At. 123^ Piänumerati°n«prei«: Im Comptoir ganzj. fi. I', halb!, st. 5 ft0. Filr bic ZuficNuna !»« H«u« halbj. »«ti. Mil d« P«ft »anzj. fi. l5, halt,, st. ? 50, Mittwoch, 31. Mai. Inl zu ernennen geruht. Conrad-Eybesfeld m. p. >G^" Minister für Cultus und Unterricht hat den ^>!telk NeligionSlrhrer am Slaatsgymnasium zu 8'o»3lp^ Joseph Krizman zum wirtlichen Neli-'^ler an dieser Anstalt ernannt. can»?,, 3 ^' ^ Landespräsident hat den Rechtspralti« Kch,^","nz Zbasuik und den Polizei-Concepts- bei d°" ^" Victor Parma zu Conceplspralticanlcn politischen Verwaltung in Kram ernannt. ^Uh^. °m 31. Mai 1882. wurde das VI. Stück bcs ^lscnd/'"Mischen Lanbesgeseyblattes ausgegeben ^3'be!n.hält unter vo,n i "l"d"""s, des l. l. Landesftriisidenten für Krain . ^'".^ Mai 1882, Z 978/in-., womit die Eidesformel lü t>i « 3ischerei-Schuhdienst vorgeschrieben wirb: vun «undmachunss deS l, l. Laudrsfträsidcnten für Krain h».? ^. Vini 1882. Z, 985/pr,. betreffend die zur theil-de« n! Deckung des LaudcSbritrasscs zum Erfordernisse In« ^umdrntlastnngssundcs pro 1882 einzugebende Um« ^°n ^ ^°" !6M. auf die directen Steuern. ^z^r NedactillndesLandesgesehblattcS. Nichtaintlicher Theil. ^chUas^'c>"^ k. Hoheit der hochwürdigst durch. Mister El,?/" H^' und Deutschmeister, Feldzeug-^itglied N "^ Wilhelm hat dem k. k. Kämmerer, ^reichis^ Herrenhauses und Aundespräsidenten der ^'hern'?" Gesellschaft vom rothen Kreuze Karl ferner dem k. k. Major d N. >«U vnm ^'"Präsidenten der österreichischen Gesell-!>lati ^"' kreuze Josef Freiherr« v. Pas->>>vek>r'.. ^^berg und dem k. k. Major in der Schaft ^ ° Vundessecretär der österreichischen Ge» .>r a^" rothen Kreuze Karl Sluta. für ihre ^'lligen V'^n. Leistungen auf dem Gebiete der frei-^. u^°"'"lspflege im Siune des § 5 des Sta-"beidn.zwar ersterem das Marianer-Halskreuz. '" letzteren das Marianer-Kreuz verliehen. Zur Lage. Die «Wiener Abendpost" vom 27. d. M. schreibt: Die „Deutsche Zeitung" alaubt, unsere gestrige Bemerkung, „dass die abgelaufene Legislatur-Periode Resultate zutage gefördert habe, welche der Regierung wie dem Reichsrathe die dankende Anerkennung weiter Kreise der Bevölkerung für alle Zukunft sichern", corrigieren zu müssen. Sie vindiciert nämlich diese dankende Anerkennung lediglich der Regierung und der Rei ch «rath Lmajori tät und hat damit ins Schwarze getroffen; denn duss die Bevölkerung einer Partei zu Danke verpflichtet sein könnte, welche gegen die Erweiterung des Wahlrechtes und gegen den Schuh des heimischen Gewerbefleißes stimmt, ist allerdings schwer an zunehme». Wenn jedoch das genannte Blatt auch die böhmisch sein sollende Frage auswirft, „ob diese dankende Anerkennung der Bevölkerung der Votie« rung der Grundsteuer oder der Gebäudesteuer oder vielleicht der Erhöhung der Petroleumsteuer und des ttaffeezolles gilt", dann hat es offenbar schon ver. gesstn, dass für die Grundsteuer, welche üe lkcw für die überlastet geweseueu Länder, insbesondere Böhmen, eine namhafte Erleichterung involviert, auch gar mancher seiner eigenen Gesinnungsgenossen gestimmt und dass das Gebäudesteuergesrh als eine weitere Etape anf dem Wege zu einer rationellen Reform unserer Steuergesetzgebung, wenn anch nicht in den Spalten der „Deutschen Zeitung", doch in der unbefangenen öffentlichen Meinung eine günstige Ausnahme gefunden hat. Was schließlich die Pctroleumsteuer und den Kasfeezoll betrifft, so haben sich die von der Opposition so grell dargestellten Konsequenzen derselben — zum Leidwesen der „Deutschen Zeitung" und ihrer Gesinnungsgenossen — bisher nicht ein« gestellt und werden sich wohl auch später nicht ein» stellen. Dem Staatsschatze aber sind durch die bezüg-lichen Gesetze neue Einnahmequellen erschlossen worden, welche die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte wesentlich fördern werden. Das „Prager Abendblatt" wirft einen 'Rückblick auf die abgelaufene Legislatur-Periode des Neichsrathes und constatiert. dass dieselbe viel des Nützlichen und Ersprießlichen gebracht habe. Ueberhaupt habe der größte Theil jener wichtigen Fragen, welche gewissermaßen die Signatur des abgelaufenen Sessionsabschnittes gebildet, seine Lösung gesunden. Selbst die Gewerbereform sei durch die Finalisierung der bezüglichen Arbeiten im Ausschusse ihrer endgilti-gen Entscheidung um einen erklecklichen Schritt näher-gerückt." — Die „Neue Zeit" bemerkt: „DerZolI° tarif ist durchgebracht, die Wahlreform ist angenom- men. Der Zolltarif gewährt der Landwirtschaft, den Gewerben und der Industrie den lang ersehnten Schutz, durch die Wahlreform wird der fortschrittlichen Z^it» stlömung Rechnung getragen. Die Frage, ob die Linke gut gethan, beiden Richtungen nicht die entsprechende Rücksicht zu tragen, ja sich denselben direct entgegenzustellen, diese Frage mag die Opposition sich selbst beantworten. In der Bevölkerung ist man sich hierüber schon seit längerem klar geworden." Auch die auswärtige Presse beschäftigt sich in eingehender Wl'ise mit den letzten Debatten in beiden Häuser« des Reichsrathes. Das „Dresdner Iour-nal" discutiert in einem längeren Artikel die W chl« reformdebatte im Herrenhause und bemerkt: „Graf Taaffe schilderte die Mlssstände der gegenwärtigen Wahlordnung und verwies darauf, dass sie in der Regel zur Wahlenthaltung jener Partei führe, welche im vorhinein dazu veiurlheilt ist. ohne Erfolg aus dem Wahlkampfe hervorzugehen. Die Wahlenthaltung, meinte der Minister, sei im constitutiouellen Leben eine höchst bedenkliche Erscheinung. Dieser Bemerkung kann niemand widersprechen. Eine Wahlordnung, bei der nur eine Partei wählt und die andere auf das blohe Nach-sehen angewiesen ist, kann auf leine Sympathien zählen, und die VerfassungKpartei des böhmischen Großgrunb» besitzes, welche bei der letzten Wahl Abstinenz zu trei-ben genöthigt war, lieferte ein wirksameres Argument für eine Reform der Wahlordnung als all? Reden von der rechten Seite des Hauses." Am Schlüsse des Arti» lels heißt es: „Aus den Erklärungen des Minister« Präsidenten wird man mit Befriedigung vermhmen, dass er einer streng constitutionellen Reqierungbweise treu bleiben und Fühlung mit den Parteien behalten wolle und dass er innerhalb des Rahmens des Gesetzes den Wünschen der verschiedenen im Lande bestehenden Parteien gerecht werden zu wollen erklärte. Der Minister fand, das« der Gesetzentwurf iiber die Wahlreform auch der Minorität Gelegenheit gebe, zu ihrem Rechte zu gelangen, und empfahl von diesem Gesichtspunkte aus die Vorlage. Man kann nur wün> schen, dass die nunmehr erfolgte Erweiterung des Wahlrechtes Oesterreich zum Heile gereicht!" — Das «Frankfurter Journal" schreibt: ..Im Herren-hause wurde mit einer Majorität von 1b Stimmen das Eingehen in die Specialberathung über die Wahl-reform beschlossen. Die Debatte, Welche dieses Resultat ergab, war Mar nur kurz, aber die ersten Führer der Parteien griffen in dieselbe ein, so Belcredi. Auelsperg, Schwarzenberg. Leo Thun, auch Ministerp,äs,dent Taaffe. Die Liberalen Verleugnelen ihre frühere Hal« tung und traten der Erstreckung des Wahlrechtes auf die Fllnf'GuloeN'Männer entgegen." Feuilleton. Äunft und Herz. DliglnalMoman von Harriet.Grünewald. (6. Fortsetzung.) IV. »Es bildet ein Talent sich in der Stille. Sich ein Charalter in dem Strom der Welt," k Ei« Goethe, ^se tm. ^Ue Woche war vergangen. In Arnaus K> Kurden Neisevorbereitungen getroffen; der Arzt ^> uV. ^Uen Genefung Lamberts ein milderes V daz ^buet. Man wählte zu längerem Aufent-Mibeil '^"de M..... in welchem der Herbst an ' n!,ck '? ^bk dem wonnigen Frühling kaum ^dlHett und Gottfried waren bereits die unzer- Ij> NaH ^sahnen geworden. Schon am zweiten ^ >T)u" Ankunft des letzteren ward das trau- d°« von machen den Jünglingen gelauscht, und ö kleine ^""" "'"l«te es gestatten, dass Gottfried ^ an n ^"dierzimmer bewohnen durfte, welches N°. Dem ss berts Schlafgemach stieß. ! z M^'nmerzienrath kam der Ausflug nach M.... steile? "' " hoffte, durch fremde Eindrücke sich U?U z>..^""o schließlich Ruhe und Sclbstbeher» "euu^uerlangen. Gottfried sollte natürlich zur b>« ^'e UH?berls mit nach M... . reisen. 'HlNal/n !n 'e s""dle goldige Streiflichter durch l" Bogenfenster des Dachbodens in dem Urnau'schen Hause. Da gab es ein buntes Durch, einander alter Möbeln. Kisten, zerbrochener Porzellan-und GipLgegenstände. auch verdorbene Treibhauspflanzen in riesigen Kübeln und noch eine Unzahl längst aus dem Salon verbannter Luxusartikel, die dichter Staub deckte und über die die Spinnen ihr im Sonnenlichte falbenspielendes Netz zogen, hatte der weite luftige Raum auszuweisen. Aus den Bogenfenstern übersah man das Häuser-meer der Residenz und in weiter, nebelgrauer Ferne ragten die Belgsvitzen eines mächtigen Waldgebirges in den tiefblauen Himmel hinein. Gottfried stand au einem der Fenster uud blickte, in schwermüthiges Sinnen verloren, nach dem verschwommenen Bilde, während Lambert aus einer alten Kiste allerlei buntes Zeug kramte. Es waren Spielsachen aus seiner sonnenhellen Kindheit, die er dem kleinen Söhnchen des Haus-meistels, das ihm während seiner Krankheit öfter Blumen gebracht, längst versprochen hatte. Da gab es Bilderbücher, eine große Schachtel m,t Bausteinen, eine verblichene Soloatemnühe und zu allerletzt kam ein großes Pferd zum Vorscheine, dem der Schwelf und die halbe Schnauze fehlten. . „Der arme Lear hat einst in emem heftigen Zufammenstoß mit feindlichen Elementen den Denk-zeltet erhalten", sagte Lambert, indem er zu dem stllleu Träumer am Fenster hinübersah: „O, das waren schöne Zeiten, diese Kinderschlachten und Sft,ele. — Lear behauptete sich stets wacker in den Kämpfen, b,s ihn einmal ein zu stark geführter Stoß d,e Schnauze kostete. Ich weinte damals bittere Thränen über die Verstümmelung meines gefeierten Schlachtenrosses. Du musst wissen, dass Lear eine glänzende Rolle in all meinen Kmderideen spielte!" „Doch nicht mit Bezug auf Shakespeares „König Lear" ?" fragte Gottfried, wobei ein leises Lächeln in seinen bleichen Zügen aufdämmerte. „Natürlich nur auf ihn! Ich war kaum sechs Jahre alt, als mich eine zärtliche Tante in das Schauspielhaus nahm, wo ein beiühmter Mime den „König Lear" spielte. O, noch heute kann ich jenes unsagbare Empfinden in meinem Innersten heraufbeschwören, das damals die Kinderseele durchschauerte. Alle anderen Gestalten des Trauerspieles verblassten, nur die Eine nicht. Dem Drama konnte ich natürlich kein Verständnis entgegenbringen, ebensowema, dem Spiele des „Lrar", aber meine Phantasie hatte sich die hohe Greisengestalt mit dem langen Haar, dem wehenden Mantel derart idealisiert, dass sich die stille Begeisterung für ihn bis auf mein hölzernes Pferd erstreckte l" Gottfried legte seine Hand auf Lamberts Schulter: „Und was ist dir Shakespeare jcht. wo du ihm vermöge deines Alters volles Verständnis entgegen» bringst?" „Ich rufe mit Goethe: ,.Er ist ein Wesen höherer Art. zu dem ich hinaufblicke und das ich zu verehren habe!" rief Lambert lebhaft. „Mich aber durchglühen Gerstenbergs Worte", sagte Gottsried. „Ich nenne seine Dramen lebende Gemälde der sittlichen Natur von der unnachabmllcben Hand eines Raphael?" «,<-",« Entsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 123 1060 31. Mai1888^ Reichsrath. 242. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 25. Mai. Der Herr Präsident Dr. Smolka eröffnet die Sitzung um 11 Uhr 10 Minuten. Auf der Ministerbank befinden sich: Ihre Excellenzen die Herren Minister: Dr. Freiherr von Zie -miallowski, GrafFalkenhayn, Dr.Prazäk, Dr. Ritter v. Dunajewski und Freih. v. Pino. Se. Excellenz der Herr Finanzminister Dr. Ritter v. Dunajewski übermittelt einen Gesetzentwurf, be« treffend die Bewilligung zur Aufnahme eines Lotterie-Nnlehens sür die österreichische Gesellschaft vom rothen Kreuze. Abg. v. Grocholski beantragt, diesen Gesetz« entwurf mit Weglassung aller Formalitäten noch heute in Verhandlung zu ziehen. Der Antrag wird angenommen und der Gesetz" entwurf in zweiter und dritter Lesung genehmigt. Der Präsident theilt mit, dass der Gewerbe-Ausschuss das von ihm beschlossene Gesetz und den Bericht vorgelegt habe, dass jedoch die Molivierung noch ausständig sei. Es folgt die erste Lesung des Antrages der Abg. Tomaszczuk, Sturm, Herbst, Kopp, Chlumecky und Genossen wegen Erläuterung des § 28 des Pressgesetzes. Abg. Dr. Tomaszczuk begründet seinen Antrag und bemerkt, dass eine Interpretation des Pressgesetzes, wie sie die Motive der in letzter Zeit oft citierten oberlandesgerichtlichen Entscheidung enthalten, geeignet sei, die Oeffentlichkeit der parlamentarischen VerHand« lungen empfindlich zu schädigen. Der Antrag empfehle sich im Interesse der Redefreiheit, sowie der Würde der Reichsvertretung. Redner polemisiert sodann eingehend gegen die Motivierung des obergerichtlichen Erkenntnisses und geht dann auf das Versöhnungs-programm der Regierung über, das er in abfälliger Weife befpricht. (Beifall links.) Abg. R. v. Schönerer tadelt an der Fassung des Antrages, dass derselbe das objective Verfahren nicht aufhebe, fowie weiters, dafs er sich nicht auf die Berathungen der Delegationen erstrecke. Er ergeht sich sodann in einer fehr abfälligen Kritik der Urtheilssprüche der Gerichte, wird hiebei vom Präsidenten zur Ordnung gerufen und verwahrt sich schließlich im vorhinein gegen die Confiscation seiner heutigen Rede. Se. Excellenz der Herr Minister und Leiter des Justizministeriums Dr. PraZak: Ich glaube, dass der Herr Vorredner dem Antrage, welcher von dem ersten Herrn Redner begründet worden ist, einen sehr schlechten Dienst durch seine heutigen Ausführungen erwiefen hat, und ich bin dem Herrn Präsidenten sehr dankbar, dass er eine Bemerkung des Herrn Vorredners, die gegen die Würde des Richterstandes gerichtet war, zurückgewiesen hat. Ich muss auch noch überhaupt seine letzte Bemerkung, wonach er sagte, dass solche Richter wie diejenigen, welche in Korneuburg seine confiscierte Rede objectiv verurtheilt haben, sich zu Werkzeugen der Reaction hergeben, auf das entschiedenste zurückweisen. (Bravo! Bravo!) Ich glaube auch nicht, dass die geehrten Herren Antragsteller mit den Bemerkungen des Herrn Abgeordneten in irgend einer Weise sympathisieren. (Rufe links: Nein!) Ich kann dem Herrn Abgeordneten, der allerdings gleich nach Confiscation seiner Rede interpelliert hat. bemerken, dass er sich wohl erklären kann, warum die Interpellation bisher nicht beantwortet worden ist. Ich glaube, das hohe Hau« hätte es als einen Eingriff in die Gerechtsame des Richterstandes ansehen müssen, wenn ich in dem Augenblicke, wo der Herr Abgeordnete selbst die Rechtsmittel gegen die Confiscation ergriffen hat, meine Meinung darüber ausgesprochen hätte. Das Gericht hat den Einspruch zurückgewiesen und das Oberlandesgericht, wie bekannt, der Beschwerde nicht stattgegeben. Ich hätte es gewünscht, und es wäre vielleicht sür die objective Beurtheilung des Antrages zweckmäßiger gewesen, wenn der Antrag nicht heute im Hause zur Sprache gekommen wäre, zu einer Zeit, wo die Tinte des Urtheils» spruches des Oberlandesgerichtes kaum trocken ist und wo der Herr Abgeordnete selbst gesagt hat, dass die Regierung vielleicht in der Lage ist, selbst noch an ein Rechtsmittel zu denken, durch welches den Gerechtsamen des Parlamentes Rechnung getragen werden könnte. Es ist ja begreiflich, dass, wenn in einem Stadium, wo noch nicht alle Rechtsmittel erschöpft und überhaupt noch Rechtsmittel möglich sind, eine Angelegenheit in dem gesetzgebenden Körper verhandelt wird, dies mehr als eine äouee violence auf die Richlersprüche ausüben kann. So wie ich die Interpellation seinerzeit bedauert habe, so muss ich gestehen, dass ich die heutigen Bemerkungen des letzten Herrn Redners in hohem Grade bedauere. Denn dieselben sind wohl geeignet, in Erwägung zu ziehen, wie sehr man veranlasst werden kann, die Freiheit vor übermäßiger Freiheit zu ichühen. Ich musz gestehen, wenn solche Reden, wie sie vom yerrn Redner heute und wie sie leider auch in anderen Parlamenten in letzter Zeit gehalten worden sind, wenn solche Reden dazu gehalten werden, um die Bevölkerung aufzuregen und den Richterspruch herabzuwürdigen und zu erniedrigen, so wird allerdings, wie ich glaube, das hohe Haus und alle Gesetzgebungen auf Mittel denken müssen, um solchen Ausschreitungen entgegenzutreten. (Abg. Ritter von Schönerer: Hört! Hört!) Was nun den ersten Herrn Redner betrifft, welcher seinen Antrag begründet hat, so bin ich dem ersten Theile seiner Ausführungen die Anerkennung schuldig, dass derselbe sich möglichst objectiv bewegt habe. Was den zweiten Theil seiner Rede betrifft, der eigentlich nicht zur Unterstützung des Antrages gesprochen war, sondern der seine Spitze gegen die Regierung gekehrt hat, so muss ich die Beurtheilung dessen, was der Redner gesprochen hat, wohl dem hohen Hause und den einzelnen Parteien desselben überlassen. Wenn er glaubt, die Regierung habe lein Programm, so glaube ich, dass über diesen Gegenstand schon so viel geschrie» ben und derselbe so vielfach erörtert worden ist, dass nämlich das, was die Regierung anstrebt, dasjenige ist, was dem ureigensten Interesse des Staates entspricht, die Verständigung und Versöhnung, dass aber dasjenige, was der Herr Abgeordnete nicht heute im Parlamente, sondern was nach den öffentlichen Blättern der letzten Tage der fehr verehrte Herr Abgeordnete in abfälliger Weise gegen die Majorität und die Ne» gierung in einer Parteiversammlung dieses hohen Hauses gesprochen hat, nach meiner Ansicht das Gegentheil von dem ist, was zur Verständigung und Versöhnung der Völker in Oesterreich dient. (Sehr gut! rechts.) Die Regierung ist sich der Schwierigkeit ihrer Aufgabe fehr wohl bewusst; denn es ist begreiflich und auch entschuldbar, dass bei einer Partei, hervorragend durch Intelligenz und Besitz, bei einer Partei, die, ich möchte sagen, beinahe zwei Decennien hindurch sich des Staatslebens vollständig bemächtigt gehabt hat, dass bei einer solchen Partei, wenn sie endlich weichen muss, nachdem die Führung der öffentlichen Angelegenheiten nach den Principien, welche dieselbe vertreten hat, gezeigt hat, dass sie nicht zur Verstan» digung und Versöhnung führen kann, wenn eine andere Regierung sich die Aufgabe stellt, eine Verständigung in diesem vielsprachigen Reiche, in diesem Reiche, welches wie kein anderes auf Erden ein wahres Völkerreich genannt werden kann, zu erzielen, derUn-muth über den Verlornen Einfluss gewaltig hervortritt. Aber, meine Herren, die Negierung mag solche Verdächtigungen und Angriffe und Vorwürfe, dass sie kein Programm habe, ertragen. Ich glaube, die Zusammensetzung der Regierung selbst ist ein Programm. (Gelächter links.) Das Haus wird wohl den Antrag an einen Ausschuss weisen und die Regierung hat auch keine Ursache, der Verweisung des Antrages an einen Ausschuss entgegenzutreten, und wenn der Antrag zur Verhandlung kommt, wird noch Gelegenheit sein, alle jene weiteren Erörterungen zu Pflegen, die — wie mir scheint — heute nicht nothwendig waren, weil, wie ich aus der Debatte entnommen habe, gegen das Princip des Antrages von keiner Seite ein Widerspruch erhoben worden ist. Aber ich habe mich veranlasst gefunden, jene Angriffe, welche theilweise vom ersten Herrn Redner gegen die Regierung und vom zweiten Herrn Redner, ich muss sagen, in nicht würdiger Weise gegen den in Oesterreich gewiss geachteten Richterstand erhoben worden sind, auf das entschiedenste zurückzuweisen. (Bravo! rechts.) Abg. Dr. Kopp vermisst in den Ausführungen des Ministers die Zusage, dass Vorfälle, wie jene, die den eben verhandelten Antrag veranlassten, sich nicht in Zukunft wiederholen werden. Die Interpellation habe keine Einflusönahme auf den Nichterstand, sondern auf die Staatsanwaltschaften veranlafsen wollen, welche Einflussnahme ja dem Justizministerium zustehe. Se. Excellenz der Herr Minister und Leiter des Justizministeriums Dr. Prazak: Es ist wohl Sache einer individuellen Anschauung, was tactvoll ist und zur rechten Zeit angebracht wird oder nicht. Ich erinnere mich, dass in der frühern Session des hohen Reichsrathes einmal die Staatsanwaltschaft ein in Wien früher viel gelesenes Blatt confisciert hat, und nicht lange darauf, noch ehe die Rechtsmittel erschöpft waren, gegen die Bestätigung der vom Staatsanwalte beantragten Confiscation eine Interpellation im hohen Hause eingebracht wurde, in Welcher der confiscierte Artikel dem vollen Wortlaute nach enthalten war. Nun es wurde von vielen Seiten damals darauf hingewiesen, dass es nicht gerade pas« send war, in dem damaliaen Momente diese Interpellation mit einer solchen Beilage zu verschen. Ich muss es daher auch der Beurtheilung eines jeden überlassen, ob jene Interpellation in der Zeit, als sie eingebracht ward, geeignet war zum Einschreiten von Seite der Justizverwaltung. Eine sehr große Pression auf die Gerichte, denen die Beurtheilung des Falles vorlag, wäre gewiss geübt worden, und trotz der Recrimination, welche feitens des Herrn Abgeordneten Ritter von Schönerer wegen Beantwortung dieser Interpellation erhoben wurde -^ ^ ^, hat sich meine Bemerkung vorzüglich beMen -" , dem haben die Nichter sich nicht beirren MN, ihrer Ueberzeugung zu entscheiden. . Was der geehrte Herr Abgeordnete sonst ,nmr Rede bemerkt hat. wird wohl jeder der vmy Herren, welche dieselbe gehört haben, ^urtyemn' nen; ob es nämlich richtig ist. dass meine ge^ ^ gerichteten Vemnkunqen so gehalten waren, ich mich gegen die Gesetzgebung in Pressi«^' » wendet hätte. .» Ich habe nur die Bemerkung g"'^ ten Reden, wie sie von Seile des Herrn "M^' Ritter von Schönerer heute vorgebracht wuroen. dings geeignet sind. die Freiheit in h°h°" ,.^M gefährden, und ich glaube, diese meme UeMzeuu hat jeder. ^, Der Antrag des Legalisierllngsausschujstö. Beschlüssen des Herrenhauses bezüglich d" ^« ^ ruugsnovelle beizutreten, wird nach einer ^ " «M welcher die Abgeordneten Pflüget und Krön« ^ den Bestand des Legalisierungszwanges Uvery^ klagen, angenommen. c.,^^ Der Nesolulionsantrag des Abg. Löbl'w z Einbringung eines Gesetzes, wodurch die ^'^ hel beseitigt werde, welche die Sträflingsaror ^ steuerz'ahlenden Bevölkerung mache, gelangt z"^ Handlung. Es entsteht eine längere Debatte, ai ^, sich die Abg. Löblich und Kronawelter "" ^ ferent Lienbacher betheiligen und in '""") .^< Excellenz Minister Prajät mit einigen M^ den Bemerkungen und einer Neihe statistM eingreift. Se. Excellenz der Herr Minister und Leiter de Justizministeriums Dr. Prazäl: Ich muss dem Herrn Vorredner wideM^z' wenn er glaubt, dass bei Vergebung der ^", ^, arbeit von Seite der Justizverwaltung w'Uun " ^ gegangen werde. Die Justizverwaltung bem ,,. ^ allerdings, die Arbeitskräfte fo gut als «M ^ verwerten, und dafs wirklich die Sträflingsa" ^. die großen Auslagen, welche die Staatsverwalm^ dem Staate einigen Ertrag bringt, wird ""MM Herr Abgeordnete aus den Ausweisen, die a^ Klüver die Resultate der Sträflingsarbeit versa »^s, den, entnehmen. Die gesummten Einnahmen ^ s. is> anstalten an Arbeitsverdienst, Materialgewl'M '^ betrugen im Jahre 1880 684,290 fl.; der "^ verdienst speciell belrug 482,081 fl., der Sta"" ^l an diesem Arbeitsverdienste 326,839 fl., der der Sträflinge 145.195 fl. ^h a»' Da die Justizverwaltung durch das ^°h^ gewiesen ist. die Sträflinge theilweise i" AlhA leisiung zu verhalten, und die Arbeit den ^chl nissen angemessen sein muss, so ist es "" U «t ^ gut denkbar, wie eS möglich wäre, iibery Concurrenz zu beseitigen. f^nalte". ^ Die Arbeiten werden in jenen Strafan"«' ^B fehr entwickelte Industrien sind, namentlich >M Theile der österreichischen Strafanstalten, daM'^^ie men und Mähren, größlenlheils so vergeben, ^c-Arbeitskräfte an größere Unternehmer entgel"^ gc lassen werden, und diese beschäftigen sich "^ A!" zeuguna von Gegenständen im großen, I . v» einer Strafanstalt in Böhmen mit ErzeUgu « ^ Goldleisten, dann vorzugsweise mit Er« ,^ l Schuhwaren, währenddem in den Strasa"' ^'^ südlichen Länder von Seite der Sträflinge o>e. gü» den Verhältnissen entsprechend, in Staats"» geführt werden. ... OeM Ich kann versichern, dass die Frage " ^ e^ tigung der Sträflinge und überhaupt d,e^ .Ho Strafwesens die Justizverwaltung sehr ""'^F" schäftigt. und ich habe mir schon erlauvt. ^ „, einige Bemerkungen in der aus denen hervorgeht, dass namentlich d^, . fill", der Sträflinge bei uns bei weitem gunst'^ .„ P^ sere Finanzverwaltung esfecluiert wird " ^u ßen, wogegen die anderen VerwaltUttaslo,lr'^^,M hörbar sind. Um nun in dieser Richtung ,„, ^ Information zu haben, wurde fchon vor en ^ ^ ein Beamter des Justizministeriums ""1^ -^ M" den deutschen Strafanstalten darüber A, „„ um über die dortigen Verhältnisse volllom ^uc miert zu werden, weil es mir in der ^ ^ M^ war, dass die Kosten der Verwallung «" s,H lung der Sträflinge, von der Kost avgei v ^, uns höher stellen als in Preußen. .^r d>? ^l Es ist jedes Jahr Gelegenheit, da « „b" d" ,s> barung in den Strafanstalten, name,Ml°i OMe "^K der Beschäftigung der Sträflinge, "^hen s.hei' schusse und den verehrten Mitgliedern de»^ ^, sich Information verschafft wird, und " yen^> wird, dass in irgend einem Punkte "«^noch'^a!! nissen entsprechend vorgegangen wird, '! ^" ^ ch an der Zeit. durch eine Resolution °d" ^ , ^ diesfalls Abhilfe zu schaffen. Aber de^^^M ^g wo von Seite der Justizverwaltung °" dieser^Ml' schehen ist, um allen Anforderungen " ^schel'" zu entfprechen, ist es in der That MV- Laibacher Zeituna Nr. 123 IN6l 31. Mai 1882. ^iNegierung einen Auftrag zu geben, der vielleicht W »umführt werden könnte WlA?°"" ""d nach dem Voranschlage des Budget« Al?' ^^" diesen Antrag zur Tagesordnung llnlr^^ ^^ Verzeichnis der Petitionen wird auf niinn l. ? Abgeordnelen Kopp von der Tagesord« iew^Mfetzt; worauf Abgeordneter Schönerer lion n ^ ^l bies geschehen, weil er über die Peti-dM,°" die Niederlassung russischer Juden sprechen ^ d,ks der Linken jetzt nicht genehm sei. (Oho !) der iü? -pwsident weist diese Insinuation zurück, ".''lag fez geschäflsortmungsmäßig begründet. „^ ^"^neter Ritter von Schönerer überreicht Ni^"^ ""k Petition aus Stockerau gegen die 0l,^.°MN8 russischer Juden und interpelliert den Velili.« ^ Petitionsausschusses, warum über die >N'td^ ^"Untersuchung, ob die Lehren des Talmuds üoü",. Slaatsgesctzen nicht im Widersprüche stehen, ^ "'M referiert worden sei. (Große Heiterkeit.) lG. N, V elcredi erklärt, dass bereit» in der vor- ' ^lhung diese Petition erledigt worden sei. Wnn " Ausschuss für Regelung der Erdharz^ Vlen«. Uwurden gewählt: Baron Styrca. Dr. Groß. haniw/ ^"'r, Schier. Ed.Sueß. Dr^Weeber. Dobl-lniec In'.^^nwald. Krofta. Krejöi, Ritter v. Cha« gutter V.Dzwonkowski, Dr. v.Zatorski und Graf Wl>^ "°^^ Sitzung wird schriftlich bekannt- Die Rekrutierung in Bosnien. ^tMf, ^" Commissionen, welche derzeit mit der ^ächsi - 2 ber Assentierung in Bosnien, und zwar ^Ii,,„c>^ ben Kreisen Sarajevo, Banjaluka und V'A^" betraut sind, haben — wie die „Pol. !°l!f i,»z ^'bt — den durchaus proqrammäßigen Ver-«°be c>«w, "" bisher zugefallenen Theiles ihrer Auf-»uz Meldet. Im Landbezirke von Sarajevo, welcher EleUu. /^" Altersklasse 105. aus der zweiten 46 lttei, M'chtige zu stellen hatte, sind 145 der letz» ^„/'H'enen, von denen das Contingent mit 13 >icher is; ^"oig gedeckt wurde, was um so erfreu» l°!lvo l "ls ein Theil des Stellungsbezirkes Sa« silllt, ^^'°nnllich in das früher insurgierle Gebiet ^3 Siellungsbezirke Vanjaluka betrug die Zahl °"s i, ""ugspflichtiqen aus der ersten Altersklasse 436, ^ iVi.n ^"'^" ^ Individuen. Das Contingent per Mke n ,""be vollständig gedeckt. Im Stellung«. '° ^eil. !'r?^"^la hatte die erste Altersklasse 223. ?" Coming? Mentpflichtige zu stellen, auf Welche lls voA" "°" 38Ntann entfiel, welches gle.ch-" Assen 2?' gedeckt wurde. Ueberall fanden slch H vollzäb ' '^"' geringe Ausnahmen abgerechnet. . Von?>"6 ""' N"" die ft"c^" jetzt thätigen Commissionen sind , "j^llka ,?, M wr^ ' ^' Juni anberaumt. Se. Heiligkeit der c Eevm° ^" demselben den Erzbischöfen von Algier M. ob °° -" Cardinalshut verleihen. Es ist zweifel. ^ischüf/ "' der Lage sein werde, auch die neuen ^ln d- Köln und Posen zu präconisieren. ^ ^ „"^ . Negenwärtigen Titulare, namentlich der >7,r ^vs^ """^ nicht ihre Demission geben wollen. ^be»°I.' n^'t-d auch für die Wiederbefetzung ver- I,il 9n N 'H°s«sitze '" Nussland Vorsorge treffen. M^^lin ^^^ ^^ ^ ^ ^ ^ ^^ ? l>c>,l N Vt-eslau und der Bischof von Osnabrück >?ldeil ^"dediner im königlichen Schlosse geladen l>Njy«"^s erinnert dies — so bemerkt die ..Ger-Mlt„itt^ a« die schönen Zeilen des friedlichen ,1 ^1 , zwischen Staat und Kirche vor Ausbruch als den Bischöfen, welche zur Ab-lh^enei, . ^magialeides am königlichen Hoflager di e> 3Ni'". der Regel diese Auszeichnung zutheil >, ^tttrp '^" in der Huld des Monarchen gegen k?2 ^^ der Kirche mit dankbarer Hoffnung ein ^ltdi II" des kommenden Friedens." - Der Fch a?'» ,V von Vreslau kommt, wie telegra-^n>z^d" '"ird, seines österreichischen 24 ^llz gelles wegen in dieser Woche nach Wien. k''l>. g^uka rest wird dem ,.P. Ll." unter dem ei» ^esi^ ss.vl"- ,,Um vergangenen Freitag wurde ^ 'Nebr ^^«zeidirection durch die Ankündigung °°."'!e!id^ "e hundert Köpfe zählenden bäuerliche» <"^n w "" überrascht, welche nach Bukarest ab. brb ^^>dl>p?' "'" b"" der Negierung und der Kam-^lptet s'^ /" fordern. Wie die Regierunqspresse w "^a'lrps ^ Masscndeputation von den Gegnern ber?kss« .« ?' angezettelt worden sein, in deren besteh ".aelegen sei. den Versuch einer Aenderung eiller ^" ^«"lvcrhällnisse als den Ausgangs« "e gefammten Brsitzvclhältnisse bedrohen- den revolutionären Aauernbewegung hinstellen zu kön. nen. Obgleich nun diese Version durch die Haltung der conservative» Partei eine Bestätigung erhält, so liegen doch die Verhältnisse Rumäniens derartig, dass es nicht erst der Minierarbeit von agrarischen Xßsutä pi'OVoeatsurZ bedarf, um die Unzufriedenheit der Landbevölkerung zu Worte kommen zu lassen. So lange eben die Aesitzverhältnisse der die Mehrzahl der Ge» sammteinwohnerschaft ausmachenden bäuerlichen Be< völkerung sich auf dem heutigen erbärmlichen Stande befinden, bleibt Rumänien allen Gefahren einer Agrar. revolte ausgefetzt. Jetzt hat man die bäuerliche Massen-deputation, ohne sie nach Bukarest hereinzulassen, unter Anwendung polizeilicher Maßregeln in ihre Heimat zurückspedierl. Der Grund jedoch, welcher die Absen-dung dieser Massendeputation nach Bukarest veranlasste, wurde hiedurch nicht beseitigt und wird sich in Zukunft umso fühlbarer machen, je hartnäckiger der privilegierte Großgrundbesitz für die Erhaltung der gegenwärtigen, nur mit den Zuständen Irlands zu vergleichenden Agrarverhältnisse einsteht." Die niederländische Ministerkrisis ist noch nicht beendet; der Finanzminister von Lynden und seine bisherigen Nmtsgenossen bestehen darauf, entlassen zu werden, aber der König hat noch keinen Herrn der Kammermehrheit befragt, ob er versuchen wolle, ein neues Cabinet zustande zu bringen. In Belgien haben am 22. d. M. die Wahlen zur Ergänzung der Provinzialräthe stattgefunden. Die gegenseitige Stärke der Parteien hat sich nicht erheblich geändert. Bisher ist das Oesammtverhältnis in den neun Provinzen 279 Liberale, 327 Conservative gewesen. Letztere hatten in Antwerpen, Ost- und Westflandern, Limburg, Namur und Luxemburg das Uebergewicht, erstere dagegen in Brabant. Lüttich und Hennegau. In Luxemburg, wo der Provinzialrath bisher nur 14 liberale und 29 conservative Mitglieder zählte, sind die ersteren auf 20 und letztere auf 24 gekommen. Die Ergänzungswahlen fiir den Senat und die Kammer finden am 13. Juni statt. Die Parole dafür wird die Wahlreform fein, über welche sich am 4. Juni der Ministerpräsident Fröre-Orban in Lüttich öffentlich aussprechen soll. Hagesneuigkeiten. — (Hofjagden.) Sc. l. und k. Hoheit der durchlauchtigste Kronprinz Erzherzog Rudolf hat. wie der „Pester Lloyd" meldet, seit vorigem Jahre da3 Gemfenrevier der Herrschaft Lipto-UjuHr (westlich des Krivän) in der Tatra gepachtet. Se. k. und k. Hoheit wirb im Juli erwartet, und soll auch der Besuch des Csorber Sees und Tätra-FüredS (Schmeks) in Aussicht genommen sein. — (Vom schwedischen Hofe.) Am 6. Juni beginnt in Stockholm die Feier der silbernen Hochzeit yhrer Majestäten des Königs Oscar II. und der Königin Sophie, geb. Prinzessin von Naßau, mit einem Gottes, dienste in der Schlosskapelle, dann geben der König und die Königin grohe Mittagstafel. Am 7. bringen die Deputationen des Reichstages, städtischer und anderer Behörden und Körperschaften ihre Glückwünsche dar. A,n 8. findet Galacour für die vorgestellten Damen, den Hof und fernere Deputationen statt. Dann geben der Kronprinz und die Kronprinzessin Mittagstafel. Am 9. geben der König und die Königin Ball im lönig« lichen Schlosse. Am 10, werden die Feierlichkeiten durch Spazierritt und Spazierfahrt nach dem Thiergarten geschlossen. Von auswärtigen fürftlichen Personen erscheinen bloß der Kronprinz und die Kronprinzessin von Dänemark. — (Todesfall.) Am 23. d. M. starb in München die Schriftstellerin Frau Maria Arndts von Arnes. berg. Witwe des Pandektisten und ehemaligen Universi-tätSprofessors in Wien, HofratheS Dr. Ludwig Arndts von ArneSbcrg. im Alter von 59 Jahren. Sie war in erster Ehe mit dem Dichter Guido Görres vermählt. — (Evidenzhaltung der Urlauber und N eserv e m ä n n er.) Ueber Anregung einer politischen Behörde, ob sich nicht eine Abänderung der Instruction über die Euioenzhaltung der Urlauber und Neservemänncr empfehlen würde, hat das l. l. Landes, vertheidigungs-Ministerium im Wege der Statthaltereien sämmtliche Bezirkshauptmannschaften zur diebfälligen Aeußerung aufgefordert. Es wird nämlich angestrebt. daK Meloungs-. respective EuidenzhaltungSwesen zu verein-fachen und zu beschleunigen, so zwar dass die zuständigen Ergänzungsbezirke in die Lage kommen, einen raschen Uebcrblick über ihre Reservisten und Urlauber zu gewinnen und die eventuelle Einberufung mit größerer Veschleunignng vorgenommen werden könne, da die richtigen Wohnorte der Einzubeziehenden den competen» ten Organen nach dem neuen in Aussicht genommenen Modus weit früher bekannt werden, als es bisher der Fall war. — (Theater.Sicherheitsapparate gegen Feuerögefahr.) Am Franzensring in Wien wird soeben ein großes Etablissement eingerichtet, in welchem alle möglichen bei Theatern in Bezug auf Feuersgefahr in Betracht kommenden Momente in Berücksichtigung gezogen und durch Experimente veranschau» licht werden. Die Resultate, welche mit den bezüglichen Apparaten erzielt werden, sind geradezu überraschend. Die Apparate wirken nämlich vollständig automatisch und verrichten mit großer Präcision alle jene Sicherheitsvorkehrungen, welche im Falle eines Brandes auf der Vühne. dem Schnürboden oder in den Magazinen zum Schuhe des Publicums und des Theatelpersonales erforderlich sind. Eine einzige auflodernde Flamme genügt, um Leben und Bewegung in die Apparate zu bringen. Das Feuersignal ertönt, und wie mit einem Zaube» schlage springen sämmtliche Ausgangs- und Noththüren auf. ein Rauchschlot an der Decke öffnet sich, die Cour« tine sinkt, und die Wasserhä'hne inscenieren einen witk« samen Gussregen. Die Induction der Apparate geschieht auf elektrischem Wege, welcher jederzeit die entsprechende Controle gestattet. — (Elektrische Beleuchtung.) Aus Tlbogen (Böhmen) wird geschrieben: Die erste Stadt in Oesterreich und wohl auch auf dem Continente, in welcher die elektrische Beleuchtung für Straßen und Plötze eingeführt werden wird, wird die Stadt Elbogen in Böhmen sein. Infolge der eifrigen Thätigkeit der hiesigen Stadtvertretung sind bereits alle vorbereitenden Schritte beendigt, so dass die baldige Verwirklichung dieses Pro» jectes nicht mehr ferne ist. — (Ein altes Ehepaar.) In Nlbersweiler in der Psalz feierte am 4. d. M. das Ehepaar G-Hr-hard den 76. Jahrestag feiner Hochzeit. Der Mann ist 102 Jahre alt. die Frau 92. Beide sind gesund und noch ziemlich rüstig. — (Brand.) Aus Riga wird unterm 26. Mai gemeldet: Ein gestern in der Moskauer Votstadt in der Schier'schen Parlctfabril ausgebrochenes Feuer ilscherte über 40 Häuser im Werte von einer Drittel.Million Rubel ein; die meisten russischen Ufsecuranzen find hie-bei belheiligt. — (Kampf mit einer Eule.) Der „Pall Mall Gazette" wird aus Plymouth folgendes interessante Factum gemeldet. Am 22. Mai wurde der Sohn eines Pächters aus Marham Church mit einer schweren Wunde, die ihm eine Eule beigebracht hatte, in das Straton-Spital gebracht. Ein Paar dieser Vögel hatte fein Nest in einem Ulmbaum aufgeschlagen und machte von da Razzias gegen die Hühner des Pächters, um ihre zahlreiche Familie zu füttern. Einer der Pächterssöhne bestieg den Baum und nahm ein Paar junge Eulen heraus, die er durch ein paar Tage zu Hause eingesperrt hielt. Er hatte gerade eines der Jungen in seiner Hand, um es einem Freunde zu zeigen, als einer der alten Vögel plötzlich auf ihn stieß und ihm eine schwere Wunde am Kopf beibrachte. Er lieh seinen Vogel snllen und vertheidigte sich mit dem Stock, aber das alte Thier erneuerte wüthend seinen Angriff und verwundete ihn fo ernst an einem Auge, dass es vollständig die Sehkraft verlieren wird. Der Vater, welcher Zeuge war. tvdtete die zwei jungen Vögel, worauf die Eule ihn und einen andern seiner Söhne angriff und beiden Wunden am Halse zufügte. Locales. Aus dem l. l. LandeSschulrathe fiir «rain. Auszug aus dem Protokolle über die ordentliche Sitzung des k. l. Landesschulrathes für Krain am 19. Mai 1882. Nach Eröffnung der Sitzung durch den Herrn Vorsitzenden trägt der Schriftführer die feit der letzten Sitzung erledigten Geschäftsstücke vor, was zur Kenntnis genommen wird. Hierauf wird zur Tagesordnung übergegangen. Urber das von einem t. l. Beznlsschulralhe vorgelegte Vauprogramm. betreffend die Herstellung einer fünfklafsigen Volksschule, werden die erforderlichen Wei-sungen erlassen. Zwei Subventionsgesuche für Schulbauten werden an den Landesausschuss mit dem entsprechenden Antrage geleitet. Ueber das Ansuchen eine» Ortbschulrathes, beiref-fend die Unterbringung des Pfarrers im Schulgebäude für die Dauer größerer AoapUerungen in dem Pfarrhofe, wird entschieden. Das Gesuch eines Gymnasialprofessors um eine Quinquennal. oder Personalzulage wird höhernorls in Vorlage gebracht. Ueber vier Recurse gegen Schulverfiiumnis-Straf-eikenntnisse wird entschieden. Dem Neligionslehrer einer vierllassigen Volks-schule wird eine Iahresremuneration für die Erthci-lung des Religionsunterrichtes zuerkannt. Die Errichtung dreier einklassigen Volksschulen wird bewilligt und für die Lehrstellen die bezügliche Gehal'sllasse bestimmt. Das Urlaubsgesuch eines Realschulprofessors wird mit dem betreffenden Antrage höhernorls in Vorlage gebracht. Ueber die Erweiterung einer einklassigen Volls-fchule zu einer zweiklassigen und über die Brstlm« mung der Gehalttzklasse wird Beschluss gefasst. Die strafweise Versetzung eines VollsschullehrerK wird verfügt. Ueber die Anträge einer Landwirtschllfls-ssiliale betreffend die Einführung des obligatorischen landwirt^ Laibacher Zeitung Nr. 123 1082 31. Mai 1882. schaftlichen Unterrichtes an Volksschulen und die Errichtung landwirtschaftlicher Fortbildungsschulen, wird das Gutachten erstattet. Der Bericht der Direction der Lehrer-Bildungs« anstalt, betreffend die Wiederbesetzung einer Lehrstelle an der Uebungsschule, wird mit dem bezüglichen Antrage höhernorts in Vorlage gebracht. Eine Lehrstelle an einer Volksschule wird definitiv besetzt. Ueber die Vertheilung der Subvention zur För« derung des landwirtschaftlichen Unterrichtes pro 1882 werden Beschlüsse gefasst. Mehrere Remunerations- und Geldaushilfsgefuche werden erledigt. ___________ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 20. Mai l. I. die Wahl des Herrn Peter Graselli zum Bürgermeister der Landeshauptstadt Laibach allergnädigst zu bestätigen geruht. __________ — (Aus Krainburg) schreibt man uns: Bei der am 11, Mai l. I, vollzogenen Neuwahl des Stadt-gemeindevorstandes in Krainburg wurden Apotheker und Hausbesitzer Karl Aavnik zum Gemeindevorsteher, dann Franz Dollenz, Handelsmann und Realitätenbesiher; Thomas Pavöler, Realitütenbesitzer, und Ferdinand Sajovic, Handelsmann, zu Gemeinderäthen gewählt. — (Der Pfingstausflug nach Agram), den der Gesangsverein der hiesigen ^italnica (40 Mitglieder) mit dem Präsidenten Herrn Dr. Karl Bleiweis Ritter v. Trsteniöli und dem Chormeister Herrn A. Va^ lenta an der Spitze sowie der Sokolverein (68 Mitglieder) mit dem Starosta Dr. Tavöar an der Spitze und eine Deputation der öitalnica in Schischta, sämmtliche Vereine mit ihren Fahnen, unternahmen, galt. wie schon gemeldet, dem 20jährigen Gründungsfeste des kroatischen GesangSvereines „Xolo". An dieser Feier nah« men auch an 30 kroatische Vereine mit ihren Fahnen theil. Sonntag morgens 8 Uhr wurden auf dem Agramer Bahnhöfe die Laibacher Vereine in herzlichster Weise begrüßt und beim Festzuge, welchen die slovenischen Vereine eröffneten, mit zahlreichen Ovationen und Blumen» spenden ausgezeichnet. Sonntag nachmittags gab der Ngramer „Solol" dem Laibacher „Sokol" im Hotel „zum Kaiser von Oesterreich" ein glänzendes Festdiner. Beim Volksfeste in Marimir fanden die exacten Pro-ductionen der Laibacher Sololisten allgemeinen Beifall, nicht minder die Gesangsvorträge des GesangLveremes der Laibacher (litalnica, insbesondere Nedvsds herrlicher Chor „Oomoviug.", in welchem Herr Me den sein Solo in wirklich bezaubernd schöner Weise sang und dafiir mit frenetischem Beifall von den vielen Tau» senden der Zuhörer, unter welchen auch die ersten Gesellschaftsklassen der Stadt Ugram vertreten waren, ans« gezeichnet wurde. Auch in der Montag in der Sängerhalle stattgesundenen Matinee, welcher an 3000 Zuhörer anwohnten, errang der Gesangsverein der Laibacher öitalnica mit dem Chore „?opotniic" (Tenorsolo Herr Meden) die Palme des Tages und erntete dafür minu« tenlangen stürmischen Beifall, Den Abschluss des Festes bildete nachmittags ein Festbankett und abends ein Fest« commers, welche in fröhlichster Stimmung verliefen, -x — (Neue Fahrordnung,) Wie wir bereits mitgetheilt haben, tritt von morgen, den 1. Juni, ab eine neue Fahrordnung in Wirksamkeit, nach welcher die bisherige Ankunsts« und Abfahrtszeit beinahe sämmtlicher Züge der Südbahn nicht unwesentliche Aenderungen erleidet. — In der Richtung nach Wien verkehrt der Tageseilzug, wie bisher, um 10 Uhr 45 Minuten vor-mittags, während der bisherige Nachteilzug als Courierzug von Laibach erst um 11 Uhr 28 Minuten abfährt und um 9 Uhr 40 Minuten in Wien eintrifft. Die beiden Postzüge verlassen unsere Station um 3 Uhr 44 Minuten nachmittags und 12 Uhr 10 Minuten nachts. — In der Richtung nach Trieft verlehrt der Tages» eilzug. wie bisher, um 6 Uhr 2 Minuten nachmittag», der Courierzug jedoch schon um 4 Uhr 45 Minuten früh, um Trieft um 8 Uhr 10 Minuten früh zu erreichen. Die beiden Postzüge nach Trieft verlassen Laibach um b Uhr 45 Minuten früh und 1 Uhr 28 Minuten nach. mittags. — Der gemischte sowie der zwischen Cilli und Laibach verkehrende Localzug behalten nahezu die gleichen Abfahrtsze,ten. — Auf der Rudolfs bahn erleidet nur die Abfahrt des Mittags-Postzuges eine Abänderung, derselbe wird vom 1. Juni ab von hier statt um l Uhr schon um 12 Uhr 25 Minuten mittags abfahren. — (Einbruchsdieb stahl.) Pfingstmontag zwischen 3 und halb 4 Uhr nachmittags wurde die aus der Laube in das Magazin des Mehlhändlers Herrn Johann Zormau führende Thüre im Coliseumsgebäude von einem unbekannten Thäter geöffnet, sodann die Schublade des Kastens im Magazine mit einem Stemmeisen erbrochen und aus derselben an 400 si. bares Geld entwendet. -x> — (Unbestellbare Briefpostsendungen.) Beim k. l. Postamte in Laibach erliegen seit 12. Mai d. I, folgende unanbringliche Briefpostsendungen, über welche die Aufgeber verfügen können, und zwar an: ^leterlln Fanni '« Trieft. Steindecker Josef in Ham. burg. Slcherle Matthäus in Podgoriz. Echitnik Josef in Podgoriz. Schuster Matthäus in Trieft. Tomcik Anton in Sent Antat. Zeichen Franz in Lustthal. Göttel August in Wien. Bauer Mathias in Ried. Drinovc Lucia in Krainburg. Franöik Anton in Canisza, Goloni Aloisia in Laibach, Iilek Martin in Warschau. Kovaiik Alois in Agram, Lorenz Hans in Hannover, Leitner M. in Budapest. Pangraz Victor in Klagenfurt, Namovs Franz in loco, Ulaga Michael in Warasdin, Wagner Franz in Lyon, Icmelta Alois in Cilli, Potocnil Franz in Cilli, PleZko Franz in Krainburg, Prusnil Elise in Lemberg, Seyfert A, B. in Amsterdam, Stesmühler Vin« cenz in Graz, Sepeschi Iosefine in Budapest, Turjak Paul in Store. — (Literatur.*) Soeben erhalten wir Heft 15 und 16 des bereits erwähnten Werkes: Das illustrierte Gefchichtenbuch vom Kaiser Ioscf. Gedenkbuch zur hun« dertjährigen Jubelfeier der Aufhebung der Leibeigenschaft. Diese beiden Lieferungen fchliehen sich bezüglich des interessanten Textes als auch der schönen Illustrationen den früher erfchienenen 14 Heften würdig an. Um unseren Lesern von dem reichen Inhalt ein Bild zu geben, führen wir sowohl die einzelnen Capitel als auch die Illustrationen au. An Text: Kcnser Josef im Controlorgang; Nach Trippstrill geschickt; Die Studenten des Kaiser Josef; Das Toleranzedict und das Juden-patent; Ein Wort an den Minister. In Illustrationen: Die kaiserl. Burg mit dem Controlorgang von außen; Der hohe Markt mit den Fischständen und oer Schranne; Propst Wittola; Staatsrath Gebler; Die Wiener be-jubeln das Toleranzedict; Fürst Kaunitz und Salomon Oppenheimer; Alt-Wiener Straßenfiguren I; Alt'Wiener Straßenfiguren II; Josef II. im Jahre 1781. * Alles in dieser Rubril Angezeigte ist zu beziehen durch die hiesige Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr H Fed. Vamberg. 3. Ausweis über die großmüthigen Gescheute und Beiträge für den Herz» Iesu-Kirchenbauverein zu Laibnch vom I. Jänner bis Ende April 1832. (Forts.) Durch hochw. Herrn Hoflaplau Vohinc: Sarec I. 1 fl., Slalar Franz 1 fl., Kovat Anton 5 fl,. .Nnifec Gerttaud 1 fl,, Iama Apollonia 50 lr.. Mrhar Ursula i.0 lr,, Bitcuc Helena 1 fl, Malensek Maria 5 fl., Kontan Marianna 13'/« kr.. Zalotnil Johanna 5 fl. 50 tr. Dobnitar Ursula 15 lr., Douic Maria 27 tr,, Bcrlic Andreas 25 lr,, Berlic Manna 25 lr., Lerne Elisabeth 52 lr. Bohinjec Maria 52 tr.. Verlic Andreas 20 tr., öllvalii Marianna 44 lr,, uom hochw. Herin Canouicus Urh 20 fl., durch den hochw. Herrn Dompfarrcr Ulbas 10 sl, Ungenannte 1 fl., Herr Kaufmann Schmidt 10 fl.. Frau Prcscl 5 fl. — Durch Herrn Märn: Sovinc Maria 80 lr,, Sovinc Antonia 20 lr., LoZar üucia 2(1 lr., Uuzar Johann 20 tr., LipovZcl Maria 20 lr., Pcrc Marianna 20 lr,, Sovinc Barbara 24 lr,, Sovinc Apollonia 12 lr., Ecmazar Maria, die jüngcrr, 2 fl. 40 kr.; ßemazar Maria, die ältere. 1 fl. 20 lr.; Michclii Anna 30 lr., Micheliö Franz 24 kr., Hanrichar Maria 12 lr,, Srelih Helena 24 lr., Bertoncel Ursula 30 lr,. Icloucau Mar» fiaretha 30 tr,, Lapaine Katharina 50 lr.. Knasnil Maria 12 lr.. Mitlauc Antonia 20 tr., Ialiiii Maria 48 lr., Dvinovc Maria 12 lr., Schmidt Ursula 1 fl., durch Frau (lerne, Geometers» gattin, 5 fl, 80 tr,; von einem Ungcnanntscinwollclidcn 50 fl., aus dem Opfcrstoctc der Franciscanertirche 13 fl. 2 lr.. aus dem Opferstocke der Domtirche 11 fl. 27'/, tr. (Fortsetzung des 3. Ausweises folgt.) Neueste Psft. Original-Telegramme der „Laib. Zeitung." Paris, 30. Mai. Ueber Anfrage des Khedive erklärte der Polizeipräfett von Kairo, es fei wahr, dafs die Ulemas unt) Notablen eine die Abschaffung der Khcdive-Würde verlangende Petition unterzeichneten. Der Khedive hätte diefe Bewegung felbst hervorgerufen, indem er unter den Fellahs eine Petition cir-culieren ließ, in welcher fein Verbleiben verlangt wird. London, 30. Mai. Meldung des Reuter'fchen Bureau: Arabi Pafcha fagt überall, der Sultan habe ihm telegraphisch die Ernennung Halim Pafchas zum Khedive angekündigt. Die Panik wächst. Constantinopc'l, 30. Mai. Die Besuche Lord Dufferins und des Herrn von Noailles beim Minister des Aeußern bezweckten, die Aufmerksamkeit der Pforte auf den Missbrauch zu lenken, welchen gewisse Minister und Mitglieder der revolutionären Partei Egyv-tens mit dem Namen des Sultans treiben. Linz, 30. Mai. Die ..Linzer Zeitung" publi« ciert heute auf Grund der von der Statthalterei gepflogenen Erhebungen einen Artikel über den Stand der Blatternkrankheit in Oberösterreich, fpeciell in den Eur- und Sommerfrischen, welch letztere als vollkommen blatternfrei constatiert wurden. Heidelberg, 30. Mai, morgens. Heute um Mitternacht fand ein Znsammenstoß zweier Personenzüge statt, indem der von Heidelberg ausfahrende Zug durch falsche Weichenstelluua, auf dem Gleise blieb, auf welchem der von Mannheim kommende Zug einfuhr. Mehrere Personenwagen wurden total zertrümmert; bisher sind acht Todte, zwanzig Schwerverwundete und eine große Zahl von Leichtverwundeten constatiert. Paris. 29 Mai, abends. Nach den Meldungen mehrerer Blätter sind Pouiparlers wegen Entsendung zweier Delegierten Frankreichs und Englands nach Kairo im Zuge, um dort im Vereine mit einem türkischen Delegierten eine Lösung der gegenwärtigen Krisis herbeizuführen. London, 29. Mai. Neuters Bureau meld l" Kairo: Arabi Vch verlange, dass der Mdive jüngste Rundschreiben zurückziehe, welches ""' 7 . vinzialbehörden die Befugnis ertheilt, d,e AuMm-von Rekruten zu verhindern. «a!» ml Constantinopel, 29. Mai. mittasts. M i Stunde hat die Pforte bezüglich des v'im Moiv' « stellten Verlangen», dass ein linkisch" ^'"H. nach Egypten entsendet werden möge. noch leme schließung gefasst. . , _.^ Washington, 29. Mai. Der Adnnrnl, tve^ die europäische Flotte der Vereinigten Smaten oc, /^ ligt. telegraphierte an den Marinesecretär. da,» zwei Schiffe nach Alexandrle» zur WahrliehniM amerikanischen Interessen entsendet hat.____^. 'Angekommene Fremde. Am 30. Mai. ^ Hotel Ttadt Wien. Zürn. Kaufm, Würzburg. - Ke« ""^ Graf, Kaufte., und Penll. Wien, — Eherner, P""", " — Frcih. v. Kafchbera, Graz. ^ -sN, ^ Hotel Elephant. Edler v. Corunione. t. l. Oberst, ^m,^ Vrct. Allram. — Trubel Maria, Marcnzcllcr Mar", ^ ^ Amalia und Aichmger, Wien. - Veer Anna. /"!,<,.M Glöcklcr. Pittcn. - Stcfauoviö, Cattaro. — «",°1" Puntiqam, ^_. .-^M Vairischcr Hof. Fcrja,M, Wippach. - Debclal, Wm°'M^. Kaiser von Oesterreich. Vrczovnil. Cilli. — Montag, gcnsurt. , Ml, Mohren. Brcuöit. Slaviua. Lager, Villach. - P'""' — Vrugger, Arnoldstcin. ___ Verstorbene. « Den 28. Mai, Cyrill Strulcl, Taalöhocrsfohn, ^' Polauaslraße Nr. 18 (Elisabcth-Kindcrspital), Gangrame. Im Civilspitale: ^ Den 24. Mai. Johann AudolZcl. gew.VerzchrmM' Einnehmer. 71 I. Lunneutiiuerculosc. — Maria Sluy". -?M schieberstochlcr. 4 Jahre, Polmmstraszc Nr. 42 (Vp't"«^ Muttern. ,,„ gI, Den 25. Ma i. Maria Vidaaj. Inwohners"«"'. ^. Luna.cntulierculusc. — Ilibcm Richar, Inwohner, ?" ^, ^ straszc Nr 42 (Spitalsfilialc), Blattern. _ „ Wz,cü' Den 2«, Mai. Anton Kolar, Inwohner. 6?^'^ll> lrcbs. — Martin Guzcl, Imuohucr, !i4 I.. LungmMv^. Meteorologische Beobachtungen in ttaiba^ 7U.MgV 74110 ^20'0 windstill helt« ^ »0. 2 „ N. 738 97 -»-29 6 O. schwach heiter 9 „ Ab. 738 00 ^-20 2 NO. schwach bew^lt ^^ Vormittaas heiter, nackuuittaas zunehmende Äe^^e abends fernes Gewitter auö NO. Das TagcSniittel ocl ^. 23 3«. um 0 5" über dem Normale. ^,—^' Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Bambe^^. D Danksagung. W Für die zahlreichen Beweise herzlichster ^' W theilnahme wahrend des lanqen Schlucrzensia« W und beim Tode der unveracsslichcn Frau I Kronprinzessin Stefanie-Ouj'Jj. ¦ I fit a, kohlensäurereiches natürl. a Ikal. ¦ » H KlDORrisiP brunnen-UnternchmunüKahlAC«.,Krondorlü-l'ar Dopöt in Laibach: G. Plccoll, A]}^^^' ¦ ^i. i ..--. -ii.il i, ........... .___i. _—-u...______.«.»„__ - . . -^^^*-*"" ^^V^ J| 0 S9^" Soeben clnipctrolTeii aus dorn Vcr j'^f all' \) O])eutschen Verlags-A^stalt (vorm. 10 ll,u a lilngst °r' () A bor gor) in Stuttgart und Leipzig ">° A 2 "^jf_ illustrierte Pracht-Ausflabe v« jj Jj Ernte Iiioforunff. Prois 5°^ctmlj0^ J 0 bei Ig.v.Kleinmayr&Fed.»^) lO-^j Maria Lenèek geb. Kiembas, D für die der theuren Verstorbenen aewidmelen v> ^ > Kränze und für die so allscitissc Theilnnh'" ^,, > Leichellbenännnissc sprechen wir hiemit allen "^ ^ch W listen den iuuiqstcu Daul aus; iusbesoubcrc ^ > den Herren Sängern und den a,cehrtcn Scyu > tungen von Vlanca und Rcichenburg. > Bianca, 29. Mai 1882. > Die trauernden Hinterbliebc«"^