.M 83. Dinstag mn H4. April R85V. ^!°'" ,>,il,,,^ei ^cituna" erscheint, mit Ausnahme °er Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt «en Beilagen im Comvloir ganzjährig >l ft., halbjährig 5 ss. 30 kr., mil ssreu^band im Emnpwir ganzjährig 12 st., halbjährig « fl. Für dic ZMMing in'« Hans sind halbjä hri>, 30 kr, mehr zu entrichten^ Mit der Post vollofrti aauzjäl, rig, unter Krcnzl'aud und grdrncktcr ?ldrc,,c l5 fl., halbjährig 7 ss. 3N fr. — Insc r t io n «g cb» hr ,'ür eine Epaltcnzcile oder den Raum dcr,clt>en, ist sir einmalige Einschaltung 3 kr., für zweimalige 4 kr., für dreimalige 5 kr. C. M. u. s. w. I>, diesen Gebülircu ist m>ch der Inscrtionsstämpel pr. <0 kr. für eine jedesmalige Einschattnng hinjiu ,u rechnen. Inserate bis l2 Zellen lnjten l^^30 kr. für 3 Mal, l^ w kr. für ^ M«l „„^ Zft fr. für l Mal (mit Inbegriff des Insertionsstämpels).____________ Amtlicher Theil. <^c. k. k. Apostolisch? Majestät habcn mit Aller-höchst uuierzrichiicten, Diplome dm k. k. Hofrath bei dem Obersten Gerichtshofe, Mori; W iti m a n n, als Besitzer des Ritterkreuzes des laiscrl. österreichische,! Leopold »Ordens, den Stalulcn dieses Ordens gemäß, in den Nilterstaud des österreichischen Kaiserreiches allergnavigst zu erheben geruht. Der Minister des Innern hat im Einvernehmen mit dem Instizmiuistcr die Stuhlrichteramts.Adjunkten Eugen Missnra, Friedrich Wrabczik v. Thaye». thai und Johann Toroa z» Stuhlrichtem bei gemischten Süihlrichtcrämtcr» im Preßburgcr Verwal> tungsgebietc ernannt. Der Iustizmiuistcr hat die bei dem Krcisgenchte in Zloczow cilcdigte Hilftamtcr-Dircktiono-Adjuuk' tenstcüe dem dortgcrichllichcu Qffizial Josef v. Popicl verliehen. _______________ Der Iustizminisier hat den Präturs-Adjuuktcu in Sabbioncta, Dr. Robert Nologni, zum Staatsanwalts > Substiluten beim Landesgerichtc in Cremona ernannt. Am 11, April 1887 wird in der k. k. Höft und Staatsdruckcrcidas XV. Stück des Reichsgcsctz-Vlattcs ausgegeben und versendet. ^ Dasselbe enthält unter Nr. 67. Dic kaiserliche Verordnung vom 23. März 1887 — wirksam für alle Kronlä»»«. mit Ai,s-nahme der Mililärgrcnzc — mit der Vorschrift für Vie Vornahme der Volkszählungen. Wien den 10. April 1887. Vom k. f. Redaktions-Burcau des NeichsgcsctMattes. NWmntliäM Cheil. Oesterreich. Wien, 9. April. Der „Aussig-Teplitzcr Eiscn. bahn» und Bclgbaugcscllschaft ist im Einucrmhmcn der betreffenden Hohn, Behörde,, noch die Bewilligung zu Vorarbeiten für cine in der Richtung gegen Schwarzeubcrg oder Zwickau zum Anschlüsse an oic sächsisch'erzgcbirg'schc Vahn zu führcuoc Flügclbahu ertheilt worden. — Das Neichenberger «Wochenblatt" veröffentlicht einen Aufruf an die Bewohner Neichenbergs zur Gründung der mehrfach erwähnten Gcwcrbcbauk. Der Anfruf skizzirt zugleich den Statntcncntwurf für das projcktirtc Institut, welcher Entwurf einer wahr» scheinlich am Ostermontage statthabenden öffentlichen Besprechung unterworfen wetten wird. Hiernach geht der Zweck der Gewcrbebank dahin, ihren Mitgliedern gegen in vorhinein z» erlegende 6 pCt, Zinsen und '/2 pCt. Provision Vorschüsse in Form von Darlehen auf ein Viertel» oder eiu halbes Jahr zn gewähren. Das Anlagekapital der Anstalt soll durch Hinausgabc «on Mien z„ 10 fi,, durch Eintrittsgcbührcn der träc? 5" Minever zu 2 fl., bnrch die Monatsbci. duri. Ans Mitglieder von 12 kr. biS 6 ft,, endlich bnü°sch fft T?dc7" ^""eheu i» billigen Zinsen her> zielte Kapital u'de>^ durch Absah °er Aktien er-unentgeltlich b assen l,?7""^asse durch zwei Iahrc »ut 6 pCt. ucr;iM ,„., ^"' """) deren Ablauf aber Verlosung alljährlich ."^^"'s'chstcn Theile durch Abnebmer 00., we>,i stcns ?,?L. '""!"'', Z?r und Ehrenmitglied mit Si!- >,.3 ^ "^ ^""'"" Generalversammlung. Durch'dc l?v, ""^ '" ^« gebühr von 2 st. (oic dem^ Ne erH. "' ^'"^"^ 'st) wird man wirkliches Mitglied M?. zuzuführen mmmt mau die Verpflichtung zu' ei, cm ° ^^/'."" V°i.rag vou ,»indestens 12 k..' we 3 '^'""^" v^.nst wird und bei emer Einlage bis m ' bzi^ ' Einiaa3^ 7"'" k"""' Doch kann ». "3 klagen machen, u.u so seine Monatsgebnhr u v/r größer,,. Diese Mouatsbeiträ'gc bilde» das Guthaben der wirklichen Mitglieder, das bei den zn gewähren» den Vorschüssen maßgebend erscheint. Anf diese Guthaben wird der im ganzen Jahre durch die Ge> schäftsgcbarung erzielte Nutzen, mit Vorbehalt eines 5cm Neservefonde zuzuführenden Antheils von 10pOt. vertheilt und als Dividende ausbezahlt. Die Zinsen und die Prooision für die Vorschüsse zahlen sich also die Mitglieder selbst; sie kommen nicht, wie im gc° wohnlichen 8cbcn. dem Geldgeber zu, sondern verbleiben bis zum Jahresschlüsse der Kasse und werdcu dann als Dividende an die Mitglieder vertheilt. — Die «Temcsvarcr Ztg." meldet: Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Mer-böchster Entschlicßnng vom 12. Februar I, I. die Gründung einer Landwirthschaftgcsellschaftzu genehmigen geruht. Durch diese allerhöchste Gcnehnnginig erhält uuser Kroulaud eines der wichtigsten und fol> Neureichsten Institute, das sich um so gedeihlicher für den Znstand unseres Landes bewahren wird, als die einheimischen intelligenten Kräfte sich a» demselben recht zahlreich bcthciligen werden. Wien, 11. April, Eine höchst interessante Feier» lichkeit fand am Palmsontag in den Mauern Wiens Statt, eine Feierlichkeit, in welcher Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, inhaltsschwer an großen Erinnerungen und friedlichen Hoffnungen, in heller,: ei' eher Fülle sich einander verschlangen. In dcr Fürst Metternich'schen Hauskapcllc wurde die Taufe des jüngstgeborenen Sohnes >Sr. E^ellcnz des kaij. fran> zösischcu Botschafters Varon Vonraueney uullzogen. Die zierliche Kapelle, sowie dtc Vorhalle!, des Palais waren mit frische» Vlumcn reich geschmückt, ein freundlicher Glückwunsch für den Neugeborene», welcher mit der Schwelle des Lebens im» auch die oer h. kmho» lische» Kirche überschreiten sollte. Die sämmtliche» hier anwesenden Mitglieder der fürstlich Mettcruich'' schen Familie, sowie das gesammtc Personale der k. französischen Votschaft wohnten der heiligen Handlung bei, welche in ihrer erhebenden Einfachheit i» diesem glänzende» Kreise dc» Charakter eines rührenden Familienfestes aunnlnn. Sc. Durchlaucht Fürst Mette» nich war dcr Taufpathc, Se. Ezzcllenz dcr Herr Mi> uisttr Gmf Vnol-Schaucnstcin zeichnete sich als Zeuge, Nach Vollzug dcr heiligen Handlung vereinigten sich die Anwcscudcu zu einem geschmackvoll seruirten Früh> stücke. Mehrere Toaste wurden auf das Wohl des Neugeborenen, dessen Wiege ein seltener historischer Glanz als glückliches Vorzeichen seines späteren i?e-bcnslaufes umfl^ß, ausgebracht, wie auch dem hochverdienten greise» und noch so rüstigen Staatsmanne gewidmet, weichn- a„f seiner langen, thatcnreichen „ausdahn so oft das gute Einvcrständniß Frankreichs uno Oesterreichs zur Grundlage einer Politik des Frie-!i^.,"f ^"' ""'"'gen Wahrung dcr gemeinschaft. cf^.„ !s?,'^?l'^""^ Novara. welche i» einigen ^70?T me?«!7''/a'"''^"''' """"" wird. M. ^'r.^ ^ ^^"" '"" '""«e in Venedig gebaut, Ihre 'Ansl Mng h,t 80.0U0 ft. j» A»sp,nch genom-3"', Das Sch,fs „^ ^2 Knote» (Meilm) in der f ^ s?« '"' Kommandant derselben ist der n ^ D M°" "'WüUerstorff, der zweite Baron Beck. Das Marine-Personale besteht ans 16 Offi. ziere», 14 Kadetten. 200 Matrose», 100 Linie.» soloaten nnd 4 Schiffsärztc». Die wissenschaftliche Kommission ist zu,ammcugesetzt, „nd zwar für Phy-siologic uno Geologic: Dr. Hochwttr; für Botau.k und Zoologie: Dr. Franenfcld n»d Gelcber (Custos in dem k. k. Naturalicnkabinct); für dcu artistische» Theil: Laudschaftömalcr Ios. ',zclenyi N>r Ethnographie: Dr. Scherzer, »nd dän» dein Kunstgärtner Ielliuek. Am 19. April soll die Reise vor sich gchen und zwar von Trieft über Lissa (bis zu welcher Insel Se. kais. Hoheit dcr Erzherzog General - Gouverneur Ferdinand Max die Erudition begleiten dürfte) nach Gibraltar. Nio>Ianciro, Vuenos'Äyres, Capstadt, die Inseln St. Panl und Amsterdam (Madagascar uichi), Ceylon, Calcutta und die Nikobaren (wo die Expo. dition im Dezciuber anlange» und durch drei Monate verweilen dürfte), Sumatra, Borneo, Celebes, Manila (nach den Philippinen), China (Amoy und Hongkong), Formosa, (Japan nicht), nach Neu. Guinea/Anstralicn (Melbourne und Sidney), Neu-Seclaud, Neu-Kalifornieu, Gesellschafts-, Marquesas', Sandwich'Inseln, nach Nordamerika (San Frmicisco nicht), Canada, Mittclamcrika, Valparaiso, Kap Horn zurück »ach Europa, wo die Expedition auf den Falklands'Inscln einige Zeit anlegen wird. — In der Sitzung der k. k, geographische» Gesellschaft vom 31. u. M. hielt Herr f. k. Ministerial» rath Ritter v. Ncgrelli einen interessante» Vortraa, über die Durchstechung dcr Landenge vo» Suez. Für dieses Unternehmen sind die Geldmittel mebr als qe° necks, die Grundlagen dcr kooieto unive,'«e!Ie cl'Lx«. «uliui! sind vorbereitet und Herr von Lesscps ist auf ocm Wege nach England, um bei der Regierung die Zustimmung zu erwirken. Der Vizekönig von Egyp> >e» hat die Arbeiten znr Ausführung des Süßwasser< kanals von Cairo nach dem Timsah. See in großem Maßstabe beginnen lasse»; bereits sind dic Rigolen anf 30.000 Meter Länge ausgehobe» und die Tra. cirnng des ganzen Kanals vollendet, die Materialien für lie Schlcuße» besorgt und Maschine» aus Europa ciugctroffcu. Dcr Süßwasserkanal wird mit Ni!> dampfschiffe» befahren weioe» kö»»cn, den Arbeitern frisches Wasser liefer,, und ciue imfruchtbare Fläche von 200,000 Joch bewässern und fruchtbar machen. Bereits haben die Ncgicruiigeu von Holland und Rom eigene Kommissionen gebildet, welche dem Untcrnch. me» fördernd an die Hand gehe» solle». Italic» und Frankreich haben theils durch die Handelskammern, !kci!s durch wissenschaftliche Instinne ihre warme Theilnahme für das Gedeihe» öffentlich ausgedrückt: auch 1» mr»s. Der Herr Prästocut Haidinger sprach Herrn v. Ncgrelli den verbindlichsten Dank dcr Gesellschaft aus für die überaus anziehende Mittheilung über einen Gegenstand, der namentlich den Interessen Oesterreichs so nahe steht Bei der überaus großen Wichtigkeit desselben glaubt er dcu Antrag machen zu müsse», die Gesellschaft wolle eine Kommission ernennen, welche eine der hode» Staatsverwaltung zu unterbreileude Denkschrift zu verfassen hätte, um ihre lebhafte Sym> pathic an dem möglichst rasche» Gedeihe» dieses U>" lernehmens auszudrücken. Dirftr Antrag wurde all' gemein angenommen und i» die Kommission außer oem Herr» Prästoeiücn Haidingcr die Herre»: k. k. Sektionschef Freiherr v. Czörnig. k. k. MiMerial. rathe Ritter v. Negrelli u»d v. Ghega, die Freibcr. reu v. Andrla». v. Ncdei, und r>. Richtlwftn, Pro. schor Dr. L. Stein, Kussosadjimkt Kolschy und Se> krctär Focttcrlt als Witalie0 iietianischcu Aufsichtsschiffc zu Capooistria nnlcrzogc» zu habcn, Unter solchen Verhältnisse» »nißte Tries! stets cine um höchst untergeordnete Stelle im Handel ciü-nehmen; allein die mittelcuropäischsu Kaiser und ihre Nälhe erkannten zu sehr die Vortheile, welche seine geographische Lage ihm wie scincm Hintcrlande ge> ivähre» konnte, als daß sie sich scinc Hehimg nicht hätte» ernstlich angelegen sein lassen sollen, Hiervon zeuge» die verschiedenen kaiserlichen und crzhcrzogli-cheu Erlässe, und namentlich war es Karl > l., wcl> chcr Tricsss Heranbildung zu einem großen Handels' emporium erstrcblc und durch dessen Erhebung zuiu Freihafen den ersten und wichtigsten Scbritt hierzu lhat. Kar! VI. suchte vor Allem den Verkehr uou Venedig zu cmanzipircu und durch Vilruug cincr Kricgsmarinc scineu Absichten Geltung zu ucrjchaffeu. Trieft ftlüc sich durch die orientalische Gesellschaft mehr an dem ubelsee'sche» Haudc! betheiligeu; doch ivar sein Wirkungskreis immer ein beengter, weil die ihm verliehenen Freibafcurechte noch immer beschränkt ducken. In der That hob sich Trieft nicht in dem Maße als mau zu erwarten berechtig! war, was wohl hauptsächlich dem Umstand bcizumcssen ist, dap die oric'Nalische Gesellschaft ein Monopol behauptete, das sic zu ihrem Vortheile auszubeuten bemüht war, das aber fremde Kauficutc uüd Kapitalisten von der Ansiedelung zurückhielt. Die unsterbliche Kaiserin Maria Theresia erfaßte Triest's Aufgabe in ihrer gangen Nedeutung, Sie verlieh ih»> volle unbeschränklc Han> delsfrcibcit und bald gaben sich die ersprießlichsten Folgen kund. Der Redner erörterte hierauf in ^drängten Umrisst» den weiteren Gang der Handelsuerhält-nisse »uscrcs Freihafens uiücr Kaiser Josef und wäh-rend drr französischen Invasion, sowie sein Niederer-wachen ^um neuen Leben nntcr dem Schutze der glorreiche» österreichische» Negicruug bis auf "die neueste Zeit; er erzählte, wie einzelne hochfmnige Männcr, vp>i denen einige Nachkommen dem Vortrage beiwohnte» , den Verkehr zu befördern deslrcbt warcu und fein Opfer scheuten, um neue Absatzwege »nd H^.,. dclsverbinduiigeu jenseits des mittelländischen Meeres anzubahnen. Der ganze Vorlrag bildete eine eben so gnt durchdachte als anziehende geschichtliche Ucberschau, aus der wir besonders die Lehre ziehen, daß Tr i c st's Wohlfahrt auf seinen enge» Vezichuii-! geu zum Hinterlaude und auf einer möglichst erweiterten und ungehemmten Handelsfreiheit so wie auf der regen, uuermüdetcu Selbstthätigkcit und dem umsichtigen Untcrnehmuugsgeiste seincö Handelöstandes beruhe, welch? gewiß durch d!c nahe Eröffnung oer Eiscnbah» einen nrnen erimilhigeliden Ainricb crla» gn, werden, (Tr, Ztg,) Venedig. 9. April, Der hochwürdigste Patriarch von Venedig ist nach längerem Leiden heute Vormittag um li Uhr verschieden. Der Leichnam des Verblichenen wird im Pattiarchalpalaste durch 3 Tage ausgestellt, und dann i» der Gruft der Kirche (!<>!!!» ?»!ui'm »li ,«il'!>!!<' beigesetzt. Die Leiche des verstorbenen Generals der Knual-lerie, Grafen Iicqnelmont, wurde heute uon seiner Wohnung in einer prachivolleu Gondel, der sich mehrere andere Gondeln der hohen Militär- und Zivil-Autoritären, sowie der meisten hiesigen Nobili ansch!os> sen, an die !(ivn ät^Ü ^oiavoni gebracht, nno o^:t vo» der Geistlichkeit eingesegnet. Zu dieser Tranerfeicrlichkcit ist an der gc»an»!cn liivü 'unter dem Odcrkommando des prov. 8, Armee-korpskommandaittcn Hern, F. M. L. von Susan die ganze dienstfrcic Garnison, 4 Bataillons Infanleric stark, mit 2 Musikbandeu ausgerückt, welche die üblichen'Salven abfeuerte, die von deu Baltcricn St, Oeorgio !i Mal erwiedert wurden. Hernach begaben sich die Truppen auf die Piaz-zctta, wo sie'vor Sr, kaiscrl, Hoheit dem Herni Erz» Herzoge Ferdinand Man'üilm» uon Mc. dem Herrn IM. Grafen Nugent, FZM. v. Gorzkowski und aw dcrcn Generalen dcfilirteu. Der Leichnam des Veiblichcncn iü h>n' einbal-'>milt wo>den und wird morgcü nach der Familien' grufi auf die Herrschaft Töplih ,n Vöüiüc» gebrach! werden, Priester Ztg,) Deutschland. F r ankf u r t a. M,. 6, April, Mchv als ö00 Arbeiter, nämlich alle u, den acht Hasenhaar-schncidereicu uon hiev,, Hemau, Offenbach', Vockcn^ , heim und M'denad beschäfiigtc!, Gel'ilfei, habeu schon in der vorigeu Woche an ibrc Z^bnkhnrcn das Än> suchen um Erhöhung ihres Wochcnlohns gestellt und da sie bis heute ohne befriedigende Antwort geblieben, ihre Werkstätten verlassen. Der bisherige Lohn fi'ir >W Stück Haftüftlle zu schee,.» war!i st. >W Slück sind ungefähr die Anzahl, welche eiü Arbeiter in ci. ner Woche feltig dringt. Statt 3 st, verlangen die Beschwerdeführer 6 fl. In ihrer Eingabe führen die Arbeiter an, dl',ß das Schceren der Hasen > und Ka»! niüchenfl'IIe mit t>n süh!b,nftc!> Nachthnleü für die Gcsiinlheit uud Lebensdauer der Ha^nschüsider ucr-buudcu sei, iudem sowohl dc? feine St>n>b dcr Felle, als auch das angewendete Quecksilber uud Sch'ioe-wasser einen vergiftcntsn Einfluß ausübe. Diese Aus' opfenmg an Lebenskraft und Lebensgenuß, welche das Geschäft crfordcre, dürfe füglich auf eine cutspie' chende Lobucrhöhung Anspruch inachen. Heute sind alle 30l) Aibciler aus uorgenaniuen Orten hier zur weilcrcn Vesprcchnng, wenn keine Willfahinüg erfolgen sollte. Steil! n, 6. April, Gestern ^'achmitiag 3 Uhr kam hicr dcr englische Schrai,be„dainpftr „Ger-trude" au, das erste hier eiiigctroffcnc Schiff, welches den Sund zollfrei passirlc. Es lvurde von ei. i',.r Priuatgescllschaft auf einem Dampfschiffe eingc. holt. Die offizielle Demonstralion nnicrblicb vorläufig, indem die Vorsteher dcr Äanfiuanuschaft be> schlössen haue,;, dieselbe erst bei Ankunft des ersten preußischen slüwzoliflvien Schiffes stattfinden zn lassen, ItalieniflHe Staaten. In Turin besteht bekanntlich ein Konvikt, in welchem 127 junge Lcutc iü Folge uou Stiftuugcn, testamentarischen Vcrfügungeu u»d internationale!! Verträgen gänzliche P^rpftegung erhalten, um ohne Sorgen den Smdicn obliegen zn fcmnc». Vor einiger Zeit habcü nun 8!i Zöglinge dieses Kon-cifis i» ciner an die ziocilc Kaninicr gerichteten Pe> titiou die Schließung der Anstalt verlangt; sie mcin> tcu, es sei ihucn uicht Freiheit genng in dem Insti» ti>t gelassen, man möge dasselbe sperren und ihnen die bezügliche Unlcchalts-Quote m Geld zukommen lassen. Die Kammer nahm die Petition an. Das Ministerinn! hat eine Kommission behufs weiterer Untersuchung ernannt und dcr Gonvcrneur dcr Anstalt au die Väter der Zöglinge geschrieben, um ihre Meinung bezüglich dcr Petition ihrer Söhne einzuholen. Auch vou der Kammer ist eine Kommission mit der Untersuchung dieses Gegcüstandcs beauftragt worden. Tic „Armenia", welche diese Vorfälle eincr Er-örtcrnng unterzieht, sagt, Kammer und Ministerium hätten die Disziplin der Kollegien beeinträchtigt, indem sie der erwähnten Petition dcr Zöglinge cme gm,z unucroicntc Beachtung zugewendet; an unlieb-samei Nachahmung werde es uicht fehlen. Weiter sei es absurd, vie Schließung eincr von den ersten Anchorilatcn als ansgezcichnct. n!s Umcum bctrack-teten Anstalt auch nur diskmircn zu wollen; eiwNch könne eine solche Schließung ohne Verletzung K'tznuit' Iigcr Anordnungen u,l0 solenner Verträge gar nicht staitsindcn. Dem „Diritlo" zufolge hat oie pilmcmtesische Regierung über die Verhältnisse von Mcntone und Noceabruna und ihre Berechtigung auf den Besitz dieser Gebiete eine niit den bezüglichen Dokumenten versehene Denkschrift drucken lass?», nm sie an die fremden Kabincte und Legationen zn schicken. Das „Gioru. di Roma" vom 2. d, M, veröffentlicht das folgende, uon dem Minister dcs Han-dcls -.nid der öffentlichen Arbeiten an die Vorstände dcr Provinzen gerichtete Rundschreiben: „Es ist Ihnen bekannt, daß der h, Vater die Konzessions-Dckretc bezüglich der Msenbalme» uon Rom nach Civitavecchia und von Nom nach Fo° ligno, Ancona, Bologna und Ferrara genehmigt lwt. Die päpstliche Regierung wurde bei dcr Verleihung dieser Konzessionen von fegenden, Vetcach-tunqen geleitet: Sie erwog, daß die Anwendiüig solcher Vcr< kchrsmittel täglich ausgedehnter wkv uiid daher im Kirchenstaate ebenfalls nicht länger hinausgeschoben werden kann, und daß es ferner angemessen sei, den Zugang nach Rom, dem Zentrum dcr wahren Religion, allen Jenen, die daselbst die Gräber der Apostel ucrehren uud sich der Gegenwart dcs Stellvertreters Jesu Christi erfreuen wollen, zu erleichtern. Sic war ferner dcr Alisicht, daß die Auffordc-! rung, frcmdc Kapitalien auf ihrem Gebiete anzulegen, ihren öffentlichen Kredit zu befestigen, Ackerbau uud Handel iordcrn und zu schnellster Erledigung dcr Geschäfte zwischen den Provinzen nno der Hauptstadt führe,: müßte, der große» Anzahl dcr Handwerke und Arbeiter nicht zn gedenken, welche anf diesem Wege Beschäftigung und Erwerb sinden werdcn, Der h, Vater hat zu gestailen geruht, daß seiu hochverehrter Name au der Spitze dcs Verzeichnisses der Aktionäre erscheine. Da mm dcr Moment d,r Asiiencmission für die obcrwähnttn Eisenbalmeu heranrückt, so nehme ich Jure Thätigkeit zu dcn geeigneten Schritte» in An> spruch, u,ü nicht dem Ausland bezüglich ciner uns so nahc angehenden Angelegenheit nachznstthc». Ich ersuche Sic daher, nach oc» Eigenthümlich' keitni Ihrcr Provinzialaomimstvation die Gcmcinoen, die Haiicels- mW gewerblichen Institute aufzusm'-dcr», damit sie iu ihren respcktiucu Wirkungskrei sen sich für dieses gemeinnützige Unlernehmen ver-! wenden. Aus Nom, 2. April, wird gemeldet: Der HI. Vater haue den Gras>u Carpegna, ehemals Haupt-manu dcr päpstlichen Truppe», doch wegen seiner Theilnahme a» den regierungsfeindlichen Bewegungen wahrend dlr Republik von dcr Zensur einsetzt, uo>.' liuiger Zeit begnacigt uud ihm den Eintritt i'»s Militär ivic?cr gestattet. Dic Gnade dcs Papstes ist letzt noch !vcit,r gc,,>',»^c!>: Oraf Caipig,:a ward znm Kommandanti-n der Star» Ancona einannt, in so weit derselbe von dein östcrreichischen Festungskom-Mandanten unabhäligig ist. Frankreich. Paris. 6. Ap'.il, Iu dcr lctzien Zeit siuo eine Menge verdächtiger Personen vo» der Polizei ans Paris culferut worden; die in der letzten Woche erfolgten Verhaftungen wurde» fast sämmtlich außerhalb der Barrieren vorgenommen. In Toulon ist der. Bcfehl cingclmifcn, sogleich drei Tampfkanonenboolc zu armirc», welche für das chinesische Geschwader dcs Konlreadmirals Guerin bc° stimmt sind. L-tzterer soll znm Vizeadmiral crnannt werden. Der Telegraph hat uon einer Pariser Korrespondenz des «Drcsd, Ionrn," über dic Haltung des kaiserlichen Kabmcts in der dculsch-dänischcn Streitfrage bcrichtct. Hier dicsc Korrespondenz vollständig: „Während die „Patric" jiingst erklärte, mau be> trachte hicr — i» Paris — diese Frage als eine wesentlich deutsche Angelegenheit und sei weit cittfcrnt ihr diesen Charakter zu ciitzichen , hat sich das „Pays" als Autwort hicranf in cinem überaus dänenfteund' lichen Artikel ausgesprochen uud dadurch hie und da zu dem Glauben ucrleitct, als werde diese seine An-schauuugswcisc auch in den maßgebende» Krciscu gc-thcilt. Diese Annahme ist indessen eine völlig irrige, Frankreich hat i,i dcr Holstcin-Lauenburg'schc» Augc-Icgcnheit die Kompetenz des deutschen Bundes nicht bezweifelt, es hat ferner nicht nur, wie uou ciuigen Seiten behauptet worden ist, eine wohlwollende Zu-rückhaituug gcgcu die deutschen Staaten beobachtet, sonoer» überhaupt eine Stellung eingenommen, welche ocr Entscheidung dieses Konftikics ini deutschen Sinne nnr förderlich sei» muß. Wie mir nämlich vu» gut uuterrichtcttr Seite versichert wird, hat das kaiserliche Kabinct die neuesten Schritte dcr dcutschcn Groß' mächte in Kopenhagen ausdrücklich unterstützt, und es ist unter diesen Umständen wohl um so mehr z" tioffcn, daß diese Schritte in Kopenhagen nicht ohne Erfolg bleiben werden , als m,cb Rußland sich zu Ouw steu dcr deutscheu Mächte ausgesprochen u»o sciuc Gr> sandten demgemäß instruirt hat. Daß das Kabmct zu St. James sich der Auffass-mg Fraukrcichö und Rußlands anschließen werde, ist allerdings noch zu bezweifeln." Aus Marseille, 7. April, wird telegraphirt', „Die Grtrciocpreisc sind im Sinken; die jüngsten EiN' kaufe betragen 8N,NN0 Hektoliter, Dic Saaten stehen iu der Provence, im Languedoe, in Spanien, in Italien nnd Algerien ausgezeichnct. Wic cö hcißt, wird, die Aiifhcbnng ocs Getreide» Ansful'rvcrbotcs im itönigrciche beider Sizilien nicht lange mehr auf sich warteu lassen." Graf Walcwski soll am 7. d. M. dem Fürstcn Danilo uou Montenegro wiederholt d?» förmlichen Wunsch der französischen Ncgierung auZgcsprochen ha< bcn. ih» nnvcrwcilt in direkte Bezichnngcn zu dem iinkischcn Gesandte,: in Paris treten zu sehe». Mau glaubte iu Paris, daß die Etikette-Frage nunmehr einfach bei Seile gelegt wcrdcn u»d bereits iu nach» ster Zeit der Tag festgesetzt werde, an welche»! Fürst Dauilo dem türkische» Botschafter cincu Besuch abstatte» wird. (Ocff. Ztg,) Großbritannien. London, 6, April. Ihre Majestät die Kö< nigin erwartet ihre Niederkunft im Lansc dieser oder der nächsten Woche. Ihre Majestät erfreute sich bisher des vollkommensten Wohlbefindens. Erst seit l vorgestern hat sie ihre Theaterbesuche eingestellt und empfangt nnr die F.nnilieumitgücdcr bci dcr Tafel, Lord Palmcrston bat i» Erwartung dcr königlichen Nicdcrkuiift «jeiue beabsichtigte Reise uach St, Leon-hard verschoben nnd wird vor Zusamme»!rilt dcs Parlaments (vielleicht am 8, Mai schon) einige Tagc auf seinem Gute Broaolands zubringen. In Woolwich sind vorgestern in Gegenwart des Kriegsministers, des Herzogs uon Cambridge, Ferii" Khans und vielen hochstehenden Offizieren »cuerdi»^ interessante Schießübungen uorgeiwmmeu worden, l'^ welchen es sich, wie mau sc>gt, herausstellte, daß ;»r Brandstcckiing vo» Schiffen und anderen Od»>'ktei> hohle, mit geschmolzenem Eisen gcfülltc Kugeln o>^ ',wcckmäüigcr als glühende Stückkugcl» sind. MW das Fülle» der Geschosse mit geschmolzenem Metal soll schneller als das Glühcndmachc» derselben "e werkstelligt werden kömic». >Z George Hudson, dcr Eiscnbahukönig E''^"'^ ist durch seine Wiedcrwählnng für Sunderlano o Schulothurme cnlgangeu. Mr. Hudson schüwet no. !N0.00l) l'str uno seine rachsüchtigen Gläubig" u »HU hörten 5» denen, die über die Parlamentsanstösuug am meisten jubelien, Der Zauber war geschwunden, den das Mitglied besitzt uno Hudson war i,i ihren Klan,'!,. Aber als der Sheriffs-Beamte den Unglück» lieh,'» Mssen wollte, lächelte dieser: ,,Sic kommen zu spät, ich kandidire," Auch Parlamcuts-Kandiratcn sind in dcn Augen der Ziuilgcrichte unantastbar. Man kann sich denken, mit wie verschiedenen Empfin» düngen der Kandidat und der Manichäer» Büttel dcn Gang des «Pol!« beobachteten. Kein Wettrennen macht so athemlos. Die Er-Majestät ram nut sehr wenigen Slimmcn durch, alier sie ist jedenfalls auf einige Jahre gerettct. So erzählt der «Berwick Advertiser," Türkei. Aus Bukarest, 25, März, berichtet mau der Allg. Zlg.« : Iu der Vorstadt Bukarest's, die dcn Namen Isuor trägt, und deren vereinzelt stehende kleine Häuser bis nahe an das Kloster Gotrotschcn reichen, wo die letzte hier befindliche türkische Garnison liegt, wurde am 21. März (Sonnabend) Abends noch vor 10 Uhr eine Gräuclthat uerübt, die das Kainszeichen der allergefühllosestcu Nohhcit trägt. Dort wohnte iu einem kleinen Häuschen als Pächter einer kleinen Maierei ein braver Württemberger (Namens Friedrich Niebcr aus Ebiugcn, seines Standes ursprünglich Strumpfwirker, vierzig Jahre alt) mit seinem Weibe, einem Knaben von sechs Jahren und einem Säugling uon sechs Monaten, Gegen 9 Uhr Abends (21. März) hörte mau an die Fensterläden des Häuschens klopfen. Vald darauf wurde mit dem Säbel au de» Fenstcrstöckcu gehackt. Drei Kerle wit ^ Sporen, uud gauz wie türkische Soldaten gekleidet, ^ stiegen ein. Sie verlangten Geld, Der arme Manu hat keins, Darob ergrimmt, schlagen die Teufel Vater uud Mutter mit der Mt des Vaters todt, so zwar, baß dieselbe in des Vaters Haupt haften blieb. Dann setzten si,e den Säugling iu der Eltern Blut und drohten dem sechsjährigen Knaben — einem hcrzlicbcn Jungen -— ihn auch umzubringen, wenn er uicht schweige. So sagte der kleine Knabe aus, den sichtbar Gottes Hand gerettet hat, und der nun auch deu gefiüchtetcu Mördern bald folgte, um iu seiner Todesangst Hilfe zu snchen. Der Nachbar, d. b. der Bewohner eines etwa zweihundert Schritte entfernt liegenden Hauses, zu dem der Knabe sich flüchtet, uud der das Kindlein im Hemd auf dem frisch gefallenen Märzschnec anfangs für einen Geist hälr, hatte wenige Augenblicke vorher sieben nach der türkischen Kaserne zu eilende Soldaten bemerkt, und war durch deren nächtliches Uinber-wandcln selbst beunruhigt. Er erfährt min uon dem Kiud die Gräuelthat uno macht augenblicklich Lärm. Trokdcm l>at die Untersuchung, bei der Lauheit der walachischen Behörden, denen die That sofovt gemeldet wnrd5, noch zu keiucm Resultat gcfühn. Dem k. preußischen Generalkonfn! Frcihcrrr. v. Meusebach — die Gemordete» standen unter preußischem Schutz — wurde der Gräuel sogar erst am folgenden Sountag früh um cüf Uhr, und da zunächst au? Privatwegc angezeigt. Daß sich derselbe sofort nach der Stätte des Doppelniordcs begab, versteht sich von selbst. Seine Rathschläge und Anordnungen, wie mau die Spuren dcr Mörder weiter verfolgen röuuc und solle, waren trefflich — aber die walachischeu Behörden, die in solche,! Fällen thätige Hilfe zu gewähren hätten, han> oelteu nicht darnach, sondern blieben lau. — Lau?! Wird die Welt es bloß so nennen, wenn man erfährt, daß die Leichname der Gemordeten sogar ohne jede ärzt-liche gerichtliche Untersuchung, dnrch welche doch bc-launtlich immer erst ein Mord als solcher konstatirt werden muß, begraben worden wären, wenn nicht eben durch das energische Auftreten des genannten Generalkonsuls die Sektion, aber eben erst Dinstag Leu 24. März Früh zehn Uhr. also beiläufig 60 Stunden »ach der That, wäre veranlaßt worden?! Gegenwärtig geht nuu die Untersuchung, zu der eine gemischte Kommission eingesetzt wurde, eifriger vor sich. Man schreibt dem „Pesther Lloyd" ans V.'lgrad 4. April: „Vor mehreren Tagen kündigte die Dampfschiff-fahrt-Gesellschaft Matthis, Magnau, Parrot nnd «ompagnie mütelst Plakate in französischer, serbischer, "nm„ '" ""b griechischer Sprache die" Abfahrt des! 'mn 1 Ä»".,"^ Wtt'di» und Galacz au. Nachdem " genden bes „>','^ ^"'m fs,r die lütteren Donaügc. Bord des Schiffs """> ^geu «0 Passagiere am Dampfmaschi„e 'al^ ?^"r ^'"'" die Heizung der gcnder Quantität cnl.,^ ""^ Dampf in genii-<" Bewegung setzen w 3 ' ""' "nd das Schiff sich j aus nicht lichten. Nach «^ ^ '"" der Anker durch-erst konnte das Schiff iu Gani""'^'''^"' Vcmühnng zwar mit voller Kraft. Der neu '^ '""^"'' ""^ Pitän Belle E>,fa»t führte iu Pcrson"^^"'""^ ^"° der. Vald jedoch gencht das Schiff .? Steuerru-schrn Ufer der Saue an'ö Land Ein ^"""''' brachte es wieder in die entgegengesetzte 3^3""'^"^ es e,lte mit voller Kraft an's serbische Uf!^ "''V"" das österreichische Stchschiff , zertrümmerte dessen Brücke, ging mit dcm Vordcrtheile an das ftachc User uud stieß mit großer Heftigkeit an das Uferpfiastcr wo es fest sitzen blieb. Dcr Stoß während dcS AMI-zcus war so stark, daß zwei Malrosen, welche aus dem Vorderdeck standen, über die Barriere des Vchch fes auf das Uferpflastcr herausgeschleudert wurden, ohne sich jedoch zu beschädigen. Nun wurde versucht, oas Scluff fiott zu macheu, was aber uicht gelingen kounte. Die nächste Nacht stieg zum Glücke das Saucwasscr mit 1'/» Fuß und hoo das schwergeprüfte Schiff so weit. daß es wicoer schwamm. Nun wurde abermals geheizt und abgesegelt, aber kaum ans der Save in di/Donau gelaugt, saß es abermals auf, machte sich jedoch in sehr kurzer Zeit fiott. Das war die letzte Irrfahrt des „Lyonuais" hier, uno wir wer-den schwerlich mehr Gelegenheit haben, es so freudig wie voriges Jahr im Juli hier zu begrüßen, da es von uuu au zwischen Wiodm uno Galacz regelmäßig fahren wird. Der achtmonatliche Aufenthalt dcö «Lyon-nais« hier lostet über IU0.UUU Fr.» In den Instruktionen des als Gesandter nach Petersburg abgehenden Nizza soll er, wie man meint, ans Lord Rcdcliffcs Eingebung, beauftragt sein, Rußland zn verstehen zu gibeu, daL der h. Pforte das LooZ der unabhängigen mchamceanischcn Staaten in Asien so wie die Bestrebungen dcr russischen Politik daselbst nicht gleichgiltig sein können; ferner sich zn Gunsten l dcr verfolgten Muselmänner Georgiens und Schir-vans zu verwenden und endlich die Ansprüche auf deu Besitz und die Einkünfte der den Moscheen und anderen Wohlthättglcitsaustaltcn in Koustantinopel ' gehörenden Güter in der Krim geltend zu machen. Von dcr montenegrinischen Grenze bringt der „Vf." folgende Mittheilung: Der ehrwürdige 97jäh-rigc Vater dcö verstorbene» Lladika. Großvater des Fürsten Danilo und seines Vrndcrs Mirko, wurde uon Letzterem iu Njegns mit Arrest belegt, weil er beschuldigt worden ist, enß er die Flucht seiner Schwic< gcrtochtcr, der Geiualin seines Sohnes Georg Petto-vie, Seuatspräsidcnten, begünstigt yat. Das Volk uahni sofori drobeud Partei für ihn. Dcr Senat setzte den edlen Greis wieder iu Freiheit, uerurtheiltc ibn aber — im Sinne des neuen Code? zu einer Geldbuße uon 14 st. CM, Das Haus des Georg wurde geplündert und verwüstet. ^ — »„ . ^_ —„„ »», __ ^„ j Tagsneuigkeiten. ! > Der Gipfel des Chimborazzo ist, wo nicht be-!rrits vollständig erstiegen, so doch vollkommen crstcig-bar. Als A!eranver u. Humboldt mit seinem Frcundc Vonpland am 23. Juni ,802 den Chimborazzo, der ! damals für ocn höchsten Vcrg dcr Erde galt. cr, ^ steigen wollte, »nißle cr auf «909 Metres Höhe um, ^chrcn, da eine Felswand ihm unüberstcigbar cntge-!gc» trat. Auch Vouissii'gault, dcr Zweite, welcher die Ersteigung versuch:,-, gelangte am 16. Dezember 1831 ,uur bis 6004 Metres, also um 96 höher als Hum> j boldt. Das „Ionrnal des Debats" v. 18. Februar ! bringt ans dem „Echo du Pacifiquc" vom 3. Jänner 'ein Schceibc:, des französischen Reisenden Jules Nemy, !der in Begleitung des englischen Reisenden Vrenchley am 3. M). 1886 dc» Berg vou einer anderen Seite ans bestieg und, obwohl hoch oben uon dichten Wol> kenschleiern umhüllt und durch ein heftiges Gewitter zum Rückzüge genöthigt, dennoch ans 6343 Metre's Höhe — c>rr Vera ist nach Humboldt'H trigonometw scher Messung 6^44 Metres hoch — hinaufgclangtc und dott^ ciu Feuer anmachte. Ob Ncmy vollständig den Gipfe! erreicht habe. mag streitig sein, doch daß dieser erreichbar sci, stcht jetzt anlicr Zweifel. Die Luftsiiule war auf jener Höhe noch vollkommen zum Athmn, ausreichend, die Knrzathmigkeit und dic sonst bei Ersteigung folchcr Höhen berichictcn Erscheiunngeu wurdeu. wie Rcmy ausdrücklich anführt, wedcr von >hm noch uon seincm Gefährte» wahrgenommen. ^">!,^'^^""" ber Zuauen auf dem Long-iäamps denn Voulogner Holze bemerkte der Kaiser Napoleon ei» Soldatenkiuo iu den Ncihcn der Zna->ven "»d klopfte ihm freundüch «uf die Schulttrn. Dcr Knabe benutzte diese Gelegenheit, »m dcn Kaiser .ganz ungemrt zu fr,grn: ,.W„rum ist denn der fai. ,er,lche Prinz uicht bri den Zuaveu?« - ..Mein Kiud" erw-ederte Lon,s Napoleon, «ich habe ih» zu ,.en Grenao.eren gethan.« ^ ,.D„s wciü ich, aber wir wollen auch Eiuen und das recht bald " — Dcr Kaiser lachte und sagte: ..Das mnsit dn dcr Kaifc-rin sagen. die geht oas cigcmlich an. komm mit z» ihr." Er mchm den Knaben mit sick und brach'c ihn dcr Kaiicrin. die sich nicht wcnig über den drolligen Einfall des Knaben bslnstigt haben soll. l Der Professor dcr Philologie a» der Universität Tübingen. Dr. Walz, ist dieser Tage gestorben. ^ Im Gebute dcr Chemie wurde unlängst eine großartige Erfindung gemacht. Dcr Apotheker Lnigi l5auez;ali in Lodi brachte es nach lauge» Studieu dabin, die Seide dirckr mis dcu Maulbeerblättern ssatt no» den Raupen zu gewinnen. Die wieverhol' ten Versuche gelang:,, bis jetzt alle zum Erstaunen aller Anwesenden, (Tricster Ztg.) Telegraphische Depeschen. Paris, 10. April, Der Bankausweis ist er° schienen; vermehrt haben sich der Varvorrath um 12'/,. das Porlifeuille um 29^ , der Notenumlauf um 14 Millionen Francs; vermindert hat sich der ocmln ooi--i'«»!.L des Staatsschatzes um 24^ Millionen. Nach der „Patrie" wird Se. Majestät der Kö< mg uon Vaicru am lti. Mai d, I. zu Paris erwa» let, Großfürst Konstantin werde am 1. Mai eintreffe,,. Berlin. 9. April. Ein Pariser Korrespondenz, artikel des «Dresdner Journals" versichert, Frankreich unterstütze in Kopenhagen die ueucsten Schritte der deulscheu Großmächte. Aus den Dardanellen, 2. April. Nachdem die britische Flotte dcn Bosporus verlassen hatte, cr> ließ die Regierung eine Weisung an deu hiesigcn Gouverneur, bei Nacht Segel» und Dampfschiffe nicht passiren zu lassen, Neueste Ueberlanopost. Bombay, 19, März. Die Truppensendungcn nach dem persischen Golf sind eingestellt worden; ob. gleich es hieß. daß das persische Heer sich abermals konzentrirc. Eine Expedition unter Chamberlain wurde gegen deu räuberischen Stamm der Vozdarcn unternommen. Aus China sind keine neueren Nnchrich» tcu cingelaufen. Handels- und Geschäftsberichte. Arab, 8. April. Im Laufe der Woche kamen einige Verkäufe uon Kukuruß an Vrennerei^Vesißer » 8"/, fl. auf Zeit, zu Stande. Die verkauften Quai,-titäteu belaufen sich auf einige tausend Mehen. Aalb» frucht wird « 1< fl. 13 kl. dis 11 fi. 30 kr. gerne genommen, im Verkehr mit den übrigen Frnchlsorten herrscht die alte Leblosigkeit. Spintns hat den nominellen Preis vou 27 lr. sammt Gebinde. Gebirgsweine werden vou Pesthcr Häusern lebhaft gesucht und kamen in diesem Artikel hier diese Woche namhafte Abschlüsse zu Stande. Papa, 8. April. Ein nicht unbedeutendes Qua»' tnm Getreide ist uon Seite der hiesige» Herrschaft dieser Tage lizitando verkauft worden, uud zwar: Wci;eu 800 Mtz. ü 3 fi., Korn 1200 Mtz. ü 2 fi., Gerste 2600 Mtz. li 1 fi. 30 kr., selbst bei diesem vermeinten niedrigen Preise hatten sich schon die Er> stcher verrechnet, überhaupt dürfen selbe sich uicht bene thun. Hafer und Kukuruß erfreue» sich noch einer gnteu Haltung und sind mit 1 fi. 30 kr., letztere » ' fl, ö4 kr. pr. Mtz. leicht au den Mann zu bringen. Die Ncl'sftflauie in unserer Gegend berechtig! zn den l,choiwcn Erwartungen, und dcr Frost hat hier uicht ,,m Geringsten geschadet. Spiritus ohuc Umsah uuh Leben, mit 24 kr. pr, Grad kaum zu begeben. Die Produzenten haben Vorräthe lm ml>«5<: lagern, und sind zum Abgeben sehr geneigt, hingegen ist der Kon. sum ein so schlechter, daß mau einen noch gedrückter« Preis mit Necht erwartet, da es an Treber und Sl!» uovih auch nicht mangelt, uud selbe mit 24 fi, icsp. lä fl. pr. Eimer 20gräd. sammt Eiscugebiude leicht herbeizuschaffen sind. Baja, 6. April. Das schöne Frühlingswcttcr ist dcr Vegetation sehr ersprießlich uud stehen die Saaten vortrefflich, was die Oekonomen geneigter zum Verkauf ihrer Vorräilic stimmt, und sind auch die Zufuhren am letzten Wochcnmarkte weit reichlicher als dieses bisher dcr Fall war eingctroffcu. Noch stärker dürftcn diese zum nächsten Georgimark! anlangen, wo ciu weiteres Zurückgehen der Fruchtprcise kaum aus> bleiben dürfte. Daß dicß im Iutcrcsse dcs hiesigen Frnchthandcls erwünscht wäre. ist austcr Zweifcl, da bishcr die Preise unseres Platzes durchaus i» keinem Verhältniß zu denen dcr obern Verk,'ufsplätze standen, und Vaja durch dieses Mißoerhältniß die Bedeutung eines regsamen Einkaufplapes fast einbüßt. Wir uotircn: Wei;eu 3 fl.—3 fi, 23 kr., Korn uuo Halbfrucht < fl. 44 kr,—2 fl,, Gerste 1 ft, 28—36 ' kr,, Kukurutz 1 fl. 32—3«kr., Hafer I fl. »6—17 kr. per Mtz. ____________________ (Pstd. L!d.) Getreid - Durchschnitts - Preise m Laibach am !!, April I857. Gin Wiener Metzen ^»"p'nft ^gaji.,«. Wciz^l! ...... __ ^. ^ « 2» K°r,i...... ' ' ^ ^. 3 l« Halbftucht , . ' ' ' ^! — 3 i« Gcrsle . . ..... — l - 3 - Hirsc . . ' ' ' ' . ^ j — 2 »« Hcidc» ....'...,"! ^ 2 44 Hafer ...'.'..., ^' j ^ '^ « Druck und __ ^_ ^ ^ ^_____ „......^^ ________________ , Vörsendcricht l aus oeiii Abendblattc vcr österr. kms. Niener Zeitung, > Wien 11, April, Mittags 1 Uhr. ! ' In F^Igc bcsftvcr Notinmqe,! dc^ Auslandcs n>n' schr gim- ! ftige Stimmung v^'ni Anf>n,g bis ziü» Echwsft, ^ fänfiichc Wa« uorhandcn, < 3!»ch Vanf-Akticn bclicbt, Für dir üdrisscn Industrie-Papicrc, du i>,!n,cu Vahneu nicht an>zge»om»!c!i, einc steigende Tendenz, Devisen fiail, mehr Vrirf alj Geld, National-ÄulchlN zu 5",' 85'/. "«5V,s Anlehcn v, I. <85> 8, L. zu ',°/. !»!-!»3 Lomb. Venrt. Anlehcn zu 5 7« N«l—96 '/. Stac>tsschuldvc,schv>ib>lnqcn ,» 5',' dü V, ^83 V. detto ' " „ «,'/. V. 7» V. -7-'' V. detto „ 4°/» '. tcttu « l'/. !«7,-i»7. Gloggüitzcr Oblig. m, glück,, ,, ) °/„ «t!----- Oedcnburgcv dctto detw „ 5 V« "^----- Pcsshci ' dltto tetto „ 5°/» «5----- Mailänder bett« dctto „ i°/. N^------ Ornndent!..Oblig, «. Ocst. „ 5°/« 38-8» 7. detto v. Galizien, Ungarn,c. zu 5 °/„ 7» -7»'/. detto der ül'rigcn Kronl. z» 5 °/„ t<« -8« 7, Banlo - Obligatioülü zu 2 7."/» 62 7^ ^«>li Lotterie-Nnlehen v, I, >«34 33«-3^U l dctio „ «839 !3!,°/«-N!''), delto „ !85i zn4V» lW >'z-N!9'/. Cmno Reutscheine !i 7«^>i '/. Galizische Pfandbriefe z» 4 "/„ 77—78 Nordbnl!!!-Prior,-Ollig, zu ,', °/» 8!g. „5"/» t«5—8 °/» 80—9! >!"/« Priont.it« Ol'lig, d«r Eia.us-Üisenbahn« Vcslllschaft z» 275 Frank« pr, Siiick ! >2 - l!3 Altien dcr Nationalbanf !0N—l0>3 ZV„ Pfautbncic der Nationals»? I^monatlich« ^>,,/__<>y >/ Aktie,! der Oestcrr. Kredit-Aussalt 2U8'/ —2n9 ^' „ N, Ocst. Eökomptc-Ges. !25'/^j2H , „ Vudweii-i!iuz-Giuundmr- ' Iiscnoahn 288—270 „ Viordbahn ÄT?—227 7. „ Staatseiseub.-Gesellschast zu ' .' 500 Franks 302 7.-3"2'/. ,. „ Kaisenü-Elisabctli-Vahn z» - 2«'U ß. unt 3<» M. Vinzalllung N>! 7. ^U»! °/. „ Snd-3>orddc„tsche Vcrbinduilgsb, 108'/."l08 /, „ Thciß-Vahn l«2',-U>3 „ „ Lomb.^Vcnet, Eisenbahn 258 72"^"" „ Kaiser Franz Josef Oricntbahn 2»5—2!>5 7, „ Triestcr Lose ^ 103 7.^03 7. „ Donau-Dampfschiffsal'lts» Gesellschaft 686—ö38 „ „ detto l3. E,!,i,7ion M!-<8,> „ des Lloyd H'^4-436 „ der Pestber Kettenb.'Gcftllschast 77—78 „ „ Winur Dlimpfüi^Gesellschast 67—»^l,0 7. St Gei'.oi« , 38 7.-3!) ValP, „ ^«^3« 7. «lan, „ 39 7.^39 7, Anzeige dcr liicr angekummenen fremden Dc» !!. April !857, Hr, Graf Frstetlcs, k, k Obrist, v-i, Mail«nd ^ Hv/Schehk°, k,,k, M>aj°!', von Trieft — H>, H.'ar^» Kai winsky, k. k, Hanprmam,, r°ü P«q, — H>-, Tesch"'dl''g, k, k, Riilmeist^r, r°n Trieft, — Hr v Pas,), Gutöbcsitz^r, ?°» Görz, — Hr, v. Ka-lmiowski. ,»ss. G.ttödlsitze,^ mid - Hs, Fehr, Ha»,-delsma,',". v°» Wie,,. - Hr. P"lco, Haodelim«,,,,,, vo« Kciilstadc. Den i 2, /->r. Themis, k, l Felc>ma>ichall- L,eil!.-.-i,nnr, - Hr Pettavich, moi'tenegr. Sel'als-Prä>!dent, — Hr, Medakovich, monceüegs. StaHis.-Sekrelai-, — Hr 'Aenitza, Berg. u«c> Hütte!,i>er,valte!-, u»d — Hr, Cürobin, ei>a>, Reimer, vllü Wim, — Hr, Doma, S«»ti>mter „Hl! »uo!,!>!M(U,ing«n «I! b<»I«l!«i. Z. "529^ (3) ..... ^^" , Unterricht in der ftauzösischelt und englischen Sprache. I» dcr vo» dcr hohe» k, k. L^nk^iegierunss aut». lisiriin Splcichschule deö ll,>terzeich,,ete!! beqnnit «<» !5, April ei« neuer Lehrkurs obisser Sprache» fur Anfänger und Geiibtere in gesudelt,'» Abtheiln „steil. Die Ressektirenden beliebe» sich bis dahin in semer Wllhmmst-. Neuer. Mai'kt Nr. 172, ,m l. Stock, vormerke» zu lasse». Jedem Theilnehme!' wird cuif Verlaüszen »ach beendigtem Lehrkm's ei« legales Zeugniß aus° gestellt. ?!uch ertheilt U»te>,^ich,,eter Ginzelstunden in beide» Sprache» Personen jedes Alters, Siandes »nd Geschlecht. S. Hl. Teubel, n, >i, Lehrer der en^l, Svrnche nm l, l. Olierg»),i»!c>ssu!» „nd qeprüstcr Lehrer der franz. Sprache «nd deren Literatur, Z, 456. (3)' GlMdenzdorf, bei Wien, ,l. März 1857. Herren F. wercheim ck Miese in Wien. Das Feuer, welches vorgestern in meiner Tpiritms-Kabrik ausbrach, hat so schnell und verheerend um sich gegriffen, daß man an die Rettung der Gegenstände, welche sich im Parterre-Raum befanden, nicht denken konnte. Eine Gaffa aus Ihrer Fabrik war den Flamme« andauernd ausgesetzt; — diese Cassa, Nr. 4, war an der Hauptthür nicht complet zugesperrt und nur der Tresor im Innern der Cassa war ganz verschlossen, E^ befanden sich darin viele Werthsacheu in Papier und Silber, welche nicht die »niudeste Mlteration erlitten; aber als außergewöhnlich muß bezeichnet werden, daß ein Alkoholometcr und zwei Thermometer, welche sich im Tresor befanden, ganz unversehrt blieben, da bei 8U Grad Reaumur derlei Instrumente schon ganz ruinirt sind. Dieses dient zum' Beweise, daß der Hitzegrad im Innern der Cassa weniger als 8N Grad N. gewesen. Ich werde ihnen zum Beweise des Gesagten jene Thermometer im Originale zustellen, und es freut mich, Ihnen streng der Wahrheit gemäß dieses Zeugniß ge^ ben zu können, welches anch unter Einem einen außerordentlichen Beweis der Solidität des Systems Ihrer Cassen gibt, nachdem selbe diesen cclatanten Fall siegreich bestanden. Ich habe die Ehre zu zeichnen G. Wny, Spintns'Fal'rMVesihel in Gaudeuzdorf. Z. «88. (1) D ' Das reinste und stärkste ^W ch ! ! ^W N Steimnark zu Kostreinitz bei Rohitsch. ^ W Dieses als vortrefflich anerkannte nnd allgemein beliebte Mineral-Sauer- M WZ Wasser hat laut chemischer Analyse einen überreichen Gehalt mineralischer Be- ^V M standtheile, und ist daher nach den bewährten Erfahrungen der l>. 'IV Herren ^ H Aerzte in vielen Krankheiten außerordentlich nützlich. Eö ist auch wegen seiner M W Reinheit, und jemes guten Geschmackes als Lurus-Getränke bestens zu em- W W^ pfehlen, und gibt mit Wein gemischt unter allen Säuerlingen das schönste M M und stärkste Mousse. — In Flaschen gefüllt hält es sich Jahre lang volttom- M ^Z men rein und in seiner Qualität unverändert, und sein Mouss« bleibt immer V ^1 gleich stark, ob die Flaschen verschlossen sind oder nicht. ßI ^ Der Preis ist möglichst billig gestellt, und zwar: ^W ^ 1 fremde Flasche gefüllt ohne Verkorkung'...............3 kr. ^W I 1 » » ' „ verkorkt und versiegelt............3^ » !H R^ ^ » >, « und mit Staniolkapsel verschlossen .....3^ » U M i complete Flasche, 1'/« Maß haltend, verkorkt und versiegelt .... 7^ „ zw Ä 1 ^ >> » 1'/« » » mit Staniolkaftsel verschlossen 7^/, « "M Z 1 Klste mit 28 complete« Flaschen loco Kostreinitz.......3 fl. 40 kr. !z3 W l " '> '>.') „ . zur Eisenbahnstation Polt- ft B^ ' schach gestellt........3 fl. ^6 kr. FM BZ Die 1». 'l', Herren Abnehmer von wenigstens 300 Flaschen oder 20 Ki- ^H I sten erhalten bei competenter Zahlung 2 Procent Einlaß. äM H Bestellungen hierauf wollen gefälligst an die Direction des Mineral- 3W W Sauerbrunnens in Kostreinitz, Post' Pöltschach, gemacht werden. M ^ Sauerbrunn Kostreinitz bei Rohitsch den 1. April 1837. H A, Die Direction ß M t>L8 3Nineras'8auer!irunne!i5 in RastreiM Lei Rohitsch. ^