LmbllcherKMtung. Nr. 33. Plänumeratlonsprei«: Im Tomptolr ganzj. fl.il. ya:z>j. fi. b.50. Für bieZustellung ws Hau« halbj. 50 lr. Mit der Post gaiizj. ft. l5. halbj. ft. 7.LU. Donnerstag, N. Februar Instttl on»gebühr kis 10 Zeilen : imal so lr., »m.8»lr., »m. 1 fi.; sonst pr.^«ile Im. L lr., Lm. 8?l., »m. ia lr. u.s.,». auseltionaftempel jedcSm. 30ll. 1869. Ailltlicher Theil. O'er Iustizministcr hat die beim Lcmbcrgcr Landes« dichte erledigten LandcsgerichtSrathsstcllen den Kreis-^'ichtsräthen Adalbert Heller in Sambor und Richard ^wad'k, in Tarnopol, dann dem Bczirksrichter und ^^genchtsraihc Ignaz Zborowsli in Brody ver-^then. ^ Der Iustizminister hat dem Landesgerichtsrathe Johann Litynski in Tarnopol die angcsuchte Ucber° ^^'lig in gleicher Eigenschaft zum Landcsgcrichtc in ^mbcrg bewilligt und an dessen Stelle den Krcisgerichts-^ Ignaz Semlowicz in Tarnoftol zum Landes' Michisratl) daselbst ernannt. . Der Iustizministcr hat die beinl Czcrnowitzer Lan- ^N'ichte erledigten Landesgcrichtsrathsstcllen dem Kreis- ?^chtsrathe Paul Ilnieti Ritter v. C zcrczewi czc ^ ^rzemysl und dem Bczirtsrichter Michael P itey Dorna Watra verliehen. n Der Iustizministcr hat dem Kreisgerichtsrathe Gustav ,,'^ndich in Iizcszow die angesuchtc Ucbcrsctznng in b°^ !ktzigcn Eigcuschast zum KreiSgcrichte in Tarnow s.s/lligt und au dessen Stclle den OverstaatSanwalt^ ' ^Vertreter Anton Brandt in Krakau zmn Kreis-"^'chtsrathe in RzeSzow ernannt. i.^ Der Iustizminister hat die bei dem Kreisgcrichtc ^ ^oigno erledigte Kreisgerichtsrathsstelle dem dortigen ^ssecretar Nikolaus Paul in verliehen. yz,.^er Iustizminister hat den Landesgerichtsadjuucten adm "2 Ritter v. Hoch berger zum RathSsccrctärö- '^ten des böhmischen Obcrlandcögerichtes ernannt. Nichtamtlicher Theil. Die Situation in Athen. ^ Die ..Patrie" hat Nachrichten aus Athen vom / mbruar, denen zufolge die Situation sich in den ««n 24 Stunden nicht geändert halte. Im Publicum ^ "n durch die revolutionäre Partei die aufregendsten tz^chlc verbreitet worden: man sprach von einer geling in Rumäuien (damit stehen die Miltheiluu- ei„er "^' b" Nord-Est" im Widerspruch), von !wcitcn in Montenegro und von einer starken Agitation in Bulgarien. In Folge der Begleichung der Enosis-Assairc halte die französische Dampfcorvctte „Forbin" Syra verlassen und war nach dem Piräus gekommen, um sich dem Grafen Walcn^ki zur Verfügung zu stellen, falls dieser Griechenland vor dem Abgang des nächsten PakctbooteS verlassen wollte. Die Nachrichten des „Public" reichen bis zum 5., ohne etwas positiveres zu besagcu; an diesem Tage hättc m^u in Athen das Ergebniß einer langen Unterredung zwischen dem König und dem Herrn Commonduros noch nicht gekannt; der „Public"'glaubt jedoch hinzufügen zu können: „Man versichert, daß die letzten Berichte, welche der französischen Rcgiernng gestern anS Athen zngmgen, noch immer der Hoffnung Raum geben, die friedlichen Gesinnungen des Königs Georg über den Widerstand eineS Theiles der öffentlichen Meinnng lriumphiren zu sehen." Parlamentarisches. Wien, k. Februar. (Budget auS sch u ß.) Auf der Tagesordnung der heutc morgens stalt.jefuudcncn Sitzung des Bud-aclausschusscs stand der Slaatsuoranschlag für das Mi^ nistcrium für Landcs'Vertheidigulig nud öffentliche Si< cherhcit. Dcr Referent Abg, Korauda beantragte bezüglich der 'Auslagen für öffeullichc Sicherheit m Niederöster-reich kiuen Abstrich von 131 155 ft,, indem er denselben damit motivirt, daß die Umwandlung der jetzigen Militärpolizeiwache in eine Sichcrhcitswachc, welche bedeutende Mehrkosten verursachen würde, erst mit Istcn Mai d. I. in's Leben treten werde. Dcr in dcr Ausschußsitzung anwesende Minister Graf Taaffe erklärt diesfalls, daß allerdings ^rsl am I.Mai diese Umwandlung staltfmdcu werde, daß jedoch ein plötzlicher Abschnitt zmischcn dem einen und dun anderen Systeme nicht platzgrciscu fömic, sondern daß ein Ucbcr-gllnMadium zu berücksichtigen sei, welches das Vc^ stehen dcr einen Wache ncbcn der andern durch längere Zrit nothwendig machr, wodurch bedeutende Mehrkosten vernrsllcht würden- Abg. Dr. v. Pcrgcr, welcher von den Abgeordneten Steffens und Baron Pttrino unterstützt wird, stellt iu Folge dieser Mittheilungen dcu Antrag, dcn Abstrich auf 81.000 fl. zu rcducircn. Die Abg. Dr. Groß (Rcichmbrrg) und Ritter v. Hopfen wünschen Auskunft darüber zu erhalten, ob denn das ncnc Iüstitnt dcr Sicherheitswachc auch so ciugc- richtet sein werde, daß dessen Leistungen den MehrauS< lagen, die es erfordert, entsprechen werden. Minister Graf Taaffc erwidert darauf, dah eben die Grundidee des ncueu Institutes darin bestehe, daß Inspccloreu abzustellen sind, welche in dcn einzelnen Oczilkcn ihren fcsten Wohnsitz haben solle", die sich die unumgänglich uolhwcndiacn Personal . und Localtennl> nissc in möglichst ausgedehnter Weise verschaffen können, wodnrch sie in die Lage gesetzt werben, das Publicum bei Nachforschungen jcdcr Art zu unterstützen und mit Rath au die Hand zu gehen. Referent Kuranda macht hierauf Erwähnung von einer Reihe von Klagen über die bestehenden Vorlehrun^ gen zur Handhabung dcr öffentlichen Sicherheit in dcr Stadt Wien und inteipellirt ar.ch schließlich dcn Mini' stcr darüber, ob nicht die Regierung zur Regelung der Prostitution die Initiative ergreifen wolle. Minister Graf Taaffc ylanbt, daß dieses Sache des Gcmeilldcralhes sei, uud er würde jedenfalls dcr Letzte sein, der in die Autonomie einer Stadt oder eines Landes eingreifen wolle. Auch Abg. Schindler spricht sich über die Noth» wcudigkcit der Regelung der Prostitution aus und ent-wickelt seine Anschauungen dahin, daß dcr Grund, warum man mit dcr diesbezüglichen Regelung zu keinem Ende komme, einzig in den jcsuitischrclerikalen Anschmi, uugcn von der Unterdrückung des Fleisches liege, welche Anschauungen man in gewissen Kreisen fort. während aufrecht erhalte, uud wo mau mit verdrehten Augen diese Principien vertrete, insofern man selbst da-von nicht prositiren könnte. Dcr Antrag des Referenten wird hierauf bei der Abstimmung abgelehnt, uud jener deS Abg. Dr. von Pergcr zum Beschluß erhobcu, (Preßgerichte.) Der Ausschuß dcr Abgeordnetenhauses hat die vom Herreuhausc gefaßten abändernden Beschlüsse iu dcu Gesctzeutwürfen, betreffend ü) die Einführung der Schwurgerichte für die durch dcn Inhalt cincr Druckschrift verübten Vcrbrecheu und Vergehen, und l>) die Vorschrift über die Bildung von Geschworn ncnlistcn für Prcßsachcn — bereits in Berathung gezogen und erstattet dem Abgeordnetenhaus«: einen Bericht, in welchem gesagt wird: ,^«l -,. Die abändernden Beschlüsse des Herrenhauses beziehen sich auf die §§ 12, Iti, 17, 21, 27, 30 uud :-57. — Dcr Auöfchuß ist einstimmig dcr Ansicht, bezüglich der ^ 12, 16, l7, 21 und 37 auö sachlichen Gründen beizustimmen; dagegen entschied sich bezüglich Mlisseton. und Wald mit ihrer social-politischen Dedculung. ^"s N. H. Niehl'S NatlN'gcschichtc des Volles.) bon ^^ triviale Gegensatz von Wald und Feld ist dcr H..M Wichtigkeit für die soäale Ethnographic. In Gegci, .lkichisch - nngarischcn Monarchie lic,leht dieser "och ^ noch iu seiner ganzen Ausdehnung, wir haben tv'e lei, "'rtlichen Wald; ^"gland dagegen hat so gut ^ s°ciu? ^rtlichcn freicn Wald mehr. lcincu Wald, l sch^ s Bedeutung hättc: dadurch sind eine Mcuge fische.'?' Uutcrschiedc österreichisch-ungarischen und dlgkeit v„ '"olksthuincs von uornchcrein mit Nothweu-. O.: .^'c'chnet. 35 s^l>>i^" entscheidenden Volksbewegung wurde bis-^heil ^ ") dnn Walde dcr Proceß gemacht. Eiu großer k" hcrr.. "'cru lebt in steter geheimer Fehde mit t'" He^V^ Waldes und ihrcn Gerechtsamen; zündet !">r olle,, l°"6Wke, daun entbrennt bei dlcscn Leuten «blich« n', 7 ^"k3 um dcn Wald." Das aufständische . "^sckltttt ""°l t^„ kcinc Barricade» baucu, keine ^ll" dcn i "' ulederreißen; aber cö verwüstet statt !>" '""en ? .„'^^tlichcn Wald. denn dieser Wald ist b" den sch^u das Zwi»g-Uri der großen Herren ne-?"at dann ^°lcu Acckcrchcn des kleineu Landmaunes. horten Vass °'/""lichc Autorität wieder über die ^""' als den q; '°^ ^" ^ allemal nichts eiligeres zu ^ " in ll'un.tt "^ '"^^en man dem Walde gemacht, s^! ^"issen ^""' b'' Schutzbriefe desselben, welche '^" wiedlHt"f^r.'N Kraft zn setzen. Dieses Schau->'ly, je nach dem Geiste der Zeit abge» stuft, in allen Jahrhunderten unserer Geschichte, und es wird auch wohl noch Jahrhunderte lang in immer neuen Formen wiederkehren. Die Erhaltung des Waldes ist in ucnerer Zeit wieder eine Tagcsfragc geworden uud siud iu dcn letzten Decennien gewichtige Worte zu Gunsten des Waldes vom national-ökonomischen Standpunkte ausgesprochen worden. Es wurde wieder populär, dein armen geschundenen Walde das Wort zu reden. Dcr Wald hat aber uicht blos ciue wirthschaftlichc, soudcru auch eine social-politische Bedeutung. Wer aus politischem ^ilicraliSmus den Unterschied zwischen Stadt und Land leugnet, dcr sollte auch. nach cuglischcm Muster, dcu Unterschied Mschcu Feld und Wald wegzubringen suchen. Wo ein Gcmeiueigcuthum des Waldes ncbcn einem Privatcigcn-lhum des Feldes fortbesteht, da wird es in alle Ewigkeit keine rechte sociale Gleichheit im Volke geben. --Der Wald repräsentirt die Aristokratie iu dem Bilde der Vodencultur, das Feld das Bürgcrthum. Die Zugeständnisse, welche in Sachen dcr Wald» ordnung, der Wildhcgung, der freigegebenen Waldnuz-zuugcu :c. gemacht werden, bilden einen ziemlich genauen Gradmesser für das siegreiche Vordringen aristokratischer oder demokratischer Zcitstimmungcu. Jede Revolution thut dem Walde weh; sie wird dagegeu das Feld unberührt lassen, wofern sic sich nicht selber erwürgen will. Der Wald gilt in dcr Volksmeinuug für das einzige große Besitzthum, welches noch nicht vollkommen ausgetheilt ist. Im Gegensatz zum Acker, Wicsc und Garten hat Jeder ein gewisses Recht auf dcn Wald, und bestünde cS auch nur darin, daß er nach Vclicbeu in demsclbcn herumlaufen kann. In dem Recht oder dcr Vergünstignng des Holzlcscns und Laubsammclns, dcr Viehhut, in der Verthcilung des Maubholzcs aus Gemeindewäldern u. dgl. liegt ein nahezu communistischeö Herkommen historisch begründet. Wo hat sich dergleichen sonst noch erhalten außer beim Wald? Daß in dcn österreichisch-ungarischen Ländern der Gegensatz von Wald nnd Feld noch so allgemein feststeht, daß wir noch cine ganze Gruppe förmlicher Waldländer habcn, ist ein großer Trost für dcn Social-Po-lititcr. Ein Volk, welches noch den offenen, gcmcinheit-lichcn Wald ucbcu dem im Privatbesitz abgeschlossenen Fcldc besitzt, hat nicht blos cinc Gegenwart, sondern auch cinc Zukunft. Die Männer der Staatswirthschaft führen den Vcwcis, daß unscr gegenwärtiger Waldbcstand zur Befriedigung dcs Hol^bcoarfcs keineswegs zu groß, eher ;u gering ist. Die principiellen, die politischen Feinde des Waldes aber zählen uns die alljährlich sich mehrenden Ersatzstoffe dcs Holzes vor, und deuten sicgcsgcwiß aus dic nicht mehr ferne Zeit, wo man gar keine Wälder mehr brauchen wird, wo man alles Wald-land in Ackerland verwandeln kann, damit jcde Scholle i» den civilisirten Staaten Europa'S auch einen Menschen ernähre. — Dieser Gedanke, jeden Fleck Erde von Menschenhänden umgewühlt zu sehen, hat für die Phantasie jedes natürlichen Menschen ctwas grauenhaft Unheimliches. Emauuel Gcibcl hat dieses natürliche Graucn vor dem äußersten Maß der abso-lutcu Civilisation in seinem ^Gedichte „Mythus" sym-bolisirt. Er schafft sich ciue ^agc von dem zum Knech. tcsdicnst gefesselten Dämou des Dampfcs. Erst dann wird dieser sciuc Baude sprengen und mit seiner im Kern der Erdc schlummernden titanischen Urkraft die Erdc selber zertrümmern, wenn einmal dcr ganze Ball überzogen sein wird mit dem Zaubernetze der Eisenbahnen. Bis dahin werden auch alle Wälder in Ackerland umgewandelt sein. Es ist eine matte Defensive, welche die Fürsprecher 236 des § 27 nur die Mehrheit dafür, dcm von Seite des Herrenhauses gefaßten Beschlusse bcizntrctcn. nnd zwar nur ans dcm Grunde, nm nicht das Zustandekommen dieses Gesetzes zu verzögern. Sämmtliche Mitglieder des Ausschusses sind dcr Ansicht, daß an dcm im Beschlusse des Abgeordnetenhauses ausgesprochenen Grundsatze — wonach ohne Ausuahme nur nnbewaffuetcn Personen als Zuhörer der Zutritt zu Schwurgerichts-Sitzungen ^u gestatten — festzuhalten fei, nud daß aus dcm Antrage, im gegebenen Falle dem disseutirendcn Beschlusse des Herrcuhauscs bcizntretcu, für die küuftigc Bcrathuug und Beschlußfassung der allgemeine,; Strafproccß - Orduuug kein Präjudiz abgeleitet werden köunc. Aus demselben Grunde und unter derselben Verwahrung erachtet dcr Ausschuß, auch dcr im ß 30 von Seite des Herrenhauses beschlossenen Aenderung lieitretcn zu sollen. ,X,l l>, Die abändernden Beschlüsse des Herrenhauses beziehen sich auf die ßtz 5, 7, 8, 9 und 14. — Der Ausschuß crkeunt diese Abänderungen als Verbesserungen und erachtet, denselben beizutretcu. Ans diesen Gründen erlaubt sich dcr Ausschuß den Antrag zu stelleu: „Das hohc Haus dcr Abgeordneten wolle den von Seite des hohen Herrenhauses gefaßte» abändernden Beschlüssen, betreffend die Gcfetzentwürfc ») über die Einführung dcr Schwurgerichte für die durch den Inhalt einer Druckschrift verübten Verbrechen und Vergehen und b) über die Vorschrift für dic Bildung von Gcschwornenlislen in Prcßsacheu, seine Zustimmung ertheilen." Dircctc Neichölllthswahlcn. Wie», '.». Februar. Dem nicdciöslelrcichischell La»dinarschall Frcihslin »» Piatllbcvera ist gcstnn folgende von mehreren Mit» gliedern des niedcrösterrrichlschcn Landtags unlcrfcrtigtc Adresse üdergebcu woidrn: „Euer Erccllenz! Dcr üieoeiösterreichische Landtag, dcm die Untcr-zrichnctcn als Milgücdcr anzugchöicu dic Ehre haben, hat iu seiner letzlcu Session folgenden Beschluß gefußt: „„Der Landtag cikcinit in der Beschickung des Abgeordnetenhauses duich dirccte Wahlen cin wichtiges Moment für dic Kräslignug und Foitcotwickluug der Verfassung, wenn solche diiccte Wahlen vcifassnngS mäßig in der Weise eingeführt wcrdcn, daß die Gc° memsamtcil der Vertretung der im Reicbsrcithe vertre° lencu Lander nicht beeinträchtigt wird. 3ndcm der Landlan crtlävt. für diesen Fall von dcr Entsendung von Adgcordnclcu au« seiner Mitle nl'gehcu zu wollen, slcllt dcrs.ldc auf Grund des 8 !9 dcr Landesorl'unug den Antrag: „Die hrhc Ncgicrnnj, wolle im ucrfassüngömüßigci Wege auf cine Umgestaltung des GcsciM übcr die Rcichiiueilrctung in dcm Sinne hinwiikcn daß dircctc Wahlen z der Land^^ ordnling gcstclltcn lanotägigcn Anträgen im Laufe der jüngsten Zeit im Abgeordneten Hanse dcS Neichsrathcs bcrcits in Anregung gebracht worden ist; nachdem dcr Äeschlnß des nicdcrösterreichischcu Laudtligcs nur dcu verfassungsmäßigen Ausbau dcr Verfassung im Geiste derselben nnd nach Intentionen bczwckt, welche im Neichörathc selbst bcrcits bci Gelegenheit dcr Vcrfas-sungsrcvision hervorgetreten sind: Hallen wir untclfertigte Mitglieder des nicdcr-östcrrcichischcn Landtages in unserer Eigenschaft als Rcichsrathswählcr es in unscrcm Rcchlöirc,sc gelegen, uuscrcu Hcrrcn nicdc'östcr, cichischcn Landlagscollegcn im Rcichsrathe die Auregniig zn gcbcx, dicsclbcn mogcn aus die verfassungsmäßige Behandlung des vun dcm nicdcröstcrrcichischcu Lant'üigc gcfaß'en, cingaiigg cr i^ähnicu Bcschlnfsc^ in gccigucter Weise hinwirkn'. Wir crlandcn nns Eucr Exzellenz, als den hoch» geehrten niedcröstclrcichischcn Landlnarschall, zu bitten, dicsc Anregung zur Keuntlnß nnsercr uiedcrcistcrrcichi' schcil La»dlagsco!lcgcn im iltcich^ralhc zu briugcn. M>t dcr Versicherung iinscrcr ausgezcichnetstcn Hochachtung zeichnen wir Eurer Erzellcnz Wicn, !^8. Iäuncr I8W. crgcbcnc Aancr, Bsaun, Ezcdik, Ditm^r, Felder, Fischer, Fürn-tiauz, Granitsch, Heinrich, Huffcr, Kastncr, Kopp Eduard, Kc>ftv Joseph, Lucam' May'hofcr, Pacher, Rcckenschuß, Schcll,üger, Schncidc!', S^ri, Somaruga, Zpringcr, TteudcI,^Tremcl, Thomas, Wrann, Willucr." Wcgcu der Kürze dcr Zeit konnte dic Adresse dcn >>l!fcri!tcr wohnenden Landtags^bgcordnttcn l'icht zuge^ miltllt warden. Vtan erwartet deshalb, daß noch weitere Beitritlserllärm'gm crfolgcn werde». Ein spallijchtt' Throncan^illat. Aus dcr Masse vorliegender brieflicher Mittheiluu-gcu englischer Blätter aus Madrid verdient die Eorrc-spolidcuz dcr „TimcS" vom 2. Februar hervorgehoben ;u werdeu. in dcr dic Ansicht entschieden vertreten ist, daß der Herzog von Moutpcnsicr noch immcr die allerbesten Aussichten ans dic Krone besitz?. „Di^ Revolution" — so heißt es in diesem Briefe — „tchrt, nachdem sie ihren Krcis beschrieben, der alle Höfe und Dy° uastien Europa's umfaßte, rasch zu ihrem Ausgangspunkte zurück. Montpcnsicr oder nichts, P abermals die Losung, nnd wahrhuft zauberhaft ist die Schnelligkeit, mit der die vrogrcssistische Presse sich diesem Prinzen zu-gcwcndct hat, nachdem sie früher alle erdenklichen politischen nnd moralischen Bedenken gegen ihn erhoben hatte. Jetzt gchcn sie in Masse zum früheren Feinde über. Wohl mcn>cn die Lcutc dcn Grund davon in schändlicher Käuflichkeit snchen, doch für cine so ansqedchnle Vc-ftechung würde selbst das Vermögen dcr Orleans kaum hinrcichcu. Dcr Haupthcbcl scheint Serrano zu sciu. Er war von Anfaug an für Mmilpeimer lmd das ciuzigc Hinderniß waren Prim und dic Progrcssisten. Diese sind jctzt gewonnen und Prims Schweigen bedeutet, daß auch er zustimme. Somit hätte Moutpcnsicr die Uniouistcu uud Progrcssislcu, d. h. drci Vicrtcl dcr Nationalvcrtrc-lung für fich und es ließe sich nur uoch fragen, wclche Mcthodc zur Erreichung dcö gcwüuschtcn Resultates an-gcwcudct wcrdcu dürfte. Soll er gleich nach dem Zusammentreten der Cortes dnrch Acclamation als König ausgciufcu werden, oder soll diesem Äctus eine langwierige Erörtcrnng vorausgchcli? Wofern wirtlich ein Direc-torium erwählt würde, lönntc eine derartige Erörterung des Waldes ergreifen, wofcru sie lediglich aus ökouo-nomischcu Gri'mdcu die Erhallung des gegenwärtigen mäßigen WaldumscmgS sovdern. Dic social-politischen Gründe wiegen wenigstens ebenso schwer. Haut den Wald nieder, und ihr zertrümmert die historische bürgerliche Gesellschaft, ^u dcr Vcrmchtnng des Gegensatzes von Feld nnd Wald nehmt ihr dcm Volksthum cin Lcbcnsclemcnt. Dcr Mensch lebt nicht vom Ärotc allein. Anch wcnn wir keines Holzes mchr bedürften, würden wir doch noch den Wald brauchen. Das Volk bedarf des Waldes, wie dcr Mensch ocs Wciues bedarf, obgleich es zur Nothdurft vollkommen genügcn mag, wcnn sich lediglich dcr Apotheker cincn Vicrtcl-Eimcr in dcn Keller lcgte. Brauchen wir das dürre Holz nicht mchr, um unsere außcre Mcuscheu zu crwärmcu, dann wird dcm Geschlechte das grüne, iu Saft und Trieb stchcudc, zur Erwärmung scincö inwendigen Menschen um so nöthiger sein. In unscrcn Walddörsern sind uuscrcm Volksleben noch die Neste uranfäuglicher Gesittung bewahrt, nicht blos in ihrer Schattenseite, sondern auch in ihrem na-turfrischen Glan;c. Nicht blos das Waldland, anch die Sanddüncn, Moore, Hcidcn (Pußten), die Felsen-und Glctschcrstrichc. alle Wiloniß nnd Wü,lcnei ist cinc nothwendige Ergänzung zu dem tultivirtcn Feldland. Frencn wir nus. daß es noch so manche Wlldn,ß m dcn österreichisch-nngarischcn Ländern gibt. Es gehört zur Krastculfaltuug eiucS Volkes, daß es dic verschiedenartigsten Entwicklungen gleichzeitig umfasse. Ein durchweg iu Vilduug abgeschliffenes, in Wohlstand gesättigtes Volk ist ein todtes Volk. dcm nichts übrig bleibt, als daß es sich mitsammt sciucu Herrlichkeiten selber ver-drcnne wie Sardanapal. Dcr aussludirtc Städter, der feiste Bauer dcs reichen Getreidelandes. das mögcu Männer der Gegenwart sein, aber der armselige Moor- bauer, dcr rauhe, zähe Waldbaucr. das sind die Manner dcr Zukuuft. Die Lchre vou dcr bürgerlichen Gesellschaft ist wesentlich die Lchrc von dcr natürlichcu Ungleichheit dcr Menschen. Ja. iu dicscr Ungleichheit dcr Gabcu uud Berufe wurzelt die höchste Glorie dcr Gesellschaft, dem, sie ist dcr Quell ihrer unerschöpflichen Lcbcusfüllc. Wie die Scc das Küslcnvolk in cincr gewissen rohcn Ursprüugllchkcit frisch erhält, so wirkt gleiches dcr Wald bei den Ainucnvölkcrn. Wcil dic östcn'cichisch-uugarischc Monarchie so viel Binuculaud hat, darum braucht sie so vicl mehr Wald als England. — Dic echten Walooörflcr, die Förster. Holzhancr uud Waldarbeiter sind dcr kräftige, derbe Sccmannsschlag untcr dcn Landratten. Rottet dcn Wald aus, ebnet dic ^crge und sperrt die ^cc ab, wcun ihr die Gesellschaft in dcm glcichgcschliffcncn UnilicrsalismuS der Geistes' bilduug nivellircn wollt! Wir schcn, wie ganzc gesegnete Bänder, dcncu man dcn schützenden Wald geraubt, dcn verheerenden Fluthen dcr Gcbirgöwüsscr, dcm auSdörrcn-den Odem dcr Stürme verfallen sind, und ciu großer Theil Italiens, des Paradieses von Europa, ist cin ansgclebtcS Land. wcil scin Boden kciue Wälder mehr trägt, unter dcreu Schutz es sich wicdcr verjüngen könnte. Aber uicht blos das Land ist ausgelebt, auch das Volk. Ein Volk muß absterben. wcnu cs nicht mehr zurückgreifcu kaun zu dcn Hintcrsaßen in dcn Wäldcru, um sich bci ihneu ncnc Kraft dcs natürlichen, rohcn Voltsthnnics zu holcu. Eine Nation ohne bc trächtlichcn Waldbcsitz ist gleich z,l achten einer Nation ohne gehörige Meeresküste. Wir müssen den Wald erhalten, nicht blos, damit nns der Ofen im Winter uicht kalt werde, sondern auch damit die Pulse dcs Volkslebens warm uud fröhlich weiter schlagen. (Schluh folgt.) ihre drei Jahre nnd darüber dauern. Es wärc dieS das gefährlichste Experiment von allen, da wärc die Procl«' miruug einer permanenten Republik noch bei weitem ^ zuziehen. Wcun abcr anderseits Espartcro, wie eS heißt, nach Madrid kommt nnd von dcn Democraten, 9W>' blicanern und Ultra-Progrcssistcn zum Protector aüM rufen werden sollte, wäre dies ciu Schritt, der alle Äe rcchnuugen der OrlcanS'schen Partei gründlich durAM' zcn könutc. - - Gegen Prim herrscht fortwährend dtt ^ Verdacht, daß er einen Staatsstreich im Schilde flih^ Der Umstand, daß er bci Abascals Leichenbegängnis ^ einer Cavalericescortc und seinem', etwa ncunjährW Knabcu crschicu, hat den liberalen Blätter» zu mcmchel lci Glosscn Aulaß gegeben." Uujstschc Rüstungen. ! Dem „Wanderer" wird vom Pruth geschrieben Es bedarf kaum cincS großen militärischen Scharfsin^ um zu cvkcuncn, daß Rußland im Hinblicke auf dic s^ schwclukcudell Verhältnisse der Türkei allcs anfbictc, u>'l in seinen südlich gclcgcncn Provinzen cin formidable" Kriegsmaterial auzusau.mcln, das — falls ein kriegt scher Eonfiict Plötzlich zuin Al" KricgSministcrinm zu Petersburg genau, uud das oll'! ciclle „Militarl"' scheu dcm Pruth uud Dujcstr anbelangt, so gcht ui'^ andcrm das Gerücht, die russische Geuiccommissicm, ^ im vorigen Herbst die Festung Ehotiui inspicirlc, ha^ einen Plan ausgearbeitet, wouach Chotim mit dem t>o'! dort kaum zwei Meilen entfernten Kamienicc podol^ ^ dnrch eiue Reihe Befestigungsarbeiten verbunden wei^ soll. Man will auf diese Weisc ciu großcö verscha!'^ Lager herstclleu, dem Chotiiu und Kamicnicc als P'vo dienen sollen, wodurch im Umkreise beider Plätze Na^ ' für 80—100.000 Mann wävc. Wenn diese Äug"" sich bestätigt, so wäre ihre Politisch-militärische O^ lung nicht zu unterschätzen, um so wcuigcr für Oi^' i reich, wcil jcncs verschanzte russische Lager iu der B' > mittelbaren Nähe Ostgalizicns — wenige Meilen vB Czorttowcr Kreise -- errichtet würde. Nach dcm rus!>' scheu Journale „Podolskija Zwiczda" wird iu Kiew ^ Rcscrve-Artillcricpark von zwölf Batterien (jede BattcN zn sechs Gcschützcu, also im gauzcn 72 Geschützt) .^^ ^ sammcngestcllt. Ueberhaupt ist Kiew zum Eentralwaff^ ! platz für Südrußlaud erwählt, wo das Militärgou^ nemcut vom Kricgsministerimn zu Petersburg crmä^ tigt worden ist. alle zur Schlagfcrtigkeit uöthigeu V"^ kchrungcn für die im Süden stehende Armee zu tM? Dies hat namentlich anch bezüglich dcr ncucn Bclv^ nung mit Hiutcrladeru zu gcllcn, welche dcm „Wns^, Eumit(!" zu Kiew zur Vcrthcilung' au dic Truppen?"' geschickt wcrdcn. Dic sogenannte „mobile Coming' dcs Waffencl)Nlit<''ö," aus ciucm Stabs- nnd zwci O^' offiricrcn bestehend, muß trotz dcr gegenwärtig rcn^ Jahreszeit dic vcrschicdcncu Garnisonsortc Südrußla^, bcrciscu. um dort Bcobachtuugcn bezüglich dcs F"^ schrittcs der Truppenübungen mit dein ucncn Gcwc^ anzustellen nnd darüber nach Kiew zu berichten, wo ". einzeln ciulaugendcn Rapporte gesammelt nnd zu ei»l Gcncralbcricht an das Kricgsmiuistcrium zusamn>l, gestellt wcrdcn. Mit einem Worte, man ersieht "> allein, daß Rußland von cincr laugen Dauer dcs c^ päischcn FricdcuS nicht sehr überzengt ist, nnd ni^ vernachlässigt, um allfälligcn Ereignissen gerüstet ^ gcgcntrctcn zu tonnen oder nach Umständen zu crste^ Vcraulassuug ,,u gcbcn. ^ Mi»cn5jlilNllttn aus Dukarcst. Die „Eorr. du Ncrd-Est" läßt sich aus Ä^ rest berichten, daß in den dortigen polilischcn K^ , die friedliche Strömung Oberwasser hat und in^ deutlicher zu Tagc tritt, ohne daß man die cigetill'^ Motive gewisser plötzlicher Wandlungen mit Vcsti""^ heit angeben könnte. Die cincn vehauptcu, ^^.jl< Wendung dcr griechisch, türkischen Differenz eiucn >) samen Einfluß gcül't habe, während andere i" ^^ fahrnng gebracht habcu wollen, daß Fürst Earl "' ^ bcstimmtcstcn Wcisc influenzirt worden sci, 5"""° ^ Beziehungen zu seinen Grcnznachbaru ausrecht z" ^. tcu. Eiu vom Minister des Inneru jüngst an tue ^,^ fectcu dcr Donau-Bcznkc erlasfcucS Circular chara^ ,^, sirt die Situation ganz richtig. Dcr Minister bc demselben dcu Wunsch dcr Regierung, gute ^/^/,tie-gen zur Pforte zn unterhalten nnd sich dcn ^^^lel' mächten dankbar zu erweisen. Dic Prafcctcn ' ^5 aufs strengste darüber wachen, daß die NcutraM" 239 >des nicht durch Griechen und Bulgaren, die Zuflucht '" ttande suchen, compromittirt werde. Achnlichc Erlist sind vom Kriegsminister au die Eommandanleu r ml den Grenzen uufgesiclltcn Bataillons erlassen ^ldc», um ilMl, vcldoppclle Wachsamkeit au den "°nau-Ufcln anzncmpfcl'lcn. Dasselbe Blatt meldet herholt, daß die Prllssificirung der Armee zu vieler ^tiefgreifender Unzufriedenheit Anlas; gcbc. Oesterreich. . Wien, 9. Februar. (Professor Maassen) M Hieher berufen werden, um bei deu gegenwärtigen , ^cordatsuntcrhandluuacn mit Rom intcrvcnirend mit-iwirtcn. , Krakau, 7. Februar. (Die Landtags - Nc-'°^>tion.) Der „N. Fr. Pr." wird geschrieben: Der '^zc>s«< constatirt in seinem heutigen Leitartikel mit Michcr Befriedigung dic Thalsache, daß die „N. Fr. ^' Angesichts der galizischen Rcsolutiont>fragc einen den pichen des Bandes wohlwollenden Standpunkt cin-. "'n>l, insofeil'.c sie der Ansicht ist, daß die Resolution !?. ^cichsralhc vorzulügen sci und letzterer der Dis-m^ri schcr diese wichtige Angllcgenhcit nicht aus dem s/,^ ^l gchcn brauche, da die Vcrsassnng doch nicht H ^"sa'llin ist, dah Bcrathnngcu übcr Vcrfcssnngs-,,^^'ungc» il)rcu Bcsla»d bedrohen sollten. Daö pol-^l Nlutl bcsrcundct sich mit dieser Ansicht um so 5fss' nls ?g f^bst zu wicccrholtenmalc!'. dirsclbc war7.> ^,^>lm hat, und glaubt aus dem Umstände, daß in ^ ^ ^wichtigen Organen gleichzeitig tcr Resolutions-fl„^ ^u,sii^' Stimlnen sich erhoben, schlkßcu zu dür-Vu-il"^ ^^ ssalizischc Laudtagsbeschluß dcnAlisgangs-^ i>i Vcräudcrui'gcn abgebeu dürfte, welche der H !^'chie ^',ic iuncrc Harmonie verleihe», die sür ihre !y. ^slcllung und ihr"Gedciheu so unerläßlich noth' ^ ? ^'" ?" "^tcrn Ve.lanfe mcint dcr „Ezas", lhim ^clfassungs-Ncuision jenes Feld sci, auf wcl-^c,,,'vorausgesetzt, daß das Verfahren ein gerechtes, ^^Migcß f^z, ^^.^ ^^ Ministerium die für eine ^^ltielttnrischc Ntgicrnng nothwendige Majorität fi»« l»n ?^ ^'^cich die erfordcilichc Kraft cilangcn würde, s,j., ^ niucre Organisation in einer alle Elci'ienlc be-di/Zuidcn Weise'durchzüsühren. Dcr Forlguug, den fass ^lutioiisfragc in dcr Sub'Commission des Vcr-^ ^'M ° Ansschnsses uud in diesem selbst genommen, u^^l vc, fehlt, hierzulande den besten Eindruck zu dl»tz ' "ud uiau gibt sich allgemein dcr Hoffnung hin, t>roh^ bcm Adgeordneteuhausc gclingcn werde, die little ,^csahr ^ bcsciligcu und für Galizicn einen fi>^ . ^^'luli z>, finden. Eiu derartiges Ncsnltat wäre ^ ."/'l Kronland in der That sehr erfreulich, da „^ Mr dciin doch das Verlassen des RciclMathcs ^ oa^ Betreten dcs schlüpfrige» Pfades, dcu dic Ezc» " llllsaeslcckt, mit scheelem Blicke ansieht. , West, 9. F,,bruar. (Bei der Hchlußucr^ ^dluug lm Proceß Karageorgiewict,) stellt ^ Authenlistrung verschiedener Documcnte der Fürst ^ Euwel,länduiß nrt Nadowanowics in Abrede. U us land. »e q ^"liu, 3. Februar. (Derss ü rst uon Monte - sch^ 5) )st in Vegleituug dcs Mgcladjntanten dcs rnssi-^' bl.?^^< ^ Fürsten Dolgorucki, hier eingetroffen. Ut hier sechs Tage. ^^"""sburg. 9 Februar. (C i u Ukas) befiehlt '^<^l'gc Entlassung dcr überzähligen Soldaten. Haßesneuigkeitm. ^»w^, ^ üsle rre ichis ch e C one u r e or d n u n g mit lNtg^gs^^l und Formula lien.) Von dicfer neuesten, ^°j-^".Publication dcs Dl. C. C. von Kih ling, ^llh . ^tlichtsavvocat in Linz, dclen 1. H.ft wir ncu- '^hl» ." ' liegt bcfkils das zweite vor. welchrs da^ ^k»'!l)^ '" Coucuise bi6 §. 148, Veiaukl'iungcn unbc- I^'liten "^" :c., cnlhält/ Das Wert wild bei seine. 'blch ^'"'ichtung sicheilicb allgemeine Ancitennung und ^finden. ^'° ^<ü^,^ He rabsehung des Postporlu.) Durch ^llllc^ "uiderunq des Viielvorto bczichungswcise duich die ^, I"hle s^ Poltosatzcs aus 5 lr. wurde nach dem zwci- .'^ l»nh " ^inlühlung. schon cin erhöhtes LltrÜgnih ""'che G ^ndurch ncuerdingö der bekannte national-olono- "°cb aul,,^"/"l; dcwkhn. Im Jahre 1öö5 nämlich, als ^ lr.. is,^lb des Rayons drei verschiedene Poitosülze zu ss^^nn«"" l5 lr. cMirten, wurde in Ländern, ^ °b>"e v^ ^ '" °ltcll. ungar. Monaichie gehöre, eine ^ ^ese M,../.'^" ^^ ll. an Pottogednhrcn crzirlt. Nach- ^bre lg °'""e im ^hre 18üL um circa 200.000 st., z "iUn war d^"f." ""br um circa 100.000 sl. bc'adgc- 3> ^'412'fl .^ ^lbe im Jahre I6W schon auf ein'^^brcn",^""" ^ber durch die Herabsetzung der "blrntäan^, "°^ t,cm zwtitcn Jahre der (Einfühlung «en'^""'Vn7""" 18.000 fl„ erzielt. ^lailk^^öbah^ "^'""Llttä auf der nördl:-' ^n^^'v°r um o.^"!'^ die .Pra.er Ztg," nachstehende "ah-ri, ""a "erl.hr,,^ ',. ^' ^°^^. °ls sich dcr u°n Wicn ''on p.'s. ^^ Vnhu l, PMonmznss der Station Bechowic ' ^laflc^, i„ s^''^ b°rt bei einem bedeutenden Gefalle 'Murgcrndrr Nich.ung hin uud es entsteht die Vcnuuthm'g, das; uutcr dem Ciiiflilssc dcr Witterung eine nuglcichmäßigc Senlnug dcij Dammes migetrcteil und durch dcn Druck der Ncidcr deö Zngcs dic Schienen hel'mi^aM'icbeu wur-deu. Zwischen dem zweiten nnd ersten Wächterhäuschen eutglciittc dic Zugöiuaschinc „Hirschberg" uud lippte dabci die Schienen-stränge um. Die Maschiuc blied zwar a'lf dem Geleise anfrecht stehe», dagcgeu ivnrde der Hiilteliuageu seitwärts gerissen. Dcr zweite Nagen, ein Waggou zweiter Classe, wnrdc vom Damme weggeschlendert uud blied ausrecht auf dcr Vöschnng hängcu, der uächstc Waggon, ein Wagen erster Classe, lag ans der Buschnug umgeworfm, dcr uächstc Wagcu zweiter Classe wurde über dn> drei Klafter hohe Böschung iu dcu Grabm geschleudert und ganz zertrümmert. Dcr letzte Waggou dcs Eilzugcs, cin gemischter Wagen, lag ziemlich entfernt von dcn übrigcn in dem Graben und zeigte cbcufallö starle Spnrcu der lrlitteuen Bcschädi-gnng. Die ganze Katastrophe war das Werk eines AugcubliÄS und cs ist cin Wunder zu nennen, daß die Zahl dcr schwer Vcr-wundetcu mcht cinc größere ist. In dem Waggou erster Classe befanden sich Varou Wächter und Landcöaduccat Dr. Freiherr o. Schlosser mit sciuer Confine, »uelchc alle drei mit dem litcchen Schrecken dnunukameu. Nicht so glücklich überstanden die Kata. strophe die übrigen Nciseudeu, Die Mehrzahl derselben erlitt theils mchr, theils mindcr bedcntcndc Contusionen oder Hantauf-schilrfungeu in Folge dcs vehementen Sturzes. Die Mehrzahl der Berichten mnßtc mit Znhllfeuahine uon Leitern ans dcu Waggons befreit werden nnd laugte, wic fchou erwähnt, mittelst eines uon Pr^ig aus abgesendeten Separatzuges nm halli ^ l!hv Morgens dorl an. Der Zustand keine« der Verletzten, mit einziger Ain'nnhmc des Condncteurs, gibt zu erusteu Befürchtungen Raum. — (Neue Heilquelle.) Der Aohcmia wicd untelm 0. d. aus Teftlilz-Schönau telegraphisch grmrldst: Vn dcr SchlangendadciU'Ue warde eine Lcttenjchichte burcbgcschlagen, eine mächtige Heilaaclle von 34 Grad Wü:me spludnt empor, ohnc Schädigung der Steinbadquclle. — (Alade mie brand in Pest.) Dnrch den Ma-dcmiebraud hat den Secretär dcr ungarischen Gesellschaft für bildende Kunst", Herrn Telepy , ein empfindlicher Vcc-lust getioffen, da ihm — wie wic im Haz. lesen — mey->ere Grmäld>> die Vibliothct seines versioibenen Schwieget--unters, Gabriel Egnssy, mchierc interessante Notate und auch einige Briefe Pelöft's vervlannt sind. — Ein Nachspiel zum Alaoemiebrande fand gestern Abends gegen 10 Uhr slull: um diele Zeit wurde nämlich wahrgenommen, daß die Ballen unterhalb dcr Wohnung deS Galerie-Direc-tors Kicchmanil glimmen, und nur der rasch angewendeten Hilfe ist cs zu danlen, daß nicht ein znx'te? Act des Dramas von vergangene! Woche crlcbt wurde. — (P eta lden - 5 Pässe.) Man schreibt auö Tiirst vom 7. d. : Während emcs in der verflossenen Nacht im Hause des Vaion Aio Mmpurgo abzchallencu Valljrstes erplodilte lurz nach Mitternacht eine auf das Gesimse eines EtaUfcnstels gelegte Pttaide, beichäbigte die nahe Gasla-l>rne und zeitcünuncrle einige Fcxstelschnden des gegenüberliegenden Haujts, glüctlichelw^isc obnc irgend cinc Pc»sc>!' zu verlclzen odcr sol>>t größeren Schaden zu uerrnsachen. Obwohl ein Polizeiposten ganz iu der Mhc war, gelang es doch dem TlMer, degünstigt von cincm echt englischen Nebel, den feinen Fa,chingöscherz unbcmnlt in Scene za sclic» und sich aus dcm Staube zu machen. — (Walduerlanf iu dcr M il i tär gr cuz e.) Nach einer Mittheilung in der „Agr. Ztg." werden im Vrodcr Ncgi-mciüc 2^.000 Joch gelichtet, dcr SchätzungHprciö beträgt uach dcr Naldlaz-e übcr 7 Millionen. Jedes Jahr sind 1W0 Joch derart abzuholzen, daß nnch 20 Iahreu die vcrlicirtc Fläche ganz gelichtet sein mnß. Da das Vrodcr Regiment, heißt cö am Schlüsse dcs Berichtes, auf eincr Fläche uon 2(> Quadratmcilcn bci 11 Quadralmcilcn Naldbodcn hat, so wird in 20 Jahren die Differenz mit Einrcchnnna, dcr iicueu Schonungen nicht fo grell sein, alü anfänglich gefürchtet wnrdc. ^)tur wird es riue holzvcrtheuerndc schwierige Ucbcrgangöpcriode geben. -- (Scllcnc Geburt.) Am Sonntag, deu 31. Iäuucr, wurde iu Schlicwcu bei Dirschau uou cincr jungcu bliihcudrn Hnlc^sran ein übrigcuö gesuudco Mädchen gcborcu, aus dcsseu uutcrclu i)^ücteltthci!c sich eine Geschwulst uou dcr Grüße zwcicr starke:, Fäuste befindet. Iu dicser voil dcr Haut ubcrkleidctcu Geschwulst bewegt sich mit großer Lebhaftigkeit cin Kind, dessen wohlgcbildclc Glicdcr durch dic Wände der Geschwulst zn fühlen sind. Sciuc Größc entspricht der cincr fünf bis sechs Monat alten Frucht. Der Vater rief dcu SauiMsrath Dr. Prcus; iu Dirschau hinzu und ersuchte ihu, die Geschwulst mit dcr Frucht zn entfernen. Derselbe erllärte jedoch, nachdem er das Kind lange nud sorgfältig untersucht halle, „es sci in dicscm außerordcMlichcn Falle dle Möglichkeit uorhandcn, daß das in dcr Geschwulst, wie alle Anwcseudm sich überzeugte», lebhaft sich bewegende Kind zur Reife gclaugc, Kciu Arzt tonne sich für berechtigt Hollen, dicscs wunderbare Leben zu zerstören. Dasselbe sei vielmehr auf alle Wc,sc zu schürn uud zu fördern." Da« ueugeborue Mädchen, welches hicuach Aussicht hat, in wenigen Monaten Mutter zu wcrdcu, ist von seltener Kraft uud Schönheit und nimmt die Mnttcrbrust mit Freudigkeit, und die wnudcrbarc Frucht, welche bcreits alle Zeichen eines künftigen Lebcnö trägt, wird, wenn sie nr Reife gelaugt, daö Kind eines jungfräulichen KindcS sein. (Wir rcproduciren. bemerkt die „Pr.," diese Notiz nach prcnszi-chcu Zeitungen, sie klingt gleichwohl start' amerikanisch.) — ((§ i u sch a uer lich er PoIterab e n d.) In der plcnßifchcu Plovinz Posen fuhr am Abende vom 20. zum 27. v. M. cms dem kleinen Städtchen Wielun ein Vlüu-ligam mit einem Al'gleitel nach dem Nachbasstädlchen Va-ranow, um daselbst Tags daiauf seine Hochzeit zu feiern. Et f»hl luhig dulch die schneebedläte Landschaft, als plütz» lich die beiden Pferde unruhig wurden, ängstlich zu schnau< ben anfingen und vor jedem Vaum an der Straße scheu< tcu. Die beiden Passagiere sollten über ben Gruud nicht lange in Ungewißheit bleiben. Sehr bald hoben sich in geringer Enlfeniung die Gestalten zweier Wölfe ab, die heulend dem Fuhrwerk uachtamen. Es war eine furchtbare Situation. Die beiden Reisenden nicht im Besitze von Waffen und die Wölfen in unadwciölicher Nähe. I» dieser fürchterlichen Lage fuhr dem Bräutigam dlHschncll ein ret» tcuoer Gedanke durch den Kopf. Nasch sprang er vom Wagen und schnitt die Stränge des einen Pferdes durch, das er den Wölfen preisgab i mit dem zweiten jagte der Schlitten davon. Bald war das freigelassene Pferd, das in snner Angst gar nicht die Flucht ergriffen hatte, sondern zitternd stehen geblieben war, von den Wölfen erreicht, die sich mit cinem Frcuocngehcul auf die Beute warfen. Der Bräutigam langte in angstvoller Flacht, ober unversehrt in dem GrcnMdtchen Volislamce an. Für cin Psert» hatte er srin Leben eingetauscht, uno mit doppelter Freude ttat er am anderen Tage vor dcn Altar. Im Gedächtniß aber wird ihm diese schauerliche Brautfahrt wohl sein ganzes Leben hindurch veiblcibcu. Vom österreichischen Dcamlenverein. Dcr Velwaltuugömth des allgemeinen Beamten-Vcrcincs der österreichisch ungarischen Monarchic hat in einer seiner letzten Sitzungen in Gcmäßhcit seiner neuen, auch von der k. ungarischen Landesregierung bestätigten Statuten eiuc Reihe von Ehrenmitgliedern ernannt, um hiermit jenen Persönlichkeiten, die entweder vermöge ihvcr staatsmänuifcheil Wirksamkeit eine 'lervorragendc Stellung einnehmen oder die sich speciell um das Zu staudckomm:u und die (tzntwicklnug diesct gemeinnützigen Vereines besondere Verdienste erworben haben, ein Zei' chcn seiner ehrenden Anerkennung zu geben. Die Wahl fiel einstimmig auf Ihre Excellenzen dcn Herrn Reichskanzler Grafen Beust und den uugarischcn Minister-Präsidenten Grafen Andrassy, als die Träger der Neugestaltung dcs österreichisch-ungarischen Reiches, auf die beiden Minister des Innevn Dr. Giskra nnd Baron Wen kl) c im, welchen die schnelle und unver-lürzte Genehmigung der neuen Statute zu danken, auf dcn Präsidenten dcö obersten Gerichtshofes Ritter von Schmerling, welcher als Staatsminister dcm Vereine bci seinem Entstehen die erste hilfreiche Untcrstntznng geliehen, auf dcn Herrn Negicruugsralh Fürsten Lothar lMctt crn ich, dcn ersten Präsidenten dcs Vereines und ans den Hofrath Falke v. Lilien st ein, einen der eifrigsten Förderer dcs Vereines, der erst iu allcriMgster Zeit im Schooße des 1. Wiener Vorschuß-CcnsortiumS den Grund zur Bildung eines UntcrrichtSfondeS für Veamtcntöchler gelegt hat. Die kunstvoll ausgestellten Diplome wurden vor einigen Tagen dcn in Wicn an« ! wcscnden Chrcn-Mitgliedcrn Grafen Bcust und Andrassy, Dr. Gisira, Ntttcr v. Schmerling uud Hofrathc von Falle durch eine Deputation überreicht, die aus dem VcreiuS-Präsidcutcn, cmcritirtcn General-Secrctär der Nordbahn, Ritter v. Fcllmann, den beiden Vice - Präst-i dcntcn, k. k. Scctionsrathc v. Schmidt - Zabierow und l General-Inspector dcr Staatsbahn De-Laglio nnd dem Vcrwaltungsr.Uhc Obcrkricgsbuchhaltcr Hruby bestand. Die Dcftntation hatte sich überall dcö wohlwollendsten Empfanges zn erfreuen und wurde den humanen Bestrebungen und dcn bisherigen Erfolgen des l Vereines, welcher seit der kurzen Zeit scir.es Bestandes I bereits übcr 3^ Million Vcrsichcrnngs-Geschäfte abgeschlossen, und" sowohl in sciuer Lebensuersicherungs-, als auch in dcr Vorschuß-Abtheilung schon eclatcmte, Beispiele seiner heilsamen Wirsamteit zu verzeichnen hat, die ehrenvollste Anerkennung zu Theil. Dcr Hcrr Reichskanzler Graf Vcust hob insbesondere hervor, wic sehr cs ihn frcnc, eine solche Anerkennung aus den Kreisen der Beamten zn erhalten, an deren Ergebenheit, Pflichttreue m,d Opfcrwill,gleit bei dcr jüngst uollzogc'icn staatsrechtlichen Umgestaltung su vielfach erhöhte Anforderungen hätten gestellt werden müssen; er hoffe jedoch, daß die Gunst dcr Verhältnisse ihm erlauben werde, auch für eine Verbesserung der Lage dcr Acamtcn im allgemeinen bald werkthätig eintreten zu können. Locales. — (Va h u Laibach-Tarvis.) Die „Pr." schreibt : Was die zu concessionirende Bahn von Talvis nach Laibach betrifft, von welcher in den jüngsttn Tagen wiederholt die Nede war, so hören wir, daß der Minislerrath die Verleihung der Vauccmcession an die N ud c> l p l) sb a h n beschlossen haben soll: die Geldbeschaffung wird die Ansslo-Oestencichische Bank, möglicherweise mit Zuziehung dcr Creditanstalt, übernehmen. — (Landwirtdschaftsgesellschast.) Iu der letzten Sihung lamen nachstehende wichtigere Gegenstände oor: 1. Die Mittheilung des Aclelbaumunsteruu'ls in Betreff der künftigen Stellung der Landwirlhschastsgesellschaften als berathend,'! Organe der Regierung. 2. Die Mittheilung dcsss Publi-, 5)9, 109, 25)0 Lire. Sie lauteten .- Nlmca äollu Ziedo^^a modilu u^I I^tio cleila mi^oi'jlt !>tadil6 8«^ paFa pye. Censor: Knicker) in der Mitte ein ^V welches um-a/tehi't als HI sMarw) erscheint. Papier uud Stich war ganz wie bei den echten Bankbillcts. Diese Fabrikate wären durch einen Priester von Nom gebracht worden und ein anderer Priester hätte deren Verbreitung übe» nommcn. Dem „Conte Eavour" wird von Rom geschrieben, daß ssleich^eitia mit Msa,r. Darlivy, Er^dischof von Pa-riS, Dr. Ma n n i n g, der katholische Arzdischof von Westminster, den Purpur erhalten werde. Die in Eioilavcchia fortdauernden Anilfchiffnngcu vonKrieasmatcrial nehmen immer größere Dimensione» an. Es sin? bcicilö 50.000 Ocwehre ncucr Gattung in turzei- Zeit ausgeschifft waidc», außc'deiu mehrc Balle-rien ne";oacnc Kanonen und eine alißcrordciitliche Mcngc Schicßpulvcr nnd Kartälschen. Man stellt darüber licr- schicdcnc Viuthmaßungcn au; einige glauben, daß diese! Klicgsmatcrialicu von dcn katholisch'>l Franzofcu gc^ sucildct wordcn, um dcil P.ipst in dcu Slaud zu sctzcu, sich gegen dic Angliffe Böswilliger zu vertheidigen; andere mcincu, der päpstliche Staat wolle fo wie andere Ssclbcn bcdieiMl zu tonnen. Dieser lctzlcn Mci» nung kommt es offenbar zu statlcu, daß dieses KlilgS' material frauzöfischcu Uisprlingö nnd auf flanzosischcu ttri>gsfchiffen lranspoltirt lvordeu ist, wozu noch kommt, daß dem päpstlichen Staalc jedenfalls die Vlittcl fchlcn, eiucn so großartigen Kricgsdcdarf zu bezahlen. Am 9. sollte Victor Emauucl nach Florenz zurücklehrcu, dcr üliiiustcrpräsident Hicuabica abcl' gleich darauf nach Sa-ooiycu ab,clscn uud in Niz;a mit dem Piinzcn Na» polcon eiuc Unterredung haben. Paris, 9. Februar. Die Negierung hat seit 48 Stunden keinerlei Depesche »on Athen erhalten: die Journale drücken wegen des Schweigens des griechischen Telegraphen Besorgnisse au?. — Der „Monitcur Dul-loz" erwiedert dcr „Nordd. Allg. Ztg." wegcu angeblicher hannoverischer Subventionen der französischen Presse und s^gt: Es ist das erste mal, daß die offiziöse Presse einer großen Regierung so oirett und so schwer die französische Presse insultirt. Graf Bismarck scheint iu eincr lebhaften Erregung zu sein, er verliert die Kaltblütigkeit und das schicklichkcitsgcfühl. — Das Journal „Union" sagt: Aus dergleichen Verleumdungen genügt es, mit dcr größten Verachtung zu antworten. Paris 9. Februar. Die „France" ue,öffcntllcht iu Eiwiednullg auf die Ausführung der „Norddeutschen All^cmeiueu Zeitung" m,eu AitilVl nntcr dem Titel: „Die gchcimcu Fours dcZ Grafen Bii tntionncl" zeigt an, das Ministerium Zaimis habe tm Declaration dcr Mächte angenommen. Petersburg, 9. Februar. (N. Fr. Pr.) ^ Kaiser schenkte dem Fürsten von Montenegro bei dc>M Abreise einen mit Brillanten und der kaiserliche "^ mcuschiffrc geschmückten goldenen Säbel. Eonstantinopel, «. Februar. Das iu Smyll" erscheinende Journal „Impartial" meldet: Die H°n delslcutc iu Syra drohtcu den Geschäftsverkehr zu su"' pcndiren, wenn Griechenland durch Verweigerung ^l Annahme der Declaration dic Sachlage iu die?äB zieht. — Halil Pascha wurde zum interimistischen Al' tillcricdirector und der bisherige zweite Kammer^ Iuad Bey zum ersten Kammerherrn ernannt. Telegraphische Wechselcour vom U>, Februar. > 5perc. Metalliques «1,90. — 5pere. M.talliques mit Ma'-"" Nuvrmber.Ziüsf!, lii.90. — 5)verc. Naliünal-Aulchrii 67, — l^ StaatsaiNcheu!»?.<;<) — Bankactie!, 690, - Creditacueu 271.^" Londoil 1i^1.10. — Silber! 18.50.- K. t Ducatrn 5,70 Handel und MliswirMMM Internationale Münzciniguust. Tcr allgemeinen 6^ sühninc, der Zelin-Frai^s-Stückc ai'ii des englischen HandelSstcmdes ist m diesen Tagen eine g^, lheilige Ansicht geäußert warden. Die Handelölammer vo" ^ , ver^ool hat beschlossen, in einer Eingabe an die Nea,,crM.:', ! Liiisiihrnng deö ZehilrFra!icö.Stilcl.'s als Milnzeinhe'il »»!> ^ ! Reduction deö LoucreigilS auf den ^jerth voil 5 Dolla^ ' " brantragen. ! iiaibaci,, 1>), Februar. Auf dem heutigen Marlle si»b H schienen: I LVagen mit Getreide, W Wagen und 2 Schißt Klafter) mit Holz, ^ ________________T>»rchsch!!ilt«-Prcise. ___^, , Vilt.. Vigz.. ^ Mtt^?^. Weiz^i pr. M't"-u 4'0 5— «ulter pr. Pfund "^U'^ , Korn „ 3 20 3 25 Eier pr, Stl!cl — N^ Gerste „ 2 «0 2 90 Milch pr. Maß - U» ^ Hufcr „ 190 2" Rindfleisch pr, Pfd. 21 ^> !Halbsrnch< ,. -- 3 58 Kalbfleisch ,. -2^^^ Heiden ,. 2 50 3 15 Schweinefleisch,, 22^ Hirse „ 2 50 275 Schöpsenfleisch „ — 13^ Kukurutz „ — — 292 Hähudel pr. Stilcl — 5!)""^ Erdäpfel „ 15>0------- Tauben „ - 1l'^, ! Linsen ,. 3 20------- Heu pr, Zrutnrr - W "^, !<«Mu „ 3 40------- Stroh „ -?0^ Flsolcu „ 4 50— Holz,hart.,prKIst. -- ^ Nindöschmalz Psd, - 54--------------- weiches, „ — — °' Schweiueschtnalz „ — 44------ Wein, rother, pr, ,, Speck, frisch. „ -30!-.- ),i, von Pcttau, — Baron Tanffercr, von WeirelbM.,, ^ ^ Becker, Maschiiieü-Fabriccint, und Zachonntzly, von Wr^ stadt. — Vteumanu, Großhändler, von Kanischa — PrelN^. Ageut, von Wicn. — Primel, Realitnienbesiher von """ train, ^, Baiser von Oesterreich. Die Herren- Holelscheg, Ha'^,< von Ober-Ielleny — ikotleger und MeZan, Stndilt»^'' Krainburg. ^ »sU?M^.^^4'^^^ö^'^windstsll Hester ^, 10. 2 „ N. 329.L4 -l- 6.z- W. mäßig heilen I0„ Ab. 328.il -l- 2.z W. schwach heiler !. F Nachts heiter. Sonniger Tag. Nachmittag dilütt v^ Iuieusives Abeudroth. Dav Tagesmittcl dcr Wärme < nm 4" über dcm Normale, Verantwortlicher IstljtNulllHI. Wien, 9. Februar. Die Papier? crfuhreu lheilweift. weuu auch^ unerhebliche Ermäßignugm, während Devisen und Valuten fester schlössen. Geld flüssig. Umsatz^,, Allgemeine Htaatöschul^). Für 1U0 sl. Geld Waare Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: in Noten verziuill. Mai^Noucmbcr tti.W 0.^.10 „ ,. „ Frbruar-Nugnst UI.90 (!2.— „ Silber „ Iänuer-Iuli . 07,— «17.10 , „ „ April-October. 67.— 67.10 In öswr. Währ. . . zu bpLt. 58.70 Ü8.8" dclto v. I. I«66 . . 5 „ «3.20 03,40 detto rllclzahlbar (?) . „ „ l>7.5>" 98.- detto „ (Z). 5 „ W.50 97.- Vilber-Anl. I8^4(l.st) 5 „ 7250 73.-1865 (Frcs.) 5 „ 76.— 77.-Metaüiqms . . .zu4'/,P<5t. 55.25 55.75 MitVeriof. v.J. 1839 „ 4 „ 1^4.50 195.50 MitVerlos.» I.1854 zu 25u ft. . . „4 „ !)050 91,-MitVerllls. v.J. 1860 iiu 50 »ft. . . „ 5 „ 97.20 97.30 MltPcrlos.v.J. I860 zu 100 fl. . . „ 5 „ 100.50 101.50 Mit Verlos." I.1864 zu 100 si...... 123.30 123.50 Homo-Neutensch, zu 42 l.i>-u «u«t. pr. Stiick.....21.50 22.— StllatslDomaiieu.-Pfaudbriese zu 120 fl. ö W. (300 0 Tem.V.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 7^^ 7^59 Actie» (pr. Stück), Nll'.ioualbllul...... 68?.— 688 — Kaiser FerdiuandS-Nordbahu zn 1000 fl. EM .... 2235.-2238 — Ercdit-Anstalt zn 209 fl. ö. W. 269.60 279.70 N.Y,Escom..Gcs.zu500st.ö.W. 740- 742,-Statsciseub.-Ges. zu 200 st.CM, oder 500 Fr...... 321.- 321.50 Kais. Elis. Bahn zu 205 st. LM. 180 — 180.20 Sud.-uordd.Ber.-B.200 „ „ 159.25 159,50 Geld Waarc Süd.St.-,l.-ven.u.z.-i.E.200fi. ü. W. oder 500 Fr. . . . 2i'0.10 230 30 Glll.Karl-i.'ud.-B, z.200fl.CM. 218 25 218.50 Bohm. Westbühn zu 200 ft. . 176,50 I?7.— Oest.Do:i.-Dampfsch-Oes. ^« 600.— 602.— Oesterreich. Lloyd in Triest Z I 286, - 288.— Wieu.Dampfm.-Actg, . ' . 340.— 345.— Pester Kettenbrücke .... 595.— 600.— A:,glo-Austria-Vaul zu 2(X) fl 257.50 258.— Lcmberg Ezeruowi'UcrActicu . 181.— 182.— Verslchcr.-Gesellschüft Donau . 255,- 257. - Pfandbriefe (filr 100 fl.) National- t baul auf ^ verlosbar zu 5"/« 100 - 100.50 St. GeuoiS „ 40 „ „ . 32,l" zs< Wiudifchgrätz „ 20 „ „ . 21.^ M ^llldstcin „ 20 „ ,. . 24,5" ,z> Keglevich „ 10 „ „ . 15.^ ls^ Rndolf-Gtiflulig 10 „ ,. . 15.50 Wechsel (3 Mou,) F Augsburg für 100 fl südb. W. 10».^ ^I^ Fralltfurt a.M. 100 st. detto 10I>^ ßs^ Hamburg, für 100 Mark Baulo 69 /" ^l/, i,'°nd°n für 10 Pf. Sterling . 120^ F' Pari« für 100 Frantö . . . 4»-^ (5l,urs der Geldsorte« Geld ^^!" K. Müuz-Ducaten . 5 st. 69 lr. b^ ^- Napuleollsd'or . . 9 „ 68 /, ^ ' ^ , Rusf. Imperial« .-.,-" ^7 ., ?" Berciuschlller . . 1 .. 7sj., 5 ' ^ Silber . . 118 „ 75 „ ^^ ______ §^ Krainische GruudeutlaNungS-Obl'9°^re uatulltirung: 86.50 Gcld, 9U ">