Nr. 152. Donnerstag, 6. Juli 1899. Jahrgang 118. OMcher M Zeitung. »«iiiiül^g f>. ll, halbjährig fl. ü'bU. »l!r die Zustelln»,, ln« Hau« «anzjähr!« sl. l. - I»ler»lon»«l»ilr: gi»l ! llone Inlera», b!« z» 4 Zeilen llb tr. «rOßere P» Zelle « tr,i bei «fteren M,b,»holun«en per Zeile 5 tl, ^ Vie »Aalb. Zta,» ,ljeint tü«Ilch. mil «u»n»hm, b,l Gönn. und «eierta«» »i, «h»»^st»»»w» befindet »ctl,n Varmherzigeioasse «l lb sprtchftunben der «edactlon von « l>!» ll, Nln »^» mittaz», UnfianNeNe Vllele welden nlch! »noenommen, Vtnnu^""b des Aeußern hat die Hof- und Ministerial-ck?'^" ä""ter Classe Doctor der politischen Wissen-«ten Tlbor Grafen Szapüry. Alexander Ritter Tr-/^" von Ollenburg und Iur..Dr. Nrpäd bos ,.n^^^^ v°" Schallerstein zu Hof° und Mm,sterialconcipisten erster Classe und den Iur.-Dr. Ivo Lub? j zun^Hof. und Ministerialconcipisten zweiter Class! Juli lU s«? ?^l°"' zu« 'Wiener Zeitung, vom .ten PrelserzeuH "e Weitewerbreitun« sonder Nr !? '3,^' ^"') von. lii. Juni 18W. N. II 'Wldar. (Verlin) vom 1. Juni 16i19. «!' ^ '?"sslN^°lbihl>r Vollszeituna- vom 10. Juni I8W. A' ^ '3 "^er Wochenblatt, vom ltt. Juni IUU». v°m 1ü Iuni'?83" ""°" ^ ^" ^be. und Bielathal. A' ?3 ^'utsches Vollsblatt. vom 20. Mai 1»99 «! !I '^Miches Matt. vom 21. Juni lUiw. Nr K« ."< "^^ ""udschau. vom 18. Juni I«W. «r. ^73 «i^ts,». vom 24. Mai 1899. A?«,". ^ '.^^l.xlni Vö»t°ik. vom 13. Juni 1699. »lli «In«, vom Ib. Juni 1899. Nr. 20-21 .Illvnwl.» Xrun». vom 17. Juni 1899. Nr. 46 .II l)»Iiu»t»» vom 17. Juni 1899. heft 5 der Druckschrift «Der ttrone Domen» (gedruckt bei Weber in Öeilbromi). Die Druckschrift «jironprinz Herkules» (Verlag von Schmidt in Zürich). Vand 1 der Druckschrift «Moderne Predigten» (Verlag von Schmidt in IUrich). Die Druckschrift «Jesus ein Mensch, nicht Gottes Sohn» (Verlag von Schmidt in Zürich). Die Druckschrift «Selbstbewahrung vor heimlichen Krank' heilen des männlichen lind des weiblichen Geschlechtes, deren VerlMung mid Heilung nach dem Natuiheilveisahren, im Gegen-sahe zur medicinisckcn Gift», Vrenn» und Schneidebehandlung» (Verlag von Schmidt in Zürich). Seiiens des l. l. LandespräsidiumS wurde die Druckschrift »Die Nonne», Sittcnroman von Denis Diderot, deutsch von Wilhelm Thal, Verlag der Fürstenwald« Buchhandlung, nach 8 HI« St. G. mit Beschlag belegt. Nachstehende im Verlage von Hugo Steinift in Berlin erschienene Druckschriften wurden seitens des l. l. Landespräsidiums m»t Beschlag belegt: 1.) «Die Hygiene der Flitterwochen» von Dr. Karl von Gelsen, fünfte durchgesehene Auflage! 2.) «Die Hygiene nach den Flitterwochen.. Ein Handbuch für das lörpeiliche und geistige Wohlbefinden in der Ehe, von Meb.-Dr. Otto Lenz, 1897, beide nach den U A)5 und 516 St. O. »e» Metilin. (Nach der ltuvu« "' will nun das 'Problem endg,t g gelöst haben; se.n Mittel ist die Elektricität, bedeut^ be» .Ve'lungen, die er erzielt hat, ist die d rtt^ ^^? ?""se Monate alt; es ist die des rÄ"^ .f^uspielers Sir Henry Irving Der b en Shale Peare-Darsteller ist im Jahre 1838 g^I °""'hat also dle «0 schon überschritten. haben ^°A c" "" kotige Gesundheit besitzt, so l^ l!" Anstrengungen der Bühne doch nach und Aewun^"?l^'^ gutter!. Seine Zezmd "." 's merklich mit ihm beraab »'» AnN"' b«»r. «NW« wuh. »u!l°!gen. Das Durchschnittsalter des Menschen beträgt un» gefähr 50 Jahre, doch der vollständige Cyllus eines physischen Lebens gestattet einem jeden kräftigen Menschen das 1(X). Lebensjahr zu erreichen. Jeder W-, 70jährige Greis wird fast sichere Aussicht haben, bis zu 80, 90 Jahren, ja noch weiter zu kommen, wenn das Alter bei ihm nicht von ernsthaften organischen Störungen begleitet wird. Unter solchen Bedingungen wird es ihm durch elektrische Behandlung des Gehirns entweder täglich oder alle zwei Tage möglich sein, sein Leben zu verlängern. Eingehende Experimente haben in der That bewiesen, dass die kluge Anwendung eines elektrischen Stromes, der auf daS vasomotorische Centrum des Gehirns wirkt, die Fortschritte der Nrteriosllerose verzögert. Eine oder zwei Wochen nach Anfang dieser Behandlung nehmen die Kräfte zu, der Greis richtet sich auf; sein Gang ist fester, feine Haltung sicherer, feine Verdauung normaler. Seine Physiognomie klärt sich auf, und er erscheint um fünf, ja manchmal um zehn Jahre jünger. Die Wohlthaten der elektrischen Euren in der Neuritik (der Therapeutik der Nerven) sind unbestreit-bar, und nicht erst heute spricht man von ihnen; doch die Apparate, deren man sich bisher bediente, wann ungenügend. Dr. Althaus hat einen ganz eigenartigen construiert. Es ist ein Stuhl, auf welchem der Patient Platz nimmt. Ein Band, das ihm die Stirne umschließt, wird mit zwei Elektroden in Verbindung geseht, von denen die eine mit dem unteren Theils des Nackens, die andere mit der Stirne in Verbindung steht. Diese Vondurtoren wirken auf diese Miss einerseits auf das Rückenmark und anderseits auf da« Gehirn. Der elektrische Strom verursacht eine regelmäßige Bewegung, ohne auch nur die geringste unangenehme Empfindung hervorzurufen. Die Behandlung dauert 30 bis 60 Minuten, und fchon nach fünf Wochen wird eine merkliche Wirkung erzielt. Der Greis verjüngt sich, und wenn man einigen Zeugen glauben darf, so nehmen sogar seine Haare ihre ursprüngliche braune oder blonde Farbe wieder an. Eine andere wunderbare Erfindung ist die künstliche Erzeugung angenehmer Träume, dle man Doctor Corning verdankt. Dieser Arzt ist der Meinung, dass die Hauptbeförderer der Genesung die Freude und die Fröhlichkeit sind, und so heilt er denn seine Patienten dadurch, dass er ihnen angenehme Träume verschafft. Er hat einen Apparat erfunden, der entzückende Träume erzeugt, und feine Patienten befinden sich wohl dabei. Jeder weiß aus Erfahrung, dafs die bösen Träume auf die Körperconstitution und die geistigen Eigenschaften reagieren. Diese bösen Träume zu bannen, die schwarzen in rosige umzuwandeln, ist das Ziel, das sich Corning gesteckt hat. l^ine Behandlungsweise ist eine recht originelle. Er setzt dem Patienten eine Nrt Nachtmühe aus einem leichten Gewebe auf, das den ganzen Kops ein. hüllt und nur das Gesicht frei lässt; an den Ohren befindet sich ein schmaler Spalt. Eine Art metallene Tassen, d,e genau die Ohrössnungen einschliehen sind am Rank der Mütze angenäht Jede« dieser Welall. Laibacher Zeitung Nr. 152. 1220 6. Juli 1899. abspricht, von der Inkraftsetzung der königlichen Verordnung absehen werde. In unterrichteten Kreisen werde jedoch diese Discussion als müßig bezeichnet und versichert, die Regierung sei in ihren Entschlüssen durchaus nicht schwankend geworden und das Decret! werde zweifellos zur Durchführung gelangen. Die Eventualität, dass sich die Regierung für die Auflosung der Kammer entschließe, wird von der Mehrheit der politischen Kreise für unwahrscheinlich! gehalten. In regierungsfreundlichen Organen wird eine solche Mahregel aufs entschiedenste widerrathen und betont, dass sie als unmotiviert erscheinen würde, da ja die letzte, unter sehr schwierigen Umständen erfolgte Abstimmung in der Kammer erwiesen habe, dass das Cabinet Pelloux über eine starke Majorität verfügt. Diese Abmahnung entspringt keinesfalls der Besorgnis, als ob die Regierung bei einem Appell an die Wähler einen Misserfolg erleiden könnte; das fanatische Treiben der Radicalen wird vielmehr im Lande allgemein verurtheilt und die Schließung der Kammersession findet bei der Bevölkerung durchwegs Billigung. Aber auch in dem Falle, dass die Regierung die Vornahme von Neuwahlen doch für zweckmäßig erachten sollte, sind in der nächsten Zeit leine endgiltigen Beschlüsse hierüber zu erwarten, da die Berufung der Wähler an die Urnen kaum vor dem Monat November erfolgen würde. Politische Uebersicht. Laibach, 5. Juli. Die «Silesia» bemerkt in Erörterung des deutschconservativen Verständigungs-Projectes, dass man zwar im jungczechischen Lager dieser Idee gegenüber noch immer auf dem bisherigen Standpunkte des Aon P038UINU3 beharre, dass man es aber immerhin als eine gewisse, wenn auch nur formale Wandlung in der czechischen Auffafsung verzeichnen könne, dass einige czechische Blätter die Competenz des Reichsrathes in der Sprachenfrage mit mehr oder weniger Einschränkung gelten zu lassen geneigt sind. Für die Ruhe Frankreichs wäre es ein großer Gewinn, wenn die von einem Theile der Bevölkerung noch immer hartnäckig festgehalteneMeinung, dass Dreyfus schuldig sei und dass alle Ver« sicherungen des Gegentheiles nur das Ergebnis einer kolossalen Intrigue seien, endlich fallen gelassen würde. Es ist daher von nicht geringer Bedeutung, dass Diroulede, ein Hauptvertreter derer, die sich bisher gegen alle Beweise verschließen, nun doch anfängt, mit sich reden zu lassen. Allerdings ist er bei all seinem Fanatismus ein ehrlicher und ehrenhafter Mann. Letzthin äußerte er sich über die Dreyfus - Sache, wie folgt: «Wir haben die Angelegenheit nicht aus der Prüfung der Gerichtsschriften gekannt. Was Zeitungen veröffentlichten, brauchten wir weder für echt noch für vollständig zu halten; darauf konnten wir keine Ueberzeugung gründen. Wir waren gutgläubige Franzosen, fest überzeugt, dass sechs Kriegsminister und drei Ministerpräsidenten sich und uns nicht fünf Jahre hindurch foppen können. Es wäre lindisch, anzunehmen, dass keiner von ihnen die Schriften der Angelegenheit studiert habe, und es wäre schimpflich, dass sie einander bewusst eine Lüge weitergereicht hätten. Wird nun Dreyfus trotzdem als unschuldig erkannt, so ist leine Züchtigung furchtbar, keine Strafe hart, kein Pranger schmachvoll genug für alle die Minister, die Dreyfus eines Verbrechens beschuldigten oder beschuldigen liehen, das er nicht begangen hat. Alle Heim« zahlungen wären begreiflich, alle Marterungen gerecht« fertigt; für ihr Opfer, den Blutzeugen, aber wäre keine Ehre, leine Sühne zu groß; die Freisprechung müsste eine Verherrlichung, eine Apotheose werden, das wäre die einzige, Frankreichs würdige Lösung, alles andere wäre Kniff, Lüge und Byzantinismus.» — Die Kammersession wurde am 4. d. M. geschlossen. Nach einer der «Pol. Corr.» aus Petersburg zugehenden Meldung hat die besondere Commission, welche sich ungefähr seit fünf Jahren mit der Revision des Gerichtswesens befasste, kürzlich ihre Arbeiten beendigt. Die Reformvorschläge der Commission, welche bereits die Zustimmung des Iustiz-ministers M uraw iew erhalten haben, rütteln nicht an der von Alexander II. eingeführten Gerichtsordnung, vereinfachen und verbilligen aber diese in beträchtlichem Maße. Einer Mittheilung des Petersburger «Regierungsboten» zufolge tritt der am 27. Mai 1895 zwischen Russland und Japan abgeschlossene Vertrag am 5. (17.) Juli d. I. in Kraft. ImVolkSraad der südafrikanischen Republik gelangt gegenwärtig die Wahlreformfrage neuerlich zur Discussion. Nach einer Reuter-Meldung aus Prätoria forderte bei Beginn der vorgestrigen Sitzung des Vollsraaos Präsident Krüger, in der Un-abhängigteits' Frage fest zu bleiben. Der Präsident legte einen Entwurf zur Erweiterung der Vertretung der Goldfelder im Vollsraad vor; für Johannesburg sind in dem Entwürfe zwei neue Mitglieder vorgesehen. — In dem bekanntlich durch ein Schutz« und Trutzbündnis mit Transvaal liierten Oranje ° Freistaate scheint man sich übrigens auch für den Fall eines Krieges vorzubereiten. Dem «Standard» wird aus Kimberley (Cap - Colonie) telegraphiert, dass die Behörden des Oranje-Freistaates unter die an der West-«renze gegen Kimberley stationierten Burghers Waffen, Munition und Schiehdeoarf vertheilen. Tagesneuigleiten. — (Eine heitere «ritterliche» Affaire.) Aus Tyrnau fchreibt man: In der Nachbargemeinde Cziffer gab es diesertage eine nicht alltägliche ritterliche Affairr. T>er Ortsnotar und der Lehrer geriethen beim Kartentisch in Streit und der Lehrer tam alsbald in die ^Lage, wegen einer Beleidigung Satisfaction verlangen zu müssen. Da er aber bisher mit dem Säbel nicht viel zu thun gehabt, stellte der Lehrer die Bedingung, das Duell solle, falls der Gegner Säbel wähle, erst in vierzehn Tagen ausgetragen werden. Wähle der Herr Notar aber Pistolen, dann müsse in Anbetracht der hochgradigen Kurzsichtigkeit des Lehrers eine möglichst kurze Distanz bedungen werden. Unter solchen Umständen forderten die Secundanten des Notars Säbel und Austragung der Sache binnen — 24 Stunden. Der Lehrer als fordernde Partei fügte sich und am 29. v. M. morgens trafen auf einer Wiese nächst dem Dorfe Gegner, Secundanten und »Aerzte pünktlich zusammen. Die Duellanten giengen äußerst heftig gegen einander los und der Lehrer, der nie einen Säbel in der Hand gehabt, hieb mit solcher Todesverachtung um sich, dass der Notar ausrief: «Ich schlag' mich nicht länger, er haut mich ja in die Pfanne.» — «Ziehen Sie die Beleidigung zurück?» — schrie, eine Weile anhaltend, der Lehrer. Der Notar antwortete ! nicht, sondern suchte mit dem Säbel in der Hand das Weite, der aufgeregte Lehrer folgte ihm, so dass es große Mühe kostete, bis die Secundanten den Lehrer entwaffnen konnten. Jetzt soll die heitere Affaire an ein Ehrengericht gewiesen werden. — (Dein und Mein.) Der «Ostasiatische Lloyd» theilt unter anderen japanischen Weisheitsfähen auch die nachfolgende Unterscheidung mit: Ein alter Lehrer hat die Menschen in vier Arten eingetheilt: Die erste Art sagt: «Was mein ist, ist mein, und was dein ist, ist auch mein.» Die zweite Art sagt: »Was mein ist, ist mein, was dein ist, ist dein.» Die dritte Art sagt: «Was mein ist, ist dein, vorausgesetzt, dass, was dein ist, auch mein ist.» Die vierte Art sagt: «Was mein ist, ist dein.» Zur ersten Art gehören alle Schurken und Diebe; zur zweiten alle die, welche am liebsten zuerst für sich selber sorgen, und den anderen nicht zu nahe treten wollen; zur dritten Art die, welche sich auf gegenseitige Freundschaft und Dienstbereitschaft verlassen, und zur vierten Art die, welche etwas für den Nächsten opfern wollen, ohne dabei an Wiedervergeltung zu denlen. Zu welcher Art von Menschen gehörst du? — (Wie entsteht eine Perle?) In der letzten Sitzung der Pariser Akademie der Wissenschaften berichtete der Naturforscher Diguet über seine Studien, betreffend die Entstehung der Perlen. Nach den Forschungen Diguets sind die bisherigen Annahmen über die Entstehung der Perlen ganz falsch. Die Perlen follen Ergebnisse einer Art Hitzblase sein, einer Brandwunde in dem Mantel der Molluske. Der Auswuchs werde allmählich so hart wie Horn und theile sich dann in dicht aneinander gepresste Lagen. Die Perlmutter sehe sich dann in den Zwischenräumen an, und die Perle entstehe, sie verschwinde oft ganz in den dichten Perlmuttermassen. In der Mitte der Perle sei stets eine Aushöhlung und in dieser finde man immer todte Parasiten. Es gehe daraus hervor, dass die wahre Perle eine Mikroben- oder Parasitenlranlheit zum Ursprünge habe. Diguet, der sich zu neuen Studien nach Niederlalisornien begibt, verstieg sich zu dem Versprechen, binnen kurzem in der Lage zu sein, diese Parasiten auf andere Perlenmuscheln überzuleiten und somit Perlen in beliebigen Massen zu erzeugen. — (Das Volofieber in Klondyle.) Aus Dawson City (Klondyle) wird der «Frankfurter Ztg.» berichtet: Infolge von Nachrichten über wunderbaren Goldreichthum in Cap Nome fand ein eiliger Massen-auszug dahin statt. Ein Goldgräber soll in einer Woche für 6000 Dollars Gold gegraben haben in Stücken von 30 bis 143 Unzen. Verschiedene Stücke davon wurden gezeigt. Da diese Nachricht sich bestätigte, wurde Dawson City wild vor Erregung. Jeder als Noot verwendbare Gegenstand wurde erfasst, und die Volksmenge stürmte zum Snake stiver hinaus. An einem Tage zogen 8000 Menschen ab. Alle Läden der Stadt waren leer. die Theater mussten schließen. Das erste Schiff, welches nach den neuen Goldfeldern abgieng, der Dampfer «Sovereign», verlangte 1000 Dollars für einen einzelnen Passagier, was in manchen Fällen bereitwilligst gezahlt wurde. — (Eine Vüffeljagd in Newyorl.) Auf der Prairie ist der Büffel ausgestorben, aber Newyorl hatte diesertage eine wirkliche und aufregende Büffeljagd, deren Gegenstand eine Büffelkuh, so groß wie ein Elefant, stücke ist mit einem hohlen Knopf verfehen, der gerade über dem Ohr angelegt wird und mit der umgebenden Luft in Verbindung steht. An diesen Knöpfen ist ein Stück Kautschuk in Form eines Schlauches kleinen Kalibers von ungefähr acht Meter Länge befestigt, während das andere Ende des Schlauches mit dem Reproductor eines Edison-Phonographen in Verbindung steht. Der Apparat functioniert nun in folgender Weife: Der Patient muss sich der Länge nach auf dem Rücken auf einem Divan ausstrecken. Eine Art Zelt bedeckt den Divan, um das Licht vollständig abzuschneiden. Am Fuße dieser Dunkellammer befindet sich ein weißer, auf einen am Divan befestigten Rahmen gespannter Schirm; am Kopfende des letzteren steht auf einem kleinen Dreifuß ein kleiner stereoptischer Apparat. Chromatoskopische Platten, die verschiedene Ansichten darstellen, können nun in die Nuten ein« geführt werden, um auf diefe Weife färbige Bilder auf den kleinen Schirm zu werfen. Während man auf diese Weise an die visuellen Ueberreizungen appelliert, wird ein ähnlicher Einfluss auf das Gehör ausgeübt durch harmonische Tollverbindungen, die von dem Phonographen kommen, der mit der akustischen Mütze in Verbindung steht. Corning behauptet, dass diese Behandlung sehr heilsam ist. Die geistigen Fähigkeiten werden gestärkt, der Appetit bessert sich, und die deutliche Vermehrung des Körpergewichtes ist ein Zeichen der wieder« lehrenden Gesundheit, falls der Patient vor der Be» liandlung krank gewesen sein sollte. (Echluft folgt.) Ataöanie Aarcisse. «««an von «l. «aft. (62. Fortsetzung.) «Nun, meinetwegen, ich will dir Glauben schenken!» sprach er finster. 'Allein wenn er auch ein Cousin zweiten oder dritten Grades von dir ist, so ändert das doch nichts daran, dass er dich liebt.» «Was kann ich dafür?» flüsterte sie und senkte den Kopf. «Aber du — du liebst ihn auch!< zischte er her-vor. «Würdest du dich seiner sonst so annehmen, nach dem du ihn an den Bettelstab gebracht hast? Das, was du für ihn thust, hast du an keinem anderen gethan!» «Aber so lass mich doch! Was soll das alles?» klagte sie. «Das Schicksal führte uns zusammen, damals, als ich dich verlassen musste!» Cr lachte kurz auf. «Warum musstest du?» fragte er unwirfch. «Weil du dich fürchtetest, trockenes Brot zu essen! Das war's!» «Nein, weil ich dir lästig zu fallen fürchtete!» Sie verhüllte plötzlich das Gesicht mit beiden Händen und begann bitterlich zu weinen. «O, du, du! Ich weiß es wohl, du hast ein Recht, so zu denken und zu sprechen, denn ich bin schlecht, sehr schlecht!» stieß sie krampfhaft hervor. «Aber sage selbst, tonnte ich anders werden bei der Erziehung, die ich genossen habe? Meine Mutter kümmerte sich kaum um mich. und that sie es, so geschah es beinahe immer nnr, um mich für irgend ein kleines Vergehen in roher Weise zu züchtigen. Sie sang bald hier, bald dort in größeren und kleineren Städten bei minderwertigen Operetten-Gesellschaften in Specialitäten-Theatern und Ease's. Nacht für Nacht sahen wir Fremde bei uns, Damen in extravaganten Toiletten und Herren der sogenannten besseren Gesellschaft, Jünglinge, Männer, Greise. ES wurde gespielt, getrunken, gesungen, aelacht und gescherzt bis ln den hellen Morgen hinein, und ich drückte nuch unter den Freundinnen und Freunden meiner Mutter solange herum, bis ich, von Müdigkeit überwältigt, in irgend einem Winkel einschlief. Meinen Vater habe ich nie gekannt. Er hatte die schöne Dar aval vom Staatsgymnasium in Görz für diese Anstalt; oer gewesene Supplent. Lehramtscandidat Dr. Alexander Zabels für das Gymnasium in Trieft: die Snvp-len en: Dr. Nikolaus Kraßnig von der ersten Staats-real chule im 2. Gemeindebezirke in Wien für die Real-Mle m Marburg; Dr. Michael Rabenlechner von oer Staatsrealschule im 4. Gemeindebezirle in Wien für oas Gymnasium in Trieft; Dr. Richard Ritter Schu-vert von Soldern vom Staatsgymnasium in Mar-uurg fur das Gymnasium in Görz; Dr. Karl Tcrtnik ^n der Staatsrealschule in Trieft für diese Anstalt, «u Provisorischen Lehrern wurden ernannt dieSupp-lemen: Dr. Philipp Aroch vom Slaatsgynmasium im D ' ^".eindebezirkc in Wien für die Realschule in Trieft; im i« ^ Helmesberger vom Staatsgymnasium m ^.Gememdebezirke m Wien sür das Gymnasium in 2'l ^ Huidersii vom Staatsgymnasium in Un.^? Anstalt--Der Supplent an der Marine-Unter ealschule m Pola Dr. Gustav Wilhelm wurde ernmmt ^" °"' ^"sgymnasium in Trieft Se ^^^"^^^'^""lungscommission.) A. Excellenz der Herr Minister für Cultus uud Unter-ncht Graf Nylandt hat mittelst Erlasses vom 8. v. M. n Vetreff der Zufammenfctzung der Maluritäts-Prü-iungscomm:ssion an den Gylnnasien folgende Anordnung ?. ">>en: «Ich ftnde mich bestimmt, rücksichtlich der Zu-lammensetzung der Prüfungscommission zur Abhaltung der ^aturltats-Prüsuug an den Gyn.nasien anzuordnen, dass "'n ng »n der Regel, wie dies auch die ursprüngliche "eillmmung des Organisalions-Entwurfes war. außer «em forschenden der Director und sämmtliche Lehrer -oer Mlgatcn Unterrichtsfächer (Turnen ausgenommen) in ^r achten Clafse der Prüfungscommission anzugehören Nntnahln. als die Erinnerungen an jene nächtlichen. ^1 Zechgelage und die harten Worte und die Mvere Hand meiner schünen Mutter. Ich trat öffent-llch auf und gefiel. Ich wurde bekannt, ja. berühmt lch war groß m meiueni kleinen Genre, und alles icyarte stch um nnch.. Sie stieß einen tiefen Seufzer aus. «Das ist, was ich zu meiner Vertheidigung vor. zubringen habe. und ich denke — es ist genug!» «Arme kleine Nina!» murmelte Drubezloi n,r,.l^ -Ü"^ den Arm um sie legen, aber sie yerrjchte ihn, noch unmer schluchzend, zornig an: Mi.l -^7 ^ Berühre mich nicht! Ich brauche dein -"lMc,d ebenso wenig, wie deine Liebe! — Du iaast ^!s Etieune mich liebt! Nuu, ja. es ist so, und ich werde alles daran setzen, mir seine Liebe zu erhalten, dem, auch ,ch liebe ihn. - sie orückte die Hände auf «Al,^^'. N."Ä^ ^ l°'' ^"" Drubezkoi auf. reiwl.hute dich! Ich werde dich aus feinen Armen fan^ ^"^ ."?" ""d wollte Madeleine um- h'" auflreifcheud nach der Ä Ufer ^" " ^'"'^ ^'^^ ""d gewandt an l^ft«'?^'' ^'ü°'' ^ Drubezkoi, der sich in dem Ner.?"""^"' «"zeug. das durch die Er. Mtteru,g wieder we.ter vom Lande fortgetrieben IH l^' °"^! ^ halten vermochte. -Nina! >!H liebe dlch mehr als mein Leben - ich____. haben, demnach auch der Lehrer der Religion und der philosophischen Propäoeutil. Das Recht der Abstimmung über die allgemeine Reife erstreckt sich bei ersterem nur auf jene Candidaten. die der Confession des Lehrers angehören. Alle Mitglieder der Prüfungscommission müssen bei der mündlichen Prüfung fortwährend anwefend sein, die Maturitäts-, beziehungsweise Maluritäts-Prüfungs-zengnisse sind von allen oben bezeichneten Commissions» Mitgliedern zu unterfertigen. Im übrigen hat es bei der bisherigen Einrichtung zu verbleiben.» — (Abkürzung der Reprobationsfrift bei den Staatsprüfungen.) Der Minister für Cultus und Unterricht Graf Aylandt hat am 10ten d. M. an die Präsidien der judiciellen und staatswissen-schaftlichrn Staatsftrüfungs'Commissionen in Betreff der ausnahmsweisrn Abkürzung der für die Reprobation bei den judiciellen und staatswifsenschaftlichen Staatsprüfungen vorgeschriebenen Frist einen Erlass gerichtet, wodurch ge-stattet wird, dass die Reprobation eines Candidaten bei der judiciellen und staatswissenschaftlichen Staatsprüfung ausnahmsweise auch auf die Dauer von vier Monaten festgesetzt werde. Von der hienach zulässigen Abkürzung dcr vorgeschriebenen Reprobationsfrist sei jedoch nur in besonders rüclsichtswürdigen Fällen nach rigoroser Abwägung aller in Betracht kommenden Verhältnisse Gebrauch zu machen, da auch in Hinkunft die festgesetzte Frist von sechs Monaten bis zu einem Jahre als die regelmäßige Reprobationsfrist zu gelten hat und eine zu weitgehende Milde in der Bemessung der Reprobationsfrist der Absicht dieses Erlasses nicht entsprechen würde. — (Der Laibacher Gemein berath) hält heute um 6 Uhr abends eine ordentliche Sitzung ab. Auf der Tagesordnung befinden sich u. a. folgende Berathungsgegenstände: Bericht der Finanzsection über die Rechnungsabschlüsse des Gemeindesonds. des Armensonds, des Bürgerfonds und des Stiftungsfonds pro 1898; Bau des städtischen Armenhauses; Regulierung des Platzes vor der Ursulinenlirche; Zuschrift der k. k. Landesregieruug, betreffend den Beitrag zum Baue einer neuen Brücke bei St. Jakob; Bau einer dritten städtischen Knabenvolls-schule; Errichtung eines Mautcinnehmerhanses an der Ecke der Bleiweis- und der Maria Theresicn-Straße; Recurs der Firma Tönnies gegen die Regulierung und Parcellierung der westlich von der Wienerstraße gegen Schischla zu gelegenen Gründe; endlich Parccllierungs-gcsuche des Deutschen Ritterordens und der Besitzer Gustav Stedry und Johann Dejal. — (Zur Hebung der Rindviehzucht in Krain.) In den letzten Jahren sind vielfach Klagen laut geworden, dafs da« Gesetz, betreffend die Hebung der Rindviehzucht in Krain, dem angestrebten Zwecke in mancher Richtung nicht entspreche und daher einer zweckmäßigen Aenderung bedürfe. Aus diesem Grunde fand dicsertage unter dem Vorsitze des Herrn Landeshauptmannes beim krainischen Landesausschusse eine Enquete statt, an welcher außer den Landcsausschussbeisitzern Vertreter der l. l. Regierung, der k. t. Landwirtschasts-Gescll-schaft u«d mehrere Viehzüchter theilnahmen. Es wurde beschlossen, eine Aenderung des erwähnten Gesetzes in der Weise anzustreben, dass die Kosten für den Anlauf der Zuchtstiere künftig aus der Gemeindecaffe zu bestreuen und in jeder Gemeinde ein besonderer Fond zum Zwecke der Förderung der Viehzucht zu gründen sei, in welchen alle in diesem Gesetze festgesetzten Taxen uud Strafgelder zu fließen hätten. Gleichzeitig entfchied sich die Enquete für die Bewilligung von nachträglichen Stier-Licencierungcn und die Ertheilung von provisorischen Licenzen. Der Landesausschuss wird auf Grund der von der Enquete gesassten Beschlüsse einen Entwurf ausarbeiten und denselben den, Landtage zur Berathung und Beschlussfafsung vorlegen. — (Aus dem Tivoliwalde.) Die zahlreichen Stege des beliebten Spazierweges durch den Tivoliwald nach Schischka befinden sich in einem Zustande, der eine baldige Ausbesserung nothwendig erscheinen lässt. Wie wir hören, wird die Stadtgemeinde, die mit der Herstellung dieses Weges einem langgehegten Wunsche entgegengekommen war, auch mit der Ausbesserung der schadhaften Stege und Geländer nicht zögern und die bezüglichen Arbeiten noch heuer durchführen lassen. — (Eine alpine Rettungsstation für Krain) wurde durch die Section Krain des deutschen nnd österreichischen Alpeuvereines, welche der alpinen Nettungsgesellschast in Innsbruck als Mitglied beigctreten ist. ins Leben gerufen. Die Leitung der Rettungsstation liegt in den Händen des Ausschusses der Section Krain in Laibach, deren Mitglied Herr Anton Iekminel zum Vorstande der Station bestellt wurde. Für die Rettungsstation bestimmte Postsendungen sind an den genannten Vorstand oder an den Ausschuss der Section Krain zu richten. (Telegramm-Adrefse: Alpenvercinssection Krain in Laibach.) Als Vertrauensmänner, welchen der Nachrichtendienst und die erste Hilfeleistung obliegt, wurden zumeist Bergführer bestellt; zahlreiche bergcrsahrene Sectionsmitgliedcr in Laibach. .Nrainburg und Mojstrana sind der neuen Rettungsstation als active Mitglieder beigetreten. Weitere Anmeldungen von activen oder unterstützenden Mitgliedern (Jahresbeitrag 50 kr.) nimmt Herr Anton Ieiminel entgegen. Die alpine Retlungs- gesellschast bezahlt für die erste Mittheilung eines alpintouristischen Unsalles oder der Vermissung eines Touristen im Gebirge eine Prämie von 5 bis 10 Kronen. Auch werden die erwachsenden Kosten vergütet. Zweck der alpinen Rettungsgesellschaft ist die Hilfeleistung bei alpinen Unglücksfällen. Dieselbe soll hauptsächlich durch die Gründung eines Rettungssonbes. durch die Einrichtung eines raschen und verlässlichen Nachrichtendienstes und durch die Mitwirkung der activen Mitglieder bei den Rettungsarbeiten erreicht werden. — (Ausflug nach Zirlnih.) Der für den letzten Sonntag geplante, jedoch wegen ungünstigen Wetters verschobene Ausflug nach Zirlnitz findet am nächsten Sonntage (9. Juli) statt. Die Section «Kram» des deutschen und österreichischen Alpenvereines wird sich hieran über Einladung der veranstaltenden Section «Küstenland» betheiligen und ersucht die theilnahms-lustigen Mitglieder und Freunde der Section, sich wegen der nothwendigen Vorausbestellung des Mittagessens u. dergl. bis längstens Samstag vormittags 10 Uhr beim Herrn Cassier Kirbisch (Congressplatz) anzumelden. Per Ausflug verspricht nach den mitgetheilten Anordnungen äußerst lohnend zu werden und wird den Theilnehmern Gelegenheit bieten, den Zirtniher See und die Windischgrätz-Hühlen bei St. Kanzian unter kundiger Führung der Triestiner Höhlenforscher mit verhältnismäßig geringen Kosten tennen zu lernen. Die Theilnchmer von Laibach fahren mit dem Frühpostzuge (um V<5 Uhr früh) nach Rakel. Von hier wird zu Fuß über Zirlnitz nach Unter-Seedorf gewandert und von hier aus eine Seefahrt unternommen, die eine angenehme Unterbrechung durch einen Imbiss an einer hiezu bestimmten Stelle des Ufers findet. Vom Ende der Wassersahrt (be ider Großen Karlovica) wird zu den Windischgrätz-Höhlen von Sanct Kanziau gegangen und dann nach Ratet zurückgekehrt, wo um 4 Uhr nachmittags das Mittagsmahl eingenommen werden soll. Es wäre zu wünschen, dass dieser Ausflug auch in Laibach ein ähnliches Interesse fände wie in Trieft, wo unter anderem ein Doppelquartett des dortigen Männer» gesangvereines seine Theilnahme zugesagt hat. — (Studentenstiftung.) Der Adjunct bei der Finanzftrocuratur in Laibach, Herr Dr. Josef Starr, hat, wie wir erfahren, den namhaften Betrag von 15.000 fl. zur Errichtung einer Stuoentenftistung gespendet. — (Die philharmonische Gesellschaft) schließt heute ihr »5. Schuljahr und nimmt abends um ,6 Uhr im kleinen Saale der Tonhalle in Anwesenheit der Gesellschafts-Direction und des Lehrkörpers die Zeugnisvertheilung an die Musikschüler vor. Hiezu haben Angehörige der Schüler Zutritt. — (Der Laibacher deutsche Turnverein) veranstaltet Samstag den 8. d. M. um 8 Uhr abends im Garten des Casino unter Mitwirkung der Sängerrunde des Vereines und der Militärmusil-kapckle ein Sommersest mit Schauturnen. Im Falle ungünstiger Witterung wird das Fest im großen Casino-saale abgehalten werden. — (Ue be rs ch w em m un g.) Infolge der anhaltend regnerischen Witterung ist am 3. Juli der Neu-ringbach aus den Usern getreten und hat die Wiesen in den Stcuergcmcinden Feistrih, Strascha und Pijavce vollkommen überschwemmt, so dass ein Drittel der Heu-fechsung zugrunde gieng. Der Schaden beläuft sich auf 10.000 bis 12.000 fl, Zu dieser Zeit ist auch der Iesenisicabach ausgetreten und hat die nebenliegenden Felder überschwemmt und einen Schaden von circa 1500 fl. angerichtet. —l:. * (Dieb stähle.) Man berichtet uns aus Tschernembl. dass in der Nacht vom 27. aus den 28. v. M. in Grabrovec, Gemeinde Lolvitz, zwei Diebstähle vorkamen, und zwar wurden dem Johann Zlogar Effecten im Werte von beiläufig 33 st. und Bargeld im Betrage von 25 fl. und dem Matthias Cermugelj Effecte»! im Werte von beiläufig 5 si. entwendet. Der Verdacht, diese Diebstähle verübt zu haben, fällt auf die arbeitslos an der lroatifchen Grenze sich umhertreibenden Anton Bricelj. Joses Pirc, Franz Dezelan. Johann Prosen und Matthias Rogina von Altlinben. Die aus diesem Anlasse bei Rogina vorgenommene Hausdurchsuchung förderte sehr gravierende Momente zutage. Es gelang, des Prosen uud des Dezelan habhaft zu werden. Beide wurden der competenten Gerichtsbehörde übergeben. ''- — (Unglücksfall.) Am 4. d. M. hantierte der in der Parletenfabril Goljeviiet bedienftete Arbeiter Johann Raunihar von Treffen bei der Abrichtmaschine derart unvorsichtig, dass ihm durch den Hobel der Zeige-und der Ringsinger bis zum ersten Gliede abgeschnitten wurde. ^ — (Schwere körperliche Beschädigung.) In der Nacht vom 29. auf den 30. v. M. wurde der Bursche Franz Slembov, als er sich nach dem Verlassen eines Gasthauses in Tolmakevo bei Laibach in der Mitte der Ortschaft unter einem Baume niederlegte und einschlief, von einem unbekannten Thäter mit einem Messer in die linke Wange gestochen und mit einem Steine aus dem linken Auge schwer beschädigt, «ötembov wurde ins Landesspital nach Laibach überführt, wo er sich noch gegenwärtig in unzurechnungsfähigem Zustande Laibacher Zeitung Nr. 152. 1222 tt. Juli 1399. befindet. Der That verdächtig erscheint der Knecht Valentin Iagar aus Tolmacevo, da ihm Stembov an diesem Abende einige Ohrfeigen versetzt und er — Zagar — sich, darüber ausgebracht, geäußert hatte, es liege ihm nichts daran, wenn er auch vier Jahre Kerker bekomme. Aus diesen Worten geht hervor, dass er Ztembov zu über« fallen beabsichtigte Zagar wurde von dem Gendarmerie« Posten in Laibach verhaftet und dem l. l. Landesgerichte eingeliefert. —! — (Selbstmord.) Am 3. d. M. hat sich der 69jährigc Matthias Bobner in Gehack. Gemeinde Tschermoschnih, in einem Anfalle von Irrsinn erhängt. — (Platzmusik in Tivoli beim Schweizerhaus.) Programm für heute: 1.) Wagner: Ouvertüre zur Oper «Rienzi»; 2.) Bayer: «Puppenfee», Walzer; 3.) Offenbach: Phantasie «Hoffmanns Erzählungen»; 4.) Hallmayer: Phantasie für Flügelhorn; 5.) Ziehrer: »Das liegt bei uns im Blut», Polka mazur; 6.) Komzal: «Musitalifche Plaudereien», Potpourri. — (Zur Notiz «Abschiedsfeier») er-sucht uns Herr Uevungsschul> > per Meter — glatt, gestreift, carriert, gemustert, Damaste ?c. (ca. 240 versch. Qual. und 2000 U^U^H'^ «A»>>> F>>> >>!I!!»^-N ü^tt^ ^ ^^° ° ^°^° ^ szbl-ilc! /^n ?siv2to potto- u. lollfroi lns «au». Doppeltes Briefporto nach der Schweiz. bis fi. 42-75 p. Stoff z. compl. Kobe — Tuffors und Shantungs H. llvQQvdsrx» Solasu-^brUrsn, 2ürlod sl ll. l LMlalällt). Angekommene Fremde. ! Hotrl Elefant. i Nm 4. Juli. Stöger v. Steinstallen, l. u. t. Major der Cavallerie; Se. Durchlaucht Prinz Hohenlohe, l. u. l. Rittmeister-Ungar, Kobe, Schuh, Butterweck, Müller, Holzgethau, v. Ka^, "tschnigg, v. Hoffmann, Haas. Trnla, l. u. l. Oberlieutenants: > Debeljat. Priester; Grünwald. Keufmann, Kflte., Wien. — Koöar, l Priester a. D., Radmannsdorf. — Zalrajsel, Nvwat. Priester, Poljanica. — Lvwinger, Kfm, Budapest. — Fritsch, Kfm., Graz. -^ Ebel, Kfm., Heilbronn. — Canoberi. Privat; Siluschet^ Reisender, Trieft. — Iaschi. Baumeister, Pola. — Melliher. Kfm., Domschale, Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehvhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ' lL U.N. ^j4°b 22 6, StsTmäßigT^halb bewvlkt "^ l ^^. Ab. 735-7 116-3 j G. schwach l heiter________! 6. l 7 Ü. Mg. < 736 2 ,11 - b , NO schwach s heiter j 0 0 ! Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 17-2», Nor-! male: 19 4». Verantwortlicher Redacteur: Anton Funtel. j Aalt anzuwendender Metall-Lack in allen Farben für Aergoloer, Optiler, Spengler, billigst zu huben bei Vriider Vberl, ilaibach, Kranciscanergasie. Nach auswärts mit Nachnahme. (884) 11—4 ll«>in! lles!l. ll. !l. Len8sil!8fzlli8'!lz!!iell. Maßstab 1 : 7b 000. Preis per Blatt 50 lr.. in Taschenformal auf Leinwand gespannt 80 lr. Jg. v. Kleinmayr H Fed. Hamberg, ßuchhandlung in laibach. Course an der Wiener Börse vom 5. Juli 1899. «««^ 0^^ C°ursbl°te ztaat««Anlehen. "««inheitlickeNente in Not» verz, Nia!.«ovember lOo üi ,00 »o mNutc» verz.FebrullrAuaus« ^W l>» lW?o ..Silber verz. Iüxner.Iuli »<«'»ü ,uu üb 3"" 4»/, 8taat«>o,t z!üo st. »«» ?l» ,70 ew ^/, Do«..Psanbbr. k 1« fi. l4« »e> l4v — ^« bto «ente » °ü l0U b<» dt°. bto, per Ultimo . . »UU»<»lU0«» 'Ä,^«st"r, Invest!tlon,.«en»e ^sl»bal,n.«. G„ fteueifre« U k »^" u. «oo« »l. ,. '"U Kr. Nl>m..... »» ». 9V ;lb.'Prl»r.» vbllgaüvne». Tlljabtthbahn «» ». ««« «, 4«/« ab lO°/„ ». V», . . . »4-60,,»-«0 «Ilsabetbbahn, 400 ». «X» M, »00 W 4°/„...... «ls ^ »'s >b fti<>„< Io«ff «,, »», l«4, «»,. »l.O W« Valijlich«' »«r1.»ub»l«.«» -vorarlbel«« Vahn, ««. »»»4. 4"/„(dln.St,)S,.s. lO0 fl. «, <«l0 »- Nng, «olbrente 4«/« p« ««ff, »>»><» tl» »0 dt°. bl». per Ultimo .... lls 10 l^l» »u dto, slente in Kronenwühr,, 4°/^ steu«l«l lür2l»«»l«nen«»«, W «» 9s üh 4«/, dt», bt«, per Ultimo . , 9« »ü 9» bb »»« S« « «l,«old1Wfl,,4'/,°/. «9U SSW bt», dto, Silber l/,"/, «»» »« «l »ft «», Vtaat» Odli,, (Ui,z, 0lll>.) v, I, 187«, b°/<,..... »9 70 l»» ?U bt,,4'/,'/,3bl,.0bl. i 'i »0> — bt,, Vrlm «lnl. k lOO N, » «. l«0 — l»> - dt, d,u k «>fl. ». », l»u-»«l- Theiß «««,.«»<» 4»/, »«» st. . »3«l»l»9»o Glundenll.'Pbllgntl««» . . ,«8 50 l0» 5v «nleyen ber L^«r» . . ,1» — — - «nlth,n d, Etad!,.t»i inb» Vien ,0» «< ,04 «0 Änlel^n d, Stablgemeinb» «««» ^8»dfl oder »old» . > . ,«< 7° l« «, PlOüNtn «!,I b, Gtabl»« «i<» l??'5> l?«'."'' «öl>ev«»^»l^»«. wri^b »»<, ,«,.^ ^._ 4»/, »l»t»« »»>«»,« »nlch» . ,u ,z «,z Pfandbrief» «ilr l l,9 eo ,„^ üu bt«, dtu ,»/,. N 0tst,'!l»g, «anl verl. 4°/» . , llX) l« ll», »u bt<>, bt« bUjühi „ 4«/, . . tl» lU »ol w Vparlasse.l.eft,. »<>3 ,'','/»»l, lttb bv — — Pr<«silül«.Vl>lig«t (per Stück). «n«l».0tft «anl«««l.«YV,». »ü»?l.l«»ö «anlverein, Wiener, l» fi, . »?» d« »74 - Vobcr,.«nft..O,«nst, 1, Haut, u, », ltt'st, ^-'— —'— dt«. bl«. per U>««° Veftbr. r«0 — »«0 b0 «rebltbanl. «ll«, un«. «x>fl, . «»«'«> »9» 5" »eposilenbanl, «ll, , »00 sl . «l—,«, . ^ ««comple «ei,, «broft . «X» fi. ?»>««>?»?'? »ilo. u, Cassenv,, Wiener, W«»fl. »s» — ,«4'- HyVo1I,»b»/,«t. 9»«> — — Läübtlbaül, 0eft„ »«» >'?ü «4, »b Oeflert lm,»r. vanl, «00 ft. . 90» — 9l« — Unlvnbanl »00 fl..... «l» ?b s:Z 2t» «nkhl«l»«»l. ««.. »M» U. . ,7» - l?» X» »»l» «ar, Altie» »on Ul«n»pol1< Pnt»n»thmung»n (pn bt«), «ufstzlepl »iienb, «X» sl . »»9t. »«ö' «ob«, «ordbahn l« fl, . >«'- «« «> «utchtiehrader »l «» fl ll« ««bi, »««0 dt«, bl« slit, U) «X» fl, . «« -» «»? — D»m«, . Dampfschiffahrt« «,«,. vetterr , ü fl, «vl, , . 5»» - 390 . DulOodenbocher «'fl K ?>—, ?b - »ndinllnb« N«rbb ,u»«»f! »b,' »eiclllchaf, , fl G , «? — «»« «> 8l«ch. vest,. Iriefl, ^X> f, «4i! b« dt«, dl«, (Ut tl> «» fl 8 «s — !»b9l>», Praa D»xer «1se>»b >bU fl, H , 9^ ?b „'0 — kt»al«,!!s!!bal,» «0« st, 3, . »4b »t» «4«-- kübbahü ««> .«,«, —'--------— bt«, «rm ,W7. Ä<«> fl, . . 4«—46?--lr«»»ay «e!.. NeutVr., Pri«. rit«t» «clien l«X) ft. . . . ,»» - l»4 - Un« ^lli> »ifenb »««fl. Kilbe» «i - ,» - N»«.»^ <«»»b.»»«4Mull.«. »,4b« —- «en«r ««calbalMen'»«,.»«<. — - —- z»tz,j!rl»Hcll,n (per ktünh s>»«chl >». w «en ,00 sl..... »u6 » i0? »b «fenbal»«» Leih«,, «rfte. «fl. ,,«.. ,??-. . ,.»lbe»ühl". Vapiers. ». V >«. ««>— 90 — LiffinKti vrauerei l« sl. , . < «Ost. l94 - - «00 - ..»"»'..... ". V«Vi«<. ,. ».^. «,__ ,»4_ »eld ««, Irrsaller »«hle,!w,>V,f. ?0 N. >?,._,5<,^. Wasstnf.^l>,,0tft,in«i N...... ,^.^ ,«!?" «lwrv-Loje 40 st. «M . . . «» «-l! 4> ,.P«nall.P»»lpNch, ,00fl,«vl. .7. !l.^ O'ener ܰs, 40 sl......^. «°then«ereu«.0est,»ef,v,.,0fl. "." ^." «othen »reu». Una «Xl. v.,»sl. ,«.^, „.,« kalm-Lo!» 40 »l ««,... 55," 11,^ e!,.Ven«i».L°<« 40 sl «M , 57.17 ?! 77 »«»Idstein.iiofe «» fl «« . . ?.. "," »ewinstsch b »»/.. Pr.»Schuld». ^ " " b. V»d«ncr»b!tanstall, l, »». ...^, ,.,,,, >l, vt. I, »» ,6«, . . ^ H^ «»t»«ch» ««<»...... ^.zY ^.^ Amsterdan....... IG^ 99»« Deutlche «llütze...... «« ^,.^ "<"'b»n........ l«^«,«?o k«"^....... ">b «,9V «!. W««»r«»u«,........ ^._ V«lulen. Boraten........ ^„ ».,« »o^franc» Sl«- VLXxd. V«rlc«L-u.L *•¦ «•¦••¦, ¦*r*ndbrl«r«n, I»rlorUftt*m, A«U*B, |Jj -ifW) Loi-VeMloh«rung. n «V» C* Mayer x PriTRt-Depute (H*fe-Deposit» j ffiritnm »•• Iw-EIMHW !¦ OMliiwiw» Ml Ms SrMHlk. (2658) 2^1 I. 48^4 ^ ^. Kundmachung. Der lrainifche Landtag hat in feiner Uunn vom 21. April d. I. den Landes-1°,U"^ bea»ch"a.l' betreffs Errichtung einer landwntfchaftlichcn Mustcranstalt in Oberlrain, nn welcher eine landwiitjchaflliche Winterschule und Specllllfachcurfe für uerfchiedene wichtige »?l «?" Landwirtfchllft, z. B. für Milch.. «a>e., Alpen- und Forstwlitfchaft fowie Obst. "«u u. f. w. errichtet werden würden, alle nöthigen Hebungen zu pflegen. a..«l^ ^'^"l Zwecke benothigt der Landes. «UHchufs ein geeignetes landwirtschaftliches Gut, '°° l'ch entweder fchon derzeit eine musterhaft ««gerichtete Landwirtschaft mit Musterviehzucht vorfindet oder eine folche Mustmuirtjchaft sich '»' Wege einer Pachtung auf längere Zeit. °°uer einrichten liehe. Der Landesausfchufs »uendet fich daher an "e ber«n Eigenthümer derartiger Mustergüter in w.« 5?'"' «fpective an die Herren Eigenthümer ,°". Eutern mit zur Einrichtung einer Muster-g?"°wMchasl »ce'gneten Grundstüllen und ""rlMastsgebäudeu, fuwie lueiters uvn siaun,. "Kletten für die Wohnung des Lehrers und A? der landwirtjchaftlichen Schule, der Schüler (20 bis 24) und ,es nöthigen Dienst. p«rfonales, mit der Einladung bis Ende Juli 189!, H" ^sf"te unter Nefchreibung des Besitzers und Wabe des verlangten jährlichen Pachtzinses dem 5°"Kmlsschusse vorzulegen, welcher im Laufe N-«N"°^ ""gust die betreffenden offerierten "lealnäten der Besichtigung unterziehen wird. <3^. ?". °", ^" Obertrainer landwirtschaftlichen " l. Bezirlsh.nlplmannjchaft »raiüburg am 90. Juni 1899. (2«02ll) 2—2 Priif. 7443 4b/99. Kundmachung Ober-Officialstelle beim Oberlandesgerichle jn Graz. Gesuche bis 16. Juli 1699 beim Obellandesgerichis-Präsidium in Graz einzubringen. Graz den «9. Juni 1899. (2582) IV. 74/99 Oklie. Miha Pogaönik, tesar iz Prezrenja At. 5, poHtavil se je s sklepom / dn6 16. junija 1899, opr. St. L. 7/99/4, za-radi zapravljivoHti pod kuralelo, in se mu je imenoval kuratorjem g. Jo«ip Pogaènik iz Podnarta. C. kr. okrajno sodis^e v Itadovljici, odd. I, dn6 26. junija 1899. (2654) E. 44/99 Oklic. V drafcbenem poslopanju Janeza Benfttä, pooblasfem« Jo.sipa Benöiö, /.oper Antona Peöjak iz Gor. Križa, «edaj v Amenki, zaradi 484 gld. s pr. se v obrambo pravic yavezanca An-tona Peèjaka, kalerega bivaliäöe je neznano, in pa vseh drugih udele-žencev, katerim se dražbeni oklic z rlnA 15. maja 1899, opravilna ftte-vilka E 44/99/4, ali kak drugi Kklep, ki se izda v tern postopanju pozneje, ne more vroèiti ali vsaj ne o pravem èaau, poHtavlja za skrbpika gOHpod Josip Podboj, posestnik v Žužemberku. Skrbnik raora namenlovati onebe, za katere je postavljen, dokler te ne pridejo same ali ne imenujejo sodniji drugega namestnika, ali dokler ne po-trebujejo njih koriHti veö nadaljnega zastopanja. C. kr. okrajna «odnija v Žužem-berku, odd. II, doe 28. maja 1899. (2648) Firm. 152 Zadr. I, 93. Razglas. Objavlja se, da se je izvrsil v tu-sodnem zadružnem regisrru pri tvrdki: Dirkalidee nloveiiHkili bici-klistov v Lj ul>]jan i a) izbris iz naèelstva izslopivsih elanov: Ivana üorupa, Maksa Verseca, dr. Albina Kapusa in Frana Primo-žièa in b) vpi8 v naöelstvo novo izvoljenib èlanov: Josipa Prosenoa, zavaroval-nega reprezentanta v Ljubljani, na-èelnik; Frana Barle, mag. pi«, oficjijala v Ljubljani, Ivana Freliha, dež. ra<\ olicijala v Ljubljani in Ivana Devcic'a, farmaceuta v Ljubljani, odbomikov. C kr. deželna kot trgovinska nod-nija v Ljubljani, odd. Ill, dne :^0 ju-Dija 1899.