Nr. 233. Donnerstag, 13. Oktober 1910. 129. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vr«„umer«twn«prri«: Mit Poftvrrsendung: gai^jährin 3« X, halbjährig 15 «. Im Kontor: ganzjährig 22 II halbjährig li X, Für die gustelliiNL ins Haus ganzjährig 2 X. - Insertionsgebülzr: Für kleine Inserate b!« zu 4 Zeilen b0 l», grühere per Zeile 12 b; bei öfteren Wiederholungen per Zelle U b. , Die »Lllibacher Zeitung» erscheint täglich, mit N»süal,mc der Sonn- mid sseiortag!', Lie AdininiNration befindet sich Milloöwstrahe Nr, 2«: die Nrdnklion MilloZiöstrahe Nr. 20. Lprcchstliudc» der Ncdalliun vuu » bis ia Uhr ' vormittag«. Unsianlierte Briefe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon«««, »er «edaltio« 32. Amtlicher Heil. Den 11. Oktober 1910 wurde in der t.l. Hof» und Staats» druckcrei das Ncpertorüim der böhmischen Ausgabe des Reichs» gesetzblattes des Jahrganges 1909 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblattc zur «Wieuer Zeitung> vom 11. Oktober 15110 (Nr. 232) wurde die Wciterverbreitung folgender Pretzerzeuqnisse verboten: Nr. 275 «Arbeiterzeitung» vom 7. Oktober 1910. Nr. 116 «Freiheit, vom 4. Oktober 1910. Nr. 22 <^Iu,tico Lvoducl^» vom 6. Oktober 1910. Nr' 40 «klaiÄVk!:/ lluüitoi» vom 6. Oktober 1910. Nr. 79 «Znaimcr Wochenblatt» vom 5. Oktober 1910. Nr. 40 «krkwo I^uclu» vom 7. Oktober 1910. MichtccmMcher Heil. Portugal. Die in den letzten, Tagen bei den Mächten erfolg» ten Notifikationen der neuen Ordnung der Dinge in Portugal sind, wie man aus London nieldct, auf der ganzen Linie nit einfachen Erkläruilgeu der Zurkeunt» nisnahme beantwortet worden. Es ist weder von irgend einem Proteste noch von einer Inaussichtstellung der Anerkennung dnrch irgeud eine Macht etwas belannt gc» worden. Mehrseilig wurde die Erwartung wirksamen Schutzes der in Porlllgal lebenden Ausländer und der Hoffnung auf möglichst rasche Herstellung der Ruhe und Ordnung im Lande Ausdruck gegeben. Unter die» scr Voraussetzung scheint die neue portugiesische Ne> gierung keinerlei Anfechtung von irgend einer Seite zu besorgen zu haben; für die eventuelle Anerkennung kommen aber nach dem Völkerrechte und dem Herlom» men auch andere Umstände in Betracht, vor allem die amtliche Bekanntgabe der Entschließungen des Königs Manuel und des Thronerben, Herzogs von Oporto, so» wie ein jedem Zweifel entrückter Beweis des Einverständnisses des portugiesischen Volles mit der via sacli vollzogenen neuen Ordnung. Bis dahin dürfte sich der Verkehr des diplomatischen Korps mit den tatsächlichen Inhabern der Htegieruugsgewalt daselbst auf das zur Wahrung der besonderen Interessen jedes Staats Not» wendige beschränken. Ans Paris wird gemeldet: Nach Meldxnge» aus Lissabon hat die republikanische Regierung beschlossen, die Chefs der diplomatischen Vcrtretuugen Portugals zu wechselu, was aber, wie aus der Natur der Dinge hervorgeht, erst nach vollzogenen Anerkennungen der Republik möglich werden wird. Einige Mitglieder der provisorischen Negierxng befürworten einen vollstän» digen Wechsel des gesamten diplomatischen Korps Por» tugals. In den Kolonien Portugals, die fast sämtlich ihren Anschluß an die Republik bereits bekanntgaben, Hal sich die Anerlennung der letzleren ohne Störung der Ord° nung vollzogen. Über das persönliche Schicksal der Mitglieder des gestürzten Kabinetts weiß mau bisher nur, daß der Miuisterpräsidenl infolge einer erhaltenen Schußwunde das Nett hütet und der Minister sür öffentliche Arbeiten sich zu einem der republikanischen Chefs geflüchtet hat. Über den Aufeuthalt des Ministers des Äußern, der sich verborgen hält, ist nichts bekannt geworden. Türkisches Heer. Die Meldungen, daß die türkische Regierung zau> derte, wegeu der Choleragefahr die großen Manöver des 1. Konstantinopeler und des 6. Adrianopeler Armee° forps stattfinden zu lasseu, entsprechen, wie man aus Konstantinopel berichtet, nicht den Tatsachen. General von der Goltz, welcher diesen Manövern beiwohnen wird, ist bereits nach Adrianopel abgereist, um das Man» övetterrain zu prüfeu und bei den vorbereitenden Übnn-gen zugegen zu sein. ferner sind bereils zwei Divisionen alls Konslantinopel auf das Manöverfeld uach Tschorlu abgegangen mil zwölf Batterien von Feldgeschützen und fünf Batterien Gebirgsgeschützen. Die Manöver wer- den endgültig am 23. d. M. beginnen und am 27. mit einer großen Truppeuschau geschlossen werdeu, welcher der Sultan beiwohnen wird. In Adrianopel werden bc-reits große Vorkehrungen für einen würdigen Empfang des S,titans getroffen. Alle fremden Mililär-AttaclM sind zn den Manövern geladen worden. Dagegen beruht die Meldung, daß die Militär« Attaches der fremden Staaten anch den Schießübungen, im Bosporus beigewohnt hätten, alls einem Irrtum. Das Programm dieser Übungen schloß ansdrücllich die Anwesenheit der fremden Militär» und Marine-AllaclM aus. Der russische Marine.Attachö, der dies nicht wußte, halte an den Kommandanten der Meereilgen das schrifl-liche Ersnchen gerichtet, den Übnngen beiwohnen zu dür« sen, erhielt aber zur Antwort, daß ihm mil Rücksicht anf das erwähnte Programm, das sich nicht mehr ab» ändern lasse, die Erlaubnis nicht gewährt werden könne. Sollteu vielleicht doch einzelne dieser Funktionäre, die Übungen mitangesehen haben, so konnte dies nur von den Höhen ans geschehen, oie jenseits des gezogenen Kordons gelegen sind. Nach Ansicht der kompetenten türkischen Militär» kreise haben die jüngsten Schießversuche im Bosporus erwiesen, daß die Meerengen nicht leicht von einem von, Norden herandringenden Geschwader forciert werden könnten. Nichtsdestoweniger wurde die Notux'ndigkeit er. tanni, mit der Verstärkung der Meerengenforts nach allen Erfordernissen der neueu Kriegswissenschasi fort. znsahren. Infolgedessen hat die Mililärkommission, die vor einiger Zeit nnter dem Vorsitze des gewesenen Kriegsministers Riza Pascha eingesetzt wurde, den Bc-fehl erhalten, sich unverzüglich mit dieser Aufgabe zu beschäftigen. Die Summe, welche zu diesem Zwecke be. nöligt wird, belauft sich auf zwei Millionen Pfunde, die jedoch in Raten allmählich zur Verausgabung ge-langen werden. Feuilleton. Zigaretten. Von Mc-lvcc'l.' H'l.'Hr'ofi. (Fortsetzung.) .Herr Thomas hat seine tägliche Portion Weihrauch schon gehabt; reagierte also nicht, sundern flüsterte den Damen zu: „Vittc, schauen Sie sich uuauffällig um. In der Ecke links sitzt eine bildhübsche Frau, die raucht." „Tatsächlich!" rief Fran Esperant entrüstet. „Bei Gott, sie raucht! Es muß irgend eine Aus» ländcrin sein, sie sieht auch aus wie eine Spanierin." „Sie führen uns in fchöne Lokale!" sagte Frau v. Barbillun vorwurfsvoll. „Entschuldigen Sie vielmals, das konnte, ich nicht wi'sscn; ich habe hier noch nie etwas Anstößiges bemcrtl, lverde mich aber sofort beschweren." ..Wozu?" fragte der Philosoph nachsichtig. „Lassen Sie das doch, gnädige Frau. Diese junge Fremde gehört offenbar zur allerbesten Gesellschaft und tut ja mir, was bei ihr zu Lande üblich und erlaubt ist. Das dumme Vorurteil gegen raucheude Frauen kennt man bloß in Europa; eine Zigarette ist ja, alles in allem genommen, noch keine Sünde. Sie werden doch die hübsche Fremde nicht verletzen wollen." Frau v. Varbillon zuckte die Achseln. --------„imd übrigens kennt mau dieses ,dumme Vorurteil' auch in Amerika, Meister. Der New Yorker Magistrat hat erst kürzlich verboten, daß Frauen auf der Gasse, i,l den Restaurants — kurz, daß sie öffentlich raucheu." „Das ist eine Tyrannei!" „Wie, Meister, Sie reden dem Rauchen der Frauen das Wort, Sie, ein so feinsinnig geschmackvoller Mensch?" Herr Thomas quittierte das Kompliment mit einer Verneigung; dann beugte er sich zu den Damen nieder nnd sagte geheimnisvoll: „Meine Damen, Hand aufs Herz: Sie rauchen nicht?" Verdutzt sahen sich die Frauen an; dann lachten sie laut auf. „Wir haben es uatürlich auch schon versucht —" „Hie uud da ciue Zigarette — eine ägyptische — mehr des Parfüms wegen —" „Und natürlich nnr ganz heimlich —" „Höchstens im Schlafzimmer!" „Aber öffentlich! Öffentlich!!!" „Also,"sagte Herr Thomas und freute sich seines Scharfsinnes, „Sie rauchen auch und alle Ihre Freun« dinnen tun dasselbe. Sie lassen sich nur nicht dabei er» wischen oder höchstens von den allernächsten Ve> kannten. Das Raucheu ist Ihnen Sünde, ist häßlich. Ohne Zengen allerdings------------Sie denken also über das Naucheu genau so wie der New Jorker Magistrat. Was haben Sie denn eigentlich dagegen?" Eine prächtige Limousine hielt eben vor dem in^i^uil ster zieht ihn an, reizt ihn." Er wendete sich wieder zu dem Automobilisten: „Ihre Frau bekommt heule keine Zigarette?" „Meine Frau?" brauste Herr v. Varbillon auf. „Eine Zigarette? Hier? Iu einem öfseutlichen Lokale? Sie sind verrückt, Herr Thomas. Ich dulde nicht einmal, baß su' zu Hanse raucht. Einmal habe ich ein Zigaret» lenmnndstück im Schlafzimmer gefunden, da habe ich ihr gründlich uteine Meinung gesagt. Sie behauplc-tc aber, Frau Esperant-------------" (Schluß folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 233. 2128 13. Oktober 1910. Politische Nelierstcht. Laibach, 12. Ollober. Die „Zeit" führt in einer Besprechung der bevor« stehenden Delcqatioustagunss ans, daß wir den Weg, der luit der Anner'ionspolilik betreten werde, sehr rasch wieder aufgegeben haben. Es sollte ein Weg nicht ,nal^ riellcr, sonderil uioralischer Eroberuugeil ans der Vallan-Halbinsel sein. Statt dessen hat eine kleinliche, eng. herzige, nicht von Staatsmännern, sondern von Vieh» uiästern eingegebene Politik, den großartigen Alllaus, den loir genommen haben, mit einem Hinplumpsen enden lassen. Wenn schon große Opfer für den Staat gebracht werden müssen, so müsse eine Politik gemacht werden, die dieser Opfer wert ist. — Das „Deutsche Vollsblatl" weist darauf hin, daß erst die nächsten Dele» gationen in die Lage kommen werden, sich mit der Er» l)öhung des Armee« nnd Marine-Erfordernisses zu be» Mistigen. Es sei daher selbstverständlich, daß das In» teresse, das der morgen beginnenden Delegationssession entgegengebracht wird, kein allzu intensives ist, da sie ja mir das Präludium zu den weitans wichtigeren Er» eignissen bildet, die sich im nächsten Jahre abspielen werden. Immerhin dürften anch die in den nächsten Wochen in den Delegationen stattfindenden Debatten nianches bemerlenswerlV Moment ergeben. Ans Petersburg, 4. d. M., wird berichtet: Ein heute veröffentlichtes kaiserliches Reskripl an den Für-sten Urusoo hebt nnter anderem hervor, daß der Fürst als Botschafter in Wien mit allen Mitteln die Ausrecht-erhallung nnd Festigung gnler nachbarlicher Beziehungen Zn Lsterreich-Uugarn erstrebt habe. Das Re-skript spricht dem Fürsten für seine langjährige frucht-bare Tätigkeit zum Wohle Nnßlanos de?i Dank des Kaisers Nikolaus ans. Als Zeichen dieser Dankbarkeit ernennt ihn der Kaiser zum Oberhofmeister. — Die „Neue Freie Presse" spricht dem Handschreiben große Bedeutung zu, weil der Zar darin ansspricht, was er wünscht. Das Blatt schreibt: Das Handschreiben wird in der österreichisch-ungarischen Monarchic einen sympa° thischen Eindrnck machen. Es ist ein Beweis, wie richtig stets die Ausfassnng war, daß der Zar persönlich dem Frieden geneigt sei und freundliche Beziehungen zu allen Nachbarländern wünsche. Dieser Wunsch wird gewiß in der österreichisch-ungarischen Monarchie geteilt. Da alle Völker der Monarchie den Frieden wollen, so ist der Wunsch des russischen Baisers zugleich der Aus^ druck eines Bedürfnisses, das wir selbst haben. Es wäre sehr erfreulich, wenn das Handschreiben des Kaisers Nilolans den letzten Abschluß einer stürmischen Episode bilden würde. Das „Neue Wiener Tagblall" wirst einen Rück-blick ans. die ruhmreiche Geschichte der Berliner Uni. veisität, die jetzt ihre Hundertjahrseier begeht. Immer sei die Berliner Universität ein Spiegelbild der deut' scheu Geschichte gewesen. — Das „Neue Wiener Iour- > nal" bemerkt, wenn man die lange Liste der Berühmt-, heilen durchsieht, die an der Berliner Hochschule wirl° leu uud noch wirken, könne der Österreicher bei aller Freude, die über das enge egoistische Empfinden hinausgehl, doch ein Bedauern nicht unterdrücken. Man findet in dieser Ruhmesliste sehr viel Österreicher oder Ge» lehrte, die einmal bei uns gewirkt habeil uud nichl bei uns geblieben sind. Die Berliner Universität ist eben das Sinnbild Deutschlands, das reicher, lockender, vcr-stäuduisvollcr für die geistigen Werte und ihre Reprä' senlaulen ist. Aus Belgrad wird berichtet: Infolge der Schwie-rigkeiten, welche sich der Ausnahme einer Iuvestitions» Anleihe der Stadt Belgrad im Betrage von 40 Millionen Dinars in den Weg stellten, hatte der Belgrader Gemeinderat beschlossen, bei der serbischen Nationalbank ein provisorisches Anlehen im Betrage von 2,500.000 Dinars behufs Fortführung der Gemeindearbeiten auszunehmen. Das Ministerium des Innern hat jedoch als oberstes Kontrollorgan die Ausführung dieses Beschlusses sisliert, weil es die Dispositionen des Gemeinderates in betreff der Verlpendnng dieses An-lehens nichl in ihrer Gauze billigt. Der Bescheid des Ministeriums erfährt in den Kreisen der jungraditalen Gemeinderatsmajorität eine recht scharfe Kritik. Tllgesnmigtcitm. — lDas DoPpel°Plagiat.) Ein italienisches Blatt veröffentlicht eine amüsante Episode aus dem Leben Donizettis nnd Bellinis nach den Auszeichnungen des eiusl viel gefeierten Tenors Moriani. Im Jahre 1834 ließ Bellini in Venedig seine Oper „Bealriec di Teuda" aufführen und zn gleicher Zeit ^ab man in Florenz znm erstenmal Tonizellis „Parisina". Obgleich nnn die beiden Komponisten völlig unbeeinflußt von-einander geschaffen hallen, begab es fich, daß zwei Me-lodien ihrer Werte auffallend übereinstimmten, ein Umstand, der allaemeiu erörtert wurde. Der Sänger Moriani, der sich auch leiue Erklärung des merlwnr-oigen Phänomens zn geben vermochte, nahm es auf sich, Donizetti davon in .Kenntnis zn fetzen. „In der Tal," verseile Donizetti kaltblütig, „dies Zusammentreffen tonnte unerklärlich scheinen, wenn es sich nicht aus die einfachste Weise erklärte: wir — Bellini und ich — habeil die Melodie nämlich beide gestohlen,- denn sie gehört Karl Maria von Weber!" Das Doppel-PIagiat war tatsächlich an Webers „Letztem Gedanken" verübt worden. — york die Neueiuschuluugeu vollzogen, und seitdem gibt es iu Newyork 700.000 Millionen Kroueu für den Unterholt der Schuleu aus. Mit dieser Summe hätte mau alle Kosten bezahlen können, die der Bürgerkrieg der Jahre 18«! bis 1865 die Vereinigten Staaten gekostet hat. Lokal- und Provinzial-Nachrichten. Battcriculampcn. Von Michelangelo Freiherr von Zois. In aller Slille hat sich iu den bäumen der Gartenbaugesellschaft in Wien anläßlich einer Obst» nnd Gemüseansstelluug ein großes Ereignis vollzogen. Uni» versitätsprosessor Hans Molisch hat seine Bastenen» lanlpen ausgestellt. — Es ist eiu aller Traum der Techuil, eiu Licht zu fiuden, das weder wärint, noch brennt, noch zündet, kurz ein kaltes Licht, das für die Hantierungen in Kohlenbergwerken, Pnlversabrilen, überhaupt Anlagen, bei denen man es mit seuergefähr° lichen und explosiveu Stosfeu zu tuu hat, vou der grüß» ten Vedeutuug wäre. Der Technik gelaug es nicht, dieses Licht zu schaffen — dafür aber gelang es Pro» fessor Mulisch, die Natur zu belauschen uud sie, ihre Produkte direkt in den Dienst der Sache zu stellen. Wohl jedem ist es bekannt, daß Seefische, fleisch, faulendes Holz bisweilen leuchten; weniger bekannt dürfte es sein, daß diese Erscheinung auf das Vorhau» dcnsein eines Pilzes, bezw. einer Bakterie zurückzuführen ist. Diese Organismen nuu wurden vou Professor Molisch auf einen geeigneten Nährboden übertragen, wo sie sich rasch entwickelten nnd ihn ganz überzogen, so daß die ganze Fläche gleichmäßig leuchtete. Dann wnrden die Kulturen auf Eier, Karlosselscheiben, Fische geimpft, und schließlich schritt er dazu, die Iuuenwanduug einer Flasche mit Nährboden lGelatiue) zu überzieheu uud dieses Gefäß für die Experimente zu beuützeu. Sie gelangen — und die Batterienlampe war erfunden. Die eine spielt heute, in dem Momente, in dem ich dieses schreibe, die prosaische, Nolle eines Nachtlichtes im Schlafzimmer. Es ist ein gauz merkwürdiges Gefühl, wenn man davor steht. Der Nanm ist still uud ruhig — in einer Ecke steht ein lenchlender Körper. Man sieht keine Flamme, kein Glühen, keine besonders markante Lichtquelle, sonderu eine, nach allen Seileu gleichmäßig ausstrahlende Helligkeit, die in ihrer sanften, milden, weißlichen Bläne am ehesten an einen Opal oder an Absinth erinnert. Greift mau den Körper, eiue Glas-slaschs, an, fo ist er kühl wie eiu auderes Glas und leuchtet weiter. Das i^icht erstrahlt, wenn mau das Ge-faß hebt, trägt, schwingt. Und es ist iu seinem stets gleicheu Schimmer fast unheimlich. Mit dem Worte „Licht" verbindet man die Vorstellung von wenn auch geringer Wärmeausstrahlung, vou einer leuchtenden Kerze, von Petroleum, Gas^ elektrischen Drähten, vou mehr oder weniger komplizierten maschinellen Einrich» tungen, und diese Einfachheit, dieses Fehlen jeglichen Apparates, jeder sichtbaren Ursache des Lcuchtcns irri» tiert, beengt uns. Man hat das starke Gefühl, vor eiucm Rätsel zu steheu, das wir zwar verstandesmäßig zu löseu imstande sind, aber doch nicht erfassen — und dabei erst an dem Anfange, einer Entwicklungsreihe zu steheu, deren Ende wir nicht absehen können. Und wir spüren auch gleichzeitig, wie uuendlich ferne uns die Natur uud wie unendlich groß sie ist; wir ahnen etlvas von den Schätzen, die man da noch heben kann und die die Wissenschaft noch heben wird. Wir begreifen nicht, wie die Natur diese köstliche Gabe des Leuchtcus an diese Organismen verschenken konnte, die man erst mit dem Vergrößerungsglafe wahrnehme,! Icmu, wie man lange achtlos au dieser Eigenschaft vorüber gehen konnle. Was nnu die Intensität des Lichtes betrifft, so kann man natürlich bei einer solchen Lampe allein nicht lesen nnd wohl auch nicht schreiben. Als Nacht« lampe aber geuügt eine völlig. Im Schciue von sechs Lampen konnte bei 12 bis 15 Minuteu Erpositiouszeil eine Photographie augefertigt werde»; im Demonstra» tionsraume kountc man auf einige Entfernung sein Ge-genüber gauz gut erkenueu usw. Ein eigentlicher Maß» slab fehlt aber derzeit noch völlig, weil man eben zu sehr an die bisherigen Beleuchtuugsarten gewöhut ist, das neue Licht aber ganz anders geartet ist. Hier eine strahlende Fläche, dort ein flammender Kern . . . Die Lcdcrcrzunft iu Neumarktl. Ein Beitrag zur Geschichte des heimischen Gcwerdcs, Von Karl Millitsch. (Fortfchimg.) Weiteren Grund zur Klage gaben die sogenannten Pfuscher, die sich zum großen Schaden der'zunstmäßigen Meister auf das Ledeverhandwerk verlegten. In einem befonderen Falle wandte sich die Znnft mit folgendem Gesuche direkt an die Kaiserin um Abhilfe: „Mathias Noßman, Vnter die Herrschaft Ratl-manstorff gehöriger Zn suuleserlich!) Vuweith Ney-märktl mit einem ganzen Huebgrundl Seeßhafter Bauersmann, welcher vor vngefähr 15 Jahren einen Görzifchen Lederzurichter Gesellen zu sich kommen lassen vudt von ihme das Rauhe Leder ans Görzische arth auszuarbeiten Erlehrnet, wie auch dessen zwey Söhne vndt Aydam Luens Schuppan, dann Valleniin Ipanz, gleichfalls vuter die Herrschaft Rattmaustorss ziusbahrer Kayschlcr, Vuterstchen sich insgesamt, ob sie schon niemahlen bey einem Lederer» oder Zurichter» Handwerk!) aufgedingel oder freygesprochen, mithin anch von dieser Arbeilh die erforderliche ,^ö»l»uß nicht be-sitzeu, das rohe Leder auf verschiedeue weiß vud Manier zuzurichten, auch bey Nachtzeit das rohe Leder herein-, das ausgearbeitete aber zum Nachteil des k. k. Mauth Regalis durch abseilhige Weege Hinalls zu praktiziereil, ja sogar unter dem Namen uusers zu Neymärktl aus» gearbeiteteu Leders Zu verkaufen." „Wie uuu hiugegcu uns mit Eiler k. l. Zuustfrei» heit versehcuen bürgerl. Lederern vnd Lederzurichtern, die da keine Grundstücke besitze», sonderu unser Ehe» Weiber, Kinder vnd Gesellen lediglich nur mit uuserer treibenden Profession ernähren, überdas anch die eouti° nnierliche» Soldatenmärkh lind deruselbeu Einguartie» ruugeu vnd mehr dergleichen dem Bauernstand nicht zu» fallende ouera ertragen, dabei noch ein Znnftdarlehen per IM Gulden erlegen müsfcn, eine dergleichen Beeinträchtigung uuferer Hantierung zu desto größerer Beschwerlichkeit gereichet, obschuu vorlängst . . . denen Bauersleuten aller- Angriff in die Vürgerl. Gewerbe vndt Handtwerkhsarbeil ernstlich eingestellet worden ist." Schließlich wird um Gegeumaßregeln gebeten. (Fortsetzung folgt.) — wurden gestern abends zum erstenmale die bereits avisierten Pariser ^riginal-Naturansuahmen der chirurgische!! Operatic,-neu, ausgeführt vou den Professoren Dr. Doyen, bezw. Dr. Thoma Ianescu uild den Neiärzten Dr. Roux uud Feriaui, gezeigt. Diese medizinisch-klinische Serie wurde nur beim Abendprogramm um 7 Uhr und um halb 9 Uhr, beidesmal vor total übersülltem Zuschauerraum, vorgeführt. Ihre erschütierude Realistik setzt eiue ge» wisse Porlio» voil Neroeustärke voraus; für empfind» liche Naturen find sie nicht geeiguel. Wir Wolleu daher nichl unerwähnt lassen, daß sich im ganze» über drei» ßig Personeil veranlaß! fühlten, das „^nschanerfeld zu räumen", nuler ihne» mehrere des mäunlichen Ge» schlechtes, die über Üblichseilen klagte». Anderseits harrte das Gros des Pnbl i lums, eiu schließ! ich der mächtig ver. lreteueu Dameuwell, stramm auf sei»em Posten' aus. Demuach scheint die Bilanz uuseres laut täglicher Kla» gen gar so zerrütteten Nervenkontos selbst beim schwa» chen Geschlechte eine positive zu sein. Die Bilder, präch» tige Farbeukunstsilms, sind nicht nur einwandfrei, sondern auch eine Sehenswürdigkeit, wie solche bisher iu Laibach noch nichl geboten wurde. — «Öffentlicher Vurtraq.j Gestern um halb 8 Uhr abends behandelte Herr Mnsealdireklor Prof. Doktor Manluaui im hiesigen sloveuische» christlich'sozialen Vereiile vor einem zahlreichen Auditorium das Thema: „Die Urauhäuger der Kuust". Wir kommen auf die interessanten Ausführungen noch zurück. — lDer Landesverband dcr Gastwirteqeuossen» schaft in Krainj hält morgeu lim 10 Uhr vormittags iu der Geuossenschaftskanzlei, Gradi,^e 7, eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: l.) Verlesung des Prolokolles der letzten Sitznng. 2.) Diskussion über die Neuregelung uud Eiuschränknug des Viische»sch(i»kes. 3.) Diskussion über die Möglichkeit der Erwerbung von guteu uud billigen Weinsorteu. 4.) Beschlußflifsnug' iiber eiuen Protest gegen die beabsichtigte Erhöhung der Laudesauflageu auf die Verzehruugsstcuer. 5.) Fest. setzuug von erinäßigten Mitgliederbeiträgeu. 6.) Bc» ratliug über die in betreff der Hauslrafilen zu ergrei» feudeu Maßnahmen. 7.) Beratung über eiuen eveu. tuelleu Gastlvirtekougreß. 8.) Verschiedene Anträge und Vorschläge. — Die Herren Delegierten werden lim zu° versichtliche Beteiligung au der Sitzung ersucht. — Am ll. d. M. nachmittags wurde der verstorbene Großgruudbesitzer uud Groß. kanfmauu Herr Franz Omersa uuter großer Beteiligung aus Kraiuburg uud Umgebung, aus Laibach usw. zu Grabe gelragen. An der Tranerfeier beteiligten sich korporativ: der (^italnicaverein mit Fahne, der freiwil-lige Feuerwehrverein, der Veleranenverein uud die Musikkapelle des Feuerwehrvereines, welch letztere wäh-rend des Begräbnisses ergreifende Trauerchöre zum Vortrage brachte. Unter den Tranergästen >varen außer den Angehörigen folgende Herren zn bemerkeil: Ve» zirkshanptmanu Sch'ittuit, kais. Rat ^avuik, Landtagsabgeordneter Pire, Landesgerichtsrat P u -gai-nil, Gymnasialdirektor Fajdiga, Hau» delskammervizepräsident M ejaö, Großindustrieller Majdi^, lreiters Vertreter der Stadtgemeinde Krainburg sowie lnehrcre Landgemeinde!', die Franz Omersa zn ihrem Wohltäter zählten. — Vor de,m Trauerhausc und am offenen Grabe trug der Männer» chor des <^italnieavereines in Krainburg uuter Lei» Nlug des Hcrru Vilko R u s ergreifende Tranergesäuge vor^ — Wie wir vernehmen, l>at der Verstorben^ mch» rere kulturelle sowie humaniiäre Vereine in Krau,, bürg mit ^fgal«'!! dedachi. ^. Laibacher Zeitung Nr. 233. 2130 13. Oktober 1910. — sslu^weisnug von aucwärtiqen Zigeunern anö Italien.) Anläßlich des Anftretells der Cholera in den südlichen Provinzen Italiens ist eine allgemeine Per» dränguug dun Zigen»,er>, ans Italien über die öster-reichische Grenze zn geivärtigen, da man der Ansicht ist, daß dnrch diese die Cholera nach Italien verschlepp! wurde. Demzufolge hat die italienische Regiernng strenge Maßregel,', gegen die zahlreichen Ilalieil diirchziehenoen Zigeunerbandeu erlassen nnd insbesondere mi'tlelsl eines an alle Präsekturen erlasseilen Zirknlares die Aliswei-snllg aller nicht in Ilalien Anständigen Zigenner ange» ordnet. Diese Maßregel wird zweifellos znr Folge haben, daß in der nächsten Zeit der Übertritt zahlreicher Zigen^ uer in österreichisches Gebiet zu gewärtigen ist. Dies muß derzeit nicht nur aus sicherheilspolizeilichen, sondern auch aus sanitären Gründen mit allen dnrch die bestehenden grenzsicherheits-sanitärpolizeiliche!, Vorschriften an die Hand gegebenen Mitteln verhindert werden. Die an der italienischen Grenze gelegenen k. k. Bezirkshanplmannschasten wnrden daher angewiesen, die betrefsendeil Vorschriften, insbesondere die rücksichllicy der grenzpolizeilichen Behandknng der Zigenuer bestehenden, bcreils mehrfach eingeschärften Vorschriften der» maleu mit besonderer Umsicht und Strenge zu Hand» haben. Hiebei muß jedoch betont werden, daß auch an» geblich österreichischen Zigeunern, schon vom sicherheits«, bezw. paßpoliz'eilichen Elandpnnkte ans, der Grenzüber» tritt uur in dem Falle, dezio., wenn es sich nm ganze Familien oder Banden Handell, nnr deiljeniaen Individuen zu gestalten ist, deren österreichische Staatsangehörigkeit förmlich nachgeU'ieseil oder doch ill überwiegend überzeugender Weise glaubhaft gemacht wird. Individuen, rückfichllich welcher bloß letzleres der Fält ist, ist übrigeus der Übertritt uur bedingungsweise zu gestatten und sie müsseil solange an der Grenze zurückgehalten werden, bis dnrch sofort einzuholende Weisung der vorgesetzten politischen Nezirlsbehörde deren Weiterreise gegen das Innere des Verwaltnngsgebieles gestattet wird. Schließlich ist nach den gemachten aml° lichen Ersahrungen zu gewärtigen, daß Zigeuner, besonders solche, deren zunächst an einem direkt an der italienisch-österreichischen Grenze gelegenen Pnnkle versuchter Übertritt in dieses Verwallungsgebiel verhindert wurde, den Versnch machen dürften, ans Umwegen über die Schweiz oder, Frankreich-Schweiz und sohin über Deutschland an einem nicht direkt an der ilalie» nisch-österreichischen Grenze gelegenen Pnnkte in öster» -reichisches Gebiet zu gelaugeu. Gleichzeitig wird ange-sichts der droheudeu Gesahr der Enschleppnng der Cholera aus Ungarn, bezw. Kroatien noch erwähnt, daß die im Zirkulare angeführten Maßnahmen anch gegen Zigenner, welche ans Ungarn, bezw. Kroatien nnd Slavonien nach Krai» übertreten »vollen, analog in Anwendung zu bringen sind. — Die Behörden haben bereits die nötigen Anordnungen getroffen, daß gegen die ans-wärtigen Zigenner behufs Verhinderung einer even, tuelleii Choleraeinschleppuug mit besonderer Umsicht, .bezw. Strenge vorgegangen wird. lco—. — MaMusit.) Programm sür hellte nachmittags um vier Uhr lman: Phantasie aus der Operette „Ein Herbstmanöver". — sVom Theaterderein in Gottschce.) Für den Henrigen Winter sind wieoer Liebhabertheater-Vorslellnl,-geu in Aussicht geuonlmen, aber nicht mehr im Saale des Gasthofes „Zur alten Post", der gesperrt werden soll, sondern in jenem des Hotels „Zur Stadt Trieft", der außerdem deu Vorzug einer günstigeren Lage für sich hat. Die Vorbereitungen sind im Gange; der als trefflicher Spielleiter bereits von früher bewährte Herr Professor G. Nafer hält bereits fleißig Proben ab und alles dentel daranf hin, daß angenehme Abende zu erwarten siud. — lDer Et. Hermaqorasverei» in Klageusurt) zählt heuer 85.789 Mitglieder iöe I « sowie einem Besitzer in Safnitz l5 l< eillwendel. Endlich hat Re/.en seinenl Vater ans einem Kasten 200 X gestohlen und ihm iu Gemeinschaft mit Rndolf über 100 l< an einkassierten Geldern sür gelieserles Sodawasser vernntreul. X. " Wucn Knalieu mißhandelt.) AIs vor knrzenl ein zchnjähriger Eollizitcilorssohn anf den Gründen des ehemaligen Fürstenhofes in der Herrengasse spielte, wnrde er ohne Veranlassung von einem Kafseehaus-dedieusteteu mißhandelt. Der Knabe erlitt am rechten Ohr, ferner am Nucken einige leichte Verletzungen. — sVerhaftliuq einer Diebin.j AIs die Besitzerin Anna Brezelj ans Brdo am 9. d. M. in der Nähe ihres Hauses beschäftigt war, sah sie die 50 Jahre. c>Ite Taglöhnerin Ursnla Vrolih aus Außer-Goritz >nil einem Viindel unter dem Arme vom Hause fortgehen. Sie schöpfte sofort Verdacht, weshalb sie zn Hause Nachschau hielt. Da bemerkte sie den Abgang ihres noch neuen Barchentnnterrocks, der vor dem Hanse anf einem Zanne gehangen war. Die Vrezelj verfolgte sofort die Diebin, konnte fie aber nicht einholen, da sie die Flucht in den nahen Wald ergriff und dort verschwand. 55. — lMne diebische Maqd.j Elide v. M. entwendete die 23 Jahre alte, nach Liltai zuständige Magd Helena Resuik ihrem Dieustgeber Lukas Tum^i«, Besitzer >n ToiNlU'evo, aus eiuen, Schubladckasten 50 X sonue ein Paar Stiefeletten nnd flüchtete unbekannt wohin. /. — M'stohlenes Eßzeug aus.qefunden.) Wie kürzlich berichtet, wnrde Mitte v. M. i»l'Hotel Mallncr in Vel» des eine größere Partie Silbereßzeng durch unbekannte 3äter entioendet. Dieses Eßzeng uuirde am 9. d. M. ani User des Veldeser Sees in der Nähe des Hotels im Wasser aufgefunden. Man stellte es der Eigentüme» rin zurück. ^. — jAestohlcn.) AIs vor eiiiigen Tagen in Unter-5>'5ka eiu Handelsangeslellter unt einem unbekanilten schön gekleideten Mädchen ein Stelldicheiu hatte, stahl ihm das Mädchen 28 K und verschwand. " lC'in bösartiger Hund.) Diesertage übersiel am Alten Markte ein manlkorbloser Hnnd eineu alteu Hau« sierer, biß ihn ins linke Bein nnd zerriß ihm die Hose. — ^Wetterbericht.) Das Hochdruckgebiet, das gestern Mittelenropa beherrschte, ist nach Oslen gezogen und hat sich bedentend verstärkt. Im Westen nnd Nordweslen ist der Älsldrnck nenerdings gefallen. Über dem Ärmel» tanal lagert eine feknndäre Depression, die gegen Mitteleuropa vorzudringen scheint. In den Alpen» nnd il, den Sndetenländerii herrscht vorwiegend heileres, stellenweise nebliges Wetter. In den westlichen Alpen-gebieten ist die Temperatur stark im Fallen begriffen, ^n ^aibach hat das Wetter eine Verschlechterung ersah» ren. Die bedeutenden atmosphärischen ^Störungen in Westenropa haben sich in den höhereil Luftschichten bis in nnfere Gegenden fortgepflanzt und die rasch wechselnde Aewölknng nnd westliche Winde veranlaßt. Auch der heutige Tag scheint denselben Verlauf nehmen zn wollen wie der gestrige. Der Lnfldrnck ist iu langsamem Steigen begriffen. Die hentige Morgeniemperalnr betrug bei leichten, Nebel 9,2 Grad Celsius. Die Veobach-tllngsstationen meldeten folgende Temperaturen von gestern früh: Laibach 7,1, Klagenfurt 6,6, Görz l2,6 Trieft 14,8, Pula l5,4, Abbazia l4,5, Agram 10,5, Sarajevo 8,4, Graz 9,2, Wien t0,7, Prag 7,2, Berlin 9,0, Paris 13,6, Nizza 14,6, Neapel 20,0, Palermo 19,4, Algier 21,0, Petersburg —0,4; die Höhenslatio- ncn: Obir 2,8, Sonnblick —3,5, Säntis 1,9, Semme» ring 10,2 Grad Celsins. Voranssichtliches Wetter iu der nächsten Zeit für Laibach: Leicht bewölktes, mildes Wetter bei mäßigeu südlichen Windei,. Theater, Kunst und Literatur. — iDentsche Aühuc.) Mittwoch, den 12. Oktober: „Die Spiele Ihrer Exzellenz". Sensatiunskumödie m drei Akleu vou Zo6 Ickels uud Rudolf Strauß. Das Stück spielt auf dem Vudeu des heutigeil vom Nevo-lutiousgeist uuterwühlleu Nllßlaild. Der Versuch wird darin gemacht, in wirksamem Kontrast die Fänlnis nnd Korruption der herrschenden Aristokratie dem dnmpsen, gärenden Groll der Revolntionöhelden gegenüberzustellen, die mit Bomben nnd Revolvern der Freiheit znm Siege helfen wollen, aber dies Beginnen meist mit dem Galgen zu büßeu habeu. Im ersten Alte lernen wir das Hans des Gonverneurs Grafen Wiltanoff kennen. Gleich dem Hansherrn siudeu auch die zahlreiche», Gäste, die wir bei ihm kennen lernen — höhere russische Militärs, Beamteu und deren Damen — ihre», Lebensinhalt ill schalen Liebesabenteuern nnd massiven, Genuß. Die schwereu Demütiguugeu des japanischen Krieges haben ii, dem hohlen Treiben dieser Gesellschaft, die sich anf ProlektionSwirtschaft nnd frivolen Sinnengennß gründet, nichts geändert. Mit dem Knall der Bomben, welche den Gouverneur vor dem Eingang seines Hanfes zn Boden schmettern, endigt wirknngsvoll dieser Alt. Im folgenden lernen wir die Schrecken eines russischen Ge-sängnisses kennen. Schwärmerische Fanatiker, die als Idealisten geschildert werden, erleiden hier die Qualen der Knute und barbarischer Einschließung, dnrch die sie alls dell sicheren Tod vorbereitet werden. Die Haupt» Heldin des Stuckes, die Gattin des Hingemordelen Gou» veruenrs, erscheint an diesem Orte der Schrecke!,, wo sie sich alsbald in den Mörder ihres Mannes verliebt und durch ihu für die Propagauda der Tat gewonnen wird. Im Schlußakte betreten wir wieder den Gouverneurs-Palast. Unerkannt wirkt die Hansherrin als Affiliierte des revolutionären Zentralkomitees. Die AbgeMdlen dieses Komitees erscheinen nnd fordern von ihrer ari» stokratischen Verbündeten, daß sie den Mord eines der besten Hausfreunde, des Grafen Alexinsly, herbeiführe. Die Dame ist von solcher revolutionärer Begeisterung erfüllt, daß sie diesen Mord sofort eigenhändig anf ofse° ner Szene mit dem Revolver durchführeu will. Lächelnd nimmt ihr aber ihr Opfer den Revolver wieder al!5 der Hand, nm sie anss uene znm Leben des frivolen Lebensgenusses znrückzubekehren, den, die Heldin seit jeher gehuldigt hat. — Es fehlt also an knllnrhisto-rischen Beziehungen und menschlich ergreifenden Konflikten nicht. Aber der Titel: „Die Spiele Ihrer Ex,-zellenz" deutet schon daranf hin, daß es sich hier nicht um eine ernsthafte Durchdringung des interessanten Stuffes, suudern um eiu nervös zerfahrenes, iru» nisches Spiel handelt. Die Heldin, Vera, ist eine echte Zersetzungserschein,ing, die nach den krassesten und mannigfachsten Emotionen ihrer Sinne sucht uud diese skrnpeltos in jeder nnr deutbaren Form fiudet. Wir empfangen so, statt ernster Lebensschilderung im Stile des geistvollen englischen Spötters Oskar Wilde einen Sprühregen ironischer Parador.e. Von einer durchgebildeten .Handlung, von lebenswahrer Charakterisiernng ist keine Rede, Sensation ist alles. Ernsthafte feelische 'Bedürfnisse gehen den auftretende,! Meufcheu ab. Ab» gesehen vom ersten Akt mit seinem Aufgebot vun Gcsell-schastsszenen, iu welchem es an ciuzeluen störcuden .Vemmnngen nicht fehlte, wnrde sehr wacker gespielt. Die beiden führenden Rollen der Vera nnd des Alexinsky waren durch Frl. Camilla Wolfs nnd Herrn'Max. Weydncr vorzüglich vertrete!,. Die erstere verkör» perte eine glänzende Gesellschaftsdame, die elegant und sicher die reiche Skala seelischer Vorgänge meisterte, welche sich in dieser Figur abspiele»,. Diese Leistung fesselte mehr nnd mehr nnd versöhnte einigermaßen mit der seelenlosen Gestalt. Nicht minder lobenswert er» schien nus die Tarslelluug des Herrn Weydner. Vielleicht hätte die satirische, dämonische Seile dieses Menschen noch mehr hervortreten dürfen, der sich berühmi, bereits mit neun Jahren fünf verheiratete Frauen verführt zn haben. Wir sahen mehr einen liebenswürdigen, freundlichen Schwerenöter, einen eleganten Vou-vivaut, dem es doch nicht ganz anzumerken war, daß anf seine Veranlassung Dutzeude armer Bauern niedergeknallt werden und daß er sehr wohl die furchtbare Gefahr kennt, in welcher er jede Stunde dnrch revo» lntionäre Anschläge selbst schwebt. Besonders packend wurden dio Gesangenen des zweiten Aktes gegeben. Durch diese gute Darstellung, die auch in den meisten der zahlreiche,, auderen Rollen hervortrat, wurde man in etwas hinansgehoben über dieses im Gruude elende Stück. 1'. — sIaroslav Vrchlictl) iu Abbazia.) Der berühmte böhmische Dichter Jaroslav Vrchliely, dessen Werke schon über 60 Bände nmfassen, ließ sich vergangene Woche in Abbazia ständig nieder. Er ist schon seit zwei Jahre» infolge eines erlittenen Schlaganfalles krank. Sein Gedächtnisvermögen läßt nach. Anf eine vollstäudige Heilung ist nicht zn Hof sen. — Mn Shakespearc.Denkmal auf dem Grabe Julias.) Am 16. d. fiudet, wie italienische Blätter melden, in Verona die feierliche Einweihnng eines Shakespeare-Denkmals statt, das aus dcm Grabe Inlias ans-gestelll wurde. Das Denkmal ist ein Werk des Bildhauers Reuato Catani. Bei der Feier wird die eug- I lische Regierung offiziell vertreten sein. Laibacher Zeitung Nr. 233. 2131 13. Oktober 1910. Telegramme des t. k. TelegraphenKorreipondenz-Vureaus. Aufhebung des Paszzwaugcs an der Grenze gegen Serbien. Belgrad, 11. Ottobor. Tie seit längerer Zeit schwe» bcnde ^raqe der Aufhebung des Paß.zwanges zwischen Österreich-Ungaru und Serbieil wurde, wie aus ver» läßlicher Quelle verlautet, einer definitiven Lösung zu< geführt. Seitens der uugarischeu Regierung werden be» reils iil d^n nächsten Tagen an die (^renzbehmden Weisungen ergehen, wmiach der Paßzwang auch in Ungarn aufgehoben wird. Durch diese Verfügung" wird sowohl das Reisen, als auch der Greuzvcrkehr zwischen Qstcr. reich.Uugaru und Serbien wesentlich erleichtert werden. Die ans sanitätspolizeilichen (Gründen getroffeneu Ver^ fügungen über die ^^gitiuialiou des reisenden Publikums bleiben indessen bis zum vollstäudigeu Schwiudeu der (5holeragefahr iu Kraft. Selbstmord eines dalmatinischen Bischofs. Zara, 12. Ottober. Der griechisch-orientalischc Bischof Iovic? iu Cattaro, dessen Verzicht auf den bischöf« lichen Stuhl kürzlich angenommen wurde, hat henle früh durch einen Nevolverschnß seinem Leben ein (5'ude gemacht. Die Ursache sind zerrüttete Vermögensverhältnisse. Der Ausstand der Eisenbahner iu Frankreich. Paris, 12. Ostober. Das Personal des Nachtdienstes bei der staatlichen Westbahn hat iu einer vor» mittags abgehaltenen Versammlung beschlossen, sich dem Generalstreik anzuschließen. Paris, 12. Oktober. Die Bediensteten der Ostbahn haben beschlossen, hcnte mittags in den Streik zu treten. Paris, 12. Oktober. Die Bediensteten der Eisenbahngesellschaft Paris—Lyon—Mediterran^' haben beschlossen, sich dem Generalstreik anzuschließen. D^r Ve-ginn des Streikes wurde für Cchuellzüge und die Haupt-linien auf 6 Uhr, für die im Stadtgebiete verkehrenden Züge auf 8 Uhr abends festgesetzt. Paris, 12. Oktober, Für die, Überwachung der Nordbahnlinien werden gegenwärtig 1500 Mann vcr^ wendet, die unter den Befehl eines Nrigadegenercils gestellt sind. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten, das um Mitternacht von dem Ausftandsbeschlnß drr Weftbahnbedienfteten benachrichtigt worden war, hat Maßnahmen getroffen, um den Verkehr, wenn anch beschränkt, aufrecht erhallen zu können. Für die Elektri-zilälsstaliouen der Westbahnen wurdeu 46 Genic^ soldateu requiriert. Die telegraphische Verbindung zwischen Versailles und dem St. Lazarebahnhof ist unter-brochcu. Die Vorgänge in Portugal. London, 12. Ottober. Der Herzog von Orleans hat eine Tcpesche der Königin-Mutter Amalie erhalten, worin sie mitteilt, sie werde sich mit König Manuel auf der königlichen Jacht Victoria and Albert gleich nach deren Ankunft in Gibraltar einschiffen nnd sich sofort nach England begeben, wo sie die Gastfreundschaft des Herzogs von Wood-Norlhon annehmen würde. Lissabon, 12. Oktober. Brasilien hat die Republik Portugal nuerkaunt. Demission des griechischen Kabinettes. Athen, l2. Ottober. Die Regierung hat ihre De-mission gegeben. Die Cholera. Budapest, 12. Oktober. Im Ministerium des Innern sind heute Anzeigen von 17 Erkrankungen nnd 3 Todesfällen an Cholera eingelaufen. Rom, 12. Oktober. In den letzten viernndzwanzig Stunden sind in Neapel sieben Erkrankungen nnd ein Todesfall, in der Provinz Neapel 22 Erkrankungen nnd fünf Todesfälle und in Apulicn zwei Todesfälle in. folge Ehulera vorgelommen. Waldbrändc in Nordamerika. Washington, !2. Oktober. Nach den letzten Be-richten über Waldbräude in Minnesota sind etwa lau» send Personen in den Flammen ums Lebeu gekommen oder werden vermißt. Die Vrandfläche umfaßt 250!) Quadratmeilen. Newyork, 12. Oktober. Durch die Waldbrände wur. öen dreizehn Ortschaften zerstört. Verantwortlicher Redakteur.- Anton Funiet. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 1. bis zum 3. Ottober 1910. Es herrscht: die Rotztranlheit im Bezirke Stein in der Gemeinde Glo« gowitz si Geh.); der Rotlauf der Schweine im Bezirke Nudolfswert in der Gemeinde Tagraz (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Illyr.'Feistritz (1 Geh.); im Bezirke Gottschee in den Gemeinden Niederdorf (11 Geh.), Soderschitz (1 Geh.); im Bezirke Krainburg in dm Gemciudeu Altlack (1 Geh.), Flüdnig (7 Geh.), Hrastje (1 Geh,), Selzach (1 Geh.), St. Iodoci (1 Geh.), St. Georgen (1 Geh.), St. Katharina (1 Geh.), StraMe (I Geh.), Trata (1 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung iu der Gemciudc St. Martiu (5 Geh.); Taceu (2 Geh.). Waitsch (1 Geh.); im Bezirk Littai iu der Gemeinde Stockeudorf (1 Geh.); im Bezirke Loitsch iu del Gemeinde Oberloitsch (1 Geh.); im Bezirke Tjchcrucmbl iu den Gemeiudeu Loka (t Geh.), Semitsch (1 Geh.), Suchor (1 Geh.). Tschernembl (1 Geh.), Weinch (2 Geh.); die Wutlrankheit im Bezirke Gottschce in der Gemeiude Ncsselth al. Erloschen ist: der Rotlauf der Schweine im Bezirke Gottschec in dcu Gemeiudeu Iurjcwit) (1 Geh,), Mitterdorf (1 Geh.), Videm (6 Geh.); im Bezirke Gurkfeld iu deu Gemeiudcu Äucka (1 Geh,), St. Barthlmä (1 Geh.), Trcbeluu (1 Geh.); im Bezirke Krainbnrg iu dcu Gemeiudeu Mautschitsch (1 Geh.), Predassel (1 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung iu deu Gemeiudcu Oberlaibach (3 Geh.), Vrbljenje (2 Geh.); im Bezirke Nudolfswert iu der Gemeinde Döbernik (1 Geh.); im Bezirke Tschcrnembl in der Gemeinde Suchor (1 Geh.); die Schweinepest im Bezirke Aaibach Umgebnng iu dcu Ge-meindeu Iezica (1 Geh.), St. Martiu (1 Geh); im Bezirke Tschcrnembl in der Gemeiude Weinih (5 Geh.). A. k. Aandesregicrung für Arain. Laibach, am 8. Oktober 1910. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 11. Oktober. Dr. Kaisersberger, Arzt, Töpliy. — Halbmayr, Laudwehroberintendant; Weil, Franll, Kun, Beamt, Peschl, Kflte., Wien. — Schneider, Selretär, Badeu. — Löwy, Priv., Berliu. — Kerchlanty, Oberlehrer, Gonobitz, — Liebert, Fabrikant, Düsseldorf. — Laug, Nechuuugsrat; Cautoui. Bau» meistcr. Graz. — Pravst, Pfarrer, Planiua. — Ncmanil-, Pfarrer, Ärusuice. — Pravhar, Pfarrer, Laserbach. — Hubcr, l. u. l. Rittmeister, Pola. — Christosf, Kfm,, Sofia. — Beucdicie, Pfarrer, Schwarzcnberg. — Frcrich, Kfm., Bremeu. — Chri. stoff, Student, Laibach. — Slerlec, Kfm., St. Ruprecht. Hotel LIcfant. Am 11. Oktober. Gräfiu Pace jun., Priv., Görz. — Schwarz, Kfm.; Paschlns. Hitschmann, Löb, Kroiifeld. Nsd., Wie». — Vcrdcrver, k. l. Gciidlirmcric>Ob«,rI., (kger. — Vauniauil, Niarlup, Beamte, Prag. — Dalnd, Bcaniter, Villach. — Olivoto, Buchhalter, Grado. — Goriup, Priv., f. Sohu uud Tochter, Fiume. - Rahue, l.l. Notars Gattin. Egg. — Dr. Ploj. t, l. Notar, Tschcruembl. — Zhuber k. Okrog, t. l. Forstmeister, Einöd. — Autonitsch, Fleischhauer, Ferlach. — Vidergar, Pfarrer, St. Veit (Uutcrtraiu). — u. Hirst, Kfm.. Linz. ^ Müller, Ksm., Basel, — Fischer, Kfm., Straßfurt. — Hosf-maun, Kfui., Karoliucutal. — Caißutti, Kfm,, Cormons. — Schmidlin, Kfm.; Krall, Rsd., Agram. — Gregor, Nohuich, Rsde., Graz. — Mayer, Iuritsch, Rfd., Klagenfurt. — Dal Lago, Nsd., Fcldkircheu. — Markgraf, Nsd., Steyr. — Ludwig, Rsd., Trieft. Meteorologische Bcobachtuugcu in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 19 8 u. N. !736 1 18 0 SW. lNllßiq ! fast bewölk ^ 9 U. Ab. i 730-1 14-2 SW. schwach ! bewültt 13.1 7 U. F. ! 740-1 ! 10 1! SO, schwach i Nebel > 0-0 Das Tagcsmittel der gestrigen Teiuperatur beträgt 13-1", Normale 11-1°. Seismische Berichte nnd Beobachtungen der Laillncher Erdbebenwarte (gegründet vm> dcr Uvaiinichl'ü Sftnslasso 1«§7,) (Ort: Gebäude der t. k. Staats'Obcrrealschule.) ^agc: Nördl. Breite 46°03'; Östl. Lauge vou Greruwich 14"31'. Vegiuu ^ ^, 'Ü' « Herd. Z^. ZZ. K« L^Z ^^ ^ ^ distauz 8-Z KZ «S ^ii!»wgrapli Üjin'ntiin, ^V ^ Wischer! Vl'üdel, Deželno gledališèe v Ljubljani. St. 10. Nepar. V öetrtek, dne 13. oktobra. Drugiè: Dalibop. Opora v treli dojanjih. BeBedilo spisal Jos. Wenzig, poslovenil Y. S. Finžgar. Uglasbil Bedfich Smetana. Zaèetek ob 7*8. uri. Konec po 10. uri. Vin billiges Hnuömittel. Zur Nrgeluug und Aufrecht» haltuuss einer gntcn Verdauung empfiehlt sich der Gebrauch der scit vieleu Iahrzehntcu bestbclauntcu echtcu «Molls S eidlitz» Pulver», die bei geringen Kosten die nachhaltigste Wirkung bei Acroauunsssbeschwcrdcn äußern. Original »Schachtel K 2'—. Täglicher Versand gegen Post»Nachnahme durch Apotheker A. Moll, l. n. k, Hoflieferant, Wieu l.. Tuchlaubeu l^. In den Apotheken der Provinz verlange man ausdrücklich M olls Präparat mit dessen Schutzmarke und Unterschrift. (2355 c) 7 Hinweis. Unserer heutigen Nummer (Gesamtauslage) liegt eiue Abonncmentseinladuug auf die bcsteus bctauute humoristische Zeitschrift Gultlaften bei uud wolle mau sich der angebogeneu Aestelltartc bedicueu. In der Villa Nonnengasse 19 (3733) ist ein möbliertes 3—1 Zimmer mit 1. November, event, sofort !z XL veim.I e t en.- 20jähr. blonde Wienerin mit vorläufig 50.000 K Mitgift, spät. bedoutond. Erbe, einzige Tochter eines Großindustriollen , fesch, schön und gebildet, wünscht sicli zu verheiraten. Nur ernste Beworber, wonn auch ohne Vermögen, wollen schreiben an L. Schle singer, Berlin 18. (3732) 5—1 Dalmalinpc Dr 1, II. Stock (3734) 2 — 1 Zahvala. Za mnogoStevilno dokazo tolažilnega soèutja, ki so nam došli ob prenagli smrti našega dobrega oèeta, starega oèota, tasta, brata in strica, gospoda franca Omerse trgovea in posestnika v Kranju kakor tudi za toli èastno spremstvo nopozabnega pokojnika k veènemu poèitku izrekamo torn potern svojo najtoplojöo zahvalo. Poseboj so pa so zahvaljujemo uajiskrenojo za zadnje spremstvo zastopnikom trgovskega društva «Merkur» iz Ljubljano in ujegovo podružnico v Kranju, nadalje zastopnikom za to-lažilno žalostinko od hiäo žalosti do pokopališèa, mnogoštovilnim darovalcom prekrasnih voncov in sploh vsem, ki so nam na ta ali oni uaèin stali na strani ob priliki to za nas nonadomest-ljive izgubo. Konèuo so pa šo najtoplejo zahvaljujemo gosp. dr. Edvardu Šavniku, ki se v teh težkih urah ni izkazal lo najvestnojšoga zdrav-nika, temveè tudi najboljšega pokojnikovega in hišnega prijatelja. V Kranju, dno 11. oktobra 1910. (3725) Žalujoèi ostali. Laibacher Zeitung Nr. 233. 2132 13. Oktober 1910. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Aurslilattej vom 12. Oktober W19. Die notierten Kurse verstehen sich in Kioneiiwährimg. .Die Notierung sämtlicher Mtien und der ,.Diversen Lose" versteht flch per «rück. Held Ware Allgemeine Staats» schuld. HinheOlichc Rente: t°/i, loxvcr. steuerfrei, Krone» (Mai-Nov.) per tla,je . . 9» ,5 »3 35 detto (Iänn.-Iuli) per Kasse 83 15 »3 35 d 2«/„ ü. W. Noten (Febr.-Vlug.) per Kasse......«? - 8720 <'L»/<. ö. W. Silber (April Okt.) per «asse......87 — 87 20 I860?r Etaalsios 500 fl. 4"/«i6S - ,70 — i8SNer ,, i»u fl. 4°/„ ^18 - 22? -l8«4er „ 100 si. . .828-330- t«S4er ,. 5« sl. , . Uiili'- 328-— Dom.-Vfondbr. i» 120 fl. b"/, 288 50 k»»0 50 Vtaatsschuld d. i. Reichsrate vertretenen König» reiche und Länder. bsterr. Golbrrnte steuerfr., Gold per Kasse .... 4°/,i,h 4bli5U5 Osterr. Rente in Krunrnw, stfr., per Kasse.....4"/« sz i« 93 ü« detto per Ultimo , . . 4<>/i, S3 10 93 30 Investition«-Reute, stfr., »r. per Nasse . . 5'/,°/» 8»'10 «3 3o Gisenbahu>Slant»!chuld> ntlschllibungt«. 6lisaocth-Bah» i. G., steuerfr.. zu 10,000 st.....4°/<, —-— —>- Kranz Ioseph-Vahn in Silber (dlv. Et.) . . . . 5>/<°/„! 17-^01 l84N Valiz. Karl Ludwig-Vahn (div. Stücte) Kronen . . . 4°/, 95 »5 »43b studols-Äah» i» Kronenwähr. steuerfr. (div. Lt.) . . 4"/° »8 35 94 35 Vorarlberger Bahn. stfr., 400 und 2000 Kronen . . 4"/c, 93 50 94 50 /n Ktaal»lchuldu»rsch«ibnngen »lzestempellt Kislnbahn.Akliln tlifabeth-V. 2<>0fl. KM. 5'/<°/, von 400 Nr......4bl — 4b3 — detto ^'inz-Äubweis 200 !l, ü. W. S, 5'/.°/« .... 423'- 426 -detto Eal>burg-Tirol 200 sl, ü. W. N. 5"/„ . . , 4lL- 418 — Kre,nl!tal.Vahu uun u 8000 Nr. i,«/« .........«88--tW- ! Ocld zgaic Yow ztaate ;„, Zahlnnz üb«» aommlNt Vlltn>!ll!iN'Vl>c>ri dettu 400 II. 5000 ttr. »'/2"/„ 8b 2l, 8« 25 K'orar>brra.cr Bal„i Em. 1884 (div. St.) Nilb. 4°/„ . , 5 - Staatsschuld der Länder der ungarischen 5trune. 4«/o ung. Goldrenl!' prr «asir . lit 50lit 70 4"/„ detto per Ultimo »1501i1'70 4"/» ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per llasfr , . 91 «u 9t--4°/^, detto per Ultimo 91'8U 9l — 2'/2°/<> detto per ttasie 81-- »l-20 Ungar. Mämlen.AnI. d. 100 fl. 2^4 — ö»u — detto il 50 fl 2^4 — ,z««'- I'heis,-Ncg.-Lo!e 4°/„ . . . . ibb2ö il»l«i io dettu (E. oder G.) 18,4 120- >2I--delt, (1894). .... 9,-40 «240 detto (Gas) v. I. 18S3 . 34.75, 95.75 detto (Eleltr.) v. 1.1800 93 detto (Inv.-A.)v,I.i»«ll 3k-?o L«-?« Vülsebau-Nnleheu uerlosb. 4°/„ 95,5 96 ^l> Russisch? Staateanl, v. I. 190«, f. 10« Nr. p. tk. . . 5°/„ 103 ?5l04 2b dclto per Ultimo . . 5°/„ —'- —-- Vulg. StnatL-Hypothekar Änl, <882......e°,V 121'bn «22 50 Geld Ware Vulg, Otaat« - Goldanleihe 1907 f. 100 Kr. . . 4>/,«/<, 92 6t, 93 «5 Pfandbriefe nsw. Aodenir,,alla.ust,i.5NI.ol.4°/n ^30 v.-.-»,, Äöhm. Hhpoüielenb. vcrl. 4"/^, 9ß — vu-80 Zentral Bod.-Kred.-B!.. österr., 45I. uerl.....4>/,°/« iol-5« --- drtto «5 I. verl. . . . 4"/„ 86— »7-. ^red.-Insl., östcrr., f.Ncrl.-Unt. 11. üffentl. Ärb. Kat. ^,. 4<"„ 9« 7b 32-?b Landesb, d. Kön. Oalizien und Lodom. 57>/, I. rüclz. 4°/« 84'- 8,'.'— Mähr. Hupoihelenb. verl, 4°/„ 9t>-- «« N.-österr, LandeZ-Hlip.-Anst. 4"/« 9550 9ß-5>0 deltn inll. 2"/„ Pr. veil. 3'/,°/° 58— 89-— detto «.-Echuldsch. verl. 8>/,"/° 87-3U «8-9« , detlo verl......4°/« 95'^ Sl!'— Osterr.-iingar. Vanl 50 Jahre vcrl. 4°/o ö, W..... 98 bU 99 5« detto 4^ „ Kr...... 88 80 98 80 Eparl., Erste vst.,«0I. verl. 4°« 89'- 10»- EifenbahnPrioritätS-Obligationen. Osterr. Ätordwestb. 200 f>. Z. . io»-4b 104'4K Etaatöbiihn 500 Fr..... 2Lb 45 2Kv'45 Eiidbahn a, 3"/„ Jänner-Juli 500 Fr. (per St.) . . . 2LL-40 288 40 Eiidbahn ü 5°/„ 200 fl. E. 0, G, illi-i« ii7'I0 Diverse Lose. Vti)wzlicht kose. 3"/i Vodenlrrbit-Lofe Em. 1880 288 — »0i- betto Em, 1888 27750 2e«3 50 5«/n Nonan-Regul.-Lose 100 fl. 3U0-- 302-- Lcrli. Präm.-llnl.p i«0Fr.2«/i, ii!'b2 ii? 2b zlnvtrzw»llche Dos». Budap.-Nasillla (Dombau)5 sl. 23 «b 82'25 «redilluse 100 sl...... !>l»'— b2»- (Ilary-Lose 40 fl. 5tN. . . . 212'- 222- Opener Lose 4<> fl...... —-— --'— Halsty-^osc 40 sl. KM. . . . 265— 285'- ^oiei, Nreuz, iisl. Ges. 0. 10 fl. s»,'Lb L< 25 llillten itreuz, ung. >'- ?2'> LaliliLose 40 fl, itM- . . . «L0 - 270 — Tiirl. E. Ä. Anl.-Piäm.-Oblig. 400 Fr. per tlosjr . . . —'— -'- detto per Nebi« . . . 255.40 256-40 Geld Wuv> Wiener ltonn».-Lose u. I, 1874 bLS— K39 . Gew.^Eä,. d. 3«/„Präm.-Sckuld d. Bobe.i: .-Nnsl, Em. >^«!> 93'- 103 - Aktien. ßlanlport'ZlnItMthwnnarn. Aussig-Teuliher Eifcnb. 500 fl. 1914'— 1923 — VlllMilchr Nordbal»! 150 fl. . --'— '- Äüschtiehradrr Visb, 50N sl.«M, 24<"> - 24««.^ deilu ,!it. li) 200 fl. per Ult, 987 - P80 > Donau - Tnmpilchisfahrii -Ges., 1., l, l. priv., 50« fl. «V, 1177 — 1,8" - Dm-Bntu'l-achner E, B. -»<>? >,r, s.^,'.'— 599 ,fecbwa>ioü-5- b8b b0 Österr, ^torbwestbllhn 200 fl. C, —— —'- detto (!it. li) 200 fl. S. p. Ull. —— —-— l>ra. l 15-80 116 80 Eüdnoiddeutsche Verbindiingsb. 200fl. KM...... — - —- Tiansport-Ges,, intern., Ll.-G. 200 Kr........ 10b— 110 — Ungar. Westbahn (Naab-Graz) 200 fl. S....... 403 — 404'— iür. Lolalb.-Alticn-Ges. 2<>ofl. 248- 252'- lvanken. «nglo-Öst-rr. Vanl, 120 fl. . z,6-?b 3t7?b Ganluerein, Wiener per Kasse —'— —'- detto per Ultimo d57 - 558 - Oodenlr,-Anst. üsl., 300 »r. . 1307 — I3l2 — Laibachcr Kredilbanl 400 ^r. 444'- 446 — ^cnti.-Bob.-Nrrdbi. öst,. 200 sl. b?8'— b84'-Nreditanstali für Handel und Gewerbe, 320 Kr., per Kasse —'- —'- drtlo per Ultimo 670— «7 1 Nrebitbanl, ung. allg., 20« fl, 853 35 854 3b Depositenbank, alla., 200 fl. . 482'- 484'-Heiomptc - Gesellschaft, nieder- österr.. 400Kr..... 753— 7bu - Oir!> 11. Nassenverein, Wiener, 200 fl........ 4L5-— 470 - Hnpolheleubanl, öst, 200kr, 5°/„ 335'— 338-Uäiiderbant, üstcrr., 200 fl., per Kasse....... 530— b?1'- dettu per Ultimo b33 50 d34'5v „Mcrtur". Wechselstiib.-Altien. Gesellschaft, 200 fl. . . . N4i-- L45-. Osterr.-ungar. Äanl 1400 Kr, I8ü?-— <87?-- Unionbanl 200 si...... s2775 ^.^7^ Unionbanl, böhmische lo« fl. . 26? b« i'68 50 sierlchröbank, allg. 140 fl,. . z?:— «72 — znüuNril'Zwlemehmnngtn. Hangescllsch.. allg. üst., 100 fl. 333 — 335 — Vrüxrr frohlenberab -Ges, 100 fl. 757 — 752 5a «iicü^ahüverlchrs'.Anstlllt, üst.. 100 fl........ 458 50 46l>__ Lisenbahmv.-Leiha,., erste, 100fl. «oo . 2ü« kl) ,,Elbemiibl", Papiers, u. B.-G. lW fl......... 222- 285 50 Lleln,.Gej., allg. österr., 2»0 il. 4,2 5V 414 50 '^eltr.-Siesellsch., inter». 200 ll. __-_ ".II ^'!l's!?-..^>!'!elllv. ',! Uii.'!i „._____ H^ieudecger ^vicr.-, ^üni)!i. u Wei.-Fabrik 400 »r. . n. 772 2b 773 2l ..Poldi-Hntte". Tiegelgulzstahl- F.-Ä.-O. 200 fl..... 54I ^ 54/, — PragerC-ifen-Industrie-Gesellsch. „. li"l) sl........ 2837 — 2847 — ünma-Viuranl, - Talgo Tarjaner Eisenw. 100 fl..... 70175 ?027b ^algo-Tarj. Lteinlohlcn I00sl. «43— «44 — „Echlüglmiihl", Papierf.,2U0sl. __.^. ^.^ ..Echodnica", «. G. f. Petrol.- Industrie, 5NN K^. . . . 53g-— 540 — ,,Ttcuiermühl",Pllpicrf,ii.V.G. 494-— 488' — Trisailer Kohleum.-O, 70 fl. . 24«-^ 252'— Tüll. labalregie-Gcs, 200 Fr. per ttaffe..... —-.^ _-—. detto per Ultimo . . , 374 — 377-— Wlljsrnf.-Gef., «stcri., 100 sl. . 735 ^ ?4i — Wr. Ällugejellschast, 100 fl. . . 216— 2l8 — Wienerberge Ziegels,-«lt.-Ges. «I«.^ «41 — Devisen. Kurz, Kichllu und Zcheck». Amsteidam....... 189-40 18900 Deutsche Äautpläve .... It760 117 80« Italienische Vanlplähe . . , 94'87« 8502 Bonbon........ 240 52« 240-75 Vari»......... 9b 32« 95-47» Ht. Petersburg...... 254 25 25b' - Mrich nnd Basel..... 9b 10 85-22» Valuten. Dullltrn . ..... ,1-37 11'4N 20-ssrllnlen-3tü!lc..... l« 10 19'13 20-Älllrt-LtücIe...... 2,-!'« 2354 Deutsche Ncichel-anlnoten . . <1?57 11? 77» Italicnilche Bantnnle:! , , . S4 ?b 8499 ^inbel-Noten....... 2-5^« 2 55" Ein- und Verkauf "von Renten, Pfandbriefen, Prioritäten, Aktien, Losen etc., Devisen und Valuten. __________Los-Versicherung. JF. C Mayer Ba,nk> und 'VVechislciirfi^essehAft >~i Privat-Depots (Safe-Deposits) Unter eigenem VerschluB der Parte». Itrriiwi tu iinlilitti I« Htiti-K>rrent nil art tlri-liiti.