A. 56. Mittwoch, 9. März 1892. 111. Jahrgang. Macher Zeitung. »line ^,'i.U'. Halbjahrs « ?,?,? " ^.l end»»,,: <,ll»zjlhr!ss si, lü. halblHl,r ° < r.-^"»!tta!c bi« ^ 4 u,,,,„^, 3^ "e Z„sttll»»a <„« Haus „annäürl,, fl, 1, - Iuertionsnebür: Für 25 lr,, grüsiers per Zeile 0 kr,; bei »sli-ren Wirberholiinnrn per Zeilr 3 lr. D!t 'Laibacksl Zeilunss» erscheint täattch, mlt «»«»ahme der Vonn« und sstilliage, Dle t<»» befindet sich llonnrespilly Ni. ü, die Nebaction Bahnlioinasse Nr, ^4 Sprechstiinben der Rebllctiu» lnnüch von 10 bi» 1» Uhr vormittag« — UnfranNeile Vriese werben >,ich< anffenommen und Manuscript« »lchi zuriickneslellt. ^ ^ Amtlicher Mil'. ^hWcr ss^c^ ^°^lische Majestät haben mit ?>Mhrn^V '^^ ""'" '- März d. I. den Mich Uo^2 "? Edlen von Semlitsch nnd K^Vldens s '" ^'"' das Ritterkreuz des Franz-°n 5'"rr in M?'^ ^'" Finanzconcipisten Rndolf Obigst ^ ^Alen das goldene Verdienstkrcuz aller- ^st!r ^1l.^°ltolische Majestät haben mit ?^Nick,7 '^""ll vom 10. Jänner d. I. die . ' l. ad.l^ "^" Vinnenthal zur Ehrendame in Graz allergnädigst Vichtamtlt^ Weil^ Di,« .^" streit in England. 3>- Es i'si !!"' Kuhlenbövse ist in fieberhafter Anf-y^r der ö^< ^"^ Kohlentrisis. welche die Ge-?'stew V"'bändler beschäftigt. Der Preis der ?k>sche' "5 ^unsnment muss tiefer als sonst in 33 liat e ' "' Die Vewegnng ans deni Kohlen-G^kinen "" '""dcrbare Ursache. Zwischen den Ge-be^bcsitz'n '" wn Arbeitern, einerseits und den ?'"Nlich ^ °lso den Arbeitgebern, anderseits hat i! "' Arbeit. ^'""" !N'im'"e Feindschaft bc-K.dch l"/' "nd Arbeitgeber waren darüber lilftlich,, ^,Wl"schaftlichen Interessen dllrchwegs ^beit/r sich "w"en. So kam es denn, dass z V"!einsam z N 1""""" organisierten, nm ,^. ,«mes vorgehen ihre Wünsche dnrch- ^r^b^ "n sehr gesnnder Gedanke, die Al ^an lä ,. r ' ^"' "' lM cinen bedeutenden sich >ber l, " ihn nämlich überall anwenden. Die ^I^egrü^.,^" ?/" Arbeitern, sie coalierten ^^""ions "'f^ 5"telle. Und nun erst begann die « "'sche z.M "" eigentliche Wirksamkeit. '<' Ä,ssI "'wu mbesitzer waren die ersten, blickt "u erwün ^/. ^ "''"l feindlichen Factor, 5" ihren Zwecken er- <>b; st " "en sich z„ Ringen; sie sehten die z Mn, ZM; sie >3""'^'" ""en Streik; die Kohlen-^ ^""inn m? ""/"""' ihre Vorräthe mit nam-°" e ^? die Lobn."'^""' '"^rend der Dauer des ^^n N' Waren die Vorräthe glücklich ^«^i lllait. sn l,i.s^.„ ^.^ Grnbenbesitzer den Augenblick fiir geeignet, sammt und sonders die Lohnherabsctzung zurückzuziehen. Hinsichtlich einer Ausrede waren sie nicht verlegen. Sie wiesen auf die ge» steigerten Preise hin und betonten, dass unter so günstig veränderten Umständen eine Herabsetzung der Löhne, zu der sie durch den niederen Stand der Preise gezwungen gewesen seien, gegenstandslos wäre. So wurde denn die Arbeit wieder aufgenommen. Sofort sank der Preis der Kohle allerdings. Er wurde in seinem Sturze aber dadurch aufgehalten, dass die Arbeitgeber nicht die ganze geförderte Kohle auf den Markt warfeu, sondern, immer zu Ringen ver« einigt, einen namhaften Theil der Ware aufstapelten. Hatten die Vorräthe eine gewisse Höhe erlangt, so wiederholte sich das Spiel, die Löhne wurden wieder herabgesetzt und die Ausstände veranlasst, welche die Arbeiterschaft schmerzlich trafen: Alles als Mittel zum Zwecke. Durch diese Kniffe und Pfiffe verwerflicher Natur, welche aller wirtschaftlichen Moral ins Gesicht schlagen, wurden die Htohleuringe anf Kosten der Arbeiter einerseits, der Konsumenten anderseits reich. Selbstverständlich stieg die Erbitterung der Ausgebeuteten. Das hinderte aber nicht, dass der Kunstgriff der Ringbildung alsbald welterobernd vordrang. Eine Industrie nach der andern cartellierte sich. Heute ist die Zahl der Körperschaften Legion, Allenthalben fragen sich die Gesehgeber, wie diesem Uebclstande abzuhelfen wäre. Ein Mittel gegen diese Krankheit des socialen Orga-nislnns hat sich aber bisher nicht ausfinden lassen. Die Gelehrten zumal stehen der neuen Erscheinung rathlos gegenüber. Die einen meinen, die Cartelle und Ringe wären ein Uebel, aber man könne desselben in keiner Weise Meister werden. Die anderen wieder sind der Meinung, die Cartclle und Ringe wären ein nothwendiges Glied in der Entwicklung unfercs Wirt« schaftslcbens, sie würden die Uebcrproduction verhindern, sie würdeu eine neue zweckmäßige Organisation der Volkswirtschaft anbahnen. Wie dem auch sei. es zeigt sich nun, dass der Gedanke gemeinsamen Vorgehens ein überans entwicklungsfähiger ist. Plötzlich haben die Bergleute und die Grubenbesitzer eiugeseheu, dass sie nicht nur verschiedene, sondern dass sie auch gemeinsame Interessen besitzen. Sie hatten früher nur Sinn für das, was sie trennte; sie zeigen nuu ein feines Verständnis für das, was sie einigt. Sie sind des ewigen Streites müde. Sie ver« bunden sich gegen den Dritten, sie coaliercn sich gegen den Consumenten, um solcherart aus dessen Schaden gemeinsamen Gewinn zu ziehen. Der zwölfte März, an welchem dieses neue Experiment ins Werk geseht werden soll, bedeutet einen Wendepunkt in der socialen Vcwegung: Der zwölfte März ist ein epochemachendes Datum. Man denke nur: in den Binnengrafschaften und im Nordwesten Englands, in jenen Gebieten also, die eben durch die neue Form des Ringes die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich lenken, drohte kein Streik, keine Arbeitssperre, Es sind gar keine Streitpunkte vorhanden. Es besteht kein Hader zwischen den Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Arbeitgeber haben nicht beabsichtigt, die Arbeitslöhne herabzusetzen. Die Löhne sind so hoch wie nie. Beide Parteien strömen über von gegenseitigen Achtungsbezeigungen. Und den» noch wird ein Ausstand in Scene gesetzt, ein Ausstand, in welchem nicht weniger als 40l)0l)0 Mann die Arbeit niederlegen. Ans dem jüngsten internationalen Kohlenarbeitcrcongresse ist die kühle Haltung der engli» schen Arbeiter aufgefallen. Sie nahmen an den Bestrebungen der belgischen und deutschen Arbeiter keinen politischen Antheil, sie gaben ihren Arbeitsgenossen als praktische Leute gute Rathschläge, erklärten aber im übrigen, dass jeder für sich sorgen solle. Nun denn, die Engländer halten Wort, sie sorgen für sich. In Northumberland und Durham droht eine Lohnverkürzung. Das wirkt wie ein Stichwort. Der Bund der Bergarbeiter, der die Kohlenwerke in Jorl-shirc, Lancastershire, Midlands, Derbyshyre, Notling-ham, Leicestershire, Nord-Wales, Cumberland und Mon-mouth umfasst, hält in Manchester eine Conferenz ab. Es wird ein allgemeiner Ausstand der Bergarbeiter» conföderation beschlossen. Die Arbeiter, welche streiken wollen, sind zwar nicht von einer Lohnverkürzung bedroht. Aber es gilt hier, sich in aller Stille mit den Arbeitgebern zu vereinigen, um angemessenere Zustände in der Kohlenindustrie zu schaffen; es gilt also, die Industrie auf Kosten der Consumenten zu einer ergiebigen, lucrative« zu machen. Arbeiter und Arbeitgeber spielen unter einer Decke, um den Consumenten zu besteuern. Und fo kommt es denn, dass Hundert-tausende von Arbeitern am 12. März in aller Freund» schaft die Haue niederlegen wollen. Sie streiken nicht mehr gegen die Arbeitgeber, sie streiken gegen das Pu-blicum, gegen den Markt, um bessere Kohlenpreise zu erzielen. Die Arbeiter bethciligen sich hier an einer ganz gewöhnlichen Preistreiberei. Die englischen Gewerkschaften haben sich der moralischen Anerkennung aller Einsichtigen zu erfreuen gehabt, so lange sie durch gemeinsame Vertretung ihrer Interessen in loyaler Weise vorgiengen. Aber seit sic, die so oft an das Mitgefühl Feuilleton, /ft. —^ ^> N"t^7" '" der Mistgrubc. s^"^."K Echulaen^ '"^' "'""at s"'"" alten 'kn " ^ofes 7IW' den als etwas excentrisch Tische geladen. Wir ^' h't? 'Fd unser Gast 7^ "'"" ^'n schützenden sKs E Nck) heute das ' b" per musicierte Redselig-^N"dn„^ dm,kle Thema über M ch^«Nelv^)^Ul iedwedes Gegenstandes- znm ^n? die^ M^?d 's war dentlich zn be-V> N''^n H'che Gefühlsäußerung einer Vsb 7 wir ch d ""hme entsprang Nichtsdesto-<' AV/'ine Z7 u"' drollig'ebnenden Lache angestimmt, wenn s^'^I'Zeilwe ^5'Z"^U'" ""ge deK greisen ^i ^"s?/'^ nur "'..^hach «ehalten hätten. l"cw^/ lch auch ich ^? l^', V"e BrA 5 ^ Welt noch wie !V" " Theorie. '?' der Naivetät betrachtete. ^M'U'd ^N'ke V ,1'br kept,sch ^„^er „nd ^ ge all,s Unverständliche be- ^ du ^" diese,"'''^ "ber die MOerien des "r oes Geschickes das aller- dings von vielen angezweifelte Glück der Erkenntnis zntheil wurde: nun hat an Stelle eines kindisch sorglosen .Guckindieweltthnms» ein dankbares Gefühl staunender Bewnndernng platzgegriffen.. .. Ihnen allen sind wohl die jüngsten Errungenschaften auf dem Gebiete der Erschließung des Mikrokosmos bekannt; die dem unbewaffueten Äuge zumeist unsichtbaren Mirakel der «kleinen Welt» zeugen vielleicht noch in erhöhtem Maße für die Größe des räthselhaften Umverfums. Das verbesserte Mikroskop hat uns allenthalben eine Lebewclt erschlossen, ein neues Gebiet, das sich noch unlängst etwa bloß anf die Bewunderung der herzigen Bewohner des Schweizer-Käses erstreckte Der nimmer rastende Forschuugstrieb ist aber, meine Llcben beim Käse allein nicht stehen geblieben. Heute ,st es kciu Geheimnis mehr, dass nicht nnr die aus Myriaden nnd Myriaden von Schalthierchen anfgethurmten Kreidcselscu z. B. der englischen Küste, sondern auch jeglicher «Verwilterungsproccss» unserer Vergruben, das .Rosten» und «Oxydieren» der Metalle :c. nichts anderes ist. als das mysteriöse Walten zahlloser klemer Organismen in dem grandiosen Processe des ewigen Seins und Werdens! Weuu ich nun auf Grund dieser Algumente m jedwedem Dinge (im Urstoffe und in dem von Menschenhand verarbeiteten) ein gewisses Denk- nnd Gcfühlwcscn supponiere, so könnte wohl mein heutiges Dogma von Widersachern angefochten werden, wenn ich nicht glücklicherweise über das früher nur Geahnte heute ganz überraschende Beweise besäße. Ja, meine Lieben, ich war vor kurzem Augen- und Ohrenzeuge einer zwar unglaublich klingenden, nichtsdestoweniger aber ganz wahrhaftigen Geschichte.» «O, eine Geschichte, Herr Profesfor, das ist schön?» tönte es wie aus einem Muude. «Also aufgepasst, Kinderchen; nicht gespöttelt, denn das involviertc ein kleines Misstrauensvotum gegen mciue Wahrheitsliebe und Ihr wisset, dass es zu meinen Maximen gehört, um keines Haares Breite vom Wege derselben abzuweichen. Das Hoffenster meines Studierzimmers befindet sich gerade über der Mistgrube. An dem Tage der jetzt erzählten Begebenheit lag ich so nach Tische a in Fenster nud sah träumerisch in die zufällig offene Mistgrube hinab; es war mäuscheustille im ganzen Hause. O Vanitas! sagte ich stille vor mich hin; wie sie da so kunterbunt durcheinander liegen die lieben Dingerchen, die einst eine Rolle gespielt und nützlich dem Menschen gedient. Da war vor allem eine Sardinendose mit herabgerissenem Deckel, dicht neben ihr ein abgenützter eiserner Knopf, dort lag ein stark havariertes schlankes Zahnbürstchcn, weiter ein Frag» ment einer Unschlittlerzc, dann die Hälfte einer quie« cierten Lichtscherc und andere reizende Sächelchen. Ja, meine Theueren, fagte ich zn ihnen.- «^ »ran«!!, ^!l^i« mlimü'.. So in stille Betrachtung versunken (ich muss nochmals betonen, dass eine ganz ! phänomenale Stille im Hofe herrschte) schlagen plötzlich l ganz, ganz leise Tö„e an mein allerdings migewohn--lich scharfes Ohr und ich mache deutlich die verblüffende l Wahrnehmung, wie der vorerwähnte Knopf der zunächst Laibachcr Zeitung Nr. 5s. 462 9.My^> der öffentlichen Meinung appellierten, kalt und selbstsüchtig gegen die außerhalb der Gewerkvereine stehenden Arbeiter Front machten, seit sie die Vortheile der Organisation insbesondere den Nachrückenden verschlossen, hat sich die Theilnahme für diese Leute ziemlich abgekühlt. Nun vollends stellt es sich heraus, dass der englische Arbeiter wenigstens, wenn die Gelegenheit sich bietet, die sittlichen Principiell, in deren Namen er ausgezogen ist, leicht über Bord wirft, um auf Kosten der Consumenten ein ungerechtfertigtes Einkommen zu erbeuten. Da steht nicht mehr einer für alle, alle für einen; die Fahne der Moral ist eingerollt und fein säuberlich in ihr Futteral gesteckt. Nud klingenden Spieles geht der Bund, der mit dem Nimbus wackerer Redlichkeit debütierte, iu das Lager schnöder Selbstsucht über. Dies leuchtet ein, wenn man erwägt, welche Con-sumenten es vornehmlich sind, die nun besteuert werden sollen. Viele industrielle Unternehmungen sind durch Iahrescontracte, welche bestimmte Preise für die Kohle normieren, jeder Besorgnis enthoben: der Grubenbesitzer hat ihnen, abgesehen von dem Stande des Marktpreises , zu den vereinbarten Bedingungen den Bedarf zu liefern. Viele aber werden auch genöthigt sein, die Arbeit einzustellen. Die großen Eisenwerke werden wahrscheinlich einige Zeit hindurch geschlossen sein Den Hochofenarbeitern von Cleveland ist bereits gekündigt. Es liegt auf der Hand, dass solcherart durch die Preistreiberei, welche der Bergarbeiterbund insceniert, die Arbeiter auf das empfindlichste betroffen werden. Und nicht sie allein. In London steifen die Preise der Hauskohle mit Blitzesschnelle. Es stnd somit nicht nur die reichen Leute, es lst nicht nur das Capital, dem hier etwas entrissen wird. Es sind vornehmlich die kleinen Leute, die in empfindlicher Weise in Mitleidenschaft gezogen werden, Leute, für welche die sociale Frage vielleicht weit fühlbarer ist, als dem speculativen Bergarbeiter-bunt». Gerade ihm wird es zu danken sein, wenn im März alle Kohlensorten in England theurer werden. Freilich, wirkliche Kohlennoth wird in London nicht eintreten. Es bekommt einen großen Theil seiner Zufuhr zur See. Es ist demnach auch wahrscheinlich, dass sich die hohen Preise nicht lange halten werden. Es besteht wohl die Absicht, die Höhe der Preise durch Beschränkung der Production weiter zu behaupten. Allein es will uns scheinen, dass das neue Experiment ein sehr gefährliches Gepräge hat. Denn die Beschränkung der Production, welche einmal unternommen wird, ist gewiss Thatsache. Ob diese Thatsache aber die Höhe der Preise zur Folge haben müsse, ist keineswegs gewiss. Es ist vielmehr anznnehmen, dass sich durch die überschlauen Maßuahmen die Production ill dem Maße, in dem sie an bestimmten Orten eingeschränkt wird, an anderen ausdehne und solcherart durch den Umstand, dass die Beschränkung der Pro« duction eine nur theilweise ist, die Förderung voll Kohle sich lediglich deplaciere. Die Cartelle sind über den Ocean geschwommen. Sie haben ill Europa Eingang gefuudcn. Sie haben sich auch bei uns heimisch gemacht. Es ist nicht unmöglich, dass auch das böse Beispiel, das iu Manchester gegeben wirb, die guten Sitten festländischer Betriebsamkeit verderbe. Der neue Ring, der zwischen Arbeit und Capital geschlossen worden, wird vielleicht über den Aermelcanal setzen, um auch in uuseren Landen modern zu werden. Dies ist eine große Gefahr für den Mittelstand in den Städten. Die Nachtheile der Car-telle heben sich zum Theil dadurch auf, dass sie sich gegen einander richten. Wer immer sich cartellieren kann, wälzt den Ichaden auf den andern ab. Mit voller Wucht kommt aber die combinierte Last auf die Schultern desjenigen zu liegen, der sich nicht zu cartellieren vermag, auf die Schultern des Soldaten, des Staatsbeamten, des Privatbeamten, des Lehrers, des kleinen Kaufmannes. Der Mittelstand wird unter dem Drucke der Cartelle alles theurer zahlen. Sein Eiukommen wird keine Vermehrung erfahren. Er zahlt die Kosten der ganzen Action. Er allein wird von den Cartellen besteuert, ohne selbst besteuern zu können. Dies ist die sociale Gefahr, die ill dell Cartellen überhaupt und demnach auch in der neuesten Erscheinung des Ringes zwischen Arbeit uud Capital liegt. Eine namhafte Schwächung des bürgerlichen Mittelstandes aber wäre ein großer Nachtheil für das Ganze der Gesellschaft. Politische lllelierlicht. (Der A u sg l eich.) Wie man uns aus Prag telegraphiert, wurden gestern im böhmischen Landtage mehrere auf den Ausgleich bezügliche Regierungsvorlagen eingebracht, u. a. der Gesetzentwurf betreffs der Abänderung der Landtagswahlordnung. (Im galizischen Landtage) erklärte der Vertreter des Landcsausschusses, demuächst werde ein-vernehmlich mit den Abgeordneten der notleidenden Bezirke eine Hilfsaction angeregt werden. Sawzak begründete unter allgemeiner Zustimmung seinen Antrag, betreffend die Errichtung eines neuen ruthmischen Gymnasiums. (Zur Valuta ^ Regelung.) Finanzminister Dr. Steinbach begrüßte die gestern mittags zusammen-getretene Enquete zur Valuta-Regelung mit dem Hinweis darauf, es handelt sich außer der Aufnahme der Barzahlungen auch noch um wichtige und schwie« rige Währungsfragen infolge weitgehender Aenderung des lange bestandenen, festen Wertverhältnisses beider Edelmetalle, welch letzteres auch auf die österreichisch-ungarischen Wertverhältnisse die tiefgehendsten Wirkungen ausübe, daher bei der lüuftigeu Valuta-gestaltung nicht außer Betracht bleiben kam». lTriester Landtag) Man schreibt uns aus Trieft: Der Landtag wird iiu Laufe dieser Woche seine Thätigkeit beginnen. Von den wenigen Gl-genständen, die auf dem Programme der diesjährigen Session stehen, verdienen Erwähnung ein Antrag auf Einbringung einer Petition um Errichtung einer italienischen Universität in Trieft, dann eine Resolution, betreffend die Leichenverbrennung, und schließlich der Bericht des Landesausschusses zu der von der Regierung im Jahre 1890 eingebrachten Vorlage eines Schnlaufsichtsgesctzcs. (Eiu Iubiläu m.) Vorgestern waren es fünf« undzwanzig Jahre, seitdem Minister-Präsident Graf Taaffe zum erstenmale in den Rath der Krone berufen ward. Er wurde nämlich, nachdem er seit Jänner 1867 als Statthalter in Oberösterrcich functioniert hatte, am 7. März des genannten Jahres zum Minister und Leiter des Ministeriums des Innern im Cabincte Neust ernannt. Als Fürst Carlos Anersperg Ende 1867 an die Spitze des Ministeriums trat, überuahm Graf Taaffe das Portefeuille der Laudesvertheidigung und nach dem Rücktritte Auerspergs auch das Minister-Präsidium. Am 15. Jänner 1870 demissionierte Graf Taaffc. trat jedoch kurz darauf, am 12. April, iu das Cabinet Potocki als Minister des Innern und Leiter des Landcsvertheidiguugs-Ministeriums ein. In dieser Eigenschaft war Graf Taaffc bis zum 7. Februar 1871 thätig, worauf er zum Statthalter iu Tirol ernannt wurde. Am 15. Februar 1879 wurde er von Sr. Majestät abermals als Minister des Innern berufen und am 12. August 1879 zum Minister P"ft" ^, nannt, wobei er die Leitung des M"!^ K,, Iiln >rn beibehielt. In diesen Stellungen m ^ Taaffc noch jetzt seines Amtes. Der ^ ^ Premier begeht souach ein Jubiläum, dav v> ^, wenigen Staatsmäuuern beschiedeii w>n. ^ Blätter weisen auf diese Thatsache hin ""° ^ die hervorragende staatsmäuuische 'U>o ^M^ Thätigkeit, welche Graf Taaffc jederzeit ^ ^ die allseits die verdiente Würdigung gef"""" ^ lIm uug arischen Reichstag ',/ gestern die Adrcssdebattc. Die Opposition H'^,' Kampfe gerüstet, uud es steht eiue sti'm"'!^ F lung in Aussicht. Die Gegucr dcr Mgi"""^ ^! zwar wenige sachliche Angriffspunkte P'M'.'',^ kümmert sie nicht, ihr Fcldgeschrei lautet"«!" ^ weg mit dem Ministerium Szapary! ^,>W> tige Vorlage wird der Iustizmiuister noch ^ zje einbringen. Er soll nämlich einen GeM M^P das summarische Verfahren in Streitsache" ",F Durch dieses Gesch werden nahezu 9l) -r" ^ Processe dem mündlichen Verfahreu uilter>M' ^K Es ist aber sehr fraglich, ob'der NeiäM ^ Muße finden wird, dieses Gesetz und andere, gcud nothweudig wären, zu berathen. . ^S f (In Nussland) scheint es w' h.-gährcn. Sowohl in Polen ist die UnM"" F Wachsen begriffen, als auch der M)MM'^ wieder seiu Haupt in der Erwartung, ^MNj^ den Nothstand erregten Gemütheru eme H^V seiner Ideen und Pläne zu finden. Der ^ ^l< graph« meldet aus Petersburg: Oe"c"l-^Dp Gurko sei wegen der zunehmenden ^"zul he» ^ Polen ermächtigt worden, daselbst entweoe^F lageruugszustand oder das Standrecht ^»sti^ Dasselbe Blatt berichtet aus Moskau, d"'2^ große revolutionäre Verschwörung entdeckt > ^ z Haupträdelsführer, ein Studeut,' wurde ">" ^ l5 klage verhaftet, ciu Attentat gegen den 0 bereitet zu haben. s«ild.^ (Der Kohlenstrcit in E"gl° ^ bevorstehende Kohleustrcik in Ellglaud """^^ folge der plötzlich wieder eingetretcue" ^M^ doppelt fühlbar; die ärmereu Bevölkerung^,,^ ^ start unter den mit eiuemmal so statt , ^ ^ geschnellten Kohlenpreisen. Die Kohlcnh""^»^ Niuueugrafschaften uud in Birmingham "^,'M den Grubenbesitzern in Staffordshire, ,^-.M, H Warwickshire und Derbyshire die AnknnW ^ die letzteren nach dem 12. d, M. sich "^fiih^ macheu köuutcn, Aufträge auf Kohlcu cnlsz <^ (Im deutscheu Reichstags >K der Berathung des Colonialetats f" H M,? Director Kayser mit, dass ein neuerncy , ZO seitens eines englischen Consortiums erfolg , ^' secrctär Marschall erklärte, die Regierung ^lt^, schlosseu, den Colonialbesitz zu behaupten ^^ Südwestafrika aufgeben, so gieugc da» !, die deutsche Ausdauer und Eucrgie ""l"^F^. (Köuigiu Natalie) hat 'h«" A K Belgrad gänzlich aufgelöst. Iu einem "' MH scha'ft gerichteten Schreibeu bringt sie 0"!^ ^ zur Knmtuii uud bemerkt dazu, sic wolle" ^ über ihre Nückkchr eutgegeuttetcn. Sie w" sie deu Bodeu Serbiens betret u. als bis " « werde. «lcht'"^ (Aus der serbischen Slup^fF^ der serbischen Skupschtina brachte d" ^F/ Finanzausschusses das Budgctgesch pr „icH^/ ches mit 7.'l gegen 12 Stimmen n,ia.eM^<^ befindlichen Sardiuenbüchsc leise zuflüstert: ^ um ciue Clauselierung des Heiratscow .„,^l1 ,P Was ist es mit der Million uud den " M/. tausend Mark? Die Rahel hat doH ^ M/ Mitgift bekommen, und die beiden ^c" ^<„ " ,^ in Gütergemeinschaft? Eine Clauscl, " ,^F'^ zum Schuldner einer derartia/u Su>w ^ z»,^ einc Gemeiuhcit. Ich traue dir das > ^, ^,^ Vater, ebensowenig, wie ich mir dem"! , ^! .^ Hellwig sei so einfältig, so vertrauend -h^M zu verpfäuden. Gebt' mir AuftliwlW sA,^ schäme mich. weiß Gott. nicht, ciu In^,,, .'^F sie schmähcu uud uus iu allen ^" .„„ic" .z<^ so lauge ihre Vorwürfe uud Velc>dlg"^,M/,, siud, treffeil sie mich nicht, pralle" ^^,,,i H>4< an mir. Aber das macht mich "5"'^.^''^ und wieder sehe, ill wie vielen Fällen .^. di^fll^ der Andersglaubenden berechtigt f"'^-^ s" der That keine anderen Ideale ms " ^ ^!^r Zeitung Nr. 5«. 463 9. Mirz l89?. Tazesneuigleiten. 9"isch/^F/!^ ber Kaiser haben, wie das un-Schule ,., ?r. cM ineldct, für die römisch-katholische "He Kirch. ^ ?".s^ ^e Neusatzer romisch, c '" '^jährige Dame ans Ungarn, die winder hüb ck ^"" Witwe ist, mit ihrer nicht «nd Tochter « ^l"brigen Tochter in Abbazia. Mutter Einend auk '^ ^ '"' «Paradiese des Quarnero» aus-als an, h" l < / " ^"de wurde aber erst vollständig, "" stattlick/r ^°N'stag der Bräutigam der Tochter, ^ der?„//^" M"""' dort anlam. Das ungetrübte ^" ^gleitm, - ^^^ ^"' "'"^ v°" kurzer Dauer sein. Achter am -5?" befreuudeten Dame begab sich die MAe und , '^'"Ndienstag nach dem benachbarten "lofahrt ., !!^ " "l'aster Laune an den Freuden der ?"be das °r," ^^""lett'schlacht theil. Wie schmerzlich '"" heim in A^ ^"' überrascht, als es gegen Abend "> des 3^- .°baz'a wieder betrat und statt der Mutter ^derM„'U« einen Brief fand, der von der >"ber w.-s/x 5/ s^'M"le. I„ ^^en. aber darnm nicht ^er m"'?^^" W"""l theilte die Mama der ^ aefim^'v" ""d der Bräutigam aneinander Ge< ""! dar» . ""' ""d lion einander nicht lassen ?"b werden ^'""' ^ nach Frankreich aufgebrochen °'""en lunem '" ""d Weib ehelich verbunden, '"" die liebe, gehorsame >' schlo s?'?' M" einigen Mahn- und Trost- ^"e TM«. ^'^' ^'^ '" 'h">n Liebcsglückc ver-^ einen Q> '" ^ '" der ersten Schmerzenswallnng « ^e Hand ?? ^'" ^"ltcr ihr Leben enden - eine ^'°"t> sich .7" W vor dem Todcssprung zurück, und ^e nabm7^""dliche Familie, die sie unter ihre 5 ^ lE„ s.?"5 der Hmuat brachte. ^asm"N. che Eisenbahnen.) Anf der VW, w ^lenbahn fand letzten Mittwoch ein Ver. ?''^"vesen ^,."^ ^^«" Umwälzung im englischen W ^ E>„ ,ih, n. ^^ baben kann. Es handelt sich ein, " "MH ""^ der amerikanischen Eisenbahnwagen «3? ^»ffetnn """'' Der aus einen, Salon- und ^^7' bestehende, ganz in Amerila her-?> suhr , ^"' Mittwoch von London nach ^"ilane'r i^^" plagender Beweis dafür, dass H»,°" und 9 ^'sellbahnwesen der alten Welt, was bt^"l E«„ ^ ""betrifft, doch weit «über» sind. bi ^ "ur e?. ' ""^ und mehr die Tendenz Bahn einznführen, so erscheint K "us e^ welche das amerikanische ^ . ^ in a^ll ^'"'"l! ^'"""' ""d schätze" ge-'""AnH"" ')" auch anf den englischen Kl,7" (Ein "".a zu fehen, nicht ganz unbegründet. 'Nk^rZeitf.^ ^^' Gefängnis.) Schon "wtt^n zablrp^ " '" der Umgebung von Nrihnega ei?? werden ?" Diebstähle ^tt, deren Urheber nie <^ Räuber "'f?.^^dlich «elang es diesertage, ^^sländM"" ^'^" That zu ertappen nnd zu ^>^zu bringen, das darauf kinauslicf dass er und sechs «Kameraden» vom Gesängnisdirector von Duntelwerden bis zur Morgendämmerung -Urlaub» erhielten, den sie dazu benutzten, ihr Handwerk nicht zu verlernen. In der That fand man bei diesen «Gefangenen» viele Diebswerlzeuge, Geld und geraubte Gegen-stände. — (Hohes Alter.) Aus der Hercegovina wird noch ein Fall hohen Alters gemeldet. Wie der «Sarajevski List. schreibt, lebt in DreZnica, Bezirk Mostar, ein Mann Namens Anton I uric im Alter von 130 Jahren. Derselbe arbeitet noch rüstig im Weingarten und begibt sich jeden Sonntag in die zwei Stnnden entfernte Kirche znm Gottesdienste. Vor zehn Jahren verlor Iuric das Gehör, seit dem vorigen Jahre, in welchem ihm ein neuer Zahn zu wachsen begann, hört er jedoch wieder. Seine Mutter starb in, Alter von 112 Jahren, der Vater jedoch in jungen Jahren. — (Elektrische Beleuchtung.) In Rom sind die Arbeiten für die Leitung der elektrischen Kraft von Tivoli beinahe vollendet, das doppelte Kabel fast in seiner ganzen Länge gelegt. Binnen kurzem wird aus den Wasserfällen von Tivoli eine Kraft von 2000 Pferde-kräften nach Nom übertragen sein, um hier den ganzen Corso, die Via Nazionale, den Corso Vittorio Emanuele, die Piazza di Spagna u. s. w. elektrisch zu beleuchten und noch einer Anzahl von Privatabnehmern Triebkraft oder Licht zu verschaffen. — (Bürgerliches Brauhaus in Pilsen.) Aus Pilsen wird gemeldet: Fur Feier des 50jährigen Bestandes des hiesigen bürgerlichen Brauhauses werden große Vorbereitungen getroffen. Gegenwärtig wird in Wien das Programm für einen aus diesem Anlasse stattfindenden Festzug, der in den Sommermonaten abgehalten werden soll, entworfen. — (Jugendliche Kirchendiebe.) In der Nacht zum 4. d. M. brachen drei Knaben in die Mutter-gottcstirche zn Onna-Borgo in Südtirol ein. Sie hatten schon das Muttcrgottcsbild der kostbaren Schätze beraubt, als sie entdeckt und dem Gerichte überliefert wurden. Produllionen eines «Fakirs» in Wien. Wien, 8. März. In Paris und Berlin haben in der letzten Zeit die Productionen eines Fakirs sowohl im Kreise des Pnblicums wie auch in der wissenschaftlichen Welt nicht geringes Aufsehen erregt. Soliman Ven Aissa — dies der Name des Wundermannes — weilt gegenwärtig in Wien und producierte sich heute mittags in dem Palais eines Aristokraten, der mehrere Persönlichkeiten zu Gaste geladen hatte. Unter anderen war auch Professor v. M 0-setig zugegen. Soliman, ein kräftiger, wohlgebauter Mann im Alter von 35 Jahren, dessen Gesicht uichls Afrikanisches verräth, leitete seine Vorführungen in französischer Sprache mit einer Erklärung über den Ursprung der religiösen Secte Msfaouas (in Marokko) ein, der er angehöre. Bevor er seine Kunststücke sehen ließ, versetzte er sich in einen ekstatischen Zustand, indem er einen Rauch em-alhmete, der durch Verbrennung eines Pulvers in einem mit glühenden Holzkohlen gefüllten Becken erzeugt wird. Dieses eigenthümliche Pulver besteht nach SolimanS Be-hauptung aus cmigen Alkaloiden, ferner aus vorher ge-trockneten zerstoßenen Scorpioncn und Schlangen. Pro-fessor Mosetig hat sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und zum Zwecke der Untersuchung ein wenig von dem Pulver aufbewahrt. Nach der Inhalation machte ^ durch °b°^ und wie ihr eigener ^ steht..' ""l dosten ihrer Nächsten, ihnen immer lHte ^ankcnoM ! ?er "cß sm.en Enkel ruhiq aus- ^"''chanis^"^ Noden nnd ließ seine "°h?" hast °M durch den grauen Bart gleiten. ^a>""l Hw/''^ """Hl. Hartwiq.. saqte er ^"'"wählte N?. «Die Christen treten das ^.>9t'und ü des wrn, das sie aus ihrem H. Sie ;>1en s mt^^ «"rieben haben, mit K> ^ n«d Raubthiere und über unsere Berechnung; > ich ^r. schmal recht, aber sind dem. dii d di?^-fragen s"^ .^n 6""tract zu kommen, ^ "H>'l an^drn^' 'H Friedrich Christian Hell- >N ö" nZ m "^n oder sie ihm anqebotm? ^H" AaM^mmen ""d hat mn mein Kind k> ^.^"n sie n. 5 'r Senator habe geheiratet !°"e die Tochter eines Hw K"wig. D-^wm^d^ Nicht daran zn »t ^d. I^e 6 nsw, v steh,,, das Ncchnen ^?^n ^"^l gmcl,. '. ^ babe dem Senator als U> ab? Mark, H? '""" sau/rwor- ^ hat ^lrn der .-' "l't etwas qeben dem gehabt au ^""^ls den Samuel Gold- ' °" Nechuung, sondern hat immer ihn angesehen über die Achsel? Habe ich denn nicht mein Geld ehrlich erworben? Habe lch gestohlen oder betrogen, also dass mir das Geseh künnte etwas anhaben? Habe ich genommen fünfzig Procent und d,e Leute gebrandschaht? Nichts von allem. Der Samuel Goldschläger hat nur seinen Rücken preisgegeben und sich gebückt, um aufzufammcln das, was die Christen streuen auf die Straße mit vollen Händen.» Der schrille Ton der Thürglocke tönte durch dle Etage. Zweimal, kurz nacheinander, wurde dle Schelle rasch angezogen. «Esther!» sagte Samuel Goldschläger, hinausgehend. «Ich kenne ihr Klingln!» . . Nach einigen Secunden kehrte er wirklich m Ve-glcitung seiner Tochter zurück. Die Witwe sehte sich nach einer kurzen Begrüßung gegen ihren Bruder und dessen Sohn auf das harte, haartuchüberzogene Sofa und lüftete den seidenen Tüllschlcier. Ihr längliches, mattgelbes Gesicht war bleich wie immer, aber die schwarzen Augen funkelten noch lebhafter als gewöhnlich. «Dorothea hat deinen Antrag abgewiesen, Hartwig?» fragte sie rasch, unvermittelt. «Woher weißt du, dass ich — -^' «Genug, dass ich es weiß. Was beabsichtigst du zu thun?» «Zurückzutreten, sie, wenn möglich, zu vergessen, wie es mir nach ihrer Antwort nicht anders Ehre und Gefühl vorschreiben.» (Fortslhunn folgt.) Soliman so lange Schwingungen mit dem Körper, bis sein Mund schäumte; dann begann er seine Künste. Zunächst durchbohrte er mit einer langen Nadel Ohren, Wange und Kehle und ließ dann Experimente mit einem scharf geschliffenen marokkanischen Säbel folgen. Soliman entblößte den Unterleib, sehte die Scheide auf den Bauch und hämmerte mit einem Holzschlägel auf den Rücken des Schwertes, bis dasselbe ganz in das Fleisch eingedrungen zu sein schien. Nachdem er den Säbel, der wie alle anderen Instrumente und Apparate zur Besichtigung und Untersuchung in der Gesellschaft herumgereicht wurde, aus dem Körper entfernt hatte, war an diefem weder eine Wunde noch eine Narbe sichtbar, hingegen ließ der Fakir nach dem Experimente mit den Nadelstichen aus der Wunde an der Kehle auf Wunsch einer anwesenden Person ein wenig Blut austreten und so lange fließen, als es gewünscht wurde. Soliman zeigte nun an, er werde sich die Junge durchbohren. Man fragte ihn, ob er diese Procedur auch von einer zweiten Person an sich vornehmen lassen wolle, was er bereitwilligst zugestand. Professor v. Mosetig nahm eine längere Nadel und durchbohrte die Zunge des Fakirs der Breite nach, wobei dieser weder Schmerz noch irgend welches Unbehagen merken ließ. Soliman wurde mit der Nadel in der Zunge photographiert. Nach Entfernung der Nadel sah man gleichfalls leine Spur einer Wunde oder einer Narbe, Unmittelbar darauf gieng er an das nächste Experiment, sehte den spitzen Stahl auf das Augenlid, und während er seinen Körper in schwingender Vor- und Rückwärtsbewegung erhielt, bohrte er plötzlich das In» strument in das Auge, so dass der Augapfel fast ganz aus der Höhle herausgedrängt wurde. Auch dieses Bild hatte man Photograph!sch aufgenommen. Als Soliman das dolchartige Instrument herauszog, war das Auge wieder in seiner normalen Stellung und keinerlei Verletzung nachweisbar. Es folgte dann ein Versuch mit Feuer. Der Fakir hielt eine brennende Fackel unter den entblößten Arm und erklärte, sie so lange auf die Haut einwirken zu lassen, bis man Halt gebiete. Die Gesellschaft ließ ihn etwa eine halbe Minute gewähren, innerhalb welcher nach Aussage des Arztes eine Brandwunde ersten Grades hätte entstehen müssen. Der Arm war zwar rußgeschwärzt, aber es konnte leine Brandwunde conftatiert werden. Von einem ihm dargebotenen Trinkglase brach Soliman ein Stück ab, nahm es in den Mund, zerbiss es mit hörbarem Geräusche und verspeiste dann die Scherben, Die Schlussproduction bestand in der Vorführung von Schlangen. Der Fakir nahm drei Schlangen, die als giftige Reptilien erkannt wurden, aus einem Käfig, brachte sie durch einen eigenthümlichen pfeifenden, von Zwifchenrufen unterbrochenen Laut zu fast völliger Todes» starre, erweckte dann eine der Schlangen und ließ sich von derselben in den Finger beißen, bis Blut floss. Auch diese Wunde hatte keine nachtheiligen Folgen. Endlich stürzte Soliman erschöpft und wie ohnmächtig zu Boden, erwachte jedoch nach einigen Minuten und schien wieder vollständig wohl zu sein. Bei seinen Productionen zeigt sich Soliman in ara» bischem Costüme, sonst aber in gewöhnlicher europäischer Kleidung. Er wird in Wien noch in mehreren privaten Cirkeln seine Künste bewundern lassen, eine öffentliche Production ist jedoch vorläufig nicht in Aussicht genommen. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Krainischer Landtag.) Der lrainische Landtag hielt gestern die zweite Sitzung in der laufenden Session ab, in welcher die von uns gestern mitgetheilte Tagesordnung fast ohne Debatte erledigt wnrde. Nur der Bericht des Referenten Abg. Zuklj,, betreffend die Lehrbücher für slovenische Volks- und Mittelschulen, gab zu einer größeren Discussion Anlass, an welcher sich die Abgeordneten Doctor Tavcar, Doctor Vosnjal, Murnil, Hri bar und Steg nar betheiligten, doch wurde der Antrag des Referenten unverändert angenommen. An» lässlich einer Interpellations' Beantwortung gab Herr Landespräsident Baron Winller bekannt, dass die Operate, betreffend den Bau der Unterkrainer Bahnen, bereits genehmigt wurden und dass daher alsbald an die Arbeit wird gegangen werden können. Die Mittheilung des Herrn Landespräsidenten wurde vom Hause mit Bravorufen entgegengenommen. Ein aussührlicher Bericht folgt morgen an leitender Stelle. — (Das neue Theater und der Lai-bacher Theaterverein.) Den Laibacher Thcater-verein, dessen Thätigkeit bisher bei dem Mangel eines Theaters naturgemäß eine sehr beschränkte sein musste, erwartet nunmehr, da das neue Theater schon in der kommenden Herbstsaison eröffnet werden wirb, ein neues Feld erhöhter und wichtiger Thätigleit. Er soll das Mittelglied zwischen dem das deutsche Theater besuchenden Publicum und dem Landesausschusse als dem Eigen-thümer des Theaters und dem Theaterdirecwr als dem Pächler desselben bilden, er hat also die Interessen des künftigen deutschen Theaters zu vertreten, d,e Wunsche des Publicums an geeigneter Stelle zur Kenntnis zu bringen und die Existenzmöglichkeit des Theaterdirectors mit allen ihm zugänglichen Mitteln herbeizuführen streben. Laibllcher Zeitung Nr. 56. 464 9 Mrf lM Wir glauben, dass der Theaterverein eine so wichtige Stelle zu versehen hat, dass, bestünde er nicht bereits, ein solcher gegründet werden müsste. Wir begrüßen es daher, dass der gedachte Verein bereits an die Arbeit geht, indem er schon für den 20. d. M. im blauen Zimmer des Casinos (um 11 Uhr vormittags) seine statutenmäßige Generalversammlung abhält, auf deren Tagesordnung bereits die Stellungnahme des Vereines zum neuen Theater gesetzt ist, Es ist daher im Interesse der Sache, dass sich die Mitglieder recht zahlreich daran betheiligen und jene Theaterfreunde, die es noch nicht sind, demselben beitretcn mögen, was bei einem Jahresbeiträge von 2 ft, gewiss lein nennenswertes Opfer im Interesse der guten Jache ist. Denn will dic Landeshauptstadt ein einer solchen würdiges deutsches Theater sicherstellen, so bedarf es des Zusammenwirkens aller Kreise und Schichten unserer Bevölkerung, denn der Theaterverein kann erst dann wirtsam auftreten, wenn hinter ihm das gesammte, sich für ein deutfches Theater interessierende Publicum steht. — (Nauto »»i«0Q in Nbbazia.) Aus Abbazia wird uns geschrieben: Die Hochsaison ist in vollem Gange, und amüsiert sich die Gesellschaft im heurigen Winter ganz außerordentlich, wozu die viermal wöchentlich stattfindenden Theatervorstellungen das ihrige beitragen. Den Glanzpunkt der zahlreichen Festlichkeiten wird ohne Zweifel der unter dem Protectorate der Kronprinzessin-Witwe Frau Erzherzogin Stefanie und dem Präsidium der Gräfin Irma Palffy und Frau Grien-steidl am Sonntag den 13. b. M. stattfindende große unbedeckten Herstellungskosten übernehme. Selbstverständlich würde dann auch der Ertrag der zu errichtenden Brückenmaut in diesem Verhältnisse auf das Land und auf die Gemeinde Äatschach ausgetheilt werden "/H°"b"^ier-Untersttttzungsverein in Adelsberg.) Man berichtet uns ans Adelsbera-Am 7. d. M. begieng der Adelsbcrger Handwerter-Unterstützungsve eln die Feier seines 25jährigen Bestandes Die Mttgwder des Vereincö nahmen an der aus diesem Anlasse um 6 Uhr früh vom Ehrcndumherrn und Pfarr-dcchant Hofstetter celebrierteu heil. Messe ttM, welcher auch der k. t. Bezirkshauptmanu Marquis Goza ni und mehrere geladene Gäste beiwohnten. Nach dcr Messe erschien der Vereinsausschuss corporativ beim Herrn Bezirkshauptmanne mit der Bitte, er möge anlässlich dieser Feier bell Ausdruck der unwandelbaren Treue und Ergebenheit an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen lasse», Der Verein besteht dermalen aus acht unterstützenden und 48 ordentlichen Mitgliedern. Vorstand des Vereines ist der Realitätenbesitzer und Gastwirt Franz Innocente bereits seit 13 Jahren. Als der Verein vor 25 Jahren ins Leben gerufen wurde, bestand dessen Vermögen nur aus 70s) fl., welches sich, bei der kraini-fchen Sparcasse angelegt, heute auf 1383 fl. ütt kr. vermehrt hat; heute besitzt der Verein ein Capital von 126 fl. 93 kr. bar in der Vereinscasse, 1383 fl. 58 kr. in der krainischcn Sparcasse und 702 fl. 40 kr. an Darlehen bei den Mitgliedern, zusammen also 2212 fl. 91 kr., trotz er stets in ausgiebigster Weise di? in Noth gerathenen Mitglieder unterstützte. — (Todes fall.) In Stein ist vorgestern der dortige k. k. Stcuer-Oberinspector Herr Johann Steska nach kurzem Krankenlager im Alter von 55 Jahren an Schlagfluss verfchieden. Steska war iu Laibach gebore», trat im Jahre 1853 in den Staatsdienst und diente bci verschiedenen Steuerämtern, dem Finanz-Nechnungsdeparte-ment in Laibach, sodann als Referent bei den Bezirks-hauptmannfchaftcn Littai und Stein, Ob seines verdienstvollen Wirkens wurden ihm viele belobende Anerkennungen zutheil, Sein ehrenwerter Charakter und sein conciliantes Benehmen erwarben ihm überall die wärmsten Sympathien. Der Verstorbene hinterlässt eine Witwe und sieben Kinder — (Ein siebzehnjähriger Mörder.) Aus Karlstadt wirb die blutige That eines fast noch im Knabenalter stehenden jungen Menschen gemeldet: Der sieb' zehnjährige Schüler des Realgymnasiums iu Ralovac, Namens Payer, der Sohn einer geachteten Agramer Familie, tödtete nach einem Wortwechsel seinen Zimmer-und Schulcollegen Knezevic, indem er aus dem Nebenzimmer, welches ein Förster bewohnt, dessen Gewehr nahm und durchs Fenster auf Knejevic schoss. Derselbe wurde in den Magen getroffen und verschied nach wenigen qnalvollen Stunden. Payer versuchte nach der That sich selbst zu todten, doch das Gewehr versagte. Herbeieilende Leute entrissen ihm die Waffe uud überlieferten ihn dem Gerichte. — «Commandite der österreichifchen Länderbant in Graz.) Der Chef des Bankhauses I.C.Mayer in Laibach, Herr Emerich C, Mayer, errichtet in Graz ein Bank- und Wechsler-Geschäft, welches von der österreichischen Lältdcrbaiit commanditiert wird. Die Commandite wird bereits in den ersten Tagen des Monats April ihre Thätigkeit aufnehmen. - (Verunglückter Bergarbeiter.) Der 15 Jahre alte Bergarbeiter w Idria Ignaz Koler, welcher in dem Abräume der Üeopoldi-Ofenfchutthalde als Füller beschäftigt war, ist durch plötzliches Ablösen eiuer Schuttpartie getödtet worden. — . (Spitals - Stiftuug.) Der Besitzer der Handelslehranstalt Herr lais. Rath Ferdinand Mahr in Laibach hat in Erinnerung an seine verstorbene Haus» hälterin Johanna Schrcitter den Betrag von 400 st. für eine Stiftung gewidmet, aus deren Ertrage alljährlich am Todestage des genannten Fräuleins zehn arme Kranke des Laibacher allgemeinen Krankenhauses durch den Spitals-director betheilt werden sollen. — (Staatstelephon in Klagenfurt.) Die Errichtung eines Staatstelephons in Klagenfnrt unterbleibt, uachdem fast alle Hausbesitzer ihre Einwilligung zur Anbringung von Stützpunkten an den zur Führung der Leituugen benöthigten Gebäuden verweigert haben. — (Gemälde-Ausstellung.) Einem vielseitig geäußerten Wunsche zufolge bleibt die Ausstellung der Oberlrainer Ansichten in der «Tonhalle» auch noch heute und morgen geöffnet. — (Markthalle in Abbazia.) Wie man aus Abbazia fchreibt, wird die für Rechnung der Süd-bahndirection erbaute gedeckte Markthalle Mitte dieses Monates eröffnet werden. — (Ernennung.) Der trainische Landesausschuss hat Herrn Dr. Johann Portik zum provisorischen Districtsarzte in Eisner» ernannt. Neueste Post. Original-Telegramme der „Laibachcr Zeitung". Wicn, 8. März. In Wien und Budapest sind heute die beiden Valuta-Commissionen zusammengetreten, deren Einberufung das Zoll- und Handcls-bündnis in Aussicht genommen hat. Die österreichische Valuta-Commission wurde vom Finanzminist« Doctor Steinbach mit einer Rede eröffnet, welche die Aufgabe der Commission auseinandersetzt. Die Vernehmung der Mitglieder erfolgte in alphabetischer Reihenfolge. Ueber eine Anfrage erklärte der Finanzminister, den Mitgliedern stehe wiederholte Abgabe von Erklärungen zu, eine Abstimmung erfolge jedoch nicht. Zunächst wurden die Experten Bankveremsdirector Bauer nnd der Herausgeber der «Nenen freien Presse», Benedict, vernommen. Beide sprachen sich für cine reine Goldwährung aus, da für die Ooldbeschaffung ernstliche Hindernisse nicht vorhanden seien; beide vlaidierten ferner für eine zeitweife Beibehaltung des Silberconrantgeldes; beide Experten sprachen sich mich aus staatsfinnnziellen Gründen für die Ansgabe von Staatscasscnscheincn im Höchstbetrage von 1l)l1 Millionen ans, wobei Äaner etwa den vierten Theil in Einguldcnnotcn, Benedict die Ge-sammtsumme in Fünfguldennuten gestück-lt verlangen. Bezüglich der Umrechnung sprachen sich beide gegen die Durchschnittsbcrechmmg aus, ^?,^M, die Festhaltung des Augenblicks' der DnräM', nämlich den derzeitigen Stand der Wechselcour?, ^ dict für den Umrechnungscours auf ^"" ^„F Valutaconrse. Schließlich erklärten sich beide ^ ^ aus Continuitätsrücksichten fi:r dic Äcibeli gleich, nämlich die nationale Abgrenzung l" " ^ richtsbezirke, die Aellderunq der'LandtagswaM,^ nnd theilweise Aenderung der Laüdesm'dmlUfl, ^ riellbildimg im böhmischen Landtlige nud ^? , K' der Schnlen der Minorität in gelNlschtspr"W" zirken. ^ Budapest, 8. März. Die Valuta-EwM ' ^ heute vom Finaitzminister eröffnet. Ächt EM^I ^ henle Voten ab; diefelben sprachen sich sä"«" "^ die Goldwährung und eine mäßige Zulau"" ^j Silbercourantgeldes oder der Silberschcidcnmnz ^. Die Ansgabe' von Staatsnoten wurde theM^ ^ fürwortet, theilweise als unzulässig erklärt- 6 ^ Umrechmlng soll der Wert des jchigcn G"^^ Zeitpunkte des Ueberganges dienen, als ^^ ^ der Durchschnitt der'Valntencourse in der .«^ ^i Jahre benutzt werden. Als Münzeinheit "M" Halbgulden, aber auch der Gulden empfohlen» ^ Ketinje, 8. März. Vorgestern hat an d" ^. bei Kolasin ein unbeabsichtigter, rein z"fa"M^ sammenstoß zwischen Montenegrinern und ^ M stattgefnnoen. Vierzig Albanesen, welche ewen hil zeitszug begleiteten, zogen an dcm Brückenbau "^i Tarra, bei welchem zahlreiche Montenegriner " 1^ waren, vorüber. Aus dem Hochzeitszuge wul > ^el abgegeben, wobei unglücklicherweise ein ^ou^,L gct'ödtet wurde. Hierüber erbittert, schössen dtt ^l. ncgriner znrnck; 1!) Albauesen wnrdcn theil« . theils verwnndet. ,<^ ss^ London, 8. März. Die «Times' >'"^„ B Teheran: In Herat ist die Cholera allsgebro« ^ breitet sich ans. Mehrere Fälle sind auch "" sisch-afghanischen Grenze in Nnhsan vorgetan F Lissabon, 8. März. Die Deputiertenkau">^^„ die Generalactc ^ Newyork, 8. März. 25.000 Dollars G"i" morgen nach Europa verschifft werden. ^-5^ Angekommene Fremde, Am 6. März. . ^W"^ Hotel (Nefalll. Smith. Fabrikbesitzer; Lewinsky, 'VU^ ^ Speiser, Schlesina.er und Lustig. Me.. Wien,-" Dl'^ Fasolt. Abbazia. - Nuchich. Zara. -Dr. Bluter s. Frau, Stein. - Hochsina/r, A° O,F^ Nieser. Bctriebsdirector, Annathal. — .Kopnvs", . Z^ Professor, Rudolsswert. - Nieder. Fleischhauer "M Privatier, Helinagor, - Tallinn. Reis.. Stcrnbcr^, Kfm,. (Uraz. — Lackenbacher, 5tfm.. und Enes, ^ ^, "^, Hotel Ttlldt Wien. Julia Steiner. Hofraihs-^ 2 g^" — Neutc>-, Bux.baum. Hcrzl. Siuqer, Mdl, ^"' MlMF 3'^-u, - Schmidhofer, Hollen stem, - 2p'"t"^MH"> Tervotch, Director, Trifail. - TebeZ. "'f'"'^" 5""'' — Steinharter. .Kfi"-. München. — H. Ab. j 7».^ '8 ».? - 2 ! NO. schwach " l ^ Heiter, lalt. - Das Lanesmiltel der Tempe ^^/ um !) 8° unter dem Normale. Verantwortlicher W Ele t. f. yszlrlshanptmatt"!^ hF > W «tl'i« gibt hiemit qezieinend Nachricht ^M», » W plühlichcn Hinscheiden ihres hochverdiente" » ^> des wl)hla.ebvrnen Herrn > > Johann Stesk" > W l. t. Steuer°Ol>erinspector6 .,,^ > M welcher heute nachmittags in seinem bn- ^^^ cl » W nach lurzem )»tranlenla>,cr einem Schloss > W Das Leichenbegängnis fiudct at" ^- ^ ^^^ sl"^ > W »in, ^ Uhr nachmittag von, Sterbehc>"!e » M El, re seinem Andenle" > W Stein a>n 7. März IU95 ^^^^ 465 9. Mir» 1892. Course an der Wiener Börse vom 8. März 1892. «^^ °ffc^ «o«^«»« ^^^"Ä,° ^ "«" "^ ^«.^ < N"«'e s>°, ' -^ 10? 5.5 io? 75 ^^^'««8'^- 3» 75 140üs. <»elb War, Grnndentl.'Vbliyationen (lül 100 fi. . «nlsihc l«7« , . ll>!/zo 'oe- «nlrben der Glabt «ü,,^ . , lil — — — «nlchcn d. Sladtssrnilinde Wien 10ö'»5 «1» l' Piäm, U»l, b. Elad'nem. Wien 154— 1ü4s»n V«sscnb!,u°«nltl,en verlo«, b«/„ 98 80 S» S0 Psandbriele (sül »W fl,), Vobencr. all«, «st, 4"/^ <». . . n«>— li« ,i<> dto. dto. 4>/,°/„. . . lno-bO INl üN dtu. dto. 4°/« . . . W >ü 9«-«5 dt«, Präm-Lchuldverschi. »«/« l,1— Illbl.! Ocst, Hhputbelenbanl ,aj, bO°/« 99 — 99 bl> 0tst,«una, «Uanl verl, 4>/,°/o - l01-7ü — - detto . 4°/„ . . 99?« 100 L" betto «ijHhr, » 4«/,, , 99?0>I0U^ Plisritäl».Vbligationen (für l fl.), sserbinanb«'N°rdbnhn ltm, <«»» 9« 10 ,00'N> Gallzischt Karl. Lubwil!' V»hn » l«> 3tc>llt»bahn....... ,»5'50 19« .^n Vüdbahn k 3"/n..... 1»? ?>(> >»!»lin » k b°/„..... 1,9,75 1»" 7b Una.',»«,. Bahn..... ,0»75 108»> Diverse ßoft (per Stück), «rtditlok 1NN fi...... 1»S »5 1«7 — «larvLoss 40 fl...... 5K'— l»z l»" 4"/„ Dona» Dampssch. 100 fl. . I«4'— l«e — Vaibackll PrHm'Nnleh, »» ff, »2 »!> l» 75 0!enrr Losr 4<» fi..... 56'l5 — — ^llllNu l!o N...... b»'— «4 — «mliei! ^reuz, t>st,Vrs, v . 10fl, 1?'?0 18 — Kudollib-Lok 1l' fi..... »> 9,^ « ez 3alm Lok 4« fl...... ßl'— ««- 2»,5<»eno!» «ose 4N fl. , . , »0— «L" Waldstein «ole L» fl..... »»»-?b »7 Li WlnbM Nrgy-liose 20 fi. . . b8'—------- «ew.Sch, b. «°/„Präm,'3chulb' verlchr, der Vodencrebitanftall »3b0 »4«, Aank.Artlen sper E«ü fi. . 11L50 N5 - Vt><-s,'«nst, ««,. »NN fi, S. 40"/« »77 - >377'5U llldl, Ä«st, s,Ha»d. u,G, 16Ufi. »l>« e5,3N» 7^> Creditbanl, «Na, ung., 2 Devosürilbanl, «lla,, LW fl, , zu» - j»N4 — E«comvle-Gel., Ndröst,, üu« ss. f,»n—le»4- V!ro»u,lassen»,, Wienerlxwfl, »l«^!»!»-- Hnvothelenb,, öft, llftN ft ^»°/„«, ?«-— ?«,_ Liüderbanl. lsl. L4'»s' Oeslerr^ung. Vanl 6l"' ". . . ,s,L^ ,„^ linionbanl » fi, Vilber . 90«!, ?I »l. ?lllölt"ss!,!man, Vabn »uu fi, «3, ««4 50 «n^. — O5bm '^orbbann l«> fl, . . 181 — 18» » Writbahn » Donipslchlffsahrt -^ Vel., Orslerr, f><»«> ff <-nb,.,7— 539 — zferdiüllüd« Norbb, 1!>f«»N, «8«?> Gal, llurl Lübw, A, «lx> ff, üVl, «i l «» «i, 50 Lemb.' Czerno»,» Iassv»Visen» bahn-Vesellsch, »<»ft.lM, 4!»'— 41» — Orsterr. Nordwesld, liW fi. Gilb. »09 — »09 ill. dto, (lit, ll) »<»u fl. V. . , »«?-— »»« — Prag-DuxerVilenb. 150fi Ellb. 8z-> »<4 — Nlalllifisenbahn 200 st. LUbtl »8l »5 »»« 75 Vüdbahn »00 fi, Silber , . «<'5o «3 »>> Eüd^orbb,!8erb,'V, li0Ufi,!lN. 18)8b 184 »5 Llllmwlly-Ge<.,Wr,,l?«fl, g, W. »40 5>>, »42 5« » neu» Wr,. Priorität». ! «cticn KW st...... 94 -! 9475 Nna..aallz.E«enb. »00 st. Silber «»l 50 «0» — Una, Nordostbabn »m ff, Vilber 199 "> »N<> — Una.«estb,(«allb-«raz)LlM.V. «01-50 ,«1 75 Indnllrie»Oltien (ver Vtvck). Vauael,. «Na OeN,. in« N - 10» — 109 50 »avdier 3i«en- und Stahl.Inb. in Wien NX» ff...... — - ! — — al!nw «eil,«,,, ersse. «N ff, 104 50 IN« — 'ltlliemalil. Paviers, u, V.'O». 44 .. 4Ü - l.'i,sln<,s!- «ftsauerel nd '»,l, ?no ff ,6» ^ »83 — Valqo lari Eteinloblsn «l, ff, «z.>> — «38 — »3ck>l«<>fsmuks>, Pav<5^ »"«ff llft 1N0 fi. . . »4 — »« - Wlenerberarr Zieael'Uetien-Vel, »48 50 «4 9 — DeVlsen. Deutsche PUltz«...... 5» ie, 58 »5 London........ II» »<>l «9 10 Pari«........ 4? 15 ,? «> Daluten. i Ducaten........ 5 59 5'«l «'°sslll!«»-L«cle ,...,- 943. 944» Deutsche Neichebanlnotn, . . b» »^ 5» ?/» PavierMubel...... l »0 >««,. Italienische »onlnoten (l00 2.) 45 ßb, 45 75