unmög-lich ist. Em — glücklicherweife nicht zu besorgendes — Scheitern des neuen Gesetzes würde daher nur zur Folge haben, dass der von allen Seiten verurtheilte 3tHt,u8 (iu,o mit seinen volkswirtschaftlichen und finan-ziellen Nachtheilen weiter aufrecht bliebe. Der Einführung der reinen Fabrikatsteuer stand ein unüberwindliches Hindernis entgegen, nämlich der Widerstand Ungarns, wo der Spiritus zum über» wiegenden Theile in großen Fabriks-Etablissements erzeugt wird, die einen großen Theil ihrer Production nach dem Auslande exportieren. Von ungarischer Seite wurde die Nothwendigkeit geltend gemacht, der heimi. schen Spiritusindustrie ähnliche Vonificationen zu ge. währen, wie sie ihren Concurrenten im Auslande ge-bolen werden, uud zwar wurde mindestens eine solche Prämie, wie sie die deutsche Spiritusindustrie genießt, verlangt. Diese Prämie ist bekanntlich eine sehr bedeutende, indem für die Steuerrückvergütung eine Ausbeute von 8'2 Hektolitergraden per Hektoliter Gähr-räum und einmaliger Benützung desselben angenommen wird, während die wirkliche Ausbeute 10 Grade und mehr beträgt, was demnach einer Prämie von mehr als 20 Proc. entspricht. So lange das Prämiensystem von den concurrierenden Staaten aufrechtgehalten wird, kann dieser Forderung die Anerkennung der Vcrech, tigung nicht versagt werden, denn es hieße in der That eine blühende, durch die natürlichen Verhältnisse begünstigte Industrie in die schwierigste Lage versetzen, wenn man sie schutzlos der durch die Steuergesetzgebung so sehr begünstigten Concurrenz des Auslandes preisgeben wollte. Eine directe Exportprämie in dem verlangten Umfange zu gewähren, war aber mit Rücksicht auf die bestehenden Verhältnisse nicht gestattet, und so blieb denn nichts übrig, als die Fabrikat-Pauschalierung zu wählen. Sollten die concurrierenden Staaten mit ihrem das unsere im Ausmaße weit übersteigenden Prämiensysteme brechen, dann wird es ein leichtes sein, auch in Oesterreich-Ungarn die reine Fabrikatsteuer einzuführen. Aus dieser Darstellung ergibt sich, dass es einfach unwahr ist, wenn behauptet wird. die Industriellen hätten der Einführung der reinen Fabritutsteuer keiuen Widerstand entgegengesetzt; gerade das Gegentheil fand statt, und nur lediglich aus diesem Grunde sind die Regierungen genöthigt gewesen, zu dem Modus der Fabrikat-Pauschalierung zu greifen. Unter den Motiven, die zur Bekämpfung der letzteren geltend gemacht werden, befindet sich bekanntlich auch der Hinweis auf den dadurch angeblich bedingten Ruin der Spiritus-Raffinerie, eine Besorgnis, deren Grundlosigkeit an dieser Stelle bereits nachgewiesen worden ist; wenn aber der Schutz der bestehenden Industrie als ein wesentliches Erfordernis des Gesetzes betrachtet wird, ein Standpunkt, den wir gern anerkennen, so ist es doch sonnenklar, dass die Rohsprit-Industrie, mit deren Umfang und Bedeutung die Raffinerie keinen Vergleich aushalten kann, nicht durch das Steuergesetz gefährdet werden darf, und das wäre, wie oben ausgeführt, zweifellos der Fall, wenn die reine Fabrikatsteuer eingeführt würde. Wir muffen schließlich nochmals constatieren, dass die volkswirtschaftlichen Nachtheile, die der Fabrikat-Pauschalierung anhaften follen, ebenfowenig existieren, als die Verschärfung des gegenwärtig bestehenden Missverhältnisses zwischen den kleinen und großen Brennereien. Die Interessen der letzteren sind vielmehr durch die ihnen eingeräumte Facultät, die Maischraum-Pauschalierung beizubehalten, und falls sie zur Fabriksteuer übergehen, durch die ihnen gewährten Nachlässe jedenfalls viel besser gewahrt, als unter dem gegen« wältigen Zustande. Die Investitionen, die, wie nachgewiesen . mit Ausnahme der Brennvorrichtungen, zu denen allerdings auch die Kühlapparate gehören, auch bei der reinen Fabrikatsteuer nothwendig wären, haben einen eminent nützlichen Charakter, wie namentlich die Aufstellung kontinuierlicher anstatt periodischer Destillierapparate wesentliche Ersparungen an Vrennmateriale zur Folge hat. Die Steuerersparung endlich hat einen enabearenzten Umfang, da es nicht möglich ist, Roh-spiritus von mehr als 96 Grad zu erzeugen. Die Steuerersparungsgrenze beträgt somit bei der Pauschalierung des Fabrikates mit 75 pCt. im Maximum 21 pCt. Dadurch entfällt der wesentlichste Anreiz zu neuen Verbesserungen, wie sie das Pauschalierunas-system bei der Zustersteuer im Gefolge hatte, wo die Leistungsfähigkeit auf das Zehnfache, also um 1000 Procent, gesteigert werden konnte. (Pol. Corr.) Vom Ausland. Im englischenUnterhaufe verbal sich Mr. Gladstone eine neue egyptische Debatte, welche die Opposition an einen zur Budgetdebatte gestellten Antrag des Obersten Stanley, des Kriegsministers im vorigen Cabinet, knüpfen wollte. Der Premier sagte, die Session währe bereits vier Wochen, die Debatte über das Tadelsvotum habe fünf Tage beansprucht, hieran hätten sich sieben Debatten über die egyptische Frage angeschlossen, und er müsse es daher aus Rücksicht auf die dringend erforderliche Erledigung wichtiger Vorlagen ablehnen, Gelegenheit zu fchaffen, das Amen-dement Stanley's zur Sprache zu bringen. Aus Constantinopel wird dem Reuter'schen Bureau vom 5. d. M. gemeldet: „Nach den jüngsten Unterhandlungen zwischen England und der Türkei betreffs der Sudan»Frage sondierte die Pforte die Großmächte über den Gegenstand. Fürst Bismarck's Erwiderung lautete, dass Deutschland sich nicht einmischen werde und dass die Türlei gut daran thäte, mit England direct zu einer Verständigung zu gelangen. Die übrigen Mächte äußerten sich in ähnlicher Weise. Darauf hin ersuchte Musurus Pascha Lord Granville. gegen die Rebellen im Sudan versöhnliche Maßregeln zu adoptieren und den Einfluss des Sultans als Kha-lifen auf diefelben geltend zu machen. Seitdem hat die Pforte von ihrem Botschafter in London keine Mittheilungen über den Gegenstand empfangen." Tagesnemgketten. — (Weltausstellung in London 1884.) Aus Wien, 7. März. wird geschrieben: Se. Excellenz der Herr Handelsminister empfieng letzten Sonntag die Delegierten der hiesigen Commission für die Londoner internationale Ausstellung 18 «4. welche demselben die Mittheilung machte, dass sich 12(1 Industrielle, darunter viele hervorragende ffinnen. an oer Ausstellung betheiligen werden, und dass die ouerrel- Laibacher Zeitung Nr. 59 488 N. März 1884. chische Abtheilung einen Naum von 25000 Quadrat-Fuß in der allerbesten Lage des Krystall-Palastes einnehmen wird. welch günstiger Platz namentlich dem freundlichen Entgegenkommen des geschiiftsfilhrenden Commissars der Krystall>Palast°Comftagnie zu danlen sei. Bei dieser Gelegenheit sprach Se. Excellenz der Deputation seine lebhafte Befriedigung über die günstigen Erfolge der Bemühungen der Commission für die Zu« standebringung der Betheiligung einer verhältnismäßig so groß?« Anzahl österreichischer Industriellen mit der Versicherung aus, dass er die Interessen der österreichischen Aussteller thunlichst fördern und auch namentlich die thatkräftige Intervention des k, k. General-Consulates in London beim Minister des Aeußern erwirken werde. Der Herr Handelsminister gab der Erwartung Ausdruck, dass infolge der von der Commission für die Beschickung dieser Ausstellung adoptierten Principien der geschäft-liche Erfolg für die heimischen daran betheiligten Industriellen sich recht günstig gestalten möge. — (Vermählung.) In Budapest hat am 9. d. M. die Vermählung des Herrn Antou Schlesinger, Chef« redacteurs der Agramer Zeitung, mit Fräulein Gifela Stark stattgefunden. — (Blühende Rosen im Schnee.) Im Garten der Volksschule zu Iuckmantel bei Teplih stehen mehre Nosenstöcke, deren einer den verflossenen Sommer über eine derartige Blütenfülle entwickelte, dass that« sächlich vor Nosen lein Blatt zu sehen war. Sonntag, den 2, März, gewahrten wir plötzlich eine aufbrechende Knospe, die sich bis Montag zur schönsten Rose ent« faltete, und wunderbar genug, während des heftigsten Schneefalles! Frisch und herrlich, wie am sonndurch« wärmten Iulitage prangt sie am Iweiglein, dicht hinter sich eine ihr nachstrebende Schwester — eine neu sich entfaltende Knospe. Höchst interessant ist der Anblick wahrhaftig — alles ringsum mit glänzendem Schnee bedeckt und mitten darin die lebende Rose, mit einem weißen Mlltzchen von Schnee geziert! Locales. Fürstin Johanna Auersperg f. Das altberllhmte heimatliche Geschlecht der Fürsten und Grafen Auersperg hat wieder einen schweren Verlust erlitten. Wie bereits telegraphisch gemeldet worden , ist am 9. d. M. in Wien die Gemahlin Seiner Durchlaucht des gewesenen Minister^Priisidenten und nunmehrigen Präsidenten des Obersten Rechnungshofes, Fürsten Adolf Auersperg, Frau Fürstin Johanna Auersperg, eine ob der hervorragendsten Eigenschaften des Geistes und Herzens allgemein hochgeschätzte, namentlich durch einen eminenten Wohl« thätigleitssilm ausgezeichnete edle Dame, aus dem Leben geschieden. Folgender Partebrief wurde am 9. d. abends ausgegeben: «Adolf Fürst Auersperg, Herzog zu Gotischer, gibt im eigenen und im Namen seiner Kinder Karl Prinz Auersperg, k. k. Lieutenant im Dragonerregiment Fürst zu Windisch.Gräh Nr. 14, Io> Hanna, Ernestine Aglae Prinzessinnen Auersperg und Franz Prinz Auersperg die tiefbetrübende Nachricht von dem Hinfcheiden seiner innigstgeliebten Gemahlin, beziehungsweise Mutter, Ihrer Durchlaucht der hochgeborenen Frau Johanna Fürstin Auersperg, Herzogin zu Gottschee, geborenen Gräfin Festetics de Tolna, Palastdame Ihrer Majestät der Kaiserin und Stern-lreuz Ordens-Dame, welche, versehen mit den heiligen Sterbesacramenten, am 9. März 1884 um halb 3 Uhr morgens nach langem, schwerem Leiden im 54. Lebens-jähre selig in dem Herrn entschlafen ist. Die entseelte Hülle der theuren Verblichenen wird am Dienstag, den 11. d>, um 2 Uhr nachmittag« im Trauerhause (Stadt, Bläunerstraße Nr. 7) eingesegnet, sodann nach Wla« lchim in Böhmen überführt und daselbst am Donners» tag, den 13. d., um 11 Uhr vormittags im eigenen Grabe zur ewigen Ruhe bestattet. Die heiligen Seelen« messen werden am Donnerstag, den 13. d., um 11 Uhr vormittags in der Hof - Pfarrkirche zu St. Michael gelesen werden. Im Laufe des vorgestrigen Tages trafen von Ihren k. und l. Apostolischen Majestäten dem Kaiser und der Kaiserin, von Ihren k. und k. Hoheiten den durchlauchtigsten Herren Erzherzogen und Frauen Erzherzoginnen und von den Mitgliedern des Adels Condolenzen an Se. Durchlaucht den Fürsten Adolf Uuersperg ein. __________ — (Die Generalversammlung) des Ver. eins „Narodni Dom" wird am 7. April stattfinden. — (Porträts.) Der hier weilende Maler und Zeichner Herr Leh mann hat soeben in der Vuchhand« lung von Ig, v. Kleimnayr H F, Bamberg eine Serie Porträts zur Ausstellung gebracht, worunter sich ein paar sehr gute befinden; namentlich wird dem Porträt des kürzlich verstorbenen Majors An del mann allseitig die vollste Anerkennung gezollt, da dasselbe nicht nur die sprechendste Aehnlichleit, sondern auch eine äußerst sorgfältige Ausführung ausweist. — Herr Lehmann wird in den nächsten Tagen schon eine neue Serie folgen lassen. — C3. — (Die Versendung von lebenden Bienen) in briefförmigen Holzkästchen kann laut ErlasS des hohen k. k. Handelsministeriums vom 28, v. M, im üsterr.» ung. PostVerkehre und im Verkehr mit Deutschland gegen die Taxe für geschlossene Briefe, eventuell auch recom« mandiert als Briespostgegenstand umgenommen werden. Solche Holztästchen dürfen das Einzelngewicht von 250 Gramm nicht überschreiten und ihre Dimensionen haben sich innerhalb der Grenzen von 5 Centimeter Höhe, 14 Centimeter Länge und 7 Centimeter Breite zu halten. Die Kästchen müssen haltbar gefügt und behufs Luftzu» trittes mit einem feinen, dauerhaft eingelassenen Draht« gitter verfehen fein. Converts sind nicht erforderlich; die Adresse kann unmittelbar auf einer äußeren Seite des Kästchens geschrieben oder nach ihrer ganzen Fläche aufgeklebt werden; dafelbst sind auch die Briefmarken an-zubringen. — (Aus Trieft) fchreibt man: Am 8. März 1844 — also gerade vor 40 Jahren — wurde hier der erste Ruderclub unter dem Namen „Hamburger Nuderclub" gegründet, welcher, wenn auch nicht mehr activ, doch noch als Wohlthäter der Armen fortbesteht. Eines feiner Mitglieder nun überleichte dem hiesigen Ruderverein „Aoria" zur Erinnerung an diefe 40 Jahre ebensoviel Gedenlthaler mit dem Auftrage, dieselben bei dessen nächster Regatta als Ehrenpreise zu vertheilen. Zu Ehren des Hamburger Ruderclubs hatte die „Ndria" am 8. d. M. bei ihrem Boutshause Flaggengala gehisst. — (Landschaftliches Theater.) Das gestrige Benefiz des Frl. Negine Fleisch mann: Gittner's „Eine leichte Person", hatte einen durchwegs schönen Erfolg. Die Beneftciantin wurde von dem gut befuchten Hause mit Beifall begrüßt und erhielt vier prachtvolle Bouquets hinaufgereicht. Frl. Fleischmann, welche die Rolle der „Rosa" im ganzen mit vielem Geschick durchführte und einzelne hervorragende Momente hatte — wir erinnern insbefoudere an die Schlufsworte im 6. Bilde — musste in ihrem letzten Couplet eine Strophe wiederholen und erhielt überhaupt im Laufe des Übendes bei offener Scene und bei den Actschlüsse,, reichlichen Applaus. Nächst der Beneficiantin waren es in erster Reihe Frau Podhorsky - Kell er (Frau Eipeltauer) und die Herren Nomani (Flinserl) und Ander (Sterzl). die durch ihr vortreffliches, überaus lustiges Spiel das Haus weidlich ergötzten. Auch die übrigen Mitwirkenden gaben sich die beste Mühe, und es war die ganze Vorstellung eine wohlgelungene und sehr animierte. _______ —C8. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laib.Zeitung" Wien, 10. März. (Abgeordnetenhaus-Sitzung.) I„ der fortgesetzten Budget-Debatte erklärte Se. Excellenz Minister Prajäk gegenüber den Bemerkungen Car-nen's und angesichts zweier vorliegender Inteipella« tionen, dass er sehr erstaunt gewesen sei, wie man seinen Worten in der Generaldebatte, in denen er vor der Zweitheilung Böhmens warnte und auf das Staatsrecht und auf die laufendjährige Geschichte Böhmens hinwies, fo irrlhümliche Auslegung geben könnte, selbstverständlich habe er kein anderes Staats« recht als das Grundgesetz im Auge gehabt. Leider hindere die Eigenthümlichkeit des Parlamentarismus die Minister daran, j?des Missverständnis sofort auf. zuklären, weil dadurch die Debatte wieder entfesselt würde und es doch nothwendig sei, einzelne Gegen» stände zum Abschluss zu bringen. Der Minister weist auch Carneri's Ausdruck vom Denunciantrnlhum zurück und macht endlich auf die große Gefahr aufmerlfam, die für den Parlamentarismus daraus entstehen müsse, wenn die politischen Parteien sich in rein nationale verwandeln wikden. (Beifall rechts.) Es spiechen weiter die Abgeordneten Dzieouszycti für, Plener und Menger dagegen. Budapest, 10. Mmz. Der Fiuanzausschuss nahm die Vorlage betreffs der Eisenbahn Mostar.Metkovxl an. Auf die Einwendungen Helfy's und Szilagy's er. widerte Tisza, die Eisenbahn bezweck? bloß die Vertheidigung; je besser für die Vertheidigung gesorgt werde, desto weniger Soldaten brauche die Monarchie in den occupierten Ländern zu erhalten. Berlin, 10. März. Beim gestrigen Galadiner anlässlich des Geburtstags Sr. Majestät des Kaisers von Russland trank Se. Majestät Kaiser Wilhelm auf das Wohl des Zaren. Kairo, 10. März. Osman Digma lehnte die Auf-forderung Hewett's, sich bis Montag zu ergeben, ab. Salzburg. 10. März. Fiir weiland Se. k. u. k. Hoheit Erzherzog Franz Karl hiell heute 9 Uhr vormittag» im Dome Fü,st-Erzbischof Eder ein feier« licheZ Requiem mit I^idera ab, welchen die großher- zoglich Toscana'sche Familie nebst dem Hofstaat?, der Statthalter mit den Beamten der Landesregierung uno den Vehörden, der Militärcommandant und das Oli^ cierscorps, der Landeshauptmann und dessen Stelloe» treler, der Bürgermeister und die Gemeinderäthe der Stadt, der Franciscaner- und Kapuziner-Convent uno sonstige zahlreiche Andächtige beiwohnten. Budapest, 10. März. Das Oberhaus acceptive ohne Debatte die Gesetzentwürfe, betreffend den Oall der Eisenbahn Szabadla-Baja und Mllnkäcs'VesM worauf die Sitzung geschlossen wurde. Berlin, 10. März. Aus Neu.Stettin nmo von competenler Seite mitgetheilt: Am Samstag wurden die Theilnehmer eines Maskenballes aus dein Hause des jüdischen Kaufmannes Flaters mit Steine« beworfe», wodurch Zusammenrottungen entstanden. Der Omnibus, welcher tue in Konih Freigesprochenen zurück' brachte, wurde angehalten, die Insassen wurden insultier und einige Scheiben zerschlagen. Die Nachricht, da,« eine schwere Verletzung von Personen vorgekommen, Häuser demoliert worden und die Juden gestilch^ seien, ist unbegründet. Gestern abends wurden all» jüdischen Häusern auf das Publicum und die Genda» merie abermals Steine geworfen; die Excesse erneuectel> sich um 11 Uhr nachts; die Ruhe wurde durch d>e Gendarmerie hergestellt. < Neu-Stettin. 10. März. Anlässlich der N^ kehr der in Konitz von den Geschwornen im Syn"' gogktibrand-Plocesse Freigesprochenen fand Samstag abends ein erheblicher Auflauf statt. Gestern abends kamen weitere Ruhestörungen vor. Es wurden Fenst^ eilMworfen und jüdische Einwohner insultiert. "' Gendarmerie machte von der blanken Waffe GebraUV und stellte die Ruhe wieder her. Kairo, 10. März. Einem Telegramme des ^ nerals Gordon zufolge könne er die Garnisonen oh" Truppenscndungen an den Weihen und Blauen "l> nicht retten. Calcntta, 10. März. Die Mitglieder der del^ schen Cholera-Commission besuchen in der nächsten A' Goalpara und Darjiling und treten sodann in eiiN^ Tagen die Rückreise nach Deutschland an. Lima, 10. März. Die Nationalversammlung v"" Peru bestätigte gestern den zwischen Chile und Per abaeschlossencn Friedensvertrag. Angekommene Fremde. Am 9. März. Hotel Stadt Wien. Schmidt, Reis., Zürich. — v. Arator, Kf>^ Kümasaal, — Daub, Wagner und Kunz. Me,. Wien,. Hüchömaim, l. t. Tabalfabriks-Director, Klagenfurt. — Uh"° Gutsbcs,.Gattin s. Tochter, Differ. Hotel Elefant. Arcnz, Reis., Wien. — Mustafa, Kfm.. S^' jcvo. — Hirschmann. Kfm., Sisset. — Ortncr, Vilchh""' Graz. — Schiffrcr. Fabrikant, Lustthal. ^.„ Gasthof Südbahllhof. Grasser. Kfm,. Wien. — Schlcsmger. M'^ Fünfkirchen. — Kuscher, Maschinist, f. Frau, Gerow"- Weber, Private, Sagor. Verstorbene. ... Den 11. März. Maria Pavliö, Näherin. 23 I, ^" Nr. 9, Lungcntuberculosc. Im Spitale: ^ Den 9. M ä rz. Maria Gorstt, Arbeitersgattin, 5b ^' ?«dri8 Iioetien. . c>, Den 10. März. Maria Skarza, Inwohnerin, 5"^ Lungenentzündung._________________________^^^ Tkeatev. ,^ heute (gerader Tag) Gastspiel des Dialekt, und Eha"^. komilcrs Herrn Clemens Grün vom Stadtlheater in u.^> fürt am Main: Gefährliche Leute oder Ein N c ' ^. Abenteuer. Schwank in einem Aufzug von Emil PeM" .' jss Taub muss er sein, (I.U8 llmix «ourä».) Schw"" ^, einem Act nach dem Französischen des I. Moiuaux von "^g Eirich. — Frühere Verhältnisse. Posse mit U^s in einem Act von Johann Ncstroy. — Ein verlan >' ^„ Genie. Soloscherz mit Gesang, verfasst und vorgetragen Herrn Clemens G r ü n. Meteorologische Beobachtungen in Laiba^> 7U.Mg. 731.9« —2.«! windstill 'Nebel „gO 10, 2 „ N. 731.5)7 ^. 8.8 W. schwach heiter » .. Ab. 733.39 -j- 5.4 W. schwach mondhell ^ Morgens Nebel, tagsüber heiter, mondhelle MOt^ ,^s-Tagesmittrl der Temperatur -<- 3,9", um 1,1« unter de»" male. ________-^ Verantwortlicher Redacteur: P. v. Rabics^^!' Danksagung. ,^ Die löbliche lraim'schc Sparcasse hat m ihrer ^"'^rl,'"! sammluug vom «, März l. I. dem Lcnbnchcr VollsliicM" ^igl' für die Studcnlcilvcspflraliiig den Äetrag von ül) >^'^>l>^ zugewendet, für welche hochherzige Spende derselben der Dank hlcmit öffeutlich ausgesprochen wird. , ^ KengM "' (1066) Vereins-Odma^^ Danksagung. ^^ Für die großmüthige Spende von 50 fl-, welche d't ^ Direction der Laibachcr Sparcasse zur Untcrstu!M ' „^ Schulkinder der hiesigen Mädchen-Vulksschule lMH' f c">' folgte. wird von der Schulleitung der wärmste " > ^ gesprochen. Nudolfswert am 9. Milrz 1884. 489 ÄnMlalt M LaiLacher Zeilunq Nr. 59. Zienstag, den 11. März 1884. ll068) « , ^m m "lrkennlm,. Nr. 2105. bat das , , ^"W"l Präsidium zu überreichen. K ! ' °"' 4' März 1884. ^^^^andespräsidium für Krain. ^ «unämackun«. Nr. 1758. "beitel"s^'i5^t auf die beginnenden Vor-,"r öle am 30. April 1884 stattfindende nisch^""W°ste Verlosung der krai-wird "mwttlastuugs-Obligationen °^" Zertl!?^"^"° der Zusammcnschreibuug zur VN"l""N der bis ^nde Oktober 1883 ""lllstunas l^."'ll""ldeten lrainischcn Grund- "ah'Ne vm. « !?"'°uen sowie auch die Vor« ^"' bei d«, ^" ^bligationen-Umschreibun» x"iutrtten ^. ""^ Aenderung der Nummern « bis ,^"^' s«r die Zeit vom 16, März "' ''lpril d ^ °^ der Kundmachung der am Lc.^ 5 ^' v"l°stcn Obligationen sistiert. Vom'."" '^arz 1884 ^-^^^nischen Landesausschusse. Ä,/d - ^«rstelle. Nr. 144. ^angt die ?s?^m Volksschule in Grahovo ^'ulleitcrs « >. "'"s Lehrers und zugleich z^sl, u, d 'der ,""cher "" Iahrcsgch3lt von "bunden il. , ""ss eines Naturalquartiers ^'° bele^ 3^V' St?lle haben ihre «e. "°MTnae^""°" Monatsfrist l?^°U2,ch °^.«stcn Kundmachung dieser Con-^"°"'s ^.^ m vorgeschriebeneu Wege 3""'N sschuirath Loitsch, am 26sten ' ^«zulshauptmann als Vorsitzender: Pace». z>. (864—3) Dienersftelle. Nr. 539. Bei dem l. l. Bezirksgerichte Seisenberg ist eine Diencrsstelle mit dem Gehalte jähr» licher 250 fl. nebst der 25proc. Äctivitätszulagc. dem Vorrücluugsrcchte in den höheren Gehalt jährlicher 300 fl. und dem Bezüge der Amts« tleidung in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diese Stelle haben ihre gehörig documentierten Gesuche unter Nach» Weisung der Kenntnis der deutschen und slove« Nischen Sprache und der Befähigung znr Verfassung gerichtlicher Relationen im vorschriftsmäßigen Wege bis 30. März 1884 hleramts einzubringen. Militärbcwcrbcr werden aus das Gesetz vom 18. April 1872. 3t, G. Äl. Nr. 60, und die Verordnung vom 12. Juli 1872. N. G. Bl. Nr. W gewiesen. Nudolfswert am 25. Februar 1884. K. k. Kreisgerichts'Prnsidium. (1065—1) KunämaHun«. Nr. W59. Auf Grund des hohen Hclndelslninisterial-Erlasses vom 23, Februar l, I.. Nr. 7146, wird bekannt gegeben, dass briefsörmige Holz» tästchcn mit lebenden Bienen im österreichisch-ungarischen Postverkchr und im Verkehr mit Deutschland gegen die Taxe für geschlossene Briefe, eventuell auch rekommandiert als Brief» postgegenständc angenommen und befördert werden können. Solche Holzkästchen dürfen das Einzeln« gcwicht von 250 Gramm nicht überschreiten, und ihre Dimensionen haben sich innerhalb der Grenzen von 5 Centimeter Höhe, 14 Ccnti-meter Länge und 7 Centimeter Breite zu halten. Die Kästchen müssen haltbar gefügt und behufs Luftzutrittes mit einem feinen, dauer» haft eingelassenen Drahtgittcr versehen sein. Couvcrts sind nicht erforderlich; die Adresse kann unmittelbar auf einer äußeren Seite des Kästchens geschrieben oder nach ihrer ganzen Fläche aufgeklebt werden; daselbst sind auch die Briefmarken anzubringen. Trieft am 8. März 1884. Aon der l. l. Post» und Telegraphendirection. (1018-3) Hunämlltkun«. Nr. 1432. Vom k. k. Bezirksgerichte Oberlaibach wird zum Behufe der Anlegnng eines neuen Grundbuches für die Catastralgemcinde Savoöevo der Beginn der Uocalcrhcbnngcn auf den 17. März 1884, um 8 Uhr vormittags, hicrgcrichts angeordnet und hiczu alle Personen, welche an der Er« mittlung der Besitzvcrhältnissc ein rechtliches Interesse haben, zur Aufklärung und Wahrung ihrer Rechte eingeladen. K. l. Bezirksgericht Oberlaibach, am 6ten März 1884^___________________________^ (1044-1) Hunämllckun«. Nr. 10<>0, Vom l. k. Bezirksgerichte Lack wird bekannt gemacht, dass die auf Grundlage der zum Vc< Hufe der Anlegung eines nenen Grundbuches fur die Catastralgemcindc Salilog gepflogenen Erhebungen verfassten Besiyuogen nebst den berichtigten Verzeichnissen, der Map« pcncopic und Erhelmngsprutolollcn bis zum 24. März 18 84 Hiergerichts zur allgemeinen Einsicht aufliegen, an welchem Tage auch im Falle gegen die Nichtigkeit der Besihbogcn Eiuwcnduugcn er» hoben werden sollten weitere Erhebungen wer» den gepflogen werden. Die Uebcrtragnng amortisierbarer Privat« > forderungen kann unterbleiben, wenn der Ver» , pflichtete noch vor der Verfassung der neuen Einlagen darum anfucht. j K. l Bezirksgericht Lack, am 4. März 1684. (1062—1) Kunämaeimn«. Nr. 1858. Von dem gefertigten l. k. Bezirksgerichte wird bekannt gemacht, dass, falls gegen die Richtigkeit der zur Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgemcinde Zalog verfassten Vesihbogen, welche nebst den bericht tiglen Verzeichnissen der Liegenschaften, der Copie der Mappe und der Über die Erhebuugen aufgenommenen Protokolle Hiergerichts zur allgemeinen Einsicht aufliegen, Einwendungen erhoben werden sollten, weitere Erhebungen am 24. März 1884 Hiergerichts werden eingeleitet werden. Zugleich wird den Interesjenten bekannt gemacht, dass die Uebcrtragung von nach 8 118 a. G. G. amortisierbaren Privatforderungcn in die neuen Grundbuchseinlagen unterbleiben kann, wenn der Verpflichtete binnen 14 Tagen nach Kundmachung dieses Edictes darum ansucht. Hk. k. ÄezirlSgcricht Stein, am 6. März 18S4._________________________________ (1063—1) bunämnHunu. Nr. 1448. Vom l. l. Bezirksgerichte Illyr. ° Feistriz wird bekannt gemacht, dass die auf Grundlage der zum Behufe der Anlegung eines neuen Grundbuches für die Catastralgemcinde Zareöje gepflogenen Erhebungen verfassten Bcsihbogm nebst den berichtigten Verzeichnissen der Liegen« schuften, den Mappencopien und den Erhebungs« Protokollen durch 14 Tage, vom Tage der ersten Einschaltuug dieser Kundmachuug an, zu jeder» mannS Einsicht in der diesgcrichtlichcn Amts» kanzlci aufliegen. Für den Fall, als Einwendungen gegen die Richtigkeit dieser Aesitzbogcn erhoben werden sollten, wird zur Vornahme weiterer Erhebun» gen der Tag auf den 26. März 1884 vorläufig in der Gerichtskanzlei bestimmt. Zugleich wird den Interessenten bekannt gegeben, dass die Ncbcrtragung der nach § 116 des allgemeinen Grundbuchsgesehcs amortisier-barcn Privatsorderuna.cn in die neuen Grund« buchseinlagcn unterbleiben kann, wenn der Ver« pflichtete noch vor der Verfassung der Einlagen darum ansucht. K. k. Bezirksgericht Illyr.'Feistriz, am 9ten März 1884. (946^3) Nr. 628. Vergebung von Bauarbeitcn und Lieferungen für den Strafanstaltsbau in Marburg au der Dräu. Zufolge des hohen Iustiz'Ministcrialerlasses vom 15. November 1883, Z. 1845, werden hie-mit die zum Baue einer Strafanstalt in Marburg erforderlichen Maurer«, Steinmeh-nnd Zimmcrmannsarbeiten zur Ueber» nähme angeboten. Die Vergebung geschieht auf Grund von Einhcil spreisen, welche die Offercntcn selbst anzugeben haben. Zu diesem Zwecke sind Blankcte der summarischen Voranschläge und der Preisverzeichnisse vorbereitet, die nebst den Autographien der allgemeinen und besonderen Baubcdingnissc im Bureau des Bauleiters, k, l. Ministerial-Oberingenicurs Herrn Franz Maurus in Marburg, Puberschcrstraße Nr. 14, gegen Erlag des Selbstkostenpreises bezogen werden können, wo auch sämmtliche auf diesen Bau Bezug habenden Pläne bis zum 30. März 1884. täglich von 8 bis 12 Uhr und von 2 bis 6 Uhr. zur Einsicht aufliegen und den P. T, Unter» nchmern alle in dieser Bausachc nöthigen Alls» tlärungcn bereitwilligst ertheilt werden. NaS Vadium beträgt: für die Maurerarbeiten. . . . 10 000 fl. für die Steiumcharbeiten . . . 1000 st. für die Zimmermannsarbeiten . 1000 fl. und es sind die Vadien entweder in Barem oder in zur pupillarmäßigen Capitalsanlage gesetzlich geeigneten, nach dem letzten Wiener« course zu berechnenden Wertpapieren oder endlich in solchen Hypothekarlnstrumenten (mit Ausschluss fiedcilussorischcr Instrumente) zu erlegen, welche volle gesetzliche Sicherheit (Z 1374 a. b. G. Ä.) gewähren. Der Erlag des VadiumS muss vor Ueber-rcichung des Offertes bei der l. l. hauptsteuer« amtscasse in Marburg oder bei der l. k. Landes» hauptcasse in Graz erfolgen, und es werden hierüber von den genannten Eassen Erlags« fcheine ausgestellt werden. Die Offerentcn auf Maurer« und Stein« metzarbeiten haben überdies auch einige Muster jener Stein» und Zicgelsortcn, welche sie zum Vaue zu verwenden beabsichtigen, bei der Bauleitung, aber gleichfalls vor Abgabe des Offer» tes, zu deponieren und die hierüber auszustel« leudc Bestätigung in Empfang zu nehmen. Von dem Ersteher wird eine Caution mit 6 Proccnt des für die übernommenen Arbeiten nach feinen Preisen sich ergebenden Kostenbetrages zu leisten, beziehungsweise das Vadium bis zu diesem Betrage zu ergänzen sein. Die Offerte müssen enthalten: a) Die Erklärung, dass der Offcrcut in das Nauproject Einsicht genommen und alle hierauf Bezug habenden Bedingungen durch» gelesen und verstanden habe. d) Die Einheitsprclsverzeichnissc und summari» , schen Voranschläge über die offerierten Arbeiten und Lieferungen, wobei die ge« orderten Preise im Verzeichnisse mit Zif« ern und Worten anzugeben, die Voran» chläge aber rcchnungsgemäß abzuschließen und beide Behelfe zu uuterfcrtigen sind. o) Die Erklärung, dass der Offcrcnt sich vcr» bindlich macht, auch jene in sein Anbot einschlägigen Arbeiten um die offerierten Preise zu liefern, welche gemäß § 1 der allgemeinen Vauliediugnisse ihm nachtrug« lich zur Ausführung noch übergeben werden. ä) Den Casfaschein über den Erlag des Va« diums und bei Offerten für Maurer« und Sleinmetzarbeiten auch die Bestätigung über die Deponierung von entsprechenden Stein» und Ziegelmnstern nebst der ge» naueu Bezeichnung der Steinbrüche und Kalkbrennereien, aus denen sie das Mate» rialc zu liefern beabsichtigen. o) Die eigenhändige Unterschrift des Offeren« ten oder die handclsgerichtlich protokollierte Fertigung der offerierenden Firma, deut« lich geschrieben. Jene P. T. Unternehmer, welche ge» neigt sind, eine oder mehrere der angebotenen Arbcitslategoricn zn übernehmen. wollen ihre gesetzlich gestempelten und mit den kud ^) his o) bezeichneten Erfordernissen vcrschcncn Offerte in wohlverschlossenen, außen mit der genauen Adresse des Offcrcuten und mit der Bezeich« nung- „Offert zum Marburgcr Strafanstalts« l,au" versehenen Convert bis längstens 31. März 1884 an die gefertigte Oberstaatsanwaltschaft abgeben oder mit der t. k. Post franco und «commandiert zusenden. Ueber dm Empfang der Offerte werden amtliche Bestätigungen ausgefolgt, gegen deren Rückgabe seinerzeit den Nichterslchcnl die «a< diumö.Erlagsschcine rüclaeslclll weiden, K. k.Oberstaatsanwaltschaft Graz. «mattsten Februar 1884.