Nr. 207. Montag am 11. September 1865. Die „?llibacher Zeitung" erschein!, mit Auenahmc dn Sonn- und Feiertage. tNglich, und losict scmmit den VeUagen im Comptoir nnnzjälirtg n fl., halt,-Mrlg t» fi. 50 lr., mit Kreuzband im Comptoir ganzj. 12 fl., halbj. 6 fl. Mr die Zustellung in'« Hau« find halbj. bO lr. mehr zu entrichten. Mit der Post poNosret gllltzj., unter Kreuzband und gr-dnlckter Adresse 15 fi., Yaibj. 7 st. bO tr. Änfertionsaebühr silr eine Garmond»Spallmzeik ober dm Naum derselben, ist fttr Imalige Einschaltung Str., filr 2malige8tr., fllr Smalige 10 lr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions«-Stempel pcr 30 fr. fltr eine jedesmalig« Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 st. 90 lr. tür S Mal, 1 st. 40 kr. für » Vlal und 90 lr. fil« 1 Vlal lmit Inbegrifi des IusertionSstnnpel«). Amtlicher Theil. a3e. k. k. Apostolische Majestät haben nachstehendes Allerhöchste Handschreiben zu erlassen geruht: Lieber Freiherr v. Gablcnz. Ich ernenne Sie zum Statthalter in Holstein, indem Ich Ihnen die Lcitnng der Zivil« und Militärverwaltung dieses Hcr-zogthumS übertrage. Wien, am 4. September 1865. /ra«) Joseph ni. p. Se. f. l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom .'li. August d. I. den Domherrn an dem ssathcdralkapitcl von Viccnza Ludwig Gallo zum ^ich,r0w an demselben Kapitel allergnüdigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 25. August d. I. den außerordentlichen Professor der polnischen Sprache lind Literatur an der Universität zu Prag Heinrich Suchccli zum außerordentlichen Professor für ver» gleichende slavische Sprachlundc an der Hochschule zu Krakan allcrgnädigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung uom K. September d. I. den Anton v. Nadu^l, Sky z„m 57>dcrgcspall dc« Sohlcr KomitateS allergnädigsl zu ernennen geruht. Richtamtlicher Theil. Laibach, 10. September. Keinem Staate der Nclt hat seine Entwicklung eine so schwierige Aufgabe gestellt, wie sie unserem Oesterreich zn Thcil geworden, — so ruft ein Wiener Blatt aus, und wir müssen dieser Behauptung voll» kommen bcitrctcn. Freilich ist cö hier nicht am Platze, die verschiedenartigen Quellen dicscs Mißgeschickes zn erörtern, es ist dies anch schon vielseitig andcrorls geschehen; aber die Diskussion über gewisse Entwick» lungsstadicn nnscreS VerfassungSlcbcns wurde stets mit Eifer in der TagcSprcssc geführt, und so dürfen wir nn6 nicht wundern, wenn der der Regierung nun schon mit einer gewissen Konsequenz zugeschriebene Plan einer den ungarischen Komitatcn analogen Organisation in den dcutsch'slavischcn Kronländcrn oder, wie man sich anszudrückcu pflegt, der Herstellung der höheren Gemeinde, in den Journalen einen lebhaften Streit hervorgerufen hat. Ncn wäre die Idee nun allerdings nicht; die HZerfassungscutniürfe von 1848 nnd 1849 enthalten bereits Andeutungen der Bezirks- nnd KrciSgcmcin-den uud auch daö Gemcindcgcsctz, welches unter der Ncgcnwärtigcn NcichSvcrlrctnng zu Stande kam, behandelt die Bildung der Bczirksgemcindcn als eine offene Frage, deren definitive Erledigung den einzelnen .andtcigcn überlassen wnrdc. .. , ^''"'gfaltig äußert sich daS Mißtrauen gegen ^'^'"l"Wng, gipfelt sich jedoch hauptsächlich in dem Vcrdaclite cs würden sodann an die Stelle von ^!"'' la'scrl.chen Beamten nur hohe Adelige, Per-a „,nl '"^'^7 ^"rimouialwc sens treten; die Z^ ^'! ^nlspaschas/. wie man heu. ulage G s^ . ^"' ^Fl) bezeichnen hört, würden in D l!. " "1^" Gutsherren, die keiner weiteren di Ä^ f°"leben nnd dabei ten ^N >.."' ^""'"dcglieder lau», einem erschn-tcn <5oitschrltte zugeführt werden n^s^ ^'.^^" l"cht diese Befürchtungen nun zn verscheuchen, mdem es schreibt: „Mit solchen Schrcckbildcrn, glauben wir, wird man das wahre Wesen der freien und wirtlich auto-nomcn Vczirtsgemcindc nicht in Mißkredit bringen. In dieser freien nnd anlolwmcn Gemeinde wird der Vorstand eben dnrch die BczirlSacmcinde sclbst gewählt und dessen Wahl von dcr höchsten Behörde bestätigt. Man wird aber doch von dcn Vczirlsucr-lrctcrn, wclchc selbst wieder auS den freigcwähllcn Gemeinden hervorgehen, erwarten dürfen, daß sie wirtlich einem Manne ihrca Vertrauens ihre Stimmen geben, mag dieser nun ein adeliger Gutsbesitzer oder ciu bürgerlicher, cm Notar oder ein Fabrikant sein. Bekanntlich befindet sich hcnle ein großer Theil des ehemals landtüslichcn adeligen Besitzes in dcn Händen von bürgerlichen Grundbesitzern und wir wür-dcn cö zum Beispiel durchaus für lein schrcckcncrre-gcndcS Ereigniß ansehen, wenn Männer uom Schlage eines Moriz u. Kaiscrsfeld an die Spitze dcr Bezirks-Vertretungen gewählt würdcu." „Wir begrüßen daher daS Bestreben dcr Regie-rung, den Ausban des VcrfassungölcbcnS von unten herauf mittelst dcr autonomen BczirtSgcmcindcn dnrch-zuführen, als ein schr ersprießliches nnd wollen nur wünschen, daß die Landtage selbst dcr Regierung in diesem Bestreben entgegenkommen nnd für die Ein-richtnng dcr Aczirksvcrtrctungcn solche Formen in Vorschlag bringen werden, durch wclchc jede Bcsorgniß vor Wiedereinführung aristokratischer und feudaler Institutionen gründlich beseitigt würde." Oesterreich. TVien, L. September. Ii, Paris will man wissen, das dortige auswärtige Amt halic ganz sichere Meldungen von ernsten Differenzen, welche zwischen dcn Kabinctcn von Wien und Berlin in Vczng auf die Auölcgung gcwisfcr Stipulationen der Gastcincr Konvention entstanden seien. Natürlich hätte man eine Schadrnfrcndc über diese sofort nach dcr Beilegung der früheren Zmistigkeiten von Ncncm ausgc-brochcucn Mißhclligtcilcn. Man gibt freilich zu, daß dic angeblichen Mciiulng^vttschicdenhcitrn in wcnigcn Tagen wieder ausgeglichen werden dürften, trägt sich aber mit dcr Hoffnung, daß Hcrr o. Bismarck nicht rnhcn kann, bis cr noch mehr oder Allcs, wonach er strebt, erhallen haben wird, daß cin Vruch zwischen dcn deutschen Großmächten cnlstchcn nud schließlich eine Einmischnng Cnropa'S in die Hcrzogthümcrangc. lcgenhcit nicht ausbleiben könne. Bon Allcm diesen dürfte nichts für wahr anzunehmen scin, als daß Frankreich eine Schadenfreude hätte, wenn eö wieder zu Zerwürfnissen zwischen Oesterreich und Preußen käme. ,. — Dcr „Vollofrcund' mcldet: „Die Velhand-lnngcn über die Ncgclung dcs neuen ProvisorinmS haben einen so günstigen Verlauf genommen, daß die neue Ordnung dcr Dinge mit dem 15. d. ins Leben treten kann. Dcm Prinzipe einer getrennten Verwal« tuug für jcdcS Hcrzogthum ist so viel als nur mög-lich Rechnung getragen worden. So wird z. Ä. Hol. stein scinc eigene Finanz» nnd Zollverwaltung (letztere unbeschadet dcs gcmcmschaftlichcn Zollsystems) und scin ciacncS Post- lind ^clcgraphcnwrscn erhalten; da^ äcacn wird gcnicinsam lmdcn Hcrzoglhümcrn die Kieler Universität nnd die damit in Verbindung stehende Sanilälökommissio" vcrblc.l'cn. Sowohl die oberste Hivilbcliörde. alS die schlcswlg.holsteinische Landcsio äicrnna wcrdcn aufaclost. Für Holstein wird eine lwlslei ischc ^andcörcg'crung lrcirt, dcrcn Äcamtc ihre D ./t vom ostcrrcichlschcn Slatthallcr erhallen >md diesem ein einfaches Handgcl^iß icistcn/< ^_ 7 September. ^>>c ^inanzorganc »n Ungarn, .. s,l^licr direkt dcm Finanzministerium unterstanden, s>!> mittelst einer nencstcus crgangencn Verordnung b des Fi anzministerinms oder der Hofkanzlci wird nicht gesagt) a.'awicsen worden, fortan dem Tavcr- lns in Pest nntcrznstchcn. Diesem haben sie iiber alle bemerlenSwerthcn Vorfälle zu berichten, wie ihm anch cin Einflnß anf die Personalfragen (bis zu wel» chcm Grade, wird nicht gesagt) eingeräumt wird. — Mit dcr nnumwundenm Angabe, daß die Mittheilung aus offiziellen Kreisen stamme, wurde ge-stern in einem inspirirten Organ erklärt, daß nicht dcr Dualismus das Ziel der jetzigen Negiernng sei. sondern cin Kompromiß zwischen Zentralismus nnd föderalistischen Tendenzen. Ein andcreS offiziöses Blatt, in speziellen Diensten der am Nuder befindlichen Magyaren, erklärt hingegen eben so offen nnd aus» drücklich, daß der seit Jahrhunderten bestandene Dua» liSmus wieder hergestellt wird. Welche dieser An« sichten ist die wirklich offizielle? Salzburss, 5. September. In der vorgestern stattgehabten Gcmcindcrathssitzung theilte dcr Herr Bürgermeister mit, daß daS neue Gcmcindestatnt (es ist zu bemerken, daß noch immer die Gcmeindeord« nnng vom Jahre 1858 für die Stadt Salzbnrg in Wirksamkeit besteht) sowie die ncne Vauordnnng auS« gearbeitet scicn nnd demnächst an daS Plenum dcS Gcmcindcralhcs gelangen dürften. Wir wollen hoffen, daß dcr Landtag die beiden GesetzeSentwürse annehmen werde. (Pr.) Prag, 6. September. Die czechischen Blätter kommen wiederholt darauf zurück, daß sowohl die hiesige Statthaltcrei als auch die mährische bereits ministerielle Vorlagen bezüglich dcr Abändernng dcr Landlaaswahlordlilma. fiir dcn nächsten Landtag erhalten haben. Dieser Gehailptung acacnlilier können wir anf daS bcstinnnlestc versichern, daß im Lai,deSa,lS. schnssc, dcr jrdcnfnlls von dcm Einlanncn der Regie« rungsvorschlägc unterrichtet sein muß, von dem Vor« denscin jener die Wahlordnung betreffenden Abände. rnngsanträge bis heute mchlS bekannt ist. In seinem Schoße wciß man nichts davon, daß Schriftstücke dieser Art von Wien hier eingelangt scicn. (Pr.) Lemberg, 4. September. Da jetzt auch ..Mlta," das Organ dcs „Iungrulhcncnthnms" sich für Thci« lung Galiziens anSspricht, so sucht dcr Lcmberger ..Przcglad < die hicfür angeführten Gründe zu wider, lrgcn. Anßcr den schon von anderen polnischen Glitt, tcrn gebrauchten Einwendungen fnhrt ..Przeglad" noch an: „Die Masse des Volles macht noch leine Nation aus; zu ciner solchen Demokratie werden wir uns nie bekennen, wrlchc blos der röhrn Masse huldigt. Nur die gebildete, unabhängige, sich ihreS Zieles bt> wußte Klasse ist zn staatlichen Fnnktionen fähig und sie taun nicht zn Gunsten einer numerisch nberwie« gcndcn Menge abdizircn, welche weder die Interessen dcs Landes, noch dcr einzelnen Bestandtheile zu beur. theilen vermag." — Die „Gazela narodowa" veröffentlicht das von einem ehemaligen NcichSrathSabgeoldlicten ver» faßte Projekt znr Abhilfe dcr Nothlagc GalizienS. Es wird vorgeschlagen, daß 1. durch die Bezirksämter daö Resultat dcr diesjährigen Ernte sowohl bei den Gemeinden als auch bei dcn Gutsbesitzern lonstalirt werde. Hiedurch sei zu eruiren, in welchen Gegenden Vorrathsläufc gemacht wcrdcn können. 2. Die start vernachlässigte Einrichtung dcr Gcmeindespeicher sei überall durchzuführen. 3. Die Dorfrichter seien zur strengsten Hintanhallung der Zecherei anzuweisen. Icdc Gcmciudc soll darüber belehrt werden, daß sie ihre Armcn sclbst erhallen mnß. 4. Die Gutsbesitzer würden gerne Frucht und Gcld beisteuern, wenn die Bezirksämter dahin wirken wollten, daß die Vorschüsse dann abgezahlt oder abgearbeitet werden. 5. In den Kreisen scicn UnterstützungSlonilteeS zu errichten und wird dcrcn Wirkungskreis in diesem Projekte präzisirt. 6. Gestaltung dcr späteren Entrichtung der Stenern oder anch in Raten für die von dcr Mißernte Hmn. gesuchten. Pest, 5. Scpt. Heule ist von Sr. Exzellenz dcm Herrn Tavcrmlus Baron v. Sennyey an den 8S8 Magisttat die Mittheilung ergangen, daß Se. Majestät der Kaiser die an ihn gelichtete Dankadresse des Bitt« gerkomitce's huldreichst zur Kenntniß genommen hat. — Der Van des Hauses der Gemeinen in Pest hat be» «its begonnen. Vom Mnscumgcbäude, welches für die Sitznna.cn der Herren bcstimmt ist, wird rückwärts nach der Scmdorgassc cin AnSgang eröffnet, so daß die bcidcn Hänser nnmittclbar init einander werden korrespondiren können. Wie es von der Sachkcnntniß der ssommissionsmitglieder zu erwarten stand, wild allenthalben nicht nur für das Nothwendige, sondern auch fnr den Komfort gesorgt sein. Eigene Abtheilungen fnr die Ausschüsse, für die Stenographen, für 5 die Dienerschaft, für daS Bnffct. Eine geräumige Galerie mit separaten Anfängen, nahe genug, um an den Verhandlungen thcilnehmen zn können, entfernt gcnng, um Störungen hintanznhaltcn, tnrz cS ist nichts vergessen, nnd anch die Räumlichkeiten dcS Museums werden in derselben Weise anf das Zweck« müßigste nnd Geschmackvollste hergerichtet. DaS Ad. geordnctenhauö muß kontraktlich in neunzig Tagen fertig sein. Agram, 4. September. „Domobrau" bringt ein auö dem Finmaner Komitate eingesendetes An< sinne» an den Herrn Staatsministcr Grafen Belcrcdi, er möge ungesäumt znm Nutzen dcS österreichischen Slavcuthumö nnd insbesondere der Südslavcn dahin wirken, daß anch Dalmatien, sei eS selbst im Wege des dalmatinischen Landtages, zu einer Vertretung an jenem kroatischen Landtage gelange, welcher über das für Oesterreich selbst bedeutungsvolle Schicksal nnd die Zulnnft oeS südslavischcn Volles zu entscheiden habcu werde. Unsland. München, 4 September. Die feierliche Ueber« lragung der sterblichen Hülle des Königs Hiaj.- II. fand heule Nachmittag 4 Uhr bei ununterbrochenem Glockengeläute in der Hofkirchc zn St. Kajctan statt. Außer dem StaatSmiuistcr dcS k. Hauses und dcS Aeußcrn, Freih. v. d. Pfordtcn, dann dem General« Sekretär und Ministcrialrath v. Mayer, war anch der baierifchc Gesandte zn Paris, Freih. u. Wcndland, ein langjähriger Vertrantcr des Verewigten, dann noch folgende Herreu anwesend: Obersthofmeistcr Graf zn Easlcll, Oberstkämmcrer Graf v. Pocci, Oberzere^ monicnmeistcr Freih. v. Moy, Hofinusil« Intendant Frcih. v. Perfall, StauSrath Dr. Wcichsclbaumer u. s.w., der Generaladjntant dcS Königs Gcncrallicutcnant Frcih. v. d. Tann, die Flügcladjutautcn, General« major v. Sprnncr nnd Hauptmann Fürst von Thnrn und TariS. Sämmtliche Herren waren im schwarzen Anznge. Der Gcnerallapitän der lönigl. Leibgarde, Frcih. v. Hohcnhausen, bcfchligtc eine Abtheilung Hart. schiere. Entsprechende Trancrdetorationen waren angebracht; auf mächtigen Leuchtern brannten unzählige Wachskerzen. Als an der provisorischen Ruhestätte die Siegel abgenommen, der unversehrt vorgefundene Doppclsarg in den dritten, zinnernen Sarg gebracht, dieser verlachet, endlich mit Bändern umschlungen und dreifach versiegelt war, wurde er unter feierlichem Gesänge in die große Marmor-Umhüllung gestellt, diese geschlossen, womit der ergreifende Tranerakt cn» bete, indem der unvergeßliche Monarch nunmehr an der von ihm selbst gewünschten Stelle rnht. Verlin, 5. September. In Betreff des in Aussicht stehenden preußisch, österreichischen Antrages wegen einer deutschen Flotte ist daran zn erinnern, daß dieser Gegenstand schon im Jahre 1852 anf der Tagesordnung stand und damals der Ausschuß anf Grund des Gntachtcns der Sachverständigen übcr die ihnen durch VundcSbcschluß vom 6. September gc« stellten Fragen in der Sitzung vom 25. November 1852 den Antrag auf cine drcilhciligc Flotte sleUle, und zwar nach Analogie des Buudcshecrcs nnd derBuudes-Armeekorps auf die Herstellung einer österreichischen, preußischen und einer Nordsccflotte. Den gedachten Staaten sollte die Organisation nnd Verwaltung, so wie im Allgemeinen und zu FricdcnSzcitcn die nnbc« schränkte Vcrfüguug übcr die resp. Flottcuabthcilnngcn, dem Bunde im Frieden die Ucbcrwachung der ton« tingentsmäßigen Leistung, gegenseitige Inspektionen, Veranlassung gemeinschaftlicher Uebungen und Inspct« tioncn, so wie im Kriege (Aundeskriege) die Verfügung übcr die Flotte zustehen. Diese letztere Bestimmung dürfte jedenfalls, wenn daranf relnrrirt werden sollte, Widerspruch bei Preußen finden. — Unsere Ostseehäfen haben dnrch den jüngsten dänischen Krieg enorme Vcrlnste dnrch Verminderung der AuS< fuhr und Einfuhr erlitten, z. B. Königsberg allein im Ganzen gcacn 1863: 13 Mill. Thaler, darunter an Export zur See cincn Ausfall von 2,700.000 Thlr. Die Vcrlnste der übrigen Ostseehäfen, die Verhältniß, mäßig gleichfalls sehr bedeutend waren, wurden nur zum Theil dadurch gemildert, daß Mcmcl, das den Hauptplatz für russische Einfnhr bildet, von Dänemark au« NNHs'cht gegen Rußlaud nicht blokirt wurde. Jedenfalls geht aus diesen Thatsachen hervor, daß Preußen bei jedem Kriege im Norden in gewisse Mit- leidenschaft gezogen wird. Die preußischen Fcbruar-forderungcn bezwecken cbcu, Preußen eine solche Stcl« luug in den Hcrzogthümcrn zu geben, die es ihm möglich machen würde, bei einer kricgcrifchcn Even« tualilat im Norden seine eigenen nud Deutschlands Interessen wirksam zn schützen. Denn jcde solche Eucütualilät, wenn sie auch nicht direkt gegen Preußen, sondern gcgcu den selbslsländigen Staat Schleswig» Holstein gerichtet wäre, der nicht in preußischem Schutzvcrhältnisse stände, würde so wirken, als wenn es unmittelbar gegen Prcnßcn gerichtet wäre. Kiel, 2. September. Hcntc Nachmittag passirtc der Herzog Friedrich von Angnstcnbnrg auf der Ncisc nach Altona durch Nenmünster. Während des Auf« cnthaltes auf dem Bahnhöfe traf mit dem von Schleswig kommenden Zuge der Herr Gcncrallicnlc« nant u. Mantcuffcl in Ncnmünstcr cin. Der Erb« prinz ging auf denselben, als er eben aus dem Zuge trat, zu nud begrüßte ihn. Der Gcucral erwiderte seine Begrüßung eben so höflich wie kalt, nnd der Herzog zog sich nach Austausch weniger Worte wicdcr znrück. «Hannover, 7. September. In den Tagen vom 18. bis 23. September wird die 40stc Vcr« sammlung der dcntschcn Naturforscher nnd Aerzte in Hannover stattfinden. Aus Veranlassung dieser Vcr-samlung haben 17 deutsche Eiscnbahnucrwaltungcn, worunter Die österreichischen, den Acsnchcrn derselben namhafte Begünstigungen, meist sogar freie Rückfahrt versprochen, gegen Vorzeigung einer Legitima» tionStartc. Mailand, 1. September. Anch in Piacenza sind vorgestern Unruhen auSgcbrochcn. Das anf dcm Platze versammelte Voll verlangte von dcr Musik der Natlonalgarde stürmisch die Abspiclnng dcr Garibaldi« Hymne; alö dies nicht sogleich geschah, erging es sich in Thätlichkeiten gcgcn das Mnsitkorps, worauf mch« rcre Vcrhaftuugeu vorgenommen wurden. Dcr Rcfraiu dcr Erregung blcibt allcr Orten die höchst unpopuläre Einkommcnstcucr>Vcrthcilung. vivorno, 30. Angnst. Schon scit einer Woche ging das Gerücht von nahe beuorslchcudcn politische» Demonstrationen. Gestern Morgens war cin Zettel angeschlagen, dcr mit einem fchwarzcn Rande umgeben folgende Verse enthielt: (,'in iu w8«:i, i'ilglloiH, «til^ttuto vicLV(,'Nl (wer die Steuern bezahlt, wird Dolchstiche erhalten). Abends aber rotteten sich VoltS< Haufen zusammen nntcr aufrührerischem Geschrei, anch der Ruf: „Es lcbe die Republik!" ertönte — doch tain cs zu tcincn weiteren Unordnungen, da die bc« waffucle Macht einschritt. Die „N. Fr. Pr." läßt sich auS Paris, 4. September, schreiben: Wenn bei irgend cincr Gclcgcn« heil, so zeigt sich jetzt nach der Gastcincr Uebcrcin-lunft, wie ohnmächtig die französische Presse nud wie sehr Frankreich daran gewöhnt ist, Allcö dcr pelsön« lichen Entschließung des Ka'serS zn überlassen. Es läßt sich nicht läugncn, daß, scit der Annexion von Nizza und Savoycn, namentlich daS .^uti'mFL mn-V01-M zn einem Glaubenssätze geworden ist, dcn anch die dein Kaiserreich sonst feindlichen Parteien dankbar angenommen haben. Man sucht eine nationale Ehre darin, für dicscs ncuc Völkerrecht als für eine Ergänzung dcr Grundsätze von 1789 nach allen Seiten Propaganda zn machen. Und nun verkünden Tag für Tag dic offiziösen wie die oftpositioucllcu Blätter, die Gastcincr Ucbercinluust zerstöre das ncuc Rccht, die alle Eroberungspolitik sei aus ihrem Grabe auferstanden , die festländische Koalition, die heilige Allianz bedrohe Frankreich nnd das ganze moderne Europa. Die kaiserliche Regierung müsse nm ihrer Sclbstcrhaltung willen, im Nothfälle mit dcm gallischen Schwerte, intcrucnircn bei dcr Gastcincr Bcntc« thciluug. Wozu dcr Lärm? Ist nur einige Aussicht vorhanden, daS Volt in Bewegung zn bringen, die Regierung zn Thaten zn veranlassen? Mit nichtcn. Das Voll ist vortrefflich daranf eingeübt, die Vcr« Wallung scincr Ehre dcr Regierung zu übcl lassen, und dic Regierung ist schr froh, daß die Gefahr cincs Znsammcnstoßcs nnd damit die Nothwendigkeit, selbstthätig einzugreifen, wenn nicht beseitigt, so doch vertagt ist. Sie begnügt sich znnächst mit dcm moralischen Vortheil, daß sie gegenüber dcm Gcbahrcn PrenßcnS nnd Oesterreichs als die Trägerin dcö mo< derncn menschlichen Prinzips in verdoppelter Glorie dasteht, nnd sie wartet ohne Ungeduld dcn Zeitpunkt ab, wo man ihr eben so wie nach der polnischen Affaire Dank für die Erhaltung dcr Segnungen des Friedens sagcn wcrdc. NichlS widerspricht in dcr That in diesem Augenblicke mchr den Absichten dcö Kaisers, als die Anffordcrung französischer Blätter, er möge sich in die Angelegenheiten Deutschlands einmischen. Das Blatt kann sich aber freilich schr bald wenden! Staus (Unterwaldcn), 4. September. DaS Winlelricd-Denkmal ward gestern in feierlichster Art enthüllt. Links nnd rechts vom Denkmal waren giine, mit Morgensternen und alten Waffcnrüstungen gc« schmückte eidgen. Kreuze errichtet, welche die Worte Winlelried's trngcn: „Ich will der Freiheit eine Gasse machen!" nnd „Sorgt für mein Weib nnd meine linder!" Vigicr von Solothurn, Pä'sidcnt dcS schweizerischen KunslucreinS, eröffnete die Feier mit einer Rede, welche also begann: „Schweizer! Unsere Vor« cltern, bevor sie die Mächtigen zur Erde warfen, knieten nieder nnd dctctcn znm Hcrrn dcr Wcltcn. Lasset uns ihrem Beispiele folgen. Ich fordere euch auf, die Häupter zn entblößen und mit mir im Tempel der Gottcsnatur dcn Allmächtigen anzurufen für daS Wohl des Vaterlandes." Nach cincr feierlichen Pause wandle sich dcr Rcdncr an dic Vertreter der Regierungen, dcö Voltcs und die Untcrwaldncr: . . . „Nicht dcr kühne Arm eines Eroberers, nicht daS von mäch-ligcn Monarchen erfundene Nationalitätsprinzip nach Sprachen hat die Schweiz gebildet, sie haben sich frei gcschaart um die Idee Wiulclricd'S. Sie bildet den rothen Faden nnscrer Geschichte.....Grenzwächter jenseits des Gottharo nnd jenseits des LcmanS, seid überzeugt, daß wir eure Unabhängigkeit wahren wer« den.". . . DaS Denkmal von Marmor erhebt sich auf dem weiten Dorfplatze. An sciuem Fuße ergießt sich cin schöner Brunnqncll. London. Neben dcm Taumcl, mit welchem dcr größere Theil dcr englischen Presse sich übcr die Flotten^ fcstlichtcitcn vernehmen läßt, spricht die „Pall Mall Gazette" schr nüchtern über die Bcdcntung der Vorgänge in Ehcrbourg und Portsmouth und sieht in denselben noch nicht daö tausendjährige Reich des Friedens uorgczeichnct. Wer sich einbildet, daß Frankreich nnd England me mchr die Waffen gcgcn einander erheben werden, weil ihre Flotten sich wechselseitig mit Glanz und Herzlichkeit fctircn, kann mir cin übcrsangninischcr Mensch sein. Selbst dic intcrcssanlc Thatsache, daß die jnngcn Kadetten dcr bcidcn Flotten im Ucbcr-walkn brüderlichen Frohsinus die Wonnen dcö Rausches getheilt und scincu Gefahren vereint dic Stirn gcbotcu habcn, berechtigt kaum zu dcr Hoffnung auf cincn tiefen nnd nic cudcudcn Fricdcu. Dic Flotte ist keine Macht in Frankreich. I„ Frankreich gibt eS drci große bcwcgcndc Mächte: dic Armcc, dcn Vancrn-sland nud dic Bourgeoisie. Dic Geistlichkeit ist frei« lich cinc Art von vierter Macht, doch nnr insoweit sie dic Wahlstimmcn dcr ländlichen Bevölkerung zu beeinflussen vermag. Wenn die vereinigten Leiden-schaflcn nnd Intcrrsscu dcr drci großen Elemente deS französischen nationalen 5'cbcnS je dazu kommen sollten, auf Krieg mit England zu dringen, so wird die Flotte cbcn so wenig thun können, ihn abzuwenden, als hier in Eunland dcr Bülnermcistcr und der Stadtrath uon tendon. Doch will daS genannte Blatt die von den beide,» Flotten dargelegte gegenseitige Gastfrcnndfchast, vom Standpunkte dcr Humanität nud Zivilisation ans betrachtet, keineswegs als völlig "wcrthlos angeschen wissen. Wcun auch dcr ewige Friede zwischen dcn zwei immerdar alö Ncbcnbnhlcr auftretenden Nationen cin Traum sei, so wcrde doch dic jctzigc freundschaftliche Annäherung einen wohlthätigen Einfluß anf die Natur einer künftigen Kricgführnng nicht verfehlen. Je mchr Spiclranm dcm Wirken edlerer Elemente gegeben wcrdc, um so besser fl!r Sieger und Besiegte, nnd um so stärker trete die Gewißheit hervor, daß die Schrecken einer Kampagne nicht länger hinanS-gezogen werden, als die Nothwendigkeit gebiete, nnd daß sie, so lauge sie dauern, gemildert sein würden durch Großmnlh nnd Enlhaltuug von jeder unnützen Demüthigung oder gar Mißhandlung. Belgrad, 31. Mgnst. Dem „Navrcdal" wird nutcrm 27. Juli aus Sarajewo geschrieben, daß nach einem an demselben Tage angelangten kaiserlichen Fcrman eine Konskription znm Schrecken dcr BoSnicr angeordnet worden nnd für dic ncuc Armee bereits anch dic nöthige Anzahl Gewehre angelangt sei. Korfu, 20. August. Im verflossenen Monat brachten die Zölle von Korfu, Eephalonia und Haute einen so reichen Ertrag, daß dcrscllie anch nach Abführung cincr ziemlich bedeutenden Schuld an die jonischc Ba»t, welche die griechische Regierung im April d. I. tontrahirt hat, hinreichen dürfte, die Gehalte dcr Bcamtcn, die Pensionen und die übrigen Vcrpslichlnngcn zu dcckcn. Es gchl darans hervor, daß dcr jonischc Handel, dcr wahrcud dcr letzen Krisen schr zurückgcgaugcn war, sich wieder zu hcbcn beginnt. Acltcrc Verpflichtungen gegen entlassene jonische Beamte, wclchcn dic Rcgicrnng im Widersprüche mit dcm Abtretungsvertrag nachzukommen bisher unterlassen hatte, sind freilich noch zu erfüllen. Eine Beschwerde in dieser Richtung ist dcm englischen Gesandten in Athcn, Hcrrn ErSkinc, überreicht worden, nnd er erklärte, allcs aufbictcu zn wollen, damit jener Vertrag in allcn Pnnltcn ansgcsührt wcrdc. Zu bemerken ist, daß die italienische Partei in Korfu eine große Thätigkeit cnlfaltct, nnd zwar fchcint dcr hiesige italienische Konsul Viviani hicbci eine acwisse Rolle zu spiele». Indeß würde die hiesige Bevölkerung schon auS religiösen Gründen, — da die Ionicr dnrchweg fanatische Anhänger des gricänschc" Ritnö sind — cinc jcdc andere Regierung dcr ilalit Nischen vorziehen. OSV Lokal- und VrovmM-NllchrichttN. Laibach, 11. September. Die „Wiener Zeitung" hat die von der SanitätS-lommission der Residenz erlassciic Vclchrnng über die bei einem möglichen oder wirtlichen AuSbruchc der Cholera zu beobachtenden Verhaltungsmaßregeln veröffentlicht. In dicfcr Belehrung ist um» Räuchc-rungcn, Absperruug der Kranken :c. leine Ncdc, daher das alte Quarantäne system verworfen, dabei jedoch hinsichtlich der Verhinderung der Ausbreitung daS Hauptaugenmerk auf Desinfektion der Abortc, der Effekten und ein angemessenes diätetisches Verhalten gelegt. Für unsere Stadt wird die Hauutrücksicht wohlauf das Kanalsystem, welches in Münchcn einen so großen Einfluß auf die Krankheit hatte, ge< richtet werden. — Einen Beweis für die Schnelligkeit des Ge< schäftsganges unter unserem gegenwärtigen Ministerium bildet das Faktum, daß das vom Herrn Bürgermeister Dr. Costa Sr. Majestät dem Kaiser vor laum 14 Tagen überreichte Gesuch um Zulassung zur Advokatur bereits durch alle Instanzen hindurch an daS hiesige k. l. Landcsgcricht hcrabgelcmgt ist. — Wie wir zu unserm Bedauern vernehmen, hat Herr Dr. Uranitsch seine Stelle als Sekretär der Handels- und Gcwcrbctammcr von Krain niedergelegt. — Unser vaterländischer akademischer Maler Paul Künl hat im Auftrage des Fürsten Vinzcuz Aueröperg, über dessen Bestellung derselbe bereits uor 2 Jahren „die Schlacht von Sissct" malte, nunmehr das Stammschloß der AucrSpcrge aufgenommen und wird das Gemälde in einer Höhe von 3' 3" und in einer Breite von 4' 2" in Ausführung bringen. — Heute findet die Kollaudiruug der am G r u-ber'fchcn Kanal ausgeführten Vcrticfungs. und Starpirungsarbeiten statt, zu welcher Herr Vaurach Ritter v. Lass er von Wien eingetroffen ist. — Heute Abends versammeln sich die Mitglieder deS „Laibachcr Turnvereins" im Wintcrlolalc zu einer Besprechung rücksichtlich dcö nächst zu nuteruchmendcn Ausfluges. — Die Entstehungsgeschichte dcr von der Grazer „Tagespost" gebrachten Nachricht übcr cmc bcabsich. tigtc Versammlung lrainischcr und steierischer Abgeordneten in Eilli ist nach zu» vcrlässigcr Quelle diese: Bei der Anwesenheit deö Herrn Bürgermeisters Dr. Costa iu Graz, ans der Rückreise von Wien, besprach sich derselbe mit Herrn Martini, Redakteur dcr „Gra,;cr Zeitung" und LandtassSaligcoldnctcn, und Hr». W o l f, Mitlill>ci, ^ übcr Fcistriz hiuaus bcibchaltcu, doch ist w chen ssM I^ttse^Ortemn' Uebergangl übe? e'eia eine lange und bedeutende Aufschüttung gemacht worden, um den Ucberschwcmmungcu diescS Flusses entgegen zu wirken. Von Fcistriz weiter gegen St. Peter wird die Rcichsstraßc dcn neuen dnrch das Nclathal angc-legten Straßcuzug bis dahin verfolgen, wo der Dnrrcnbach (8u«iclr) in die Rcka mündet, d. l. bis zur StrnSnit'schcn Mühle (^wr/ni^v mulen). Von hicr aus ist wieder ein ganz neuer Straßcnzng in Angriff genommen worden, welcher nach dem ^.halc des Dürrcnbachcs aufwärts nahe am Schloße Ran. nach vorbei gcgcn St. Peter gerichtet ist. BlS zur Vollenduug dieses Straßc»znacS bleibt noch dle alte NcichSstrnhc von Fcislriz übcr den Globoniulbcrg, dann übcr Grafcnbrunn und Sagurjc in Verwendung. — Laut Bericht dcr ..sslgf. Zcs v ^öwcnthal üw'wmmcn. Doch wurde dcmscl., n bcdculet, daß dic cs Provisorium nur wenige Tage' u daucrn habe, da d>c Erncnunng cineS HandclSmi- nist^s bcrcits erfolgt ^c,. ' _ Mrodne Nov'nc" erwähnen dcS GcrüchtcS, d.s, Oraf".^nllcl cm die Spitze dcr kroatischen Ncgic-na lr cn wcrde, uud wcrscu sich die Frage a.f, ob wohl die lroa'W^^i^^^u ^nsch^c I nach mit Baron Hcllcnbach als kroatischen Hofkanzler zufrieden wäre, auch diese Nachricht mit Freuden auf-nehmen dürfte, und erklären sich schließlich für das Verbleiben dcS Hcrrn Maznranic als eineS echten Kroaten. — Wie übertrieben die Angaben über die Jahres-einnahmen dcs nnglncklichen Professors v. Stuben» rauch waren, beweist der von ihm selbst einem Briefe beigeschlossene Ausweis seiner jährlichen Einkünfte. „Mcinc Bezüge sind," heißt eS darin: „Professors-gchalt 2310 fl., Quarticrgeld 157 ft. 50 kr., Ge-halt von dcr Handelsakademie 1.500 fl., Gehalt von dcm Gremium 1200 fl., Rigoroscugeldcr 500 fl., Kollcgicngclder 800 fl., zusammen 6407 fl. 50 lr.; dazu noch Tantieme dcr „Pindobona," der ..Austria" nnd Honorar für schriftstcllcrifche Leistungen." Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Berlin, 9. September. Der „Slaatsanzeiger" meldet die Verleihung dcs Rothen Adler Ordens erster Klasse an dcn kaiserlich österreichischen Hofmarschall Prinzen Hohcnlohe- Schillingsfürst. Altona, 9. September. Das schleswig-holstei-nifchc Verordnungsblatt publizirt dcn Gastcincr Vertrag. Die oberste Zivilbchördc bringt denselben den Behörden nnd Bewohnern von Schleswig, Holstein und Laucnburg zur Kenntniß und zeigt an, daß die gemeinsame und oberste Zivilbehörde mit 15. Oktober aufgelöst wird. Filr jedes der genannten Herzogthü-mcr tritt dann cine besondere Verwaltung in Wirksamkeit nnd ist cinc diesbezügliche besondere Bekanntmachung bevorstehend. Die für Holstein und Lanen« bnrg bisher gemeinsam gewesenen Institutionen bleiben vorbehaltlich einer demnächstigcn Ncgulirung einstweilen unverändert. Hamburg, 9. September. (N. Fr. Pr) Dic Dclcgirtcn-Vcrsammlung in Neumünstcr hat beschlossen, einen UntcrsiützunaSfono für gcmaßrcgelte Patrioten zn errichten. Die Konstitniinng ist sofort erfolgt und beträchtliche Geldsummen wurden gezeichnet. In dcr Umgebung dcs Herzogs von Augustenbug herrscht die größte Niedergeschlagenheit. Hamburg, 8. September. (N. Fr. Pr.) Das Gerücht von dcr Abfnhrnng May's nach Perlcbcrg war verfrüht; er befindet sich noch immer in Rendsburg aus derHauptwacht. Gcrüchtwcise verlautet heule, dcr iu Nenmünstcr vorbereitete schlcöwig-holsteinische Ständclag sei anfangs polizeilich untersagt worden. itondon, ^. September. (N. Fr. Pr.) Die Viehseuche ist nun auch in dcr Grafschaft Donegal in Irland zum AnSbruchc gekommen. Die agrarische Bcwcglina, dcr FclmiSmliS, nimmt arg zn; cs wurde» Waffen ane Amcrila cmacf,lh,t. Die Behörden llcßcn cm dieses Schmugncls verdächtiges amerilam-schcö Fahrzeug bmchfilchc,,, jedoch ohne Resultat. Ein Matrusc wurdc arrctirt. N-ew-Aork, 31. August (Abends). In Rich-mond ist ein Massenmeeting abgehalten worden Eine von dcmsclbcn gefaßte Resolution spricht sich mit Ei,t< rnstuna ubcr dcn in der nordischen Presse lnndgcgcbcncn Verdacht dcS Volkes dcr Nordstaaten ans, daß das Volk dcs Südens bci der Eidesleistung nicht in loyaler Wcise vorgehe. DaS Meeting drückt seine Loyalität gegen die Regierung anö nnd akzcptirt die Resultate dcs Kricgcs mit Einschluß dcr Aufhebung dcr Sklaverei. Zwischen dcn Offizieren dcr Union nnd dcn mexi-lanischcn Offizieren herrscht cinc freundschaftlichere Gcsinnnng. Die wcgcn KriegSkontrcbande bestandenen Handelsbeschränkungen sind aufgehoben worden. Veracruz, 14. Angust. Die Kaiserlichen haben Tacanibmo nach cincr gänzlichen Niederlage dcr Ina-ristcn wieder bcstht, wobci letztere große Verluste cr-litten, namentlich viele Maullhicre und ihre acsammtc Artillerie einbüßten. Markt- und Geschäftsbericht. ^'aibcllli, 9. Srptrmlu'r, Auf dcni hcutigm Marüe sind rrschicncii: 7 Wac>l Zlr. 8 Pfd,, Stroh 53 Zlr. 30 Pfd., «5, Wagm nnd 0 Schiffe (^ Klafter) mit Hol;. Durchschnitte-Preise. Ml!.- Mgz,, ^ M^t. lÄ^.. fl'j l'-fl- tl. st. »7. f,. , ^' Nci;m ftr. Mchcn 3 50 3 ^t Bullrr pr. Psimd - 45 —, - .«öln „ 2 50 2 si4 Eier pr, Stuck — n —^— ^llstl: „ 1 !>0 2 30 Milch pr. Mast -10 - — Hafcr „ 150 1^0 Riüdflrisch pr. Pfd.-!,tt — — Haldfrucht „ -. - !i i»0 Kallifliisch ,. —I«—!— Hcidcu „ -------3 5 Schwc>mimisch „ "^2—,— Hiisc „ ------ 2 80 Schöpsmfllisch ,, -^ tt —!— ^liliirul,, „ ------2 59 Hählidrl pr. Stu —..- Erdapfel „ i 40 - — Taudli, .. —10— — ^iüs!-,! „ 4-------—, Heu pr. Ze'lwcr I s'.0------- ttrdslu „ 3 70— ^Strol) „ 13f>------- ssisolm „ 3 75--,Holz,hart.,pr.Klft.------y^, RiildOschmalz Pfd.-/'0- - - welche, „-------^^ ! Schwciurschmalz ,. - 44 -,—,^Nem, rother, pr. ! , Epecl. frisch. .. "M-^! , Cimcr -^-13^ — gi-iälichrrt ,. — »4 — — — wecher ,. — — !4 __ Vcran^rMch^Rc^a^^ ""d Vcrlag von Iguaz v. Kleinmayr st Fedor Vamberg in Laibach. tz:s«5 Fremden-Anjeige »om 8, Septbr. Ttadt Wien. Die Herren: Wolsi, Lehrer, von Spalato. — Eidhnber, Fabrikant, von Linz. — Nohn, l. l. Beamter, mid Tchloß, Beamter, von Triest. — Hansner, Kanfmann, vc>n Sissel. — Donja!, Pferdehändler, von Klaqenfnrt. -> Schreiner, Gastwirth, von Hrasinigg. Glephant. Die Herren: Dr. Wank, k. t. Eladsarzt, von Venedig. ^- Plan, Kaufmann, Kralnpcr, Handlnngsreisendcr, Mittingcr, Schanspielcr, von Wien. — Mcirsori, von Tricst, — Mo-ravec, Opernsänger, von Prac;. — Pogl, Han» delsmann, von Stnhlwriszenvnrg. — Mcrtel, Nrzt, von Prosecco. — Royol, Handelsmann, von Eilli. Baierischer Hof. Die Herren: Knoll, Privat, von Wien. — Dougan nnd Tcrgmüller, Pferdehändler, von Triest. — (srostmann, Stlident, von Scsana. Mohren. Herr Mayzinghi, Handelsmann, von Vien, 2tcrnwarte. Herr Maggai, Nmcrilanischer Offizier, auö Amerila. . ....., ,. (1811-1) Hr. J3118. O g 1 a s. Kr. .sudljcni stol zupanijeZagrebacki: dnjo oviin na znanjo, da je na inolbu c. k. linanzialiu1 prokuraluri! za zakladu ni'iuoenili vojuikoh Jelueica liana radi (lu'Aiiih 2100 ior. o. v. s. p. dozvolio ovrsnu dra/bemt prodaju ncpokn-lninali Mipni^ali .lo>i[)a i l'rsuli; Grill slo no mi na 14220 Ior. a. v. sudiirno pro-ficnjnio i u gruiitovnlci oböiiic Sumoliorj pod hr. \)1. upisanc, lc da .sii u In svihu dva roka opnMiiHjrna, prvi na 16. L i s lop a d a, n drugi na 20. S t ii d mi a 1 8 G s> svaki piit « i) salili prije podnc kod ovoga *.uda. Pozivlj» so indi .svikolici, koji l>i olu ncpokrclmrm knpil /.clili, k dnrAbi s lim dodatkom. da co s« la ncpokrelnina, ako li so koii prvo dra/.bc ni za vise, a ni za proejrnbenu cirnu ncprodad«1, liod druge dra/.bo i izpod procji'ne n;ij-boljcnm nudiocu izrucili; zatim da je kupac (lu/.an uknji/enc na nju dugove, na koliko cc kupovnina dovoljna biti, [)c napulku suda na so primili; i napo-kon,da se ostali druzbeni uvji.-li, pro-cjenbrni nnpi.snik i grunlovnieki izvadak mogu kod ovoga suda èilali. Napokon we jos pozivlju i svikolici, koji prcnida niMi o drnxbi napose ubav-ji'Stc-ni, ipak mislc, da mi upisoin ujavnc knjige na yori navedcrm ncpokrclninu kakovo zalo/.iio pravo ^tokli, da lo svojr pravo lim sigurnijc prt'd i^makom rui-znnccne produje ovoinu sudu prijave, sto ce u prolivnom .^lucajn samiin sebi pripisat inorali, ako li se dioba kupov-nini1 bcz njih prcduzinc, i njili, ako li se na taj naèin kupoviiina izcrpi, iii.šIu iiczapadiu1. U Zagrobu due 19. .Srpuja 1805. Kauf- und Pachtosserl. Ein zwei Stuct hohes Hanö in ^aidach mit Bäckerei-(Äcwöllic ist um »i^OO fl. sogleich zu verlausen; cmch das Bäckerei-Gewölbe in dcr Nähe deö ^aidachfllisseö nm '^ nqcü Herren», Damen- lin!> K'iuderlHchuhwaaren z»r ^nci^tcli Älilmhmc. atigcfangeli, crhaltcn dcsondcre ^eglinsli-glll,^ti:. Äcsttllllü^cn <» ^lli« »»d !l wcrde» lnich Angalie dcr Form lind dcö Mdßcs schiull, grimil lino auf daö solioeste aliö^cfiU'lt. Die Vclkllufoyl'lile mit mriiur Firmli dsfindel sich am I>il,rmavklöple neuesten ttradträn;!.' ;n hab^n sind. Dcruml Balinhofssassc Nr. 113, von Michaeli an nächst deu Franzivlünem '^r. l 14, „znm w'istcn Ochsen", im 1. Sloct, Will). Seitz, (183^-1) Blumenfabtilantin, N^ Geschäfts-Eröffnung. ^NN Ich gebe mir hiermit dic Ehre, zur Keuntuiß zn bringen, daß ich die Niederlatte der k. k. landcspriv. Papierfabrik zu Klein-?teusicdl über- nommcn yabc und mit Heutigem cröffnc. Vereint mit dieser halte ich ein Engros'üager vou Fluß', Tactl-, Pack« uud Strohpapier uutcr mciucr hierorts prototolirtcu Firma: Carl Hubcr. Was dic Erzcuguisse obbeuauntcr Fabrik anbelangt, spricht daS rühmlichst bclauutc Etablissciucut — das im vorigen Jahrhundert gcgrüudct, gegenwärtig das größte iu Oesterreich — für deren vorzügliche Gütc; ebenso beziehe ich dic andern von mir geführten Papicrsorten ans ersten Fabriken. Ich bin somit in der Lage, prompte und solide Effcttuirung den mir ertheilten Aufträgen zuzusicheru, nnd mir schmeichelnd, mit solchen recht zahlreich beehrt zu werden, zcichnc ich mit aller Hochachtung Carl 11 über, Komptoir nnd Magazin: Hcrrcngassc Nr. 216. In der vom l. k. Ministerium für Kultus uud Unterricht autorisirten Miat Lehr ,mt> ErziehlMss^-Histall und lucrkllljiigen Prioal-Zanptschulc sür Knaben, I'tgmnt^er llsts H^urs dcs Schuljahrcs 18°°/^ am 1. Oktober. Die Mfinihme fil^ct läßlich von 9—12 Udr Vormittags in oer Kanzki ocr Vorstehnng (F>aupt< plah Nr. 237. 2. Slock) statt, Auf briefliche Anfragen ül'crmiltclt der Unterzrichnctc die Slatulen sciiu-l Aussalt, iu welchen die Ansu^hiusbedinguligeu sowohl ocr in gau;e Verpfiegnng zn stt'einslxuliircu, cils auch der nur die Schule besuchende» Zöglinge genau aiigrgel'cii sino. Alois WalillieiT, (1746—2) Inl,» al> sr und Vorsteher der Anstalt. Lehr- und Gyiehllttgs-Hnstalt Herrenftaffe Vtr. ÄVtt, Fiirstenhof. Vom 5). Lebensjahre an wcrdcu Zöglinge daselbst aufgenommen und in s; verschiedenen Klassen unterrichtet. In den vier ersten kommen alle, in dcu Normal-Hanplschlilcn vorgeschriebenen Gegenstände vor, dazu uoch Zeichnen und weibliche Handarbeiten; in der 5. uud 6. Klasse werden alle jcuc Disziplinen iu uoch tieferer uud umfasscudcrcr Weise behaudclt und Geographie, Geschichte, Naturlchrc und Naturgeschichte als Lchrgcgcuständc hinzugefügt Neben der dcntlchen, welche zugleich als Unterrichtssprache dient, wird die sloveuischc, italienische, französische und englische Sprache gelehrt; auch im Mavierspiel nnd Gcsang lönucu die Zögliuac Uittcrricht cilialtcn. Sollten sich erwachsene Fräulein in der einen oder anderen Disziplin noch besser nulcrrichtcn wollen, so ist die Anstalt gern bereit, sie dabei zu unterstützen uud au den betreffenden Lchrstnudcn Theil nehme,» zn lassen. In Vczng auf dic Tüchtigkeit der Lehrkräfte uud dic Gediegenheit der Leistungen hat sich die Anstalt bereits das Vertrauen des Pnblilnms crworbcu und wird stcls bestrebt sciu, demselben zu cntsprcchcu. Die Preise für dcu Uutcrricht iu den deutsche» Lchrgcgcusläudcu und im Sloucuischcu siud: I. uud 11. Klasse 2 fl., M. Klasse':; fl., IV. Klasse 4 fl., V. uud VI. Klasse 5 fl. monatlich. Für den Unterricht iu einer fremden Sprache entrichten die Zöglinge des Institutes monatlich 1 ft. Genaue Auhlnust, sowie dic Äufnahmsbcdiugungcn der Kostzöglingc enthalten dic Programme, die iu der Wohnuug der Borslchcriu cinznschcn sind. Daselbst bittet mau auch die Anmeldungen gcgeu Ende September vorzudringen. Der Aufaug dcS Kurses ist auf den 2. Oktober festgesetzt. Leopoldine Pctriè, 51588—4) Vorsteherin. Schulanzeige. I Der Unterricht an der MäiUimi-'Privatlehr- j an stillt der Unterzeichneten beginnt tun 2. ORto- ¦ ber 1. .1. j Wegen Aufnahme von Schul- und Kostmüd- I cheil wolle man wich gefälligst mündlich oder I schriftlich bei der Vorstehimg bcanfnigen. (1803-2) Cljcresm iijef^ I wohnhast am 8t. Jakobsplatze Nr. 150, 11. »Stock. Leopold Schmidt, vormal« Franz Jellachieh, l, «aibach. Iudenssasse, Haus Vtr. 224, ! , empfiehlt sowohl cincm vcrehrnngswürdigcm 1'. 'I'. Pitblilnm als anch ß j seinen gegenwärtigen gcchrtcn Knudcu sciu wohlassortirlcS i ^ Manner- nnd Damen-Schuhwaarenlagcr ^ und bittet uutcr Zusichcruug prompter Bedienung uud billiger Preise I 1 um geneigte Aufträge. ^ 1 Laibach, aul 1 !1 August 1805. (1805—3) ^ 5 6 Hiezu tin Vogeu Amts- und Iütclligcnzblatt.