H? 8«., samsian mn 16. ÄM 1864. Die „Laibacher Zeitung" erscheint, »nit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Veilagen im Comptoir ganzjährig 11 fl., halb-jährig ü fi. 00 lr., mit tlrcuzliand im Comptoir ganzj. 12 ft., hlübj. 0 fl. Filr dic Zustellung iu'« Haus sind halbj. 50 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post portofrei ganzj., uutn Kreuzwud und gedruckter Adresse 15 fi., haloj. ? fi, 00 tr. HlnstrtWnsgebUyr sür e«ne Garmond-Spaltcuzclle oder den Raum derselben, ist für 1 malige Einschaltung 6 kr., filr 2malige 8 tr,, fitr 3malige 10 fr. u. s. w. Zu diesen Gebühren ist noch der Insertions-Stempel per 30 tr. fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzu zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten 1 fi. 90 lr. für 3 Mal, 1st. 40 lr. für « Mal und 90 tr. für 1 Mal (mit Inbegriff des Inserrionsslempel»). «ichwnllichn TM, Laibach, 15. April. Die Allianz zwischen Frankreich »nid England, die aus dem Krimkriegc datirt, ist seit dem Pariser Frieden öfters als erschüttert, als todt bezeichnet worden. S>c erstebt aber immer wieder aus dem Grade, was somit beweist, daß ihr eine bestimmte Idee von großer politischer Tragweite zu Grnnde liegt. Die weslmächtlichc Allianz ist eben wieder durch Lord Clarendon befestiget worden. Das ist die Bedeutung seiner Mission nach Paris. Trotzdem England die napoleouische Kongreüidcc schnöde zurückgewiesen hat, trotz der biölicr weit aus< emaubergchcnden Anschauungen Frankreichs und Eng» lands in dcrschleswig.holstcinischeu Angelegenheit, sind sich beide Staaten heute wieder naher geruckt und! stehen im Begriffe, ein Emucrständniß über die schwc-blndeu Fragen zu Stande zu bringen. Die Verbältuisse, unter denen dies geschieht, sind gewiß bemerkenswerth, VorKnrzem noch nsseltirle Frankreich die größte Gleich, giltigkcit gegen Alles, wag von England kam. und England 'schlug Frankreich gegenüber ein wenigstens nicht freundliches Verfahren ciu. In der dänischen 3ragc stand England auf Seite dcS nicht mehr auf« recht zu crhcilttndeü Londoner Protokolls und Frai'k' reich nci^tc sich d^r deutsch.nationalen Auffassung zu. Diesr Meinl!»gsocrsch,rdenl)eitel! schciiisi, jcl)t nicht mehr zu bestehen odrr werden demnächst schon beseitigt srin. und das Alles in einem Moment, wo dir basislose Konferenz zusammentreten soll. Wichtig erscheint uns daber, was man der «Pr.« aus Hamburg meldet: Nach einer aus London 10. d. datirten Note des Herrn v. Quaade an Mon> rab Hal dic besondere Mission Lord Clarendon's nach Paris den Zweck, dem TuileriewKabincte unter Auf« deckung der Ziele Prcnßcns die änßcrstcn dänischen Zugeständnisse zur Kcnntniß zu bringen, und Frank« teichg Znstimmnng zu den zwischen Eugland und Dänemark vereinbarten Koufcrcnzpunlten vorzuberei. lcn. Dicsc dänischeu Zugeständnisse siud: Nenosi'urg wird zur Vuudesfcstuug mit prcußisch.hanuoucr'schcr ^ischdcsahuug gemacht. Die Uuiou Schleswigs mit Dänemark wird beibehalten; Holstein erhält einen lüillglicheu Statthalter, für welchen Posten Prinz Julius dessguirt ist, und tritt zu Dänemark in dasselbe Verhältniß, wie Lukemburg zu Holland. Lord Clarendon ist ermächtigt, dem zustimmenden Frankreich wichtige Gegenkonzessionen. namentlich auch lu Vczug auf Polen, zu machen. Der Bundestag bat endlich seine Entscheidung Strossen und sich zur Theilnahme au den Konferenz« "erhaudluugeu entschlossen. Ob er. nach der Eini-NUnss Frankreichs mil England, noch viel aufdcrKon-serenz rrreicheu wird, wird die nächste Zukunft ent-'Heiden. Die Wahl des Herrn v. Beust zum Änn« beSvertteter ist im Ganzen eine glückliche zu nennen, Herr u. Penst ist, trotz seiner reaktionären Gesi»»nn< aen. cin entschieden begabter Staatsmann, dem zur ^cltcndmachung seiner Talente nur große Verhält-'usse fehleu. Es ist aber zu befürchten, daß er. von! ^m leidigen diplomalischen Kitzel gestachelt, auf der! ^ouftveuz „aus diplomatischen Gründen" seine bisber ^stgthliltencn Anschanungen in der schlcswig. holsteinischen Frage nach «Umständen" mobifizireu wird. Vom Kriegsschauplätze. Die Thätigkeit der Artillerie uor Düppel bat iu ver Nacht uom 9. auf den 10 ihreu Hö'heupunkt er-! z ^ ^uk^' ^ie bis zum 11. reiche», melden, daß oas Feuer seit dem 9. nicht aufgehört bat. und daß 'Hon am folgenden Tage vier feindliche Schanzen gänzlich zum Schweige,, gebracht waren, und nur Schanze 4 und 5 das Feuer, aber auch dieß sehr mäßig, erwiderten. Ein in Vroacker verbreitetes Gerücht, wie dergleichen dutzendweise zirkuliren. wiU wissen, daß die Dänen für den Fall ciues Rückzuges ihre Schanzen untenuinirt hätten, und daß sie dieselben mittelst einer unterirdischen elektrischen Leitung in geeignetem Moment in die Luft zu sprengen be» abslchtigen. Sämmtliche höheren Offiziere der Alliir. trn sind uor Düppcl zugegen. Felomarschall Man. acl. Feldmarschall.Lieutenant v. Gablcnz nud die königlichen Priuzen. Aus dem Griefe des »Times" «Korrespondenten im preußischen Lnger entnehmen wir FolgcudeS: In der Nacht vom 2. anf den 3, d. halte eine zahlreiche Abtheilung preußischer Truppen bei Vallegaard Posto gefaßt, von welchem Orle ans man in einer Fähre nach Hardeskoi. dem gegrnüberllegeudcn Punklc der Alscn'scheu Küste übcrsetzeu kauu. Der Suud ist dort über 5)000 Fuß breit. Die Truppeu bcstaudcu auS 26 Bataillonen Infanterie uud zwei Schwadroneu vom H. Husarcureglmentc uud hattcu 16 Geschütze bei sich. 160 Pontous und Kähne verschiedener Größe waren über Land nach Vallegaard hin beför» dert wordeu, eben so 52 gezogene Kauouen. darunter 8 Vicrundzwanzig-Pfüuder uud 12 Zwölf "Pfüuoer, welche iu schon früher enichteteu Valtcricu aufgc« psianzt wnrdcn lind zur Dcckung der beabsichtigten Ueberfahrt der Truppen die jenseitige Küste bcslreicheu sollten. Die Eleineule aber machten den gauzcn Plan zu Schanden. Ein starker Nordwest, der schlimmste Wind. oer für die Preußen wehe,, konnte, erhob sich in der Nacht; die ersten Boote, welche ausliefcn, füllte» sich mit Wasser und schlugen um. Der Ver> such mußte aufgegeben wcrdeu. Die Truppe«, blie-bcn noch bis 7 Uhr MorgenS und marschirten danu zu ihren Quartiere,, zurück. Wäre der Plan ge-lunglu. so würde es ein großer Triumph für die Preuße» gcweseu sein: sie würdeu die däuischen Ver> theidignngswerke im Nucken gefaßt und wahrscheinlich einen großen Theil der däuischen Armee gefangen genommen haben. Andererseits kann man sich nicht der Ansicht verschließen, daß es für die Preußen selbst ein Wagniß war. wie mau sich kaum ein gefährlicheres denken kaun. Ich glaube, daß die Dänen über AllcS. was in den preußischeu Linien vorgeht, viel zu genau luformirt sind, als daß sie uo,l dem be» schlosseuen Ueberfall keine Witterung hätten haben sollen, selbst bei der außerordentlichen Gehcimhaltuug und Schnelligkeit, womit alle Austalten getroffen wordeu ware,,. Möglich ist es sogar, daß der W'ud sich gerade zu glücklicher Zeit für die Preuße,, erhob uud uicht etwas später kam, Angeuommeu. 4< oder 5000 Manu wären wohlbehalten hinüber geschafft gewesen uud dauu wäre das Unwetter ausgebrochen uud hätte den Ucbrigcn die Ucbclfahrt unmöglich gemacht, wie gewiß wäre dauu die schon nuf der Insel augclomineue Schaar verloren gewesen. Ein äußerst waghalsiger Versuch war es uud die preußischen Kommandeurs dürfcu sich wohl noch dazu Glück wünschen, daß die Sache so abgrlanfcu ist. Ich vermuthe, daß von einer Erneuerung des Ver« fuchs uichl mebr die Rede seiu wird, u»o man wird sich nun wobl damit begnügen, so eifrig wie möglich eine reguläre Velagcruug zu fördern. Die Ueber« legeuhcit der preußischcn Feuerwaffe ist eiue so gc» wältige, daß man an dem Resultate der Velagernng nicht zweifeln kann. und daß Düppcl iu nicht gar ferner Zeit fallen wird. Vm, manchen Seiten hört mau die Ausicht äußern, daß noch vor dem 20. d. Alles zu ciuem Sturme reif sein wird; bedenkt man aber, wie viel noch zu tbuu bleibt und wie lange Zeit das schon Getbane in Anspruch geuommcu hat. so erscheint jeue Bestimmung als eine gar frühzeitige. Aus dem Landtage. Laibach, 15. April. Heute ist der Schluß unserer Lanbtagsvcrhand« lungeu erfolgt. Der lehte Gegeustand, welcher seine Erledigung fand. war die Diensles- und Hausord« nunss für die Landeswohlthätigkeitsanstalten. Diese Erledigung ging uicht ohne Kampf vorüber, uud die leßte Debatte iu dem blauen Saale im Landhause endigte iu nicht sehr erquicklicher Weise daunt, daß die Abg. Tomcm uud Blciweis mit Ostentation deu Saal verließen. Der Landesausschuß hatte bekannt» lich eine Dienstes- und Hausorduung vorgelegt, welche Dr. VleiweiS als Rcfcreut zu vertretcu hatte. Gegen diese Vorlage machte Abg. Dcschmann gewichtige Ve« deukeu geltend, welche zur Folge hatleu. daß die Vorlage wieder einem Ausschuß zur Prüfung über-gebeu wuroe. Dieser Ausschuß hatte nun unter Lei« lung eines erfahrenen Mannes eine totale Umgtstal-tung vorgenommen. Gegen die Vorlage des n«ueu Ausschusses äußerte sich nun Dr. Vlciwcis wieder absprechend, nud Dr. Toman wollte die Sache bis zur nächsten Session vertagt wissen. Wirklich bedeu» tcudc Mäugel der neuen Vorlage konnte keiner der beiden Gegner nachweisen; Dr. Vlciwcis faßte nur das Eine ins Auge, daß die Hausorduung bezüglich des Vertrages mit den Ordensschwestern so wenig Bestimmungen enthalte. Als die Generaldebatte be« endet war und eiue Pause gemacht wurde, bot der Sitzungssaal eineu interessanten Anblick. Die Ab» geordneten standen in Gruppe,, uud dcbatlirteu sehr eifrig; mau sah einzelne Abgeordnete von Gruppe zu Gruppe gehen und Ueberredungcn versuchen. DaS Verlangen, über die Sp'zialdebatte hinweg zn kommen, war vorwaltend; es handelte sich nur um Vertagung oder <'u l>Ioc-Annahme. Abg. Kromer stellte nach Wicderaufuahme der Sitzung den Antrag auf lm dluc-'Annahme. Gcgeu diese eiferten Tomau nuo Blei« wciS; zwischen ersterem und Deselnnanu kam eS sogar zu einer Scene, wie deren im Verlaufe der Session schou einige da warcu. Das Hans entschied sich für deu Kromer'scheu Antrag. Knrz vor der Abstimmung c>llen Tomau und Vlciweis davon. So hat denn die leyte Sißung den Charakter der gauzen Session erhalten, nämlich deu Charakter der kleinlichen Nergelei, der persönlichen Antagonic. der Ztituerschwendung durch allerlei Wort» Scharmützel uud Tendeuz«Debatten. DaS Publikum, welches den Verhandlungen beiwohnte, wird wenig erbaut worden sein; waren doch der peinlichen, unerquicklichen Mo» meutc so viele. Indem auch wir dieß zugestehen, wollen wir nicht verkennen, daß der Landtag einige sehr wichtige Angelegenheilen glücklich beendigt bat, uud hegen wir die Hoffnung. daß die uächste Session eine resultatrciche. erfreuliche sein wird. 21. S'ihung des krainischen Landtages am 15. April. Die Sitzung beginnt um 10^/, Uhr. Vorsitzender: Herr Landebhauptmaun Varon Cooelli. Regie« ruugsucrtretcr: Sc. Erzellcnz der Herr Statthalter Freiherr v. Schloißnigg. Nach Vcrlesuug uud Berichtigung des Protokolls der letzten Sitzung theilt der Herr Präsident eine Zu« schrift'des k. k. Landespräsidiumö mit. deS Inhalts, daß Se. Majestät der Kaiser die Verhandlungen der zweiten Session zur Kenntniß zu nehmen geruht und den Herrn Slaatsminister zu der Erklä'rlma ermäch-ligt babeu. daß durch dcu Zusatz im 8- l6 der Gc< schäftsordnung »im Einvernehmen mit dem ^""dlage . das dem Landeshauptmann verfassungsmäßig zul e« bende Recht zur Feststelluug der Tagesor^.mg im Falle des NichterzieleuS ciues Emvcrstaudmsses m keiner Weise präjudizirt werden dürfe; ftlncr, daß 342 §. 26 drr Geschäftsordnung als eine mit den An> schäumten dcr kais. Regierung im Widerspruch stc. hende einseitige AuSlegllng der LandeSordnung durch die Landesverlretung ohne die Allerh. Zustimmung Sr. k. k. Majestät nicht in Wirksamkeit treten darf. Auf der Tagesordnung steht nur die Dienst-und Hausorduuug für die LandtswohllhäligkeitSan» stalten in Laibach. Abg. Dcschmann, als Obmann und Bericht« erstatler deS Ausschusses, referirt über die Prinzipien, welche den Ausschuß veranlaßt haben, die Vorlage deS LandeSauSschusscS gänzlich umzugestalten, so daß ans den 111 Paragraphen nnr 65 entstanden sind, Abg. Vlei we is spricht gegen das Elaborat des Ansschussss, Vci Berathung der ersten Vorlagt d,'s LandeSausschusseS seien drei Aerzte nnd der Lau> desaueschuß thätig gewesen; bei der vorliegenden nur Laien nnd ein Arzt. Die Kürze sei nur scheinbar, indem die Paragraplie zusammengezogen wurden, wobei oft Heterogenes zusammengeworfen wurde. Dass Wichtigste aber. das Verl'ältmß der Ordens-schwlstcrn zum Landcsausschusse und zu den Aerzten sei gar nicht beachtet worden. Venn Lesen dieser Vorlage sei ihm das Sprichwort eingefallen: Wasch' mir den Pelz und mach' ihn nicht naß. Durch den Vertrag mit den Ordensschwestern ist in Bezug zu den alten Instruktionen ein neuer Faktor aufgetreten, der Konflikte im Gefolge habe. Die Ordensschwestern seien, wie überbanpt die Frauen, nur zur Kranken» pflege geeignet; hier haben sie aber auch die Regie. In den §§. 8 und 10 deS Vertrages ruhen die Keime zu Konfiiktcn. Um Ordnung zu schaffen, hatte der LanveSauöschuß den Paragraph wegen Aufimhmc des Personals in seine Vorlage aufgenommen. Von dieser Verfügung enthält die neue Vorlage nichts: somit fehlt das Wesentlichste, und fehlt dieß. so brau« chen wir keine Hausordnung, dann genügt der Kon-lrakt und die Instruktion, darum empfelile er die Annahme der Vorlage des LandcsauSschusses. Abg. Toman meint, rie heurige Session könne wegen des öfteren Vorkommens der SpitalSangelc-genlieiten die Spitalsscssion genannt werden. Er behaupte, nach §. 19 der LandcSorduung sei der Landlag gar nicht berufen, die Hausordnung zu entwer« fcu; Aufgabe desselben sei nur. Grundzüge dazu auf« zustellen, nach denen der Lanbesausschuß dann die Hausordnung erlasse. Eine Dringlichkeit liege nicht vor. Er beantrage daber: n) Uebergcnig zur Tages-ordnung, und l<) der LandesanSschuß werde beauf» tragt, die Grundzüge zu einer DiensteSordnung in der nächsten Session vorzulegen. Abg. Mnlley: Wir haben jetzt ;>vei Vorla-gen über die Dicnstcsordnnng. Vride l'aben Mängel, Aber in den Besitz wenigstens eines Statuts zu kommen, ist durch Abänderungen möglich; besser etwas als nichts. Abg. Vleiweis war mit im Cmnit^. ist aber zu den Be« rathllngen nach zwei Sitzungen nicht mlhr erschienen, Seine Wicht wäre gewesen, seine heule ausgespro« chenen Ansichten im Ausschusse zu vertheidigen. Die Ursachen der von ibm erwähnten Konflikle sind mehr in den Persönlichkeiten als in dem Statute zu suchen. Vom Abg. Toman nelime es ihm Wunder, daß er nicht schon bei Beginn der Session darauf aufmerk» sam geinacht l'abe. daß. die Dienftesordnnng zu be-rathen, nicht Sache deS Landtages sei. Ubg. Kromer meint, er habe in den Aenße-ruugen Toman's Mangel an Konsequenz gefunden, weil er sich bezüglich der ersten Vorlage anders auS« gesprochen. Uebrigens vergessen die Herren Toman und Vleiwcis. daß keine Ordensschwestern zugeben sind, mit denen man paktiren könne. DaS sei auch nicht Aufgabe des Landtages, der habe die vom Lan-desauSschusse eingegangeilen Verträge uur zu rati» siziren. Abg. Toman erwidert den Abg. Kromcr uud Mulley, und bemerkt, Kromer, der doch sonst alle Rechte des Landes verfechte, habe sie dießmal auS dem Auge gelassen. Abg. Vleiweis cntgegnet dem Abg Mulley. daß er in den ersten Eomii^Sitzungen zugegen gewesen sei nnd seine Ansichten vertheidigt habe, wie ein muthi« ger Soldat, allein es habe nichts genutzt, weßhalb er dann zu Hause geblieben, Abg. Kromer sagt, wenn einzelne Bestimmn», gen in der Vorlage fehlen, so lassen sich diese ergäu« zen. Es kann ja einmal ein neuer Vertrag mit den Ordensschwestern eingegangen werden. Abg. Sue tec: Die Aussichten auf eine lange Debatte, die von Toman erwähnte Abweichnng von der Landcöoronung nnd der Umstand, daß nächstes Jahr vielleicht über eine DicnsleSordnnng im Zwangs« arbeitshausc berathen werden muß, ferner Rücksicht auf Zeit nnd Kosten, bestimmen ihn. den Antrag Toman's auf Vertagung zu unterstützen. Abg. Deschmann, als Berichterstatter, findet die gemachten Einwürfe sonderbar. Dem Emeu eilt« balle die Vorlage zu viel. dem Andern zu wenig. Das beweise, sie halte den goldenen Mittelweg. Es habe viel Mühe gekostet, die alten Instruklionen vom Tische des Referenten zu erhalten, wo dieselben rub-ten. ohne daß das Personal sie kannte. Das auf Grund dieser Instruktionen vereinbarte Elaborat brauche die Krilik nicht zu scheu'», denn der Ausschuß folgte bei Abfassung desselben einem Leitstern, den Dr. Toman in der vorigen Session hochgepriesen: dem pen-stonirten Direktor der WohllhätigkeitSanstallen. Dr. Zhuber. Vcstimmnngen. welche 5em Vertrag mil den Ordensschwestern entgegenlaufen, konnle der Ausschuß nicht aufnehmen, denn der Orden ist ein Faktor, der uur zufällig da ist. der durch einen anderen erseht werden kann. Ihm lag nur ob. ein Statut zu schaffen, das den Dienst regelt, Wenn Abg. Svetcc be-hauptet. der Landcsauöschuß wisse, waS im Spital vorgeht, so müsse er dem widersprechen; gestern hat Abg, Suppan gestanden. baß der Lanoesauaschuß von dem Bau einer Stiege nichts gewußt. Die Vorlage enthalte einen Kardiualplmlt, die einheitliche Leining. Der Vielregiererei werde ein Eude gemacht. Dr, Blei» weis habe eiumal gesagt, es sei etwas faul im Spital. Redner meint, das seien die Zustände, denen die Hausordnung ein Ende machen soll. Er empfeble die Vorlage, deren Trnndzüge von Dr. Zhuber sind, zur Annahme. Nachdem vom Abg. Bleiweis eine faktische Berichtigung erfolgt nud eine kurze Debatte über oie Art der Abstimmung eifolgt ist. wir» die Sitzung auf 10 Minuten unterbrochen. Nach Wiederaufnahme kommt der VertagungSanlrag des Abg. Toman zur Abstimmung, nnd wiro mit 13 gegen 11 Stimmen abgelehnt. Abg. Kromcr stellt den Antrag, die Vorlage 6il dlo« anzunehmen. Abg. Vleiweis spricht dagegen, indem er meint, daö hieße die Katze im Sacke kaufeu. Abg. Toman droht, den Saal zu verlassen, wenn der Landtag so wohlfeiler Weise die DieusteS-ordnung annehme. Der Ausschuß habe über eine» Monat gebraucht, um die Vorlage zu schaffen, man könne voil ihm nicht verlangen, nach so kurzer Prüfung sein Votnm abzugeben. Präsident will der «unerquicklichen Debatte" durch Abstimmung ein Ende machen, allein Abg. Dcschmann. als Berichterstatter, nimmt noch einmal daö Wort. nm die Behauptung des Abg. BIciweiS. es sei die Aufnahme von Wärtern nicht berücksichtigt, zu widerlegen, nnd Dr. Toman zu er« widern, wenn das Haus immer warten wolle, bis Dr. Toman sich klar geworden, so könne es lange warten. Bcim Ehekousens habe derselbe auch erklärt, noch nicht mit sich im Reinen zu sein. Abg. Toman eutgegnct, er liabe den Abg. Dcschmann nicht zum Mitwisser sm,cr Stndien ge. macht, um so mcbr verletze ihn diese Beleidigung. Für den Ehckonsens habe er gestimmt, aber reserulrt im Innern. Präsident bringt dcn Antrag Kromer'S auf en dioc-Anuakme zur Abstimmung. (BIciweiS uud Tomau vcrlasscu den Sitzlingssaal.) Der Antrag wird mit 15 gegen 7 Stimmen angenommen. Der zweite Theil des Ausschußantrages: dieses Statut l^it gleich iu Wirksamkeit zu treten und der LaudesauSschuß wird mit der Vollzielmng beauftragt — wird ebenfalls anqenommcn. Dasselbe geschieht dann auch in dritter Lesung. Präsident sagt: Wir haben unsere Geschäfte beendigt und somit schließe ich die Session. Vor dem Scheiden erlauben Sie mir »och einige Worte des Abschiedes. Werfen wir auf nnsere Verbandlungen eine» Blick, so müssen wir gestehe», daß der Landtag eine bedeutende Anzahl von Gegenständen in Be« rathung gs»ommen und Beschlüsse gefaßt bat; dieß war nnr möglich durch die Hingebung, durch den Eifer der Ausschüsse. Dafür spreche ich in mrinem und des Hauses Namen den Dank auS. Meine Herren! Sie ziihen nun in ihre Heimat; meine besten Wünsche geleiten Sie dahi». Ruft n„s drr Bcfel'l des KaiscrS niiedev znsammet«. dann soll kein Mlßlon stören. mit Einigkeit wollen wir für daS Wol)! des Vaterlandes wirken. Bevor wir diesen Saal ver« lassen, brillgeti wir ein dreifaches Hoch Er. Majestät dem Kaiser. Die Versammlung hat sich erhobcu und stimmt ein. Abg, Komer dankt den, Herrn Landeshauptmann f»r die umsichtige, mwerdrossenc nnd liebevolle Lcilnng der Verhandlungen, taun Sr. Exzellenz dem Herrn Statthalter für die rege Theilnahme und Ver« lrelung der wahren Lmldesinteresscn; er spricht die Hoffnnng aus. daß zur künftigen Session alle Abgeordneten wieder erscheinen. Se. Erzellenz der Herr'Statthalter versichert, er hege den ansrichtigen Wunsch, daß dic Bemühungen des Landtages gedeihliche Erfolgt haben mögen. Schlnß halb 2 Uhr. Feuilleton. Aus der Nesidenz. Anfang April. v. N. Das war ein grausames — in den April Schicken, welches der Kalender in diesem Jahre sich erlaubte. Eigentlich war es mehr ein — in den Jänner Schicken, denn seit einigen Tage» lebten wir ier ein volleudeleS Wintermährchen, Die Wiener .annlen dleß metereologische Intermezzo — den grü« neu Winlcr. obwohl dasselbe in Wirklichkeit sehr wenig von Grünem nnd allcs vom Winter an sich liatte. Das nnmnlhige Vorspiel des Früliliugs. desseu wir uns am Beginne deS März erfreuten, erreichte in Mitte desselben ein rasches Ende. Der helle blaue Himmel und der milde Sonnenschein wichen einem stimmnngSi'ollen Grau uud einem unbeimlichcn Frö-stelll der Natur. Es Harmonirtc dieß vollkommen mit der ernsten Milfaste und der stillen Woche. Doch war eS nur die Windstille vor dem Sturme. Bald darauf mahnte die ganze Szenerie wieder an den böhcren Norden, eine Mabnung. welche aber jetzt eindringlicher zu uuS spricht als je. Schuhhoher, fester Schnee lag in allen Straßen und Gassen, ein scharfer Nordost machte die Glieder erstarren, man glaubte jeden Augenblick daS Schellengeläute vorüber-fliegender Schlitten zu hören, und fühlte sich arg versucht, seine EiSschuhe wieder vorzunehmen, um nach dem Staolparlleiche zu eilen. Dort aber bereuten Störche nnb Schwäne zu spät. ihre trau- lichen Winterquartiere vorwitzig verlassen und die Sommtrkampagne zu früh eröffnet zu habeu. Ab« die Sonne duldet lcin Weißes -und so liegt heute dieser böse Nachwinter fast wie ein schwerer Traun» hinter uns. Doch mußte uuler diesen Auspizien den Wienern der Abschied von der deutschen Oper zweifach schwer fallen. Ander. Beck, Dustmann. Schmied und Wal-ter. dieses Hauses feste Säulen — mag auch die Natur m,t ihnen zu Ende eilen — wurden am leßten Abende jubelnd bekränzt. Sollen die Habitus« oiesc Helden und Heldinen so vieler Sängerkriege doch nun Monate lang gewissermaßen uur l^r (l>5l:mo<>. gc-wissermaßen nur auS zweiter Hand. nur durch die SicgeSl'ulletins genießen, die ihnen über deren arti. stische Triumphe im Norden. Osten und Westen zu-kommen werden. Besonders ist es dießmal London, diejeS moderne Kalifornien aller musizirenden und singenden Goldsucher, welches unsere Sänger und Sängcrinen zn ihrer Warlburg erkoren. Möchte doch ein milber Nefier von der Harmonie diescS musikali-schen Meeting auf dic Londoner Konferenzen fallen. Doch der König ist todt — es lebe der König. Die deutsche Oper ist zu Ende — die italienische Stagione hat begonnen. Es ist eine Lichtseite der wiedererwachten italienischen Saison, daß sie nns das seit Jahren übliche Interregnum dramatischer Mittel« Mäßigkeit nnd operistischcr Gastspiele. wclchcS gc» wohnlich in die Monate April bis September fiel. theils erspart, theils verkürzt. Man hat es als ein Verdikt gegen die italienische Stagione ansehen wollen, daß der Andrang der Abonnenten im ersten Augenblicke kein so lebhafter war als man crwarlcte. Die bisher stattgehabten Seraten haben diese Ansicht nicht bestätiget. Das HauS ist jeden Abend von einem höchst gewählten nnd glänzenden Auditorinm über-füllt. Die anfängliche Zurückhaltung der Abonnenten kommt schließlich einzig und allein den Agiotturen der Kunstbörsc zu Gute. Die Italiener hielten ibre» Ei»' zug unter dem klingenden Spiele des Nnllu in lNllij0lil'l-u von Verdi. Nuu geklungen hat dieser llnllo in Mllxolx'l'l,, diese in'S Englisch Amlrilal'.ische übersehe »Valluachl" allerdings, ohne aber ill seinem Publiknm ei» allzu lebhaftes Echo zu finden. Einen Theil der Schuld trug wohl auch die Darstellung. Die !.<>>" ll.IIl, ^nll» und Ki-.ixiuni si,,d eoen doch nur n>ebr tönende Ruinen. Ruinen von einem wahrhaft edlc". feudalen Charakter nnd Übergossen von dem sanfte" Abendrolhe reitzendcr Erinnerungen, aber doch nur Ruine». Zwischen diesen beiden Ruinen blühte Sgra. Volpini, ciue duftige Soubrette von bezaubernder Frische. Leider wmdc diescr Zauber ein wenig g^ stört, indcm die Impresa Sgra. Volpini. gleich einem dramatischen Mädchen für Alles, am nächste» Abende als Lucia debutircn ließ. Die wahnsinnige Schottin entblätterte heuer die Lorbeeren der Volpini. wie sic im verflossenen Jahre dic der Patti entblättert h"t. Der Glanzpunkt der Stagiouc waren bisher die Nossini^Abende. Dcr lzl>!-lil<>l-<> mit der Artot. dem Ailgclini. Everardi nnd Fioravanti machten die k.n>. Oper für den Augenblick zum Rendezvons von ,ga"i Wien." Einstweilen begannen auch dic musikalischen Ge» wässer der Concertsaison. deren Wogen in dcn letzten Wochen in bedenklicher Weise gestiegen waren, sU" zn verlaufeu. und bereits zeigt sich in erreichbarer 343 Oesterreich. Wien. Ihre Majestät die Kaiserin Karolina Augusta haben dem vom Medizinalralhe Doktor v. Viszanik gegründeten Unterstüßnngsucrein für aus der hiesigen l. l. Irrenanstalt geheilt entlassene hilf. lose Personen 100 Gulden allergnädigst zn spenden geruht. — Ihre Majestät die Kaiserin Karollna Augusta haben den Abgebrannten zu Dalschlß in Mahren 300 fi. und eben so viel den durch Feuer Verunglückten zu Wolfsegg in Ober'Oesterreich aller-gnadigst zu spenden geruht. Lemberg, 11. April. Gestern Abends wurden bei einer in der hiesigen oberen Arnieniergasse in einem Schoppen vorgenommenen polizeilichen Revision einige Kisten mit einpfimoigeu Brandraketen und zwei Kisten mit den dazugehörigen Nakcien-Gestellen mit Peschlag belegt. Das diesige Kriegsgericht macht von dem außerordentlichen Miloerungsrechle Gebrauch. Die härteste, in der leylen Liste vorkommende Vcrur-theilung zu achtmonatlicher Kerkerhaft bleibt hinter dem gesetzlichen Strafminlmum noch immer um uier Monate, d. h. ein Drittel der ganzen Zeit, zurück. Ausland. Ein Telegramm auS Marseille ist in Mün-chen mit der Nachricht eingegangen, Se. Majestät König Ludwig habe in Algier die erschütternde Bot« schaft von dem Hinscheiden der geliebten Tochter Erz« Herzogin Hildegard nunmehr erhalten. Das Telegramm lautete: «Die neue Tranerkunde hat König Lndwig außerordentlich ergriffen, doch Gottlob, seiner Gesundheil nicht geschadet." Das in England gebaute dänische Panzerschiff „Dannebrog" von 72 Kanonen ist. wie das Vureau .Hauas- meldet, «nach Erfüllung sammt« licher gesetzlicher Formalitäten", nach unbelanutem Ziele abgefahren. Irren wir nicht, so bat die eng!i< sche Negierung seinerzeit die Versicherung gegeben, daß sie das AnSIanfen dieses Schiffes nicht gestalten werde. Jedenfalls wären Aufklärungen erwünscht. London, 11. April. Garibaldi ist eingetroffen. Der Empfang desselben überbot AlleS. waS London bisher an ähnlichen Schauspielen gesehen hatte. Die Arbeitervereine, mit Fahnen und Musikbandcn, zogen wfhrerc Stnnben lang vor seinem Wagen her. Alle Hänser waren geschmückt, die Glocken läuteten. — 12. April. .Times" sagt. der Enthusiasmus filr Garilialoi werde nicht ohne Einfluß auf die Uebel Vlell'll,. uuter de,,e„ Italic» noch leide. Mal- und ProvinM-Nachlichlen. Laibach, 10. April. In der vorgestern nach Schluß der öffentlichen Sißnng anberaumten vertraulichen Besprechung un-seres Landtages soll von emer Seile der Versuch ge« macht woroen sein, den Beschluß bezüglich der Ange-lobnngoformcl für die Gemeindevorstände zu modi« fizircn, um d!e Sanktion des Gemeindegescßes zn ^möglichen; diese Zumuthung soll aber. wie uns versichert wird. mit Entschiedenheit abgelehnt »vor« den >cin. — Der Packer L. Altmann, welcher sich aufs einem gestern Nacht nach Tricst abgehenden Lasten«^ zuge befand, stürzte in der Nähe des Coliseums so uuglücklich vom Waggon, daß ihm beide Füße und eine Hand zerqnctscht wurden. Er wurde sogleich iu's Spital gebracht. Man zweifelt an seinem Auf« kommen. Der Verunglückte ist Vater von 4 Kindern. — Lieutenant I. Schaffcr, welcher bei Oeucr« see verwundet wurde, befindet sich gegenwärtig hier bei seinen Eltern. — DaS Programm zn dem heule Abend im Nedoutensaale stattfindenden Concerte der Pianistin Fräulein Iosefine Haaofield auS Klagenfurt ent« hält folgende Nummern: 1. Trio sl^-vm) für Pianoforte. Violine und Celll' von Beethoven; 2. Cava< tine aus der Oper «Freischütz" von C. M. v. Weber; 3. (Hml«0n ä' amour von Ch. Eoers und ,An, Meere", Transskription von Lißt; 4. Zwei Lieder für Tenor von Mendelssohn A Fesca; 5. Gondelfahn von Wilmers; 6. Männerqnartctt; 7. Concertvariationen über Motive aus dem .Liebcstrank.« Die Nummern 3, 5 und 7 sind Solopiecen der Concert geberin. welcher wir emeu recht zahlreichen Besuch wünschen, den sie wegen ihres ausgezeichneten Spieles auch verdieut. — Heute Abeud nach dem Concerte deS Frl, Haasficld findet gesellige Zusammenkunft der Sänger. Turuer und Schüßen im' Fischer'scheu Lokale Statt. — In der letzten Generalversammlung der k. l. Gesellschaft der Aerzte zu Wien wurde Dr. Fux. Primararzt im hiesigen Spitale, znm korrespondircnden Mitgliede erwählt, in diesem Jahre der einzige In-ländcr. — In Krain sind dermalen folgende Herren Mitglieder dieser Gesellschaft, die Doktoren: Prof. Vlciwcis. Primararzt Fu?, Bezirls.,rzt Gauster in Stein. Primararzt Keesbachcr. Professor Schiffrer, Kranken-hauSdirellor v. Stöckl. Prof. Valenta. (Schlußverhalldlungen beim k. k. ilandesgerichte.) In der nächsten Woche finden bei dem hiesigen k.k. Lan« desgcrichtc folgende Schlußverhaudlnngcn Statt: Am 20. April: 1. Primus Mo^nik — wegeu schwerer körperlicher Beschädigung; H. Valentin Podlipcc. Io> haun Novak und Anton Iurjov<^i6 — wegeu schwerer körperlicher Beschädigung; 3. Josef Nebolj — wegen schwerer körperlicher Älschädiguug. Am 21. April: 1. Georg Wilfan — wegen schwerer körperlicher Be> schädigung; 2. Georg Lamp<6 — wegen Betrug,; 3. Franz Kern — wegen schwerer körperlicher Vc» schädiguxg; 4, Johann Sormann — wegen schwerer körperlicher Beschädigung; 5. Lulas Wilfau — wegen Diebstahl. Am 22. April: 1. Franz Moltcr — wegen Neligionsstörnng uno Majestätsbelcidigung; 2. Franz Schwaiger — wegen schwerer körperlicher Beschädi» annq; 3. Franz Inrca mid Konsorten — wegen Dieb-stahl; 4. Maria Namor — wegen Diebstahl. Vermischte Nachrichten. — AuS Prcßburg wird folgender iuteressante Vorfall geschrieben: Ein Kaufmann in einem unfern von hier gelegenen Landstaotchcn. der sich mit einem Spezereigeschäft und einem WeinauSscha»! beschäftigte, sendete vor einigen Tagen seine Ittjä'hrige Schwester in den Keller, um Weiu zu holen. Dort hatte der Kaufmann neben dem Weinlager auch ein Fäßchcn voll Pulver stehen. Seine Schwester, die eine bren. Ierne das trockene Land concert- und qnarlellloser Sonn« und Feiertage. Die äußere Geschichte der Concerte bot auch iu diesem Jahre das landesübliche national «ökonomische Nätbsel. Bei Nets steigendem Anbote und bei. besonders was die Virtuosen - Concerte betrifft, stcls sinkender Nachfrage bleiben doch bie Preise des Concert« Marktes konstant. Es ist llanz miglaublich, welche Auforderungen ein jnnger Mann oder eine juuge Dame musikalischen Geschlcch« les an das Publikum zu stellen wagt. Kaum auS dem Konservatorium entlassen, eben reif. einem nach« slchtguollcn Familienkreise zu genügen, ohne Nnf und ohne Namen, ist der Virtuose doch schon groß in sei« "en Preisen. Die Drciguldeuwirthschaft ist unter ihnen so z», sagen epidemisch. Einige Klauicrpieccn von zweifelhaftem Werthe, einige Produktionen auf der Violine, wahre Geduldproben, einige Gesangstücke, für einen Cbor eben ausreichend, ja ein'ge Harfen» oder Zithcrklänge. selbst in unserem Musikuercinssaalc kaum zu vernehmen, alles — drei Gulden der Cerclesitz, zwei Guldcu und einen Gulden das Parterre. Doch daS wäre endlich noch zu verschmerzen. Kann man doch von den meisten dieser Concerte der Virtuosen ohne alle Ironie sagen: «Gott sei Dank. ich bekam keinen Sitz." Aber auch iu uuscrn großen Concerten, welche gehört zn haben wirklich zu den angenehmsten Erinnerungen zählt, wird der Zutritt durch die uner> schwinglichen Preise fast unmöglich. Und was bicrbei "or Allen zu bedauern, es gibt nur hohe Preise, unsere Concertsaison besteht eigentlich nnr für das -"acenatenlhum, Eiue erfreuliche Auönahme hiervon Wie unendlich bescheiden erscheint dagegen bei uns die bildende Kunst. Iu den heiligen Hallen des Schönbrnnnelhauscs, da kennt man solche Präten« sionen nicht. Im Angenblicke füllt Piloty'S Nero noch immer dies« Räume- Die riesigen Dimensionen, in denen dieß so vielfach nnd so uiclattig beurtheilte Werk ausgeführt ist. imponiren ocr Menge, aber weder sie noch der feinere Kenner finden die Erwar-tnngen erfüllt, die in ibnen angeregt wurden. Die Polemik über Nero, welche heute so sehr blüht, uud in welcher merkwürdiger Wei^c gerade die Demokra. ten eine Lanze für die verkannte Humanität dcS rö« mischen Imperators brechen, erhält durch Piloty keine Illustration. Mau hat auf ein Parteiergreifen von Seile des Künstlers gehofft, sich in dieser Hoffnung jedoch getauscht gefunden. ^ Dieser Nero. wie er da so indifferent die Marlerstänc der dcS Brandes von Rom verdachtigen Cliristen überschreitet, erinnert u». wlllkührlich an die dem Wiener so gelänfige Phrase seines modernen dramatischen Pan's. Ncstroy: «Ich sage nicht so und sage nicht so. daß man dann nicht sagen kann. ich halte so oder so gesagt.« Uebrigens unlerschätzl man deßhalb an Piloly keineswegs die tiefen Studien und die unübertreffliche Ausführung bezüglich der Details. Besonders ist das zerfallene Mauerwerk der Oegenssand allgemeiner Bewunderung, In wenigen Tagen werden diese Räume sich aus eiuem Tempel der Kunst in einem Wohllhätigkcits. Bazar verwandeln. Mit der zweiten Hälfte des Monates beginnt hier die Aufstelluug deS Bazars für die Nothleideudeu in Ungarn. ^ nende Kerze ohne Leuchter mitgenommen hatte. steckte diese mit dem unteren Theile gerade iu das Pulver, füllte die Wcinkrüqc und das Licht zurücklasscud, kehrte sie in der Absicht, noch einmal in den Keller zu kommen, zu dem Bruder zurück. Als dieser hörte, wo sie die Kerze gelassen, geriet!) er in furchtbaren Schreck, stürzte wie außer sich in den Keller hinab, und — zog die lialbabgebrauute Kerze glücklich auS dem Pulvervorralhe heraus. Kaum hatte er aber die entsetzliche Gefahr abgewendet, als er eine so furcht» bare Nervcnabspannnng fühlte, daß er im Keller wie todt zu Vodeu stürzte. Inzwischen herrschte oben im ganzen Hause Angst und Schrecken; jeden Angenbllct meinten die Bewohner, die sich nach allen Nichtnngcn flüchteten, das Hans werde in die Luft fliegen. Endlich kebrte dem Ohnmächtigen sein Bewußtsein znrück, und mühsam schleppte er sich die Kcllersliege empor, worauf sein Erscheinen die anderen Hausbewohner von ihrer Angst befreite. In Folge dieses Ereignisses ließ eine Gesellschaft von Hausbesitzern eine Petition an die ungarische Statthaltcrei aufsetzen, des Iubalts. daß keinem Privaten ein Pulververschleiß belasseu werden möge, sonderu Jedermann seinen Pnlverbedarf nnmit« telbar aus bestimmten, durch streuge Aufsicht gesicher« ten Aerarial-Puluerniedcrlagen beziehen möge. — Ein seltsamer Prozeß schwebt jetzt vor dem Tribunal von Modena. Der nnter dem Namen Prinz Crouy'Chanel bekannte Abenteurer, der ein Abkömm« ling der Arpads sein uud auf die Krone vou Ungarn Ansprüche haben will, rcklamirt von dem Herzog von Modcna »cn Titel cincS Marquis von Este. Er behauptet, die herzogliche Linie sei illegitim, weil sie von einem unehelichen Sohne abstamme, den man nicht hätte legitimiren dürfen. AIs Advokaten Crony« ChanelS werden die Abgeordneten Casstnis, Tecchio uud Mancini genannt. Der Prozeß wird vor Richtern geführt, welche ihre Vestallnng noch vom Herzog von Modcna erhalten haben und die von der gegen» wärligen Regierung iu ihren Aemtern bestätigt sind. Neueste Nachrichten und Telegramme. Frankfurt a. M., 14. April. Iu der hcuti-gen Aundcstagösihung wurdcu dic Ausschußauträgc bezüglich der Loudoucr Konferenz mit großer Majorität angenommen und Freiherr v. Vcust fast einstimmig zum Bevollmächtigten dcS Bundes erwählt. Frankfurt, 14. April. In dcr heutigen Vun-dcötagssl'tznng hat Braunschweig gegen dic Anträge dct< Ausschusses gestimmt; Vadcn für dieselben, jc-doch vertlausulirt. Dic drci oder vier Stimmen, welche Herrn v. Bcust fehltcu, waren für Frcihcrru v. d. Pfordtcn. Verlin, 14. April. Der „Staatöcmzcigcr" meldet nuö Gravcustcin uutcrm Hcntigcn: In der letzten Nacht warfen vicr Kompagnien des 60. Regiments dic dänischen Borpostcu in dic Schanzen nnd gruben sich hnndcrt Schritte vur dm Schanzen ein. Lclihaf-tcö Infanterie-, Granat' nnd Kattätschcnfcncr, Major Icna wurde an der Schnltcr blcssirt. Lieutenant Scydlitz blicb todt; der Verlust der Preußen betrügt ctwa 2A Mann, 101 Mann Dänen wurden gefangen. Hamburg, 14. April (Abends). Aus Helgoland wird gcmcldct, dic Däncn habcn cine Brigg und cincn Schooner unbekannter Nationalität weggenommen und halten allc auö- und einlaufenden Schiffc an. Hamburg, 14. April. Nachrichten aus Kopen« bagen 1!i. melden: Der britlische Gesandte Sir A. Paget ist, nachdem er in Audienz beim Könige ge-wescn, nach dem Kriegsschauplätze abgegangen, woran die Blätter die Vermuthung küüpfeu, daß England Präpositionen wegen ehrenvoller Räumung der unhaltbaren Düvpelcr Schanzen mache. Die österrei« chische Flotte ist noch immcr nicht in Sicht. Hamburg, 15. April. Die «Hamburger Nach. richten" von gestern melden: Kopenhagencr Briefe schildern die Stimmung nngemein ernst, an ein frei« williges Aufgeben der Düppclschanzcn ist kein Gedanke, fortwährend finden Truppcnnachsendungcn statt. (tuxhafen, 14. April. Offiziell wird gemeldet: Mehrere dänische Kriegsschiffe kreuzen vor dcr Elbe. wie es heißt. 2 gregaitcn. 2 Korvetten uud kleinere Fahrzeuge. Drci schiffe sind anfgcbracht. PariS, 14. April ^Abends). Die Journale kündigen an, daß dic Subskription auf dic mcxikaui-schc Anleihe am 13. d. M. in den Bureaux des Crcdit-Mobilicr cröffuct werden wird. Prinz Napoleon ist zurückgekommen. Für die Gablenz - Stiftung sind noch nachträglich im Comptoir dcr ,i.'ail»acher Zeitung" folgende Beträge eingegangen: Von mehreren Schüleru dcr VI. d Klasse des Ober- Gymnasiums.......8 fi -— °r. . Pnnklator........^ " «^ " « ungenannt sein Wollenden . . " - °" ' Summa . . 16 fi. 80 kr Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag von Ignaz v. Kleinmayr sk Fedor Bamberg in Laibach. 344 ?ÜÜs!?N!il)N^5 ^"l Rcalisilungtn steNtc» sich die StaatSfoüdScursc um '/.« bis V..". billiger, ebm so 1860cr- und l86tcr-Ll.'sc: auch Credit- und galizische Karl Ludwigb.isnl«Nftic« 3«i büßten 1 si. ei», während Vanl< imd l!ll)yd-Altil,! um 2 dis 4 si. bessel l'.z.iylt Mrde». Wechscl auf frcmdc Plähe und CunHtantcn fitli« um '/,« '/«. Geld wlgcn de» 14. ?!l'ril. '''ti.no minder flüssig. H^effentliche Schnlt». 4. l>to Ktaatts (sür 100 st.) Geld Waar, ^>, SNerr. Wälirunss . zu 5>'/. 68.90 l!l»,.> «'/. Nnlth. v. 1861 mit Äückz.'/»W,70 W.00 ol,ne iNl'schnitt 1801 ',. , . 95,50 !»5 75 Nat - «nl, mit Iün -(5m>p. zu 5'/. 81.80 81 90 ., .. ..Aftl'(5m>p... 5 .. 81.80 81.90 Mttallique«...... 5 .. 7:i.75 73.85 dettomitMal.Conp. ...5., 73.90 74.- dlttu........4;„ 6550 «575 Vlit Verlos. v.J. 1839.....150.- 150.50 .. „ ., 1854..... 93.— 93.25 ,. ......,8tt0 zu 5)00,1. 97.35 97.45 .. „ .. 18 N. 5. l5ö^m.'(9ls. z. 5.sX) li. 5.W.605.— 606.-K. Fe>d.'N°rsb. ^. 1000fl. (5. Vi.1818. -1850- -St^U^lüis.-Ge,', zu 200 ft. CM. oder 500 ,5r. .... 193.75 194.- Kais. Mis.- Äah« zu 200 fi.CM. 133.75 134.- Sud.,noldd.Vcrl"B.2U0 ., „ 128.50 129. -Süd. Staats-, lombardisch-vene« ' tianische und centra! italienische M. 200 st. ö. W. 500 ssr. 258. . 260.- Gal. Karl-Ludw.-V. z. 2<>0iI.CM.214.50 215. -Ocst.Don.-Dampssch.-Ges. ^^ 44!.— 442.— Ocsierrcich. Llryd i» Tricsl ZZ, 238.— 239.--Wien. Dampfm.-Aslg.5 200 fi. . 159.50 160.— Theis;dalM'.'lf,,e» zu 200 ss. C. M. m. 140 st. (70°/.) Cinzahluug 147.— -.— Pfandbriefe (flir 100 st.) National«, 10jährige v. I. banl auf > 1857 zu . 5'/. 101.20 101.40 C. M, ) uerl0>?l'a>t 5 „ 90.— 90.50 Nati^ialb.auf o.W verleb.5 .. 86.— 86.10 ungarische Vl!de»'Krcdit-'.'l»stalt zn 5'/, pCt......87.— 87.50 Lose (pr. Stück.) Kled.:?l»slalt sin Handel u. li'cw. zu 100 sl. oft. W. ... 128.75 128.95 D^n.'DiM'ssch.-O.jlliMfi.Ci'i. 90.50 91.-Stadtqem. O/cn .. 40 ,. ö. W. 2^.50 29.— Mei-Hazy „ 40 .. C.M. 91.— 92.— Salm___________.. 40...... 31.25 31.75 Glld Waare Palffy zu 40 ss. CM. . 29.50 30. - Clary ,. 40 „ .. . 28.— 28,50 St. (Yem'iS .. 40 , ., . 29.50 30.— Wmdischqlütz „ 20 „ ,. . 18.75 19.25 Valdstei» ., 20 ., .. . 20.- 20.lU Kcglcvich „ 10 „ .. . 14.50 15.- W e ch s e l. 3 Mo»,ite. Velb Maar, Augsburg sür 100 li. südd. W. 97.— 97.25 ssr.mssurta.M. 100fl. detto 97.20 97.U0 Hamburg, für 100 Mark Aanco 86,50 86.75 Loud.», sür 10 Pf. Sterling . 114.70 114.90 P.ni5. sin 100 Franl.' . . . 45.40 45.50 (5ourö der Gcldsorten. Glld Waare K. Münz'Dufateu 5 ,1. 48 lr. 5 st. 49 9llr. Kronen . . . 16 „ — „ 16 „ 5 „ Napoleonsd'or . 9 ,. 22 „ 9 „ 24 Russ. Imperial.,. 9 ,, 49 .. 9 ," 50 ,' Veveiusthaler . 1 .. 72 „ 1 ,. 721 . Telegraphische Effekten- und Nlechsel-Kurse an der t. l. öffentlichen Börse in Wien den 15. vlpril 1864. 5'/« Mltallique« 73.85 1860'er ttnllih, 96.90 i>7. Nat.'AnIeh. 82. 5 Sildci.' . . . l 13.50 Äanlaftlt» . 774.— London . . 113 75 Kreditaltiel, . 193.50 K. k. DusattU 5.43 Fremden-Än;cige. Den 1^. April. Ttadt Wien. Die Herren: Wunsche vou Wie», — Delia V.ila, Caret, von (5>rai tLlephant. Til Helllu: Trcumann. .Nausmaxn, vv» München. — Sigmuno, Kaüfinann, von Zwillini. ^- Dieterich Kut<^besi^,l, vo» V.'gau. — F-a,l Vllusia, Kallfmaiins-Gatt!!!, von Fiume. Wilder Mann. Di» Helle» - Doctcur, f. s. (il>e:!ssal»M>>jos, uud Kutschern, l, l. Lieutenant, von Klagmfurt. Baierischer Hof. H»»r kunalfchrf, Maschinist, i' n koserbach. Nclstorbclle. Vrn 8. April. Frank'»!» Franzivta Baun«, garten, l. t. Beamtene-Tochtcr, ait 62 Jahre, nn drr llllcicmsineii Wassersucht, D>.'l! 9. Gertraud Hialouiz, Inslitlltöarme. nil 62 Iahrr, im Hwilspital Nr. 1, an drr 5,'lm-grnliihmulig. Dm 10. Maria Koschjhal, Magd. alt 42 Iahrr, im Civilspital Nr. 1, au dcr Bliltzer-setzuuli. — Fian; Mandel. Schilsln'lehrjimgr, alt 17 Iahn, im Ewilspitnl Nr, 1, an di>r Gr- hirnllihliiilng. .....- Maria Dobnitar, Iustiluti!- arnil', all 7l Jahre, in's üivilspital Nr, 1 sterbend ilbrrdracht. Drri 11. Dem Herrn August Traun, liiirgl. Hmidrlönilllm und Hau^drsitzcr, sei» zweitge-dorurs Zwilliiigtiliud Michael, all 6 Monate und 14 Tage, iu der öladt Nr 16»!, au der Vuugrulähmung. Dru 12. Maria Pupis, Wcbrrswitwe, alt 59 Jahre, iu der Stadt Nr. 6. au dcr Entartung drr Uutcrlfibiiorgllne. — Drm Ialod Sittar, Sattler, seiuc Oattiu Hclma, alt 45 Jahre, in der Kapuziuer-Äorstadt Nr. 73, an der ^llngcusucht. Deu 13. Paleutin Pleuuig, Taglcihuer, alt 50 Jahre, im Hivilspital Nr. 1, au der Gr-hirulähmung. — Herr Viucen; Kofler, l. l. Post ^ouduclcur, alt 52 Jahre, iu der Kapuzi-nerrVorstabl Nr. 85; Maria Iller, Iuwohneri<-witwr, all 62 Ialirc-, Frauz Koroschizh, Maurer, alt 58 Jahre, linde im äiuilsvitul Nr. 1, und Frau Marin Lulnuerzly, Wuudarztenkgat: r|[eu ljnniif'd)rif'Uid;rm tlad)lo|[r lirraukgi-grlivu win Joseph Jirecelt. X. Band. Slovonisehes und Glagolitisches SchriiUluun. gi. 8. tfcii. I»reiü 1 11. CO Nkr. Di.t zweik1 und dritlu I):inii dioao» Werkt?«, die h;ild cuvsclieiiion sverdcii, üiU-haiten dio Literalur di>r Kroaten, lilyrier* und der Serben. JedtT Tlieil xvrtallt in zwei Haujilab-scliniüo, wovun der erst»; die itcihonlblgü der SehrifUtoller mit reioliliclma biogra-jjliiselmi» Nachrichten, der zweite eine ny-üloinHti»<:hu Zusiiininenstellung der Hand-»ciirillen und Druckwerke jnit Notizen über den Inhnlt di-r ein/.elnen ilersellxMi umfasst. Beide Abschnitte reichen /\s;ir nicht weiter nlü bis zum J;ihru 1830, allein die ältere Periode ist darin so vollständig behandelt, wie es nur bei Sasariik'a gewissenhafter Genauigkeit, bei seinur Vorliebe l'iir Alles, was dio Südslaven betrifft, und bei Muincr weiten literarisehen Verbindung unter allen HÜdslavischen Stummen zu erwarten ist. Ks wird durch die Verüssentlichung dieses Werkes ein neuus und helles Licht über die älteren, viel-t'ueh dunklen Literaturzustiinde verbreitet. Der nächste Hand wird die LiteniUu der lllyrier, worunter šafijriik jene Werke begreift, dio vor dem Jahre- 1830 in dem gegenwärtig als SchrifU|irache unter den Kroaten eiiigelührten Idiom geschrieben sind, somit vorruftswei.se dio Hagu.saner, die lUütho der »üdslavi.sehun Kunsldich-tung cnthallen. ........------.i,».«,».>,',,i<<.'.„,»','' , ^.^.. ,,.„:.—......... (665—3) Dekanlllmachniig. Ich habc im November v. I. dic sogenannte Schottcrgrnbe dci St. Christof uon dcr D.°9i.-O.kommende Vailiach gckanft und ce nnn fiir meine Zwecke als nothwendig erachtet, tmscn Grnild zn lnltivircn und cinznzäuncn. Da nnn verschiedene Üichcn. und Fichtenhölzer dort verstreut lagerten, so habe ich dieselben anf meinem ncn hergerichteten Zimlnerftlatz schlichten lassen und ersuche nun die betreffenden Eigenthümer, die ihnen gehörigen Hölzer binnen lt Monaten bei mir anzeigen zn wollen, nm ihnen nach Verlauf dieser Frist fclbc ausfolgen zu können. Laibach den 7. April 1864. G. Tönnies. "' Kundmachung. Am «8. April R8V4 wird da« vi^nstinann - Institut Vom löbliche Magistrate der Landeshauptstadt Laidach wurdc dem Gefertigten, die Konzession zur Errichtung eines DienstmanN'Institutes am hiesigen Platze verliehen. In allen Städten, in denen'dieseS Institut besteht, hat dasselbe von Seite des «°. '«r. Publikums volle Anerkennung gefunden, und sc, hofft der Gefertigte auch hier die hohen Behörden und das Z». V. Publikum zufrieden zu stellen. Jeder Dienstmann hat die strenge Verpflichtung, leichte oder schwere Arbeiten jeder Art bereitwillig anzunehmen, sich stets artig gegen den Auftragsgeber zu benehmen, und demselben die Marken im verdienten Betrage einzuhändigen, wobei hingegen an daS »». '^. Publikum da? höfliche Ersuchen ergeht, dem Dienstmann stets die Marken im vollen gezahlten Betrage abnehmen zu wollen, da dieses die einzig? mögliche Kontrolc ist, und nur dadurch daö Bestehen dicses gemeinnützigen und zeitgemäßen Institutes sichergestellt wird. Tarife sind nach Eröffnung dcs Institutes sttts unentgeltlich im Komptoir, Wienerstrasse Nr. 63, zu beheben. Sich dem Wohlwollen der hiesigen Bewohner empfehlend, zeichnet sich achtungsvoll J. J.Ccjbek, Direktor deb Grazer Dienstmann-Instituts. WDVVMIVMDMMMWZMMMMDDDDDWDW ^ (440--Y N Mu!U-RietlerslW. V g /lanMalmgajse M. 8, vis-k-vis dem DmnpMe. W ^ Nl - Der Gcfslliglc empficblt sein reich assortirtes vager der D !i neuesten Tapezier« und sonlNq,n Zimmer« uio «3alon»Vteubel, M U übell'auvt nllei ,n das Tapezier« mid Tischlergeschäft eilischl"' W ^ aküdt» Artikel. s^'>vie der „„testei, Decors, Zimmer«Tableaux M ss ^'i»«-«ßl^ » l^,««'«<». I5l N«>r»««<> <'<<..) zn dcn billigsten K? s. Preisen; cr besorgt jede Att ^t Uceoriruifig-eiB überraschend lmllg und geschmaavml. und empfiehlt endlich sciu ^ großes AM uon ^ Metall- und Holz Leichen-Särgen > Grabkeeuzen zcc., und zwar Metall-Tärge uou tt fl. nnd aufwärts, Holz-Särge einfach l.ntiit. polilirt oder mit Sammtnbcrzua. um « fi. 4tt kr. nnd aufwärts. Um sich uoü dcr Ncichhalligkeit dcs La^rs. der Pilligkcit n»d Elegauz der Waare zn überzeugen. bittet dcr Gcfcrligte nm recht zahlreichen Zusrrnch. Wams Dotoertei^ Hiezu ein Bogen Amts- nnd Intelligenzblatt, dann Nr. 1ä dcr „Blätter aus Kram."