Laibacher Zeitung. H »N RRK Samstag am 26. September R84K. S t e y e r nl a r k 'Vchlusi des >'i, unserm letzten Donnerssagsblatte abgebrocheuen Berichtes aus der ..Grayer Zeitung,« über die dcn deutschen Land - und Forstwirchen in Gratz gegebe-nen Festlichkeiten: Der Saal, durch schlanke Säulenreihen in 3 Schiffe getheilc, weiß drapirt, mic reicher Goldverzierung, cnrhiclt mitten eine glänzende Tafel für Notabilitäten, dann, symmetrisch geordnet, zahllose Tische für die übrigen Gäste; seine Größe anschaulich zu machen, darf m»r erwähnt weiden, das; j<>des der au den Stirnseiten des Mittelschiffes balconartig angebrachten Orchester von einer vollständigen Militär. Musik. Baude beseht war. Die Seitemvaude emlang, deren Mitte Laub und Psianzengruppen m,t hochaufsprudelndenSpringbrunnen schmückten, entfalteten die schwer belasteten Bussets ihren Reichthum; die ausgezeichnetsten Werke der gastronomischen Kunst, zum Theil in Slaunen erregenden Dimensionen, Gruppen von Geflügel jeder Art, die unter dem Staate des Gefieders köstliche» Inhalt bargen, Meisterstücke des erfmduugs-reichen Ludwig Lang, Koches Sr. Excellenz des Herrn Lau, Vesgouocrneurs, Hoch- und anderes Wild in Naturgröße, darüber Pyramiden der trefflichsten Weine des Landes, unter sich durch unabsehbare Neihcu von Flaschen verbunden, schienen den Anstrengungen eines durch Entbehrung erschöpften KriegHheeres zu spotten, wichen jedoch allmalich der muthigen Ausdauer des überaus zahlreichen Publikums. Am südlichen Ende der Gallerie prangte in reicher Beleuchtung das Bild Sr. Majestät, des Kaisers; aber auch hier war der Festplatz noch nicht geschlossen, ein Laubgaug zur Rechten führte zum weiten Naume im Innern des den Hauptwall der Stadt überragenden Laub - Corridors , den gegen Westen ein Tempel, die Rückwand aus Getreidesorten seder Art gebildet, mit einem vergoldeten Pfluge an der Stelle des Alcars und passender Inschrift, mit sinnreich geordneten Pyramiden aus Ackergerächen und Feldfrüchten schmückte: die hohen Säulen zu beiden Seiten des Tempels trugeu die Namen schcm verstorbener Koriphaen der deutschen Landbau- und Forstkuude. Au der Nordseite des parkartig eingetheilten, durch Lampeureihcn abgemc>.rkcen"Plahes rauschte, wie aus Wald, dunlel, ein Wasserfall über moosiges Gestein hcrab, jenseits dieser Gruppe entsandte aus dichter Laubverhüllung ein Or. chester, besaht durch die brave Schwarzenbachcr - Gesellschaft, die einschimichelüden Klänge der vaterländischen Tanzweisen. Die Rückwand der dem Tempel gegeuübeiliegenden Gallcrie deckten Embleme aller ländlichen Beschäftigungen, des Feldbaues, der Jagd ,. Fischerei, Bienenzucht :,c., höchst sinnreich vom k. k. Burggartner Sautner auf grünem Moos-gruude von grauen Flechten ausgeführt; gegen Süden erhob sich eine Terrasse, umgeben vo» reicher Pelargonien-Flora , ein Baldachin, und unter demselben eine Taiel von huüdert Gedecken, für fremde G.iste bestimmt, tragend, an welcher die Gemahlin des durchlauchtigsten Erzherzogs Johann, Frau Baronin ron Brandhof, mid der zweite Präsident der Versammlung deutscher Land- und Forstwirthe Plah uahmeii. Ein weiterer Gang leitete zu den» in all' seinen Theilen bis zum Gipfel der Baume hinauf mit chinesischen Lampen erleuchteten Garten Sr. Ercellenz des commandireuden Generals, Laval Grafen von Nugent,, dessen, im angelsächsischen Style gehaltener, nur Rüstungen, alterthümlichcn Waffen, und den Wappen aller bisherigen commandireüdeii Generale Inncröstelrrichs gezierter Pavillon eine höchst geschmackvoll ausgestaiccte Tl>-e- und Kaffeh . Credenz enthielt. Kam, irgend ein Vergleich gewählt werden, die Großartigkeit des Fcstlocales zu schildern, so sind es Bidiena's phantastische Pallaste und des Britten Marti» Darstellungen gigantischer Pharaonen - Tempel, bei welchen jedoch dem Schwünge des Entwmfes die Schwieiigleit der Ausführung nicht in den Weg trat. Alles vereinigte sich in dem Urtheile, daß diese Feier zu len glänzendsten Erlebnissen gehöre, und eben so sinnig als mit wahrhaft kaiserlicher Fracht angcord» net war. Die »Gratzer Zeitung" vom 20. d. M. meldet ferner von dort unterm 19. September: Um den versammelten Land - und Forstwirthen , deren Zahl am gestrigen Tage über !500 gesticgeu war, auch au-sier den Sectiouen Gelegenheit zum Austausche der Ideen und Erfahrungen zu verschaffen, hatten ihnen die Herren Stände Steyermarts, vom 13. d. M. an, jeden Abend den Nedoutecisaal und sämmtliche anstoßende Localicaten offen gehalten , wo eine lebendige Conversation, an der auch ein gewähltes, aus Einheimischen bestehendes Publikum Theil nahm, meist bis Mitternacht fortgesetzt wurde. ' Für die Mittagstafel war der für mehr als 1200 Gedecke Raum bietende Saal der Beiiedict-'burg uächst dein Coliseum bestimmt, in dein sich täglich zahlreiche Gaste cin-fanden. Am glänzendsten, jeden Platz an der dreifach",, faü unabsehbaren Tischreihe erfüllend, war die M^llschafc am gestrigen Tage, welche auch Seine k. k. Hoheit, der' dm'chlauchliaste H.-rr E> herzog Iohai»,, durch Höchstseine G^'.,wart beeh.te. Sinnige Rede» und Trinksp.uci>, d.e Toaste auf das Wohl Sr. Majestät, des Kaisers, des er-. lauchteu Hauses Hab.burg-Löchrigen, des erhabenen Prä-- sideitten der Versammlm'g und Schu'mcrS allcS Gemein- 714 nützigen, des lurch gleiche Gesinmmg unb rastloseS Streben in Förderung alles Guren ausgezeichneten Leiters der Provinz, Grafen von Wickenburg, del- Stände des Landes, der Stadt und ihrer Bewohner, die Erwiederungen für die verehrten Gäste für das Gedeihen der harmonisch zu Einem Ziele wirkenden Vereine des gesammten Deutschlands wur. den mir weichin tönendem Vivatruf aufgenommen und stimmten alle Anwesenden zum freudigsten Enthusiasmus. Am Abende des 19. vereinigte Se. Excellenz, der Herr Landes.-Gouverneur, alle Notabilitäten und die Mehr» zahl der fremden Gäste nochmals zu einem glänzenden Feste in der Hofburg. Was die allgemeinen Sitzungen betrifft, kommt noch nachzutragen, daß in der dritten alS Ort der Versammlung im nächsten Jahr Kiel im Herzogthume Holstein definitiv bestimmt, zu ihrem ersten Präsidenten Ernest Graf Ne-ventlow, Rittergutsbesitzer aus Faroe, zum zweiten Kammerherr v. Bcrstedt gewählt, und vorläufig als Stand' punct der Versammlung im Jahre 1848 Mainz angenom-UM wurde. Bei der vierten Generalsitzimg am 18. d. M. kam die Beschickung der jährlichen Versammlungen durch Abgeordnete dcr einzelnen Agriculturs - Vereine zur Sprache, dann wurde die am vorhergehenden Tage begonnene Verhandlung über die Kartosselkrankhcit zum Theil unter sehr lebhafter Debatte fortgesetzt. Die letzte allgemeine Versammlung am gestrigen ^age eröffnete Graf Berghaus mit der an den hohen Vorsteher gerichteten Bitte, die von den Mitgliedern durch Zeichnung reichlicher Beiträge eben erst gebildeie Stiftung zum Zwecke, arme Baucrnsöhue am Ioaun-um zu Gr.tz in den land-wirthschaftlichm Fächern unterrichten zu lassen, und das Sr. k. k. Hoheit, dem durchlauchtigsten Erzherzog und Höchst.-dessen Sohne, dem Grafen von Meran, zu übertragende Verleihnngsrccht huldreich entgegennehmen zu woll.'». — Geheimrath v. Bally aus Schlesien verlas die hierauf Bezug nehmende Adresse. Mit Dank und sichtbarer Rührung wurde diese, die zehnte Versammlung deutscher Land -- und Forstwirthe in» wohlthätigsten Sinne verewigende Widmung von dem erhabenen Prinzen angenommen, und von allen Anwesenden aus tiefster Brust ein dreimalig donnerndes Lebehoch dargebracht, als der durchlauchtigste Erzherzog die Versicherung beifügte: aan' vorzugsweise erfreue ihn die Berufung seines Sohnes :u künftiger Leitung der Stiftung; dieser werde in seine ^us'stavfcn treten, und er selbst sich's zur heiligste" Sorge macheu, ihn zum deutschen, festen Manne zu erziehen. ^ic Vorstände der Sectionen erstatteten nun Bericht "ber alle in denselben gepflogenen Verhandlungen, eben so d'- Vorsteher der Eomitös. Mehrere tüchtige Fachmänner nahmen das Wort, um ihre Ansichten über verschiedene Ver. besserunaen der Land- und Forst.virthschaft darzuthun, zuletzt der Repräsentant des landwirthsclMichen Vereine« für das Königreich Ungarn, IohaN" Török. um die deutschen Land-mw Forstwinhe zum Besuche UngarnS durch eine-Deputat.on im I^hri l848 cmzuladcu.. Das Wehen echte», volurtheilsfreie» Weltburgei sinnes, der Bruderliebe kam über die Versammlung, als der Redner mit dem begeiferten Rufe schloß: »Gottessegen nbe» Deutschland! es lebe Steyermark! Als der lange anhaltende Beifallssturm geendet, erhob sich Se. k. k. Hoheit, Erzherzog Johann, und brachte der Versammlung in einer gehaltvollen Rede seinen Abschieds-grüß, die mit den Worten schloß: »Ich erkläre die X. Vcr» »sammlung der deutlchen Land« und Forstwirthe zu Gray »als geschlossen." Hierauf richtete auch Se. Excellenz, der Herr Landes« gouoerneur Graf oon Wickenburg, an die Annxsenden cine kurze, herzliche Abschicdorede, und zuletzt, um den so biedern Abschiedsgruß zu erwiedern, und zugleich im Namen der versammelten Gäste den Dank für die freundliche Auf» nähme darzubringen, erschien der Präsident dcr künftigen Versammlung zu Kiel, Graf Neventlow, auf dcr Tribune, und schloß mit ciner kräftigen, von echt deutscher Gemüthlichkeil durchglühten Rede die so zahlreiche zehnte Versamm» lung deutscher Land.- und Forstwirthe zu Gratz. Wien. Se. k. k. Majestät haben mit allerhöchster Entschließung vom 19. d. M., die erledigte Stelle eines k. k. Hof-Eapcllmeisters der Hof-Musik-Eapelle den« ersten Vice-Hof» Eapcllmeister derselben, Ignaz Asimayer, zu verleihen, ,md an dessen Stelle d«n überzähligen Vice - Hof-Eapellmeister, Benedict Randhartinger, zum wirklichen k. k. Vice - Hof.-Eapellmeister allergnädigst zu ernennen gcruhet. D a l m a t i e n. Lissa, den 1. September. Die unter den Befehlen Sr. kaiserl. Hoheit, des Herrn Erzherzogs Friedrich, zu Evo° lulionszwecken hier versammelten kaiserl. Kriegsschiffe sind heute um 6 Uhr Morgens in der Richtung von Südosten abgesegelt. Zu dem bei Ankunft des durchl. Prinzen am 23. v. M. hier vor Anker liegenden Schiffen waren in den letzten Tagen die Brigg ,Venezia« und die Eorvette »Ele-menza" gestoßen. Se. kaiserl. Hoheit hatten sich sammt Gefolge schon am 24. auf der Fregatte »Vellona« eingeschifft, welche auch die Vice.-Admiralsflagge aufhißte. In den letzwersiossenen Tagen wurde ledcs Schiff dcr Escadre von dem Herrn Erzherzoge förmlich inspicirt, und hierauf unter thätiger Mit-Wirkung der Zöglinge des k. k. Marine-Eollegiums in den Waffen. Exercitien, Schlachtevolutionen, Tag- und Nachtsignalen u. s. f. beschäftigt. Am 26. wohnten die benann« ten Zöglinge den Gewehrfener-Uebungen im nahen Ankerplatze von Earober bei, und au, 28, Nachmittags nahmen sie an einem Scheingefechte Theil, wobei nach cinem von Sr. kaiserl. Hoheit improvisirten Befehle vermittelst der Schaluppen der Kriegsschiffe auf dem sogenannten „V:»IIo mg'llj««« eine Landung bewerkstelligt wurde, die auch mil der größten Schnelligkeit und Präcision zu Stande kam. Gleichzeitig mit der Erwerbung der nöthigen technischen und militärischen Kenntnisse für die Zöglinge, war dk Herbeischaffung aller sowohl mit dem Stande derselben, als auch mit den Bedingungen des Landes vereinbarlichen Ccmi- 715 forts ei» Gegenstand der wohlwollcndste» Sorgfalt des durchlauchtigsten Pnnzen gewesen. Auch hatte ei>, Theil der im Gefolge Sr. kaiserl. Hoheit hierher gekommene,, Musikbande des Marine - Corps zur Erheiterung der Zöglinge sowohl, als der Anwohner nicht wenig beigetragen. Gravosa, den 6. September. DaS k. k. KrlegS-daiupfschiss „^ulcano" ist, von der zuletzt in den Gewässern von Samt Andrea di Lissa stationirenden Schiffs - Division kommend, gestern in diesem Hafen eingelaufen. Sobald es den nöthige» Steinkohlenbedarf eingenommen hat, wild eS nach den Gewässern von Meleda abgehen, um sich mit der zur Fortsetzung der Uebungen zur Stunde dahin abgegange-mi, Escadre zu vereinigen. Vom l. September, an welchem Tage die k. k. Kriegoschiffe von Nssa abgingen, bis zum 4., an welchen» d^s benannte Dampfboot die Division verließ, wehten Sciroccostürme mit heftigem Regenwctter und Ne« bel, was aber keineswegs die Ausführung der festgesetzten Manöver und Uebungen hinderte, welche unter dein Com» mando des auf der Fregatte »Bellona« befindlichen Prinzen des Tags sowohl, als des Nachts vorgenommen wurden. Der Gesundheitszustand der Officicre und der Mannschaften war der befriedigendste. Nömische Staaten. Nom, 5. September. Die Freude in den Provinzen scheint zur Ausgelassenheit zu fuhren. In Ancona hat die Bevölkerung der Besatzung Wein reichen lassen, dem Mann cincn Pokal. An Trunkenen wird es nicht gefehlt haben. — Man sprichl hier von einem freiwillige« Darlehen, welches die hiesigen Fürsten und Großen dem Staat auf drei Jahre zinsenfrei dargeboten l)5den. Es besteht in 4 Mill, und wird nach Ablauf dieser Zeit entweder zurückerstattet, oder mir 2'/2 Proc. von da an verzins't. — Der Eisenbahnprolecte solle» nicht weniger als 49 seyn. — Wir haben täglich in den Nachmittagsstuiiden Gewitter, ohne daß die Schwüle dadurch getheilt n'i;d. Schweiz. St. Gallen. Nach den neueste» Berichten, die von No», aus in St. Gallen anlangten, wird die Bestätigung des Bischums nicht mehr lauge auf sich warten lasse». Wenigstens soll sich der heil. Vater günstig über das Bischum geäußert und sich verwundert haben, daß dasselbe noch nicht geordnet sey. In der Nähe der St. Martinsbrücke, eine Stunde von St. Gallen, über welche'die neue Straße von St. Gallen nach Heiden führt, hat sich am 6. September Abends 5'/« Uhr ein ergreifendes Unglück ereignet. Links von der Brücke si»d die ersten Anfänge einer neue» Scraßenlinie nach Uitteregge» gelegt. Ueber dem dortigen Fußwege befand sich eine große Felsenparthie von beiläufig 50 Fuß Lauge. Als zu der genannten Zeit zwei Mädchen, über den al.cen, mehr rechts liegenden Fußweg kommend, bei der FelsMclle anlangten, stürzte der Felsen, senkrecht sich von der Wand losmachend u»o die Mädchen in die tiefe Schlucht der Goldach schleudernd, mir do»ncräh>,I!chem Geräusch herab. Ein riehlMender Knabe sah dem Unglück zu. Der Anblick der FelZlliassen ist grausenhafc; sie füllen als Schult und große gewaltige Blöcke das ganze Vett der Goldach, die oberhalb 15 Fuß hoch aufgestaut ist. Die Art der Verschüttung lies; keine Versuche zur Rettung der Veiunglücktr» zu. Frankreich. Joseph Henry hat am Tage, wo sein Prozeß vor der Pairstammer begann, seine Stahlwaarenfabrik durch authe».-tische» Act au seincu Sohu Frederic Henry verkauft. Den Kaufpreis vo» 2U.000 Francs hat er seinen Gläubigern angewiesen, die ihn in fünf gleichen Jahres-Raten erhalten werde». Henry hat diese» Act vorgenommen, weil er »ach Fälluug des Urtheils bürgerlich todt war, uud die ihn, zur Last fallenden P'rozeßkosten die ganze Fabrik verschlungen hätten. Ein Journal gibt noch folgende nähere Schilderung von Henry's Zustand. Die Versetzung in das Gefängniß von La Roulette, das ganz besonders für die Vernrtheilten bestimmt ist, hätte ihm schon die Augen darüber öffnen kön» ne», daß sein Gnadengesuch keine Folge haben werde. Indessen tonnte man es seiner ganzen Haltung ansehen, daß er sehr auf die Gcwäyruug seines Gesuchs hoffte. Er verlangte mehrmals seinen Vertheidiger zu spreche» uud uuterhielt sich mit ihm von dieseVHoffmmg. Als man ihm nun am 12. Sept. früh sechs Uhr anzeigte, daß er sich fertig machen müsse, um nach dem Bagno abzugehen, ergriff ihn zuerst eine starre Muthlosigkeit Daun bedeckte er sich das Angesicht, weinte bitterlich und war nahe daran, in Ohnmacht zu fallen. Indes; ging er mit ziemlich feste», Schritt die Treppe hinab, rief aber mehrmals mit erstickter Scimme aus: »Also gar keine Hoffnung mehr? — Alles verloren! O, mein Gott, mein Gott, welche Schmach!" — Man mußte ihm behilflich seyn, die Kleidung der für immer Vernrthcilten anzulegen, welche in einer halb gelben, halb grauen Jacke und Beinkleidern besteht. Während ihm die Kette an die Füße geschmicdet wurye, die er »»» für immer trage» soll, bedeckte sich seine Stirn mit dunkler Rothe und der Angstlchweiß floß ihm herab. Er suchte das Gesicht zu veibergc» und rief »och mehimals auö: ,>Also alles verlöre»! Gar keine Hoffmmg mehr!« — — Als er nach dem Zelle»wage» herausgeführt wurde, grüßte er die Anwesende», unter denen sich auch der Gefängniß-Inspector befand. Indem er den Tritt zu», Wagen hinaufstieg, blickte er noch einmal zum Himmel auf und sprach abermals: „Ich häire den Tod vorgezogen — also Alles verloren!« Von den sieben Schicksalsgefährte», die Strafen vor. fünf bis zehn Jahren zu überstehen haben, zeigte keiner auch nur eine Spur von Theilnahme für daä'Loos ihres unglückliche» Genossen. Die französische» Einwohner zu Cairo haben auf der Terrasse des Hauses, wo Kleber ermoidet worden, ei»e gra-niciie Säule mir der Büste d<'ö Generals aufgestellt. Die au der Säule angebrachte Inschrift enthält die Worte: »Johann Baptista Kleber, General-en-Chef der ägyptische» Annee, gebore» zn Scraßburg 1754, starb i» diese», Hause am l4. Juni ;800.« Unter der Inschrift befmdet st« ein Medaillon mit d'e» Name» der von Kleber e.fochte.ic» Oieqe. Der >>K'8>il iml>li<-« wollte neulich wisse», ,0.000 .Mrocca»er hatte» sich bereits au Abd.-el--Kader angeschlossen, 71« derselbe habe sich d«r festen Stadt Taza bemächtigt; er bedrohe Fez, und Kaiser Abderrhamans Sturz sey unver.-meidkch. Paris, den l l. September. D.'r Herzog von Mont-pensier ist nicht, wie es hieß, gestern nach Spanien abgereist, solider» erwartet noch die Ankunft des Herzogs Della Nocca, der ihn nach Madrid abholen wird. Der Herzog von Nemours geht nichc mit nach Spanien, nur der Herzog »on Anmale begleitet seinen Bruder Montpensier. Die für aufgegeben gehaltene Erpedicion gegen Mada-gaökar tommc plötzlich wieder in den Zeitungen zur Sprache. Das «Journal be Cherbourg« zeigt ganz bestimmt an, die Dampffregatte uGomer" sey von Brest angelangt, umSolda-ten vom l Regiment dahin abzuholen, welche an dieser Erpedicion Theil nehmen und dann nach Otaheiti gebracht werden sollten. Nach Madagaskar wären 3000 M. und dabei 500 M. Artillerie bestimmt. Paris, den II. Septemb.r. Der Bericht über die Momhyon'schen Tugcndpreise enrhielc rührende Details. Von den Personen, welche nur den geringsten Preis, die bescheidene Medaille von 500 Frs. erhielten, machie Hr. Viennet unter andern die folgende namhaft: »Anna Billard! — Folgen Sie mir in eine der düstersten Strafen von Paris! Hier werden Sie einsehen, das; trotz aller Freigebigkeit des Herrn v. Monthyon, nnsere Mittel nicht ausreichen, dajj wir nur die würdigsten belohnen können, und welch ein Mas; von tugendhafter Selbstverleugnung dazu gehörr, um nur die geringste unserer Auszeichnungen zn empfangen! Anna Billard nannte ich Ihnen. Sie ist Näherin, lebt von dem Ertrag ihrer Nadel. Ihr Man», Leger, war ein Bäcker. Sein Brot war nicht stets bezahlt, doch beide Gatten hatten m'cht den Muth, einem Hungrigen ein Stück, abzuschlagen. Die Zahl ihrer Glänbiger erschöpfte ihre Mittel. Leger konnte sein Unglück nicht ertrage», und eine düstre Klause von Bicetre jchließr ihn jchc ein! __ Anna Billard hat zum Lager nnr cine Matratze mit dünner Decke! Sie har im Win? ter kein Fcner, lebt von schlechtem Bouillon, von Gemüsen, oft auf der Straße aufgelesen, von Brot, das die Gefan-genen nicht mehr mögen! Sie glauben, ich werde Ihnen jetzt von irgend einer mnleidigen'Scele sprechen, die der armen, scchzigjährigcnFran zn Hilfe kommt? Sie irren! Anna Billard ist selbst eine solche Helferin. Der Ertrag ihrer Na» del wmde ihr Meubles, ein guteS Bett, bessere Nahrung, manche Bequemlichkeiten gewähren, allein sie ernährt bei sich eine ältere Frau, cine hilflose Lehrerin, der Krankheit und Alter die Arbeit untersagen! Mehr! Sie hat einen 70jahri-gen Soldaten, Vater von vier Kindern, vom Hungertode gerettet und unterstützt ihn fortdauernd; eben so einen alten Polen, der ihr in guten Tagen gedient, und dessen Namen sie nicht einmal weiß!«---------Herr Viennct führte der gerührten Versammlung noch eine Menge ähnlicher Beispiele an! Auch solche Charaktere entwickelt also daS verderbte Paris'. Der Bericht des Herrn Viennet kann die Basis lynchen neuen Romans bilden! Der »Oesterreichische Beobachter« vom 32. September meldet aus Paris Nachstehendes: Am !2. d. M. Abends zwischen 5 und 6 Uhr, in dem Augenblicke, wo die Spazierganger ans den Tuillerien zurückkehrten, nm ;u Mittag zu speisen, siel ein wahrer Regen von Vnnkbillets von !000 und 500 Fr. anf dem Vendomepkitz. Ein Windstoß hatl<>, wie man sagte, dlesen Schatz ans dem Bureau eines der reichsten Hutels auf diesem großen Platze entführt lind >o dic öffentliche Straße damit besäet. Alle diese Billets wurden, die meisten durch das Pnblicnm, aufgesammelt nnd anf der Stelle dem rechtmäßigen ^Eigenthümer zurückgegeben. Nach Scatt gehabter Zählung fanden sich l 23,500 Frs. wieder vor. Der Pack dieser Bankbillets hatte aus l 25,000 Frs. bestan-den, nnd es fehlten noch zwei Billets, eine's von 1000, das andere von 500 Fr. Diese waren durch den Wind auf die Dächer der Hänser geführt worden, wo sie durch zwei ehrliche Kaminfeger aufgesucht und wieder gefunden wurden. Spanien. Aus Madrid vom 10. September wird geschrieben: »Der französische Botschafter wird sich heute in den Pallast verfügen, nm die Befehle der Königin und der Königin-Mutter zu empfangen, hinsichtlich des Tages, an welchem er mit aller Feierlichkeit der Etikette um die Hand der In«-fantin anhalten wird. Die Doppelvermählung bleibt bis jetzt anf den 10. October bestimmt. Die Dispens von Ron, wird a/egcn den 20. September erwartet. M^raflores und Soro» mayor sind angekommen; sie hatten bereits Conferenzen mit Isturiz. Es treffen viele Deputirte und Senatoren ein zn der am l-l. September erfolgenden Eröffnung oer Cortes. Die Dotacionsfrage joU erst den neuen Corteö, die im December zusammentreten, vorgelegt werden. — Die Blätter fahren-fort, gegen die Heirath Montpensiers zn polemisiren. N nßla n d. Der „Oesterr. Beobachter»« vom 22. Sept. berichtet aus' St. Petersburg vom l0. d. M.: Seine Majestät, der Kaiser, hat cu:f einen Bericht des Ministercomit6's befohlen,' dasi Künstlern und Zöglingen der kaiserlichen Akademie der Künste, di? auf ihre eigenen Kosten das Ansland besuchen wollen, wenn sie über ihre Fähigkeiten und Talente, so wie über die Dringlichkeit der von ihnen beabsichtigten Reise eine Bescheinigung der Akademie beibringen können, die von Pässen ins Ausland zn entrichtende Abgabe erlassen werden soll^ Auf Befehl des Finanzministers hat das Departement-des auswärtigen Handels ?en Zollämtern angezeigt, daß die seit einiger Zeit eingeführte Waldwolle nach dem Tariff wie Flachs- und Hanfabfall zollfrei durchgelaffen werden soll. Osmanisches Neich. Von der tür-kischen Gränze, 3l. August. Der Kurden-Häuptling, Chan Mahmud, hat auf eigene Faust Krieq mit den Persern angefangen und bereits mehrere Dörfer auf dem jenseitigen Gebiet verwüstet. Der erbliche Stacrhalcer von Rewendusi, Namens Nass:»o Bey, ebenfalls ein Kurde, har sich wider den Pascha von Badgad aufgelehnt. Verleger: Ignaz Aluiö Edler v. sßlvinmayr. <7ours vom 22. Hcptlmder I^llk Vl!tts!pr,is. Dari.initVer!. v.J. !«^9f"r25nsi. si„CM.> 3,9^,6 detto detto »629, 5o « (ir, CM.) 65,3^,6 Wiei^r Sta,t>!»'Vc>!'c^-^dlic,c>ill,'!i, z» t 1 i2 ^>^',, ^^ lz me,s. Qblisatio»^!, t'er Stände ilZ.M.'! < ^ — — l»t> der (5l«»s, von 'i>^li' ! ^< »» l — — sle», Etcl'ermarr, ttär>l» ^;u » «. « 55 — ten, Kr.'in , Gorz mil» l ;>!» 2>4 „. ! — — <>,« W. Oberk. Amtes ^ / ' In W>cn aw 2Z. Ivple>nl?» und Ad ^ ei eiste» Den 2l. Septembei 1846. Hr. Glooainn D»lamiui, —. u. ^)r. Alois Zti'e^ biy, beide Handelsleute, — u. Hr. Gust. Kl'äffr, Kailfllian», allc >! von Tocst nach W>e».__Hr. Ios. ^Pciicatore, Piäsi^enl d,3 M>!ir. Obergeslcht,s Lu-Leiibilrg, — l>. Hr. Will. Peel, engl. ^iapic, , beide von Wien nach Tuest. __ Hr. Frz. Prettenhofel-, Postmeister, von Nenükirchen nach Tnest. — Hr. Bar. Bellet-Na>bonne, — u. Hr. v. Hauqwiy, beld« precis;. Nltrei-gutöbesiher, von Grah nach Trlest. — Hr. Gust. 0. Boooard, Allsc^Iiant, voi, Görz nach Wlen. — Fr. Pauline Giaf. v. WlNll'fen, von Trieft nach Grah. Den 22. Hr. Pierre Iefeis, Particulier; — Hr. Ed. Johnston, Handelsm.; — Hi. Jos. Kohn, Handlllngiiqcsellschafrer, — u. Hr. ?lrch>bald Paton, »ngl. ^de!»,., alle 4 00» Trlest nach Wien, — Hr. Wllh. Kichert, Groschandlililgsieis. , von Triest nach Salibura,. — Hr. Doctor F'schcr, groscher^. oldcuburg. Staalsrath ll. Reg. Prasidenl; — Hr. Thl'od. Dic-trich, — n, Hr. Cd. D>cir>ch, beide NittergnrSbesihcr; — Hr. Neubauer, k. preusi. Commlsslonsraty, — u. Hr. Hd. Hal'dmg, Rentiei', alle 5 von Gray nach Tne-st. Hr. Frcih. v. Partner, Balidircccor im Küstenlande, von Gratz nach Finme. — Fr. Cach. Bntt, engl. Da.-me, r>on Wien nach Trlcst. Den 23. Fr. Gi'äfi'üi GaiSrnt, Stiftsdame, von Gratz nach Mailand. — Fr. Amal. v. G.,ste,ger,^and.-rathsgemahlinl,, von Marburg nach Novigno. — Hr. Jonathan Thornton, Fabrikbeslßerssohll, — u. Hr. Carl RaputlNi^andelsm., beide von Wlen nach Triest. -— Hr. Dr. Frledr, 3l>ca>u<^, ?lpotheter; — Hr. v. kepcl, k. preus;. Second - Lieut.; — Hr. Mich. Graf Kannitz, k. b. Kämmerer u. Gutsbesitzer ; — Hr. I°b. H'ogler, Gub. Concepts. Pracrik.; — Hr. Carl v. Roppard, Rlttergutsbesitzer, — u. Hr. Carl Rathmann, k. preuß. Major, alle 6 von Triest nach W'e». — Hr. (Z. Laib. Zeit. Nr. lie v. 26. Sept. 1846.) Ios. l'ipi'sch, Techniker, von Gör; nach Wien. — Hr. Camillo del Torre, Med.cmer, ^on Gradisca nach Wien. - Hr. Slef. F.y, Handelsm , nach Gray. — Hr. Graf l^paügen. N.ltm,, sammt Jäger, von Triest ..ach Steyn.^— Hr. Carl Corem, Inqenieur. von ^a^r nach ^r.est. -_ ^s. ^,^ Grober, l),- ^ui-i« ll. Hos?a„,m.rb^mte, 00,1 Wien nach Klaqenfnrt. — Hr. Bar. Weiher , sa»,mr Fam.Iie n. Dieuersch.. von priest nach Graß. ^ ^ Den 2,. Hr^ Graf Erd.dy de Monyoroketek, sammt Frau Gemahlinn, von Verona „ach Cilli — Hr. ?ldolf Neyer, Wech elaer.chtsratb, — u 'Hr Aua. Fre,h v Berlep>ch. sächs. g,h F. .anzrath, beide von Wle» nach V,!,ediq. - Hr. Ios. Wan.ef, Wirth.-schafcsrath: — Hr. Va.'ent. Morandini, Besitzer; — Hr. Ios, Vaeni, Professor, — u. Hr. Graf v. Col- lanl, Garde . ^leut., alie 4 von Wien nach Triest.__ Hr. Will. ?ancred. Nentler, von Gratz nach Triest. — Hr. Wen^l Mayer, Rentier, — »>. Hr. Ferd. ^tachelroch, Gutsl'esi>),'r, beide von Tri,st nach Wien. — Hr, Ioh Paternolli, Besitzer, — ». Hr. Valent^ Goriup, Han^'Iöm, beide von Görz nach Wien. Vrljciltiniß ver hier ^erstorbentn. Den l?. September 18^6. Florian Komar. Kücchc, alr 28 Jahre im Cioi» spital Nr. l, a«n Zehifieber. Den !3. Maria Stephan, Institntsarme, alt 76 Jahre, in der Stadt Nr, ,85, an der EntkräfN'ng. Den 20. Paul Soienz , La.bachcr- Flndllna, alt l2 Jahre, im Civil - Spital Nr. , , an der AuSzeh. rung. __ Joseph Baiidasch, Elsenbahnaibeiter, alt 39 Jahre, ,m Clvilsplial Nr. l, am ZehrfiVber. Den 21. Dem Wenzel Klcment, Parental - In. val,^..,, sem We.b ?lm»a, f»lt?l I>)hre, m der Gra-dücha-Vorstadr Nr. 1?, an Altersschwäche. Dc» 22. Herr Phü.vp I^c. Walland, Handels, mann iind Hausbcsißer, starb lm 50. Jahre seines Al. ters, in der Stadt Nr. 263, an der Ablagerung der G»cht auf das Gehirn. Den 23, Dom Herrn Gcora, Wasches, k. k. Gub. K^li^'llistc,, u»d Hausbesitzer, sein Kind Seraphlüe, alt ll Moiiate, in der Stadc Nr. 69, ^n dcr hantigen Braune. Unterrichts-Antrag. Die UlNcrzeichn.te macht hiemit l?ckc>nnt, daß sie, vom Anfang O^tol'cr an , Mädckcn in d<»l, Elemcntarfieginständen, Geographie, Ge-sckichte, il, der französischen Sprache und allcn fcilieu »vciblicktn Handalbcilen, Weisistick»'»-. mir« begriffen, Unterricht zu clthellen wünschl'. DaS Nähcre erfahrt man am Rann H. Nr. j87 im 3. Stocke. 3. ,5,2. (Y -^ . . Große und besonders reich ausgestattete Mtt-Lotterie des k. k. priv. Grc>ßhandlunqshausts Hammer 6 Karis in Wien, deren Hanptziehnng noch in diesem Jahre erfolgt. BainstHA HIN 21. Nl)V6inkßr 1846 erfolgt unwiderruflich die Gratislos-, die Goldpramienlos- und die Haupt-Ziehung der großen Lotterie wobei gewonnen werden: Die scvonen und einträglichen Güter Myczkowce« zwierzyn «• BereMiiea-Ukizna in Galizien, oder eine bare Ablösung von IOO^OOO Gulden Wlener-Währung. In dlcser großen Lotterie gewinnen I885O Treffer die durch die Vorzie-dung nicht geschmälerte volle Gcsammt'Summe von Gulden ^^)^/^^/^/^L Wien. Währ. worunter I2nnu Stück k. k- Ducaten in Gold. Auf H Lose wiro ein rothes Gratisqewmsi kos uln'ntgeitlich aufqcgcl>cn Abnehmer von Ht» gelegenen Hauses gewilliget, und hiezu drei Termine, und zwar auf dcn »9. October, 16. November und 2l. December 184. September I8^t». Vermischte Verlautbarungen. Z. »500. (2) Nr. 979. Edict. Vom Bezirksgerichte der Staatsherrschaft Land. straß wich bekannt gemacht: Es sey über Ansuchen des Gcorg Hellinge» von Kann, in dieereculive Feilbie-tung des, dem Johann Nayer von Kanu gehörigen, der'Herrschaft Motritz 8„!) Berg Nr. 770 und 77 l dienstbaren, im Wcinzebirge Tschateschke Mladina gelcgcncn Weingartens sammt Keller und Waldan-lheil, weqc,l schuldigen 27 fi. 28 kr. samint Klags-u>'d Erecmionokustcn gcwilligct, und rs seyen hiezu die T^gsalM^en aus den 22. October, 23. Novem» der u„d ^I. Delemder d. I., jedesmal früh 9 Uhr lii luco der ^c^liccü mil dein Anhange befti-ninl wor. dcn, daß dieselbe nur bei der dritten Feilbielung auch unlcr dem Echä^ungswcrlhc hinlangcgebcn werden (Z. ?l,nts.'Bl. Nr. 116 y. 26. Sep!. l8^6.) Das SchahungZproiocoll und die Licitatious-bedingnisse sind täglich in dieser Gerichlskanzlei einzusehen. Bezirksgericht der Staatsherrschaft Landstraß am 25. August 1846. Z i486. (3) Nr. 3192. Edict. Von dem k. k Bezirksgerichte Radmannsdorf wird lickannt gemacbl: Man habe dcn Johann Wal-land, v>,!^u Neßmann, Dritielhübler von Noschach Nr, 3, wcgcn erwiesene!, Wahn- und Blödsinncs, der ferneren eigenen Vermöqensvcrwaltunq für un^ fähig erklärt und ihm dcn Urban Fenin o«n Brcs« nili als Kurator bestellt. K. K. Bezirksgericht Radmannsdorf am 5. September l«46. Z. »488. (5) Nr. 2I9H822. Edict. Alle, welche als Gläubiger oder Erben auf den Nachlaß des am 29. Mai l846 zu Moste Wl5ialt> verstorbenen Kaischlcrs und Mühlcrs. Michael Man. delz, Ansprüche zu machen vermeinen, haben solche bei Vermeidung der Folgen des §. 8l< b. G. B., am 6 October o. I. , Vormittag um 9 Uhr hicramts anzumelden. Bezilksgericht Münkcndorf am 8. Juli l8^6. Z l485. (2) Nr. 937. E d i c s. Von dem k. k. Bezirksgerichte Oberlaibach wird hlem.t zur allgemeinen Kenntniß gebracht -. EZ seyen zur Vornahme der in der Ereculienssache des Ma-thias Wolsingcr von Planina . wegen schuldiqcr 453 fi' ^2 kr. c «, «., vom Nezirlbgerichte Haasberg mit Be^ scheid vom 10. März l846, Nr. 955, bewilligtet» Leilbittung der, dem Andreas Suppin von ^'oilsch gehörigen, der Herrschaft Loitsch «u!» Rectif. Nr. 308 zmsbarcn. auf »5l8 fi. 50 kr. geschätzten Driltlhube zu Obcrlaldach,dle Tc>mine auf dcn I I. Auaust , dcn l5. ^epsemdcr und dcn lI. October l. ^ . iedcsmal fnih 9 Uhr in dicscr Am.skan^i bestimitt' wordm mlt dcm Benutze, daß d.cse Realität nur bei der ersten und zweiten ^cilblctung um den Schätzungswert!) oder d«rüder, bei der dritten aber auch darunter wird hintangtgtbcn werden. Dessen die Liiitaiioi'slustigen und insbesondere die intabulirtei, Gläubiger zur Wahrung ihrer Rechte mit dem Beisatze verständiget werden, daß die Scha-tzung, der Grundbuchscrtract uno dle Licitalionsbe» dlngnisse, 'vornach uiucr andern jeder Licilant ein Vadium pr. ,5l fi. 55 kr. zu Handen der Licita-tlonscomnufswn zu erlcgen haben wird, täglich in den Amlsstunoen bei diesem Gciichtc cinacschcn werden können. K. K. Bezirksgericht Obc»l,,ibach am 2. Mai 5846. Anmerkung: Bei der am ll. August l. I. ab-gehaltenen ersten, und am l5. September!. I. rorgcnolnmcncn zwcitcn Fcilbietung hat sich kein Kausillsiiger gemeldet. K.K. Bezirksgericht Oberlaibach am l6-Sep. lembcr 1^46. 4 874 Z. 1484. (3) Nr. 5Ul. Vorrufung der unbekannten Erden nach Vülcntin Schoscht. Von dem Ortsgerichte Sallach, als Ab-handlunsss ^ Instanz, wird hiemit bekannt gemacht: Es scy Valentin Schoscht, gewesener Dienstk»echt zu Hrastnigg, im politischen Bezirke Seih, am 23. Mai d. I. ohne Testament unter hierorti-ger Gerichtsbarkeit verstorben. Da nun diesem Gerichte unbekannt ist, ob, und welchen Personen auf seine Verlassenschaft ein Erbrecht zusteht, so werden hiemit alle Jene, welche dießfallv Ansprüche zu machen gedenken, erinnert, ihr Erbrecht binnen Einem Jahre und sechs Wochen bei diesem Gerichte um so gewisser anzumelden und darzuthun, wid.igens die Verlas-senschaft mit dem ausgestellten Curator, Max. Koß zu Arzlin, und den allenfalls sich ausweisenden Erben nach Vorschrift der Gesetze verhandelt und demjenigen eingeantwortet werden würde, welchem sie nach dem Gesetze gebührt. Ortsgericht Sallach im Cillier Äreise, am 28. Juni 18 lti. Z. 1505. (2) Auf em größeres Gut wird ein Verwalter gesucht, der in der Oeco-nomie erfahren, ledigen Standes und von reiferm Alter seyn muß, und nebst den Zeugnissen über bisherige entsprechende Verwendung und un-tadelhafte Sitten. mit dem vorge-schnedenen Wahlfahigkeitsdecrete zur Grundbuchsfühlung versehen seyn, auch ein noch mcht ganz ausgearbeitetes Grundbuch zu rollenden im Stande seyn muß. Darauf Restectirende wollen sich um Auskunft im Zeltungs - Comptoir melden. Haus-Verkauf in Villach. In der Kreisstadt Villach , in Oberkärnthen, ist ein ganz neues, solid und feuersicher gebautes, 2 Stockwerke hohes, mit Ziegeln gedecktes H a us alls sieler Hand zu oei kaufen. Dieses Hans ste')t" «n der Haopcsti-aüe vo» Ma«Ia»e »ach Wit'» , nnd ,,bei dem l)>cr durchfllesienden, an die Eisenbahn »ach Bmck führenden, von Oberdrauburg bis Walburg u»d Ptttau sch'ffbaren Drauftiome, und ist,''da mit selbem auch das G>,-!U^de d^'s Weliiscb^itvs lind der Bl^i biä n/lei ab^ct,^,,'» wl'sde» kami, zi, dics^n, >»,> alich;i< ciuderi» Bpeclu.Nloueu liod Gen'cibe» ft'hr g^iqiler. Ei> h^c ei-licil jl'hl' c><'>^»Nuckel! ^loslc» Kt'liei- cnif mehr als l ^d St^rtln Wem, donil zu ebeoer Eroe 5 gei'äliiMHe und gewölbte Zxnoie^ nn Hofrauin»,' cii, besoi,bercs geivölb-N's Mag^ill,, 3 Holjl^ie» und ei».'» Brunnei». I», cisi»,'» u»d z,uc!tc!! Druckwerke ei,tl)alt es >^ qrosi«», lichte lind ^iualt^ Zlmmer, 4 Kuchen, 3 Speisekammern. Da^sl'Il'l,' biecel !^e^en die l)ji - und Westseite eine iui)g^e>ch,ietc Absicht >u die, bekannlermaßcn schöne» Gegenden Vill^ch'ö dar. Auch genießt dieses Haus durch u Jahre die iVteucrfrcihcit,,..,. ,„,^ ^»« 4 Jahren gc>»^ vom Giunde aus ncu erbaut wurde. Der Elgenthium'r clkari dem Käufer, gegc» fti»,- sichen Contracl auf mehrere Jahre den dritte» Thcll des Hauses zur eigene» Wohnung a/gen ^^iz^!^ jährlichen Zins von 5W fl. Conv. Münze in Miethe zu nehmen- Vom Kaufschillinge, welcher 2lj,<)»u ft Conv. Münze betragt, können 'i< gegen 5°I° Zinsen belassen werden. Der Verkaufstei'mm g'lc nur bis Ende 9lovember, »ach V.rlauf deoselbeu ,mrd obige Nealicac um dicsei, Preis mcht mchr liberlassei, lrerden. Kauflustige wollen sich hinsichtlich der nähern Be-dingmss.' l" frai'kliten Briefen an den gefertigten Ei-ftenchümel- ft'lbst, in der untern Vorstadt «»!> !)lum. mer265 <^ 267, oder an Herr» Ioh. (il'. Wut scher ,n Lalbach wendeu. Villach am 2l. September I846. Joseph Silv. Nabitsch, Rosoglio' Fabrckallt.