^K ZH» Montag am s November «833. Dlc ..^li^cher Zeituim" crsch^nt »nc 'Ausn^lxnc c>cr Loin,- »,w ^cnrtaq. , lagil.Y. mw ,mttl ,c,iu»tt »en Bcilagru im Comptoir g st.. h a I t'j a l) r I g 5 sl. »('tr,. nnl ,ssr e ii i band im <5o'M'tmr q an , i ä l> r' a t 2 ff.. l> albjährig <', sl. ^nr v>c Zuäellung m's Haus sin?, l, a ! l' j ä b rig 3<» tr. intlir z„ entrichten. Mit der Post portofrei qa,!,!äbria ixttcr ssrnl,dli!io und qcdnicktcr Ndrcssc 15 ff., ball'jäbri^ 7 ss. 3« lr. — Insc r t i 0 ü sss el'il l, r sür eine Spaltmzcilc odev dcn Raum dcrselben, iss für eiumaliq, Eiiischaltuni 'l'sr fiir'zweimalig ^ fr. fiir dreimalige 5 fr. C. M. u. s. w, Z" dieftn Gcbülircn ist m,ch drr Iiiscrtionsftämvel vr. >U kr. sur .inc jcossmalige Einschaltung hinzp zu r.'ch!un Inserate bis lH Zcilm fojtc'u l ft. 30 kr. für 3 Mal, < ft. w lr. für 2 Mal u»d 50 fr. für l Mal (mil Inbegriff des Inftrtionsstämp^lS)^ Zmlsicher Theis. ^e. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-höchster Entschließung vom 2'4. l. M. den Ministerial-Konzipisten im Ministcrium für Knltus u»d Un> terricht, Dr. Wilhelm Carabelli Edlen v. Lun-kaszprie. zum Ministerial > Sekretär in demselben Ministerium allergnäoigst zu crl^cnucn geruht. Veränderungen w der k. k. 2lrmee. Ernennungen: Der zweite Oberst dcs Kürassier.Regiments Kai< ser Nikolaus von Rußland Nr. 6. Josef GmfGal. lcndcrg, znm Kommandanten des Dragoner.Negi' ments Prinz Eugen von Savoyen Nr. !'. Der Major Johann Schon at, des Infanterie. Regiments Hoch-" und Deutschmeister Nr. 4, zum Kommandanten des Kadctcu - Instituts zu Straß. Beförderungen: Der Oberstlieutenant Karl Specz v, Ladhüza des Dragoner »Regiments Freiherr u. Horuüth Nr. U. zum Obersten und .Kommandanten dcs Sr. k. k. Apostolischen Majestät Allerhöchsten Namen führenden Dragoner-Nrgimcnls Nr. 3' Im Gcncral-Qnarticrmelstcrstabc: Der Oberstlieuicuant Josef N iugcIsheim zllm Obersten, der Major Michael Ritter o. Thom zum Oberstlieutenant und der Hanvtmann Franz Schmidt, zum Major. Ucbcrsetzuu g c n: Der Kommandant des Kavetru.Institnls zn Kra« kau. Major Adolf v. Klimcnt. dcs Almcc.Siandeö, zur 22. Adlhcilnng des Armrc.Olier-Koinmando^ lind der Kommandant dcs Kaveicn.Instituts zu Straß. Major Franz Hauschka. dcs Infantcrie.Negiments Erzherzog Franz Ferdinand d' Este Nr. 32, ui gleicher Eigenschaft'zum Kaveicn »Institute in Krakau. Pensionirun gcn: Die Oberstlieutenants i Franz Schmidt, des Sr. k. k. Apostolischen Majestät Allerhöchsten Namcu fnhrcndeu Dragoner «Regiments Nr. 3, und Karl Dienstl, des Dragoner-Negimeuts Prinz Eugen von Saooycn Nr, 6. Kaiserliche Verordn nug uom 28. Okto- der 18^7, wirlsam für alle Krouläuder, womit die Vrstimmnn- gen des Gcseßcs uom 6. September 18!ltt über ÄU' knudigungcu und Zeitschriften geändert werden. Nach Vernehmung Meiner Minister und nach Auhöruug Meines Rcichsr.ul'es habe Ich nachstehende Aenderungen des Gesetzes uom 6. September I860 beschlossen. H. 1. Die nach §. 13 der Prcßordnung vom 27. Mai 1852 znm Kaulionserl^ge verpfiichictcu pe^ riodischeu Druckschriften des Inlandes werden bezüg/ lich des Blattes oder der Blätter, für welche die Kaution zu leisten ist, der Slempclal'gabe untermor. fcn. wenn sie täglich oder wenigstens ein Mal wö> chcMlich erscheinen. §. 2. Die Stempelgebubr wird uom Hauptblattc entrichtet uuo l'cträgt I kr. ucm jcrcm Ereniplar des» selben. Erscheint an einem Tage kein Hanptblalt. sondern uur ein Nebenblatt, so ist oou diesciu die Gebühr zu entrichten. §. 3. Die Stempelgcbühr muß, bevor der M> druck der periodischen Schrift erfolgt, entrichtet wer< den ^ der Stempel wird daher a^f das uoch uiilic' druckt zu Amte gebrachte Papier uwfgcdruckt und muß nach rcm Drucke auf der erste» Seite des gebühren' Pflichtigen Bwttcs erschrinsn. §. 4. Die ausländischen Zritungcn, von welchen der K. 22 des Gesetzes vom 0. September I8l;l) ham delt, sind in Absicht auf d>c Gebül'r wie die iniänoi. schen zu behandeln. Die Gebühr ist bei ocm Abou> liement der Dnickschrift von Meinen Postanstallen eiN' znhedcn und für das StempelgefäU zu verrechnen. Der Druckschrift wird bei der Hmausgabe bloß der Poststempel aufgedruckt. §. !>. Vci Vcrcchuuug der für die Beförderung durch die Postanstalteu zu erhebenden Gebübr von Zeilschristcn ist von dem Abonncmcntspreisc der Vlät» ter, welche dem Stempel unterliegen, der Vctrag der Stemvelgebühr in Abzug zu bringen. §. 6. Ankündigungs - oder An^eigeblätter, welche nicht als Bestandtheil einer Zeitschrift ausgegeben werden, unterliegen der für Zeitschriften festgesetzten Stem, pelgebübr von jedem Exemplare, sie mögen periodisch oder nicht periodisch erscheinen und auf was immer für eine Art verbreitet werdcu. Ingleichen die inlän« dischen periodischen Blätter nicht > politischen Inhalts, die Iliscrtiolirn aufnebmen. Die in dieselben ringe» schalteten grbührenpfiichligen Ankündigungen und Nach» richten werden nebstbei derselben Grbütir unterworfen, welche von den dicßfä'lligen Einschaltungen in Zelt» schriften zn entrichten ist. §. 7. Die in §. 2« des Gesetzes vom 0. Sep. ten'ber 1830 festgesetzte Insertions. Gebühr wird von 10 kr. auf 45 kr. crböht. §. 8. Znr Entrichiung der Stempelgebübren ist die Nnternebmnng verpflichtet, aus welcher der Druck der Zeitschrift. oder des Ankündigungs» oder Anzeige» Blattes bervorgegangen ist. §. 9. Dieselbe ist auch verpflichtet, von Ankün» diguugs' oder Anzrigeblältern, welche nicht periodisch erscheinen . die entfallenden Emschaltungs « Gebühren unter Anschluß eines ungestempelten Eremplarcs des Anknndigungsblaties am Tage der Herausgabe dem dazu bestimmten Oefällsamte einzusenden. 8- 10. Für die Entrichtung dieser Abgaben paf> ten nelist den im §. 8 uiio 9 diesrr Verordnung !ie> zeichneten Personen, mit diesen und untrr sich zur Feierliche Uebernahme ehemaligen U n i v e r si t ä t < G e b ä°u d e s von Seiten der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften am 2!). Oktober 18«7. "^icu, 29. Oktober. Nach einem beinahe zehnjah. rigcn Intervall nmfaßle hentc Mittags der große Saal des thcmaligcn Universitätgcbänocs znm ersten Mal w'cdcr rinen Kreis gelehrter Männer, dessen Zentrum d>e Neprascntanlcn des geistigen Lebens Oesterreichs "l etcn. Vieler Stürme Zeuge war das ehrwürdige "edande, in d^, s^^ ^^ ^js^.j„ Maria Thensi.i ein monument fs,r (5,^kcitcu gesetzt, aber von nun an '°U es durch ^c Munifizcnz Sr. Majestät des Kai. N's. wie Se. Erzellcu; Freiherr Alexander v. Bach bemerkt in der Eröffnnngsrede, nicht nur der Sam< '"el>. sondern nuch dcr Glanzpunkt des geistigen Le> 'Vs in Oesterreich werden. Nachdem die VcrsamM' ^'ug diese erfreuliche Kunde ans dem Mlinde des ^urawrs der Akademie vernommen. erhob sich der "^epvasit)^ der Akademie. Herr Dr. v. Karai^n. ""^ hielt eine gediegene Fcstrede. deren Kern die ski^ zu)c Geschichte dcs Umuersitälgebäudes biloctc, der " einig? inttressautc Details entnehmen, der» ^'" ^'^ Zwecke des Unterrichtes mit den Anfor. ^ "^" des Bebens zu vereinen, faßte die großc M.'"^' Maria Tderesia den Entschlnß. die Hochschule b.-. ""zugrstaitcn. Dabei ficl ihr Blick auf Ger-d, >eü"" ^wicteu, welcher anch der Mission, die me< z>N!»che F.^liität, als ein dem ^cbcn unmittelbar zu> ewandtes Feld, neu zu gestalten, vollkommen gerecht ^mde. Die Reformen in dieser Fakullät waren aber N)on a„ sich ^,^^ ^. ^^,^ ^^ nothwendig auch die lwrlgen mit iDr in Einklang gebracht werden mußten, I «?" "'^^ "llein innerlich, sondern anch äußerlich, ^l>r Renlisiruüg letzteren Vorhabens ertheilte Maria Theresia c,cn Befehl, die Hochschule, durch Anlauf mehrerer Hänscr auf Staatskosten in ein großartiges, „uur den Wissenschaften gcweibles Gebäude" umzu wandeln und bciraute den damaligen Erzbischof von Wien, Johann Joseph Fürsten von Trantson. mit der Ansführnng desselben. Von den vielen ihm vorgc> legten Entwürfen zum Baue entschied er sich für je-nen dcs Inspektors und Kontrollors des l. k. Hof-ballamtcs Johann Niclas von Iadot, Baron oe Ville Issey. Näl'cres über den Schöpfer des schönen Ge> bäudes läßt sich kaum berichten, indem sogar sein Name in «all' den zahllosen Beschreibungen Wiens" bis zur Stunde fehlt, um abwechselnd den Herren Johann Enzenhofer, Daniel Christoph Dietrich und Adam Münzer, alS Denjenigen, welche dessen Idee verkörperten, den Platz einznräumcn. 1783, also nach Verlauf von zwei Jahren, war das Gebäude vollendet. Vald darnach malle Gregoiio Gnglielmi. nach den Ideen Pielro Metastasio'ö, die Decke dls großen Saales. Der Bau kostete über 320.000 ft., line für die damaligen bedrängten Zustände ziemlich große Summe. Der Redner berührte die weitere Entwickelung nnd die Schicksale der Wissenschaft in Oesterreich bis auf die jüngste Zeit herab, in der die Stätte, c»ie der Wiener Hochschule in ränmlichfr Vcziehunq nicht mebr genügt, durch die Gnade Sr. k. f. Apostolischen Ma> jcstät anf Antrag des um die kaiserliche Akademie so doch verdienten Kurators, Sr. Ekzellenz deö Herrn Ministers dcs Innern, Frciherrn u. Bach. der Wissenschaft nicht sowohl zn ihrer Verbreitung als uor> zugsweisc zn ihrer Erweiterung wiedergegeben wnroe. «Wir ergreifen occher heutc". — rief der Redner in Begeisterung aus, — «voll des tiefgefühltesten Dankes für die Gnade unseres erhabenen Monarchen, öffentlich Besit) von diesem Erbe. wir, die Erben der geistigen Güter, die innerhalb dieser Räume längst in imscre jugendlichen Gemüther a/pftaiizt wurden und ?ie wir als theures Vermächtnis zu aUer Zeit trcn und daukbar bewahren werden. Die edle Absicht M.iria Thensia's. daß sich die Hochschule dem Leben zuwende, ocm Staate nuße und ihn erhebe, klingt uns auch aus den Statuten unserer Körperschaft mabnend entgegen, denn anch st> zählen „die Beförderung der Zwecke der Regierung ;nm Wohlc der bürgerlichen Gesellschaft" zu den Hanptpfiichten der Akademie. . . . Und so möge denn der Allmächtige seinen Segen spenden zu unserem Eintritt in dieses Haus, uns die Kraft verleihen und die Zuoersichl. in seinem Sinne der Wahrheit zu dienen. Späte Enkel aber werden des zweiten Gründers dieser Stätte noch dank« bar sich erinnern, daß Er, eingedenk des Willens seiner gioLen Ahnfrau Maria Tbcrcsia, hier der Wissenschaft ein sicheres Asyl bewahrte, das dem Vaterlande Rndm und Segen bringen mag jetzt uud in kommen» den Zeilen." Znm Schlüsse hielt Herr Prof. Ritter v. Etting» bansen cincn Vortrag über «die Prinzipien der heu» tigcn Physik." Die Akademie hat nun ibren Palast, schließt die «O. D. P." ibreu Bericht, so gut wie ihr Ur» und Vorbild, die vierzig Unsterblichen iu Paris. Kein wissenschaftliches Institut der Monarchie ist reicher und man darf mit Recht sagen, kaiserlicher ausgestattet. Es ist nun an ihr, die Bevölkerung für ihrc Arbeiten zu intcressiren. Wir meinen nicht jenen Strom von Neugierigen. welcher einer schönen Rede nachzieht und für den Kern der wissenschaftlichen Arbeit keinen Sinn hat, wir meinen jenen geistigen Er« trakt der Bevölkerung, der ein wirkliches und lebhaftes Interesse hat für die Forlschritt? und die Arbeiten d«.S Geistes, wenn sie ihm auf Gebieten entgegentreten, durch welche die große Straße der europäischen Ziui. Ilsation fübrt, nicht aber anf einer Einöde, in wclcker die Liebhaberei eines vereinzelten Gelehrten oder auch einer kleinen Piivalclique auf S:aat5ko7ten sich au» siedelt — wenn sie endlich in jeuer verständigen, liar» monischen und anziehen??,, Form gegeben 'st. »'elch/ jetzt auch anf den Gebieten der ernsten Wissenschaft von den bedeutenrstcn Gelehrte,, ^ l,cb''<"te'l ^.'> tionen nicht verschmalit. so»de.-., ^ eu,e Pflicht der Viloung erkannt, a.'grstrcl.t .mo vollzogen wud. «n nngctheilten Hani), die Verleger d^r Z'iisch'.'isieu und AlllÜudlgUNgsl'lälti'r. §. 11. Ans die periodischen Aiikündig-lligsblätter hat dcr §. 27 dcs Gesetzes vom 0. September 1850 in Auwcudu'g zu kommen. §. 12, Die Außerachtlassung der in dcn §§. 3, 6 und 9 enthaltenen V.stiminliugcn, so wic kin dcr Anwendung des tz. 32 res Gesetzes vom (i. September 1880 eutgegcnstchcnder Gebrauch ist ale Gefällt Verkürzung uach den Bestimmungen des berufenen Gesctzls zu bc strafen. K. 13. Gegenwärtige Bestimmungen trcttu mit ^l. Jänner !868 m Wirksanlkcit. §, 14. Mein Finauzminisler ist beauftrag, das zur Vollziehung dicscr Verordnung Erforderliche zu veranlassen. Ischl, dcn 23. Oktober 1867. Franz Joseph ,«. z». Graf v, V u o l-S eh a u c u st c iu >u. z,, Freiherr u, V r u ck m. p. Auf Allerhöchste Anordnung: Ran sonn et m. p. Aichllinlilicher TiMil. O e st crrei eh. Pcltau, 27. Oktober. Se. k. k. Apostolische Majestät geruhten den Dürftigsten dcr durch deu am 22. Juli d. I. stattgefuudencn verheerenden Brand von Micheldorf.und Drasscndorf Verunglückten eiu Gnadengeschenk von 2600 ft. durch den Herrn k. k. Major Haardt von Hartcnthurm zuzusenden, welcher am 2^. d. M. dicse Summe an die Betreffenden auf dcn! Brandplatze vertheilte, worauf die vou dem tief-stcn Dankgefül'lc durchdrungenen Petheiltcu am 27, d. in ihrcr Pfarrkirche zu Zirkouctz ein fcitrlichcs Hochamt veranstalteten, bei welchem sie ihr? inbrünstigen Gebeie zu dem allgütigcn Schöpfer erhoben. Sc. k. k. Majestät in Seinem segenreichen laudcsvä-lcrlichsn Wirken noch lange Seinen treuen Völkern erhallen zu wollen. Ofen. 28. Oktober. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung llcrg>'äoigst zu bcwilUgc» geruht. — Ihre Majestäten dcr Kaiser Ferdinand und die Kaiserin Maria Anna haben dcn durch Vrand vcr-unglücktcn Bewohncrn des Marktes Pliclhal im Bud-weiser Kreise, einen Untcrstütningsbcitrag von 800 ft. zn spenden geruht, — Ihre Majestät die Kaiserin Maria Anna da» bcn dem in Vicenza unter dem Namen „il Soccoiso" bestehenden Vcsscrungs-Instiinte für verirrte Uüd reuige Jünglinge 480 L.. lind Ihre k. Hoheit die durchlauch» ligste F,an Erzherzogin Challottc zu demselben Zwcck 300 L. gespendet. 'Wien. 29. Okt. Auch iu Betreff 5er Volks bildliüg hat lie österreichische Regierung lit Ungarn seit einigen Jahren die uaiuhaftcstcu Vrrbesscrungei', eingeführt. Der verbesserte Uuterrichtsplmi, welcher für Haupt« und Triuialschulcu in den deutsch'slaui-schen Landern eingeführt wordcn war, wurde mit d^m besten Erfolge auch auf die ungarischen Schulen übcr^ tragen. Auch in Uugarn siiid demnach dic höheren Elementarschulen zu Hauptschulcu mit vier abgetheil-ten Klassen eingerichtet nnd aUcn Tnvialschuleu das! Hatiptzicl der drei ersten Haupischulcn vorgi-stcckl wor freulichc Erscheinung im ungarischen Volkeschulweseu ist dic Errichtung und die über Erwarten gedeihliche Fortführung der Pusttaschulcn. Die Zahl derselben dcläuft sich jetzt anf 90. Ei»c besondere Sorgsalt widmete di? Regicrimg dcr Einführung neuer Schul« düebcr, Es wurden nicht nur die neuen deutschen und slavischen, sondern auch ungarische.und slovcuischc emgcfübrt. In welchem Umfange dieses geschal), mag aus dem Umstände entnommen werden, daß im Jahre 18^« nus dcm Wiener Schulbüchcrucrlagc 169.2^0 ungarische und 18.366 romanische Schulbücher nach Uugarn abgeirrt worden sind. * Die Vcrpftegnng des eiuquartirtcn Milliard sammt Dienstpscrven. sonach uorulgswciie der Kavallerie, war frubcr eine Naturalleistung Ungarns un? hat alle Gebrechen einer solchen gc^bt, sie war abn' nothwendig, weil Ungarn lang? nicht nach Verhältniß zum aligcmcineu Staatsschätze steuertc. Die damals vom Lcmde getragene Vergütung dclrug jäv,^ lich mcbrcre MiUioucn. Jetzt wird die Miluärucrpst,-qung ungeachtet Ungarn auch dermal noch nicht >m ganz gleichem Verhältnisse mit dltt andcrcn Kronlau- ocrn bi-steue't ist, doch vom Staatsschätze getragen. Die Vorspaun für das Mllitär ivird nun uoin Land. ourch einen Zuschlag zu der Vergümng des Militär fo»des den Leistenden erleichtert, so daß der leistende jcyt mehr als das Doppelte au Vcrgütliug erhalt. Die BcquaNicruug des Älilit^rs sammt Bcstcllung der Militärspitälcr >var gleichfalls frübcr rine Natu< rallcistung, die jetzt uud zwar uach uuo uach iu sttts steigcuden Preisn vom Milttärfonde, unter Biitiag^ leistung von Seite der Gemeinde und dcs Reserve-fonocs, vom allgemeinen Staatsschatze bezahlt wird. Ungarn liefert zur Ergänzung dcs Heeres mcht mehr Mannschaft als nach dem Verhältnisse dcr Be» völkeruugsz'ffcr ganz gleich mit den andern Krolilän-oern auf dasselbe entfällt, und was gcwiü nicht ge> ring anzuschlagen ist, ein blllig gehaltenes Gesetz regelt uud vertheilt diese Mitwirkung zur allgemeinen Vertheidigung des Staate« nach Gerechtigkeit nnter all? Angehörigen Ungarns. Auch in dieser Vcziehnng zeigt sich daher eiu entschiedener Fortschritt. Wien, 31. Okt. Dcr Herr Ministtr dcs Acu-ßern, Graf Vuol-Schmlcnstein ist, von Dresden kom-mcnd, wo Se. ErzcUcnz auf der Durchreise cineu Tag verweilte. vorgcst>ru Abends mit dem Norddadu-zngc hier eingetroffen. Im Laufe des gestrigen Tages empfing He. Erzellcnz mehrere Besuche des hiesigen diplomatischen Korps. ' Mit Vczng <',uf ciiicu Erlaü uoui 28. April 18^7 ist von Seite des l. k. Fiuanzmiuisteriums cr> klärt wordeu, daö gemeine italienische Weinc iu Zäs« scril und Schläuchen , im Gränzbczirke dcs lomb.-vcnet. Königreiches vom 1. November l837 angefangen, von dcr Koutrolc freigelassen werden. " Dcr Eiugangszoll für Vlci ist, wic folgt, noch weiter als schon vorher, ermäßigt worden: 1. Tarif-post 39 il. Vlei roh (auch Vlciaschc altes gehrochc» ncs Vlci uud Vlciabfällc. Hartblei, Schriftgicsier-metall) 1 ft. den Ztr. .^»m-oo. Anmcrlling. Zur See und über dic Gräuzcn gegen die fremden, italienischen Swateu 1 ft. 30 kr. 2. Blciglätte 1 ft. 30 kr. für deu Ztr. l-lwi-<:s». Tarifpost 39 d. Vlci gegossenes (als Kessel, Röhren. Platten, Kugeln, Schrotte u. dgl.) auch gerolltes Vlci, Vuchdrnctcrlct-tern, Stereotupcnplattcu 4 st. für dcn Ztr. nl>llo. Diese Vestimmnng tritt mit 1. November 1867 in Wirksamkeit. ! Trie st. 30. Oktober. Das k. k. Gcschwaecr! unter rcm Kommando dcs Koulrcaomirals Ritter von Iauy ist von Poln und Venedig kommend, hier ciugetrossen. Dent sch land. M ü u chcn, 2^. Oktober. So cben. Alicuds ti Uhr, ist die erste Probefahrt von München nach Noscnheim und wieder zurück glücklich von Staltcu gegangen und es ist somit der allgemein im Pnbli' kum verbreitet gewesene Zweifel und die hiebci von Vielen getheilte Furcht gehoben. Dieselbe gründete sich auf das leichte und schwebende Ausseycu dcr Isarbrückc. welche eine solche Tragfähigkeit, wie sich oilsclbe scit reu letzten Tagen orwnsen Hai. dcn Laien nicht vermuthen läßt. und eben dadurch ei» wahrhaft sclttnce, einziges Meisterstück ist. Die Technik fciert einen wahre» Triumph dnrch dieses Wrrk, das dem Schöpfcr desselben, dcm königl. Direktor der ohcrstcn Baubehörde und Vorstand der königl. Eiftnbahnbaukommission, Hrn. v. Pauli, zur größten Ehre gereicht. — Aus Wien, 26. Oktober, wird einem Vei> liner Vlatte geschrieben: Da die von dem däuischeu Gcsaudteu, Grafen Villc>Vrahe, gcmachtcu Mittheilun-geu über die Jutcutioiicu Dämmmls nichts weuigrl ! als befriedigend ausgefallen und sich darauf im We-seutlicb.cn bclchräukl habcu sollen. daß eine etwaige Verhandlung wegen der Ocsammt > Staatsverfassung ihre Eilcdiguug in dcm am 14, Jänner zusammentretenden Ncichsralhe zu finden haben würde, so ist Oesterreich, wie mir mis sehr guter Quelle mitgetheilt wir>^, entschlösse», die bekanntlich uuc s»spcudnte Vor» läge an dcn Bund gelangen zn lasstu. Da das Wiener Kabinct mit dem pisüßischeu i» der Angel?« geuheit dcr Hcrzogthümcr bislang vollständig mcinsamc beider Kabiiute se,n werde. — Aus Frankfurt, 27. Oktobcr, wird dcr „Kölner Ztg." geschrieben: Bereits gestern sino beim preutz. Pulwestngsgcsandtln. Hrn. v. Vismarl'Schön-hauscu, Iiistruktioneu eingetroffen, welche ihm aufgeben, in der holstc!N'lan,'nburg'schkn Angelegenheit die Mithilfe rcr Vun^esglleder anzurufen. Der erhaltenen Weisung gemäß theilte Herr v. Vismark dem Grafen Rechbcrg sogleich den Beschluß seiner Regie-rung mit. welcher sofort darüber uach Nieu bcrich» tcte. n»o stündlich Vollmacht erwartet, daß er sich den oeßfallstgen Vorlagen Preußens an ocu Bund au-schließeu kann. Belgieu. Vrüsscl, 27. Okt. Die Nahlschlacht ist gc« schlagen und der Liberalismus hat auf der ganzeu L/uie einen nn^cstriM'neu Trinmol) errungen. Von ailen Seiten lause» telegraphische Meldungen über das Resultat dcr heute im ganzen Lande vorgenoin« menel! Neuwahlen zum G.'iu.'inderatlie ein, uüd über» all sind die Name,, der liberalen KandidlUen siegreich ans der Urne hervorgegangen, Smyrna. 24. Okt, Es geht wiederum ein Geist der Reform durch das osmauische Reich, der hcilverkündcnd dic Gemüther mit frohen Hoffnungen erfüllt. Es heißt, man sei iu StamlmI gesonnen, mun mehr befricdigcuden Zustano der öffentlichen Dinge, eine etwas dauerhaftere Ordnung und Gewähr der türkischen Macht zu bcgrmwcn. Alan spricht viel von umfassenden Vorarbeiten zur Neorgauisü'uug des Schulwsscus in drn asiatischen und europäischen Ländergebieten der Türkei. Was man cigeutlich darunter versteht, ist in seinem gauzen Umfange imch nicht bekaont- was man darüber weis. bezieht sich Icdiglifh auf die Thatsache, daß von Seite der Negicruug Kommissäre iu Die Provinzcu abg'ord^ net wurden, um deu dcrmaligeu Zustand der Schu> len liutcr dcn Bevölkerllngen. welche dem Uüte^tha' nenucrdandc der Pforte angehören, kennen zu lernen. Dic höbcrcn Orts laut gewordene Intention. Regie« ruugsschnlcu au dcn Hauplplätze» dcr einzelnen Pa« schaliks errichten zu woUe», etwa uach dcm Maßstabe europäischer Gymnasien lind Gclehricnschulcn. wo die Lchrgegeustände gauz den heutigen Erfordernissen angepaßt erscheinen sollen, hat bei dem mnselmännischcn -Klcrus lchhaftcn Widerspruch gefunden. Die N>->tl> nalschuleu dcr christlichen Unterthanen dcr Pforte wer« deu von Konstauimopcl ans koutrollirt. gcbcmmt uiw dcr Möglichkeit ciiier gedeihlichen Entwickiung beraubt. (Tricstcr Ztg) Ostindien. — Die „Times" enthält eine Depesche von ihrem Korrespondenten in Alerandricn. die über Marseille eingetroffen ist. Wir lcscn darin: Eine große Anzahl Mcnterer, darunter Kavallerie, ist aus Delhi entkommen. Geocral Outram hatte Eawnpore erreicht uud hoffic Lncknow stcheudeu Truppe unter Major Vartray zerstreut wor' den. Die Rebellen waren jedoch hinter seinem Rücken über dcn Fluß a,ea.M!gcn, rrvcichtcn AticndK dic Stadt, bcfveiten die Gefm,gcncn aus dcm Kerker lMd >nar° schincn am andcrn' Morgen ab. Eilige in einem Bungalow (indischen Hause) verschanzte Europäer wurden nicht heläsügt. 'Man hefürchtetc eincu neuen Ausdruch iu Assim. Eine Verschwörung ;u Gunsten des El'Najah war entdeckt worden. Bei Hazarubagh (?) fand ein Treffen zwischen 200 Santhals und einer Abtheilung Sikhs unter Lieutenant Graham Statt. Die Santhals wnrden bald auseinander gesprengt. 180 Llute. die General Neill in Eawnporc festge» nonimen hsitie, sollen von Mr. G. P, Graut iu Frei' beit gesetzt wordcn sci». Die Mil^e dcr Regierung ist laut verdammt worden. Das Blatt „Hurkaru" ist suMudirt worrcu. erhielt aber nach Verlauf ciinr Woche wieder die Erlaubniß zu erscheinen. Der „Bcllc-isle" war in Calcutta mit dem 93. Hochländer unv rer Dampfer „Maoras" mit dcr 3. leichten Iufa»< leric vom Cap am 25. Scptembcr in Galle ange-lai'gt. Eben so am 3. Oktober der „Thelcs" mit einem Theil des 38. Regiments ans England. Die Blokade des Canton'Flug's wild streng aufrecht er« halten. Mehrere Dschunken, wllchc dic Blokadc bre' chcn wollten, sind aufgebracht worden. — Vci ocit Vcrd,unmuugsurlhei!cn in Bausch uud Vogm, die »ctzt ill Euglaud so vielfach über den Charakter des indischen Volkes ergehen. ist es erfreu« lich, auch dann und wann ein günstigeres Zeugniß über denselben zn vcluchmcn. So enthält jetzt die „Edinburgh Review" einen Artikel, dcr mit höchster Anerkennung von der Anhänglichkeit uud Trcnc indi> scher Dienstboten spricht, hesoudcrs der Kindswärtcr uder Kiudsträgcr (uul-^l'V !»<^><'r,^); deun man kem^t in Indien fast mir männliche Dienerschaft, selbst iu dcn Schlafzimmern dcr Dan,cn, übcr welchen Uebel-stand das neulich crwähulc, Buch dcr Mr. Mackenzie 5tl>ige führt. «Die Gednlo. Sanftmuih, Zärtlichkeit (heißt es dort), womit diese dunkelfarbigen Indicr i,' ihrcll wcißeu Gcwättdern die lleiilcn Kinder ihrel europäische» Gchictcr warten, übertrifft sclbst die Liebe des weiblichen Geschlechts. Stundenlang siyc:! sie da mit ihren Neinen Pfiegebcfohlcncn. untcrhal' ten sie mit Spielzeug, fächcl» sic, wnin sic schlu^' mcru. schclicheu ihncn dic Flicgcn wrg, oder glhen, die Kinder auf dein Arm. ihr cüuöniges Wiegemlro summend, die Veranda auf uud ab. Und dabei'ue< mals ciil Schatten von Verdruß auf der SNrne. keine ungeduldige Geberde, kein mürrisches W^r, wic wuudcrlich und unartig sich auch dcr klcmc "!l^ päcr bezeigt. Im Krankenzimmer doppelt s""^ ^. geduldig, setzt dcr eingeborene' Wärtcr seme gem !-/ O«tt» losen Dienste lange Tage, oft lange Nächte hindurch t>t. ohne an Huagcr und Müdigkeit zu denken. Wenn sie sich von den Kleineil trennen muülcn, hat man sie oft selbst wie Kinder weinen gesehen. und man l?at Beispiele, daß ein solcher Mensch nach Iah. rcn wunderte von Meilen wanderte, um dcn lapfcrn jlingc'n Fähnrich oder das blühende Mädchen ein Mal zu sehen, mit dem cr einst anf seinen Armen getändelt. Diese Leute sind freilich keine Sepoys, aber auch der Scpoy, Muselmann wie Hindn, hat sonsi immer dieselbe Freundlichkeit gegen die Kinder seines englischen Offiziers gezeigt. Er äußerte seine Freude, wenn seinem Kapitän ein Knabe geboren wurde, und schi-n den Stolz der Eltern über dieses Familiener> cigniß zu theile». Wer hat cö uicht gesehen, wie die Ordonnanz auf der Veranda mit den bindern seines Offiziers spielte und sich um ihre nnschnldigen i Liebkosungen bemühte? Welche englische Dame sühltc! sich nicht doppelt sicher, wenn eine Scpoy Eskorte sie auf ibrer Reise gleitet oder eine Sepomvachc vor der Thüre stand? Wcr die Scpoys ain besten kannte, vertraute ihnen am meisten. Näre cin Engländer von langer Erfahrung in cinem ciugrborenen Regiment noch vor einem Ialir gefragt worden: ol) cr glaube, daü unler was immer für Umstanden der Scpoy fähig sein würde, Frevel und Mord an den Frauen und Töchtern seiner Offiziere zu verüben und ihre Kinder zu zerfleischen, so würde er unbedenklich geantwortet haben: daö sei eine Nnmög« lichkcit." Tagsnenigkeitcn. — Seit Kurzem befindet sich in Berlin cine Dame, die mit drei rnssischen Orden geschmückt, in öffentliche» Gesellschaften erscheint. Dieselbe leistete dcn kranken und verwundeten russischen Truppen in dcr Krim außerordentliche Dienste und erhielt dafür diese Dekorationen, welche sie an der linken Ärust-srite trägt. — Einem französischen Vlattc wird von London aus über die Vorstellung eines Drama's gemeldet, dessen Hauptperson das schreckliche Haupt der indische», Revolution. Ncna Sahib, ist. Wie man v0lansgcsr< hen hatte, wurde l iesc Persönlichkeit bei idrem Auf-treten mit einem Uua/wütcr von Schimpfwortcn be-g^üüt und säm'litlichc Fäuste streckte» sich dem Schau-spieler droheud entgegen. Am Ende dcä Stückes nahm die Aufregung aber rille ganz andere Weisung. Ncna Sahib wird besiegt und uou General Hauelock's Hoch' ländcrn zum Gefangenen gemacht. Er wiid nach Calcutta geführt und lebendig in ciitcu ciserucu Käsig eingeschlossen, um den Engländern zum Gespött zu dienen. Vei diesem Anblick bvnch cin wahrer Vei. füllsAn'm los, dazwischen Gepfeife und Gezisch für ^c» beslraftcn Empörer und d^s Geschreis Es lebe Havelock! Die Frauen wehten mit den Tüchern, vie Männer nüt dcn Hüten nnd em tanscnrstimmigcr! Chor läßt die kul^ lirüauni« mit Begleitung des Orchesters crscballcu. Unterdessen schleudern die hitug-sten Zuschauer allerlei Wurfgeschosse, wle Regenschirm' griffe, Etuis uon Opernguckern nnd andere mehr oder weniger mörderische Dinge gegen den unglückliche» Nena Sahib. Der Regisseur, welcher voüriit, um die Vi'chnc etwas zu sänbcru, wird am Kopse gelrof» fcu, ohne indessen weitere Vcrwlinduugen zu spürcu; uutcr allgemeinem Gelächter aber rafft cr die Geschosse wieder auf imd fängt au, das Feuer lcdhaft zu er> lvicderit. Veim Herauskommen der Schauspieler nencr Aufruhr. Viena Sabib wird erkannt; Alles drängt sich uin ocu <,rmcn Schauspieler, welcher cinc Unzahl Pllffe crhäll, währeud ihn von allcn Seiten Geschrei, Pfeifen und Gelächter umschallen. Er wird endlich ^".einigen Polizcidicuern aufgerafft uno in einer ^o,chkc-nach Hause geschafft. Von jcht an ucrklci. kr sich ^^^ Uhrnd, nachdem er uon seinem Di> UNor ci„e Zulaae als Entschädigung seiner Leide» "bete» hat. ^— Vci der durch den heiligen Vater uorgcnoM' nie»?,, feierlichen Grundsteiulcguug für den Vahuhof l>l Eiuilavecchia ka>u cin sonderbarer ZnuscheufaÜ vor. Der Grundstein war eingesenkt und uon Sr. Heiligkeit benedeit, da wurdeu der bl. Vater uud die! ^'slen anwefenden wclilichcn »nd geistlichen Würden-'lä,;cr vom Dclegatcn z» einem vou der Stadt bc-bitten Frühstück geladen. Man folgte der Einla-^ung. ^^j,z ^^. ri^roruilgenc Pöbel hatte mehr als ^ Hälfte der Erfrischungen verschlungen oder in die Aschen gesteckt, so daß nur uoch schöne Neste übrig ""',- Die Fcstgebcr waren iu der grölen Verlc. ' a.^> doch der HI. Vliter wandte cc» Vorf..Ii zu-"st Ms Bchcrzbaf.e. , ^ Am 21. d. M. gegen Abend beabsichtigten '" Polsdem zwel Mädchen / di.' Tochtcr cincs dorli-9,en Wildhändlcrs n»d die Schwägerin eines dortigen >>"sl!,zbeamten. Erstere 19. Icßterc^ >^ Iabre alt. sich '^, Iungferuftc, unweit des Marmor-Palais, zu cr. -aukcn. Au einer Vank bei der Sckwanenbrückc uaiten dieselben cinandrr gegenseitig. und zwar das jüngere Mädchen der älteren zuerst, oie Haare dicht am Kopse abgeschnittn. dann Arm in Arm sich fest« gebunden und waren so an dieser Stclle in das Wasser gegangen, welches jedoch so seicht war. daß die, Mädchen wohl hmioert Schritte vom Ll'ndc cnt> ferut, ooch nur bis übcr's Knie ni's Wasser kamen. Dem' jüngeren Mädchen wurde nun angst uno sie fing so gewaltig an zn schreien, daß sich die Wild-händlerstochtcr genöthigt fano, ihre Gcfährtul aus dem Wasser heraus uud an der GNcmckcr Brücke in cinc Droschke zu bringen. Daö ältere Mädchen ging darauf in ihrem nassen Anzüge nach Berlin, wo sie am 22. Oktober, Morgens ii Uhr eintraf. Sie ist in Folge dieses Vorganges crbeblich erkrankt. — In der Nacht vom 27. p. starb in Golha nach längerem Leide» in Folge des Nervcnfiebcrs der Hofralh Bernhard Pcrtbes. Chcf des berühmten gco> graphischen Inslitnts unter der Fmua IustnS Pcrthcs, in der schönstcn Kraft seines MannesallcrS, sechsund» dreißig Jahre alt. > Der Telegraph brachte aus Paris die überraschende Trancrlundc von dcm Tode des Generals Eavaignac, des ehemaligen Präsidenten der Republik. Derselbe war ein Sohn des Gcmrals Jean V. E^-vaignac, Mitglied des frauzösischcn Naiioualkouocn' tes. und wurdc iu Paris am 15. Oktober l802 g» boren. Nachdem er iu der volyicchmschen Schule lind iu der k«''»l'' len Iabrc beim 2. Gcniercgimcnt angestellt und stieg vier Jahre später znm Kapitän. Als die Inlirevolutlo» auöbrach. befand cr sich in Garnison zu Arras; wcl> chcn Antheil cr an derselben nahm, geht daraus hervor, daß man ihn aus Fraukreiä) zu entfernen suchle uud nach Afrika schickte, wo cr. von 1ttA2 an, au a!^-Icn Fcldzügen rühmlichen Antheil nahm. und 1844 ms znm Vrigavegeueral s.icg. Das Kriegsministerum, das ihm die provisorische Regierung der F^bruarreoo-lntion antrug, schlug cr aus, nahm jedoch die Stelle eines Tcpntirten in die Nationalversammlung an. ^m Mai übcrnabm cr endlich doch daö Kricgsmuustcrimn und nach den Iumlämpfeu sogar die Diktatur, '^o wic sciu Auflrelrn in den Iumtaa.cn der Rcvoluilon ciue ganz ucuc Wcuduug gab. bereitete cr sich da> durch auch cinc solche in sciner Stellnng, Eln guter Thcil sciucr Popularität ging verlorcu. und zn ge-stnnungstüchlig. bei dcn Feinden der Republik eine Slütze zu suchen, entglitt das Rudcr scincn Händen, das cin Klügerer nach rechts uno links zn drehen uud für sich zu grwinncu verstanden hänc. In dcm Wahltampfe um die PräsidsNtcnstelle mit l!ouis Na-polcon mußte dcr chrlichc, charallcrfcste General unterliege». Das Departement Lod wählte ihn wieder i» dic 3is>lio!nil!.'crsaiuml!!!!g; drkauntüch gehörte er auch zu dcu liein» Sl!icNüstrrich uom 2. Dczcmoci l8ll1 Verhafteten. Dic Apathie t>cr N.Uio» cine-r» seits, so wie da^ nunmehr befolgte Reg,crungssystcm hielten jcdc Willenskundgebung ocs Volkes fern, diö endlich in dicscm Sommer,bci dcn Wal,!cu für dic Naliona!vc!.samlNluug, trol) allcr angewandten Gegen, maßregeln, cinc solche siä, nicht mehr Yinlanhaltc» ließ nnd sich in der mit emer ungchcncrcu Majorität zu Stmidc gekommencu Wahl dcs Generals Eavat> gnac ani glänzcuosten manifcstirle. Telegraphische Depeschen. Ferr a r a , 27. Okt. In der vergangenen Nacht ficl der Po wicdcr um 16 Zoll. M ailand, 28. Oktober. Sc. k. k. Hoheit der Herr Erzherzog Gcneralgouvcrncnr ist von seiner nach den überschwemmic» Provinzen umcrnommcncn Reise ill der verflossenen Nacht nach Mon;a zurückgekehrt. Wie mau aus Pavia mcldct. stand das ^ Wasser um 3 Zoll böher, als bei der großen Uebrc> schwemmung im Iahrc 1^0-i>. M aiIaud, 29. Okt. Dic schlechten Nachrichten aus Ncw-Zjork haben auf ocil» hicsigrn Sridcnmarkt .cinc mißliche Wirkung geübt. Dic Flaubeit im Gc-^ schäftc dauert forl. — Nachrichten aus Parma vom 28. d. M. zl'folgc war der Po dort fortwälircnd im Fallen. Vcrliu. 31. Oktober. Die „Preußische Cor-rcspoudcuz" meldet, in Folge eingegangener Vesä'iucrdc oer lauenbnrg'schen Stänoc sci vou Seiten PrrußcnS und Oesterreichs in der BundcstagMymig nm 22. d. M. d.ic Angelegenheit Holsteins der uäberen gemein, saluen Erwägung des Vundcs unterzogen worden. Turin,' 29. Oktober. Die Flüsse Tauaro und Vormida haben bci dcn dicßjährigtii Ueberschmem» mnngcu eine Höbe rrreicht, wie »ic zuvor. In '^or» gomancro übcrschwciumle die Ägogna Straßen und Plähe; in Vorgo di St. Pamalco brach sich dcr hochangcschwollenc Uzzone Vabn in die Hauptstraße »ud iu wcuig Srknndcu stand das Wasser in dcn Laden und Häuscru mehr als zwei Melcr hoch. Iu Albano und Oldenico hat dic Sesia großc Verwüstungen angerichtet. Das Schiff, welches den Nest des Tclegraphrnwucs für die Leitung zwischen Sar- dinien und Algier am Vord hat. wurde am 25. in Cagliari erwartet. Turi», 30. Okt. Siccardi. oer bekannte Ur» Heber des nach ihm bcaamnen Geseh s, ist gestorben. Paris. 3». Okt. General C waignac ist gc< storbcn. Der „Moniteur" bringt r,ne!i Bericht ves Finanzministcrs Magnc über vas Budget für 1888. Der Minister hofft, die schwebende Schuld werde von 886 auf 759 Millionen rcduzin wcrocn köuucn. Dcr Ucbcrschuß des Budgets wird mit 48 Millionen prä-liminirt. 4« Millionen sollen davon zur Amortisation verwendet wcrdcu, Die Finanzlage des Laudes sci vortrefflich. Ungeachtet der auswärtigen Krise seicu keine Fallissements in Frankreich vorgekommen. Die Valik werde keinen Zwaugsknrs verfügen. Die Klas> Mining des letzten Anlehens sci im Z»ge. Ankauf von Renten und die Ncduzirung dcr Armee wird in Aussicht gestellt. Paris, 31. Oktober. Heute findet das Lri» chenbcgängniß des Generals Cavaignac Statt. London, 30. Oktober. Mit dcm am 4. No« vembcr abgehenden Dampfer werden 900.(WO Pfo. Sterling nach Ostindien gcscudet. London. 30. Oktober. Nachrichten aus New-Aork vom 17. d. M. zu Folge ist c,ne Reaktion ein» getreten- Alles ist besser geworden; Fonds. Eisen> babuaktien und Zelcalicu steigen. VaumwoUe stille. Dic Albary < Legislatur wird schwcrlich rinlicrufe». 1,064.200 Pfo. (Dollars ?) calisornischcs Gold sind angekommen. Handels- und Geschäftsberichte. Pesth, 28. Oktober. Die Flauheit und Muth.-losigkcit im Geschäfte ist anhaltend und vo» gemach-tc» Verkäufen sind bloß zu erwähnen die Vcgebung cincr Parthic'Thcißweizcu garautirt 88pfdg. Ware zur Notiz au eine unserer Knnstmül'Ien, uud von 1600 Mß. Hafer :i 1 fi. 14 kr. Die Zufubreu nach hier bleiben noch immer sehr schwach, während dagc« gen donauanfwärts iu diesen T'igcn schr bedeutende Posten namentlich Weizni und Hafer rrprdut wur» ocn. die bci dcr noch immcr uicht überwundenen Gcld» klemme ihrcu Einfluß au der Wicuer Fruchtbörse nicht verfehlen werden. Sissck. 2ö. Oktober. Das Gcschäft bat auch in dcr vcrftosscucu Woche leinen lebhaften Ctiaraktcr angenommen. Die Spekulation hat durchaus kein Vertrauen zu drr allgcmciuci» Lage deö Produkten-geschäftS uuo die ungünstigen Geloverhältuissc wiikcn l'öchst lähmend nllf dc» Geschäftsorrkelir. drr in dcr vorige» Woche iu aMn Frnchlgattungeu ein höchst unbedeutender war uud sich auf etwa 2000 Mcpcn Weizen und 2300 Mctzcu Kukurutz beschrankte. In alle«, übrigen Körnersotten war uur unbedeutender Detmloerkauf, vou Nübsamen sind die Lager lioch iminrr scyr schwach, anch fehlen vor der Hand noch Nehmer. Wir notircn f<-,st mir nominell, folgende Prci,c: Weizen Maroschrr 88—8ttpfo 3 fi IU—20 lr., Pücscr 83—87pfdg. 3 fl. 18—36 sr., Vcc«t> rcker 84—8-^pfdg. 3 ft. 12^-18 kr., Tcmcsvcirrr 82—8öpfo. 3 ft. 9—12 kr., Pancsovaer aller 3 ft. —3 ft. 0 kr., ucucr 3 fi.. Vt'cök.'cr 82—84pfoa 3 ft.—3 ft. 9 kr.. Haldfrucht 2 ft. 20—24 kr., Ku> kurutz 2 ft. 15-20 kr., Gerste 1 fi. 30—30 kr., Hafer 1 fi. 20—30 kr. Witterung abwechselnd reg. ncrisch und schön, Wasscrstaud steigend und Flüsse bestens fahrbar, Wasstisracht nach Karlstadt 7—8 kr., nach Stcinbrück 28—30 kr. pcr Meycn. Waren einfuhr ans ansländischcn Häfen in Trieft Am 26. Oktober. Von Havanna: l812 K. Zucker; von Smyrna-. 282 Z. rothe Rosinen, 2448 Schachteln Sultaninen, 721 Zir. 2040 Sch., 1 K. Frigrn, 11 Ztr. Früchte, 18 Ztr. Gummi, 8 Ztr. Opinm uno andere Waren ' von Jaffa: 4 Zlr. Coloquinthcu; von Scio: 6 Ztr. Gummi; von Syra: 100 Sch. Feigen, 4 Ztr. Mandeln, 10 Z,r. Leder; von Piräus: 8 Ztr. Krapp» wurzeln; von Zante: 35i Z. Oel; von Mcssina: K Ztr. Essenzen, 3.^ Ztr. Haselnüsse, 23« Ztr. Kori». then, 44 Ztr. Sardellen- von Ärindisi: 70 Z. ^cn» chcl; von Marseille: 3 Z. Quillcaillerien , 3 Z. Par-füutlrieu u. a. W. (Tr. Zig.) Getreid - Durchschnitts - Preise in Laib ach am 2^, Ott^bcr 1857. Ei« Wiener Metzc» »'«W'"" ^'H"" s fi.' ''fr. fi. lr, l Wlizc».........__ ^ 4 22'/, Korn.........^__ 34 Halbftucht..... ^ ! — 3 ^" Gtrfte ... ''__!— 2 ,^ 4«V< H"d.'N........- " ^ 2 ' "'^ Kutulujz........ < ^ Drllck uud Verlag von Iguaz v. Kleinluayr ck F. Vnmberg in Laibach. — Verauiwortlichrr Redakteur: F.Vamberg. V ö r s e « d e r i lt» t aus dem Abendblclttc der östcrr. kais. Wiener Zeitimg. Wien 30. Oktober. Mittags 1 Uhr. DaS Geschäft Anfangs ohne Bedeutung. Staats - Papiere fest , in Industrie - Papieren einige Schwankung. Gegen und am Schluß belebte sich daS Geschäft nach allen Richtungen, dic Tendenz ward eine entschieden bessere. Staats-Papierc sehr lebhaft gekauft, sowohl vom In- eilö Auslande. Devisen thcilweisc etwas fester. National - Anlehen zu 5 V« »2 '/.. -K2 ' « «ulchcn v. I. 185 l 8. L. zu 5i"/« "3 !'^ '/, Loiüb. Venet. Nulehcn zu 5"/„ 9^ '/,—95 Staatzschuldverschreibinigen z» 5 "/„ f«> '^« - 80 '/, detto „ 4'/,"/« «!>'/. ^7« detto „ 4 V« «'3'/.-N3'', detto „ »7« ^9'/.-5!» detto .,2'/,"'« 40'/,-4l>'/, detto „ « "/« Iti-,<;'/. Glcggüitzcr Oblig. »,. Nückj, „ 5 °/, !>