H>4, -« <)^ Plänumerationeprci«: Im Comptoir ganzi. /?"^^.^^^^ -H»^i In seltl °n »gebür! Fül lle!ne In,«»ll b>« »u ^ c^Q>c^ "r. 131. ">'!z,»».'^ z^3H'.H,KV,7'3" Samstag, 10. Ium. ««""»«^H^^^,^""«" 1882. Amtlicher Theil. »Il, 3' ^ und k. Apostolische Majestät haben mit > Mster Entschließung vom 5. Inni d. I. den ^ t.Erzbischlif von Wie» Dr. Cölestin Joseph Gangl» M V ^""^ Prälaten des Leopold Ordens mit Nach' le>! ^ ^apn allergnädigst zu ernennen und dem« dm? ^eichzritig das' Großkreuz dieses Ordens Huld-""'t in verleihen geruht. Erkenntnis. llütro?^ ^- l «midesssrricht Wien als Pressssericht hat aus in t>"",°" s, l. StaalsanwcMschast crlannt. dass dcr Inhalt des 3l m periodischen Druckschrift „Wiener (lommunal.Presse" vom j'tta«. "Uhaltcnrn sseuilleton-Artilels mi! dcr Aufschrift „Spa» Lei,,.. N° durch die Vororte" in der Stelle von „Und diesen "c>ch 8 »'"'" unser" bis „tolles Leben herrscht" das Vergehen ^ 3 'M St. G,. und in dcr Stelle von „Äci nns geht cs lich "'.""' Vermchrunss" bis „Emporbliihrn dcr Vororte crmüst-"'« << ^ Vcrqrhen nach 8 302 St. G. beqründe. und hat Hr> ^ ^ St. P. O. das Verbot der Weitervcrbreilung dieser ^lift ausnesprochcn. ___________ Nichtamtlicher Theil. ^ber die Abschiedsvorstellung bei Sr. Er.cel. e. lenz Herrn v. Szlüvy >>^'^ die „Pol. Corr." untern, 0. d. M.: Heute s<^ ""ltaqz oersammellen sich im Ncichs-Finanzmini-l» ^ln die Beamten des letzteren und des bosnischen tz^us, sowie die Mitglieder der Iustizcommission ^ Bosnien-Herzegowina, um sich von Sr. Excellenz b^" von Szläuy zu verabschieden. Sectionschcs ^N ^^ "^^'" ''" Namen des Beamtentörpers ber ^^'Finanzministeriums das Wort zu nachstehen. leiu ^'" ^'llenz! Wenn der Rücktritt Euer Excel-^aat^^" Seiten als ein großer Verlust für den ^ickz 3."le't wird. so haben wir, die Beamte» des ^chei^.^°"M'mstcriums, besonderen Grund das' "ebei » ^"" Excellenz schwer zu empfinden. Den» "llue^ '" Slolz. cinen so hervorragenden, emen so z» w '" ^chgeachteten Staatsmann an unserer Sp'he >>e» , ?'^ben wir auch in Euer Excellenz den besten. dr„ i "'alten Chef zu verehren gehabt. Nicht an uns, ^""erarbenen. ist es. das politische Wirken Euer Excellenz hervorzuheben, das habe» Ungarn, die Monarchie und Se. Majestät unser aUera.uadia.ster Herr eben jetzt in glänzender Weise gewürdigt. Wohl dürfen und müssen wir das Hevz Euer Excellenz preisen, wel« ches jedem Beamten offen stc.nd, das wahrhaft Väter« liche Wohlwollen, womit Euer Excellenz über dem Schicksale cines jeden von uns gerecht und milde wal» teten, und die Nachsicht, die Euer Excellenz unseren schwachen Leistungen oder eigentlich unserem, durch Ihr leuchtendes Beispiel begeisterten redlichen Wollen und Bemühen zutheil werden ließen. Erlauben mir Euer Excellenz, dass ich hiefiir in letzter Stunde im Namen der Beamten des Neichs-Finanzministcriums den ehrerbietigsten, innigsten Dank sage, mit der Versicherung, dass Euer Excellenz immer nnvergrsslich bleiben in unserem Kreise und dass jeder von un« aus vollstem Herzen wünscht, die Vorsehung möge Euer Excellenz noch viele Jahre erhalten, und zwar bald wieder thätig zum Wohle des Allerhöchsten Thrones und der Monarchie. Und wenn es uns auch im engbegrenzten Wirkungsweise des Ministeriums nicht gegönnt war, an der Lösung großer Aufgaben mitzuwirken und uns dadurch vielleicht einen Anspruch auf eine dauernde Stätte in der Erinnerung Euer Excellenz zu erwerben, so fühlen wir uns durch unse' e Ergebenheit, Anhänglichkeit und Verehrimg für Euer Excellenz zu der Bitte ermnthigt. Ihren Beamten auch in der Ferne ein freundliches Andenken bewahren zu wollen. Se. Excellenz Herr v. Szlävy beantwortete diese Anrede mit nachstehenden Worten: Meine Herren! Etwas über zwei Jahre sind es, seit die Gnade Sr. Majestät mich zu der Leitung dieses Ministeriums berufen. Eine hinreichende Zeit, um Sie alle. meine Herren, lieben und schätzen zu lernen. Wie der Herr Seclionschef richtig demellt hat, war es nns nicht vergönnt, während dieser zwei Jahren Großes zu leisten, Thaten zu vollbringen, welch? die Aufmerlsam-leit der Welt anf u»s gerichtet hätten. Der Wirkungskreis, den» das Gesetz dem Neichs-Finanzmmistrr vor» schrieb, ist ein bescheidener, in welchem für große Thaten kein Platz zu finden ist. Aber darum, weil er klein und bescheiden ist, ist er nicht weniger bedeutend, nicht weniger wichtig für das finanzielle Leben der Mon, archie. Er erfordert außer einer über jeden Zweifel erhabenen strengen Rechtlichkeit seitens der Beamten, ein ungewöhnliches Maß stetiger, pünktlicher, genauer Arbeit, strenger Pflichterfüllung. Der kleinste Fehler, ein kleines Versehen, ein Nachlassen in der Püntilich, keit und Genauigkeit, würde sich alsbald in weiten Kreisen fühlbar machen und die strenge Kritik der öffentlichen Meinung hervorrufen. — Dass dieses seit dem Bestände des Ministeriums nicht der Fall war, bietet ein glänzendes Zeugnis für den Geist, welcher im Ministerium herrscht, die Rechtlichkeit. Tüchtigkeit, Pflichttreue der demselben ungehörigen Beamten. Dieser Geist hat es mir ermöglicht, den größten Theil meiner Zeit der anderen schwierigen Aufgabe zu widmen, welche jetzt dem Reichs Finanzministerium zugewiesen ist. Nchmen Sie hiefür Meinen innigsten, wärmsten Dank. Seien Sie überzeugt, dass ich der Zeit, die ich iu meinem langen öffentlichen Leben in Ihrer Mitte zugebracht habe. stets freundlich gedenken werde. Nun erlauben Sie mir, noch einige Worte an jene Herren, welche das Institut repräsentierten, das ich noch so glücklich war, ins Leben zu rufen und dem Reichs» Finanzministerium einzufügen. Ich bin überzeugt, dass Sie die Hoffnung, welche ich bei Schaffung des technischen Ateliers für Staatsnoten-Erzeugnng a/hegt habe. glänzend rechtfertigen, dass Sie sich in den Geist, wel« cher dem Reichs-Finanzministerium eigen ist. hinein» leben werden. Meine besten Wünsche begleiten Sie und seien Sie überzeugt, dass die Leistungen dieses Institutes stets meine Aufmerksamkeit und Theilnahme genießen. Ich empfehle mich Ihnen bestens und indem ich dem Herrn Sectionschef die Hand reiche, drücke ich sie Ihnen allen zum freundlichen Abschied. Sodann nahm im Namen der Beamten des bos» nischen Bureaus Sectionschef Baron Kraus das Wort zu nachstehender Ansprache: Erlauben Euere Excellenz, dass ich im Namen des bosnischen Bureaus zum Abschied einige Worte an Sie richte. Wir sind in unserer Zusammensetzung wohl nur einer irregulärer Truppe vergleichbar, wir waren aber unter uns und mit unserem verehrten Chef innig geeimgt durch das Band der Pflichttreue. Es war unser Ehrgeiz, dem erhabenen Beispiel der selbst» losen Hingebung an eine große Aufgabe nachzueifern, welches Euere Excellenz uns durch Ihr Wirken Tag lür Tag vor Augen gestellt haben und es wird unser bester Lohn sein, wenn Enere Excellenz uns das Z-ug» nis geben: diese Männer haben mich mit dem Einsähe ihrer besten Kräfte zu unterstützen gestrebt. Aber nicht nur hier, sondern auch in dem Lande, welches der Feuilleton. Kunst und Her). Original-Roman von Harriet-Grünewalb. (14. Fortsetzung.) z^eine Teichbekanntschaft", flüsterte Lambert. ","lNr i ^" "'Hl nöthig. Gottfried auf die junge Hit . ln dem weißen Sp'itzenkleide und dem weißen, ill n "k"l Frdetkranze geschmückten Hütchen aufmerksam 3"site ?' ^ ^"^ ^ sogleich erkannt; aber auch fie mi^ 'hn erblickt haben, denn ihr Auge ruhte eine ""»N s/ Secunde voll und groß auf seinem Antlitze, . UMe es Lambert. ll^g"p» Comtesse Gorden nnd ihre blasierte Mama", ' G°m'H h'"ter den Jünglingen. 'tl alll., ^led wandte sich rasch um. Eine überreife, die ^" ^oileltenfarben strotzende Badeschönheit hatte <^,le einem hageren Engländer zngerufen. "tt P^Mama ist nicht schön, aber Comtesse Tochter." °" dil? Albious legte den behandschuhten Fmger 's^t j..'"blosen Lippen: „Interessant, sehr inter» Ü!>ell''?ber ebenso blasiert wie die Gräfin", warf die ^> 55^ ^""" schnell ein und fügte hinzu, den riesi. Wat H"' der an einer hochrolhen Seidenschnur be-!'^i>,e ^' w'e ein Pfauenrad ausriuanderbreitcnd: lch'^r^chaus kalte Seele, in deren Nähe ein warm« !Mr "^' übervolles Mcnschenherz zu Eis erstarren 'He U?' 'lh fmde keinen Namen für das geister- M«l!?^ ich", sagte der Engländer, den die Ent< 'chniul^ lMnülhvollen Dame nicht aus seinem "he brachte: „Ich sage mit unserem Dichter: ^ kn '" ^ NKMO? Ulllt) N'lnol, no onll a ro»o, 5 otkvr llllmo wouiä siuoll « gwoot!" Die Antwort der auffallenden Badefchönheit ent« gieng den beiden jungen Leuten, da sich jrht einige Damen zwischen sie nnd den Engländer drängten. ..Also eine Comtesse Gorden?" sagte Lambert lebhaft. „Hast du dir auch ihre Mutter angesehen? Wahrlich, der Vergleich des Engländers ist nicht so schlecht; die Comtesse gleicht wirtlich einer Rose, freilich nur einer weihen neben der prachtvoll geschmückten Mama." „Ich liebte von jeher die weihen Rosen", ent» gegnete Gottfried; sein Blick glitt traumhaft verloren über die alterlhümlichen Häuser von M------ „Was die Fremde, höchstwahrscheinlich eine alte, kokette Jungfer, gesagt, ist einmal nicht wahr, die junge Dame kann nicht gemnthlos sein. O, hättest du ihr Gesicht, seinen Ausdruck uesehen. als die Schwalben, — doch das habe ich dir schon vorhin gesagt", — unterbrach sich Gottfried. Die beiden standen vor einem alten, mit einem schief gebauten Erler verfehenen Hause. Es war der Gasthof „zur Stadt Venedig", in dem der Commer. zienrath mit seiner Familie wohnte. Die Jünglinge betraten ihn. Aber statt die Treppe emporzusteigen, wandten sie sich dem Garten zu, dcr hinler dem Hause lag. Unter einer schattigen Kastaniengruppe sah die Commerzienrälhin bei dem bereits gedeckten Tische. Mit gleich herzinnigem Lächeln begrüßte sie ihren Sohn und Gotlfried, während der Commerzienrath, dcr neben seiner Gallin saß m,d die vorhin augelangten Zcitungeu durchlas, ein recht steifes Kopfneigen für deu jungen Mann hatte, das Lambert schmerzlich be° rührte, weil er sich eingestehen musste, wie recht sein Freund habe. wenn er sich nach Selbständigkeit sehne, freilich sie schloss die Trennung von Gottfried in sich. Die Mahlzeit wurde ziemlich einsilbig genossen. Der Commeizienralh fragte nicht, wo sich Gottfried den ganzen Vormittag aufgehalten, er wufste ja feine Antwort im voraus: „Ich machte Studien für meinen künftigen Beruf." Die unerschütterliche Vorliebe des jungen Mannes für eine Kunst, die ihn anwiderte, erbitterte Arnau im Stillen immer mehr und mehr und ließ ihn kühl und unfreundlich Gottfried gegenüber erscheinen. „Weißt du, wer hier in M.... ist?" sagte die Commerzienrälhin plötzlich zu ihrem Galten. „Nun?" fragte er zurück. „Der Minister Gorden mit Frau und Tochter. Ich habe eö erst heute durch unseren Wirt erfahren. Wie mag Marcella nur aussehen?" „Was. Mama, du kennst sie?" platzte Lambert heraus, indem er Gottsrieds Arm leise anstieß. Frau v. Arnau blickte ihren Sohn erstaunt an. „Nun ja, ich meine die Tochter oder die Mutter, denn der Minister kann nicht so heißen", verbesserte er sich rasch. „Ich habe Marcellas Mutter gekannt, fie war meine liebste Jugendfreundin." „Ist sie es nicht mehr?" „Sie ist längst heimgegangen, die gute, treue, so gemüthvolle Valentine", entgegnete die Commerzien. räthin mit einem liefen Seufzer. „Gott weiß. was aus ihren Kindern in den zehn Jahren geworden ,st? Gorden geberdctc sich damals verzweifelt an Aalen» »inens Sarge, und schon nach acht Monaten h^ratele er eine schöne, aber mittellose und dabei Welt- und Salondame, — unbegreiflich! Marcella hat es wohl büßen müfsen, das stille, bleiche, träumerische, dama!« i5um fünf Jahr? zählende Kind!" Wieder stieß Lambert seinen Freund leise an doch diesmal beherischte er die Fragen, die sich gern über seine Lippen gedrängt hätten. Würde zwischen ,hm und der jungen Dame eine Negegnuna statt, gefunden haben, er hätte es sogleich den'Eltern mit» getheilt, so aber war es ein fremdes Veheimni» 5»n» er nicht das Recht hatte, preiszugeben. ' (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zcituna Nr. 131 l 132 10. IunilM^ Verwaltung Euer Excellenz anvertraut war, lassen Sie warme Freund? und Verehrer zurück. Es ist jedermann im Lande bekannt, und das Land hat Beweise genug dafür erhalten, dass das Streben der Regierung und die erhabenen Intentionen Sr. Majestät unseres allergnädigsten Herrn nur auf seme Wohlfahrt und sein Gedeihen gerichtet sind. Als die Verwirklichung dieser Absichten in Ihre Hände gelegt wurde, kam man Ihnen mit der vollsten Sympathie entgegen, weil man in Ihnen den Hort jener Unparteilichkeit erblickte, welche nothwendig ist, damit die Geschicke des Landes nicht in Strömungen geralhen, welche außerhalb seiner Grenzen ihren Ursprung haben und auch außerhalb seiner Grenzen verlaufen mögen. Anf allen Gebieten des öffentlichen Lebens haben Sie die Grundsteine für den Fortschritt gelegt und Hindernisse hinweggeräumt, welche einer gedeihlichen Entwicklung entgegenstanden. Dieses Wirken hat wesentlich dazu beigetragen, das Bewusstsein der Consolidierung der Verhältnisse zu befestigen und zu fördern. Euere Excellenz haben dadurch, dass Sie mit warmem Herzen für die Bedürfnisse des Landes Ihre vollen Kräfte an die Erfüllung Ihrer Aufgabe gesetzt haben, warme Freunde erworben und die Bevölkerung wird Ihnen hicfür dankbar bleiben. Ich bin überzeugt, dass auch die Ereignisse zu Beginn dieses Jahres hieran nichts ändern, denn der größte Theil der Bevölkerung hat sich von Ihnen ferne gehalten, und Sie werden auch von niemandem mehr beklagt, als von den Einsichtigen im Lande selbst. Der Abschluss der Thätigkeit Euer Excellenz fällt zusammen mit dem Vollzuge des Wehrgesetzes. Soweit die Nachrichten reichen, dürfen wir hoffen, dass auch die Ausführung dieser wichtigen Maßregel einen befriedigenden Verlauf nehmen werde. So mögen denn Euer Excellenz, gehoben durch die huldvollen Worte der Anerkennung Sr. Majestät unseres allergnädigsten Herrn, zurückblicken auf die zwei Jahre, welche Sie aus Ihrem an Verdiensten so reichen Leben den bosnischen Angelegenheiten gewidmet haben. Diese Erinnerung möge Ihnen freundlich sein, wie ich auch bitte, eine solche uns zu bewahren. Se. Excellenz Herr v. Szlävy erwiderte auf diese Anrede wie folgt: Ich danke Ihnen, meine Herren, dafür, dass sie so freundlich waren, sich hier zu versammeln und dass Sie mir hiedurch die Gelegenheit geben, mich von Ihnen zu verabschieden. Als ich dle Herren vor zwei Jahren bei meinem Amts' antritte versammelt sah, habe ich die Bitte an Sie ge< richtet und die Zuversicht ausgesprochen, die Herren mögen nicht nur als treue uud eifrige Beamte Ihre Pflicht thun, Sie mögen in mir nicht nur ihren Chef, sondern auch den wohlwollenden Freund sehen und Sie mögen, wenn Ihre Kräfte unter der Last der Arbeit zu erlahmen drohen, mir zuliebe auch über die strenge Pflichterfüllung ein Uebriges thun. Sie haben meine Erwartungen im vollen Maße erfüllt. Ich kann Ihnen das Zeugnis geben und Sie werden es mir nicht versagen, dass wir während dieser Zeit unser ganzes Wissen und Können eingesetzt und unsere Pflicht redlich erfüllt haben. Diefes Bewusstsein treu erfüllter Pflicht und die Anerkennung, welche Se.'Majestät weit über mein Verdienst mir hiben zulheil werden lassen, bilden einen schönen Abschnitt meiner Laufbahn im öffentlichen Leben, meines Wirkens, welches bald mit mehr, bald mit weniger Glück, aber immer auf das allgemeine Wohl gerichtet war. Wenn ich nun im Scheiden vom öffentlichen Leben auch die Ueberzeugung mit mir nehmen kann, dass Sie, meine Herren, mir ein freundliches Andenken bewahren und dass Sie stets in Liebe und Anhänglichkeit meiner gedenken werden, wie Sie dies auch meinerseits erwarten können, so lindert dies den Schmerz des Scheidens. Denn ich kann Ihnen nicht verhehlen, m,ine Hrren, dass die in Ihrer Mitte in schwerer Arbeit zngebrachten zwei Jahre mir Sie und das Geschäft lieb gemacht haben und das Scheiden erschweren. Nochmals meinen wärmsten Dank für Ihre wirksame Unterstützung und das mir bewiesene Vertrauen wiederholend, empfehle ich mich Ihrem freundlichen Andenken. Um 1 Uhr erschien Se. Excellenz der Herr Reichs-Finanzminister v. Källay im Reichs-Fiiianzministe-rium, um mit einem Rundgange durch die einzelnen Bureaus des letzteren, welcher mit der Vorstellung der Beamten verbunden war, sein neues Amt an zutreten. Wien, 8. Juni. (Orig.'Corr,) Wenn man erwägt, dass die Opposition, welche die ganze Zeit her sehr unglücklich stritt, nicht nur im Parlamente, sondern noch mehr im Volke an Boden verlor und sich in den von ihr behaupteten Positionen immer mehr bedroht sieht, so erscheint es begreiflich, dass dieselbe nach allen Richtungen hin um Bulides-genossen ausspäht. Man hatte jüngst eifrig die Ungar» umworben, als Neichs.Finanzminister v. Szlävy demissionierte, doch vergeblich, und die Ernennung Herrn v. Källays, noch mehr aber die sympathische Aufnahme, welche dieselbe in Ungarn findet, ist ein empfindliches Desaveu jener Bestrebungen. Herr von Källay ist auf Vorschlag l-ben jenes Cabinetes berufen worden, welches man mit der Finanzministerfrage aus dem Sattel heben zu können vermeinte. Auf dieser Seite war also nichts zu machen, man versuchte daher es auf einer anderen. Eine jüngst erschienene Broschüre, welche in dem einen Theil nichts anderes ist als eine Paraphrase der Wahl« und Parlamentsreden eines Abgeordneten, den ein geflügeltes Wort als den „geboruen Finanzminister" bezeichnet, sucht ausführlich und eindringlich dem deutschen Reiche nahezulegen, dass es in dessen politischem Interesse liege, dass die Partei des Autors wieder ans Ruder komme. Die liebenswürdigen Höflichkeiten, welche an die Adresse des deutschen Reiches, respective dessen Kanzlers gerichtet w/rden, sind nun von der „Nordd. allg. Zeitung" nicht minder höflich quittiert worden, aber über den Punkt, worauf es dem Autor der Broschüre offenbar ankam, gleitet die Antwort hinweg. Die „Nordd. allg. Zeitung" ist sehr erfreut über die bezeugte freundliche Gesinnuug und wünscht, dass das über das Verhältnis Oesterreichs zu Deutschland Gesagte in ganz Oesterreich Beachtung finde, aber nicht die leiseste Andeutung darüber erfolgt, ob man in Deutschland geneigt sei, die Partei des Broschüren« schreibers als einen besseren Bürgen des Einverständnisses zu betrachten, als die gegenwärtig leitenden Kreise. Wundern braucht man sich darüber freilich nicht, denn gerade in den maßgebenden Kreisen Deutschlands bringt man der gegenwärtigen Negierung unver-holene Sympathien entgegen, und man hat dort kei» nerlei Ursache, nach neuen Bürgen einer Intimität auszuschauen, die ohnehin so fest begründet ist. Auch diese Werbung dürfte daher kein anderes Resultat er« qeben. als dass man für Komplimente w'cdcr ComP mente erhält, - Blumen der Höflichkeit in emem z" lichen Korbe. ^___. Zur Lage. Bekanntlich treten am nächsten Montaq Landtage von Tirol, Steiermark. Vö>5 "w . diska zur' Wiederaufnahme ihrer verfasjmigsmW« Thätigkeit zusammen. Dem Tiro ler Landtage w' wie der „Bote für Tirol und Vorarlberg, nm'. von Seite der Regierung keine Vorlage Mche"'^ gegen werden vom Landesausschnsse der ^' ^ eines Straßenqcsches sowie eines Gesetzt ,^ zwangsweiser Vereinigung von Gemeinden unten» werden. Infolge der Beschlüsse der letzten ^M des genannten Landtages wird derselbe feriM . Beschlüsse zu fassen haben über das vom ^ ausschusse vorbereitete Material betreffs Emsw'' einer Landes < Hypothekenbank fowie der A"'^' einer Zwangsarbeitsanstalt, dann über die "^ A' rung der Landesämter, respective Regulierung oc ^ halte der Landesbeamten sowie wegen Ernennu"» Directors für die neue Irrenanstalt in PergM". «.^ bereitet sind ferner Anträge des Landesaue ^ '> wegen Gewährung eines ausgiebigen B^^ltt M Regulierung des Fallerbaches, wegen Vewnu^ eines Beitrages auf fünf I'hre für die ss'^""" ^z der Hufbeschlagsschule in Graz und eines "" für die Nordtiroler Landwirtschaftsgesellschast z^ ^ schickung der Triester Ausstellung, dann Antrag',. treffend die Revision der Statuten über t»e ^ dung der Einkünfte des Approvisionierungs'^^, Weiter werden Fragen in Angelegenheit der Regulierung zur Verhandlung gelangen. . M Die „Neue freie Presse" hat w'sde ^ finanzpolitische Nosinante gesattelt, um einen W" ^ liebten Kämpfe gegen den gesunden Mcnschenve,^ auszufechten. Sie veröffentlicht nämlich ">" ^ Statistik der Nentencourse in den letzten ^" und bemerkt dazu: „Charakteristisch ist es. da,s^ ciell die in Papier verzinslichen Renten ">'" ^ diesen wieder die neugeschaffenen Renten den ^^ Rückgaug ausweisen. Während die gemeinsames ^. rente nur um I 15pCt. gefallen ist, ist die ""l^e procentige Notenrente um 2 8 pCt., die una,al> e< fünfftroceulige Notenrente um 3'45,p^'Hi fallen. Schon daraus geht hervor, dass es ."" ^, bedenklicher Missgriff war. statt Goldrente s""l^,,,ei, tige Papierrente zu emittieren. . . . Z'ff^Ü hie nicht lügen, und hundert officiöfe Federn ti""' ^e Wahrheit nicht bemänteln, die aus unserer ",-„ deutlich genug spricht und der Finanzpolitik de» ^. von Dunajewsti keineswegs ein schmeichelhM« ^e nis ertheilt." — Nuu hat aber dichlbe .M" W Presse" im Jänner b. I. gleichfalls eine V> ^ der Nentencourse veröffentlicht, die sie mit I"'" ^e Worten einleitete: „Im abgelaufeuen 3^" ^' der europäische Geldmarkt mit zwei neuen M ^>ü< schcn Nententilrcs bereichert, die infolge der ^, abundanz und des geringen Unternehmungssseijl,^! hältnismäßig rasch placiert waren. Die u"g" si,i0 und die österreichische fünsprocentige Papier"" Hl innerhalb dreier Monate emittiert worden. ^ „el' Coursgang war ein sehr versch)^ .,i>' sowohl in der Grnndtendenz desselben bei je ^, zelnen Rentengallung als namentlich bei Die Ausstellung in Trieft. Die Bauten der am 1. August d. I. zu er-» öffnenden österreichisch-ungarischen Agucultur- und Ge-werbe»Ausstellung sind in den letzten Wochen von meh» reren Vertretern der Ministerien, der niederösterrei» chischen Handelskammer und des niederösterreichischen Gewelbevereines besichtigt worden, welche von dem heutigen Stande dieser Arbeiten sich in hohem Grade befriedigt geäußert haben. Der eigentliche Ausstellungsplatz, bekanntlich an dem reizend schönen Spaziergange von St.-Andrea. nächst der Bucht von Muggia gelegen, umfasst 68,000 Quadratmeter. Zwei Drittheile desselben, also circa 46.000 Quadratmeter, mussten dem Meere mittelst Anschüttungen im GesamnN'Cubikmahe von 32,000 Meter und einer 225 Meter langen uud 5 4 Meter hohen Quaimauer abgerungen werden. Die Anschüttungsarbeiten wurden am 9. Dezember 188 l begonnen und am l4. März d. I. vollendet. Die Quaimauer wurde aus Cementblöcken von 11, 10 und 9 90 Cubikmeler Inhalt formiert, Die Fundlerung iu eiuer Tiefe von 3 50 M. unter dem Nullstaude wurde am 31. Dezember v. I. in Angriff genommen und in 23'/, 1, welches den von Trieft Kommenden, insbesondere den Fußgängern, zunächst ins Auge saUl, hat eine verbaute Fläche von 1200 Qua- dratmeter, eine Wandhöhe von 9 Meter und bis zum Firste eine Höhe von 10 50 Meter; das Haufttpor-tal eine Höhe von 20 Meter. Das Vestibule ist mit einem Kreuzgewölbe eingedeckt, das Haupleingaugs-thor in sehr geschmackvoller Weise ausgestattet und mit zwei Statuen, den Handel und die Schiffahrt darstellend, ferner mit Kindergruppen und Emblemen der Industrie und Gewerbe ausgeschmückt. In diesem Gebäude wird, den bisherigen Dispositionen zufolge, die maritime Ausstellung, die Abtheilung der wissenschaftlichen Instrumente und das Bergwesen installiert werden. Das Gebäude Nr. II, der eigentliche Industriepalast, hat, auf eiuer Langfeite und einer Breitseite vom Meere begrenzt, eine verbaute Fläche von 17,500 Quadratmeter. In der dem Gebäude I gegen« «beiliegenden Westfront zeigt dieses Gebäude drei Gallerien, deren mittlere 20 Meter breit ist und eine Wandhö'he von 10 Meter — vom Fußboden bis zum Firste 14 50 Meter — misst; die beiden Seitenschiffe sind jc 12 Meter breit und haben eine Wandhöhe von 7 Meter, beziehungsweise bis zum Firste von 8 50 Meter. In einer Entfernuug von 186 Meter von dem erwähnten Westportale schließt sich in der Richtung des Spazierganges von St.-Andrea eine vierte Galleric an, welche abermals eine Breite von 20 M. besitzt. In einer weiteren Entfernung von der Westfront von 54 Meter erweitert sich das Gebäude noch einmal, so dass dasselbe in diesem Endtructe fünf Gallerien, zwei zu je 20 Meter und drei zu je 12 Meter Breite, zählt; die Wand- uud Firsthöhe bleibt dieselbe. Die Länge des Gebäudes beträgt 320 Meter, die mittlere Breite 55 Meter. In diesem Gebäude werden die meisten ^^„lü der Iudustrie.Abtheilung. die Agricultur. d,e ^ ",^ und i„ dem östlichen Endlracle die ungarM'' silioneu ihre Aufstellung erhalten. M ersteres hat eine Höhe von 20 M., letzteres ', ^ j weniger hoch. Der Dachstuhl der Gebäude t^el besteht aus elliptischen Bohlenbögen, 20/42 ^'^ Oi» im Gevierte; die Zimmermeisterarbeit ""cht ,„^B druck äußerster Sorgfalt und Präclfion. D,e ^' Of>P geschieht mit Dachpappe aus der Fabrik vo Wasser in Böhmen. . crMe ",« Das Gebäude Nr. III umfasst eine F"Ati! 1400 Quadratmeter und ist aus Eisen con, ^' hat eiue Wandhöhe von 6 M. und b,s 5" , V^ der Kuppel eine Höhe von 13 M- ?". , M'^„ bäude, welches im Vorjahre einen Theil °" „siM, der Ausstellung beherbergte, werden d»e ^^ <5 des t. k. österreichischen Museums für Nnnil ^ dustrie, welches eine Collectivausstellung ,<^e f seinem und oem Einflufse der Kunstgewe^,^ ^ letzlen Decennium entstandenen kuustgewero ^,^ Ä ä'oouvl-L8 veranstaltet, dann cms.chllchcM ^ «" zahl von kunstgewerblichen Expusitioucn '>' ,„,g "§ orientalischen Museum vorbereitete ^"' tha>^ österreichisch-ungarischen Export- und ^>^ ^, placiert werden. ^ ,.„,. ^f ^ ^n Nachdem dieses Gebäude zur H^te " '^ nie'" z schung des Plateau von St.-Audrca ^ "^^ muss, während der Fußboden desselben "" ^HrZcitung Nr. 131 10. Juni 1882. Witr^ Eoursbewegung ^ider in dem gleichen eu i^^' ^knn freilich, si äuo laciunt. jä6m non l»ls sem s^ n ^^. S^päry hat eine glücklichere Hand Or aM-« ^ '" Finanzministerium in der Himmel, bes 3!' «Z'" I"""" hat also die Finanzpolit.l btt K"!" Ministers Ritter von Dunajewski, nach lvtil di' "^"'"' freien Presse", nichts getaugt. Mp^"V"''che Papierrente relativ höher im Course I,!.Z" 'l als das gleichartige österreichische Effect, die ^ '^ aber. nach der Logik desselben Blattes. "M .^"'i ^s Herrn Finanzministers abermals wilck, ?"' "'"l' beziehungsweise obschon die un-iie «?/ -plipierrente tiefer im Course gestiegen ist als D°n '^ch'sche. Heißt das nicht den weiland Nitler ' "uixote geradezn übertrumpfen? Nennun ^ ^" ^^ auswärtigen Presse findet die Er« Minis? - H^" ^n Källay zum Reichs.Finanz-bll« i> ""^ recht günstige Aufnahme. So schreibt istni"ss,..^oner Journal": „Herr von Källay l°"dern ^ "" gründlicher Kenner des Orients, Politil >?"^ "" ausgesprochener Anhänger jener Mi. '^ ^raf Andräsfy auf dem Berliner Con-bale« ""ten und dnrch die Uebernahme des Mansch ^^ Besetzung Bosniens und der Herzegowina "freut?-I''ch ^um Ausdrucke gebracht hat. Außerdem M b j,ch Herr von Källay sowohl diesseits wie jen-"ach ,, . ^ «»getheilter Sympathien, tritt dem-^ ?v n gilnstigen Auspicien sein neues Amt an." "Oati^ "^lmrger ..Allgemeine Zeitung" ^ch ^ ' " '6 die Ernennung des Herrn von Källay Mien ^" österreichischen Opftusitionsorganen im ^^ recht sympathisch aufgenommen wurde". Vom Ausland. soll ,^'1 Session des deutschen Reichstage« ^ «ach der Disposition des Präsidenten, mit der. slant,?. annimmt, auch die Regierung sich einver-?4 ^' erklären wird. in drei Wochen, also etwa bis skiid "'' ü" ^"be abführt werden. Am 6. d. M. Lcs" ^uf der Tagesorduung des Reichstages die zweite Htzu ^" Tarifnovcllk. Fürst Bismarck war in der W, a. erschienen. Die Zollermähigungen und -Er-a»q» ""sen. welche die Novelle vorschlägt, wurden ^H'^tninen, dagegen wurden sämmtliche proponierten h "ltMiungen der Vorlage abgelehnt. Außerdem I,h k ein Antrag Rittinghausens auf weitere erheb-w ^"bsehung des Zolles auf Elfenbein- und Perl« ^l,/^ und ein Antrag Schmidts auf Nrduc>> 3 Mni? ^^es für hartes Kammgarn von 10 auf M^u" Beschlusse erhoben. fere,,, be" englisch- französischen Con« Die elirn^-clchla ae steht es heute noch wie gestern, staatssecs?^" dächte sind, wie der englische Unter-bereit d ^,'lke wieder dem Unlerhause mittheilte. i'v°r' ..i^""' ""zugehen, die Pforte weigert sich dessen bffmlli<5 l, geradezu, aber sie erklärt die Conferenz ''hen N.I" überflüssig und ist bemüht, den thatsäch-dldnun7^ dafür zu liefern, indem sie in Egyplen ltetez, , '^"^' bevor die Confe.enz nur zusammenlas ,»!. ^' Dafs damit aber die Conferenz keines-Piah " ,lllussig gemacht sei, sondern dass auch über '» E^V,." zur Verhinderung ähnlicher Vorkommnisse erst da« ' ""k die jetzigen'zu berathen sei, hat chr lich "k «Journal de St -Pctersbourg" recht eindring-^^egelegt und auch bei diesem Anlasse wieder be- tont, dass die internationale Stellung Egyptens weder die Pforte noch die Westmächte allein angehe, sondern vor das Forum der vereinigten Großmächte gehöre. Locales. DaS Project der Meliorierung des Laibacher Moores. Am 7. l. M. hat im Saale der k. k. Lanbwirt-schaftsgeseUfchaft eine Sitzung des Morastcultur-Aus-schusses stattgefunden, bei welcher Herr Oberingenieur v. Podhagsky das von ihm ausgearbeitete Project der künftigen Meliorielung des Laibacher Moores erläuternd bekannt machte. Hiezu erschienen nebst Herrn von Pudhagsty 16 Mitglieder des Morastcultur-Ausschusses, unter diesen Herr Grasselli, Bürgermeister der Landrshaupt» stadt Laibach. Auch waren anwesend der Herr Landes« haxplmann Graf Thurn und die Lanoesausschussmit-glieder Herr Deschmunn und Dr. Vosnjal. Der Vorsitzende drückte seine Freude aus, dass der Herr Landeshauptmann die Versammlung mit seiner Gegenwart beehre, begrüßte sodann den Herrn Bürgermeister der Landeshauptstadt und bat diesen, dem Morastcultur-Ausschusse seine Unterstützung und kräftige Mitwirkung angedeihen zu lassen. Nach diesem erinnerte er an die sehr anerkennenswerte, vom bis» hrrigen Herrn Bürgermeister Laschan jederzeit bereit» willigst gewährte Beihilfe und sprach sin dieselbe den Dank in der Ueberzeugung aus. dass dies auch als der Ausdruck der Gesinnung des gesummten Ausschusses erklärt werden könne, wozu allseitige Beistimmung er-folgte. Der Herr Landeshauptmann und nach ihm der Herr Bürgermeister begrüßten ihrerseits die Velsamm-lung und gaben die freundliche Zusicherung. zur Förderung der Bestrebungen des Morastcullur-Ausschusses bestens beitragen zu wollen, was mit wiederholtem Ausdrucke des Dankes entgegengenommen wurde. Hierauf wurde der Herr Oberingenieur v. Pod-hagsly der Versammlung vorgestellt. Bevor Herr von Podhagsky mit der von ihm zugesagten detaillierten Erklärung des Projectes begann, erachtete es der Vorsitzende für nothwendig, derselben Folgendes vorauszuschicken : Der Herr Oberingenieur v. Podhagsky hat nunmehr, also noch vor Ablauf der einjährigen bis zum 2l. Juni 1882 festgestellten Frist, sein Project mit sämmtlichen Plänen und Beilagen dem Ausschusse übergeben und ist nicht zu bezweifeln, dass dasselbe als ein vollkommen zweckentsprechendes Operat anelkannt werden wird. Dafür bürgt der Name des Herrn Verfassers und ebenso der Unistand, dass das hohe k. k. Ackerbauministerinm Herrn v. Podhaqsky trotz der Mit-concurrenz anderer, mitunter bestrenommierter Hydro« teklen die Ausarbeitung des Projectes anvertraut hat, welches auch sicherlich die sich vom hohen k. k. Ministerium vorbehaltene Approbierung erlangen wird. So hätte also der Morastcüllur - Ausschuss eine neue wichtige Etape zu seinem Ziele erreicht. Vor diesem aber wird er einem andern, höchst wichtigen Momente, dem Kostenpunkte des Projectes, gehölig Rechnung zu tragen haben. Dass die Kosten der Durchführung des Projectes eine große Summe erreichen werden, konnte man fchon im voraus annehmen. Wenn schon die früheren Cultur-arbeiten, die doch nur als Palliativmittel anzusehen waren, sehr bedeutende Sinnmen erheischten, so z. B. die im Jahre 1866 Vollendelen Regulierungsarbeittn über 200.000 st., musste man darauf gefasst sein, dass bei Durchführung eines Planes zur gründlichen Sanierung der Uebelstände und zur Einführung der Mittel einer bestmöglichen Culliuierung und Erhöhung der Ertragsfähigkeit weit größere Summen erfordert werden. Dieser Ueberzeugung wurde denn auch bei der Schlußsitzung der Expertenkommission von maßgeben« der Seile d,nch die Worte Ausdruck verliehen, «dass durch die Expertise schließlich die Kosten nicht in das Unerschwingliche gesteigett würd?», wenngleich schon die finanziellen Ansprüche für die Ausführung del Programmes einen gewissen Muth erfordern." Die von dem in Rede stehenden Project? beabsichtigten Meliorierungsarbeiten können den bedeutendsten Culturarbeiten, welche gegenwärtig in unserm Kaiserstaate schon in Ausführung stehen, oder über sich erst im Stadium des Projectes befinden, an die Stile gestellt werden, so z. B. den Entsumpfun^s-arbeiten an der Narenta - Mündung, welche einen Kostenaufwand von vier Millionen erfordern, oder der Ent- und Bewässerung bet Landes am rechten Isonzo-Ufer, welches mit dem altberühmten Aquileja unge-fähr als seinen, Mittelpunkte ein Flächenmaß von beiläufig 15,lX)0 Heltaren zählt, mit dem Kostenvlälimi-nare von 3.500.000 fl., wobei nicht übersehen werden darf, dass das Wasser aus dem tief gelegenen, in sechs Partien eingedämmten Terrain mit Dampfkraft gehoben werden muss, um in das Meer abstießen zu können, was wieder eine Mehrausgabe von 50,000 fl. pro Jahr erfordert. Es ist felbstverständlich, dass die oberwähnte Culturarbeit in Dalmazien nur auf Grund einer aus« giebigen Staatshilfe in Angriff genommen werden tonnte. Aber auch die Grundbesitzer im oberwähnten Görzer Landstriche hoffen eine Rettung aus dem Niedergange durch staalllche Hilfe zu erlangen. Zur Anhoffnung auf eine Aushilfe berechtigen nun auch die hiesigen gleichen Verhältnisse, und ift das Vertrauen auf diefelbe durch die freundlichen und wohlwollenden Worte des Herrn Regierungsvertreterz und des damaligen Herrn Landeshauptmannes in ihren Ansprachen gelegentlich der schon erwähnten letzten Expertencommission und welche im gesummten Moor-becken einen freudigen Nachhall fanden, begründet. Es muss übrigens noch bemelkt werden, dass, soweit bisher in Erfahrung gebracht werden konnte, es nicht unbedingt nothwendig sein dürft-, dass sämmtliche proponierte Arbeiten in einem Zuge vollendet werden, sondern dass die Tieferlegung des einen Almel ldes Laibachflusses anstatt beider für einstweilen genügen dürfte, wodurch sich vorläufig die Kosten bedeutend verringern würden. Auch ist nicht zu übersehen, dass in den Vesamml-tostenvorarischlag des Projectes auch die Kosten für die Regulierung sämmtlicher Hauptzusliisse ausgenommen worden sind, obschon sonst solche Küsten gewöhnlich die betreffenden Interessenten zu tragen hatten. Bei Verminderung des gemeinsamen Kostenaufwandes verringern sich auch die Zahlungen, welche auf die mitconcurrierenden Grundbesitzer entfallen. Diefe werden aber hiefür nicht nur von der Gefahr der Ueberfchwemmungen befreit, sondern sie werden sich auch einer höhern Ertragsfähigkeit ihres Bodens u»o demnach auch eine>j höhern -Hertes desselben zu erfreuen haben, wahren i an >ern Theiles infolge der gesteigerten Pro^uclionkkrafl des Bodens mit zualeicher Zunahme der Bevölkerung dulch die erHöhle Steuer- und Wrhlllast ein reichlicher Ersah für die gewählte Hilfe gesichert wild. Nach diesem beginnt über Einladung Herr von Po'ühaqsly mit der Erklärung seines Projectes. bei welcher er stets auf die mit größtem Fleiße und aller Genauigkeit ausgearbeiteten Pläne hinweist, und geben wir au« seinem Vortrage nachfolgende, lurz gefafste Mittheilungen. Der Herr Verfasser gab zuerst einen Ueberblick über die Gtsichtspllükle, welche er bei Verfassung des Projectei eingenommen hat, sodann besprach er die fummarischen Kosten der Ba»lart>eiten und fühlte zum Schlüsse die anzühliffenden Erfolge an. Wir wollen nun unferrn Lesern einen Ueberblick geben über die Gesichtspunkte, welche der Herr Pro-jectant bei Verfassung des Plojectes eingenommen hat, ferner die fummurischen Kosten der Aauarbeilen besprechen und endlich die anzuhoffenden Erfolge au» führen, welche die einzelnen Herstellungen auf den Morast und dessen künftige Cultur haben werden. Der Herr Projectant geht von der Voraussetzung aus, dass. nachdem dulch die vorzunehmenden Äauirn definitive, d. h. nicht mehr in Frage zu stellende Zu-stände geschaffen werden sollen, auch auf die V»'l-änderungen Rücksicht genommen werden müsse, welche etwa in dem Regime des Laibachflnsses und seimr Zuflüsse im Laufe der nächsten Decennien eintreten dülften. Zu diesem Zwecke wird die abzuführende twctz. wassermenge des Laibachflusses nicht, wie sich wlcde durch dle Erfolge der Excavierungsbauten in den 1300 r ^lelb?» ^" wird. so musste für die Fundierung !^eii >« ?" b" Meeresseite ein Sleinbau hergestellt chi'edez' ?"^er vermöge des erheblichen Niveau-Uuter« !^ht. le,i,^ b" Promenadeseite au« das Einqangsvesti-M ei,, ^ Arcaden und Kreuzgewölbeindeckung und ^'ebei, ^^ "°" 13'/' M. Elne Statue . die den 's^en v ^stellt und die zu beiden Seiten von Em- "' sch... " Industrie und des Gewerbefleihes flankiert U Uckt den Abschluss des Purtales. ^H"> der Seile des Meeres befindet sich eine ">>d ^ w'ae und 6 M. hohe, mit' Glas geschlossene Achfj .-"»veau des Plateau angelegte Veranda; die lech 3ck""a. ist theilweise ans Glas. theilweise ans "»de^,/^eses Gebäude hat somit Oberlicht; die beiden l^chan Hauptgebäude hohes Seitenlicht, welches jedoch ^t V'N als vollkommen genügend erscheint. Es ^r, .I^.minehmen. dass allen Ausstellern vollkom» l> V? l c^ Plätze werden angewiesen werden können, fester Ml des Gesammtprojcctes sind die Herren ^d>a°, Flchiteklen Vater und Sohn Johann und Di i "am. ^lche k.. Unternehmer sämmtlicher Arbeiten — für i ""lw,. Gesammtquantum von 20.000 Cubikmeler "^lieuv/ur Verwendung kommt — sind die Civil-" Nr. Johann Righetti und Josef Naglos. Für die Vollendung der Gebäude wurde contract« mäßig der 15, Illli als Termin bestimmt; das Gebäude Nr. I ist jedoch bereits seit Wochen fertig; jenes Nr. II wird längstens bis 20. Iani, das Gc« väude Nr. 111 wenigstens bis zum festgesetzten Termine vollendet sein. Die für die temporären Ausstellungen in Aussicht genommenen Gebäude umfassen einen Raum von 2700 Quadratmeter. Außerdem wird eine Reihe kleinerer Gebäude und Pavillon« zur Aufstellung kommen: ein Kaiserpavillon. ein Gebäude für die Collectivautzstel« lung der Zucker-Industriellen, eines für Heeresaus« lüstliNgs-Gegenstände, für Kroazien u. f. f., dann Re-staurationspauillons der Etablissements Dreher, Nei-ninghans, Puntigam, eine Czaroa u. a. m. Nachdem auch das Lloydetablissement und das 8tlldilim6nt,0 tecnillo den AuLstellungsbesucheril offen« gehalten werden und diese beiden Etablissements 194.300 Quadratmeter umfassen, wird die Gcsammt-stäche der Ausstellnngsarea 202.300 Quadratmeter, wovon 75,000 Quadratmeter verbaut, umfassen. Die bisher fertigen Ausstrllungsgebäude machen — selbst abgesehen von der außerordentlich reizenden Lage des Platzes - durch die günstige Disposition der Räume, die solide Construction, die Fülle von Licht und die für Bauten von fo kurzer Veiwendungs' daucr ungewöhl'lich luxuriöse Ausschmückung einen sehr vortheilhaften Eindruck. Möge es ihnen beschieden sein, den Rahmen eines glanzvollen und lebendigen, in seinen Nachwirkungen für Stadt und Reich erfolgreichen Unternehmens zu bilden. (W. Ztg.) Laibacher Zeitung Nr. 131 N34 W^mUiM^ Jahren als richtig berührt?, mit 12.000 Cubikfuß. d. i. mit 378 Cubikmeter, sondern mit eim'M 25°/^igen Zuschlage, somit rund mit 470 Cubikm. angenommen. Plese Annahme bietct selbstverstäüdlich dc,n Moraste eine gröhere Sicherheit des Erfolges, und lässt sich das Resultat derselben etwa dadurch kennzeichnen, dass bei der Hochwassermenge circa 470 Cubikmeter die Senllmg der Hochwässer am ärarischen Laibacher Pegel 2 Meter, bei der gegenwärtigen Hochwasser« menge von 37^ Cubitmeler. dagegen die Senkung der Hochwässer 2-50 Meter betragen wird, so dass dem Moore durch diese Disposition eine gröhere Sicherheit von 050 Meter geboten wird. Bei dieser beantragten Senkung der Hochwässer wird nicht nur die Ueberschwemmun Mefahr siir das ganze Moor definitiv behoben, sondern ist auch die Möglichkeit herbeigeführt, den größten Theil des Torfes durch Abbrennen oder Abtorfeil zu beseitigen und die Untergrundschichte einer rationellen Cultur zuzuführen. Die gänzliche Beseitigung des Torfes, somit eine noch weitere Senkung der Hochwässer erscheint indessen bei der verhältnismäßig geringen Fläche des übrig bleibenden Torfbodens gegenüber den hiedurch erwachsenen vervielfachten Kosten nicht mehr angezeigt. Die Hochwassermenge von 470 Cubikmeter mufs somit bei dem um zwei Meler gesenkten Hochwasser» stände durch die beiden Abflüsse des Moorbeckens. das heißt durch den Laibachfluss und den Grubel'schen Kanal, abgeführt werden. Der Herr Projectant geht nun von der Ansicht aus, dass aus Rücksicht für die Stadt Laibach, in welcher eine bedeutende Vertiefung oder Erbreiterung des Flusspiofils weder räthlich noch durchführbar ist, das Hauptgewicht auf den Gruber'fchen Kanal gelegt werden müsse, dass aber dann, wenn dieses Princip als richtig anerkannt würde, vorcrst nur die Vertiefung des letzteren stattfinden könne, wogegen die Arbeiten im Laibachflusse erst nach einer Reihe von Jahren und nachdem das Bedürfnis, selbe durchzuführen, fühlbar geworden ist, in Angriff genommen werden follen. Die Kosten diefcr Bauten beziffern sich folgender« maßen: 1.) Vertiefung des Gruber'schen Kanals sammt Erbauung einer Stauschleuse und Reconstruction der Karlstädter Brücke.......412.000 fl. 2.) Aussprcngung einer Cunette im Laibachflusse von der Einmündung des Gruber'schen Kanals bis gegen Kalten« brunn.......... . 292.000 fl. zusammen ' ! 704,000 fl. Nebenbei sei hier nur erwähnt, dass die in dem Gruber'schen Kanäle nothwendige Vertiefung bei d?r Karlstädter Brücke drei Meter, weiter nach abwärts noch mehr beträgt, und dass die am Anfange des Kanals zu erbauende Stauschleuse den Zweck hat. die kleinen Wässer gänzlich durch die Stadt Laibach abzuführen. Durch diese Arbeiten wird ein? Senkung der gegenwärtigen Hochwässcr pcr 378 Cnbikmeter am ärarischen Laibacher Pegel von 1 U5 Meter, also ein Resultat erzielt, welches den Morastbewohnern sofort zugute kommt und es dem größten Theile derselben ermöglichen wird, die raschere Abtorfung des Moorbeckens zu betreiben. Selbstverständlich müssen auch die Seitenbäche in gleichem Maße vertieft werden. Unter diesen Seitenbächen, welche nach Ansicht des Herrn Projectanten nicht in der bisher üblichen Weise von den Gemeinden, sondern von dem unter Subvention des Staates zu bildenden Coocurrenzfonde reconstruieit, beziehungsweise nach Maßgabe der Sen-lung der Laibach-Hochwässer entsprechend vertieft werden sollen, gehört die Ischza, die Vorounifchza, der Zorn'sche Graben, der Kleingraben und der Gradaschza-bach ; endlich würde nach seinem Antrage diesem Fonoe auch die Herstellung der Wasserklause an der Ischza. dann die Entschädigung für einzulösende MühlgefäUe zufallen. Diese vom Concurrenzfonde zu tragenden Auslagen sind veranschlagt mit 377,500 fl. und wären erst nach Vollendung der V^tiefnngsarbeiten im Gruber'schen Kanäle in kleineren Beträgen und etwa in 8 bis 10 Jahren in Anspruch zu nehmen. In die zweite Bauperiode fallen endlich die Kosten für die Vertiefungsarbeiten an dem Laibachflufse vom Kleingraben bis zur Einmündung dcs Gruber'schen Kanales, welche mit 432,000 fl. veranschlagt sind, ferner die in den Gebirgen zur Aufhaltung des Geschiebes beantragten Ergänznngsbauten, für welche ein Kostenbetrag von 35.300 st. eingestellt wurde. Nach dem vorliegenden Projecle war das oberhalb der Hradeckybrücke gelegene kleinste Durchflussprofil für die beantragte Vertiefung der Sohle maßgebend, dahcr innerhalb des verbauten Stadtlheiles die bisherigen Taloudpflasterungrn und Quaimauern vollkommen intact erhalten bleiben. Die Vertiefung der Sohle ist hier mit 1 37 Meter beantragt, muss aber in dem nntern Thiile des Fluss-°^. beispielsweise hei dcm Udmater Wehre, bis a ^ 7« » durchgeführt werden, damit für die dem La.backstusse zufallende Wassermeuge das nöthige Durchflusöp' oftl hergestellt würde. " " Damit aber auch die Leistungen der Gemeinden ersichtlich gemacht werden, m?lche durch die successive Tieferleguiig der Seilenznflüsse in einer Reihe von Jahren hergestellt wcrdm, hat der Hcrr Projcctanl auch den Wert dieser Arbeiten ermittelt und selbe mit 155,200 fl. bewertet. Wenn somit alle vorstehenden Ziffern zusammen-gefafst werden, so ergibt dies riuen Gesammltostci,-betrag von 1.703,200 fi., welche in etwa 10 biö 15 Jahren theils durch den Concurrenzfond, theils durch die Arbeiten der Gemeinde in Anspruch genom-men werden würden. Durch diese Mclioranonsbauten wird die Ueber» schwemmungsgefahr für das ganze Morastterritorium definitiv beseitigt, dann die Möglichkeit herbeigefühlt, alle bisher versumpften Flächen vollkommen zu ent-wässern. Außerdem dürften mindestens zwei Drittel der bisherige''. Torffläche bis zur Untergtundschichte ab-getorft werden können, so dass von dem gesammlen Morastterritorium per 16,000 Hcl!are nur noch etwa 3000 Hektare in Zukunft als Moorgrund bewirtschaftet werden müssen. Bei diesen letzteren Gründen darf selbstverständlich die Abtoifung nur bis zu jener Tiefe gestattet werden, damit die gesenkten Hochwässer die neue Culturschichte nicht überschwemmen. Der Herr Projectant schätzt den durch diese Melioration erzielten Nutzen auf rund 2.880,000 fl., indem er den Mehrwert der Gründe je nach der künftigen Bodenbeschaffenheit, nach ihrer Luge und Ertragsfähigkeit mit 25 bis 170 fl. per Joch beziffert. Bezüglich dieses Erfolges sagt schließlich derselbe in seinem Schlussresume, „dass diese Vermehrung der Grundwerte erst dann eintreten wird, wenn die Senkung der Hochwässer erfolgt sein wird, wenn alle Culturgräben in Function sind und die Untergrund-schichte in frnchtbares Ackeiland umgewandelt ist, wenn überdies eine fleißige, arbeitsame und durch die Intelligenz geleitete Bevölkerung von dem ihr durch diese Melioration gebotenen Vortheile den richtigen Gebrauch macht". Herrn Oberingenieur von Podhagsky wurde für den gefälligen und fehr interessanten Vortrag der ge-bürende Dank ausgesprochen. Die Mittheilungen über die Beschlüsse und über das weitere Vorgehen des Morastcultur-Ausschusses werden seinerzeit nachfolgen. — (Der gestrige monatl iche V iehma rkt) war äußerst schwach besucht. Von Hornvieh wurden an 200 Stück aufgetrieben, die Triestmer Händler tauften an 30 Stück, die hiesigen Fleischhauer etwa 20 Stück bei mittelmäßigen Preisen. Pferde waren kaum an 100 am Platze, und war der Handel kein besonders lebhafter, da er sich zumeist auf die geringen Käufer der italienischen Pferdehändler beschränkte. -x- — (Hagelschaden.) Man schreibt uns aus Krainburg: Am 1. d. M. wurden in nachfolgenden Orten die Fclofrüchte durch einen Hagelschlag theils total, theils minder vernichtet, und zwar: In Cirtiie. Hrastje. Hraöe, Seebach. Terboje. Mosche. Drulouk, Breg. Iama, Ober« fesSniz, Unterfessniz, Iodoci, Strasisch und Feuchting. — (AuS St. Georgen im Felde bei Krainburg) schreibt man uns: Am 2. d. M. nachts l0 Uhr brach in dem nächst St. Georgen liegenden Wohn- und Wirtschaftsgebäude „zum Planauiek" auf eine bisher noch unbekannte Weise Feuer aus. äscherte dasselbe bis auf den Grund ein, wobei viel Vieh mit« verbrannte. Leider gieng dabei auch ein Menschenleben zugrunde. Obwohl die Krainburger Feuerwehr, welcher für ihr rasches Erscheinen an der Brandstelle die vollste Anerkennung ausgesprochen wird, sich thunlichst schnell an Ort und Stelle einfand, konnte wegen Mangels an Wasser und ob des rapid um sich greifenden Elementes nur wenig gerettet werden. — (Waldbrand.) Es wird uns aus Stein geschrieben: Am 21. v. M.. 11 Uhr vormittags, bemerkten die zwei städtischen Forstcmfjeher Karl IavorZek und Adalbert Veliö, als sie an dem genannten Tage von der Hochebene Dol ins Feistrizthal zurückkehrten, einen Waldbrand im städtischen Forstdistricte K'oroöica, Parc. Nr. 770. Das Forslversonale eilte sofort auf den Brandplatz, und bis 6 Uhr abends gelang es demselben, den Brand zu löschen. Die im Ausmaße von zehn Joch abgebrannte Fläche war ein bereits zur Weide eröffneter dichter, circa ^bjähriger Fichten- und Birken-Jungwald, der mit altem, dürren Grase reichlich bewachsen war, mim vermuthet auch, dass das letztere von den Weide« berechtigten angezündet worden und dies die Ursache des Brandes gewesen. — (Aus den Nachbarländern.) Am 2. d. M. erschien Se. Excellenz der Herr Militiircom-mandant FML. Freiherr von Schünfelo in dem Trieslrr Garnisonöspitale, um die Decorierung jener verwundeten Soldaten vorzunehmen, wrlchc von Seiner Majestät dem Kaiser für ihre vor den, Feinde be^ Wiesene besondere Tapferkeit mit Medaillen ausgezeich net wurden. Se. Excellenz richtete an die zu Decoricren-deil eine die Bedeutung des feierlichen Actes lirtunendc Ansprache, in welcher er ihrer besonderen Tapferkeit und ihres hervorragenden Muthes gedachte und mit emem dreimaligen „Hoch" auf Se. Majestät den Kaiser schloss, in welchen alle Anwesenden begeistert einstimm« ten. Der Herr Feldmalschall Lieutenant heftete hul^! das Ehrenzeichen jedem Einzelnen an die V"w betheilte dieselben mit einer von Baronin LutteMY u widmeten ansehnlichen Geldspende. — Neueste poft.^, .«. Original-Telegramm der „Laib. Zelt«'» Budapest, 9 Juni. (Abendsitzung des U^h"'^ Der Ausschussantrag betreffs Einwanderung der ^n schen Juden wurde mit überwiegender M"!""" genommen. Auf eine Interpellation Csernatony'S w u der Krawalle in Fiume und Suöal antwortete ^ s.^ die Untersuchung sei eingeleitet und die Angelege"^ bereits vor Gericht anhängig; auch der ^a""b «. sicherte, es seien alle Verfüqnngen zur känstigen hiitung solcher Vorkommnisse getroffen. Budapest, 9.^suni^Während t»>r h"tlg" Sitzung des Abgeordnetenhauses spielte sich '"' ^ saale ein unliebsamer Zwischenfall zwischen den geordneten Ist6czy und Wahrmann ab. ^' " lirß nämlich Wahrmann wegen der in s">'" ^"H Rede gegen ihn gebrauchten verletzenden ^" durch die Abgeordneten Sznhänyi und Onody !"" Wahrmann lehnte die Forderung ab. IsltW) e 1^ nun in Begleitung der Abgeordneten NchoM).^ Onody im Lesesaale und erklärte Wahrmann M!^ Wahrmann gab die ihm zugerufenen SAM ,^ zurück. Istüczy erhob nun seinen Arm gegen ""yl" ^ der sich zur Wehre setzte. Die anwesenden AbaM"'^ traten dazwischen und trennten die Streitenden. ,^ dem Auftritte forderte Wahrmann den P">'^„. der liberalen Partei zur Abhaltung einer, ferenz auf. Mittlerweile traten Miniswp'"'^ von Tisza. der Präsident des AbgrordnelenY^ der Clubpräsident und mehrere hervorragende^^ glieder des Hauses zu einer Berathung 5"^' D deren Ergebnis die Abhaltung einer N?'?^!^ Sitznng war. Nach der Affaire meldete I^/v.^e!! Clubpiäsidenten seinen Austritt aus der Nvn Partei an. Heute abends 7 Uhr wird die P"'^ dieser Angelegenheit eine Conferenz abhalten. ^ Abgeordnetenhaus unterbrach die öffentliche ^v und hielt um I'/, Uhr nachmittags eine gW"» Sihnng ab. , .M Rom, 8. Juni, 11 Uhr nachts. Die LeichA g auf Caprera dauerte von 3^ bis 5 Uhr. DeH^ von Genua und die übrigen officiellen Pelso'lu'^ ^j wurden bei der Landung von der Familie ^^ ^ empfangen. Es waren mehr als dreihundert ^^ vertreten, unter anderen die der Stadt Marsala, ^ Delegierte den mit Hunderten von Kränzen dco ^ Sarg trugen. Es spräche»: Alfieri namens des ^, nats, Farini im Namen der Kammer, dann 6 ^l drlli, Ferrcro und Crispi. Alle Reden wlM' ^ Beifall begrüßt. Als der Sarg auf dem F^ ^ btigefeht wurde, gaben die Kriegsschiffe.M"'Y> W. und ..Cariddi" Salven. — Das Wetter war ablA'^e Dublin, 8. Juni, nachts. Der in vl^ec (Grafschaft Galway) wohnende Grunde'geN ^,! Walter Vourke wurde, als er aus der Sta°l ,^ nach Hause zurückkehrte, erschossen und ebenso ^, begleitende Dragoner getödtet. Bourke war s^^tzl-gere Zeit den Feindseligkeilen der Pächter au?u Bisher habrn keine Verhaftungen stattgefunden^^ Verstorbene. Im Civilspitale: gZ 3' Den 6, Juni. Peter Waidhauscr, Inwohn". ^ 5< Lunacncmphyscm. — Maria ttrasiic,, Tanlohncn"' He« LlMsscntllberculuse. — Anna Pipan, Taglohncrin, ou "' ^ fchlcr.___________________________________^^^ Meteorologische Beobachtungen^in^^> 5 -Z 5ys «s ? "3 ^ ' 'Z W n ' -l K 7U.Mg. 728 «3 ^12-6 SW. schwach Ncaw ^ 9. 2 , N. 728 0« ^18 0 SW. schwach dew"" ^ 9 . Nb. 72«W -l-I3 « NW schwach h""!,.oth, ^t Murnms und tllssslibcr öfters »teacn. W"^ Oar" Aufheiterung, slcnicnhclle Nacht. Das Tages»""" " -j- 14 7«. um ll 4" unter dem Normale. ___^^Trö' Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Na^l^^-^ „ ^ Kronprinzessin Stefanie-O«^- ¦ I H lilt «i. kohlensäurercichfsnatürl.alka''' „., ¦ I IKRONBOüfüliil DopGt in Laibach: «. riccoll^AP^iS^^ Das Möbel-AIK Hu uiKüithohrliclics NaclisclihKfebucli /^TUQstr»»^'^ aller Ständo, onthaltoiul 5)00 vbrtrosflicljo 1»JJ { ft. W ncbst Proiscourant, ist Imogen Postujiweisung ^ franco zu bczichon von rpnnPži^ / J. G. & L. Frankl, Tischler u. Tapj^ jj /F/eu, Lcopoldstadt, Obere J>ö^f.'**„ olofc"1 Dasolbat roiciisto Auawuhl von solidon, bnliß ' (1522) 12-9 Möbülu. ^ liniLachcr Zeitung Nr. 131 ____________________^35_____________________________________________lO. Juni 1882. Course au der Wiener Görse vom 9. Juni 1882. «M«dem 0^^ Toursblatte) «veld Ware Elants.Anlchen. lK^.......7°5° 7«e5 l'^n." «-.' .'......772t. 77-85 >«s«tt 4°/° ^'"""lose . »5,0 fi. 1,8 75 120 25 '«««ei 4«/ K?">< k-.au „ 120'LÜ 130 76 l««ne. rilszahl. ' ^'^.....1000b 100 25 >>G°ldr«me<>v. . . . ,i,«.«°i«o-I U'«^^.' ^ ' ' ««"^ ^°">« Qbl, (Ung. Ofib,) 11« 75 ,11 !" » «!>-«>. " .» """ ^- 'U7U !»,»Lb „»75 ^ 3 ^^.......w'50 — ^nN"'^'^ - - - . ">«'5° 104-50 Geld War,/ 5°/» slcbcndilrgische.....98-50 »»-5« 5«/^ Tcme^'ar-Baual« . . »»l>0 »»-— l>",„ unaarischc..... »»»ü »875, Andere üffentt. Anlehen. Donau.Neg.rosc 5«/« >00fl. , il»'K0 II«-bto. «lnleihe ,«7». fieuerirei . 104 25 104 75 Änleben b. Stabtgemeinde Wien 102-2', 102-75 Nnlchen b. Stadlncmcinbe Wie« (Silber oder Oold) . . . . —------------ Präniien°?lnl.d.Stadtgcm.Wien 1LS?5 127 25 Pfandbriefe (fill, 00 f>.) Nodcncr. allg. österr. 4'/,"/° Volb 119 50 120 — bto. in .'!!, Jahren rü blo, VlamicN'Lch!!lbverlchl.3«/n 100'— 10050 Oefi. Hypolbclcnbanl I0j. 5'/»°/o 10025 ini — Oeft.'Ui'li. Äanl vcrl. 5°/<, . . 100 80 is,0!»s> tlo. „ 4>/,N/u . . »00 85 I,,I-— bto. „ 4"/, . . V4U0 N5'1U Unss.nllss,Vodcncredit^Actienges. in Pest i» »4 I. vcrl. 5'/,"/« . —'— — — Prioritäts-Obligationen. (silr inu fl.). Llisabcth Wcstb.chn l. «imilsion »l»-— 9!»-b« nerbinc>!id<>.i1iordl>nhn in Silb. ivli 25 10? - ifranz.c»l.'j>s>Bah».....1021.0 0375 walizifchc .«all Ludwig»Bahn En>, ,««! 300 sl. S. 4'/,'/« - - «0 — 100-25 Orld Warc Ocfierr. Vlorbweftbahn, , . .103-45 103 65 Siebcnbürger.......91 bo 91 75 Staatsbahn 1, Emission . . . 17« — 180 —< Sildbahn 5 8 »3»-5)^4c, — <5rbt,'Nnst. f. Hand », G, luu fi, 324 80,325, 20 Clbt.'ÄNft., «Ug. Ung. 200 fi, . 3l8 25. 318 75 Dcposilcub., «llg. 20U fl, . . . 20!) — 2I0-— Li>comp«c-Ge!.. Nicdcröst, 500 fi. 84« — »54 — Hypolhclcnl,., öst. 2lb, 17250 173 — «usfig.'Tepl, Eiscnb, 200 fl, Ufl,S, «42 — 84« — ranz«Iosef»Vahn 2«0 fl. Klld, ü!l-?5 i»5 25 Nllnflirchen3 — 2185? V»lz.Karl»i,'ud»vig«Ä 2UUfi, 2M, »l?-— 317-1,0 Vraz'Köflacher!cllibcrg»Czinow,» Ialfy löisen» tahN'Oesell. 200si, ö,W. . .i?i-?5 178 25 i'loyb, öst.'UNg., Trieft 50Ufl,CV.'. «54 — «5»-— Ocsterr. Morbwesib. 2110 fl, Tilb. 20«- 20850 bto. (M. «) 200 st. Silber . 2L5-—22ß-b<> Prag'Duxcr «tiscnb. 150 fl. Silb. «4-— «4-5» Rudolf» Vahn 200 fi. Silber . iU8 — i«8 5» Siebcnbilrger Eifcnb. 200 st. S. iu4-75> 16550 Sla«. TurnaU'Kralup X05, fl, ö, W, , 848-— »50 — Nng .galiz, Visenb, »Ollst Silber 15»»« 159?» Ung, Vloibostbahn 200 ft, Silber ,»4 — i«4-»b Ung.Westb.(«aab'Vr»,)W<>si.S. i«?-50 1«» — IndnftrieNctien (per Slüll), nv, in Wien 20» fi. . —-— — » Lifenbadnw.-^cihg, I,200fi.40°/, 9«»__ 94-»y Hi!llcnbcrner»» Neud.-^ial.Gew.i.W. z»O0st.«K> —-— —^ Präger Eisen Ind..Ges, »00 st. i«z —. «« — Salgo.Tari, «tisenraff, 100 fi. . izz — iz« .» Trifailer Kohlenw.»Ves. 100 fi. . —-— —-^. Devisen. Deulfche Plähc......«-55 »-7« i!onbon.........lil»-»c» ix» 1» Pari«.........4l «b 4.7-»0 Petersburg.......—.— -..» Valuten. Ducaten......, . »,, »„ 20°France'Vtüriv. Maschinenfabrik Kraus ^ "rii-*<» & Comp., Wien, Wiihring. Die Restauration »zur Bierquelle" 6ln (l. (Pranzenstiuai) gutorT ,s*ch zum geneigten Besuche einer l]ute,.ij1' ""^khafton Küche nowio echter diroct v," ,*" nnd Ocsterreicher-Welne, al'ffcin€.i , r0(1'icontün, und des in Graz »er.«!.. "«Hebten vorzUgllchen Schrci-^i'oisoü. eubleres zu möfflichst billigen Achtungsvoll (1098) 28 *ritz Reisinger, *--—^__^2B Restaurateur. üittonv""(losto Und «ichhaltiffsto aller Ofnur eiToiclit SOr> *n soinom Gohalto von keinem ^hralJi""1 170° mohr ala Hunyady, (50° ?u8ßoy„; , anj5-Josofo-Quollo. Begutachtet und ^nkl,r-ill0t Ol»l»fs'hlon gegen Unterlelbs-Jf'n ,,. ,1(eil»t!ong:cstionen,DrUseii,Flecli-«eitei, n!im°ntlich gegen Frauenkrank-J%n. V0M den Prof. Hosrulli Jirann- l>ucheh, Lambl, Professor !S( 1 ' Sai"tät8rath Lorittser etc. etc. Jon 11)1,1 " in friscli««tor Füllung oingotros-**etor r ' abo" in LaiToacla. bei Herren *°*io i lSSlUk 11nd Apotheker <*. Piccoli, &o|jU, „ n ^llon bekannten Depots dor Uiu-^rcef; 7~ ^rospocto durch dio JJrunnon-^^ m Ofen. (1616) 10-8 1 Soeben beginnt zu orschoinen und ist durch (|p I *&• v. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laib ach ii y zu beziehen: •¦; I Handbuch der speciellen Methodik. | K Auf Grundlage (2461) 6—1 ^P \ ÜBr Lehrpläne für die österreichischen Volks- und Bürgerschulen L l |j"t(''' Mitwirkung von Oberlehrer M. Fischer (Schulgarton), Schulrath Professor U L |;n?er ^randalier (Freihandzeichnen). Professor J)r. Tli. Hcln (Naturlohrn), i Ü p.'"'igsschullührer J. Iliebscli (GoKang), Prososor Josef Jloser (Uochnon), nj|| i |'"t(1«sor lUchard KUmincl (Turnen), Fräulein Louise Prokesch (weiblicho i. l\ ^'""'firltoiton), Professor J)r. Karl Kotlie (Naturgeschichte), Professor tlusta\ [f 1 ll**eli (Goographio und Geschichtoi, Uobunga-Schullehror Hans Sommers fe-> 1 (doutscho Untorriclitssjiracho und Schroiben), horausgogobon von fl\ h k- k. Schulrath und Director der k. k Lehrcr-Bildungsanstalt in Wien. (j| 7 O^ Mit zahlroichen IUuatrationon. '^B L/ 3 6in,,H -"^,118 Work erscheint in 25 bis HO Lieferungen au je 3 Itogon 8°. Prois II | 8 J«den Hei'toa 25 kr. Allo 3 bis 4 Wochen wird oino Lioforung ausgegobon. m/ MC3UC3C3C3C3ClUUUUUUC3Hr^ I Zaünarzt Faickels i 3 Mundwasser-Essenz n. Zahnpulvers 1 dio vorzüglichsten Zahnreinigungs- und ^ \ Erhaltungsmittel, sind ausser im Ordi- Jj u (HdOt 42 nationslocalo u i an der Hradetzkybrücke, I. Stock, S i noch boi don Horron Apothekern: May r, n ^Swoboda und boi Herrn C. Karingor J{ ^ zu haben. }J f| Prois einer Flasche Mumlwassor- u jEssonz 1 fl., Zahnpulvor GO kr. J] Trlester Coiraltt Triest. Die Triester Commercialbank empfängt Geldeinlagen in österreichischen Bank- und Staatsnoten wie auch in Zwanzig-Franke n-stiieken in Gold mit der Verpflichtung, Kapital und Interessen in denselben Valuten zurückzuzahlen. Dieselbe esconiptiert auch Wechsel und gibt Vorschüsse auf öffentliche Wertpapiere u. Waren in den obgenannten Valuten. Sämmtliche Operationen finden zu den in den Triester Local-blättern zeitweise angezeigten Bedingungen statt. ((>) 52-23 Von der hohen k. k. Regierang autorisierte, weit 18<>9 bestehende Militär-Vorbereitungsschule für Einjährig-Freiwillige, Reserve-Officiere und Cadeten. Via \ aUlirivo Ar. 1H in Trtost. Jünglinge, welche wedur das Oborgymnasium noch dio Oberrealschule absolviert habon, wordon an der obigeii Scliulo nach dem Tom hohen Keichs -Kriegsministerium für die Aspiranten des Einjährig - FroiwilligondienstoB vorgoschriobenon Programm zur b»ziig-lichon Prüfung gründlich vorborcitet. Die vorgeschriebenen Gogonstündo werdon an dor obigen Vorboreitungflflchule von folgendon Herren Professoren tradiert, u.zw.: 1.) Physik vom Herrn Dr. Franz Friedrich, ProfosBor an der hiesigen Obsr-realschule ; 2.) Naturgeschichte vom Herrn Adolf Stossich, Professor an der hiesigen Oberrealscbulo; 3.) Oliomie; vom Horrn Johann Bai do, Professor an der hiesigen Obermisch uh»; 4.) Mathematik; vom Herrn Jloinrich Menogazzi, Privatdocenten; 5.) Goographio und 6.) Weltgeschichte vom Gefertigton selbst. Die Unterrichtsstunden sind täglich von 7 bis 9 Uhr früh, 12 bis 1 Uhr mittag« und von 5 bis 7 Uhr abonds. Dass aus dieser Vorbereitungsechule seit 23. PVbruar 18G9 bisher über 500 Aspiranten, meistens Triester, die bezügliche Prüfung wit gutem Erfolg aböolviert haben, 1st wahre Thatsache und jedermann in Triest bekannt. Die Aufnahme der Aspiranten findot täglich im Schullocale von 12 bis 1 Uhr mittags statt. Auswärtige Aspiranten können beim Gefertigten auch in Kost nnd Quartier auf-gonomincn wordon. (2453) Dor Director: S- XjSitosclilxislri, ehemaliger Kna"ben-ErziehungshauB-Commandant des 51. Regiments, Cadetensohul-Oomman-dant des 61. Regiments, Professor an der höheren Militär-Bildungsanstalt in Witnw Neustadt, dermalen k. k. Landwehrhauptmann, Inßtituts-Inhafcer. Hauptniederlage aller natürlichen Mineralwässer und Qiiellera-3Prod.-u.cte boi (1852) 12-7 Peter Ijassnlk. F Beim Eintritte der Erntezeit heohrt sich die I \ k. k. priv, Avechselseitige | Brandschaden -Versicherungsanstalt in Graz ] dio j), t. Horron Landwirte höflichst aufmerksam zu uisiv-U'-.n, na^ dioselbe nebst I der Versicherung von Ucblluden, EinrlchtangsHtücken »Her Art, Ma- I schlnen, >'Jeh etc. auch die | Ver^ielieruii^ tier Feld- und I llieNeiifViielite g*eg:e:EL Bra,nd.scli-a,c3.e3n. j untor don möglichst günstigen ltodinguugnn übernimmt. I Einschlägigo Auskünfte wordon bereitwilligst im Bureau der Anstalt ] ((Jraz, Sackstrasse Nr. 2(1) sowio boi der j Repräsentanz in Laibach (Floriansgasse 23) und boi jodom Dintrictscommissariato orthoilt UDd obondaselbst Versicherungs- | antrügo ontgcgoügonommen. \ LtpriF.wecliselseitip BraitelaSei-VersiclieriiBpanstaltin Graz, j im Mouato Juni 1882. (2448) 3—1 (Nachdruck wird nicht honoriert.) W