FMchcr Nr, 36, V»ünn«ll» ^ l. l, Landcsgeiicht als PresKgericht in sralau ha! boy !""« t>» l, l. Staatsllnwaltjchafl mit be« «rlsnntmsse ^ru!,,!!. c^""" ^M). Z '''>»!>7.m? Leipzig. « «uguji l«?U".nach «l»»^ ^l0^! und :l(L, St, W, verboten. Nichtamtlicher Theil. Aus dem BudgetauSschuffe. lints gegenwärtig mit dem Clat des Kultus- und ^"'chtKmmlsterium« beschäftigte Budgclausjchuss üb ^ ^ldl,ele„hauses h,elt am l l. d. M. eine Sitzung 3nl? ?"^ b" Minister Dr. V. Stremayr beiwohnte. Aiiu l?^ derselben kam es wegen eimger slavischer ^ "ichulen zu lebhafterer Debatte, und' wurde über z^ung Dr. Voinjals unter anderen auch die ^h?^ des Krainburger Gymnasium« zur legte,, ^^°ch) Der Mimster v. Stremayr wider. Uilt» I« '" ^"ser Richtung erhobenen Anschuldigungen tzch.^.ch Mlt Recht den Wunsch aus, da,s man da« hulling ^" "'^l ln den Krcls natlonaler Agitation böchs.ikNe. Die vom Minister über das stete und 'Mt/"'^nliche Wachsthum der slavischen Mittel. Heci^ngefuhlten Daten sprechen auch lauter, als die > Ueb ^" nationalen Sprecher und Journale, inttttss^ ^t! Verlauf der in mancher Hmsicht sehr ^tllcks. " Sitzung theilen wir nachstehend das We« ^ ^'" mit. Vei dem Capitel Mittelschulen" beantragte Re. erent Abg. Iireiel die Einstellung folgender Summen ür Gymnasien: Niederösteir^ck,'3W.000 fl.. Ober« osterreick 67.700 fl.. 85,.5s)0 fl.. Tirol Commune hat da« Gebäude hergestellt und sonstig/ Opfer gebracht. Vielleicht würde auch der Landrsaubschuss eine Subvention für die Schule grb?n. und man sollte mit ihm in Ver-Handlungen treten. Das Zusammenströmen der Schüler tn La,bach sri nicht zu fttldern. Die Nllfhtbunq des KraindurgerGymnasiums erregte große Missstimmung im Lande. Referent Abg. Iireiel: Im Vorjahre hatte Krain. bürg mit drei Klassen 58 Schule, . das Unter» gymnasium in Goltschee. mrlches deulsä, ist, mit vier Klassen blos 49 Schüler. Wir kommt es, dass man das Gottscheer Gymnasium ausrechterhält? Minister Dr. v. Strcmayr: Spavsamkeitsrüctsichten werden vielleicht noch die Aufhebung weiterer Anstalten nöthig machen; aber bei der großrn Missstimmung, welche solchr Maßregeln stets erzeugen, muss man m,t groher Vorsicht zuwerke gehen. Abg. Dr, Voinial: D,e Aufhebung des Krain. buiger Gymnasiums zeigt, wohin die Regierung zielt. Es beweist die Feindseligkeit gegen die Slaven und ist ein großes Unrecht. Minister Dr. V. Stremayr: Alle diese Anschuldigungen zerfallen von selbst angesichts der Thatsache, dass das Krainburger Gymnasium kein eigentlich slavisches, sondern ein deutsches war Durch die Bahn von Lalbach nach Tarois wurde d« Verkehr von Kram- bürg abgelenkt. Gottschee bildet einen abgeschlossenen Wirkunaskrels. das Land selbst hat die Erhaltung be« Gymnasiums in Gottschee lebhaft gewünscht. Ich muss eS lebhaft bebauern, wenn Fragen, welche vom Stand-punkte der Regierung mit der Nationalllät nichts zu thun haben, fo gewendet werben, nm wenigstens den Schem und nur um diesen handelt es sich — auf die Regierung zu wälzen, als ob sie einseitig vorgehen würde. Man sollte sich doch. wenn es sich um das Schulwesen handelt, davon fern halten, dass eine Agitation und Irreleitung in die Bevölkerung getragen werden könne, welche ruhiger und praktischer denkt, als die leidenschaftliche nationale Journalistik. Hierauf wurde die Post „Krain", dann die Einstellung, und zwar für das Gymnasium in TrieN mit ^.«00 fl.. Görz mit 28.400 ft., Iftrien nnt ' , Dalniazien mit 6!,? ?' >>»k 5.. l""" Worten einen größeren Nach. «ruck ^ady Romondale wich erschreckt von ihm ^ ljelv?l" ^" "'ch "errathen?" brachte sie müh. 'hl.l'""n G, "?"""e. Clifford trotzig. ,Ich werde ^ig""' mir ihren Ve.stand zu- »ill,, siillu'w ""' S" dürfen es nicht wagen, nur H^r^3!",""^ I" versagen, wenn Sie -"k k Ne, ,"'"'"'« wlüct für .mmer vern.chtrn ^d l^uof^ ^° s'e heiraten wollen, ohne Namen ltn^"o an ,.^ "ber liebe sie und biete chr Herz ^'^°U«n S^. l?^'^ ""d"l)°le ich '"eine Frage. liih piston un"'.'^ ^gewendetes Antlitz war bleich ^eftiqt '' ^^" ^""'' blaue" Augen spiegelte ^, "^ch werd. """a. ihres Innern wieder. 'H^ne, »«i".^ g'hen.« saate sie dann m "'»'' Ihr,»^.l" b'tten. sie anflehen, das« sie ""Um zu werben. Der Himmel wllh es. dass ich es weder um Kie noch um meinetwillen thue, sondern lediglich um meinen Gemahl und um meinen Sohn, barmt derselbe nicht einst dem Andenken seiner Mutter fluchen soll! Um ihres eigenen Wohles willen werde ich meine arme Valerie bitten, dass sie in diese Heirat willigt. — für mich aber werde »ch nicht um Gnade flehen!" ,Ich bin es zufrieden," entgegnete Clifford höhnifch. „besuchen Sie Valerie am morgigen Tage und senden Sie mir dann einen Gries. der mir dai Ergebnis Ihrer Bemühung mittheilt, nach meiner Wohnung." r ja noch immer ein letzter Ausweg, — der Tod! Wes» halb führte das unerbittliche Geschick mir diesen Mann von neuem m den Weg, durch den ich mein Kind wiebelfinden und zugleich verlieren soll! Arme Valerie, du ahnst es nicht, dass mein ^ „ dich blutet imd dass da« Schicksal als surchll' !>ut seines Rsckit« von dir die Wahl fordert, dem Hlück dem deiner Mutter zu opfern oder elner düsteren, ....^... vollen Zukunft entgegenzugehen ' 4l. ««pitel Im Park Der Zufall bewährte sich wieder an diesem sonnigen Frühlingstage als Martin Cliffords Verbündeter. Von anderer Seile war bereits bemerkt worden, das« Valerie leidend au«sehe Mrs Williams sprach sogar mit Mll. Douglas, ihrer Mieterin darüber. Diese wussle die guten und lasche ' -r Töchter im Zeichnen und der Ml, ,s Leitung ebenso gut zu würdigen, wie sie es wusste, das« d»e begabte junge Lehrerin zu einem auherqewbhn' lich mäßigen Preise Unterricht ertheile S>e war daher nicht wenig llber die Mittheilung chret Haus' wirlin erschreckt. Nach kurzer Urberlegung gewann sie die Ueber-zeugung. das< es Valerie wohl an frischer Luft mangle, und entschloss sich daher. Miss Gloom zu einer kleinen Spazieisahit am Nachmittage emen Platz in ihrem Wagen anzubieten. „Niemand wlrd sie für eine Lehrerin halten, denn sie hat das Aussehen einer Dame." dachte sie. „G,-soll mit uns im Park spazieren fahren, Sie wird sich durch diese Chre sehr geschmeichelt fühlen und meine Töchter weiden sick darüber ficuen. Ich will zu ihr gehen und sie selbst einladen* Sie fül,! 'atz aus. und Valerie nahm 'hl Ai; Um 4 Uhr fllhi Mrs Dmigla« Waae", auf , dessen Vordersitz ^ ->el m Lm,ee jah. vnr ba« Gartenthor der llc . > M" Douglas kam lang- ljam und würoevvU au* bem Hause, ftieg ,» dn» 3 rung nicht bloß, im allgemeinen die Frage zu studieren, sondern verlange, die Rcgiernng solle Nachtragscredite einbringen, dannt ein angebliches Misöveihältms aus» geglichen werde. Von der Erfüllung dieses Wunsche« im Lause der gegenwärtigen Session könne wohl leme Rede sein. Man könne nicht auf die speciellen Ver. Hältnisse eines Landes oder einer Nation im allgemei. nen eingehen, ohne den speciellen Wünschen der ein» zelnen Eommunen und Vultskreise zu entsprechen. Wohin würde es führen, wenn jetzt der Staat zunächst Wagen hinein und lieh sich auf den bequemen Vordersitz in demselben nieder. Ihre Toilette war sehr elegant und an ihrem schwarzen Sammethute wallte eine rothe Feder. Miss Mary und Martha Douglas traten gleich darauf mit hastigen Schritten au« dem Hause. Beide junge Mädchen waren vollständig nach der neuesten Mode gekleidet und eilten lebhast ans den Wagen zu. Kaum hatten sie in demselben Platz genommen, als auch Valerie m einer einfachen schwarzen Kleidung sich dem Wagen näherte. Mrs. Douglas lächelte ihr freundlich zu und war außerordentlich höflich gegen ihren Besuch. Sie nahm die bescheidene Toilette und das verschleierte Gesicht des jungen Mädchens als ein Zugeständnis gesellschaftlicher Unterordnung auf. „Mliry und Martha, seht euch zusammen auf den Rücksitz." sprach sie zu ihren Töchtern. «Miss Gloom, sehen Sie sich zu mir! Und nun. Johann, fahren Sie uns nach Hyde-Park! Sind Sie schon einmal im Hyde.Park spazieren gefahren, Miss Gloom?" fragte Mrs. Douglas, als sich der Wagen in Bewegung setzte, und auf Valeriens Verneinung fuhr sie huldvoll fort: „Ah. dann werden Sie über den Glanz staunen! Sie werden den Adel Englands sehen, und da« ist ein herrlicher Anblick! Ich bin überzeugt, dass schwerlich jemand so gut wie ich die Namen der herrvoragendsten Persönlichkeiten kennt." Der Wagen bog jetzt in den Park ein und schloss sich der Reihe eleganter Wagen an, die sich nur langsam in der Allee fortbewegten. Mrs. Douglas befand sich jetzt in ihrem Element und bemühte sich, der jungen Dame an ihrer Seite durch ihre Bekanntschaft mit der „feinsten Gesellschaft" zu imponieren. „Hier ist Seine königliche Hoheit der Prinz von Wales.« sprach sie plötzlich. ..Er ist wahrscheinlich nur für einige Tage nach der Residenz gekommen. D>e Dame ihm zur Seite ist Prinzessin Alexandra. In dem nächsten maulbeerbraunen Cabriolet sitzt Lord Hardcastle und jener dritte Wagen gehört dem Grafen von St. Berry. Ich erkenne das Wappen am Wagen« schlag. Der alte Herr mit dem grauen Haar und den hellblihenden Augen, der im Wagen sitzt, ist der Lord, einer unserer vornehmsten Edelleute und Partei« fühver im Oberhaus. Erst kürzlich hat er wieder eine glänzende Rede über die englische Marine gehalten. Ihre Majestät begünstigt ihn sehr." Mit traurigem Ausdruck ruhten Valeriens Blicke auf den edlen und ihr so theuren Zügen ihres Groß. vateis. bis der Wagen aus ihrem Gesichtskreise ver« schwunden war. Die Witwe plauderte fort. ohne das Schweigen des jungen Mädchens zn beachten. Plötzlich entstand eine Stockung in der sich fort« bewegenden Wagenreche nnd ein stattlicher Lmidaner, mit vier edlen Pferden bespannt, hielt ganz in der Nähe des Wagens der Mr«. Douglas. Hastig ergriff diese Valeriens Arm und sprach halblaut: «Sehen Sie diese Lady. Sie ist eine Frau, von der man in dieser Saison so viel spricht und für die alle Welt schwärmt!" Valerie blickte gleichzeitig nach der bezeichneten Richtung, aber kaum hatte sie den Blick seitwärts gewendet, als sie mit sichtlicher Ueberraschung zurückfuhr. Diese Dame glich ihrer Muiter, die sie als Erzieherin in dem Hause fremder Leu!e wähnte. (F«rts«tzuna solgt.) alle böhmischen Mittelschulen übernähme? Die anderen Länder würden selbstverständlich dann ebenfalls alle ihre Schulen dem Staate zurückgeben wollen. ?el beantragte Vorgang also mit so schrankenloser AbM sei absolut unzulässig. Die Regierung werde allerdings das Bedürfnis in jedem einzelnen Falle prüfen uno würdigen, auch im Zusammenhange mit den allgemeinen Verhältnissen des Staates. Auf diesem Wege sei " möglich, allen Ansprüchen successive nachzukommen. Well« man aber mit solchen Ansprüchen hervortrete, wie sie d" Resolution aufspreche, dann verlasse man ein Princip von großer Bedeutung. Wir kämen zu einem Kampfe, der die Interessen der Bevölkerung schädigen müsste. Del einzige Weg also sei die Prüfung in concreto, UN» auf diese Weise könne man zu einem Zustande gelangt"' der allerdings die Staatsfinanzen belasten werde, del aber ein heilsamer, weil in den Verhältnissen voll' kommen begründet, sein werde. Wenn fortwährend von Unbilligkeit gegen )'< czechische Nation die Rede sei. so verweise der Vlin>' ster darauf, dass im Jahre 1847 bloß deutsche Gy^ nasien 21 an der Zahl in Böhmen bestanden, '" Jahre 1864 waren nur 7 Staatsgymnasien für A slavische Bevölkerung in Anspruch genommen; 1" gab es noch kein vollständiges böhmisches GymnaM gegenwärtig sind 10 vollständig böhmische Gymnasts und 2 Untergymnasien mit böhmischer Unterricht spräche vorhanden. Man könne also nicht sa«!^ dass in dieser Zeit nichts für die böhmische Nation^ tät geschehen sei. Der Minister wäre in der Lag?' Jahr für Jahr seit dem Jahre 1872 eine Reihe v"" Mahregeln zu Gunsten der böhmischen M'ttelsch^ anzuführen. Seit dem Jahre 1875, werde eine g"V Anzahl böhmischer Anstalten subventioniert, und ^ dieses sei wieder ein Theil bereits in die Verwalt""» des Slaates übernommen, zum Theile werde d>es den nächsten Jahren geschehen. Wenn das Maß ^ ausgesprochenen Wünsche und Bedürfnisse an das «M. get gelegt werde, so könne leine Nationalität.^ Reiches sich vollkommen befriedigt erklären. Dm" Mangel an Befriedigung theile aber die Unterrich^ Verwaltung selbst, weil sie eben jetzt und immer ö, nöthiqt sei, ihren Ansprüchen das Maß des sinaNj" len Znstandes des Reiches anzulegen. . Der Ausschus« beschloss hierauf, die AbMlN^ bis nach dem Referate über dir Petitionen im Ulw telbnren Anschlüsse an das Vndget zu vertagen.^ Oesterreichischer Neichsrath. 46. Sitzung des Abgeordnetenhauses Wien. 12. Februal. Präsident Eoronini eröffnet die Sitzung. ,h, 11 Uhr. Am Ministertische: Stremayr. Horst. "" Weidenheim, Faltenhayn, Projak. ^..,, Der Präsident theilt mit, dass der Abg. "^ czunowicz seine Stelle als Berichterstatter fill h, Grnndsteuernovclle niedergelegt hat. B'hnss NeUN"^ eines Referenten lade er den Steuerausschuss ^ sofort zusammenzutreten. Die Sitzung wird aM ^ halbe Stunde unterbrochen. Nach Wiederaufll^g, der Sitznng wird mitgetheilt, das Abg. Meznil s Referenten gewählt wurde. ^, Hierauf wird die Spccialdebatte über die Or""^ steuernovelle fortgesetzt. Im Artikel 5, n»l0^ Bestimmung, das« das Refultat der Prüfung d" ^i fchätzungen bis I. Februar l«80 vorzulegen '!''He-gegenstandslos weggelassen. Artikel 6 wird "h"^ <,fi-batte in der Fassung des Majorilätsentwurf" ^ genommen. Artikel 7 abgelehnt, weil derM ^ Widersprüche mit dem bereits acceptierten Princlpl Contingentierung steht. ^l Zu Artikel 7 beantragt Abg. Dr. Po^" hie einen Znsatz, welcher die Regierung ernuichH zs 45)täglge Rrclamationsfrist m besonderen Fal" yett verlängern, ohne dass die Reclamationsarbe'te" ,^l zögert oder größere Kosten verursacht werden. ?" ,46 Antrag wird bei namentlicher Abstimmung "" qegen 130 Stimmen angenommen. ^1 Die übrigen Bchimmnngen des Gesetze« AM ohne Debatte unverändert angenommen, ""/ ,9 ^ l I wird weggelassen und durch den Artil" ' ^ j3 Minoritätsemwmfks erseht. Die Artikel 12 "-« d'< werden ohne Debatte angenommen. Dan"t Grundsteueriiovelle vollständig durchveralhen. ^' Es folgt die zwc>,tc Lesung des G^bA, sz v"" dem Landtage von Galizien ein Staatsvorjcy"' ^' 5')0.000 fl. bewilligt wird. Dasselbe wird oy batte angenommen. ,<„ "',' Die Nothstandianträge der Abg. T"we ^"' Fürnkranz. betreffend die Städte Kren,« """ s 3" nnd den Waidhofner Webereibezirl, werde" ^l"' glerung znr Würdigung und entsprechenden " sung abgetreten. «...si»- Nächster Gegenstand ist der Bericht de«,^^. ^, für die Maßregeln gegen die Knnstwein-Fabric« ^e« gemdneter D l Paul l erstattet den Bericht «"" Oe!« die Annahme des vom Ausschusse vorgelegn , entwnrfes. k,fiiller« 301 Die Uhg. Schöffe!. Fürnlranz. Weber '° ^ustlandl befürworten gleichfalls die Annahme ^esshe^ und wild beschlossen, dasselbe als Grund. Ze der Specialdebatte anzunehmen. Hierauf wlrd l?lusl der Sitzung angenommen. «bg. Meihler inteiprlliert den Landesverthei' gungsminister. ob und wann die Kriegsverwaltung ^n neuen Gesetzentwurf über die Pirectiven für den °H"N befsstigter Plätze vorlegen will. — Nächste l«ung morgen. Die Volkszählung in Boönien. Die Landesregierung in Serajewo war diesertage "N Lage, die Ergebnisse der Volkszählung, welche " lb. Juni 187«) in Bosnien und der Herzegowina "llMführt wurde, in weitläufigen Tabellen zusammen-Men, welche dcr gemeinsamen Regierung m Wien "nnittelt wurden. Die Durchführung der für ein „? ^ Primitiver Culturstufr immerhin schwierigen w compliciertei, Mahregel der Volkszählung ist über« !Hend glücklich vonstatten gegangen, und es ist damit die Weiterentwicklung der Administration eine Huge und schätzenswerte Basis gewonnen. Aus den .^llistjumleil und Uebcrsichtllchlelt zujammengestell' schellen, welche außer der Äcvüllerungszifser auch " gesummten Viehstand des Landes registrieren, gen einige dcr belnerleuswertesteu Daten hler an-'^U werden. Dle Gesammtbevijllerung Bosniens '" der Herzegowina beziffert sich auf 1.142.147 Per« "en. davon si'.»'>.()26 männlichen und 5,43.121 weib. M Geschlechtes. Aus der Hauptzifser dcr Gevölle-l^.,"»'bt sich. dass be, d,eser Volkszählung um /"^ Seelen mehr gezählt wurden, als bel der «"n unter dem ottomanlschcn Regina ,m Jahre 1870 , ^liomnleneu Zahlung^ denn es wäre sicher nicht tit?,^ anzunehmen, dass li, diejer kurzen Zwischcn-zelu ^ ^?"llerung um elne so beträchtliche Anzahl lieb l !^'' ^'^ Tabellen gewahren eine genaue ^">lcht über die Bevöllerungsziffer jedes einzelnen ^Mes. ^z „^^ ^ daraus, dass der stärkst bl-iln? ^nl der von Vanjalula ist, welcher 85.75! ^lvohuer zähll. in zwclttr Reche lumlut der Bezitt !« nut 4<^47', Einwohnern «. ^e!n ^ ^'" Neligiousbelenntnisse koinmen aus die ^lnlbevijlkclung von 1 142.147 Seelen 442.5»(X1 'M^dancr, 4^7.022 gr,echlsch.orlcntali,che Christen. U»d'^? ^te,l„sch.llithol>lche Ehilsten. ^42»» Ijraellten !ch«m ^rrsonen, welche anderen Religionsgenossen» leb,« "Ngchölen. Nach dem Stande gibt es 027.414 ^Mn ^lli8 verheiratete und i;8,b!)5 verwitwete "^ 2b? Lehrer, U4 Sanitätspeisonen, '.»4.3^/l Ih^''haus» und Rentenbesitzer. 83.402 Grundholden. Ü4'^' Jabtilanten, Handel, und Gewerbetreibende, dtl'tz, Mtalbeltei. Taglöhner und Diener. Die Zahl "llketk ^ Bosnien und der Herzegowina beträgt 37. 4^ä ?, ^"d verzeichnet 3 Volstüdle. 34 Märkte und lK?.-)>, l". Die Gcsammlzahl der Häuser ist rml lilln^" «ngegeven l dieselben cuchalten 1^0,188 Woh. ^bh,»' "" den Städten weisen folgende die gröhle ^N'W'fser auf: Serajrwo 21.377. darunter Itllt,^"^nledaner; Mostar 10.84«. darunter 6421 ^«d, ""; Vanjalula ^00. darunter 6474 Mu-^tt 5' ^jellna 60W, darunter 4b6(1 Muhame-^'/"""lt 5887. darunter 3482 Muhameoaner; ^No 4s"ila 5199. darunter 3918 Muhamedaner; »llll, sj ^^' darunter 2394 Muhamedaner lc. Wie ^NiMt x ^ ^ "^n. Städten das muhamedanische itij^" das vorwiegende. Von Israeltten lebt die ^^. l? ^ ^3"^ berichten die „Times", dass Ihre Maje. z!^°Kle' ^" Vutlelstowll Station einer Hirschja^d ."b Ml,'^"welcher zahlreiche Iagdgäste the.lnahmen. °I? den, ^'" "" «ach kurzrm Jagdrennen gestellt. 3d 1b ln^""' sab es aber einen Run von mehr "Hslal ^l'lchsn Me.len. Am 10, d. gedachte Ihre >.. -^ ,^" Jagd bei Dursanh anzuwohnen. ?lnel>f ./ österreichische Sch »ltzenbu n b ) >er 3s,"2 2()>0W Mitglieder. D.e Pläne für die Fbtn wi^°^' '" deren M.tte sich der Vabcntcmpel chj./'"e l, ,' °"nn für die Wirtschaftsgebäude, welche «!." Äu^c ^"dt für sich bilden, wurden vom «r. "e ^' ^sefst^. ,°U"hl« ", dem Hose des Hauses b° >. ^'"°nl«.° "?"be. ausgeführt wurde, befand sich ^ ^ "Ui d.e c. c'^"^ "" !"" btit herrührte. 'tt«>, u s, »v n . ^" "' ^°"b"" "uch die Landstraße. K», ^""tthalb '^ ^'"»ürten bedeckt waren und aller. h' dei «" ^'"'" ^Üi'.ze aus Tannenreisig "uschschiinlen einludl,, Schsn Herzog Albrecht li. bezeichnete sI295) die Weingärten Wien» als den grbhten Nutzen und Vhre dieser Stadt Nie schwunghast einst der Weinbau in Wien betrieben wurde, geht aus einer Verordnung des Kaiser» Ferdinand UI vom Jahr« 1N60 hervor, wonach die Weaschafsung der vielen Neintreberhaufen im Innern der Stadt befohlen wurde Noch im Krakauer Kalender vom Jahre I7i» werden der Hundsthurmer. Erdberger und Nilolsdorser Wein unter den anderen Neinsortcn namhaft gemacht. — (Denkmäler der bei Trautenau Gefallenen.) Nu4 Trautenan wird berichtet. „Da der Friedhof mnerhalb der Stadt aufgelassen wird. werden die dort befindlichen 13 größeren und kleineren Monu» mente. ivelche an die im Jahre 1866 gefallenen Krieger erinnern, zur Iohanniskapelle auf dem Kapellen berge übertragen, ein gewiss passender Platz, da dort der heftige Kampf stattfand. Vie Enthüllung und Ueber-gabe der Denkmäler an das Landwehrcommanbo wird am 27 Juni. dem Jahrestage der Gchlacht, mit einer kleinen Feierlichkeit verbunden werden." - (In der Champagne) soll die Killte eine schreckliche Verheerung unter den Rebläusen »«gerichtet haben. Falls sich oicsc Nachricht bestätigen sollte, so wäre dies ein wahres Glück für die Wcincultur. — (Dle grohte Nähmaschine der Well) ist soebe» von der .Singer Manufacturing Company" fertig gestellt worden. Dieselbe hat ein Gewicht von über 4000 Kilo und wird an eine englische Firma geliefert, welche baumwollene Treibriemen anstatt der bisher üb' lichen ledernen verfertigt und jetzt schon über 100,000 Meter solcher Vaumwollriemen aus Vestellung liesern soll Letztere werben in der Vreite von 5l> bis 155 Centimeter (5 englische Fuß) hergestellt. Locales. Ans dem Vanilättberichte de» «albacher St»Dt« physilale» für den Monat November 1879. ^Fortsetzung und Schlus«) Die Todesursache in Rüctsi^l auf das Alter betreffend wurden todt geboren 2 5tmder und starben: Im 1. Lebensjahre 13 Kinder, und zwar an Schwäche mfolge der Frühgeburt 3. an bösartiger lyelbsucht, Enteritis und Fraisen je 2, an Auszehrung Brechdurchfall. Lungenentzündung und Varicellen ie 1 Kind. Vom 2. bis 20. Jahre starben I I Personen, und zwar vom 2. bis .',. Jahre 9 Kinder, nämlich an Fraisen 3. an Diphtheritis 2, an Lungenödem, Herz» lähmung, Rhachitis »md Äronchitls je I Kind; vom > bis 10. Jahre starb niemand, und vom 10. bis 20. Jahre an Tuberculosc 2 Personen. Vom 20. bis 60. Jahre starben 36 Personen, und zwar an Tuberculose 12, an Schlagfloss und Wasser» jucht je 3. an Gedärmlähmung und Lungenentzündung je 2, an Aortrnfrhler. paralytischem Vlöosnui, Lllngen» emphysem. Darmlatarit), Älulstmz bei Tubeiculose. Ochirntuberculose, Herzjchlag, Dickommveischwürunq. Nolhlmlf. Gelbsucht, Amy>o>de. Magenlleus. permciö. jem Wechselfiebcr und Lungenlähmuna. je I Person. Ueber 60 Jahre alt starben N> Personen, und zwar an Marasmus 8, an Lungrncntzündung 4, an Lungenödem und Schlagfluss je 2. an Herzschlag, Pyänne und Krhllopstuberculose je 1 Person. Die häusigsten Todesursachen waren: Tuber» culose I6mal. d.i. 19 8Proccnt; Marasmus 8mal, d. ». 9 9 Procent, und Lungenentzündung 7mal, d «. 8'8 Proccnt aller Verstorbenrn. Von dcn zymotischen Kranlhelten gab Dlphthrrlti« 2mal. Hiothlaus und Varlcellen je Imal die Todesursache ab. Der Oertlichkeit nach starben! im Civilspitale 36. im Elisabeth»Kinderspiele 1. im städtischen Armen-hause 3, im l. l, Strashause 1. im l. k. Garnisons-spitale 1. im Slcchenhause I, in der Stadt und den Vororten 38 Personen, Letztere vertheil"' ''^' '"ie folgt: Innere Stadt 11. Petersvorstadt 6. 1 stadt' 3, Kapuzlnervorstadt :'>. Oradljcha 4, Kratau ". ^irnau 2. ttarliladtelVorstadt I, Hühnerdorf 0, Hradrllybori 3, Moorgrnnd: Ilowiia 2, Schwarzdorf 1. I V Aus dem Civilspitale gilNg für den Monat November d. I. folgender Bericht ein: Mit Elide Oktober d. I. sind ln Behandlung verblieben......384 Kranke, zugewachsen sind im Monate No« vember d. I..........»43 .. Summe des GesammtkranlenstandeV 727 Kranke Entlassen wurden . 271 Kranke, gestorben sind .35, Summe des Anfalles . ^<". . Mit 1. Dezember d. I. sind m Behandlung verblieben..........421 kranke. Es starben demnach 4 8 Procent vom Gelammt» lranlenstande und 114 Procent vom Abfalle. Von den im Monate November d I. im Tivil-spltale Verstorbenen warm 7 Laibllcher, da« ist solche, welche von der Stadt aus lrani ms Spital kamen, und 25 Nicht'Laibacher, das ist solche, welche auf dem Lande erkrankten und von dort krank ins Spital kamen Der ssrankheitecharakter im Tivilspitale »ar in diesem Monate folgender: ») Mebicinische Abtheilung: Katarrhe der Ath. mungsorgane; gegen Ends des Monate« heftige Lungenentzündungen. fknieL rheumatische Nfiect«on5N der Muskel und Gelenke. l>) Chirurgische Abtheilung: In diesem Monate kamen auffallend diele Knochenbrüche vor. ebenso wurden mehrere große Operationen vorgenommen Der Heiltrieb war günstig. <) Abtheilung für Syphilis: Zur Behandlung kamen meist acute und chronische Tnpper sowohl bei Männern als Weibern. heilt, 3 yebessl'lt der Familienpflegc übera/ben, 2 auf andere Abtheilungen t'cmsserlert. Ein säst 2 Jahre »n der Irrenanstalt befindlicher paralytischer Kranker starb an Darmtuberculose s) Vebärhaus» und aynälologische Abtheilu»g: Wegen Usberfüllung der Anstalt traten häufiger Puer» verale»lranlunqen ein. V. Der Aencht des t. k, Garnisonsspltale« gieng für den Monat November d. I. ein w»e folg»! Mtt linde 0kl«ber 187» sind verblieben ....... 75> Kranke. seither sind zugevachfen i>' . Summe 181K Genesen ... 106Kranle. erholungsbedürftig li , »6 5UI»<'l'Hl'dlt,sjuM v , zur Ueberprüfung . 5 . an andere Heilanstalten abgegeben ...... 3 . vor Ablaus des Krankheit»- Processes entlassen . . 1 . gestorben ...... 1 , Summe des Abfalles . i^s» verblieben mit Ende November 187 !? — (Fastenpreoigten,) Im Laufe der heurigen Fastenzelt werden in den Psarrlirchln Laidach» a» folgenden Tagen und Stunden Fastenpredigten abgehalten werden. in der Psmlirche jeden Freitag um 4 Ilhr nachmittags in deutscher Sprache vom Herrn Domlaplan I. Erler und jeoen Sonntag, glrlchsalls um 4 Uhr nachmittags, in slooenischsl Sprache vom Herrn Pomlapla» I. Dolenec; — in der Franciscanerlirche jeden Dienstag um 3 Uhr nachmittags (Herr Puter Adolf); — ,n der St. Illlobslirche jeden Sonntag um 2 Ubr nachmittags (Hetr I. viozmlin), — in der T>> ' ^,e jeden Sonntag um 2 Uhr nachmittags lHc».! ). letztere durchwegs in slovemscher Sprache. — (Aus dem ärztlichen Vereine.) I-ll Ncrein der Aerzte in Kram hielt am 29 Iinner seine Monatesitzui'g ad. Nach Verlesung und Genehmigung des l-hten Sltzungsprotololles brachte del Obmann Dr Sch'ffer zur Kenntili». dajs d»e Vere>nsleitung ,m Ziemen des Vereins das Mitglied Herrn Vezirkswundarztrn N Sever »n Landstrah aus Anlass seines kOjährigen Ärzten» jubilällins beglückwünscht habe Hieraus theilte Schüft» führer Dr. Valenla eine Zuschrift des Oeschüstsausichusse» des österreichischen Nerzteverelnsvelbandes mit, laut wel» cher der Verein als Mitglied de» Verbände» drmgttchft ausgrjoidert wirb, umgehend el»e lurze Petition an baß hohe VlbgeordnetenhllUi zu richten, dasselbe mbge di« Petition des bsterreichischen Aerztevereinsverbande» u» Creierung von Aerztelammerl, günstig erledigen. Die Vereir.sllitung habe somit >m Smne des h 1(» der St«l« tuten dieser Aufforderung entsprochen und durch da« Verrinsmitglied Herrn Reicherathsabgeordneten Dr Vo» injak. welcher sich dazu bereit erklärte, eine Petition über« reicht. Nachdem die Versammlnng die« genehmigend zur Kenntnis genommen hatt«, wurde zu den w n'^'^nst-lichen Vortrügen geschritten. I) Dr. Zupanc, r» arzt auf der hierorligen chirurgischen Abtheilung, ^uij is oret von ihm m,t Erfolg operierte Augenlranle vor: ») Nach einer kurz skizzierten Vssprechu„g über d»e «lrt sowohl al» die Vortheile der Entfernung emer total uetrübten iiinse mittelst de» Llnearschnltte« ,m Vergleiche zum früher gebräuchlichen Lappenschnitte, zeigte derselbe einen bereite seit sieben Jahren on Alteißstaar total erblindet a/wes-nen Mann, t'ei d<»m er do« linke Auge nach oben ,, .,,, '><>« Sthvermbgens. w»lt>e luich b'e 't gebessert, dass der Patient em >-idl!cljlK S«hfn ^ll^l' erhielt, auch b«S Elnl'hn!l>ma Hot sich bereits ickon jstzt über d>e HHlsle i ' :. die vordere A " lysllweije wiel'sll,.^ ,,..i, <') der dritte «>. lc'f eine traumatische Iriboleratlti» mit hochgradiger Eiter anfammlun« an del v«d-ln «»genlamixei und 0bematbser «u« Schwellung der Vindehaut' hier wurde durch Scariftca-i tion der letzteren und Punction der Cornea die begin» nend« Panophthalmia hintangehalten und sieht der Patient jetzt vollkommen normal. 2) Prof. Dr. Valenta demonstrierte eine vom Herrn Vezirlsarzte Globoinil eingesandte, äußerst interessante Missgeburt. Das Kind hatte einen Wasserkopf, sämmtliche Naucheingeweide lagen frei zutage, und lnapp an dem Bauchwandreste war gleichsam der Mutterluchen angewachsen, so dass die Nabel- ^ schnür fehlte. Frucht und Nachgeburt wurden gleichzeitig ausgestohen. — (Heimische Kunst) Wir hatten gestern Ge. legenheit, die Arbeit eines hiesigen Kunstschnitzers zu sehen, auf den wir durch diese Zellen die Aufmerksamkeit lenken möchten, da uns derselbe seiner künstlerischen Leistullgsfähiglelt zufolge eine größere Beachtung und Fördenmg zu verdienen scheint, als er sie bisher in Lalbach gefunden hat. Der Mann, den wir hiermit meinen, ist der Kunstschniher. Bildhauer und Modelleur Herr Anton Mlakar (Bahnhofslraße 28). Seine jüngste Albeit — eine im Auftrage eines hiesigen Kunstfreun» des (Herrn v. St.) soeben vollendete, sehr geschmackvoll ausgeführte große Schmucllassette — liegt uns zur Absicht vor und verdient in der That ein kleines Kunst» werk genannt zu werden. Die ungefähr '/, Meter lange und nahezu gleich hohe, im Renaissancestil gehaltene Kassette «st aus naturfarbigem Nufsholz geschnitzt und reich mit geschmackvollen Arabesken und Ornamenten geschmückt. An den vier Wänden derselben befinden sich sechs aus rothbraunem Vuchsholz erhaben geschnitzte ovale Medaillons (älteren Ursprungs) eingelassen, die zum größeren Theile Figuren aus Oöthes „Faust" und der »Jungfrau von Orleans" darstellen, jedes derselben ist zu beiden Seiten von Karyatiden eingerahmt Sehr hübsch ist namentlich auch die Aus« schmückung der inneren Fläche des Deckels, die durch ein vom Künstler originell angewendetes und ganz einfaches Ver« fahren den Anblick einer geschmackvollen Mosaikimitation gewährt. Die Kassette, die einen Kunstwert von mehr als 2O) ft. repräsentiert, wird photl)gr«phisch aufgenom« men und dann im Vüde ausgestellt werden In jedem Falle zeigt sie von einem vielversprechenden Talente ihres Aelfertigertz. und wäre daher nur zu wünschen, dass letzterer durch wiederholte ähnliche Bestellungen unserer Kunstfreunde öfters Gelegenheit ei hielte, dasselbe noch weiterhin auszubilden und nicht — wie bisher fast immer — genöthigt zu sein, im Kampfe um das tägliche Leben zu Nrbeltcn greifen zu müssen, die tief unter seinem künstlerischen Können liegen. — ^Oemeindewahl.) Bei der stattgehabten Reuwahl des Gcmeindevorstandes von Watsch wurden Georg Gnlc zum Gemeindevorsteher, Anton Merva und Jakob Dobravc zu Oemeinderäthen gewählt. — ä. (Theater.) Die gestrige Aufführung der Costa'jchen Posse „Ihr Corporal", welche seit der vorjährigen Salsonseröffnungsvorstellung bekannt gewor» den ist, machte im ganzen genommen leinen günstigen Eindruck und brachte fast durchwegs mittelmäßige Leistungen, welche jene der vorjährigen Darstellung keines« Wegs erreichten. Frl Anatour zeigte allerdings emige recht gewinnende Eigenschaften als Localsängerin. war jedoch ihrer Aufgabe in schauspielerischer Beziehung nicht gewachsen und führte ihre Partie nicht im geringsten charakteristisch und dem Geiste der Nolle gemäß durch. Was sie producierte, waren nur Errungenschaften einer zum Slstem gewordenen stereotypen Technik, die ga» leinen Anspruch aus die correcte Wiedergabe des vom Dichter streng vorgezeichneten Charakters machten, son» dern eben so gut für jede andere Rolle gepasst hätten Wir vermissten an ihrer „Therese" namentlich die correct« Indlviduallsation. auf welcher die ganze Entwicklung unt Motivierung des Stückes beruht, und es gelangte die Herbheit des echt jungfräulichen und sich gegen das Jock, der Herlümmlichkeit aufbäumenden und des eigener Wertes bewusstcn Charakters ebensowenig zur An> schauung, wie die Demuth und Nachgiebigkeit nach dei erfolgten Bändigung: vielmehr wurde uns einfach ein kokettes Mädchen gezeichnet, das mit den Inten« tionen des Dichters nichts gemem hatte. Durchwegs verfehlt war auch der „Wendelin" des Herrn Arenberg, und desgleichen war Herr Mondheim als „Lampel" nur theilweife glücklich, indem er seine Aufgabe zu leicht auffasste und mehr Komiler war, als Charal« terrollendarsteller. Herr Director Ludwig blieb demgemäß auch hinter seiner vorjährigen Leistung zurück und genügte nur in einzelnen Momenten. Die Neben. Partien konnten nicht erwärmen und gelangten nicht mit voller Wirkung zur Geltung. Sowohl aus der „Borunesse Rumpelsburg" wie aus dem verzärtelten „Ruderich" wäre mehr zu machen gewesen. Frl. Binder (Susi) wirkte ziemlich zufriedenstellend. Entfchieden zu rügen ist. dafs viele zum Fortgange und Berständuisse der Handlung nothwendige Scenen gestrichen wurden. Neueste Post. ^ Original'Telegramme der „Laib.Zeitung." Wien, 13. Februar. Beide Delegationen behar-ren hinsichtlich der einzigen Differenz — wegen des Kasernenbaues in Szegcdin — auf ihren Beschlüssen, weshalb am Samstag hierüber eine gemeinsame Ab« stimmung stattfindet. Verlin, 13. Februar. Der Reichstag wählte den Grafen Armm-Voitzenburg (Reichspartei) gegen Bennig. fen (Nationalliberal) zum Präsidenten. Frankenstein (Centrum) zum ersten. Holder (Nationalliberal) zum zweiten Vicepräsidenten. Prag, 13. Februar. (Presse.) Der jungczechische Club beschloss ehestens die Einberufung einer Volksversammlung nach Prag zur Berathung einer Protest« Manifestation gegen das Bischofsmemorandum an den Reichsrath, die zur Massenunterschrift aufgelegt werden und gegen die ultramontanen Tendenzen überhaupt und gegen den böhmischen Episkopat insbesondere gerichtet sein soll. Ferner wurde beschlossen, mit den Vertrauens' Männern m den Landbezirken in Vcrbmdung zu treten behufs Abhaltung gleicher Volksversammlungen gegen clericale und reactionare Umtriebe. — Einem Telegramm der „Narodni Listy" zufolge einigte sich der czechische Club. den Fürsten Liechtenstein aufzufordern, derselbe möge seinen Schulantrag zurückziehen, und zwar lediglich deshalb, weil derselbe centralistische Tendenzen verrathe und dem autonomistljchen Standpunkt Widerspreche. Der Standpunkt der freisinnigen Czechenhabe aber bei den Conservative»! im czeckischen Club Widerstand gefunden. Fürst Liechtensteins früher weniger centrallstisch gefärbter Antrag wäre gebilligt worden, inzwischen sei er aber in anderer, von den autonomisti-schen Fractionen nicht zuvor genehmigter Form in den Reichsrath gelangt. Dem „Pokrol" zufolge werde aber der czechische Club in dieser Frage solidarisch mit Hohenwart und dem Polenclub vorgehen. Paris. 13. Februar. Die Kammer verhandelte über den Amnestie-Antrag. Freycinet erklärte, mehrere Rcdcn von der äußersten Linken beantwortend, die Regierung weise formell den Antrag auf vollständige Amnestie zurück. Die Majorität des Landes sei für die Amnestie nicht vorbereitet; sie werde es aber sein. wenn die Amnestie nicht mehr ein Werkzeug der Agitation sein werde. Frcycinet fordert die Anhänger der Amnestie auf. sich lieber mit der Regierung zu vereinigen, um das Land zu beruhigen, dann werde die Regierung genügend stark sein, um Amnestie zu beantragen. Die Rede Freycinets wurde beifälligst aufgenommen, und die Kammer beschloss sodann mit 313 gegen 115 Stimmen, in die Specialdebatte über den Amnestie-Antrag nicht einzugehen. Rom. 13. Februar. (Triester Ztg.) Die „Opi-nione" bespricht emen Artikel der „N. sr. Pr." über die «Italia irredenta" und constatiert hiebel, dass nie-mand in Italien von einer Expedition gegen da« Trentino spreche, niemand halte auch dieselbe M möglich. Die Agitatoren der „Irredenta" hätten temer' lei Autorität. Die Gerüchte über die Vorbereitungt" der „Irredenta" entstehen bloß in Oesterreich und vel' anlassen eine Beunruhigung, welche «un«" unerklarUH sei. Die öffentliche Meinung Italiens verlange e^ . müthig. dass die Regierung die Achtung aller lNttt' nationalen Verpflichtungen veranlasse, denen vor allein die Wiener Presse Rechnung tragen sollte. ... London. 13. Februar. (Trst. Ztg.) Das M terhaus hat mit 128 gegen 12 Stimmen ein M" dement zur Adresse, welches die Entlassung der M' ster verlangt, verworfen und den Adressentwurf zweiter Lesung angenommen. London, l.1. Februar. (Trst. Ztg.) Im O°tl hause erklärte Beaconsfielo anlässlich des wegen se>^ früheren Antwort entstandenen Missverständnisses, °^ die Verhandlungen nut Persien bisher zu keinem ^", schlusje geführt haben; speciell die Nachricht, ltnM habe Persien von der Verpflichtung — Herat nH zu besetzen — entbunden, für völlig unwahr. Telegraphischer Wechselkurs vom l'H Februar. ^ ,z. Papier-Rente 70 65. - «Zilber - Rente 7135. - »"' Rente 84 40. - 1860er Staats-Anlehen 1'!0 -. - Vanlan« 841. — Credltactien »01 50. - London 11« 90. — S'lbtt ^ — K. l. MünzDucaten 558. - 20 Franlen-Slücle UN4'<" 100-Rcichsmail 5? U5, Verstorbene. Den 15 Februar. Johann Hesel. Taglöhner»^"' 11 Mon.. giegelstrafte Nr. 8, Diphtheritis. Imllivilspitale: ,a. Den 12. Februar. August Kosenina. Arbeiter, " ^ Lähmung nach Epilepsie. <,a Den i:l. Februar Peter «Ktupca. Inwohner. "A Urämie. — Katharina Mazovnil. Inwohnerin. 4» I,, !!"">!" und Darmtuberculosc. Anstckommeue Fremde. Am 1!l. Februar. ^, Hotel Stadt Wien. Taub und Wenqras. Kaufleute. M"' ^ harnüng, Kaufm., Remscheid. — Weihenbach, Schn»e>i Steiner, Pest. - Hauler, Kausm. Paris. . «,,l, Hotel Elephant. Presse! Emma. Aörz, — Förster. VlM" ,. ^ Olmütz. — Franz. Kaufm,, Tlicsl. — itoh. Kaufm,, ^ , bürg — Schachert und (Änade. Kaufleute, Wien Hotel Europa. Grünbach, Kaufm, Wien. «. 28 ! O, schwach bewölkt M" 9 . Ab. I 740 20 ^. 0 6 Nbonnemmt bei Zg. v. Meinmayr H Jed. Mamb^"' ! üaibach. ^^ V^sc^ellc!)!. Wien. 13. Februar. (1 Uhr.) Die Böls« »«r weit besser als gestern gestimmt, ermattet, später, schlicht aber noch immer mit gebesserten Kursen Geld Va« «aplerrmte........7070 7080 Vllberrente........7170 7180 »olorente.........84 50 34 «0 Los«. I8b4........12350 124 - . 18«)........130—13025 . 13S0 (zu 100 fl.) . . 13250 133 — , 1864........175 175 25 Ung. Prä«ien.«nl.....117— 1172b sredit-L..........17850 173 - Rudolf»-L.........18 18 50 Prämienanl. der «tadl «ien 122 50 122 75 Vonau.Reg.ulierung«'Lose . . 111 l»0 11275 Domänen»Psandbriese . . 145»0 145 30 Otslerr. Tchatzschein« 1381 rucl« zahlbar.........101 50 lO2b0 Otsterr. Gchatzfcheine 1382 rück» zahlbar........10150 10250 Ungarijche Voldrente .... 101 s0 10140 Ungarische Tisenbahn.NnInhe . 113— 11850 Ungarische EisenbahN'Nnlnhe. «lumulativstückt......117 75 11825 Ungarische Echahan». vom I. 1874 . . ^.......- - — - »nlehen der Staotgemeind« N,«n ln «. U......!01 l0l 50 Gr»»»e«tl«ft««,se»ll<«ti«»e« VSHmen.........103 — il)4 _ Niederösterreich......104 50 wb — Galizien.........9730 9770 Siebenbürgen.......38— 8850 Temeser Vanal......38 33 >»i) Ungarn..........8950 90 — A y»ul,n Anglo-österr. Vanl..... 154 50 l.»»475 «leditanstalt ....... 30170 302 — Depositenbanl....... 225—22« — Creditanstalt, ungar..... 274 50 275- Oesterreichisch. ungarische Vanl 839 - 341 — Unionbanl .'....... 11980 120- Verlehrsbant....... 140 - 140-25 Wiener Vantverein..... 15Ü50 157 — «ctie» »0 ,5.4 . Htaatsbahn........274 274 l»<) 2«dbahn.........89 _, gg^ Theiß.Vahn........2^7 50 22»j . Ungar.'galij, Verbindungsbahn 128 5«» 129 Ungarische Nordostbahn , . . 14^ ü0 148 — Niener Tramway-Vesellschast 235 — 235 50 Vf«n»irlese Nllg.gst.VodencreditanstllVd.) 118 75 11» ^ . . . ^^ l^^ Oesterr. Vlordwest-Vahn . . l^?" K,b" Ziebenbürger Vahn , «2" ,74»" 3taat«bahn 1. «m l^75 ls^ Züobahn ^,./.......liil"i0?b" . i 5'/!......lo? ^ te»i«e». ^ Aus deutsche Pläye .... - "^ lH London, lurze Vlcht ... .l 7.°o l ^> London, lang« Gicht . . l'«Ib ^ Pari« .... " »el»lln!>entlastU'la»'^" ^ .«'—ov,^. . <»«ld »7— O>'l- "" ,b4"