Nl. 223. Montag, 2. Oktober 1911. 180. Jahrgang. MbacherMZeitma 2^3"^l^!»"i?^"!?' ^"«^"I^u"»- ganMri« 30 ll. Halbjahr,,, 1b «, Im K°nt°r: „anzjährig » ».. yuldMhng NX. ssur die Zu,lellm,g ins Hau« ganzjährig 2 X. — Insrrtionsgrbühr: Mr lleine Ins-rate bis zu 4 g«len 50 b, gröheic per Zelle 12 l,; bei «fteren Wiederholungen per Zeile 8 b. Tie «Laibllcher Zeitung» erscheint täglich, mit Nusnahme der Sonn- und Feiertage. 3>le Administrativ» befindet sich MilloZilchrahe Nr, 20; dir Aedalllion Milloöilstrahe Nr. 20. Sprechstunden der Redaltio» von 8 bis 10 Uhr vormittags. Unfrankierte Vrirfe weiden nicht angenommen. Manuskripte nicht zurückgestellt. 3«l«h»h«n»Nr. >«r ««dalti»» 82. Amtlicher Heil. Seine k. nnd k. Apostolische Majestät geruhten allergnädigst die nachstehenden Allerhöchsten Hand» schreiben zu erlassen: Lieber Herr Vetter Erzherzog Josef Ferdi. nand Salvator! Itl) gebe Euer Liebden den Ausdruck Meiner Zu» friedenhcit bekannt. Wien, am 20. September 1911. Franz Joseph m. p. Lieber Herr Vetter Erzherzog Josef! Ich gebe Euer Licbden den Ausdruck Meiner Zu» friedenheit bekannt. Wien, am 20. September 1911. Franz Joseph ni. p. «r« ^^"/ k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. September d I dem fürstlich Auerspcrgschen Forstmeister Rudolf Sch a» dingerm Gottschec das Ritterkreuz d. Franz Joseph» Ordens allcrgnadigst zu verleihen geruht. Seine k. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 23. September d. I. den Oberlandesgerichtsrat in Cilli Dr. Gustav Smo-l e j zum Oberlandesgerichtsrate beim Oberlandesgerichte m Graz allergnädigst zu ernennen geruht. Hochen burger iu. p. Seine k. und k. Apostolische Majestät geruhten allcrgnadigst anzubefehlen, daß dem Leutnant Johann Werrlein des Landwehr.Infanterieregiments Lai» bach Nr. 27, in Anerkennung einer mit Lebensgefahr verbundenen Errettung eines Untergebenen vom Tode durch Abstürzen im Gebirge der Ausdruck der Aller° höchsten Zufriedenheit bekanntgegeben werde. Nach den, Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 29. Sep. tember 1911 (Nr. 223) wurde die Wciterverbreitung folgender Pieherzeugnisse verboten: Nr. 567 «^utro. vom 2b. September 1911. Nr. 38 «I^o'mgk^ obxor» vom 23. September 1911. Nr. 62 .rinel,»!^ krnj, vom 22. September 19! 1. Nr. 2!5 stabile und generelle Verschärfung der Geschäftsordnung allen Obstruktionsvcrsuchen c-in für allemal einen Damm entgegenzusetzen, drei Monate hindurch kaltblütig Widcv° stand; nun aber erachtet er den psychologischen Moment für eingetreten, um allen Forderungen des Parlamcn» tarismus und der staatlichen Ordnung Geltung zu ver» schaffen. Mehr als zwei Drittel der Munizipien, auch alte oppositionelle, haben bereits gegen die Obstruktion protestiert, die Volksversammlungen der Obstruktion,'» sten erleiden ein Fiasko nach dem anderen. Trotzdem kennt die Verwegenheit der eineinhalb Dutzend Exal« tados auf der äußersten Linken keine Grenzen mehr. Diese Elemente begnügen sich nicht mehr mit den na» mentlichen Abstimmungen, sie haben gegen den Vanus TomaÄv wegen böswilliger und grundloser Klatsche» reien ein häßliches Habcrfeldlreiben in Szene gesetzt, sie treiben den Mißbrauch mit der Geschäftsordnung schon so weit, daß sie hinsichtlich der Beantwortung der Interpellationen die Regierung des Mißbranchs der Geschäftsordnung bezichtigen, wie dies am 27. Septem» bcr der Abgeordnete Rath mit seinem Antrag, wonach die Negierung verhalten werde, die Interpellationen innerhalb 30 Tagen zu beantworten, beweist, und damit ist das Maß voll geworden, damit haben sie Negierung und Arbeitspartei bis zum Äußersten gereizt. Graf KhueN'Hedervary hat, allen diesen Umständen Rechnung tragend, in den letzten Sitzungen des Abgeordnetenhauses die Geschäftsordnung ihrem richtigen Sinne nach inter» prctiert nnd mit einer bei ihm ungewohnten Akzentuie. rung in den Saal gerufen, daß die Regierung, da nun die Opposition selbst durch den Antrag Raths die Frage der Geschästsordnungsrevision aufgeworfen hat, dieser Frage nicht aus dem Wege gehen werde. Man wird diese Frage in naher Zukunft verhandeln, rief Khuen»Heder« vary aus, und der dröhnende Applaus der beinahe voll» zählig erschienenen Arbeitspartei beweist, daß der Mini» sterpräsidcnt dem ganzen Lande ans der Socle gcspro» 'chen hat. Die Tage der Obstruktion und auch der jehi-gen Geschäftsordnung scheinen gezählt; wenn die Zeichen nicht trügen, wird in naher Zeit Ordnung im Reichs-tage sein. Die Obstruktion hat den ihr bis heute offen gelassenen Weg des ehrenvollen freiwilligen Rückzuges nicht betreten wollen, sie wird nun voraussichtlich im offenen Kampfe niedergerungen werden müssen. Politische Ueberficht. Laib ach, 30. September. Die „Neue Freie Presse" schreibt: Di<> Mel-dlinq von der bevorstehenden Ernennung der Lands» mllttnminister wird uns vun sompetenler Seite als unrichtig bezeichnet. Der Ministerpräsident wird mit den Parteien vor Beginn des Reichsratcs in Be» rührung treten, hat jedoch nicht die Absicht, noch vor dem Beginn der Session die Ernennung von Landsmann» Ministern vorzunehmen. Das „Fremdenblalt" führt in einer Besprechung der Verhältnisse in Ungarn aus, es scheine, daß Regierung und Mehrheit nicht mehr lange das sinnlose Treiben der Obstruktion ruhig hinnehmen wollen. Das moralische Recht zum Einschreiten habe sie vom Lande erhallen; Städte und Komitate haben die Obstruktion auss schärfste verurteilt. Noch scheine kein definitiver Beschluß gesaßt worden zu sein. Wozu aber immer Re» gierung und Mehiheit sich entschließen sollten, sie wer» den das Land auf ihrer Seite finden, wenn sie die Ver» fassung endlich und endgültig von den Gefahren be> freien werden, die ihr von der Obstruktion drohen. Vor einigen Tagen fand in Kanea unter dem Vorsitze von Michelidalis eine Beratung der oppositio. nelleil Mitglieder der Nationalversammlung statt, in welcher Michelidalis unter allseitiger Zustimmung sol-gendes Programm entwickelte: Demission der gegcnwär» Feuilleton. Gin Preisrätsel. Ungefähr um die Zeit, da Napoleon zum lebens» länglichen Konsul gewählt wurde — 2. April 1802 —, hatte sich nach den Aufregungen der vergangenen zwölf Jahre der politischen Welt in Frankreich eine merk» würdige Abspannung bemächtigt. Wer die Pariser Zei. tungen aus diesen Jahren durchblättert, ist überrascht, zwar von den äußeren Erfolgen Frankreichs reichlich berichtet, die inneren Angelegenheiten des Landes aber höchst stiefmütterlich bedacht zu finden. Dagegen hatte man für allerlei Dinge ein Interesse, das uns heute seltsam erscheint. So überboten stch die Zeitungen m Preisrätseln, auf deren Lösung Belohnungen in Kunst-gegcnständen oder Geldwerten ausgesetzt waren. Die Beschäftigung mit solchem Tand war geradezu Mode-sache geworden. Man sprach in den Salons von dem neuesten Preisrätsel und stritt sich um die richtige Lösung, boi deren endlichem Erscheinen d,c schlecht Ne-ratenen unter den eifrigen Rätselraten, scheel auf die Gewinner sahen; denn es gab in vielen Fällen mehrere Gewinner, weil zwar der ersten Lösung der Haupt» gewinn versprochen war, die zweiten, dritk'n, vierten j usw Einsender einer richtigen Lösung aber nicht leer ausgingen. Diese Nichtigkeiten nahmen erst ein Ende, als die Zeitungen sich so überboten hatten, daß die Sache für sie zu kostspielig wurde. Den Vogel abgeschossen hat in diesem Sinne wohl Luzet, der Herausgeber des „Bulletin scientific^" mit folgendem, h,er übersetztem Rätsel, sür dessen richtige Lösung dem ersten Einsender 10.00U Franken versprochen waren: „Ich bin sehr jung, ich bin sehr alt, bin heiß wie Feuer, wie E's so kalt, bin fadendünn, wie ein Faß so dick, bin die Tugend selbst, bin ein Galgenstrick. Ich bin sclMirz wie Tinte, we,ß wie Schnee, bin schncctenlangsam, flink wie ein Neh, bin arm wie Hiob, wie Krösus reich! Ich bin der Kreis, ich bin das Quadrat, bin Lnmpensammler, bin Aristokrat. Ich bin ein Orkan, bin ein leichter Hauch, ein Engel bin ich, ein Teufel auch. Ich hab' nichts zu essen, lM stets mein Brot, ich lebe ewig und bin mausetot. Ich bin immer krank und stets kerngesund, bin federleicht und wieg' 12.000 Pfund. Ich nxir überall und komme nie von der Well, bin Ehemann, bin auch Junggeselle!------------- Dies Rätsel scheint ganz fürchterlich! Versucht euch dran: Wie nennt man mich?" Her Lnzet war ein schlauer Fuchs. Die verspro-chene Prämie, welche später pünktlich gezahlt wurde, schlug er in folgender Art überreichlich heraus: Er machte bekannt, daß die Lösnngen einschließlich der sie begleitenden Briese an einem bestimmten, mehrere Mo» nate hinausgeschobenen Termine in einem Buche ver. öfsentlicht würden, das an zlvei auseinanderfolgenden Tagen für einen Franken käuflich sein werde. Luzel soll in diesen beiden Tagen 50.000 Exemplare des Buches abgesetzt haben. Aus dessen Inhalt ging hervor, dah 63 richtige Lösungen und eine Anzahl falscher eingegan» gen loaren, 58 der letzleren von Briefen begleitet, die höchst ergötzlich zu lesen waren teils wegen des in ihnen entwickelten Witzes und Scharssiniis, welcher dennoch daneben gehauen, teils wegen der unglaublichen Torheit ihres Inhaltes. Vermeintliche Lösnngen waren unter anderen Schatten, Mensthheit, Teufels Wahnsinn. Wol-kengebilde, Alphabet, Chimäre. Die dem ersten Ein-sender der richtigen Lösung versprochenen 10.000 Fran» ken kamen einem jungen Sergeanten der Artillerie zu» gute; aber der Urmsi< verlor aus Freude darüber den Verstand. Diese Vereinigung tiefen Unglücks mit hohem Glück hätte dein Rätsel als eine Eztrazeile hinzugefügt werden können; denn auch sie ergab wie jede andere Zeile desselben das Nätselwort „Kontrast"! . Uaibachcr Zeitung Nr. 225. ___________________________ 2130________________________________________________5 Oktober 1911. tigen provisorischen Negierung und deren Ersetzung durch ein dreigliedriges Geschäflsminislerium aus den Reihen der höheren richterlichen Veamten mit dem Auftrage, im nächsten Frühjahr die Wahlen für eine normale Kammer durchzuführen. Sofortige Einfüh» rung der griechischen Verfassung an Stelle der kreti» fchen, um auf solche Weise die vollständige Gleichmäßig» keit der Vcnvaltung Kretas mit derjenigen Griechen-lands herzustellen. Sodann sofortige Auflösung der ge» genwärtigen Nationalversammlung. Die derzeitige pro. bisorische Regierung soll Bedenken gegen die Auflösung der Nationalversammlung mit dem Hinweis geltend machen, daß Kreta Nnhe brauche und nicht den Auf-regungen eines Wahlkampfes der Parteien ausgesetzt werden dürfe. Aus Petersburg, 28. September, wird gemeldet: In ei nein an den Präsidenten des Industrie« und Handelskongresscs gerichteten Telegramm äußert sich Ministerpräsident Kokovcev wie folgt: Die Befestigung dcr finanziellen und wirtschaftlichen Lage unseres Vater, landcs war und wird stets der Gegenstand meiner Be» sirebungen und meiner besonderen Fürsorge sein. In dieser Festigung erblicke ich eine der wichtigsten Garan» iien der kulturellen Entwicklung des Reiches. Bei ein» mutigem, gemeinsamem Zusammenwirken der Regie» rnng mit den gesetzgebenden Körperschaften und den öffentlichen Organisationen werden — davon bin ich überzeugt — die in dieser Hinsicht gewünschten Resul-tote in der kürzesten Frist erzielt Nierdon. Der in dcr russischen Reichsbuma eingebrachte Vlarine-Vtat für 1912 weist Ausgaben im Betrage von 164,216.157 Rubel, d. i. um 55,959.557 Rubel mehr als bisher auf. Das Plus ist zurückzuführen auf Mehrausgaben für den Schiffsbau im Betrage von 28,3 Mil» lionen und für Schiffsausrüstungen im Betrage von 18,3 Millionen Rubel. Für den Bau von Linienschiffen der Baltischen Flotte wurden 29 Millionen, für den Bau von drei Linienschiffen, neun Torpedobooten und Unterseebooten der Schwarzen Meer-Flotte 23,9 Mil-lionen Rubel vorgesehen. Das russische Marineministerinm hat einen Gesetz» entwurf über ein fünfjähriges Vauprogrannn für die Baltische Flotte ausgearbeitet. Der Entwurf wird dem Ministerrate unterbreitet iuerden. Die Kiellegung eines Dreadnoughts für die Sch>varze Mcer-Flotte wurde endgültig für Ende Oktober festgesetzt. TlWsnemgtcitcit. — sDer Schädel des Herrn Viaminators.) Bei einer Abiturientenprüsung für Damen, die diesertage iu Berlin stattfand, ereignete sich nach dcn „M. N. N." ein heiterer Zwischensall. Der Examinator fragte eine Dame nach dem Frieden, durch den der zweite Koali-tionskrieg beendigt wurde. Die Dame schwieg; sie wußte es nicht. Um sie anf den Namen Luneville hinzulenken, strich dcr gutmütige Examinator mehrmals mit der Hand über seine recht umfangreiche Glatze und fragte: „Na, mein Fräulein, was ist das?" Obgleich der Mond sin wne) so schön glänzte, verstand ihn die Abiturientin doch nicht. Endlich schien sie sich besonnen zu haben und platzte heraus: „Schweinschädel!" Der Herr Examinator soll im ersten Augenblicke gerade kein allzu geistreiches Gesicht gemacht haben. Daß die Dame in ihrer Verwir» rnng auf Schwein schädel verfiel, ist nicht allzu ver» wunderlich. Der Name spielt ia wirklich als der eines Schlachtortes vom Jahre 1666 eine Rolle in der Ge. schichte. — lSchrecklicher Foltertob einer Greisin.) Aus Eonslanza in Rumänien berichtet man: Der Bürger, meister der Ortsgemeinde Euzgun, Bezirk Eonstanza, wurde dem hiesigen Landesgcrichte eingeliefert, weil er eine Wjährige Greisin auf eine fürchterlich beftia-lische Weise tötete. Vorigen Montag nachmittags wurde nämlich eine dortige Vänerin namens Tudora Nutza unter dem Verdachte verhaftet, daß sie beim Volks» schuldirektor einen Diebstahl begangen habe. Der Bür» germeister Radnlesco, der die Untersuchung führte, unterwarf die bedauernswerte Greisin, die ihre Unschuld beteuerte, den schrecklichsten Martern, um sie zu einem Geständnis zn zwingen. Die 90jährige Greisin wurde mit Nadeln nnter den Fingernägeln gestochen, nnd es wurden ihr glühend heiße Eier in die Achselhöhlen ge-legt. Die derart gefolterte Fran starb nnler den Hän° den ihrer Peiniger, ohne ein Geständnis abgelegt zu haben. Außer dem grausamen Bürgermeister Radulescu wurden auch noch vier Gemcindeaüsschußmitglieder, die dieser beispiellosen Folterung der unglücklichen Greisin beiwohnten, verhaftet. — lÄinderrcichtum in französischen Familien.) In Anbetracht dessen, daß in Frankreich im allgemeinen das Zweilindersystem herrscht, hat man von Kinderreich» tum in französischen Familien bisher kaum mehr ge» hört, als daß dieser außerordentlich gering sei. Der Staat, der sein Augenmerk seit langer Zeit anf diese bedenklichi Erscheinung gerichtet hat, ist stets bestrebt gewesen, Familien mit mehreren Kindern gesetzliche Er» leichterungen zu verschaffen. Unter diesem Gesichts-punkte ist kürzlich von Negierungsseile eine neue Statistik über kinderreiche Familien veröffentlicht worden, denen eine staatliche Unterstützung znkommcn dürfte. Es hat sich gezeigt, daß in Frankreich 218.458 Familien vier Kinder haben, 93.544 haben deren fünf, 36.358 haben sechs, 13.545 haben sieben, 4473 acht, 1484 neun und 780 haben mehr als zehn. Im ganzen haben diese 368.739 Familien 1,712.322 Kinder. Ungefähr dcr Hälfte von diesen wird bereits jetzt staatliche Unter» stützung zuteil. — lDie dankbare Wirtin.) Aus Mühlhausen be» richtet man: Ein größeres Dorf im Kreise Worbis lvar bei den im Eichsfeld abgehaltenen Manövern stark mit Truppen besetzt. 15 Offiziere nahmen in einer Gast. wirtschaft dcs Ortes das Mittagessen cin; das Gedeck tustc-tr 1,50 Mark. Nicht gering loar aber das Er-staunen der Herren, als ihnen für diesen Vreis vorgesetzt wnrden: 1.) Suppe, 2.) Rinderbraten, 3.) Gänsebraten, 4.) Filetbecsstcak, 5.) Kalbskeule, 6.) Nachlisch. Die Offi> ziere machten die Wirtsfrau darauf aufmerksam, daß sie bei einem solch reichlichen Essen doch nicht wenig Geld zulegen muffe. Doch die freundliche Wirtin, eine Witwe, erwiderte gutmütig: „Das schadet nichts. Mein Sohn ist vom Militär freigekommen und kann mir nun in der Wirtschaft mithelfen'. Dafür will ich mich auch dankbar erweisen, und die Herren Offiziere sollen sich bei mir 'mal ordentlich sattesscn." — sDer verhaftete Automat.) Manchmal wirken Zensurverbote als unbcabsichtigte Retlame, die die Po-lizei veranstaltet. In London hat jedoch die Polizei, wie die „Nouvelle Revue" erzählt, jüngst durch eme seltsame Verhaftung Reklame für eine Schaustellung ge» macht. Eines schönen Morgens entstand in Piccadilly cin großer Auflauf. Ein Automobil hielt an, das einen ganz merkwürdigen Insassen hatte, nämlich einen Herrn, der mit einem goldgestickten Samtgenxmd bekleidet war nnd überhaupt ein exotisches Aussehen hatte, so daß man ihn für irgend eine verkappte Fürstlichkeit aus dem Orient hallen konnte. Dabei hatte er eine durchaus gleichgültige Miene, obwohl die Menschenmenge ihn an» starrte. Er stieg aus dem Automobil, dann begann er, den Bürgersteig entlang zu gehen, aber bald kam er nicht weiter, denn die Menschenmenge versperrte ihm den Weg, und auch ans dem Fahrdamm hatten alle Kutscher ihre Fuhrwerke angehalten, damit sie oder die Insassen ihrer Gefährte das seltsame Wesen in Muße betrachten könnten. London ist aber eine wohlgeordnete Stadt und so erschien alsbald ein Polizist, der den Aufsehen er» regenden Fremden anhielt. Er fragte ihn, weswegen er sich in diesem merkwürdigen Auszuge in die belebtesten Straßen Londons begeben hätte und da der Fremde stumm blieb, verhaftete er ihn. Am nächsten Tage aber konnte man in allen Zeitnngen Londons lesen, lveswegen der Verhaftete nicht geantwortet habe: er lvar kein Mensch, sundern ein Automat. — lDer verkannte Schachmeister.) Von Richard Teichmann, dem ersten Preisträger des Karlsbader Schachmeistertnrniers, erzählt man sich in Berlin fol» gende lustige Geschichte: Eines Tages saß Meister Teich» mann im Eaf6 Kcrkau im Sftielsaale. Ein Fremder, der gerne eine Partie Schach spielen wollte, trat berein, suchte nach einem geeigneten Partner, und schließlich blieb er vor Teichmann stehen, dessen behäbige Gestalt im Verein mit der unvermeidlichen Virginia ihm wohl am meisten Vertrauen einflößte. Er schlug dem Schach» meister, dm er nicht kannte, eine Partie vor und Teich» mann erwiderte: „Recht gerne, aber ich mache Sie dar» auf aufmerksam, daß ich kein Amateur bin." — „O, das macht nichts", erwiderte der Fremde, „ich spiele auch nicht sehr stark". Gagen für Kino-Stars. Auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ist bas Starsystem von jeher eingebürgert, im Zirkus und in Variölös gibt es Lieblinge des Publikums, die man zu den „Sternen" des Programms zählt, abcr auch die Stieftochter der erwähnten i,tu>,st, das viclgcschmähle uno duch so voilstümlichc Kino, hat sich bereits ein Star-system zugelegt. Die großen französische!,, italienischen, amerikanischen und nordischen Filmfabriken, die all» wöchentlich den deutschen Marll zu zwei Dritteln mit neuen Films versorgen, loaren in den letzten Monaten Der stille See. Roman von A. OonrthS-Mcchler. (39. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Ruth verabschiedete sich am Fuße der Freitreppe von ihren fröhlich plauderuden Gästen. Hans Rochus rief seiner Frau zu, daß er den Herrschaften das Geleit geben wollte, und winkle ihr einen freundlichen Gruß zu. Sie sah eine Weile hinter ihnen her und ging danu in ihren Salon. Hans Rochus würde ziemlich eine Stunde brauchen, bis er zurückkam, wenn er bis zur Station mitging. Die Zeit wollte sie benutzen und wieder einmal nach Herzenslust mnsizieren. Da sie sich allein wußte, gab sie sich mit ganzer Seele dem Genuß hin. Hans Rochus hatte jedoch seine Gäste nur bis zum Parklor begleitet und kehrte viel früher zurück, als sie ihu ernxirtete. Als er unten durch die weite Halle schritt und die mit dicken Teppichen belegte Treppe emporstieg, blieb er Plötzlich lauschend stehen. In vollen, brausenden Ak» korden tönten ihm die Klänge des Flügels entgegen. Ein verständnisvolles Aufblitzen in feinen Augen verriet, daß er sofort die Situation erfaßt hatte. Ruth spielte, weil sie ihn abwesend glaubte. Er hatte sie noch nie spielen hören, war auch gar nicht begierig darauf gewesen, sich die üblichen Salon-stückchen vorsetzen zu lassen. Es war ihm ganz ent» fallen, daß sie soviel Gewicht darauf gelegt hatte, ihren Flügel mit nach Rochsbcrg zu nehmen. Nun füllte ihn ein Zufall daran erinnern. Je näher er ihrem Zimmer kam, desto größer und erstaun» ier wurden seine Augcu. War das wirklich Ruth, unter deren Fingern diese beseelten Töne hervorquollen? Leise öffnete er die Tür zu dem Zimmer, welches dem kleinen Salon am nächsten lag. Dort setzte er sich still in einen Sessel und lauschte wie gebannt aus Ruths Spiel. Wie Perlen reihten sich die Töne aneinander. Es sang und klang heißes, pulsierendes Leben unter ihre Händen hervor. Schmerz und Klage, wildes, brennen» dcs Weh und Leid, und dann wieder ein sanftes Auf» lösen in schmeichelnden Molllönen. Voll und rein war der Anschlag, und die Passagen wurden meisterhaft ge° spielt. Hans Rochus rührte sich nicht. Mit geschlossenen Augen lag cr in den: Sessel und trank die Töne in sich hinein mit andächtigem Lauschen. Nnn begann Ruth ein Nocturno von Chopin. Hans Rochus glaubte, es noch nie in so vollendeter Weise gehört zu haben. Als sie damit zu Ende war, präludierte sie wie träumend eine lcise, sanfte Melodie, die cr nicht kannte, die ihn aber seltsam ergriff. Und dann begann sie die Mondschein-Sonate. Sein Gesicht wurde bleich vor innerer Erregung. War das wirklich Rnth, die stille, indolente Frau mit dem kalten, leeren Geficht? Quollen diese herrlichen Töne wirklich unter ihren Fingern hervor, diese seelen» volle, fein empfundene Musik, Beethovens göttliche Offenbarung! Hauchte sie dem Instrument eine Seele ein? Eine Seele? Dieses Spiel lvar beseelt. Ein un» bedeutender, gedankenarmer Mensch ohne Seele vcr» mochte so Beethovens Schöpfung nicht wiederzugeben. Warum versteckte sie so scheu ihr Empfinden vor ihm? Hans Rochus saß wie in einen Traum versunken, ohne sich zu rühren. Auch dann regte er sich nicht, als Ruth drüben aufstand und den Flügel fchluß. Hatte cr einen Blick in eine scheu verschlossene Frauenseele getan? Würde er jetzt den Schlüssel finden zu ihrem seltsamen Wesen, das ihm schon so oft rätsel» haft erschienen war? Er hörte, wie sie sich dem Zimmer näherte, in welchem cr saß. Seine Augen hefteten sich forschend auf die Tür. Ruth trat ein. Als sie ihn sttzcn sah, fchrak sie heftig zufammen und trat einen Schritt zurück. „Du bist hier," stammelte sie. Er erhob sich langfam, ohne sie aus den Augen zu lassen, und fah, daß sie mühsam um Fassung rang. In n seinen Augen blitzte es auf. Da stand sie vor ihm uni mühte sich, die alte starre Miene anzunehmen. Diese Miene würde ihn aber nicht mehr täuschen. Er wollte das Rätsel lösen, welches ihm sein eigenes Weib aufgab. Sie sollte nicht merken, daß er in dieser Stunde eine Offenbarung erhalten halle. Heimlich wollte er sie weiter stuoiercn — und es würde ein reizvolles Stu-dium sein. Trotz ihrer Gegenwehr würde cr ihr eines Tages sagen können: Ich kenne dich — sag mir, warum du mich getäuscht, warum du diese seelenlose Maske vorgelegt hast. — Scheinbar unbefangen trat er zu ihr. «Jo, ich bin schon eine ganze Weile hier und höre dir zu." „Ich glaubte, du wärest mit zu der Station ge» gangen," sagte sie, noch immer etwas unsicher. „Nur bis zum Parttor." „Das wußte ich nicht." „Sonst hättest du wohl nicht musiziert?" fragte er lächelnd. „Gewiß nicht," erwiderte sie endlich wieder kühl und gefaßt. „Und »varum nicht?" Sie ließ fich in einen Sessel gleiten und strich nervös an den Falten ihres Kleides herab. „Ich weiß, daß du Klavierspiel nicht leiden magst." „So — das weißt du? Darf ich fragen woher?" „Von dir selbst." „Von ,mr selbst?" „Ja. Du hast einmal sehr böse gescholten, als Frau-lein von Lütlich spielte. Eine elende Klabierseuche und stümperhaftes Geklimper nanntest du es." Er lachte herzlich. „Ach, ich erinnere mich, sie quälte sich und ihre Zuhörer, daß mir die Haare zu Berge standen. Aber du willst doch dein Spiel nicht mit diesem Gestümper^ vergleichen," fuhr er wieder ernst werdend fort. «Ich wußte ja nicht, ob du einen Unterschied gelten läßt." Er sah sie lächelnd an. . „Hältst du mich für einen Barbaren?" Laibacher Zeitung Nr.22!>___________________________________2131____________________________________2. Oktober 19N. emfw bemüht, für ihre Filmanfnahmni Darsteller und Darstellerinnen von Rnf und Rang zu gewiimen. Da auch die deutschen Filmsabrikallten dem Bei» spiel ihrer Kollegen gefolgt sind, ist — so berichtet die „Frankfurter Zeitung" — neuerdings eine Massen» ablvandernng von Theatergrößen zum Kino wahrnehm-bar, ähnlich^ wie früher einmal Varwt« und Kabarett Zuzuc, vom Theater erhielten. So sahen wir vor eini» gen Wochen die .Hofschauspielerin und Tragödin Adele 'Sandrock in dem Volksftücki „Marianne, ein Weib aus dem Volke" die Hauptrolle für eine Filmaufnahme agieren. Der Hvfschauspieler Clewing, ein Liebling des Berliner Publikums, hat bereits mehrfach in' den Hauptrollen neuer Kinofchlager mitgewirkt. Emanw'l Reicher wird wohl ebenfalls demnächst als Kino-Akteur debütieren. Auch im Ausland scheint man die märchenhaften Gaqen, die für die imm^hin bald abgewickelte Mitwir-kung in Kinodramen gezahlt werden, gern mitzuneh-men. Auf Veranlassung des Bundes für Mutterschutz ist kürzlich ein Film von NMindiger Vorführungs» 5aucr aufgenommen worden, betitelt: „In dem großen Augenblick", mit der dänischen Tragüdin Asta Nielsen in der Hauptrolle. Das Schicksal der Muttor eines unehelichen Kindes wird hierin geradezu ergreifend dar« gestellt nnd so das Verständnis für die Prinzipien der Muttcrschutzbewcgung in den breitesten Volksschichten gefördert. Asta Nielsen erhält für die Mitwirkung in zehn Filmdramen, einer sogenannten „Asta Nielsen» Serie" (Ausnahmedauer etlva fünf Monate) 85.WO Mark Gage. Nach Afta Nielsen haben auch der Dirck» tor des Königlichen Theaters zu Kopenhagen, Dr. Karl Mantzius, nnd seine Tragüdin Betty Nansen, die Gattin des bekannten Schriftstellers Peter Nanfen, sich dnrch die „Nordisk Filmskompagnie" für die Kino-Bühne an» werbe.! lassen. Betty Nansen erhält für drei Sommer-monate 12.000 lv (gegen 13.000 Mark). Die bekannte französische Schauspielerin uud Tänzerin „La Polaire" erhielt für ihre Mitwirkung bei der Ausnahme einer ^ilmserie in Düsseldorf, in der Mitglieder der dor-tlgen Theater mitwirkten (Ausnahmedauer eine Woche) en» Hmwrar von fast 15.00l» Mark, also pro Tag 2140 Marl. Der Direktor von His Majcstys Theatre, Sir Herbert Veerboom Tree, hat mit seinen Kollegen und Kolleginnen vom Hoslheater einen Zyklus der englischen Konlgsdramen von Shakespeare für das Filmband dar° gestellt. Der Künstler soll hiefür eine Gage von 60.000 Mark bekommen haben. Die besten Krcifte der Pariser Bühnen, so Le Bargy, Guitry, die Misiinguelte und andere mehr sind von den großen französischen Lichlbildfirmen sür enorme Honorare engagiert worden. Max Linder, der elegante Pariser Vonvivant, erhält eine Iahresgage von 100.000 Franken, der Ofterettenkomiker Tom Prince nicht viel weniger. Das kleine „Fritzchen", ein fünfjähriger Knabe, alias „le petit Abölaro", bezieht 12.000 Franken, die im Jahre 1912 auf 15.000 Franken erhöht werden. Man ersieht daraus, daß die Kino.Schaustätten sich mehr und mehr zu einer gefährlichen Konkurrenz des Theaters entwickeln. Da es scnon heute in Deutschland nahezu 2500 K!no°Thcater gibt, davon 300 in Berlin, so kann man sich von dem Siegeszuge der Lichtbild» bühne als Untcrhaltuugsinstitut ein Bild machen. «Geiviß nicht, ^a^ch^ M^schen^öa^n ^Musik überhaupt nicht, gu Hause spielte ich auch nur in Ab-Wesenheit meines Vaters. Mein Spiel störte ihn." „Dann kann ich ihn nur bedauern, Nuth. Ich habe dir mit großer Andacht zugehört. Dein Spiel hat mir einen großen Genuß bereitet, für den ich dir danke." Sie machte ein kühl abweisendes Gesicht wie immer, wenn er herzlich wurde. Es hatte ihn sonst verletzt und abgeschreckt. Heute hatte das Abschreckungsmittel seine Wirkung verloren. „Nein, Nuth — nicht diese abweisende Miene," fuhr er ruhig fort. „Damit willst du mich immer zurück-schrecken, wenn ich dir eine Zärtlichkeit erweisen oder dir innerlich näher kommen will. Wir sind doch Mann und Frau und gehören uns an vor Gott nnd den Menschen. Warum suchst du mir immer von neuem auszuweichen? Trotz scheinbarer Fügung in meinen Willen, trotz der scheinbaren Hingabe deiner Persönlichkeit ist mir zu-weilen zumute, als wolltest du mir fremd bleiben. Be-leidigt es dich, wenn ich dir offen sage, daß du mir mit deinem Spiel einen Gennß bereitet hast? Ich bin ein leidenschaftlicher Verehrer wirklich guter Musik. Und du mußt mir versprechen, in gnkunft auch in meiner Gegenwart fleißig zu musizieren." Sie hatte erglühend die Lider gesenkt. Die langen, dunklen Wimpern mit den goldigen, auswärts gebuge» neu Spitzen lagen wie feine Schatten auf ihren Wangen. Auch jetzt hielt sie gewaltsam den ruhigen Ausdruck fest; aber ihre Lippen zuckten, und ihre Hände schlössen sich fest ineinander. Du darfst nnr bestimmen, wenn du mich hören willst" Aber jetzt entschuldige mich einen Augenblick, ich __ ich habe mein Taschentuch vergessen. Sie erhob sich hastig und eilte aus dem Zimmer, ehe er etlvas erwidern konnte. Hans Rochus blickte mit einem unbeschreiblichen Ausdruck hinter ihr her. Ein grübelnder Zug erfchicn in seinem Gesicht. (Fortsetzung folgt.) Lolal- und Provinzial-Nachrichtcu. — Mus der Diözese.) Herr Kanonikus Dr. Josef Gruden wurde zum wirklichen Kunsisturialrate nnd zum Archidiakon der Stadt Laibach ernannt. Herr Ivan 8 trubclj, Kaplan in Grohlaschitz, wurde zum Pfarr. administrator in Hl. Dreifaltigkeit ob Zirknih bestellt. Versetzt wurden die Herren Kapläne Felix Funtek aus Stopiäe nach Großlaschitz und Josef Ko 2 elj ans Gullschee nach Stopi^e. Kanonisch installiert wnrde am 29. September auf die Pfarre Iohannistal Herr Ludwig Vajec, Pfarrer in Hl. Dreifaltigkeit ob Zirkmtz. — (Approbation eines Lehrbuches.) Wie wir er» fahren, hat Se. Exzellenz der Herr Minister für Kultus und Unterricht dem Lehrbuche: ^uvnnöiü I?i-i^i-i!i. «ai-nsln« 8«1<>. vruft'i clc>l. Laibach 191 l. KatoMka bukvarna. Preis geheftet 2 X 50 I>, gebunden 3 X, zum Unterrichtsgebraüche an Mittelschulen, an denen Fran-zösisch in slovenischer Sprache gelehrt wird, die Appro« bation erteilt. — (Vom Voltöjchuldienste.) Der k. k. Landesschnl» rat sür Krain hat im Einvernehmen mit dem krmnischcn Landcsausschnsfe die Bewilligung erteilt, daß mit Be-ginn des Schuljahres 1911/12 an der sechstlasslgen Volksschule in Wailsch bei Laibach auf die Dauer des tatsächlichen Bedarfes zu den fchon bestehenden vier Parallelableilungcn noch drei weitere Parallelabteilun. gen, und zwar zur 1., 2. und 3. Klasse, aktiviert und ans diesem Anlasse drei provisorische Lehrkräfte ange° stellt werden. — Der k. k. Stadtschulrat in Laibach hat die geprüften Lehramlskandidatinnen Theodora Wer lie und Karla kinkovec zu Aushilfslehre« rinnen an der acht klassigen slovemschen Mädchenvolks, schule bei St. Jakob in Laibach und den provisorischen Lehrer Franz Zu pan zum provisorischen Lehrer an! der Zweiten städtischen Knabenvolksschule in Laibach er-nannt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Stein hat die gewesene provisorische Lehrerin Marie M ed i 5 zur pro. visorischen Lehrerin an der vicrklassigen Volksschule in Domxale ernannt. — Der k. k. Bezirksschulrat in Lai> bach Umgebung hat an Stelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Juliana Zalokar die gewesene provisorische Lehrerin in Golo Karolina Lavri 5 zur Snpplcntin an der Volksschule in Kopanje und an Nelle der krankheitshalber beurlaubten Lehrerin Gisela U 5 eniönik die geprüfte Lehrsupplentin Amalia S e -ver zur Supplentin an der Volks schule in Dobruva bestallt. — Der k. k. Landesschulrat sür Krain hat die gewesenen Supplentinnen an der Volksschule in Sankt Peter bei Laibach Zlnta i^ e v s! i l und Marie (5 c . rar zur unentgeltlichen Schulpraxis, und zwtir erstere an dieser Schule, letztere an der Voltsschule in Unter-8i^ta zugelassen. — Der k. k. Landesschulrat für Krain hat die absolvierten Lehramtskandidalinncn Marta Mai er und Elsa Soos zur unentgeltlichen Schul» praxis an der Zweiten städtischen Knabenvollsschule 'N Laibach zugelassen. — Der k. k. Laudesschulrat für Krai'n hat die Bestellung der bisherigen Aushilsslehre-rin au der achttlassiyen Mädchenvolksschule bei Sankt Jakob in Laibach Miliea Prosenc zur Lehrerin an der Privai'MälXhenschulc des Vereines „Mladika" in Laibach gruehmigt. — (Lailmcher Kreditbank.) Das Ministerium des Innern hat auf Grund Allerhöchster Ermächtigung im Einvernehmen mit dem Finanzminislerinm die zufolge der Beschlüsse der Generalversammlnng der Aktionäre der Aktiengesellschaft „I.MdlMi^ku kroäitnu lxniku" — „Laibacher Kreditbank" in Laibach vom 7. März 19l.1 geänderten Statuten dieser Gesellschaft genehmigt. ^_ (Nesohuug zweier Sanitntskonzipistenstellen.) Bei den politischen Behörden für Tirol und Vorarlberg qelangeu zwei Sanitätskonzipistenstellen der zehnten Rangsklasse zur Besetzung. Bewerber um eine dieser Stellen haben ihre gehörig instruierten und insbeson-dere mit dem Nachweise über die Ablegung der in der Ministerialverordnung vom 21. März 1873, R. G. BI. Nr 37 voraeschriebenen Physikatsprüsnng versehenen Gesuch/, gegebenenfalls im Dienstwege bis längstens 15 d M beim k k. Statlhaltereiprasidmm in Inns» brück'einzudringen. In Ermanglung von dnrch die vor-erwähnte Prüsnnq gualisizierteii Bewerbern werden d,e genannten Stellen eventuell provqorisch gegen Verpslich. wng der nachträglichen Ablegung dle,er Prusung ver. liehen werden. Bewerber, die beider der denlschen und der italien'lchen — vollständig machtig sind, erhalten den Vorzug. — (25iällri<,cr Bestand der Aufforstungstommiision für das Äarstgebiet des Herzogtums Krain.) Anläßlich des 25jährigen Bestandes der Kar, siun für das Herzogtum Main fmdet bei jeder Witte-rung am 12. d. M.'einc Besichtigung des Aufforslungs-Gebietes „Osojniea" in der Nähe des Bahnhofes von St. Püit der Weisung zukommen zu lassen, den Kin» dern insoferne Beachtung zu schenken, als sür perio» dische Untersuchungen durch eventuell hierzu bestellte Ärzte gesorgt wurde, um festzustellen, ob Kinder nicht ein auf Lupus verdächtiges Hautleiden haben, gegebenen» falls aufklären und belehrend auf die Eltern und Vor» münder einzuwirken und fie ansmerksain zu machen, daß es in Wien eine eigene Heilstätte sür Lnpuskranle gibt. — (Schuh be» Vn»mei,I) Man schreibt uns.- An den Edel» und Nlchinslmiienballmen hängt jetzt reichliche Frucht. Die Rosenbach.Waldung sowie die Lattermanno-allee durchziehet, zu dieser Zeit in Gruppen Kinder, die sich mit den von selbst herabfallenden Kastanien n'cht zufriedengeben, sondern an den Ästen herum« rütteln, diese abbrechen, Prügel oder Steine hinauf, werfen, zuweilen aber auch auf die Bäume klettern, was abgesehen voll der Beschädigung der Bäume, auch das Herabfallen des Plünderers zur Folge haben kann. Trutz alljährlicher Verbote und Ahndungen erfrechen sich gewisse, der Schule schon entwachsene Bn«schen, die Tivoliwaldungen schon in aller Herrgottsfrühe zu be-suchen, um ungestört abseits vom Wege dem Vcr> wüstungswerte nachzugehen. l5. — (Schadenfeuer.) Wie uns aus Adelsberg berichtet wird, brach in der vorigen Woche gegen 1 Uhr früh in der mit Stroh gedeckten Keusche des Besitzers Johann Gorjup in Raknlik ans bisher unbekannter Ursache ein Feuer aus, das die Keusche samt den darin besindlicl^n Fullervorräten und landwirtschaftlichen Produkten ein» äscherte. Hieoei waren drei Menschenleben gefährdet, den» die Ehegattin des Besitzers winde erst ioach, als das ganze Hans bereits in Flammen stand, und konnte sich mit ihren zwei kleinen bindern nur mit Mühe durch das Fenster retten. Das Feuer wurde von den Orts-insasse» lokalisiert. Der Besitzer erleidet einen Schaden von 1300 li, der jedoch durch Versicherung gedeckt sem soll. — lE'nc Gastwirtea.rnosse«schaft für den Gerichts. brzlrk Kra,nl,urn.) soll demnächst inö Leben gerufen wer» den. Dem vorbereitenden AnSschnsse gehören zur Zeit folgende Gastwirte an: Franz Kuralt in Krainburg als Obmann,- Franz Kuralt in St. Georgen im Felde als Obmailnslellverlreter; Johann Ga^perlin in Sankt Georgen im Felde, Rudolf Iegliü in Kminburg, Johann Kern in Zirklach, Franz Koro^ee in Straöi35e, Jusef Novak in Prebaöevo bei Flödnig, Johann Oblak in Flödnig, Josef Papier in' Feßnih, Laurenz Rebolj in Krainburg, Franz l>u^ter^lä in Klanee bei Krainburg und Johann ^irovnik in Voglje als Ausschnßmitglieder. Das Vorbereitelide Komitee hat bereits die Statuteil für die zu begründende Genossen» schaft abgefaßt und sie der kompetenten Behörde zur Ge» nehmigung vorgelegt. —^. -- (Wetieraussichten für Oktober.) Nach dem Falb-scheil Wellerlalender von Bruno Äürgel (Berlin» Steinitz) sino die ersten Tage des Monats veränder-lich, feucht lind mäßig wann. "Sie stehen unter dein Ein» slnsse des kritischen Tages mittlerer Stärke vom 8. Olto-ber. Dieser kritische Tag bewirkt slürmisclM Wind und ein starkes Sinken des Varomelers sowie öftere Strich» regen, die sich besonders zwischen 9. und 10. Oktober einstellen werden. Nach dieser Zeit beruhigt sich die Witterung, der Himmel hellt sich auf und es tritt Nares, aber kühles Welter ein. Vom 15. Ollober an s'"kt^das Barometer ein wenig, die Bewölkung nimmt zu und es werden leichtere Niederschlage herrschen. Der 22. Oktober Laibücher Zeitung M. 225. 2132 2. Oktuber 1911. ist ein kritischer Tag von untergeordneter Bedeutung. Sein Einfluß wird nicht lange anhalten. Schon die nach. sten Tage bringen eine Aufklärung und schönes, abe.. kühles Wetter bis Ende des Monats. — Nach der An-ficht des Prof. Dr. Zenker leiden die ersten Oktober» iagc unter dem Einflüsse der Wetterstörungen vom 2.'und 4. Oktober. Man kann daher erwarten, daß die Witternng zunächst trüb und zn ausgiebigeren Nieder» schlagen geeignet sein wird. Am 6. Oktober stellt sich eine vorübergehende Besserung des Wetters ein, die je« doch, da am 8. Oktober eine weitere Störung eintritt, nicht lang anHallen wird, worauf sich das Wetter von neuem verschlechtert. Diese Verhältnisse werden bis zum 16. Oktuber anHallen. Nach dieser Zeit lassen die Niederschläge nach, das Barometer beginnt zu steigen, doch der Himmel bleibt noch einige Tage wechselnd bewölkt. Die Wetterstörungen vom 17., 18. und 23. Oktober werden ihren Einfluß nur durch Stürme zeigen. Mlt Eintritt der Ausheiterung, die sich nach dieser Zeit der schlechten Tage einstellt, kühlt es sich empfindlich ab, so das; in den Bergen und in waldreichen Gegenden die ersteil Nachtfröste zu erwarten sind. Vom 25. Oktober wird warmes und schönes Herbstwetter die Oberhand erlitten. Zu Ende des Monats treten stellenweise leich. terc Schneegestöber ein, die aber nicht lang andauern. — (Vor 89 Jahren.) Aus Nagnsa wird dem „Agramer Tagblatt" geschrieben' Bei den Restaurierungs-arbeiten im alten Garnisonsspitale in Nagusa hat diesertage ein Maurer in der Wand ein verkorktes Fläschchen eingemauert gefunden. Im Fläschchen befand sich ein Zettel mit folgenden Zeilen, die wir wörtlich folgen lassen: „Den Uten October 1822 habe ich Alois Hattasch gebürtig von Moldauten (recte Elhenil)) in Böhmen, 31 I^ahr alt, Katolichen Religion, Verheirat!), einem Sohn uamens Johann habend, dermahl als Unterfcldsarzt bey dem K. k. Prinz Hessen Humburg 19ler hungarischen linien Infanterie Negimenl dienenl, und hier zu Nagusa mit dein 2len Bataillon unter Comando des Herrn Major Vrchm Detaschirl Stehend, bey beendigung dieses gebändes Meinen Namen zum An-gedenken hier einmanern lassen in Freytag um 1,0 Uhr Vornnllag Wie das Fleisch eine Occa 6 kr., butla We,n 4 kr., und ein snnd Brod 3 kr. gekostet hat." Der gute Mann ahnte wohl schon damals die Teuerung, die uns jetzt heimsucht, und wollte uns offeubar ein Dokument aus der guten alten Zeit aufbewahren. Oder lvar es eine schwarze Seele, die in uns den Neid wecken wollte? — (Gefärbte Vöqel.) Die Mode stellt sich in immer größeren Widerspruch zu den Vogelschutzgeschcn. Sie verfolgt die armen Vögel unbekümmert um die For-dernngen der Vernunft und der Menschlichkeit, und je farbenprächtiger und volnminüser das Gefieder ist, um su mehr sind die Jäger auf Erlangung reicher Beute erpicht. So kommt es, daß manche der kostbarsten Arten bereits ans den Aussterbeetat geseht sind und daß sich die, Händler um Surrogatle umsehen müssen, durch die sie den Federn minderer Vogelarten das Ansehen von Prachlgesiedcrn verleihen sönnen. Da werden nun die Versuche des Zoologen Sanermann, der Färbungen des Gefieders der lebenden Vögel durch Nahrungswechsel hervorrief, auch für die Mode recht interessante Aus-sichten Vössnen. Nicht nur Kanarienvögel, sundern auch zunge, weiße Hühner sind durch Fütterung mit rotem Cayennepfeffer umgefärbt worden. Bei den Hühnecn stellten sich schon nach 14 Tagen einige gelbrute Farben ein, die sich ständig vermehrten, bis schließlich ein Huhn auf dem gangen Körper gelbrot war, mit dunkelroter Brust und ebensolchen Flügeldecken. Bei einem anderen Huhn wurde nur die Brust rot, während das übrige Gefieder weiß blieb. Bei alten Hühnern trat leine Ver» änderung in der Farbe des Gefieders ein, dagegen war bei allen von diesen Hühnern gelegten Eiern das Eigelb liefrut geworden. Die Rotfärbung rührt natürlich von dem im Eayennepfeffcr reichlich enthaltenen Färb» stoff her, aber Sauermann stellte die interessante Tat» fache fest, daß dieser Stoff eine Umfärbung nur her» vorbrachte, wenn er Fettgehalt halte. Wurde ihm das Fett entzogen, dann hatte er gar keine Wirkung, was wohl darin seinen Grund hat, daß der Farbstoff im Jett sich anflost und nur in dieser Form vom Magen ausgenommen werden kann. Hört man mit der Fülle« ruug des Eayennepfesfers auf, dann verschwinden die Farben allmählich, und das Huhn wird schließlich wieder ganz weiß. Interessant ist es, daß die so gefärbten Hüh-ner bei trockenem, sonnigem Wetter gelbrol anssehen, während sie bei senchlem Wetter eine tiefrote Färbung annehmen. Die Fütterung mit Butter briugt auch eine Umfärbung hervor; das Gefieder bekommt eine glän-zende, liefbraune Farbe. Viele andere Futtermittel wer» den ebenfalls Einfluß ans die Färbung habeu. Wer Gimpel im Käfig hält, macht bald die Beobachtung, daß die schöne rote' Farbe der Brust immer blasser und unscheinbarer wird, sie erscheint aber wieder in alter Schönheit, wenn mal, im Frühjahr dem Vogel junge Triebe von Nadelholzbäumen als Futter reicht. Nach diesen Versuchen versteht man auch die Beispiele von südamcrikanischen Reisenden, die erzählen, daß einige Indiancrslämme cs verstehen, durch geeignetes Futter das bunte Gefieder der Papageien teilweise umzufär-ben. Jeder Vogelliebhabcr kann nach dieser Seite hin sehr interessante Versuche selbst anstellen. — (Vom Kometen Brooks.) Universitätsprofessor Dr. Hillebrand schreibt in der Grazer „Tagespost": Der Komet 1911 o (Brooks) ist nun auch mit freiem Auge leicht aufzufinden. Er steht gegenwärtig in der Nähe des Endftcrnes der DeiclM des Wagens, uno zwar links oberhalb des Wagens, etwa symmetrisch zum Halbierungspunkt der beiden folgenden Deichsclsterne. Mit bloßem Auge gesehen, hat er die Helligkeit eines Fixsternes dritter Größe, schon in einem Feldstecher mäßiger Lichtstärke erkennt man einen sehr hellen Kern, umgeben von einer leuchtenden Nebelhülle und einem feinen, geradlinigen Schweifansatz, der ungefähr gegen Eta im Drachen'gerichtet ist (eine Richtung, die also links vom Himmelspol vorbeigeht). Die Enlfcr-nung von der Erde nimmt jetzt wieder zu, trotzdem wird der Komet noch immer heller, da cr sich beständig der Sonne nähert, der er am 27. Oktober am nächsten kommt, in einer Distanz, die gleich der halben Enl« fernnng Sonne—Erde ist, so daß man noch eine be-trächtli'che Helligteitszunahmc «erwarten kann, und das nm su mehr, als er jetzt schon um etwa anderthalb Größenklassen heller ist, als er uach der im August beobachtete!» Helligkeit sein sollte und nach der Sonnen-annähernng erfahrungsgemäß das Maximum der spezi-fischen Helligkeit eintritt. Am 12. Oktober kommt er in Konjunktion'mit der Sonne, kann aber vermutlich trotz, dem gesehen werden, da er noch sehr nördlich steht und an diesem Tage drei Stunden vor der Sonne aufgeht und um ebensoviel nach ihr erst untergeht. — (Ein gefundenes Svartassebuch) mit cmer klei. neren Einlage befindet sich beim Gemeindeamt ln Unter.öizka in Verwahrung. Der Verlusttrager kann es dortselbst während der Amtsslundcn beheben. X. ' (Die Taschenuhr im Eiötasten.) Einer Gast-Wirtin wnrdc eme von einem Gaste versetzte und im Eiskasten aufbewahrte silberne Taschenuhr entwendet. " Mr den Winter.) Einer DienstmannscMm wurde aus ihrer in der ^opgassc gelegenen Wohnung eine fast neue Bettdecke gestohlen. — (Wetterprognose.) Mist trübes und regnerisches Welter bei weiterer Temperaturabnahme und kühlen östlichen Winden. — (Verstorbene in Laidach.) Am 29. September wurden folgende Todesfälle gemeldet: Margarela 2u° mer, Barmherzige Schwester, 32 Jahre, Nadetzkyslraße Nr. 11; Maria 'äentinc, Besitzersgattin, 43 Jahre, Na-detzlystraße 11; Karl Klcmen6iö, gewesener Handelsange« stelller, 64 Jahre, Iapeljgasse 2; Leopold Gurjanc, Eisenbahnschlosserssuhn, 7 Jahre, Schießstältgasse 15; Maria Kregar, Schülerin, 10 Jahre, im Laudesspitale. — (Kinematograph „Ideal".) Heute der letzte Tag des schönen und interessanten Programmes: Reiter, drama, Teuernngsdemonslralionen in Wien. Morgen die Neuheit: Opfer des Alkohols (zwei Akte; sehr span» nend). Theater. Kunst und Literatur. — (Slovenischeö Theater.) Als Nachmittagsvorstel» lung ging gestern Nestruys „Talisman" in Szene. Der Talisman ist hier eine ticfschlvarze Perücke, die deren Träger, einem rothaarigen Burschen, nacheinander die Sympathien dreier Witwen zuwendet. Das Publikum quittierte die vielfach muffeligen Witze und die Kalauer, die ununterbrochen von dor Nühne hcrunlertnalterten, mit staunendem Ergötzen und lautcr Heitl-rkoit, wie denn auch die burlesken Vorgänge sein lebhaftes Wohl» gefallen erregten. Im Mittelpunkte der Handlung stand Herr Povh'ö als pcrückentragender Frifeurgehilfe; in belangreicheren Partien erwarben sich die Frauen Da° nilova und Vukäckova sowie die Fräulein Da > > nilova und Thalerjeva im Vereine mit den Herren Molek und Skrbiuäek den Dank der Zu» schmier. Man sieht, eine schwarze Perücke, auf einen rot. haarigen Schädel gestülpt, vermag auch heutzutage noch komisch zu wirken.' Sie braucht nicht einmal tiefschwarz zn sein, wenn zufällig keine von dicfer echt talisman-artigen Farbennua.nce zur Verfügung steht. —n— .__ jVolkskonzert.) Im großen Saale des Hotels „Uuiun" fand gestern abends das erste von der „Slo-vensta Filharmonija" in der laufenden Scnson ver-anftaltete Vollskunzert mit dem in unserem Blatte be-reits veröffentlichten Programme statt. Das Orchester, unter Leitung des Herrn Kapellmeisters ^alich stehend, absolvierte in den beiden ersten Abteiluugen der Vurtragsordnung Kompositionen von Meyerbeer, Men-delssohn, Paderewsti, Rubinstein, c?ajkovötlj, Supp6, Mozart, Puccini nnd Grieg in durchwegs hervorragen» der und vom Publilnm durch lauten Belfall anertann-ter Weise. Herrn Kapellmeisters Talich reiches Tem° perament übte auf die Musiler suggestive Wirkung; nilt prachtvollem Schwung wurde namentlich Puccims Voh5me°Phanlasie gespielt, die zum Teile wiederholt werden mußte. Die'dritte Abteilung, vom Herrn Kon-zerlmeister T a m hina dirigiert, enthielt Nummern von SulM, Edl, Fall und Ziebert und trug dem Orchester gleichfalls reichen Beifall ein. — Herr Tallch wird be. tannllich in der gegenwärtigen Thcatcrsmson dem Or» chester der „Sluv.'F'ilharmunija" als Dirigent vurstchen; su läßt sich denn mit Recht eine ausgezeichnete Opern-saisun erwarten. — („Ljudski oder.") Der Bericht über die gestrige Vorstellung mußte Raummangels halber auf morgen zurückgestellt werden. — (Aus der slovenischen Theatertanzlei.) Morgen als am Vorabend des Namenstages Seiner Majestät des Kaisers findet eine Festvorstellung bei festlicher Ve° leuchlung des äußeren Schauplatzes statt. Es gelangt uach mehrjähriger Pause Verdis Oper „Nigolettu" zum erstenmale wieder zur Darstellung. In den Haupt-Partien wirken die Damen Frau Icannctte vun Aoed -ransperg, Fräulein Rosa Per5lova, die Her-ren Fr. K r a mpera (erster Tenor), Willy Novak (erster Baryton), Josef Krlöaj Erster Bah) und Rud. Bnk«ck mit. Um der Vorstellung einen besonderen Glanz zu verleihen, wird die Partie der Gilda von Frau Maja Marquise Strozzi, gewesenem Mitgliede der Oper in Graz und jetzigem Mitgliede der Oper in Agram, als Gast gesungen werden. Frau Marquise Etrozzi, Tochter "der Tragödin Marie Marquise Etrozzi in Agram, ist eine junge, reizende Künstlerin von außerordentlichen Slimmittcln und eine feine Schau» spielerin. Die Vorstellung beginnt präzis halb 6 Uhr mit der Kaiscrhymne. — (Kaiser Franz Ioseph-Iubiläumstheater.) Die Proben für die Eröffnungsvorstellung „Habsburg", Fest. spiel in drei Akten von'Alfred Freiherrn von Verger, sind unter Leitnng des Direktors Karl Richter in Vollem Gange. Die für diesen Abend vorgemerkten Karten wollen vun den Bestellern bis Mittwoch, den 4. d., 12 Uhr mittags behoben werden; nach diesem Zeitpunkt wird über die Billetts weiter vcrsügt werden. Zu den ge-wohnlichen Kasseslunden werden auch Studentcnlegiti. mationen ausgegeben. Ermäßigte Studentenkarten für das Stehparterre werden nur nach Vorweis dieser an der Tageskasse gelösten und vun der Schnlbehörde (Schul, direklion) gestempelten Legitimation verabfolgt. — In Vorbereitung befinden sich folgende Neuheiten: „Der Garde.Ofsizier" (Lustspiel), '„Taifun" (Schauspiel), „Theodore u. Cie." (Schtvank) und „Die keusche Su-sänne" (Operette). Gefchäftszeitung. — (Verkauf von Anchenholz.) Bei der ForMrek- tion der Landesregierung in Sarajevo gelangt das im Waldgebiete Donja Pra^-a des Bezirkes 'Noga'lica forst. wirtschaftlich abgebbare Buchenholz (Nutzholz und Vrennhulz) am Stocke im Snbmissiunswege zum Ver» kaufe. Der Kubikinhalt des zum Verkaufe gelaugenden Buchen-, Nutz. und Brennholzes beträgt rund 554.000 Festmeter. Es werden nur schriftliche, auf die gesamte zum Kaufe ausgeschriebene Quantität lautende Offerte angcnummen, die bei der Fursldirektion der Landesregie-rung in Sarajevo bis 20. November 11 Uhr vormittags eingelangt sein müssen. Ein Exemplar der die näheren Details und Bedingungen enthallenden Kundmachung liegt im Bureau der Handels» und Gewerbekammer in Laib ach zur Einsichtnahme auf. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. Der italienisch-türkische Krieg. Rom, 30. September. Die „Agenzia Stefan,'" ver» öffcnllicht fulgcnde Note: Die italienische Negierung hat bereits mehrmals erklärt, daß sie trotz des Krieges mit der Türkei mehr als je fest entschlossen sei, zur Aufrecht-erhaltnng des lerriturialen Status quo auf der Balkan» Halbinsel beizutragen. Die Flullenoperationen, welche bie königliche Marine in den europäischen Gewässern aus» zuführen aezwnngen ist, berühren diesen unerschutter» lichen Cntschlnß der Negierung in keiner Weise. Es Handell sich um Operationen, die ausschließlich dazu be> stimmt sind, nnsere Küsten und unsere offenen Städte unseren Handel sowie die Militärcxpediliun nach Tripo-' lis gegen die bekannten und die drohenden Pläne und i Vurben'itim.qcn dcs Feindes zu sichern. Paris, 30. September. Der italienische Botschafter Tittuni erschien heute im Ministerium des Äußern, um den Abbruch der Veziehnngen zwischen der Türlei und Italien zu nulisiziercn. Das Amtsblatt wird morgen die Erklärung der Neutralität Frankreichs im italienisch» türkischen Kriege veröffentlichen. Paris, 30. September. Die „Agence Haoas" mel-det aus Konstanlinopel: Die Türken brachten in den Dardanellen zwei italienische Dampfer auf. Wie ver° lautet, schössen die Türken gestern vor Tripolis zlvci Schaluppen, auf denen sich j'c 80 italienische Suldaten befanden, in den Grund. Die beiden von den Italic-nern gestern bei Durazzu augcgrisfenen türkischen Tor» pedobuole, die sich, da sie von der Kriegserklärung noch leine Kenntnis hatten, den italienischen Schiffen ohne Mißtrauen genähert halten, wurden gekapert. Nom, 30. September. Die „Agenzia Stesani" mel> det aus London: Die britische Regierung beabsichtigt nicht, irgendein Kriegsschiff an die wüsten von Tripolis und Eyrenaika zu entsenden. Tonlon, 30. September. Der Panzerkreuzer „Ernest Renan" ist gestern von hier ausgelaufen. Er fährt nach Beirut, um die französischen Staatsangehörigen zu schuhen. Nom, 30. September. (Meldung der „Agenzia Stesani".) Im Kriegsminislerium laufen taufende Ge-snche vun Offizieren und Unteroffizieren um Zu-lassung zur Teilnahme am Tripolis-Feldzuge ein. In allen Regimentern, die zur Abgabe vun Verstärkungen an das EMditiunskurps bestimmt sind, baten so zähl-reiche Offiziere um ihre Entsendung, daß man die Auswahl durch das Los vornehmen niußlc. Hn den für die Expedition bestimmten Truppenkörpern gibt sich die größte Begeisterung kund. London, 30. September. Eme aus Malta au das Ncutcrsche Bureau eingelangte Depesche spricht von einer großen Panik unter den Europäern, die sich noch in Tripolis befinden. D,e europäischen Familien lassen ihre Habe im Stich und und suchen an Bord der ena-lischen Dampfer Znflucht. London, 30. September. Das Reuterfche Bureau meldet aus Malta: Der englische Kreuzer „Varham", der auf der Fahrt nach Golfo di Aranci begriffen war, ist auf fuiikcnteleqraphifchen Befehl nach Malta zurück-gekehrt, wo er Kohlen einnimmt und weitere Befehle ab- Laibacher Zeitung Nr. 22^_______________________________________2133 ___________________________________________2. Oktober 1911. wartet. Es heißt, das ganze Geschioader sei nach Malta beordert wordm. London, 30. September. Dem Reuterschen Bureau wird aus Malta gemeldet: Die Vorbereitungen zum Kohlen des Geschwaders werden mit Beschleunigung ge° troffen. Man glaubt, daß es nach Ergänzung der Vor. rate ohne Verzug in See gehen wird. Paris, 30. September. Der „Agcnce Havas" wird aus Konstantinuprl gemeldet: In Regierungskreisen verlautet, Griechenland habe die Mobilisierung der Armee beschlossen. Visher liegt jedoch keine Depesche aus Athen vor, welche diese Nachricht bestätigen würde. Konftantinopel, 1. Oktober. Nachtsüber fand unter Zuziehung uon Generalstäblern ein Ministerrat statt. Währenddessen wurde ein Kommuniauö veröffentlicht, wonach du' Pforte die türkischen Botschaften instruiert habe- "ei den Großmächten Schritte zur Wahruug der türkijchen Nechle zu unternehmen; vom Ergebnis würden we Maßnahmen abhängen, die völkerrechtlich gegenüber den Italienern zu treffen seien. Die Bevölkerung wird aufgefordert, Nuhc zu belehren. Der Ministerial be» schloß die Deputierten einzuladen, baldigst znr Parla» mentseröffnung einzutreffen. Gerüchlweise verlautet, die Pforte habe d^n Botschafter in Berlin neuerlich instruiert, die Vermittlung Deutschlands zu verlangen. Bari, 1. Oktober. Die Neederei Pnglia hat bei der Regierung angesucht, daß einige ihrer Schiffe es. kortiert werden, da sie in Erfahrung gebracht habe, daß türkische Torpedoboote im jonischen Meer auf italic» nische Handelsschiffe jagen. Konstautinopel, l. Oktober. Die hier verbreiteten und in das Ausland telegraphierten Nachrichten über Kämpfe zwischen der türkischen und der italienischen Flotte werden kategorisch dementiert. Den letzten der türkischen Presse erteilten Informationen znsolge be» findet sich die türkische Flotte in Sicherheit nnd soll heute nachmittags in den Dardanellen eintreffen. Das Preß. bureau t^ilt mit, daß das Marincministerium der hie» sigen Presse verboten habe, andere als amtliche Mel-düngen über die Flotte zu veröffentlichen. Der Chef-redaktcnr eines türkischen Blattes, das eine Extraaus-K"be nnt der falschen Meldung veranstaltete, daß die turkiM Flotte mehrere italienische Kriegsschiffe ver-achtet ho.be, w,rd kriegsgerichtlich verfolgt. Das Panzer, schiff A,ar.i.Tew,lk", welclM sich w den Dardanellen befaud, ,st gestern hier eingelaufen. Das Transport» schlsf Sham , das mit einer Proviantladung nach Trl-polls fahren sollte, wnrde nach Konstanti'nopel rück-beordert. Konstautinopel, 1. Oktober. Das Marmeministe. rium kündigt an, daß keine türkischen Schiffe außerhalb ber Dardanellen anszulaufen haben. Alle Leuchttürme außerhalb der Dardanellen sind seit gestern abends ausgelöscht. London, 1. Oktober. Dem Neuterschen Bureau wird über Korfu aus Brindisi gemeldet, daß die Einfahrt in den Hafen während der Nacht verboten worden ist. Die Leuchtfeuer am Cap Gallo und aus der Insel La Pe« tagna werdm bis auf weiteres nicht angezündet. Ein monarchistisches Komplott in Portugal. Oporto, M. September. Meldung der „Agence Havas".) Die Behörden entdeckten ein Komplotts das die Wiedereinsetzung drr Monarchie zum Ziele hatte. Die Verschwörung besaß gweigorganisationen im Norden des Landes. Es wurden zahlreiche Verhaftungen vor-genommen, wobei sich einige kleine Zusammenstöße er» eigneten. In ganz Portugal herrscht vollständige Ruhe. Hungersnot in Dublin. London, 1. Oktober. In Dublin droht infolge des Näcterstreites eine Hnngcrsnut. Die arme Bevölkerung beginnt zu verzweifeln. In mehreren Stadtvierteln hat die Menge gestern Brotwagen angegriffen und ge> plündert. Katastrophe infolge Wafsereinbrnches. Newyorl, 30. September. In Austin (Arkansas) ist nachmittags der hochgelegene Mühlendamm am Stapelplatz einer Vauholzgesellschaft plötzlich geborsten. Millionen Gallonen Wasser wälzten sich auf den unter» halb des Dammes gelegenen Ort Austin. Sämtliche drei» hundert Häuser wurden bis ans sechs samt den Bewoh. nern weggeschwemmt oder zerstört. Die Trümmer ge» rieten vielfach in Brand. Die Zahl der Ertrnntcn.'n wird auf mehvlrc hundert geschäht. Sechzig Leichen, zumeist Frauen und Kinder, sind bereits geborgen. Vicle Bewohner retteten sich auf die nahen Hügel.' — Nach weitergehenden Schätzungen soll die Zahl der Totm Z000 betragen. Neueste telephonische Nachrichten. Der italienisch-türkische Kri?g. Nom, 2. Oktober. Die Negierung hat mit dem Geschwader auch zwei Dampfer nach Tripolis gesendet, welche alle Europäer aller Nationen, die noch ,n Tri» polis weilen und die Stadt verlassen wollen, aufnehmen sollen. Port Said, 2. Oktober. Die türkische Regierung hat den Mächten mitgeteilt, daß sie alle Lichter im Ruten Meere löschen wird. Tarent, 2. Oktober. Der Dampfer und die Jacht, welche von italienischen Kriegsschiffen vor Prevesa den Türken weggenommen wurden, sind unter Eskorte hi^r eingetroffen. Konstantinopcl, 2. Oktober. Die Regierung hat in der Stadt die Mitteilung anschlagen lassen, daß die türkische Flotte in den Dardanellen eingetroffen ist. Konstantiuopel, 2. Oktober. Der Vali von Ianiiia hat telegraphisch mitgeteilt, daß bei Prcvesa 1600 Mann italienischer Truppen gelandet sind. Äonstantinopel, 2. Oktober. Der gestrige Minister» ral hat beschlossen, die Mobilisierung von Ncdiss in 16 kleineren asiatischen Militärbezirken zu verfügen. Nach anderen Meldungen soll die allgemeine Mobili» sierung verfügt worden sein. Äonstantinopel, 2. Oktober. Das neue Kabinett ist Nlxh nicht gebildet. Gerüchtweise verlautet, daß das jung. türkische Komitee Djavid Pascha als Bautenminister ver» lange. Einigen Gerüchten zufolge soll Said Pascha sofort nach Eröffnung der Kammer seine Demission zu gcbeu beabsichtigen. Koustantinopel, 2. Oktober. Eine Depesche des Vali von Ianina von, 1. d. sagt, daß zwei italienische Panzer» schisse von türtischen Torpedobooten im Hafen von Reschadie bombardiert wurden. Eines der italienischen Panzerschiffe wnrde stark beschädigt und mußte die Be-mannung ausschiffen. Die italienischen Panzerschiffe fuhren sodann in den Hafen ein und bombardierten die Stadt, wobei mehrere Häuser beschädigt wurden. Dar» aus näherten sich die italienischen Kriegsschiffe den tür» tischen Torpedoobooten und bohrten fie in den Grund. Die italienischen Kriegsschiffe verließen sodann den Hafen und liefen in den Hafen von Murto ein, wo sie den Hafenlapitün und drei Barkenführer gefangen nahmen. Rom, 2. Oktober. In den italienischen Städten, namentlich in Mailand, Neapel, Venedig, Palermo und Rom sind die für die Expedition bestimmten Streitkräfte Gegenstand fortgesetzter begeisterter Ovationen. In Nom wurden die Bersaglieri auf dem Wege zum Bahnhöfe und auf dem Bahnhöfe selbst von einer tausendköpfigcn Menge lebhaft begrüßt. Die Mcnge rief ihnen zu: „Es lebe Italien, es lebe die Armee, es lebe das italienische Tripolis!" Die Versaglieri sangen auf dem Bahnhofe patriotische Lieder. Hicranf zog die Mcnge vor die Woh. nung des Ministerpräsidenten und des Kriegsministers, wo sie beiden begeisterte Ovationen darbrachte. Bukarest, 2. Oktober. Das vor Con stanza ange» langte russische Geschlvader besteht aus sechs Dampfern, zwei Kreuzern und einer Division Torpedoboote und Torpedobootzerstörer. Vizeadmiral Vostren mit 30 Offi» zieren ist ill Sinaia angelangt, wo er mittags vom Kö° nige in Audienz empfa'ngen wurde. Bei dem folgenden Diner wastiertc König Karl auf die Gesundheit des russischen Kaisers. Verantwortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Lottozichungen am 30. September 1911. Graz: 64 86 22 85 90 Wien: 13 61 48 44 51 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. ? ^ M U «". .»'^.,.W «ml 2 U. N. 736-8 12 0 SO. mäßig ! bewöltt "" 9 U. Ab. 733-8 8 2 NW. mäßig Regen_______ 7U. F. 727 0 7 4 NO. schwach . z 1 2U. N. 726 7 10 0 SO. schwach bewöltt 9 1 9U. Ab. 726 0__6^1 NO. schwach ^ Regen ____ ^'l 7 II. ^7 s'726^4 ! "4-65 S. schwach j ^ » ^50^ Das Tagesmittel der Temperatur vom Samstag beträgt 10 7", Normale 12 9", vom Sonntag 7 8°, Normale 12 8'. Tagesbericht der Laibachcr Erdbebenwarte und Funkcnwarte: (gegnwdet um' der Nramücbm «parlasse l»»7.) (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Obrrrealschule.) i»cM>: Nördl. Vreite 46«03'; östl. Länge von Greenwich 14° 31'. Vebeuberichte: Am 25. September gegen 14'/, Uhr*, 15 Uhr 16'/. Uhr. 20'/. und 21'/. Uhr Stöße des III. und IV. Grades in Sieua. - Am 27. September gegen 1»/, Uhr Nahbebcuaufzeichnung in Moncalieri und Domodossola. — Am 28. Scptemt,er gegen NV, Uhr Nahbebenaufzcichnung iu Rocca di Papa. Bodenuuruhe: schwach. vl'l, Ui>t.',„ach' ln« Mi,,f,,mäi' u°» 0 lilir l"5 «4 »l>r aezal>It, öiellsMwl^ln^Büchermarttc. Kerp Julius. Der Immobilien, und HypctheleuMakler. gbd. X 5 40, — Kl ei« Prof. Dr. Hermann, Astronomische Abende. K 6 60. — itlingebeil Hermann, Wie ich schall dentsch lerne? X 120. — Konstantmopel, Uou K. Narrt), berühmte Kunststätten 11, gbd. X 4 80. — Kraschen inniluw Nikolai. Rahels Klage, ein tausendjähriges Märchen in drei Bildern, X 2 40. — Kremann Prof. Dr. Robert, Anwendnng Physikalisch chemischer Theorien auf technische Prozesse und Fa° brilationsmethoden, X 11 52. — Krey Frch, Dcr Obstbauin, seiue Erziehung, Pflanzung und Pflege nebst einem Anhange über Beereozucht, Weinbau uud Beerenweinbereitung. 6. Auf» läge, X 3 30. — Kühner Dr,, Die Selbstsuggestion zur Heüuug chronischer Kranlheit, X —96. — Lambert Doktor Franz v,, Wie man das Plaudern uud die Kunst der Unter-Haltung erlernt, X 2 40. — Lerp K., Untersuchung der Fahler» quellen in den ältere» Bestimmungen der spezifische» Ladung des Eleltrons, !< 4 80. — Levy Paul Emil, Die »atürliche Willensbildung, praktische Anleitung zur Selbsterziehung, br. X 2 40, gdd. X 3 60. — Licbeslieder. deutsche, aller Zeiten, lart. X 2'10. — Litzmann Berthold. Mitteilungen der literar« historischen Gesellschaft. Bonn. 6. Jahrgang, Heft 4, X — 90. — Lübeck Dr. Konrad, Die christliche Kirche des Orients, gbd. X 1'20. — Lundegard Axel, Königin Margarete, X 1 80. — Marzell Heinrich, Die Pflanzenwelt der Alpen, X 1 44. Vorrätig in der Vuch', Kunst« und Musilalieuhandlung Jg. v. Kleiumayr schwächten uud erschöpften Nerven, indem es diese ernährt, tndem es ihnen die wichtigsten Bestandteile ihres organischen Aufbaues zuführt und dadurch die verbrauchte Kraft erseht. Die natürliche Folge davon ist die Neubelebung und Ner« jüngung des gesamten Organismus, eine beglückende Hebung aller seiner Kräfte und Leistungen. So mancher würde sich wie neugeboren fühlen, wenn er sich entschließen könnte, einen Versuch mit Sanatogen zu machen. Wir verweisen ausdrücklich auf den der heutigen Nummer bciliegeudeu Prospelt der Tanatogen»Werle Nauer H Cie., Verlin SW. 48. (3859) Sind Lungenleiüeii heilbar? Mit dieser wichtigen Frage beschäftigt sich eine volkstümliche Broschüre des Chefarztes der Finsen - Kuranstalt Dr. med. H. Guttmaun. Es bieten sich in dieser Broschüre ganz nouo Ausblicke zur Bekämpfung derartiger Leiden. Um es nun jedem Lungen-, Hals- und Kohlkopfkrankon zu ermöglichen, sich dieses interessante Büchlein mit Abbildungen zu beschaffen, wird es vollständig umsonst und portofrei au derartig Kranke abgegeben. Kranke, welche hievon Gebrauch macheu wollen, brauchen nur eine Postkarte mit genauer Adresse an dio Firma Puhlmann &Co., Berlin 763, Müggelstr. 25, zu schreiben. Da& Buch wird dann jedem Besteller sofort gratis zugesandt. (3870 a) li Letoinü \ SilS 7 *n eiuor Familie zwecks Unterricht der •traß'J* Kinder in allen Volksschulgegenständon in «i)!^3&Jto deutsch, u. slow. Sprache. Selbe unterrichtet /5^?//^mv auch in Klavier, Violine und Gesang. ' ÄI % Gefällige Anträge unter „Uaterrioht" V3^V'^r> (3912) bauptpostlagemd Laibach. 3-1 Hfl I ¦ schön möbliert m Monatzimmer ws hm IIIhhhm^mh^ zti vergeben. (3909) ¦ Zahvala. ¦ ^M Povodom smrti, kakor tudi vže med bolcz- ^B ^M nijo našega ljubljenoga soproga, ozironia oèeta, ^B ^P strica in brata, gospoda Pfl I Jakoba Burger I H posestnika I ^| izkazalo so nam je od vsch strani toliko soèutja, ^M ^M da se no inoremo vsakemu posebej zahvaliti. ^M ^M Zahvaljujomo so zlasti preè. g. župniku in ^M ^m preè. g. p. Albertu za tola/.ilue obiske med bo- ^M ^M leznijo, blag. g. dr. Rusu za skrb in požrtvoval- ^B ^M nost med bolcznijo, blag. g. Lukmanu in slavui ^M ^M požarni brambi v Spod. Šiški za èastno sprem- ^M ^M Htvo pri pogrebu. ^M ^H Nadalje se zahvaljujemo vsem sorodnikom, PA ^P prijateljem in znancem, ki so pokojnika v tako ^R ¦| obilnem ätovilu spromili k veèuoinu poèitku. PA H Spod. Šiška, dne 30. septembra 1911. H I (3902) Zalujoèi ostali- ¦ Laibacher Zeltung Nr. 225. 2! 34 2. Oktober 1911 mSSSä ™* * i.iiilBjinBtti A tnHistilt i »a« ii tart jjgs- w';:ržMBo!rs.ta,,;,ertuB' (i76O) m Laibach____________»jF Franz-josef-straPe Nr. 9. gsa^saffiaaat'!!;: _____Kurse an der Wiener Börse vom ?tO. September 1O11«_____ Si-hlußkure field I Ware Allg. Staatsschuld. Fioz. ((Mai-Nov.)p.K.4 9160 9170 "c *•/» ) ,, ,. p. U.4 91-80 91-70 2 k.8t. K.UJan.-Juli)p. K.4 91bO 91-70 ¦ [ ,, „ p.A.4 91-60 91-70 S 4-2*/,».W.Not.Keb.AiiK.[>.K.4-a 9466 94S6 •3 4'2"/. ,, ,, ,, „ p.A.4-2 9466 94-8S .S 42n), „ Bllb.A1>r.-Okt.p.K.4-a 94-7« »»-9* W 4-2«/0 „ „ „ „p.A.42 94 76 9C-ÖÖ LoBev.J.18G0iuii00n.ö.W.4 /6*0 '.W. ... 603— 616'- LoB0V.J.18(i4y.u 6011.Ö.W..., 308- 309 - St.-Doman.-Pf.l20fl.30<)F.6 SSS-60 290-10 Oesterr. Staatsschuld. Oest.StaatMc»iat/.Bch.8tfr.K.4 9970 99-90 Oeßt.Goldr.stfr.Gold Kasse.. 4 116-80 livti ,, ',, ,, ,, p.Arrgt. 4 //«30 116-6C Oc8t.Rentci.K.-W.stfr.p.K..4 9f60 91-70 ,. ,, ,, „ „ ,,U..4 91-60 91-70 Oest.Inveßt.-Rent.Btfr.p.K.BVj S0-- 80-20 Franz Jo8essb.i.Silb.(d.S.)öV< il27B 1S3'7t' Galiz. KarlLudwigBb.(d.St.)4 9226 9826 Nordwb.,ö.u.8«dnd.Vb.(d.S.)i 01-96 92-96 Rudolfsb. i.K.-W.stfr.(d.S.)4 ^irZb 9326 Tom Staate z. Zahlung Übern. Eigenbakn-rrioritätB-ObliK. Böhm. Nordbalin Km. 1882 4 U4-7b /7676 Böhm.Westbahn Km.1885. .4 9360 94-6C Böhm.Wcstb.Km.l895i.K. 4 93-- 94-- Ferd.-Nordb.K.18H6(d.S.)..4 96-60 96-60 dto. E. 15*04 (d.SUK. ...4 96'bO 96-60 Franz Joseseb.E. 1884 (d.S )SJ 9420 9620 Galiz.KarlLudwigb.(d.St.)S4 92-7( 93 70 Laib .-Stein l.kli.MOu jOOOfl.4 92-fiO 98-60 Lem.-Czer.-J.K. 18i)4)d.S.)K4 92-40 9340 Nordwb., Oest. 200 II. Silber si 102-36 103-86 dto. L.A E. 1008(d.S.)K3'/2 83-06 S4-06 Suhlnßkurs Geld | Ware Prhr. Nordwb.,Oost.L. B,200fl. S.5 1O2"36 ios-36 dto. L.B.E.190H(d.S.1K3'/, 82-90 8390 dto. E.l88f)200u.lOOOIl. S. 4 93-90 94S0 Rudolfsbahn E. 1884 (d.S.) S. 4 93-86 94-36 Staatseipenb.-G.öOOF.p.St. b 378-— 8S2- — dto. EiR/..-Nctz500F.p.St. a 378-— 8S2-- SudnorddoutscheVbdgb.fi. S. 4 98-20 94-20 Ung.-gal.E.E. 1887 200 Silber 4 92 60 93-60 Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskasB(!nsch.p.K.4Vi 99m90 ioo-10 Ung. Rente in Gold . . . p. K. 4 110-20 no-40 üng.Rontei.K.Btlr.v.J.iaiO 4 90-20 so-40 Ung. Rente i. K Btsr. p. K. 4 00-26 <>0'46 Uhr. Prämicn-AnlohenalOOsl. 431-— 448-— U.Theisß-R.u.Szcg. Prm.-0.4 —•- - •- U.Gruniicntlastg.-Ublg. ö.W. 4 9C-7P 91-70 Andere offentl. Aclehen. ÜB.-herz. Eis.-L.-A.K.1902 4>/, 9826 99-26 Wr.Veikehrsanl.-A. veil. K. 4 S2- 95- dto. Km. 1900 verl. K . ... 4 9210 93-10 (jalizisches v. J. lb'J.iverl.K. 4 92-3t 93-8t Krain.L.-A.v.J.1888Ö.W. .4 94-10 96-io MühriKchcBV. J. 18Ü0V.Ö.W. 4 93-S6 94-gb A.d.St.Bndap.v.J.l908v.K. 4 so-16 9vn Wien (Elck.) v. J. lslOO v.K. 4 S3-- 94-- V\ ien (Invest.'1 v. J.U)02v.K. 4 93-70 94-70 Wionv. J.1M>8 v.K.......4 93-40 94 4C Kuss.St.A.lödttf.lOOKp.U. S 102-46 102-9* Rul.St.-Goldanl.lW)7l00K4Vi 94-60 96-61 Pfandbriefe und KommunaloMigationen. I>odcnkr.-A. öst.,50j. ö. W. 4 92'SO 93-SL Dodenkr.-A.f. Dalmat. v.K. 4 fl9'76 100-71 Biihni.HtpolhckenbnnkK . . 5 102-— 103- dto. Hypothbh., i.67j.v.K.4 94-60 949C dto. Lb.K.-Schuldsch..f)0J.4 93-26 94 2t dto. dto. 78 J. K.4 95-26 94-21 dto. E-Schuldscb.78 J. 4 9*'2fi 94-21 Slilußkurs Geld | Ware Pro». Galiz.Akt.-llyp.-Bk.......5 HO— —— dto. inh.öOj.verl.K.-*1/» ^-90 99-90 Galiz Landeub. 51»/2J.v.K. 4»/i 99-— 100-- dto. K.-übl.llI.Em.42J 4«/» ss'2f> "'ztl Islr. Bodcnkr.-A.SBJ.ö. W. 6 /0/6« 102-- IBtr.K.-Kr.-A.i.62VjJ.v.K. 4'/j '0060 10s- MUhr. Hvpoth.-B.o.W.u.K. 4 94-- 96- Nied.-öst.Lund.-l-lyp.-A.56J.4 94-25 96-26 Oeet. Hyp.-Banki.50J.verl. 4 94-~ 96-- OeBt.-iin(,'.Rank50j.v.ö.W. 4 98-— 99-- dto. nOJ.v. K..........4 W- S9-- Ccntr.Ilyp.-B.ung.Spark.4'/, SS-26 99-26 Conirzhk., Fest. ifng. -11 J. 4'/2 9S'7t> 9S'76 dlo. Cs.m. ü. i. siO'/j J- K 4'/2 98-26 99-26 Hfcrm.B.-K.-A.i.5Oj.v.K41/a S*'76 99'7b S:ark.lnner8t.Bud.i.50J.K4V2 s8'~ 99'~ dto. inh.LOj.v.K.....4V4 9r90 9S'90 Spark.V.P.Vat.C.O.K . . 4>/i 9S'-~ "'" Ung. Hyp.-B. in Pest K . .. 4>/j S9-- 100- dto. Kom.-Sch.i.50j.v.K4>/i ^-7« 99-76 Eisenbahn -Prior.-Oblig. l* Lokalpapiere nach Privatnoticr. d. Filiale d. K.K.priv.Oeitt.Oredit-AnsUlt. Brauerei Union Akt. 200 K 0 2Z6— M6-— Hotol Union ,, 500 „ 0 _•_ _•„ Kroin.Bauges. „ 200,,12K 200-— 2W-- ,, Industrio ,, ldOO „80,, 1920 — 1970- Stahlw.Weiflenf.,, 30d ,,30„ 628— 676- Unterkrain.St.-Akt. lOOfl. 0 70— 90- Bankxinsfusl 4% Die Notierung sämtlicher Aktien und dei „Diversen Lose" versteht sich per Stock Umtsblatt zur Laibacher Zeitung Nr. 225. Montag den 2. Oktober 1911. (3803) 3-3 Kundmachung wegen Überreichung des Verzeichnisses der Hausbewohner (Hauslisten, beziehungsweise Wohnungsliften) zum Zwecke der Veranlagung der Personal-Einkommensteuer für das Jahr 1912. In Gemähheit des § 200 des Gesetzes vom 25. Oktober 1896, R. G. Vl. Nr. 220, werden aNe Besitzer bewohnter Häuser oder deren Stellvertreter im Kronlande Kram auf» gefordert, eme Nachweisung aller im Hause wohnenden Personen, geordnet nach Wohnungen, beziehungsweise Geschästslolnlen, bei vermietete» Gebäuden mit Angabe des Mietzinses und der etwaigen Meivennicter, mittelst der vorge-jchrievenen Formularien, unter Nennung des Namens und der Berufs» oder Erwerbsart der Bewohner bei der zuständigen Steuer» bkhörde, und zwar: in Laibach bei der l. t. Steueradministration, am Lande bei der l. l. Nezirlshauptmannschaft, längstens bis 31. Oktober 1911 zu überreichen. Die Aftervermieter haben ihre Aftermieter und die von ihnen bezahlten Zinse, die Haus» haltungsvorstande alle zu ihrem Haushalte gehörigen Personen, insbesondere diejenigen, welche ein eigenes Einkommen haben, anzugeben. In betreff derjenigen Personen, welche außerhalb des Gebäudes, auf welches sich die Nachwcisnng bezicht, wohnen, z. N, Inhabern von Gcschäftslolalen, Sonnneiparteien nsw., ist in der Nulirik «Nnmerlnng» der ordentliche Wohnsitz derselben anzugeben. Von diese» Verpflichtungen der Vermieter sind die Besitzer von Hotels und Eintrhrgast-Häusern hinsichtlich der bei ihnen einlehrenden Reisenden enthoben, sofern dieselben nicht einen längeren als dreimonatlichen ununterbrochenen Aufenthalt nehmen. Die amtlichen Formularien, und zwar: k) die Haußliste zur Ausfüllung von den Eigentümern vermieteter Gebäude; b) die Woln»nl»atzliste zur Ausfüllung von den HaushMiingsvorständen, beziehungs^ weise Mielpartcirn, und o) datz Verzeichnis der Vewohner nicht vermieteter Gebäude zur Ausfüllnng durch den Hauseigentümer oder dessen Stellvertreter, werden bei dm genannten Steuerbehörden I. Instanz und den Steueriimtern uuentgeltlich verabfolgt. Nie Hausbewohner find nach dem Gtande vom 15. Dltober 1011 nach zuweisen. Verweigerte oder wissentlich unrichtige Angaben in den erwähnten Listen und Ver» zeichnissen werden nach § 247 des Gesetzes bestraft. K. k. Finanzdircltion. Laibach, am 17. September 1911. Razglas radi vložitve imenika hišnih stanovalccv (hisni imenik, oziroma stanovalni imenik) za priredbo osebne dohodnine za 1912. leto. Po § 200. zakona z dne 25. oktobra 1896. leta, Št. 220 drž. zak., se vsi posestniki bis, v katerih so atanujo, ali njih nameatniki T kronovini Kranjski pozivljajo, da po stano-Tanjih, oziroma po prodajalnicah urejene izkaze vseb v biši stauujoèih oseb, pri v najom danili poslopjih z napovedbo najom-niuo in kakib podnajmodajalccv na pred-piaanib obrazeih, kjor jo oznaèiti imena in ötan ali opravilo stanovalcev, vložo najkasneje do 31. oktobra 1911. leta pri prißtojnih davènih oblastvih, in sicer: v Ljubljani pri c. kr. davèni administraciji, na deželi pri c. kr. okrajnem glavarstvu. Podnajmodajalci morajo napovedati 8Toje podnajemnike in najemnine, ki jih ti pla-èujejo, predstojniki Liševalstva (družine) pa vso k njihovemu gospodarstvu spadajoèe osebo, zlasti one, ki imajo svoje lastne dohodke. Gledö onih oseb, ki ne stanujojo v po-slopjib, katerih se tièe izkaz, n. pr. uajem-niki prodajalnic, letovišèarji itd., je navesti v razpredelu «opomba», kje da stanujojo. Tob dolžnosti najemodajalcev so odve-zani posestniki hotelov in gostilnic s pre-noèišècra glede vsob pri iijih ostajajoèib po potnikov, v kolikor ti ne ostanejo nopre-trgoma pri njih daljo kakor tri mesece. Predpisani obrazei, in sicer: a) hiini imenik, ki je i/.polniti od last-nika v najem danih poslopij; b) stanovalni Imenik, ki je izpolniti od predstojnika biševalstva (družine), oziroma najemnika, in c) Imenik atanovaloev v neoddanih poslopjih, ki je izpolniti od hišnega lastnika ali njegovega namestnika, se dobivajo brezplaèno pri imenovanihdavcnih oblastvih I. vrBte in pri c. kr. davkarijah. Hüne atanovaloe Je izkazati po stanju z dne 15. oktobra 1911. leta. Kdor bi no hotel dati napovodi, ali bi jo dal vedoma napaèuo, se kaznuje po § 247. navedenega zakoua. C. kr. ünancno ravnateljstvo v Ljubljaui, dne 17. septembra 1911. (3904)3^1 ^ä L III 3133/b Kundmachung der t. l. Finanzdireltion für Krain vom 30. Sev» tember 1911, Z. V III 3133/b. betreffend die mit dem Erlasse des t. t. Finanzministeriums vom 22. September 1911, Z. 6K.564, geneh» migte Verlegung des Linienverzehrungssteuer« amtes v Ljubljani. S 4. dnem oktobra 1911 se premesti linijsko užitninski urad «Dunajska linija» v Ljubljani od sedanjega prostora Dunajska cesta b. št. 31 v hišo Dunajska costa b. 8t. 29. To se daje & tem v javno vednoßt. C. kr. llnanèno ravnateljstvo. V Ljubljani, dne 30. septembra 1911. (3907) 2-1 aä L. III 2773/2 ox 1911. Kundmachung. Das mit der hierortigen Kundmachung vom 21. September 1911, Z. tt. III 2773/2, bekanntgegebene jährliche Abfindungspauschale in betreff der Verzehrungsstencr von Wein, Weinmost (Obstmost) und Fleisch für das Jahr 191^, cventnell für die Jahre 1913 und 19!4, wild mfolge eingelangter Pacht» offerte für den Bezirk Idria auf 54.000 X. für den Vezirl Kronau auf 25.000 L, für den Bezirk Nadmannsdorf auf 40.000 X, für deu Bezirk Reifnitz anf 30.000 X, für deu Bezirk Tscherncmbl auf 29,000 X und für den Bezirk Wippach auf 20.000 K erhöht. 5t. k. Finanzdircktion Laibach am 30. September 1911. Razglasilo. S tukajšnjim razglasilom z dne 21. septembra 1911, štev. B in. 2773/2, objavljena letna odkupnina gledo užitnino od vina, vin-skega in sadnega mošta in mesa za leto 1912, pogojno tudi za leti 1913 in 1914, se poviša vsled vloženih zakupnih ponudb za okraj Idrija na 54.000 K, za okraj Kranjska gora na 25.000 K, za okraj Radovljica na 40.000vK, za okraj Ribnica na 30.000 K, za okraj Crnomolj na 29.00 OK in za okraj Vipava na 20.000 K. C. kr. flnanèno ra vnatelj st vo v Lj ublj ani dne 30. soptembra 1911. (3905) St. 666 z 1. 1911 a. o. Razglasilo. Po § 60 zakona z dne 26. oktobra 1887, dež. zak. št. 2 z 1. 1888., je c. kr. dežolna ko-misija za agrarske operaeije na Kranjskem t zvršitev nadrobne razdelbe pod zeniljeknj. vl. 3 davèna obèina Staritrg, sodni okraj Lož, vasi Staritrg pripisanih parcel 89, 52. 710/1, 807/1, 808/1 in 97 postavila goapoda c. kr. okrajnega komisarja dr. Friderika Lukana ¡ Ljubljaui kot c. kr. krajnega komisarja za agrarske oporaeije. Uradno poslovanje tega komisarja se prièue takoj. S tem dnevom stopijo v voljavnost do-loèila zakona z dne 26. oktobra 1887, dež. rak. št. 2 z 1.1888., glede pristojnosti oblastev, potem neposredno in posredno udeležonih, kakor tudi izrecil, katera ti oddado, ali poravnav, katore sklenejo, naposled glede zavezuosti pravnih naslednikov, da morajo pripoznati zaradi zvršitve nadrobne razdelbe ustvarjeni pravni položaj. C.kr. deželna ko mi si ja za agrarske operaeije na Kranjskem. V Ljubljani, dne 26. septembra 1911. Z. 656 äs 1911 Kundmachung. Gemäß ß 60 des Gesetzes vom 2li. Oktober 1887, L. G. Bl. Nr. 2 6« l«88, hat die l. l. Landestommisfion für agrarische Operationen in Kram behnfs Durchführung der Spezial-teilung der unter Grundb.-Einl. 3 ilatastial« gemeinde Altcnmarlt, Geiichtsbezirl Laas, der Ortschaft Altemnartt vergewährten Parzellen Nr. 52, 89, 97. 710/1, 807/1 und 808/l. als k. l. Lolalkommissär für agrarische Operationen den Herrn k. k. Bezirk? lommissär Dr. Friedrich Lulan in Laibach bestellt. Die Amtswirlsamkeit dieses l. I. Lolal-lommisfärs beginnt sofort. Von diesem Tage angefangen treten in Ansehung der Zuständigkeit der Behörden, dann in Ansehung der unmittelbar und mittelbar Beteiligten, sowie der von denselben abzugebenden Erklärungen oder abzuschließenden Vergleiche, endlich in Ansehung der Verpflichtung der Rechtsnachfolger, die behufs Ausführung der Spezialteilnng geschaffene Rechtslage anzuerkennen, die Bestmunungen des Gesetzes vom 26. Oltober 1687, L. G. Nl. Nr. 2, in Wirk. samleit. K. t. Landeslommisfion für agrarische Operationen in ttrain. Laibach, am 26. September 1911.