Nr. 81 Montag. 12. April 1915. 134. Jahrgang. Mtlllcher Zeitung V»H»««,»««««««»»«<»: Mit Poftvl lsenbunß: <,ll»zjal)Nl, « X, Inltjülnih »z X, I«; bei öftere» Wlebeiyulungen per Zeile 8 t>. Die «Laibachsi Heilung» erschrint tHglich, «i> «usnahmc bei Eonu un^ Feiertage Tie H>«i»< strut»«« befindet sich Milloöiöstranr ?^r, 1«; dir ßl»>«k«0« Millo«il'straße Nr. 1«, Sprechstunde» der Rtdalnon von « bi« 10 Nhr vormittags, U»lra,,?lrr>f Briefe werden nicht angenumme», Manujlriple nicht zurückgrstellt. Telephon-Uv. dev Uedaktion 52. AmMcher Geil. Ven 9. April 1!^1b wurde in der Hof» und Staatsdruckerci das XI.III. Stück des Meichsgesetzblotte« in deutscher A,«gabe »««gegeben und versendet. Räch dem Amtsblatt« zur «Wiener Zeitung» vom 9. April 191b (Nr. 80) wurde die Weitelverbreitung folgender Preher-zeugnijse verboten: Die in Olmüh erschienene Vruclschlist: «V»3o ljl»bc>roäi» gedruckt bei Laurenz KulliI in Olmüh, im Verlage des Vis-obeeu/ uvörni u»t»v v Olomouei. HlichtamMchsr Teil. Verletzungen des Völkerrechtes durch die mit Ofterreich-Ungarn kriegführenden Staaten. Ein am 10. t>. M. veröffentlichtes Rotbuch enthält eine Sammlung von Nachweisen für die Verletzungen des Völkerrechtes durch die mit Österreich-Ungarn kriegführenden Staaten. In den einleitenden Bemerkungen führenden Staaten. In den einleitenden Bemerkungen dieser in uicr Abschnitte zerfallenden Sannnlung wird darauf hingewiesen, daß es sich bei der den diplomatischen und konsularischen Funktionären Österreich-Ungarns von seiton der Behörden feindlicher Staaten widerfahrenen Behindluna um Verletzungen der primitivsten Normen des, selbst bei Vollern niedriger Kulturstufe geheiligten Gastrechtes in einer niemals erlebten Häufung handelt, wobei als ve-fonders gravierend zu bezeichnen ist, daß die rechtswidrige Ausweisung odcr Verhaftung mohrfach noch vor Eintritt des Kricgszustandcs stattgefunden hat. Hinsichtlich des gleichfalls zum großen Teile vor Beginn des Krieges gegen österreichische und ungarische Staatsangehörige in den feindlichen Ländern angewendeten Regimes heißt es in den einleitenden Bemerkungen: Mag man auch einräumen, daß es sich in gewisser Beziehung rechtfertigen läßt, wenn die wehrpflichtigen Angehörigen des Gegners an der Beteiligung am Krieg gehindert werden, so widersprechen doch die Methoden, welche die Behörden der feindlichen Staaten hiebei in Anwendung brachten, ganz besonders aber das Festhalten und Einschließen von Greisen, Kranken, Frauen und Kindern den elementarsten Pflichten der Menschlichkeit. Gerade ein französischer Rechtslehrer hat für ein solches Verhalten die Worte gefunden: „Wehrlosen Bürgern des Feindes ohne zwingendsten Grund Leiden zuzufügen, bedeutet einen Rückfall in die Barbarei". Die für die Verletzungen des Kriegsrechtes angeführten Belege, welche allerdings nur eine geradezu verschwindende Zahl im Verhältnisse zu denjenigen, die sich tatsächlich ereignet haben, umfassen, lassen erkennen, daß es kaum eine triegsrcchtliche Norm gibt, welcher die feindlichen Truppen nicht wiederholt zuwidergehandelt hätten. An die zahlreichen Fälle der Verwendung '»örbots-widriger Geschosse, der Mißachtung des Haager Reglements über die Gesetze und Gebräuche des Landkrieges und der Genfer Konvention reihen sich die furchtbaren Greueltaten an, deren sich' die Truppen und die Bevölkerung Serbiens und Montenegros schuldig gemacht haben. Die Zahl der noch immer in den feindlichen Ländern zurückgehaltenen Angehörigen der Monarchie geht in Taufende. Wiewohl sich die Vorgänge, die sich insbesondere in den vom Feinde besetzten Gebieten der Monarchie abspielen, der unmittelbaren Kenntnis entziehen, läßt sich auf Grund glaubwürdiger Berichte der ausländischen Tagesftresse feststellen, daß sich dortselbst taufende von Fällen schwerer Rechtsverletzungen zugetragen haben. Es ist gewiß unvermeidlich, daß sich im Gefüge so gewaltiger Hcercsmassen, wie sie in, dem im Gang befindlichen Kriege aufgeboten wurden, mancherlei Verfehlungen gegen das Völkerrecht ereignen. Gleichwohl muß es eine schwere Enttäuschung bereiten, daß« gerade die Truppen und die Behörden jenes Staates, unter dessen Ägide die Haager Konferenzen das Kriegsrecht reformiert und ausgebaut haben, sich über die Vertrage hinwegsetzen und nicht einmal der Bestimmungen achten, welche zum Schutze des Lebens, der Ehre, der Freiheit und religiösen Überzeugungen der" friedlichen Bürger so- wie im Interesse der Kunst und der Wissenschaft vereinbart worden sind. Nicht zum geringsten mag die Ursache hicfür in der Verwendung von Truppen zu suchen sein, welchen das Verständnis für die Schranken der Kriegführung schlechterdings abgeht. Frankreich, Großbritannien und Rußland konnten füglich selbst nicht anwchmen, daß ihre afrikanischen und asiatischen Untertanen die Bestimmungen des internationalen Rechtes einhalten werden und sie handeln daher fraglos wider besseres Wissen gegen das europäische Völkerrecht, wenn sie Wilde! und Halbwilde gegen die Truppen europäischer Mächte zu Felde führen. In der Einleitung wird weiters auf die jeder Rechtsbasis ermangelnden Verfügungen Frankreichs und Großbritanniens, betreffend die Stellung Marokkos, Ägyptens und Cyverns, sowie auf die Verletzungen der Rechte neutraler Staaten und die in ein förmliches System gebrachte Mißachtung der seerechtlichcn Normen hingewiesen. Als ein Frevel am Recht, heißt es weiter, muß es bezeichnet werden, wenn die feindlichen Mächte sich vermessen, die gesamte Bevölkerung großer Staatm der Hungersnot preisgeben zu wollen. Und nicht minder frevelhaft erscheint es, daß die feindlichen Regierungen das in der Geschichte unerhörte Treiben einer lügnerischen lind verhetzenden Presse geduldet, wenn nicht geradezu gefördert haben. Auf eben dieses Treiben sind zu (Mrincist die wüsten Ausschreitungen zurückzuführen, welchen Tausende unschuldiger und wehrloser M.'nschen zum Opfer gefallen sind. Schließlich heißt es in der Einleitung: Wenn diese Sammlung von Nachweisen, die noch eine Ergänzung erfahren wird, auch nicht annähernd einj Bild von dem Verfall des Völkerrechtes gibt, der im Laufe weniger Monate so viele Hoffnungen zunichte gemacht hat, so mag sie doch geeignet fein, denjenigen, welche sich die Unparteilichkeit des Urteils bewahrt haben, die Augen darüber zu öffnen, wer die Verantwortung dafür trägt, daß der Krieg, den unsere Feinde entfesselt habcn, um friedliche und idealen Kulturgütern nachstrebende Völker zu vernichten, die Bande des Rechts und der Gesittung gelöst hat, und wer in Wahrheit für sich in Anspruch Feuilleton. Unsere Offiziere. Bei Mizyniec kam das dritte Bataillon des Land-wehrtnfantcriercgiments 35 zum erstenmal in die furchtbare Nervenprobe schwcrcn Gcschützfcucrs. Die Russen waren unglücklicherweise mit ihrer schweren Artillerie aufs genaueste auf die Deckungen der Fünfunddreißigcr Landwehr vor Mizyniec eingeschossen und bei den in den Schützengräben eng gedrängten Linien waren die Verluste so furchtbar, daß sich das Bataillon eine kurzo Strecke auf Schloß Mizynicc zurückziehen mußte, wo es nunmehr energischen Widerstand leistete. Beim Zurück-«eyen der einzelnen Abteilungen schlug wieder eine Gra-"^schwersten Kalibers mitten in eine Maschincn-ncweyrabteiluny ein, riß einen wahren Krater in die 1^- das Maschinengewehr versank darin, von den nach'turzcnden Erdmassen vollkommen verschüttet. Im Schlosse wurde augenblicklich der Abgang des Maschinengewehres bemerkt. „Das dürfen die Russen nicht bekommen! rief ein Oberleutnant, riß einem Manno den Infantcriespaten von der Seite und rannte in das entsetzliche, eifern heulende Ungewittcr der Riescngeschosse hmaus. Er suchte einen der Krater nach dem anderen ab, die das Vorfeld zerrissen, und wo er nachgcrutschte Erbmassen gewahrte, grub er nach. Selbstverständlich war der ungedeckte Mann, der da draußen, wo der Tod so furchtbar hauste, frei stand und schürfte, dann .oieder weiter irrte, abermals suchte und grub, das erlesene Ziel der feindlichen Geschosse. Alle Augenblicke verschwand er im wirbelnden Emporprallen von Staub, Erde und Steinen, so daß man meinte, es habe ihn in tausend Stücke zerrissen. Hatte sich der! Staub verzogen, dann jauchzten die durch das unbekümmerte Wesen des Offiziers mächtig angefeuerten Verteidiger des Schlosses, denn immer noch stand Oberleutnant Kaöirek, so hieß der heldenhafte Offizier, draußen und suchte und grub. Die ganze schwere Artillerie brachte den einen Mann nicht vom Fleck. Der Gegner rückte heran, Oberleutnant Ka^irek grub immer noch. Er selber hatte nicht das Glück, das Maschinengewehr in dem verwüsteten Vorfelde zu finden, aber Versprengte entdeckten es und brachten es in vollkommen gefechtstüchtigcm Zustande zur Truppe. Leutnant Tröster der 2. Feldhaubitzdivision Kaiser Nr. 8 war gleich in den ersten Tagen, als die Division ins Feuer geriet, im Trubel des Anfahrens in die Stellungen unter ein Auto geraten und galt für verloren. Als man ihn hervorzog, stellte sich zum Glücke nur eine, allerdings schwere Quetschung des einen Beines, wahrscheinlich mit Splitterung, heraus. Statt ins Lazarett zu gehen, ließ sich dieser Mann von Eisen auf eine Protze binden, verbiß die unerträglich scheinenden Schmerzen und fuhr mit in die Feuerstellung. Dort ließ er sich von der Mannschaft auf seinen Beobcichwngs-ftostcn tragen. Schwere feindliche Artillerie beschoß die Batterie und zum Unglück erwies sie sich als so vortrefflich eingeschossen, daß der Kommandant der Batterie, Hauptmann Jacket, nur durch ein mit unglaublicher Kaltblütigkeit durchgeführtes Wechseln der Stellung eine Katastrophe verhinderte. Es hieß für den schwerwundcn Leutnant Wieder „auf die Protze", und querfeldein holperten die Haubitzen, bis sie in ihrer neuen Stellung eingetroffen waren, wo sich der Offizier, als wäre weiter nichts geschehen, wieder losbinden ließ und das Feuer weiter leitete. Im Gefechte bei Strbci sah Leutnant Moritz von Varisani des Infanterieregiments Nr. 22 den rech- ten Flügel seines Regiments von übermächtigen feindlichen Kräften bedroht und warf sich mit seinem Zuge dem Feinde heldenmütig entgegen, um dessen Ansturm abzuschwächen. Seine heroische Absicht gelang ihm, der Feind wich wieder zurück. Nuu ging Leutnant von Nari-sani selbst zum Angriff vor und kam dadurch seinem, Ro gimenle so weit voraus, daß er sich schließlich isoliert sah und von drei Seiten von heftigem feindlichem Feuer bedroht war. Und in dieser gefährlichen, verzweifelten Lage hielt dec Leutnant nunmehr durch länger als dreieinhalb Stunden den: wütenden Ansttirm des Gegners stand. Die Verluste in seinem Haustein Mannschaft waren groß — zwei Tote und elf Verwundete. Er selbst wurde zweimal verwundet. Trotzdem hielt er mit seinen Tapfern in seiner fürs ganze Gefecht sehr wichtigen Stellung heldenmütig aus, bis auch die anderen siegreich vorstürmten und den Gegner völlig zurückwarfen. Leutnant von Varisani wurde für seine Tapferkeit mit dem Militärverdicnstkreuz dritter Klasse mit der Kriegsdcto-ration belohnt. Durch mehrere prächtige Leistungen auf schwierigen und gefährlichen Patrouillenritten tut sich Leutnant von der Lühe des 12. Husarenrcgimcnts hervor. Er schlug sich mehrmals und immer siegreich mit feindlicher Kavallerie herum, schreckte auch vor einem eventuellen Feuer-gcfecht mit bedeutend überlegenen feindlichen Infanterie-krästen nicht zurück und wußte stets sehr wichtige und erschöpfende Meldungen heimzubringen. Auf einem verwegenen Ritte ins feindliche Gebiet bei Kulaszne stieß er mit 18 Reitern auf etliche 35 des Feindes, attackierte sie unverweilt und jagte sie, davon. Kurz darauf erhielt er einige Verstärkung durch andere kleine Patrouillen, so daß er schließlich 40 Reiter befehligte. Mit diesen gnfs er bei guter Gelegenheit eine ganze feindliche Eskadron an, wobei er zwölf Neiter an einem Waldrand zum Laibachcr K'iwug Nr. 81________________ 630 12. April 1915 nehmen darf, in diesem schweren Ringen sür Freiheit und Menschlichkeit zu streiten. Der erste Teil der insgesamt 145 Dokumente nelst Beilagen enthaltenden Sannnlung bezieht sich auf dic Behandlung der österreichischungarischm diplomatischen Funktionäre durch Behörden feindlicher Staaten. Daraus ist ein Bericht des diplomatischen Agenten und (Generalkonsuls in Tanger hervorzuheben, aus welchem hervorgeht, daß derselbe mit den anderen Mitgliedern der Agentie unter Bedeckung marokkanisch« Soldaten, ohne daß, ihm Zeit gegeben worden wäre, sich Geld zu verschaffen oder sonst notwendige Dispositionen zu treffen, an Bord des „Cassard" gebracht wurde, woselbst or bereits den deutschen Geschäftsträger und den deutschen Dragoman antraf, die ebenso behandelt worden warcn. Eine viclhundertlöpfige Menge Eingeborener konnte auf dem groften Platze vor der Gesandtschaft das Schauspiel mit ansehen, wie der kaiserlich deutsche Vertreter in aller Form verhaftet und auf ein Kriegsschiff gebracht wurde. Aus einem Berichte über die Ausweisung der österreichisch-ungarischen Verlrctungsbehärdcn aus Ägypten geht hervor, daß der ägyptische Minister des Äußeren, bei dem der österreichisch ungarische Vertreter gegen die ihm vom Kommandanten der englischen Ofluftations-truppcn unter Androhung von Brachialgewalt mitgeteilte Ausweisung protestierte, crllärte, daß es sich nicht nm eine diplomatische Handluug der ägyptischen Rcgtcrunn, sondern um einen Beschluß der englischen Militärbehörden handle, deren Durchführung die ägyptische Negierung nicht zu verhindern imstande sei. Den ll. Teil der Sammlung bilden die Stücke 8 bis 37, welche die Behandlung der österreichisch-ungarischen konsularischeu Funktionäre betreffen. Darnach wurden die Konsnln, beziehungsweise deren Personal in verschiedenen russischen und französischen Städten teils interniert, teils verhaftet, beziehungsweise an einem Verkehr mit ihren vorgesetzten Behörden verhindert, zum Teile ausgewiesen und unter den grüßten Schikanen teils abgeschoben, teils verschickt und oft erst über diplomatische Intervention freigegeben. Nr. 26 behandelt die bereits aus den Mitteilungen der Tagcsftresse bekannte Leidensgeschichte des Vizekonsuls von Hoffinger in St. Petersburg, der bekanntlich verhaftet, in das Gouvernement Vologda verschickt und in der unwürdigsten Weise behandelt wurde. Auch der österreichisch-ungarische Konsul in Kiew Baron Hein, welcher mit den: Kanzleipersonal verhaftet und in Gesellschaft der schwersten Verbrecher nach Kursk verschickt wurde, wurde auch späterhin ill brutalster Weise behandelt. Der III. Teil der Sannnlung ist der Behandlung der österreichisch-ungarischen Staatsangehörigen in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Rußland und Serbien gewidmet und umfaßt die Stücke 38 bis 73, zumeist Protokolle, Eingaben an das Ministerium des Äußeren oder die Auswärtigen Vertretungen und endlich Briefe, die ebensoviel Dokumente für die allen Regeln des Völkerrechts widersprechende, oft genug erschreckend brn-tale und menschenunwürdige Behandlung bilden, denen schuldlose Angchörigo der Monarchie seitens der Behörden und der durch lügenhafte Berichte und feindselige Propaganda aufgehetzten Bevölkerung ausgesetzt waren. Neben den immer wiederlehrenden Klagen über unzureichende und schlechte Verpflegung, über Mißhandlungen, Feuergcfecht absitzen ließ, mit den anderen wie der Sturm auf die Russen losjagte, die er trotz ihrer vierfachen Übermacht in alle Winde zersprengte. Er machte 14 Gefangene, unter denen sich auch der feindliche Rittmeister befand. Wenige Tage später überrumpelte der unermüdliche Leutnant eine ganze rnssische Trainkolonne, nahm zwei Intendantursbcamte gefangen, erbeutete 25 mit Proviant beladene Fuhrwerke und zehn Handftfer'^e. Seine Majestät verlieh dem schneidigen Reiteroffizier die Bro^ene Militärvcrdicnstmedaille am Bande des Mili-tärverdienstkrcuzes. Leutnant Livius Poftovici der k. und k. schweren Haubitzdivision Nr. 7 war als erster Offizier seiner Batterie seiner Mannschaft in allen Gefechten als Beispiel eines Pflichtgetreuen, unerschrockenen Führers vorangegangen. Ills er während einer wütenden Beschießung seiner Batterie durch schwere russische Geschütze von mehreren Sftrengstücken verwundet wurde, wich er so lange nicht von seinem Posten, bis er bewußtlos zusammenbrach. Man trug ihn in eine geschützte Deckung und wollte ihn, nachdem er das Bewußtsein wieder erlangt hatte, nach dem HUfsplatz zurückschicken. Er ließ dies aber mit Hinweis auf seine, seiner Ansicht nach, leichten Verletzungen nicht zu und verblieb tatsächlich bei seiner Batterie, bis er sich nach wenigen Tayen so gekräftigt fühlte, daß er den Dienst wieder aufnehmen konnte. Er wurde mit dem Hinweis auf das schöne Beifpiel getreuer Pflichterfüllung, das er dadurch den Offizieren und der Mannschaft seiner Division gab, mit der Militärver-, dienstmedaille am rot-weißen Bande ausgezeichnet. crundlose Verhängung von Gefängnisstrafen, begegnet man auch solchen über die ärgsten sittlichen Verfolgungen, denen junge Mädchen, selbst in Frankreich (Stück 50 der Sammlung) ausgesetzt waren. Beilage 1 zu Stück 65 der Sammlung enthält ein Protokoll über die Vorgänge im Gefangenenlager auf der Insel Man, die zu dcr bclannten Revolte führten, bei welcher sieben Personen getötet, 25 fchwer und 10 leichter verwundet wurden. Die Vermutung, daß die gräßlichen Verwundungen einzelner Internierten von Duin-Dum Geschossen herrühren, wurde von einem dort befindlichen internierten Grazer Arzte bestätigt. Dcr vierte Teil dcr Sammlung behandelt die Verletzungen des Kriegsrechtes durch Nußland und Serbien und enthält zahlreiche Photographien, von kriegsrcchtlich verpönten Geschossen vor und nach den« Gebrauch, von denen am interessantesten die deformierten Nickelmnntel geschofse mit ausgesprochener Dum-Dum-Wirkung smd. Dieser Teil. der Sammlnng enthält insgesamt 71 Stücke, unter denen sich amtliche Meldungen und Protokolle bc finden über grauenhafte Mißhandlungen Verwundeter, über menschenunwürdige Behandlung in Spitälern untergebrachter Kranter und grauenhafte Verstüuunlungcn gefallener Soldaten. Das Stück 128 berichtet über empörende Martern an einem Husarenuntcroffizier, dem vou Serben die Unterarme abgehackt undi die Oberarme gebunden wurden, worauf er in diesem Zustande auf >:,», Pferd gesetzt und das Pferd im Galopp davongctriebcn wnrde. Einem anderen Mann wurden Einschnitte in das beiderseitige Rippenfell gemacht, ein Strick durch die Brust gezogen, worauf er an demselben aufgehängt und unter ihm ein Feuer angezündet wurde. Andere Leute wurden auf Bajonette gespießt nnd so umher getragen. Heimtückische Überfälle werden von serbischen Komitat-schis, Weibern und Kindern, berichtet. Von Montenegrinern wird neben der Beschießung von Sanitätsstationen eine große Anzahl grauenhafter Vcrstünunlungcn, die an Verwundeten und Toten verübt wurdcu, gemeldet. Die in dcr Sammlung aufgezählten, von den Russcn iu der Bukowina verübten Greueltaten, Plünderungen und Verwüstungen sind zum Teile bereits aus früher veröffentlichten Mitteilungen und aus den jüngsten Fesi-stellungen rumänischer Blätter hinreichend bekannt. Tagcsuclliglcitcn. — (Ein altes K-Vrot-Nezevt.) In dem köstlichen Büchlein „Tie Wirthschaft eines Philosophischen Bauers" (dieser philosophische Bauer ist dcr durch dicse Schrift weithin bekannt gewordene Schweizer KIcinjogg) von dciu Züricher Stadtarzt Iah. Kasp. Hirzcl (Zürich 1761) findet sich folgcndc, heute zeitgemäß anmutende Schilderung: Er versuchte aus Erdäpfeln Vrodt zu backen, doch konnte cr es mit dieser Frucht allein nicht zu stände bringen, es gelunge ihm aber sehr gut, solche mit gewohntem Brodt-tcig zu vermischen. Zu diesem End nimmt cr geschälte Erdäpfel und zerdrücket dicselbigen in dem Vrodttrog in warmem Wasser zu eiucm durchgchcnds gleich dicken Vrcy, man muh sich dabey lucder Zeit noch Arbeit gcrcucn lassen, damit nicht die geringsten unterdrückten Klöscr übrig bleiben. Von diesem Brey mischt er ^, ^/z oder ^ unter den gewohnten Vrootteig. welcher mit desto grünerem Fleiß durchknetet und bearbeitet werden muh. Es gibt dieses ein recht schmackhaftes Vrodt, und cr empfindet an sich, dah ein solches nicht weniger Nahrung und Stärke gebe, als ein gemeines Vrodt. Er versuchte gedörrte Erdäpfel in der Mühle zu einem Mahl zerreiben zu lassen, und hoffte auf diese Weise aus dieser Frucht für sich allcinc Broot zu bekommen, aber der Versuch ist ihm bis dahin nicht gelungen. — (Kiiinvfend von Lawinen verschüttet.) Der Londoner «Exchange Telegraph" drahtet aus Warschau über die Karpathcnkämpfc: Am 18. März entspann sich ein Kampf, der fcchs Stunden dauerte. Es schneite die ganze Zeit, bis der Schneesturm lawinenartig wurde. AIs bei einem Ansturm der Österreicher dic Feinde nur noch fünfzig Jards voneinander entfernt waren, brach eine klciue Lawine nieder und begrub beide Parteien bis über die Hüften im Schnee. Kein Mann konnte sich rühren, das Feuer wurde aber fortgesetzt, und die halbeingegrabenen Soldaten schössen weiter aufeinander. Gleich darauf brach eine zweite Lawine nieder, die die Kämpfer ganz verschüttete. Ein paar Mann von beiden Seiten, die sich aus dem Schnee herausarbeiten konnten, verständigten sich gegen«, scitig durch Zeichen und machten sich dann gemeinsam an die Arbeit, um die Verschütteten zu retten. — (Eine heitere Wette.) Aus Fünfkirchen wird gemeldet- Ztoei Landsturmleute gerieten mit einem Bäckermeister der Vorstadt lvegcn dcr kleinen Semmeln in Streit. In der .Hitze des Gefechtes behaupte be dcr cine Landsturmmann kühn, diefe Semmeln seien so klein, dah er ruhig auf einen Sitz fünfzig davon verzehren könne. Es wurde cine Wette von zehn Kronen abgeschlossen, die im Wirtshaus auSgctragen wurde. Im Verlauf von fünf- zehn Minuten verzehrte der Landsturmmann Me fünfzig Semmeln. Von den zehn Kronen, die er gewann, lieh cr sich noch ein reichliches Mittagmahl geben, das er bei gutcm Appetit verzehrte. — (Ein Mittel, die Druckerschwärze aus Zeitunaö-papier zu entfernen.) Die Druckerschwärze besitzt eine grohc Haftbarkeit auf dem mit ihr geschwärzten Papier. Aus einmal bedruckten, und eingestampftem Zeirungs-papicr konnte man wohl noch wieder minderwertige Pa-piersortcn herstellen, bci denen es auf die Farbe und Gütc nicht ankommt, nicht abcr wieder gebrauchsfähiges Druck-papcr; denn dic Druckerschwärze konnte man bisher nicht bcitommcn. Sie ist im wesentlichen cin Gcmifch aus fein verteiltem Ruh mit Leinöl. Den Ruh aber, der ja reinster Kohlenstoff ist, konnte man aus dem Papier nicht wieder hcrauspresscn; das Leinöl verharzt, cs ist ein sogenanntes trocknendes Öl, das einen Firnis bildet, durch dcn dcr Ruh an dem Papiere festgehalten wird. Der chemischen Technologie war also die Aufgabc gestellt, eine Lauge zu finden und anzulucnden. die ocn Firnis löst und damit auch dcu in ihm aufgcspeichertcn Muh vom Papicr entsernbar macht. Gleichzeitig aber muhte die Lauge auch so gewählt werden, dah durch ihren Angriff auf den Firnis nicht etwa dcr Papierstoff zerstört wird, wenn man die Absicht verwirklichen will, aus ihm von neuem bedruckbarcs Papicr herzustellen. Dicse Aufgabc ist der deutschen, Wissenschaft vor kurzem gelungen. Man hat eine Lauge mit eiucm bestimmten Vlcichsoda gcfunocn, die den gewünschten Zlveck crfüllt. Bci dem Prozeh kommt das bedruckte Papicr .zunächst in cincn Bottch, in dem cs mit dcr Lauge getränkt wird. Tic Hauptmasse der aufgenommenen Lauge wird dadurch aus ihm entfernt, sie wird aber nicht fort-»icgosscn, sondcrn von ncuem verlvcndet. Sie ist jetzt nämlich für ihrcn Zweck noch besser gceignct wie in ihrer ursprünglichen Form; denn sie hat aus dem gelösten Firnis schon eine Art Seife gebildet, dcren Wirkung sich in derselben Weisc geltcno macht wie dic der gewöhnlichen Seife beim Waschen: die einzelnen Echmutzteilchcn, hier also die Nuhtcilchen, werden von Schaum umhüllt, und dadurch wird ihre Wiedervereinigung mit der Papicrfascr verhindert. In dcm Zcrfasercr unterliegt das Papier einem län-«crcn mechanischen Prozeh, bci dcm es zcrfascrt wird, und schlichlich gelangt cs auf eine Art Sieb, auf dem es ausgebreitet wird. Durch mechanische Vorrichtungen bc-ivcgt sich dieses Sieb fort und wird dabei mit Wasser umbraust, wodurch auch die lctzteu Schmutz-, beziehungsweise Ruhteilchcn endgültig ausgeloaschcn werden. Am Ende oicscs Sicbes gewinnt man durch dicscs Verfahren einen Papierstoff, aus dem sich gutcs, druckfähigcs Papier von ncucm herstellen läht. Obwohl das Verfahren noch recht jung ist, soll es bereits Zcitung.cn gcbcn, die auf folchcm regenerierten Papicr gedruckt werden. Der volkswirtschaftliche Wcrt des Vcrfahrcns dürfte sehr erheblich sein. Bei der immer zunehmenden Ausbreitung dcr Zeitungen wäre cs von grohcr Bedeutung, ciucn wichtigen Rohstoff des Zcitungspafticrs. das Holz unsercr Wälder, dadurch zu schonen, dah dieselben Stoffe mehr wie einmal in gebrauchsfähiges Druckpapier uerlvanoclt werden. — - (Ein interessanter lilechtsfall.) Dcr Präsident des Pariser Iiviltribunals hatte sich jüngst mit folgendem Fall zu befassen: Eine Französin, die seit dreihig Jahren mit einem Deutschen in Paris zusammenlebte und unterdessen sclbst übcr fünfzig Jahre alt geworden ist, sah sich bcim Bcninn des Kricgcs mittellos auf dic Strahc gesetzt, weil ihr Freund in der Provinz interniert und von Haus und Einkommen sequestriert worden war. Der Zwangsvcrwaltcr lehnte jede Unterstützung ab. Der Präsident des Iwilgcrichts hat ihn jedoch dazu verurteilt, der Französin die Wohnung des Deutschn zur Verfügung zu stellen und ihr eine Monatspension von 400 Franken zu bezahlen. — (Gold als Heilmittel gegen die Tuberkulose.) Nicht nur im bildlichen Sinne ist Gold, will sagcn Reichtum, cin Heilmittel gegen Tuberkulose, insofern sich der Ve-gütcrte den Aufenthalt in klimatisch bevorzugten Gegenden und andere Heilfaktorcn leichter zu verschaffen vermag. Auch im realen Sinne ist das Gold, beziehungsweise sind dic Goldvcrbindungen Kampfmittcl gegen die Tuber-kelu. Die Goldsalzc haben, wie schon scit längerer Zeit bekannt ist, eine hervorragend keimtötende und entwicklungshemmende Wirkung auf die Tubcrkelbazillen. In neuester Zeit ist cs nun den Höchster Farbwerken gelungen, Tubcrlelbazillen an goldhaltigen Nährboden zu gewöhnen. Die Bazillen nehmen dabei wesentliche Mengen feinst verteilten metallischen Goldes in ihre Leibessubstanz auf. Man crhält nach diefem, den Farbwerten durch Patent (D. R. P. 281.538 vom 12. Jänner 1915) geschützten Verfahren TubcrkclbaMenfträparate. Ivclche cine auhcrordcntlich gesteigerte therapeutische Wirksamkeit besitzen sollen. LplltttNthellLcklMittelll! Laibachcr Zeitung Nr. 81_________________________631____________________________._______12. April 1915 LM- und Proviuzial-Nlichrichtcn. D«s zweite Wohltätistkcitskouzert der „Glasbeua Matica" fmio vorgestern abends im ..Narooni dom" unter der bewährten Leitung des Herrn Musikdirektors Hu bad mit einher erlesenen Vortragsordnung statt, der die Zuhörerschaft das regste Interesse entgegenbrachte. AIs Eingangs-nummcr trug der gemischte Chor einen Zyklus von kroatischen Volksliedern in der Bearbeitung von Villo Novak mit Klavier- lind Hormoniumbcgleitung vor. Die Gesänge zeigen in ihrer überwiegenden Anzahl den Charakter der üblichen Kolotanzlieder; die darein verwebten Sähe von schlvermütiger Färbung erzielen einen wirkungsvollen Gegensatz wodurch die sonst unvermeidliche Einförmigkeit behoben wird. In der gewandten Verwertung der einzelnen Stimmen zeigt sich dte figurale Kunst des Autors, der es zudem verstanden hat, crus heterogenen Elementen ein einheitlich abgeschlossenes Ganzes äusammenzufügcn. Der Beifall, den das anmutige Tonstück erhielt, war groß und ehrlich. Der Chor. der infolge der gegenwärtigen Ieitlage in stark verminderter Kopfzahl auftrat, bclvies die alte Tatsache, dah auch eine numerisch schlvächcre Gesangsschar Gediegenes bieten kann. wofern die einzelnen Stimmen voll zu bewerten sind. Wie der Vortrag der ersten Konzertnummer, so war auch der des originellen Liebchens „Mlad junal Po vasi jezdi" von Adamiö mit seinem Prächtlg hervortretenden Altpart und dem neckisch sprudelnden Schlußsätze von ausgezeichneter Qualität und trug dem Chore so reichen Beifall ein. daß das in glücklicher Laune geschaffene Lied wiederholt werden mutzte. Desgleichen übte das Lied «Kai ve misli?" von Pavciä tiefe Wirkung; es lätzt sich zwar ein bißchen konventionell an, entwickelt sich aber in der Ausspinnung des musikalischen Gedankens zu einer von, zarter Stimmung getragener Abendträumerei, worin echte Regungen schwingen. — Im Verlaufe des Abends brachten die braven Sänger und Sängerinnen noch drei gemischte Chöre zu Gehör. Schlvabs „3e ena" arbeitet mit einfachen Mitteln, die aber geschickt ausgenützt sind, und erzielt durch die Gegenüberstellung eines fröhlichen Tanzmotivs zu einem fein konzipierten Adagio grohe Wirkung. Das Lied mutzte wiederholt werden. Kreks „Slika" bringt im Eingänge ein im Volkston gehaltenes melodiöses Motiv und erhebt sich dann zu plastischer Tonmalerei von üppig quellender Invention — ein Schulbeispiel, wie selbst simple Texte durch illustrative Musik der Empfindung nähergerückt und vergeistigt werden können. Desselben Autors paftoraler Chor „Blagor jim" zwang die Zuhörerschaft namentlich durch den kunstreich fugierten und machtvoll gesteigerten Mittelsatz in seinen Bann. Im sonstigen brachte der Abend Lajovic' zwei-, beziehungsweise dreistimmig gesetzte Frauenlicder mit Klavierbegleitung „Kje se skrivaz mi. vesne mili dan" und „Ve-sem primorta". Lajovic' hohe Kunst liegt offenkundig in der zum Herzen gehenden Vermittlung elegischer Stimmungen, wie sie, frei von aller schmachtenden Sentimentalität, in diesen seinen beiden Liedern zum Ausdrucke gelangen; sie gelingt ihni um so leichter, als sich reiche Erfindungsgabe mit moderner, hie und da kühner, aber stets zielbewußter Stimmführung vereinigt. Die beiden glitzernden Lieder wurden von den Fräulein Pirh, von Trnkoczy, Po<5ivalnit, Sever, Sadar und Ropas mit anerkennenswerter Sicherheit, schöner Intonation und gefälligem Stimmaterial zur Geltung gebracht; unbedingt aber hätte eine klarere Aussprache des Textes den Gesamteindruck gehoben. Den Klavierpart versah Herr Vcdral mit Feingefühl. Eine besondere Anziehungskraft übte das Konzert durch die Mitwirkung des Hofopernsängers Herrn Betet to aus Wien, der zunächst durch Wolframs Lied an den Abendftern einen Sturm des Beifalls entfesselte. Risto Savins Ballade „Poslcdnjc pismo" bedeutete in der Hauptsache wohl eine Konzession cm die gegenwärtige Kriegszeit; aber Herr Vetetto versah sie mit seiner starten persönlichen Note. Von seiner dramatischen Gestal-^""aökraft zeugte der Vortrag des Lajovlcschen Liedes '^"^ba jesenska pesem", eines von bitterer Ironie, lyrischer Süße und ergreifender Trauer eigentümlich durchwehten musikalischen Poems, worin sich zwischen das Ge-ingel der Schellenkappe übermütiger Gesang mengt und paradox m wundervoll ausgemalte Entsagung austlingt; tiefe Empfmdung i^te Herr Betetto schließlich in Lajo-vic'^von Mundlichi durchleuchtetes Notturno „Mcscc v izbi". Das Publikum wurde nicht müde, den vorzüglichen Sänger wleder und wieder hervorzurufen, so hatte es chm dessen jugendfrisches. vollllingendes Organ in Verbindung mit hoher Gesangskunst angetan. Herr Ianko Ravnik. derzeit Konservatorist in Prag, vermittelte der Zuhörerschaft die Bekanntschaft mit SparcsM^ WM! Vitezslav Noväks Ballade in Es-Moll, einer wuchtigen Komposition von interessanter Struktur, um die sich reichliche musikalische Einfälle ranken, die aber im sonstigen der Einbildungskraft des Zuhörers den weitesten Spielraum offen läht, weil der Ballade jcdlueder Inhalt zu Grunde gelegt werden kann; loeiters spielte Herr Ravnik desselben Tondichters Wallachischen Tanz, ein allgemein verständliches Tanzpoem von taufrischer Anmut und nationaler Färbung, dessen toller Nutenwirbel an das technische Können des Spielers überaus hohe Anforderungen stellt. Herr Nabnik zeigte sich seiner Aufgabe gewachsen; er meisterte sie mit Kraft, aber auch mit Zart-^ hl-it und bctätigtc überdies reiches Verständnis, wie er sich denn auch bei den Vorträgen des Herrn Betetto als ein denkender Künstler erwies. Seine Leistung wurde durch rauschenden Beifall anerkannt. Dem ausgezeichnet besuchten Konzerte wohnten folgend Herren bei: Seine Exzellenz Landcspräsidcnt Baron Schwarz, Hofrat Graf Chorinsly, Bürgermeister Dr. Taväar, Vizcbürgermeister Dr. Triller, Lan-desschulinspektor Ncgicrungsrat Dr. Bezjak, Reichsrats- und Landtagsabgcordnctcr Dr. Ravnihar und zahlreiche sonstige Honoratioren. Während sich nun die Veranstaltung in allen ihren Teilen eines durchschlagenden Erfolges erfreute, erregte das Arrangement hinsichtlich der Sitzreihen allgemeinen Unwillen. Diese wa-ren nicht einmal mit Nummern bezeichnet, so daß sich weder die Konzertbcsucher noch die Billeteurs darin auskannten. was zu allerlei mißliebigen Irrungen Anlaß gab und infolge des Wcchselns der Sitzplätze den Beginn des Konzertes rund um eine halbe Stunde verzögerte. Derlei Unzukömmlichkeiten in dem ohnedies räumlich beschränkten „Narodni dom" wollten wir uns künftighin mit aller Entschiedenheit ausgebeten haben. —u— — (Kriegsauszeichmmgen.) Seine Majestät der Willis, er hat verliehen: das Ritterkreuz des Leopold-Ordens mit der Kriegsdekoration dem Generalmajor Karl Z ahradniczet, Kommandanten der k. l. Landwehr-Infanteriebrigade; das Militär-Verdienstkreuz dritte Klasse mit der Kriegsdekoration den vor dem Feinde gefallenen Hauptleuten Adolf Ferlinz und Johann Gally — beiden des IR 27; dem Hauptmann Hermann Fröhlich des IR 27. — Weiters hat Seine Majestät anbefohlen, daß die Allerhöchste belobende, Anerkennung bekanntgegeben werde: dem Hauptmann Ferdinand Pschorn des IR 27; dem Leutnant in der Reserve Johann Diller des IR 27; dem Oberleul-icunt in der Reserve Meinhard von Grabmayr dcs FKR7. — (Für die am 16. April einrückende Landfturm-Mannschaft.) Da stets noch sehr viele Landstnrmmänncr nicht rechtzeitig, ja sogar erst nach mehreren Tagen ungerechtfertigt einrücken, wodurch die Ausrüstung und Ausbildung sehr beeinträchtigt wird, werden die Land-, sturmmänner, die am 16. d. M. einzunicken haben, darauf aufmerksam gemacht, daß gemäß Punkt 211 der Vorschrift für die Organisation des Landsturmes derjenige, der nach erlassener Aufbietung des Landsturmes der Einberufung nicht rechtzeitig Folge leistet, sich durch das schuldbare Versäumnis eines Vergehens, und wenn das schuldbare Versäumnis über acht Tage dauert, eines Verbrechens schuldig macht. Die Strafe des Vergehens ist Arrest von einem bis zu drei Monaten, beim Verbrechen Kerker von sechs Monaten bis zu zwei Jahren. — tcn und Scharpie; Herr Jakob Knapp in Nevark 12 Pakete Watte; Herr Josef Sturm in Gorcnja vas ein Palet Sackleinwand; Ungenannt einen Stock Zucker, zwei Pa-tete Tee; Frau Katharina Kenda in Adelsberg 2 Hemden, 1 Leintuch; Frl. Katharina Dclievc in Vudanjc l,ci Wipftach 7 Gläser Kompott; der Marienvcrein Trieft 1 Decken; Frl. Schuringer, Lehrerin in Niederdorf bei Ncifnitz,, 400 Stück Billrothvapiersohlen; die Schülerinnen der 5>. und 6, Klasse der Kuratoriumsschule durch Frl. Frieda Uhl 15 Paar Socken, 3 Paar Stutzen, 1 Paar Zehcnwärmer; Ungenannt 28 Stück Nillrothpapicrsocken; Frau Prof. Halada in Vischoflack 4 Flaschen Abguß; die Volksschule in Sittich 126 Eier; die k. k. Lehrerin-nenbildnngsanstalt durch Frl. v. Rcnzenberg 86 Paar Socken, 14 Paar Barchentsocken, l6 Paar Hausschuhe und 3 Krcmkenschuhc für Giftsverbändc; Frau Anna Mer^c in Littai Leinen für Verbände; Ungenannt ein Paar Berg schuhe, 6 Paar Socken; Herr S. Aöman, Pfarrer in Steinbüchel, zwei Kisten leere Flaschen; Maria üftenko, Köchin in Laibach, 20 X mit besonderer Widmung für die Verwundeten im Rekonvaleszenten-haus Kaiser Franz Josef-Asyl; Frl. Ella Iankouin in Mannsburg eine Kiste Eier; Frau Elsa Galle 24 Herrenhemden, 24 Unterhosen; die k. und k. Kriegsmarine in Pola, S. M. S. „Alpha", eine Kiste Reis, eine Kiste Kaffee, 11 Schachteln Franckkaffce, zwei Kisten Zucker; Baronin Helene Rechbach in Kreutberg zwei Polster; Frl. Fridrich einen Bettvorleger; die k. k. Strafanstalt durch Direktor Nabitsch zwei große Säcke Schar-pie; Frau M. Degischcr in Mannsburg 1 Decke, 5 Pol-stcrüberzüge, 6 Handtücher, 2 Schachteln Scharpie, ein Tuch, 2 Polster, 6 Leintücher; Frau Paula Samassa 54 Taschentücher, 3 Flaschen Himbeersaft, 4 Gläser Kompott; die k. k. Lehrerinnmbildungsanstalt durch Frl. von Renzenberg 24 Paar Vcrbandschutzsocken, 21 Paar Barchentsocken; Herr kais. Rat Johann Mathian 25 große Kopfftolster. — Genäht haben für das Zentralmagazin: Frau Oberingenieur Anna Muck, Frl. Hausenbüchel, Frl. Gratzl und Frl. Fridrich. Gestrickt haben für das Rote Kreuz: Frau v. Kaltenegger, Frl. v. Roth, Frl. Lehrerin Anna Schmitt, Frau Oberinspektor Elsa König, Frl. Frieda Uhl, Frl. Marianne Luschin, Frl. Rizzi und Frl. Klauer. — (Widmung.) Der Kaufmann Herr Julius Elbe rt in Laibach hat im Jahre 1907 unter Mitgliedern »nd Freunden des Laibacher Nicycle-Klub zur Anschaffung einer künstlichen Hand für Herrn Josef Linden-berger eine Sammlung eingeleitet, deren Ergebnis im Betrage von 202 X am 28. Dezember 1907 in der Krai-nischen Sparkasse fruchtbringend angelegt wurde. Da Hcrr Joses Lindenberger vor Anschaffung der Prothese an den Folgen seiner Verletzung gestorben ist, hat Hcrr Julius Elbcrt das betreffende Sparkasse-Einlagsbüchel dem k. k. Landespräsidium mit dem Ersuchen zur Verfügung gestellt, den darin angelegten Betrag samt Zinsen zur Anschaffung einer Prothese für einen verwundeten Krieger verwenden zu wollen. ! — (Lotterie zu Gunsten der Sammlung für erblindete Angehörige der k. und k. Armee und der Aktion zur Anschaffung künstlicher Glicomaßcn für Kricgsinvalidc.) Wir machen unsere Leser auf diese Lotterie, deren Rcinerträgnis für unsere armen, tapferen Krieger bestimmt ist, nochmals besonders aufmerksam. Lose zn 2 L find in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H Fed. Bamberg, Kongreßftlatz 2, erhältlich, wo auch die drei Treffer, Aquarelle des heimischen Malers M. Nuppe, ausgestellt sind. — (Verlustliste.) In der vom k. und k. Kriegsnrlni-sterium ausgegebenen Verlustliste Nr, 152 sind ausgewiesen: vom Landwehrinfanteri.cregiment Nr. 2 7: Korp. Stubic Josef, 2. K., tot; Gesr. Stritar Alois, 2. K., verw.; vom Infanterieregiment Nr. 2 7 als kriegsgefangen: Inf. TitGefr. Vechligan Johann, 2. K.; Korft. TitZgf. Ehrenfried Karl, 2. K.; EinjFrciw. Inf. TitGefr. Favai Paul, 4, K.; Inf. Feßner Anton, 11. K.; Kriegsfreiw. Hammcrl Franz, 15. K.; Hiden Stephan, 2. K.; Inf. Kl,,ln Franz, 7. K.; Inf. Lämmer Johann, 1. K.; Gefr. Longin Robert, 8. K.; Inf. Miksch Zdenlo, 2. K.; Inf. Neumann Johann. 4. K.; ErsRcs. Panald Peter, 9. K.; Inf. Pun-gcrtschnig Gregor; Inf. Rainer Johann, 4. K.; Inf. Schneller Alfred, 2. K.; Inf. Sclkner Kornel, 4. K.; ErsRes. Stanzer Franz, 4. K.; Gefr. Tscherncr Johann, 4. K.; ErfRes. Visintin Anton, 3. K.; ErsRcs. Wcrdonig Franz, 4. K.; vom Landwehrin fantcricrcgi-ment Nr. 5 aus Kram als kriegsgefangen: Korp. (er-melj Matto, 11. K.; Inf. Frank Anton, 11. K.; Inf. Furlan Leopold, 11. K.; Inf. Ie5 Alois, 11. K.; Inf. Klcmenec Josef, 11. K.; Inf. Po/ar Franz, 1l. K.; Inf. Umek Alois, 10. K.; Inf. Valcich Nilolaus, '1. K.; als verwundet: Inf. Durn Franz, 12. K.; als tot: Inf. Zupamn« Johann, 10. K.; vom Infanterieregiment Nr. 97 aus Krain: Inf. Vole Leopold, 2, K., verw.; Korp. Iurjeu5i6 Matthias, 4. K., oerw.; Korft. TitZgf. KraÄvec Andreas, 5. K., verw.; M. Kumerca Franz, 4. K., verw.; Inf. Lipec Franz, 2. 5?., tot; Inf. Mer^nik Franz, 4. K., verw.; Inf. Poje Petcr, 6. K., verw.; Inf. Poljanöek Franz, 7. K^, vcrw.; Pre-lec Franz, 2. K., verw.; Inf. Navan Franz, 4 K verw.; Inf. Scljak Rafael, verw weasgef.; Inf. 6inkovec Franz, 2. K., verw.; Inf- Skamfterle Franz, Laibacher Zeitung Nr. 81____________________________632___________________________________12. April 1915 2. »K. venv.; Inf. Vidmar Josef, 1. K., tot. — Verich-tigungen zur Verlustliste Nr. 48: Infanterieregiment Nr. 27: Inf. Erdmann Franz, 4. K., kriegsaef. (war verw. ssemeldcl); EinjFrciw. TitKorft. Wojciechowsky Theodor statt Wojciccowsty Thaddäus, 4. K., kriegsgef. iwar verw. gemeldet). — (Vom politischen Nechnungsdienfte.) Seine Exzellenz der Herr t. k. Landcsfträsidcnt im Herzoqtuine Kram hat den Ncchmmnsoffizial Josef Trug er zum l. f. RechfUlNsssrevidenten, die Ncchnunsssassistcntcn Johann R u s und Bmno blauer zu k. f. Nechnungsoffl-zialen und den Rechnunasftraktilnntcn Reinhold Pucsko zum t. k. Rcchnungsassistcntcn ernannt. ** (Wohltätigteitsvo!rstellungen.j Die von der Frauenortsarupfte der „Südmarl" unter dem Protektorate Ihrer Erzcllcnz der Frau Varonin Schwarz im Kaiser Franz Ioscfth-Inbiläumsthcatcr vorgestern und s a esiern zu Gunsten der Kricgsfürsorgc veranstalteten Wohltätissleitsvorstellungen erfreuten sich eines glänzenden Erfolges, denn das Theater war an beiden Abenden ljänZIich ausvcriauft. Die sorgsam und umsichtig vorbereitete Vorstellung fand allgemeine Anerkennung. Die Veranstaltung beehrten Seine Exzellenz Herr Landespräsident Aaron Schwarz und Frau Gemahlin, Hofrat Graf Chorinsky mit Frau Gemahlin, Herr Generalslabschef Oberst Walzl, Landtagsabgeordncter Doktor Eger sowie viele Honoratioren aus Zivil- und Mili-tarkreisen mit ihrem Vcsuchc. — Ein ausführlicher Ve-richt folgt. >5. — ^Ziehung der österreichischen Klasscnlottcrie.) 90.000^ X acwinnt Nr. 83.!77, 40.000 X gewinnt Nr. 135.826, je 10.000 X gewinnen Nr. 19.712, 103.747, 125.407 und 146.285). — (Herabsetzung des Bankzinsfußes.) Der Generalrat der Österreichisch-ungarischen Vank hat beschlossen, von heute an den Zinsfuß um ein halbes Prozent zu ermäßigen. — (Der Ausschuß des Kinderschlch- und Fnrsorge-vercines des Gerichtsbczirtcs Laibach) gibt begannt, daß am 26. d. M. um 6 Uhr abends die ordentliche Jahresversammlung im Gcrichtssaalc Nr. 112 (Gcrichts-gebäude, zweiter Stock) mit der üblichen Tagesordnung stattfindet. Im Falle der Veschlußunfähigkeit der einberufenen Vereinsversammlung findet eine Stnnde später die zweite Vereinsvcrsammlung statt, die ohne Rücksicht auf die Zahl; der Anwesenden beschlußfähig ist. — (Verstorbene in Laibach.) Dr. Konstantin Ritter vo Foedransverg, Arzt, 44 Fahre; Adolf Gesrrin, Südbahnadjunkt, 42 Jahre. Der Krieg. Telegramme de« k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Kureans. Afterreich-Ungarn. Vom nördlichen Kriegsschauplätze. Wien, 10. April. Amtlich wird vcrlautbart: 10ten April 1915) mittags. Im Waldgebirge kam es «.ester»» auch in den Abschnitten östlich des Uzsoler Passes zu heftigen Kämpfen. Deutsche Truppen eroberten nördlich Tncholla eine seit 5. Februar viclumstrittene und von den Russen hartnäckig verteidigte Höhmftellung. Ein Oberst, über l000 Mann wurden bei diesem Angriffe gefangen und den Russen auch 15 Maschinengewehre e,»4-risscn. Im Ovor-Talc und im Qucllgebietc des Stn,j scheiterten heftige feindliche Angriffe an unseren und an deutscheu Stellungen unter schweren Verlusten des Gegners. Der gestrige Tag brachte in Summe 2150 Gefangene ein. Die sonstige Lage ift unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, FML. Wien, 11. April. Amtlich wird vcrlautbart: Illen April 191'o. In den Nesliden hat sich nichts ereignet. Im Waldgebirge dauern die Kämpfe in einzelnen Abschnitten noch fort. Ostlich des Uzsokcr Passes wurden bei Ausnützung der Erfolge vom 9. April weitere neun Offiziere und 713 Mann gefangen, zwei Maschinengewehre, erbeutet. Au der Front in Südostgalizien nnr Geschiwlamvf und kleinere nächtliche Unternehmungen. In Westgalizien und in Russisch-Polen herrscht Ruhe. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, FML. Eine Abordnung der Etadtnemeinde Prag beim Stati-hnltcr Grafen Coudenhove. Prag, N. April. Heute fand sich Bürgermeister Doktor Groä mit den beiden Stellvertretern beim Statthalter Grafen Coudenhove cin, um ihm seine Aufluartuug zu inachen. Der Bürgermeister begrüßte zunächst den Statthalter und fuhr dann fort: In groszer und für unser Vaterland überaus ernster Zeit wurden Eure Exzellenz zu einem überaus ehrenvollen, aber schweren und verantwortungsvollen Amt berufen. In den Tagen, da die Helden unserer Armee für das Wohl des Reiches, für die Ehrc uni> dl,n Sieg unferer Fahnen kämpfen, ist es die ernste Pflicht ocr Bewohnerschaft, welche am heimatlichen Herde verblieb, Ruhe und Ordnung zu bewahren, sich in ihren Bedürfnissen einzuschränken und durch die tatkräftigste Hilfsaktion einerseits in allen Richtungen unsere tapfere Armee zu unterstützen und den ruhigen Gang der Staatswirtschaft zu erhalten, anderseits sich bereits jetzt um die Versorgung der Opfer de3 Krieges und ihre Familien zu kümmern und so unseren wackeren Kriegern eine große Sorge abzunehmen. Das Ziel aller dieser edlen Bestrebungen besteht darin, daß, wenn. so Gott lm'll. in kurzer Zeit der volle und glorreiche Sieg in dem jetzigen zerlege errungen sein lverdo, an den Stufen des Thrones unseres aelieblen Kaisers und Königs ein ehrenvoller und des Reiches würdiger Friede niedergelegt werde, dessen Segnungen durch ein halbes Jahrhundert ein so schönes und denkwürdiges Symbol seiner erlauchten Regierung waren. Der Höhepunkt dieses Friedens, lvenn die Wogen des Krieges sich geglättet haben, wäre es. wenn es sselingen würde, einen ehrenvollen Frieden zwischen den beiden unser schönes Vaterland bewohnenden Nationen auf Grundlage voller Gleichberechtigung und Gleichwer-tigleit der beiden auf dem Gebiete der Kultur und der wirtschaftlichen Arbeit fo hoch hervorragenden Vollsftämme zu erreichen. Ich kann versichern, daß Eure Exzellenz stets bei unserer Vertretung und dem Präsidium, sowie bei unserer gesamten Beamtenschaft in allen diesen Belangen die eifrigste Unterstützung finden werden. — Statthalter lHraf Coudenhove antwortete, er wolle, durch das Vertrauen Seiner Majestät zu diesem schweren und verantwortungsvollen Amte berufen, dasselbe mit Liebc, zum Nutzen des Reiches und dieses Königreiches versehen und sci überzeugt, da-ß er der königlichen Hauptstadt Prag seine Förderung und Fürsorge werde angedeihen lassen können. Er hoffe, daß es aelingcn loerdc, in ncmeinsamer Arbeit mit der Stadtvcrtrcwna viel Gutes im Interesse der Stadt zu erreichen, an deren gedeihlicher Entwicklung ihm überaus ablegen sei. Die bei der heutigen Gelegenheit dargebrachte Huldigung der Deputation für Seine Majestät lvcrdc er an den Stufen des Allerhöchsten Thrones verdolmetschen. Schließlich sprach der Statthalter seine Freude darüber aus, daß er seine Kräfte in dieser schlve-ren Zeit seinem neuen Amte werde widmeu können. Hierauf lenkte der Statthalter das Gespräch mit dem Bürgermeister und den beiden Stellvertretern auf die wichtigsten die königliche Hauptstadt Prag und deren Vewohner-säiaft berührenden Tagesfragen. «deutsches Neich Vo» de» Kriez«sch«mplztze». Berlin, 10. April. Großes Hauptquartier, den lOtcn April 1915. Das Wolffsche Bureau meldet: Westlicher Kricasschlluplah: Die Beute von Drie Grachten erhöhte sich auf fünf belgische Offiziere, 133 Mann, fünf Maschinengewehre. In der Champagne nördlich Beau Sejour räumten unsere Truppen die am 8. April genommenen, gestern aber durch schweres französisches Feuer zerstörten Gräben und wiesen französische Angriffe i» dieser Gegend ab. Die Kiinchfe zwischen Mnas und Mosel hielten mit gleicher Heftigkeit an. An den von den Franzose» als von ihnen genommen gemeldeten Orte» Fromezcy und Gussainville östlich Verdun ift bisher noch nicht ge-tampft worden, da diese Orte weit vor unseren Stellungen liegen. Zwischen Orne und den Maashöhen erlitte» die Franzosen gestern eine schwere Niederlage. Alle An-griffe brachen in unserem Feiler zusammen. An der Com-bres-Hohe faßten sie an einzelnen Stellen unserer vor» deren Linien vorübergehend Fuß, wurden aber durch nächtliche Gegenangriffe teilweise wieder zurückgeworfen. Die Kämpfe dauern nn. Auch die Angriffe gegen unsere Stellungen nördlich St. Mihiel waren völlig erfolglos. Kleinere Vorstöße auf der Front Ailly-Apremont wurden abgewiesen. Bei Flirey waren die Kämpfe wohl infolge der schweren Verluste des Feindes vom 7. und 8. April weniger lebhaft. Hier fielen zwei Maschinengewehre in unsere Hand. Auf der Front Ncmcnauvillc-Priesterwald wurden sämtliche französische» Angriffe zurückgeschlagen. Am Weftrande des Pricsterwaldes verlor der Feind endgültig auch den Teil unserer Stellung, in dm er Cude Mörz eingedrungen war. Einen abermaligen Versuch, Vrzange la Grande südwestlich von Chateau Satins uns zu entreißen, bezahlten die Franzosen mit dem Verlust einer Kompanie, die völlig aufgerieben wurde und zwei Offiziere und 1U1 Mann als Gefangene in unserer Hand ließ. In den Vogesen hat sich die Lage nicht geändert. ^ Ostlicher Kriegsschauplatz: Östlich und südlich von Kalwarja hatten die Nüssen mit ihren Angriffsversuchen tcin Glück. Sie wurden überall mit schweren Verlusten zurückgeschlagen. Im übrigen ift die Lage im Osten unverändert. Oberste Heeresleitung. Berlin, 11. April. Das Wolff-Vureau meldet: Gro-ßrs Hauptquartier, 11. April 1915. Westlicher Kriegs' schauplcch: Am Merlanal bei Poeselcj füdlich von Drie Grachten nahmen wir drei von Belgiern besehte Gehöfte und machteil hiebci einen Offizier und 49 Mann zn Gefangenen. Bei kleinen Vorstößen gegen den Ancre-Bach bei Albert «ahmen wir 50 Franzosen gefangen. Im Westteile der Argunncn mißglückt« ein französischer An» griff. Die Kämpfe zwischen Maas und Mosel nahmen erst gegen Abend an Heftigkeit zu. Im Waldgeländc nördlich der Combres-Höhe versammelten die Franzosen starte Kräfte zu einem neuen Versuch, unsere H3he«stel-lungcn zu nehmen. Der Angriff kam erst heute früh zur Ausführung und scheiterte gänzlich. Die Höhenstcllung ift ganz in unserem Vesch. Südöstlich von Ailly fanden die Nacht hindurch heftige Nahtämpfc statt, die zu un seren Gunsten entschieden wurden. Bei einem starte«, aber erfolglosen französischen Angriffe nördlich Fl,rcy hatten die Franzosen sehr schwere Verluste. In den gestrigen Kämpfen im Priesterwalde nahmen wir dem Feinde vier Maschinengewehre ab. Die anschließenden sehr erbitterten Nahlämvfe blieben für uns erfolgreich. Die sehr schweren Verluste der Franzosen in den Kämpfen zwischen Maas und Mosel lassen sich noch nicht annähernd schallen; allein zwischen Selouse und Lamor-ville-Wald zählten unsere Truppen 700, an einer Nemen Stelle nördlich Rcgniebillc über 500 französische Leichen. Wir machten elf französische Offiziere und «04 Man« zu Gefangenen und erbeuteten sieben Maschinengewehre. Ein infolge zerschossener Trosse abgetriebener deutscher Fesselballon ist nicht, wie die Franzosen angaben, in ihre Linien vertrieben, sondern wohlbehalten bei Mörschklgcn gelandet und geborgen. I« dm Vogesm schloß Schneesturm eine größere Gefcchtstätigleit aus. — Östlicher Kriegsschauplatz: Bei Mariampol und Kalwarja sowie bei Klinlti an der Stwa wurden russische Angriffe «bsse» schlagen. Aus einem Orte bei Bromierz westlich von Plonsl wurden die Russe« hinausgeworfen, wobei 80 Mann gefangen genommen und drei Maschinengewehre erbeutet wurden. In Polen südlich der Weichsel muer-hielten die Nüssen die ganze Nacht hindurch ein lebhaftes Infanterie» und Artilleriefeuer. Oberste Heeresleitung. Die Kämpfe zwischen? Maas und Mosel. Berlin, 11. April. Dem WolfMureau wirb aus den, Großen Hauptquartier vom 10. April geschrieben: Über die Kämpfe bis zum Nachmittag des 7. April wurde früher berichtet. Die folgenden Tage bis zum l0. brach' ten ihre Fortsetzung. Während bis zum 7. die französischen Angriffe sich ausschließlich gegen die beiden deutschen Flügel gerichtet hatten, setzte der Gegner nunmehr auch Hum Angriffe gegen die Mitte an, nachdem er in der Gegend von St. Mihiel neue starke Kräfte versammelt hatte. Am Spätnachmittage des 7. April erfolgte der erste Angriff auf den Wald La Selouse, neun Kilometer nördlich von St. Mihiel gegen unsere Stellungen in der ungefähren Linie Seuzey-Lamorville. Es kam zu schweren Kämpfen, in denen der zuiückslulcnde Angreifer zahlreiche Tote und Verwundete auf dcm Kampfplätze ließ. Zwei Offiziere und 80 Mann blieben gefangen in unferer Hand. In der Nacht von, ?. zum Laibachcr Zeitung Nr. 81____________________________633___________________________________12. April 1915 c>. April dauerte der Artillerickumpf an verschiedenen Stellen der Front, besonders an der Comvres-Hähe und zwischen Regnieville und Fay en Haye mit kurzen Unterbrechungen an. Stellenweise folgten Fnfantcricangriffe. Südöstlich Verdun und bei Marcheville brachen zwei Angriffe bereits 100 Meter vor unseren Stellungen zusammen. Im Bois d'Ailly gelang es den Franzosen, in einen Teil der von ihnen am Tage vorher verlorenen Gräben einzudringen. Die im Vois Vrucl bei Tagesanbruch begonnenen Angriffe wurden ebcinn wie drri nächtliche Vorstöße im westlichen Teile des Priester-Waldes abgewiesen. Am Nachmittag und Abend de.ne, Der d. April wie die N ^ zum 9. standen unter ''em Milchen erbitterter Ka.i.ft^.' !,. dcr (5on>brci<-Hdl,e An diesem Punkte scheinen die Franzosen Verstärkungen aus dm oben erwähnten neuen Kräften eingesetzt z^l haben. Am 8. April vormittags besetzten sie die von uns in Anbetracht schwersten Artillcriefeuers geräumten Grabenstücke, worum dann den ganzen Tag heiß gerümpft wurde. In der Nacht zum 9. d. gelang es unseren Truppen, den Gegner aus allen Teilen der Gräben, hinaus zuwerfen. Die Haufttstellung wurde von uns gehalten. Ein neuer bei Tagesanbruch mit überlegenen Kräften angesetzter französischer Angriff zwang indes wieder zur Näulnung einiger Grabenstücke. Gegenüber diesen Ereignissen an der Combres-Höhc treten die Vorgänge an der übrigen Front in den Hintergrund. Von einigen Feuerüberfällen abgesehen, verlief die Nacht vom 8. zum 9. Aftril im allgemeinen ruhig. Nur? im Vois dc Mort Märe, wo nachmittags die Franzosen im stundenlangen Ringen unter schwersten Verlusten zurückgeworfen wurden, griffen sie in den Abendstunden von neuem an, ohne ein besonderes Ergebnis zu erzielen. Dagegen gelang es unseren in die französischen Stellungen nachdrängenden Truppen, zwei Maschinengewehre zu nehmen. Trotz dieses Mißerfolges entschloß l'ch der Feind am frühesten Morgen des 9. zur Erncuc-rung des Angriffes, der aber wiederum unter außerordentlichen Verlusten für ihn zusammenbrach. Am 9. legten oic Franzosen wieder den Schwerpunkt ihrer Angriffe auf den Nordflügel zwischen Orne und Combres-Höhe. So griffen sie in der Wocvre-Ebene zwischen Parfondrupt und Marcheville von Mittag bis Mitternacht viermal, jedesmal in der Breite von sechs Kilometern, an und wurden stets verlustreich zurückgeschlagen. Während der Nacht entfalteten darauf zeitweise ihre Minenwerfer, von Artillerie unterstützt, eine lebhafte Tätigkeit. Nachmittags stieß dcr Gegner auf der,ganzen Linie dcr Combres-böhe aus seinen Gräben hervor, nachdem er seit Vormittag unsere Stellungen unter schwerstem Artilliericfcuer gehalten hatte. Es gelang ihm an einer Stelle bis zur Mulde auf dcr Südseite der Höhe durchzustoßen, ehe der Angriff im Feuer unserer zwei ^uckwartsstcllungcn verblutete. Unsere Truppen behaupteten nicht nur die Höhe. sondern ein Regimentskommandeur ergriff die Initiative Zu einem Gegenangriffe, der uns wieder in den Besitz von Teilen unserer Vorstellung brachte. Ein zweiter Angriff scheint, geplant gewesen zu sein, seine Ausführung hinderte indes das wlrl,llmc Feuer unserer Artillerie. Dcr Gegner beschränkte Nch in der, Nacht auf die Beschießung dcr Höhe und des oahmter liegenden Durfes Combres. Auf der übrigcn Mont brachte dcr Tag in der Mitte der Kampffront' in oer Linie Seuzey-Spada ernste, aber erfolglose Angriffe oes Gegners. Wir machlen ?l Gefangene. Ein Angriff 'chwächcrer Kräfte im Walde von Ailly wurde leicht ab-^wicsen und auch ein Vorstoß über die Linie Negnie-dille-Feh en Hayc endctc unter außerordentlich starken Aerlusten bereits in nnscrem Artillericfeucr. Nördlich -"egnieville blieben an einer Stelle 500 Leichen liegen. Der Abend des 9. Aftril brachte im Croir, dc Marines "n Prichcrwalde cincn deutschen Angriff, dem es gelang, drei Blockhäuser und zwei Verbindungsgräben dem s k6"n zu entreißen, wobei zwei Maschinengewehre und -" Gefangene in die Hände unserer Truppen fielen. , ^ ^- April fanden Artillcriekämpfe auf der gan-A«" l" statt. Es konnte beobachtet werden, daß die Reiben? ^^ schanzten, iure stark gelichteten vorderen tn,s kp„ m ^ "cue Truppen ergänzten, dies besonders über de?5?"^l"Nel südlich Orne, in der Mitte gegm-K nd ""'e Scuzey Spada sowie am Südflügel in der ^>.°« «,?^ Negnievillc. Die Truppcnansammlungen Feuer belegt und die dadurch hervor-3^'W" Neuste mögen der Grund gewesen scin, daß ?^5^' l? 5"schluß zum Angriffe nicht finden 5A s.V.' ? ^ <5p"lg,es am Fuße dev Combres-Hs.he stellten die Franzoscn stairke Kräfte bereit, die unser Artlllerlefcuer f^,, ^,,,^. Nur im Priestcrwalde ^ ? a" diesem Tage zu einem französischen Angrifft, der ohne Muhe abgewiesen wurde. So endcte auch der 10. Apnl wie alle vorhergegangenen Tage mit dem vollen deutschen Erfolge auf sämtlichen Angriffsfronlen. An diesem Tage dankte der französische Oberbefehlshaber General Ioffre der ersten Armee dafür, daß sie die Stellung bei Les Epargcs, das ist die Combres-HSHe, den "Deutschen entrissen hat. Um diese Stellung wird seit Wochen mit kurzen Unterbrechungen gekämpft. Die Fran zoscn haben mehrere Male gemeldet, daß sie die Stellung genommen und fest in der Hand hätten. Die letzten Kämpfe um die« vielumstrittene Stellung wurden oben geschildert. Tatsächlich haben die Franzosen vorübergehend einzelne Gräben der Stellung besetzt gehabt, bis alls einen lleinen, unwesentlichen Teil wurden sie aber alle wieder zurückerobert. Die Schweiz. Genen die Politik der Unverantwortlichen und gegen den Hungerlrieg. Köln, N. April. Die „Kölnische Zeitung" schreibt über die Neutralität der Schweiz unter anderem: In dem Kor-rcsvondcnzvlatte für die Schweizer und die Schlveizer Vereine im Auslande lieh dcr Sekretär des Schweizer Unter-sti'chunasbertxmdcs im Auslande, Karl Strudl, zwei Aufsätze erscheinen, die der allgemeinen Beachtung besonders auch deshalb wert sind, toeil sie in der Schweiz selbst und unter den Schweizern im Auslande die weiteste Zustimmung fanden. Strudl verlvahrt sich aegcn die in der Schweiz von einzelnen Privatpersonen vielfach betriebene Politik der Unverantwortlichen. Zu diesen Unverantwortlichen rechnet Strudl Leute, wie Hodler, Dalcroce und Spittcler. Diese Kundgebungen bedauert Strudl tief in ihrem eigenen Interesse, um ihre» gulen Namens und um dcr Schlpeizer selvst willen. Strndl ist der Ansicht, dah solche unverantwortliche Urteile den Schweizern schaden tonnen. Vr kommt zu den, Schlüsse, datz es der vernünftigen Ansicht dcr verantwortlichen denkenden Schweizer entspreche, diejenige Politik zu verfolgen, die für die wirtschaftlichen und politischen Interessen der Schweiz eintrete. Im ziveitcn Aufsätze zeigt Strudl, welches praktisch die doste neutrale Politik der Schweiz unter den gegenwärtigen Umständen sein könnte und müßte, und sagt, solange die Waffen allein die Kriege entscheiden, wie das bisher der Fall wcn, konnten die Neutralen ihren Willen Zur Neutralität durchsehen. Seitdem nun aber, die künstliche, gewaltsame Aushungerung ganzer Völker als neue Waffe, als neue Kulturcrrungenschaft hinzugekommen ist, wurde damit auch eine ganz neue Situation geschaffen. Diese wirtschaftliche Situation zerbricht von außen die Ncutralitätsgrenze. Damit werden schlichlich die Neutralen bis zu ei nein gewissen Grade von den Kriegführenden selbst mit in den Kriegstrubel hineinnczoaen. Die Verantwortlichkeit für den neuen Zustand der Dinge trifft diejenigen, welche diese ungeheuerliche Verschärfung des Kriegszustandes herbeiführten. Wic lange, fragt Strudl, wird die Geduld der Neutralen gegenüber den Auslassungen gewisser Staatsmänner der kriegführenden Parteien noch dauern, die den gegenwärtigen Hungerkrieg auch zwanzig und längere Jahre auf Kosten der Welt hinziehen zu wollen erklärt haben. Die Neutralen hätten es in dcr Ha-nd, dieser Geschichte innerhalb dreier Monate ein Ende zu machen. Es dürfte im Interesse der neutralen Staaten, besonders der europäischen, nicht überflüssig sein, beizeiten daran zu denken, Stellung zu dieser fatalen Kriegslagc behufs Abwehr des ihnen drohenden Schicksals zu nehmen. Ein vereinter, fester Wille, ein entsprechend starker Druck in nicht mihzuverstchcndcr Entschlossenheit dürfte dann den erwähnten Eindruck nickt verfehlen. Der Seekrieg. Die Tätigkeit der U-Boote. Le Treftort, U). April. ^Reuter-Bureau.) Das französische Segelschiff „Chateau Vriand" wurde im Kanal von einem Unterseeboot torpediert. Die 25 Mann starke Besahung ist in zwei Booten hier angekommen. Lyon, 10. April. ..Nouvelliste" meldet aus Madrid, dah kürzlich in Lissabon die Nachricht einlief, daß die Besatzung des Dampfers „South Point" auf der Verlengas-insel gelandet worden sei. „South Point" war von dem deutschcn Unterseeboot „U 25" «0 Meilen von Cap Finis-terre nördlich von Vigo angehalten und durch Kanonen»-schüsse versenkt worden. Die Besahung erhielt eine Viertelstunde Zeit, den „South Point" zu verlassen und konnte nur das nackte Leben retten. Sie wurde nach längerer Irrfahrt von dem Kuhlendamftfcr „Wellington" aufgenommen und nach den Berlengasinseln gebracht. Kopenhagen, 10. April. „National Tidende" meldet cms London: Der Kapitän des kleinen Bugsier da mpferS „Homer" habe die französische Barke „General de Sonis" im Schlepptau gehabt, als er ein Unterseeboot erblickte. Er lveigerte sich. die Schleppdrosse zu durchschneiden und wartete, bis das Unterseeboot herankam. Erst dann löste er die Drossc und versuchte vergeblich, das Unterseeboot zu rammen. «Sein Schiff wurde mit Kugeln überschüttet, die Brücke zusainmenaeschossen und alles Holztverk sowie die Fenstern durch Kugeln zersplittert. Das Unterseeboot feuerte ein Torpedo ab, ohne jedoch zu treffen. Es ver-folgte den Busssierdampfer durch gehn Minuten. Der .Dampfer entkam. Die französische Barke wurde in den Grund gebohrt, nachdem die Besatzung gerettet worden lucrr. Hock van Holland, 10. April. Der niederländische Dampfer „Constanze Katharina", der. von Falmonth kommend, in den neuen Wasserweg einfuhr, hatte fünf Mann von der Nesahuna, des englischen Dampfers „Harpalhce" an Bord, dcr bei dem Leuchtschiffe Nooro Hinder torpediert worden war oder auf eine Mine gestoßen ist. Der ae-suukcne Dampfer hatte eine Vcsatzuna, von 53 Mann. Nur 27 konnten gerettet werden. Unter den Ertrunkenen befinden sich auch der Kapitän und der erste Steuermann. London, 11. April. Der Kapitän des dänischen Dampfers „Hansen", der jetzt in dcr Themse liegt, erzählte, daß er auf der Reife von Kopenhagen nach London von einem deutschen Unterseeboote angehalten worden sei, das dreißig Meilen von der britischen Mfte auftauchte. Der Dampfer sei nach Untersuchung der Schiffsvapiere und einer längeren Besprechung mit dem Kapitän freigegeben worden. London, 11. April. Der Kapitän des Dampfers „Vos-gcs" erhielt für sein entschlossenes Verleiten gegenüber dem Angriffe eines deutschcn Unterseebootes am 29sten März dcn Nang eines Leutnants der Ma-rinereserve. Die Offiziere und die Mannschaft des Dampfers erhielten Belohnungen. Rotterdam, 11. April. Der „Rotterdamsche Couraut" meldet: Der Dampfer „Harpalyce" fuhr gestern abends von Rotterdam nach Newcastle mit Ballast ab, nachdem er die Ladung, die aus Gütern für die belgische Unterftüt-zungstommission bestand, gelöscht hatte. Ter dritte Steuer« mann sagte aus, daß etwa sechs Meilen nordöstlich von Noord Hinder eine starke Explosion an Steuerbord wahrgenommen wurde. Ein großes Leck wa-r geschlagen worden. Das Schiff sank in fünf Minuten. Ein Unterseeboot wurde von niemandem gesehen. Einige Passagiere bemerkten ein Periskop. Nach anderen Berichten sank das Schiff in zehn Minuten. Die eigentliche Bemannung des Schiffes bestand aus Chinesen. Das Schiff hatte einen Bruttogehalt von 5940 Tonnen und gchörtc dcr Londoner Reederfirma Harrison. Es war am 2. März von Newyork abgefahren uild am 30. März in Rotterdam angekommen. Eine amerikanische Ladung für Öfterreich-Ungarn beschlagnahmt. London, 11. April. „Daily News" melden ans Athen vom 8.: Dcr griechische Dampfer „Eleftherios", aus Amerika unterwegs, wurde von deu Verbündeten angehalten uud uach Malta gebracht. Der größte Teil der Laduug war für Österreich-Ungarn bestimmt. Das Schiff muhte alle für Österreich-Ungarn bestimmten Güter löschen, ehe es weiterfahren durfte. Englische Schiffahrtsmaßnahmen. Kopenhagen, II. April. „Politiken" meldet aus London: Das Marinemiuistcrium veröffentlichte in der gestrigen „London Gazette" eine Reihe von Bestimmungen von der größten Bedeutung fitr die Schiffahrt, darunter eine Bestimmung, wonach jede Einfahrt in gewisse Häfen verboten ist. Die Schiffe werden gewarnt, private Signale zu geben, da sonst auf sie geschossen wird. Alle Dampf- und Segelschiffe, die englische Häfen anlaufe», würden vorher untersucht werden. England Die Erzeugung der Kricgsmnnition. London, l 1. April. In Newcastle wurde beschlosseu, die Arbeiter an der Nordostlüste zu mobilisieren, um die Erzeugung von Krk'gsnmnition zu beschleunigen. Die Stadtgemeinde Birmingham gab für diesen Zweck weitere 1062 Arbeiter ab. Gegen dcn Alkohol. Rotterdam, 10. April. Dem „Rotterdamscheu Courant" zufolge richteten die Vertreter der Wein. und Branntweinhändler Englands an den Schatzkanzler den Rat, den Alkoholgehalt der Getränke herabzusetzen, und zwar den Whisky um 40 "/„ zu verringern. Sie meinten aber, ein vollständiges Ausschankverbot würde schon deshalb auf Schwierigkeiten stoßeu, weil die Beiprodukte, die sich bei der Erzeugung alkoholischer Getränke ergeben, nicht entbehrt werden könnten. Rußland. Die Handeltzunternehmungcn feindlicher Gtaats-««gehöriger. Petersburg, 11. April. Der Ministerrat genehmigte den Vorschlaa des Finanzministers, die Rechte auf Han-delsunternehmunacn feindlicher Slaatsanaehonger bls 14. Juni 1915 anstatt bis 14. April 1915 auszudehnen. Laibachcr Zeitung Nr. 81____________________________634___________________________________12. April 1915 Die Versorssung von Moslau. Moskau, 10. April. Dcr Stadtrat beschloß, die Negierung zu ersuchen, den Banken den Auflauf von Getreide zu verbieten, einen Zwang Zum Vcrkanfc des auf^ gespeicherten Getreides einzuführen und fünf Millionen Nudel für den Ankauf von Lebensmitteln für die Bevölkerung Moskaus zu bewilligen sowie die Registrierung sämtlicher Lebensmittel durchzuführen. Die Viehbehörde von Moskau gab bekannt, daß zur Versorgung Moskaus in den letzten Monaten 638 Waggons Vieh erforderlich waren, aber nur 245 ankamen. Die Getreidebchörde erklärte, daß der Mangel an Waggons für die Getreide-zufuhr noch viel nachteiliger sei. Hafer sei überhaupt nicht mehr vorhanden und die Vorräte von Getreide werden überhaupt bald erschöpft sein. Das Ministerium wurde telegraphisch ersucht, den Waggonmcmgcl abzustellen. Warnung vor dem Genusse von denaturiertem Spnitus. Moslau, 10. April. Ein Ukaz des Moskauer Gene-ralgouverneurs und des zivilen Stadthaufttmanns warnt die Bevölkerung dringendst vor dem Genuß von denaturiertem Spiritus, da jeder Tag neue Fälle dadurch verursachter Erkrankungen und Todesfälle bringe. Im Gouvernement Charkov überreichten die Arbeiterorganisationen der Regierung eine Bittschrift, worin dringend ersucht wird, der Teuerung abzuhelfen. Serbien. Die sanitären Verhältnisse. London, 10. August. „Daily Chronicle" meldet aus Athen: Kapitän Brnett, von einer Reise durch Serbien zurückgekehrt, berichtet, daß die Verhältnisse dort, anstatt besser zu werden, sich täglich verschlimmerten. Eine fürchterliche Tyfthusevidemie wütet im ganzen Lande. .Um Monastir allein seien 3000 Kraute, aber nur 10 Ärzte. Es bestehe größter Ärztemangel und Mangel an Pflegerinnen. Das Land habe seine Alliierten bisher vergeblich um Hilfe gebeten. Die Vereinigten Staaten von Amerika. Präsident Wilson über den Krle«. London, 11. April. Dem „Daily Telegraph" wird aus Newyorl berichtet: Präsident Wilson sprach in einer Konferenz, die in der Methodistenlirche in Maryland stattfand, über den Krieg. Er beschränkte sich auf ganz allgc-meiu gehaltene Bemerkungen und sagte, es sei seine Überzeugung, da-h niemand lueise genug sei, um schon jetzt üb« den europäischen Krieg ein Urteil auszusprechen. Jedermann könne sich aber bereithalten, die Wahrheit über diesen titanischen Kampf anzuhören, wenn sie offenbar loerde. Es sei, als ob große blinde materielle Mächte losgelassen seien, die lange zurückgehalten worden wären. Aber unter ihnen könne man den Antrieb starker Ideale suchen. Ohne diese wäre es menschenunmöglich, durchzumachen, was jetzt auf den Kriegsfeldern Europas durchgemacht wird. Japan und China. Eine amerikanische Stimme über die japanischen Forderungen. Newyork, 11. April. „Newyork Times" melden aus Washington: Man glaubt hier, daß die beiden neuen japanischen Forderungen nach einem größeren Anteile au der Verwaltung der chinesischen Zölle und der Salzsteuer, selbst wenn Iapau auf ihuen besteht, weder Chiua noch den Nest der Welt berühren würden, wohl aber würden sie Japans Ausehen in Ehina fördern und das Ansehen Großbritanniens schwächen. Die Gewährung der japanischen Forderung würde eiue Umkehruug der gegenwärtigen Verhältnisse bedeuten. Brand in einem Tabakmagazine. London, 11. April. Die „Times" melden aus Liverpool: In einem großen Tabakmagazine im Mer-sey-Duck brach eiue Feucrsbruust aus, die einen beträchtlichen Umfang auuahm und um Mitternacht noch nicht gelöscht war. Heuschrcckeuplane in Ägypten. London, 11. April. Die ..Morningftost" meldet aus Kairo: In ganz Ägypten herrscht Heuschreckenplage, die trotz aller Vorkehrungen zunimmt. Die Baumwollernte ist in Gefahr, vernichtet zu werden. Aus Hyrien lammt die Nachricht, daß die Heuschrecken die Felder zwischen Sparet mit dem Mote! Jerusalem und El Arisch zerstörten und datz die Nomaden der Halbinsel Sinai nach Ägypten flüchteten. 3^rtlll:mo».U'ctk'c N?dalt?'.!r 6nm-! ,^ ;: n !«', t. 9tcueftet 3611 3 0< NW. schwach j wolkenlos l 00 Das Tagesmittel der Temperatur von Samstaa berräat 5 4». Normal? 8 7°. » « Das Tagesmittel der Temperatur von Sonntaa beträat K 3°, Normale 8 9". » « Unserer heutigen Nummer (Gesamtauflage) liegt ein Prospekt über * Nützliche Bücher boi. Wir empfehlen den Proapekt einer gefl. Durchgicht. Z)clnkfclgung. Tiefgcrührt durch die vielen Beweise herzlicher Teilnahme während der Krankheit nnd beim viel zu srüheu Hinscheiden unseres tmern Neffen und lieben Cousins, Herrn Adolf Gestrw sprechen wir aus diesem Wege allen unseren innigsten Dank aus. Insbesondere danken wir den Herren Beamten der Südbahn sowie allen Freunden und Bekannten für das zahlreiche ehrende Geleite ans seinem letzten Wege. Herzlichen Dank auch den Herrn Sängern für den ergreifenden Trauergesang nnd den geehrten Spendern der prachtvollen Kränze nnd Bukette. 'Dergel't'5 Hott! Laibach, am,2 ?vrl 19 5 D^ trauernden Hinterbliebenen. Laibllcher Zeitung Nr. 81______________________________635______________________________________12. April 1915 Amtsblatt. 3-1 g, 7710. Kundmachung. Zufolge Erlasses des k. f. Ministeriums für Landesveiteidiguug vom 3, April 191b, D«i», XIII. 5lr. 333 gelangt mit Beginn des Schuljahres 1915/16 in den k. u. t. Militär-Erziehunq«- und Bildungsanstalten ein lrai« nischer Swatsstiftungsplatz zur Besetzung. Das Schuljahr beginnt in de>i Militär realschulen am I. September 1915. In die Militärakademien findet eine Aufnahme während des Ürrieges überhaupt nicht statt,. In betreff der allgemeinen Aufnahmsbedingungen für die genannten Anstalten wird auf die hiermnts, Dep. X. zur Einficht auf« liegenden Konlursauöschreidungen verwiesen. Hiebei wird jedoch bemerkt, daß dir Verleihung der Stiftungsplähe nur vorbehaltlich der mit befriedigendem Erfolge abzulegenden Aufnahms» Prüfung und der erneuert zu konstatierenden körperlichen Eignung erfolgt und daß die all» «cmeine Aufnahme in dicsem Jahre unr in den I. Jahrgang der Militär^Unterrealschulen. in den I., II. und III, Jahrgang der Militär» Oberrealschulcn stattfinden kann. Eine Neu» aufnähme auf Stiftmigsplätzc iu die höheren Jahrgänge der Militär» Unterrtülschulen findet sonach nicht statt, doch ist die Übersetzung von Zöglmgen der Militärster ^inie für Kinder von Adel, deren Eltern zur eig tungsplätze sind bis zum 1. Mai 1»15 beim krainischen Landesansfchusse zu über» reichen. Sie sind mit dem Geburtsscheine, dem Heimatsscheine. dem Nachweise der Mittel« losigleit des Kompetenten, dem militämrztlichen Zeugnisse, dem Impfungszeugnissc und letzten Studienzeugnisfen, mit Einschluß des Zeuq» nisses des letzten Sein esters, dann falls sich der Anspruch auf den Adel oder die Abstammung von einem Offizier oder Beamten und auf deren Verdienste gründet, auch mit den Be» züglichen Nachweisen zu belegen. In den Gesuchen um Aufnahme in eine Militärrealschule ist der Standort jener Mi» litärrealschule anzugeben, in welche die Ange« höngen die Aufnahme des Aspiranten anstreben. Bemerkt wird, daß auch heuer, wie in dm Vorjahren. Jünglinge, welche sich um Stif» tungsplätze bewerben, in der t. u. l, Marine» atademie in Fiume im I., ausnahmsweise auch lm II. Jahrgange Aufnahme finden lönnen, wenn sie den vorgeschriebenen Bedingungen entsprechen: in letzterer Hinsicht wird auf die biesfallige gleichfalls hieramts sowie bei den Direktionen sämtlicher Mittelschulen in Kram emzusehende Konkursausschreibung und noch besonders auf die voraussichtlichen Vorteile einer Bewerbung um solche Plätze verwiesen. In der Marinealademie beginnt das Schul» lahr am 16. September 1915. K. t. Landesregierung für Kram. Laibach, am 8. April 191b. »3 »6 «V2. 3922/VII l» «x 1915. Auszugsweise Kundmachung. Von der l. t. Generaldirettion der Tabak» ressie wird hiemit wegen der Installierung einer "tuen elektrischen Primäranlage bei der l. l. Awalfabrit in Uaibach die Konkurrenz auSge» ws«l<3" ^"lage, die zur Lieferung des elektrischen bat un'«'^ für die l. t. Taba.'fabrit zu dienen Danmfm^t zwei Stück liegende Verbund-2 S ück Nl.°" von jc •¦— PROGRAMM'- 1.) Sohubert: Souate l)-dur, (Allegro — Andante sostenuto — Rondo). VTMy Bnrmester Karl Frühling:. 2.) Mendelssohn: Konzert, E-moll. (Allegro moderato — Andante Cantabile — Allegro vivace). Willy Barme star. 3.) a) Chopin: Nocturne, Des-dur; \ _ - Frähllll„. b) Liszt: Rigoletto-Paraphrase; i **T1 *runuD«' Fünf Minuten Pause. 4.) a) Mosart (1756—1791): Menuett. Zum erstenmal b) Beethoven (1770-1827): Contre-Tanz. » > F j Bearbeitung e) Hummel (1778-1837): Alter Tanz. » » von wlUy d) Dnssek (1761-1799): DeutBcher Tanz. » » Bnrme«ter 9) QOBseo (1733-1824): Tambour in. » /; BrahmB-Joaohlm: Ungarischer Tanz. » > 5.) Paganinl-BurmeBter: Hexentanz. Willy Barmester. Die Eintrittskarten (Sitzplätze) zu E 5-—, 4-, 3—, 2-, Stehplätze zu L 1*20 sind erhältlich in der Buch- und Musikalienhandlung lg. v. Elein- mayr & Fed. Bamberg, Zongressplatz Nr. 2. 663 3-3 r Wäsche für Institutszöglinge vorrätig. ^nleillgung »on 8säut2U88tzttung8n Wäsche für Baby vorrätig. Gegründet 1866. Herren-, Damen- u. 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Wiederimpfung das sicherste Mittel ist, Bich vor Erkrankung an Blattern zu schützen und ladet daher allo jene, die noch nie geimpft wurden, und jene, bei denen seit der letzten Impfung schon 6 Jahre verflosRen sind, dtingond ein, sich der Impfung, bezw. Wiederimpfung jetzt zu uuterzieheo. Die öffentllohe, kostenlos« Impfung: gegen Blattern beginnt honer am 12. April und wird täglich (außer an Sonntagen) bis 30. April fortgesetzt, und iwar im Mestui dom mittags und naohmlttags nm 3 Uhr. Zu diesen Impfuugou sollen von den Eltern auch die noch ungeimpften Kinder und jene Schulkinder gebracht werden, die derzeit keine Schule beBuchen, somit nicht in der Schule geimpft werden können. Besondere Vorladungen zur Impfung werden heuer nicht erfolgen.,' StadtrcLStglstrsct X-ialTosiclx am 6. April 1915. 835 Št. 5601. Razglas. Mestne njive ob Gruberjevem prekopu med doraobransko vojasnico in mestno klavnico v kat. obè. Poljansko predraestje se oddado neimovitizu ljubljanskim rodbinara brezplaèno v najem. Reflektanti naj se takoj pri mestuem magistrate (goßpodarski urad) zglase, kjer poizvedo vse posamezne pogoje. Mestni magistrat Ijubljanski dne 10. aprila 1915. • Erstklassigen • Bauxit liefert waggonweise eine inländische Firma. Reflektanten belieben ihre Adresse unter Chiffre „B. 75" an die Administration dieser Zeitung einzusenden. 811 3—2 yWlMillle: Berlin, Parli, Rom m/ BtitM ko«n. Zahn- ^**^ ^p^- A ^>^"^ l Sljfdl, Ulbacb # J ^g?^ ayteZ^OtifHar)^«» 7 f „441 68 W9* Schuhmacher ^OTI J. 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