^H.__________ Dienstag, 11. Februar 1896. Jahrgang 115. kmbllcker ^^-^ G"T^E^'^G'^> «^« st ^nsftltiz: VNt Poslvrisenbung: ga,izl2hrig si, l5, halbjährig fl. ?'5O. Im Compt ° lr: ^ ^">°e^,ei '. '"biilhrlg st, b'5U. ssür d!e Zustelluiiss «ns Hau« »anzjälirig ft, l. — Inserti«nsa«bür: Flli 3 ^-^ °" bl« z» 4 feilen 85 lr,. größere per Zeile N lr.: bci öfteren Wiederholungen per Zelle 3 tr. ^ Die »Lalb. Z«Z? Entschließung vom 26. Jänner d. I. MzH" zu gestatten geruht, dass dem Landes- '^ br ^ "."d Bezirksgerichts-Vorsteher in Wolfs- ^.' "Ulius Schoberlechner bei seiner Er- ^^ Fln Rathssecretär in Klagenfurt der Titel maller eines Landesgerichtsrathes belassen werde. Gleispach m. p. ^thilch/ U"d k. Apostolische Majestät haben mit ^lter^ ^schließung vom 2. Februar d. I. dem ^lel z< ^Telegraphen-Correspondenz-Vureau Georg ^ei M. ^'^l und Charakter eines Rechnungsrathes "^gnädigst zu verleihen geruht. __________ Badeni m. p. ^Mchs^ und k. Apostolische Majestät haben mit j?'<" Entschließung vom 2. Februar d. I. dem !^!! Io- "M^ -l«anzan den Titel eines kaiserlichen ^llei allergnädigst zu verleihen geruht. i^Vchs/'und k. Apostolische Majestät haben mit ! vom 2. Februar d. I. dem ° ^ti ^^^-Correspondenz-Bureau in Verwendung i H^Dr ^Mk" her niederösterreichischen Statt- ^biatt ^ Kowy das goldene Verdienstkreuz "" in verleihen geruht. !,! ^ ^e »----------------- ^Mchsi', und k. Apostolische Majestät haben mit '^lten ^"^ließung vom 2. Februar d. I. dem >""s I«, ^„2i in Laibach anläßlich Ii>g s^"3 m den bleibenden Ruhestand in An- '^^l>s si!! blchährigen treuen und belobten Dienst-wiH. "e Verdienstlreuz allergnädigst zu ver- ^^^""ister hat ernannt: und Bezirksgerichts-Vor- l> ^ die m/. ,''"ng auf ihren dermaligen Dienst- j^N ^Zulsrichter Anton Thünn in Fried- > ,M; ^^ " Eberstein und Franz V isn i kar '^lchts^?""n: den Landesgerichtsrath und '^^lech^°rsteher in Wolfsberg Dr. Julius ''^Hr^ für das Landesgericht in Klagen. N^tejz Mer: Ludwig Perlo inSt.Marein '^^ da« Vttyt in Cilli, Älbin Smola in Mött« 'H^ÄiH flicht in Rudolfswert, Max Frei. ^ M?^' Äm. Krainburg für das Landesgericht ?"i» i""n Fraß in Drachenburg für das .?>n ^z«^ und Dr. Karl Prazak in ^l». ^it ^ndesgericht in Graz; den Gerichts- ^z II >, und Charakter eines Rathsjecretärs ^ Zutsch für da« Landesgericht in Graz, die Gerichtsadjuncten Dr. Julius Steiner, Dr. Hans Tauber, Richard Plan ken st einer und Karl Krapf, fämmtliche in Graz, für das Landesgericht dafelbst, und den Gerichts - Adjuncten Josef Potrato in Laibach für das Landesgericht in Laibach; ferner verfetzt: die Bezirksrichter Paul Iuvan-cic in Tschernembl nach Krainburg und Ferdinand Riedin ger in Gmünd nach Wolfsberg; endlich ernannt: zu Brzirksrichtern: den quies-cierten Staatsanwalt-Substituten Dr. Max Ivichich für Neumarkt; die Gerichts - Adjuncten: Alexander Haffner in Klagenfurt für Kötschach, Quirin Freiherrn Duval vonDampiere in Graz für Pöllau und Ferdinand Freiherrn von Kapri für Millstatt; den Bezirksgerichts ° Adjuncten Dr. Ioftf Fraidl in Pettau für Tschnernembl; die Gerichts - Adjuncten: Dr. Karl Gelingsheim in Cilli für Drachenburg, Max Hierländer in Klagenfurt für Gmünd, Georg Kristof in Klagenfurt für St. Marein, Emil Rizzoli in Rudolfswert für Mottling, Zosimo Galvagni in Leoben für Tarvis, Dr. Karl Pucher in Graz für Kirchbach und Dr. Paul Edlen von Webenau in Graz für Vorau. Der Iustizminister hat den Staatsanwalt«Sub-stituten Alfred Amschl in Leoben nach Graz versetzt und den Gerichts - Adjuncten Dr. Eugen Müller in Graz zum Staatsanwalt - Substitute« in Leoben ernannt. ______ Den 8. Februar 1896 wurde in der k. k. Hof- und Staats« druckerei das V. Stück der böhmischen Ausgabe des Reichsgesetz« blattes ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Aus dem lminischen Landtage, i. Im Hinblick auf die große Wichtigkeit der Stellungnahme des Landtages zur Frage der Ausgleichsverhandlungen mit Ungarn veröffentlichen wir nachstehend die Rede des Abg. Grafen Barbo als Berichterstatter des Verwaltungsausschusses über diesen Gegenstand nach dem stenographischen Protokolle. Hohes Haus! Ich habe im Auftrage des Ver-waltungsausschusses über den selbständigen Antrag des Herrn Abgeordneten Dr. Tavcar und über den ersten Theil des selbständigen Antrages des Herrn Abgeordneten Povse zu referieren. Zunächst möchte ich meine Anschauungen darüber darlegen, ob und innmferne der Landtag von Krain berechtigt und verpflichtet ist, zu dieser Frage Stellung zu nchmen und welcher Zweck damit erreicht werden soll. Abgesehen davon, dass dieser eminent wichtigen Sache in allen Kreisen unseres Staates ein großes und be« rechtigtes Interesse entgegengebracht wird und bereits viele Vertretungen und Körperschaften zu ihr Stellung genommen haben, spricht hiefür ganz deutlich der § 19 der Landtagsordnung. Was den Zweck anbelangt, so kann es kein anderer sein, als die Wünsche der officiellen Vertretung der Bevölkerung unseres Kronlandes zur Kenntnis der Negierung zu bringen, damit sie bei den kommenden Ausgleichsverhandlungen auf diese Wünsche Rücksicht nehme und um ihr andererseits die Versicherung zu geben, dass sie, falls sie mit aller Kraft und Energie für die Interessen der diesseitigen Reichshälfte eintritt, einen mächtigen Rückhalt an der Bevölkerung ganz Oesterreichs findet. '» Bevor ich auf die Frage des ungarischen Ausgleiches näher eingeh?, gestatten Sie mir, meine Herren, einige wenige Worte über einen anderen Ausgleich, welcher gleichzeitig mit dem Ausgleiche mit Ungarn innerhalb unserer Reichshälfte vor sich gehen muss. Der Ausgleich, den ich meine, betrifft den der Interessengegensätze zwischen Industrie und Landwirtschaft. Ich gehöre naturgemäß zur Classe der Agrarier. Wie engherzig aber so ein Agrarier diese Frage auf« fasst, sollen meine heutigen Ausführungen zeigen. Ich halte an dem alten'Grundsatze fest: «Hat der Bauer Geld, so hat es alle Welt», allein ich verschließe mich auch nicht den zeitgemäßen Anschauungen über den Wert der Industrie und des Handels. Die Industrie und ein reeller Handel wirken befruchtend auch auf die Landwirtschaft. Sie ermöglichen es dem Bauer, seine Product? besser zu verwerten und Geld dafür zu erlangen. Das Aufblühen des einen Zweiges der Volkswirtschaft wirkt auch günstig auf das Gedeihen des anderen und wenn ein Theil der Volkswirtschaft des Schutzes und der Hilfe bedürftig ist, so ist ihm dieser Schutz vom anderen Theile zu gewähren. Wir Landwirte Oesterreichs haben der Industrie schon manches Opfer gebracht, wir werden sie auch beim kommenden Ausgleich bringen, bringen müssen, allein man fordere nicht solche Opfer, welche die Landwirtschaft nicht bringen kann, ohne sich selbst den Todesstoß zu geben und solche wären die Wiedereröffnung der rumänischen Grenze für den Viehimport, wodurch die Viehseuchen wieder ihren Einzug bei uns hielten und Maßnahmen zu noch weiterer Verbilligung der Bodenproducte. Vom engherzig agrarischen Standpunkte müsste ich die Nicht-Wiedererneuerung des Zoll- und Handels» bündnisses mit Ungarn wünschen, allein ich wünsche dies nicht, meine Herren. Der Ausgleich vom Jahre 1867 zerfällt, möchte ich sagen, in zwei Theile. Der eine Theil ist ein Definitivum, der andere Theil muss von je zehn zu zehn Jahren neu geregelt, respective kann von je zehn zu zehn Jahren gekündigt werden. Dieser zweite Theil betrifft das Zoll« und Handels-bündnis und das Quotenverhältnis. Das Zoll- und Handelsbündnis hat nicht nur den Zweck der zollfreien Einfuhr aus der einen Reichshälfte in die andere, sondern auch den Zweck der Schassung eines gemeinschaftlichen Wirtschaftsgebietes, und dieses ist eine Nothwendigkeit. Eine Nothwendigkeit in Bezug auf die wirtschaftlichen Verhältnisse beider Reichshälften in Bezug auf die Erhaltung der Realunion und auf die Behauptung der Machtstellung der Monarchie. (Schwegel: «Sehr gut!») Wir leben in einer Zeit, wo alles dahin drängen muss, die Wirtschaftsgebiete zu vergrößern. Die beiden Reichshälften sind wirtschaftlich auf einander angewiesen. Der Osten Europa's hat einen Ueberschuss an Producten des Bodens, der Westen an denen der Industrie. An der Leitha ist die wirtschaftliche Grenze zwischen dem Osten und Westen Europa's, hier muss auch der Austausch der Producle naturgemäß am regsten sein. In Ungarn übelwiegt die Erzeugung von Voden-producten bei weitem die Befriedigung des eigenen Bedarfes, während in Oesterreich die Erzeugung an Industrie-Artikeln weit hinausgeht über den Consum im Lande. Ungarn ist daher angewiesen, die Industrie-Artikel größtentheils aus dem Westen Europa's zu importieren, während es trachten muss, den Ueberschuss an Bodenproducten nach dem Westen zu exportieren; umgekehrt, Oesterreich wieber kann seinen Bedarf an Bodenproducten nicht zur Gänze selbst decken, ist daher angewiesen, von denselben zu importieren, während es trachten muss, seinen Ueberschuss an Industrie-Artikeln zu exportieren. Betrachten wir einmal die Sachlage, die sich ergeben würde, wenn das Zoll- und Handelsbündnis gekündigt und nicht wieder erneuert werden würde. Die Industrie Oesterreichs würde damit gewiss einen harten Schlag erleiden, denn sie würde ein großes Absatzgebiet verlieren, und bevor es ihr gelänge, sich ein neues Absatzgebiet zu erobern, würde eine geraume Zeit verachen, es wären große Anstrengungen nothwendig, inzwischen aber müssten viele Fabriken die Arbeit einstellen und liquidieren, es käme zu Arbeiterentlassungen u. s. w. Dies ist eiue Thatsache, die nicht geleugnet werden kann. Aber betrachten wir andererseits den Schaden, welcher für Ungarn daraus erwachse. Wo soll Ungarn mit seinem Ueberschuss an Boden-producten hin? Nicht nur, dass es daS Absatzgebiet nach Oesterreich verlieren würde, wäre es ihm einem ihm wirtschaftlich feindlich gegenüberstehenden Oesterreich auch nicht möglich, seinen Ueberschuss an Boden- Laibacher Zeitung Nr. 34. 262 11. Februar 1896^. producten durch Oesterreich nach dem Westen abzusehen. Die Landwirte Oesterreichs hätten bessere Tage als jetzt, indem ja die mächtige Concurrcnz Ünqarns, welche auf die Getreide« und Viebpreise drückt, aufhören würde. Anderseits würden die Consumenten auch nicht in die Gefahr kommen, zu verhungern, denn das Fehlende könnte leicht auf dem billigen Seewege aus Indien, Amerika, Australien, Russland importiert werden. Es ist ein alter nationalükonomischer Grundfah, dafs der Wert der Gewichtseinheit einer Ware bestimmend ist für die Transportfähigkeit diefer Ware. Je größer der Wert der Gewichtseinheit einer Ware, desto weiteren Transport verträgt dieselbe und im allgemeinen ist doch gewiss die Gewichtseinheit eines Industrieproduttes wertvoller als die eines Bodenproductes. Die ungarische Industrie hätte durch das Aufhören der österreichischen Concurrenz keinen Vortheil, denn erstens ist die ungarifche Industrie noch ilang? nicht in der Lage, den Bedarf an Industrieartikeln des eigenen Landes zu decken, du selben müssten daher noch auf lange hinaus in Ungarn im großen Matze importiert werden, während man aber anderseits auch sagen kann: die österreichische Industrie ist überhaupt keine Concurrentin der ungarischen, denn die ungarische Regierung gewährt ihrer Industrie solche Vortheile, dass von einer Concurrenz von Seite der österreichischen Industrie im wahren Sinne des Wortes überhaupt nicht die Rede sein kann. Darüber, was einerseits Oesterreich und anderseits Ungarn bei dem Aufhören des Zoll- und Handels-bündnisses verlieren würde, erlaube ich mir Ihnen einige Daten vorzubringen. Im Jahre 1894 exportierte Oesterreich-Ungarn Waren im Werte von 804-5 Millionen Gulden. Davon entfielen auf Ungarn nach seiner eigenen Sta» tiftik — w nn der interne Verkehr abgerechnet wird — 171-4 Millionen Gulden; Oesterreich hatte darnach Waren um rund 633 Millioenn Gulden exportiert. Hiezu wäre zu rechnen die Ausfuhr Oesterreichs nach Ungarn mit 418 Millionen Gulden. Die Gesammt-ausfuhr Oesterreichs betrage darnach 1051 Millionen Gulden, wovon 39 Procent auf den Consum Ungarns entfallen. Drastischer noch tritt zutage, in welchem Maße Oesterreich auf den ungarischen Consum angewiesen ist, wenn wir einzelne unserer Hauptexportartikel betrachten. An Vaumwolle und Baumwollwaren wurden im Jahre 1894 aus dem gesummten Zollgebiete ex» portiert 10.126 Millionen Gulden; Ungarn exportierte hievon — nach der ungarischen Statistik — nur 0 710 Millionen Gulden. Der Export Oesterreichs nach dem Auslande betrug daher 9-416 Millionen Gulden. Der Export Oesterreichs nach Ungarn betrug in diesem Falle allerdings 71 915 Millionen Gulden; der Gesammtexport Oesterreichs betrug also 81-331 Millionen Gulden, wovon 88 Procent auf den unga« rischen Consum entfallen. Anders steht schon die Sache bei Hanf, Flachs, Jute und den Waren daraus. Ich will nicht alle Ziffern anführen, sondern nur den Export Oesterreichs nach Ungarn; hier betrug der Export 17-420 Millionen Gulden, während der Gesammtexport Oesterreichs 33-372 Millionen Gulden ausmachte; es entfallen daher auf den ungarischen Consum 52 Procent. Bei der Gruppe Papier und Papierwaren wurden von Oesterreich nach Ungarn exportiert 8 024 Mil-lionen Gulden, während der Grsammtexport Oesterreichs 24 743 Millionen Gulden betrug. Der Procentsatz der Ausfuhr Oesterreichs nach Ungarn betrug daher nur 32 Procent. Bei der Gruppe Leder und Lederwaren exportierte Oesterreich nach Ungarn 26 209 Millionen Gulden, der Gesammtexport Oesterreichs betrug 75-405 Millionen Gulden, also der Antheil Oesterreichs an dem Consume Ungarns 45 Procent. Bei Holz und Holzwaren betrug der Gesammt« export Oesterreichs 27-318 Millionen Gulden, während der Export Oesterreichs nach Ungarn 9 913 Millionen Gulden betrug, also der Antheil des ungarischen Con-sums am österreichischen Export 36 Procent. In Glas und Glaswaren betrug der Gesammtexport Oesterreichs 22-356 Millionen Gulden und der Export Oesterreichs nach Ungarn 2-916 Millionen Gulden, also nur 13 Procent. Bei Steinwaren betrug der Gesammtexport Oesterreichs 9'WI Millionen Gulden und der Export Oesterreich« nach Ungarn 2-657 Millionen Gulden, also 26 P,o«nt; bei Thonwaren der Gesammtexport Oesterreichs 10-702 M.llionru Gulden, der Export nach Ungarn 3-002 M.llionen Gulden, somit 28 Procent. An unedlen Metallen und Metallwaren expor» tierte Oesterreich im ganzen um 20-898 Millionm Gulden, während der Export nach Ungarn 9 030 Millionen Gulden, also 43 Procent betrug. Fasst man sämmtliche Gruppen von Exportartikeln, deren ich nur einige angeführt habe, zusammen, so er« gibt sich, dass Oesterreich im Jahre 1894 einen Ve-sammtexport von 596 163 Millionen und einen Ex« Port nach Ungarn von 339-563 Millionen Gulden aufzuweisen hatte, welch letztere Ziffer 57 Procent vlin der Gesammtausfuhr Oesterreichs ausmacht. Politische Uebersicht. Laib ach, 10. Februar. Auf der Tagesordnung der 450. Sitzung des Abgeordnetenhauses, welche Samstag den 15. d. M. um 12 Uhr mittags stattfindet, steht die Fortsetzung der Specialdebatte über den Staats' Voranschlag für das Jahr 1896, und zwar über Capitel IX, «Ministerium für Cultus und Unterricht», Titel 1 bis 23 des Erfordernisses und Titel 1 bis 16 der Bedeckung. Die Landtage von Istrien und Galizien haben ihre Arbeiten beschlossen. Der galizische Landtag hat mit anerkennenswerter Raschheit und großem Eifer gearbeitet. Der Landmarschall Graf Stanislaus Badeni konnte in seiner Schlussrede auf eine Reihe legislatorischer Maßnahmen hinweisen, welche der Landtag in dieser Session geschaffen, und auf andere, welche er vorbereitet hat. Zu den perfect gewordenen Gesetzen zählt die Gemeinde-Ordnung für die Städte und Märkte, das Iagdgesetz, die Verbesserung der Bezüge der Lehrer, die Novelle zum Kirchen-Concurrenzgesetz und die Vermehrung der Abgeordneten für die Städte Lemberg und Kralau. Im I st rianer Landtage wurde der Antrag des Landeshauptmannes, nach welchem das Präsidium und der Landesausschuss beauftragt werden sollen, in der nächsten Session concrete Anträge wegen an-gemessener festlicher Begehung des 50jährigen Regie» rungsjubiläums des Kaisers zu stellen, einstimmig angenommen. Weiter wurde eine Resolution beschlossen, nach welcher der Landesausschuss beauftragt wird, die! bereits in mehreren Sessionen vorgebrachte Bitte um! Errichtung einer italienischen Universität oder wenigstens! einer juridischen Facultät in Trieft bei der Regierung, zu erneuern. Nach einer beifällig aufgenommenen Schlussrede des Landeshauptmannes wurde der Landtag mit Hochrufen auf den Kaiser geschlossen. Im dalmatinischen Landtage erörterte Abgeordneter Biankini das Programm der kroatischen Rechtspartei und beantragt die Einsetzung eines Ausschusses behufs beschleunigter Ausarbeitung einer Adresse an die Krone im Sinne der Vereinigung Dalmatiens mit Kroatien; ferner beantragt er — bei vollster Anerkennung der intensiven Thätigkeit des gegenwärtigen Statthalters für das Landeswohl — eine Resolution wegen Trennung der politischen Laudesverwaltung von der militärischen. Der Landtagspräsident stellt die Unterstützungsfrage für jeden der beiden Anträge. Da nur die Abgeordneten Viankini und Peri«i sich erheben, werden die Anträge als nicht unterstützt abgethan. Dagegen werden weitere drei Resolutio»santräge Biankini's betreffend die Ausdehnung des Tabakbaues, die Con« gruaregulierung und die Versorgungsansprüche der Mitglieder des Collegiatcapitals und die Aufhebung des Zeitungsstempels hinreichend unterstützt. In der Abmdsitzung wurde in die Specialdebatte Über das LandeMldget eingegangen. In der Sitzung des deutschenReichstages brachten die National-Llberalen eine Interpellation ein, welche Maßnahmen die Regierung gegen die materielle Ausbeutung und zum swlichen Schuhe der weiblichen Confectionsarbeiter und Wäschenäherinnen zu treffen gedenke. Der französische Ministerrath stellte die Vorlage über die Organisation der Colonial-Armee fest, welche heute in der Kammer eingebracht werden wird. Nach diesem Entwürfe wird diese Armee dem Kriegsministerium unterstellt und die bestmögliche Ausnützung der verfügbaren Elemente ohne Erhöhung der Kosten angestrebt. Die Kammer nahm sodann die Berathung des Berichtes über die Eisenbahn - Conventionen wieder auf. Raynal wirft einen Rückolick uuf die ab» geschlossenen Conventionen und erinnert an die Debatte im Jahre 1888, welche vierzehn Sitzungen in Anspruch nahm. Redner behauptet, dass keinerlei Pression auf die Deputierten geübt wurde, und betont schließlich die Vortheile der Conventionen. Der Senat nahm nach kurzer Debatte den Gesetzentwurf betreffend die Achtzig-Mlllionen-Anleihe für Tonkin an. In Rom glaubt man, dass die Entscheidungsschlacht auf dem abyssinischen Kriegsschauplatze unmittelbar bevorsteht. General Baratieri steht mit seiner etwa 30 000 Mann starken Streitmacht noch immer in der Umgegend des gut befestigten Aoigrat; sein Lager soll eine Ausdehnung von zwanzig Kilometer haben, während vorgeschobene Abtheilungen die Höhen nächst Dabra Damo und Adighi Taguila besetzt halten. Der Präfect von Madrid und der Präsident des Municipalrathes haben demissioniert. Die Demission wurde angenommen. In der serbischen Skupschtina theilte der Präsident Garasanin mit, dass der russische Gesandte für die sympathievolle Kundgebung für Kaiser Nikolas dm Dank ausgedrückt habe. Dem Abgeordneten Pa^ stattete der russische Gesandte einen Besuch ab, un> >?" seinen Dank auszusprechen. j< In St. Petersburg wurde ein Regies Communique Verlautbart, nach welchem der Ge"" . major der Suite des Kaisers Nikolaus ll. ll> > Golenitschew Kutusow im Namen des Kaisers als M und Taufpathe bei dem Uebertritte des Prinzen ^ nach Sofia entsendet wird. Das Communique" b^ sich auf die Kundgebungen der kaiserlich russt^ Regierung vom 28, November 1886 und vom ^ Februar 1893. Mittelst der ersteren wurde der ruM Geschäftsträger aus Bulgarien abberufen; die i". war ein Protest gegen die beabsichtigte Aban^^ jener Bestimmung des bulgarischen Grundgesetzes, ^ die Zugehörigkeit des Fürstenhauses zur orthov^ Kirche sicherstellte. Nunmehr wird constatiert, dn!' Bulgaren die Nothwendigkeit einsahen, den ortho^ Glauben im Lande zu schützen und zu festige"', .5. Communique bezeichnet diesen Glauben als das ^ Pfand für die unzertrennlichm Bande, die ^^ ^ mit Bulgarien, das ihm snn Dasein und seine Veflel" danke, verknüpfen. Tagesneuigleiten. — (Vosnisch-Hercegovinische La"^ anleihe.) Ein Communique" des Bankvereines '^ mit, dafs von allen Subscriptionssiellen filr die ^ procentige bosnisch-hercegovinische Landesanleihe bebt" Voranmeldungen eingelaufen seien. ,^> — (Feuersbrunst.-Vanknotenfiill^ In der Nacht vom 8. d. Vl. brach in Venedig '^ Fabrik Vinelti ein Schadenfeuer aus, das noch l^^ und ungeheuren Schaden anrichtet. Zweihundert k»c .. sind brotlos. — In Udine wurden gestern zwel ^ besitzer als Complicen der bereits wegen Van ^, fälschung verhasteten sieben Individuen feftge".^ Man fand bei denselben Falsificate von b'sterre^ Fünsguldennoten, die, wenn sie echt wären, eine ^ von 60.000 fl. repräsentieren würden. Local- und Provinzial-Nachrichten Kraiuischer Landtag. Vierzehnte Sitzung am 8. Februar 1696. N a ch m i t t a g s s i tz u n g. Vorsitzender: Landeshauptmann Otto Detel"'^, Regierungsvertreter: Landespräsident VaroN » Vezirlscommissär Baron Rech bach. ß»> Das Protokoll der letzten Sitzung wird verlese" verificiert. F Abg. Pfeifer und Genossen bringen eine"/ ständigen Antrag auf Einführung des Halb^ richtes ein. Namens des Verwaltungsausschusses berichte"^, Abg. Dr. Papez über die Petition meh""^ fassen von Neudorf bei Lees um Abhilfe inbe"^ Benützung des Wassers des Wildbaches Sgoscha-^ Per Landesausschuss wird beauftragt, die ^ der Landesregierung zur Amtshandlung zu unte^^ Abg. Ielovset berichtet über § b des ^ fchastsberichtes: Gemeinde-Angelegenheiten. ^/ Sämmtliche Marginal'Nummern werben oh«t ^ genehmigend angenommen. l Namens des Finanzausschusses berichten: ^F^ Abg. M urn it über die Pelition der Nag" / Genoss nschajt in Klopp um ein unverzinsliches per 10,000 fl. ^/ Der Berichterstatter bespricht ausführlich die",^ ff> welche zur Linderung des Nothstandes in K"PP^F griff genommen wurden. Die Lage der Nag."' ^/j Genossenschast hat sich dank der thatkräftig^/ stühung der Landesregierung und durch die N" ^« der Arbeit auf verschiedene Artikel gebessert. 0 ^ derung der Genoss.nschaft und um derselben b^chl^ der durch die Statuten vorgeschriebenen VerB ^iU , zu ermöglichen, beantragt der Nusschuss, ber ,^ ^, auöschuss welde beauftragt, 40 Antheilscheine ,h1< sammtbetrage von 4000 fl. gegen dem zu ^ ^B ' dass ihm jederzeit die Einsicht in die Ged" wahrt bleibt. ..l>5 ^ Mg. Azman spricht dec Regierung, d"' ^ Sparcasse und dem V.richterftatter den wcirw^ P sür ihre thatkräftige Federung der Genosse"'^, ^ und bringt mehrere Wünsche betreffs derselbe" ^,, ^ Der Antrag des Ausschusses wird a"g^«>icM < Abg. Po ose über die Petition der lano ^ ^ lichen Filiale in Koschana um Submntio" F ^ Käsereigenossenschaft; dieselbe wird dem LaN^e ^ zur entsprechenden Erledigung abgetreten. ^ i^ Abg. Luckmann über den selbständ»^^ ^ des Nbgeoidnelen üenmcic betreffend die 3" ,j> < Industrie. ^ ^/ ' Der Abgeordnete bespricht die VestrebM^<. im Hause zur Förderung der Industlie ">^el>^ zutage traten. Die Industrie im Lande s" ^chl weise im Rückgänge begriffen und es gela"6 ^aibacher Zeitung' Nr. 34. 263 11. Februar 1896. zo l> 1, ^ ^""^ vorhanden war. Die Industrie »k ' tväre demnach eine sehr dankbare Aufgabe und „...l" Wünschen, dass der Landtag auch lünstighin das ze°,?z ""lrme Interesse der Förderung der Industrie ent-!« A ^' Per Ausschuss stimmte daher den Anträgen H^°a.LenllM vollkommen zu. Redner bespricht die H^l!gleit der Unterstützung des Handelsmuseums in '"und stellt den Antrag: lltali, 3örderung der Industrie und des Handels in Vlk, ^'^ "n Antt errichtet, welches der Handels- und k Klammer in Krain anzugliedern ist; dasselbe hat Kell ""9 ""l dem Gewerbemuseum in Wien zu zu "und hat die Aufgabe: 1.) Objective Daten jenen Mi "' "elche sich für irgend einen Iweig der In-^. "der des Handels interessieren. 2.) Die gegen« lii?^ 'nbuftriellen Unternehmungen zu belehren, dass ^ 'yre Vertreter mit den Bedürfnissen in der Monarchie y^.°" wachen und mit den Märkten des Inlandes in h^dung treten. 3.) Die nalürlichm und materiellkn p, ^.""'lse des Landes zur Gründung neuer Industrien tloelw^ ^"t ist verpflichtet, dem LandeSausschusse '^ß,g über seine Thätigkeit zu berichten, «in n Deckung der Ausgaben ist in den Voranschlag >i,,,^messener Veitrag als ordentliches Erfordernis l"nellen. ^ z?" sandesausschuss ist zu beauftragen, unverzüglich Hass '"^"liche zur Errichtung dieses Nmtes zu der- ^H' ^aron Schwegel sichert die thatkräftige Mung des Gewerbemufeums in Wien zu. >,h l"g. Perdan erklärt, die Handels- und Gewerbe-l»t »^ c. Krain stelle sich zu dem beantragten Zwecke Fügung. ^k Antrag des Ausschusses wird angenommen. H, H 2- Dr. Papez über die Petition der Gemeinden h»„ .!! ""b Podraga um Subvention behufs Errichtung bey n Viehtränken am Nanos. Die Petition wird zeii,, ""desausschusse zur entsprechenden Erledigung ab-^ttet ' ^^^ Abg. Lenarcic dieselbe warm befür- l»ti»^lbe Abgeordnete über die Petition der Ve° ^fs^knowiz um Subvention behufs Errichtung einer ''"lt unk > 6 " ^" Untergemeinden Buluje und Go-«»isch.ss /ber die Petition des Vermögensverwallungs« ^>k U''" in St. Veit bi Sittich um Subvention für )2 ^"" Wasserleitung. ^chytt ^" ^bg. Kosak die letztere Petition wärmsten« l»t G '". werden beide Petitionen dem Lanoesausfchusse ^!lion. ^"3 und Berichterstattung in der kommenden ^ Zugewiesen. ^>l>ic ? PovZe über den Antrag des Herrn Abg. »,^ "«reffend die Wasserleitung sür girlnih, Rakel ^"^andesausschuss wird beauftragt, in der nächsten » zlbll?^" ^"^^ zu erstatten. ^Uun"' ^ ° vse in Angelegenheit der Action für die 5 N^°^ Stllllts-Hydrotechnilers. ?^l>«um !" ^" Landesausschuss sich bereits an das Clledi'"''t"ium in dieser Richtung gewendet hat und "K>H 2ung tggiH erwartet wird, erscheint der Antrag berichtet namens des Verwal-«^ um "^" ^^ Petition mehrerer Insassen von ^t x>. «usscheibung der Calastralgemeinde Bucla ^^"«gemeinde Vründl. bericht "^^usfchuss ""d zu weiteren Erhebungen h° Äb« m^""ung in der nächsten Session beauftragt, ."^'i^vs e über die Petition mehrerer Insassen ü^iniaun ^"s"'b um Verhaltung der Südbahn Ievn-, "s der Durchlässe behufs freien Wasserablaufes >tl»n. °^esllusschuss wird beauftragt, sich an die '^dnen. ^" Ccfuchen zu wenden, das Nöthige 3^sse«^"°leic über die Eingabe des Central- ^nbeil . ^^"ischen Landwirtfchaftsgüsellschaft in kk« ^r Ll,.!'"" leichteren Bezuges von Viehsalz, hll ^'nij/°^°u«schufs wird beauftragt, sich an das ^ulw""'" mit der Vitte zu wenden, lhunlichste ^>^<5?" »ewähren. V ^ls n'^. ll vcar referiert über den Rechenschasts-^th^t^esansschusses und zwar über: § 3 L: Abllttz « ' sämmtliche Marg.-Nummern werden ^bg. tz "genommen. V"d^^^cic über 8 6: Communicationen. V^'Ner V ^^ über den Landtagsbeschluss wegen Er-^^^^e z^nbahn-Betriebs-Direclion oder einer ähn-"'heli""^. de n "^ ^"b die Resolution beantragt und K^"" kczz ^"ndesausschuss habe neuerlich cin An-^ll^ btr .^nbahnminifterium und die General- y ^ till,^ Staatsbahnen zur Erreichung dieses >',o^h^ichte betreffend die Unzukömmlichkeiten ^«g?'°n. b"'^cke Laibach-Loitsch wird die Resolution ° k/.^se,. ^"besausfchuss wird beauftragt, wegen '^^ y. Drecke das Ansuchen zu erneuern. 2 ^ ^'chte über die Weißtcaüicr Bahnen er-^^ ^avcar das Wort. Der Abgeordnete bedauert den langsamen Fortschritt der Vorarbeiten und erhofft, nachdem das Gesetz über die Förderung von Bahnen niederer Ordnung sanctioniert wurde, die kräftige Förderung der wichtigen Angelegenheit durch den Landes-ausschufs. Abg. Murnik als Berichterstatter des Landes-ausschusses weist nach, dass der Landesausschuss alles, was möglich war, gethan habe. Er erörtert den gegenwärtigen Stand der Angelegenheit und bespricht die Schwierigkeiten der Verhandlungen mit den Haupt-it'terefsenten. Zu dem Berichte über die Localbahn Laibach'Stein beantragt der Nusschuss die Resolution, das Ansuchen an das Eisenbahnministerium wegen Ausfahrt der Personenzüge der Laibach-Steiner Localbahn vom Bahn-Hofe Lnbach der Süobahn und wegen Herstellung einer besseren und gut beleuchteten Zufahrtsstraße zum Staats« bahnhofe in Laibach zu erneuern und weiter um Abkürzung der Aufenthalte in Dom^ale zu ersuchen. Abg. Grasselli bemerkt, die Stadtgemcinde Laibach habe die Verlängerung der Triestersttaße zum Staatsbahnhofe bereits in Aussicht genommen und es habe die baldige günstige Durchführung dieser Angeltgen» heit die beste Aussicht auf Elfolg. Mit Rückficht auf den provisorischen Zustand der gegenwärtigen Straße und die bevorstehende Einführung der elektrischen Beleuchtung sei die Einführung der Gasbeleuchtung nicht mehr angezeigt. Die Refolutionen des Ausschusses werden angenommen. Zu dem Berichte über den Bau der Eisenbahn Klagenfurt-Trieft beantragt der Ausschuss die Resolution, es sei das durch den Landtag beschlossene Ansuchen an das Eisenbahnminifterium zu erneuern, mit allen demselben zu Gebote stehenden Mitteln dahin zu wirken, dass die Erbauung einer Eisenbahn über die Karawanlen, die, von Klagenfurt ausgehend, auf dem geeigneten Wege über Krain und auf der dem Verkehre mit den induftriereichen nördlichen Ländern am besten entfprechenden Linie nach Trieft ausgeführt werbe, verfassungsmäßig sichergestellt werde. Abg. Globocnil bespricht in längerer Ausführung eingehend die Wichtigkeit einer zweiten Verbindung mit Trieft, die verschiedenen Projecte und vertritt den Standpunkt, dass sich der Landlag entschieden sür die Linie Klagenfurt-Trieft ausfprechen möge. Abg. Baron Schwegel weist auf die wiederholten Verhandlungen über diese Angelegenheit im Landlage hin. Die Frage habe einen wesentlichen Fortschritt im günstigen Sinne sür das Land Krain gemacht, denn die drei letzten Ministerien haben bestimmt erklärt, dass sie die Wichtig« leit einer zweiten Verbindung mit Trieft aus Handelsund verlehrspolilischen Gründen anerkennen. Auch über die Durchführung des Projectes ist ein gewisser Fortschritt zu verzeichnen, doch sei das — wie er wiederholt dargelegt habe — nicht Sache des Landes, sondern Sache des Staates. Der Landtag müsse mit allen Kräften bestrebt sein, zu erreichen, dass die Verbindung durch Krain geführt werde, welche Richtung dieselbe nehmen werde, habe der Staat zu entscheiden. Er ist daher gegen den Antrag des Verwaltungsausfchusses, dass sich der Landtag für eine bestimmte Linie ausspreche, da der Landtag in dieser Richtung schon Beschlüsse gefafst habe, die nicht hinfällig geworden find. Per Abgeordnete beantragt hierauf eine geänderte Fassung der Resolution. Abg. Dr. Tavtar beantragt bei der Wichtigkeit des Gegenstandes, dass derselbe dem Verwaltungsausschusse zur Berathung und Berichterstattung zugewiesen werde. Abg. Baron Schwegel schließt sich dem Antrage an. Nachdem Abg. Globocnil gegen diesen Antrag gesprochen und der Berichterstatter ihn befürwortet hatte, nimmt das Haus denselben an. Die übrigen Marg.-Nummern werden genehmigend zur Kenntnis genommen, ebenso gelangen die Resolutionen des Ausschusses zur Annahme, der Landesausschufs habe im Sinne des Gesetzes über die Förderung der Eisenbahnen niederer Ordnung den Landeseisenbahnrath zu constituieren und den Bau von solchcn Bahnen zu fördern. __________ Fünfzehnte Sitzung am 10. Februar 1896. Vormittagssitzung. Vorsitzender: Landeshauptmann Otto Detela. Negicrungsvertreter: Laudespräsident Baron He in. Bezirlscommissär Baron Rech bach. Das Protokoll der letzten Sitzung wird verlesen und verificicrt. Abg. Dr. Tavcar berichtet namens des Bauans" schusses über die Negierunsssvorlage betreffend den Entwurf einer Bauordnung für die Landeshauptstadt Laibach. In der Generaldebatte hierüber ergreift Abg. Doctor Majaron das Wort. Der Abgeordnete bezeichnet die Expropriationsbestimmuna.cn des Gesetzentwurfes als höchst unvollkommen, mit Rücksicht auf die exceptionelle Lage der Stadt vcrbesscrungs- und crgünzungsbeoürftig. Praktische Juristen werden nicht wissen, wie sie sich nach den Bestimmungen zu benehmen haben. Der Abgeordnete wird in der Specialdebattc entsprechende Anträge stellen. Landespräsident Baron He in stellt dem Hause den Baurath I. Svitil vor. Redner will nicht in Abrede stellen, dass die Regierungsvorlage in mancher Beziehung eine Verbesserung erfahren hat und insbefondere in fanitä'rer Beziehung einige Paragraphe vortheilhaft geändert woroeu sind. Hingegen erscheinen mehrere vom Ausschusse vorgenommene Aenderungen minder zweckmäßig und er wird in der Specialdeoatte den Standpunkt der Negierung vertreten. Auf die Bemerkung des Abg. Dr. Majaron über die große Unvollkommenheit der §tz 8 und U erwidert der Landes-präsioeut kurz, dass diese Bestimmungen für die Stadt Laibach, welche sich in einem Ausnahmszustano befindet, am zweckmäßigsten sind, weil durch sie vorgesehen wird, dass die Stadt rasch m den Besitz der zur Regulierung einzulösenden Gebäude gelangt. Wenn Vorredner sagt, praktische Juristen werden nicht wissen, wie sie sich zu benehmen haben, müsse cr dem entgegenhalten, dass nur unpraktische in eine solche Lage kommen werden. Unpraktisch bezeichnet er aber in dem Sinne jeue Juristen, welche noch nicht Gelegenheit hatten, sich mit diesen Fragen zu befasscu. Iu Kronlänocrn, wo sich das Ex< propriationsgesctz eingebürgert hat, wissen die Juristen sehr genau, wie sie sich zu verhalten haben. Auch hier wird sich das Gesetz einbürgern und die Verhältnisse werden sich darnach regeln lassen. Die Einwendungen des Vorredners bieten daher keine Veranlassung, nicht in die Sftccialoebatte einzugehen und er empfiehlt den Ausschussantrag zur Annahme. Das Eingehen in die Specialoebatte wird beschlossen. Zu § 3 befürwortet der Landespräsident die Fassung, dass der Negnlierungsplan auch dann der Landesregierung vorzulegen ist, wenn teine Eiuwcndungcn gegen denselben erhoben wurden. Die Landesregierung nimmt die definitive Erledigung im Einvernehmen mit den« Landesausschusse vor. Abg. Luck mann formuliert diese Anregung in einen entsprechenden Antrag, der angenommen wird. Zu 8 !1 ergreift Dr. Majaron das Wort und stellt nach eingehender Begründung den Antrag: es werden die Bestimmungen dieses Paragraphes wie folgt geändert. Wenn der Gegenstand der Enteignung in» Gruuo-buche eingetragen ist, so hat die k. t. Landesregierung nach dem Eintritte der Rechtskraft eines Enteignungserlennt-nisses das Grundbuchsgericht unter Mittheilung der zur Identificierung des Grundstückes erforderlichen Behelfe um die Anmerkung der Enteignung zu ersuchen. Das Grundbuchsgericht hat die Anmerkung in der betreffenden Grund-vuchseinlage zu vollziehen. Diefe Anmerkung hat die Wir» kung, oafs sich niemand, der eine derselben nachfolgende Eintragung erwirbt, auf die Unkenntnis der Enteignung berufen kann. Sollte auch nach gefälltem Enteignungserkenntnisse über die Höhe des zu leistenden Entschädigungsbetrages ein zulässiges Uebereinkommeu nicht zustande kommen, so ist die Entschädigung gerichtlich festzustellen. In dem oicsfälligen Verfahren find die in den §§ 5 bis einschließlich 7, dann 22 bis einschließlich 26, 29 und 30, 33 und 34 des Gesetzes über die Enteignung zum Zwecke der Herstellung und des Betriebes von Eisenbahnen vom 18. Februar 1878, R. G. B. Nr. 30, enthaltenen Vorschriften sinngemäß und mit der Maßgabe zu beobachten, dass zur Feststellung der Entschädigung die Realiustanz zuständig ist, dass ferner die Parteien ihre Einwendungen gegen die Eignung der Sachverständigen binnen 3 Tagen nach Zustellung des Bestcllungsbescheides vorbringen können, und dass im Falle des tz ll des citierten Gesetzes auch auf den Mehrwert Rücksicht zu nehmen ist, welchen das Grundstück durch die besondere Bcnützungsart für den Eigenthümer gehabt hat. In formeller Beziehung beantragt der Abgeordnete die Zuweisung an den Bauausschuss zur Reassumicrung der Verhandlung über die K y und 10. Landespräsident Baron" Hcin ist gegen die Znrück-leitnng an den Bauausausschuss, da die Angelegenheit neuerlich verzögert wird, denn cr müsste sich entschieden gegen die Aufnahme so weitgehender Bestimmungen aus-sprechen, bevor dieselben nicht eingehend im Bauausschuss durchberathen worden wären. Der Antragsteller habe aber als Mitglied joieses Ausschusses Gelegenheit gehabt, dort seinen Antrag zu stellen und zur Verhanolnng zu bringen. Der Landespräsident bemerkt schließlich, alle Verhandlungen werden sich nach dem Gesetze glatt abspielen. Es wird vielleicht lange dauern, bis die Gemeinden in den gründ büchcrlichen Besitz des einzulösenden Objectes kommen, aber die factischc Besitzergreifung kann rasch erfolgen. Auch bei Eisenbahnen vollzieht sich die Sache nicht fo rasch, auch da ziehen sich die Verhandlungen lange hin, dem ist nicht ansznweichen, wo ältere Lasten vorhanden sind, deren Löschnng nicht fofort möglich ist. Im Principe habe cr keine Veranlassung, gegen die eventnelle Aufnahme von Bestimmungen eines anderen Gesetzes zu sein, aber praktisch wäre diese Aufnahme nicht. Abg. Graffelll bemerkt, ein Theil der Bevölkerung hege Argwohn gegen jedes ExpropriationSgefetz, deshalb wäre jeder Versuch, dasselbe zu ergänzen und zu erläutern, zu billigen. Er befürwortet die Rilckleitung an den Ausschuss. Abg. Dr. Tavtar betont, es sei unbedingt nöthig, dass die Bauordnung so rasch wie möglich erledigt werde Laibacher Zeitung Nr. 34. 264 11. Februar 1696^ und weist darauf hin, wie gefährlich es ist, Bestimmungen alter Gesetze in ein neues Gesetz aufzunehmen. Die vom Ausschusse vorgeschlagenen Gesetzesbestimmungen genügen vollkommen und alle Einwendungen dagegen sind un-ftichhältig. Gleiche Bestimmungen haben die Gemeinden der Städte Prag und Brunn in ihrer Bauordnung, die sich trefflich bewähren. Im weiteren Verlaufe seiner Rebe weist der Abgeordnete nach, dass die vom Abg. Dr. Majaron beantragten Bestimmungen sich in praltischer Beziehung für die Nevöllerung viel ungünstiger als jene des Aus« schusses zeigen werden und befürwortet wärmstens die Annahme der Nusschussanträge. Zu § 37 «Höhe der Wohnhäuser und der einzelnen Räumlichkeiten, gahl der Stockwerke», ergreift Landespräsident Baron He in das Wort und befürwortet die frühere Fassung der Regierungsvorlage, wornach jedes an einer Straße oder Gaffe neu zu erbauende Haus über dem Erbgefchosse höchstens drei Stockwerke erhalten und die höhe der Gebäude vom Straßenniveau 18 ru nicht überschreiten darf, an Stelle der vom Bauausschufse beantragten Bestimmung, wornach vier Stockwerke und 20 ni Höhe fixiert werden. Der Herr Landespräsident bemerkt, die Erfahrung lehrt, dass Erdbebenkatastrophen im Laufe der Jahrhunderte in Krain wiederholt eingetreten sind und auch auf unser Jahrhundert entfallen nicht weniger als 22 Erdbeben. Darauf müsse man sich einrichten und die Bauart der Häuser bestimmen. Der Einwand, dass ein vierstöckige« Gebäude in Laibach weniger gelitten habe als selbst ein« und zweistöckige Häuser, sei nicht maßgebend, denn da« ist nur dem Umstände zuzuschreiben, dass jenes Haus neueren Datums und derart conftruiert ist, das« man es mit Fug und stecht ein eisernes Haus nennen kann. Den Einwand in dieser Hinficht könne er daher nicht gelten lassen. Nimmt man an, dass vierstöckige Gebäude in größerer Iaht gebaut werben, so muss man bedenken, dass die Parteien, die so hoch wohnen, einer doppelten Gefahr ausgefeht find; es ist ihnen nämlich die Flucht erschwert und sie werden durch einstürzende Mauern bedroht. Aber auch gewichtige sanitäre Gründe sprechen dafür, das« sich die Stadt nicht in die Höhe, sondern in die Breite entwickeln soll. Das übermäßige Stiegensteigen ist nicht der Gesundheit zuträglich; eine rationelle Gymnastik der Lungen mag heilsam sein, aber nicht ein Uebermaß ohne Vorbereitung. Außerdem wird die dienende Classe in einer Weise in Anspruch genommen, die in hygienischer Beziehung nicht angezeigt erscheint. In Laibach ist bekanntlich die Disposition zu Lungenlranlheiten in weiteren Schichten vorhanden und es muss verhindert werden, dass sich der Keim weiter entwickle und das wird beim Bewohnen der obersten Stockwerke der Fall sein. Abg. Grasselli stimmt den Ausführungen des Herrn Lanbespläsidenten bei. E« scheint sehr gefährlich, aus den Erscheinungen des Erdbebens Folgerungen zu ziehen, denn wir verfügen heute über leine Eifab/ungen, auf deren Grundlage die Art der Construction der Häuser bestimmt weiden könnte. Die Erscheinungen sind eben so verschieden, dass sich daraus leine Schlüsse ziehen lassen. Redner befürwortet schließlich die Fassung dcr Regierung«» Vorlage. Abg. Hribar hält den Bau vierstöckiger Häuser nicht für so gefährlich, wie die Vorredner darstellten, da ja erwiesen sei, dass die meisten einstöckigen und ebenerdigen Häuser durch das Erdbeben gelitten haben. Auch die sanitären Bedenken erscheinen nicht maßgebend, da in den höheren Stockwerken eine gesundere Lu, wurde freundlich aufgenommen. Die übrigen Mitwirkenden trugen zum Gelingen de« Abende« kräftig bei und es sei ihnen daher ein Pauschallob für ihre braven Leistungen ausgesp^ Das Theater war fehr gut besucht. .,» — (Vom Theater.) Sehr abwechslungsre!« . in dieser Woche das Repertoire dieser Bühne. >«' woch bringt die Direction eine der interess^A, Schauspiel.Novitäten: «Satisfaction» von Baron w^. zur Aufführung. Das Stück hat durch die VetM'A der Duellfrage Auffehen erregt. Freitag gelaw neueste Operette von Ioh. Strauß: «Wald» ei!" zur Aufführung. ^. — (Südbahn-Restauration.) Wie N"H nehmen, wurde die Restauration auf dem hießs^ .^ bahnhofe ab I.Mai 1696 an Herrn Johann H"'"^! Besitzer der Vierhalle, Petcrsftraße Nr. 47, welch" Restaurateur bestens bekannt ist, verpachtet. .^ — (Corrigendum.) Im gestrigen 2an°H berichte kommen diverfe Druckfehler vor, und es ist ^ auch die unrichtige Zusammenstellung des Antrags«! treffmd Steuer- und Gebürenerleichterungen, dessen < l Theil in die Debatte über die Sichelburger 3"s^ geschaltet erscheint, zu constatieren. Der auslnel^ Lescr wird ohnehin unschwer den Zusammenhang >!W daher wir es unterlassen können, noch näher dalalll*W zugehen. __________ ? Faschings-Chronik. ^ Am 12. Kränzchen der Laibacher "" Wirte und Cafötiere auf der Schießstätle. Am 15. Turnerlränzchen ebendort. ^ Am 16. Maskenball des «Slaved «Narodni Dom». ..^. ____Am 18. Sokolmaskerade im «Narobni»^ Neueste Nachrichten. Gel'egraintne. ..,^ Wien, 10. Februar. (Orig.-Tel.) Se. Mals^ Kaiser ist heute abends um 9 Uhr 15 Minute" Wels zurückgekehrt. ^ Wieu, 10. Februar. (Orig.-Tel.) Prinzessin^ Louise von Bulgarien ist um 2 Uhr nachmittags Nizza abgereist. Den Blättern zufolge trifft P"^,, Clementine von Coburg mit der Prinzessin ^ s Louise während der Reise oder in Nizza zusa^ Wien, 10. Februar. (Orig.-Tel.) Die La"^ Ezernowitz und Brunn wurden heute mit eine^ ^ maligen Hoch auf Seine Majestät den Ka'" schlössen. «^ Prag, 9. Februar. (Orig.-Tel.) (Landtag.) ^ Generaldebatte über den Landes - Voranschlag ^ sich Abg. Batla in überaus heftigen Angriffe" H> den Adel, die deutsch-liberale Partei und beü ^ Halter. Als Redner die Dynastie in die DebatteH^ß und über den österreichischen Patriotismus s'H,.M äußern will, wird er durch stürmische El't^^f rufe des ganzen Hauses unterbrochen und ool" /, marschall nach wiederholter Ermahnung und "" ^ gemeinem begeisterten Beifall zur Ordnung H^ Abg. Graf Bouquoy namens der GroßgrU"" .^ Abg. Schlesinger namens der Deutschen welse"^^ die bisher im böhmischen Landtage nicht gehölte" ^ Nattas zurück und betonen unter stürmische?'F anhaltendem Beifalle den Patriotismus des b^ ^ Voltes, das treu zu dem Herrscherhause h" ^ Redner gedenken in Worten der wärmsten Anel ^ des scheidenden Statthalters Grafen Thu"' ^ sein hohes schwieriges Amt mit Pflichttreue "^F) aufopferung zum Wohle des ganzen Landes ve . ^ Unter lebhaftem Be,falle des Großgrundbel^ ^ der Deutschen und unter dem Widersprüche ve ^ czechen. kritisiert Abg. Schlesinger das Very" ^ böhmischen Partei, welche im Landtage das ^ F^ Kampfes der Versammlung aufgedrückt habe. ^ ,< mit den Worten, die Deütfchen in Böhme« i^lss ^ auf den Zusammenhang mit dem großA geH ^ Volke, aber gewiss immer gute Oesterreich" ^ >< und würden es auch immer bleiben. (^ift5^ > Deutschen: Jawohl immer! und stürmischer V"' ^ Verhandlung wird abgebrochen. Nächste SitzU^M , Kittn, 10. Februar. (Orig-Tel.) D>e ^5 ^ l Zeitung, meldet aus Petersburg: Maßgev"''^ versichern, es sei zweifellos, dass Prinz Ferd" ^' der Salbung seines Sohnes Boris, sobald "^/ den ersten Schritt thue, von Russland ^, werde. ,. B / Petersburg, 10. Februar. (Orig.-Tel.) A^ voje Vremja» aus Vladivostok meldet, s" H ^ ein Aufstand ausgebrochen. 10.000 Aufstänvl!^ einige Ortschaften an. Eifenbahn "Nd ^ sind zerstört. Die siebente japanische ^3/^ Kelong eingetroffen. Die Aufständischen "' großer Energie. Die Lage ist eine ernste- ^A-^ .^ Constantinopel, 10. Februar. (Olig--^,^ ^ ^ verabfchiedete sich vor der Abreise vow ",^ '^ erhielt als Geschenk für den Prinzen 3"^, » Oelgemälde. Als Abgeordneter zur F"" d" ^ ü^ ^ Boris' wurden der Divistonsgeneral U"z f ' und Kostaki Karatheodori delegiert. . P" l Constantinopel, 10. Februar, (^^s ! bulgarische Exarch ist nach Sofia abgerel»' ^ Jjgojet Rettung fflt. 34._____________________________________265__________________________H. ge&ruar 1896j Verstorbene. ^Isl^"I- Februar. Francisca Ahlin, Besitzerin, 59 I., ""-Etraße 20, Schlagfluss. Hlbel^s- Februar. Valentin Mavc, Arbeiter, 52 I., ^^Tuberculose. Danksagung. ^s, 3ür die vielen liebenswürdigen Beileidslund-lh., l!tn nach dem Hinscheiden unseres innigstgeliebten, h«"Men Gatten, Vaters, Bruders und Schwagers, " Herrn Andreas Antonöiö l. k. Haupt-Steuereinnehmer Und ^ ^^aus reichen, prachtvollen Kranzspenden dem 9 ^ zahlreiche, höchst ehrende Betheiligung an tief^^nbegängnisse flihlen wir uns verpflichtet, den l UMlten Danl zu sagen, insbesondere der hohen den ?)"°"zdirection, dem t. l. Hauptsteucramte und "" ubngen Herren Beamten. Uaibach am 10. Februar 1896. ^ Die trauernden Hinterbliebenen. Upolloni« «utar geb. Kerliü gibt allen Ver« wandten, Freunden und Bekannten die höchst be» trübende Nachricht von dem trostlosen Verluste ihres innigstgeliebten Gatten, bezw. Sohnes, <3chwa< gers und Onkels, des Herrn Franz Luiar l. l. Gerichtsdieners und Realitätenbesitzers welcher den 10. Februar um 2 Uhr nachm. nach langem, schmerzvollem Leiden, versehen mit den heil. Sterbe-sacramcnten, im 45. Lebensjahre gottergeben im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis findet Mittwoch den 12. Februar um 4 Uhr nachmittags statt. Nie heil. Seelenmessen werden in mehreren Kirchen gelesen. Der unvergessliche theure Dahingeschiedene wirb dem frommen Gebete und dem Andcnlen empfohlen. Sittich den 11. Februar 1896. Vom tiefsten Schmerze erfüllt geben die Unter« zeichneten hiemit Nachricht von dem Tode des Herrn Rudolf Lukesch t. und t. Marinearzt i. R., Districts- und Vahnarzt welcher gestern morgens um halb 6 Uhr nach langen schweren Leiden, versehen mit den heiligen Sterbe-sacramenten im 59. Lebensjahre zu Großlupp bei St. Marein in Unterlrain selig im Herrn entschlafen ist. Die Beerdigung des theuren Verblichenen findet morgen Mittwoch den 12. Februar um 10 Uhr vo» mittags auf dem Friedhofe zu Großlupp statt. Die heiligen Seelenmessen werden in der Pfarrkirche zu St. Marein gelesen. Grohlupp am 11. Februar 1896. Die trauernden Hinterbliebenen. (Separate Parte werden nicht ausgegeben.) [j , ^*"* ~ ' —......-.....---------r-------TT—T- t^gledališ(ie v Ljubljani. Dr, pr. 708. f y reel satisfaction. "vier Aufzügen von Alexander k -uaron von Roberts. . ^ußer Abonnement.) Gerader Tag. "'«^^"s den 14. Februar ^"ette von Johann «trauß. ><« Waldmeister. ^ Vl»s^" ^lufzügen von G. Davis. Strauß. to ^ö-buirtes Sjatzimmer V'«ii ¦ •*>*,". E(n^ang ist per sofort zu ^. valva«orplatz Nr. 4, linlL %s^^^ __ (612) 3-1 | Werte Xlansfraiieii! Sparen Sie fa Huren glaltp BotenMe. Nehmen Sie ^um Kaffee s/r> echt j&&&%. Kneipp-Kaffee von Gebrüder Olz ^ To^jmr 'n ro^en Paketen ,^^ÜBr: mit nebiger Schutzmarke, dann % von der Specialität i||P*ftffii. Ölz-ZT&ffee ^^4'. 4*a und anfänglich noch tye Bohnenkaffee. 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Familie Erblich, Sechs Joch Baugrund einige Sohritte von der Rudolfsbahn entfernt, zur Aufstellung einer Fabrik beaonders geeignet, sind sofort zu verkaufen. (607) 6—1 Anzufragen bei Aug. Eriin, Kuhthal Nr. 18. (474) 3—3 Nr. 1539. Bekanntmachung. Mr. 2 aus 1899.) Realfeilbietung. Executionssache: Krainische Sparcasse in Laibach (durch Dr. Pfefferer) gegen Anton Pajer von Prisiava potu. 400 st. c. 8. c, Realität Einl. Nr. 64 der Eatastral-gemeinde Poohovca; Schätzwert sammt fun6u8 in8truc:tU8 3011 st., Bescheid vom 25. Jänner 1896, Z. 1270, Termin am 6. März und 9. April 1896, jedesmal um 11 Uhr vormittags, Hiergerichts gegen Erlag des lOproc. Va-Odiums, bei dem zweiten Termine auch unter dem Schätzwerte. Grundbuchsextract, Schätzungsprotokoll und Licitationsbeding-, nisse erliegen Hiergerichts zur Einsicht. K. k. städt.-delea. Bezirksgericht Rudolfswert am 31. Jänner 1896. Course an der Wiener Börse vom 19. Februar 1896. «a« ^ «Meum Coursblatte 2°3 ^/ '°"«U ^"°ber wl ib 1«1 35 ^ '^l.. - ' ?n - l82 50 1945U », "'5 1«(>» 5" st. 188.5019450 »''5i! "^ ' ' "8-15»- ^ ^N^^-^^WI^ "l>».K, ' - ^'»0 101-5« «eN» Ware Vo» Vtaate znr Zahlung übernommene Eisenb.'Pri«».» vblinatiunen. Elilabcthbahn «U0 u. 300« M. lür 2NN M. 4°/»..... 118 — 113 90 lklisllbethbllhn, 4M) u. 2000 M. 2U0 Vl. 4°/„..... 123 25 — — Franz Joseph«,, «m. 1«84,4°/„ 1W — 100 »5 ^lllizilchr Karl ° Ludwig < Nahn, /,"/„ 124 «0 125 »to. Staati Oblig. (Ung. ONb,) V. I. 1870, 5"/„..... 12150 122 50 dw.4'/,°/nOchlll!trega!°«bl.'Obl, 100-15 10110 dto. Prä!N,°Anl, u. 1NN st. S. W, 154 — 155'—! dto, blo. k 5U fl. ö. W. 153 50 154 — THM-.ltteg.Uole 4° „ 100 st. . 142 — 14.8 — Gruudentl.. Obligationen (ftir 100 fl. «M.). 4«/„ lrvatlsche und slavonische . S8 — 99 — 4'/„ ungarische (1W sl, 0.W.) . 97 25 98-25 Hndew üsstnll. Anl»h»n. V°nau-Ne«.-Lole 5°/n. . . . 128 25 129- dto, Anleihe 18?« . . 107 — 107 70 Änlehen der Stadt Vürz. . . 112'— —'— Anlehcn d. Wadt^mciiibe Wien 105'25^1U<> 25 Auleyen d. Otadtliniiembe Wieu (Silber ober O°Ib> . . . , 128-— 12950 ^rämien^il. d, Stadtgm. Wien 169 — 1?l-— ^ärsebau'siniehen, verlosb, l>" „ 100 — 101 — 4" n ttrain!s Lanbes^nlelim »8-NU 99 — Gelb Ware ßsandbrieft (für 100 fl.). Vobcr.llll«,est.lnkNI.vl,4<»,a«. — — .,.. dto. „ „ in bU „ 4°/, 99 35 100 35 dto. Präm.°Vchldv. »«/„ I. Tm. H8 — 119 — dto. dto. 8°/„, ll. ltm. 11? 75 118 50 3l.°österr. Lllndee'Hyp,««lnft. 4°/<> 100 —i«u 70 Oest,°ung. Nanl verl. 4°/» . , 103 20 101 — bto. dto. 50jähr. „ 4°/„ . 100 20 101- Lparcasse. I.0st..»0I. 5>/,°/«vl, ioi'50 — — Priorität»« Pbligllliontn (für 100 fl.). Ferdinand« Nordbahn «m 1«U« 100 ?l» 101 75 Ocstrrr. Norbwestbah» . . . 111 —111-90 Ltaat«ba!,n....... 224— .--— Eüdbahn 5 3°/„..... I«?-70 170 70 dto, K 5«/„..... 180 »0 131 90 Ung.-nallz. Vllhn..... 108 — 108 75 4°/„ Unterlrainer «ahnei, , 9S-5N 100 — Divers» Las« (per önlch. Budapest-Basilica (Dombau) . 7 20 760 Creditlose l<><) fl...... 1»? — 198 - LlarU'Lose 4» ft. !lM. . . . 58'— 5?'— 4«/„D°i!ll,l DampfjchKMfl.üM. 135 — 18».- Ofeiier Lose 40 fl...... «0'25 61 25 PalsfüUosc 4« ft, (lM. . . . 56'— 5» — Rothen ftrexz, vrst.Ves. u„ 10 fi. 1850 19lN Mothen Kre»,, UnaVef.v,, 5 fl. 11 — II 80 NudolphLuse 10 st..... 23 7b 24 75 Salm Lose 40 st. Cnk-Acti. 1«n fl. ——! —-— dto. bto. per Ultimo Leptbr. 38250 383 — Ireditbaul, Allg. uug., 20U'fi. . 488 50 43450 Lcvosttenbanl, «llg., 200 st. . 843 — 244 50 Escompte-Ges., NbrSst,, 500 fl. 845 — 858 — iro°u, llassenv., Wiener, 20Nst. 284 — 288 — Hyp°theld.,Oest.,2NU ft 25"/„G. 90— 93 — Landerbanl, vest., 200 st. , . 22150 252-50 0esterr,'NlMr. Äanl. U»U st, . 1015 101» Uüionbanl 20« jl...... 319 — 820'— «erlehrsbanl. «!!«., 140 st. , I8U—-183— Actien von Gr»n»parl« Mnl»rn«hmunz»n (per Elüct). «lbrechtVahn 2<»N fl, Lttber . —'— —-- Nussig-Iepl, «isenb, «00 st. . . 16»? 1700 VUHm. Norbbahn 150 si, . 2?<,50 2?»50 Vüschtlrliraber lkis, 500 fl. CM. 1481 148« dto. bto. (lit. U) 200 fi. . 550-. 551 — Donau - Dampfschiffahrt« - «es., llefterr., 500 st, LM. . . . 475 — 478' — Dul-Nooenoachrrlt.-V.LWst.K. 74.. 75-90 sserdinllndö-Noi'dl), lncw fl.EM. 34U0 3480 Lemb.- Czernow. Iessl, Eiseul,.' Vescllschllft »W st. H. . . . 398-299- Lloyd, Oest., IrieN, KOU ft. ,.<»es.,Wr.,l?0st.«.W. 4«? — 4»l» — dto. lttät« «ctirn 100 st. ... 10« 50 108 — Ung. gllliz. Lifenb. 200 fl. Kllber 208 — 20S— Ung.Wtsto.(«aao'«r