ikaibacherHMmg. «r. 171. Pr8numeration«preis: Im Lomptok ganzj. si. 1l, halbj. 5.L0. yilr bit ZuftlUung in» Han« halbj. 50 li. Mil b« Post ganzj. fi. lü, halbj. sl. 7.50. Donnerstag, 3tt.Iuli Instllton«e«b ll., «iß«« pl. ö«It k k.; b»< »ft«. l«n Wlednyoll»,«» pi. Zelle » lr. 1874. Mit 1. Auaust beginnt ein neues Abonnement auf die „Lailiacher Zeitung." Der Priinumerations-Preis beträgt für ble Zeit vom «. bis Gnde Aussust: Vllt Post unter Schleifen.....1 fl. 25 lr. Für ^aibach ins Haus zugestellt . . . 1 „ — „ Im Comptoir unter Couvert . . . . 1 „ — „ Im Comptoir offen.......— „ 92 „ 3ür die Zeit vom ».August bis Gnde Dezember: Mit Post unter Schleifen.....6 si. 25 lr. 3ür Laibach ins HauS zugestellt . . . 5 .. — „ Im Comptoir unter Couvert .... 5 „ — „ Im Comptoir offen.......4 ,. 60 ,. Nichtamtlicher Theil. Vom Tage. Oesterreichs Kaiserin verließ am 28. b. den heimatlichen Voden und eilt im strengsten Incognito ohne Unterbrechung durch Deutschland und Frankreich über Anralhen berufener Aerzte nach der Insel Wlg ht. um ln der dortigen reizenden milden Gegend, in den dortigen erquickenden und stäilenden Seebädern für sich und ihre jüngste Tochter, die kaiserliche Prinzessin V a > lerle, Erholung und Kräftigung zu finden. Dle Voller Ocsterreich.Ungarns erheben ihren Geist zu Gott dem Nllyütlgen, um den Herrn aller Herrscher anzuflehen, er möue Ihre Majestät die Kaiserm Eli. lab et h und die Erzherzogin Valerie auch im fernen fremden ttande beschichtn; er müze die Hoffnungen, welche an diese weile Rc,se geknüpft wurden, in Erful' lung gehen lassen. Oeflerre,ch'Ungarns Voller folgen im Geiste bei. ben hohen Frauen, geben beiden über die Grenzen "^ öfterreichifchm KalserstaateS hinaus treues Geleite b°« dem innigsten, aufrichtinften Wunsche durchglüht: t< luggen Mutler und Tochter recht erholt, recht jetrüftlgt, in ihr herrliche« Oesterreich bald wieder zurück» «ken! Die wiener Vlälter versäumten nicht, der Kaiserin Elisabeth und der Erzherzogin Valerie ein herz« "He« ..Lebewohl" und ein inniges „Auf Wiedersehen" zuzurufen. Das ^Fremdenblatt" sagt: „Es ist nicht das ttftemal. daß ein Mitglied des Hause« Habsburg-^olh. lingen die englische Küste betritt. Die G schichte we>ß allerdings nur von emem Träger der österreichischen ^nlslllrone zu berichten, der dle Hauptstadt am Themse, strand besucht hat. Es ist dies Kaiser Franz, der 1814 dem Prmzltgenlen des vereinigten Königreichs im Ber-lwe m,t Czar Alexander I. und Kvnin Friedrich Wil» helm III vo„ Preußen eiuen ivlsuch abstallele. Man ^t'h, bah damals dle Monarchen, deren Heere im Vcr. ^u ma den «and» uno Silstceillräflen Gloßblitanniens ^«poleon I. nledergeworfen hallen, von dem sonst so stMtssenen und lallblüllgen Volle mit dem außerordentlichsten Enthusiasmus empjangen wurden. Seit jener Acit haben zatzlrelchc Mitglieder der lalserlichen Familie ^n^land besucht, wir nennen nur speciell Erzherzog urlebrich und den Kaiser von Mlfilo, auf welche als ^eemäl'ner von Neigung und Vcruf die Heimat ^t°°l,lys und Nelsons befondere Anziehunaslraft aus. üben mußte. W«r blauchen nicht erst ausdrücklich zu lagen, daß der Kaiserin, wohin sie auch gehen und ^le weit ste ihre Relse auch »Uhren mag, hie besten ^luckwunsche unseres Volle« über Gebir« und welle Lander und über den „silbernen Streifen", der England vom Eonllnente trennt, folgen werden. Der Oesterrei. I" fühlt stch eins mit seinem Kaiserhaus und die "ngclegei.heilen der kaiserlichen Familie betrachtet er ^t'chjam als seine eigenen und was auf sie Vezua hat. An selner regsten Ausmerlsamleit. feiner herzlichsten "-hellnahme sicher sein. Dle ^oyzlilät unseres Volles ""springt nicht irgend welcher politischen «erechnuna. ^ ^st frei von jedem Servillsmus, sie entstlümt einem ^ezelt vollen Herzen. Darum machen auch trennende ^«irge und Meere leinen Unterschied ln der Wärme unserer Empfindungen, ja die abwesende Kaiserin wirb no!? ^ ^" btrzen des osterrelchischen Volles nur M>?» I^"''" ltin, so wie eine große Familie immer jenes "lltglled gerade am melfien zn lieben »ichnt, da« lh recht fern? ist. Es wird ein Tag herzlichster Genugthuung für uns alle sein, wenn die erlauchte Oemalin des Monarchen, hoffentlich auch gelräfligt und gestärkt durch oie Salzflut der Atlantis und Wights balsamische Luft wieder in den Schoß der Ihren, wieder nach Oesterreich zurücklehrt." Die „Presse" schreibt: „Dem wohlwollenden und doch auch gebieterischen Wink Hyieia« folgt die Kai» serin und sie wird auf W«uht fo zurückgezogen und auf alle prunkende Hoheit freiwilliz verziHlend »eilen, wie vor vier Jahren in den Gärten Madeir«s und in der losenumrantlen kleinen Vllla auf Corfu. Und wo sie jemals in der Heimat oder in der Fremde gewellt, da lebt ein gesegnetes Andenken fort; denn von ihrer Nähe aeht herzgewinnende Freundlichkeit und erfinderisches Wohlthun aus. Zweimal lehrte uns die allverehrte Kai» ierin und H-rrin aus der Fremde, die wir mit allen ihren Getreuen schmerzlich wie eigene Vcrbannug fühlten, in neugewonnener Vlülhe von Jugend und Schönheit zurück. Daß dies liebliche Wunder nun abermals sich wiederholen »erde, das ist unser Trost und unser fester Glaube. Und fühlt Oesterreich die Abschied«, stunde schwer, e« ruft seiner scheidenden Kaiserin doch zuvtlstchtlich nach: Auf baldiges, frvhliches Wieder, sehen!" Das «Neue Fre mdenbl a tt" bemerlt: „Die Kaiserin reist im strengsten Incognito und hat die zahl-reichen osftciellen und freundschaftlichen Nnerbietungen der Regierungen jener Länder, welche auf der Reise passiert werden, und dle der Monarchin Oesterreich» ihre Huldigung darbringen wollten, beschcldentlich abge» lehnt. Politische Ervlterungen sind bei dieser Fahrt selbstverständlich ausgeschlossen, doch darf wohl gejagt werden, daß Oesterreich der Gastfreundschaft, die Eng» land unserer Kaiserin gewährt, uew'ß ein dankbares An« denlen bewahren wird. Einen Theil der l derncmmenen Ehrenschuld trägt es allerdings schon damit ab, daß es in der hochgestlllten Trägerin der Krone Oesterreichs zugleich die edelmülhigste und zartftnnigfte Fiau nach England sendet." Die ..Tag es presse" schließt ihre Notiz, »ie folgt: „Dle aufrichliasten und herzlichsten Wünsche der österreichischen Gcoöllerung begleiten die Monarchln, welche auf der durch ihre klimatischen He,lwlllungen be» rühmten Insel gewiß die gewünschte Klüfligung ihrer Gesundheit fiiden wird. Dem Vermhmen nach hat Se. Majeflät der Kaiser die «dsicht, seine Gcmalin seiner, zelt persönlich von der Insel Wight zurückzugeleiten und bei dieser Gelegenheit, einer dringenden Einladung der KSnigin Victoria zufolge, auch London zu besuchen." Zur Action des Handelsministeriums. IV. Schwede «»Norwegen. Die Regierungen von Gcbweden und Norwegen haben ihre berclls im Jahre 1870 gehegte, damals jedoch wegen foiMiller Veocnle» aufgeutvcne Absicht, m»l Oestcllllch-Ungarn ncuerllch m l>n hindelopolllljches Veltragsoclhallnls zu treten, del l. und l. Regierung besannt gegeben und zu diesem Zwecke den Abschluß eine» Ucbtltlnlommen« beamra»!, weichem unser Handelsvertrag unl Allglen vom 23. Fc. bruar 1867 al« Grundlage dilnen sollte. Geuexüoer dem von Slllc Schwedens und Norwegen« mchlsach abge> änderten VetlragSlile wurden unstlerfeils Vclbo1iei» imväl) von einem Perzent des Nertye« aller in das Ausland auszuführenden Waaren, welche »lt 1. Jänner 1874 in« Leben treten sollte und deren En,-Hebung mit unserem Vertragsrechte in Widerspruch steht, veranlaßte die Elnfprache nicht nur de» l. und l. Vertreters in Spanien, sondern auch der Regierungen mehrerer anderer Vertrage stauten. (Durch das Decret de« spanischen Finanzmlnisters vom 14. Jänner 1874 wurde bereits die Aufhebung dieser neuen Nbaabe verfügt.) Türlei. Vei näherer Elsrterung der Frage »e-gen Einführung eine« Eommunaloclroi« für Conftan-tinopel, welcher die l. und l. Regierung unter gewissen Vorausfetzunaen bereits im Principe zugestimmt hat, ift die lü'tijche Regierung auf Schwierigkeiten der prallt» schen Ausführung gestoßen, die bisher noch nicht geld« werden konnten; sie ist dabei zu der Einsicht gelangt, daß eine Vereinfachung des Tarife« nothwendig sei, und will sich nun strenge auf die Vefteuerung der Llbcn«-miltel beschränken, für diese aber, um den Au«f»U zn decken, hbhere al« die früher beabsichtigten Tarifsätze m Vorfchlag bringen. Diefer neue Tarif b'ftnbet ftch gegenwärtig in der Ausarbeitung und wird seinerzelt den fremden Missionen gl»ich dem früheren Tarife zur Ve» gutachlung und Annahme mitgetheilt werden, wobei da» Handelsministerium Gelegenheit haben wird, dle Inter« essen Oesterreichs nach Thunltchleit zu wahren. Eine Eingabe zahlreicher österreichischer Handel«» leute, ln welcher um die Elmvglichuna, der Heiwkeor der aus Tülkifch-Gradlsca auf ungarifche« Gebiet geftüch« tcten bosnischen Kaufleute und um Schutz des Etaen-llzumes derselben gebeten wurde, gab dem Handelsnnnl-fterium Anlaß, im Interesse des durch jene Ruheftbrnn-gen bedrohten österreichischen Handelsftande« die diplomatische Intervention de» k. und l. Ministerium» des Aeuyern anzurufen, welchem lltzteren auch die »eitere Verfolgung dieser Angelegenhelt überlassen bleiben »uß. Das fürstliche Mmislerium von Verdien hat der l. und l. Regierung die Mittheilung gemacht, daß es beabsichtige, den serbischen Zolltarif einer eingehenden Umiindllung zu unterziehen, unr, daß es hiebei im Ein-oerstü"dn,ssc mit Ocfterreich.Ungarn vorgehen »olle. O.fttlreich'Un^ain hat nach dem bi»heriaen, gegenüber Serbien gellenden Vertragsrechle Anspruch ans die Zulassung seiner Waaren bei der Einfuhr ln Gerbten zum Mllf'malzolle von 3 pZt. des Werthe«. Diese« Veitllli,«,echl ist jedoch durch die thalsüchlichen Verhält» Nisse langst umgegangen. Obstton nun nach der Absicht dir serbischen Rcgielung die Einfuhr ln Zulunft eine» Zolle von 8 pZt. vom Wcrthe unterworfen »erden soll, lonne e« der österreichischen Rtgietung doch nur wlll-lommen sein, dem gegenwärtigen anomalen Zustand« ein Ende zu machen. Da» Hundelemmifterium hat de«h»lb einem von der ungarischen Regiciung milgecheillen Entwürfe einer Zollkonvention m»l Serbien lnso»eit seine Zustimmung erlhellt. al« in demselben lediglich der Orund-,°h der beiderseitigen MeistbegÜnftiguna ln Zollsachen zu» Ausdruckt lommt; auf tm Gewährung besonderer, von Serbien unter dem Titel: „Glenzdegünftigungen" gewünschter Zugeständnisse glaubte da» Handelsministerium jedoch nichl eingehen zu lönnen, da in dem formellen Aufgeben unsere« alten Rechte» auf die 3perzentlgen ser« bischen Einfuhrzölle berells eine hinlänglich große Koncession gelegen ist und Serbien überdie« für seine Ein» fuhr nach Oefterreich'Unaarn de« Convelillonaltarise» theilhaftig wild. ohne seinerselt« auf irgend ein «echt verzichten zu wüssen. In dem angedeuteten Sinne »urde da« l. und l. Mm'sterium de« Aeußern vom Handels» mlnlfterlum lnfor«ielt. («Schluß folgt.) 1212 Manifest des Don Carlos. „Spanier! 2« ist heut« tin Jahr. daß ich das Schwert zur Vertheidigung der Ehre, des Wohlstandes und der Größe des Vaterlandes gezogen habe. Eine Handvoll beinahe »ehrloser Tapferer fland mir damals bei. Es bliev uns leine andere Zuflucht, als unser Glaube, keine andere Aueficht, als das Vertrauen auf Oolt und auf die Heiligkeit unserer Sache. Die von uns erlittene frühere Niederlage auf den Feldern O:o-qaieta, dem Herzog von Nosta gegenüber, der Spanien ebenso fremd ,ft, wie die Republik, halle sogar diejenigen erilmutuigt, welche sich für d«e Oroßmülliiaften aus» gaben. Nber Volt hat unseren Glauben durch Erfüllung unserer Wünsche belohnt. Ich stehe heute an der Sp'he einer beträchtlichen, wackeren und in der Manneszucht erstarkten Armee, welche ebenso viele Siege als Kämpfe auszuweisen hat. O«e besten Generale der Revolution sine davon Zeug«: Alle ftnt» sie auszogen, uns zu be» lälnpfen. uno ste siud b siegt nach Hause zurückgekehrt. Der Glaube an die Sla>li des Rcchl« dat mlc somit da« Recht der Stärke gegeben. Diese« Recht, da« ein« z'ge, lv«lches diej nlgen anrufen lülinen, die m>ch be-kümpfen, vclhmderl mich nicht, mich noch einmal an den gesunden S nn der Spanier und an die Ehcenhaf-tlgteit aller rechtschaffenen Manner zu wenden. Wayrlich, d»e W>chtiglc»t und d,e Bcredtsamkeit der Ereign sse, denen Spanien in dieser kurzen Zctt beige» vohut hat, machen meine Worte fast unnütz. Me«ne Haltung und die Vajonelte memer Freiwilligen sprechen laut. Ich habe feiolich verspiochen, Spanien zu relten oder sür selbes zu sterben, und ich halte mein Wort. Die Welt weiß wohl, daß, ehe es so wett lam. ichj »einen Feinden die Hand zum Z ichen d«s Friedens tutgegenftrlckte und den Kampf im Parlamente annahm, «inen Kampf, welcher meinen Ioeen mcht weniger als den Wünschen der loyalen Monarchisten widerstrebte. Nber als der Triumph die Selbliverleugnung der Ge^ treuen zu krönen im Gegrlffc n>ar, warfen sich mittelst der Willkür und der Gelvall'häti^kcit die Besiegten zu Siegern auf. Da nahmen der betroaene gute Glaube und die verhöhnte Tugend ihre Zuflucht zu m>r und schrien mit edler EnNüstung und Gelechtigleit. Ich war! gezwungen, auf ihr Geschrei zu antworten und ich habe da« glorreiche Schwert Philipp V. gezogen. Ich erachte es demnach sür »eine Pflicht, noch ein« Wal meinen ganzen Geoanlen und das Ziel, baß »ch in diesem großen Uitermhmen der Wiederherstellung Spaniens Veifolge, auseinanderzus'tz'n. Meine heldenmülh'gen Vertheidiger bedürfen meiner Stimm« nicht mehr; aber ich habe aus emem stierllchen Anlasse «esagt, dah ich »Küm« aller Epan,«r" bm. und ich will «« beweisen. lnd'M ich mich an alle wende, denn vielleicht zweifelt noch meor als einer an der Aufrichtete«! meiner Worte und «aßt sich durch die Schlauheil mciner Gegner verblenden. In der Liebe zu Spanien geboren und aufgewach« sen, ist, es zu retten, der erste und »lele Gedanke meines Lebens gewesen. Da« Gesetz und die U bcrlleferung haben m«ch zum König «lmachl. Oaher und um die Principien de« Banners, da« Eolumdu« in der neuen Welt und H Mtnez de Elsuero« m Oran aufpflanzen, aufleckt zu erhalten, wies lch d>e K neiut find. ihre Versprechungen zu hallen, haben kein Recht, d>e Erklärungen e«ne« Königs in Zweifel zu ziehen, der nur verspricht, was zu hallen er entschlossen ist. Es gibt Principien, die wie Gott, oon dem sie ausgehen, ewig. unwandelbar sind. Aber es gibt dem Wechsel der menschlichen Dinge, der Verschiedenheit der Umstünde und der Zeitlaufe unterworfene Lehren, und es wäre vermessen, sich durch auf Unvorhergesehenes gegründete Verpftichtun» gen zu binden. Spanien ist katholisch und monarchisch, und lch werde seinen religiösen Gefühlen und seiner Liebe zur Unan'astdalleit der legitimen Monarchie Genugthuung verschaffen. Ader die katholisch«: Einheit setzt ebenso we« nig eine rllig'üse Epionaae voraus, als die monarchisch«: Integrität mit dem Despotismus etwas gemein hat. Ich werde Nicht weiter vorwärts noch weiter zurück gehen, als die Kirche Jesu Christi selbst. So werde lch die Käufer von Gütern nicht behelligen und ich habe vor nicht gar langer Zeit untrüglich bewiesen, wie ich die Aufrichtigkeit dieser Erklärung auffasse. Auf meine oberste Gewalt eifersüchtig und übelzeugt, daß die ge« störten Gesellschaften einer starken Hand bedürfen, welche ihnen die Hindernisse aus dem Wege räumt, erkenne ich dennoch an und have immer anerkannt, daß die Voller da» Recht haben, mittelst freigewahller Vertreter gehört zu werden, denn die Stimme der Völker ist die beste Ralhgcderin der Füislen, wenn diese Stimme nicht durch Fälschung entstellt »st. Ich will also eine rechtmäßige Vertretung des Landes durch Cortes, ohne jedoch da« häufige Verfahren der Revolution gegen diefe Kammern, welche sie souverän nennt und m welchen die Geschichte ungehfuerl'che Ausaeburten der Tylannei sehen wird, zum Vorbild zu nehmen. Ich weiß, daß die Generationen sich durch den Un, terrichl verschlimmern oder verb'ssern, und ich werde darauf mein besondere« Augenmeit richten, denn Spa> nltn und Europa haben erfahren, daß d«e großen Slü,me sich in den Leh,stüt,!en und in den Vüchern vorbereiten, um dann in den Parlamenten und auf den Varricaden loszubrechen. Veliübnis erfüllt schon lange den Geist, der den Zustand der spanischen F'nunzen betrachtet, und dieser Zustand wird um so unheilvoller werden, je länger lch von dem Throne meiner Vorfahren ausgeschlossen bleibe. Möze die Verantwortlichkeit dieses Msgeschicks auf die Revolution zurückfallen! Was mich anbelangt, so erkläre ich, daß, wenn es irgend möglich ist, die Finanzm des Landes zu retten und ihren Credit zu heben, dies mir mit GolteS Hilfe und dem Patriotismus der Vpa< nier gelingen wird. Denn derjenige zählt nicht vergebens auf den Beistand Gottes und auf seine eigene Ausdauer, um eine solche Frage zu lösen, der eine Guerilla von 27 Mann durch ihre Beharrlichkeit zu ein« mächtigen und unbesiegbaren der Gewunderung der Welt theilhaftigen Armee hat heranwachsen sehen. Wie dem auch sei, Spanien wird als ein ehrlicher Schuldner han> deln und es wird in Wirklichkeit sagen können, daß ls alles verloren hat, nur die Ehre nicht. Es hieße meiner Würde vergeben, »enn lch mich herbeilassen würde, die Verleumdungen zu widerlegen, welche man unter den Einfältigen über mich ausgestreut, indem man mir die Absicht unterschiebt, ich wolle Ge< richte uno Institutionen wieder einführen, die sich mit dem Charakter der modernen Gesellschast nicht vertragen. Wer kein anderes Gesetz kennt, ale die Willkür und keine andere Energie, als die, welche darin besteht, Ve/ siegte zu verfolgen und Wehrlose zu stliczeu, der darf niemand mit der Aussicht auf chimärische Strenge und monarchische Willkür einschüchtern. Habe ich nicht hundertmal melnen Gegnern gegenüber, die gezwungen waren, sich mir zu ergeben, bewiesen, daß weder die W'lllür noch die Strenge in meinem königlichen Herzen Platz finden? Ich liebe Spanien wie ein Vater sein Kind llebt, und Gott, der in den Herzen der Menschen lieSt, weiß, daß ich den Ruhm dieses edlen Landes so sehr wünscht, daß ich mir einbilde, eS sei vielleicht bestimmt, die Rel« nigung der thatigen und intelligenten, al« die Vorhut über die beiden Continente zerstreuten lateinischen Race ein-zuleiten. Und gerade, weil ich Spanien liebe, denke i< an jene undankbaren Kinder, die es jenseits der Meelt bekämpfen oder verachten, an jene Kinder, deren Undank* barlelt sich durch die Fehler des Mutterlandes eilläct, dle aber ohne Zweifel zurücklehren werden, wenn der Friede und die Ordnung unter meiner väterlichen Für* sorge neu erstlh:n. Ihr sehet, daß lch heule «< gestern alle berufe, sogar diejenigen, die sich suc meine Feinde ausgeben; ich rufe sie an, damit sie diesem Viuder-lampf ein Ziel sehen und die Grundfesten eines dauernden Frieden« legen helfen. Möge der Ehrgeiz einer stets aufrührerischen Minorität dem beredten Willen dieses Volks das Feld räumen, dem Volle, dus m,r zujubelt und freiwillig feint Schätzl und sein Glut entgegenbringt; wenn aver da< Geschrei des Aufruhrs sich mcht legt, so werde ich et durch den Donner meiner Kanonen erst cken. Ganz Spanien wird eine letzte Anstrengung machen, um das Joch abzuschütteln, das auf ihm lastet, und diejenigen, welche das Versöhliurigszeichen nicht annehmen wollen, werden morgen gezwungen se»n, sich dem gebieterischen Gesetze des Sieges zu unterwerfen. Euer König: CarloS. Königliches Hauptquartier: Morentin, 1« Juli 1874." Politische Uebersicht. «aibach, 29. Juli. Der .Pesier Llohd" meldet: ,In Deputiertenkrelsen spricht man davon, das ungarische Oaelhaus werde noch in gegenwärtiger Scssion dln Wahl gesetzt «jeuisskkm. Lengenfeld-Bronau-Natschach. («limatologische« Vorwort.) I Man liest mit Befriedigung, daß h«"er die Zeit der Eommerfrische von einer ge^en die Voj^hre wacksen« den Anzahl von F,emden in Overtrain, lessen Na. tulltlönbeiten uvd günstige klimatische Verbal triff c zu immer ausaedehnterir Geltung kommen, zugebracht wird. Il,«beftnd,s« sind Vetoes, Stein. Oischof. lack und die Gea/nd oo^ Radmannsdorf belebt, wührend das Toal ober Atz ling mindere Pachtung findet; und doch nt in demselben aus einer oelhllltnis«! »üßig kurzen Slrel verein»«!, daß es htlvoraehoben und acwü,digt zu werd^i verdient. Wir safsen vorzugsweise den Tract L-ngenfeld-sronau - Ralschach Mll Würzen und Weißenfel« ln's Auge. Die drei erstgenannten Ortschaften, zugleich Vahi. sta»lon:n, liegen an der gleichen Vahnlinielislrecke von 2? Meilen vänge (9 8—12 5 Meilen vor, Lalvach.) Die «ohilmie r.präsentlert eine oon Osten nach Westen aeltyene l?„fis, an der sich lmk«. also in süd« licher R>chtuna. Wunder der Alpmwell b fi,den. die mit jenen von T'rol. und der Schweiz, ohne zu Schanden zu »erden, concurriren dürfen. Die Eckpfeiler de« Hochalvenzuge« am rechten Ufer des nördlichen Sav:armes bilden östl'ch der Triglav, 9063' * und westlich der Mangart 8462'. Von einem dieser Rilsenlckileine zu dem andern zieht sich eine. nur von hohe > G birgopässen unter' brochene. von der obeliangedeuleten Vafis der Gahnlmie 2 b s 3 Slllllden entfernte Gebirgskette, die den Touristen und Reisenden in beinahe regelmäßigen Distanzen durch das Hervorragen ihrer piloreeken Wände, Zack n und Kupp:n in Ueberraschung un» Bewunderung vl,!etzt. Die Kette bildet fünf gegen die Bahn offme Thal« mulden, u z.: 1. Von Lengenfeld zieht das wildromantische Fei. stritzthal gegen den Trlglav. In demselben befindet sich der herrliche Wafserfall Perlcnik. 2. Die Mulde van Mertulat oder Mertull. an der Ortschaft .W^d", eine kleine Stunde vor Kronau m>t dem Höhenpunkte „Sp^l". 3. Die Mulde „PiSinca" mt dem Eingänge unmittelbar von Kronau. Dieselbe wird . Majslranla 7466' und anderen mcht v,el niedereren. 4. Die Majstranlll bildet den östlichen Eckstein der Thalmulde „Planica", zu der der Eingang von der O lschaft Ratschach gerade in südlicher Richtung führt. Die höchst stellen, oft senkrechten Gehänge des Stein« rahmens dieser Mulde tragen die Benennung: Moj ftrooka. Slemen, Sata, Hebml, Strugooo, Ponea. V'trooe u. s. V. ' Die in diesem Aussah? vorlommenben Hüheriangaben sind der hypsomtirischenZusammenstellung des Herrn mb,:r< und Fulda), in Uebung wa^en bls zum I^hre 1853. wo sie aul des ^llschofe von Kelteler A>.dringen auf ujurpalorlfche Weise durch li» die Curie und ihir Jesuiten «mehr besliedi^en-be« Rlchtivelhüllniö' verdrängt, m Hessen sogar durch die vliH.mte „Eunvli'liou" de« Herrn v. Dalwigl m>t dem Olschof tlsltzt wurden. Es wild also sür gewissc, Verfügungen auch do« Placet nmder hsr^estcUt werden. Es wird ferner lein Geistlicher zu einer Münde zug> lassen welder,, der nicht ars eln:r Uiloersilät oder emer unttr Aussicht der Negi'nms, stehfnden theologischen ^ehr-anftlllt geoilbtt win^e und eine Eoncurrenzp üiung vor einer aus Staate- una kirchlichen Veamten blstehenden Eomm'ssion bestanden hat. l e l:tzti Hestimmun.) wird Nicht ohne Ellfiuß auf ke Zauberwelt ^lsttzt wähnt, ovii der da« menschliche Oluiülh in seiner, ^'tfen mll Macht ergrisscn und mit Hochgefühl durch. lchMll.t wird. Auf der Rückkehr aus jenen Hochaspmgebieten e»,t« l° tet sich auf der entfiegengesehten Thalwand ein Alpen, ^ld A.lden Lharalters. Es ist die Einfassung des linken ^aveufers — bis zum Oipstl bewaldete Höhen, von vtren Vitttellagen die herrlichsten Velgwlesen sanjlgiün l"lgegenstral»lln. Der Vesuch der el>en besprochenen Gegenden ist ^ch die sie unmittelbar durchschneidende Kronprinz' "ludolfbahn sehr erleichtert, auf der man ftch von Sla» '°" zu Station seinen Slandpuiilt wählen kann. H. Die Oltschaslen iicnaenfeld mit Mojstrana, Kronau, furzen. Ratschach. Weißcnfels bieten erklelliche. mitunter ""le Unterkunft, und zwar zu noch nicht ausschließlich "'Ur Engländer" berechneten Preisen. H. Dle genannten Ortschaften liegen an der deutschen ^lachgrenze und ist in denselben die Sitte, die Kinder l einige Zelt nach Kürnten zu verdingen, damit sie " "Nsch- llsnen. daher die meisten der dortigen Ve-"°l>ner auch diese Sprache sprechen. >i<>, M Vollscharatter läßt das ruhige und freund« l ktll^"'^ ^" Bergbewohner nicht verkennen, was daV ?"^ tl" sloocnlsche« «lall anerkennend heivor» l.b' , was auf den Fremden jedenfalls einen angeln Gindruck macht. (Schluß folgt) den und große Verluste erlitten. Die Manilla Jäger! tßdteten in iiuahillo zwei Compagnien Carlisten, welche die Uebergabe vilweigerten. Mehrere lörser, die sich zu gunften der Earlijlen erholim, wurden verbrannt. Ler Lehrermangel macht sich auch im gvrzer Gebiete fühlbar. Die Ur» fache hievon liegt, wie eine vorliegende Correspondenz audeultl auch dort, nie anderwärts in der höchst karg« lichen Vcsolbunq der Lehrer. Der höchste Gchalt elneS Voltsschullehrels ;e hllvon ,sl, daß sich die jungen Leute, wenn sie nur limgermußm besül, gl sind, anderen eil'llüqlicherln Veschüsllgungln zuwenden. Nur so kann es kommen, daß sich heuer in der italienischen Abtheilung der görzer ttchrer-Vlloungsanstalt zur »uf-nahme in den crften Eurs auch nlchl tin Caudlbat uno zur Ablegung der Maturiläeplüfullgeu nur drei Ean-d'daten gemeldet haben. Ja, es kommt sogar vor, daß bereits dauernd angestellte ^chrer um ihre Entlassung vom Schuldienste nachsuchen und ftch andclen Veruss« lhüligltiten zuwenden, weil sie als Lehrer nicht im Stande sind, sich unt» die ihrigen vor Mangel zu schützen. Unter solcbcn Umständen können dal,xr Volksschulen nicht gtdcihln. Giradc jetzt sind die ^andeoschulinspic-toren damit besctüfli^t, einen neuen ^ehrplan für die Volksschulen auSjuarbeite,,. «ber die besten Leh'pläne nützen nichts, wenn es an Lehrern und vor allem an brauch' baren iiedrern fehlt. Solche wird man alier nicht eher erhalten können, bevor man sich nicht entschließt, die pehrerg,Halts, wie das bereits in deutschen Piovinzen ge» schehen. auch dort derart zu erhöhe», baß der Lehrer wenigstens vor Mangel geschüh, lst. Eagesnemgkeiten. — (Vom Allerhöchsten Hose.) Se. Majestät der Kai ler trafen gestern m Wien em und nahmen jo» fort im laiserllchen Vuftjchlofse m Aafenburg Sommeraus' enlhalt. Heule melden Se. Majestät »n bci wlcnel Hofburg Audienzen etlhellkn. — (Allelhöchste Spenden.) Se. Majestät der Kaiser habcn fllr d,c in Rcy und Umgebung durch llebelschwemmung heimc>esuchlen Bewohner zur augcndlick-llchen Milderung der siolh cine Unlelttuhung von ^000 ft. und fUc die in den Ve^nlen Trienl und l5avaleene H^lle da« 7^. Gebens» jähr Ubttlchlmen und litt schon längere gctt an emer un, hellbareu Äilereullanthell. — (Dle »nlerualionale San itälsc onfe. renz) erlannle d»e Zwcckmah,gleit und Nochwendlgleit emer inleinallonalen veuchtncowmisf»on an; ste verwies aber deren Hauplihaugleu auf die w'ssenjchas^che E'fo.schung der Seuchen, nun,emllch der . In d^er N»chmng jvlllN btftlmwle lliollageu von cmr« Co»l>6 au«« gearbeuel und der Heijamwlung zur PlUjung vvlgelegl weldcn. De« Zwecke enl>plechend foll blcse inlernallonale Veuchencommlsswa aus Äerzlen und 3ieglerun^eoeleg»erlen bestehen. D« hlejur entfallenden Koften jollen du,ch gegen« semge Verembalung der ewzelnen Slaaleu feftgesteUl wer« den. Ntbeutel svlleu dergleichen stouen auch elneu consullllüoen liharaller e»hl,llen. — (^an dla gewah l.) Bei der am 27. d. vor» genommenen Ergänzung« wähl ln den iftrianer Vand, lag wurde lm Sludlbeznle Pnano der BUlczelMtift« Earl von Furegoni mtt 20 von 22 Sttwwen zu« Ad. geordneten gewählt. — (Neuer Verein.) Die Grasen Stillern und ttichnowely und Landgraf Furftenberg. Vluder de« hochw. lHtzbljchoi« in OlmUy, gründen unter dem P,oleclora>e des FUlft.6,zdilchol« von OlmUh einen Verein, als defscn Zwecke Unlelftutzung de« Kleru«, Elbauung und Elhallung von Kirchen und Wohllhällglcllscllle bezeichnet werden. D« Mllgliederzahl welche auf elf belchlünll lft. soll durch Opllon ftel« auf dlejer Hdhe erhallen werden. Die erzbi>ch0ftlche Slislnng soll »u diesem lljereine »m Zulammenhcinge ft.hcn. — (Neu« Käselelgenossenschafl.) U« 19len d. M. wurde eme Kalere^enossenschafl wtt dem S,tze in Overvellach in Kalmen von 2b Ihellnehwern geglUndel. Im lowu.enden Herbste wnd, w»e der ,Klaqens. Zig." be. lichtet wltd, die Hmrichlung nach Swa'h'schem Eystewe fertig nnd «it «in« Verarbeitung von lilßllch 400 bis 700 Maß Milch im Vetrlebe sein. Dle versuchsweise ganz neu eingerichtete Mlchabluhlung nach Swarh'sche» Eyfte» auf der Manharbl-Nlpe am Malnitzer.Tanern bewährt sich sehr gut. — (Ein Monstleklebs.) In lile»« fischte diesertage ein Vauersmunn einen Krebs aus der Theiß, der nicht weniger al« 8 Pfund wog. ,.Vele«m..Kbzlöny" meint, das Thler dUrfle ans dem schwarzen Meere durch die Donau in die Theiß gekommen sein. — (Der Iournallftenlag in Vaden. Vaden) beschloß ln der zweiten Generciloelsammlnng einstimmig di? lHllludung emcr Iournaliften»Genofsensch«fl, zunächst zu Zwecken der Allel«oel>orgung, ferner die Ein« leuung von Maßnahmen gegen unbefugten von gewerb«» mäßigen Nachdlnck. — (Das neue Kabel) zwischen Neuschotlland und Neufundland ist ferliggelegl; die Kabelschrffe „Faraday" nnd „Ambassador" lehren n^ch ltngland zurUck. — (HlnAusbruch deskletna) steht in naher Aueficht. Plvjessor Sllveftri, der Über die vulcanilchen ltr-schemungcn dt« lllelna schon viele Studien angestellt, hat zwei Nächle am Rande des Hiftr>clen Wood«iun und Sawnnllrun ist die Verwüstung eme arge und sind b0 Personen umgelommen. Locales. ! Die neu» Maft. und GewichtSordnung Es ist hohe Zeit, dc»ß auch wir im ttanoe Krain un« m»l aUe« Fleiße und einsten Willen mit der neuen Maß» und Ocwlchlevlbnung beschäfligen. Pios. I. Schrot ler richtet ru der „Grazer Tage«, post" nachstehenden Mahnrus in erster Reihe an die Ellern, kehrer und Pnefter: ,,TXe neue österreichische Maß, und Vewichttordnnng uilt mu dem 1. Jänner 1tt?<» in Nulsamlelt, voa welchem Talje an alle blsheilgen Maße und Hennchte außer Geblauch gesetzt uud ausschlltßllch nur d« ne»en Muße zu gebrauchen sind. O.oße Opser an Zelt, Geld und Mühe »erden dadurch der LeMlerung ohne Ausnahme ausellegl, aber sie werden reichlich aufgcwog.n duich die unjchahbole Wohlthat, d»c ihr dadulch zull,tll w.lo: du« sltchl.uugswe!tn wud ungemein veleiniuchl und dadurch v,el Zelt «no Muhe erspart, haudcl und Industrie werden elle»ch,«l und befsr. derl, «nvcm Slcherhlil und Oenaulgle»! »u der Wellh-destlmwung aller Vellthlsgeglnslände herbeigeführt wnd, der nationale Wohlstand nurd dadurch gehoben wcrden. Aber nicht uubeteuiende S^wleriglellen wud die Ein« sührung der neuen Matz. nnd Gew>ch»«ol0unng in allen «reisen dcr Veoöllerung hervorrufen. Dleje zu bewalllgen, grbl e« let« zuocllllssi^ele« Mlllcl, al« die Schule — an der Hznd der K»n0cr zu den Eltern, durch d« Schule z» dem Oolle. D« ^ ehrerschasl hat, wie wir un» vielfach Überzeugten, redlich du« Ihtlge gelyan, um namentlich t»em Er» lasse de« Unlerr»chle«lN!ttetlu«« vom 27. Mar 1U73, be-tllffcnd den Umelllchl üoer b« neuen Maße u»d Geivrchle in den Voll«- und Mlllclschulcn, durch Wo,l und Surrst möglichst zu enllpltchen. D»e ftudlerende Jugend an» alle« Therlen de« ^lwl«. au« den entlegensten Wohnplatzen der Menschen, lehn nun am Hnbe de« Schul^hle« nneber z»« rück m lhlt Helmal, »nlelrlchlet in der Lcyre be« neue» Mußwesen«. «vlt, b« d« Qualen unselt« blsherigen zellUl-lelen Maßwejcli« bulcr enlpiuudcn und dle emmcme Wohl-lh^l de« neuen bereu« wUldl^en gelernt, sie se« der zuverlässigste Sendbote zur Velbreiluug dlezer gememuUtzlgen Uuoldnung; sie möge al« lebenblger Telegrapl) da« noth-wcnblge Wissen und Können in alle Wlnlel 0er »ensch-llchen Wvhuslhe hmelnlragen. I» V^sitze dleser Kennnis wlrd die VcMlerung b« großen Schwlerlgleuen und Ve-lilftl^ungen eher Ubllwlndeu, sich von dcr Elnfachhell »nd Nuhllchlell dltser neuen Unordnung Uberztugen »nd sie nlchl al« einen lüftlgen Zwang bettachlen. Noch ein ebenso willsames, vlellelchl noch wlrksaweres Mltlel gäbe es, ble Kennlnls be« meltlschen Maße« in die ! enlsernleften ilLohnfttze be« Menschen zu velpftanzen: es llegl »n der M^chl der VelNllchlell. Eben jetzt m den Sommermonaten werben von den Pfarre»« des vande« in den selne gelegenen Tölfern die ltynftentehren abgehallen und von den einzelnen Weilcrn, Gcl)ö>lcn und Hüllen, von nah und fern, ellen die Bewohner zu dlcsen Vtlsammlun» gen. Wie ungemeln förbeillch wußte e« der guten Sache sein — und dcr and«en ,gulen Sache" gervlß in leln« Weise abnägllch — wenn nach der religiösen Erbauung ein knapp« Unlerrtchl. ja vielleicht nur em l»rze Bel/H. rung Über diesen im Interesse aller liegenden Gegenstand angesügt wülve. Gerade der ^andgelftliche. welcher da» »»s« 1214 fass»ng«ver«»gen der ländlichen Vevvllerung genau zu be. »«heilen und seinen Nortrag demselben anzupassen ver« »ag, lann hier erfolgreicher wirken al« jeder andere." — s«af« Nachlaß.) her« Dr. Tofta begab sich in fewer Eigenschaft als Obmann der „Slovensla Ma» lica' nach Pena» zur G«pfangnah»e des der leyleren legierten literar,fchen Nachlasse« nach de« vor kurze« verstorbenen slooenischen Linguisten Oroslav Taf. — (Den schnellen Fahren) in der inneren Stadt nud in den Vorstädten Lmbachs sollte denndoch von« seile der zur Uederwacbung der Fuh« werte berufeneu Oc» gane nnt aller Energie enlgegengelr««en welden. N« 27. d. gegen 8 Uhr abend« wurde ein Mann von einer Privat« equipage, die »» da« Eck bei» Fml'sHen Geschlilslocale in d« Vternal1eeft Josef Ioid^n aus Me»s öenooif, Ve. znt sludollewerlh, 60 Iadl« alt, sämmlllch wegen Dieb« stahl; Ialob Prosen au« «Ul.soo. Vez»rt Illyrllch.Feiftriz. 34 Jahre all, Ocrgtuappe, wegen Verbrechens der schweren lölplillchen ivelchädlgung; P<««r Kur« au« Vrloc!, Vezirl Tlchernelnbl, 23 Jahre all, E sendahnarbeuer, weqen Dieb« stahl; Allfundline Oauer, slulmelstelswitwe, 50 Jahre alt, ohne d«st»»»ien Aufenthaltsort, wegen ch au« ^aidach, Ä0 Jahre all, Diurmst, und Ma« lyia« M>chli,ch au« Ma,«rn, Vezul Gollschee, 16 Jahre all, ha-ficler, beide wegen Velumreuu^g; Johann Piig au« «v«in, bei 30 I^h»e all, E>senb^hnarbe»ler, wegen Ditbft^hl; Sebastian Tapuber aus Illen, Bezirk Stein, 18 I^hre all, itaechl. und Viegor Rml au« Raftosta, Bezill Kra»nd«g, 33 Jahre all, Knecht, wegen Emwei« chung, und Johann Kanodcl au« hiulchuje, Vezirl Udel«« be»g, 40 Iah« all, Knecht, wegen Beuug. — (Gestohlen wurden): Dem öchneiderqesellen Johann P«lHe »n Mö»llmg Kle,cuog«ftllcke und Gf^cteu i« Ocfamwlwerlhe von 29 st. 24 lr.; dem Orundbesther Gr»gor Hladlo zu haimourgerberg, Gemeinde D>er, eine Vaarschaft von 22 fl. 50 kr.; der Maria gevnil a>« Vreg. Vezirl Kcainburg. Leib«tleid»ng«ftUcke; dem Lula« ä^tlo in Podlipica ein 13iilhriqes laftanlenbraune« Pferd; dem Unton Volob in Palomö, Vezirl Stein, Hansleinwand »nd Leib«' lleidung und de« Hausbesitzer Hohann Komar in Lalbach eine silberne Tylinderuhr nebst goldener Uhrlelte. — (Für Turner.) Zum Krelslurnfefte in Graz wurden noch von folgenden Turnvereinen Fefttheilnehmer an« gelneldet: ««« Mährisch« Schönberg 5, Leitlneritz 2, Hal-lein 3. Iubenburg 1, Neunlircheu 1, Pilsen 3, Jägern, dorf 2, Mödling 1 und Telschen-Vodenbach 3 Mann; bis« her zusammen 417 Mann. — (Irrsinnig.) Ein 60jUhrlger Nettler au« Wippach wurde am 28. d. in Trieft auf öffentlicher Vaffe in irrsinnige» Zustande angetroffen und in da« Spital ab, gegeben. — Auf die in unserem heuligen Blatte befindliche Annonco von den vielen glücklichen Interessenton des Herrn Laz« Mama* Cohn in Hamburg ist besonders aufmerksam zu machen, bet diesem weltbekannten Hause ist schon wieder das grouse Los im Mai d. .1. gewonnen worden, und haben unerwartet viele Leute und Interessenten dieser glücklichen Original-Lose ein «rönne« t/ermftgen «Ich erworben. Jetzt rftekt die Zelt heran, wo man für die geringen Einsätze bis zu event. 800,000 fflarll Crt. gewinnen kann. Es sind gewiss viele Bestellungen zu erwarten und kann man sich vertrauensvoll an die Firma Laz. Samt. Cohn in Hamburg wenden, da man prompt und gewissenhaft bedient wird. Dieses Haus oezahlt auch durch seine weitverbreiteten Verbindungen dio Gewinno in jedem Orto aus. Ntnejlt Post. (Original' Telegramm der „Laibacher Zeitung.") Earlowitz. «tt Juli. In der heutigen Sitzung des Klrcheucongr,ss«s erklärte der tölltgllche Eommlssär, Se. Vtajeftät habe die LoyalltatSadresse des EongresseS wohlwollend zur Kenntnis genommen, (^cbhafle Zio»o<3iufe.) Hierauf Verlesung des Nescriptes in ungarischer und in serbischer Tprache, demgemäß Se. Majestät d,e 2Üahl Ttojkovic verwirft und den <3ongreft zur sleuwahl auffordert. Dieselbe findet morgen statt Witn, 29. Juli. Der ..N. Fr. Pr." wird au« Salzburg telegraphiert: Kaiserin Elisabeth traf mll der Erzherzogin Valerie von Ischl um halb 9 Uqr abends ein und wurde vom Erzherzog Ludwig Vtctor tmp»ana.«n Nach eingenommenem Oiner wurde die Reise um 9 Uhr abend« fortgibt Die Kalsertn r«l«t incognito unt« dem Niimen emcr Giüfia von Hohenem« und lrlssl heule 9 Uyr früh ln Slraßburg em, von «o fie ium 6 Uhr aoeno« nach Havre abrelst. Slt passtett Paris, ohne au«lunft morgen früh 8 Uhs. Dort wlls sich d« salserm anoirl-halb Tage aushalten und sodann am 1. August auf der Insel Wlght etntllffen. »gram. 28. Juli. Vanu« Mazuramt lft nach Ptst adgerelSt, um Sr. MajlM folgende Oeseyenl» wücfe zur Sanction blhujs Elnvclngung »m beoolftchen« den Landlage zu unlerbrelten, und zwar: e»nen G«seh entVutf über die pol,t,sche UdMlnlftlatlon uno Neorga» nlsa'lon der Vehoroen eifler Instanz; einen Olsetzent» wurf über die Sanllülspollzei, e»n Bolleschulgesetz, ein ^"ß»»ls'h, einen Olsetzenlcuulf über Nonnoelung der Sl,afploz«hordnung, üocl Ollsgertchte, über das Oagatlll« o«rl»llrcn, über bedingte F»ellassung b«r Sllafl.nge, über die Glaat«anw»llschast und V62 ft. Sscomvte: 140.869.971 ft. 37 lr. Darlehen 36.755.300 Gulden. Eingelöste loupon« von Grundentlaftung« - Obliaationen 82.248 ft. 32 lr.; fi. 7.036.700 einqelö«te und bürstnmllßlg angelaufte Pfanobnef» 5 66'/, Perzent 4.691.133 fl. 33 lr. Zusammen 331 980.103 fl. 18 lr. Am Schlüsse de« Monat« bar zn begleichende storderung der Van! au« der commission«weis,n Vlsorqung dc« Hypothekar-Anweisung«« geschäflt« (3 62 der Statuten) 5 726,662 ft. 19 lr. U«il»ael», 29. Juli. »uf dem heutigen Marlte sind erschienen : 14 Wagen mil Getreide. 10 Wagen mit Heu und Htrob (Hm 91. Stroh 27 Ztr.), 25 Wagen und 3 Schlffe (20 Klafter) mit Holz. ______ Durchschnitts-Preise. ^M^lVl«,.. , Mtl.. Mssj.. »I.!lr.Ifl.>kr. i fllli, n.I k Weizen pr. Mehen 6^ > 7 ».««-s».»». Jug, Pfarrer. — «reuer. Korslt, Danzer, Reisender und Orlii, Noclorand, Wien. — Unrger, Prioatler. AdelSberg. — Foggia mit Familie und Vatalll. «eamte, Trieft. - Perz. Leoben. - Marinlo. Holzhändler. Loilsch. — Hchneioer, Professor, Mllnchen. - Neneoetli nm Vruder, Graz. — Trewn, Saoa. — «rijetai, l. l Oberlieulinant. — Derbitfch, l. l. Vezirtsliauptmann, Krainburg. ««»»«» ««>-»«». Spech mit Fran »ccurti und Fiume. ^-Caironi, t. l. Major, GtelN. — Polay Helsenber«. — Malii, Ilacl. - Vr«nche«a, Siss,l. «^»«x«»» v»n «D«?««»!^«l«»,. l?llßig, Fabrilsleiter Vlllalh' .V>«»,^o». Mchmg, Geschilflsfuhcer, Wollau. — Vcaezu, Nti' sender, Lugano. 6U.M«. 783« ^.16., O. f. schwach heiter 29.2^«. 732.7^.27.» W. mäßi, heil» 0oo 10. «b. 30 »z ^-22., W. s. schwach heller «nhallend heiter, morgen« ON-, nachmittag« Westwind, abend« heiler, mondhell. Da« Tagesmiltel der Wärme ^ 22 l', um 2 5° Über oem Viormale. lUesantlvortllcher Redacteur: 3«««, ». Kleinmisv^ ^ bU,l»-s<»lH^^i^s Wien, 28 Juli Die Umsllhe warm mtt Nusnahmt »enlger Vplelpaplere, m welch n sich eine Lolerie neu engagierte, ziemlich belanglo«. die Tesc.mm,ftimmunll iedoch "Ovz sl.VT,z z»V^. culschltdtN fester °I« i.ester.l. Hie «lured'sserenzeu gegen ge,lrlge slutlerung silid in lhrer Überwiegenden Mehrheit unoedeulend, doch war die Zahl der «lvancen eulschieotN ßrdß« al« i«n« de« slUclgünge. Deolseu wurden im Poftenhandel ofsenert. '^ Otlo 0 U»«. »««.«».Mm...... "50 85- A»«n« ck,mnum»».«ulthe» . . litt 40 dd?c «eld V« »n,l,.V«l.......1b17b l^_ O»»tvel,«».......V4'_ lu>-. V„ou»e«e»t«lst«U ',.....— —--«l«tz«««stM , , » i « i ,»S4z0«s4«, «elb «an «redilanstalt. nngar. . . .»»6 25 216 50 T eposilrndanl .... 14V 150 — ft . . . 1«7 — Ib».. (1.i,«nb«ll . . . . - . . 12<) - 120 k0 «,«,»«»<»«.......6 25 650 «lr«thr«d»nl.......98- 99- »eti« »»» »««»spOUt »n««m«tz. »»«Oe». «eld ««' «s»ld.»«l)u.......144 25 144 75 »»rl.«nd»l«.V«hn . . . . ' »47 — 247 dO 0°na».«»«n,tschifi.,«ef«llch«ft «9- 551-I«si,.V««». . .146 50 147-.^«».«chllsch. . // , . .468-471- Geld W»r» «nb°lf««Vahn.....154— 154 50 Sl»at«b«ch«......316 25 316 75 Güdbahn........135 7b 1S625 thelß.«»hn.......zst50 222- Ungarische «ord«st». V,de»e«tz0 8« «lsabeth.V. 1. «»..... 9b - — - 3«d..«ordh. «...... 10b — 10b 2b 3e«nz.I«leUtz.»...... 10125 102 7b »«l. «»«l-Lndtvi,.«., 1.«». . 107 b0 10«i - oeften. ««rbweß^..... 9«'t>0 z,7 - «ietzen»«r,e» ..... U1b0 8s- «eld ««re SUdbahn k 8',,.....,06-75 107'^ « 5 7......94 b0 95^ V«db»hn, V«n«.....«l — z«lti0 lln,. Oftbahn......67.3b 67?b «rebtt«e. . . . , i . . . 160-— 1ß0»b0 «ub«lft.e........1,_ 14' >»»«»«,.......i «50 9» 70 «r«nls«t........93 75 9«»»«l«fi«n,«^)»U««<«««^ Z^»«<»,a«w,t G«P» ««>, »«N «-"