Nr. 120. Freitag, 28. Mai 1915. 134. Jahrgang. MbacherMIeitmg »»it»»«»«r»N<«»p»»t»: Mit Poftvtlsendung: ganzjährig »0 X,, halbjährig lb li. Im Kontor: ganzjährig »2 ll, tzalbjühli« ll li. Füi die huftellung ine Hau« ganzjährig 2 ll. — I»s«r«»»»»,>,«h»: Für N, erscheint täglich, mit Ausnahme dei^ Sonn unk Friertagr. Tie H>«i»iftv«»N<«N besingt ! sich VliUoöiöftiaht Nr. 1«; die »l»d«ktl«n Viitloöiöstraße «r. l«. Epreckftunden der Nebattiun von !l bil 10 'Ih^ ' vormittags. Unfronlierte Briefe werden nicht angenommen, Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon-Uv. >ev Nedakti«» 52. AmMcher Geil. Den ^b. Mai l915 wurde in der Hof» und Staatsdruclerei das I.XIII. Stück des Reichsgesehblattes in beutscher Ausgabe ausgegeben und versendet. Den 26. Mai 1915 wurde in der Hof« und Staatsdruckerei das I,XIV. Stück des Reichsgesetzblattes in deutscher Ausgabe ausgegeben und veriendet. Den Lb. Mai 1915 wurde in der Hof» und Staatsdruckerei das XVIII. Stück der polnischen, das XXXVIII., XXXIX, und XI.III. Stück der italienischen, das XI^IX. Stück der kroatischen, das 1^. Slück dcr ruthenischen, das 1,111. Stück der kroatischen und ruthenischen sowie das I^XI. und I^XII. Stück der böhmi» schen, italienischen, kroatischen, polnischen, rumänischen, ruthe» Nischen und slovenischen Ausgabe dcs Reichsgesetzolattes des Jahrganges 191b ausgegeben und versendet. Den 26. Mai 191b wurde in der Hof» und Staatsdruckerei das ci^XXXIII. Stück der rumänischen Ausgabe des Reichs» ytsetzblattes des Jahrganges 1914 sowie das XXVIII., XXXII., XXXVI. und XI.. Stück der rumänischen, das XI.IV. Stück der italienischen und polnischen, das XI.V. Stück der italienischen, das XI.VI. Stück der rumänischen, das XI.VII. und XI.VI11. 2tück der polnischen, das 1^., 1^1. und I^II. Stück der kroatischen, das I^III. Stück der polnischen und das I^IV. Stück der böh« Nlischen und kroatischen Ausgabe des Neichsgesetzblattes des Jahrganges 191b ausgegeben und versendet. Das t. t. Ministerium des Innern hat unterm 20. Mai 191b, Z. 8560/M. I., nuf Grund des t? 26 des Preßgesetzes den nachstehenderem polnischer Sprache erscheinenden pcriodi» schcn Druckschriften den Poftdebit für die im Reichöratc ver» trrtenen Königreiche und Länder entzogen: «vilivunilc «^i»«lcnv^ X^oä»» in Chicago. <^,iner)l!u, Nelio» in Toledo (Ohio), «on,-xeta re^cliu^LllH» in Reading, «Noäüin» polnk»» in Chicago, «Oxiouuik pc>l8lli» in Detroit. Michigan, «vaionuik ^liic»-sso^»Iti» in Chicago, «6»2ew ?c>i8k» ^»roclovi»,» in Chicago, <6vi»,2(l3, >V«ebnäu» in New Vorl, <8o1jä»ruli»^> in Chicago, <>Viei» in Chicago, «Lie? üoi?» in Chicago. Nichtamtlicher Geil. Der Verlauf unserer Verhandlungen mit Italien. (Fortsetzung.) Dementsprechend hat denn auch der italienische Ministerrat, nachdem schon vorher mündliche Äuhe» rungen Marquis di San Giulianos darauf vorbe- reitet hatten, am 1. August v. I. den Beschluß gefaßt, daß Italien neutral bleiben werde. Als Gründe hiefür wurde angegeben, daß das Vorgehen der Monarchie gegen Serbien einen aggressiven Akt gegen Rußland darstelle, weshalb der Bündnisfall für Italien im Sinne des Vertrages nicht eingetreten sei — eine Behauptung, die durch den bloßen Hinweis anf die bekannten umfassenden Vorbereitungen Rußlands für einen Angriffskrieg gegen die beiden Zentralmächte und auf die volle Unabhängigkeit Serbiens widerlegt wird; ferner, daß Italien den Gefahren eines Weltkrieges bei seiner exponierten geographischen Lage besonders allsgesetzt wäre was zutreffen mag, Italien seiner Verpflichtungen aber keinesfalls entbinden kann; schließlich, daß Österreich-Ungarn es verabsäumt habe, sich im Sinne des Artikels VII des Bündnisvertrages vor den entscheidenden Schritten mit Italien ins Einvernehmen zu setzen und es überhaupt ablehne, die italienische Interpretation dieses Artikels anzuerkennen. Welche Bewandtnis es mit diesem letzten Punkte hatte, davon wird weiter unten noch eingehender gesprochen werden. Wiewohl die italienische Argumentation somit sehr anfechtbar war, wurde die Neutralitätserklärung von Östcrrcich-Ungarn ohne nachdrückliche Einwendungen zur Kenntnis genommen, um so mehr als Italien gleichzeitig neuerlich erklärte, an dem Bundesverhältnisse im übrigen festhalten zu wolleu, ja eine spätere Kooperation als durchaus nicht ausgeschlossen bezeichnete und in allen Enunziationen einen aufrichtig klingenden, freundschaftlichen Ton anschlug. Parallel mit diesen Aesprechuugen über die Frage dcr Neutralität lief eine Aktion Italiens, die fchon am 25. Juli eingesetzt hatte und die, wie schon oben bemerkt, das Ziel verfolgte, uuter Berufung auf den Artikel VII des Dreibundvertrages Italien für den Fall der Besetzung serbischen Gebietes durch österreichisch-ungarische Truppen den Anspruch auf Kompensationen zu sichern. Sowohl die Entstehungsgeschichte als der Wortlaut dieses Artikels lassen klar erkennen, daß seine Bestimmungen einzig und allein auf den Fall dcr Vcfetzuug türlifchen Gebietes Anwendung zu finden haben. Er wurde im Jahre 1687 auf Wunsch Italiens in den Vertrag aufgenommen, also zu einer Zeit, da die Kompaziszcnten sicherlich nur das lünf-tige Schicksal der Türkei uud ihres Gebietes regeln wollten. Es steht außer Zweifel, daß diese Abmachungen getroffen wurdeu, um zu verhindern, daß, falls sich die von den Verbündeten in erster Linie angestrebte uuveränderte Aufrechterhaltung des türkischen Besitzstandes in Europa als unmöglich erweisen sollte, die Interessen eines der beideu Teile einseitig und ohne gleichmäßige Berücksichtigung dcs anderen be» vorzugt würden. An andere, nichttürlische Gebiete der Aalkanhalbinsel war damals nicht gedacht worden. Dies geht auch aus dem Texte, der seit 1887 unverändert blieb, klar hervor, da daraus zu entnehmen ist, daß wohl die türtischen Küstengebiete iu der Adria uud im Ägäischen Meere, nicht aber die griechischen oder montenegrinischen uuter diese Aestim-mungen fallen.* * Artikel VII des D.reibunduertra>ies lautet in deutscher Uberschlmg: „Österreich-Uugaru »ud Italien, die nur die möglichste Aufrechterhaltung des territorialen 8t»tu8 im Orient im Auge liabcn, verpflichten sich, ihren Einfluß geltend zu machen, damit jede territoriale Veränderung, die der einen oder der anderen der den gegenwärtigen Vertrag nnterzeichnendcn Mächte nachteilig wäre, hiutangehalten werde. Sie werden einander zu diesem Behufe alle Ausschlüsse geben, die geeignet sind, sir gegenseitig über ihre eigenen Absichten sowie über d,e anderer Mächte aufzuklären. Sollte iedoch der ssall eintreten, daß im Lause dcr Ereignisse dir Aufrechterhaltung des stutun yua im Gebiete des Palkan oder..der oltomanischen Küsten uud Inseln im Adriatischrn oder Ägäischen Meere unmöglich würde, uud daß, entweder infolge des Vorgehens einer dritten Macht odrr sonstwie, Österreich-Ungarn oder Italien genötigt wären, den statu» ljiio durch eine zeitweilige oder dauernde Veschung ihrerseits zu verändern, so würde diese Besetzung nur siattsindsn nach einer vorangegangenen Übereinkunft zwischen den beiden Mächten, welche anf dem Prinzip eiurr gegenseitigen Kompensation für alle territorialen oder anderweitigen Vorteile, die eine jede von ihnen über den gegenwärtigen 8tu,tuL sine .^cpic einen entsprechende!: Beitrag zu leisten haben wird. Das Gesuch der Hruschaucr Tonwarcnfabrik um Freigabe ihrer Kaution für die Lieferung von Stein-zcugcrzcugnissen für den Vau der Sammelkanäle längs des Laibachflusscö »vurde zustimmend erledigt. Nach Erledigung der Tagesordnung stellte Gc-mcindcrat Marinlo an den Bürgermeister die Anfrage, ob er geneigt sei, das Nötige zu veranlassen, daß die Straße zum Südbahnhofc, wo sich derzeit ein un-gemein reger Fuhrwerks- und Personenverkehr abwickelt, entsprechend bespritzt werde, damit die gesundheitsschäd lichen Staubwolken wenigstens einigermaßen gedämpft werden. Bürgermeister Dr. T a v <" a r verwies auf den Umsland, daß die erwähnte Fahrstraße Eigentum der Südbuhiuiesellschast sei, daß er jedoch alles tnn wolle, um dem Übclstmide abzuhelfen. Gemcindcrat Franchettti, regte die Aufstellung von Sitzbäntcn in der Allee vor dem Südbahnhofe an, damit den Flüchtlingen und sonstigen auf die Abfahrt der Züge wartenden Reisenden Gelegenheit zum Ans' ruhen geboten werde. Nach Erschöpfung der Tagesordnung wurde die Sil zung nach 7 Uhr abends geschlossen. — (Die „Laibachrr Heilunn") wird von morgen m> bis auf weiteres erst um l Uhr nachmittags ausgegc den werden. — (Flüchtling von der südlichen NcnlMrenze) dürfen fich nach den anher gelangten amtlichen Infor-mationen nicht in Laibach niederlassen, sondern haben sich in die ihnen zugewiesene Station Leibnitz zu begeben. Ein Zug dahin geht täglich um 1l Uhr 22 Miuuten vor mittags vom Hauptbahnhofe ab. — (Amtsübersiedlunl, des Kaiserlich Deutschen Konsulates in Trieft.) Mit den lüstcnländifchen k. k. Behörden hat das kaiserlich Deutsche Konsulat für das Küstenland, Krain und Dalmatien zeitweilig seinen Sitz von Tricst weg, u. zw. nach Luibach verlegt. Tie Amtsräumc befinden sicli im 2. Stocke des Gebäudes der t. k. Landesregierung, Zimmer 23. Die Amtsstunden für Publilnmsuerkehr sind jeden Werktag-Vormittag von 10 bis 12 Uhr. Laibach, den 26. Mai «915. Der Kaiserlich Deutsche Konsul. I. V.: Freiherr von Hahn, Kaiserlicher Vizckonsul. — (In Przemysl Kriegsgefangene.) Das k. u. t. Ministerium veröffentlicht die Liste der in Przemysl triegsgefangcnen Offiziere; sie wurde nach den vom russischen Roten Kreuz ausgegebenen Gcfangcnenlisten zusammengestellt. Darin sind ausgewiesen: vom Infanterieregiment Nr. 17: Aida (Hajda) Gera, Fähnr.; Catsti Wenzel, Fähnr.; Hofmann Leopold, Hanptm.; Ilinca Julius, Fähnr.; Koferno Iufef, Fähnr.; Löwenstcin Moritz, Obstlt; Mcleech Imclj (Emil?), Fähnr.; Novak Johann, Fähnr.; Porfom Ignaz, Fähnr.; Süponowski Gustav, Kdt.; Sas Alexander, Fähnr.; Seerold Johann, Oblt.; Semlir (Semmler?) Käroly, Fähnr.; Silbergcr Josef, Fähnr.; uum Infanterieregiment Nr. 27: Davis Vaclav, Kdt.; Vellour Stanko, Oblt.; ferner aus Laidach: Koiuzal Alois, Lt., FAR. 5; Kondelia Franz, Lt., AR. 30; Locniker Franz. Lt, LstIR. 7/^; Schnndmger Fritze Lt., LstAN. 3/3 oder 7/3. — (Eine Weissagung.) Dante Allig hieri. Italiens hervorragendster Geist, nach dem der wichtigste nationale Schutzverein Italiens, wie cmch ein großes Kriegsschiff benannt sind, hat in seiner „Göttlichen Komödie" eine Wcissagnng gegeben, die jetzt, nach Ansbrnch des Kriegcs mit Italien, besonders bedeutsam erscheint Gleich im Eingänge des unsterblichen Gedichtes findet sich Dante bekanntlich in einem dichten, finsteren Walde; im mühsamen Streben, einen Ausweg zn finden, gelangt er an den Fuß einer Höhe, deren Gipfel von der Morgensonne er leuchtet ist. Während er diesen zu ersteigen trachtet, bedrohen ihn drei Tiere: Panther, Löwe und Wölfin nnd verlegen ihm den Weg. Am heftigsten bedrängt ihn die Wölfin; da erscheint ihm ein Beschützerin der Not, sein Lehrer, Virgil, und belehrt ihn, daß einmal ein Windhund (v6it,ix>) erscheinen werde, der diese Bestie, die Quälerin und Verlockcrin der Menschen, in die Höhle, woher sie gekommen, zurücktreiben nnd damit der Retter Italiens werden soll. — Der katholische Theologe Ignaz von Dotting er (179!) bis 18!10) sieht in der „Wölfin" die unersättliche italienische Habgier, dieses alte nationale Laster als Grund und Ursache alles Verderbens. Der „Veltro" soll sie ans-treibcn und in die Höhle, von der sie ausgegangen, zurückjagen, wobei nach Döllinger unter dem „Vettro" ein großer mittelalterlicher Spiritnalenorden (Franziskaner oder Dominikaner) zu verstehen wäre. Hatten doch die Dominitancr einen Hund mit einer brennenden Fackel im Maule zum Abzeichen oder Ordens-waftpen gewählt. Und weiter sagt die Comedia, sobald die Gestirne günstig stünden, sobald der „Veltro" nnter ihrem Beistände die Italiener von der Wölfin (der Habgier nnd dein Mammonsdienste) befreit habe, werden Guelfen nnd Ghibellinen sich verföhncn und einigen und alle sich willig dem Kaiser unterordnen. Das ist dann der Tod des gallischen Riefen (der angiovinischcn Fremdherrschaft), dem sofort der Boden nnter den Füßen weggezogen fein werde. „Wie würde Dante," meint Döllinger, „wenn er heute unter die Lebenden zurückkehrte, über Italiens Verhältnis zn Deutschland urteilen? Wer in des Dichters Seele gelesen hat," so antwortet der große Gelehrte, „der wird für ihn antworten: Mögen beide Reiche (nnd ebenso Österreich ^Ungarn) zn ihrem nnd der Welt Heil zu einem Friedeusbimdc vereinigt, wenn auch voneinander staatlich und dynastisch getrennt bleiben." — Leider folgten jetzt die Italiener nicht ihrem größten nationalen Propheten, fondern einem Gabriele d'Annunzio, der statt der hehren Himmelsliebe zn Beatrice die perverseste Sinnlichkeit gefeiert nnd unbedenklich im Dienste Frankreichs sein Volt einem Abgrnnde zngeluckt hat. Dr. Ottmar Hege mann. — (Verwundete in Lailmch.) Im k. nnd k. Garnisonsspilale waren am 27, d. M. asls dem italienischen Kriegsschauplätze verwundete oder erkrankte Soldaten in Pflege: Ins. Bejader Spiro, IR 22, K 4, krank; Inf. Iuric Anton, LIR 27, K 2, Lungen-schnß; Inf.Katovic Josef, LdstBaon 182, K3; Smtt-verwnndnng durch Unfall; Korv.Kaltofen Karl. LIR 2';, K 9, krank; Inf. Knechtel Ednard, IR 42, K 16, krank; Finanzoberanfseher Muzina Leop,, Finanz-Wachabt. Straffoldo, Schußverletzung; Inf. Podobnit Alois, IR 57, K4, Rheumatismus; Inf. Sztojla Nikolaus. IR50, K 1Z, Lungenfchuß; Ins. Tschamerl Josef, Brigadestab, Armbrnch durch Unfall; Inf. Wochnjaeek Franz, IR 42, K 1A, trank. — (Danksagung.) Das Kommando des Garni-sonsspitalcs beehrt sich hi emit dem Vereine „Olasbena Matica" in Laibach im Namen der kranken und verwundeten Soldaten für die erneuerte hochherzige Spende von 131 X 40 1» den innigsten Dank aus-zusprechen. Dr. Geduldi g er, Spitalstommandant. — (Zeichnung der Kricgsaulcihe.) Die städtische Sparlasse in Laibach hat beschlossen für die zweite östcrreichifche Kriegsanleihe den Betrag von 500.000 X zn zeichnen. Bekanntlich hatte die städtische Spartasse auch für die erste österreichische Kriegsanleihe einen gleich hohen Betrag gezeichnet. — (Schlaf« und Personcuwageuvcrkehr.) Im Schlaf- und Speifewagenverkehr treten nachstehende Beschränkungen bis auf weiteres in Kraft: Die Schlafwagen bei den Zügen 5 nnd 6 Wien-Triest nnd Triest-Wicn verkehren mit den Anschlußzügen nnr bis nnd von Laibach. Schlafwagen Wien-Meran bei den Zügen 1009/1010 verkehren bis nnd ab Villach H. B. Speisewagen Mürzznfchlag-Laibach verkehren wie bisher mit Zug 1 nnd 2 nnd Anschlnßzügen bis Laibach. — (Der Touristcuvcrkehr.) Wie uns der Slov. Alpenverein mitteilt, ist vom Besuche der Golica derzeit abzusehen. — (Vom Evidenzlialtuttgsdicustc.) Das Präsidium der lrainischen Fiuanzdircktion hat den Evidenzhaltungseleven Alois Lusiu zum Evidenzhaltnngs-geometer zweiter Klaffe in der elften Nangstlassc ernannt. — (Zur sanitären Lage in Lailiach.) Wie wir einem in der gestrigen Gemeinderatssitzung mitgeteilten Berichte des Stadtphysitates entnehmen, kann die sanitäre Lage der Stadt Laibach auch in der Berichts-pcriodc vom 15>. April bis 15. Mai l. I. als günstige bezeichnet werden. Unter der städtischen Zivilbevöl-kernng kamen in der Aerichtspcriode 3 Fälle von Diphtherie, die sämtlich geheilt wurden, 1 Fall von Scharlach nnd 1 Fall von Genickstarre vor, welch letztere gleichfalls der Genesung entgegen- gehen. In den letzten Tagen wurde I Fall von Aauch-tyfthus zur Anzeige gebracht. Aus auderen Gemeinden wurden 6 Personen ins Landesspital überführt, von denen 1 an Scharlach, 2 an Diphtherie, 2 an Trachom und 1 an Bauchtyphns erkrankt waren. Seitens der Militärbehörde wurden 21 Fälle von Banchtyphus und 15 Fälle von Trachom (ägyptifche Augenkrant-hcit) zur Anzeige gebracht. Im Monat April wnrde die Schutzimpfung gegen Blattern durchgeführt. Hiebei wurden 105>1 Kinder zum erstenmal und rund 11.000 Personen wieder geimpft. — (Die Laibacher Studenten- nnd Volksküche) wird am 10. Inni um 6 Uhr abends im Vcratuugs-zimmer der katholischen Vnchdruckerei ihre Hauptversammlung mit der üblichen Tagesordnnng abhalten. — (UngliilksMc.) Am 2ll. d. M. stieg ein Frän-lein auf den längs der Eisenbahnstrecke in Tivoli angebrachten hölzernen Zaun, um den vorbeifahrenden Zug zu betrachten, glitt aber aus und zog sich beim Sturze einen Armbrnch zn. — Auf den« Schloßberge fiel ein Schüler unglücklicherweife uuter die Ruiue nnd brach sich den linken Unterschenkel. — Auf der Poljanastraße wurde ein ^jähriger Knabe von einem Fnhr-wcrtspserde zu Boden gestoßen nnd schwer verletzt. — In der Nähe des Schlußberges wollte ein Schüler über ein Gebüsch springen, glitt aber ans nnd fiel so unglücklich, daß er sich das linke Bein brach, — Die sieben Jahre alte Fabritöarbeitcrstochtcr Anna Fuchs-jäger wollte anf dem Marienplatz von einem bespannten Milchwagen ihre Handtafche nehmen und stieg auf ein vom Wagen hervorragendes Brett. In diesem Augenblicke trieb aber die Wagenlenkerin die Pferde an, das Mädchen kam mit dem Fuße zwischen die Radspeichen nnd erlitt mehrfache Beinbrüche. — (Lcbcnsmitteldiebstahl.) Iu der letzten Zeit wnrdeu einer iu der Gerichtsgasse wohnhasten Partei aus dem versperrten Kelleradteil nach und nach ein Topf enthalteud Z0 Icz; Schweinefett, einc größere Anzahl Cereswürfel, bei 20 kx Reis, 8 Flaschen Tafelöl nnd 12 kg Salz entwendet. Vom Täler fehlt jede Spur. — (Verhaftung eines Fahrraddiebes.) Diesertage wnrde auf dem hiesigen Hanptbahnhofe der Arbeiter Johann Lesloväet ans Cilli verhaftet, weil er mit dein Schnellzuge von Littai nach Laibach ohne Fahrkarte gekommen war. Die Polizei erkannte in ihm den Mann, der vor einigen Tagen in der Metello-gasse ein 100 X wertes Fahrrad entwendet hatte. LeskovZel war nach eigenem Geständnisse mit dem Rade nach Eilli gefahren, wo er es einein Mechaniker um ^2 X verkaufte.. — (Fahrraddicbstä'hle.) Einem Vmmcister wnrde diesertagc ein Fahrrad entwendet, das er vor der Landwcyrtaserne stehen gelassen hatte. Das Rad, Marke „Union", hat Frcilauf, ist schwarzlackiert, hat eine nach aufwärts gebogene Lenkstange, grüne Streifen in den Felgen und trägt die Fabrilsnummer 21.62!). Weiters wurde ein vor einem Gefchäfte iu der Linger-gasse steheu gelassenes Fahrrad mit gebogener Balance nnd roten Handgriffen entwendet. Die Glocke trägt die Auffchrift Marija Rozman, Stozice. — (Verstorbene iu Laibach.) Agnes Kukoviö, Marktauffeherswitwe, :i7 Jahre; Alois Manfreda, Maschinistenswitwenfohn, 5 Jahre; Katharina Bu/iö, Inwohnerin, 72 Jahre; Katharina Iereb, Sträfling, 42 Jahre; Anton Vuöar, Kaufmann, 64 Jahre; Maria Kos, Straßenmeisterstochter, 19 Jahre; Josef Gosar, Vcrzehrungssteuerbestcllter, 47 Jahre; Maria Lamovec, Stadtarme, 86 Jahre. Kino Zentral im Laudestheatcr. Das Programm, welches heute im Kiuo Zentral vorgeführt wird, ist sehr reichhaltig und erscheint als Hauptuummer das Schlagerlustspiel in drei Akten «Hansund Hanni»,dcm von Berlin nnd Wien ein gnter Ruf vorausgeht. Hanui Weiße spielt die Hauptrolle uud besorgt dies in der ihr eigenen Ausgelassenheit. Ihr Partner spart gleichfalls nicht mit der frohen Lanne. Wenn an einem Filmwert Hanni Weiße, Max Mack uud der geniale Reinhardt, Schauspieler Haus Waßmann mitwirken, so verleiht schon dieser Umstand dem Werte einc gewisse Zugkraft, die noch erhöht ist, wenn bei der Schöpfung des Werkes Humor uud Lauuc Pathe gcstaudeu siud. Samstag «Vereinte Herzen», ein Liebesroman in drei Akten. Der Schustcrpriuz, Lustspiel iu vier Akten von Dr. Stephan Hans mit A. Rott in der Hanptrolle, uud das dreiaktigc Drama „Das Geheimnis des Sees'' ist nur heute im Kino Ideal zu sehen. — Morgen nur bei der ^ Uhr-Vorstellnug „Die Wuuder der Chirurgie." Durch Aulegcn von Prothesen (künstlichen Gliedmaßen) kann ein Mann, der beide Hände nnd Füße verloren hat, seine Bewegungsfreiheit wieder erlangen. Anßerdem noch zwei Schlager in je drei Akten zu fehen. Laibacher Zeitung Nr. 120 ____________________920_________ ______________________28. Mai 1915 Der Arteg. Telegramme des k. k. Nelegraphen-Korrespondenz Bureaus. Österreich-Ungarn. Von den Kriegsschauplätze«. Wien, 27. Mai. Amtlich wild verlautbart: 27. Mai. Im Namne von Przemnsl dringen die Verbündeten vor. Östlich iliadymno eroberte das sechste Korps den Ort Menowice, »nachte MM Gefangene ,md crl>eutcte sechs Geschnllc. Südöstlich PrzcnnM drangen die ucrl'ündcten Tmppen in die feindliche Hauptvcrteidignugsstcllung ein, warfen die ^lnfsen zurück, «nachten 2<-!Ml Ersonnene und erbenteten elf Maschinengewehre. Südöstlich Drohobycz durchbrachen die verbündeten Truppen des (Generals von Linsinnen die feindliche Frontlinir lind haben die Russen zu»n !>iüttznge gezwungen. ^ Südwestlicher i»triegsschau-platz: In Tirol begann der Feind an einzelnen Punltcn südöstlich Tricnt die (Grenzwerte mit schwerer Artillerie zu bcschiesien'. Vei Enprilc i»l (surdeuola Tale wurden zwei italienische Kolnpnilicu durch Maschineugewchrfeuer vernichtet. An der Kärntner (kreuze erfolglosem feind» liches Artillcriefencr. )u» Küstcnlnndc ülirrschritlcn die Italiener au inehrcren Stellen die (Grenze. Feindliche gegen unsere Stelluugcn vorgedrungene Abteilungen wurde» zmiuigeworfen. Der Stellvertreter dc^. Ehcss des Generalstabes: u. Hü for, FM^. Der Kaiser über unsere Armee. Wien, 26. Mai. Tic Nathauslollcspoudcuz meldet: M.rgermeistcr Dr. Weislirchucr und die Vizebürgcr-meister crfä)ienen bei Seiner Majestcit dem K a i s c r. Der Monarch ciupsing oic Äborduuilg der Wiener C>ie mciudeverlreiuug iu übcraus hulduullcr Wcisc >l»d reichte dc>u Vürgcrmcislcr dic Hand, der au Seine Majestät eine Ansprache richtete, in der er zuuüchsl namens dcs Wiener Stadtralcs sowie der gesamten Wiener Beuöltc lung die liuvergäuglichcu Gcsiihlc hiugcbuugsooller Treue l'nd nie vcrsagcude» Opscrmules uulerblcitelc. Er sührtc aus: Die beste Zuucrsichl, »selche aus den Wollen dcö kaiserlichen Mailiseslcs zu lins gesprochen hat, ist in unseren Herzen tief verankert. Eine gerechte Sache, sin die wir kämpfe», muß zum fchlicßl icheil Siege führen. Von diesem Gcdaulcu »vnrcu cuich die Huuderllauscildc von Wienern bcsccll, die gesteru ubcuos den Manen jcuer Heldcu huldigten, die gcgeu linsten neuen Feind ja unsterbliche Siege errungen haben. Huudcrttausendc von Wienern haben gestern vor dcm Denkmal des Feldmarschalls Nadehty (5urcr Majestät, unserer glorreichen Armee und siegreichen Flotte begeistert gehuldigt. Durch Zehu >triegsmoualc führen wir auf Grund der Eiumülig-teit und Einigkeit aller Gcmcindcratsparteien die Ver-waltllugsgeschüsle d«'r Stadt und mühen uns, den Gang derselben uud das Wirtschaftsleben iu Wien trotz aller Hemumifsc des Krieges aufrecht zu erhalte». Eure Ma jcstät, wir werden durchhaltcu' -^ Seine Majestät der Kaiser geruhte allerguädigsi zu erwidern: Es freut Mich herzlich, die Herren bei Mir begrüßen zu löuucu und Ich daukc Ihucu. Ich verfolge geuau die Tätigkeit der Gemeiudcverwaltuug uud spreche Ihueu, Herr V-ür-germeister, deu Vizcliürgcrmeisleru liud allen Fuullioiiä' ren der Gcmeiudc Mciucu herzlichen Dank uud Meine vollste Auerkeummg aus. Ich fühle Mich verpflichtet, auch dcr gesamte» Wieuer Bevölkerung zu daukcu, welche die ^cidcu uud Unbilden, dic der Krieg »otweudigcr-weise im Gefolge hat, mit geduldiger Hiugcbuug liud bewuuderungswürdigem Opfermute erträgt. Sie uud die Bevölkerung löuucu auch stolz sein auf die Wieuer Regimenter ohlic Unterschied dcr Waffengattung, welche iu bewährter Tradition todesmutig gefochten uud au dcu errungenen Siege» reiche» Antei! habe». Überhaupt hat unsere ganze Armee Auherordeutliches geleistet. I>l6-besondere stellten dic Kämpfe in dcu Karpathen die größten Anforderuugeu au die Truppen. Mau würde es nicht für möglich gehalteu habeu, welche Strapaze» Meine Truftpeu aushalteu. — Der Kaiser verabschiedete die Herren iu äußerst gnädiger Wcisc. Sciuc Majestät sieht gläuzeud aus und befindet sich bei bestem Wohlseiu. Dcr Thronfolger im Hauptquartier. Wien, 26. Mai. Aus dcm Kriegspressc.iuarticr wird gemeldet: Herr Erzherzog Karl Fruuz Josef ist heulc von Wien im Standorte des Armecobertmumaudos eiu-Uelangt. Die Ergänzungoprüfnngc« für den Cinjährig.^rei-willigcndiensi. Wien, 2t»euzrl „^ulco Michelel" ein mil Soldaten dichl l>cscltteo und mii rincm (beschul» auogcstallcleo Faluzvng, das eine 5.'unimui» v«,»sl,chcn sulltc, nach Boornn uuo ueschusj gleichzeitig die .^afcn stadt. H»»rch das Feuer, wmnil wir die Attion bennt wullelen, wlnücn l^i» Osjizirr und l<> Soldaten n»s Feindesseite gclölel und <üns verwundet. Das Schiff jclbst wurde von uno «nil Beschlag belegt und ans Land gezogen, hiebei wnrdc« dao Gcschül«, acht G^wehrr und einr Muniliunstisie nliculcl. Fünf urrwnndetc Franzo sen wurden von un« ins Kpilal geschafft. Anf unserer Seite sind drei Holdalen «nd zwei Zivilpersonen mrlrl«! N'urdr«. Auf den übrigen Kriegsschauplätzen nichts von Bedrulnng. Das englische Liuienschisf „Majestic" in den Grund gebohrt. Konstantinupel, 27. Mai. Dus englische Linienschiff „Majestic" wnrde bei Kedilbahr in den Grund gebohrt. Znr Torpedirruug des ruglischen Panzerschiffes „Triumph", Konftantinopel, 26. Mai. Das Hauptquartier veröffentlicht folgenden Bericht über die Torpcdieruug des cuglischcn Panzerschiffes „Triumph": Aiu 25. d. M. uachuliltags fuhr das euglische Pauzerschisf „Trillmfth" mit herabgelassenen Schutzuetzeu au^ Arivurnu zu. Es war llar, daß es dic Stelluugcu uusercr Truftpeu, dio dort scit Euoc uorigcu Monates gegcu die, Eugläuder käuipseil, beschieszeu wollte, ^wei Torpcdotiootzerstörcr bcglcitelcil das Kriegsschiff, während ei» Pauzerschisf vom Typ „Veugcance" iu gcriugcr Eutscruuug hielt und mchrcrc Zcchörer solvic Auisubootc auf hohcr Sce führte, »m die beidcu zlricgoschisse gegen Angriffe von Unter-sceboulcu zu schützen. Trotz dieser außcrordcutlicycu Bor-sichlsmaßrcgclu gelang es einem der Mariuc uuscrcs delitschcil Vcrbüudetell, ungehörigen Unterseeboote, ohne entdeck! zu werden, den „Triumph" nuzugreifeu. Das vom Uutcrseeboot abgcschusscuc Torpedo durchdraug die Tchisfonetze des Panzcrschisseü uud cWlod'^ertjc mili>, schisss. Sofort üachdem dus augcgrisfcuc Schiss torpediert wordeu war, ucigtc es sich zur Seite und sein Deck tauchte ins Wasscr. Neun Miuutcu darauf legte sich das Schiss liud »ach wcitcreu. 2<1 Miuliteu, uachdeul es uoch mit dcm >tiel uach obcu aus der Wasjcrstächc gcschwoui-men war, verschwand »:s gäuzlich. Ein Teil der Bc satzuug, dcr sich auf Deck gefchwuugen hatte, wurde vou den Torpcdobootzcrstöi'ern uud audcren herbeigccillcu Schiffen gcrcttct. Obwohl cs sehr leicht gcwcsen wäre, die schwimmcüdc» fciudlicheu Matrosen durch Schrapnells zu töten und dic Rettungsboote zu zerstüreu, habcu liusere Artilleristen, ihrl.mi edlen Meuschlichkeitsgefühle gchorcheud, die Rettuugsarbcitcu uicht bchiudert. Uach Schluß des Klattes eingelangt. Wien, 27 Mai. TtcMusle^uug der <1.'l bis 5>0jäh-ligen wurde weiter verschoben. Hingegen siudcl die Musleruug dcr im Jahre l897 Gcborcucu vou> 16. Juni bis 1. Juli 1!)15 statt. Die letzteren habeu sich voul 24. Mai bis zum 10. Juni beim Gemcindeamte, bezw. Ctadtumgistrat zu mcldcn. Zara, 27. Mai. Heute erschien unter der Fnhruug des Bürgermeisters Ziliottu der gesaulte Gemriudcrat beim Statthalter, um anläßlich des Kriegsfalles mit Italien den uuwandelbareu Gefühlen kaisertreuer patriotischer Gesinnung der Bevölkerung Ausdruck zu geven uud zu versichern, daß die Bürger mit ganzen Kräften für den Herrscher und das angestammte Vaterland eintreten werden. Die Deputation bat, diese Kundgcduug an die Stufen des Allerhöchsten Thrones gelangen zu lafsen. In alleu anderen größeren Stadteu Dalmatiens fanden Loyalitätslimdge-bungen statt. Rom, 27. Mai. Dcr König erließ nachstehcudeu Tagesbefehl: Dic feierliche Stunde der Vcrwirtlichung llilsercr uatioualen Ausprüchc hat geschlagcu. Nach dciu Vorbild mciueS großcu Vorsahreu überilehluc ich hclite deu Oberbefehl über die ^and- und Secstrcitt'räfte mit dein sichcrcu Vcrlraucu auf dcil Sieg, den eure Tüchtigkeit, Opsersreude uud Disziplin crluugeu wcrdeu. Der kliegserprobtc ^ciud lvird euch zäheu widerstand cut-gcgcusetzcu, ubcr cucr uubezivliugcuer Vorwärlsdraug >vird ihn sicherlich zu übcrwiudeu uernlögcn. Euer wird dcr Ruhm seiu, die itulicuischc Trikolore auf heiligen User» (Ulszupsllmzeu, uou denc» die Grenzen uuseres Vaterlandes bezcichuel uierdeu, cuec der ^iuhm sein, ludllch das ^>e,rt zli uolleudcu, das liuscrer Välcr -Vel-ocumut begouuen. Nom, ^!7. Mai. Der Köuig überuahul den Ol>er-licfcyl über die ^iano- und Seestrcttträste und reiste hcute lluchls »us große GeuerlU^uarlicr ad. ^aul eiuer löuigllcheu Belsüguug lvuroc der Oyeim des Küuigs, Tomaso di Sauoia, herzog uon Genua, sür die Hm seiner Abwesenhcil zuiil Generalstelluenreler eruaultt. Nom, ^7. Mai. Im Hinulläe auf dell Kriegs-zustand mit Osterreich-Uugarn und auf deu Umswud, daß eiuige albanische Hasen der heiuillcheu Versorgung llenierer Kriegöschlsse der österr.-ungar. Marine dienen, wnd am ^!l). Mal sür die österr.-ungal. Küste vuu der italieuischen Grenze dis zur muuteuegriuischeu Grenze uud sür die Küste Albaniens von der moute-negrmischen Greuze bis einschließlich Eap Kyephalla die effektive Äloctade gehalten werden. Wien, 27. Mai. Die italicuischcn Blätter bezeig ucn als ualürlichc Grenzen Italiens crucul deu Brcuuer und die südöstliche Endlinie des gesamlc» ösierreichisch-ungarischen Adriagebietcs. Lugano, 27. Mai. Dic österreichisch-uugarischcn klousulu, welche iu Piaccuza festgehalten wurde», siud lllif Befehl dcr Regierung frcigclasscu )vordcu uud uach der Schweiz abgereist. Rom, 27. Mai. Sei! gcsleru weht auf dein öslcr-reichisch-ungarischeu Votschastcrpalais die italieuische Fahne. Die Gemcindevcrwaltuug von Tiuoli eignete sich die Villa Este durch uotaricllcn Akt an. Oberst Pepiuo Garibaldi bildet mit seiner Gefolgschaft einen Teil der sogenannten Alpcnbrigadc. Lugano, 27. Mai. Die Blätter Italiens vcrschwci-geu dcu Sieg bei Przcmysl. London, 27. Mai. „Eentralnews" melden aus Petersburg, daß dort ungeheuere Begeisterung über den Anschluß Italiens an die Alliierten herrsche. Vor der italienischen Botschaft fanden große Demonstrationen statt. Der Botschafter erklärte, Italieu fei stets auf feiten der Euteutc gestanden. Athen, 27. Mai. Die Perfidic Italiens nud die Sicherheit, daß es gefchlagen wird, sowie eiu gesunder, auf beiderseitigen Differenzen beruhender Haß beginnt die Prcffe zu erfüllen. Das dcr Negierilug nahestehende Glatt „Neon Asty" sagt, Pfeile der Verleumdung hätten die Krankheit des Königs erschwert, doch habcu sie Griechenlaud vor Verlusten gerettet uud vor der diplomatifchcn Demütigung bewahrt, Italieu ""i Kooperation zu bitten. London, 27. Mai. Das Rentcr-Vluecm aus Kairo betont deu großen Verlust britischer Offiziere bei der Landung in Sedil-Vahr. Tchcran, 27. Mai. Infolge des drohcudeu Eha-rakters der Agitation in Persien verstärkte Rußland feine Truppen in Kaswi uud Ohoj. Velaalworttichel Aedalkur: Nllwn 3 uNt < t. Laibacher Zeitung Nr. 120____________________________921___________________________________28. Mai 1915 Amtsblatt. 1311 ' 8» 13/15/33 Beschluß. Ausgleichsverfahren wider Rosa Worm, gahrzeughändlerin in Laibach. Ta die Ausgleichswerberin bei der Auegleichstagsatzung am 20. Mai 1915 für den Ansgleichsantrag zwar die Kopf-mehrhcit, nicht jedoch anch die erforderliche Dreiviertelmehrheit der Forderungen er-reichi hat, wird über deren Begehren (§ 42 Abs. 2 Ansgl. Ordg.) znr aber° maligcn Abstimmung über den Ausgleichsantrag eine neuerliche Tagsatzung auf den 10. Juni 1915 vormittags 11 Uhr bei diesem Gerichte, Zimmer Nr. 123, festgesetzt. 6. k. Landesgericht Laibach, Abt. III., am 21. Mai 1915. 1313 L 3/15/6 Oklic. Franc Kolbezen, posestnika sin iz Loke. postavil se je vsled sodno do-gnane slaboumnosti pod skrbstvo. Skrbnik: Jožef Schweiger, posestnik v Loki štev. 10. C. kr. okrajno sodišèe v Èrnomlju, odd. L, dne 21. maja 1915. 1287 E 40/15/6 Dražbeni oklic. Pri podpisanem sodiaèu v sobi st. 5 se vrši dne 21. junija 1915 ob 9. uri dopoldne prisilna dražba zemljišè vlož. št. 5 in 149 k. o. Rovte, obstojeèih iz hiše St. 69 v Rovtah, dveh njiv in enega pašnika. Pritiklin ni. Cenilna vrednost znaša 1917 K 62 h, najmanjši ponudek pa 1278 K 42 h; pod tern zneskora se ne prodaja. Dražbeni pogoji in druge listine so na vpogled med uradnimi urami pri tern sodišèu, v sobi St. 5. C. kr. okrajno sodišèe v Logatcu, odd. II., dne 15. maja 1915. 1286 E 201/15/9 Dražbeni oklic. Dne 1 3. julija 1915 predpoldne ob 10. uri bo pri tem sodišèu, v izbi st. 26, dražba nepre-miènin vl. St. 137 k. o. Ljubno, hiša in sadni vrt. Cenilna vrednost 1205 K 50 h. Najmanjši ponudek 803 K 67 h; pod najmanjŠim ponudkom se ne prodaje. C. kr. okrajno sodišÈe v Radovljici, odd. II., dne 15. maja 1915. 1294 P 94/3/14 Oklic. Alojz Mrzel, posestnik v Storovju, St. 43, se je izpustil iz skrbstva radi blaznosti in je sedaj samopraven. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji, odd. I., dne 21. maja 1915. 1296 E 191/15/9, E 59/15/16, E 887/14/7. Dražbeni oklic. Pri tej sodniji se prodajo na javni drazbi v 8obi št 26: *¦) Dne 30. rožnika 1915, ob 11. uri dop. zemljišÈe vlož. št. 64 ^k. o. Boh. Bistrica, obstojeèe iz hiše, vrta, gozda ter srenjskih pravic; 2.) dne 2. jnlija 1915, predp. ob 11. uri vl. §t. 436 kat. obè. Begunje, obstojeèe h vile v švicarskem ßlogn, gospodarskega poslopja in vrta z lopo; 3.) a dne 9. julija 1915, ob 10. uri dop. zemljiSèe vlož. Št. 81 k. o. Brezje. obstojeÈe iz dveh hiš z gospodarskimi poslopji in dvorišÈein, vrtom, stavbišÈ, travnikov in njiv, pašnikov in vrtov; 3) b vl. Št. 184 iste k. o., obstojeèe iz gozdov; 3 c vl. št. 200 iste k. o., obstojeèe iz njiv, travnikov in pašnikov. NepremiÈnine so cenjene na in sicer: ad 1.) 5920 K 12 h, ad 2.) 23.578 K 60 h, ad 3.) a 59.050 K 25 h, ad 3.) b 711 K 58 h, ad 3 c 2825 K 71 h. Najmanjši ponudek znaša ad 1.) 8946 K 74 h, ad 2.) 11.790 K, ad 3.) a 43.682 K 84 h, ad 3.) b 474 K 38 h in ad 3.) c 1883 K 80 b. Pod najmanjšimi ponudki se ne prodaja. C. kr. okrajno sodišèe v Radovljici, odd. II., dne 24. maja 1915. 1289 CIV, 193/15/3 Oklic. Zoper odsotnega Franca Žužek, kleparja na Bledu, se je podala pri c. kr. okrajni sodniji v Ljubljani po Fr. Stupica v Ljubljani tožba zaradi 506 K 92 h s prip. Na podstavi tožbe doloèa se narok za ustno razpravo na 1. junija 1915 dopoldne ob pol 10. uri, soba St. 38. V obrambo pravic Franca Žužek skrbnikom postavljeni Ivan Stiene, c. kr. davÈni pristav v pok. v Ljubljani, bo zastopal toženca toliko èasa, dokler se on ne oglasi pri sodniji ali ne imenuje pooblašèenca. C. kr. okrajna sodnija v Ljubljani, odd. IV., dne 18. maja 1915._______ 1278 E 137/14/13 Dražbeni oklic. Dne 21. junija 1915 dopoldne ob 9. uri se vrši na lieu mesta posameznih parcel v Lažah dražba zemljišèa vlož. štev. 37 k. o. Laže po po8ameznih skupinah, oziroma parcelah. Cenilna vrednost nepremiÈnine s pritiklino vred znaša 10.876 K; naj-manjši ponudek znaša a/3 cenilne vrednosti posameznih skupin, oziroma parcel; pod najmanjšimi ponudki se ne prodaja. Dražbeni pogoji in vse druge listine, ki se tiÈejo te nepremiÈnine, so na vpogled pri tej sodniji med uradnimi urami v sobi St. 17. Pravice, katere bi ne pripnšèale dražbe, je oglasiti najpozneje v dražbenem obroku pred zaÈetkom dražbe, ker bi se sicer ne mogle uveljavljati na škodo dobrovernemu zdražitelju glede* nepremiènine same. 0 nadaljnih dogodkih dražbenega postopanja se obveßtijo osebe, katere imajo sedaj na nepremiènini pravice ali bremena ali jih zadobe" v teku dražbenega postopanja, tedaj samo z nabitkom pri sodniji, kadar niti ne stanujejo v okolišu spodaj ozname-njene sodnije, niti ne imenujejo tej v 8odnem kraju stanujoèega poobla-šèenca za vroèbe. C. kr. okrajna sodnija SenožeÈe, dne 8. maja 1915. 1231 3-2 Nc I 167/15/3 Amortizacija. Po prošnji gospoda Adolfa Eberl pleskarja in hišnega posestnika v Ljubljani, uvaja se postopanje v namen amortizacije nastopne, po prositelju baje izgubljene deležne knjižice št. 12 v saldo vrednosti dne 1. januarja 1915 523 K 75 h obrtnega pomožnega društva, registrirane zadruge z ome-jeno zavezo v Ljubljani. Imetnik deležne knjižice se toraj pozivlja, da uveljavi svoje pravice,' ker bi se sicer o isti po preteku 1 leta, 6 tednov in 3 dni po dnevu tega oklica izreklo, da nima moèi. C. kr. okrajno sodišèe v Ljubljani, odd. I., dne 13. maja 1915. 1248 Firm. 303, Gen. VI 79/5 Premembe pri že vpisani zadrugi. V zadružnem registru se je vpi-sala dne 14. maja 1915 pri zadrugi: Živinorejska' zadruga v Tunicah, reg. z. z omej. z. naslednja prememba : 3—1 Sklenila se je na obènem zboru dne 28. februarja 1915 razdružba zadruge in vkrenila likvidacija. Firma se bo glasila kakor doslej z dostavkom besedi „v likvidaciji." Likvidacijo bodo izvršili sedanji Èlani naÈelstva. Upniki naj se zglasijo pri zadrugi. C. kr. deželno kot trgovsko sodišèe v Ljubljani, odd. III., dne 14. maja 1915.__________________________ 1251 Firma 307, Rg. A II 142/1 Vpis firme posameznega trgouca. Vpisalo se je v register dne 14. maja 1915 sodež firme: Postojna, besedilo firme: M. Lavrenèiè, obratni predmet: trgovina z dežel-nimi pridelki imetnik (I): Maks Lavrenèiè, trgo-vec v Postojni. C. kr. deželno kot trgovsko sodišèe v Ljubljani, odd. III., dne 14. maja 1915.__________________________ 1305 Firm. 325, Gen. II 164/38 Fremembe pri že vpisani zadrugi. V zadružnem registru se je vpi-sala dne 21. maja 1915 pri zadrugi: Mlekarska zadruga v Zagorju pri Št. Petru na Kranjskem, registrirana zadruga z omejeno zavezo, naslednja prememba: Izbriše se Andrej Kenic. Spremenila so se zadruzna pravila v §ih :i, 38 in 44. Odslej se sklièe obèni zbor potom razglasa v listu „Kmetoralec", izha-jajoèem v Ljubljani in z naznanilom, nabitim v zadružni mlekarni. V obeh je objaviti predmete obravnavanja. Obèni zbor se razglasi na obièajni naèin pred cerkvijo. C. kr. deželno kot trgovsko sodišèe v Ljubljani, odd. III., dne 21. maja 1915.__________________________ 1307 Firm. 329, Gen. II 32/48 Premembe pri že vpisani zadrugi. V zadruznera registru se je vpi-sala dne 21. maja 1915 pri zadrugi: Hranilnica in posojilnica v Cerkljah, registrirana zadruga z neomejeno zavezo, naslednja prememba: Izbriše se Franc Kepic, vpiše pa Janez Nagliè, posestnik na Sp. Berniku St. 60. C. kr. deželno kot trgovsko sodišèe v Ljubljani, odd. III., dne 21. maja 1915.__________________________ 1304 Firm. 328, Gen. II 92/26 Premembe pri že vpisani zadrugi. V zadružnem registru se je vpisala dne 21. maja 1915 pri zadrugi: Kmetijsko društvo v Yipavi, registrirana zadruga z omej. zavezo, naslednja prememba: Izbriše se Franc Furlau, vpise pa Jožef Premern, posestnik v Orehovci, St. 36. C. kr. deželno kot trgovsko sodisèe v Ljubljani, odd. III., dne 21. maja 1915. Dražbeni oklic. E 982/u 7 Dne 6. julija 1916 dopoldne ob 8. uri bo na lieu mesta na Posavcu St. 10, dražba sledeèih nepremiènin: Cenilna Najmanjši VI. St. Z^!fŠaka PgtrCl Ornaèba nepremiènin vrednost ponudek K | h K | h ' 183 Ljubno I. Bkupina: ' i 282/4 starišèe s bišo 20.084 GO 238/3 trarnik 80 10 282/1 » 400 50 282/3 Btavišèe z žago 1553 10 282/5 dvorišèe 291 — 282/6 ledeoica 963 80 280/2 njiva 1005 75 280/4 kegljišèe in hler 1848 55 282/2 trarnik 71 55 280/3 njira 60 80 26.359 75 17.573 16 II. skupina: 238/2 travnik 11 90 7 92 | III. skupina: 355 trarnik b kozolcom 450 78 356/1 njiva 139 14 j 356/2 nerodovitno — — 589 92 393 28 IV. skupina: 381 njiva 288 96 382/1 travnik 44 22 ' 382/2 nerodovitno 6 | 90 383/1 gozd 3 1 24 383/2 nerodovitno — — 343 32 228 88 V. skupina: 408/1 gozd 1091 25 727 50 VI. skupina: j 408/2 njiva 412 — j 408/3 travnik 692 ! 46 409 » 521 82 1626 28 1084 18 1 VII. skupina: I 10H gozd 1367 40 911 60 VIII. skupina: 1015 gozd 1188 ! — 792 — skupaj . . . 32.577 82 21.718 6* i 1 ! rod najmanjsim ponudkom se ne prodaje. C. kr. okrajno sodlšèe v Radovljici, odd. II., dne 18. maja 1915. Laibacher Zeitung Nr. 120______________________________922______________________________________28. Mai 1915 — (Vom Gisenbahnzug überfahren nnd getötet.) Sonntag abends wurde auf der Eisenbahnstrecke Laibach - Krehnitz im Kilometer 405 5 bei der Kreuzung zweier Züge der zehn Jahre alte Urban Cabezar aus Kreßnitz überfahren und getötet. — (Gelddiebstahl.) Der Besitzerin Maria Vretar in St. Paul bei Dobrunje wurde während ihrer Ab« wefenheit aus der versperrten Wohnung ein Geldbetrag von 400 Kronen gestohlen. Vom Täter fehlt jede Spur. — (Unfall.) In Mariafeld setzte sich der sechs Jahre alte Knabe Franz Node beim Strohschneiden auf den Göpel, während ein zweiter Knabe die eingespannten Pferde antrieb. Hiebei geriet Rode zwischen die Räder und es wurde ihm das rechte Bein gebrochen. — (Ein Feinschmecker.) Samstag abends kam eiu Maurerlehrling mit einem Burschen in ein hiesiges Delikatessengeschäft und wollte Abschnitzel kaufen. Während er auf die Bedienung wartete, füllte er sich die Taschen mit Schokolade und Zuckerwaren an, wurde aber ertappt und festgenommen. Auch an vorhergcgan^ genen Tagen soll dieser Vnrschc mit seinem Begleiter unter dem gleichen Vorwande im Geschäft erschienen sein und Dicbstähle verübt haben. Der zweite Bursche entkam. Mit 1. Juni 1915 öeginnt ein neues Abonnement auf die Haibacker Teilung. Die Pränumerations'Nediugungen bleiben unverändert und betragen: mit PoNveisendung: für Kaibach, abgeholt: ganzjährig . . »U Ii — Q ganzjährig . . 22 li — b halbjährig . . Rli > — » halbjährig . . IR > — » vierteljährig . 7 » 5V » vierteljährig . 5 » lltt » monatlich. . . H » lift » monatlich. . . K » 85 » Für die Zustellung ins Haus für hirsige tlbonnenten per Jahr 2 Kronen mehr. Die P. T. Abonnenten werden höflichst gebeten, den Priinumcrationsbctrag für die «Laib. Zeitung» stets rechtzeitig nnd in vorhinein zn entrichten, da sonst die Zusendung ohne weiteres eingestellt wird. MW^ Me ?,»nume«lio« »ettlige wollen portolle» l«gt5en Statt zeder besonder,.'»! Anzeige. > Vom tiefsten Schmerze gebeugt, geben wir erschüttert die Nachricht, daß es Gott dem Allmächtigen > gefallen hat, in dieser schweren Zelt unseren engelsguten Gatten, innigftgeliebten Vater und Schwiegervater, > teueren Sohn, den Herrn > k. u. k. Mazor ö. M. ! Besitzer der Bronzenen Verdienstmedaille, des Offiziersdicnstzeichcns II. Klasse, > Angmentationsoffizicr des Inf.-Reg. Nr. 17, D heute um '/,3 Uhr morgens aus seinem, treuer Pflichterfüllung gewidmeten Wirkungskreise, nach kurzem > Tobeslamvfe in seinem 54. Lebensjahre unerwartet zu sich zu nehmen. > Die irdische Hülle des uns so lieben, unvergeßlichen Heimgegangenen wird Samstag den 29. Mai > um 5 Uhr nachmittags in der Leichenhalle des Landes'Kranleichauses feierlich eingesegnet nnd hierauf auf > dem Friedhof zum Hl. Kreuz zur letzten Ruhr beigesetzt. I Laib ach, am 28. Mai 1915. I Marie Eerauiö, Gattin. - Vlilta Veraniö, Tochter. — Unna und Theodor Veraniv, Eltern. > Helene, Vlarica und Mile Ceraniö, Geschwister. — Gmma Haas, geb. Gchmidmayer, Sti»f. > tochter. — Joses HaaS, Bureauleitcr, Schwiegersohn. Liublianska kreditna banka. - Laibacher Kreditbank. Aktien-Kapital 8,000.000 Kronen. Reserve-Fonds rund 1,000.000 Kronen. Oe^elsäftsstelle der K. 1*. öeterr. Kla«sen-Ijottei*ie Filialen In Spalato, Klagenfurt, Triest, Sarajevo, Görz and Cllll Empfiehlt den Ankauf von Losen für die I. Klasse der IV. k. k. österr. Klassen-Lotterie. 2El«*l»-nungr nun ©• nnd 1O>* Jivivii 1915« Preis: V, Los K 40'—, 7, !'O,s K 20'-, 7« Lob K W—, Vs Los K ö>- Übernimmt als Mitglied des österr. Konsortiums Anmeldungen zur Subskription der 5'/,% österreiohlsohen Kriegsanlelhe vom Jahre 1915 zn den Originalbedingungen. 1202 26—7 kssssssss Die Subskription dauert bis zum 29. Mai 1915. — ST GEGEN ANSTECKUNG müssen wir uns umsomebr schützen, als jetzt die verschiedenen ansteckenden Krankheiten, wie: Scharlach, Masern, Blattern, Cholera, Typhus, mit erhöhter Kraft auf treten. Deshalb verwende man überall, wo solche Krankheiten vorkommen, ein gutes Desinfektionsmittel, welches in jedem Haushalte bei Bedarf vorhanden sein muß. Das zweckmäßigste Desinfektionsmittel der Gegenwart ist laut Untersuchungen der Institute von Prof. Löffler, Liebreich, Proskauer, di Ve8tea, Vas, Pfeiffer, Vertun, Pertik etc. unstreitig das LYSOFORM welches geruchlos, uugiftig und billig ist und durch jede Apotheke und Drogerie in Originaläaschen (grünes GlaB) zum Preise von 90 Heller geliefert wird. Die Wirkung des Lysoform ist prompt und sicher, weshalb es von sämtlichen Ärzten zur Desinfektion am Krankenbett, zur Waschung von Wunden, Geschwüren, für antiseptische Verbände und zur Irrigation empfohlen wird. 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