^lr. 129, Mittwoch, 1. Juni 1911. 130. Jahrgang. Mbllcher Zeitung Prnnu,«rrnllon»prri«: Mit Postvslltndung: annzjähl'l, 30 X, h«!bjiihlist 1b «, Im »on<°l: «nnzjähri«, «« ll, halbMiig 1! X, ssür dic Zust,Nung in« haus ganzMrln L X. — Inl»rl, «lOhere per Zellt 12 b; bei «fteien Wiederholungen pei Zeile 8 k. Tie «i.'aiblich,i Zrituna» ellcheint <«n>ich. mit «„tnatinis d<-r Son»- und ssrislta^, D,s Administration befindet sich MiNoiic strohe Nr, 20; die Hl,d«»«lwn MiNoiiistraße Nr, 80, Sprechstunden der «cdalrion von « b,4 „ Uhr rorxittay«, Unsranlierte Vrieie »erden nicht «lngen««men. Manullriple nichl zurüllgellelll. I«l«ph««.Nr. »er ««»altto« 52. Amtlicher Geil. Seine f. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 1. Juni d. I. dem Landeshauptmanne im Hcrzogtuin Ober» und Nieder-Schlesien, Geheimen Rate Heinrich Grasen Larisch» Mönnich das Großkrcnz des Leopold-Ordens mit Nachsicht der Taxe allcrgnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Merhöchstcr Entschließung vom 2. Juni d. I. den Ministcrialrälen im Ministerium für Kultus und Unterricht Dr. Franz Krappel und Dr. .Hicrony-mus Koller taxfrei das Ritterkreuz des Leopold-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 8. und ^Iuni I9N (Nr. 127 und 12«) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugmsse verboten: Nr. 19 «Npo<1vi8lo8t> vom L6. Mai 1911. Nr. 144 «c«cl,. vom 27. Mai 1811. Nr. 6 «8w. 'Wo^ivoli v odi-omo prkvd)» vom Juni 1911. Nr. 120 «Ostdeutsche Rundschau» vom 27. Mai 1911. Nr. 122 .I)üluiell6 list)" vom 30. Mai 1911. Nr. 166 «Slavische« Tagblatt» vom 30. Mai 1911. Nr, 21 «Wochenzeitllng für das Viertel unterm Mann» hartsberge, Klosterueuburg und Umgebung,» Nr. 452 «5nti-n» vom 1. Juni 1911. Die in Turnau gebruckte Flugschrift: «Voliöovö?rkeuji5> Üllo.» Nr. 8 «Nnv/ poLtovni «diar» vom 30. Mai 1911. Nr. 22 «^Vioninc: ?«xe«iütl<»» vom 28. Mai 1911. Nr. 22 «Vollspresse» vom 31. Mai 1911. Nichtamtlicher Geil. Die Enthüllung des Viktor Cmanuel.Denkmals in Rom. In Gegenwart sämtlicher Mitglieder der könig» lichen Familie, des diplomatisch» Korps, der Minister, der Mitglieder des Parlaments, der Spitzen der Zivil» und Militärbehörden, sämtlicher Provinzialbürgermei» ster nnd einer unabsehbaren Menschenmenge wurde "m 4. d. M. vormittags aus dem Kapitol das Denkmal Viktor Emanuels II. feierlich enthüllt. Die Stadt war festlich beflaggt. Die Piazza di ^enezia, die sich vor dem Denlmal ausdehnte, bot «inen feenhaften Anblick. Die rcichgeschmückten Balköne Waren dicht beseht. Alles war erfüllt von festlicher Stim. mung, die in begeisterten Jubel ausllang, als der König das Zeichen zur Enthüllung gab. Langsam wurde die Neilerstatue Vitlor Emanucls II. sichtbar, begrüßt von den Ovationen der Menge nnd dem Salut der Geschütze. Das Denkmal ist eine Schöpfung Sacconis, dem die bedeutendsten Künstler Italiens zur Seite gestanden sind. Die Festrede hielt Ministerpräsident Giolitti. Er gab zunächst ein Bild des „Vaters des Vaterlandes", dessen Gestalt die Erinnerung an die glorreiche Zeit der Wiedergeburt Italiens wachrufe, und fuhr fodann fort: In Gegenwart der Vertreter der alliierten und bcfrcun» deten Nationen, die mit so großer Herzlichkeit an der patriotischen Gedenkfeier teilnehmen, ist >ein neuer Be» weis, daß die Friedens» und Kulturmissiun Italiens in der Welt anerkannt wird. Die Anwesenheit der heute noch lebenden Zeugen jener glorreichen Zeit und die der Jugend Italiens, die Teilnahme der Vertreter der Provinzen nnd Gemeinden des Landes bezeugen die Dankbarkeit der Nation gegenüber dem großen Schöpfer seiner Einheit. Mit Genugtuung kann Italien heute, im Jubeljahre, zurückblicken aus den Weg, den es in allen Zweigen menschlicl)en Fortschrittes zurückgelegt hat und, geachtet von der Welt, vorwärts schreiten in siche» rem Vertrauen in die Zukunft. Die Institutionen seines politischen Lebens, fußend auf den Grundsätzen weite» stcr Freiheit, ermöglichen unserem Lande, sich nach allen Seiten zu entfalten, und die giinsticfc-rcn wirtschaft, lichen Bedingungen, die das Leben der breiten Vulls-schichten besser gestalten, sichern seinen sozialen Fri<>-den. Das italienische Volk will, daß die kleinen Fragen bei Seite, gelassen und nur die großen. Fragen des Vaterlandes im Auge behalten werden, damit es immer blühender, immer größer, immer geachteter nnd ge> licbter nnter den Kulturvölkern der Erde werde. Mit diesen Gefühlen, fchloß Redner, entbieten wir unsere begeisterten Huldigungen dem Könige, indem wir dem Hause Savuycn unseren Dank abstatten als dem Symbol der Einheit unseres Vaterlandes, dein Beschützer seiner Unabhängigkeit und Freiheit, dem sicheren Führer zu hoher Bestimmung. Das englische Marineluftschiff. . Über den ersten Probebau des jüngst fertiggestell» ten englischen Marinelustschiffes „Mayfly" wird ge-schrieben: Das aus Dnraluminium, einer schweren, aber festen Metallvcrbindnng, hergestellte Lenkschisf ist 150 Meter lang, es mißt 14,6 Meter im größten Durct^» messer und hat einen Rauminhalt von 4000 Kubik-melcrn. Der Innenraum wird durch 18 Ballonrtts ab» geteilt, die Tragfähigkeit beträgt 20.000 Kilogramm. Das Konstruktionsprinzip weist zwar eine Verwandt-scl)ast mit dem Zeppelin system auf, doch sind in An-betrachl der besonderen Ausgaben dieses Flottenluft» schiffcs viele Konstiuktionsdetails neu syftemisirrt wor» den. Mit den Moloren von 240 Pfcrdekräftcn hofft man 40 Kilometer Geschwindigkeit in der Stunde zu erreichen. In der Marine erwartet man von diesem Luftschiff die Lösnng vieler taktischer Fragen des Auf» tlärungs« und Nachrichtendienstes, da es befähigt sein wird, bis zu 40 Stunden über dem Meere zu kreuzen und Rekognoszicrungsfahrten bis auf 300 Seemeilen vom Lande ab in Hohe See zu unternehmen. Die Be» mannung zählt 12 Mann, die imstande sein sollen, ohne weitere Unterstützung aufzufliegen nnd zu landen. Die Gondel ist als Rettungsboot gebaut, mit Ruder, Alu^ miniummast,Segeln und Anker ausgerüstet, um im Falle einer Havarie über der See als Fahrzeug zu dienen. Die demnächst beabsichtigten Flüge werden vorerst längs der Sceküfte stattfinden und dann erst in die See hin» ans versucht werden. Immerhin rechnet man für die großen, im Juli und August stattfindenden Flottcnman» over bereits auf die Mitwirkung des neuen, viewer» sprechenden Marineluftschi sfes. Politische Uebersicht. Laibach, 6. Juni. Das „Fremdenblatt" tritt für die gesetzliche Meze» lunss des Denkmalschutzes ein. Bisher haben immer äußere nnd innere Schwierigkeiten die parlamentarische Erledigung des vom Freihcrrn v. Helsert eingebrachten Gesetzentwurfes verhindert. Aber es werde immer mehr künstlerisches Gut in Österreich durch übertriebene Modcrnitätssucht, durch sinnlose Restaurierungen ver» nichtet. Solchen Zuständen könne nur durch ein Gesetz ein Ende gemacht werden. llber die militärischen Operationen gegen die auf» ständischen Malissolen wird aus Konstantinopel berich» tei: Das Expeditionskorps im Vilajet Slutari besteht aus drei Divisionen, welche im ganzen 30.000 Mann zählen. Der Oberbefehlshaber, General Torghut Schef-ket Pascha, l)at diese Streitmacht auf drei Kolonnen ver» teilt. Entlang der ganzen türlisch-montenegrinischen Grenze ist mit der Entwaffnung der Bevölkerung be- Feuilleton. Die Konturrenten. Humores!« von Adolf Stark. (Nachdlull »«bole»,,) «Da bin ich wieder," sagte Fritz Weber, wars sein Ränzel auf den Boden, stellte den Bergstock in die Ecke und streckte, dem herbeieilenden Wirt beide Hände ent-l^gen. „Gott zum Gruß, Vater Hermann. Wie ich sehe, sind Sie munter und rüstig. Sie werden ja von Jahr 2u Ieuer noch viel mehr Auswahl wie sonst um diese Zeit." Die Mittagstafel war ziemlich gut besetzt, aber aus eine diesbezügliclie Bemerkung des Malers entgegnete der Wirt: „Vorige Woche waren es srcl)6 mehr, d,e sind nach Ablauf ihrer Zeit hinübergestedelt. Und nächste Woche, das heißt übermorgen, wenn wieder der Wechsel kommt, werden andere folgen. Na, Sie werden ja schon sehen und hören!" Und Weber hörte tatsächlich. Kaum war die Suppe l>erumgereicht worden, so ertönte vom unteren Ende der Tafel her eine jchrille Stimme: „Das ist heute wieder ein richtiges Spülwasser! Suppen zu lochen verstehen doch nur die Franzosen!" Trotzdem ließ die alte, dürre Dame, aus deren MunHd,esc Worte kamen, leinen Tropfen auf dem Teller zurück. Aber die böswillige Kritik wiederholte sich bei jedem Gange. Das Fleich war zähe, die Mehl-speise mißraten, der Wein elend, kurz, mchts fand die Zufriedenheit der Nörglerin; und sie verfehlte nicht, regelmäßig daraus hinzuweisen, daß die Franzosen e3 besser verstünden. Ja, zum Schlüsse der Tafel sagte sie sogar qcrade l>eraus: „Zu welclMl Unglück habe ich mich da verleiten lassen, daß ich aus dem vornehmen Palast» Hotel in dieses ordinäre Wirtshaus zog!" lSchluh folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 129. 1220 7. Juni 191l. gönnen wurden- die Durchführung dieser Maßregel stößt auf keine Schwierigkeiten. An den maßgebenden mili» tärischcn Stellen in Konstantinopel hält man es für fest-stehend, daß die vollständige Unterdrückung des alba> nischen Aufstandcs in kurzer Frist gelingen wird. Die Aufgabe der Expedition wird jedoch mit der Errei-chnng dieses Erfolgs noch nicht ganz vollzogen sein-es ist vielmehr beschlossen worden, daß der größte Teil des im Aufstandsgebiete vereinigten Truppenkontingents während des Sommers in den Grcnzgegenden belassen werden soll, um an dcr dauernden Befestigung der Ord» iiimg mitzuwirken. Äuö Sofia, 5. d. M., wird gemeldet: Der türkische Thronfolger l>at heute auf seiner Reise nach London Sofia passiert. Zu seiner Begrüßung hatten sich im Auftrage des Königs Generaladjutant Markov mit dem Ct>f des Gehcimkabinetts Dobrovi^ nnd in Vertretung der Negierung Ministerpräsident Ge.^ov mit dem Mi« nister für öffentliche Arbeiten Franghia im Bahnhofe cingcfunden. Ans Petersburg, 5. d. M., wird berichtet: Der Ministerrat hat sich gelegentlich der Beratung über eine Organisation der Kreditgewährung an die Städte nnd Zemstvos für die Gründung einer besonderen Staats» bank zur Erreichung dieses Zweckes ausgesprochen. Der Staatsrentei soll eine ans die erste Zeit beschränkte Verantwortung für das von der Regierung zu dcponie» rende Kapital von zehn Millionen Rubel zufallen. Eine Mitteilung aus Paris bestreitet die Go rüchtc über tiefgehende Meinungsverschiedenheiten, die zwischen dem Minister des Äußern, Cruppi, nnd dem Marineminister Delcasso über die von der Regierung zur Hilfeleistung für Fez ergriffenen Maßregeln cnt-standen sein sollen. Die Annahme, daß Delcassü in diese Hilfsaktion selbständig eingegriffen habe, stehe mit der Wahrscheinlichkeit durchaus in Widerspruch. Den Vlät-tern zufolge, welche die erwähnten Nachrichten vcrbrci» teten, wäre der Marincminister zn einem derartigcnVur-gehen dnrch seine Besorgnis veranlaßt worden, daß die gegenwärtigen Ereignisse znr Veröffentlichung der im Jahre 1904 zwischen Frankreich i.nd Spanien abge-schlosscncn geheimen Vereinbarungen führen könnten. Diese Begründung sei in zweifacher Hinsicht hinfällig. Einerseits deute nichts darauf hin, daß die spanische Re» gierung die Veröffentlichung dieser Abmachungen be> absichtige; anderseits habe Dclcass^, wie versicl)«rt wird, keinen Grund, eine solche Veröffentlichung zu scheuen. Tagcsneuigleiten. — Merkwürdige Diäten für Abgeordnete.) Dieser« 'tä^e erweckte im englischen Unterhaus ein, znr Oppo» sition gehörender Abgeordneter stürmische Heiterkeit, als er an den Schahkanzler Lloyd George die Frage rich» tctc, ob die Entschädigung von 9600 'Kronen per Jahr, die er den Abgeordneten in Aussicht gestellt hat, als ein Salair oder als ein Neujahrsgeschcnk betrachtet werden würde, ob die Mitglieder des Parlaments ihren Lohn täglich oder Ultimo erhalten würden usw. Es ist wohl nicht allgemein bekannt, daß die Mitglieocr des Hauses der Gemeinen in früheren Jahrhunderten eine Entschädigung erhielten, die, je nach dcn Umständen, variabel war. Im 14. Jh. batten die Vertreter der Graf» schaftcn Anspruch auf 4 Schilling per Tag, die der Städte aber nnr auf 2 Schilling; außerdem wurden die per» sönlichen Auslagen erseht. Die Grafschaften nnd die Städte schlössen jedoch, da sie diese Diäten selbst auf» bringen mußten, mit ihren Vertretern oft Sonderver» träge, um entweder weniger zn zahlen oder in Natu« ralien abzurechnen: so erhielt im 15. Jahrhundert der Abgeordnete von Dunwich am Schluß jeder Session eine Tonne Heringe, während der Abgeordnete von WlMouth sich mit 500 Stockfischen begnügte. Nach und nach wur» den die Diäten so reduziert, daß die Städte und Graf. schaften schließlich gar nichts mehr zahlten: ja es kam sogar vor, daß die Abgeordneten für die Ehre, einen Wahlkreis vertreten zn dürfen, noch zuzahlen mußten. Im 16. Jahrhundert wurde dann in manchen Wahl-kreisen die Würde eines Depntierlen von Zeit zu Zeit öffentlich versteigert. — Die Laufbahn eines Lorbeerlranzetz.j Die „Münchener Neuesten Nachrichten" erzählen folgendes Gcschichtchen: In Lindau am Vodcnsce l)at letzte Woche ein Rezitationsabcnd stattgefunden. Es lvar das zweite Mal seit der Vesiedelung des Lindencilandes, daß ein bekannter Darsteller, der auch in München viele Ver> ehrer und noch mehr Verehrerinnen hat, mit wohl-tönender Stimme und musterhafter Aussprache ctwas vortrug. Was? — das wissen wir leider nicht. War's „Manfred", war's „Enoch Arden", war's das „Hezen» lied"? Gleichviel, der Rezitator griff mächtig in die Harfe des Gefühls und riß das Publikum zu schwär-mender Begeisterung hin. Voll tiefer Rührung über-reichte der liebenswürdige Bürgermeister der schönen Inselstadt dem Vortragenden einen ri,csigen Lorbeer« kränz mit schöner Widmnngsschleife aus Atlasscide. Der Gefeiertc ließ sich das Zcngnis der Verehrung in das Hotel tragen, in dem er abgestiegen war. Anderen Tags fuhr er wieder nach Hause. — Den Kranz ließ er liegen; nur die Schleife ging nut. Was macht man auch mit 365 Lurbeertränzen im Jahr? . . . Der Hausknecht des Hotels entdeckte das vereinsamte Symbol des Ruhms. Hausknechte haben meist ein tiefes Empfinden. Eine Idee erleuchtete Johanns Hirn. Würde doch morgen sein bester Freund, ein königlich bayrischer Dienstmänn nnd Koffcrträger, begraben werden. Johanns Entschluß war rasch gefaßt und ausgeführt. Am nächsten Tage prangte der Lorbeerkranz auf dein Sarge des Dienst-mannes. Ein paar Pfingstrosen schmückten das eintönige Grün. — Man versichert jetzt, die Stadtbehörde werde in Znkunft mit Lorbeerspenden sehr zurückhaltend sein oder wenigstens anf der Rückseite der Schleife, die In» schrlft anbringen lassen: „Nicht für Vecrräbniszwccke!" — lGoethe und seine Köchin.j Das Sprichwort, daß bedeutende Männer vor ihrem Kammerdiener nicht groß sind, mußten mehr oder weniger alle Männer, die Hervorragendes leisteten, in der einen oder anderen Form an sich erfahren. Entweder sie zeigen ill ihrem Privatleben Schwächen, tn> selbst den Kammerdiener lächeln machen, oder die Dicnstleutc stellen die Rei-bunqsflächen dar, welche die sonst ziemlich weltfernen große»! Männer mit der Welt haben. Sie bilden gleicl)-sain die Tücke des Objektes. So erging es Beethoven, der bekanntlich ziemlich viel von seiner Wirtschafterin zu leiden hatte, und ähnlich erging es, wie die „Frank-furter Zeitung" erzählt, auch Goethe, wenn wir uns aus dem Zeugnis, das er seiner Köchin Charlotte Hoher ausstellte, einen Rückschluß auf den Charakter diefer sonst ehrenwerten Dame machen können. Sie hat zwei Jahre bei ihm gedient und wird auch als befähigt zum Kochen geschildert. Dagegen attestiert ihr Goethe einen unmöglich und schlechten Charakter. Sie war zänkisch, keifte mit ihm und mit aller Welt herum und machte nie, was er ihr befahl. Besonders ließ sie sich in ihr Reich, das die Küche darstellte, von keinem dreinreden. Anscheinend hatte sie vor Goethes Bedeutung nicht den geringsten Respekt. Besonders hebt Goethe hervor, daß er sehr gern Kammschnitzel af;, sie aber stets Rindfleisch kochte. Dazu hatte sie noch die sehr schlechte Angewohn-hcit, hinter der Tür zn horchen. Sie dürfte da wohl m den wenigsten Fällen viel Schmeichelhaftes über sich gehört haben. Auch mit seinen männlichen Dienern hat der Dichterfürst anscheinend wenig Glück gehabt. Jeden-falls war ein Diener namens Hönseler sicherlich keine Perle. Er war nach Goethes Äußerungen rrnft, gewissermaßen filtriert werden. Das Mittel, dessen sich Mac Kendrick bedient, ist nach der „Nature" höchst merkwürdig: g<'-trocknete Erbsen nnd Aohnen dienen nämlich als Filter. Mac Kendrick leitet die Schallwellen durch eine lange Rühre, die mit getrockneten Erbsen nnd Bohnen oder anch mit Metallstlicken gefüllt ist, und dadurch wird tatsächlich erreicht, daß die musikalischen Klänge sich ungehindert ausbreiten können, während die Geräusche, die die kratzende Nadel hervorruft, unterdrückt werden. Es brauchen übrigens nicht gerade Erbsen oder Voh-nen zu sein, die den Filter herstellen, sondern Mac. Kendrick hat anch kleine Gaslügclchen, Steinlugeln und Mclallsplilter, besonders Zinlspäne verwendet, und das Patent, das er sich hat erteilen lassen, schützt Zink-röhren, die mit Zinlsftlittern gefüllt sind. An Wirksamkeit soll jedoch diese Einrichtung tatsächlich hinler dcn getrockneten Erbsen und Bohnen, die allem Anscheine nach nicht patentfähig waren, zurückstehen. Lolal- uitd Pluvinzilll-Nachrichtcu. Die Schwurgerichtsvcrhandlung gegen die «Mavna posojilnica». Erster Verhanolungstag s6. Juni). Beginn der Verhandlung nm 10 Uhr vormittags. Den Vorsitz führt l. k. Hosrat und Landesgerichtsvizc» Präsident P a j k; als Vutanten fungieren die k. k. Landesgcrichtsräte Vcdernjak, Kobler und S t u r m; die Anklage vertritt Staatsanwalts.Stellver. treter Dr. N euberger. Auf der Nerteidigerbank fitzen: Dr. Novak als Verteidiger des angeklagten Direktors der „Glavna posojilnica" Dr, Hudnik, Dr. Ravnihar als Verteidiger des Beamten der „Glavna posojilnica" Ro« gelj, Qr. Sabothy als Verteidiger des Bnchhalters der genannten Anstalt K n i f i c, Dr. F r l an als Ver» teldiger des Revisors der „Zadruxna zvcza" Io 3 t und Dr. Triller als Verteidiger der Angeklagten M a -«ek, Turk, (lad nnd Putrich. Der Angeklagte Hren ist im Laufe der Voruntersuchung gestorben. Die „Glavna posojilnica" vertritt Dr. Ovläk, ihr Kon» tlN'smassenverwalter. Auf der Geschworenenbant sitzen: Ivan Samec, Iosue Kiauta, Anton ätof, Johann Paviiek, Gleiches Maß. Roman von U. L. Lindner. (42. Fortsetzung.) (^iachdruc! »erboten.) Man war nur gespannt, was sich ereignen würde, wenn sie einmal die kleine Leiche berühren sollte. Es war allgemeiner Volksglaube, daß ein Toter anfinge zu bluten, fobald sein Mörder an den Sarg träte. Das Hansmädchen wollte wissen, daß Klara es bisher sorgsam vermieden habe, Hänschen zu nahe zu kommen. Auf jeden Fall fand man, es sei hohe Zeit, daß die „Pollezei" sich der Sackte annähme; man würde auf Befragen sein Zeugnis gewiß nicht verweigern. Herr Zur Heyden hatte jetzt sein trauriges Werk beendet, es fehlten nur noch die beiden hohen Kande. laber aus dem Salun, die zu Häupten des Sarges auf» gestellt werden sollten. Als er über den Flur ging, um sie zu holen, sah cr eine schwarzgekleidete Gestalt an einem der niedrigen Schränke stehend, das Gesicht in die eine Hand gestützt, in der schlaff herabhängenden Rechten einen Korb fchö-ner Dahlien. Ihre ganze Haltung drückte so tiefe, schmerzvolle Verlassenheit aus, daß er's nicht übabe die« sen nicht er herbeigeführt, sondern es hätten ihn ledig» llch uugliictliche Zufälligkeiten verursacht. Die im Herbst 1899 erfolgt Gründung der „Glavna posojilnica" sei in erster Linie dao Werk des verstorbenen Max Ver^ec gewesen, der auch in Steiermark mehrere Vorschußlassen licgrüudet habe und einer der Gründer der Laibacher ^judsla posojilniea gewesen sei. Ver»ee habe ihm im Sep- tember des genannten Jahres gesagt, er wolle in L.nbach eine Vorschußsaffe gründen, lvelche die Aufgabe haben sollte, das Terrain für eine später zu gründende Kredit« bank vorzubereiten. Sie sollte nur eine Sammelstelle »nd eine Vorlänferin der Kreditbank bedeuten. Ver3ee habe ihm zugeredet, in den Verwallungsrat dieser Vor- schußtasfe einzutreten, der er den etwas bombastischen Namen „('Invliü «1ovnn»kll ki'nnilliisüi in plins>.iil,>i(?„ 2 ,i('(),nl^«no xuvicuguis („issjsli^, 'nüsfe, er fei eine weiche Natur, die Nüauden, etwas abschlagen könne, habe in allen Lenten ur ehrliche Naturen vermutet und habe sich dessen nicht ^lselxu, daß er und seine Güte Opfer der Ausbeutung ^,"lch andere werden könnten. So alxr sei er immer l,!er ins Unglücl hineingezogen worden. In Gleinitz ^' Laibach habe Ianlo Trauen auf gutem Platze ein 'usge^ichnet gebendes Geschäft gehabt, das Dr. Hudnik "s e,gei,er Anschauung genau gekannt l)abe. Dr. .Hud» nik habe zu wiederholten Malen 3ravens Geschäfts» gebarung revidiert. Traven aber habe ihn uud seinen Schvager hinters Licht geführt. Nach seiner Insolvenz. erllärüng habe die „Glavna posojilnica" bei ihm 32.000 X verloren. Diese ganze Schuld l)abe Dr. Hud» uik, der dem Traveu den Credit eröffnet habe, auf sich genommen. Er habe das damals leicht tun können, weil er habe hoffen dürfen, diese Summe aus seinen Ein. fünften zahlen zn können. — Von noch mißlicheren Folgen fei Redners Geschäftsverkehr mit Alois Lavrcn- 5i5 gewesen. Lavren<'i<' sei ihm heute ein psychologisches Rätsel. Was dieser Manu in die Hand nehme, sei drm Verdeiben geweiht. Alois Lavren^, früher Buchhalter bei der Firma Majdi<5 in Krainburg, sei mit der Ab» ficht nach Laibach gekommen, hier ein eigenes Geschäft zu gründen. Er habe die „Glavna posojiluica" um Kredit angegangen nnd habe gegen Giro des gut situicr» ten Kaufmannes Mar. Dmuicclj in Ralek 15.000 X aus« bezahlt ereilen. Lavren5ic- l)abe gute Geschäfte gemacht nnd fein Unternehmen vergrößert. Parallel mit der Vergrößerung seines Geschäftes sei auch sein Kredit bei der „Glavna posojilnica" gestiegen. Hudnil habe sein Geschäftsgebaren zu wiederholten Malen revidiert und in Ordnung befunden. Dr. Hudnil habe ihm als einem tüchtigen Fachmanne unbedingt vertraut. 1904 sei besonders der Handel mit Heu glänzend gewesen. Auch Lavren^lö habe damals größere Geschäfte gemacht. Auf einmal aber habe es sich herausgestellt, daß auch hier ein großes Manko herrsch. Weil Redner gewußt habe, daß Alois Lavrem'm in Graz einen Nrnder hatte, der ein sehr reicher Mann gewesen und ihm in einer Notlage leicht hätte ausbelfen können, so l)abe er noch nicht alles verloren gegeben. Nun sei aber im März 1905 Andreas Mauer zu Dr. Hudnit mit der Nacl)- richt gelommen, in der Nähe von Graz sei eine glän- zende Herrschaftsbesitzunq feil, aus welcher sich großes Kapital schlagen ließe. Diese Idee habe Dr. Hudnit um so lieber aufgegriffen, als er habe hoffen dürfen, mit Alois Lavreni'il''' Mithilfe alle Abgänge bei der „Glavna posojilnica" zu decken. >905 und 1906 seien die Holzpreise ungemein hoch gestanden. Desl)alb habe er sich um so lieber für den Ankauf der Herrschaft Thal bei Graz entschlossen, als es bekannt gewesen sei, daß die dazugehörigen Wälder prächtige Holzbestände hätten. Er belune nochmals, daß er durchwegs selbstlos gehan« delt, und nicht, wie es in der Anklageschrift heiße, zu seinen Gunsten spekuliert habe. Er habe eiuzig des» i)alb den Anlanf von Thal in Angriff genommen, um die Abgänge der „Glavna pusojilnica" durch den Ertrag einer Äbholzung der zur Herrscliaft Thal gehörigen Wälder zu declen. AIs Obmann des Verwaltungsrates der „Glavna pusujilnica" haste er für ihre Geldgeba» rung mil seinem ganzen Vermögen. Diese Rücksicht sei der einzige Hebel seiner Aktion gewesen, Privatinter- esfen habe er dabei nicht verfolgt. Dieser Mauer also, der oie Nachricht von der Möglichkeit eines vorteilhaften Geschäftes mit der Herrfchaft Thal bei Graz gebracht, fei ein Mann, der aus nichts etlvas zu machen verstehe. Ein ehemaliger Neftelller, habe er sich in turzer Zeit ein Vermögen von rund 150.000 1< erworben. Anf eine derart geschäftsgewandle Person habe sich Redner ohne Nedenlen verlassen. Er habe dessen Veyanplnng, der Ankanf der Herrschaft Thal bedeute ein unbedingt folides und reelles Geschäft, geglaubt. Als Dr. Hudnik dann nach Graz gekommen sei und alles genau besichtigt habe, fei er selbst zu der Überzeugung gekommen, es ließe sich mit Thal ein einträgliches Geschäft maclM. Er habe alles durch Sachverständige schätzen lassen. Das Gut habe aus rund 900 Joch,' darunter 300 Joch Wiesen- land bestanden. Weiters hätten zum Gute sieben Meier- Höfe mit Wirlscl)<,ftsgebäudeu gehört. Das Holz iu den zum Gute gehörigen Forstungen fei auf 1,200.000 K geschätzt worden. Überdies sei das Gut in einem um- mauerten Park gelegen, der fast 100 Joch umfasfe. Am 4. Ma, 1905 sei'das Geschäft perfekt geworden. — Daß ich dieses Geschäft — fährt Redner fort — lediglich nm der „Glavna pusojilnica" zu helfen, in Angriff nahm, ohne dabei irgendnxlche Privatinteressen zu verfolgen, geht auch daraus hervor, daß ich die Herren Mauer imo Alois Lavrelwi'5 zu Gesellschaftern nahm. In meinem Vertraueu zu letzterem ging ich so weit, daß ich ihn als Mitinhaber auftreten ließ, so daß er anf al, um dorl das Amt eines Venoaltcrs zu übernehmen. Ich ließ die Waldungen abermals, diesmal von einem anderen Sachverständigen, abschätzen und erhielt ein noch günstigeres Kallul. Der Sachverständige äußerte sich dahin, daß in den uns gehörigen Waldungen min» oeslens 97.000 Knbikmeter Holz seien. Auf Gründ eines solchen sachmännlsclien Berichtes durste ich hinsichtlich der Zukunft der „Glavna posojiluica" beruhigt sein. Bei der Ausführung »uferes Planes stießvn wir jedoch sofort auf große Hindernisfe seitens der Grazer Ofsenl. lichkeit. Man sprach nnd schrieb vuu einer sluvemschen Invasion sowie vou einem vandalischen Vorgehen in den Wäldern. Das hatte zur Folge, daß uns sogar die Behörden Hindernisse in den Weg legten. Tag siir Tag l)atlen wir es mit Kommissionen zu tun, was die Ab» Wicklung der Geschäfte ungemein erschwerte, anderseits aber große Auslagen zur Folge lMe. — Nachdem Red- ner eine Notiz der „Grazer Montagszeitung" vom Mai 1905 verlesen, unterbricht der Vorsitzende die Ver-, Handlung bis 4 Uhr nachmittags. Nachmittags fährt Dr. Hudnil in seiner Verteidi« gungsrcde folgendermaßen fort- Mit Lavren«'i6 war ver. einbart worden, daß er von seinem Monatsgehalt per 2000 I< seine Verpflichtungen bei der „Glavna poso» jilniea" tilgen werde. Wirklich wurden ihm 6000 X gutgeschrieben. Lavren5i(' verstand uusereu Plan, aus dem Holze möglichst geschwind Nutzen zu ziehen, so dah er die Wälder in aller Eile auszul)auen und das Holz zu sägen begann, ehe er noch irgendwelche Bestellungen dar. auf perfekt l)atle. Er ließ zwei Sägen aufstellen und sägte darcins los, anstatt sich vorher Abnehmer versichert zn haben. Das halte zur Folge, daß das meiste bereits zersägte Holz nicht au den Mann gebracht wurde, »veil za im Holzl)andel nicht nur die Qualität, fondern auch die Dimensionen des Holzes maßgebend sind. So kamen immer größere Mengen gefällten und zersägten Holzes auf Lager. Das ging fo fort bis 1906. Die Regien waren. lMgeheuer. Mir felbst nxir das nicht so auffällig, weil wirklich viel gearbeitet wurde und in Thal große Holz-lager »varen. Die Geschäftsabschlüsse aber waren schwach, nxls jedoch bei einem jungen Unternehmen nicht so sehr ausfallen konnte. Im Februar 1906 kaufte unser sogenanntes Thaler Konsortium »och das Gut der Ehe-lcutc Sorg hinzu, zu welchem cin in der Nähe der Eisenbahn liegender, 340 Ar umfassender Wald gehörte, worm den Schätzungen zufolge 24.000 Kubikmeter Holz stand. Für das Gut zahlten wir 165.000 X, was allem Anscheine nach ein vorleilhafks Geschäft ,var. Aber mit 1907 begannen die Gescl)äfje noch mehr zu flocken. Aus der Abrechnung mit Schluß des ersten Geschäftsjahres konnte mit Rücksicht auf die unumgänglichen Schwierig» seilen nicht viel geschloffen werden. Ich merkte nur das, daß sich Lavren^-x' viele Wege veirechnete, die er sich als bestellter Verwalter und Teilhaber nicht hätte ver» rechnen sollen. Als 1906 und 1907 dir Geschäfte immer noch nicht gingen, urgierte ich immer wieder, Lavren» <"iü aber suchte Ausflüchte und machte verschiedene Nei» sen, angeblich um unserem .Handel aus die Beine zu helfen. Dann nahm er eine ganze Reihe von Agenten auf, was fchwere Provifionen kostete. — Wie einerseits i» Lavrenl'ic', so tänschte ich mich auch in Mauer. Dieser war nach Graz überfieoelt, befaßte fich aber damals mit anderen Geschäften. Davon, daß Mauer eine Kon» trolle ausgeübt l)älle, »vie ich von ihm erwartete, konnte leine Rede sein. Überdies tam ich darauf, daß sich Lav-ren5i(' große Fehler zukommen lieh. Er legte in Graz eine Hulzniedxrlage an und lieh das Schnittholz dorthin verführen. Zwar exportierte er es nach Trieft, Fiume, Wien ufw., jedoch in kaum nennenswerten Mengen. 1906 forderte ich Mauer auf, Lavrenäter komml,,, auch aus eigenen Namen .Holzgeschäfte abzuschließen begonnen hatte, ob» wohl alles Geld direkt an die „Glavna posujilnica" und später an die „Jadranska banka" hätte gesendet toerden. müssen. Er redete sich aus, es gebe Parteien, die mit der „Glavna posojilnica" oder der „Jadransla banla" nichts zn tun haben wollten. Trotz v!elsack>er Urgenzen konnte ich ihn nicht dazu bewegen, eine Abrechnung zu legen. Kurzerhand entlassen konnte ich ihn wegen seiner Verbindlichkeiten der „Glavna posojilnica" gegenüber nicht. Die Schuld, die unser Funds bei der „Glavna posojilnica" hatte, wurde immer gröher. Wir beschäftig» ten 50 Arbeiter. Um ja alles Holz in Verwendung zu bringen, führten wir auch die Herstellung von Kisten und von Ziegelrahmen ein, wobei auch das kleinste Holz verwendet werden kann. Dieses Geschäft war der» hältnismäßig gut, konnte aber nicht ausschlaggebend sein. Die großen Hölzer fanden nach wir vor nur wenig Absatz. 1906 im Inni wurde Lavren<',<- schließlich aus Thal entlassen. Es hatte sich nämlich herausgestellt, daß er sich fortwährend in Graz anfhiell und dort Geschäfte für eigene Rechnung machte. Nach feiner Entlassung fetzte er die Holzlistennaglerei fort: auf unferem Platze errichtete er sich eine eigene Holzlistenfabril, die er noch heute fortführt, und zog die meisten unserer bisherigen Abnrhmrr au sich. Um wrnigstens einigen Einblick in sein Seliallen zu gewinnen, nxn,dtf„ »vir uns an die Vrrlehrsdirrltiun der Cüdbahn mit dem Ansuchrn, unS die Papiere zu übermitteln, aus denen der Frachten» verkehr, den er als unser Verwalter mit der Südbahn gelabt lMe, ersichtlich würde, allein sie waren bereits vernichtet worden. Zum Vernxilter oes Thaler Unter» uehmens wurde nun Mauer bestellt. Vun Lavren5i^, verlangten wir eine genaue Abrechnung. Nach vielem Zögern lieferte er uns endlich eine Rechnung, worin er für fich uoch ein Gutljaben von etwa 1000 X auswies. Einen Monat später schickte er uns eme neue Rechnung mit einem Guthaben von 60.000 X, dann wieder eine mit einen, Gutl)aben von 29.000 X. Vom Sachberstcm» digen Bauer wurde konstatiert, daß Lavrem'iü höchstens 1500 l< verlangen könne, er sand aber auch, dah eine Reihe von Posten für verlaustes Holz in die Rechnung nicht aufgenommen »raren, während cr sich anderseits ^i^.cher Zeitu:^ ^r. 129. .222 7. Juni 1.^1. cine Mclu^ von Provisionen für Agenten, für Geschäfte verrechnete, die er selbst hätte führen müssen. — Übri» gens lvar auch viel Unglück dabei, so 1907 in Messina, wo wir anstatt 1.5.000 X nur 3000 X erhielten. Das enorme Defizit unseres Thaler Unternehmens ist auf die großen Zahlungen und auf die geringen Einnahmen zurückzuführen. Wir zahlten an Zinsen für das Dar» lehen und an Provisionen 500.000 X, an Kapital 480.000 -l" 14.000 X, für Sorgs Wald 130.000 X, für die Errichtung zweier Sägen, für Maschinen usw. zirka 180.000 X, an Ubertrags'gebühren für Thal 40.000 X, an Steuern und Regiekosten 200.000 X. Kein einziger dieser Posten ist fingiert, jede Verdächtigung, als ob ich für mich spekuliert hätte, demnach unbegründet. Im Gegenteil, ich habe mir niemals etwas verrechnet, habe bei dem ganzen Handel keinen einzigen Heller für mich herausgeschlagen, ausgenommen, daß ich nur in den ersten Monaten einmal für einen Kaufvertrag 73 X verrechnete. — Ich suchte des Unternehmens in Thal los z^u wcrden, wollte jedoch nicht ohne Vorwissen andc» ^er yerren von der „Glavna posojilnica" vorgehen. Ich zog daher die Herren Putrich und den vor kurzem ver» storbenen Hren ins Einvernehmen. 1907 übernahm schließlich die „Jadranska banka" nominell die auf Thal liegenden 300.0W X, doch muhten wir die Schuld mit Wechseln decken. Nach einem Jahre sahen wir uns ge» nötigt, bei der „Iadranska banka" um eine Prolongie» rung einzukommen. Diese wurde uns gegen eine Pro« Vision von 10.000 X bewilligt. Später berechnete sich die Bank noch eine Provision von 5000 X und urgierte immer wieder die Einlösung der Wechsel. Die Sorgen, in denen ich ununterbrochen lebte, waren aufreibend. Hiezu kam es, daß Lavrenöi'5 plötzlich die Auflösung des Gescllschaftsvertragcs forderte. Ich suchte iyn von diesem Verlangen abzubringen, erhielt aber zur Antwort, das Gut Thal würde anderenfalls im Zwangs. Wege veräußert werden. Schließlich fetzte ich es durch Vermittlung eines seiner Verwandten durch, daß er wenigstens au.f ein weiteres halbes Jahr die Auflösung aufschob. Die Kosten des bereits eingeleiteten Versah» rens mußte freilich ich tragen. Nach einem halben Jahre verlangte er 2500 X unter dem Titel eines dreimunat» liclscn Gehaltes, den wir ihm noch schuldig seien. Es blieb nur nichts anderes übrig, als einen Viermonat« lichen Wechsel auf die verlangte Summe zu unterschrei« ben. In diese Zeit fallen unsere Häusergcschäftc in Wien. Als ich einen Käufer fand, der für Thal 714.000 X, für Sorgs Gut 150.000 X anbot, wollte Lavrenöiö als Teilhaber den Verkaufsbrief nicht unterfertigen, wenn ich ihm nicht vorher einen Wechsel auf 1000 X ausstelle. Mein zweiter Gesellschafter hatte sich inzwi» scheu aus dem Staube gemacht. Diesem hatte ich die Erklärung abgeben müssen, daß er aus den Einkünften der Häuser in Wien 100.000 X bekomme, sobald die «Glavna posojilnica" ausgezahlt wäre. Ich nnterzeich-nele in Wien den Kaufvertrag. Die Häuser repräsen« tieren einen Wert von 1,400.000 X, belastet aber waren sie bei der Übernahme mit 1,333.000 X, während vor» Vem auf ihnen sogar 1,700.000 X Hypotheken intabuliert gewesen waren. Bei allen diesen Geschäftsschlüssen ging durch memc Hände überhaupt tcin Geld. Der Handel schien mir gut; denn zwei Häuser waren erst zu zwei Jahre alt, das dritte aber war noch völlig neu. Warum ich die Häuser nicht auf die „Glavna posojilnica" über» schreiben ließ? Weil ein solcher Akt mit umständlichen Formalitäten verbunden gewesen wäre, die den Handel nur verzögert, oder ihn vielleicht nicht einmal zustande kommen gelassen hätten. Mögen die Häusergeschäfte auch auf meinen Namen lauten, in Wirklichkeit sind sie Eigentum der „Glavna posojilnica". Sie warfen damals 120.000 X jährlich ab, erforderten jährlich 89.000 X Ausgaben, so daß sich ein Überschuß von jährlichen rund 30.000 X ergab. Das eine, ein Prachtgebäude an der Elisabethpromenade in der Nähe des Schottenrings, wird in ein bis anderthalb Jahren, wenn es einmal ausgetrocknet sein wird, eine Steigerung der Miete um 30 A> zulassen. Der Handel darf also durchaus nicht als eine verfehlte Spekulation angesehen werden. Die Firma 2avren6iö sichtige Melchior Tomec, ein Stiefsohn des Inhabers der Hirma Karl Mcgliö, ein junger, gewiegter Kauf-mann, in die Firma einzutreten, beruhigte icl) mich, zu» mal die Bilanz günstig war. Doch ließ sich die Firma auf eine verunglückte Spekulation in Görz ein und kam zu Falle. Ich komme nun auf den Fall Fröhlich zu svrcchen. Theodor Fröhlich nahm auf seine Bierbrauerei zuerst 20.000, dann 60.000 X Darlehen. Im Augenblicke seines Konkurses nxn seine Lage noch durchaus keine solche, daß sie den Konkurs als gerechtfertigt hätte er« scheinen lassen. Dann aber kam die bekannte Kartell-affärc, bei der die großen Brauereien die kleinen un« möglich machten. So mußte auch Fröhlichs Brauerei ihren Wert verlieren. Es kam zum Verkaufe, wobei die «Glavna posojilnica" abermals Verluste erlitt. Was PalMcr anbelangt, konnte ihm mit Rücksicht darauf, daß seine Wasserkräfte einen Wert von über einer Million Kronen, repräsentieren, ohne Bedenken cin Kredit von nahezu einer Million Kronen eröffnet werden, wofür der „Glavna Posojilnica" 40.000 X zu-fliehen sollten. Herr Paosler wollte jedoch diese Summe auf meinen Namen, nicht auf den Namen der „Glavna PosojUnica" gebucht haben. Wenn es in der Anklage» schrifl heißt, Herr Pav^ler habe eine lediglich auf seine Person lautende Konzession, genauer gesprochen, eine Vorkonzession erhalten, so stimmt das nicht ganz. Herr Pav'ler hat seit September 1910 vom Ministerium eine schriftliche Erklärung in der Hand, laut welcher die ihm erteilte Konzession bei einer eventuellen Veräußerung ohne weiteres auf den Käufer übergeht. Die Speku-lation mit den Wasserkräften ist durchaus nicht so ge» loagt, weil es ja klar ist, daß Laibach die Wasserkräfte unumgänglich brauchen wird. Der Standpunkt des trainischen Landesausschusses, der sich für die Wasser-lräftc lebhaft interessiert und in erster Linie ParMers Wasserkräfte in Betracht gezogen hat, scheint mir sehr richtig. Daß Pav^lers Wasserkräfte heute schon reelle Werte repräsentieren, zeigt ferner der Umstand, daß Pav^ler heute einen auch vom Ministerium appro» bierten Plan hat, weitcrs die Tatsache, daß der krai» nische Landesausschuß 190.000 Kronen für fünf Mühlen ausgab, »veil eben die bezüglichen Wasserkräfte eincn entsprechenden realen Wert darstellen. PavÄer verlangt für feine Wasserkräfte 1,600.000 X und für sich eine Hircktorsstelle usw., wollte er in einigem nach« geben, so hätte er seine Wasserkräfte schon veräußern können. — Als der verstorbene Majdiö in Krainburg seine Mühle von 200 Pferdekrästen ails 425 Pferde» kräfte vergrößern wollte, kam er beim Gewerbeamte um die behördliche Bewillignng ein. Die Vezirkshauftt» Mannschaft erteilte sie ihm und er schritt an die Aus. gestaltung der Anlagen. Da aber reichte Pav»ler um die Vorkonzession bezüglich der Wasserkräfte an der Go» renja Sava ein und es kam zwifchen ihm und Majdiö zu einem Prozesse, in welchem der Verwaltungsgerichts» hos entschied, Majdu- müsse wieder auf 200 Pferde-kräfte hcrabgehen, weil er es übersehen hatte, sich eine Wasscrrcchtskonzcssion für die Differenz an Wasser» kräften zu erwerbe». Heute hat Paddler die Firma Majois- völlig in der Hand, denn diese wird, wenn sie bei ihrem Umsätze bleiben will, entweder Dampfbetrieb einführen oder sich mit Pav5ler ins Einverllehmen sehen müssen. Nach Ablauf eines Rifpiriums von zehn Minuten weist Dr. Hudnit das ihm in der Anklage vorgehaltene betrügerische Vorgehen, weil er sich mit IM in Ver» bindung gesetzt habe, um durch dessen Zutun den wahren Stand der „Glavna posojilnica" zu verheimlichen und den drohendeil Zusammenbruch nach Möglichkeit hin-auszuschicben, mit Entschiedenheit zurück. Zwischen ihm und IM bestehe kein Abkommen, »vie es in der Anklage heiße. Er habe ihm 15.000 X an Provisionen angewie-sen, weil ihm IM bei der Rangicrung der Geschäfte Thal an die Hand gegangen sei. Solche Provisionen wcrden in der Geschäftswelt immer lind überall aus» gezahlt. Die 3000 X betreffend, die dein Revisor IM ausbezahlt wurden, in den Geschäftsbüchern der „Glavna posojilnica" jedoch auf dem Folio Tomo Pav^ler ge-bucht erscheinen, stelle eine solche Eintragung durchaus nichts Strafbares dar, da ja Herr Pav^ler ausdrücklich erklärt habe, er würde alle Kosten der ihm zugunsten cntriertcn Transaktion tragen. — Dem anderen Punkte der Anklage gegenüber, in welchem ihm ein betrügerisches Hinausschieben der Konkurserklärung der „Glavna pusojilnica" vorgehalten werde, mache er gel» tend, dc,ß er sich niemals gesetzlich unerlaubter Mittel bedient I)abe. Wenn von der Kanzlei Briefe mit der Mitteilung versandt worden seien, die „Glavna posojil-nica" habe den Zinsfuß erhöht, fo sei das kein Schwin» del. Ebenso sei es kein Schwindel, wenn in den Bilanzen die betreffenden Posten nicht auf dem Verlustkonto ge» standen seien. Er habe ja bis zum Ende die vollste Überzeugung gelabt, Thal könne noch gerettet werden. Daß Herr IM, sagt Redner, mit mir rücksichtlich des Geldgcbarcns der „Glavna posojilnica" in keinem Ein» vernehmen stand und daß er nicht auf betrügerische Art vorging, ist nach dem Vorgebrachten klar. Was die andc» ren Angeklagten betrifft, so befinden sich unter ihnen zwei meiner gewesenen Beamten. Meine Herren Ge» ichworcncn! sDer Vorsitzende unterbricht den Redner mit dem Bemerken, er möge sich eine Verteidigung der Mitangeklagten ersparen, weil sich diese schon jelbst werden zu verteidigen wissen.) Was den § 486 betrifft, demzufolge wir uns eine Verzögerung der Konkurs-anmeldnng zuschulden kommen ließen, fühle ich mich go» nötigt zu erklären, daß die Herren l^ad, Maöek, Putrlch und Turk unschuldig sind. Sie haben mir ebenso blind vertraut, wie ich den Parteien traute, durch die ich dann zu Falle gebracht wurde. Die Schuld, die hier auf diese Herren gewälzt wurdc, ist nur meine Schuld. Doch glaube ich auf Beachtung mildernder Umstände rechnen zu dürfen. Die Herren Geschworenen haben ja gesehen, wie ich durch eine Verkettung widriger Er« eignisse in einen Wirbel hincingerissen worden, aus dem ich trotz aller ehrlicher Bestrebung nicht heraus» kommen konnte. «.Schluß folgt.) — ^Richtigstellung.) In die gestern auszngsweise reproduzierte Anklage gegen die „Glavna pusujilnica" haben sich zwei unliebsame Fehler eingeschlichen. Statt „Vorschußkasse in Hotablje, Bezirk Bischoflack", muß es richtig „Vurschußkasse in Gotovlje sGutendorf), Bezirk Cilli," beißen. — Weiters beträgt die Forderung der Vorschuhtasse in Franz gegen die „Glavna posojilnica" nicht 202.000 X, sondern' 102.000 X. Von der „Ljudska posojilnica" werden wir um die Feststellung ersucht, daß der nach der Anklageschrist re» produzierte Passus: „Auf dem Pav5lerschen Besitz ist auf dem ersten Satze die Mavna vosojilnica' mit 300.000 X und auf dem zweiten Satze dle ,Ljudska poso-jilnica' mit 150.000 X intabuliert" nicht dem faktischen Tatbestände entspreche. Die Post der „Ljudska poso» jilnica" per 150.000 X erscheine auf dem ersten Sahe und erst hinter ihr die „Glavna posojilnica" mit 300.000 X sichergestellt. Die Mitteilungen der k. k. Zentralkommission siir Kunst- und historischen Denkmale bringen folgende auf Kram Bezug nehmende Notizen: — sNegehung der projektierten Bahnstrecke Nu> dolfswert—Mottling.) Korresp. Manluani, der an der politischen Begehung der Strecke, als Delegierter der Zentralkommission teilnahm, gab folgende Erklärung zu Protokoll: ^. Im allgemeinen: 1.) Bei Erdaushebungen wird auf ctloaige Gräber mit historischen Gegenständen die Aufmerksamkeit zu lenken sein. Sollte man auf solche Gegenstände stoßen, wäre, um die Arbeit möglichst wellig aufzuhalten, die Direktion des train. Landcsmusenms „Rudolfinum" un-vcrzüglich, womöglich telegraphisch, zu verständigen, da« mit sie die Stelle fachgemäß durchgraben kann. Bis zur Ankunft der Experten ist die Arbeit an der frag« lichen Fundstelle einzustellen. 2.) Bei feuersicheren Herstellungen ist Ziegeldeckung, wenn nur tunlich, dem Blech und der Dachpappe, die sich in das Orlsbild der sanftlinigcn Strohdächer nicht ein« sügen lassen, vorzuziehen. Ist der Dachstuhl für Ziegel« deckung zu schwach, möge wenigstens versucht werden, den betreffenden Besitzer zu bestimmen, daß er ihn dem» entsprechet herstelle. 3.) Bei Trassenführungen durch Wald- und Flur« gründe ist im Interesse der Wahrung der Landschafts« und Ortsbilder dringend zu wünschen, daß eine jede über das Maß des absolut Unvermeidlichen hinaus» gehende Veränderung wie Abstocknng der Wälder n. ä. vermieden werde. 4.) Vei der Anlage von Plänen für Bahnhöfe und andere eingedeckte Hochbauten wird eine Anlehnung an die ortsüblichen Formen und Konstruktionen sWalm« dächer, Tranfenvorsprünge mit gebogenen Holzvcrsprci« zungcn) empfohlen. 15. Im besonderen: 1.) Die kleine Parkanlage am Eingänge in die Stadt Rudolfswcrt lKilometer 0,812) wird im Interesse der Wahrung des bestehenden Stadtbildes der weitest» gehenden Schonung empfohlen. 2.) Die Wegkavelle in Ur.^na scla lKilomeicr 13,2) soll abgetragen werden. Außer dem selbstverständlichen Wiederaufbau muß die genaue Nachbildung in allen Dimensionen und Formen, sowie cin Standplatz in der allernächsten Nähe des bisherigen beansprucht werden, weil die Kapelle mit dem Dorfbilde charakteristisch ver« wachsen und geradezu ein Wahrzeichen, außerdem aber als Votivban aus der Zeit des busniscl>hercegovinischcn Fcldzugs auch ein patriotisches Denkmal geworden ist. 3.) Der Bildstock ill Otovec ^Kilometer 29,3) ist wo-möglich mit Schindeln neu zu decken und diese mit einem fenerwiderstandssähigen Präparat zu imprägnieren. Unter allen Umständen muß abcr das originelle und follluristisch interessante Kreuz auf der Dachspitze wieder verwendet werden. 4.) Volt nachstehend verzeichneten einzulösenden, und zu demolierenden Gebänden wären Grundrißauf« nahmen sowie perspektivische Ansichten anzufertigen, be» vor sie dem Schienenstrange weichen: ») In Gabcr lPribiäje, bei Kilometer 22^7) das Haus Nr. 22; l,) in Semi<> lbei Kilometer 22,6) Weinkeller zu Nr. 46; «) in Semiö lbei Kilometer 23,4) Nr. 33: Wohnhaus, Stall, Schuppen und Keller; 6) in Semiä lbei Kilometer 23,5) Nr. 35: Wohnhaus, Scheuer, Schwcineslall, Bic« nenhaus; «) in Scmi« (bei Kilometer 24,4) Nr. 16: Obstdörre; l) in Scmw (bei Kilometer 25,2) Nr. 3: Weinkeller; x) in Petersdorf lbei Kilometer 26,6) Nr. 11: Scheuer; K) in Pctersdors (bei Kilometer 27,1) Nr. 6: Wohnhaus und Scheuer; i) in Petersdorf lbei Kilometer 27,1) Nr. 3: Wuhnhaus und zwei Scheuer". Diese Objekte sind für die vergleichende Foltloristik von großem Werte. Die Ausnahme würde, wenn nicht anders tunlich, das Landcsmuseum „Rudolsinum" besorgen; dieses müßte aber rechtzeitig von der erfolgten E'N' löfung unterrichtet werden. » Meg, Filialkirche, Turmhclm.) Konservator Franke berichtet, daß der mit Eichenschindeln eingedeckte, hübsche, lxirocke Turmhelm dringend eines Neuanslriches zur Konservierung des .Holzes bedarf. — vallnngSgebiete die Frage ausgeworfen »vordcii, ob Slilnmzellel, aus denen ein Zettel »nil dem ^amen des Kandidaleii ansgell<'bt ist, als güllig l-'dlr nugnltig cinziisehen find. Uver dieseFragc zn entschei» t^u, si,,i) gegebenenfalls die Wahllomniisfionen und nnr d>eje oernie,l. (^egen die Znlässigl'eil von Stimnizellelli >»il mifgelleblen Manien >prichl immerhin das Beden» 'l'ü, das; das Anstlebeil eines den Äianlen des zu Wählen, i^'l! enlhalleiiden Streifens ans den amtlichen Stinim« ^'llel nicht als eine Ausfiilluug dieses letzleren im ^inne der Befliininungell der ReiclMaiSwahlordnnng "»^liehen isl, daß sich ferner der ans den Slimmzelle! ^»Igellebt^ Zettel ablösen lann, daher inil dem Stimm» „l'lN'I nicht ein untrennbares Ganzes bildet, nach 8 "^ -»rn d!n>en. — Mlicnllung.j Der EvidcnzhaltungSgeomeler "sler blasse Slanlo Adler in Stein »vurde zum ^videnzhallnngsobergeometer in der nennten Rangs-Üasse ernannt. - <^Die Bezirtslehrertonfereuz für den Bezirk ^»»tscldj wnrde am :i. d. Ä.!i. im Bnrgerjchulgebände in ^ttrlseld nnler dem Vorfitze des l.' l. Bezirlsschul-'Ujpellors Herrn Endung S l i a s u y abgehalten. Nach ^'r Eröffnung der Bezirlslehrersonserenz bcgriißle der Hl'rr Bezirls>chnlinspestor die Anwesenden nnd inS» blondere den Vorsi senden des l. t. BezirlsschulrattS, H^lln j. f. LandeSregierullgssekrelär Dr. Friedrich ^iilhelm Äiathias, der die Konferenz »lll seiner ^^ilnahine beehrte. Nachdem die fast vollzählig erjchie» lunen Lehrer diese Begrüßung lebhaft alllamierl hatten, l'rliärle der Herr Vor>,itzende des BezirlsschulrateS nach ^'r Begrüßung der Anlvesendeii, siir die Hebung des ^ulls^chllilvesenS des Bezirkes Gurlfeld jorgen zu »vollen, was allgemeine Befriedigung hrrvorriej. Räch. dem der Herr Bezirtsfchulinfpetlor zu seinem Stell» ^'Nreter Herrn Franz Rant, Oberlehrer in Nat« !^)nch, ernannt hatle, »vurdeu zu Schriftführern Frän-l^>» Marie Schweiger aus Groß.Pudlug und Herr Gabriel Grilc aus' Brünol gelvähll. Sodann be-Handelle der Herr Nezirlsschnlillspellor in einem sasl ^iusliiildigen Berichte eingehend den Verkehr der Leh. ^l'r »m dem Elterllhanje, die Gejuildheil der Lehrer, ^>l' Mi,!n,nrl>lng der Schule an der Alloholbekämpsung u»d die Hebnng der Wlederholllngsschule, »voranf noch entsprechende Ratfcyläge nnd Weisungen, betreffend den Unterricht in der Alltagsschnle, erteilt wurden. Der ^M'lrug des Herrn Oberlehrers Andreas ktulj ans ^txi,^ über die ländlichen Fortbildungsschulen nxir N»n so mehr alluell, als eine Reurganisalioll dicser Schnlen beabsichtigt wird. All der darauf erfolgten l>el> hasten Debatte beteiligten sich der Herr Aczirtsschul-inspettur, Herr Direltor Alexander L u u a i: c t aus Ct. Ruprecht sowie die Herren Oberlehrer Vinzenz B crce aus Iohannislhal, Johann M a l n a r ii> ans HI. K r e u z und Andreas ^ lulj aus TrÄ^c, worauf einhellig dk' BesiiNvorlung der entsprechenden Entluh« niing dieses Unterrichtes angenomnien ».uirde. Auch dn ^urlräge des Herrn Oberlehrers Johann Gu l ob nnd oer Lehrerin Fräulein Therese P e r,^ i <^ in Arch wnr-"'» lebhaft alllamiert. Mch der sehr lebhaften Nbatte ^uroe insbesondere der Lehrerin Fränlein Per^n: der ,^nl der Konferenz ausgesprochen. Sodann sprach Herr ^chmn, ^,lpa„, Oberlehrer in Dolsto bei ^aibach, lwer die Hiihncrzuchl. Da die Hühnerzucht im Bezirle ^llrlseld einen erträglichen Zweig der Landwirtschaft ^'wel, interessierte der gediegene Bortrag die Anwesen-^'u um fu mehr. ^,'achdem der Borlragende noch einige .^»sragl!,, bezn.'. Bedenken beanln,'orlel l>ilte, danlle ^u der Herr BezirlSfchnIinspellor für die interessanten ""ssiihnmg,(>„. Hierauf erläuterte Herr Karl Hu-!" ^ l, Fachlehrer in (yurlfeld, die ÄllSslellung der von ^' ^chrerin ^eopoldine Bandes in Weinil) angesertig« ^'u weiblichen Handarbeile», die allgemeines Inler>csfe "lvecllen. Her 0om Herrn Dr. Thomas 5li o m i H vor-!Nraqe^> .^«ffabericht loies 486 Iv 88 l, an Einnahnten '„"o 473 !v 52 !, an AnSgaben aus; der Abgang be-^u>l sich ^,fu luis 12 « 04 !>. Iu den Ausschuß der "^'rlslehrerbibliolhet wurden Direltor Dr. Thomas 5"'"'h, Fachlehrer Johann Magerl, Oberlehrer ""Pold ^roslil sowie die Lehrerinnen Anna No-y, ' ^ "!>d Panla Z i r e r in Gurlseld, in dell ständigen 5"s,chlch die Oberlehrer Johann wol ob in Arch, I» ^">> Pc m,^a r in St. Margarethen nnd Gabriel ^llle i" Briindl, loeiterS die ^ehrerinnen Therese ^/'l^l^, I,, Arch und Blaslimila Per^I in Nalschach -U'wahlt, lourans dic Konferenz ill der üblichen Weise "") l'iersüindiger Dauer gefchlossen lonrde. —!^-. ., lSnnlinie.Wochenlicricht.j In der Zeit vum ^. - bis 27. Mai lamen in ^aibach 21 linder zur f^'l ^27,80 pro Mille), darunter 1 Totgeburt; dagegen c>r nn 29 Personell l37,7l) pro Mille).' Von tx'n Ver» un^^en waren ^7 einheimische Personen' die Sterb- 'Men der Einheimischen betrug somit 22,10 pro Mille. . 2 jtarben an Tuberlulose 0 snnter ihnen 1 Orts-l"'"'e,"), infolge Schlagslusses I, an verschiedenen 'lmitlitten 22'Personen^ Unter den Verstorbenen be-!«>'den sich ,2 Ortsfremde (41,37^,) und 18 Personcn .'" Anslaill',, <«2,<»ti ^,). ^llseltionSlranlheilen U'nrden ^'U'ldl'l: Maf^n 8, Varizellen l, Scl^rlach 2, Ty. . " lSaniiärcs.) Über den Stand der Inselliuns-^''"lheilen in der Ichlen Berichtsperiode vom 22. April pulv-''^^ l^minen' unS nachstehende Daten zu: Im ', , 'l'Ichen Bezirle ,^rai»bnrg, in den Geineinden Hof. ^ ' und Trata, erlranfleil 8 Kinder an Diphlhcritis; >!^nc,sen, > sz^-h ^,^ g verblieben nuch iu Behandlung. Än Scharlach flanden in den Gemeinden St. Georgen, Kreuz, Hoslein, Nischoslact und Wintlern 11 Kinder in Behandlung^ 7 genasen, 2 starben und 2 verblieben noch lrank. An ^liphns standen ill den Gemeinden Hof lein, St. Georgen, Mav<-i«e und Zirl lach tt Männer, !i Frauen nnd 3 Kinder in Vel^ndlnng; 2 Männer, ^ Frauen nlld 1 Kind genasen, 1 Kind starb und 1 Kind verblieb noch lranl. An Masern standen ill d«n Ge» n.einden ^elimarill, Mavöi^c, St. Katharina, St. I» do>.i, Slra/.i^e, Flüdnig und Krainburg 37 Kinder in der Behandlung,' t7 genasen und 20 verblieben noch lranl. An Kenchhnslen erlralltten in dcn Gemeindell Hrastje, Ct. Jodoei und Nallas 17 Kinder; 1 Kind starb, l0 verblieben noch srant. An Mumps ertraulleu in den Gemeinden Asriach, Trala nnd Ho'slein 2l» Kin> der; 2 genasen, 18 verblieben noch in Beobachtung. — Im politischen Aezirle ^admannsdorf, in Aßling ulld ^eeS, slanden 2 Mäniler nnd 1 Frau wegen Typhus ill ärztlicher Behandlung; ! Mann genas, während ein Mann nnd 1 Fran noch in Behandlung verblieben. An Maiern waren ill den Geml'inden !^ees, Möschnach und Vigann ^4 Kinder aus der Vorperiode in Evidenz ver» blieben; >n der jetzigen Berichlsperiode erlranltcn noch 4:i Kinder; von diejen genasen 54, 23 verblieben noch lrant. — Im politischen Biupanje njive, Müu» lendort uud Jar.^e 7 Männer, 3 Fraueil und 5 Kinder wegen Typhus iu Behandlung; 7 Männer und 2 Kin-der genajen, 2 Kinder slarben, 3 Franen und 1 Kind verblieben noch lrant. An Masern ertrantten in den Gemeindln ^nsllal, Jauchen und Tersain 106 Kinder; 72 gellase», 34 verblieben noch in Evideilz. —r. ' lkrautcnbewegunss.) Im Kaiser-Franz- Jusef. krantenhanse ill Gurlfeld sind mit Ende April 37 kranle, und zwar 25 männliche und 12 weibliche Per» soneu, in Behandlung verblieben. Im Mai wurden 90 Kraute, und zwar 56 männliche uno 34 weibliche Personen, ausgenommen. Entlassen wurden im Mai 85 Personen, und zwar 55 männliche und 30 weibliche. Gestorben sind 3 männliche Personen. Mit Ende Mai verblieben daher noch 2A männliche und 16 weibliche Personen in Cpitalsbehandlnng. Von den 127 behandel-ten Personen waren 8 Einheimische und 119 Orts» fremde. Die Gesamtzahl der VerpslegStage betrug 1317, die durchschnittliche Verpslegsdauer eiues Krallten 10,4 3age. Von den Entlassenen und Verstorbenen slanden 33 wegen InjeltionSlraulheiten und 55 Personen wegen anderer Kranlheiten in SpitalSbehaudlung. —r. — iIour»alistischcS.) Das Exelutivlomitee der hiesigen >ozialdemusralischen Partei hat in Ausführung des Beschlusses der vorjährigen Parleiversammlnng die bishcr,gen Parteiorgane „Ndeüi Prapur" und „^iaprej" ausgelalfen nnd läßt nun nnler dem Titcl „Zarja" ciu Tngblatt erfcheinen, desfell erste Nummer am 3. d. M. herausgegeben wnrde. Als veranllvortlicher Nedattcur zeichnet Herr Fcanz Bart l. — >tont,lr6eröfsnullg.j Man schreibt uus aus Idria! Über oaS Vermögeil des kausmannes Herrn Franz Dem^ar wurde infolge Zahlungöunsähigleit der Konlurs ervssuet. Infolgedessen wurden seine vom Kanfmmme Herrn Anloi« Jelcnec übernonllnene Ge» !!!ischt».xnenhandlnng soluie die vom Fränlein ^eni ^apajne übernommene Delilatessenhandlung geschlossen. — lVllutätilitcit in Zdria.) Ini Vergleiche zum Vorjahre sann hener von einer besonders regen Bau-täligleit nicht gesprochen werden. Nennenswert ist nur folgendes- Das gegenüber der Pfarrkirche gelegene Eck» lMns der Fran Maria Tröel, das fast bis zum Erd« boden niedergerissen wnrde, wird nnn von neuem aus« gebaut. Im Erdgeschosse werden zwei Kaufläden, in den Swclwerfl'n Wolmnngen hergerichtet werden. Ganz renoviert »vird die Fassade des am Hanptplatze stehenden ararischen Hotels „Zum schwarzen Adler", luas zur Verjchönerung der Stadt sehr viel beitragen wird. — Das im Vorjahre ausgebaute, an der Hteichsstrahe gegen Unter.Idria gelegene ärarische, für Bergarbeiterslvuh-nungen beslimmic „Berghaus" wird verputzt, um m Kürze seinem Zwecte zugeführt zu werden. Anch einige lleinere Arbeiterhäuser, die der Bau- und K'iedilvereiu in, Vorjahre ans seinem lürzlich erworbenen Bau-gründe im Stadtviertel „Grapa" ansgebant hat, lverdei» noch vollendet; einige dieser Hänschen wurden dagegen schon als volllommen fertig an Arbeiter Verlaufs und von Zinsparleien bezogen. — Schließlich sei noch die Umlegung der fast e,n Kilometer langen Steigung an der Reichsslrahe unter dem Antoniberge erwähnt, woran zwar scholl das zlveitr Jahr gearbeitet wird; doch ist an eine Vollendung in diesem Jahre fast nicht zu denken, weil die Arbeiten' sehr langsam vonstalten gehen. " chuhung. * lVerhafiete Trunlenbolbe.) Dicsertage verhaftete die Sicherheitswache mehrere Trunkenbolde. In einem Luslhaufe verüble ein Hausienr einen solchen Exzeß, daß ihn ein anwesender Detektiv verhaften ließ. Ein Stadlariner ezzedierte in der Slernallee so s<'hr, daß man ihn weithin hörte. Bei der Verhaftung bcfchimpfte er noch den Sicherheits»vachinanu. Am Alten Markte johlte ein Betrunkener und schrie aus Leibeskräften so lange, bis er einen Cicherl^itslvachmann herbeilockte, der'den Mann in den Kolter steckte. Äm Pfingftfamstag nachts saßen zwei Zimmerergehilsen und ein Spengler in einem Gaslhause in der Komenslygasse. Gegen Abend hatten sie sich derart bezecht, daß sie im Gast-lulale Ezzesse verübten und die Gäste beschimpften. Nnn entstand eine solenne Rauferei, an der sich alle Gäste beteiligten, bei der um 147 X Trintgeschirr zer-lrümnurl würde. Ferner wurden auch einige Tische und Stühle beschädigt. Von den Beteiligten wurde niemand körperlich verletzt. Drei herbeigeeilte Sicherheitswach. mäuner brachten die Ezzcoenten in den Arrest. Ein vierter, an diesem Ei.zcsse beteiligter Maurerpolier wurde gegenMilternacht verhaftet, als er in betrunkenem Zustande win rohcr ^ialertnecht.) Als am Pfingstmontag ein Fialersnccht sehr schnell über den Domplatz fuhr, hätte er fast einen vierzehnjährigen Knaben überfahren. Da ihn dieser zur Rede stellte, schlug er mit der Peitsche nach ihm. * lEine umgetauschte Pelerine.j Beim Fluge des Avicnilcrs Lettis wurde im Hanger auf dem großen Exerzierplätze eine schwarze Pelerine umgetauscht. Der fetzige Besitzcr wolle die Pelerine aus der Zentral« sicherheilswachtstube abgeben, wo er seine Pelerine zurückerhält. ^ s(Ycfundrn.j Eine n>eiße Pompadourtasche, ein goldenes Armband, ein Geldtäschchen mit einem größeren Geldbetrage nebst einem qoldenen Fingerringe, eine silberne Taschenuhr nebst solcher Kette und eiu Geld-täschchen mit einem größeren Geldbeträge. " , ein goldenes Armband und ei» Hand» l äschchen. — (Die „Slovcnsla Filharmonija") konzertiert heute im Hotel „Tivuli". Beginn um 7 Uhr abends, Einlritt frei. — ltturlistc.j In Krapina-Töplitz sind in der Zeit vom 18. bis 29. v. M. 259 Personen zum Kurgebrauche eingetroffen. — Wetterprognose.) Meist heiteres und ruhiges Wetter bei Temperäturzunahme. — lVerstorbene in Laibach.j Rudolf Lichtenegger, l. u. k. Infanterist, 22 Jahre, Zaloger Straße 29; "Ho-hann Trobec, Taglöhner, 29 Jahre, Johann Schmidt, Musikant, 18 Jahre, Barbara Peöau, Arbeitersgattin, 55 Jahre, Maria Zabukovec, Arbeiterstochter, 6 Jahre, Valentin Bulovnil, Gemcindearmer, 52 Iahrc -. alle fünf im Londcsspitale. Theater, Kunst und Literatur. — lTodcssall.j Der bekannte Wiener Gesanqs» meister Professor Dr. Josef Gänsbacher ist iTonn. lag im Alter von 82 Jahren gestorben. Mit ihm ver-liert das musikalische Wien eine seiner markantesten Persönlichkeiten und emcn der vortrefflichsten Gesangs-Pädagogen. Sängerinnen wie die Wilt, die Terrone, Sänger wie Demuth, Naval und Schmedes sind seiner Schule entsprossen. — <Äeue Operetten.) Leo Fall ist mit der Kompo-sition einer neuen Operette „Das tanzende Mädchen" beschäftigt, zu der Rudolf Nernauer und Leopold Jolob-son das Textbuch schreiben. — Georg Jarno lompo nirrt eme neue Operette „Das Marincfräulein", dessen Textbuch Bernhard Buchbinder schreibt. Laibacher Zeitung Nr, 129, 1224 7, Juni I«1l, Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus. T>er Kaiser. Wien, 6. Juni. Tor Monarch empfing heute vormittags i» Schönbrunn dcn König Ferdinand von Bulgarien in Privatandienz. Der König trug die Uniform des Oberstinhabers des Hufaren-Regimentes Nr. 11 mit dem Orden vom goldenen Vlies. Beim Eingänge in die Privatgemächer kam dem Könige der Monarch entgegen und begrüßte ihn in der herzlichsten Weise. Die Audienz währte mehr als zwanzig Minuten. Als der König das Schloß verließ, gab ihm der Monarch das Geleite bis vor die Appartements. — Wie nunmehr bestimmt verlautet, wird der Monarch heute nachmittags aus dem Schöubrunuer Schlosse in die Villa Hermes im Lainzer Tiergarten übersiedeln. Die Dauer des Aufenthaltes dortselbst ist noch nicht festgestellt. Dcr letzte Wille Johann OrthS. Wien, 6. Juni. Heilte vormittags erfolgte vor einer besonderen Kommission die Publikation des letzten Willens Johann Orths dnrch den Obcrsthofmeister Fürsten Montennovo. Orth hinterließ kein Testament, sondern nur Legate, so daß nach österreichischem Rechte und nach dem Hausgesetze die gesetzlichen Erben, das sind die toska-nischen Prinzen, einige österreichische Erzherzoge, die Erb» schaft antreten. Mit Legaten ist die Mutter Orths be« dacht sowie seine Lebensgefährtin Milly Stubel, die beide bereits tot sind. Die Cholera. Trieft, 6. Juni. Die bakteriologische Untersuchung, betreffend einen an Bord des Dampfers «Saxonia» der Cunardlinie nnter Choleravcrdacht erkrankten und heute früh daran gestorbenen ungarischen Rückwanderer, namens Bernis ergab das Vorhandensein von Cholera asiatica. Die Obduktion seiner Leiche wird morgen vormittags stattfinden. Der Dampfer «Saxonia» liegt vor dem See-lazarett in St. Aartoloma verankert. Tödlicher Absturz. Wien, 6. Juni. Wie eine Korrespondenz aus Innsbrnck meldet, ist der Direktor der dortigen Univer° sitätsbibliothek Dr. Anton Hittmaier im hinteren Pataster» tale bei einer Bergtour abgestürzt und tödlich verunglückt. Die Leiche wurde geborgen. Unglück auf den Schienen. Bag-Ujhely, 6. Juni. Ein Fabrikant ans Kremsicr nnternahm heute in Begleitung eines Kremsierer Lehrers eine Antomobilfahrt von Vag-Ujhcly nach Trentsin. Als das Automobil vor dcr Station Vag'Gyhaza das Ge» leise überquerte, wurde es von einer Doppellokomotive, die im selben Momente mit Vollkraft herandampfte, zur Seite geschleudert. Der Lehrer war auf der Stelle tot, der Fabrikant wnrde schwer, der Chauffeur leicht verletzt. Die Verletzten wurden in das Trentsiner Kranken« haus gebracht. Da die Lokomotive nicht signalisiert worden war, war die Rampe nicht abgesperrt. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Ausweis über den Stand dcr Tierseuchen in Kram für die Ieit vom 27. Mai bis zum 3. Juni 1911. Es herrscht: die Maul» und Klaueujeuche im Veziite Adelsberg in den Gemeinden Adelsberg (^ Geh.), Bulouje (3 Geh.); im Bezirke Gurtscld in der Gemeinde Gurtfcld (3 Geh.); im Bezirle Laibach Umgebung in den Gemeinden Horjul (11 Geh.), Log (I Geh.); im Vezirle Loitsch in dcr Gemeinde Untcrloitsch (1 Geh.); im Bezirle Tscherncmbl in der Gemeinde Pod' semel ^30 Geh.); ver Motz ill, Vezlrte Goltschce in der Gemeinde Mosel (2 Gel,.); der NläScheuauHschlag im Vezirte Gnilfeld in der Gemeinde Zirkle ^3 Geh.); die Viäude bei Pferden im Vezirle Rudolfswert in den Gemeinden Grohlact (1 Geh.), Semit (1 Geh,); oie Schweinepest im Äezirle Tschernembl in der Gemeinde Petersdon (l Geh.); der Rotlauf der Schweine im Vezirle Gurtfeld in den Gemeinden Hl. Kreuz (1 Geh.). Zirtle (1 Geh.); im Äezirte Laibach Stadt (2 Geh); im Äezirle Loitsch in der Ge» meinde Planina (1 Geh.). Erloschen ist: der NläscheuauSschlag im Bezirle Gurlfeld in der Gemeinde Zirtle (1 Geh,); oie Echweincpest im Bezirke Laibach Umgebung in der Ge» meinde Zt. Marein (1 Geh.); der Notlauf der Gchweine im Vezirle Gottschee in der Gemeinde Seele (2 Geh.); im Bezirte Gurlseld in der Ge< meinde Gurtfeld (1 Geh.); im Bezirke Krainburg in der Gemeinde Strazisce (1 Geh.); im Bezirke Laibach Umgebung in der Gemeinde Horjul (1 Geh); im Bczirle Littai in dc» Gemeinden Littai (1 Geh.), St. Lamprecht (2 Geh.); im Be-zirte Radmannsdorf in dcr Gemeinde Görjach (2 Geh); im Bezirle Rudolfslvert in deu Gemeinden Großluck (1 Geh,). Hof (2 Geh.). A. k. Landesregierung für Arain. Laib ach, am 3. Juni 1U11. Neuigkeiten am Büchermärkte. Tiroler Verkehrs' und Hotelbuch 1911, herausgegeben vom Landesverband für Fremdenverkehr in Tirol, X — 60. — Tolstoi Graf Leo, Meine Beichte, X 120. — Trosien, Der landwirtschaftliche Kredit und seine durchgreifende Ver> besserung, li 3 36. - Trutha Thilo von, Rujfische Festungs» fragen, k 2-16. - Unruh C. M. von, Leben mit Thieren, k 2 40. — Venedig, Geuters Führer, K 120. — Vie big Clara, Die von den Toren, X 7 20. — Viebig Clara, E« lebe die Kunst, L 7 20. — Viebig Clara, Die Rosenkranz-jungfer, 1< 3 60. — Viebebautt Öscarius, <^uo»tinu«» kpi-pliaMÄnae motrolozie»,« nt critic»«, X 7 20. — Vierath Willy Die Handlesekunst und das Wahrsagen aus der Hand, X 1W. — Violets Echos der neueren Sprachen. Camerini Eugcnio, Neo Italiana, 11. neue Auflage, von Lokera, X 2 40. — Wege zur Philosophie, Ergänzungsreihc, Einführung in die Philosophie dcr Gegenwart Nr. 1.: Natorp Dr. Paul, Philo. sophie, ll 2 88, — Wege zur Philosophie, Schriften zur Ein» führung iu das vhilosophische Denlen Nr, 1.: Messer, Das Problem dcr Willensfreiheit, X 180. — Wegen er Dr. Karl Hanns, Hans Ahmann Freiherr von Abschah, K 3 60. — Weitbrecht Wilhelm. Lehrbuch der Vermessungskunde. II. Teil, Iv «40. — Nells H, G., 'I'lio usw ^a<:ln»,v«Ili. ,2 Vo!g.) Tauchnih Edition 4251 ,52) ü, li 1 U2. — Wen» driner Richard, Künstler, Komödie, K3«0. — Weiß L, F., Englische Zauberfibel, lleine Ausgabe, li 1'20. — Werner Dr. Karl, Die Massage und Heilghmnastil, ihre Anwendung, Technil nnd Wirlung, K 2^0. -' Wer the im Prof. Dr. E,. Die erweiterte.'abdominale Operation bei (^reiuomn. t^olii Utori, X 140. — Weyhe Dr. H., Zu den altenglischen Verbal» abstrakten auf °nes und »mg >ung, li 144. — Wielands gesammelte Schriften, I., 3, X 12. Vorrätig in der Äuch>, Kunst, und Musikalienhandlung Jg. u. Klcinmliyr k Fed. Bambera, in Laibach, Kongrehplah 2, Angekommene Fremde. Hotel „Elefant". Am 3. Juni. Schlesinger, Gutsbesitzer, Schloß, Langen» thal. — von Toth, Gutsbesitzer, Kecskemet, Ungarn. — Dr. Mühleisen. Advokat, W.-Feistritz. — Fmkc, Dircltor, Pola. — Gyula, Werlslassier, Sagor. — Tschernitschel, Adjunkt d. l. l. Staatsb,, Villach. — Hubcr, Prokurist. Ahling» Hütte. — Heinzl, Prolnrist, Marburg. — Krasu, l. l. Mi« nisteiilllbeamter s. Gemahl.; Neumann, Dozent s. Gmahl.; Kobcr, Ingenieur; Tauhig, Nsd. j. Gemahl.; Baran, Rsd., Wicn. — Wurm, Bankbeamter; Eggcnberger, Kfm., Klagenfnrt. — Botteri, Ksm. s. Gemahl,; Natcll, Geschäftsführer; Caievar, Professor s. Gemahl, u. Sohn. Trieft. — Kures, Prio. l-Gemahl., Terezovac, Suhopolje. — Berger, Priv., Nilolsdorf. — SiisaI,Piio.,Piag. — Ticar, Buchhalter, Laibach. — Richter, Buchhalter. Georgswalde. — Lausch. Weinrebe, Kflte, Lutten» berg. - Dveuge, Kfm. s. Schwester; Stiplosct, Kfm. s. Gemahl.; Koß, Beamter s. Nichte; Seifert, Ingcnirnr; Lontariö, Tischler« mcister; Supan, Scheigenbauer s. Gemahl.; Valle, Student; Kantoci, Photograph, Agram, — Forcic, Priv., Sissel. — Rozanlovsll,). Lovrencic, Fraukovit, Pernet, Priv., Agram. — Popouit, Baumeister, Sissel. Am 4, Juni. Penficld, Priv. s. Gemahl, n. Chauffeur; Bagley, Priu.. New-^ork. — Holzer, Priv.; Oberwnlder, Fabrikant, Domschalc. — Wachtel, t, n. l. Oberstcns Witwe, Budapest. — Pantoni, Arzt s. Gemahl.; Dr. Schiani. Arzt s. Chauffeur, Udine. — Äärenreiter. Prio. s. Gemahl,; Brüstncr, Inuenieurswilwe; Scistil, Technilcr, Wicn. — Dr. Nuuotnu, t. t. Finanzselretär, Ißtaßentgyüigu. - Terpotih. Werts» kassier s. Sohn, Gottschee. — Sieglcr. Assistent, Feldtirchen. — Weickhart, l. l. Bergvcrwaltcr, Idria. — Eysen, Nrzüns-gatlin; Dr. Eysen, Advokat, Graz, Klobe, Cand. ined., Gablonz. — Dr. Lcvorschcl, Advolaturslonzipient; Neder, Einj. Freiwlg.; Pozimcl, Holzhändli-r s. Gemahl., Klagcnfurt. — Trco, Besitzer, Malavas. - Habcrnel, Beamter, Brunn. -^ Panagopulo, Priv., Alexandrien, Ägypten. — Fr. Guttmann, Priv. s. Sohn, Groß-Kanizsll. — Milolit, Priv.. Rudolsswert. — Tabruti, Priv., Copojch. — Mial, Unger, Pliv.; Golia, Advolaturs.Kandidat, Görz. — Nlagojentii, Advokat, Belgrad. — Waldbrunner, Industrieller, Trieft. — Branlovit, l. Ober» eimiehmer s. Familie, Sisset. — Selulit. Besitzer, ttrijevac. -^ Schick, Bankbeamter; Schwarz, Kfni. s. Gemahl.; Singer, Rsd., Agram. — Wrber, Nsd., Berlin. — Schreiber, Kfni., Maitijanec, Kroatien. — Friedrich, Ksm. s. Gemahl.. Gruß»Sonntag. -— Liby, Kfm., Warasdin. Meteorologische Vcobachtunsscn in ilaibach. _______Seehöhc 306 2 m. Mittl, Luftdruck 736 0 mm. k "LZ 8«. ^t: "Ti^l u. N"^740 ^^'-i "WTmMg teilw. heiter'"^" ^ »^U.M^ 741^1 1b 5 NO. schwach heiter ____ 71 7 U. F. '742 4 11^ SO. schwach s"wollenlos I 1'? Das Tagesmittel dcr gestrigen Temperatur beträgt 1b'4°, 'Ilormale 16 7°. Gestern mittags Gewitter. •ieWfliii bestehend aus vier bis fünf Zimmern als Kanzlei verwendbar und ehestens beziehbar, wird gtisuoht. —¦ Gofl. Anbote unter „Vier-big fünfzimmrige Wohnung" an die Administration dieser Zeitung. 3—1 Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Kauf, Verkauf und Belehnung van Wertpapieren; BOrsenordres; Verwaltung via Beiott, Safe-Denosltt etc. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen (1750) in Laibach Crit-htalt für Handel und Gewerbe ______Franz-Josef-StraBe Nr. 9. Reserven: 95,000.000 Kronen. Escompfe von Wechseln u. Oeviien; ßß]1'' elnlagen geg. EinlansbOcher u.lm Konto-Korreat; Mllltür-Helratikautlonen etc. Kurse an tter Wiener Börse vom H. Juni 1O11. Schhiflknrs Oelij | Ware Allg. Staatsschuld. Pro*. „ /(Mai-Nov.)p.K.4 w« 92-05 c 4"/, ) „ „ p.U.4 92-tu 92-er. ,£ k. st. K.|(Jan.-Juli)p.K.4 92-45 S2M . I ,, ,, p. A.4 92 45 92-0-.-. ? 4-20/aii.W.Not.F«b.AuK.p.K.4-2 96-35 96-65 •= *'*"/• .. »i » .. P-A.4S! 96'*6 96'f6 ~ 4-a°/„ „ 8llb.Apr.-Okt.pK.4-2 .WM 9G'65 **"«°/o ,. „ ,. „ p.A.42 9€3b 90-56 Lose v.J i860 zu 500(1.ö W. 4 1150-26 166-25 Losev.J.iH60 7.ul00il Ö.W.4 214- S20-- L086V.J.l8647.n10(lfl.o.W___ S0460 310-60 Losev.J.18H4 7.u öOfl.ö.W.... 30460 310-50 St.-Domün.-Pf. 12011.300F.5 284-60 28560 Oesterr. Staatsschuld. Oe8t.Staat88chat7Bch.sifr.K.4 U9-90 WO-)O Oest.Goldr.itsr.Gold Kasse..4 twio 116-90 ,, ., •¦ •• P-An-Rt. 4 116-70 116-90 Oeet.Rentei.K.-W.stfr.p.K. .4 93:3a .92-35 ,, ,. n 11 1. nil-.4 9235 92-85 Oest.Invflst.-Uent.stfV.p.K.SV^ *vso 81-40 Franz Josefsb. i. Silb.(d.S.)5V< n*st 115-66 Galiz.KarlLudwigsb.id.SU4 »2-90 93 90 Nordwb.,ö.n.südnd.Vb.(d.S.)4 92-ss 93-sn Rudolfsb.i.K.-W.stlr.(d.S.)4 93-30 94-30 Von Staate z. Zahlnnjr, übern. EisenlMiBn-I'rioritalN Oblig. Böhm. Nordbahn Kni. 1882 4 ttr- /«•- Höhm. Westbahn Km. 1885.. 4 04-26 96-25 «ohm.Westb. Em. 18U5i. K. 4 93-60 94-60 Ferd.-Nordb. E.1886(d.S.)..4 9606 96-05 dto. K. l!IO4(d.St.)K____4 96-2« 96-2.", Franz,losef»b.K.1884(d.S )S4 .94-78 96 7fi Galiz.KarlLudwigb. (d.St.)S4 93-40 9440 Laib.-Stoin Lkb.200u 100011.4 94'— S5- — ttem:'(CZer^J'K-1«'-''*rd.S.lK4 93-60 94-60 Nordwb., Oest. 2Oo 11. Silber 6 103-16 lOrt» dto. L.A.E.lU03(d.S.)K3'/, W-7« 85-76 Schlußkur.s Geld | Waro Prn». Nordwb.,Oeat. L. B. 200 fl.S.5 102-60 103'fiO «ito. L.B.E.l9o:»(d.S.tKS'/j Sa-st ««•;« dto. E.lH85 2()0u.l000fl. S. 4 96-10 W10 RudolTsbahnE. 1884 (d.S.)S. 4 .04-26 96-26 Staatseiscnb.-G.SOOF.p.St. 3 370'— 374- — dto. Krgv..-Netz500K.p.St. 3 374'— 378'-- SüdnorddcutschuVb(l)5l).n. S. 4 93-90 94-90 Ung.-gal.E. E.1Ö87 200Silber 4 ^2-7« 93'76 Ung. Staat88chald. Ung.Staatsktt.tpensch.p.K.4V2 1OO'!O 100-40 Ung. Rente in Gold ... p. K. 4 /12-,/fi 112-35 Ung.Kontei.K. stfr.v.J.1910 4 9136 or-«« Ung. Hunte i. K Htfr. p. K. 4 91 3a oi-6t Unis. IJrämien-Anlchcnäl00n. 220-— 226--U.Thcisa-R.ii.HzcK- Prm.-O. 4 161'— 157---U.(irun.l«ntla»tg.-ÜbIg.ö.W. 4 91-20 92-20 Andere offentl. Anlehen. Ba.-hert. Eis.-L.-A.K.l!Ki2 4'/j 99'- 1OO-- Wr.Verkehrsanl.-A. verl. K. 4 94'is 06-if, dto. Em. 1900 verl. K . . .. 4 94-16 95-16 r,ali7.ischcs v. J. 1893 verl. K. 4 9S-15 94-16 Krain. L.-A. v.J. 1888 ö.VV. . I 94-50 sa-sc/ Mährischesv. J. 18!)0v.ö.W. 4 96-20 A.d St.Budap.v..!. 1903 v. K. 4 90-30 91-30 Wien (Elok. 1 v. J. 1900 v. K. 4 93-26 94-26 Kien (Invest.'v. J. l'JOüv. K. 4 94-40 95-40 Wien v. J. l!)0s v. K.......4 <>.V76 94 76 Rnsa. St. A. 1906 UOOKp.U. :' 103-90 104-40 Bul.St -GoKlanl. 1907 100Kl'/j 96-— 9V — Pfandbriefe und Koimnunalobligationen. Hodenkr..A.iist.,50j.ö. W. 4 93-20 94-20 Bodenkr.-A.s.Dalmat. v. K. 4 10050 101-60 Bohrn.HypothekenbankK . . 5 102-50 ----- dto. Hypothhk., i.57j.v.K.4 95-70 56-30 dto. Lb K.-Schuld8ch..öOJ.4 93'75 94-75 dt0- dio. 78J.K.4 93-76 94-76 dto. E.-Schuldsch.78 J. 4 $3-75 94-75 Kuhlußkurri Gold | Ware I'm*, r.aliz. Akt.-Hyp.-Bk.......!> tW- —¦ — dto. inh.ÖOj. verl.K. 4'/» W~ 100 — Galiz.LandfiHb.öl'/iJ v.K. 4>/2 s-9'2fi i0()'2r> dto. K.-Obl.III.Em.42J 47 -Fcrd.-Nonibahn 10(0 fl.C M. 5190- — 5H14-- Lloyd, österr........400 K «**•— 686-70 -Staats-EiHb.-G. p. U. 200 il.S. 762— 76H-Südbahn-G.p. U. . ..600 Fr». 121— 122- Bank-Aktien. Anglo f.atcrr Bank 120fl. 18K 321-60 s22-f>o Bankvor.,Wr.i>.U. 200fl. 30 „ 54126 542-V.O Bnd.-C.-A.allg öst. 300 K 54 „ /270- 1280- Cn-dit-Anst. p. U. H20KJI2 „ (S4füO 646-60 Crodit-B.ung.allg. 200fl.-i2 „ 82,r— 824- Eskoitipleb. nteicr. a«0 f1. 32 ,, (SI0-- —• — Eskompte-G., n. ö. 400 K 38 ,, 762 - 764 — Lälldorb., öst. p.IJ. 20011.28 ,, 630-60 631-60 Laibacher Kreditb 400 K 28 ,, 407— 470-60 ücst.-ungar.B. 1400K90-30 „ 1926-— 1936- - Unionbankp. U. . . 200H.32 ,, GIG-— 617-- Vfsrkohrsbank.allg. 14(U1.20 „ 870-60 371-50 ZivnoBtcn.banka 100sl.l4„ 283-50 28470 Industrie-Aktien. Berg- u. HUttw.-G., ; lnduHtrie , KiOO „ ««», /•'«»•- *%° Stai.lw.Wcißons.,, 30(>„80„ 610'- *** UnterkrainSt.-Akt. 100(1. 0 70— Bankzinafnü 4% Die Notierung sämtlicher_ Aktien und «g „Uiverson Lose" versteht eich per btUC*