Nr. 160 Samstag, 15, Juli 1916. 133. Jahrgang. Mbacher Zeitung ij>»«nu»»»r»tt«»»«pr«<»: Mit Po st Versendung! yaiizMri» ,^0 li,, halbjälirig 15 ^ Im Koutor: gailzjähng »» l^ halbjährig 11 li. ssür die siistelluiiß i„« Huui ga»zjährig li X. — K»s«r««n»,«b«hp: Für Newe Inserate Hit ,^u vicr Zeilen 80 b, gröhele p?r Zeile 12 b; bei öfteren Wiederholung»',, per Zeile 8 b. T>ie «Laibacher Zeitung» ericheint täglich mit Ausnabme der Sonn- und Feiertage. Dir Administration befinl,» llch Mitlouiöstrahe Nr. <«: die «edaktion Mitloölöstraße Nr. 1«. Sprechstunden der Nedaltiuu uon u bis 10 Uhr vormittaaö, Unfiantlerte Vriefe werden nicht angenommeu, Vianuslripte ni^t zurllltgestellt. T«l»ph«» zl». d" N«>«k»io« 52. AmMcher Geil. Den 13. Juli 1916 wurde in der Hof- und Staatsdruckerei das XI.V., I.I., 1.V1., I.VII. und I.XVIII. Stück der rutheni» schen, das I,XXII. und I^XXIll. Stuck der italienischen sowie das I.XXXIV., I.XXXVI. und I.XXXlX. Stück der böhmischen Ausgabe des Reichsaesetzblattes des Jahrganges 1916 ausgegeben und versendet. Mchtclnrtlicher Geil. Die Offensivaktionen des Vierverbandes. Die italienische Kriegsprefse bietet die größten Anstrengungen auf, um ein Nachlassen der Hoffnungen, die sie im Volke im Hinblick auf die Ofseusivattionerl des^Lier-verbandes sseweckt hat, zu verhüten. Der Hauptantrieb dieser Bemühunge«^ nnd die angeblichen Bekräftigungen der Znversicht auf einen für den Verband günstigen Endausgang kommen aus Frankreich und England, die die italienische Presse mit einer Fülle von Nachrichten speisen,, die alle vorübergehenden Teilerfolge der Nüssen und Engländer mahlos aufbaufchen, um den Eindruck sicherer Aussichten auf die schliehliche Überwindung der Mittelmächte zn erzeugen. In den Augen aller einsichtigen Leser werden jedoch, wie man der „Pol. iwrr." von der italienischen Grenze berichtet, diese Darstellungen durch die über- Glücke" ist nicht eben glücklich gewählt. Das Jauchzen der Jungen erschallt nicht „durchs Dorf inmnntcrcn Runden" und der Sang hallt nicht „durch die nächtlichen Stunden", sondern in nächtlichen Stunden. Sprachlich unrichtig ist der Schlußsatz: „Das Herz und die Hand für den Kaifcr im Streit, euch, Mädchen, für ewig die beiden", weil „Kaiser" und „Mädchen" entweder im) dritten Falle oder als Präpositionalobjekte (für den Kaiser, für euch, Mädchen) stehen müßtm u, 0 weil es schließlich statt „dic beiden" einzig nur „bei -d es" heißen kann. - «Stark" md „b cwahrt" bilden natürlich keinen Reim. Nun folgt Simon Ienk^s allgemein bekanntes Marschlied „Voran" (rcctc „Vorwärts", „Naprej"). Dieses Gedicht stellt, wenn es sich'in fremdem Gewände gut uusnehmcn soll, namentlich in seinem zweiten Teile an den Übersetzer keine geringen Anforderungen. Daß v. Andrejtn statt der eine» Ruhmcsfahne (besser: Fahne der Ehre) gleich mehrere flattern läßt, mag noch angehen; aber der weitere Gedanke des Originals: Für das Wohl des Vaterlandes soll die Büchse sfticchm, ist durch die Fassung: „Sprich, Heimat unsrcr Ahncu, aus der Gewehre Mund" ganz unzutreffend wiedergegeben, abgesehen davon, daß -^ wenn schon,, denn schon — die Heimat nicht aus dem Munde der Gewehre, sondern durch deren Mund Zu sprechen hätte! Ferner wollen im SlovcnischeN die Krieger ins Blut das Recht schreiben, das die Heimat fordert, nicht aber „im Blmgcfcchtc des Vaterlands Gebot" schreiben. Der Originaltext fährt sodann fort: „Die teuere, Mntter bat, schlang ihre Arme um meinen Nacken, mein Mädchen weinte: Bleib hier, mein Geliebter!" Die Übersetzung lantet: „Mutter kann es nicht verstehen, läßt mich nicht von dannen gehen, Liebchens weiche Anne flehen: Geh nicht, Liebster, fort von mir!" Nun, man ließe schließlich mit einiger Nachsicht auch diese Verdeutschung gelten, wenn nur nicht „Liebchens weiche Arme flehten". Selbst den Fall gesetzt, daß in diesem merkwürdigen Satze» entweder eine verschämte Metonymie oder Synekdoche oder eine lühnc Metapher steckte, ist es, unerfindlich, warum just d i e weichen Arme der Geliebten flehcn sollten! Icnko schließt sein Lied folgendermaßen: Lebt wohl, Mutter und Geliebte! Meine Mutter ist die Heimat, meine Liebe die Ehre; wohlan, für sie in den Kampf! Die deutsche Übersetzung klingt wie folgt aus: „Mutter, Liebste, lußr das Klagen, muß mich für die Heimat schlagen, will der Ehre Lieb' erjagen, Heimat, dir gehören wir!" Man sieht, die Gleichungen Mutter — Heimat, Geliebte ^ Ehre sind darin vollständig ausgeschieden, was im Interesse des Effektes, der/ gerade in der Schlnßstwphc seine nachdrücklichste Steigerung erfahren soll, lebhaft zu bedauern ist. „Des Mädchens Gebet" („Dellctova molitev") von S. Gregors ist im allgemeinen glatt übersetzt, d,'ch wktt im Satze: „Mit Tränen sind mir benetzt meine Pfade" das Objekt mir störend, weil es überflüssig ist. Des weiteren betet ein Mädchen niemals für ihren Liebling, sondern für ihren Liebsten. — Schwerter z erklirren nicht; das tödliche Blei schwirrt nicht jemandem vorüber, sondern a n jemandem vorüber. In des gleichen Dichters „Im Schlachtenbrand fürs Vaterland" („Za dom med bojni grom") findet sich der Vers: „Gewehr zur Hand, das Schwert umspannt". Daß die Krieger in, der einen Hand das Gewehr hielten, mit der anderen das Schwert, bezw. den Griff des Schwertes, umspannten, ist nicht leicht denkbar, vielmehr bedeutet hier das Partizip „umspannt" so viel wie „umgürtet", „umschnallt". Nnn kann man sich bekanntlich das Schwert nicht u m s ft annc n, 5 sondern nnr umgürten (umschnallen), woraus sich ergibt, daß drm Übersetzer an dieser Stelle ein arger Verstoß gegen die Spmchrichtig-kcil des Ausdruckes nntcrlanfcn ist. Wenig ansuchend klingen die Verse: „Es ruft ja unsere tapfre Schar Gott, Herrscher,'Vaterland"; wenig glücklich trifft der Vers: „Der Sieg soll nns entschweben nicht" den Gedanken des Originals: „Wir sind eine unbezwungcnc Schar." Wenig glaubwindig ist es, daß die Krieger bei ihrem Abmärsche den trauten Herd (Synekdoche für Heimat) grüßten, nnd wenig wahrscheinlich ist es, daß sie ihr Schwert in der Schlachten Not führte. An dieser Stelle ist das Original onomatopoetisch gcbaltcn, was von der Übersetzung nicht eben msagt werden kann. — Der Mut Pflegt nicht „h e i ß und^ reich" Zu alilhen. „Gleichwie der Adler Nest und Vmt, so schützen wir Mit unserm Blut das Vaterland vereint." Anch im Original schlitzt der Adler Nest nnd Brut, aber die Krieger wollen ebenso ihr Vaterland und ihren Stamm schützen. ! Gregors läßt sein Poem in den stolzen Ruf cmsNm-gen: Mag auch jeder dritte, jeder Zweite fallen, wenn nur dic Heimat gerettet wird; die Übersetzung lautet:, „Wenn auch der dritte, Mcite fällt, wc Heimat, stll bleibt frei". Die Abweichnng des deutschen Textes vom Original liegt klar zutage. —u— (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 160 1144___________________________15. Juli 1916 allgemein darzutun, daß hierzulande auch auf dem Gc. biete der darstellenden Kunst recht Veachtensnxrtes geleistet wird. Die mannigfach eingeschätzten Umstürzler reien, die die darstellende .Kunst i» der weichenden Drang-«poche in Hochwcrtung des Farblichen bei Mindereinschätzung der Linie, als Vollichtstrahlungsleuchtkunst, als Strich-Klex-Plinktiucisc der Darbietung usf. unter sicher-bewußter Verwerfung des Dagewesenen allüberall durchmachte, konnten selbstverständlich auch hier nicht spurlos vorübergehen; um so weniger, als hier eine nach längeren: Ruhen zu neuem Aufleben gewillte junge Kunst bereit hielt. Wie andernorts so sind auch hier tiefe Spuren dieser scharf einschneidenden Kunstbctätigungsbewe-gung immer noch sinnfällig, im allgemeinen aber hat sich auch die Hieher zuständige Kunstübung zu einer Mäßigung bekannt, wie sie nach den heftigsten Sturmjahren dort draußen Raum genommen hat. Dieser Lage gemäß findet in der gegenwärtigen Kunstausstellung sowohl der Extremist als auch der gesetzte Lobsprccher der alten und der neuerlich „veralterlichten" Darstcllungsschule seine Befriedigung. Mit Pslanzengrün und anderem Gefälligen bestens geschmückt, beherbergt der Kunstpavillon nahezu 130 Ausstellungsstücke in wohlabgewogcnem Arrangement. In der überwiegenden Mehrzahl sind es Ölgemälde, was man gu sehen bekommt, doch sind diese sowohl in der Art der technischen Ausführung als auch in Hinsicht auf den Gegenstand so verschieden, daß die reichste Abwechslung geboten wird. Neben Landschaftsb'ildern hängen, worin sich die jüngeren Ausstellungen von den früheren recht vorteilhaft unterscheiden, Genre- und Aktbilder in recht erfreulicher Zahl. Man sieht, daß auch bei uns in jün-gerei Zeit die Rückkehr vom Exklusivkultus der lichtdurch-fluteten Landschaft zur Figur und zur Linie Oberhand gewinnt und ist darob nicht eben übelgelaunt. Außer Ölbildern auf großen, mittleren und kleinsten Flächen bieten sich Wasserfarben-, Teinpcra- und Farbstiftbilder dcs mannigfachsten Inhaltes dar und es gesellen sich ihnen Zeichnungen und Radierungen, ungerechnet die mannig-/ fachen Skulpturen zu, die anscheinend den Platz von De-korat'ionsgegcnständen einnehmen, in der Tat jedoch genau so Zum Inventar der Ausstellung gehören wie all das Restliche, was neben ihnen zur Schaustellung gelangt ist. Daß die Skulpturen unter den zur Schau ausgestellten Stücken einen ganz hervorragenden Platz haben, wird noch dargetan werden. Die verhältnismäßig außerordentlich große Anzahl der Radierungen, die für die hierländische Kunstübung überraschend ist. Wie zu sehen, ist auch in diesem Belange ein reichlicher Fortschritt gemacht worden. Um so reichlicher, als die Na-dierwcrke' tatsächlich vortrefflich sind. — (Auszeichmmg.) Seine Majestät der Kaiser hat dem gewesenen Pfarrer in Landstraß Damian P a v-!ie das Goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. — (Tic belobende Auerlennung) für den tierärztlichen Dienst bei der k. und k. Negieschlächterei, sowie für die Förderung militärischer Interessen wurde vom t. u. t. 5). Armeetommando dem Herrn Paul Skale, Direktor dcs städtischen Schlachthauses, ausgesprochen. tc—. — (Für blinde Soldaten.) Herr Laurenz Nogelj, Besitzer in Obcrlaibach, hat dem Landesausschusse für das zu errichtende Landesblindeninstitut den Betrag von 2(1 K statt eines Kranzes auf den Sarg des verstorbenen Fr. Träar übermittelt. Vergelt's Gott! ^ (Uutcrstüinlngsfonds des l. k. Landwehrinfln-tcrieregimenw Laibach Nr. 27.) Dieser Fonds, der im Vorjahre bnm genannten Rcgimcntc gegründet '. rrde, und aus dem bisher 8920 K an Unterstützungen ge vährt wurden, ist bis zu seiner Erschöpfung — gegenwärtige Höhe 14.390 K — zur Unterstützung invalider Mann-schaftspcrsonen des Regiments, dann solcher Witwen, Waisen, Väter und Mütter gefallener Mannschaft dcs Regiments bestimmt, die einer materiellen Hilfe besonders bedürftig sind oder keinen gesetzlichen Vcrsorgungs-ansftruch haben. Es ist die einmalige Grfolgung von Unterstützungen im Betrage von 50 bis 300 K ins Auge gefaßt. Personen, die gemäß dem Vorstehenden den Anspruch auf eiue Unterstützung erheben zu können glauben, haben ihre vom Gemeindevorsteher und Seelsorgle»-amt begutachteten Gesuche bis spätestens 15. August d. I. an das Kommando des Ersatzbataillons des k. k. Laildwehrinfa^terieregiments Laibach Nr. 27 in Ad>-mont, Stekrmart, einzusenden. » — (Umbildung der „Vom k. k. Ministerium des Inner» legitimierten Einlaufsstelle, Gesellschaft m. b. H.") Es hat sich bereits im Laufe des Vorjahres als grundsätzlich notwendig erwiesen, die LebenZmitteleinfuhren aus dein neutralen Auslande zu zentralisieren. Die Freiheit der Konkurrenz beim Einkaufe im Ausland hatte die Einfuhr arg gefährdet. Abgesehen von dem nur beschränkten Angebote von Auslandsloaren, wurde deren Ausfuhr auch durch die unter dem Emflusso der Entente entstandenen Organisationen behindert. Dazu kam, datz im Deutschen Reiche bereits mit Kriegsbeginn Zentralorganisationen zum Bezug ausländischer Lebensrnittel gegründet worden waren und darauf Bedacht genommen lveroen mußte, ein eindcrnehmlichcs Vorgehen mit diesen Organisationen herzustellen. Aus diesen Gründen wnrde im Herbste vorigen Jahres die „Vom k. k. Ministerium des Innern legitimierte Einkaufsstelle, Yiesellschaft m. b. H." geschaffen. Diese wurde in Bezug auf ihre gesamte Geschäftsgelmrung uird insbesondere bezüglich der Preisbildung einer Wirksanren staatlichen Kontrolle unterstellt, im übrigen aber auf privatrechtlicher Grundlage belassei. Die Entwicklung der Verhältnisse auf den Lebensmittelmärkten und die zur Staatsnotwendigkeit anwachsende Bedeutung do5 Unternehmens hat den Wunsch reifen lassen, für die Einkaufs-stellc eine Form zu finden, welche dem Gedanken der Gemeinnützigkeit vollauf Rechnung trägt. Infolgedessen hat nunmehr das k. k. Ministerium des Innern an Stelle der bestehenden „Vom k. k. Ministerium des Innern legiti- mierten Einbaufsstelle, Gesellschaft m. b. H." eine Aktiengesellschaft unter dem Namen „Österr. Ientral-Einkauf> gesellschaft" ins Leben gerufen, welche unter wesentlich verstärktem staatlichen Einflüsse auf ihre gesamte Ge-schäftsgebarung den außer der KapitalZberzinsung erzielten Gedarungsüberschutz dem Ministerium des Innern, zur Verwendung für einen gemeinnützigen Zweck, insbesondere zur Herabsetzung der Verkaufspreise der Gesellschaft, zur Verfügung zu stellen hat. Die Österreichische Zentral-Einkaufsgesellschaft hat stch jüngst konstituiert und hat ihre Tätigkeit sofort begonnen. — (Die städtische Kriegslüche.) Am verflossenen Mittwoch wurde in den Räumlichkeiten der Studentenlüche „Domovina" in der Gajeva ulica 2 die städtische Kriegstüche eröffnet. Am ersten Tage wurden 261, am zweiten Tage schon 387 Zettel fürs Mittagsesscn, bezw. fürs Nachtmahl verkauft, ein Beweis, daß sich die neue Einführung aus bescheidenen Ansängen zum allgemeinen Wohle noch recht schön entwickeln dürfte. Die Speisen Zur Mitnahme nach Hause werden von 11 bis 12 Uhr und von 5 bis 6 Uhr abgegeben, während sie an sitzende Gäste von 12 bis 1' Uhr und abends von 6 bis 7 Uhr verabreicht werden. Das Frühstück ist schon von halb 7 Uhr früh an erhältlich. Hiebei werden nachstehende Preise berechnet: für ein Mittagessen (Suppe, Fleisch und Gemüse) 60 H, klare Fleischbrühe oder Einbrennsuppe 8 H, eingekochte Fleischbrühe 20 H, Gemüse oder Nachtmahl (Salat mit Fisolen oder jedes separat, weiters Kohlrabi mit Erdäpfeln oder saure Kartoffeln usw.) 20 H, Polenta 10 H. Nberdies werden abends nach Tunlichkeit Lüngerl in Sauce usw. verkauft werden. Eine Portion lostet 20 H. Die Zettel fürs Mittagessen, bezw. fürs Nachtmahl können sofort oder für den nächsten Tag bezogen werden. Die Speisen sind für jedermann zu haben. Anfangs ist die Anzahl der Besucher dieser Kriegsküche natürlich noch eine, beschränkte. Falls jemand das Ensscn versäumt so ist dies seine Schuld und ist jede Beschwerde unstatthaft. —ke. — (Beschaffung von Zuchtvieh.) Bei der Kraini schen Landesstelle füv Schlachtviehbeschaffung wurde eine Vermittlungsabteilung für Zuchtvieh, und zwar für Zuchtkühe sowie auch für Zuchtstiere! errichtet. Sowohl Käufer als auch Verkäufer von Zuchtvieh wollen sich diesbezüglich schriftlich oder mündlich an die bezeichnete Vermittluugsabt-eilung wenden. Bei Schlachtvichlicferun-gen, die regelmäßig im ganzen Lande stattfinde», wird der betreffende Funktionär der Landesstelle alle Gattungen Zuchtvieh anlaufen. Zuchttaugliche Stiere werden im Wege der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft an Züchter abgegeben, zuchtuntaugliche Stiere dagegen zu Schlachtungszwecken an die Arime abgetreten. Iungstiere, von einem Jahre an werden dem landschaftlichen Meierhof in NobeH zur Weide überwiesen. Zuchtvieh kann demnach ohne jede vorhergehende Anmeldung bei Mili tärlieferungen aufgetrieben werden. Auch wird Zuchtvieh gegen Schlachtvieh eingetauscht. Ort und Zeit der Viehlicfcrungen! für die Armee kann beim nächsten Vieh- Durch die Klippen. Roman von Alex Römer. (75. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten, Auf dem Wege Hieher hatte er eine große Sehnsucht empfunden nach einer Seele, die mit ihm empfände und zu ihm gehörte. Und Hildes Bild war ihm immer entglitten. Eine andere drängte sich vor sein inneres Auge, die ihm weltenfern entrückt war. Eine, trostlose Lezre und Hoffnungslosigkeit war in feinem Herzen. Hilde wußte um seine Ankunft und lief ihm entgegen. Sie wollte ihn mit ihren Küssen trösten und dann feste Pläne machen, jetzt in schrankenloser Freiheil. Er hicll sie ein paar Minuten fest umschlungen, sie sah die Tränen, die er zwischen seinen Wimpern Zerdrückte. Tu lieber Himmel, wie sah er aus in dem Zivilanzug, wie ein alter Mann! Ungeduldig zog sie ihn ins Zimmer. „Nanu — Ruftp!" Er schob sie von sich. „Laß mich erst mit deiner Mutter reden." Das klang feierlich, beinahe kühl. Hilde sah verstimmt aus. Frau Werner empfing den Schwiegersohn in großer Spannung, die sich allmählich in Aufregung, ja in Entrüstung wandelte. Marwitz berichtete in rascher Folge, beinahe eintönig. Daß der Papa keines natürlichen Todes gestorben, brauchte die Welt nicht zu wissen, die übrigen Dinge würden bald genug offenbar werden müssen. Der Papa hatte seine Finanzen in der ärgsten Zerrüttung zurückgelassen, sich schon lange in den Händcn von Wucherern befunden, die Gülcr derartig belastet, daß für den Augenblick qar nicht zu übersehen war, ob sie sich halten ließen. „Mir bleibt nichts anderes übric;, alü sofort meinen Abschied zu nehmen, nach Katschlackcn zu gehen, dort die Güter selbst zu bewirtschaften, bei der einfachsten Lebensweise zu versuchen, zu retten, was noch zu retten ist." Frau Werner war bleich geworden, sie rückte unwillkürlich immer weiter cib von dem Erzählenden. „Ja — was soll denn nun werden?" fuhr sie heraus. „Beabsichtigst du, Hilde, mein zartes, verwöhntes, nur in sorgenlose, Verhältnisse passendes Hildchcn, da auf dem verwahrlosten Gut hinten an der Polengrenze zu vergraben?" Ihr Ton war sehr gereizt. Er hatte gar nicht zu ihr aufgeblickt, während feiner Ncdc und seit seinem Eintritt in dieses Haus kaum noch gehofft, hier Verständnis zu finden. „Ich kam deswegen zuerst zu dir, Mama, um zu beraten, um dich zu bitten, Hilde schonend vorzubereiten — -^" Frau Werner war aufgestanden, sie härte kaum noch, was er sagte. „So etwas ist unerhört," brach sie in ihrem Zom los, „du warst doch lange mündig und ein Mann mit klaren: Verstände. Wie konnte ich annehmen, daß du gar keine Einblicke in deine Vermögensverhältnisse hattest, gar kein Urteil überl Charakter nnd Lebensweise deines Vaters, als du< um mein Kind oarbst." Marwitz richtete sich unter diesen Vorwürfen, straffer empor. „Ich überlasse es Hilde, ob sie in eine Trennung willigen will. Du hast selbst oft die große Herzensneigung, die uns zusammenführte, betont. Das arbeitsame, entsagungsvolle Leben, das mir durch diesen Schicksalsschlag plötzlich zufällt, muß allerdings die Frau, die sich in guten Tagen zu mir gesellte, teilen. Ich denke nicht so gering von meiner Braut, daß sie sich dcsseu weigern wird." „So, so." Frau» Werner war außer sich. Die Maske der feinen, liebenswürdigen Frau fiel in dieser Stunde von ihrem Gesicht. „Das ist ja sehy großartig gesprochen und eine nette Zumutung. Unter solchen Voraussetzungen hast du doch Hildes Ja nicht erhalten. Von der Liebe kann man nicht k'ben, und wenn ich mir vorstellen soll, daß meine Tochter, mein nur für die Sonnenseite des Lebens geschaffenes Kind so da verkommen, sich als Aschenbrödel in den drückendsten, unsichersten Vcrhälb-nisseir abplagen soll, da — da bricht mir das Herz. Wir sind das Opfer einer Täuschung geworden, wir Unglücklichen." Heftiges Aufschluchzen hinderte sie um Weilerreden. Marwitz verließ sie, tief verletzt. Hilde wartete auf ihn ihm Salon. Sie war auch sehr aufgeregt; sie ahnte, daß Schlimmes passiert sei. Die lange Unterredung mit der Mama machte sie sehr beklommen. Ms sie nun verstört eintrat, blieb sie vorsichtig in der Reserve. Wenn ihre positiven Kenntnisse auch gleich null waren, so hatte sie, doch ein gut Teil Wcltklugheit. Marwitz überwältigten seine Gefühle in ihrer Nähe. Sein weiches Herz sehnte sich nach einem Trost, einem Halt. Er sprach zu ihr leidenschaftlich bewegt; all die Qual, die m ihm war, kam hervor und ergoß sich in seine Worte. «^orlsehuna, folnt.) Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Geldeinlagen gegen ElnlagibOcher and in Kiito • Kerreit; Sewlhruitg vti Knditsi, Eskonpt« m Weohieln ito. file der K. K. prig. OesterreicbischeR in Laibach i EreUsi iir Hail und We * Prešerengasse Nr. 50. iss>° ^-^ Reserven: 95,000.000 Kronen. Kauf, Verkauf und Balehnuno von Wertpapieren; BBrsenordret; Verwaltint von Depots; Safe-Deposits; Mllltlf-Helntskastlinea etc. ^ Laibacher Zeitung Nr. 160__________________________1145___________________________________15. Juli 1916 Neferungskommissionär der Lai'dcsstellc in Erfahrung ge-bracht werden. Jedem Kommissionär sind eine, zwei oder Mehrere Gemeinden als Wirkungskreis zugewiesen. Demnächst findet bei der Landesstelle anch die Errichtung einer Abteilung für Zucht- und Mastschweine swtt, ^- (Kriea.sauszeichmmn.en.) Seine Majestät der Kaiser hat im Vereichc der I. l. Slaatsbahnoireklion trieft verlieben: das Ritterkreuz des Franz Ioses^Or-öenä am Vande des Militärverdienstkreuzes den Slaats-bahnrntcn Georg Kurschcl, Vorstand der Vahnerhal-iungssettion Laibach; Johann Breda, Vorstand-Stellvertreter der Abteilung IV; Karl Ritter von Henri-yucz, Vorstand der VahnerhaltunMscktion Görz ll; Adalbert Grünwald, Vorstand der Vahnerhaltungs-settion Trieft; Nikolaus Poljak, Vorstand der Vahn-erhaltuirgssektion Rudolfswert, jetzt KnitteMd; das Goldene Verdicnstkrcuz mit der Krone am Bande der Taftferleitsmedaillc: den Vauoberkommissären Eugen Wiener, Vorstand-Stellvertreter der Vahnerhaltungs-sekrion Trieft; Paul Morpurgo, Vorstand-Stellver-rreter der Bahncrhaltungssektion Laibach; Ludwig Pavliczek, Vorstand der Vahnerhaltungssettion Pola; dem Maschinenoberkommissär Alois H 8 ß, Abteilungsleiter der Bctriebswertstälte Laibach; dem Oberreviden-ten Alois Ritter Negrelli von Moldelbe, Gruppenleiter bei der Staatsbahndirettion, Abteilung V": das Goldene Verdienstkreuz am Bande der Tapferkeitsmc-dnille de,n Vaukommissär Josef Eckstein der Elaats-bahndirektion, Abteilung lll; das Silberne Verdienst-kreuz mit der Krone am Bande der Taftferkeitsmcdaille dem Bahnmeister Johann Haßl der Bahnerholtnngs-sektion Pola; dem Kanzlisten Franz Mertl der Staals-bahndirektion, AbteUung V; das Silberne Verdienst lreuz am Bande der Tapferteitsmedaille dem Bahn-achter Johann Grseti^ der Bahnerhaltungsseltion Trieft; das Ritterkreuz des Franz Josef Ordens am Bande des Militärvcrdicnstkrcuzes dem Inspektor Richard Bierhandl, Vorsland^Stclluertreter der Abteilung V. — (Spenden cms Spanien für das österreichische und das ungarische Note Kreuz.) Eine in der letzten Zeit m Nordspanien durch den österreichisch-ungarischen Konsul Wilhelm Watonigg in Bilbao eingeleitet«: Sammlung für das österreichische und das ungarische Note Kreuz hat die Summe von 31.349 K ergeben, die ihrer Bestimmung zugeführt wurde. Dieser schöne Erfolg ist ein anerkcnmmaswerter Beweis humanitärer Gesinnung des neutralen Auslandes. - Herr Konsul Walonigg ist ein Sohn des Herrn Kaufmannes Johann Watonina in ^t. Martin bei Littai. — iFür blinde Soldaten.) Dem Landesausschusse ist für da5 zu errichtende Lnndesblindeninstitut eine Spende von 60 K als Sammlung des engeren Freundeskreises im Gasthausc „Mitu5" m Laibach zum Andenken an den verstorbenen k. k. Oberbaurat Franz Pavlin übermittelt worden. Den P. T. Spendern sei m, dieser Stelle für diese edle Spende der Dank des Landesausschusses ausgesprochen. — lInvalidcnfürsmnc.) Heute um halb 8 Uhr abends hält Herr Regimentsarzt Dr. Rus im Landes-theater (Kino Central) über Anordnung t»e5 7,. Armee-kommandos auf Vorschlag des Herrn Garni sonschcf-arztes Dr. Geduldiger einen öffentlichen Vortrug über Inoalidenfürsorc^c unter Vorführung von Lichtbildern und tinematographischen Aufnahmen. Der Vorlrag findet in slounnscher Sprache statt und ist vor allem für die heimischen Industriellen, Hmidcls- und Gewerbetreibenden bestimmt; doch wird er auch für alle anderen interessant sein, weil er im Bilde darlun wird, wie auch für die Schwerbeschädigten in unferem Staate Vorsorge getroffen wird. Vor der Veranstaltung wird auf dem Thealerplatze eine Militärkapelle konzertieren. Der Zutritt zum Vortrage steht jedermann frei, doch werden am Eingänge Spenden zu Gunsten dos Isonzofonds entgegengenommen werden. — (Verlustliste.) In der Verlustliste Nr. 435 ist writers folgende aus Krain stammende Mannschaft des Infanterieregiments Nr. ^.7 als kricgsgcfangen ausgewiesen: Inf. Gulin Johann, 14.; Zgf- Gült Martin, 7.; Inf. Habe Franz, 3. GK.; die LstInf. Habjan Pri-,nu3, I. EK., Hafner Franz, 5.; Inf. Hafner Leopold, 2. EK.; die LstInf. Hleb5ar Franz I, Hösfcrle Johann, 3. EK.; die Inf. Hoge Rudolf, 3., Högler Johann, 1. EK., Hren, Alois, 3., Hribar Franz, 1. EK.; LstInf. Hribiek Johann, 4. EK.; Inf. Hrovat Matthias, 5.; LstInf. Hrovatiö Josef, 3. EK.; EjFrw. Inf. Huö Alois, LstIns. Hudorovi5 Michael; Inf. Humar Johann; LstKorp. Hutter Andreas, 1. GK.; LstInf. Ilni-kar Franz, 4. EK.; Inf. Iagodic Franz, 3.; Zgf. Iatliä Alois. 8.; LstInf. Iakliö August, 4. EK.; Korp. Iako5 Gustav, 2. EK.; NesZgf. Iamnik Martin; die LstInf. Ian5 Anton, 1. EK., Ianöa^ Paul, 4. EK., IaneÄö Franz, 3. EK.; RcsInf. Iankovi.- Franz, 7.; LstInf. JanHekotm' Alois, 2< EK.; die Inf. Iarc Peter, 3. EK., Iarec Josef, 2. EK.; ErsRes. Iavorzek Ignaz 3. EK.; Korft. Ielcnec Franz, 10. lverw.); die LstInf. Ielovoan Alois, 3. EK., Iclll^an Jakob, 1. EK. (verw.); Inf. Icnto Johann, 3. EK. (verw.); LstInf. Ienko Josef, 1. EK.; ResInf. Ieram Josef, 8.; Inf. Iereb Mois, 1. EK.; die LstInf. Ieretina Franz, 3. EK., Iurca Michael, 3. EK.; ErsNes. Iurjevcc Valentin, 4.; NefInf. Kadunc Alois, 14.; LstInf. Kamnikar Michael, 2. EK.; Inf. Kane Ignaz, 5.; die LstInf. Kastclcc Johann. 3. EK., Kastelic Johann, 2. EK., Kastelic Johann, 3. EK., Kastrun Valentin, 3. EK., Kav^ek Josef, 2. EK., Kecelj Franz, 1. GK.; Inf. Kej/ar Valentin, 2. EK.; die LstInf. Kern Andreas, 4. EK., Kern Peter, ^. EK.; Gefr. Kikel Josef, 2. (verw.). -— (Zur Erhöhunss der Gcmeindcmnlage in Lai-liach.) In Ergänzung des vorgestrigen Berichtes über die am 11. d. M. abgehaltene Sitzung des Laibacher Ge-meindcrates sei mitgeteilt, daß Herr Gemeinderat Pammer namens des deutschen Gcmeinderatsvcrban-des gegen diese Erhöhung gesprochen und daß der genannte Verband 'seinvn Standpunkt durch Ablehnung der über 35 v. H. hinausgehenden Umlage bei der Abstimmung zum Ausdrucke gebracht hat. — (Von der t. l. Staatössewerbeschule in Laibach.) Wie aus einer diesbezüglichen Kundmachung in der heutigen Nummer unseres Blattes ersichtlich ist, wird das nächste Schuljahr an der k. k. Staatsgcwerbeschulc in Laibach am 16. September eröffnet werden. Der Untcr-richt soll zunächst nur in den Abteilungen: Offener Zeichen- und M od elNer ßaal, Fachschule für Holz- und St cinb Ndh au e r. e i und Frauenge-werbeschule aufgenommen werden. Ob auch die weiteren Abteilungen (Werrmeisterschulcn für mechanisch technische. Gewerbe und für Elektrotechnik, Vauhandwerkerschulc) zur Eröffnung gelangen, ist gegenwärtig noch unbestimmt und wird später Verlautbart werden. — (Hotclbau in Lnibach.) H^r Milan Dc-, gheng.hi beabsichtigt an der Ecke der Maria Thermen-strußc und der Anton KneMasse, neben dem Kolis^m, ein Zweistöckiges Gebäude aufführen zu lassen, dessen erstes und zweites Stockwerk zu Hotclzwecken eingerichtet, während im Parterre Vorkaufsgcwölbc hergestellt werden sollen. Die bezüglichen Pläne, sind bereits ausgearbeitet und der Baubehörde zur Genehmigung vorgelegt worden. — (Aus der Laibachcr Diözese.) Das 50jährige Priesterjubiläum begehen heuer in der Laibachcr Diözese die Herren: Johann Novak, Ehrendomhcrr und Dechant in Nadmannsoorf; Barlholomäus Ramovc ^, aeistl. Rat und Pfarrer in Pälland; Peter Mohär, Expositus in KonMica; Michael KoÄelj, Pfarrer i. N. in Stein; Ignaz Kutnar, Pfarrer i. N. in Za-plaz; Alois Kummer, Pfarrer i. N. in Altlack, -Herr Berthold Vartel, bisher Pfarrer in 2ion Haus zu Haus wurde der Besitzer und Schwein.'händlcr Johann Iuröek in Blatna Brezovica zu 43 Stunden, Arrest und 50 K Geldstrafe verurteilt. — Das Bezirksgericht i,i Littai verurteilte den Besitzer Martin Grum in Wolfsgruben zu 200 K Geldstrafe, eventuell 20 Tagen Arrest, weil er im Mai d, I. Ochsen Zu 3,22 K per Kilogramm Lebendgewicht gefordert hatte. — Matthäus' Thaw', Besitzer in Unter-Zarz, verkaufte ein fünf Wochen altes Fcrtcl um 94 5t und wurde deshalb vom Bezirksgerichte in Bl-schoflack zu 70 K Geldstrafe, eventuell sieben Tagen Arrest verurteilt. Das prächtige Dschnngeldrama „Daö Kind der Wildnis" im Kino Central, Landcsthcater. „Das Kind der Wildnis" ist ein prachtvolles Dschungeldrama in drei Akten mit wundervollen Naturbildern und Vorführung von wilden Tieren in Freiheit. Anch die Mitwirkung großer Mengen von Wilden macht den Hilm besonders interessant. Die Titelrolle wird von Marie Walcain sehr rührend verkörpert. — Das Lustspiel in drei Akten „Der «berfahrene Hut" mit Hugo Flink ist eine recht fidele Filmpossc mit gut erdachter Handlung. Außerdem noch drel Attualitäten: „Die polnische 125 Zahrfeier in Warschan", „Bericht vom italienischen Kricssöschauftlahe" und „Zum deutschen Eccsicg am Ttna,crrarl". Die Unsitte der Kinder, durch den Mund zu atmen, ist die Ursache manches Nachen- und Quftrährcukatarrhs, der bei der geringen Widerstandsfähigkeit des kindlichen Organismus leicht schwere Formen annimmt. „Tirolin Noche", das seit Jahren bei Erkältungen, Iiewährte und in jeder Apotheke erhältliche Hausmittel, sollte daher von der sorgsamen Mutter des Kindes beizeiten angeloendet werden. Der beste Dschungelfilm der Neuzeit {j^** heute Samstag und morgen Sonntag *-^P| im Kino Central im Landestheater „Das KM der Wildnis" Hochaktuell: „Die polnische 125 Jahrseier in Warschau", „Berichte vom italienischen Kriegsschauplatz" und „Zum deutschen Seesieg am Skagerrak". 2ios Laibachcr Zeitung Nr. 160_____________________________1146_________ __________________________15 Juli 1916. Der Krieg. Telegramme des k. k. Telegraptzen-Korrespondenl-Bureaus. Oesterreich ° Ungarn. Vo» den Kriegsschauplätzen. Wien, 14. Juli. Amtlich wird Verlautbart: ^4. Juli. Russischer Kriegsschauplatz: In der Bukowina ftchctt «nfcrc Truppen nach Erfüllung der ihneu crteUteu Aufgabe wieder in den alien Stellungen auf den Höhen westlich dcr oberen Moldawa. Westlich und nordwestlich von Buczncz haben die Nüsse», gestern ihre Angriffe fortgc-jcl.lt. Viachmittago wurden zwei breit angelegte Angriffe Aurültgcschlagen, gegen Abend gelang es eurem dritten Ansturm des Feindes, nordwestlich uo„ Bnczacz einzubrechen. In erbitterten Nal,lämpfcu wurde der Gegner durli, deutsche und österreichisch-ungarische Truppen wieder vollends hinnuSgeworfen. Nördlich der von Earnli nach. .^iowel führenden Bahn nisteten sich russische Abteilungen auf dem linke« 2tochodufcr ^in. Sie wurden fpiit nbcndo von unseren Truppen überfalle» und ucr-tricbcn, wobei llUI Gefangene und zwei Maschineugc-wehrc in uuscrer Hand blieben. Tonst bei völlig unvcr-iindcrtcr Lage nichto Neues. — Italienischer Kriegsschauplatz: Die lebhafte GefeckMätigtcit an dcr Front zwiscl)e? Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: von Höfer, FML. Vollste Ruhe in Montenegro. Wien, 14. Juli. Aus dein Kriegspressequartier wirdj gelneidet: Der »nontenegrinische Generalkonsul in Lon» don hat einen Bericht veröffentlicht, in luelchem behaiuptet wird, daß in Montenegro eine Aufruhrbewcgung bestehe, die nach Nordassbanieni übergegriffen habe, daß unsere Truppen die nordalbanischen Dörfer geräumt und sich auf Cetinie zurückgezogen hätlen, wobei viele unserer Soldaten im Hinterhalt fielen. Auch soll Skutari bedroht sein und man glcnche, heißt es in diesem Berichte, daß wir unsere Truppen ans Montenegro zur Verstärkung der Nordostfront herausgezogen hätten. Wir haben diesen durchsichtigen Lügennachrichten nur nochmals die Tatsache gegenüberzustellen, daß in Montenegro, wie sich jederniann durch den Vesuch dos Landes, den: kein Hindernis in den Weg gelegt wird, überzeugen kann. vollste illuhe herrscht. Auch wurde aus Montenegro kein Mann an die Nood-ostfront abgeschoben. Zugunsten der Tuberkulosenaktiun. Wien, 14. Juli. Feldma^schall Erzherzog Fried» rich und Gemahlin Erzherzogin Isabella haben zu-yunften dor Tuberkulosenaktion für Österreich als gemeinsame Spende bO.OW Kronen gewidmet. Für bie Kriegsmewllsammlung. Wien, 14. Juli. Die Gemahlin des Armeeoberkom-nrandanten, Mdmarschalls Erzherzog Friedrich, Erzherzogin Isabella, hat aus chrem Hofhaushalte neuerlich Messing- und Kupfergeschirr dem Kriegsministerium für die KriegLmetallsammlung überlassell. Ein Ministerrat. Wien, 14. Juli. Heute nachmittags 4 Uhr fand ein Mnisterrat von längerer Dauer unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten Grasen Stürgkh sta-tt. An dem Ministerrat nahmen sämtliche Mitglieder des Kabinettes WU. Sperre der ungarischen staffeebestände. v Budapest, 14. Juli. Das Amtsblatt veröffentlicht eine Verordnung über die Sperre und Anmeldepflicht bezüglich der Kaffeebestände sowie über die Errichtung einer Kaffee-zentrale im Interesse des öffentlichen Bedarfes. Deutsches Neich Vo« den Kriegsschauplätzen. Vcrlin. ,4. Juli. Das Wolff-Vurcau meldet: Großes Hauptquartier, 14. Juli. Westlicher Kriegsschauplatz: Beiderseits der Somme ist von neuem heftiger Kampf entbrannt. Die Engländer griffe« heilte früh im Abschnitt Wäldchen vom Mamctz-Longucval an und wiederholten ihre Anstrengungen im Wäldchen von Troneö, wo sie gestern abendö bereits durch einen schnellen Vorstoß unserer Reserven empfindlich getroffen wurden. Nachdem die ersten Versuche blutig abgeschlagen waren, fiud neue Angriffe im Gange. T>ie Franzosen fügten mit ihren gestrigen vergeblichen Angriffen in dcr Gegend von Barlcux und westlich von Eftrecs den zahlreichen Mißerfolgen der letzten Tag e eine ueue Enttäuschung hinzu. Weder sie selbst noch ihre schwarzen Freunde haben auch nur einen Schritt Gelände gewinnen tonnen, östlich dcr Maas sind französische Wiedcrerubcruugsver-suchc gescheitert. Sie wurden in der Gegend der Feste Souvillc durch unser Feuer uuterbunden uud bci der Feste Lausee glatt abgcwieseu. Zahlreiche feindliche Patrouillen oder stärkere Orluudmlgsabtcilungen wurden auf dcr übrigen Front zurückgeschlagen; deutsche Patrouillen brachten bci Oulches, Vcaulne und westlich Martirch Gefangcuc ein^ — Östlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe des Generals von Linsingcn: An dcr Stochod-Linie warf ein Gegenstoß bci Zarecze (nördlich der Bahn Kowel-Sarny) über den Abschnitt vorgehende Russen zurück. 169 Manu wurden gefangen genommen, zwei Maschinengewehre erbeuted. ' Unsere Flugzeuggc-fchwadcr wiederholten mit Erfulg ihre Angriffe östlich dcd Stochod. Vei der Armee des Generals Grafen von Vothmer drang der Feind gestern/ abermals in die vorderste Linie ciu und wurde wiederum durch Gcgcnaugriff mit erheblichen Verlusten geworfen. — Vcklkankriegs-schauplatz: Keine besonderen Ereignisse. Oberste Hecres-leitung. T>ic deutsche« Erfolge bei Eouville und Laufce. Berlin, l.",. Juli. Das Wolff-Äurcau meldet: Die in dem gestrigen Heeresberichte veröffentlichten Erfolge dcr deutschen Waffen rechts der- Maas bei Souville und > Lauser sind ein Ereignis von bemerkenswerter Bedeutung. Diese erste größere Unternehmung vor Verdun seit Beginn dcr großen Offensive unserer Feindc benM schlagend, daß die deutsche Heeresleitung ihr ursprüngliches operatives Ziel unbekümmert um alle Nngriffc unserer Feinde im Osten und Wchm fest und llar im Auge. behält. Kein deutscher Soldat, kein deutsches Geschütz ist von dcm Kmuusgelände in Vcrduu fortgezogen worden. Die Schlacht nimmt nach d«m Willen der deutscheu Heeresleitung einen blutigen, für die deutschen Waffen erfolgreichen Fortgang. Wenn die Feinde gehofft haben, durch die Angriffe ihrer Millionenhcere endlich dic Initiative der Kriegführung, an jich zu reißen uud den Teutschen das Gesetz des Handelns vorschreiben zu kön-ncn, so wurden sie durch den bisherigen Verlauf dcr Ereignisse bitter enttäuscht. Die Austürme der feindlichen Massen sind an dent heldenmütigen Widerstände nnd an der Zähm Ausdauer dcr tapferen Verteidiger au dcr Sommc bisher nach kurzen Anfangserfolgen sämtlich gescheitert. Die deutsche Heeresleitung beherrscht nach wio vor die operative Lage. Dies ist die besondere Bedeutung des Erfolges bei Souville, der um so mehr hervorgehoben zu werden verdient, als er die Starte unH die Überlegenheit der deutschen Waffen aller Welt von neuem kundtut und Deutschland berechtigt, die militärische Lage mit der alten Zuversicht und dem alten Vertrauen anzusehen. Die Kriegsberichte des Vierverbandes. Berlin, i3. Juli. Die Blätter veröffentlichen einen Bericht aus dem Großen Hauptquartier, worin es heißt: Vom ersten Tage des Krieges haben wir als eiuzigc von allen kämpfenden Nationen die Heeresberichte unserer sämtlichen Gegner ohne jcdc Kürzung veröffentlicht, denn grenzenlos ist unser Vertrauen iu !>ic Standhaft igkeit. Aber unsere Feinde machten sich dies Vertrauen zunutze.' Mehrmals am Tage funken sie ihre Heeresberichte in die Welt hinaus. Die! Engländer versenden seit Beginn dcr Offensive sogar alle zwei Stunden Depeschen. Jede einzelne dieser Veröffentlichungen hat emen Umfang doppelt und dreifach größer als unser einmaliger Tagesbericht. Alle sind sic in einem SA geschrieben, der nichts mit militärischer Knappheit und Schlichtheit gemein hat. Das ist nicht mehr die Sprache eines Soldaten, das sind phantastische SicFeshymncn. Ihr Schwelgen in Namen eroberter Dörfer, Wälder und erstürmter Stellungen, ihre Zahl erbeuteter Geschütze und geschleppter Zehntausender Gefangener treibt mit der Wahrheit Spott. Warum dies alles? Nur um die ermattete Siegeszuversicht dcr eigenen Heere und Völker und das sinkende Vertrauen der Bundesgenossen wieder auszurichten, nur um das schärfer beobachtende Auge der Neutralen zu blenden? Nein! Diese Sintflut uon Telegrammen foll durch die Kanäle, die wir selber dem Feinde öffneten, gegen die Herzen des deutschen Volkes anprallen, soll unsere Standhaftigkeit unterwühlen und hinwegschwemmen. Aber auch dieses schnöde Spiel wird nicht gelingen. Sowie unsere herrlichen Kämpfer draußen an der Front sich vielfacher Übermacht siegreich erwehren, wird das deutsche Volk dem anbrandenden Schwall der feindlichen Nc-llameteleMamme die Stirne des Trotzes und Hohnes entgegensetzen. EK wird sich erinnern, daß die deutschen Heeresberichte ihm und der Welt zuweilen nicht alle« sagen durften, daß sie aber nie ein Wort sprachen, das nicht der strengsten Prüfling der Wahrheit standgchalten hätte. In stolzem Vertrauen auf die knappe, herbe, doch unbedingt zuverlässige Aufklärung, die es von der eigenen Heeresleitung erhält, wird Deutschland dieses Massenaufgebot dcr feindlichen Meldungen als das anerkennen, wa ses ist, als ein boshaft ausgeklügelter Versuch, ihm die hohe Besonnenheit und Zuversicht zu rauben, die der Soldat im Rücken fühlen muß^ wenn er zum Schutz dcr Heimat freudig« sein Alles einsetzen soll. So werden die Lügen des Feindes zerschellen an dein erzenen Wall unseres Glaubens, unsere Krieger trotzen Eisen und Feuer. Die Heimat wird sich auch durch eineil Ozean bedruckten Papieres nicht erschüttern lassen. Volk und Heer sind eins im Siegeswillen und Siegesglauben. Italien Ein Generalmajor gefallen. Lugano, 14. Juli. Generalmajor Francesco Beraroi fiel diesertage . nachm. in der Otranto-Straße einen ital. Torpedobootzerstörer des Tlifts „Indomitu" versenkt. — In der Nacht vom 13. auf den 14. d. M. hat ein TccfluaMst.-geschwadcr militärische Objette und Bahnhofanlagcn vrn Padua sehr wirtuugovoll mit zahlreichen Bomben bc legt. Die Flugzeuge, welche von Äbwehrbatterien heftig beschossen wurden, lehrten unvmchrt zurück. Flotten-tonnnando. Die Erfolge der „Novnra". London, 13. Juli. (Reuter-Bureau.) Die Admivalität teilt mit: Nach Berichten des britischen Admirals im Ndria'tischcn Meere traf am 9. Juli dcr österreichisch-ungarische Kreuzer „Novara" auf eine Gruppe britischer Fischer-fahrzeuge, die Patrouillendicnst tatcn. Die Fahrzeuge „Astrum Spei" u>nd „Clavis" wurden versenkt. „Frigate Bird" nnd „Veu Vui" wurden beschädigt, konnten aber in den Hafen zurückkehren. Die Bemannung des „Astrum Spei" wurde gefangengenommen; von der Bemannung der übrigen Boote wurden zehn getötet und acht verwundet. Versenkt. London, 13. Juli. (Neuter-Bureau.) Die Fischerfahrzeuge „Florence", „Dalhousie". „Marycnn" mit» „Succes" wurden von einein Unterseeboot ucrsenkt. Die Besatzungen der drei erstgenaiMten Fahrzeuge wurden in Whitbl) gelandet. Die „Deutschland" — ein Handelsschiff. London, 13. Juli. Die „Times" melden aus Washington: Die Inspektion der „Deutschland" durch drei Seeoffiziere endete mit der Entscheidung, daß sie ein undewaff» netes Handelsschiff ist und nicht auf hoher See ill ein ^aibachcr Zeitung Nr. 160 1147 15 Juli 1916 Kriegsschiff vcrnxindell werden kann. Die lilegierliug gibt Zu, daß c.- unausführbar ist, da's UiKterseeboot auf hoher ^ a,n^ul)a!ten und zu durchsuchen und erklärt, sie würde Nlcht Proichieren. wenn die Verbündeten auf der Höhe ^yeiapcale Ban auyerha'lb der Dreimeilenzone Kriegs-'ch'ffc versamincln würden. Die Verluste an Flugzeuge». Berlin, 14. Juli. Gegenüber dem amtlichen Berichte ^c Franzosen und Engländer, wonach nn Juni 32 deutsche Flugzeuge an der, Westfront zuin Abstürze gebracht wurden, verweist das Wolff-Vurecm auf die jüngste Meldung "" deutschen Kriegsberichte nnd veröffentlicht die Namen und Besatzungen sowie die militärischen Bezeichnungen "N von den Dllu,tschen erbeuteten feinblichen Flugzeuge 'm Westen. England Fortdauer der schweren ssämvfe an der Somme. London, 14. Juli. lReutor.j Amtlich wird gemeldet: General Haig telegraphiert: Früh bei Tagesanbruch griff '»ch die zivcite Verteidiguilgslinie des Feindes an. Unsere Truppen brachen in einer Front von vier Meilen in die feindlichen Ttellungen ein lind eroberten mehrere stark befestigte Punkte. Die schloeren Kämpfe dauern fort. Aus dem Nnterhause. London, 13. Juli. Im Unterhause fragte Aubrey Herberi den Premierminister Atzquith, ob er einen Sitzunaslag für eine Debatte über die Leitung des Fcld-ZugeZ in Mesopotamien freigeben wolle. Asauith erklärte den gegenwärtigen Zeitpunkt für ungeeignet für eine solcl^c Diskussion. Die Gründe hiefür könne er jetzt nicht darlegen» Die Lage der Truppen nehme di>e ernste Aufmerksamkeit der Negierung in Anspruch. Die sorgsamsten Schritte wurden getan, um den Mängeln abzuhelfen. Ear son sagte, er luerde anfangs nächster Woche wieder eine Frage in derselben Angelegenheit an den Promierminister richten und wenn keine Antwort erfolge, die Vor-taMng des Hauses beantragen sowie die sofortige Debatte herbeiführen. Birrel fragte den Premierminister, ob er eine Erklärung darüber abgeben tonne, wie die Regierung den Beschlüssen der Pariser Wirtschaftstonferenz Folge gcben wolle. Asquith erwiderte, die Regierung billigte die Beschlüsse. Pring ley sagte, die Beschlüsse sind absichtlich unverständlich Malten. Asqnith sagte er wisse nicht, welche spezielle Erklärungen gewünscht würden, aber er lverde selbst die nötigen Aufklärungen geben Birrel sprach den Wunsch «us. das; dies in der nächsten Woche geschehe. Auffchielinnll der Feiertage. London, 13. Juli. Premierminister Asquith kündigte im Unterhause cm. die Regierung habe wegen der Be-bürfnissc des Heeres und der Flotte den Arbeitern die Aufschiebung aller Feiertage allgemeiner oder örtlicher Art bis zu einem spätereil Zeitpunkte vorgeschlagen. Die Unterhandlungen über diesen Vorschlag seien im Fortschreiten. ErhühlMg des Hinosutzctz. London, 14. Juli. Die Bank »ion England hat den Diskoni von fünf auf sechs Prozent erhöht. Die Maßnahme kommt nicht überraschend, denn tatsächlich hat die Bank schon M längerer Zeit nur mehr über der Minimalrare uon fünf Prozent Wechsel diskontiert. Frankreich. Die Iahrcstlasse 1917. Bern, 13. Juli. Nach dem „Temps" wird nun durch die Entscheidung des Kriegsministers ein Teil der Iahrosklasse 1917 der Infanterie und Minensappeure zur Ausbil dung zu bestimmten Hecrcsteilen entsendet. Zur Beruhigung der Öffentlichkeit wird hinzugefügt, dah bis zu einem 'wuen Befehl kein Mann dieser Iahrcöklasse in Ersatzabteilungen für Fronttruppendienst kommt. In der französischen zwmmer wurde ein Antrag eingebracht, wonach alle Beamten und Swatsanaestellten'. die unter das Rekru-tierungsgesetz 1605 fallen und dem aktiven Soldatenstand der Reserve oder der Landwehr angehören, nur nach Untersuchung enthoben werden sollen, um eine möglichst vrvhe Zahl zu mobilisieren. Ebenso sollen alle Zurückgestellten nachgeprüft werden. Abberufung der japanischen Samtätsmission aus Paris. Vcrn, 13. Juli. Nach Meldungen des Pariser „Journal" verläßt die japanische Sanitätsmission, die seit 17ten Juni im Hotel Astoria ein Musterspital eingerichtet hatte, Paris, uin sich auf dem kürzesten Wege -n die Heimat zu begeben. Auf dringende Aufforderung der französischen Rogieruiig, in Paris zu bleiben, erklärte die Mission, das japanische Rote Kreuz bedürfe ihrer. Spanien. Aufhebung der (Garantien für ganz Spanien. Madrid, 13. Juli. Infolge des Eisendaynerstreites verhängte die Regierung über die Stadt und die Provinz Madrid das Kcicgsrecht. Madrid, 13. Juli. (Agence Hauas.) Der König hat durch die gestern im Amtsblatt! erlassene Verfügung die verfassungsmäßigen Garantien für ganz Spanien, aufgehoben. Rußland, Tie Explosion im Haufe des Ministerpräsidenten. Stockholm, 14. Juli. Die russische Presse wurde da-' hin unterrichtet, festzustellen, dah die Explosion im Hause des Ministerpräsidenitcn Stürmer l/,7 » 8 > abends für erwachsene Mädchen. Zu zahlreichem Vesuche ladet ein der Gurnrat. Isei-Siiis-Detiirii im ^^H ^^^w ^^1 'f^^l ^^^^^H i^A ^B^B b^^I ^^^1 ^^B ^^1 ^^H ^^If ^^^^& ^^H iHK Heute 15., Sonntag 16., Montag 17.: Wer war's? Ein Detektiv - Kriminalroman in vier Akten. Mit Rudolf Klein-Roliden und Frl. Altennofer in den Hauptrollen. Ein Kunstfilm der Mutoskop- Filmgesellschaft Berlin. J^*» Die Abendvorstellungen im Garten! *^t^ (Ixn Freien!) Laibacher Zeitung Nr. 160_____________________________1148 ____________________15. Juli 1916 tillrric vereitelt. Ein feindlicher Doppeldecker wurde von einem unserer Flugzeuge verfolgt und nmßtc bei Tcne-dos landen. In der Nacht auf den l?. d. lam eo zu einem Fusammcustofl vor Katia nnt Neiterabteiwngen, die in die Flucht gejagt wurden, wobei ihnen.Verluste zugefügt wurden. Griechenland. Die Sommerresibenz des griechischen Königs abgebrannt. Athen, 14. Juli. Nachdom im Walde von Tatoi ein Brund mehrere Stunden gewütet hatte, griff das Feuer abends auf das lömgliche Schloß über, das mit der be-^ nachbauten Kaserne niederbrannte. Mehrere Personen, dcnmnter Offiziere, kamen ums Leben. Der König, die Königin und die königliche Familie suchten Zuflucht m Kap Hisfia, der Residenz des Prinzen NilolauZ. „Wer war'e?" Kino Ideal führt heute Tamstag den 15., Sonniag den Ni. lind Montag/ den 17. d. M. einen Niesen ScnsMonsdcticMvrmnan, bclitelli „Wer war'?", in vier Alten mit Rudolf Klein-Rhoden und Fräulein Altcnhofer in den Hauptrollen vor. Wenn die Deutsche Mutoskop- nnd Viograph^Gesellschaft Äerlin einen Detektivfilm macht, kann man überzeugt sein, daß es sich um etwas ganz Hervorragendes handelt. Der Film „Wer war's?" ist denn auch cine sehr geistvolle Regiearbeit, die in geschickt angeordneter Szeneiifolgc einen Kriminalfilm aufrollt. Als Detektiv zeigt sich Äudolf Klcin-Nhoden gemessen nnd diskret, als Hochstapilcrin ist Fräulein Altenhofer von einer tatsächlich bestrickenden Anmut. Das Programm ergänzt die allerneueste, hochinteressante Sascha-Mcsztcr-Woche und das humorvolle Schlagerlustsftiel „Ein überraschender Besuch". — Das Programm ist für Jugendliche nicht geeignet und kommt von heute Samstag den 15. bis Montag den 17. d. M. im Nino Ideal zur Aufführung. — Vorstellungen an Wochentagen um halb 5 Uhr nachmittags, um l>, halb 8 und 9 Uhr abends; an Sonn- und Feiertagen um halb 11 Uhr vormittags, um 3 und halb' 5 Uhr nachmittags fowio um 6, halb 8 uud 9 Uhr abends. — Die <.) Uhr-Vorstellung im (karten »m 3O- «Juni 1O16 X ll9,818.O48#—• Stand am 31. Dezember 1915 auf Büohep und in Kontokorrent Ä 218,243.476* -. Besorgung sämtlicher bankgeBcbäftlicben Transaktionen, wie: 1891 52—11 Einlösung von Kupons und verlosten Wertpapieren. Übernahme voti Geldeinlagen gegen rentensteuerfreie Sparbücher, Kontobücher und An- und Vorkauf von fremden Geldsorton und Devisen. im Konto-Korront mit täglicher, stets günstigster Verzinsung. Vermietbare Panzerfächer (Safes) zur feuer- und einbruchsicheron Aufbewahrung von Abhebungen können joden Tag kündiguugsfrei erfolgen. Wertpapieren, Dokumenten, Juwelen etc., unter eigenem Verschlüsse der Parteien.. An- und Verkauf von Wertpapieren streng im Rahmen der amtlichen Kursnotizen. Ausgabe von Schecks und Kreditbriefen auf alle größere Plätze des In- und Auslandes. Verwahrung und Verwaltuug (Depots) sowio Belehnung von Wertpapieren. Korrespondenten auf allen größeren Plätzen in Nord- und Südamerika, wo Einzahlungen* Kulanteste Ausführung von Börsenaufträgen auf allen in- u. ausländischen BörBen. und Auszahlungen kulantest bewerkstelligt werden können. Mündliche oder sohriftliohe Auskünfte nnd Rataohläge über alle ins Bankfaoh einsohlägigen Transaktionen jederzeit kostenfrei. -^llibacher Zeitung Nr. 160 1149 15. Juli 1916 Zu mieten gesucht: Zwei möbl. Zimmer mit Küche, event. Küchenbenützung, ab 1. August. Antrüge unter ,,F. A." an die Administration dieser Zeitung. 2028 3—3 Vnü-Wnl :: bester Qualität :: zu haben in Gebinden von 56 Liter aufwärts zu entsprechend niedrigem Preise bei 1836 8 M. ROSIHR & Co. in Mai | ^_____ Wichtig für jedermann! Beste und billigste Bezugsquelle für Drogen, Chemikalien, Kräuter-, Wurzeln usw., aaoh naoh Kneipp, Mund- und Zahnreinigungsmittel, Ziebertran, Äahr- und Einstreu-polver für Kinder, Parfüms, Seifen, aowle überhaupt alle Toiletteartikel, photographisohe Apparate u. Uten-alllen. Verbandstoffe Jeder Art. Desinfektionsmittel, Parkettwiohse usw. Grosses Lager von feinstem Tee, Rnm, Kognak. 54 52—29 Lager von frischen Mineralwässern und Badesalzen. Behördlich honz. EiftuerschlEiB. 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