Laibacher Seituna. II »»K. Dinstag am ««. August «8K« Die „Lail'^cher Zritm,,,," nscheint. »lit ?l„.1>!^h!»e l"'l- Soim- >l»d ^iertaqc. täglich. »„2 sostct üi,!l»lt d.>» Ncilagen i m Co m^ to ir q a n , j ä h ri a , l ,1 s, , l s,! - s. ' ^ ^, ,n , Kreuzbailt, im (5^»N't°ir ganzjährig 12 ,7.. lialbj^hrig tt fi. Mr die Zil'^llmlq iu's Haus siiio l,al bjai, ri >i 30 fr. mebr ,,. entrichc.» U, V^ ">, ^ ' !"'^ ?rei ss"'l,,j.ihl'ig, „liter Krcnzl'^i!, n»d gedruckter Adresse 1.', st., halbjährig 7 fl. 30 fr. ^ I» serat i o» sqebi, b r fiir eine S^lt.Nleile oder t,s» A... . -, ^'^,^ malige Ei>!schalt>!»g Z kr., für zweimalige 4 kr., snr dreionilige ', fr. (f. M. Inserate bis ,2 Feilen fosten 1 ss.-^ür 3 Mal. 50 fr. fi,r 2 M^is >md 4N s, ^r < M> "' ^'^ ""' 6» dicscii Grbiihri'il ist nach 5cm ..pro'.'isllrisch.n Gesetze voni <>. 1'll'veinber l. I. fii,ischaltil„g hinz,, ,» sschm,, "„^„chalteil. 3luf die „Laibacher Heitunst" wird f»iv dii Zeit vom l September bis Gud«. December »831 Pränu-meration angenommen. Der Preis dafür ist im Eompwir it st. 2« kr., mit der Post versandt portofrei I ft. Amtlicher Theil. D^as am 2/;. August 1861 ausgegebene I.ll. Stück des allg. Neichsgeseft- und Regiernngsblattes vom Jahre 1861 enthält unter Nr. 19t nachstehendes kais. Patent vom 22. August 1851, wirksam für den ganzen Umfang des Reiches, wodurch das Institut der Nationalgarde aufgehoben und die Neorga-nisirung von Bürger- und Schuften-Corps bewilligt wird: Wir Franz Joseph der Grste, von Gottes Gnaden Kaiser von Oesterreich; König von Hnngarn nnd Böhmen, König der Lombardei und Venedigs, von Dalmatien, Croatien, Slavonien, Galizien, Lodomerien und Illyrien, König von Jerusalem :c. :c.; haben in der Ueberzeugung, das; die unter verschiedenen Benennungen bestehenden bewaffneten Bürger-Corps mit Rücksicht auf die über deren Einrichtung und Wirksamkeit gemachten Erfahrungen einer durchgreifenden geschlichen Regelung bedürfen, dann in der Erwägung, daß das während der leftten Wirren entstandene Institut der Nationalgarde, ungeachtet mancher ersprießlicher und von Uns auch anerkannten Dienste, welche dasselbe au einigen Orten zur Erhaltung der Ordnuug geleistet hat, doch im Ganzen weder dem Zwecke noch der inneren Organisation nach als eine mit der nachhaltigen Befestigung der öffentlichen Znstande vereinbare Einrichtung sich dargestellt hat, endlich in huldreicher Anerkennnng der Verdienste, ivelche sich die zu Folge besonderer Bewilligungen Unserer erlauchten Vorfahren an verschiedenen Orten bestehenden Bürger- und Schuften-Corps in Zeiten großer Bedrängnisi um Unser Haus und den -Staat erworben haben, über Einrathen Unseres Ministerrathes und nach Anhörung Unseres Neichsrathes beschlossen und verordnen, wie folgt: Art. l. Die unter dem Namen der Nationalgarde gebildeten bewaffneten Körper haben, wo sie innerhalb Unseres Reiches noch bestehen, von nun an außer Wirksamkeit zu treten. ' — Alle diesen Körpern einverleibten Personen sind demnach des ihnen diesifalls obgelegenen Waffendienstes, so wie der etwa darin bekleideten Chargen eut-hohe». ' Die zur Leitung der genannten Körper bestehenden Verwaltungsrathe sind sofort aufzulösen und die bei denselben befindlichen Acten an die politischen Behörden zn übergeben. , Dte im Besifte der genannten Körper, so wie der einzelnen zu denselben einverleibt gewesenen Individuen befindlichen Aerarial - Waffen sind an jene Waffen-Depots abzuliefern, welche von Unseren Behörden hierzu werden bezeichnet werden. Dasselbe hat von den auf eigene Kosten ange-schafften Waffen zn gelten, welche in die Kategorie der Militärwaffen gehören, jedoch sind Unsere Behörden angewiesen, für diese den nach Maßgabe ihrer Verwendbarkeit im administrativen Wege zn ermittelnden Werth den betreffenden Eigenthümern sGe-meinden oder Einzelnen) zu vergüten. Art. II. Dagegen wollen Wir gestatten, daß in jenen Orten, an welchen zu Folge besonderer Bewilligungen oder Statuten Bürger- oder Schüften-Corps bestehen, diese Corps vorbehaltlich einer entsprechenden Revision ihrer Statuten auch fernerhin fortbestehen. Was die früher bestandenen Bürger- oder ^chichen-Corps der Orte betrifft, wo selbe in Folge neuerer Verfügung zeitweilig außer Wirsamkeit ge-leftt wurden, so behalten Wir Uns vor, zu entscheiden, ob und in welcher Weise deren Reactivirung ^tatt zu finden haben wird. Die Ertheilnng neuer solcher Bewilligungen für Orte, welche hiermit bisher „icht ausgezeichnet waren behalten Wir Uns ausschließlich bevor. Art. III. Mit der Ausführung dieser Unserer Verfügung wollen Wir Unseren Minister des Inneren bepsiichtet haben und ermächtigen ihn zur Erlassung der hierzu nöthigen Verfügungen. Insbesondere tragen Wir ihm auf. die Behufs der Reorga-nisirung der obgedachten Bürger, und Schüften-Corpo und der Revisiou ihrer Statuten zn pflegenden Verhandlungen in geeigneter Weise einzuleiten „„d Uns die sachdienlichen Anträge hierüber nach gepflogenem Einvernehmen mit Unserem Kriege - Minister zu erstatten. So gegeben in Unserer kaiserl. Haupt- und Residenzstadt Wien am zwei nnd zwanzigsten des Mo. nats August, im Jahre Eiutansend achthundert ein und fnnfzig, Unserer Reiche im dritten. Franz Joseph m/p. Schwarzenberg m/j,., PH Krausi m/p., Bach m/.»,, Thinnfeldm i»., Thnnm/l»., CsorichnM, K. Kransim/<'.,' Baumgartner m/ii. Au, 23. August Itt.'li w.ird in der k. k. Hof-nnd Staatsdruckerei in Wien das l.I. Stück des allgemeinen Reichsgeseft- und Negiernngsblatteo und zwar sowohl in der deutschen Meinausgabe' als sammtl.chen neun Doppelausgaben ausgegeben u ver,endet werden. Dasselbe enthält unter Nr^185. Die Verordnung der Ministerien des ^nnern und der Justiz vom 28. I„li 18i>1 >^. M't bezüglich der Durchführung der Bestimmungen oes 5 >2 des organischen Gensd'armeriegeseftcs C". ''' des Jahrgangs M'.O des R G Bl ^ '" Betreff des Taglia- und Prämien-Ausmaßes elne Erläuterung und Ergänznng erlassen wird. 12. August 18. i, .^ ^ a h billigte Verlegung des Landesgerichtosiftes von Iaslo nach ^arnow kundgemacht wird. Nr. 187. Den Erlaß des Iustizministerinms vom 13. August 1851, wodurch festgeseftt wird, das; die Wirksamkeit der Notariats - Ordnung in dem Kronlande Böhmen am 1. October 1861 zu beginnen habe. Nr. ,88. Den Erlaß des Finanzministeriums vom lit. August 18.'!l, in Bem'ff d^r Errichtung von ! Finanz-Procuralliren. Nr. 189. Die Verordnung des Instizministerinmst vom 11». August 1861, wodurch in Ausführung der geseftlichen Vorschriften über die Gebühren der Zeugen, Sachverständigen, Dollmetscher, Vertheidiger und Geschwornen in, Strafverfahren, näl>ere Bestimmungen über den Zeitpunct der Anmeldung, so wie über die Auszahlung dieser Gebühren qege? ben werden. Nr. 190. Di< Verordnung des Ministers des Innern vom 19. Angust 18.^1 , betreffend das Verbot der in Berlin erscheinenden „coiistitutio-netten Zeitung." Ebenfalls hente den 23. August 18.'!1 werden ebenda die rnthenisch- und serbisch-deutsche Doppel-ansgabe des XVUl. Stückes des Jahrganges I860 des allgemeinen Reichsgeseft- und Regierungsblattes ausgegeben und versendet werden. Am 20. August 1861 wnrden von dem I^XXXlll. Stücke des Jahrganges 1860 des allgemeinen Ncichs-geseft- und Regierungsblattes die böhmisch-, italienisch-, polnisch-, slovenisch- und croatisch-deutsche Doppelausgabe ausgegeben und versendet. Am 9. August 1861 wurde die magyarisch-deutsche Doppelansgabe des .Xl.ll. Stückes des allgemeinen Reichsgeseft- und Regierungsblattes oom Jahrgange 1860 ausgegeben und rersendet. Die Inhalts-Uebersicht der in den am 9., 2st. und 23. d. Mts. ausgegebenen Stücken des Jahrganges 1«60 enthaltenen Erlässe und Verordnungen wurde bereito bei der seinerzeirigen Ankündigung des Erscheinens des bezüglichen Stückes in der deutschen Alleinanegabe bekannt gegeben. Wien, am 22. August 1861. Vom k. k. Redactionsbnreau des allgemeinen Reichsgeseft- nud Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. «aibaH, 26. August. Gestern sahen wir den Herrn 0,-. Ig„az Kno blech er, apostolischen Prooicar von Central-Afrika, nochmals in ^aibach. Hente Früh um 6 Uhr relsete er mit zwei hier aufgenommenen Weltpriestem, Dovjak und Kocijanci ^ , nach Triest ab, wo ihn noch einige Priester nnd drei Laien erwarten, >um am 27. August mit ihm in die Mission in's Innere von Afrika abzusegeln. Oesterreich ' Wien, 23. August. Als der deutsche Bund erklärte, daß die Frage des Eintrittes von Oesterreich mit seinem Gesammtgcbiete in den Bund eine ausschließend ihn berührende sey und nicht der Entschei-dnng des Auslandes anheimfalle: da war er vollkommen in seinem Rechte. Eine gründliche und gewissenhafte Untersuchung führt unzweifelhaft zu einem solchen Ergebnisse, und nur eme willkürliche Auffassung vermag demselben entgegenzutreten. Dcr Eintritt des gesammten Oesterreichs in den Bund ist Wetter nichts, als die formelle Anerkennung eines bereits thatsächlichen Verhältnisses. Diese formelle Anerkennung bat nur vom Bunde auszugehen, dessen innere Verhaltnisse dadurch berührt werden. Von einer Verrückung des Gleichgewichtes, von verlepten Rechten anderer Mächte kann nickt die Rede dabei semi. da der factiscke Znstand nack Anßen nickt alte- 822 rirt wird, da weder das Gebiet der auch dermalen schon unauflöslich verbundenen Reichskörper von Oesterreich und Deutschland, noch die Smnme ihrer ge-memsamen Kräfte dadurch verändert wird. Wenn wir daher von wiederholten Verwahrungen hören, welche der Idee des G.'sammteincrittes von Oesterreich in den deutschen Bnnd von Seite Frankreichs und Englands entgegengestellt worden sind, so tonnen wir immer noch nicht der Hoffnung entsagen, die rkHtige Einsicht werde sich im Rache jener Ca-binete früher vder später geltend machen und sie znr Ueberzeugung leiten, daß sie durch diese Einsprachen den Nechten des deutscheu Bundes nahe treten. Wir glauben deßhalb, man werde sich auf die gemachten Eckritte beschränken, und hegen keine Besorgnisse, daß man zu einer diplomatischen Demonstration, wie die Abberufung der Gesandten wäre, sich werde hinreißen lassen. Lolche Schritte haben stets nur dazu gedient, Verwicklungen zu vergrößern und die Lösungen zu erschweren. Wir wissen, das; die specielle Politik Lord Pal-merston's keineswegs darnach beschaffen ist, um den konservativen (5abineten dos Kontinents ihre Aufgabe zu erleichtern. Allein wir vertrauen auf die Besonnenheit des englischen Volkes im Großen und Ganzen, auf die hohe Einsicht seiner übrigen bewährten Staatsmanner und können nicht glauben, daß es im Interesse Englands liege, einen unmotivirten Bruch zu veranlassen, um eines Gedankens willen, der sich in praktischer Beziehung bereits realisirt hat und daher nicht mehr umgangen werden kann, sondern nur nach klarer und formulirter Anerkennung ringt. Ueber den Gesammceintritt Oesterreichs hat nur Deutschland in seiner Gesammtheit die Entscheidnng ;ü fällen. Fällt sie bejahend aus, wird sie dcn Weltfrieden siche-r nicht gefährden, sondern ihm nur als eine Bürgschaft der Erhaltung und Befestigung dienen. Dieß unsere Ueberzeugung, dieß der Gesichrs-punct, von welchem wir die Frage durch Deutschland anfgefaßt nnd erledigt sehen mochten. (Oesterr. Espdz.) ^ Zur Beseitigung der vielen Uebelstände, welche sich aus der verspäteten Anmeldung der Gebühren der Zeugen, der Sachverständigen und Dolmetsche, der Vertheidiger und der Geschwornen in Strafsachen ergeben, hat das Justizministerium folgende Anordnuu-gen getroffen: „Die Zeugen haben die ihnen nach dem Gesetze bewilligten Reisekosten und sonstigen Gebühren, wenn sie Anspruch darauf machen wollen, gleich nach ihrer Vernehmung, oder längstens binnen 24 Stunden, nachdem sie vom Gerichte entlassen worden sind, anzumelden , widrigens angenommen wird, daß sie dar-anf Verzicht leisten. Damit jedoch die Parteien aus Unkenntnisi dieser Bestimmung keinen Nachtheil erleiden, ist dieselbe auf den schriftlichen Vorladungen ersichtlich zu machen, oder nach Beschaffenheit mündlich bekannt zu gewn. Sachverständige, welche in keiner Staats- oder Gemeindebedienstung stehen, haben die zu bemessenden Gebühren, wo möglich sogleich, sonst aber längstens binnen 14 Tagen nach Abgabe des Befundes zur Liquidiruug anznmelden, und sind hierauf von d.'r Gerichtsperson, welche den Befund leitet, mit dem Beifügen aufmerksam zu machen, daß sie nach Ablauf dieser Frist als verzichtleistend angesehen würden. Das Gleiche hat rucksichtlich der nicht im Staatsdienste stehenden Dollmetsche zu gelten. Eben so sind die Kosten der Vertheidigung, deren vorschußweise Berichtigung aus dem Staatsschatze verlangt wird, längstens binnen 14 Tagen anzusprechen, nach deren Ablauf der Vertheidiger seinen Anspruch lediglich gegen den Angeschuldigten geltend zu machen hat. Die Geschwornen endlich haben binnen gleicher Frist nach geschlossener Swung des Schwurgerichtes die Reisekostenvergütung anzumelden. Alle rechtzeitig an-gemeiotten Gebühren sind ohne Verzug zu bezahlen." " Mit der k. dänischen Postvenvaltung ist auf den Grundlagen des deursch - österreichischen Postver-cius ein vorläufiges Uebereinkommen abgeschlossen worden. Nach diesem Übereinkommen haben als dänisches Postgebiet, auf welches die nachfolgenden Bestimmungen Anwendung finden, zu gelten: Das Königreich Dänemark und daö Herzogthnm Schle^ia.. Demnach wird die Korrespondenz nach dem Her- zogthum Schleswig, welches bisher als zum deutschösterreichischen Postverein gehörig behandelt wurde, in der Folge nach demselben Tarife berechnet, wie jene nach Dänemark. Dagegen finden auf die Cor-respondenz nach dem Herzogthum Holstein und Lanen-burg und jene nach Rendsburg (in Schleswig) die Bestimmungen des deutsch-österreichischen Postvereines Anwendung. Nach dem getroffenen Uebereinkommen können vom 20. August l. I. ab, Briefe aus Oesterreich nach Dänemark und umgekehrt, entweder bei der Aufgabe bis znm Bestimmungsorte frankirt, oder es kaun die Portozahlung dem Empfanger überlassen werden. Für Briefe bis einschlüssig 1 Loth nach Dänemark und Schleswig entfallt das Briefporto mit 9 ^r., an deutsch-österreichischem Vereinsporto und nut 9 kr. an dänischem internen Porto. Die Tarprogression steigt gleichmäßig von Loth zu Loth mit 18 kr. Recommandirte Briefe müssen frankirt werden. NZicu 24. August. Die neu eingeführte und bereits vorgestern ins Leben getretene Behandlung der Pässe der Reisenden ist eine wahre Erleichterung für das Publikum. Visher mußteu alle Reisenden ihre Do-cumente in den Eisenbahnhöfen, auf Landungsplätzen der Dampfboote oder an den Linien abgeben, sich dann binnen 24 Stnnden wieder bei der Stadthauptmannschaft in der innern Stadt melden und endlich mußten sie, wenn sie wieder abreisen wollten, die Pässe abermals bei der Polizei-Behörde visiren lassen. Diese Manipulation ist nun dahin geändert, daß der Reisende bei der Ankunft in Wien seine Reiseurkunde lediglich vorzuweisen hat, und selbst jene Reiseurkunden, welche nach den bestehenden Vorschriften vor der Abreise des Fremden der polizeilichen Vidirung zu unterziehen sind, müssen nicht mehr ohne Ausnahme zu der Stadthauptmannschaft in der innern Stadt geschickt werden, sondern es ist das Poli;eicommissariat, in dessen Bezirke der Reisende wohnte, zur Vidirung ermächtigt. Dieß gilt im Allgemeinen für alle Reisenden des In- und Auslandes. Jenen Reisenden, welche bloß durch Wien reisen, ohne sich aufzuhalten, werden die Pässe sogleich von den Commissariattn im Nord- und Eüdbahnhofe zur Weiterreise vidirt. — Heute geht bereits ein Theil des Gefolges Sr. M. des Kaisers nach Verona ab. — Der Herr Minister des Innern, Dr. Bach, hat die in Berlin erscheinende „Constitutionelle Zeitung" , „welche beharrlich eine der öffentlichen Ord-nnng überhaupt nud dem österr. Kaiserstaate insbesondere feindselige Richtung einhält und namentlich in Nr. 3<59 ^lrch Schmähungen znm Hasse gegen die österr. Regierung aufzureizen versuchte," für den ganzen Umfang des österr. Kaiserstaates verboten. — Ein Wiener Correspondent der „Schl. Ztg." bezeichnet die Nachricht mehrerer Blätter, es habe Oesterreich von der dänischen Regierung eine Entschädigungssumme von ^ Millionen verlangt, als eine irrige. Es soll in dieser Hinsicht bis jetzt österr. Seits noch gar keine Erklärung abgegeben worden seyn. — Einer Mittheilnng der „Oest. Corr." ans Constantinopel, 9. Aug., entnehmen wir: Ueber Anzeige des griechischen Gelehrten, Herrn Simonides, hat die türkische Negieruug an einer Stelle am Bosporus nachgraben lassen, und man fand daselbst in einem bleiernen Kasten zwei alte Manuscripte, eiue Hymne von Aristoteles, nnd eine geographische Karte der sogenannten Fürsteninseln. —. Dem Vernehmen nach ist es beantragt, keine auswärtige Feuerversicherungsanstalt mehr in Oesterreich zu accreditiren, dagegen werden den vaterländischen Versicherungsgesellschaften wesentliche, das Interesse der Theilnehmer fördernde Begünstigungen zugestanden. — Dem Vernehmen nach ist die zwischen Oesterreich und Sardinien schwebende Flüchtlingsfrage bereits erledigt. Sardinien soll sich nämlich erklärt haben, die Flüchtlinge besonders zu conscribiren, sie scharf zu überwachen, und seiner Zeit ein besonderes Gesetz über den Aufenthalt derselben einzubringen. — Die Daner der Anwesenheit Sr. Maj. des Königs von Preußen in Ischl wird sich nur auf zwei Tage erstrecken, da dessen Ankunft Freitag den 29. August Abeuds, die Abreise aber schon Montags den l. September früh erfolgt. — Der Konig von Prensien beehrte den Fürsten Metternich auf dem Schloß Iohannisberg mit einem zweistündigen Besuche. — Die freundliche Annähernng und Ausgleichung zwischen den Höfen von Stuttgart nnd Berlin ist durch die Vermittlung uuserer Regierung jetzt als gesichert zn betrachten. . — Dem Triester Handel scheint ein neuer Schlag bevorzustehen, den Belgien nud die Türkei durch Gründung einer belgisch - türkischen Dampfschifffahrtgesellschaft vorbereiten. Die Fahrten dieses nenen Institutes beginnen ehestens mit Schraubenboten, welche alle Häfen deo nördlichen nnd südlichen Spaniens, Portugals, Sic,liens, des Archipels besuchen nnd sich bis Trapeznnt erstrecken werden. Acht Dampfer stehen schon bereit, die Fahrten zu beginnen. ^ In allen größeren Städten, wo Platzcommandanten bestehen, sollen auch Marschcommissionen errichtet werden. — Das „B. C. B." wid^jpricht, der Nachricht von einer bereits gebildeten Coalition England's nnd Frankreich's gegenüber der Allianz von Oesterreich, Rnßland und Preußen, halt aber ein Aündniß der genannten beiden westeuropaischen Mächte wohl für möglich. — In Siebenbürgen ist das Standrecht anf die Verbrechen des Raubes und Raubmordes nun auf den ganzen Umfang des Milltärdistricts Hermannstadt ausgedehnt worden. — In Venedig erwartete am 29. d. der König von Württemberg in Begleitung des k. k. Statthalters und mehrerer k. k. Generale und Beamten auf der Eisenbahnstation den FM. Grafen Radetzky, welcher von der Bevölkerung nut dem größten Jubel empfangen wurde. Der FM. ist am 21. wieder nach Verona zurückgekehrt. Gl»aa»'t5, 2i. August. Am 19. d. M. wm-den auf der Bahnlinie von Payerbach bis an das Ende der Probestrecke bei Elchberg commissionelle Probefahrten mit der Günther'schen achträderigen Locomotive vorgenommen. Hierbei ergab sich bei einer Vruttolast von 2->l>l) Ctr., ohne Tender , bei der Bergfahrt eine durchschuittliche Fahrgeschwindigkeit von 1'/2 Meilen. Bei .';>/, Meilen Geschwindigkeit in der Krümmung von 1l)(1 Klafter Halbmesser wurde die Maschine auf 2ii Klafter Entfernung, in gerader Linie aber bei l» Meilen Fahrgeschwindigkeit auf eine Distanz von AI Klafter mittelst der Bremse zum Stillstehen gebracht. Gestern wnrde die Reihe der commissionellen Preisfahrten und zwar m''t der Locomotive „Bavaria" begonnen. Von 8 Uhr Früh bis A^ Uhr Nachmittags wurden mit dieser Maschine sechs Fahrten gemacht, und sämmtlich als gelungen erklärt. Hiebei war die constants Vruttolast :wlu; Centner, ohne Tender, die dnrchschnittliche Geschwindigkeit der Fahrt niemals unter 2 Meilen und bei der letzten Fahrt über 2^ Meilen. Der Dampfdruck am Manometer variirte zwischen 90 und 9.'i Pfund. ' Prass. Von dem k. k. Kriegsgerichte auf dem Hradschin zu Prag sind unterm 19. d. wegen des Verbrechens des Hochverrathes durch Betheiligung an den im Jahre 1849 Statt gefundenen revolutionären Umtrieben der bekannte (5arl Sladkowski, Vandidat der Iuris-Doctorwürde; der ehem. Literat und gegenwärtiger Erpropriis und Gefreiter des Wocher Inftr. Regts. Franz Wochocz, Ios. Kalaus, Theolog, dann Techniker, Franz Kaiaus, Hörer der Rechte, dermal Corporal bei Benedek Inftr.; Ios. Beranek, Grnndbesitzer und Müller, nnd Joseph Tuczek, Hörer der Rechte, zum Tode durch den Strang; — Franz Mu/it, Grundbesitzer und Müller, und Anton Husak, Priester und Caplan, beide z" liijähr., und Franz Dnra, Grundbesitzer, zu ^jährigem schweren Kerker; ferner wegen des Verbre, chens der Mitschuld am Hochverrathe, Andr. Krasny, Priester, zu 12, Joseph Breyeka, Grundbesitzer und Wenzel Neumann, Grundbesitzer nnd Müller, beide zu 1l)jährigem schweren Kerker verurtheilt. Im Wege der Gnade ist die Todesstrafe bei Sladkowsky auf 20, bei Wochocz und Joseph Kalaus auf 16, bei Fr. Kalaus und Beranek alls 1 ii nnd bei Tuczek anf 823 44 Jahre schweren Kerker, bei Breyeka und Neunmim die Kerkerstrafe auf die Hälfte gemildert worden. Kolomca, l<>. August. In dem, im hiesigen Kreise gelegenen flecken Kosan, fand.'N unlängst in kurzer Aufeinanderfolge drei Selbstmorde Statt. — Der erste vor etwa drei Monaten nnd der letzte in voriger Woche. — Das psychologisch Merkwürdige ist hier: 1) daß alle drei Selbstmörder der, beiläufig 200 bis 250 Familien zählenden, jüdischen Gemeinde nnd der bekannten Secte der Chassidim angehörig waren. 2) Ist Kosan die Residenz des berüchtigten chasidischen Rabbi Chaimil. Die Folgerungen, die sich aus diesen Prämissen ziehen lassen, Und schon mehrmals bei anderen Gelegenheiten in öffentlichen Blättern wiederholt worden, und wo Thatsachen so dentlich sprechen, kann wohl jede Kri-lik schweigen. Deuts ch l a n d. Verliu, 20. August. Wie man hört, wird die Bundesversammlung sich auch mit der Festsetzung von Bestimmungen über Universitäten beschäftigen. Bekanntlich beschloß der Bundestag im Jahre 1819, daß jeder Universität ein Negierungsbevollmächtigter beizugeben sey, dem es oblige, die Discipliu und die Handhabung der Gesetze an derselben streng zu überwachen; daß alle Universitätslehrer, die sich eine politische Einwirkung auf die studierende Jugeud zu Schulden kommen ließen, zu entfernen und an keiner andern deutscheu Uuiversitat anzustellen seyen, und endlich, daß die geheimen Verbindungen, und besonders die, allgemeine deutsche Burschenschaft, mit der Verschärfung zu verbieten seyen, daß jeder dabei Be-theiligte von allen Universitäten zu relegiren und zn jeder Anstellung in einem öffentlichen Amte unfähig sey. Die Fortdauer dieser provisorischen Gesetze wurde im Jahre 1824 beschlossen nnd zugleich eine (Commission ernannt, welche künftigen Beschlüssen über diese Materie vorarbeiten sollte. Die Arbeiten dieser Commission gaben später zn den Artikeln 39 nnd 34 des Wiener Schlußprotocolls hauptsächlich Veraulas-sung, die bis zum Jahre 1848 streng gehandhabt wurden. In den Dresdner Conferenzeu ist derselbe Gegenstand wieder in Berathung gezogen worden, und aus dem Umstände, dasi sich unter den die Competenz des Bundes betreffenden Vorschlägen der zweiten Commission auch ein Vorschlag befindet, wor-nach Verfügnngen über die Disciplin auf den deutschen Universitäten mit mir zwei Drittel Majorität Seitens der Bundesversammlung beschlossen werden könnten, darf, der „A. N. Ztg." zufolge, wohl der Schluß gezogen werden, daß mau auf die früheren Bestimmungen zurückzukommen geneigt ist. Verliu, 21. August. Der „Globe" enthält Folgendes: „Der deutsche Agitations - Verein von i.'0Nd0N ('lV> (^I'MMI ^il!,!,,»,, II„i(1!1 <»s I.omlon). Unter dieser Ucberschrift haben wir ein Manuscript, datirt 8. Barnards Inn, Holborn, erbalten, welches die Bildung einer Gesellschaft anzeigt, die den obigen Titel tl>igt. Die als Mitglieder aufgeführten Namen gehören Männern der ultrarevolutiouären Partei an. Der Verein beschränkt sich jedoch auf bloße Propaganda, und stellt ausdrücklich in Abrede, sich irgendwie als geheime Regierung für die deutschen Jakobiner constituiren zu wollen. München, 13. August. Aus Nosenheim erhalt man nähere Nachrichten über den kürzlich erwähnten Bergsturz bei Brannenburg; dein zufolge ist der zwischen Andorf nnd Äibling gelegene Scher-beuberg, nachdem, wie berichtet, sich schon mehrere Tage vorher einzelne Trümmer abgeschält, plötzlich ganz zusammengestürzt und hat dabei das Dorf Weidach nebst der Kirchbachmühle überschüttet. Das 37 Häuser zählende Dorf Tegerndorf schwebt noch in Gefahr überschüttet zu werden. Man hört übrigens zum Glücke nicht, daß eiu Menschenleben Zum Verlust kam. Frankfurt, 20. August. Iu der Beschwerdesache des Herzogs von Augusteuburg sott der däuische Gesandte zu der Erklärung ermächtigt seyn, seine Regierung werde sich zur Rückgabe der Güter wohl verstehen, wenn sich ergeben sollte, dasi der Herzog am Aufruhr sich wirklich nicht betheiligt habe. — Die „Neue Oder-Zeituug" enthält über den gegenwärtigen Aufenthalt mehrerer deutscher politi-. scher Fllichtliuge folgende Mittheilungen: Franz Ra-^'anr wird sich in Tirlemont niederlassen und wahrscheinlich daselbst ein Geschäft etabliren; B. Eisenstuck denkt nicht an eine Rückkehr nach Sachsen, ist vielmehr eifrig bemüht, seine mit Oldeuhoven und Comp. in Belgien begonnene Garnspinnerei ins Gebell zu rufen; K. Grün lebt in Brüssel als Privatlehrer ; Löwe von Calbe gebraucht eine Kaltwassercnr auf Rigi-Scheidek iu der Schweiz; Heinrich Simon von Breslan hat sein Gut zu Mariafeld am Zürichersee an Francois Wille aus Hamburg verkauft, und zieht sich nach Zürich oder Genf; v. Rappard wohnt in Zürich uud beschäftigt sich mit mikroscopi-scheu Studien und Anfertigung von dazu erforderlichen Präparaten; Dr. Schnlz, Lieutenant a. D., Hepp, Todt, die Lieutenants Müller uud Nüstow, Professor Kolaczek uud seiu Freund G. Herwegh, K. Nanwerk, Tzschirner aus Sachsen, Hans Kudlich aus Oesterreich, jetzt Assistenzarzt des Dr. Giesker, leben in Zürich, und Tzschirner, unter dessen Namen sich unlängst in Westphalen ein Schwindler hernmgetrie-ben, nm Geld zu erbetteln, hat keinen Augenblick die Schweiz verlassen. Assessor Reinstein, K. Mayer aus Eßliugen, Dr. Wiesner aus Felsberg, Referendar Jacobi ans Münster wohnten im Canton Bern; Lndwig Simon von Trier hatte bisher seinen Anfenthalt in Lausanne und zieht jetzt nach Zürich. Carl Vogt wohnt in Nizza und ist mit seinen zoologischen Briefen beschäftigt. Graf Ookar Reichenbach hat seinen Wohnsitz in England genommen, wo er sich indessen nicht, wie früher gemeldet wnrde, ankanfen wird. Zieglcr aus Brandenburg wird das halbe Jahr seines Erils in Londen verleben. Dr. Engelmann wohnt iu Brüssel, wo er nach glänzend bestandener Prüfung das Recht zur Ausübung der ärztlichen Praris erbalten hat. Mätze aus Bernstadt hat sich m Teras angesiedelt; Schlöffet lebt in Newyork; Bucher, der verurtheilte Stenerverweigerer, in London. Dr. Els-ner ist seit dem 11. Angust von London nach Bres-lau zurückgekehrt. Außerdem reis't Julius Fröbel be-kauutlich in Nicaragua, und Heinrich Zitz lebt im Staate Newyork, wo cr sich angekauft hat. Italic». Mom, 12. August. Das Universitäts-Kaffeh-hans ist, wie das „Univers" erzählt, auf polizeilichen Befehl geschlossen worden, weil dasselbe seit einiger Zeit Spielraum demagogischer Umtriebe geworden war. Als vor einiger Zeit die während der Schweizer Unruheu aus Kirchen und Klöstern geraubten heiligen Gegenstände, als Kelche, Kreuze, Reliquien :c., zum Kaufe auogeboten wurden, hatte eiu römischer Katholik den Auftrag gegeben, sie sammt und sonders für seine Rechnung anzukaufen. Jetzt erfährt mau, daß dcr fromme Kauftr der heil. Vater selbst war, der in seiner unerschöpflichen Munificenz diese geheiligten Objecte aus eigenen Mitteln ankaufte, um sie der Profanation zu entziehen. Die Kisten, in denen diese kostbaren Gegenstände nach dem Ankauf verpackt wurdeu, sind bereits im Vatican angekommen. F r a n k r c i ch. Paris, 17. August. Die „Voir du Proscrit", eine allerdings höchst unzuverlässige Quelle, will wissen, daß die Regiernng nut dem Gedanken umgehe, seiner Zeit die allgemeinen Wahlen für 1862 „icht im ganzen Gebiete der Republik auf eiu Mal vornehmen, sondern in einer Reihenfolge von Districten auo je 6 Departements wählen zu lassen. Der Zweck dieser Vorkehrung wäre, den Unternehmungen der Democratie zu begegnen, welche die durch das Wahlgesetz vom 31. Mai ausgeschlosseneu Wähler auffordern will, sich die Theilnahme am Wahlacte mit Gewalt zu erzwingen. 187 Ärrondissementsräthe, also ungefähr die Hälfte derselben in ganz Frankreich, haben sich für die Revision ausgesprochen. Großbritannien und Irland- vundon, 14. August. Di« Königin soll, — so berietet der „Manchester Eraminer" — den Willen ausgesprochen haben, auf ihrer Rückreise von Schottland die großen Manufacturstadte Liverpool und Manchester zu besuchen, einige Zeit die Gastfreundschaft deo Grafen von Ellesmere in Anspruch zu nehmen, und der feierlichen Eröffnung der St. Georgshalle iu Liverpool beizuwohnen. Dae bloße Gericht schon ist genügend, die Gehirne von einer halben Million Menschen mtt Festlichkettsprogram-men warm zu halten. — Unter den Besuchern der Ausstellung erregte eine Dame aus Lapplaud, von 7 Fuß Höhe, sonst gut proportionirt, ungeheures Aufsehen. — Eil, wahnsinniger Schwärmer, der vor jedem ausgestellten Christubbilde niederkniete, dabei heilige Gesänge ertönen ließ und gegen den ermahnenden Constabler ein Messer zog, mnsite der Polizei zur Aufsicht übergeben werden. — Unter den Fremden von Distinction befinden sich der französische Minister des Innern Mr. Leon Faucher, Mr. Odilon-Barrot, Mr. Ferdinand Varrot, Mr. Bartlielemy St. Hilaire und General Rrbillac, früher Polizeipräfecl. Vsmnnisches Ncich. <5onsl<,nti»l,pel, 4. August. Die Regierung läßt es sich angelegen seyn, der einheimischen Dampfschifffahrt durch die namhaftesten Begünstigungen die Coucurreuz mit dem Auslande zu ermöglichen; auch soll die türkische Dampfmariue mit 14 Schiffen zur Befahrung der verschiedeneu Verbindungslinien vermehrt werden. Unter den auswärtigen Dampfern zeichnen sich jene des österreichischen Lloyd aus, welche übrigens erst durch eine dritte Verbindung zwischen Triest und Constantmopel namhaft gewinnen werden. — Zwischen dem engl. Gesandten in Constan-tinopel, Sir Stratford Canning, und dem englischen Consul iu Aegypten, Hrn. Murray, ist ein Zwiespalt ausgebrochen, weil Letzterer olme Vorwissen des Gesandten mit Abbas Pascha eincn Eisenbahnvertrag abschloß. Es dürfte demnach derselbe als ungiltig erklärt werden, und die Errichtung der Eisenbahn von Alerandrien nach Cairo wieder in Frage gestellt seyn. Neues «ltd Nettestes. Wie», 24. August. Die „L. Z. C." schreibt: Aus bester Quelle können wir versichern, dasi die Zeitungsnachrichten, welche die Finanzmaßregeln der Regiernng als verschoben darstellen, unwahr sind. Mit Zuversicht kaun mau darauf recsmen, dasi in der ersten Hälfte Septembers einige wichtigere Verfügungen in dieser Richtung zur Kenntniß des Publikums gelangen werden; die Verzögerung liegt iu dem Umstände, weil die Bankreform den Finanzoperationen voran geheu soll. Vollkommeu verbürgt vernehmen wir auch, dasi der Vorschlag den 4. oder 5. Theil der Bank-Escomptes in Silber anzuuehmen, nnn von eiusiustreichen Männern eifrig unterstützt wird. Herr Baron Sina hat bei der National bank das ganze Gewicht seiner Stimme dafür eingelegt. Dinstag wird in dieser Angelegenheit eine Plenarver-sammlung Statt finden und schon Donnerstag sieht man dem definitiven Beschlusse entgegen. Tele g raphi sch e Depe sch e u. — Vagliari, 13. August. Die englische Flottille ist unter Befehl des Admirals Parker aus Si-cilien im hiesigen Hafen angelangt; sie besteht aus 4 Linienschiffen, einer Fregatte und 2 Dampfcorvetten. — Turin, U>. August. Die sardinische Flotte, welche znr Zeit iu Portoferrajo stanonirt ist, wird nächstens nach Sardinien absegeln. — Dub iu, 19. August. Wegen des großen katholischen Meetings wurden ernstliche Unruhen befürchtet, doch sind bis heute 6 Uhr Abende keine vorgefallen. Reicheuau, 22. August. D>e Locomotive .Bavaria" hat bei der heute vorgenommenen Falnt eine Bruttolast von 4ttft Ctr. mit einer durchschnittlichen Fahrgeschwindigkeit von 1'/, Meilen von Payer-bach bis Eichberg ganz regelmäßig lunaufgezogen. Verleger: Ign. v. Hleinmayr und Fedvr Vamberg. Verantwortlicher Herausgeber- Ign, Alois v, Kleinmayr Anhanq zur Fai^aHerSeitmtA Telegraphischer <3ours« Bericht der Staatspapiere vom 25. August 185 l. Staatsschuldverschreil'ungen z» 5 pCt. (ii> <5M.) Al l/2 dctto .. i («. M. Wechsel-Cours vom 2Z. August l85l, ?I,!,stcrd.i»,, ssir KW ThalerV,nla,>». 3itl,l, N'.5» 1/^ Vf. 2Mm,c>t. «ugsburg, sür 100 Guld,» Cur., Guld. »10 l/^Vf. llfo. Fransfütta.M., (für l20si.südd. Vcr- cins-Währ. im 2^ i/i ss. Fnß. Guld.) l 18 5/8 Vf. 2 Mmiat. Hamburg, snr 100 Thaler Bancl', Ntt>l. l?5 2 Ml'uat. Liuorilo, fur 800 Tc>scau!schc Lirc, Gold, > tt» ,t. ^avis, fiir 3<>0ssraittr» . . G»ld. 140 Vf. 2 Mminl, K' ,st. Münz - Ducatcn .... 2:j - „ —- — Hirse ... 2 „ 50 „ — —> Heiden ... — » — » ! -^ — Hafer ... I ,, 39 » Z. !062. (l) Nr. 6233. E d i ct. Von dem k. k. Bezirksgerichte Laibach l. Section wird bekannt gemacht, daß am 30. August d. I. Vormittags ,n Uhr vor dem hiesigen Rath. daltse 2 Kutschenpfcrde sammt Geschirr. da»n I zwei-sitz,qcr Gl(lswaczen und l gcdcckle Kalesche verstei-gcrln,gswcise qegcn qleich d«re Nczahlllng werden l)!ntanc,cgcden werden. Wozu an die Kauflustigen d!e Einladung geschieht. iiaidach am 25. August l35i. «l. W6>. (l) NNarnuntz Auf meinen Namcn darf Niemand ctwas borgen, wcll icl) für nichts Zahler din/was ich nicht selbst vMönllch oder nnttels meiner elgen-händlgen Unterschrift bestelle. Moräuzh am 20. August 185l. Mathlas Swctiz, Kiainer, Häuser- imd Reaütätt'iibeiitzel'. Z. l/.ä7- (2) Das Curatorium des krainlschen Lan-t'es-Museums dringt hiemit zur allgemeinen Kermtmß, yaß die gewödlüicken Museal-Ferien heuer am 25 l M. beginnen, uno am 25. k. M. September enden, wahrend welcher Zeit das Museum geschlossen bleibt. Museal-Turat. Laibach am2a.'Aug. lU5,, Anzeige. Mn ist durch Decrtt der l). k. k Ltatchaltere' vom 17. Jänner 1tt51, Z. ^Ni, ausnahmü weise de.vill'gtt worden, in Adelsberss cine Vuchdrurkel ei. so wie von der lodlichen k. k. B^irköhciuplmann' schaft in Mdelöbcrg unterm 22. Ianncr d. I , Z. tt17, cine Vuchbmderei. errichlcn zu dürfen. Da nun bcidc Geschäfte in der Lage sind, jedcr büligen )lnforderung zu ^nüz<»,' so ergeht yicmit die gezicmende E.nladung an dae verehrte Publilum um gl'fäU>ge Rücksichtnahme, mit der Zusicherung, cnier schn Ziehung » fi. Zn kr., sind qegen Einsenoung deö Betrags zu haben bei .F. OSr««», Hofgasse, Nr. 5a in Gratz. ^ik Pläne und Ziehungslisten gratis. Z. 1046. -«-^ »velcke zeitweise viel S ch »i <> r ,^ cn oder cm U » l- e q e l >u ä ß > q ke > t e n D^^.^^^. .—^ ^5.-«/^ und Beschwerden iu ihr,r Periode zu leide» h^bc» . siüden sichere und M^ U ^M > > U^^ > » zuverlässige »ülfe dl!»ch die seil Iahrhm^erte» cl probte,,^««»l!,«L' l>ip»,»l- H. M UM^R^»^^M.M H ««.'>»<» I^l«»^i">"'l^»!. s>l .I„„>i!l>, Vlickliändier in Weimar, das Fläschchen >nil Gebrauchöauweislülq z» 2 fs. V, N. zu beziehen ist. V>iefe i,nd Gelder sl-nlll'«, — Uelier die wM'dl'rbni'cü Heilkräsie dieser (5ss<"z hc!t dlr großl), ^5. Ämttz-Physicnk'U>. V e i> u S nn Verlag von H. I a n s e ri und C o in p. in W e i m a r eine Abhandllüia, heranSqegebe», welche du>.ch alle BuchlMldllMge» fi'r 18 tc. zu beziehen ist. ^. l087. (3) Anzeige. Bei dem k. k. Postamte in Prawald ist eine Postexpeoitors-Stelle gegen Bezug von Zoo fi., nebst fre,er Kost und Quartier zu besetzen. Bewerber wollen ihre Gesuche bis Enoe September, nebst Zeugniß ihrer bisherigen Dienste und beeidigten Aufnahme bei der Postdirection, cm das Postamt Prä-wald einsenden. 3. 815. (2) 3iil«-iiaz Alois v.K.leiiiniayr- & Fetlor U»,»»k^»-U» Buchhandlung !„ L^il'ach. d^.„ be, 8i«,n»»»«» in Klag.nf^vt und »«,,'„„,,» '" Trieft ^l, haben: Die radicale «Heilung des männticHen u nver m ö g e n s> durch eine neu e u. einfach e E u r m e th 0 de, so daß sich Iedel' leichc hetsen U!,d dlü ch die W >'e d e !'.' Herstellung einer q e > i> nde n E >' » ä' l) r » li a, , die Abmager«»^, Abzehruuss, die Selbstbefleclnng veihüte», und die volle M a n >i n cs k r a ft dnich ein-facheMillel ivieder erlangen kann. — Znr Belehnmg heralis^egeden vo» !)>', ^. iD. Müller Dritte verbcfferte Aussage. 40 kr. Z. 981i. ci) Bei Wallis hauser, Buä)händlcr und Bucl^ drucker in Wien, erschien so eben: und ist in ^'aikach bei Ig n a z v. K le i n m a y l l!> Fed or Bam berg vm räthig.> Nullgefaßte il.rhre nber die VerhältMe^Landmannes und der Landwitthschaft. I„ Frage» und ?ln!wo>,ten znm G^'r^uä) filrden La,id^ „!^nn. von F. W. Hoff», a» n, Wirlyschaftsrath, Gü^ teradm,, Mitglied mehr. wildlv. GeseUjchaften ic. ssr. L. c^ch. 1 fi. 24 kr C M. Cmnmar. Inhalr: V,höli)t,<. Aemter. Gsmeind^veft» ll'kundei'. Geir« und Hypothese, b^nken. Gsireide-Vor-läihe für Nolhj hre. Wasferre^ullrun «, W Keruna,. Fene>^ Versicherung'!! :c. Vlchrranthelc. -elich^n. Unkraut. G>fl> psianzen. Wi'lh'chastskaufc und Verkaus^. Pachtverträge, Maße und Gewichlt. Dünger. Viehzucht. HauZwirtlschafi, Heuerun, :c. :c Di'ser Vand b loet den Schluß des Werkes, dessen i. u> d 2. Theil: .Kilizgefak'e Lehre dc> Landw rihschaft." Mit 7- Tafeln, 46 kr,. u,'d Einzel»? Zweige derLaudwirchschaft." Mit 8. Tafel» , 4Ü kr., kur^ zuvor erschienen. (?6 >st also hiemit ein Werk beendet, dao ei, cvolll'la'id'ge, biindle u»!) populäre Lehle der a,>,nzen 3an0w rthsch^fc n,it alleu N^benziveigcn > nd Veihältloffer, umfaßt —und delonders ivl'ge,! ftii,er r.iu p'/attischen lichte» Abfassung für jeden üaudmann u»o anqeheuden Lankwirth den enüchiedenüei Nutzen gewahren !t.l,ß. (5, dlich wird diese letzt,' Abtheilung auch jedem Oecoiiomen ein s,hr w Ilkonnneneö Nachschla^ebuch sey», , da er y,,r alles Wlchtigt und Neue der Ge!amlnt!andwirthsch>ift ssec'rangt zusammeuge^ellt findet', Die neue Zlitschrift der öster,-. i'andw Gesellschaft, W,enfsz Bei Trcwendt Kk Graniev ii, Vreslau ist so eben eischiencn und in der Ist«, v Kleinlnayr-- st Fedor Vamberst'schen Buchhandlung in Laibach zu haben: UeberWaagenundWägen. Mit.,z >l.'i Tabellen über den Stand der Branntwein-Spmocl in zu warmem oder zu kaltem Spiritus, und über die Zusam-mcnzil'dlinq der Mischung aus Alkohol und Waffer. 8. 2 Bog. Geh. 30 kr. D l e KunstderAsphaltirung. Eine auf oractischcn Esfahnmgcli beruhen« oe technische Anleitung zur Herstellung aller Artcn ^on Asphalt-Arbeiten. Zum Behufe eilur allg^lueincn Vrll'reil'uug diesei' hockst nützlichen Erfindung veröffentlicht uon Stahlhut. gr. 8 I'/^Boq. drosch. I si. Z. 97.',. (l) Bei (Hebhart Ks Nrislaild i» Leipzig erschien m,d ist >'» L.'.ibach bei I. v. Kleillmayr A Fed or Vamberss zu haben: l!«lv<.>l'lc:>s'. 3 Bande 13 si. 3Ukr. „ Lynopsis d»r dlUtschen c?!, 'Schweizer Flora 3 Bande 12 » 4U » „ T »schtnbuch der deutschen I-! Schweizer Flora ic. 4 » — „ Di».' Versannnlnl?g der Natllrfol schei- ,'n Mainz im Jahre 1849 sprach sich libei- Koch's Werke dahin aus, «dasi, wenn eme „eue SlN'dfiuth alle botanische», Werke verixchrei," ilüd die K o ch's6)e,i Werke allein ge? rettel luiirdeu, die ganze Wissenschaft der Botanik nichts ucilürei, habe; wohl die ausreichendste En^ pfchlimg. .^. lN2ti. (I) Bei I. v Kleinmayr K5 Fedor Vamberss, Buchhändler in itaibach. ist z» hab,n: Boseo s nnd Fvickels Wnnoer über Wunder, oder die einhüllten Gtheinnlisse aller Zauberer, Magierund Hexenmeister, wie mau eine Menge liberraschender, leicht auszufüh« render, meistens ganz unbekannter Kunststücke produ» cireu kann. Ans den, Nachlasse der berühmtesten Künstler herausa/-geben von Hil. Pfifficus. D'itte ?lufi. 40 kr. Die Kunst, Arac, Rum u. Cognac aus Kartoffeln u"d Zucker aus Runkelrüben fowl? anch einen vo», dem ächten nicht zu unter, scheidenden tu gliche» (^hampa^ner sicher und mil we»ig Koste» beizust^ie,,. .^.ach den „euchen Er. fabnmaen von B. Mi'us, O, Azntmam,. Dritte " Auftaue. 40 kr.